Verstetigung der Angebote im Commons Zentrum Lüneburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jonas Korn
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schaffung von 2 Minijobs zur Verstetigung vielfältiger ehrenamtlicher Angebote
Projektbeschreibung
Das Commons Zentrum Lüneburg ist ein ehrenamtlich getragenes Nachbarschaftszentrum im Südwesten Lüneburgs, das sich seit Herbst 2024 als lebhafter Begegnungs- und Mitmachort für alle Menschen etabliert. Auf dem Gelände einer ehemaligen Motorenwerkstatt entstehen verschiedenste Initiativen und Räume für viele Aktivitäten. Das Commons Zentrum ist niedrigschwellig nutzbar. Alle Angebote werden ehrenamtlich und auf Spendenbasis bereitgestellt. Hierzu zählen Spieletreffs, Sportangebote, gemeinsames Kochen, Feste, Vorträge, Konzerte, gemeinsames Musizieren und weitere mehr. Ein Schwerpunkt liegt auf handwerklichen und kreativen Tätigkeiten wie Holzwerken, Fahrradreparatur, Nähen, Töpfern, Gerätereparatur, Drucken, Malen, Gärtnern. Hinzu kommen ein Schenkladen, ein Leihladen und kleinere Ressourcen, die vor Ort genutzt werden können. An zwei Wochentagen gibt es Öffnungszeiten, während derer die meisten Angebote allen Gästen offen stehen. Das Commons Zentrum ist ein Freiraum, der vielen Vorhaben aus der Lüneburger Bevölkerung ein Dach gibt. Mit den hier beantragten Mitteln sollen zwei Minijobs geschaffen werden, die dabei helfen, die Angebote des Commons Zentrums zu erhalten und auszubauen. Durch die sehr gute Annahme der Angebote entsteht der Bedarf, die Betreuung der Öffnungszeiten sowie die Administration des Projekts mit bezahlten Stellen zu besetzen. Diese Aufgaben bedürfen Kontinuität, sodass das Zentrum weiter durch die Initiative von Gästen und Aktiven belebt werden kann.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Commons Zentrum wird als Nachbarschafts- und Begegnungsort ausgesprochen gut angenommen. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen beteiligen sich, nehmen die geschaffenen Angebote wahr und unterstützen mit Sachspenden oder tatkräftig. "Der Laden brummt." Durch die Vielzahl der Veranstaltungen, Kontakte, Anliegen und Begegnungen drängt sich der Bedarf auf nach einer kontinuierlichen Besetzung der Öffnungszeiten einerseits sowie andererseits der Öffentlichkeitsarbeit, Außenkommunikation und allgemeiner Koordination. Auch dadurch, dass sich das Publikum aus Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammensetzt, ist hier immer wieder Vermittlungsarbeit und ein hohes Maß an Zuwendung erforderlich, das im Allltag mitunter mit einer rein ehrenamtlichen Arbeit kollidiert: Aktive Mitglieder werden überfordert, wenn sie nach Feierabend Öffnungszeiten betreuen und nicht genügend Kapazitäten für das lebhafte Geschehen vorhanden sind. Die beantragten Stellen sollen helfen, eine bessere Abdeckung der essenziellen Aufgabenbereiche zu gewährleisten, sodass Reibungen im alltäglichen Betrieb besser aufgefangen werden können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Bockelsberg-Mittelfeld-Oedeme
Beschreibung
Das Commons Zentrum liegt zwischen den Stadtteilen Bockelsberg, Mittelfeld und Oedeme. Während Oedeme als gehobener Stadtteil gilt, handelt es sich bei Bockelsberg und Mittelfeld um klassische Arbeiterviertel, die über die Jahrzehnte eine hohe Durchmischung aufweisen. In der Nähe des Commons Zentrums befinden sich zwei Unterkünfte für Geflüchtete und eine Aufnahmestelle für Obdachlose bzw. sozialpsychologisch betreuungsbedürftige Menschen. Viele Menschen aus diesen unterschiedlichen Unterkünften zählen zu den regelmäßigen Besucher*innen des Commons Zentrums. Durch die soziale Durchmischung in den umliegenden Vierteln, die sich auch im Publikum niederschlägt, kommt es im Commons Zentrum zu vielen milieu- und herkunftsübergreifenden Kontakten.
Einwohnerzahl
75000
Quelle / Anmerkungen
Das Commons Zentrum wird von Menschen aus dem gesamten Lüneburger Stadtgebiet genutzt, teilweise darüber hinaus.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Commons Zentrum stellt eine Plattform für ehrenamtliches, nachbarschaftliches Engagement dar. Durch Räume, Ausstattung und einen gut funktionieren strukturellen Rahmen können Anwohner*innen zusammen kommen und einzelne Projekte und Veranstaltungen umsetzen oder neue Gruppen initiieren, die kontinuierlich Angebote bereitstellen. Durch diese Möglichkeiten werden Austausch und Zusammenhalt in der Bevölkerung gestärkt und das Gemeinwesen gefördert.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner*innen Lüneburgs sind willkommen und können das Commons Zentrum nutzen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Es bestehen Kooperationen mit beherzt e.V., Seebrücke (Grenzenlose Solidarität e.V.), Foodsharing, VCD und weitere.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtskoordinatorin Kathrin Wolter, Sozialdezernentin Gabriele Scholz, Stadtentwicklung Oliver Bruns, Stadtteilmanager*innen Max Werner und Jasmin Stecker
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Commons Zentrum finanziert sich durch Tagesspenden, Fördermitgliedschaften und beantragte Förderprogramme. Es wird angestrebt, das Commons Zentrum fest in der Stadt zu etablieren und das Gebäude samt Grundstück langfristig zu pachten. Dabei wird auch Wert darauf gelegt, die konstruktive Zusammenarbeit mit städtischen Stellen fortzuführen und auszubauen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das grüne Klassenzimmer in Südniedersachsen - unser Schulgarten für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silke Kuri
| Funktion | 1. Vositzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander lernen - Gemeinsam wachsen
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt „Grünes Klassenzimmer – ein Schulgarten für alle“ öffnet sich die Schule bewusst in die Dorfgemeinschaft und schafft einen neuen Raum für gemeinsames Lernen über Generationen hinweg. Auf einer ungenutzten, teils bewachsenen Fläche von 5.000 m² in unmittelbarer Nähe entsteht ein naturnaher Lern- und Erlebnisort, der durch das Engagement vieler Menschen aus dem Dorf lebendig wird.
Kern des Projektes ist die Anlage eines Schulgartens mit Obstbäumen, Hochbeeten und Aufenthaltsbereichen sowie die Anschaffung eines Zirkuswagens als geschützter Raum für Unterricht und Begegnung.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Tun: Kinder pflanzen mit Vereinsmitgliedern Obstbäume, bauen mit Eltern Hochbeete und lernen von erfahrenen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern den achtsamen Umgang mit Natur und Handwerk. So entsteht ein lebendiger Lernprozess, in dem Wissen weitergegeben wird und gleichzeitig Neues wachsen darf.
Das Projekt knüpft an bestehende Verbindungen im Dorf an: Schule, Kita, Jugendbüro, Familienzentrum und Gemeinde arbeiten bereits zusammen und werden durch das Vorhaben noch enger miteinander vernetzt. Mit Partnern wie der Forstgenossenschaft kommen weitere Perspektiven hinzu. Vereine, Eltern und engagierte Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Erfahrungen, ihre Zeit und ihre Ideen ein.
Geplant sind offene Aktionstage, kreative Angebote und gemeinschaftliche Formate wie Baumpatenschaften oder saisonale Veranstaltungen. Der Schulgarten wird so zu einem Ort, an dem Lernen, Engagement und Begegnung ganz selbstverständlich ineinandergreifen – ein offener Treffpunkt für alle Generationen.
Das „grüne Klassenzimmer“ ist kein abgeschlossener Raum, sondern ein gemeinschaftlich gestalteter Lernort, der die Gemeinwesenarbeit im Dorf stärkt und neue Impulse für ein nachhaltiges, soziales Miteinander setzt.
Das Projekt leistet damit einen konkreten Beitrag zur sozialen Dorfentwicklung, fördert die Teilhabe unterschiedlicher Generationen und schafft langfristig einen identitätsstiftenden Ort für die gesamte Gemeinschaft.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet umfasst die Ortsteile Landwehrhagen, Lutterberg, Speele und Spiekershausen der Gemeinde Staufenberg und ist ländlich geprägt. Die Ausgangslage ist weniger durch klassische soziale Problemlagen gekennzeichnet, sondern durch strukturelle Herausforderungen des ländlichen Raums.
Zwar bestehen aktive Vereine, engagierte Einrichtungen und gewachsene Strukturen, jedoch fehlt es an einem zentralen, niedrigschwelligen Ort, an dem Begegnung, gemeinsames Lernen und Austausch zwischen den Generationen regelmäßig stattfinden können. Bestehende Angebote sind häufig voneinander getrennt organisiert und erreichen nicht immer alle Bevölkerungsgruppen.
Zudem steht eine große, bislang ungenutzte Grünfläche in unmittelbarer Nähe der Grundschule zur Verfügung, die derzeit keine Aufenthaltsqualität oder gemeinschaftliche Nutzung bietet. Dieses Potenzial bleibt bislang ungenutzt.
Gleichzeitig besteht die Herausforderung, bestehendes Engagement langfristig zu sichern, jüngere Generationen einzubinden und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Ohne entsprechende Angebote droht eine zunehmende Trennung von Lebenswelten und ein Rückgang gemeinschaftlicher Aktivitäten.
Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt an, indem es einen gemeinsamen Ort schafft, der vorhandene Strukturen verbindet, Beteiligung ermöglicht und das soziale Miteinander im Dorf nachhaltig stärkt.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Göttingen, Gemeinde Staufenberg
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Grundschule Landwehrhagen mit den Ortsteilen Landwehrhagen, Spiekershausen, Lutterberg und Speele in der Gemeinde Staufenberg.
Einwohnerzahl
3800
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Staufenberg
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es die aktive Beteiligung der Menschen vor Ort in den Mittelpunkt stellt und bestehende Strukturen im Dorf gezielt miteinander vernetzt. Ausgangspunkt ist nicht nur die Schaffung eines neuen Ortes, sondern die gemeinsame Gestaltung dieses Ortes durch die Dorfgemeinschaft.
Schülerinnen und Schüler, Eltern, Vereine, die Forstgenossenschaft sowie Einrichtungen wie Kita, Jugendbüro und Familienzentrum wirken aktiv an Aufbau und Nutzung des Schulgartens mit. Durch gemeinschaftliche Aktionen wie Pflanz- und Bautage, Pflegeeinsätze oder saisonale Veranstaltungen entstehen niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für unterschiedliche Generationen.
Der Schulgarten wird so zu einem Ort, an dem Gemeinwesenarbeit praktisch gelebt wird: Menschen kommen zusammen, übernehmen Verantwortung und gestalten ihr Umfeld aktiv mit. Bestehende Netzwerke werden gestärkt und neue Verbindungen geschaffen.
Ziel ist es, langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen, die über das Projekt hinaus wirken. Der Ansatz fördert damit nicht nur Begegnung, sondern stärkt nachhaltig den sozialen Zusammenhalt und die Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn der Schulgarten als gemeinsamer Ort im Dorf von Kindern, Eltern, Vereinen und weiteren Akteuren angenommen und regelmäßig generationenübergreifend genutzt wird sowie neue Kontakte im Alltag entstehen, ist der Standard erreicht.
Vorhandene Strukturen
Im Projektgebiet bestehen bereits gewachsene Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die auf einem aktiven Dorfleben und einer engen Zusammenarbeit zentraler Akteure basieren. Die Grundschule, die Kita, das Jugendbüro, das Familienzentrum sowie die Gemeinde arbeiten bereits in verschiedenen Bereichen zusammen und sind im Austausch miteinander.
Darüber hinaus ist die Dorfgemeinschaft durch ein aktives Vereinsleben geprägt, das regelmäßig gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen organisiert. Diese Strukturen ermöglichen Begegnung, Engagement und Beteiligung, sind jedoch bislang nicht an einem gemeinsamen Ort gebündelt.
Der Förderkreis der Grundschule übernimmt bereits heute eine verbindende Rolle zwischen Schule, Eltern und weiteren Akteuren und bringt Erfahrungen in der Organisation gemeinschaftlicher Projekte ein. Ergänzend wirken lokale Akteure wie Vereine und die Forstgenossenschaft, die sich in die Pflege und Nutzung gemeinschaftlicher Flächen einbringen.
Das Projekt knüpft an diese bestehenden Strukturen an und entwickelt sie gezielt weiter, indem es einen gemeinsamen Ort schafft und die Zusammenarbeit systematisch stärkt und verstetigt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
örtliche Vereine der Dorfgemeinschaft (z. B. Schützenverein, Feuerwehr, Chor, Ortsgruppe Rotes Kreuz)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Förderkreis der Hermann-Gmeiner-Schule Landwehrhagen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eltern und Dorfgemeinschaft Landwehrhagen, Lutterberg, Speele und Spiekershausen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Sicherung erfolgt durch die feste Einbindung in Schule, Gemeinde und Dorfgemeinschaft. Pflege und Nutzung werden gemeinschaftlich durch Förderkreis, Vereine, Eltern und Forstgenossenschaft getragen. Die Finanzierung wird durch beantragte Mittel der Bingo-Umweltstiftung, lokale Sponsoren sowie langfristig durch Engagement vor Ort und geringe laufende Kosten gesichert.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir Menschen in Diepholz – Nachbarschaftstreff zur Stärkung von Teilhabe und selbstorganisierten Strukturen im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Timpe
| Funktion | Referentin Fördermittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir Menschen in Diepholz – Nachbarschaftstreff zur Stärkung von Teilhabe und selbstorganisierten Strukturen im Innenstadtquartier
Projektbeschreibung
Im Diepholzer Innenstadtquartier hat sich mit dem Nachbarschaftstreff ein Ort entwickelt, der im Alltag genutzt, angeeignet und von den Anwohner*innen selbst mit Leben gefüllt wird. Unterschiedliche Menschen kommen hier zusammen – sie kochen, sprechen, diskutieren, unterstützen sich, teilen Erfahrungen und tragen auch Konflikte aus. Der Treff ist lebendig, manchmal laut, manchmal ruhig, geprägt von Nähe, Aushandlung und gegenseitigem Respekt. Für viele ist er ein zentraler Bezugspunkt im Quartier, für einige der einzige verlässliche Ort außerhalb der eigenen Wohnung, an dem soziale Kontakte entstehen und bestehen bleiben.
Im Rahmen der bisherigen Förderung wurde dieser Ort aufgebaut, angenommen und mitgestaltet. Anwohnende bringen eigene Themen ein, organisieren erste Aktivitäten und nutzen den Treff für Austausch und Unterstützung. Dabei zeigt sich: Beteiligung entsteht dort, wo Menschen kontinuierlich angesprochen werden, Beziehungen wachsen und ein verlässlicher Ort vorhanden ist. Ohne kontinuierliche Begleitung bleiben diese Prozesse fragil und entwickeln sich nur begrenzt weiter.
Das Folgeprojekt setzt hier an und entwickelt den Treff konsequent gemeinwesenorientiert weiter. Im Mittelpunkt steht die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft: Themen aus dem Alltag werden aufgegriffen, gemeinsam bearbeitet und in Aktivitäten im Quartier überführt. Der Treff ist dabei Ausgangspunkt für Begegnung und aufsuchende Arbeit im Quartier. Beteiligung entsteht aus den Interessen und Lebensrealitäten der Menschen vor Ort: Anwohner*innen machten auf ein fehlendes Straßenschild aufmerksam, brachten ihr Anliegen mit Unterstützung des Teams bei Kommune und Politik ein – das Schild wurde daraufhin aufgestellt.
Anwohnende bringen sich aktiv ein: Sie organisieren Treffen, übernehmen Aufgaben und gestalten Aktivitäten. Aus Begegnungen werden Kontakte – Menschen verabreden sich, unterstützen sich im Alltag und greifen Themen gemeinsam auf. Unterschiedliche Bewohnergruppen kommen ins Gespräch, bleiben in Verbindung und entwickeln Ideen weiter. So wird der Treff Schritt für Schritt zu einem Ort, der von den Anwohnenden selbst getragen wird.
Ziel ist es, diese Entwicklung im Alltag zu verstetigen: dass aus einzelnen Aktivitäten verlässliche Zusammenhänge entstehen, Engagement bestehen bleibt und der Treff langfristig als gemeinsamer Ort im Quartier getragen wird.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Geringe Belebung, Leerstand und fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte prägen das Diepholzer Innenstadtquartier. Öffentliche Räume werden wenig genutzt, soziale Kontakte entstehen kaum. Besonders alleinstehende, ältere Menschen und Personen ohne familiäre Einbindung, aber auch neuzugewanderte Menschen sowie Menschen in herausfordernden Lebenslagen leben bislang nebeneinander, ohne in Austausch zu kommen und ohne tragfähige soziale Kontakte im Alltag. GWA-Strukturen anderer Stadtteile (Moorstraße) erreichen die Anwohnenden nicht.
Der bereits geförderte Nachbarschaftstreff (2022–2025) hat eine zentrale sozialräumliche Infrastruktur geschaffen. Räume und Struktur bestehen weiterhin und werden durch Ehrenamtliche sowie durch hauptamtliche Mitarbeitende aus anderen Fachbereichen aufrechterhalten, die den Treff parallel zu ihren eigentlichen Aufgaben mittragen. Die kontinuierliche Nutzung zeigt, dass der Treff im Quartier weiterhin stark nachgefragt ist. Einzelne Aktivitäten werden weiter genutzt und von Anwohner*innen mitorganisiert (z. B. Weltenküche 2x wöchentlich, offener Treff). Ohne gezielte GWA-Fachbegleitung bleibt dies jedoch begrenzt und erreicht die Anwohnerschaft nicht in der notwendigen Breite.
Daraus ergibt sich die Aufgabe, die bestehende Infrastruktur wieder kontinuierlich nutzbar zu machen, unterschiedliche Bewohnergruppen zusammenzuführen und Beteiligung im Alltag zu ermöglichen. Ziel ist es, vorhandene Kontakte und Engagementansätze so weiterzuentwickeln, dass daraus stabile, selbstorganisierte Strukturen im Quartier entstehen. Dafür werden Anwohnende kontinuierlich angesprochen, eingebunden und begleitet.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Sanierungsgebiet „Diepholz-Innenstadt“ mit einer Fläche von ca 31 ha. Es beinhaltet die zentrale Innenstadt sowie den historischen Altstadtberech der Stadt Diepholz.
Die räumliche Abgrenzung orientiert sich an den festgestellten Grenzen des Sanierungsgebiets und wird im Wesentlichen durch zentrale Verkehrsachsen, angrenzende Wohnbebauung sowie die Bahntrasse im Osten bestimmt. Zum Gebiet gehören zentrale Orte wie die Bahnhofstraße, die Lange Straße sowie angrenzende Wohn- und Aufenthaltsbereiche.
