Zukunftsraum Weser-Aue
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marthe Nietfeld
| Organisation | Samtgemeinde Weser-Aue |
|---|---|
| Funktion | Gemeinwesen- und Quartiersmanagement, Familienservicebüro |
2. Kurzbeschreibung
Unser Leitbild für unsere Samtgemeinde – nachhaltig, solidarisch, gemeinsam
Projektbeschreibung
Die etablierte Gemeinwesenarbeit (GWA) im Flecken Liebenau, deren Förderung am 14.03.2027 ausläuft, hat bereits wichtige Grundlagen für eine gemeinwohlorientierte Kommunalentwicklung in der SG Weser-Aue geschaffen. Neben der EhAP-Plus-Beratungsstelle ist mit dem Projekt „Migration und Teilhabe in ländlichen Räumen (MiRa)“ ein bedeutendes Vorhaben hinzugekommen, um GWA überörtlich zugänglich zu machen. Der Zukunftsraum Weser-Aue zielt darauf ab, GWA auf Ebene der SG zu bündeln und zu übertragen. Die in Liebenau aufgebauten Strukturen – v. a. in Beteiligung, Beratung u. nachbarschaftlicher Vernetzung – sollen gesichert, weiterentwickelt und auf die weiteren Mitgliedsgemeinden sowie die Verwaltung übertragen werden. Besonders hervorzuheben ist der dort initiierte Zukunftsprozess („Gartenzaungespräche – Unser Ort 2040“), der gemeinsam von Bewohnerschaft, Politik u. Verwaltung entwickelt wurde und neue Formen der Mitgestaltung u. politischen Teilhabe ermöglicht. Diese Erfahrungen sollen systematisch genutzt werden, um Zugänge zu Beteiligung, Unterstützung und gemeinschaftlicher Gestaltung des Lebens- u. Arbeitsumfeldes zu eröffnen, Synergien zu schaffen und eine integrierte, gemeinwohlorientierte Entwicklung zu fördern. Die SG steht als ländlich geprägter Sozialraum vor Herausforderungen wie eingeschränkter Mobilität, sozialer Isolation u. steigenden Integrationsanforderungen, die Teilhabe erschweren. Auch auf Verwaltungsebene bestehen besondere Herausforderungen: Die Samtgemeinde Weser-Aue ist eine erst jung fusionierte Kommune, und die räumliche Trennung auf zwei Rathausstandorte erschwert das Zusammenwachsen der Verwaltung sowie die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit. Das Projekt setzt hier an, indem es Beteiligung stärkt, Selbstorganisation fördert u. einen gemeinsamen Zukunfts- u. Leitbildprozess initiiert. Dieser bildet die zentrale Strategie zur Verstetigung der GWA: Er wird gemeinsam erarbeitet und dient als verbindliche Grundlage für Entscheidungen u. Maßnahmen in Politik u. Verwaltung. Die breite Beteiligung fördert Akzeptanz, stärkt die Identifikation mit der Kommune als Gemeinwesen aller Akteure u. Institutionen, unterstützt den Zusammenhalt u. steigert die Attraktivität als Lebens-, Arbeits- u. Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig entsteht ein übertragbares Modell im Sinne der Neuen Leipzig Charta, indem Bewohnerschaft, Politik u. Verwaltung in einem gemeinsamen Leitbildprozess zusammengeführt werden.
Laufzeit
2027-03-15 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Weser-Aue ist eine junge, aus einer Fusion hervorgegangene Kommune, deren Zusammenwachsen noch nicht abgeschlossen ist. Die räumliche Trennung auf zwei Rathausstandorte sowie die Verteilung der Fachbereiche stellen hier eine besondere Herausforderung dar (u.a. auch für die Zusammenarbeit und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze). Ein gemeinsames Verständnis für gemeinwohlorientiertes, ressortübergreifendes Handeln in Politik und Verwaltung ist bisher nur begrenzt ausgeprägt. Gemeinwesenarbeit (GWA) wird häufig noch projektbezogen gedacht und ist nicht ausreichend als übergreifendes Handlungsprinzip in kommunalen Strukturen verankert. Es fehlen verbindliche Leitlinien sowie ein gemeinsam getragenes Verständnis von Zielen, Werten und Prioritäten kommunalen Handelns. Eine identitätsstiftende Grundlage für das Zusammenwirken von Verwaltung, Politik und Bewohnerschaft besteht bislang nur in Ansätzen. Die Erfahrungen aus dem Flecken Liebenau zeigen jedoch, dass GWA wirksam zur Stärkung von Teilhabe, Vernetzung und sozialem Zusammenhalt beitragen kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass ihre nachhaltige Wirkung eine strukturelle Verankerung in politischen und administrativen Entscheidungsprozessen voraussetzt. Vor diesem Hintergrund besteht ein zentraler Handlungsbedarf, ein gemeinsames integriertes Leitbild zu entwickeln, das Orientierung bietet, ressortübergreifendes Arbeiten stärkt und die Grundlage für eine integrierte, gemeinwohlorientierte Entwicklung der gesamten Samtgemeinde schafft.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Weser-Aue
Beschreibung
Die Samtgemeinde Weser-Aue ist ein am 1. November 2021 gegründeter Verwaltungsverband aus den beiden Samtgemeinden Liebenau und Marklohe mit sechs Gemeinden im niedersächsischen Landkreis Nienburg/Weser.
Die Samtgemeinde ist in sechs Gemeinden gegliedert, Balge Ortsteile: Balge, Blenhorst, Bötenberg, Buchhorst, Holzbalge, Mehlbergen und Sebbenhausen, Binnen Ortsteile: Binnen, Bühren und Glissen, Flecken Liebenau, Marklohe Ortsteile: Marklohe, Lemke, Oyle und Wohlenhausen, Pennigsehl, Wietzen Ortsteile: Wietzen und Holte
Es gibt zwei Rathäuser. Eines in der Gemeinde Marklohe und eines in dem Flecken Liebenau, wovon erstgenannter der Hauptsitz ist.
Einwohnerzahl
14000
Quelle / Anmerkungen
Zensus 2022 - veröffentlich 2024
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Zukunftsraum Weser-Aue“ verfolgt einen systematischen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), indem zentrale Prinzipien wie Aktivierung, Partizipation, Netzwerkarbeit und Sozialraumorientierung strukturell in der kommunalen Entwicklung verankert werden. Im Mittelpunkt steht ein gemeinsam entwickelter Leitbildprozess, der als Ausdruck einer von Bewohnerschaft, Politik und Verwaltung getragenen Vision dient. Die Samtgemeinde wird dabei als Ort demokratischer Praxis verstanden, in dem Mitgestaltung, Selbstorganisation und politische Teilhabe aktiv gefördert werden. Durch aktivierende Beteiligungs- und Begegnungsformate sowie den gezielten Aufbau von Netzwerken wird die Selbstermächtigung der Bewohner:innen gestärkt. Die Sozialraumorientierung und Bedarfsanalyse bilden die Grundlage für passgenaue Maßnahmen. Ein zentraler Mehrwert liegt in der strukturellen Verankerung von GWA: Das Leitbild dient als Grundlage für Leitlinien und Handlungsorientierungen für Politik und Verwaltung und wird institutionell abgesichert. Damit wird GWA von einem projektbezogenen Ansatz zu einem integrierten Bestandteil kommunalen Handelns weiterentwickelt. GWA fungiert als verbindendes Instrument zur Förderung von Teilhabe, Integration und sozialem Zusammenhalt sowie zur Stärkung der Lebensqualität im Sozialraum und dessen Attraktivitätssteigerung insgesamt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn durch Partizipation Bedarfe und Lebensrealitäten in dem Leitbildild abgebildet und Projekte umgesetzt werden können.
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohner sich zu organisierten Gremien (z.B. Bürgerrat, Interessengemeinschaft, Verein) zusammenschließen oder ihre Interessen im Rahmen von pol. Gremiensitzungen (EW-Fragestunde) eigenständig nach Außen vertreten
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Erkenntnisse der bisherigen Projekte in das Leitbild einfließen und bereits für die Verstetigung und in anderen Gemeinden gemeinsam genutzt werden können.
Kriterium
Beschreibung
Wenn gemeinwohlorientierte Kommunalentwicklung auf Samtgemeindeebene möglich wird.
Beschreibung
Wenn das Leitbild in konkrete Handlungsrichtlinien übergeht und Wissensaustausch stattfindet.
Beschreibung
Kooperationen und Netzwerkstrukturen geschaffen sind und regelmäßiger Austausch stattfindet.
Kriterium
Beschreibung
Einwohnerinnen und Einwohner Verbesserung in verschiedenen Bereichen spüren und motiviert werden, anzupacken.
Beschreibung
Umsetzung von Infrastrukturprojekten nach Bedarfsermittlung.
Kriterium
Beschreibung
Das Leitbild beschlossen, veröffentlicht und strukturell verankert ist. Handlungsrichtlinien umgesetzt sind und danach gehandelt wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Aktuell arbeiten zwei Personen in der Stabsstelle Zentrale Steuerung an GWA/QM aufgrund der vorhandenen Förderung. Die Stabsstelle Zentrale Steuerung wurde im Jahr 2026 neu gegründet, weil der Leiter der Stabsstelle, der Allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, zu diesem Zeitpunkt seinen Dienst angetreten hat. GWA bezieht sich aktuell auf den Flecken Liebenau und soll mit dem Zukunftsraum Weser-Aue konsequent verstetigt werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Räte/Ausschüsse der Mitgliedsgemeinden + Samtgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tageszeitungen, soziale Medien, Homepage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
EW der Mitgliedsgemeinden - Befragungen + digitale Plattform
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA ist bis 2030 als dauerhaftes, samtgemeindeweites Instrument zu etablieren und zu leben. Dazu soll ein eigenes Leitbild für den Zukunftsraum Weser-Aue, das als strategischer Rahmen (Einarbeitung in Leitlinien d. Verwaltung) dient, entwickelt werden. Strukturell soll die Aufgabe in der Verwaltungsgliederung untergebracht werden. Wie genau wird noch geklärt. Diese Stelle koordiniert samtgemeindeweit GWA, etabliert Monitoring und gibt Berichte für langfristige Legitimation und Finanzierung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PLATZ nehmen und Mitgestalten: Partizipativer Ausbau der Gemeinwesenarbeit beim PLATZprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Knetsch
2. Kurzbeschreibung
Vom Projektraum zum Nachbarschaftsanker – Ein inklusives Wohnzimmer für das Quartier.
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt an der Fössestraße ist ein Reallabor für nutzerinnengestützte Stadtentwicklung und „Do-Ocracy“. Wir verstehen uns als offene Plattform, auf der Nachbarinnen und Initiativen ihre Ideen für den urbanen Raum eigenständig ausproberen können. Mit dem Vorhaben „PLATZ nehmen & Mitgestalten“ erweitern wir dieses Feld um Gemeinwesenarbeit (GWA), um den Ort als barrierefreien Nachbarschaftsanker zwischen Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zu verstetigen. Unser Ansatz basiert auf drei Handlungsfeldern:
1. Aufbau eines Quartiersankers: Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle auf dem Gelände. Wir beraten Aktive bei der Umsetzung ihrer Projekte, bündeln Ressourcen mit lokalen Akteuren und verzahnen unser Angebot eng mit der sozialen Infrastruktur des Stadtteils. Durch eigene Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, Gesellschaftsabende, Lesungen, Feste oder Flohmärkte wollen wir unsere Räume öffnen und ermutigen selbst aktiv zu werden.
2. Aktivierung und Inklusion: Durch aufsuchende Formate und Kommunikation in einfacher Sprache bauen wir Schwellenängste ab. Wir motivieren Menschen, die bisher durch soziale oder bauliche Barrieren exkludiert waren, den öffentlichen Raum als ihren eigenen zu begreifen und aktiv mitzugestalten. Als Brückenbauerin übersetzen wir Bedarfe im Quartier in konkrete Teilhabeangebote und können diese zusammen mit den Engagierten direkt vor Ort umsetzen.
3. Partizipative Demokratiearbeit: Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Fach-Expertise schaffen wir Begegnungsräume für eine heterogene Nachbarschaft. Formate wie „Platz-Safaris“, Community Music oder Bau-Workshops befähigen insbesondere Senior:innen, Familien und Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte zur Selbstorganisation und stärken den sozialen Zusammenhalt auf Augenhöhe.
