Sound_Hub
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Busmann
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Sound_Hub als Raum für Begegnung, Professionalisierung und gemeinsames Lernen.
Projektbeschreibung
Die MusikZentrum Hannover gGmbH bedient sich der Musik als Vehikel, um soziale und gesellschaftliche Themen nah an der Lebensrealität von Menschen zu platzieren. Mit der Bereitstellung integraler musikalischer Infrastruktur positioniert sich das MusikZentrum für aktiven Zugang und Teilhabe an Musik und Kultur, unabhängig der Herkunft, Sprache oder sozialer Schicht. Aufgrund veränderter Eigentumsverhältnisse auf dem beheimateten Gelände des MusikZentrums und als zukünftiger Erbpachtnehmer besteht die Möglichkeit direkten Einfluss auf die Ausgestaltung des Geländes zu nehmen und dieses zu einem sozialen Ort der Gemeinschaft zu formen. Dazu gehören Community basierte Angebote für das Quartier an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Musik und Kultur. Mit dem Sound_Hub schafft das MusikZentrum ein niedrigschwelliges Angebot für Interessierte, für gemeinschaftliches lernen, sich, Vernetzung und professionalisierung. Mixing und Mastering sind zwei Stufen des kreativen musikalischen Prozesses, welche unabdingbar vor einer physischen oder digitalen Veröffentlichung erledigt werden müssen. Als Dienstleistung bieten diesen Prozess wenige Menschen an und ist mit hohen Kosten verbunden. Der Zugang zu einer professionellen Infrastruktur für Mixing- und Mastering ist wenigen Menschen vorbehalten, da es hierfür nicht nur sehr teures Equipment, sondern auch einen akustisch aufwendig aufbereiteten Raum benötigt. Hierfür haben die wenigsten den Platz und das Geld, somit wird der Zugang automatisch zu einer sozialen Frage. Der Sound Hub soll ein akustisch perfekt aufbereiteter Raum sein, welcher mit einer professionellen Abhöre und Digital Analog Wandlern ausgestattet ist. Dieser Raum soll Musiker*innen, Musik- und Soundinteressierten aus der Nachbarschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, um die räumliche Voraussetzung für den Mixing und Mastering Prozess zu demokratisieren und niedrigschwellig zu gestalten. Der Buchungsprozess wird digital, mithilfe von coapp.io, abgebildet, welches Planungssicherheit und einen verlässlichen Zugriff auf die Infrastruktur gewährt. Darüber hinaus können im Sound_Hub Workshops und Listening-Sessions stattfinden, um Fachwissen kostenfrei an Interessierte weiterzugeben und einen Raum für Begegnungen im musikalischen Kontext zu schaffen. Mit dem Sound_Hub schafft es es das MusikZentrum einen Kreislauf zu vervollständigen, mit welchem alle Bedarfe, von Hobby als auch Profimusiker*innen, abgedeckt werden.
Laufzeit
2025-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das MusikZentrum Hannover sieht sich mit einer veränderten Eigentumssituation seines Geländes konfrontiert, die neue Chancen für eine gemeinwohlorientier Musik ist ein wichtiges kulturelles Ausdrucksmittel und ein zentraler Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe. Doch der Zugang zu professioneller Musikproduktion ist ungleich verteilt. Besonders die finalen Schritte im kreativen Prozess – Mixing und Mastering – erfordern teures Equipment, spezialisierte Software und akustisch optimierte Räume, die für viele Künstlerinnen unerschwinglich oder schlicht nicht zugänglich sind. Dies betrifft insbesondere Musikerinnen aus sozial schwächeren Verhältnissen, für die die hohen Kosten und fehlenden räumlichen Ressourcen eine erhebliche Hürde darstellen. Gleichzeitig fehlt es im Quartier an offenen und inklusiven Orten für musikalische Begegnung, Austausch und Professionalisierung. Bestehende Musikstudios sind meist kommerziell ausgerichtet und schwer zugänglich, während kostengünstige oder kostenfreie Alternativen mit professioneller Ausstattung kaum existieren. Dadurch bleibt kreatives Potenzial oft ungenutzt, und viele Musiker*innen sind gezwungen, auf minderwertige Produktionsbedingungen auszuweichen oder ihre Projekte nicht vollenden zu können. Zudem fehlt es an strukturierten Angeboten zur Weiterbildung im Bereich Musikproduktion, insbesondere im technischen Bereich. Gerade Mixing und Mastering sind essenzielle, aber oft wenig zugängliche Disziplinen, da entsprechende Fachkenntnisse selten kostenfrei vermittelt werden. Diese strukturellen Barrieren verstärken soziale Ungleichheiten und erschweren es vielen, sich musikalisch weiterzuentwickeln oder professionell Fuß zu fassen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald/List und Nordstadt und Hainholz
Beschreibung
Das Gelände des MusikZentrum liegt auf der Grenze zu allen drei Stadtteilen und sieht diese als ihr Quartier. Der Sound_Hub wird direkt auf dem 3822 qm grossen Gelände der MusikZentrum gGmbh ansässig sein. Das MusikZentrum ist Teil eines 17.000 qm umfassenden Mischgebiets, auf dem Kultur und Gewerbe angesiedelt ist. Die Wohnquartiere befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft, weitere kulturelle Einrichtungen ebenfalls.
Einwohnerzahl
112000
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auf alle drei Stadtgebiete lassen sich eine Vielzahl der von ihnen vorgestellten Merkmale zuordnen. Das prozentual zu benennen schaffen wir nicht mehr in dieser Zeit zu recherchieren. Mit allen drei Stadtteilen haben wir im Laufe der zurück liegenden 30 Jahre als soziokulturelles Zentrum und Musikförderer gearbeitet und verschiedene Wandel in der Demographie und Zusammensetzung der Einwohnenden beobachten können.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
anlage_3_teilungsvorschlag.pdf
(625.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt Sound_Hub verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA) und des Quartiersmanagements, indem es soziale, kulturelle und strukturelle Aspekte des Stadtteils verbindet:
- Soziale Teilhabe & Chancengleichheit: Durch den kostenfreien Zugang zu professioneller Musikproduktion wird eine Ressource demokratisiert, die sonst nur wenigen vorbehalten ist. Dies stärkt insbesondere sozial benachteiligte Gruppen in Vahrenwald/List, Nordstadt und Hainholz.
- Stärkung der Nachbarschaft & Vernetzung: Der Sound_Hub dient als Begegnungsort, an dem sich Musikerinnen, Kreative und Anwohnerinnen austauschen und gemeinsame Projekte realisieren können. Dies fördert den Zusammenhalt im Quartier.
- Kulturelle Belebung & Empowerment: Durch Workshops, Listening-Sessions und gemeinsames Lernen wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die kulturelle Identität des Stadtteils gestärkt.
- Nachhaltige Quartiersentwicklung: Die aktive Gestaltung des Geländes durch das MusikZentrum schafft eine langfristige, gemeinwohlorientierte Infrastruktur, die über das Projekt hinaus positiven Einfluss auf die kulturelle und soziale Entwicklung der Stadtteile hat.
Der Sound_Hub trägt damit zur sozialen, kulturellen und strukturellen Stärkung des Quartiers bei und folgt den Leitlinien der Gemeinwesenarbeit und des Quartiersmanagements.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Wir arbeiten zusammen mit dem Quartiersmanagement Hainholz Sachggbiet Stadterneuerung
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine langfristige Finanzierung ist aus eigenen Mitteln gewährleistet, da es sich bei der Förderung in erster Linie um die Finanzierung des Aufbau und die Errichtung des Sound_Hub handelt. Das Gelände rund um das Musikzentrum befindet sich in städtebaulicher Quartiersentwicklung. Unter anderem kooperieren wir mit der Initiative Hüttenstraße und entwickeln in Kooperation Projektideen zur nachhaltigen Nutzung für das Gemeinwohl um uns enger zu vernetzen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Gruzinski
| Funktion | Geschäftsführung Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers.
Projektbeschreibung
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohnhäusern bis zu ehemaligen Gewerbehallen. Es finden diverse informelle Nutzungen der wenigen Freiflächen statt, oft durch marginalisierte Gruppen.
Durch die Ansiedlung des Kulturzentrums Initiative Hüttenstraße, Gleis D, und den Erwerb des MUZE-Geländes durch die Stadt Hannover entsteht eine neue Dynamik. Diese Akteure formen einen gemeinnützigen Verbund, der partizipative Stadtentwicklung vorantreibt. Die Initiative Hüttenstraße übernimmt eine Schlüsselrolle und entwickelt mit einem interdisziplinären Team ein kooperatives Quartier.
Das Projekt gliedert sich in drei zentrale Bereiche:
A) Bürgerforum Hüttenstraße
Ein Forum wird aufgebaut, das über herkömmliche Stadtteilgrenzen hinausgeht und eine direkte Beteiligung der Anwohnenden ermöglicht. Es begleitet die Entwicklung der Freiflächen (ca. 5.000 m²) und berät die Verwaltung sowie Stadtplanungsprozesse. Die Initiative Hüttenstraße initiiert, moderiert und koordiniert dieses Forum.
B) Kooperative Raumentwicklung
Das Gelände von Gleis D und der Initiative Hüttenstraße wird als Modellprojekt für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung genutzt. Anwohner:innen können eigene Räume gestalten und nutzen. Vorbilder sind u. a. das Institut for X (Aarhus) und die NDSM-Werft (Amsterdam), die vormals ungenutzte Flächen durch kreative, selbstverwaltete und kooperative Strukturen in lebendige, offene Quartiere mit kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzungen verwandelt haben. Nach diesem Prinzip entscheiden auch hier die Beteiligten über die gemeinsam entwickelten öffentlichen Flächen mit. Dabei entsteht ein neuer Typus von öffentlichem Raum, teils städtischer Stadtpark, teils zivilgesellschaftlich verwaltete Fläche. Die Prinzipien von Selbstermächtigung und Selbswirksamkeit treten dabei stark hervor, Menschen werden zu Teilhabenden, entwickeln eigene Projekte, vernetzen sich.
C) Nachbarschaftsangebote
Es entsteht ein dezentrales Netzwerk für nachbarschaftliche Projekte. Neben günstigen Raumnutzungen, Netzwerkarbeit und Beratung wird in den eigenen Räumen ein betreutes Nachbarschaftscafé als Treffpunkt eingerichtet.