Das Projekt fokussiert sich somit auf den zentralen Innenstadtbereich Diepholz‘, in dem unterschiedliche soziale Gruppen aufeinandertreffen und zugleich ein erhöhter Bedarf an Begegnung, Beteiligung und sozialräumlicher Entwicklung besteht.
Einwohnerzahl
18770
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl gesamte Stadt Diepholz (www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Nachbarschaftstreff wird in der Diepholzer Innenstadt sowie angrenzenden Wohnquartieren umgesetzt, die nicht Teil eines durch das Programm ‚Sozialer Zusammenhalt‘ geförderten Gebietes sind. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Gleichzeitig bestehen enge sozialräumliche Bezüge zum angrenzenden Sanierungsgebiet, etwa durch gemeinsame Alltagsorte und Nutzungswege der Bewohnenden. Der Treff ergänzt bestehende Maßnahmen, indem er als niedrigschwelliger Begegnungsort fungiert, bislang fehlende Verbindungsstrukturen schafft und den Austausch zwischen unterschiedlichen Bewohnergruppen quartiersübergreifend stärkt.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html - Für das Projektgebiet liegen keine kleinräumig differenzierten Daten vor. Auf gesamtstädtischer Ebene beträgt der Anteil älterer Bewohner*innen rund 22 %. Aus der Nutzung des Nachbarschaftstreffs zeigt sich, dass ältere Menschen den Treff regelmäßig nutzen. Der Treff übernimmt hier eine wichtige Funktion als sozialer Ankerpunkt und niedrigschwelliger Ort gegen Isolation im Alltag. (für Projektgebiet geschätzt)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03251-Diepholz.html - Für das Projektgebiet liegen keine kleinräumig differenzierten Daten vor. Auf gesamtstädtischer Ebene beträgt die Arbeitslosenquote rund 4 %, auf Landkreisebene etwa 5,5 %. Aus der Nutzung des Nachbarschaftstreffs zeigt sich jedoch, dass im Projektgebiet ein erhöhter Anteil von Menschen in prekären Lebenslagen erreicht wird, darunter auch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die aktuell nicht erwerbstätig sind. Der Treff fungiert hier als stabilisierende Struktur im Alltag und ermöglicht soziale Teilhabe unabhängig vom Erwerbsstatus..
https://www.diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000508-21750.html (die Zahl für das Projektgebiet wurde geschätzt)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
https://www.diepholz.de/portal/seiten/migration-und-integration-900000244-21750.html
Der Anteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit liegt in Diepholz bei rund 15 %, im Landkreis bei etwa 10 %. Darüber hinaus zeigt sich im Projektgebiet eine hohe Vielfalt an Bewohner*innen mit internationaler Familiengeschichte. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Nutzung des Nachbarschaftstreffs wider und zeigt sich auch in der Nutzung des Nachbarschaftstreffs, in dem unterschiedliche Sprachen, Hintergründe und Lebensrealitäten aufeinandertreffen.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/landkreis-erarbeitet-konzept-fuer-gutes-miteinander-mit-migranten-92096993.html
Für die Stadt Diepholz liegen keine einheitlich ausgewiesenen Daten zum Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vor. Auf Landkreisebene wird ein Anteil von rund 17 % angenommen. Die Erfahrungen aus der Projektpraxis zeigen, dass im Projektgebiet eine hohe Diversität an Lebensrealitäten und Herkunftsbiografien besteht. Das macht deutlich dass alltagsnahe Begegnungsorte notwendig sind, um Austausch unabhängig von Sprache oder institutionellen Zugängen zu ermöglichen. Die eingetragenen Daten für das Projektgebiet und die Gesamtstadt sind also geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
integrativer_nachbarschaftstreff_dh.jpg
(150.51 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt stellt die Anwohnerschaft in den Mittelpunkt und knüpft an ihren Alltag, ihre Bedarfe und ihre Lebensrealitäten im Diepholzer Innenstadtquartier an. Durch aktivierende Ansprache und Beteiligung entstehen im Quartier gemeinsame Prozesse, aus denen sich tragfähige Strukturen entwickeln. Aufbauend auf den Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit im Nachbarschaftstreff wurde der Ansatz weiterentwickelt und konsequent an den Prinzipien der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Im Zentrum stehen die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft sowie die sozialräumliche Öffnung.
Der Nachbarschaftstreff ist im Quartier verankert und wird von unterschiedlichen Bewohnergruppen im Alltag genutzt, angeeignet und mitgestaltet. Durch beteiligungsorientierte Formate werden Themen aus dem Alltag der Anwohnenden aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt.
Ergänzend knüpft der Treff an bestehende lokale Bezüge im Quartier an, etwa an den Arbeitskreis der Innenstadt-Vermietenden sowie Initiativen im Umfeld des Gänsemarktes. Leerstehende oder wenig genutzte Bereiche werden durch gemeinschaftliche Nutzung als Begegnungsorte erschlossen. So entstehen neue Anlässe für Austausch und Beteiligung im Quartier. Methodisch kommen aktivierende und aufsuchende Arbeitsweisen der GWA zum Einsatz.
So entstehen im Quartier selbstorganisierte Prozesse, in denen Anwohnende Verantwortung übernehmen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Im Mittelpunkt steht die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft zur Selbstorganisation. Erkennbar daran, dass Anwohner*innen Themen einbringen, Formate initiieren und Verantwortung übernehmen. Daraus entstehen gemeinsam getragene Angebote im Treff.
Kriterium
Beschreibung
Erkennbar daran, dass Anwohner*innen eigenständig Aktivitäten initiieren, Gruppen übernehmen und Formate durchführen und langfristig mitverantwortlich gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Erkennbar daran, dass Anwohner*innen Verantwortung für gemeinsame Aktivitäten übernehmen, sich gegenseitig unterstützen und der Treff als selbstverständlicher Ort für Begegnung genutzt wird.
Vorhandene Strukturen
Der Nachbarschaftstreff ist als zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle im Diepholzer Innenstadtquartier verankert und wird kontinuierlich von Anwohner*innen als verlässlicher Ort für Austausch und Beteiligung im Alltag genutzt und mitgestaltet. Auch in einer Phase eingeschränkter finanzieller Ressourcen konnte die Struktur aufrechterhalten werden und wird derzeit -bei fehlender ausreichender Förderung- maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen.
Im Treff haben sich regelmäßige Formate etabliert, die von den Anwohnenden angenommen und teilweise eigenständig mitgetragen werden und kontinuierliche Anlässe für Austausch und Beteiligung im Alltag schaffen.
Der Nachbarschaftstreff ist in bestehende sozialräumliche Strukturen eingebunden und bringt sich regelmäßig in lokale Austauschformate und Arbeitskreise ein, insbesondere in den Psychosozialen Arbeitskreis sowie in die Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz e.V. Zugleich wird der Treff bereits von externen Initiativen als Ort für eigene Angebote angefragt, etwa für Selbsthilfegruppen im Innenstadtbereich. Der SoVD nutzt den Treff für monatliche Spieletreffen.
Die kontinuierliche fachliche Begleitung gemeinwesenorientierter Prozesse ist unter den aktuellen Bedingungen nur eingeschränkt möglich. Im Rahmen des Projekts werden die bestehenden Strukturen so gestärkt, dass ehrenamtliches Engagement verlässlich begleitet und Beteiligungsprozesse im Quartier kontinuierlich fortgeführt werden können.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinationsstelle Inklusion und Integration Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wissenswerkstatt Diepholz-Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Diepholz – Syke – Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bethel im Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Diepholz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis offene Kinder- und Jugendarbeit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsfachdienst PHV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zentrum für seelische Gesundheit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Grafschaft Diepholz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Nachbarschaftstreff ist bereits im Quartier verankert, wird kontinuierlich genutzt und ehrenamtlich mitgetragen. Im Projektverlauf werden kommunale Verwaltung, Politik und lokale Akteur*innen schrittweise eingebunden. Ab dem zweiten Projektjahr werden dialogorientierte Formate (z. B. Nachbarschaftsdialoge) umgesetzt, um Perspektiven für eine strukturelle Verankerung und öffentliche Anschlussfinanzierung zu entwickeln. Die Eleganz Bildungsplattform e.V. begleitet diesen Prozess kontinuierlich
11. Medien
Aufsteller
oeaufsteller.jpg
(1.33 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ankerplatz Strampel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silvia van den Berg
| Funktion | Stellv. Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir im Strampel – Gute Nachbarschaft machen wir selbst!
Projektbeschreibung
Unter dem Titel „Ankerplatz Strampel" eröffnet das Projekt im Quartier „Strampel“ in Nordhorn eine dezentrale Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe in diesem strukturell benachteiligten Wohngebiet zu stärken und einer drohenden sozialen Brennpunktbildung präventiv entgegenzuwirken.
Das Quartier Strampel steht vor besonderen integrativen Herausforderungen: Ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehenden und Haushalten mit Wohnberechtigungsschein prägt das Bild. Um Konflikten vorzubeugen und das Gebiet als funktionierenden, positiven „Ankunftsort“ zu gestalten, fehlt es bislang an physischen Orten der Begegnung und niedrigschwelliger Unterstützung.
Hier setzt die VHS Grafschaft Bentheim an, indem sie ihre Bildungsangebote strategisch dezentralisiert und direkt in den Sozialraum verlegt.
In enger Kooperation mit der lokalen Wohnungsbaugesellschaft „gewo“, die kostengünstig zentrale Quartiersräume zur Verfügung stellt, wird eine hauptamtliche „Kümmerer“-Struktur aufgebaut. Eine mit 25 Wochenstunden ausgestattete Fachkraft fungiert künftig als feste Anlaufstelle. Sie bietet bedarfsgerechte Beratung zu unterschiedlichen Fragestellungen, vermittelt an weiterführende Hilfsdienste und koordiniert die Netzwerkarbeit. Die Räume dienen dabei als offener (oder bei Bedarf auch als geschlossner) Treffpunkt für alle Generationen.
