Verstetigung der Angebote im Commons Zentrum Lüneburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jonas Korn
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schaffung von 2 Minijobs zur Verstetigung vielfältiger ehrenamtlicher Angebote
Projektbeschreibung
Das Commons Zentrum Lüneburg ist ein ehrenamtlich getragenes Nachbarschaftszentrum im Südwesten Lüneburgs, das sich seit Herbst 2024 als lebhafter Begegnungs- und Mitmachort für alle Menschen etabliert. Auf dem Gelände einer ehemaligen Motorenwerkstatt entstehen verschiedenste Initiativen und Räume für viele Aktivitäten. Das Commons Zentrum ist niedrigschwellig nutzbar. Alle Angebote werden ehrenamtlich und auf Spendenbasis bereitgestellt. Hierzu zählen Spieletreffs, Sportangebote, gemeinsames Kochen, Feste, Vorträge, Konzerte, gemeinsames Musizieren und weitere mehr. Ein Schwerpunkt liegt auf handwerklichen und kreativen Tätigkeiten wie Holzwerken, Fahrradreparatur, Nähen, Töpfern, Gerätereparatur, Drucken, Malen, Gärtnern. Hinzu kommen ein Schenkladen, ein Leihladen und kleinere Ressourcen, die vor Ort genutzt werden können. An zwei Wochentagen gibt es Öffnungszeiten, während derer die meisten Angebote allen Gästen offen stehen. Das Commons Zentrum ist ein Freiraum, der vielen Vorhaben aus der Lüneburger Bevölkerung ein Dach gibt. Mit den hier beantragten Mitteln sollen zwei Minijobs geschaffen werden, die dabei helfen, die Angebote des Commons Zentrums zu erhalten und auszubauen. Durch die sehr gute Annahme der Angebote entsteht der Bedarf, die Betreuung der Öffnungszeiten sowie die Administration des Projekts mit bezahlten Stellen zu besetzen. Diese Aufgaben bedürfen Kontinuität, sodass das Zentrum weiter durch die Initiative von Gästen und Aktiven belebt werden kann.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Commons Zentrum wird als Nachbarschafts- und Begegnungsort ausgesprochen gut angenommen. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen beteiligen sich, nehmen die geschaffenen Angebote wahr und unterstützen mit Sachspenden oder tatkräftig. "Der Laden brummt." Durch die Vielzahl der Veranstaltungen, Kontakte, Anliegen und Begegnungen drängt sich der Bedarf auf nach einer kontinuierlichen Besetzung der Öffnungszeiten einerseits sowie andererseits der Öffentlichkeitsarbeit, Außenkommunikation und allgemeiner Koordination. Auch dadurch, dass sich das Publikum aus Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammensetzt, ist hier immer wieder Vermittlungsarbeit und ein hohes Maß an Zuwendung erforderlich, das im Allltag mitunter mit einer rein ehrenamtlichen Arbeit kollidiert: Aktive Mitglieder werden überfordert, wenn sie nach Feierabend Öffnungszeiten betreuen und nicht genügend Kapazitäten für das lebhafte Geschehen vorhanden sind. Die beantragten Stellen sollen helfen, eine bessere Abdeckung der essenziellen Aufgabenbereiche zu gewährleisten, sodass Reibungen im alltäglichen Betrieb besser aufgefangen werden können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Bockelsberg-Mittelfeld-Oedeme
Beschreibung
Das Commons Zentrum liegt zwischen den Stadtteilen Bockelsberg, Mittelfeld und Oedeme. Während Oedeme als gehobener Stadtteil gilt, handelt es sich bei Bockelsberg und Mittelfeld um klassische Arbeiterviertel, die über die Jahrzehnte eine hohe Durchmischung aufweisen. In der Nähe des Commons Zentrums befinden sich zwei Unterkünfte für Geflüchtete und eine Aufnahmestelle für Obdachlose bzw. sozialpsychologisch betreuungsbedürftige Menschen. Viele Menschen aus diesen unterschiedlichen Unterkünften zählen zu den regelmäßigen Besucher*innen des Commons Zentrums. Durch die soziale Durchmischung in den umliegenden Vierteln, die sich auch im Publikum niederschlägt, kommt es im Commons Zentrum zu vielen milieu- und herkunftsübergreifenden Kontakten.