Das PLATZprojekt wird so zum integrativen „Dritten Ort“, der Vielfalt als Chance begreift und die solidarische Entwicklung des Stadtteils nachhaltig vorantreibt.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das PLATZprojekt liegt an einer kritischen Schnittstelle Hannoverscher Stadtteile, die laut Sozialmonitoring vor massiven Herausforderungen stehen. Wir agieren im Spannungsfeld zwischen dem hochverdichteten, gentrifizierungsgeprägten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. In beiden Räumen zeigt sich eine Unterversorgung an niedrigschwelligen, konsumfreien Begegnungsorten, die Integration und Teilhabe aktiv fördern.
Obwohl das Projekt als Reallabor überregional strahlt, besteht lokal eine Schwellenangst: Die hochgradig selbstorganisierte „Do-Ocracy“ wird von vulnerablen Gruppen – insbesondere Senior*innen, Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Fluchthistorie – oft als informelle Barriere wahrgenommen. Es fehlt die personelle Instanz, die diese Hürden abbaut und den Ort als inklusives „Wohnzimmer“ öffnet. Die Landeshauptstadt Hannover verfolgt das Ziel, die soziale Kohäsion durch integrierte Gemeinwesenarbeit (GWA) zu sichern, doch fehlen dem PLATZprojekt aktuell die Ressourcen, um als systematischer „Nachbarschaftsanker“ mit fester „Kümmerer-Funktion“ zu fungieren.
Unser Vorhaben adressiert dieses Defizit durch eine zweisäulige GWA-Strategie: Wir kombinieren strategische Koordination zur Vernetzung mit lokalen Akteuren (Kirchen, Vereine, Verbände) mit aktivierender Gemeinwesenarbeit direkt im Lebensumfeld der Bewohner*innen. Wir nutzen die experimentelle Stadtkultur als Türöffner, um Schwellenängste abzubauen, soziale Brennpunktbildung präventiv zu vermeiden und Teilhabe über Stadtbezirksgrenzen hinweg nachhaltig zu verankern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Limmer
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen.
1) Fokusraum Linden-Limmer (45.240 Einwohnende, Stand: 2025): Die Abgrenzung umfasst insbesondere den westlichen Teil von Linden-Nord und das angrenzende Limmer. Dieser Raum ist durch eine extrem dichte, gründerzeitliche Bebauung und einen massiven Mangel an öffentlichen, konsumfreien Freiräumen geprägt. Die hohe soziale Dynamik und fortschreitende Gentrifizierung führen zu einem verstärkten Bedarf an Maßnahmen zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts. Als traditionelles „Ankunftsquartier“ für verschiedene Zuwanderungsgenerationen ist hier der Auf- und Ausbau von Kooperationsstrukturen essenziell, um soziale Barrieren abzubauen und Integration aktiv zu gestalten. Das PLATZprojekt fungiert hier als Scharnier zwischen den Quartieren.
Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
45240
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
linden-limmer1.png
(1.09 MB)
linden-limmer2.png
(908.9 KB)
Gebiet-Name
Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen.
2) Fokusraum Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (34.302 Einwohnende, Stand: 2025): Dieser westlich an Linden-Limmer angrenzende Raum ist durch heterogene Siedlungsstrukturen und Großwohnsiedlungen geprägt. Hier zeigen sich Anzeichen einer Unterversorgung an sozialer Infrastruktur und Begegnungsorten. Besonders die Alterung der Bevölkerung im Rahmen des demografischen Wandels sowie ökonomische Benachteiligungen in bestimmten Quartiersabschnitten erfordern niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation.
Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
34302
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ahlem-badenstedt-davenstedt1.png
(905.05 KB)
ahlem-badenstedt-davenstedt2.png
(589.1 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Förderung entwickeln wir das PLATZprojekt zu einem sozialen „Scharnier“ zwischen dem hochverdichteten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Wir transformieren einen experimentellen Freiraum in eine feste soziale Infrastruktur. Unser Ansatz basiert auf zwei gleichwertigen GWA-Säulen: Die erste Säule ist die koordinierende GWA. Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine Anlaufstelle mit fester „Kümmerer“-Funktion. Hier steuern wir die Netzwerkarbeit, knüpfen Verbindungen zu Kirchen, Vereinen sowie Wohlfahrtsverbänden und moderieren den Austausch zwischen den verschiedenen Milieus. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln und das PLATZprojekt strategisch als Akteur in beiden Stadtbezirken zu verankern. Die zweite Säule ist die aktivierende Gemeinwesenarbeit. Wir warten nicht auf Besucher, sondern gehen mit verschiedenen Formaten (partizipativ) aktiv in die Quartiere, um soziale Barrieren abzubauen. Wir nutzen das Gelände als methodisches Werkzeug, um besonders benachteiligte Gruppene zur Selbstorganisation und Mitgestaltung zu ermutigen. Ob Flohmärkte, Lesungen oder Werkstatt-Projekte: Wir begleiten Bewohnerinnen dabei, den Ort zu ihrem „Wohnzimmer“ zu machen und eigene Nachbarschaftsinitiativen zu starten. So verbessern wir nachhaltig das soziale Klima und die Integration über Stadtbezirksgrenzen hinweg. Das PLATZprojekt wird zu einem Ort der gelebten Demokratie, der zeigt, wie Teilhabe und gute Nachbarschaft funktionieren kann
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfolg messen wir an der Resonanz im „Kiezzimmer“ und unseren partizipativen Formaten (zB Workshops). Indikator ist die Beteiligung von Menschen aus prekären Lagen und benachteiligten Gruppen, deren Bedarfe direkt in die Angebotsplanung einfließen.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg zeigt sich, wenn Nachbarinnen eigene Ideen (zB Flohmärkte, Workshops) eigenständig auf dem Gelände umsetzen. Wir messen dies an der Anzahl der von Bewohnerinnen initiierten Mikro-Projekte und der Nutzung unserer Infrastruktur.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg messen wir am Aufbau stabiler Kooperationen (zB Verbände, Kirchen, Vereine). Beleg ist die Umsetzung gemeinsamer Projekte, die Ressourcen bündeln und die soziale Reichweite des Standorts nachhaltig im Quartier erhöhen.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg ist die nachweisbare Durchmischung der Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Fokusräumen (Linden-Limmer & Ahlem-Davenstedt). Wir messen dies an der Durchführung von mind. 2 großen generationsübergreifenden Formaten pro Jahr.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sichern das Vorhaben durch drei Säulen: Strukturelle Integration: Das „Kiezzimmer“ wird als fester Knotenpunkt in die lokale GWA-Infrastruktur eingegliedert (Kooperation mit Stadtteilräten/Trägern). Finanzmix: Wir streben nach der Pilotphase eine Teilfinanzierung durch kommunale Mittel an, ergänzt durch Eigenmittel aus Platz-Einnahmen und Sponsoring. Capacity Building: Durch „Do-Ocracy“ befähigte Nachbar:innen führen Formate künftig ehrenamtlich in Selbstorganisation fort.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
KiezKantine Linden-Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janina Krüger
| Funktion | Projektkoordinatorin, Assistenz der Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
KiezKantine und Kiosk Linden Süd – gemeinsam gesund genießen
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Linden-Süd trifft eine gewachsene Kultur des Miteinanders auf soziale Herausforderungen: Viele Menschen beziehen Transferleistungen, sind unterstützungsbedürftig oder fühlen sich einsam. Gleichzeitig prägt eine große kulturelle Vielfalt das Quartier. Trotz dieser grundsätzlich offenen Nachbarschaft leben viele Menschen – etwa aus sprachlichen oder kulturellen Gründen – noch nebeneinander statt miteinander.
Hier setzt unser Projekt an: Wir bringen Menschen über gemeinsames Kochen und Essen zusammen und schaffen Räume für Begegnung und Austausch. Zwar existieren bereits vielfältige kreative und soziale Angebote im Quartier, doch es fehlt ein verbindendes Element – ein Ort, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam essen und sich vernetzen können. Diese Lücke möchten wir mit einer solidarisch-ökologischen „KiezKantine“ schließen – ganz im Sinne des Mottos: Gute Ideen entstehen selten auf nüchternem Magen.
Im Zentrum steht das gemeinschaftliche Kochen und Essen von überwiegend pflanzenbasierten, regionalen und saisonalen Mahlzeiten, die kostengünstig oder auf Spendenbasis angeboten werden. Die „Quartierskantine“ stärkt so nicht nur den sozialen und nachbarschaftlichen Zusammenhalt, sondern ermöglicht auch Teilhabe unabhängig von finanziellen Möglichkeiten. Bewohner*innen sind eingeladen, sich ehrenamtlich einzubringen und das Angebot aktiv mitzugestalten. Neben den sozialen Aspekten greifen wir zentrale Zukunftsthemen auf: klimagerechte und solidarische Landwirtschaft, nachhaltige Ernährungssysteme, Urban Farming und „gerettete“ Nahrungsmittel. Diese fließen sowohl in die Beschaffung der Lebensmittel als auch in Bildungs- und Austauschformate ein. Ein besonderer Fokus liegt auf bezahlbaren, gesunden und vegetarischen Speisen. Für die Umsetzung stehen zwei etablierte Orte zur Verfügung, deren bestehende Strukturen genutzt und erweitert werden sollen:
1. Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg ist seit über zehn Jahren ein lebendiger Treffpunkt mit engagiertem Team und neuer Küchenzeile.
2. Das „café allerlei“ wird derzeit mit einer neuen Küche ausgestattet, bietet Raum für etwa 70 Gäste und kann durch einen Nachbarraum erweitert werden.
Im Projektverlauf entwickeln wir passgenaue Formate für unterschiedliche Zielgruppen, z.B. für Senior*innen sowie lokale Gewerbetreibende. Alle Angebote sind bewusst niedrigschwellig gestaltet und für alle zugänglich – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Linden-Süd ist ein vielfältiger Stadtteil mit besonderen sozialen und strukturellen Herausforderungen: Rund 24 % der Bewohner*innen beziehen Transferleistungen, 54,6 % haben einen Migrationshintergrund, und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung ist über 45 bzw. über 60 Jahre alt (37,3 % bzw. 18,2 %). Gleichzeitig prägen inhabergeführte Geschäfte das Quartier und tragen zu seiner lokalen Identität bei (vgl. LHH, 2026).
Trotz dieser lebendigen Vielfalt ist Vereinsamung ein spürbares, oft unsichtbares Phänomen. Sprachliche und kulturelle Barrieren sowie die Altersstruktur erschweren Begegnung und Austausch. Hinzu kommt ein Mangel an frei zugänglichen Orten ohne Konsumzwang, wodurch viele Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen bleiben. Insbesondere Räume für gemeinschaftliches Kochen, Essen und informellen Austausch fehlen. Auch für lokale Gewerbetreibende, Selbständige und Freischaffende existieren kaum Möglichkeiten, sich im Rahmen gemeinsamer Mittagstische zu vernetzen.
Hier setzt unser Projekt an: Es schafft niedrigschwellige Zugänge, fördert soziale Kontakte und stärkt das Bewusstsein für eine klimafreundliche, ökologische und zugleich bezahlbare Ernährung.
Ein zentraler Ankerpunkt ist das "café allerlei", getragen von Caritas und FELS e. V. Als etablierter Ort der Begegnung ist es offen für Kooperationen und partizipative Projekte. Mit der geplanten Sanierung und einer neuen Küche ab 2026 entstehen ideale Voraussetzungen, um hier eine „KiezKantine“ zu verankern. So können bestehende Strukturen sinnvoll ergänzt und das vorhandene Engagement im Stadtteil nachhaltig gestärkt werden – ein wichtiger Schritt hin zu einem solidarischen Stadtteilzentrum.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Süd
Beschreibung
Linden-Süd ist ein Stadtteil im Südwesten von Hannover und gehört zum 10. Stadtbezirk Linden-Limmer. Der Stadtteil wird begrenzt im Norden durch die Straßen Am Lindener Berge, Westschnellweg, Von-Alten-Allee und Deisterstraße (bis Schwarzer Bär), im Osten durch die Ihme, im Süden durch die Bahnstrecke Hannover–Altenbeken und im Westen durch die Straße Am Ihlpohl, einer früheren Bahntrasse zum ehemaligen Güterbahnhof Küchengarten.