Menschen, Initiativen, Vereine und auch soziale Unternehmen mit niederschwelligen Angeboten für das Quartier können in den bestehenden Gebäuden sowie in eigens konzipierten kleinen Neubauten eigene Angebote schaffen und erhalten dafür Raumförderung und Unterstützung bei der Umsetzung.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohn- und Gewerbebauten bis hin zu ungenutzten Freiflächen. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte (Vahrenwald: 87 P/ha; LHH: 27,2 P/ha) gibt es wenige öffentliche Räume, wodurch sich soziale Fragmentierungen verstärken. Besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen, die informelle Flächen nutzen, da sie sonst kaum Orte für Begegnung haben. Zudem zeigen soziale Daten, dass Arbeitslosigkeit (8,7 % in Vahrenwald, 11,8 % in Hainholz), hoher Migrationsanteil (Hainholz: 65 %) und überdurchschnittliche Transferleistungsquote (Hainholz: 27,6 %) Herausforderungen für das Quartier darstellen.
Die Initiative Hüttenstraße e.V. setzt hier an: Mit 150 Mitgliedern und 16 kooperierenden Vereinen entsteht ein großes soziokulturelles Zentrum, das Räume für kulturelle Teilhabe, Stadtentwicklung, Nachbarschaftshilfe und kreative Nutzung bietet. Als Testlauf wird aktuell ein 800 m² großer kooperativer Stadtplatz gemeinsam mit der Nachbarschaft entwickelt – ein erster Schritt hin zu einem nachhaltigen, kooperativen und gemeinschaftlichen Quartier.
Das Projekt versteht sich als Modell für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Organisiert durch eine holokratische Struktur mit einem Kernteam von 30 Engagierten und 80 Unterstützenden, kombiniert es selbstorganisierte Prozesse mit gezielter Kooperation mit der Verwaltung.
Durch die Anmietung einer weiteren Halle durch unsere Initiative und die Zusammenarbeit mit Gleis D und dem MUZE-Gelände entsteht eine neue quartiersübergreifende Mitte, die soziale und räumliche Barrieren aufbricht und den Grundstein für eine kooperative Quartiersentwicklung legt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf einen prozesshaften und kooperativen Ansatz, um neue Formen partizipativer Stadtentwicklung zu erproben, bei dem die Anwohnenden das Herz des Projektes sind. Dabei werden strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen, die nicht nur unmittelbare Beteiligung ermöglichen, sondern langfristige Mitgestaltungsperspektiven für die Nachbarschaft eröffnen.
Durch dialogorientierte Formate wird ein Aushandlungsraum etabliert, in dem unterschiedliche Akteur:innen Verantwortung für die Gestaltung ihres Quartiers übernehmen können. Hierbei wird besonderer Wert auf den Abbau bürokratischer Hürden sowie die Schaffung rechtssicherer, niedrigschwelliger Zugänge zu öffentlichen und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen gelegt.
Die räumliche Entwicklung des Quartiers folgt dabei einem experimentellen, adaptiven Prinzip, bei dem die Bewohner:innen des Quartiers im Zentrum stehen: Durch die Verbindung aus informellen Nutzungen und planungsrechtlicher Absicherung entsteht ein dynamisches Modell für gemeinwohlorientierte Stadtgestaltung. Flankierend wird eine nachhaltige Kommunikations- und Vernetzungsstruktur aufgebaut, die das Quartier als sozialen und kulturellen Möglichkeitsraum stärkt.
Auf diese Weise wird nicht nur eine integrative Quartiersentwicklung angestoßen, sondern ein übertragbares Modell für kooperative Stadtgestaltung erprobt, das sich in bestehende Verwaltungs- und Planungsstrukturen einfügt, ohne die lokale Eigeninitiative zu beschränken.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Projekt wird durch Kooperationen mit der Stadt Hannover und lokalen Akteur:innen langfristig in kommunale Strukturen eingebunden. Dazu gehören formalisierte Vereinbarungen zur Mitgestaltung öffentlicher Flächen und die Verankerung des Bürgerforums als beratendes Gremium. Die Finanzierung basiert auf einem Mix aus selbsttragenden Nutzungsmodellen, öffentlichen Fördermitteln, und kommunaler Unterstützung, um eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Nutzung zu sichern.
11. Medien
von einander lernen - miteinander handeln
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hartmut Moorkamp
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Förderung dörflicher Mehrgenerationengemeinschaft, Selbstwirksamkeit, Teilhabe und Integration
Projektbeschreibung
Der zentrale Dorfgemeinschaftsbereich um das Heimathaus, die Turnhalle mit Mehrzweckraum, den Bauerngarten, das Jugendheim und die Freiflächen mit Kinderspielplatz sollen zu einem Dorfgemeinschaftszentrum werden, in dem Begegnung und Generationengemeinschaft gefördert wird. Das Dorfgemeinschaftshaus (ehem. Jugendheim) soll sich zu einem zentralen, multifunktionalen Ort und Treffpunkt entwickeln und eine lebendige Dorfgemeinschaft fördern und der Ausgangspunkt für gute Nachbarschaft werden. Für die bauliche Umgestaltung wurde ein ZILE-Förderantrag(Dorfentwicklung) in 2024 gestellt. Das Konzept wurde im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms mit dem Arbeitskreis und den Bürgern entwickelt. Man will eine gute Generationengemeinschaft und Selbstorganisation initiieren. Digitale Werkzeuge sollen ihre gemeinschaftliche Nutzung und Organisation erleichtern und Aktivitäten besser bekannt und erlebbar machen werden, sowie insgesamt zu einer besseren Sichtbarkeit und größeren Wertschätzung der dörflichen Gemeinschaft und des ehrenamtlichen Engagements beigetragen.
Die Dorfgemeinschaft braucht eine organisatorische Unterstützung zur Schaffung dieser neuen Strukturen bzw. diese bedarfsgerecht zu entwickeln um die angestrebte Selbstwirksamkeit zu initiieren. Die Macher in den örtlichen Vereinen und Gruppierungen wollen sich in Form eines Hausvorstandes engagieren, sind mit der eigenen Organisation derzeit aber schon stark eingespannt, dass hier eine Überbelastung in der Entwicklungsphase befürchtet wird. Daher soll ein(e) Sozialkoordinator(in) diese ca. 3-jährigen Aufbauphase mit der Dorfgemeinschaft aktiv betreiben und nachhaltig strukturieren. Die Person soll den Aufbau gezielt voran bringen, Koordinationstreffen organisieren, Bedarfe ermitteln und Interessen zusammenführen, erste Maßnahmen, (ggf. auch übergeordnete)Netzwerke und Begegnungsangebote entwickeln und eine digitale Organisationsstruktur aufbauen. Darüber hinaus sollen weitere Fördergelder und Spenden eingeworben und ggf. projektbezogenes Crowdfunding betrieben werden. Zielsetzung dieses beantragten Vorhabens ist neben den oben beschriebenen übergeordneten Zielen, die Dorfgemeinschaft in die Lage zu versetzen sich selbst zu organisieren und eigenständig Selbstwirksamkeit zu entfalten.
Langfristig steht die Vision einer Entwicklung des DGH zu einem Mehrgenerationenhaus (MGH) hinter diesem ersten Entwicklungsprojekt, das sich durch Kooperationen und Einnahmen aus Veranstaltungen selbst finanziert.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Rastdorf ist ein relativ junges Dorf und hat eine besondere Entwicklungsgeschichte. Es wurde 1941 durch die Umsiedlung des Dorfes Wahn gegründet, das aufgrund einer Schießplatzerweiterung aufgegeben und auf 2 Dörfer verteilt wurde. Davon war Rastdorf eines. Rastdorf ist insgesamt stark von Zu- und Abwanderung geprägt. Eine weitere Zuwanderungswelle erfolgt durch Spätaussiedler in den 90er-Jahren. In den 2000er-Jahren erfolgte eine starke Zuwanderung von Ruheständlern aus dem Ruhrgebiet. Aktuell erfolgt ein großer Anteil an Zuzug von osteuropäischen Arbeitskräften. Die Abwanderung wird häufig mit fehlender Infrastruktur und sozialem Leben begründet. Rastdorf erstreckt sich als Straßendorf über 11km was sich als weiteres Problem vor dem Hintergrund darstellt, dass der in den 40er-Jahren entwickelte Ortskern durch Schul-, Kirchen- und Gaststättenneubau geplant war und in der heutigen Zeit keinen optimalen Raum für dörfliches Leben und Begegnung bildet wie ein gewachsenes Dorf. Die einzige Gaststätte im Dorf wurde in 2024 aufgegeben. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses wurde schnell klar, dass das gesellschaftliche Miteinander und eine Vernetzung, die Begegnung der sozialen Gemeinschaft, die Integration und Teilhabe verbessert werden muss. Konflikte in der Nutzung des Jugendheims sind anzugehen. Das Dorf hat eine Vielzahl von Aktivitäten, aber es fehlt an deren (digitaler) gemeinschaftlicher Organisation und Förderung von Demokratie im Dorf, Sichtbarkeit und der Weiterentwicklung von niedrigschwelligen Begegnungsangeboten für Integration und Teilhabe, insbesondere für Zugezogene und die älteren Dorfbewohner.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Rastdorf
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das gesamte Gemeindegebiet der Gemeinde Rastdorf (26,32 qkm)
Einwohnerzahl
1130
Quelle / Anmerkungen
Bestandsstatistik SG Werlte
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte (Ausländer + Doppelstaatler)
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das gesamte Dorf ist ab den 1940er-Jahren aus Zuwanderung entstanden. Zahlen aus den Zuwanderungen von Spätaussiedlern sind nicht ermittelbar. Die Personen besitzen eine deutsche Staatsbürgerschaft und sind nicht gesondert erfasst. Es wird ein Bevölkerungsanteil in Rastdorf von 50-60% geschätzt. Alleine 10% (113EW) der Einwohner sind osteuropäischer, zzgl. 21 EW ukrainischer Herkunft.
Die o.g. Merkmale der Liste "Prägung des Projektgebietes" treffen daher nicht zu.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
karte_rastdorf_dtk_1.jpg
(938.76 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt initiieren bzw. unterstützen wir einen gesellschaftlichen Transformationprozess zu mehr Miteinander und Demokratie, guter Integration und starker Selbstwirksamkeit der Dorfgemeinschaft. Sozialräumliche Gegebenheiten und Gewohnheiten sollen in einem Veränderungsprozess überprüft und den Bedürfnissen aller Bürger angepasst werden. Insbesondere die Förderung bestimmter Zielgruppen wie die der älteren Mitbürger, der Kinder u. Jugendlichen und der Zugezogenen sollen im Fokus stehen. Das zu entwickelnde eigenverantwortliche Handeln wird dazu beitragen eine Rastdorfer Lebenskulur zu schaffen und die Öffnung der Dorfgesellschaft für alle im Sinne einer guten Nachbarschaft zu bewirken. Es erfolgt mit professioneller Unterstützung eine Aktivierung von Selbstorganisation und Partizipation, eine Stärkung von Integration und Generationengemeinschaft, eine Förderung von Selbsthilfekompetenz, Konfliktbewältigung und Selbstwirksamkeit. Es werden neue gemeinschaftliche Projekte und Aktionen entwickelt und die personellen Ressourcen von Mitwirkenden erweitert, das Ehrenamt ausgebaut und gestärkt und die allgemeine Wertschätzung des Geleisteten für alle sichtbar gemacht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Dorfgemeinschaft eigenverantwortlich agiert, sich organisiert und kommuniziert, gemeinschaftlich Projekte für alle entwickelt und erfolgreich integrativ umsetzt und den guten Umgang mit Fehlern u. Konflikten beherrscht. mit
Beschreibung
die Interessen und Zielgruppen durch vielfältige Ansprachen und Aktionen erfasst sind und deren Bedarfe bekannt sind und dieses die Handlungsgrundlagen sind.