Flankiert wird diese Struktur durch zielgruppenspezifische Bildungs-, Beratungs- und Freizeitangebote. Über ein flexibles Honorarbudget realisieren die VHS und ihre Netzwerkpartner (u. a. der Kreissportbund, das Demokratienetzwerk „Grafschaft zeigt Gesicht“, städtische Jugendpflege, freie Wohlfahrtspflege) konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen.
Das Quartier wird durch alltagsnahe Formate belebt: Dazu zählen Sprachkursangebote und Sprachkursberatung, ein Mediencafé, verlässliche Lernförderung und Hausaufgabenhilfe, Sportangebote zum Ausprobieren, Gesundheitspräventionsangebote, Mittagstisch, Jahrezeitenfeste.
Ein innovatives Kernelement ist die parallele Schulung zu ehrenamtlichen Nachbarschaftshelfern (Anker-Lotsen) um Selbsthilfe und Freiwilligeninitiativen nachhaltig zu verankern.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
1. Massive Verdichtung sozialer Problemlagen und drohende Isolation: Das Quartier „Strampel“ in Nordhorn ) weist eine hohe Konzentration multipler sozialer Problemlagen auf. Hier kumulieren sich prekäre Einkommensverhältnisse (hoher Anteil an WBS-Haushalten), Kinderarmut (viele Alleinerziehende) und sprachliche Barrieren (hoher Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte). Diese strukturellen Benachteiligungen führen in der Praxis zu einer starken sozialen Isolation der Bewohnerschaft und massiven Hürden bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Milieus und Lebensrealitäten ohne moderierende Begleitung wächst das Risiko von Vorurteilen, einem Rückzug in den privaten Raum und offenen Nachbarschaftskonflikten.
2. Erhöhter sozialer Druck durch bauliche Nachverdichtung bei fehlender Infrastruktur: Diese angespannte soziale Ausgangslage wird durch den aktuellen baulichen Wandel verschärft. Der lokale Wohnungsanbieter „gewo“ setzt derzeit eine Nachverdichtung am Strampel um. Mehr Menschen auf gleichem Raum erhöhen unweigerlich das Konfliktpotenzial, wenn Ausweichmöglichkeiten fehlen. Das Hauptproblem: Es mangelt im Quartier an sozialer Infrastruktur.
3. Abkopplung vom Hilfesystem und fehlende „Kümmerer“-Strukturen. Die Bewohnerschaft des Strampels ist vom klassischen, zentralisierten Hilfs- und Bildungssystem der Stadt in Teilen entkoppelt. Hohe Schwellenängste, sprachliche Defizite und mangelnde Mobilität sind die Gründe. Es fehlt eine dringend benötigte dezentrale Anlaufstelle mit „Brückenfunktion“ direkt im Sozialraum. Eine etablierte „Kümmerer“-Struktur, die aktiv aufsuchend und ermutigend arbeitet, ist unser Wunsch.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nordhorn Strampel
Beschreibung
wird nachgereicht.
Einwohnerzahl
364
Quelle / Anmerkungen
Gewo, die 364 beziehen sich auf die Mieteinheiten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
nordhorn.de für Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65
Wegweiser Kommune für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integrationsbericht 2023 für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Werte gefunden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
nls.niedersachsen.de für Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Zahlen zu finden
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune für die Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Zahlen zu finden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ankerplatz_strampel_1.jpg
(576.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt „Ankerplatz Strampel“ verfolgt bewusst einen integrativen Ansatz, der Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement eng verzahnt. Damit setzen wir exakt das Ziel der Förderrichtlinie um, sozialraumorientiertes Handeln mit der Quartiersentwicklung zu verknüpfen.
1. Gemeinwesenarbeit (Fokus: Mensch & Teilhabe) Die GWA bildet das Herzstück unseres Vorhabens und wird durch die VHS gesteuert. Wir etablieren eine dezentrale Anlaufstelle direkt im Sozialraum. Mit der 25-Stunden-Kümmererstelle schaffen wir eine verlässliche Struktur für Beratung, Vernetzung und Vermittlung. Über das Honorarbudget realisieren wir Bildungsangebote (Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse) zur gezielten Chancenverbesserung. Ein zentraler GWA-Baustein ist die Aktivierung der Nachbarschaft: Wir schulen Interessierte zu ehrenamtlichen Quartiersmanagerinnen, um die Selbstorganisation und Partizipation im Gebiet nachhaltig von innen heraus zu stärken
2. Quartiersmanagement (Fokus: Raum & Struktur) Das strukturelle QM sichern wir über die strategische Kooperation mit der „gewo“, dem größten Wohnungsanbieter der Region. Die gewo betreibt aktiv Quartiersentwicklung und begleitet ihre aktuell geplante Nachverdichtung am Strampel durch die kostengünstige Bereitstellung unserer Quartiersräume. Während die gewo die bauliche Infrastruktur stellt, bespielen wir diese Räume vernetzt mit starken Partnern (Kreissportbund, Demokratienetzwerk). Die spätere Gründung des „Runden Tisches Strampel“ bündelt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir messen den Erfolg daran, ob die echten Bedürfnisse der Bewohnerschaft im Vordergrund der Arbeit stehen, ob sich die Menschen gehört und ernst genommen fühlen und ob es gelingt auch die Interessen „schwächerer“ Gruppen aufzunehmen.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein sichtbarer Prozess der Selbstorganisation stattfindet: Es gibt mehr Initiativen, Personen treten selbstbewusster auf und erste Angebote funktionieren auch ohne professionelle Begleitung und Untertützung.
Kriterium
Beschreibung
Die Wirksamkeit zeigt sich, wenn Angebot und Nachfrage von Aktivitäten im Quartier übereinstimmen. Zudem messen Sie den Erfolg daran, ob die Menschen eigene Themen auf die lokale Agenda setzen und dabei Erfahrungen mit Selbstwirksamkeit machen.
Kriterium
Beschreibung
Den Erfolg erkennen wir an der Sprache und Wahrnehmung: Die Menschen sprechen positiver über ihr eigenes Gemeinwesen, es sind sichtbar neue Stärken vor Ort entstanden und das Image des Quartiers hat sich nach außen hin merklich verbessert.
Beschreibung
Netzwerkkarten erstellen: Wir zeichnen auf, welche konkreten neuen Arbeitsbeziehungen zwischen völlig unterschiedlichen Fachbereichen (z. B. VHS, gewo, Jugendamt) durch Ihr Projekt entstanden sind
Beschreibung
Wir stellen die Erreichung durch wirksame Kooperationsvereinbarungen fest. Ein wichtiges Messkriterium ist zudem die machtkritische Reflexion der „blinden Flecken“ (welche Initiativen oder Menschen im Netzwerk noch fehlen) und ob die Akteure eina
Kriterium
Beschreibung
Angebots-Nachfrage-Abgleich (Quantitativ & Qualitativ): Wir führen Teilnehmerlisten und werten Sie diese regelmäßig aus, um schwarz auf weiß zu belegen, ob das Angebot im Quartier tatsächlich mit der echten Nachfrage der Bewohnersc
Beschreibung
Hier messen wir den Erfolg daran, ob die lokale Infrastruktur (wie Begegnungsräume) tatsächlich mit den Bedarfen der Menschen abgeglichen wird und ob die Bewohner maßgeblich in
Kriterium
Beschreibung
(Quantitativ): Wir dokumentieren und zählen, wie viele konkrete Verbindungen und Treffen es mit übergeordneten politischen Entscheidungsebenen (z. B. Stadtrat, Fachausschüsse, Bürgermeister) gab und ob diese Zugäng
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritas; Diakonie
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur nachhaltigen Sicherung des Projekts nach dem 36-monatigen Förderzeitraum greifen strukturelle, räumliche und personelle Maßnahmen ineinander. Die VHS verankert dezentrale Angebote wie das Mediencafé fest in ihrem Regelangebot. Räumlich wird der Fortbestand durch die „gewo“ abgesichert, die den „Ankerplatz“ langfristig kostenfrei bereitstellt. Die echte Selbstorganisation wird durch die qualifizierten „Strampel-Lotsen“ (Local Leaders) gelebt. Ggf. mit festen Ansprechpartner bei der Gewo.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens
wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die
Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit
aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohnerinnen der
Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie
möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher
Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und
koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der
Bewohnerinnen im Stadtteil zu erhöhen, Kooperationen mit externen Akteuren konnten
aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen
aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen
sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen,
bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als
nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und
Unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur gemeinschaftlich
getragenen und verantworteten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren
und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu
schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich
alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und
der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen.
Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der
intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und
Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu
steigern, wird der Bezug barrierefreier Quartiers-Wohnungen nicht nur Erweiterung des
Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -läge offenstehen. Durch
die Belebung der Grünflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum
niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen
Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der
Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die
heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürgerinnen der oberen
Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten
großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage
wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung
des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere,
Jüngere erkennen keine Attraktivität. Der soziale Austausch von Senior*innen beschränkt sich
größten Teils auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen
Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen
sind an einem Großteil der Bewohnerinnen bereits sichtbar, Der Fachkräftemangel in der
Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und
die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden, Es sind neue
Unterstützungsstrukturen
gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für
die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht
vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, das zur Belebung des gemeinsamen
Lebensraumes motiviert und Prekarisierung vorbeugt, indem es soziale Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets
Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang
der Ripdorfer Straße bzw. dem
Ilmenauufer Flausnummern 1-33)
direkt am Stadtkern von Uelzen. Die
Umgebung ist durch großflächige
Grünanlagen, wie die Ilmenauwiesen
und den Friedhof, einen Sportplatz,
eine Schule sowie Ein- und
Mehrfamilienhäuser geprägt. Das
örtliche Projektgebiet endet im
Norden an der Birkenallee, im Osten
an der Bernhard-Nigebur-Straße, im
Süd-Osten an der Kasernenstraße, im
Süden an der Gudesstraße und im
Westen mit dem Flusslauf der
Ilmenau.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Zählung auf Anfrage beim Bürgerund Standesamt der Flansestadt Uelzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohnerinnen sowie auf vertikaler Ebene unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohnerinnen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen, Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohnerinnen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Woltersburger Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Familiensservicebüro der Hansestadt Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsregion Uelzen (Landkreis): Gesundheitslotsin
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2029 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung, So können idealerweise Unterstützerinnen, wie die Kommune, gewonnen werden, Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Theresienhof.connect
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursel Ballin
| Funktion | Heimleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Digital und nah im Quartier Goslar / Rammelsberger Straße
Projektbeschreibung
Theresienhof.connect stärkt als digitale Plattform das nachbarschaftliche Zusammenleben, die soziale Teilhabe und die Vernetzung im Quartier rund um die Rammelsberger Straße in Goslar. Ziel ist der Aufbau einer digitalen und analogen Quartiersplattform, die Bewohner:innen, Angehörige, Nachbarschaft und lokale Akteur:innen verbindet und den Zugang zu Angeboten im sozialen Nahraum deutlich erleichtert.
Viele Angebote im Quartier – Freizeitaktivitäten, Beratungen, ehrenamtliche Initiativen, kirchliche oder vereinsgetragene Formate – sind bisher nur punktuell sichtbar oder gar nicht miteinander vernetzt. Gleichzeitig verändert sich die Zielgruppe: Jüngere Angehörige sowie die nachrückende ältere Generation sind digital wesentlich kompetenter, während bestehende Bewohnende Unterstützung bei der digitalen Teilhabe benötigen.
Mit der Plattform Theresienhof.connect entsteht eine niedrigschwellige Möglichkeit, soziale Teilhabe digital wie analog zu stärken. Es sollen Informationen zu Angeboten, Veranstaltungen, Unterstützungsmöglichkeiten, Beratungen und Kontakten im Quartier sichtbar werden. Für Bewohner:innen des Senioren- und Pflegezentrums Theresienhofs werden Betreuungs- und Freizeitangebote ebenso barrierearm zugänglich wie relevante Quartiersangebote. Angehörige erhalten einen strukturierten Kommunikationskanal zur Einrichtung, Beratung und Besuchsplanung. Quartiersakteur:innen – Vereine, Ehrenamtliche, Nachbarschaftsgruppen – können sichtbar werden, Angebote einbinden oder neue Kooperationen entwickeln.
Das Projekt setzt auf enge Zusammenarbeit: Bewohnende, Angehörige, Quartiersbewohnende und lokale Partner werden aktiv in die Entwicklung eingebunden. Analoge Begleitangebote (z. B. Sprechstunden, Workshops, offene Treffpunkte) sichern Zugänglichkeit und sozialen Zusammenhalt.
Ziel ist ein alltagsnaher Beitrag zu Teilhabe, Vernetzung und Integration im Quartier, der sowohl digitale wie klassische Gemeinwesenarbeit verbindet und langfristig verstetigt werden kann.
Laufzeit
2026-03-23 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Theresienhof liegt in einem sozial heterogenen Quartier in Goslar, in dem es eine Vielzahl einzelner Aktivitäten gibt, jedoch keine systematische Vernetzung und Sichtbarkeit dieser Angebote. Bewohnende und Anwohnende berichten von fehlenden Begegnungsorten, wenig strukturierten Informationskanälen sowie unübersichtlichen Zugängen zu bestehenden Freizeit‑, Unterstützungs‑ und Beratungsangeboten.
Die Bewohnendenstruktur in der Pflegeeinichtung wird sich in den kommenden Jahren verändern: Die Generation der Babyboomer rückt ins pflegerelevante Alter und ist mit digitalen Zugängen vertraut, gleichzeitig benötigen viele aktuelle Bewohnende Unterstützung beim Erhalt oder Ausbau digitaler Kompetenzen. Angehörige wünschen sich transparentere Informationen und leichtere Kontaktmöglichkeiten. Quartiersakteur:innen haben großes Interesse an Kooperation, verfügen jedoch über keine gemeinsame Plattform.
Bisher existieren viele voneinander getrennte analoge und digitale Einzelanwendungen, sodass soziale Teilhabe, Information und Kooperation häufig von Zufällen oder persönlichen Kontakten abhängen. Dadurch entstehen Lücken – sowohl für Bewohnende (interne Angebote) als auch für Nachbar:innen (Quartiersangebote, Beratungen, Ehrenamt).
Das Projekt adressiert diese Probleme mit einem integrierten Ansatz: Aufbau einer zugänglichen Quartiersplattform, Förderung von Begegnung, Abbau sozialer Isolation, Stärkung der Anschlussfähigkeit im Quartier und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Akteur:innen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Rammelsberger Straße (Quartier rund um den Theresienhof)
Beschreibung
Wohn- und Sozialraum um den Theresienhof, geprägt durch eine Mischung aus Wohnbebauung, seniorennahen Angeboten, sozialräumlichen Herausforderungen, teils geringem Zuschnitt an Begegnungsorten und vielfältigen, aber wenig vernetzten Akteur:innen
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
https://www.goslar.de/wirtschafts-und-zukunftsort/goslar-in-zahlen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung: Goslar gilt als eine Region mit einem hohen Anteil an älteren Menschen, der Landkreis zählt zu den ältesten in Niedersachsen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_theresienhof.connect.pdf
(846.49 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt klaren Prinzipien der Gemeinwesenarbeit: aktivierend, beteiligungsorientiert und sozialraumbezogen. Durch Nutzung sowohl digitaler als auch analoger Methoden werden unterschiedliche Zielgruppen niederschwellig eingebunden. Bewohnende, Angehörige, Nachbarschaft und lokale Akteur:innen gestalten Angebote, Strukturen und Inhalte der Plattform mit. Workshops, Interviews, Befragungen und Testphasen ermöglichen Mitwirkung in allen Projektphasen.
Die digitale Plattform dient als Werkzeug für die GWA: Sie macht Bedarfe sichtbar, unterstützt Beteiligungsprozesse, stärkt die Selbstorganisation und erleichtert Kooperation. Gleichzeitig entstehen analoge Begegnungsformate – wie Sprechstunden, Quartiersgespräche, Beteiligungswerkstätten –, die Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen schaffen.
Die Arbeit ist lebensweltorientiert, partizipativ und setzt gezielt auf Empowerment: Menschen sollen sich einbringen, Angebote entwickeln oder gemeinsam aktiv werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn alle Aktuere gewonnen sind und die Angebote im Quartier etabliert sind
Beschreibung
Wenn die Angebote bedürfnisorientiert und pratizipativ entwickelt wurden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Frankenberg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird dauerhaft in die Strukturen des Theresienhofs und der Quartiersarbeit integriert. Die Plattform wird nach Projektende weiterbetrieben und technisch wie analog gepflegt. Kooperationen werden verstetigt, analoge Treffpunkte und Austauschformate bleiben bestehen. Die Ergebnisse dienen als Modell für weitere Einrichtungen der Unternehmensgruppe.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
theresienhof.connect_hochkant.jpg
(461.17 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Möglichkeiten Soltau
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursula Heimann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Ort der Inspiration, Co-Kreation und Vernetzung für Gemeinwesen und nachhaltige Transformation
Projektbeschreibung
Das Haus der Möglichkeiten (HdM) ist ein Ort der Information, Inspiration, Co-Kreation und Vernetzung für nachhaltige Initiativen und soziale Innovationen in Soltau, einem Mittelzentrum in der Lüneburger Heide. Es richtet sich an lokale Institutionen, Organisationen, Schulen, Vereine und Firmen und im Allgemeinen an unterschiedliche Gruppen der Stadtgesellschaft. Es ist ein Beitrag, um die Soltauer Innenstadt neu zu denken und neu zu erleben und eine lebenswerte Innenstadt für Gegenwart und Zukunft zu schaffen. Damit ist es als langfristiger Beitrag zur nachhaltigen regionalen Wirtschaft und Stadtgesellschaft geplant und als Verstetigung des gleichnamigen Pilotprojektes aus 2024 gedacht. Aus dem HdM soll eine aktive Zukunftswerkstatt für die Stadt entstehen.
Das HdM baut auf dem Pilotprojekt auf, das die Stadt Soltau in Kooperation mit der gemeinwohlorientierten Ursula Heimann & Partner UG von April bis Juni 2024 durchgeführt hat. In 2025 hat die Ursula Heimann & Partner UG zudem mit der Stadt Zeven ein Haus der Möglichkeiten aufgebaut, das in 2026 Zeit verstetigt werden soll.
Ein Herzstück im HdM ist die Ausstellung der Möglichkeiten – Solutions Exhibition (www.snowball-effect.org) der französischen gemeinnützigen Organisation Snowball Effect. Sie zeigt 40+ nachhaltig innovative und inklusive Initiativen und Unternehmen aus Deutschland, Europa und der Welt und wird mit Führungen und Workshops für Einzelpersonen, Vereine, Schulen, Institutionen und Firmen begleitet. Die Ausstellung zeigt erfolgreiche nachhaltige Initiativen und Geschäftsmodelle und lädt zum Nachahmen dieser Vorbilder ein, um ihre positive gesellschaftliche Wirkung vielfach zu skalieren.