Aus dem früheren Arbeiterviertel mit urban geprägten Wohngebiet und den gewerblichen Strukturen wie dem Hanomaggelände, hat sich ein multikultureller Stadtteil mit einer hohen Bevölkerungsdichte und einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund entwickelt.
Als Zentrum ist die Deisterstraße zu nennen, die vom Schwarzen Bären bis zum Deisterkreisel verläuft. Entlang der Deisterstraße konzentrieren sich viele inhabergeführte Geschäfte sowie einige Discounter. Angrenzend befinden sich u.a. die "WERKbank" und das "café allerlei". Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg befindet sich im „Viertel am Volkspark“, das in einer Randlage westlich des Deisterkreisels am Lindener Berg liegt.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die „KiezKantine“ verfolgt einen gemeinwesenorientierten Ansatz, indem sie Begegnung, Teilhabe und Selbstorganisation im Stadtteil fördert. Im Mittelpunkt stehen gemeinschaftliches Kochen, erschwingliche und klimafreundliche Mahlzeiten sowie das gemeinsame Essen. Die offene Struktur ermöglicht es auch benachteiligten Menschen, sich einzubringen und den Ort mitzugestalten. Ein zentraler Bestandteil ist die Förderung von Partizipation und Empowerment: Durch ehrenamtliches Engagement wird Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit gestärkt. Gleichzeitig entsteht ein erlebbares Wir-Gefühl, das von gegenseitiger Wertschätzung und sozialem Zusammenhalt geprägt ist. Die „KiezKantine“ wirkt damit aktiv Vereinsamung entgegen und schafft Räume für Austausch, Begegnung und Vernetzung. Als Ort der Selbstorganisation trägt das Projekt zur Stärkung nachbarschaftlicher Strukturen und zum Gemeinwohl bei. Die Mahlzeiten werden kostengünstig oder auf Spendenbasis angeboten, um Teilhabe unabhängig vom Einkommen zu gewährleisten. Ergänzend werden Aspekte gesunder, pflanzenbasierter Ernährung vermittelt, was sich positiv auf die psychosoziale Gesundheit auswirken kann. Zudem stärkt die „KiezKantine“ den Treffpunkt Allerweg als zentralen Ort im Stadtteil. Sie ergänzt bestehende Angebote sinnvoll und unterstützt die angestrebte Entwicklung hin zu einem solidarischen Stadtteilzentrum. Vorhandene Netzwerke sowie weiterführende Unterstützungsangebote können eingebunden und zugänglich gemacht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im "café allerlei" sind z.Z. 38 ehrenamtliche und 9 bezahlte Kräfte aus 10 Nationen aktiv, die 27 regelmäßige offene kostenlose Angebote durchführen. Ein Mittagsangebot hat den Betreibenden noch gefehlt und es wird ein Bedarf gesehen. Die seit Langem gewünschte Etablierung eines Stadtteilzentrums Linden-Süd im Treffpunkt Allerweg mit dem "café allerlei" kann durch den Aufbau einer beständigen „KiezKantine“ den Standort stärken.
Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg dient seit über zehn Jahren dem nachbarschaftlichen Austausch und verfügt über ein aktives Team an engagierten Nachbar*innen sowie eine neue Küchenzeile. Die Betreuung des Kiosks erfolgt seit jeher durch Martin Lange, seit 2024 laufen zusätzlich verschiedene sozial-ökologische Projekte von Transition Town Hannover e.V. im "Viertel am Volkspark".
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Annette Reus, Bereichsleitung 50.5 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Claudia Pinkert, stellvertretende Bereichsleitung 50.5 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rainer-Jörg Grube, Bezirksbürgermeister Linden Limmer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dr. Thomas Köhler, Vorstand Transition Town e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inge Schweinebraten, Netzwerk Ernährungsrat Hannover & Region e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Markus Nückel, café allerlei, Caritas Verband e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carsten Tech, hanova, Quartiersmanager Linden-Süd
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katharina Kümpel, freie Redakteurin der HAZ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aktive der bestehenden Garten- und Kioskgruppe Am Sporlederweg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung erfolgt durch den Aufbau einer ehrenamtlichen Gruppe, die sich selbst organisiert und über die Projektlaufzeit hinweg das Angebot der „KiezKantine“ weiterentwickelt. Unterstützung erfolgt durch bestehende Strukturen. Der Lebensmitteleinkauf wird gesichert über "gerettete" Lebensmittel und durch Spenden für die Mahlzeiten nach dem Vorbild von bereits funktionierenden „Quartierskantinen“. Parallel wird nach Folgeförderungen geschaut und Gespräche mit Sponsoren geführt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Moin Nachbar*in! - Gemeinwesenarbeit in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Aike Hausberg
| Funktion | stellv. Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Norden kümmerts!
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Norder Altstadtsanierung ab 1968 wurden,um die Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg zu lindern, durch die "Neue Heimat", im zerstörten Stadtzentrum vermehrt Mehrfamilienhäuser gebaut. Um diese "Wohnblocks" herum entstanden bzw. wurden die für die ostfriesische Infrastruktur typischen Einfamilienhäuser wieder aufgebaut. Anfangs als inklusiver Wohnungsbau geplant,verkehrte sich dies mit der Insolvenz der "Neuen Heimat" und dem Verkauf der Mehrfamilienhäuser an profitorientierte Wohnungsbaugesellschaften ins Gegenteil.
Wiederholter Wechsel der Besitzer ganzer Straßenzüge sowie der fehlende Wille zur Instandhaltung der Gebäude hat zu einem Verfall der Wohnviertel geführt. Menschen aus der Mittelschicht wanderten ab und suchten sich bedürfnisgerechteren Wohnraum, Besitzer von Eigenheimen begannen sich strikt von den Mehrfamilienhäusern und ihren BewohnerInnen abzugrenzen, um einen Werteverfall des Eigentums entgegenzuwirken.
Die Mehrfamilienhäuser wurden so zu den Ankunftspunkten von Menschen, die als Geflüchtete nach Norden kamen und kommen sowie für Menschen, die von Transferleistungen leben, da dieser Wohnraum aufgrund seines Zustandes der noch einzige verfügbaren Wohnraum in Norden ist, der im Rahmen der Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Unterkunft liegen.
Zusätzlich bietet das im Folgenden vorgestellte Quartier ein wenig attraktives Wohnumfeld - Begegnungsstätten oder Möglichkeiten, sich außerhalb der eigenen Wohnung zu treffen sind nicht vorhanden, Rasenflächen dürfen nicht zum Spielen genutzt werden. Durch die fortschreitende Verwahrlosung der Häuser ist bei den MieternInnen eine allgemeine Resignation eingetreten - und diese prägt z.B. durch vermehrte illegale Müllablagerung das Gesamtbild des Quartiers.
Durch eine dauerhafte Installation von GWA eröffnet sich die Möglichkeit, versch. Methoden der Sozialen Arbeit zu nutzen wie z.B. aktivierende Befragungen, Beratungen, Gruppenangebote, Aktivierung von Netzwerkpartnern und den Aufbau von belastbaren und vertrauensvollen Beziehungen zu den BewohnernInnen, um einen ganzheitlichen Eindruck des Quartiers zu gewinnen. Durch den Wechsel der Blickrichtung-vom Individuum hin zum gesamten Quartier-eröffnen sich Möglichkeiten, ressourcenorientiert Lösungsstrategien mit den BewohnernInnen zu entwickeln und im Rahmen von Projekten umzusetzen.
So kann für alle BewohnerInnen, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und soz. Status eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der verfügbare Wohnraum in dem benannten Quartier bildet derzeit den noch einzig verfügbaren Wohnraum in Norden, der für Menschen, die von Transferleistungen leben, bewohnt oder bezogen werden kann. Dadurch ist eine extrem heterogene Bewohnerschaft entstanden, die in einer hohen Personenzahl auf flächenmäßig kleinen Raum lebt. Neben der ständigen Konfrontation mit dem langjährigen Sanierungsstau an den Gebäuden und der fehlenden sozialen Infrastruktur, haben die BewohnerInnen das Vertrauen in die Möglichkeit einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie das Interesse an ihrem Wohnumfeld und den anderen darin lebenden Menschen verloren. Sprachbarrieren, fehlenden Verständnis für den anderen und dessen Kultur, Arbeitslosigkeit, fehlende Freizeitmöglichkeiten und Treffpunkte (speziell für Kinder und Jugendliche) außerhalb der eigenen Wohnung und ein Anstieg von Einsamkeit und sozialer Isolation haben einen negativen Einfluss auf die eigene Lebensqualität. Vermehrte Kellerbrände durch Brandstiftung in den letzten fünf Jahren und wiederholt illegal abgelegter Sperr- und Hausmüll schränken das persönliche Sicherheitsgefühl weiter ein. Das Fehlen von Treffpunkten im Quartier hat im letzten Jahr zu weitreichenden Folgen geführt: BewohnerInnen treffen sich in Gruppen an öffentlichen Orten wie z.B. dem Norder Marktplatz, teilweise mit dem Konsum von legalen und illegalen Toxinen. Auffälliges Verhalten dieser kleineren Gruppen hat zu einer Stigmatisierung und teilweise offen formulierten Ablehnung aller BewohnerInnen aus dem Quartier geführt - und so zu einem (gefühlten) Ort der Unsicherheit für alle Bewohner der Stadt Norden mitten im Zentrum beigetragen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtmitte
Beschreibung
Das Quartier Stadtmitte begrenzt sich im Norden durch die Straßen Brummelkamp und Schulstraße, die Rosenthallohne, Kleine Hinterlohne und Doornkaatlohne im Osten, die Dammstraße im Süden und den Burggraben sowie die Norddeicherstraße im Westen.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
plan53.jpg
(4.59 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mensch steht im Mittelpunkt der GWA. Angebunden an die Verwaltung der Stadt Norden mit ihrem umfangreichen Netzwerk an Kooperationspartnern, dem Jugendhaus, einem Streetworker sowie den kommunalen Kindergärten und Schulen bietet die Möglichkeit unkomplizierter Kontaktaufnahmen. Die Stadt Norden bietet über ihre Pressesprecherin die Möglichkeit, den aktuellen Stand der GWA, Aktionen und Veranstaltungen über eine Pressemitteilung an die örtlichen Zeitungen und auf den Kanälen der Stadt Norden in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Durch die Vorstellung der GWA im zuständigen Fachausschuss ist eine kontinuierliche Einbindung des Stadtrats und der Politik vorhanden. Projekte können unkompliziert vorgestellt und gefördert werden. Die Arbeit des GWA ist im ersten Schritt das Schaffen einer Vertrauens- und Arbeitsbeziehung zu den BewohnerInnen des Quartiers. Einladungen v. BewohnerInnen zu Informationsveranstaltungen und Befragungen sowie die zeitnahe Eröffnung des Quartiersbüros mit verlässlichen Sprechzeiten vor Ort garantieren Sicherheit sowie die Gewissheit, ernst genommen und gesehen zu werden. Über Angebote und Veranstaltungen wie Flohmärkte, Sommerfeste o. Angebote für Kinder und Jugendliche bemerken die BewohnerInnen, dass "etwas passiert" und sie daran partizipieren und profitieren. Das Einbinden aller Norder Bürger u. Gäste beeinflusst die Stimmung im und gegenüber dem Quartier positiv und reduziert Vorurteile und Stigmata.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Annahme der GWA durch den Besuch von 35-40 dokumentierten Kontakten im Quartiersbüro oder in den Wohnungen der BewohnerInnen des Quartiers.
Kriterium
Beschreibung
Mindestens vier Netzwerkpartner bieten wöchentlich verlässliche Sprechstunden und Workshops im Quartiersbüro an, die jeweils mindestens 15-20 BewohnerInnen ansprechen und regelmäßig von ihnen genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Pinnwand oder die Chatgruppe werden im Rahmen der "Nachbarschaftshilfe" regelmäßig von mindestens 50 Personen genutzt. Teilnahme und aktive Mitgestaltung an Veranstaltungen und Festen durch mindestens 50 Personen.