Einwohnerzahl
75000
Quelle / Anmerkungen
Das Commons Zentrum wird von Menschen aus dem gesamten Lüneburger Stadtgebiet genutzt, teilweise darüber hinaus.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Commons Zentrum stellt eine Plattform für ehrenamtliches, nachbarschaftliches Engagement dar. Durch Räume, Ausstattung und einen gut funktionieren strukturellen Rahmen können Anwohner*innen zusammen kommen und einzelne Projekte und Veranstaltungen umsetzen oder neue Gruppen initiieren, die kontinuierlich Angebote bereitstellen. Durch diese Möglichkeiten werden Austausch und Zusammenhalt in der Bevölkerung gestärkt und das Gemeinwesen gefördert.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner*innen Lüneburgs sind willkommen und können das Commons Zentrum nutzen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Es bestehen Kooperationen mit beherzt e.V., Seebrücke (Grenzenlose Solidarität e.V.), Foodsharing, VCD und weitere.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtskoordinatorin Kathrin Wolter, Sozialdezernentin Gabriele Scholz, Stadtentwicklung Oliver Bruns, Stadtteilmanager*innen Max Werner und Jasmin Stecker
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Commons Zentrum finanziert sich durch Tagesspenden, Fördermitgliedschaften und beantragte Förderprogramme. Es wird angestrebt, das Commons Zentrum fest in der Stadt zu etablieren und das Gebäude samt Grundstück langfristig zu pachten. Dabei wird auch Wert darauf gelegt, die konstruktive Zusammenarbeit mit städtischen Stellen fortzuführen und auszubauen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir Menschen in Diepholz – Nachbarschaftstreff zur Stärkung von Teilhabe und selbstorganisierten Strukturen im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Timpe
| Funktion | Referentin Fördermittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir Menschen in Diepholz – Nachbarschaftstreff zur Stärkung von Teilhabe und selbstorganisierten Strukturen im Innenstadtquartier
Projektbeschreibung
Im Diepholzer Innenstadtquartier hat sich mit dem Nachbarschaftstreff ein Ort entwickelt, der im Alltag genutzt, angeeignet und von den Anwohner*innen selbst mit Leben gefüllt wird. Unterschiedliche Menschen kommen hier zusammen – sie kochen, sprechen, diskutieren, unterstützen sich, teilen Erfahrungen und tragen auch Konflikte aus. Der Treff ist lebendig, manchmal laut, manchmal ruhig, geprägt von Nähe, Aushandlung und gegenseitigem Respekt. Für viele ist er ein zentraler Bezugspunkt im Quartier, für einige der einzige verlässliche Ort außerhalb der eigenen Wohnung, an dem soziale Kontakte entstehen und bestehen bleiben.
Im Rahmen der bisherigen Förderung wurde dieser Ort aufgebaut, angenommen und mitgestaltet. Anwohnende bringen eigene Themen ein, organisieren erste Aktivitäten und nutzen den Treff für Austausch und Unterstützung. Dabei zeigt sich: Beteiligung entsteht dort, wo Menschen kontinuierlich angesprochen werden, Beziehungen wachsen und ein verlässlicher Ort vorhanden ist. Ohne kontinuierliche Begleitung bleiben diese Prozesse fragil und entwickeln sich nur begrenzt weiter.
Das Folgeprojekt setzt hier an und entwickelt den Treff konsequent gemeinwesenorientiert weiter. Im Mittelpunkt steht die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft: Themen aus dem Alltag werden aufgegriffen, gemeinsam bearbeitet und in Aktivitäten im Quartier überführt. Der Treff ist dabei Ausgangspunkt für Begegnung und aufsuchende Arbeit im Quartier. Beteiligung entsteht aus den Interessen und Lebensrealitäten der Menschen vor Ort: Anwohner*innen machten auf ein fehlendes Straßenschild aufmerksam, brachten ihr Anliegen mit Unterstützung des Teams bei Kommune und Politik ein – das Schild wurde daraufhin aufgestellt.