Kriterium
Beschreibung
die ausdrücklich erwünschte Selbstorganisation mit Unterstützungsfunktionen wie digitale Produkte und einen entsprechenden Regelkreis funktioniert und lebt.
Kriterium
Beschreibung
wenn die bestehenden Ressourcen (z.B. Vereinsarbeit, Ehrenämtler und sonstige Unterstützer) zusammen agierten und aus der gemeinsamen Arbeit neue Potenziale schaffen.
Kriterium
Beschreibung
der Qualitätsstandard zu 3. erfüllt ist und sich eine integrative Generationengemeinschaft entwickelt hat.
Beschreibung
die Aktivitäten interdisziplinär entwickelt werden
Beschreibung
zu den Organisations- und Beteiligungsstrukturen auch noch Kooperationsstrukturen geschaffen wurden bsw. mit Instituionen oder benachbarten Dorfgemeinschaften.
Kriterium
Beschreibung
wenn das DGH bedarfsgerecht umgestaltet und belebt ist
Kriterium
Beschreibung
im Sinne aller kommunaler Aufgaben Projekte und Aktivitäten entwickelt und umgesetzt werden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
alle Vereinsvorsitzende oder Abgesandte in einen bestehende Hausbeirat/Hausvorstand
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand bzw. Abgesandte in den bestehenden Hausbeirat/Hausvorstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abgesandte freier Kulturträger oder Gruppierung in den bestehenden Hausbeirat/Hausvorstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung, EV 1TV, Extrablatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle mobilen Pflegedienste, Caritas Seniorenheim St. Lucas Werlte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte SG Werlte + LK Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kolping Migrationsbüro in Sögel
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das beantragte Projekt ist als Anschubhilfe und Unterstützung konzipiert um die Dorfgemeinschaft zu befähigen sich selbst zu organisieren und eine größtmögliche Selbstwirksamkeit für ihr Lebensumfeld zu entfalten. Nach 3 Jahren soll sich das Projekt soweit verstetigt haben und von der Dorfgemeinschaft selbstständig weiterbetrieben werden. Die Vision einer Entwicklung zu einem MGH steht hinter dem Gesamtvorhaben, welches sich durch Einnahmen/Kooperationen selber tragen kann.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Tierhof(fnung) e.V.: Ein Ort der Begegnung für Mensch und Tier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Yvonne Böhmer
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Ort , an dem Tiere Sicherheit finden- und Menschen Sinn, Stärke und Gemeinschaft.
Projektbeschreibung
Kurzbeschreibung – Projekt Tierhoffnung e.V.
Tierhoffnung e.V. ist ein gemeinnütziges Modellprojekt, das Tierschutz, Positive Psychologie und soziale Teilhabe in einem ganzheitlichen Konzept vereint. In Güntersen, einem ländlich geprägten Ortsteil der Gemeinde Adelebsen, entsteht ein Ort, an dem nicht nur Tiere in Not Schutz und Fürsorge finden, sondern auch Menschen neue Perspektiven, Begegnung und Sinn erleben können.
Im Mittelpunkt steht der Umbau einer bestehenden Scheune auf einem bereits genutzten Hof zu einem barrierefreien Tierheim mit integrierter Begegnungsstätte. Neben der Versorgung von Hunden und Katzen werden dort tiergestützte Angebote, Coachingformate und Bildungsprogramme auf Basis der Positiven Psychologie entwickelt und durchgeführt – z. B. für Kinder, Jugendliche, pflegende Angehörige oder Menschen mit psychischen Belastungen.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Nachbarschaft zu stärken, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und psychisches Wohlbefinden zu unterstützen – sowohl bei den betreuten Tieren als auch bei den beteiligten Menschen. Mit dem eigens entwickelten PERMA Pet-Modell (Positive Emotionen, Engagement, Beziehungen, Sinn & Zielerreichung) wird ein wissenschaftlich fundierter Ansatz für tiergestützte Entwicklung und soziale Wirkung geschaffen.
Die bauliche Ausgangslage stellt das Projekt vor große Herausforderungen: Die Scheune ist derzeit nicht nutzbar, es fehlen Heizung, Sanitäranlagen, eine sichere Infrastruktur und eine geeignete Raumaufteilung. Erst durch Fördermittel kann aus der bestehenden Substanz ein sicherer, einladender und inklusiver Ort entstehen – mit Strahlkraft für die gesamte Region.
Tierhoffnung e.V. wird ehrenamtlich getragen, professionell geführt und lokal verankert. In den nächsten drei Jahren sollen nicht nur Tiere vermittelt, sondern auch hunderte Menschen erreicht, gestärkt und inspiriert werden – für eine Nachbarschaft, die Mensch und Tier gleichermaßen ein Zuhause gibt
Laufzeit
2025-03-30 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ausgangslage – Warum Tierhoffnung e.V. entsteht
In Güntersen, einem ländlich geprägten Ortsteil der Gemeinde Adelebsen, fehlen Orte, an denen Menschen unterschiedlicher sozialer Lagen zusammenkommen, voneinander lernen und sich aktiv in die Dorfgemeinschaft einbringen können. Besonders für Kinder, Jugendliche, Senior:innen und Menschen mit psychischen oder sozialen Belastungen gibt es kaum niedrigschwellige Angebote zur Begegnung, Teilhabe und persönlichen Entwicklung.
Gleichzeitig erleben wir einen kontinuierlich steigenden Bedarf an Tieraufnahme, insbesondere für schwer vermittelbare, ältere oder traumatisierte Tiere. Private Initiativen sind dauerhaft überlastet, kommunale Kapazitäten begrenzt. Tiernot trifft auf soziale Einsamkeit – und genau hier setzt unser Konzept an.
Die bauliche Infrastruktur des bestehenden Hofs ist sanierungsbedürftig. Die Scheune, in der die Begegnungsstätte entstehen soll, ist derzeit nicht nutzbar. Es fehlt an barrierefreien Räumen, Sanitäranlagen, Heizung und einer funktionalen Raumaufteilung. Ohne Förderung ist eine sozial ausgerichtete Nutzung nicht möglich.
Auch die soziale Vernetzung ist bislang punktuell, aber ausbaufähig. Es gibt großes Interesse von Nachbarn, Schulen und Pflegeeinrichtungen – doch bisher fehlt ein Ort mit Konzept, Kapazität und Koordination, um diese Potenziale zu bündeln. Unser Projekt schließt diese Lücke.
Tierhoffnung e.V. schafft durch bauliche Entwicklung, soziales Engagement und fachlich fundierte Angebote eine verbindende Lösung für Tier, Mensch und Nachbarschaft
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bezug zur Gemeinwesenarbeit / Quartiersmanagement
Tierhoffnung e.V. verbindet Tierschutz mit sozialer Teilhabe und Positiver Psychologie – und folgt damit zentralen Prinzipien der Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, in Güntersen (Gemeinde Adelebsen) einen offenen Ort zu schaffen, an dem Menschen und Tiere sich begegnen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen.
Das Projekt stärkt die lokale Gemeinschaft durch ehrenamtliches Engagement, Kooperationen mit Schulen, Pflegeeinrichtungen und sozialen Trägern sowie Veranstaltungen für die Nachbarschaft. Die Angebote sind niedrigschwellig und lebensweltorientiert – von tiergestützten Begegnungen über Coachings bis zu Mitmachaktionen für Kinder, Senior:innen und Menschen in Belastungssituationen.
Der bestehende Hof wird zu einer barrierefreien Begegnungsstätte mit Tierheim umgebaut. Damit entsteht ein Ort mit hoher sozialer Wirkung – in einem ländlichen Raum, der bislang wenig Zugang zu gemeinwesenorientierten Angeboten hat.
Tierhoffnung e.V. fördert Empowerment, Selbstwirksamkeit und psychisches Wohlbefinden – sowohl bei den betreuten Tieren als auch bei den beteiligten Menschen. Mit dem eigens entwickelten PERMA Pet-Modell wird ein nachhaltiger, übertragbarer Ansatz zur Verbindung von Tierschutz, Bildung und Nachbarschaft geschaffen
Methoden
Vorhandene Strukturen
Die fachliche und organisatorische Leitung übernimmt Yvonne Böhmer, Kinderkrankenschwester, Pflegepädagogin (B.A.), Masterstudentin der Positiven Psychologie sowie Pflegegutachterin beim MD Niedersachsen. Durch ihre langjährige Berufserfahrung in der psychosozialen Begleitung, Projektentwicklung, Qualitätssicherung und im Coaching bringt sie fundierte Kenntnisse in den Bereichen Gemeinwesenarbeit, Empowerment und partizipative Netzwerkarbeit mit.
Zudem entstehen aktuell erste Kooperationsbeziehungen zu Schulen, Pflegeeinrichtungen und sozialen Trägern in der Region, die im Rahmen des Projekts weiter vertieft werden. Insbesondere durch geplante Mitmachaktionen, tiergestützte Bildungsangebote und öffentliche Veranstaltungen wird das soziale Netzwerk im Quartier gezielt gestärkt. Ziel ist es, lokale Ressourcen sichtbar zu machen, Teilhabe zu fördern und den Begegnungshof als festen Ort für soziales Miteinander im ländlichen Raum zu etablieren.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Tierhoffnung e.V. ist langfristig als gemeinwohlorientiertes Projekt angelegt. Erste Ehrenamts- und Kooperationsstrukturen bestehen, weitere Fördermittel (u. a. für Bildungsangebote) sind geplant. Für den Umbau der bestehenden Scheune zur barrierefreien Begegnungsstätte mit Tierbereich werden zusätzlich Fördermittel beantragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 1,3 Mio €
Langenhagen im verbunT: Gemeinsam Zukunft gestalten!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Mossig
| Funktion | Fachstelle Gemeinwesenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vernetzung und Selbstorganisation stärken - Integration und Teilhabe durch Partizipation - Treffpunkte etablieren
Projektbeschreibung
Die Stadt Langenhagen hat sich vor drei Jahren auf den Weg gemacht, interdisziplinär u. in enger Zusammenarbeit mit vier Kirchengemeinden eine tragfähige Struktur der Gemeinwesenarbeit (GWA) aufzubauen. Besonders herausfordernd war die gezielte Verzahnung bereits bestehender Strukturen um eine nachhaltige u. inklusive Entwicklung zu gewährleisten (Aufbau des Netzwerks verbunT u. d. Steuerungsgruppe). Dieser Prozess wurde intensiv begleitet u. durch die enge Zusammenarbeit der Abt. Stadtentwicklung u. Soziales erfolgreich etabliert.
Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, die pädagogische Fachlichkeit innerhalb der Fachstelle weiter auszubauen. Es geht darum, Methodenvielfalt zu fördern, Schulungen für Quartiersmanagement, Ehrenamtliche u. neue Akteure anzubieten sowie nachhaltige Strukturen der Beteiligung zu schaffen. Ziel ist es, Bürger:innen auf Augenhöhe zu erreichen, benachteiligte Quartiere zu aktivieren, demokratische Teilhabe zu stärken u. langfristige tragfähige GWA-Strukturen zu sichern.
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Antrags ist der Aufbau eines Interkulturellen Gartens in der Kernstadt u. eines Quartierstreffpunktes in Krähenwinkel. Der Garten soll als Begegnungsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft dienen, gemeinsame Aktivitäten ermöglichen u. interkulturellen Austausch fördern. Hier werden nicht nur ökologische u. soziale Nachhaltigkeit gefördert, sondern auch gemeinschaftliches Engagement u. gegenseitiges Verständnis gestärkt.
Der neu zu schaffende Quartierstreffpunkt in Krähenwinkel soll als zentrale Anlaufstelle für die Bewohner:innen dienen, in der ehrenamtliche Aktivitäten, Bildungsangebote u. Beratung gebündelt werden. Er soll einen geschützten Raum für Begegnung, Teilhabe u. soziale Vernetzung schaffen.
Die Fachstelle GWA übernimmt hierbei eine zentrale Rolle: Sie stärkt u. erweitert das aufgebaute Gemeinwesen-Netzwerk, identifiziert Bedarfe, begleitet bestehende u. neue Projekte u. gewährleistet die fachl. Unterstützung ehrenamtlicher Akteure. Ohne eine kontinuierliche Förderung besteht die Gefahr, dass die bereits geschaffenen Strukturen nicht nachhaltig verankert werden u. GWA nicht als verlässliches Angebot wahrgenommen wird. Die Folgeförderung ist daher essenziell, um den begonnenen Prozess fortzuführen u. langfristig stabile Strukturen zu etablieren. Die Unterstützung der LAG ist dabei unverzichtbar, um den Ausbau der Fachlichkeit zu sichern u. die Verbindung zwischen Stadt, Quartieren u. Akteuren zu stärken
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langenhagen wächst stetig, insb. in der Kernstadt. Die gesellschaftliche Struktur hat sich stark verändert, was neue Herausforderungen mit sich bringt. Im Quartier Kernstadt Nord/Alte Mitte bestehen erhebliche soziale u. strukturelle Probleme. Die hohe Wohndichte, Überalterung u. multikulturelle Zusammensetzung der Bevölkerung erschweren den sozialen Zusammenhalt. Seit dem Bau des CCL in den 1980er Jahren hat die "Alte Mitte" ihre Funktion als Treffpunkt verloren, was zu einem Mangel an Begegnungsmöglichkeiten führte. Die bestehende Infrastruktur bietet kaum attraktive Angebote, während der Stadtpark nur wenig gemeinschaftlich genutzt wird. Dies verstärkt Vereinsamung, insb. bei älteren Menschen u. Zugezogenen mit Migrationshintergrund. Zudem fehlen Kontaktanlässe zwischen Alteingesessenen u. Zugezogenen, wodurch Vorurteile u. Nutzungskonflikte entstehen. Auch in den anderen Ortschaften wie z. B. Krähenwinkel gibt es strukturelle Herausforderungen. Aufgrund der Siedlungsbeschränkungen sind Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt, während der Sanierungsbedarf öffentlicher Gebäude steigt. Die ältere Bevölkerungsstruktur u. stagnierende Einwohnerzahlen erfordern verstärkte soziale Infrastruktur u. Begegnungsräume, um die Lebensqualität zu erhalten. „Gute Nachbarschaft“ soll dem begegnen, indem es den sozialen Austausch fördert u. gemeinschaftliche Angebote stärkt. Trotz erster Verbesserungen durch den Aufbau von GWA, des verbunT-Netzwerks u. der Steuerungsgruppe „GWA u. QM“ bleibt ein erhöhter Handlungsbedarf bestehen. Begegnungsorte müssen geschaffen u. nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt werden, um langfristige Strukturen für Integration u. soziale Teilhabe zu etablieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen Langenhagen Kernstadt Alte Mitte - Fläche an der Leibnizstraße
Beschreibung
Langenhagen hat eine Fläche von 7197ha. Das Projektgebiet "Alte Mitte" liegt nördlichen Bereich der Kernstadt Langenhagens und umfasst ca. 128 ha. Das entspricht ca. 1,78% der städtischen Gesamtfläche. Das Gebiet wird durch folgende Straßen begrenzt: nördlich - Pferdemarkt/Reuterdamm; östlich - Virchowstraße bzw. Walsroderstraße ab Kreuzung Ernst-August-Nebig-Allee/Walsroderstraße; südlich - Ernst-August-Nebig-Allee im nördlichen Bereich und Godshorner Straße im südlichen Bereich; westlich - Bahnlinie Hannover-Hannover Flughafen.
Das Gelände des Projektziels liegt in der Leibnizstraße am nördlichen Ende des Gebiets. Bei der Fläche handelt es sich um eine Teilfläche des Grundstücks (Flurstück 277/29, Flur 9, Gemarkung Langenhagen). Vrsl. Größe: 1998 m2 , Länge: 74m, Breite 27m. Westlich wird die Fläche von der KiTa Eentje Rummert, begrenzt; östlich davon ist der Bau eines Regenwasserrückhaltebecken geplant.
Einwohnerzahl
6800
Quelle / Anmerkungen
Stadt Langenhagen Abteilung Stadtplanung und Geoinformation
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen Abteilung Stadtplanung und Geoinformation
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen Abteilung Stadtplanung und Geoinformation
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen Abteilung Stadtplanung und Geoinformation
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen Abteilung Stadtplanung und Geoinformation
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Region-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche/Dezernat-Soziales,-Teilhabe,-Familie-und-Jugend/Stabsstelle-Sozialplanung-der-Region-Hannover/Sozialmonitoring-der-Region-Hannover/Sozialstrukturprofile-der-regionsangeh%C3%B6rigen-St%C3%A4dte-und-Gemeinden
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Region-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche/Dezernat-Soziales,-Teilhabe,-Familie-und-Jugend/Stabsstelle-Sozialplanung-der-Region-Hannover/Sozialmonitoring-der-Region-Hannover/Sozialstrukturprofile-der-regionsangeh%C3%B6rigen-St%C3%A4dte-und-Gemeinden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Region-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche/Dezernat-Soziales,-Teilhabe,-Familie-und-Jugend/Stabsstelle-Sozialplanung-der-Region-Hannover/Sozialmonitoring-der-Region-Hannover/Sozialstrukturprofile-der-regionsangeh%C3%B6rigen-St%C3%A4dte-und-Gemeinden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lageplan_interkultureller_garten2_.png
(1.72 MB)
Gebiet-Name
Krähenwinkel
Beschreibung
Der Ortsteil Krähenwinkel befindet sich innerhalb der Gesamtstadt Langenhagen nördlich der Kernstadt und südlich des Ortsteils Kaltenweide. Am Ortsrand treffen sich die Landesstraße 190 und die Kreisstraße 361. Etwa fünf Kilometer westlich liegt der Flughafen Hannover-Langenhagen, im Osten grenzt Krähenwinkel an die Wietzeniederung mit dem Wietzesee sowie dem Waldsee an und im Norden grenzt es an die Ortschaft Kaltenweide.
Einwohnerzahl
2647
Quelle / Anmerkungen
InSEK Krähenwinkel
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
InSEK Krähenwinkel
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
InSEK Krähenwinkel
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
InSEK Krähenwinkel / Stadt Langenhagen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ortsteil_kraehenwinkel.pdf
(2.08 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekte verfolgen konsequent den Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA) und des Quartiersmanagements, indem es auf eine nachhaltige, beteiligungsorientierte Entwicklung der Stadtteile abzielt. In engem Austausch mit den Bürger:innen werden gesellschaftliche Herausforderungen und lokale Problemlagen bearbeitet. Durch dialogorientierte Beteiligungsformate fördern wir Offenheit, stärken den sozialen Zusammenhalt und schaffen positive Identifikationsräume.
Ziel ist es, den gesellschaftlichen Herausforderungen in den Quartieren zu begegnen und diese zu bearbeiten, gemeinsam mit den Bürger:innen auf Augenhöhe Lösungen zu finden
Dabei setzen wir auf eine gesamtstädtische Strategie, die Stadtverwaltung, Kirchengemeinden und weitere Akteure der Gemeinwesenarbeit sind im "verbunT" miteinander vernetzt. Unser methodisch-strategischer Ansatz baut auf bisherigen Erfahrungen auf, intensiviert bestehende Strukturen und ermöglicht durch niederschwellige und inklusive Angebote eine breite Teilhabe. Mit vielfältigen Methoden gestalten wir Räume und Plätze aktiv um und wirken der Vereinzelung sowie negativen Assoziationen entgegen.
Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Dialogs zwischen Stadt und Quartieren schaffen wir Sicherheit und Nachhaltigkeit im Gemeinwesen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nur wenn der Dialog mit den Menschen erfolgt, können Bedarfe rechtzeitig erkannt und Problemlagen und Unzufriedenheit erkannt werden. Anliege und Wünsche werden wahrgenommen; Menschen in Entscheidungsprozesse einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit unterstützt Menschen dabei, sich selbst zu organisieren, ihre Anliegen zu artikulieren und gemeinschaftlich Lösungen zu erarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Begegnungsräume und Kontaktmöglichkeiten vor Ort können gegen Vereinsamung helfen und das soziale Miteinander fördern.
Kriterium
Beschreibung
Aktivitäten und Begegnungen (Feste) fördern den sozialen Austausch und stärkt die Nachbarschaft.
Beschreibung
Verschiedene Akteure der GWA stimmen ihre Ziele, Angebote und Ideen mit einander ab, treffen Absprachen, unterstützen sich.
Beschreibung
Gemeinsam können Konzepte und Ideen erarbeitet und verwirklicht werden. Regelmäßiger Austausch garantiert die Überprüfung der Sichtweisen und gibt weiteren Input für die eigene Arbeit.
Kriterium
Beschreibung
Wer sich kennt, kann Wissen, Erfahrungen und Werte auszutauschen. Kulturelle Vielfalt kann als Ressource genutzt werden. Ein respektvolles und gemeinschaftliches Miteinander wird gefördert.