Beschreibung
Wenn sich mindestens zwei Interessengruppen der BewohnerInnen regelmäßig in den Räumlichkeiten des Quartiersbüros treffen, um sich zu vernetzen, eigene Ideen zu entwickeln oder einem gemeinsamen Hobby nachgehen.
Kriterium
Beschreibung
fachdienstübergreifendes Entwickeln und Handeln in Kooperation mit weiteres lokalen Akteuren (Polizei, Wohnungswirtschaft, Ehrenamtliche etc.) eine erste sichtbare Veränderung wie z. b. das Schaffen von Ruheinseln oder nutzbaren Grünanlagenmöglich ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Aike Hausberg (Stadtverwaltung), Kristina-Marie Fuß (Stadtverwaltung), Michael Müller (Amt für Jugend und Soziales LK Aurich), Peter Weiß (Jugendberaufsagentur)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Andrea Schönfeld(Kreismusikschule), Margret Martens (Niederdeutsches Theater Norden), Linda Peters (Kunstschule Norden e.V.), Lennart Bohne (Gnadenkirche Tidofeld)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedhelm Endelmann (KVHS Norden), Tanja Svea Manninga (Jugendhaus Norden), Anke Czepul (Stadtbibliothek), Thomas Kettler (Feuerwehr Norden), Thomas Ripken (Polizei Norden), Uta Meints (SPDi),Tina Schipper (Jugendamt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christina Hoyer-Saad (Diakonie), Christina Störk (Sozialwerk Nazareth),Stefan Saathoff (Suria e.V.),Silvia de Vries (Azurit SBW),Elke Valentin-Startgardt & Stefanie Kunze (Ostrfr. Gesellschaft e.V.), Günther Gerdes (Behindertenhilfe Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juliane Marliani (Tomtes Hof e.V.), Janine Bohne (DOKA e.V.),Sonja Lindemann (Tierfreunde Norden e.V),Wolfgang Grätz (Präventionsverein Norden e.V.), Marc Friedrichs (Sprecher der Norder Sportvereine)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Barbara Weber-Zemke (Senioren- und Pflegestützpunkt), Tobias Sickermann; Dr. Falko Bode etc. (Hausärzte Norden), Heike Hardes (AWO Sozialstation Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ivonne Behnke (Grundschule Im Spiet),Maren Kendzia-Boss (Grundschule Lintel& Standort Wiesenweg),Julian Glusa (Grundschule Norddeich),Nico Rettcher (Oberschule Norden),Volker Cammans(Conerusschule),Sophie Drosten- Ruhbaum (Schule Am Moortief)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christiane Elster (Andreasgemeinde Norden),Adeljawad Mazin Al Jaafra (Muslimische Community Norden),Pastor Christoph Hentschel (St.Ludgerus), Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden, Pastor Martin Kaminski (Mennonitengemeinde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Günther Schneider (Wirtschaftsforum Norden e.V.), Dr. Alexandra Thürkow (Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden GmbH), Ingrid Rump (Fachdienst 2.3 Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carina Lotz &Imke Grotelüschen (LEG Nord), Lars Grewe (WEVATO Frankfurt), Wilfried Riese (EVIV), Hedda Freese (Wohnungsverwaltung Ulrike Kuhlmann)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlam Gandoura-Kourich (Pressesprecherin Stadt Norden), Aike Ruhr (NWZ),Rebecca Kresse (Ostfriesische Nachrichten),Christian Walther (Soltau Kurier Nord)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Markus Aukskel (1. Stadtrat), Wolfgang Hinrichs (Vorsitzender Fachausschuss Ordnung & Sicherheit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rosi Knoke (Trägerin des Preises der Norder Bürgerstiftung als soziales Gewissen der Stadt Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Norder Elfen (Christiane Büchner), Initiative zur Verhinderung von Einsamkeit an Feiertagen, Mehrgenerationenhaus Norden (Irina Eifert als Standortleitung), Wiemersche Haus (Uta Meints, Begegnungsstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die zu erwartende Aufwertung des Quartiers durch die GWA sowie die Stimmung in diesem mitten im Stadtzentrum liegenden Quartiers hat einen unmittelbaren Einfluss auf den wichtigsten Einnahmezweig der Stadt Norden-dem Tourismus. Die jährl. stattfindende Vorstellung der GWA und ihrer Projekte im Fachausschuss für Feuerwehr,Ordnung und Sicherheit macht diese Fortschritte und die Vorteile für die BewohnerInnen, alle Bürger der Stadt Norden & für die Touristen sichtbar und damit weiterfinanzierbar.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
MOSAIK ist FIT und EDEL
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jenny Reissig
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Friedliches Zusammenleben auf dem Lande, egal welchen Alters, Geschlecht o. Herkunft, ist Ziel des Fördervereirns. Dafür braucht es verstetigte Vernetzungsstrukturen auch überregional. Bürger/Ehrenamt dürfen nicht ausgebrannt werden.
Projektbeschreibung
In 10 Jahren hat der Förderverein ein breites Spektrum der Vereinsarbeit aufgebaut. Die Tätigkeiten für den Sozialraum Ost im Flächenlandkreis Gifhorn gehen inzwischen Weit über das Maß einer ehrenamtlichen Vereinsarbeit hinaus Der Zeit vorausschauend haben Bürger erkannt, dass ältere Menschen auf dem Land vereinsamen (große Häuser 1--2 Bürgern). Infrastruktur o..OPNV ist nicht ausreichend. Die Menschen brauchen Unterstützung, Hilfe zur Teilhabe am öffentlichen Leben. Zeitgleich gibt es einen hohen Anteil an Flüchtlingen im Ort. Ehrenamtspools u. Netzwerke wurden aufgebaut. Nun geht es an die nachhaltige Verstetigung der Struktur sowie Erweiterung eines Netzwerkes u. mehr Verantwortung der umliegenden Kommunen. Gerade der östliche Bereich des Landkreises würde hier partizipieren. Ehrenamt sollte weiterhin mit agieren, aber es ist an seine Grenzen gekommen. Die Akteure, die bisher super vernetzt sind, sind alle über 70 Jahre. Die sozialen Netzwerke und vorhandenen Kontakte gilt es zu erhalten und nachhaltig zu festigen. Im ländlichen Raum ist die Schaffung einer Gemeinwesenarbeit-Stelle genau der richtige Weg die vorhandenen Strukturen nachhaltig zu festigen und auszubauen. Oft ist man der Frage nachgegangen "braucht Hauptamt Ehrenamt oder umgekehrt?" Ja, auf jeden Fall. Beide Seiten können nur davon profitieren. Gemeinsam werden das KnowHow der ehrenamtlichen Akteure die durch ihre langjährige Vernetzungsarbeit Türen öffnen können und andererseits fachliches Wissen gebündelt. Genau diese Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt kann ein guter Weg in zukünftige Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum sein. Und dass der Verein mit seiner bisherigen Arbeit eine gut vorbereitete Plattform geschaffen hat, zeigen die Auszeichnungen vom Bündnis für Demokratie und Tolerant, Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, Niedersächsischen Integrationspreis und Verleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises für den Bereich Niedersachsen. Die Auszeichnungen machen deutlich, dass durch den bisherigen ehrenamtlichen Einsatz, die sozialpolitischen kritischen Themen erkannt u. vorbildlich agiert wurde. Anerkennung des Ehrenamtes ist richtig und wichtig, reicht hier aber nicht mehr aus. In den nächsten 3 Jahren gilt es, regional zu sensibilisieren, Bedarfsanalysen zu erstellen u. gemeinsam mit den Bürgern, Vereinen u. Gemeinde Strategien zu Verstetigung zu entwickeln. Auch muss die heimische Wirtschaft (Volkswagenkonzern) in die soziale Verantwortung mit einbezogen werden!
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Förderverein hat sich im Mai 2015 gegründet. Bürger sind an die Gemeinde herangetreten, hatten Ideen, wollten sich mit u. für Bürger einsetzen. Es wurde festgestellt, viele ältere Menschen leben allein o. zu zweit in großen Häusern, beteiligen sich nicht an der Dorfgemeinschaft. ÖPNV ist unzureichend u. Infrastruktur wie Nahversorger, Fachärzte, Apotheke, Bank o. Fleischerei gibt es nicht. Die Älteren scheinen sozial abgehängt, zu vereinsamen. Zusätzlich kam die ersten Flüchtlingswelle 2015 nach Ehra-Lessien. Die ehemalige Kaserne Lessien wurde als Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, 800 Flüchtlinge untergebracht. Ehra hatte damals ca.1600 EW u. Lessien ca. 450 EW. Es war u. ist eine große Herausforderung für die Dorfgemeinschaft. In den letzten 10 Jahren hat der Verein festgestellt, dass sich alle umliegenden Kommunen, wenn es um Aktivitäten in der Flüchtlingswohnanlage geht o Integrationsbemühungen, zurücklehnen. Es läuft ja in Ehra-Lessien, ist die allgemeine Meinung. Doch Ehrenamt stößt an seine Grenzen. Die Akteure werden auch nicht jünger! Die Coronazeit forderte den jungen Menschen viel ab. Vereine, Verbände, Gemeinde mussten neu denken. Soziale Netzwerke wurden aufgebaut. Soziale digitale u. analoge Vernetzungsmedien wurden neu definiert. 2020 wurden wir für ein E-Lastenfahrrad von LAG gefördert. Bewerbung beim Förderprogramm "start social" hatte Erfolg. Der Verein wurde Pilotprojekte "engagiertes Land" der Deutschen Stiftung für Ehrenamt u. Engagement bis 2025. Ein Vereinshaus wurde bezogen, Bürgerbüro eingerichtet, Vereinsbus angeschafft. In den letzten Jahren wurden Vernetzungsstrukturen aufgebaut, die es nun gilt zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ehra-Lessien
Beschreibung
Die 56 qkm große Gemeinde Ehra-Lessien liegt 20 Km nördlich von Wolfsburg und 20 Km östlich von Gifhorn am Rand der Samtgemeinde Brome.
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
von den 2000 Menschen, die in Ehra-Lessien leben, sind 14 % Flüchtlinge. Aktuelle Zahlen bekommen wir regelmäßig vom Landkreis Ausländerbehörde. Der Bevölkerungsanteil im Landkreis Gifhorn ist 9,51 %, in Ehra-Lessien sind es 14 % Anteil. In den umliegenden Kommunen SG Brome, SB Boldecker Land und Stadt Wittingen sind es 8% und in Einheitsgemeinde Sassenburg 7%. Die Zahlen (2024)sind aus der aktuellen LK Broschüre
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Davon sind 37% Kinder im Alter von 0-18 Jahre alt. Zahlen sind von der Weihnachtspäckchenaktion 2025
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
37
Anmerkung
Von 2000 Bürgern sind ca. 28 % älter als 60 Jahre alt, davon leben Personen in Ehra 429 Personen,
in Lessien 125 Personen. Daten wurden von der Samtgemeinde Brome über die Gemeinde Ehra-Lessien bereitgestellt.
Im Landkreis sind 37,5 % Bürger älter als 50 Jahre. Erkenntnis kommen aus der Broschüre des Landkreises (2014)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Kinder und Jugendliche von 0 - 18 Jahre
Von 2000 Bürgern sind ca. 28 % Kinder und Jugendliche, davon leben in Ehra 237,
in Lessien 205 (100 davon in der Sammelunterkunft in Lessien) Kinder und Jugendliche. Daten wurden von der Samtgemeinde Brome über die Gemeinde Ehra-Lessien bereitgestellt.