Darüber hinaus ist das HdM ein Raum für Austausch und Vernetzung für Vereine, Schulen, Institutionen, Kunstschaffende und die Stadtgesellschaft im Allgemeinen. Hier kann man zusammenkommen für Kulturveranstaltungen, Vorträge, Konzerte, u.ä. Das HdM dient aber auch ganz allgemein als Ort für niedrigschwellige, alltägliche Begegnungen und Austausch unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen der Stadtgesellschaft.
Es stehen zudem Räume für Workshops und Veranstaltungen für vielfache Aktivitäten in Kooperation mit lokalen Institutionen und Vereinen zur Verfügung. Damit wird im Kontext von Leerstand und Verödung von Innenstädten ein zukunftsorientierter Beitrag für die Neubelebung der Innenstadt im Sinne einer resilienten Innenstadt geleistet.
Laufzeit
2026-03-22 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wir müssen die Verödung der Innenstädte stoppen und die Innenstädte als Seelen der Kommunen umbauen - so schrieb schon 2021 der Deutsche Städte- und Gemeindebund - und zwar mit langfristigen Konzepten, die Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Kommunalpolitik gemeinsam entwickeln und umsetzen. Viele Städte in Deutschland (wie auch weltweit) entwickeln seit einigen Jahren Konzepte zur Erneuerung ihrer Innenstädte. Überall gewinnen Aspekte wie Wohnen, Kultur, Natur, regionales Handwerk und vor allem neue Treffpunkte und Erlebnisräume an Bedeutung.
Das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU) betont die Bedeutung innovativer öffentlicher Räume für Begegnung, Diskurs, Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Haus der Möglichkeiten soll ein solcher Ort sein. Als Pilotprojekt wurde es 2024 in Soltau geschaffen, als Beitrag zu einer Residenten Innenstadt. Es wurde damals sowohl aus Mitteln des Förderprogramms Resiliente Innenstadt finanziert, als auch aus Eigenmitteln und Eigenleistung der Ursula Heimann & Partner UG.
In 2024 hatte die Stadt Soltau zur Umsetzung eine leerstehende Geschäftsimmobilie in Soltau angemietet. Aktuell ist die Ursula Heimann & Partner UG auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Übergangsweise besteht die Möglichkeit, das HdM als mobiles HdM in den Räumen der VHS Heidekreis erneut zu starten. Geplant ist, im Lauf des Jahres 2026 ein Büro für das HdM anzumieten, um die Aktivitäten koordinieren in den Räumen der VHS aber auch weiteren örtlichen Räumlichkeiten zu koordinieren. Ab 2028 ist geplant, größere eigene Räumlichkeiten als Grundlage für eine langfristige Verstetigung in der Innenstadt Soltaus zu mieten.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Soltau
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf die Stadt Soltau, mit Schwerpunkt auf der Innenstadt (Böhmewald, Böhmepark, Mühlenstrasse, Marktstrasse, Poststrasse, Stadtgraben, Burg, Hagen, und angrenzende Seitenstrassen).
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
www.soltau.de
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziele des HdM Soltau sind:
a. Einen innovativen Ort schaffen für Begegnung, Kultur, Austausch und für die kreative und partizipative Entwicklung von neuen Initiativen für den Erlebnisraum Innenstadt Soltau
b. Die Beteiligung von Vereinen, Institutionen, Firmen und Schulen ermöglichen, die im HdM Veranstaltungen, Events oder Workshops durchführen können
c. Das Interesse der Zielgruppen und der Bevölkerung wecken zum Besuch des HdM und zur Beteiligung an Veranstaltungen und Workshops im HdM.
d. Ideen und Initiativen für einen innovativen Erlebnisraum Innenstadt Soltau entwickeln, unter Beteiligung der Stadtgesellschaft Zeven.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Haus der Möglichkeiten mit vielfältigen Akteuren der Stadtgesellschaft verbunden ist und kooperiert. Jahr 1: 6 Kooperationspartner, Jahr 2 und Jahr 3 jeweils 4-6 weitere Kooperationspartner.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen aufgebaut und genutzt werden (6+ pro Jahr), vielfältige Akteure der Stadtgesellschaft eingebunden sind (6+ pro Jahr) und Projektleitung und Projektteam aufgebaut und operativ tätig sind.
Kriterium
Beschreibung
Die Stadtgesellschaft das HdM annimmt und die Besucherzahlen den angestrebten Zielen entsprechend steigen (s.o.)
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (bezogen auf Alter, Berufsgruppen, kultureller Hintergrund, Gender, etc.) der Stadtgesellschaft das HdM gemeinsam für Veranstaltungen und Austauschformate nutzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das HdM in der Stadtgesellschaft als Ort der Begegnung, des Austauschs, der Inspiration und des gemeinsamen Handelns wahrgenommen und genutzt wird, durch Veranstaltungen, Austauschformate, Workshops, etc.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Es ist geplant, mit vielfältigen Akteuren der Stadtgesellschaft zusammenzuarbeiten: Verwaltung, Vereine, Schulen, Unternehmen, Kirchengemeinden, Einwohner, etc.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Möglichkeiten soll in der Stadt Soltau langfristig verstetigt werden. Das Interesse ist sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei lokalen Institutionen (z.B. VHS, Lebenshilfe) und Akteueren (z.B. Coworking Space, Vereinen) vorhanden. In der Projektlaufzeit soll die stabile Grundlage für eine langfristige Verstetigung als HdM und als nachhaltig ausgerichtete Zukunftswerkstatt gelegt werden. Die nachhaltig ausgerichtete Ausstellung der Möglichkeiten steht weiterhin im Mittelpunkt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Die Plauderei - das Café am Harrepark
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin Dammann
| Funktion | Pastor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Jeder ist willkommen - Jeder kann mitarbeiten - Jeder kann mitgestalten
Projektbeschreibung
Seit sich die letzte evangelische lutherische Kirchengemeinde am Erikaweg aufgelöst hat, gibt es in Bümmerstede kein evangelisch-spirituelles Angebot mehr. TreffpunktKirche will das ändern – und ein Ort der Begegnung für alle Menschen sein.
Bümmerstede ist ein Stadtteil im Südwesten Oldenburgs – ein Ankunftsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebenssituationen.
Was der Stadtteil braucht, haben die Bewohner*innen selbst gesagt: Seit einem Jahr ist der TreffpunktKirche im Stadtteil aktiv – bei Stadtteilfesten, in Gremien, im Stadtteilteam. Mit Fragebögen und in persönlichen Gesprächen kam immer wieder der Wunsch nach einem Ort der Begegnung, vor allem einem Café auf.
Dieser Ort wurde im Kreyencentrum, an der Schnittstelle zwischen den Stadtteilen Kreyenbrück und Bümmerstede, gefunden. Noch während der Renovierung klopften Nachbar*innen ans Fenster und fragten neugierig, was hier entsteht. Kinder stürmten in die großen Räume. Eine muslimische Nachbarin freute sich ausdrücklich – der Name Kirche war für sie kein Hindernis, sondern das Versprechen von Offenheit.
Im TreffpunktKirche, im Kreyencentrum, entsteht mit „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ ein ganzwöchiges Angebot. Die Räumlichkeiten sind vorhanden. Was fehlt, ist die Kraft, sie Tag für Tag für Menschen zu öffnen, die allein sind, Gemeinschaft haben möchten, ein offenes Ohr benötigen, eine angenehme Arbeitsatmosphäre für das Studium suchen oder nur mal in einer schönen, freundlichen Atmosphäre verweilen wollen oder einen Ort zur ehrenamtlichen Mitarbeit suchen.
Unser Ziel: „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ öffnet täglich von 11 bis 18 Uhr. Jeder ist willkommen. Es bietet einen Kinderspielraum, eine offene Atmosphäre, immer ein offenes Ohr und es gibt natürlich kostenlos einen Kaffee oder Tee. Akteur*innen im Stadtteil steht der Raum ebenfalls kostenlos für Aktionen und Veranstaltungen zur Verfügung. Im Sommer lädt der Atriumhof des Kreyencentrums zu Konzerten und Events ein. Der nahe gelegene Harrepark soll weiterhin ebenfalls genutzt werden.
Von Anfang an werden Bewohner*innen aktiv eingebunden – unabhängig von Herkunft, Glaube oder Kirchenzugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder ökonomischem Status. Wer mitmachen möchte, ist willkommen. Mit dem Ziel, dass das Café langfristig von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil selbst getragen wird. Von Bümmerstede. Für Bümmerstede.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bümmerstede ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Oldenburg, geprägt von einer vielfältigen Bewohnerschaft. Gleichzeitig fehlt ein nicht-kommerzieller Ort, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen können.
Im nahegelegenen Harrepark zeigt sich ein lebendiges Bild des Stadtteils: Kinder spielen, Familien treffen sich, Menschen unterschiedlicher Herkunft sind gleichzeitig vor Ort. Diese Begegnungen verlaufen friedlich, bleiben jedoch nebeneinander bestehen. Es fehlt ein Ort, der diese Vielfalt in ein gemeinsames Miteinander überführt. Zudem sind diese Treffpunkte witterungsabhängig und zeitlich begrenzt.