Beschreibung
Gute und starke Infrastruktur erhöhen die Lebensqualität und schaffen Kontaktmöglichkeiten
Kriterium
Beschreibung
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Akteure (Bürger:innen, Verwaltung, Politik, soziale Träger) entstehen neue Handlungs- und Lösungsansätze. Kooperationen können nachhaltige Lösungen fördern.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die Stadt hat eine Fachstelle Gemeinwesenarbeit eingerichtet. Hiermit sind die professionellen Strukturen für den weiteren Aufbau und Verstetigung gegeben.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK, Johanniter, SoVD,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, Win E.V. Selvi e.V., SFL E.V., NABU, Bürger für Kaltenweide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegeeinrichtungen (stationär und ambulant)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen und religiöse Gemeinschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft CCL, Interessegemeinschaft Alte Mitte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürger:innen in Langenhagen (Kernstadt und den Ortschaften)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bewohner:innen sowie Ehrenamtliche nutzen die vorhandenen Möglichkeiten und können selbst etwas bewirken. Die Gemeinschaft vor Ort wird gestärkt. Die bestehenden Netzwerke arbeiten mit den gemeinsam für Langenhagen erarbeiteten Leitlinien, u. verankern sie in ihrer Arbeit. Die kommunale Steuergruppe sorgt dafür, dass die Politik einbezogen wird. Langfristig soll das Projekt durch die Schaffung der koordinierende Fachstelle GWA eine Zusammenarbeit von Kirche, Diakonie und Stadt finanziert werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Annett Habermann
| Funktion | Fundraiserin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohnerinnen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohnerinnen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und
Unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur gemeinschaftlich getragenen und verantworteten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen.
Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der Bezug barrierefreier Quartiers-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -läge offenstehen. Durch
die Belebung der Grünflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2025-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der
Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die
heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürgerinnen der oberen
Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten
großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage
wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung
des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere,
Jüngere erkennen keine Attraktivität. Der soziale Austausch von Senior*innen beschränkt sich
größten Teils auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen
Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen
sind an einem Großteil der Bewohnerinnen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der
Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und
die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden, Es sind neue Unterstützungsstrukturen
gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für
die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht
vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, das zur Belebung des gemeinsamen
Lebensraumes motiviert und Prekarisierung vorbeugt, indem es soziale Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung
der Bewohnerinnen sowie auf vertikaler Ebene unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohnerinnen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort
Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohnerinnen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit
einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2028 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der
Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützerinnen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
Integrativer Nachbarschaftstreff Diepholz
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Timpe
| Funktion | Referentin Fördermittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
„Wir Menschen in Diepholz“ – gemeinsam gestalten, verbinden, verändern. Begegnung schaffen, Teilhabe ermöglichen, Zukunft gestalten – für ein lebendiges, starkes Quartier!
Projektbeschreibung
Wir schaffen seit 2023 in Diepholz im inklusiven Nachbarschaftstreff eine Art zweites Wohnzimmer - einen Ort der Begegnung und des Austauschs. Das Folgeprojekt richtet sich an Menschen in Diepholz und Umgebung, die von Isolation betroffen sind. Der niedrigschwellige Treffpunkt bietet Beteiligungsmöglichkeiten, indem er in partizipativen Formaten die aktive Mitgestaltung des Stadtteils und den gemeinsamen Austausch fördert. Dabei bleibt „Wir Menschen in Diepholz“ das zentrale Element, das partizipativ weiterentwickelt und in drei Bausteine gegliedert wird: a) Stadtteilspaziergänge können aufsuchende Dialoge, gemeinsame Stadtteilbegehungen und Sozialraumanalysen oder Aktionen im Quartier sein. b) Themenmonate beinhalten Führungen, Aktionen, Aktivitäten, Vorträge und Diskussionsrunden zu thematischen Schwerpunkten. c) In Stadtteilkonferenzen werden aktuelle Probleme und Themen des Stadtteils aufgegriffen, dazu können relevante Akteur*innen eingeladen werden. Die sich wiederholenden Module dauern jeweils einen Monat und sind thematisch aufeinander abgestimmt. Sukzessive übernehmen die Anwohner*innen mehr Verantwortung im Projekt und etablieren so ein regelmäßiges „Stadtteilforum“, das allen die Teilhabe ermöglicht, ihr Quartier aktiv mit zu gestalten und Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Dazu gibt es empowernde Angebote: In Mentorings und Workshopreihen werden Kompetenzen wie Ambiguitätstoleranz, Problemlösungsansätze und Teamfähigkeit vermittelt, um eigene AGs zu gründen. In diesen sollen Produkte entstehen, die bei Veranstaltungen Einnahmen generieren (z.B. Erdbeeren pflanzen/Klima-AG, Marmelade kochen/Sozialcafé-AG, Verkauf am Tag der Nachbarn). Kontinuierlich durchgeführte Befragungen und Ideenwerkstätten fragen die Bedürfnisse und Bedarfe der Anwohner*innen ab, sodass eine gezielte Vernetzung untereinander initiiert werden kann. Die kommunale Vernetzung wiederum schafft Synergien und langfristige Perspektiven, sodass der Nachbarschaftstreff als fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Diepholz etabliert wird, der die Selbstwirksamkeit der Anwohner*innen weiter fördert und den sozialen Zusammenhalt stärkt. Indem wir einen wichtigen Impuls für eine aktive und demokratische Quartiersentwicklung setzen, legen wir den Grundstein für eine langfristige Eigenfinanzierung des Treffs durch die Beteiligten und schaffen die Basis für weitere Projekte wie z.B. die Einrichtung eines Sozial- & Begegnungscafés.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Trotz der Bemühungen der Stadt Diepholz, u.a. durch die bauliche Aufwertung der Innenstadt, Informationsrunden mit Investoren, Immobilien- und Einzelhändlern sowie verschiedene Veranstaltungsreihen, konnte der zunehmende Leerstand nicht behoben werden. Das Fehlen attraktiver Freizeitangebote, sozialer Treffpunkte und die Resignation der beteiligten Akteure machen das Quartier zu einem unattraktiven Umfeld - ohne Anreize zum Verweilen. Die Folgen der Pandemie, gepaart mit fehlenden Partizipations- und Teilhabemöglichkeiten (u.a. sich aktiv in die Quartiersgestaltung einzubringen), führen zudem bei vielen Menschen weiterhin zu Isolation und daraus resultierender Vereinsamung. Besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen wie von Armut betroffene/bedrohte Menschen, Arbeitslose, Verwitwete, alleinstehende und alleinerziehende Frauen, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige sowie Langzeitkranke. Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte haben zusätzlich aufgrund fehlender Arbeitserlaubnisse oder Sprachbarrieren kaum Teilhabechancen und wenig Zugangsmöglichkeiten zur Stadt- und Zivilgesellschaft. Die demografische Entwicklung verschärft diese Problemlage: Die Bevölkerung altert, während Jüngere abwandern. Diese Zielgruppe braucht Anreize, ihre Wohnungen zu verlassen, unter Menschen zu kommen, sich auszutauschen und sich aktiv und partizipativ in das Quartiersleben einzubringen - der Trend zur Resignation kann durchbrochen werden. Der Nachbarschaftstreff bietet den Menschen einen geschützten Raum, in dem sie soziale Kontakte knüpfen, soziale Teilhabe und Partizipation erfahren und gemeinsam IHR Quartier gestalten können - das macht nachhaltige GWA unverzichtbar!
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Wie zuvor umfasst das Sanierungsgebiet "Diepholz - Innenstadt" insgesamt 31 ha und deckt die Diepholzer Innenstadt sowie den Altstadtbereich ab. Die nördliche Grenze wird durch den Mollerkreisel und die südliche durch die Schlossinsel definiert. Die Hinterlohne bildet die südwestliche Grenze, wo Sanierungs- und Fördergebiete aufeinandertreffen. Die Fördergebietsgrenze verläuft entlang der Vorderlohne und dem Parkplatz der Münte. An der Steinstraße/Mühlenstraße sind die Abgrenzungen von Sanierungs- und Fördergebiet wieder identisch. Diese zieht sich bis zum Kreuzungsbereich Steinstraße/Willenberg/Lüderstraße entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der angrenzenden Bebauung. Die Flöthestraße begrenzt das Plangebiet weiter, während die nördlichen Grundstücke entlang der Mollerstraße zwischen Feuerwehr und Mollerkreisel Teil des Sanierungsgebiets sind. Die Abgrenzung folgt der Grundstückstiefe der Lange Straße und Wellestraße bis zur Prinzhornstraße, die nicht mehr zum Sanierungsgebiet gehört. Die Bahnhofstraße bleibt jedoch vollständig im Sanierungsgebiet enthalten, wobei die Grenze entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der Gebäude verläuft. Schließlich bilden die Gleise die östliche Abgrenzung des Sanierungsgebiets, das auch die Park-and-Ride-Anlage sowie den ZOB umfasst.
Einwohnerzahl
18770
Quelle / Anmerkungen
www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html/Einwohnerzahl gesamte Stadt Diepholz
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das vorliegende Projektkonzept grenzt an ein solches Gebiet an, sodass wir dahingehend Synergieeffekte mit in unsere Vernetzungsbemühungen einbeziehen.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html
Schätzung Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03251-Diepholz.html bezieht sich auf Landkreis Diepholz Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 5,5% Wir beobachten, dass die Anwohner*innen, die den Nachbarschaftstreff besuchen häufig von Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit/Rente betroffen sind.
https://www.diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000508-21750.html
Schätzung Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
https://www.diepholz.de/portal/seiten/migration-und-integration-900000244-21750.html
Zahl unter Sonstige zeigt Anteil im Landkreis Diepholz
Schätzung Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/landkreis-erarbeitet-konzept-fuer-gutes-miteinander-mit-migranten-92096993.html
https://www.diepholz.de/portal/seiten/migration-und-integration-900000244-21750.html
Anteil in Diepholz ist laut Migrationsbericht leicht höher; Zahl unter Sonstiges bezieht sich auf Landkreis Diepholz
Schätzung Stadt und Projektgebiet
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
integrativer_nachbarschaftstreff_dh.jpg
(150.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Nachbarschaftstreff als partizipativer und offener Treffpunkt fördert den Austausch zwischen unterschiedlichen und ethnischen Gruppen, schafft Verbindungen und wirkt Isolation und Vereinsamung aktiv entgegen. Durch Formate wie Stadtteilspaziergänge, Themenmonate und Stadtteilkonferenzen werden die Anwohner*innen aktiviert, ihre Bedürfnisse zu äußern und die Quartiersentwicklung demokratisch mitzugestalten. Netzwerke werden auf- und ausgebaut, gezielte Mentoring- und Workshopangebote fördern die Selbstwirksamkeit und Kompetenzen der Anwohnerschaft, generationsübergreifende und interkulturelle Begegnungsformate stärken den sozialen Zusammenhalt im Quartier und ergänzende Kultur- und Bildungsangebote erhöhen die Identifikation der Anwohner*innen mit ihrem Lebensumfeld und tragen so insgesamt zu einer positiveren Wahrnehmung des Quartiers bei. Um diese Angebote und Formate kontinuierlich bedarfsgerecht, bedürfnisorientiert anzupassen und weiterzuentwickeln, werden Methoden wie aktivierende Befragungen, Sozialraumanalysen, Ideen- und Zukunftswerkstätten eingesetzt - eine Geh-Struktur wird etabliert. Die Kombination aus Empowerment, Selbsthilfe und struktureller Vernetzung verbessert den Zugang zu Ressourcen - sowohl für die Anwohner*innen als auch für das Projekt selbst -, fördert Eigeninitiative und stärkt demokratische Teilhabe - ein nachhaltiger Beitrag zur sozialen Infrastruktur und langfristigen Quartiersentwicklung wird geleistet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Anwohner*innen, die durch partizipative Formate ihr Quartier aktiv mitgestalten. Offene Angebote ermöglichen Teilhabe und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl - soziale Selbstwirksamkeit wird gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Mentoring und Workshops fördern die Eigeninitiative und ermöglichen den Anwohner*innen, ihre eigenen AGs zu gestalten. So entstehen nachhaltige Beteiligungsformen, die die Selbstorganisation langfristig sichern und das freiwillige Engagement stärken.