Anwohnende bringen sich aktiv ein: Sie organisieren Treffen, übernehmen Aufgaben und gestalten Aktivitäten. Aus Begegnungen werden Kontakte – Menschen verabreden sich, unterstützen sich im Alltag und greifen Themen gemeinsam auf. Unterschiedliche Bewohnergruppen kommen ins Gespräch, bleiben in Verbindung und entwickeln Ideen weiter. So wird der Treff Schritt für Schritt zu einem Ort, der von den Anwohnenden selbst getragen wird.
Ziel ist es, diese Entwicklung im Alltag zu verstetigen: dass aus einzelnen Aktivitäten verlässliche Zusammenhänge entstehen, Engagement bestehen bleibt und der Treff langfristig als gemeinsamer Ort im Quartier getragen wird.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Geringe Belebung, Leerstand und fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte prägen das Diepholzer Innenstadtquartier. Öffentliche Räume werden wenig genutzt, soziale Kontakte entstehen kaum. Besonders alleinstehende, ältere Menschen und Personen ohne familiäre Einbindung, aber auch neuzugewanderte Menschen sowie Menschen in herausfordernden Lebenslagen leben bislang nebeneinander, ohne in Austausch zu kommen und ohne tragfähige soziale Kontakte im Alltag. GWA-Strukturen anderer Stadtteile (Moorstraße) erreichen die Anwohnenden nicht.
Der bereits geförderte Nachbarschaftstreff (2022–2025) hat eine zentrale sozialräumliche Infrastruktur geschaffen. Räume und Struktur bestehen weiterhin und werden durch Ehrenamtliche sowie durch hauptamtliche Mitarbeitende aus anderen Fachbereichen aufrechterhalten, die den Treff parallel zu ihren eigentlichen Aufgaben mittragen. Die kontinuierliche Nutzung zeigt, dass der Treff im Quartier weiterhin stark nachgefragt ist. Einzelne Aktivitäten werden weiter genutzt und von Anwohner*innen mitorganisiert (z. B. Weltenküche 2x wöchentlich, offener Treff). Ohne gezielte GWA-Fachbegleitung bleibt dies jedoch begrenzt und erreicht die Anwohnerschaft nicht in der notwendigen Breite.
Daraus ergibt sich die Aufgabe, die bestehende Infrastruktur wieder kontinuierlich nutzbar zu machen, unterschiedliche Bewohnergruppen zusammenzuführen und Beteiligung im Alltag zu ermöglichen. Ziel ist es, vorhandene Kontakte und Engagementansätze so weiterzuentwickeln, dass daraus stabile, selbstorganisierte Strukturen im Quartier entstehen. Dafür werden Anwohnende kontinuierlich angesprochen, eingebunden und begleitet.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Sanierungsgebiet „Diepholz-Innenstadt“ mit einer Fläche von ca 31 ha. Es beinhaltet die zentrale Innenstadt sowie den historischen Altstadtberech der Stadt Diepholz.
Die räumliche Abgrenzung orientiert sich an den festgestellten Grenzen des Sanierungsgebiets und wird im Wesentlichen durch zentrale Verkehrsachsen, angrenzende Wohnbebauung sowie die Bahntrasse im Osten bestimmt. Zum Gebiet gehören zentrale Orte wie die Bahnhofstraße, die Lange Straße sowie angrenzende Wohn- und Aufenthaltsbereiche.
Das Projekt fokussiert sich somit auf den zentralen Innenstadtbereich Diepholz‘, in dem unterschiedliche soziale Gruppen aufeinandertreffen und zugleich ein erhöhter Bedarf an Begegnung, Beteiligung und sozialräumlicher Entwicklung besteht.