Im Landkreis Gifhorn sind die Zahlen laut Broschüre (Stand 2024) wie folgt: 0-5 Jahre 6%, 6-17 Jahre 12 %
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_ehra-lessien.pdf
(507.02 KB)
karte_ehra-lessien2.pdf
(762.62 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Für Städte o. größere Kommunen ist soziale Gemeinwesenarbeit inzwischen selbstverständlich. Auf dem Land ist das noch lange nicht so. Der LK Gifhorn ist ein landwirtschaftlich geprägter Flächenlandkreis. Im Süden grenzt er an Braunschweig, ist städtisch orientiert. Der Ostkreis ist durch die innerdeutsche Grenze geprägt, war Zonenrandgebiet. Knappe Kassen in Gemeinden führten zu Investitionsstau. Nach der Stadtflucht setzte die Landflucht ein. Schon 2001 wurde sich über mehr Bürgernähe Gedanken gemacht. Es gibt regelmäßige Treffen der Vereine. Jahrestermine werden abgesprochen (keine Konterveranstaltungen). Man hilft sich gegenseitig (jeder muss nicht alles haben), Vereinsheime stehen allen Vereinen kostenfrei zur Verfügung. Dorffeste werden gemeinsam geplant. Die Arbeit mit den Vereinen wurde in AG EDEL (Engagiertes Dorf Ehra-Lessien) "ausgeweitet. Dorfwerkstätten durchgeführt. Mit "Landinventur" vom Thüneninstitut wurden Bestandanalysen ermittelt, für den Nahversorger "Tante Enso" gekämpft. Ziel erreicht, Gemeinde baut z.Z. größeres Ladengeschäft. Die Bürger kommen zum Feiern, aber nicht zu den Dorfwerkstätten. Beteiligung ist wichtig, damit Bedarf erkannt u. Lösungsvorschläge entwickelt werden können. Hier stoßen die Ehrenamtlichen an ihre Grenzen. Wenige stellen sich gegen Fremdenfeindlichkeit, kümmern sich um Senioren u.v.m. Kommunen lehnen sich zurück. Gesellschaft, Kommunen, Wirtschaft sind in soziale Verantwortung zu nehmen. Dafür braucht es dieses Förderprogramm.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Entwicklung bei Infrastruktur und Angeboten ist ein Garant dafürt, dass ein erfülltes Leben auf dem Land, egal welches Alter, Herkunft oder Geschlecht, möglich ist. Von Café Kinderwagen bis Seniorenwohnanlage.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Brome Bürgermeister Wieland Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF Fachbereiche Jugend, Soziales, FB 4+5, Dezernent Rolf Amelsberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF Stabstelle Integration, Leitung Josefin zum Felde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ehra-Lessien, Bürgermeister Jörg Böse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe, Leitung Oliver Braun
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeskinderschutzbund, Anja Peschutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TuS Sportverein Ehra-Lessien, Vorsitzender Marco Misiti
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SoVD Ortsverband Ehra-Lessien, Vorsitzende Ute Scheer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FFW Ehra-Lessien, Ortsbandmeister Markus Daasch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FFW Samtgemeinde Brome, Gemeindebrandmeister Frank Mosel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ehra-Lessien - Boitzenhagen, Pastor Helmut Kramer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Jugendwerkstatt Gifhorn, Leitung Daniela Schilling
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendring, Vorsitzender Dominik Ruder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Queeres Netzwerk Gifhorn, Dominik Ruder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK LK Gifhorn, Geschäftsführer Sandro Pietrantroni
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carl und Marisa Hahn Stiftung, Vorstand Frank Tenneberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparkasse Celle Gifhorn Wolfsburg, Vorstand Tim Faß
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volksbank Braunschweig Wolfsburg Stiftung, Vorstand Thomas Fast
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsrat Niedersachsen, Geschäftsführer Kai Weber
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Windpark Ost Ehra-Lessien, Vorsitzende Hannelore Sattler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volksbank e.G., Leitung Carola Böhm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Genossenschaft Windpark Ost Ehra, Vorstand Axel Jordan
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF, Flüchtlingssammelunterkünfte, Leitung Matthias Juretzki
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Ehra-Lessien, Leitung Hilda Rüdiger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturschuztzbund Bromer Land, stellv. Vorsitzende Martin Heeschen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Behinderten Beirat LK Gifhorn, Vorsitzender Hajo Hoffmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig, Verbandsvorsitzender Detlef Tanke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig, Verwaltungsdirektor Ralf Sygusch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nahversorger 7/24 Tante Enso, Regionalleiter Danny Erdmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mitglied in Bundeszusammenschluss "Allianz der GestalterInnen"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Akademie Niedersacsen, FAN, Ausbildung Dorfmoderation
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist es innerhalb der 3 Jahre mit der Stelle der Gemeinwesenarbeit deutlich zu machen, dass auch im ländlichen Raum Gemeinwesenarbeit in der heutigen Zeit wichtig ist. Hier ist nicht nur die Zivilgesellschaft in der Verantwortung. Kommunen und Wirtschaft sollen ihren Beitrag dazu leisten. Gespräche sind zu führen und Verträge für eine langfristige Sozialarbeiterstelle abzuschließen. Nur so wird auch in Zukunft für alle Menschen Leben auf dem Lande möglich sein.
11. Medien
Videos
vid-20230901-wa0006.mp4
(13.6 MB)
20240608_181942.jpg
(1.15 MB)
organigramm_3.jpg
(129.74 KB)
4_5_card_1.png
(107.82 KB)
stele_und_scheck-20211204.jpg
(198.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir für die Göttinger Quartiere
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Förderfonds für die lokale Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Wir stärken unsere Quartiere und die Gemeinwesenarbeit mit der Einrichtung eines neuen Förderfonds und sichern die Finanzierung unserer Nachbarschaftszentren dauerhaft und nachhaltig. Die erfolgreiche Implementierung des Fonds basiert auf zwei Säulen:einer strategischen Fundraising-Konzeption und der präzisen Klärung der rechtlichen und formalen Voraussetzungen und Förderkriterien. Wichtige Fragestellungen sind dabei: Wo bzw. durch wen wird dieser Fonds verwaltet (Trägerschaft), nach welchen Kriterien wird ein- und ausgezahlt (Förderkriterien) und welche vertraglichen Grundlagen (Rechtsrahmen) sind erforderlich? Diese werden mit Hilfe des Projektes beantwortet. Auch bedarf es der gemeinsamen Entwicklung einer guten Fundraising-Strategie, um möglichst eine breite Bevölkerung, regionale Betriebe und Unternehmen zu erreichen, für die Idee zu gewinnen und dauerhafte lokale Geberpartnerschaften abzuschließen. Zusätzlich entwickeln wir mit den zivilgesellschaftlichen Trägern der NBZ ein nachhaltigeres Finanzmodell zur Sicherung der Göttinger NBZ. Zentraler Baustein A ist der neue Förderfonds, der über einen AK-Förderfonds bearbeitet und ins Leben gerufen wird. Über die Einrichtung einer AG-Finanzen NBZ mit den beiden Teilprojekten (Leineberg und Holtenser Berg) wird die betriebswirtschaftliche Lage der NBZ bearbeitet und ein vergleichbares Non-Profit-Controlling für ehrenamtlich geführte NBZ erstellt (Baustein B). Die NBZ werden bereits über eine kommunale Sockelfinanzierung gefördert (freie Förderung), die gedeckelt ist und nicht weiter erhöht werden kann. In einer verwaltungsinternen AG-Finanzierung NBZ (Baustein C) erstellen wir ein fachamtsübergreifendes (Leistungs-)Portfolio zur Hebung zusätzlicher Finanzierungsquellen für die Sockelfinanzierung.
Die Stadt Göttingen als Projektträgerin koordiniert und steuert das Projekt über die Einrichtung und Organisation verbindlicher Arbeitsgruppen und führt die Ergebnisse zusammen, unterstützt die zu entwickelnde Fundraising Strategie über die Bewerbung und Darstellung des Mehrwertes von GWA in einer breiten Öffentlichkeit und gewinnt in Zusammenarbeit mit dem AK-Förderfonds Multiplikator*innen für den Fonds sowie Kooperations- und Geberpartnerschaften. Mittels einer repräsentativen Galaveranstaltung werden strategische Partnerschaften initiiert, der Bekanntheitsgrad der GWA gesteigert und deren gesamtgesellschaftlicher Mehrwert kommuniziert.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Göttingen ist trotz einer starken universitären Basis und hoher Lebensqualität im historischen Stadtkern mit den typischen Problemen einer segregierten Stadtstruktur (Arbeitslosigkeit, demografische Herausforderrungen wie die Versorgung älterer Menschen, hoher Ausländeranteil, Armutsgefährdung und Wohnraummangel) behaftet. Als zentrale Bausteine einer inklusiven und stabilen Stadtentwicklung fördert die Stadt den Betrieb von NBZ und die GWA in einzelnen Stadtteilen. Dieser Ansatz zeigt Erfolg. Die mittlerweile fest verankerten und als Anlaufstelle im Quartier geschätzten sieben NBZ erreichen die Menschen vor Ort und ermöglichen durch ihre Angebote soziale Teilhabe und Begegnung. Die Finanzierung und Sicherung dieser Angebote fußt auf einem kooperativen Finanzmodell von Stadt und zivilgesellschaftlichen Trägern. Die Kommune sichert eine anteilige Finanzierung i. H. von 50.000 € zu, weitere Finanzmittel müssen die Träger eigenständig einwerben. Dieses Finanzmodell wackelt und stellt die NBZ immer wieder vor finanzielle Herausforderungen; besonders ehrenamtlich getragenen NBZ (Holtenser Berg, Leineberg) droht das aus. Die Einwerbung von Projektmitteln bindet personelle Ressourcen, erfordert (Förder-)Fachwissen und oft eine anteilige Kofinanzierung und wird von den Zentren mit wechselndem Erfolg gemeistert. Personelle Ressourcen, die für die Entwicklung der GWA gedacht sind, sind mit der Einwerbung von Drittmitteln gebunden, Angebotsreduzierung und eingeschränkte Öffnungszeiten sind die Folge. Hier besteht Handlungsbedarf, ein nachhaltigeres, projektunabhängiges Finanzmodell in Kooperation mit den Trägern zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Göttingen verfolgt mit der Förderung der Göttinger Nachbarschaftszentren den Ansatz der GWA. Das Förderprogramm Gute Nachbarschaft bildet seit 2017 eine wichtiges Förderprogramm für die Weiterentwicklung und Verstetigung der GWA in der Stadt Göttingen. Mit Hilfe der Landesförderung konnte die Einrichtung weiterer Zentren umgesetzt, eine gesamtstädtische Strategie und ein Leitbild GWA verabschiedet werden. Seit 2019 besteht ein Netzwerk GWA, das NBZ Holtenser Berg und das Stadtteilbüro Leineberg sind Teil dieses Netzwerkes, verpflichten sich dem Leitbild und setzten den Ansatz der GWA über die Säulen: a) Koordination GWA, b) Förderung von Kooperation und Vernetzung, c) Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, d) Bindeglied zur Stadtverwaltung um. Auf operativer Teilprojektebene beinhaltet die GWA vielfältige Aktivierungsmethoden und einen hohen Grad an Beteiligung. Die Bevölkerung in den Quartieren wird aktiv in die Planung, Entscheidung und Umsetzung von Projekten einbezogen, ihre Teilhabe am sozialen, kulturellen und politischen Leben darüber gestärkt. Strukturell untertstützt das zu entwickelnde Finanzmodell die Unabhängigkeit und Selbstorganisation der Nachbarschaftszentren und der handelnden Akteure der GWA.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In beiden Gebieten bestehen bereits Stadtteileinrichtungen, die in der Trägerschaft der für diesen Zweck eigens gegründeten Nachbarschaftsvereine liegen. Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg - Hagenberg e.V. getragen. Es gibt eine in TZ beschäftigte hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und Koordination eigener Veranstaltungen und Beratungen sowie regelmäßig angebotene Netzwerktreffen und Stadtteilrunden verantwortet. Ihr obliegt auch die Beratung und Begleitung der ehrenamtlich vor Ort Tätigen.
Das Stadtteilbüro Leineberg wird vom Nachbarschaftsverein Leineberg e.V. betrieben. Die Mitgliedschaft besteht überwiegend aus auf dem Leineberg lebenden Privatpersonen und einigen wenigen Institutionen, wie u. a. der Städtischen Wohnungsbau GmbH als größte Vermieterin in dem Quartier. Als Anlauf- und Begegnungsort stehen die Angebote der Stadtteileinrichtungen allen Bewohner*innen der Quartiere zur Verfügung. Die ebenfalls in TZ beschäftigte hauptamliche Leitungskraft ist mit der Verwaltung und Koordination der GWA und der Koordination ehrenamtlich durchgeführter Angebote sowie der Umsetzung eigener Angebote vor Ort betraut. Diese umfassen: ehrenamtliche Beratungsangebote, informelle Nachbarschaftshilfe und Beratung, Begegnungsfeste, Vernetzung mit Beratungsstellen und anderen Institutionen im Quartier sowie stadtweit über regelmäßig angebotene Netzwerktreffen und Stadtteilrunden.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Beide NBZ sind bereits Bestandteile des Netzwerks Göttinger Quartiere und werden anteilig von der Stadt Göttingen gefördert. Mittels des zu entwickelnden Finanzierungsmodells und des eingerichteten Förderfonds wird die Sockelfinanzierung untermauert. Die ehrenamtlich geführten NBZ arbeiten betriebswirtschaftlich. Das entwickelte Finanzierungsmodell kann von allen bestehenden Nachbarschaftszentren genutzt und stetig weiterentwickelt werden.