Gleichzeitig zeigen Veranstaltungen wie das Harreparkfest: Offene und niedrigschwellige Angebote werden im Stadtteil sehr gut angenommen. Der Bedarf nach solchen „Orten für alle“ – konsumfrei, konfessionsungebunden und parteipolitisch neutral – ist im Stadtteil hoch und auch kommunalpolitisch verankert. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Menschen im Stadtteil – unabhängig von Herkunft, Glaube, Kirchenzugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder ökonomischem Status. Der Raum steht dabei Initiativen, Gruppen und engagierten Einzelpersonen kostenfrei zur Verfügung und verbindet Begegnung, Eigeninitiative und kulturelle Nutzung an einem Ort – etwa für eigene Projekte ebenso wie für kleinere Veranstaltungen, Lesungen oder Konzerte.
Hier setzt das Projekt „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ an. Es schafft einen Raum, der Begegnung ermöglicht und Austausch fördert.
Ziel ist es, dass dieser Raum von den Menschen im Stadtteil als ihr eigener angenommen, mitgestaltet und langfristig getragen wird – von Bümmerstede für Bümmerstede.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bümmerstede und Kreyenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst das Umfeld des Kreyencentrums in Bümmerstede sowie angrenzende Bereiche von Kreyenbrück. Es wird räumlich durch markante Verkehrsachsen begrenzt: Im Osten durch die Bahnhofsallee, im Westen durch die Sandkruger Straße, im Norden durch den Meerweg und im Süden durch die Bümmersteder Tredde.
Innerhalb dieses Bereichs prägen überwiegend aufgelockerte Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern, einzelne größere Wohnanlagen sowie Freiflächen und der Harrepark das Gebiet. In unmittelbarer Nähe, insbesondere im Bereich der Hans-Fleischer-Straße, finden sich zudem mehrgeschossige Wohnstrukturen, in denen sich besondere soziale Herausforderungen zeigen.
Die genannten Grenzen sind jedoch nicht starr. Aufgrund der guten Erreichbarkeit und der Nutzung von Fahrrädern in Oldenburg nehmen Bewohnerinnen und Bewohner auch Angebote über diese Grenzen hinaus wahr.
Diese unterschiedlichen Strukturen und Bewegungsmuster beeinflussen die Alltagswege und den tatsächlichen Einzugsbereich des Projekts.
Einwohnerzahl
23500
Quelle / Anmerkungen
(Stand: 2025, Quelle: Statistische Daten zum PLZ-Gebiet 26133). Ca. 2500 Unter Berücksichtigung von natürlichen Grenzen, Parkflächen sowie der aufgelockerten Wohnbebauung.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf Daten der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022) für die statistischen Gebiete 9a und 9b. Diese weisen einen überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund auf und entsprechen weitgehend dem Projektgebiet.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Altersstruktur der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der sozialräumlichen Einordnung der Gebiete 9a und 9b. Es handelt sich um eine plausible, begründete Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Altersstruktur der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der Wohnstruktur im Projektgebiet. Aufgrund der Einfamilienhausbebauung ist von einem leicht erhöhten Anteil älterer Bewohnerinnen und Bewohner auszugehen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022), insbesondere den Daten zum SGB-II-Bezug im statistischen Bezirk 9 sowie den gesamtstädtischen Entwicklungen sozialer Mindestsicherungsleistungen. Daraus ergibt sich für das Projektgebiet eine leicht überdurchschnittliche soziale Belastung. Es handelt sich um eine daraus abgeleitete, plausible Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022) sowie der erhöhten SGB-II-Quote im statistischen Bezirk 9. Daraus lässt sich für junge Menschen eine leicht überdurchschnittliche Betroffenheit ableiten. Es handelt sich um eine plausible Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Anzahlder AuslänerInnen der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der sozialräumlichen Einordnung der Gebiete 9a und 9b. Es handelt sich um eine plausible, begründete Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Oldenburg beträgt der Anteil alleinerziehender Haushalte rund 7 %. Für das Projektgebiet wird unter Berücksichtigung der Sozialstruktur ein vergleichbarer Anteil angenommen. Unterschiedliche Haushaltsformen, darunter größere Familien sowie alleinlebende ältere Menschen, führen zu einer ausgeglichenen Verteilung.
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt in der Stadt Oldenburg bei rund 26–28 % (Stand: 2021/2022). Für das Projektgebiet ist auf Grundlage der Sozialberichterstattung (Gebiete 9A und 9B) sowie der Beobachtungen im Sozialraum von einem erhöhten Anteil auszugehen.
Die kulturelle Vielfalt im Gebiet stellt eine wichtige Ressource dar und begründet zugleich einen Bedarf an niedrigschwelligen, integrativen Angeboten.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf dem Armutsbericht der Stadt Oldenburg (2021), wonach rund 11,3 % der Bevölkerung Transferleistungen beziehen. Für das Projektgebiet ist unter Berücksichtigung der Sozialstruktur sowie der kleinräumigen Unterschiede (Gebiete 9A und 9B) von einem erhöhten Anteil auszugehen.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung geht aus dem Sozialmonitoring der Stadt Oldenburg (2023), wonach rund 16 bis 19 % der Kinder in Haushalten lebt, die Transferleistungen beziehen. Für das Projektgebiet ist unter Berücksichtigung der Sozialstruktur sowie der kleinräumigen Unterschiede (Gebiete 9A und 9B) von einem erhöhten Anteil auszugehen.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ orientiert sich am Ansatz der Gemeinwesenarbeit.
Ausgangspunkt ist der Sozialraum Bümmerstede an der Grenze zum Stadtteil Kreyenbrück. Das Projekt richtet sich bewusst an beide Stadtteile und knüpft an vorhandene Strukturen, Bedarfe und Potenziale im direkten Umfeld an.
Der Raum am TreffpunktKirche existiert bereits und wird angenommen: Bei Stadtteilfesten, durch Fragebögen und persönliche Gespräche wurde der Bedarf ermittelt. Der Wunsch nach einem offenen Café wird aktiv geäußert, erste Menschen möchten sich einbringen – ganz ohne gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Was fehlt, ist die strukturelle Kraft, ein tägliches Angebot zu tragen.
„Die Plauderei“ ist die Antwort darauf: Sie überführt dieses organisch gewachsene Interesse in eine eigenständige, am Gemeinwesen orientierte Arbeit im Stadtteil. Die vorhandene Vernetzung – unter anderem durch die Rolle des Pastors der FeG Oldenburg als Sprecher des Stadtteilteams „Bümmerbrück“ – bildet dafür eine tragfähige Grundlage.
Ein zentrales Element ist die aktive Beteiligung der Bewohner*innen. Initiativen und Einrichtungen aus beiden Stadtteilen können den Raum kostenlos nutzen und eigene Angebote einbringen.
Die hauptamtliche Koordination übernimmt eine aktivierende und moderierende Rolle – mit dem Ziel, tragfähige Strukturen aufzubauen, die von den Menschen im Stadtteil selbst getragen werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner nutzen den Raum nicht nur, sondern bringen sich aktiv ein, entwickeln eigene Angebote, übernehmen Verantwortung und gestalten das Café mit. Es entsteht ein Team von Ehrenamtlichen.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum wird von Initiativen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Stadtteil genutzt. Es entstehen Kooperationen und neue Kontakte zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum wird von Initiativen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Stadtteil genutzt. Es entstehen Kooperationen und neue Kontakte zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum wird als Treffpunkt im Stadtteil angenommen. Menschen kommen zusammen, begegnen sich und nutzen das Café als Ort für gemeinsames nachbarschaftliches Leben.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Christian Fritsch Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit Fachdienstleitung, Stadt Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker e.V., Willi Kolodziej
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Stadteiltreff Kreyenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Jan Bembennek, Dezernent für Soziales, Jugend und Gesundheit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Sicherung erfolgt über mehrere Bausteine. Der Träger, die FeG Oldenburg, übernimmt weiterhin Verantwortung und strebt eine Fortführung über 2029 hinaus an. Parallel werden Fundraising-Strukturen aufgebaut. Ziel ist, dass das Café schrittweise von Ehrenamtlichen getragen wird und perspektivisch ohne hauptamtliche Stelle auskommt. Die fachliche Begleitung und Einbindung in den Stadtteil wird dabei weiterhin durch die Gemeinde sichergestellt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Oesede mit Herz und Kompass
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sebastian Häfker
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ein Stadtteil gemeinsam engagiert