Einwohnerzahl
18770
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl gesamte Stadt Diepholz (www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Nachbarschaftstreff wird in der Diepholzer Innenstadt sowie angrenzenden Wohnquartieren umgesetzt, die nicht Teil eines durch das Programm ‚Sozialer Zusammenhalt‘ geförderten Gebietes sind. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Gleichzeitig bestehen enge sozialräumliche Bezüge zum angrenzenden Sanierungsgebiet, etwa durch gemeinsame Alltagsorte und Nutzungswege der Bewohnenden. Der Treff ergänzt bestehende Maßnahmen, indem er als niedrigschwelliger Begegnungsort fungiert, bislang fehlende Verbindungsstrukturen schafft und den Austausch zwischen unterschiedlichen Bewohnergruppen quartiersübergreifend stärkt.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html - Für das Projektgebiet liegen keine kleinräumig differenzierten Daten vor. Auf gesamtstädtischer Ebene beträgt der Anteil älterer Bewohner*innen rund 22 %. Aus der Nutzung des Nachbarschaftstreffs zeigt sich, dass ältere Menschen den Treff regelmäßig nutzen. Der Treff übernimmt hier eine wichtige Funktion als sozialer Ankerpunkt und niedrigschwelliger Ort gegen Isolation im Alltag. (für Projektgebiet geschätzt)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03251-Diepholz.html - Für das Projektgebiet liegen keine kleinräumig differenzierten Daten vor. Auf gesamtstädtischer Ebene beträgt die Arbeitslosenquote rund 4 %, auf Landkreisebene etwa 5,5 %. Aus der Nutzung des Nachbarschaftstreffs zeigt sich jedoch, dass im Projektgebiet ein erhöhter Anteil von Menschen in prekären Lebenslagen erreicht wird, darunter auch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die aktuell nicht erwerbstätig sind. Der Treff fungiert hier als stabilisierende Struktur im Alltag und ermöglicht soziale Teilhabe unabhängig vom Erwerbsstatus..
https://www.diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000508-21750.html (die Zahl für das Projektgebiet wurde geschätzt)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
https://www.diepholz.de/portal/seiten/migration-und-integration-900000244-21750.html
Der Anteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit liegt in Diepholz bei rund 15 %, im Landkreis bei etwa 10 %. Darüber hinaus zeigt sich im Projektgebiet eine hohe Vielfalt an Bewohner*innen mit internationaler Familiengeschichte. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Nutzung des Nachbarschaftstreffs wider und zeigt sich auch in der Nutzung des Nachbarschaftstreffs, in dem unterschiedliche Sprachen, Hintergründe und Lebensrealitäten aufeinandertreffen.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/landkreis-erarbeitet-konzept-fuer-gutes-miteinander-mit-migranten-92096993.html
Für die Stadt Diepholz liegen keine einheitlich ausgewiesenen Daten zum Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vor. Auf Landkreisebene wird ein Anteil von rund 17 % angenommen. Die Erfahrungen aus der Projektpraxis zeigen, dass im Projektgebiet eine hohe Diversität an Lebensrealitäten und Herkunftsbiografien besteht. Das macht deutlich dass alltagsnahe Begegnungsorte notwendig sind, um Austausch unabhängig von Sprache oder institutionellen Zugängen zu ermöglichen. Die eingetragenen Daten für das Projektgebiet und die Gesamtstadt sind also geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
integrativer_nachbarschaftstreff_dh.jpg
(150.51 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt stellt die Anwohnerschaft in den Mittelpunkt und knüpft an ihren Alltag, ihre Bedarfe und ihre Lebensrealitäten im Diepholzer Innenstadtquartier an. Durch aktivierende Ansprache und Beteiligung entstehen im Quartier gemeinsame Prozesse, aus denen sich tragfähige Strukturen entwickeln. Aufbauend auf den Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit im Nachbarschaftstreff wurde der Ansatz weiterentwickelt und konsequent an den Prinzipien der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Im Zentrum stehen die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft sowie die sozialräumliche Öffnung.
Der Nachbarschaftstreff ist im Quartier verankert und wird von unterschiedlichen Bewohnergruppen im Alltag genutzt, angeeignet und mitgestaltet. Durch beteiligungsorientierte Formate werden Themen aus dem Alltag der Anwohnenden aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt.
Ergänzend knüpft der Treff an bestehende lokale Bezüge im Quartier an, etwa an den Arbeitskreis der Innenstadt-Vermietenden sowie Initiativen im Umfeld des Gänsemarktes. Leerstehende oder wenig genutzte Bereiche werden durch gemeinschaftliche Nutzung als Begegnungsorte erschlossen. So entstehen neue Anlässe für Austausch und Beteiligung im Quartier. Methodisch kommen aktivierende und aufsuchende Arbeitsweisen der GWA zum Einsatz.