Das Miteinander in einem Dorfzentrum in Neuenkirchen-Vörden neu gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maike Hanusch
| Funktion | Leiterin des Amtes für Familie, Soziales, Integration und Teilhabe |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mitmachen & Zuhause sein - Miteinander Neuenkirchen-Vörden neu gestalten
Projektbeschreibung
In der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden (NK-V) werden gesellschaftliche Herausforderungen sichtbar, die eine gezielte Gemeinwesenarbeit erforderlich machen, da hier unterschiedliche Lebenslagen aufeinandertreffen - Einheimische und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus 53 verschiedenen Nationen und Kulturen, junge Familien und Kinder ebenso wie viele Senior*innen. Gleichzeitig ist NK-V eine weitläufige Flächengemeinde mit zwei zentralen Ortsteilen (Neuenkirchen und Vörden), was Begegnung und Vernetzung zusätzlich erschwert.
Obwohl es ein hohes ehrenamtliches Engagement und rege Vereinsaktivitäten gibt, zeigen sich Brüche im Miteinander und in der Vernetzung untereinander. Das sehr gut angenommene „Fest der Kulturen" im Rahmen der Interkulturellen Woche 2025 machte einerseits die Offenheit für Vielfalt deutlich, andererseits wurden im Nachgang kritische Stimmen laut: Die deutsche bzw. regionale Kultur sei zu wenig sichtbar gewesen, Angebote richteten sich bisher immer „nur" an ausländische Mitbürger*innen. Parallel berichten Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, dass sie sich trotz Integrationsangeboten noch nicht richtig zugehörig fühlen. Solche Rückmeldungen verweisen darauf, dass sich Teile der einheimischen Bevölkerung nicht ausreichend gesehen fühlen und zugleich ausgrenzende, teilweise rassistische Denkmuster vorhanden sind.
Hinzu kommen Einsamkeitserfahrungen - insbesondere im Alter, aber auch bei Familien und Neubürger*innen - sowie ein Mangel an niedrigschwelligen, kostengünstigen Treffpunkten, an denen sich Menschen einfach begegnen können. Das bestehende Integrationszentrum „Haus der Begegnung" arbeitet seit vielen Jahren rein integrationsorientiert und stagniert seit einiger Zeit mit immer nur den gleichen Angeboten, die immer weniger angenommen werden.
Unser Projekt setzt genau hier an: Die Gemeinwesenarbeit in NK-V soll gezielt durch die aktive Beteiligung der Bürger*innen, der Vereine und Einrichtungen neu aufgebaut werden. Jede*r soll sich einbringen können und einen ganz neuen Treffpunkt mitgestalten. Dies soll Einsamkeit verringern, Vorurteile und Diskriminierung abbauen und Einheimische wie Zugewanderte über gemeinsame Aktivitäten stärker zusammenzuführen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Nk-V treffen unterschiedliche Personengruppen aufeinander: Einheimische und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus 53 verschiedenen Nationen, junge Familien und Kinder ebenso wie viele Seniorinnen (rund 25 % sind 60 Jahre und älter). Zugleich ist NK-V eine 90 km² große Flächengemeinde mit zwei Hauptorten (Neuenk. und Vörden), in der Begegnung, Vernetzung und Teilhabe aufgrund der Entfernungen zusätzlich erschwert sind. Einsamkeitserfahrungen - insbesondere im Alter, aber auch bei Familien und Neubürgerinnen - sowie das Fehlen niedrigschwelliger, kostengünstiger Treffpunkte verstärken diese Lage. Trotz starkem Vereinswesen und viel Ehrenamt zeigen sich Brüche: Begegnungen der verschieden Gruppen finden oft nicht statt. Das sehr gut besuchte „Fest der Kulturen" machte diese Spannung sichtbar: Einerseits große Interesse an der Veranstaltung und den Angeboten dort, also die Offenheit für Vielfalt, andererseits Kritik, die regionale Kultur sei zu wenig präsent gewesen und Angebote richteten sich „immer nur" an ausländische Mitbürger*innen. Zugleich fühlen sich Menschen mit Migrationshintergrund trotz bestehender Integrationsangebote noch nicht vollständig zugehörig. Dies verweist auf gegenseitige Nicht-Wahrnehmung sowie ausgrenzende, teils rassistische Denkmuster.
Das Integrationszentrum „Haus der Begegnung" war lange eine wichtige Anlaufstelle, arbeitet aber ausschl. integrationsorientiert und stagniert seit Jahren konzeptionell. Daher schaffen wir einen Neuanfang in ganz neuen Räumen zunächst in Neuenk., der von allen Bürger*innen mit gestaltet und geschaffen werden kann. Mit Projekten die den Bürger*innen fehlen, sodass sich jede*r willkommen und eingeladen fühlt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
Beschreibung
Neuenkirchen-Vörden ist eine 90 km² große Flächengemeinde mit insgesamt 9.296 Einwohnern. Die Bevölkerung konzentriert sich hauptsächlich auf die beiden größten Ortsteile: Neuenkirchen mit 3.422 Einwohnern und Vörden mit 3.279 Einwohnern. Die übrigen 2.595 Einwohner verteilen sich auf die umliegenden Ortsteile und Bauerschaften. Diese Struktur prägt den Charakter der Gemeinde, die das Leben in den beiden Hauptorten mit dem der zahlreichen ländlichen Ortsteile verbindet und zugleich vor die Aufgabe stellt, Angebote so zu gestalten, dass sie möglichst alle Bevölkerungsgruppen erreichen.
Hinzu kommt eine große kulturelle Vielfalt: In NK-V leben Menschen aus rund 53 verschiedenen Nationen. Diese Heterogenität ist eine besondere Chance, stellt die Gemeinwesenarbeit jedoch auch vor erhöhte Anforderungen an Kommunikation, Teilhabemöglichkeiten und Begegnungsformate. Gleichzeitig ist die Gemeinde durch einen hohen Anteil älterer Menschen geprägt: Rund 25 % der Bevölkerung sind 60 Jahre oder älter, sodass der Bedarf an seniorengerechten und barrierearmen Angeboten deutlich wächst. Zudem gilt es, die beiden Hauptorte Neuenkirchen und Vörden weiterhin strukturell und sozial zusammenwachsen zu lassen, um ein gemeinsames Wir-Gefühl in der ganzen Gemeinde zu stärken.
Einwohnerzahl
9000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ca. 1500 Menschen mit 53 verschiedene Nationen. Auszug aus dem Meldeprogramm
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus dem Meldeprogramm
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus dem Meldeprogramm
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus dem Meldeprogramm
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitt_neuenkirchen.pdf
(846.35 KB)
kartenausschnitt_voerden.pdf
(663.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt steht die tatsächliche Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander, die Aktivierung und Vernetzung lokaler Akteur*innen sowie eine systemische Planung und Steuerung der Angebote im Sinne von Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Angebote des Dorfzentrums aktiv mitgestalten und ein echtes Mitspracherecht bei der Entwicklung neuer Formate und Strukturen erhalten. Hierzu werden Beteiligungsformate und partizipative Prozesse etabliert. Durch niedrigschwellige Treffpunkte und offene Räume für Vereine, Gruppen und Initiativen werden Partizipation, Inklusion und Begegnung im Alltag ermöglicht.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ehrenamt: Es soll neu gewonnen, bestehendes Engagement reaktiviert und durch koordinierende Fachkräfte nachhaltig unterstützt werden. Darüber hinaus erfolgt ein kontinuierlicher Austausch mit bestehenden Dorftreffs und ähnlichen Einrichtungen in der Umgebung, um von erprobten Konzepten zu lernen, gemeinsame Projekte anzustoßen und eine regionale Vernetzung der Quartiersarbeit zu fördern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ehrenamt und Vereine engagieren sich, die Räume nutzen und Begegnungen stattfinden
Kriterium
Beschreibung
Ein starkes Netzwerk und WIR Gefühl bei den Ehrenamtlichen, Vereinen, Verbänden. Ein starkes Netzwerk zu den anderen Dorftreffs aus der Umgebung, z.b. Riesterei, Dorftreff Bersenbrück, Bürgerhaus Holdorf geschaffen wurde
Kriterium
Beschreibung
Gelebte Beteiligung ist nicht mehr neu sondern der Standard. Gemeinsam werden immer neue Projekte geschaffen oder gutes weiter ausgearbeitet.
Kriterium
Beschreibung
Potenziale werden frühzeitig erkannt und gemeinsam mit allen Akteur*innen - Vereinen, Unternehmen, Kommune und Ehrenamtlichen - weiterentwickelt und gestaltet, um Angebote und Entscheidungen an Lebensqualität und Teilhabe auszurichten.
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen, Vereine und Initiativen werden befähigt, Angebote und Projekte eigenverantwortlich zu planen, zu gestalten und durchzuführen.
Kriterium
Beschreibung
Angebote und Entscheidungen werden so gestaltet, dass sie verschiedene Altersgruppen, Lebenslagen und kulturelle Hintergründe mitdenken. Schnittstellen werden bewusst genutzt, um gemeinsame Aktivitäten zu fördern und Parallelstrukturen zu vermeiden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine, Verbände und Gruppen aus Neuenkirchen-Vörden, bestehendes Vereinsnetzwerk in den Dorftreff integrieren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenarbeit der kirchlichen Träger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten und Schulen im Gemeindegebiet (2x Grundschule, 1x Oberschule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienhaus der KiTa St. Elisabeth Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildungswerk Dammer Berge, Uni Vechta (Sprachkurse), Ludgeruswerk Lohne
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heimstatt Clemens-August, Lichtblick Wahlde gemeinnützige GmbH, Clemens-August Jugendklinik, Clemens-August Erwachsenenklinken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftrage der Gemeinde NK-V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialarbeit im Bereich der sozialen Betreuung von Flüchtlingen und Ausländern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bereich Tourismus und Ehrenamt in der Gemeinde NK-V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Verbände Damme und Vechta, Migrations- und Schuldnerberatung, Jugendmigrationsdienst, etc., Landes-Caritasverband für Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Universum e.V. (diese gestalten die Ganztagsbetreuung in den beiden Grundschulen in Neuenkirchen-Vörden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienbüros aller Kommunen im Landkreis Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorftreff und Bürgertreffs aus der Nachbarschaft. z.B. Riesterei, Dorftreff Bersenbrück, Dorftreff "Gehrda" und das Bürgerhaus Holdorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsmarkting Neuenkirchen-Vörden e.V. als Verein für Unternehmen in Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist als Einstieg in eine dauerhaft verankerte Gemeinwesenarbeit in NK-V angelegt, nicht als befristetes Drei-Jahres-Projekt. Die Dorfzentren in Neuenkirchen und perspektivisch Vörden sollen langfristig als feste Infrastruktur für Teilhabe, Ehrenamtsförderung, Antirassismusarbeit und aufsuchende Sozialarbeit dienen. Im Projekt wird eine enge Vernetzung mit lokalen Betrieben aufgebaut, um nachhaltige Strukturen zu schaffen und eine freiwillige Mitfinanzierung zu ermöglichen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Bak
| Organisation | Gemeinde Großenkneten |
|---|---|
| Funktion | Leiter für Ordnung uns Soziales |
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn - Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten
Projektbeschreibung
Ahlhorn: - größter Ortsteil der Gemeinde Großenkneten
- Ca. 8500 Einwohner
- Ausländeranteil bei 60-70%
- Hohe Fluktuation
- Leben in ehemaligen Kasernen / Geschosswohnungen
- Seit 2023 im Förderprogramm „Gute Nachbarschaft“
Die Situation der osteuropäischen Bevölkerung mit schwieriger Integration und Teilhabe ist bekannt. Die Menschen aus Osteuropa haben wenig bis kein Vertrauen in die Arbeit behördlicher Organisationen. Somit ist die Hilfe in prekären Situationen (Familie, Wohnung, Arbeit) sehr schwierig und wird nicht angenommen.