Kriterium
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen im Quartier werden durch Vernetzung sichtbar gemacht und gezielt genutzt. Lokale Akteure, engagierte Anwohner*innen und bestehende Infrastrukturen werden eingebunden, um Synergien zu schaffen und die GWA zu stärken.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt verbindet unterschiedliche soziale und ethnische Gruppen durch gemeinsame Aktivitäten. Interkulturelle und intergenerationelle Formate fördern den Austausch, gegenseitiges Verständnis und solidarisches Miteinander.
Beschreibung
Durch die Zusammenarbeit des Projektes und der Anwohner*innen mit sozialen Trägern, kommunalen Einrichtungen und wirtschaftlichen Akteuren werden unterschiedliche Perspektiven gebündelt. So entstehen ganzheitliche Lösungen für die Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Das Projekt baut tragfähige Partnerschaften mit lokalen Akteuren auf. Ein regelmäßiger Austausch der Anwohner*innen mit Akteuren aus Stadtpolitik, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und sozialen Diensten stärkt die GWA und sorgt für nachhaltige Entwicklung
Kriterium
Beschreibung
Das soziale Miteinander wird durch niedrigschwellige Begegnungsräume und partizipative Aktivitäten gestärkt. Die Anwohner*innen werden ermutigt, Verantwortung für ihre Nachbarschaft zu übernehmen und aktiv zu gestalten - sie erfahren Selbstwirksamkeit.
Beschreibung
Bedarfsgerechte Angebote verbessern die soziale Infrastruktur und stärken die GWA. Der Ausbau von Begegnungsorten, Beratungs- & Bildungsangeboten schafft mehr Teilhabe und verbessert die Lebensqualität der Anwohner.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt verbindet lokale und kommunale Strukturen zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Durch die Vernetzung verschiedener Akteure werden Maßnahmen initiiert, koordiniert und langfristige Entwicklungsperspektiven geschaffen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Nachbarschaftstreff - als zentrale Anlaufstelle für Begegnung, Partizipation und interkulturellen Austausch - wird bereits durch ein professionelles Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen getragen, das von freiwillig Engagierten unterstützt wird. Kontinuierliche Konzeption, Controlling, Monitoring und Netzwerkarbeit werden durch die Projektleitung gewährleistet. Die Projektkoordination plant die Angebote, führt sie durch, begleitet aktiv das Team und die Ehrenamtlichen, unterstützt die Anwohner*innen bei ihren Belangen und aktiviert sie, sich partizipativ einzubringen und für ihr Quartier einzusetzen. Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit von einem Projektmitarbeiter, der als Ansprechpartner für die Anwohner*innen des Quartiers fungiert. Durch die regelmäßige Teilnahme an etablierten Runden Tischen in der Stadt Diepholz und der Kommune wächst das Netzwerk und es entstehen Synergien mit wichtigen Akteuren im Sozialraum. Neben der vorhandenen Personal- und Netzwerkstruktur verfügt der Nachbarschaftstreff über ein breites Angebot: Formate wie das „Offene Ohr“, die Begegnungsküche, Näh-Freu(n)de und Sprachcafés fördern die gesellschaftliche Teilhabe der Anwohner*innen. Die angegliederte offene Kinder- und Jugendarbeit erleichtert durch Betreuungsangebote die Teilhabe von Familien und Alleinerziehenden und ermöglicht generationsübergreifende Arbeit. Abgerundet wird das Angebot durch ein Mentoringprogramm, das Teilnehmende der Sprachkurse in ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinationsstelle Inklusion und Integration Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Diepholz - Syke - Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bethel im Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis offene Kinder- und Jugendarbeit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt setzt entscheidende Impulse für eine aktive, demokratische Stadtteilentwicklung und die langfristige Sichtbarkeit und Finanzierung von GWA. Durch Maßnahmen wie die gewinnbringende Vernetzung verschiedener Akteure im Quartier, die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und die Förderung der Selbstwirksamkeit der Anwohner*innen werden die Weichen für ein langfristiges, nachhaltiges Folgeprojekt (z.B. Eröffnung eines Sozial- & Begegnungscafés) gestellt - Einnahmen werden generiert.
11. Medien
Galerie
Videos
gemeinsam_kochen_2.jpg
(1.06 MB)
gemeinsam_kochen_kids.jpg
(1.06 MB)
gemeinsam_kochen.jpg
(1.33 MB)
naehen.jpg
(1.16 MB)
spielen_2.jpg
(996.08 KB)
spielen.jpg
(1.26 MB)
sprachcafe.jpg
(156.37 KB)
weben.jpg
(1.09 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbau eines Familienzentrums in der Kita Altländer Viertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lona Hollander
| Funktion | Abteilung Soziale Hilfen und Integration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Die Kita im Brennpunktquartier Altländer Viertel soll zu einem Familienzentrum weiterentwickelt werden.
Projektbeschreibung
Der Ausbau einer Kita zu einem Familienzentrum soll speziell innerhalb des Quartiers Bewohnende erreichen. Präventiv soll es in der Folge die Bildungswege der Kleinen sowie deren Familien und damit gesamtgesellschaftlich positiv beeinflussen und aufklärende Elternarbeit leisten. Der konzeptionelle Gedanke dieses Förderantrags zielt darauf, alles unter einem Dach für die Arbeit an den Kindern und gemeinsam mit den Eltern zu ermöglichen. Ein Familienzentrum wird als Mehrwert für alle Institutionen betrachtet, weil es neben dem regulären QM noch fehlt. Dies hat die Evaluation der aktuellen Bedarfe nach dem 2021 eingeführten QM gezeigt. Diesen Bedarfen soll durch qualifiziertes Fachpersonal in der Kita dahingehend begegnet werden, dass unter demselben Dach interkulturelle bedarfsgerechte Angebote unterbreitet werden. Durch die Kooperation mit Kinderärzten, Logopäden, Hebammen, dem örtlichen Sportverein für Mutter-Kind-Turnen und anderen Akteuren sollen Angebote geschaffen werden wie Sprachkurse, internationale Kochkurse, Spiel- und Leseaktionen für Kinder und Eltern auf Deutsch und in unterschiedlichen Muttersprachen, Elterncafés, Beratung durch Kita-Sozialarbeiterinnen. Sprachfördermaßnahmen sollen die mitgebrachte Heimatsprache sowie die neu zu erlernende Fremdsprache beinhalten, um sich im Familienzentrum fachlich pädagogisch unterstützt heimisch zu fühlen und mit dem Quartier als zuhauseähnlichem Sozialraum zu identifizieren. Das Familienzentrum wird dabei als Begegnungsort aller Quartiersbewohnenden verstanden mit dem Schwerpunkt Familienarbeit. Insb. durch EU-Binnenmigrationen hat der Zuzug bildungsferner Familien aus Südosteuropa stattgefunden. Diese Familien sind eher darauf bedacht, unter sich zu bleiben. Gegenüber Geflüchteten, welche bei der Einreise verpflichtet waren, in städtischen Unterkünften zu leben und dadurch positive Erfahrungen mit Behörden haben, hegen gerade südosteuropäische Eltern eher eine Behördenskepsis welche sich auch auf staatliche Bildungseinrichtungen bezieht, weil ihnen diese aus dem Herkunftsland üblich zu sein scheint. Mitgebrachte Diskriminierungserfahrungen scheinen diese Zurückhaltung ebenfalls zu beeinflussen. Daher soll über die Kinder ein gemeinsames Familienverständnis im Quartier erreicht werden. Gerade der Begriff der Familie ist ein hohes Gut aller Nationalitäten und der "gemeinsame Nenner" des Zusammenlebens. Pädagogisches Fachpersonal gewinnt damit eine Öffnung des Kitaalltags durch ganzheitliche Begleitung.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit dem Jahr 2021 wird das QM sowie eine Kooperation mit einem Bildungsträger aus Mitteln des niedersächsischen Integrationsfonds gefördert. QM ist etabliert und die Beteiligung der Bewohnerschaft soll in selbst tragende Strukturen überführt werden. Aus dem städtischen Haushalt werden beträchtliche Eigenanteile beigesteuert, indem sozialer Brennpunktbildung bestmöglich entgegengewirkt wird. Aktuell hat die Stadt ein Grundstück veräußert mit der Maßgabe, dort 84 neue Wohneinheiten für sozialen Wohnungsbau zu errichten. Das Ziel ist ein ausgewogenes Belegungsmanagement, um Bestandsbewohnende des Quartiers mit dem Wunsch, den Geschosswohnungsbau aus den 1970ern zu verlassen und neu angekommenen Geflüchteten sowie Sekundärzugewanderten zielgerichtet integrativ zu begegnen. Das Quartier ist aufgrund der Vielzahl diverser Nationalitäten, auch bildungsferner Familien aus Südosteuropa und ausgeprägtem Transferleistungsbezug über alle Nationalitäten im innerstädtischen Vergleich ein Brennpunkt. Diskriminierungserfahrungen und ein Fremdheitsgefühl unter allen Bewohnenden soll durch konzentrierte generationenübergreifende Familienarbeit entgegengewirkt werden. Aktiv soll ein Familienzentrum als zusätzlich tragendes Element entwickelt werden mit Personal aus endender Hortbetreuung. Der Unterstützungs- und Beratungsbedarf zum Teil bildungsferner und regional noch nicht verwurzelter Eltern ist erheblich. Über Kinder funktioniert die Beziehungsarbeit sowie Kontakt zu und mit Eltern. Beschäftigte arbeiten aus Überzeugung im Altländer Viertel. Unterstellt, dass ausländische Bewohnende dort auch freiwillig und gern leben, soll gemeinsamen Vorurteilen geschlossen entgegen getreten werden.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hansestadt Stade
Beschreibung
Das Altländer Viertel liegt am Stadtrand Stades in Bahnhofsnähe und liegt an einer Haupteinfallstraße. Auf der anderen Seite des Viertels haben Jobcenter, Jugendamt und Finanzamt neu gebaut. Ansonsten grenzt es an ein Naherholungsgebiet und eine Einfamilienhaussiedlung. Die Straßen tragen die Namen des Alten Landes. Im Altländer Viertel gibt es keinen Hausarzt, in der Nähe keinen Kinderarzt und daher ist das Thema Gesundheitsfürsorge für Quartiersbewohnende neben anderen Themen überaus wichtig.