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt die Michaelisschule in Georgsmarienhütte-Oesede als zentralen Begegnungs- und Beteiligungsort im Quartier und als Baustein lokaler Gemeinwesenarbeit. Schulen sind Orte, an denen Menschen unterschiedlicher sozialer Lagen, Herkunftsbiografien und Lebensrealitäten zusammenkommen, und bieten damit ein großes, bislang oft ungenutztes Potenzial als Treffpunkt auch außerhalb des Unterrichts, etwa in den Nachmittags- und Abendstunden sowie an Wochenenden. Im Rahmen unserer Schul-AG „Soziales Lernen durch Sport“ wurden wir in Gesprächen mit Eltern, Lehrkräften und der Schulsozialarbeit darauf aufmerksam, dass es im Stadtteil an einem niedrigschwelligen Ort für Austausch und gemeinsames Engagement insbesondere für Familien fehlt. Hier setzt das Projekt an. Im ersten Jahr stehen Beziehungsaufbau und Bedarfserhebung im Mittelpunkt. Mit offenen, sportlich geprägten Formaten wie „Sport x Nachbarschaft“ (gemeinsamen Bewegungs- und Spielangeboten im Umfeld der Schule) kommen wir mit Eltern, Kindern und weiteren Bewohnern ins Gespräch. Niedrigschwellige Impulsfragen regen zum Austausch über Themen und Bedarfe im Stadtteil an. Sport dient als Türöffner, um auch Menschen zu erreichen, die klassische Beteiligungsangebote bislang kaum nutzen. Ergänzend werden lokale Akteure (Schule, Kitas, Vereine, soziale Träger) einbezogen und ein Quartiersnetzwerk aufgebaut. Formate wie Nachbarschaftscafés oder offene Bewegungsangebote stärken die Schule als einladenden Ort. Im zweiten Jahr werden die gesammelten Themen in Bürgerwerkstätten aufgegriffen. Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam Projektideen, über die die Nachbarschaft abstimmt. Die ausgewählten Bürgerprojekte – z. B. Elternnetzwerke, Nachbarschaftshilfen oder Begegnungsformate – werden gemeinschaftlich umgesetzt und durch das Projektteam begleitet. Parallel entsteht ein Kreis besonders aktiver Teilnehmender, der für weiteres Engagement qualifiziert wird. Im dritten Jahr liegt der Fokus auf Verstetigung und strukturellem Transfer. Gemeinsam mit Schule, Stadt und lokalen Partnern werden erfolgreiche Formate dauerhaft im Schul- und Quartiersalltag verankert. Ziel ist es, die Michaelisschule langfristig als in den Stadtteil wirkenden Nachbarschaftsort zu etablieren, der auch außerhalb der Unterrichtszeiten aktiv genutzt wird. Der Engagiertenkreis übernimmt zunehmend eigenständig Moderations- und Organisationsaufgaben und wird gezielt in bestehende Gremien und Strukturen eingebunden.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage in Oesede ist durch eine stabile Wohnlage und zugleich „stille“ soziale Herausforderungen geprägt. Georgsmarienhütte (ca. 32.000 Einwohner) weist relevante Anteile von Familien, älteren Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte auf; Oesede ist mit rund 12.000 Einwohnern der größte Stadtteil. Daten und lokale Einschätzungen zeigen eine alternde Bevölkerung, zunehmende Einpersonenhaushalte und verdeckte Armutsrisiken. Soziale Problemlagen treten dabei eher kleinteilig im Wohngebiet auf als in klar abgegrenzten Brennpunkten. Im Rahmen unserer Schul-AG „Soziales Lernen durch Sport“ berichten Eltern, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit von Belastungen durch finanzielle Engpässe, Vereinbarkeitsprobleme, Einsamkeit und fehlende Unterstützung im Alltag. Trotz vorhandener Infrastruktur fehlt im Umfeld der Michaelisschule ein niedrigschwelliger Treffpunkt für Austausch, Begegnung und gemeinsames Engagement. Beteiligung bleibt oft auf kurze Kontakte im Schulalltag beschränkt; strukturierte Formate zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen fehlen. Auf städtischer Ebene bestehen mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Bürgerforum und dem Präventionsrat wichtige Akteure zur Förderung von Engagement und Zusammenhalt. Eine sichtbare, quartiersnahe Andockstelle, die diese mit den Lebenswelten vor Ort verbindet, fehlt jedoch. Die Michaelisschule bietet als zentraler, vertrauter Ort großes Potenzial als Begegnungs- und Beteiligungsort, wird außerhalb der Unterrichtszeiten jedoch kaum genutzt. Es besteht daher Bedarf, eine gemeinwesenorientierte Struktur im Quartier aufzubauen, die soziale Teilhabe stärkt, Nachbarschaft aktiviert und bestehende Akteure besser vernetzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Georgsmarienhütte - Oesede
Beschreibung
Das Projektgebiet des Vorhabens umfasst ein Wohnquartier im Georgsmarienhütter Stadtteil Oesede rund um die Michaelisschule. Es wird im Nordosten durch die Glückaufstraße, im Osten durch „Am Breebach“, im Süden durch die Wellendorfer Straße und im Westen durch die Osnabrücker Straße begrenzt. Dieses Gebiet bildet den unmittelbaren Sozialraum der Michaelisschule: Hier wohnen viele der Kinder, Eltern und Nachbarinnen, die täglich die Schule nutzen oder ihren Alltag in den umliegenden Straßen verbringen. Prägend ist eine Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihenhausgebieten und kleineren Mehrfamilienhäusern. Damit treffen im Quartier unterschiedliche soziale Lagen, Wohnformen und Lebensrealitäten auf engem Raum aufeinander. Die Michaelisschule ist als Startchancen-Schule ein Hinweis darauf, dass hier im Vergleich zu anderen Schulen der Stadt besondere soziale Herausforderungen bestehen – unter anderem hinsichtlich Bildungs- und Teilhabechancen, familiärer Belastungen und Unterstützungsbedarfen im Alltag. Gleichzeitig gibt es in Oesede gewachsene Strukturen von Vereinen, Kirchengemeinden und Nachbarschaften, die bislang jedoch nicht systematisch rund um die Schule gebündelt werden. Die gewählte räumliche Abgrenzung bildet den alltäglichen Bewegungsraum vieler Familien ab: Schulweg, Einkaufsmöglichkeiten, Spiel- und Aufenthaltsorte liegen innerhalb dieser Grenzen. Dadurch können Bedarfe und Ressourcen im direkten Umfeld der Michaelisschule gezielt in den Blick genommen werden. Das Projektgebiet umfasst sowohl Wohngebiete als auch Bildungs- und soziale Infrastruktur und ist über die Osnabrücker Straße und die Wellendorfer Straße gut an das übrige Stadtgebiet angebunden. Durch die Konzentration auf dieses klar umrissene Quartier kann das Projekt passgenau an den Lebenswelten der Bewohnerinnen und Bewohner ansetzen, nachbarschaftliche Beziehungen stärken und die Michaelisschule Schritt für Schritt als zentralen Treffpunkt und Anker der Gemeinwesenarbeit in Oesede etablieren.
Einwohnerzahl
11889
Quelle / Anmerkungen
https://www.georgsmarienhuette.de/portal/seiten/daten-fakten-914000016-22600.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.nls.niedersachsen.de/gemeinden/G459019.html für Gesamtstadt + Schätzung für Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.georgsmarienhuette.de/stadt/daten-fakten-mobilitaet/ für Gesamtstadt + Schätzung für Projektgebiet
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
20260322_gute_nachbarschaft_projektgebiet.png
(298.25 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ausgangspunkt ist nicht ein festes Angebotsprogramm, sondern die Lebenslage der Menschen rund um die Michaelisschule in Oesede. GWA verstehen wir als dauerhafte Anlaufstelle im Quartier, die zuhört, Beteiligung organisiert, Vernetzung fördert und Nachbarschaftsprozesse begleitet. Kern ist ein sozialräumlicher Blick: Wir knüpfen an den Alltag von Familien und Anwohnern an. Über die Zusammenarbeit mit der Schule erreichen wir insbesondere Familien und Care-Arbeitende verschiedener Herkunft und öffnen ihnen einen niedrigschwelligen, an ihre Lebensrealität angepassten Zugang zu Engagement. Mit aufsuchenden Formaten wie „Sport x Nachbarschaft", Gesprächen im Schulumfeld und Nachbarschaftscafés holen wir Menschen ab und machen Bedarfe sichtbar. Auf dieser Basis werden in Bürgerwerkstätten gemeinsam Ideen entwickelt, priorisiert und als Bürgerprojekte im Stadtteil umgesetzt. Die GWA moderiert diese Prozesse, stärkt Selbstorganisation und unterstützt Bewohnende dabei, Verantwortung zu übernehmen. Parallel baut die GWA-Struktur systematisch Vernetzung auf: Schule, Kitas, Vereine, Gemeinden, Präventionsrat, Bürgerforum, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtverwaltung werden an einen Tisch gebracht, um Informationen zu teilen, Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Schritte zu vereinbaren. Mit dem Engagiertenkreis entsteht eine dauerhafte Nachbarschaftsgruppe, die als Bindeglied zwischen Bewohnerschaft, Einrichtungen und Kommune wirkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftscafés, Bürgerwerkstätten und gemeinsame Projekte fördern Begegnung und Austausch. Die Michaelisschule wird als Nachbarschaftsort wahrgenommen und genutzt. Menschen erleben, dass ihr Engagement das Zusammenleben in Oesede positiv verändert.
Beschreibung
Die Michaelisschule wird als bestehende Ressource für Begegnung und Beteiligung erschlossen. Bestehende Akteure (Präventionsrat, Bürgerforum, Gleichstellungsbeauftragte, Vereine) werden vernetzt. Der SV Kompass bringt seine Erfahrung und Expertise ein.
Kriterium
Beschreibung
Ein funktionsfähiges Netzwerk mit regelmäßigen Treffen ist etabliert. Kooperationen zwischen Schule, SV Kompass, lokalen Einrichtungen und der Stadt sind verbindlich vereinbart. Der Engagiertenkreis wirkt als Bindeglied zwischen Bewohnerschaft & Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Eltern und Care-Arbeitende mit und ohne Migrationsgeschichte einen Ort haben, an dem sie sich ihrer Lebensrealität entsprechend gemeinsam mit anderen für den Stadtteil einsetzen und ihn durch eigene Projekte und Vernetzung mitgestalten können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Georgsmarienhütte (Susanne Häring)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abteilung für Soziales und Jugend (Alexander von der Heide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat der Stadt Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Osnabrück e.V. - Büro des Sports Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verschönerungsverein von 1870 Heimatverein Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Zuge der Netzwerkarbeit im Projekt erarbeiten wir mit Kommune, Schule und weiteren Partnern einen Plan für die langfristige Ansiedlung an der Michaelisschule mitsamt Finanzierungsstrategie. Möglichkeiten der Finanzierung sind u.a. Akquise von weiteren Fördergeldern von (lokalen) Stiftungen und Soziallotterien, Einwerben von Spenden und ehrenamtliches Engagement. Zudem sollen Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie der Sparkasse und Volksbank sowie Unternehmen aufgebaut werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On