Trotzdem versucht die sehr engagierte und qualifizierte Gemeinwesen Mitarbeiterin im engen Zusammenspiel mit der QM / soziale Städtebauförderung unter dem Motto „Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten“ weiterhin alles um Vertrauen zur Bevölkerung aufzubauen und zu festigen. Die Gemeinde unterstützt das Projekt nachhaltig durch höhere Eigeninitiative, Kauf und Sanierung eines Gebäudes für das neue Nachbarschaftszentrum, Fertigstellung 09/2026. Dies befindet sich direkt im Ortskern von Ahlhorn und fungiert nicht als Außenstelle einer Behörde, sondern als ein Begegnungsraum für alle Bürger*innen Ahlhorns. Durch die neuen Räumlichkeiten wird der wichtige positive Erstkontakt zur GWA deutlich erleichtert, die Möglichkeit zur bedarfsgerechten Beratung, Fragen und Vermittlung von Diensten und Angeboten sofort sichtbar. Es entsteht ein Nachbarschaftszentrum für Begegnungen vieler verschiedener Nationen einfach nur zum Kaffeetrinken und sich kennenlernen oder für Veranstaltungen, Seminare, Bildungsangebote etc.
Im Nachbarschaftszentrum werden Beratungsangebote vom Gesundheitsamt, Kindersprechstunden, Donum vitae etc. angeboten. Durch einen gemeinsamen Eingang wird der Zugang für alle Bewohner*innen deutlich erleichtert.
Auch die Zusammenarbeit mit der Erwachsenenbildung, Sportvereinen, sozialpädagogischen Fachkräften (Integration, Jugendpflege, Streetwork), Diakonie und allen interessierten Bürger*innen ist in diesem neuen Nachbarschaftszentrum gegeben.
Durch das Bottom-Up-Prinzip sollen die realen Bedürfnisse und Vorstellungen der einheimischen und der zugezogenen Bevölkerung im Projektgebiet frühzeitig erkannt und möglichst umgesetzt werden. Nur so kann eine höhere Identifikation und damit einhergehend Verantwortlichkeit für den eigenen Wohnort erreicht werden.
Die Verfestigung der Gemeinwesenarbeit ist von großer Bedeutung des Ortsteils und ergänzt das vorhandene Quartiersmanagement optimal
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Als größter Ortsteil der Gemeinde Großenkneten weist Ahlhorn mit ca. 8500 Einwohnern mehr Strukturkomponenten einer Stadt als eines klassischen Dorfes auf u.a. soziale Segregation. Das größte Beschäftigungsfeld liegt im sekundären Sektor, in der lebensmittelverarbeitenden Industrie und in großen Logistikzentren in der Umgebung.
Durch die Aufgabe des Bundeswehrstandortes Ahlhorn 2008 gab es einen Leerstand von Geschosswohnungen/Kasernen, die seitdem von Migranten genutzt werden. Enge/Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste /Unsicherheit bei der Bevölkerung auslöst. Diese sieht die soziale Entwicklung ihres Dorfes mit großer Sorge, sie fühlen sich entfremdet, hilflos, unsicher und sind besorgt, dass der Wert ihrer Immobilie durch das schlechte Image von Ahlhorn weiter sinkt.
Das bestehende Angebot, das Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde kann diese Entwicklung bisher nicht auffangen. Seitens der GWA ist vieles auf den Weg gebracht und auch schon eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen worden, es bestehen weiterhin Angst/Unsicherheit auf Seiten der einheimischen / zugewanderten Bevölkerung.
Der Ausländeranteil liegt im Projektgebiet bei ca. 60%, einzelne Straßen bei über 70%, es besteht eine hohe Fluktuation unter den Bewohner*innen, 22% der Bewohner*innen wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnort aber 39 – 50% der Bewohner*innen unter 2 Jahren. Und genau diese Umstände erschweren die GWA. Der Aufbau von Vertrauen und Miteinander gelebter Nachbarschaft ist schwierig da politische und kommunale Skepsis von Seiten der osteuropäischen Bevölkerung im Ort deutlich spürbar ist.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Die Gemeinde Großenkneten besteht aus 19 Ortsteilen, Ahlhorn ist der größte.Das Projektgebiet liegt in der Mitte des Ortsteil Ahlhorn und umfasst die Schulen (Grundschule / Graf von Zeppelin- Oberschule/ Dietrich- Bonhöfer -Gymnasium), den allgemeinen Ortskern, die Sportplätze, den Bahnhof und die sozialen Brennpunkte Kapitän-Strasser-Straße, Schuberstraße, Mozartstraße und Im Winkel (sanierungsbedürftige Geschosswohnungen).Auch die Siedlungen , die an die Brennpunkte anschließen sind oftmals aus den 50ern/ 60ern Jahren und somit mehr oder weniger stark sanierungsbedürftig.Das Projektgebiet zieht sich entlang der Wildeshauser Straße.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten - Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden. Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funktionale hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumlichen Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktuation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt. Mit dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung zukommt. Richten sich Beratungen hauptsächlich an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohner*innen angesprochen, unterstützt und beraten werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
ISEK 2017: Gesamtstadt = Ortsteil Ahlhorn, Sonstige = Gemeine Großenkneten
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Enge Zusammenarbeit mit QM, gemeinsames Büro, gegenseitige Unterstützung / Hilfe bei Projekten, Maßnahmen absprechen
Das Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen unter Einbeziehung / Mitwirkung der Betroffenen, da diese am besten wissen und beurteilen können, an was es in ihrem Ort mangelt und wo die Probleme liegen.
Im neuen Nachbarschaftszentrum, wo alle Angebote in verschiedenen Sprachen auf digitalen Stelen angezeigt werden, ist ein deutlich besseres Umfeld gegeben, um einen positiven Erstkontakt herzustellen.
Durch ein sofort sichtbares Angebot an Tee / Kaffee wird ein leichter Zugang zu einem Gespräch geschaffen. Durch Angebote wie Sprachkurse, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen etc. seitens der GWA ist ein viel direkterer Kontakt möglich und dadurch kann u.a. eine Vertrauensbasis langsam aufgebaut werden. Durch die politische Lage in einigen Heimatländern der Bewohner*innen ist es oftmals sehr schwierig, diese Menschen überhaupt zu erreichen und ihnen die Angst vor Behörden zu nehmen. Die GWA sucht nicht nur den Kontakt zu der zugezogenen Bevölkerung, sondern auch zu den alteingesessenen Bewohner*innen, damit auch deren Wünsche nach Ordnung und Sicherheit genügend beachtet werden.
Die Vorgehensweise der GWA erfolgt in enger Absprache mit der Kommune/ direkter Draht zum Amtsleiter
Der politische Ausschuss wird regelmäßig über den Stand der Maßnahmen informiert / Projektsteuerungsgruppen
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kennen ihren Ort am besten, sie bringen ihre Ideen ein und verwirklichen diese. Bei der Umsetzung werden weitere Bewohner*innen mit ihren Stärken und Ressourcen dazu gezogen, es werden anlassbezogene Hilfestellungen angeboten
Kriterium
Beschreibung
Neue Angebote, gemeinsames Arbeiten erreichen in- und ausländische Bewohner*innen, durch Kennenlernprozesse werden vorhandene Konflikte – unter Beachtung kultureller Besonderheiten- selbst gelöst und eine gute, freundschaftliche Nachbarschaft entwickelt
Beschreibung
Hilfe zur Selbsthilfe ist das Thema. Die GWA erkennt die Kompetenzstärken der Mitwirkenden, sie unterstreicht die positiven Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und zeigt auf, was gemeinsam erreicht werden kann. Das neue Nachbarschaftszentrum wird angenommen
Kriterium
Beschreibung
Regelmäßiger enger Austausch insbesondere mit dem Quartiersmanagement ist umgesetzt, es entstehen zielgerichtete Prozessabläufe und weitere handlungsfähige Netzwerke. Weitere Kooperationen werden in Zukunft umgesetzt
Kriterium
Beschreibung
Die GWA verbindet Generationen, durch gemeinsames Arbeiten an Projekten z.B. Gartenarbeit werden Menschen jedes Alters und jeder Nationalität zur Mitarbeit motiviert
Beschreibung
Bewohner*innen sind die Experten*innen in ihrem Ort, sie haben Interessen und Ideen, um ihr Dorf voran zu bringen. Unter Beachtung des Grundgesetzes und den Menschrechten unterstützt die GWA bei der Umsetzung der Ideen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Eine GWA und eine QM sind im Quartier tätig. Die Finanzierung der Tätigkeit (30h /Woche, voraussichtlich bis 2030) der QM wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zurzeit übernommen. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt, Projekte umgesetzt und das soziale Miteinander gefördert werden. Die GWA baut neue Kontakte auf oder vertieft vorhandene Kontakte durch professionelle Arbeit um eine Identifikation mit dem eigenen Ort zu erreichen.
Des Weiteren gibt es einen Integrationsbeauftragten im Projektgebiet, die Bewohner*innen werden mit Informationen zu städtebaulichen Projekten/ Zusammenspiel mit Städtebauförderung regelmäßig versorgt. Ein Sanierungsbeirat, der regelmäßig tagt, ist eingerichtet. Es gibt derzeit zu wenig sozialen Wohnungsbau, die Gemeinde selbst hat Gebäude mit Geschosswohnungen selbst erworben, saniert diese zurzeit um nachhaltig eine Verbesserung der Wohnsituation im Projektgebiet zu erreichen. Ehrenamtliche Unterstützung ist gegeben, ein Netzwerk mit Bildungseinrichtungen (LEB), Diakonie, Streetworkern und soziale Institutionen gibt es.
Anknüpfen an vorhandene Angebote, Weiterentwickeln, z.B. Musikprojekte, Zusammenarbeit mit Seniorenheim, Ideen aus schon vorhandenen Gruppen aufnehmen und umsetzen
Nachbarschaftszentrum und Bildungszentrum als Begegnungsstätte und Treffpunkt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
-durch Rückkopplung GWA-Kommune/jährlicher Sachbericht im Jugendausschuss/Fraktionsgespräche sieht Politik die Notwendigkeit
-GWA =unbefristeten Vertrag, eingestellt für andere Aufgaben Jugendarbeit. Ohne Förderung behält sich die Politik vor, die GWA wieder in ihrem ursprünglichen Tätigkeitsfeld einzusetzen
-GWA mit Zertifikationskurs nach 3 Jahren weiterbeschäftigt
- Bevölkerungsstruktur fordert eine dauerhafte GWA
-Mit sozialen Akteuren die geschaffene Grundlage ausgebauen/festigen
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Unser Hesepe - gemeinsam selbstwirksam gestalten.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Paul Krause
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aus Mitmachen wird Mitbestimmen – auch in einem Ort im ständigen Wandel
Projektbeschreibung
Im Bramscher Ortsteil Hesepe leben Dorfbewohner*innen und Bewohner*innen der Landesaufnahmestelle (LAB) im Alltag Tür an Tür. Der Anteil der Asylsuchenden an der Gesamtbevölkerung im Ort liegt im Durchschnitt bei rund 40 %, unterliegt deutlichen Schwankungen und ist von hoher Fluktuation geprägt. Schwankungen der Belegzahlen durch LAB und Fluktuationen sind Abbild globaler Notsituationen und politischer Krisen und belasten ein normales Zusammenleben erheblich. Sprachliche, kulturelle und soziale Unterschiede sowie begrenzte Begegnungsmöglichkeiten erschweren Integration und Beteiligung. Gleichzeitig fühlen sich viele langjährig ansässige Bürger*innen mit ihren Anliegen nicht ausreichend gehört.
Das Projekt stärkt die selbstwirksame Beteiligung im Quartier und fördert ein respektvolles Miteinander. Aufbauend auf langjähriger Praxis, gewachsenen Netzwerken und enger Kooperation mit der Stadt Bramsche, der LAB und lokalen Akteur*innen schafft Amal e.V. Zugänge zur Mitwirkung aller in Hesepe.