So entstehen im Quartier selbstorganisierte Prozesse, in denen Anwohnende Verantwortung übernehmen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Im Mittelpunkt steht die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft zur Selbstorganisation. Erkennbar daran, dass Anwohner*innen Themen einbringen, Formate initiieren und Verantwortung übernehmen. Daraus entstehen gemeinsam getragene Angebote im Treff.
Kriterium
Beschreibung
Erkennbar daran, dass Anwohner*innen eigenständig Aktivitäten initiieren, Gruppen übernehmen und Formate durchführen und langfristig mitverantwortlich gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Erkennbar daran, dass Anwohner*innen Verantwortung für gemeinsame Aktivitäten übernehmen, sich gegenseitig unterstützen und der Treff als selbstverständlicher Ort für Begegnung genutzt wird.
Vorhandene Strukturen
Der Nachbarschaftstreff ist als zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle im Diepholzer Innenstadtquartier verankert und wird kontinuierlich von Anwohner*innen als verlässlicher Ort für Austausch und Beteiligung im Alltag genutzt und mitgestaltet. Auch in einer Phase eingeschränkter finanzieller Ressourcen konnte die Struktur aufrechterhalten werden und wird derzeit -bei fehlender ausreichender Förderung- maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen.
Im Treff haben sich regelmäßige Formate etabliert, die von den Anwohnenden angenommen und teilweise eigenständig mitgetragen werden und kontinuierliche Anlässe für Austausch und Beteiligung im Alltag schaffen.
Der Nachbarschaftstreff ist in bestehende sozialräumliche Strukturen eingebunden und bringt sich regelmäßig in lokale Austauschformate und Arbeitskreise ein, insbesondere in den Psychosozialen Arbeitskreis sowie in die Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz e.V. Zugleich wird der Treff bereits von externen Initiativen als Ort für eigene Angebote angefragt, etwa für Selbsthilfegruppen im Innenstadtbereich. Der SoVD nutzt den Treff für monatliche Spieletreffen.
Die kontinuierliche fachliche Begleitung gemeinwesenorientierter Prozesse ist unter den aktuellen Bedingungen nur eingeschränkt möglich. Im Rahmen des Projekts werden die bestehenden Strukturen so gestärkt, dass ehrenamtliches Engagement verlässlich begleitet und Beteiligungsprozesse im Quartier kontinuierlich fortgeführt werden können.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinationsstelle Inklusion und Integration Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wissenswerkstatt Diepholz-Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Diepholz – Syke – Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bethel im Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Diepholz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis offene Kinder- und Jugendarbeit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsfachdienst PHV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zentrum für seelische Gesundheit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Grafschaft Diepholz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Nachbarschaftstreff ist bereits im Quartier verankert, wird kontinuierlich genutzt und ehrenamtlich mitgetragen. Im Projektverlauf werden kommunale Verwaltung, Politik und lokale Akteur*innen schrittweise eingebunden. Ab dem zweiten Projektjahr werden dialogorientierte Formate (z. B. Nachbarschaftsdialoge) umgesetzt, um Perspektiven für eine strukturelle Verankerung und öffentliche Anschlussfinanzierung zu entwickeln. Die Eleganz Bildungsplattform e.V. begleitet diesen Prozess kontinuierlich
11. Medien
Aufsteller
oeaufsteller.jpg
(1.33 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens
wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die
Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit
aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohnerinnen der
Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie
möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher
Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und
koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der
Bewohnerinnen im Stadtteil zu erhöhen, Kooperationen mit externen Akteuren konnten
aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen
aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen
sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen,
bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als
nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und
Unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur gemeinschaftlich
getragenen und verantworteten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren
und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu
schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich
alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und
der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen.
Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der
intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und
Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu
steigern, wird der Bezug barrierefreier Quartiers-Wohnungen nicht nur Erweiterung des
Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -läge offenstehen. Durch
die Belebung der Grünflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum
niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen
Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der
Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die
heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürgerinnen der oberen
Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten
großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage
wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung
des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere,
Jüngere erkennen keine Attraktivität. Der soziale Austausch von Senior*innen beschränkt sich
größten Teils auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen
Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen
sind an einem Großteil der Bewohnerinnen bereits sichtbar, Der Fachkräftemangel in der
Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und
die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden, Es sind neue
Unterstützungsstrukturen
gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für
die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht
vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, das zur Belebung des gemeinsamen
Lebensraumes motiviert und Prekarisierung vorbeugt, indem es soziale Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets
Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang
der Ripdorfer Straße bzw. dem
Ilmenauufer Flausnummern 1-33)
direkt am Stadtkern von Uelzen. Die
Umgebung ist durch großflächige
Grünanlagen, wie die Ilmenauwiesen
und den Friedhof, einen Sportplatz,
eine Schule sowie Ein- und
Mehrfamilienhäuser geprägt. Das
örtliche Projektgebiet endet im
Norden an der Birkenallee, im Osten
an der Bernhard-Nigebur-Straße, im
Süd-Osten an der Kasernenstraße, im
Süden an der Gudesstraße und im
Westen mit dem Flusslauf der
Ilmenau.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Zählung auf Anfrage beim Bürgerund Standesamt der Flansestadt Uelzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohnerinnen sowie auf vertikaler Ebene unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohnerinnen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen, Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohnerinnen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Woltersburger Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Familiensservicebüro der Hansestadt Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsregion Uelzen (Landkreis): Gesundheitslotsin
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2029 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung, So können idealerweise Unterstützerinnen, wie die Kommune, gewonnen werden, Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Möglichkeiten Soltau
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursula Heimann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Ort der Inspiration, Co-Kreation und Vernetzung für Gemeinwesen und nachhaltige Transformation
Projektbeschreibung
Das Haus der Möglichkeiten (HdM) ist ein Ort der Information, Inspiration, Co-Kreation und Vernetzung für nachhaltige Initiativen und soziale Innovationen in Soltau, einem Mittelzentrum in der Lüneburger Heide. Es richtet sich an lokale Institutionen, Organisationen, Schulen, Vereine und Firmen und im Allgemeinen an unterschiedliche Gruppen der Stadtgesellschaft. Es ist ein Beitrag, um die Soltauer Innenstadt neu zu denken und neu zu erleben und eine lebenswerte Innenstadt für Gegenwart und Zukunft zu schaffen. Damit ist es als langfristiger Beitrag zur nachhaltigen regionalen Wirtschaft und Stadtgesellschaft geplant und als Verstetigung des gleichnamigen Pilotprojektes aus 2024 gedacht. Aus dem HdM soll eine aktive Zukunftswerkstatt für die Stadt entstehen.
Das HdM baut auf dem Pilotprojekt auf, das die Stadt Soltau in Kooperation mit der gemeinwohlorientierten Ursula Heimann & Partner UG von April bis Juni 2024 durchgeführt hat. In 2025 hat die Ursula Heimann & Partner UG zudem mit der Stadt Zeven ein Haus der Möglichkeiten aufgebaut, das in 2026 Zeit verstetigt werden soll.
Ein Herzstück im HdM ist die Ausstellung der Möglichkeiten – Solutions Exhibition (www.snowball-effect.org) der französischen gemeinnützigen Organisation Snowball Effect. Sie zeigt 40+ nachhaltig innovative und inklusive Initiativen und Unternehmen aus Deutschland, Europa und der Welt und wird mit Führungen und Workshops für Einzelpersonen, Vereine, Schulen, Institutionen und Firmen begleitet. Die Ausstellung zeigt erfolgreiche nachhaltige Initiativen und Geschäftsmodelle und lädt zum Nachahmen dieser Vorbilder ein, um ihre positive gesellschaftliche Wirkung vielfach zu skalieren.