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
interne Demographie-Software
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Aktuell umfasst das Quartiersmanagement neben der Kooperation mit dem Berufsbildungswerk Cadenberge auch die Vernetzung aller Akteure von der Stadtjugendpflege, Grundschule, Kitas, Bildungsträgern und Ehrenamtlichen. Es gibt einen Chor für Erwachsene mit dem Namen "frisch gemischt", vogelkundliche Spaziergänge, Wildmüllsammelaktionen, Beteiligungsmanagement für Jugendliche und ein angesehenes und genutztes Jugendhaus. Aufgrund der neu errichteten Wohnanlage ist der Bedarf an familiengestützten Angeboten noch weiter gestiegen, obwohl er bereits davor nicht gereicht hat. Ein Familienzentrum als städtisches flankierendes Angebot zum sozialen Wohnungsbau ist daher erforderlich. Diese Erkenntnis hat der Quartiersmanager erlangt und sich laufend dafür eingesetzt, für Familien zugeschnittene Angebote zu schaffen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kinder werden über Eltern erreicht. Eltern erreicht man, indem ihnen unter dem demselben Dach wie den Kindern, also im selben Sozialraum, Angebot unterbreitet werden können.
Kriterium
Beschreibung
Bestmöglich vermittelte Bildung und Erziehung im Kita-Alter unter Einbeziehung der Eltern ist das wertvollste Kapital für die nachfolgende Grundschule Montessori.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnende des Quartiers und deren Kinder selbstbewusst einen Beitrag für ein gelingendes Miteinander dauerhaft leisten lassen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Es gibt im Quartier bereits engagierte Eltern, hauptsächlich Mütter, die bei Ferienspaßaktionen oder auch den Stadtteilfesten mitwirken. Zu Kinderaktionen gehören Freies Tanzen sowie Basteln und Backen wie in anderen Stadtteilen auch, nur eben nationenübergreifend. Durch das Zusammenbringen von Fachpersonal und ehrenamtlichen Eltern entstehen erweiterte Strukturen der vernetzten Elternarbeit. Bisher gibt es kein Familienzentrum, sodass es schwierig ist, Familien die unter sich bleiben wollen, pädagogisch zu erreichen. Das Quartiersmanagement wirkt personell, weil der Mitarbeiter Islamwissenschaften studiert hat. Der wissenschaftliche Ansatz ist vorhanden und abgedeckt. An ehrenamtlichem Engagement im Mehrzweckraum und dem Stadtteilbüro fehlt es unter Erwachsenen nicht unbedingt. Nach Auffassung der quartiersansässigen Akteure fehlt es an einem Familienzentrum, um den Eltern mit Migrationshintergrund mit pädagogischem Fachpersonal und vor allem pädagogischem Konzept zu helfen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Montessori und Kita St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kurse der Evangelischen Familienbildungsstätte "Familien erleben zusammen Sprache"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Als Brennpunktquartier ist das Altländer Viertel ohnehin gelegentlich in der Presse. Das Quartiersmanagement und das Familienzentrum sind ein positives Kontergewicht in der öffentlichen Wahrnehmung.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Politik ist offen, zugewandt und aufgeschlossen für Ideen, die das Altländer Viertel positiv beeinflussen. Dies soll erhalten bleiben.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig soll frei werdendes Hortpersonal an den Arbeitgeber gebunden werden, um den gesetzlichen Anspruch der Ganztagsbetreuung sicherstellen zu können. Zum Erhalt der Motivation soll ein Familienzentraum auch ein modernes Arbeitsumfeld ermöglichen, neben den gemeinbedarfsorientierten Themen zugunsten der Quartiersentwicklung. Bisher war es so, dass Mitarbeitende gern und aus persönlicher Überzeugung im Quartier gearbeitet haben. Dieser Standard soll auch in der Außenwirkung so sein.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bildung to go - wir liefern Bildung ins Quartier!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kirstin Beckmann
| Funktion | Projektreferentin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir liefern Bildung ins Quartier - aufsuchende Bildungsarbeit
Projektbeschreibung
Motto:
Gemeinsam lernen: niedrigschwellig, offen und kostenfrei
Konzept
An 4 Lernstandorten im Quartier (Nordstadt Hameln) konnte die vhs Hameln-Pyrmont seit Mitte 2024 wertvolle Erfahrungen im Bereich Grundbildung sammeln. Wir können festhalten: Die Grundbildungsangebote an den Pilotstandorten sind wirksam, schaffen Netzwerke und bringen Menschen miteinander in Kontakt, die ohne unsere Bildungsarbeit nicht vernetzt wären.
Ziel des Projektes ist es, mit neuen Sprachcafé-Angeboten in stark migrantisch geprägte Quartiere Hamelns zu gehen, d.h. neue Begegnungsorte gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern aufzubauen und damit neue Lernorte in den relevanten Quartieren als Anlaufstelle für Bewohner*innen der jeweiligen Stadtviertel zu schaffen. Das bedeutet, dass Quartiere wie Nordstadt, Altstadt und Südstadt versorgt werden sollen und dabei das Thema aufsuchende Bildungsarbeit vorangetrieben wird.
Im Detail bedeutet dies:
Die Sprachcafés („Deutsch üben“) bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten des Sprachgrunderwerbs und der Alphabetisierung in den Quartieren. Durch die angestrebte enge Kooperation mit der Sprachkoordinierungsstelle des Landkreise Hameln-Pyrmont kann die Volkshochschule den im Landkreis unversorgten Deutschlernenden ein Bildungsangebot mit authentischen Redeanlässen bieten. Dabei werden Personen aufgefangen, die sich in einer „Kurs-Übergangsphase“ befinden, d.h. die andernfalls entweder temporär, noch oder wieder unversorgt wären. Die Sprachcafés dienen dabei als Anlaufstelle vor Ort, werten die Wohnquartiere auf und leisten einen entscheidenden Beitrag zu Integration und Teilhabe. Sinnvoll ist es hier, die Lernenden jeden Alters aus ihren derzeit klar abgegrenzten „Bubbles“ durch weitere Angebote herauszuholen und miteinander zu vernetzen. Neben klassischen Deutschlern-Angeboten werden durch gemeinsame, angeleitete Quartiersaktionen unter dem Motto „Nachbarschaftshilfe“ (z.B. Fahrrad-Reparaturwerkstatt, Einkaufs- und Hausaufgabenhilfe) intergenerationelles Lernen und interkulturelle Interaktion ermöglicht. Vorteil ist dabei, dass alle Generationen die Bildungsangebote direkt in ihren Wohnquartieren wahrnehmen können und von kurzen Wegen profitieren. Die Projektidee schließt damit Lücken in der Versorgung von Zugewanderten im Bereich Sprachenlernen (DaZ).
Laufzeit
2025-03-25 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
* unversorgte Quartiere
* Nordstadt: hoch-migrantisch (s. 1. Antrag )
* unversorgte Menschen (aller Generationen)
* Lücken in Versorgung mit Sprachförderung (Leerstellen)
* wir schließen Lücken
* Personen, die anderweitig keine Sprachförderung erhalten könnten
* eingeschränkte Mobilität, eingeschränkte Partizipationsmöglichkeiten
5. Schwerpunkte
Gemeinsam in die Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Huwald
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Generationsübergreifendes Miteinander: Durch Sozialräume und digitale Plattformen besiegen wir Einsamkeit und Vorurteile
Projektbeschreibung
In dem Projektzeitraum wird eine tragfähige GWA-Struktur in Bad Gandersheim aufgebaut und nachhaltig verankert. Dazu gehört eine bedarfsorientierte Anlaufstelle im Quartier mit Angeboten, die unter Mitwirkung der Bad Gandersheimer organisiert werden und im Verlauf immer stärker von den Bürger*innen selbst getragen werden. Zusätzlich wird ein Netzwerk aus Vereinen, Zivilgesellschaft und Verwaltung etabliert. Parallel dazu wird ein innovatives, digital vernetztes Ehrenamtsportal in Kooperation mit regionalen Partnern entwickelt und gemeinsam finanziert. Dieses gilt als zentrale Plattform für von Einwohnern getragenes Engagement, Freizeit- und Begegnungsangebote und den Austausch zwischen Bürger*innen. Das Portal soll ehrenamtliche Teilhabe fördern und erleichtern, indem dort Unterstützungsangebote eingestellt und aufgefunden werden können. Darüber hinaus präsentieren sich auf der Plattform weitere Netzwerkpartner und ihre Angebote (u. a. Vernetzung zur App der Kirchengemeinde (EVA) oder die Dorf App. Es entsteht ein Ort, der zum Vernetzen und Mitmachen einlädt und alle Angebote bündelt. Darüber hinaus soll im Projekt die Mobilität im ländlichen Raum verbessert werden. Hier geht es insbesondere darum, auch den Bewohner*innen der Dörfer die Teilnahme an Begegnung sowie Kultur- und Freizeitangeboten zu ermöglichen und die Vernetzung zwischen Kernstadt und Dörfern auszubauen. Hierdurch werden generationenübergreifende Begegnungen gefördert, Einsamkeit wird entgegengewirkt und Vorurteile werden abgebaut. Für Bad Gandersheim entsteht ein Wir-Gefühl.
Gleichzeitig können durch eine stärkere Vernetzung sozialer Träger und Vereine langjährige Ideen und Bedarfe wie eine soziale Küche, eine Kleiderkammer oder eine Gemeinschaftswerkstatt realisiert werden. Im Projekt soll hier gemeinsam mit dem Netzwerk priorisiert werden und langfristig geplant werden.
Die Ziele sind dabei:
- Schaffung eines sozialen Raums zum Umsetzen gewünschter Gemeinschaftsprojekte
- Digitale Vernetzung der Stadt und ihrer Einwohner und Aktiven durch ein ganzheitliches Ehrenamtsportal
- Erhöhung der Mobilität für Einwohner*innen, um echte Teilhabe zu gewähren
Sekundäre Ziele sind die Querschnittsthemen.