Mobile Aktionen, ein multifunktionaler Anhänger, Begegnungsorte und digitale Beteiligung schaffen konkrete Anlässe für gemeinsames Handeln. Dazu gehören u.a. Fahrrad- und Verkehrssicherheitsaktionen, Sport- und Nachbarschaftsangebote sowie Pflanz- und Pflegeprojekte. Moderierte Dialogformate führen unterschiedliche Perspektiven zusammen, bearbeiten Konflikte konstruktiv und stärken Eigeninitiative. Durch kontinuierliche Präsenz werden auch bislang wenig erreichte Menschen angesprochen und eingebunden.
Das Projekt baut auf der seit vielen Jahren bestehenden Kooperation zwischen der Stadt Bramsche und dem Verein Amal auf und entwickelt diese gezielt weiter: Amal initiiert und begleitet Beteiligungsprozesse, die Stadt greift entstehende Themen und Bedarfe auf und bindet diese in ihre fachlichen Zuständigkeiten und Entscheidungsprozesse ein. Durch den seit Jahren etablierten Austausch auf gesamtstädtischer Ebene sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass auch die Erfahrungen aus dem Projekt kontinuierlich in die Weiterentwicklung kommunalen Handelns einfließen.
Ziel ist es, tragfähige Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, die Begegnung, Vertrauen und Kooperation fördern und den sozialen Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu stärken – auch unter den besonderen Bedingungen der hohen Fluktuation der Bewohner*innen in der LAB. Damit leistet das Projekt einen modellhaften Beitrag zur Stärkung von Teilhabe in Sozialräumen mit vergleichbaren Herausforderungen.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Von rund 3.200 Einwohnerinnen des Ortsteils Hesepe leben durchschnittlich 40 % als Asylsuchende in der Landesaufnahmebehörde (LAB). Viele erleben ihren Alltag als perspektivarm. Geeignete Beschäftigungsangebote sowie Zugänge zu kommunalen Sport- und Freizeitstrukturen sind begrenzt. Gleichzeitig wächst unter langjährig ansässigen Bürger*innen der Unmut über mangelnde Fahrrad-Verkehrssicherheit, wiederkehrende Beinahe-Unfälle, unzureichende Sauberkeit und ungepflegte Grünanlagen. Sie nehmen eine einseitige Aufmerksamkeit öffentlicher Institutionen zugunsten der LAB wahr und fühlen sich mit ihren Anliegen von Politik und Verwaltung nicht ausreichend wahrgenommen. Sprachliche und kulturelle Barrieren verstärken Spannungen, begünstigen Rückzug und erschweren Begegnungen zwischen den Kulturen und Beteiligung an demokratischen Prozessen. Die hohe Fluktuation innerhalb der LAB erschwert die Integrationsarbeit.
Mit der Einrichtung einer Streetworker*innen-Stelle vor acht Jahren haben Stadt Bramsche und LAB eine zentrale Grundlage geschaffen: Konfliktlagen, Bedarfe und Akteursstrukturen sind gut bekannt. Nun gilt es, mithilfe des Projektes verbindende Formate und tragfähige Strukturen zu stärken, die Dialog, Mitwirkung und Selbstwirksamkeit systematisch fördern.
Amal verfügt über gewachsene Expertise und Infrastruktur. Der Verein betreibt zwei etablierte Standorte in der LAB und in der Bramscher Innenstadt und kooperiert eng mit Stadtverwaltung und LAB-Leitung. Fundierte Ortskenntnisse, persönliche Netzwerke und Erfahrung in der Entwicklung nachhaltiger Beteiligungsstrukturen bilden die Grundlage für eine langfristige Weiterentwicklung der Bürger*innenbeteiligung im Quartier.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bramsche, Hesepe
Beschreibung
Das Projektgebiet wird im Süden von der B218 begrenzt. Im Westen stellt die Zufahrtsstraße von der B218 zur Landesaufnahmestelle die Grenze Projektgebietes dar. Die Projektgrenze schließt im weiteren Verlauf die Fläche der Landesaufnahmestelle selber ein und folgt Richtung Nordosten den bebauten Flächen entlang der Gleiwitzer und der Ostlandstraße bis zur B68. Im Norden endet das Projektgebiet in Höhe des Philips-Marktes, wo sich auch von Südosten die Gemarkungsgrenze von Hesepe zu Sögeln der B68 nähert. Im Osten verläuft die Projektgrenze wieder entlang der Gemarkungsgrenze parallel der Bahnlinie Richtung Süden bis zu dem Bahnübergang auf der B218.
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Stadt Bramsche
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
"Sonstige" = Landkreis Osnabrück
Datenquelle: Einwohnermeldewesen der Kommunen im Landkreis Osnabrück (Stichtag 31.12.2024), Berechnung: Regio GmbH und Landkreis Osnabrück, Referat K., die Zahl für das Projektgebiet Hesepe schwankt stark in Anhängigkeit der Belegung der LAB und wurde daher für die zurückliegenden 10 Jahre gemittelt.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
21
Anmerkung
Für das Projektgebiet liegen keine gesonderten Daten vor:
Als Personen mit Einwanderungsgeschichte werden alle Personen kategorisiert, die entweder selbst (Eingewanderte) oder deren beide Elternteile (Nachkommen von Eingewanderten) nach dem nationalen Gebietsstand-Konzept eingewandert sind. Eingewanderte haben dabei eine eigene Einwanderungserfahrung.
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland, 2026. Lizenziert unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 | Stand: 10.03.2026 / 13:29:23
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Beachte: Möglicherweise verzerrtes statistisches Bild: Die Zahlen beinhalten ausschließlich Menschen im BG und Bezug von Leistungen nach SGBII, erfassen also nicht die Bewohner der LAB ohne Arbeit. Ebenfalls statistisch nicht für Hesepe getrennt erfassbar: Die arbeitslosen Personen im Bezug von Leistungen nach SGBIII.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Statistik: Arbeitslose, Arbeitslosenquoten und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte nach Gemeinden, Feb 2026, Auftragsnummer 20029, Eigene Auswertungen der MaßArbeit kAöR, vorläufige nicht hochgerechnete Zahlen ohne Wartezeit, Feb 2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
gerundete Werte. Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Statistik: Arbeitslose, Arbeitslosenquoten und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte nach Gemeinden, Feb 2026, Auftragsnummer 20029. Eigene Auswertungen der MaßArbeit kAöR, vorläufige nicht hochgerechnete Zahlen ohne Wartezeit, Feb 2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Für das Projektgebiet liegen keine gesonderten statistischen Daten vor.
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland, 2026. Lizenziert unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 | Stand: 10.03.2026 / 15:06:04
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Erläuterung: Die statistischen Zahlen des Landkreises umfassen Hilfen nach SGB XII + Asylbewerberleistungsgesetz ohne die in der LAB untergebrachten Personen.
Die hier angegebenen Prozentwerte schließen zusätzlich die Personen ein, die zum Stichtag 31.12.2024 in der LAB untergebracht waren. Am gewählten Stichtag 31.12.2024 war die LAB unterdurchschnittlich stark belegt (nur 800 Personen).
Quelle: Fachdienst Soziales, Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Werte betragen mit Dezimale hinter dem Komma für Hesepe 3,9%, für die Stadt Bramsche 0,4% und für den Landkreis 0,1%
Quelle: Fachdienst Soziales, Landkreis Osnabrück
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lage_projektgebiet_hesepe.jpg
(691.98 KB)
projektgebiet_hesepe.jpg
(765.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist konsequent sozialraumorientiert angelegt. Grundlage sind die durch kontinuierliche Streetwork und gewachsene Kooperationen bekannten Anliegen und Potenziale im Ortsteil Hesepe.
Die Impulse gehen von den Menschen selbst aus. Amal schafft verlässliche Rahmenbedingungen für Motivation und selbstwirksame Beteiligung. Niedrigschwellige Formate im öffentlichen Raum, moderierte Dialogprozesse sowie analoge und digitale Treffpunkte eröffnen Beteiligungsmöglichkeiten. Dorfbevölkerung, LAB-Bewohner*innen, Vereine, Initiativen und Menschen mit Einschränkungen bringen ihre Kompetenzen aktiv ein.
Vorhandene Ressourcen werden vernetzt, Ehrenamtliche fachlich begleitet und an Verantwortung herangeführt. Beteiligungsprozesse werden kontinuierlich ausgewertet und gemeinsam mit Kommune, LAB-Leitung und weiteren Kooperationspartner*innen weiterentwickelt.
Dabei entstehen auf kommunaler Seite Lerneffekte zur Gestaltung wirksamer Beteiligungsprozesse: Es wird erprobt und weiterentwickelt, unter welchen Bedingungen sich Bürger*innen motiviert einbringen und wie ihre Impulse konkret in tragfähige und vor Ort umsetzbare Lösungen einfließen.
Das Projektdesign wirkt auf individueller, struktureller und systemischer Ebene nachhaltig. Angesichts der hohen Fluktuation entfaltet das Projekt besondere Modell-Wirkung. Es stärkt lokale Gestaltungskraft, vertieft die Kooperation mit kommunalen und regionalen Akteur*innen und leistet einen Beitrag zu Integration und gelebter Demokratie.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestimmen und gestalten Bewohner*innen aus Dorf und LAB Themen + Aktionen aktiv mit? Wieviele Teilnehmende kommen hinzu? Zeigen Rückmeldungen, dass Menschen sich gehört fühlen und erleben, dass ihre Ideen konkrete Veränderungen im Quartier auslösen?
Kriterium
Beschreibung
Entstehen aus Projektaktionen eigenständige Initiativen von Bürger*innen? z.B. regelmäßige Nachbarschaftsaktionen, Arbeitsgruppen oder selbstorganisierte Veranstaltungen? Übernehmen Ehrenamtliche zunehmend Verantwortung für Planung und Durchführung?
Kriterium
Beschreibung
Arbeiten Amal e.V., Stadt Bramsche, LAB, Vereine, Kirche und Initiativen regelmäßig zusammen? Führen gemeinsame Treffen zu abgestimmten, zukunftsorientierten Projekten und Strukturen im Quartier?
Kriterium
Beschreibung
Begegnen sich Dorfbewohner*innen und LAB-Bewohner*innen regelmäßig bei gemeinsamen Aktivitäten im Quartier? Nehmen Vorbehalte ab, wird Zusammenarbeit im Alltag selbstverständlich und können Konflikte in Dialogformaten konstruktiv bearbeitet werden?
Beschreibung
Konnte ein Dorftreff als dauerhaft nutzbarer Begegnungsort im Quartier entstehen und regelmäßig genutzt werden? Ließ sich eine mehrsprachige digitale Plattform für Information und Beteiligung einrichten und werden beide Räume aktiv genutzt?
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Bramsche Ehrenamtskoordination (Fr. Stuckenberg / Frau Landa), Ordnungsamt (Herr Hinz), Fachbereich 3, Soziales (Herr Langelage) und Bauhof (Herr Haslöwer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsbürgermeisterin Frau Fänger, Ortsrat Hesepe und Fraktionen & Sozialausschuss der Stadt Bramsche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Hesepe , Stadtjugendpflege (Frau Uhlenkamp)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Hesepe und Schule der LAB (Herr Hoppe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde / Kirchenkreis (Superintendent Herr Cierpka)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung / Bramscher Nachrichten (Herr Dieckmann)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen - Standort Hesepe: Standortleitung (Herr Robbers / Herr Urner) und Sozialdienst (Frau Dech)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kindertagesstätte und Familienzentrum Hesepe (Frau Brockmann)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werkgemeinschaft "Die Brücke", Hesepe (Herr Kaufmann)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk, Kirchenkreis-Sozialarbeit (Frau Gerdes und Frau Bartz)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil des Projekts. Die ab Mitte 2026 kommunal geförderte Geschäftsführung von Amal e.V. bleibt als koordinierende Struktur („Spinne im Netz“) bestehen und sichert die Weiterführung der aufgebauten Netzwerke. Für Begegnungsformate stehen Räume der Kirchengemeinde und der ehemaligen Gemeindeverwaltung in Hesepe zur Verfügung. Ergänzend werden weitere Finanzierungsquellen wie lokale Unternehmen, Stiftungen und Crowdfunding erschlossen und schrittweise verstetigt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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