Darüber hinaus ist das HdM ein Raum für Austausch und Vernetzung für Vereine, Schulen, Institutionen, Kunstschaffende und die Stadtgesellschaft im Allgemeinen. Hier kann man zusammenkommen für Kulturveranstaltungen, Vorträge, Konzerte, u.ä. Das HdM dient aber auch ganz allgemein als Ort für niedrigschwellige, alltägliche Begegnungen und Austausch unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen der Stadtgesellschaft.
Es stehen zudem Räume für Workshops und Veranstaltungen für vielfache Aktivitäten in Kooperation mit lokalen Institutionen und Vereinen zur Verfügung. Damit wird im Kontext von Leerstand und Verödung von Innenstädten ein zukunftsorientierter Beitrag für die Neubelebung der Innenstadt im Sinne einer resilienten Innenstadt geleistet.
Laufzeit
2026-03-22 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wir müssen die Verödung der Innenstädte stoppen und die Innenstädte als Seelen der Kommunen umbauen - so schrieb schon 2021 der Deutsche Städte- und Gemeindebund - und zwar mit langfristigen Konzepten, die Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Kommunalpolitik gemeinsam entwickeln und umsetzen. Viele Städte in Deutschland (wie auch weltweit) entwickeln seit einigen Jahren Konzepte zur Erneuerung ihrer Innenstädte. Überall gewinnen Aspekte wie Wohnen, Kultur, Natur, regionales Handwerk und vor allem neue Treffpunkte und Erlebnisräume an Bedeutung.
Das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU) betont die Bedeutung innovativer öffentlicher Räume für Begegnung, Diskurs, Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Haus der Möglichkeiten soll ein solcher Ort sein. Als Pilotprojekt wurde es 2024 in Soltau geschaffen, als Beitrag zu einer Residenten Innenstadt. Es wurde damals sowohl aus Mitteln des Förderprogramms Resiliente Innenstadt finanziert, als auch aus Eigenmitteln und Eigenleistung der Ursula Heimann & Partner UG.
In 2024 hatte die Stadt Soltau zur Umsetzung eine leerstehende Geschäftsimmobilie in Soltau angemietet. Aktuell ist die Ursula Heimann & Partner UG auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Übergangsweise besteht die Möglichkeit, das HdM als mobiles HdM in den Räumen der VHS Heidekreis erneut zu starten. Geplant ist, im Lauf des Jahres 2026 ein Büro für das HdM anzumieten, um die Aktivitäten koordinieren in den Räumen der VHS aber auch weiteren örtlichen Räumlichkeiten zu koordinieren. Ab 2028 ist geplant, größere eigene Räumlichkeiten als Grundlage für eine langfristige Verstetigung in der Innenstadt Soltaus zu mieten.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Soltau
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf die Stadt Soltau, mit Schwerpunkt auf der Innenstadt (Böhmewald, Böhmepark, Mühlenstrasse, Marktstrasse, Poststrasse, Stadtgraben, Burg, Hagen, und angrenzende Seitenstrassen).
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
www.soltau.de
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziele des HdM Soltau sind:
a. Einen innovativen Ort schaffen für Begegnung, Kultur, Austausch und für die kreative und partizipative Entwicklung von neuen Initiativen für den Erlebnisraum Innenstadt Soltau
b. Die Beteiligung von Vereinen, Institutionen, Firmen und Schulen ermöglichen, die im HdM Veranstaltungen, Events oder Workshops durchführen können
c. Das Interesse der Zielgruppen und der Bevölkerung wecken zum Besuch des HdM und zur Beteiligung an Veranstaltungen und Workshops im HdM.
d. Ideen und Initiativen für einen innovativen Erlebnisraum Innenstadt Soltau entwickeln, unter Beteiligung der Stadtgesellschaft Zeven.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Haus der Möglichkeiten mit vielfältigen Akteuren der Stadtgesellschaft verbunden ist und kooperiert. Jahr 1: 6 Kooperationspartner, Jahr 2 und Jahr 3 jeweils 4-6 weitere Kooperationspartner.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen aufgebaut und genutzt werden (6+ pro Jahr), vielfältige Akteure der Stadtgesellschaft eingebunden sind (6+ pro Jahr) und Projektleitung und Projektteam aufgebaut und operativ tätig sind.