- Abbau von Vorurteilen --> Schaffen von Toleranz
- Prävention von Jugendkriminalität
- Demokratieförderung
- Prävention von Einsamkeit
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Viele der Angebote der letzten Jahre, auch einige Projekte des GWA-Projektes 2021-2024 konnten nicht in ihrem vollen Umfang dauerhaft durchgeführt werden, da immer wieder Mieten und Mietkosten ein Problem sind. Es wird mit verschiedenen sozialen Trägen und der Stadt nach weiteren Begegnungsräumen gesucht, um Ideen und Gemeinsamkeit weiter zu entwickeln. Viele Impulse und initiierte Projekte bestehen in kleinerer oder angepasster Form fort. Unser Projekt setzt bei den Bedürfnissen, die aktuell und in der Vergangenheit entwickelt worden an. Auch der Raum, der im Rahmen des vorherigen Projektes geschaffen wurde, besteht weiter.
In Bad Gandersheim leben verschiedene Gruppen wie Jugendliche, Senioren, wohlhabende Menschen, weniger Begüterte und Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Gruppen sind oft isoliert und haben wenige Berührungspunkte, mit unserem Projekt wollen wir mehr Gemeinschaft und Integration schaffen.
Jeder wird dabei dort abgeholt, wo er oder sie seine Zeit am liebsten verbringt, im gemeinschaftlichen Miteinander im sozialen Raum oder auch im virtuellen Raum.
Es gibt viele Vereine und Initiativen, viele benötigen mehr aktive Mitwirkende. Viele Menschen wissen nicht, wie sie auf vorhandene Angebote zugreifen können oder sind sich derer nicht bewusst. Hier ist es nötig, Verbindungen zwischen Nachfrage und Angebot bei sozialen Bedürfnissen zu schaffen. Auch muss Mobilität gegeben sein.
Das Projekt baut auf ersten Ergebnissen vorheriger Netzwerktreffen und Umfragen auf. Vieles davon ist im ehemaligen GWA- Projekt angelegt worden.
Die Problemlagen sind weitestgehend bekannt und man kann nach kurzer Validierung vor Ort sehr schnell in die Umsetzung gehen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Gandersheim
Beschreibung
Es geht hier um das gesamte Stadtgebiet Bad Gandersheim, also Kernstadt und Dörfer. Die Problematik, der wir uns stellen, ist nicht auf einige Straßenzüge oder Quartiere beschränkt, wie das evtl. in Großstädten der Fall ist. Hier leben die Generationen und die sozialen Gruppen weitestgehend sowohl im Altstadtzentrum wie in den Stadtrandgebieten als auch in den Dörfern. Dadurch, dass die Entfernungen gering sind, gibt es trotzdem eine starke Isolation, was u. a. durch den Rückgang von Straßengemeinschaften kommt.
Einwohnerzahl
11000
Quelle / Anmerkungen
Homepage der Stadt Bad Gandersheim
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 2022 beziffert den Anteil mit 37 %, seitdem ist die Bevölkerung tendenziell weiter gealtert. Im Stadtgebiet ist die Prozentzahl niedriger. Viele alte Menschen leben in den Dörfern, daher ist das Element der Mobilität so wichtig.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier handelt es sich um eine Schätzung. Der wichtige Faktor ist der erhöhte Anteil an Kindern mit Transferleistungen.
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl beruft sich auf eine Schätzung. In letzter Zeit wird beobachtet, dass die Zahl der Kinder besonders an der Grundschule, deren Eltern Sozialleistungen beziehen, massiv gestiegen ist. Hier ist ein wichtiger Ansatz des Projektes, um Teilhabe zu ermöglichen.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung weniger Jugendliche im Ort. Viele junge Menschen ziehen weg. Die Zahl ist über die Anzahl an Schülern im Ort überschlagen worden.
Natürlich besuchen die Bad Gandersheimer Schulen Schüler von außerhalb und Gandersheimer Jugendliche und junge Erwachsene lernen und arbeiten auch außerhalb des Ortes
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Dieser Projektantrag entsteht, da im Ort von verschiedenen Vereinen, Initiativen und Gemeinschaften der Wunsch an uns herangetragen wurde, dass wir mehr soziale Räume kreieren müssen. Insbesondere Senior*innen und Menschen, die mit der älteren Gruppe arbeiten, bitten immer wieder um Aktivitäten, die hier passen. Auch wird im Ort festgestellt, dass Jugendliche nicht ausreichend einbezogen sind.
Oft ist es nicht der Mangel an Angeboten, sondern die fehlende Kenntnis über diese oder die mangelnde Mobilität die Teilhabe ausschließt.
Das ein Projekt für die Ideen und Vernetzung geschaffen werden muss, war schnell klar. Es wird auch immer wieder auf den Wandel in den Altersstrukturen hingewiesen und dem Bedarf hier neue Ansätze zu wagen. Aus diesen aus der Gemeinschaft kommenden Sorgen und Wünschen ist die Idee zu diesem Projekt entstanden, mit dem wir dieser Rechnung tragen können. Wir wollen nicht der Gemeinde ein Projekt überstülpen, sondern sehen uns als Verein Werk-statt-Schule als Mittler, um die Ansätze und Angebote der verschiedenen Akteure zusammen zu führen und den Prozess und den Strukturwandel der ansteht, zu begleiten. Der Wunsch, hier ein Projekt zu haben, dass eine Koordinationsaufgabe übernimmt, besteht bei städtischen Trägern, sozialen Initiativen sowie bei lokalen Vereinen.Es gab Vorgängerprojekte mit der Star GmbH und der Werk-statt-Schule, die in der formellen Konzeption 2024 ausgelaufen sind. Viele Anfragen von Seniorinnen und Vereinsträgern bestehen weiter.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn es und gelinkt, alle Akteure aus der Zivilgesellschaft, der Kommune und der lokalen Wirtschaft in das Projekt einzubinden und die digitalen und analogen Räume bedarfsgerecht und nachhaltig zu gestalten.
Kriterium
Beschreibung
wenn klare, bekannte Anlaufstellen und Vernetzungsmöglichkeiten für jeden einzelnen und die Gemeinschaft geschaffen sind. Durch das digitale Ehrenamtstool und die Schulungen und den analogen Raum zur bedarfsgerechten Nutzung erlauben Platz für Entfaltung.
Kriterium
Beschreibung
wenn auf Erfahrungsräume gesetzt wird, die gemeinschaftlich genutzt werden können und von allen sozialen Schichten und Gruppen belebt werden können. Gemeinschaft über empfundene soziale Grenzen hinweg ist hier das erklärte Ziel.
Beschreibung
auf Ressourcen im Vereinsbereich und im Bereich der Bürgerinitiativen zu setzen und diese zu fördern. So das die Vielfalt des Ehrenamtes auch über den Generationswechsel hinweg gewahrt bleibt und die Angebotsvielfalt weiter besteht und sich entwickelt.
Beschreibung
wenn Ehrenamtsportal und soziale Räume die Bedürfnisse der Einwohner und Akteure spiegeln. Dies wird unter Einbeziehung vorhandener digitaler Strukturen, und gemeinschatsaktionen realisiert. Das bewährte wird erhalten und die Teilhabe aller erhöht.
Kriterium
Beschreibung
wenn mit dem Projekt Tools weiterentwickelt und entwickelt werden, kann eine starke Gemeinschaft zwischen Verwaltung, Ehrenamt und Wirtschaft geschaffen werden, die sozialen Zusammenhalt, Gemeinschaft und damit auch Demokratie im Interesse aller erhält.
Beschreibung
Zugänge zu den bestehenden Angeboten für Alt- und Jung, Arm und Reich und über alle anderen sozialen Cluster hinweg bestehen. Das soziale und kulturelle Angebot, wie auch die Partizipationsmöglichkeiten der Stadt werden gemeinsam genutzt.
Kriterium
Beschreibung
wenn wir hier über alle Bereiche hinweg arbeiten. Wir arbeiten mit Senioren und der Jugend, den sozialen Trägern der Stadt, wie auch mit den Sport, Kultur und Bürgervereinen und Initiativen. Ein Ansatz der alle einbezieht und auf ihren Ebenen mitnimmt.
Beschreibung
bedeutet Menschen über alle Ebenen und Gesellschaftsschichten hinweg weiter zusammen zu bringen und die Aufgaben des gerade begonnenen Jahrhunderts gemeinsam zu schaffen und übergreifend gemeinschaftliches Denken und Demokratie zu fördern.
Beschreibung
wenn durch gegenseitiges Kennenlernen die Vielfalt des Ehrenamtes auch über den Generationswechsel hinweg gewahrt bleiben und mehr Kultur und Sport in Gemeinschaft aktiv für alle gelebt werden kann.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn das Ehrenamtsportal und der analoge Raum als Treffpunkt und Netzwerkzentrum für alle Akteure zugänglich sind. Dies ist als Ergänzung zu den bestehenden Einzelgruppenräumen zu verstehen. Hier sollen Verbindungen und Zugang geschaffen werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir arbeiten hier mit dem Bürgermeister Niklas Kielhorn, dem Team des Stadtmarketings, hier soll das Portal angegliedert werden und dem Stadtjugendpfleger Andreas Haffner.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrer Thomas Ehgart und Jügen Giszas, sowie der Vorstand der Stiftskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Phoenix e.V. als Träger des diakonischen Jugendzentrums
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leitung und Bewohner des Albert-Schweizer Familienwerkes, als Partner für den sozialen Begegenungsraum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle Schulen im Stadtgebiet (Grundschule, Freie Schule Heckenbeck, Oberschule und Roswitha Gymnasium)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Portal zur Geschichte e.V. - Einbeziehung des Klosters als sozialer Ort
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bad Gandersheimer Wirtschaftsforum GWF
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Über bestehende Vernetzungen werden Kontakte zu weiteren aufgebaut
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir werden in den lokalen Facebook Gruppen, wie auch mit den Bad Gandersheimer Kreisblatt und FIS Work Media zusammen arbeiten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gandersheim bleibt Bunt - Bündnisses vieler Einwohner, Vereine und anderer Träger für Demokratie und Vielfalt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
In den Räumen der Moritzstr. 6 gibt es aktuell Angebote die von Bewohner*innen genutzt werden, diese Teilnehmenden können auch in die GWA Arbeit einbezogen werden. Auch sollen Gruppen aus früheren Projekten, wie die Bank am Flugplatzweg einbezogen werden
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Von Beginn an findet eine enge Zusammenarbeit mit der Kommune statt. Gemeinsam wird überlegt, wie die GWA-Strukturen langfristig, auch nach Projektende, finanziert und verankert werden können. Denkbar wäre auch die Gewinnung weiterer Fördermittel oder lokaler Finanzierungspartner (z.B. große Unternehmen). Im Projekt werden Strukturen etabliert, die von Netzwerkpartnern weitergeführt werden können - Verantwortlichkeiten werden zu Projektende übertragen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On