Kriterium
Beschreibung
Die Stadtgesellschaft das HdM annimmt und die Besucherzahlen den angestrebten Zielen entsprechend steigen (s.o.)
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (bezogen auf Alter, Berufsgruppen, kultureller Hintergrund, Gender, etc.) der Stadtgesellschaft das HdM gemeinsam für Veranstaltungen und Austauschformate nutzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das HdM in der Stadtgesellschaft als Ort der Begegnung, des Austauschs, der Inspiration und des gemeinsamen Handelns wahrgenommen und genutzt wird, durch Veranstaltungen, Austauschformate, Workshops, etc.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Es ist geplant, mit vielfältigen Akteuren der Stadtgesellschaft zusammenzuarbeiten: Verwaltung, Vereine, Schulen, Unternehmen, Kirchengemeinden, Einwohner, etc.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Möglichkeiten soll in der Stadt Soltau langfristig verstetigt werden. Das Interesse ist sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei lokalen Institutionen (z.B. VHS, Lebenshilfe) und Akteueren (z.B. Coworking Space, Vereinen) vorhanden. In der Projektlaufzeit soll die stabile Grundlage für eine langfristige Verstetigung als HdM und als nachhaltig ausgerichtete Zukunftswerkstatt gelegt werden. Die nachhaltig ausgerichtete Ausstellung der Möglichkeiten steht weiterhin im Mittelpunkt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Die Plauderei - das Café am Harrepark
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin Dammann
| Funktion | Pastor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Jeder ist willkommen - Jeder kann mitarbeiten - Jeder kann mitgestalten
Projektbeschreibung
Seit sich die letzte evangelische lutherische Kirchengemeinde am Erikaweg aufgelöst hat, gibt es in Bümmerstede kein evangelisch-spirituelles Angebot mehr. TreffpunktKirche will das ändern – und ein Ort der Begegnung für alle Menschen sein.
Bümmerstede ist ein Stadtteil im Südwesten Oldenburgs – ein Ankunftsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebenssituationen.
Was der Stadtteil braucht, haben die Bewohner*innen selbst gesagt: Seit einem Jahr ist der TreffpunktKirche im Stadtteil aktiv – bei Stadtteilfesten, in Gremien, im Stadtteilteam. Mit Fragebögen und in persönlichen Gesprächen kam immer wieder der Wunsch nach einem Ort der Begegnung, vor allem einem Café auf.
Dieser Ort wurde im Kreyencentrum, an der Schnittstelle zwischen den Stadtteilen Kreyenbrück und Bümmerstede, gefunden. Noch während der Renovierung klopften Nachbar*innen ans Fenster und fragten neugierig, was hier entsteht. Kinder stürmten in die großen Räume. Eine muslimische Nachbarin freute sich ausdrücklich – der Name Kirche war für sie kein Hindernis, sondern das Versprechen von Offenheit.
Im TreffpunktKirche, im Kreyencentrum, entsteht mit „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ ein ganzwöchiges Angebot. Die Räumlichkeiten sind vorhanden. Was fehlt, ist die Kraft, sie Tag für Tag für Menschen zu öffnen, die allein sind, Gemeinschaft haben möchten, ein offenes Ohr benötigen, eine angenehme Arbeitsatmosphäre für das Studium suchen oder nur mal in einer schönen, freundlichen Atmosphäre verweilen wollen oder einen Ort zur ehrenamtlichen Mitarbeit suchen.
Unser Ziel: „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ öffnet täglich von 11 bis 18 Uhr. Jeder ist willkommen. Es bietet einen Kinderspielraum, eine offene Atmosphäre, immer ein offenes Ohr und es gibt natürlich kostenlos einen Kaffee oder Tee. Akteur*innen im Stadtteil steht der Raum ebenfalls kostenlos für Aktionen und Veranstaltungen zur Verfügung. Im Sommer lädt der Atriumhof des Kreyencentrums zu Konzerten und Events ein. Der nahe gelegene Harrepark soll weiterhin ebenfalls genutzt werden.
Von Anfang an werden Bewohner*innen aktiv eingebunden – unabhängig von Herkunft, Glaube oder Kirchenzugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder ökonomischem Status. Wer mitmachen möchte, ist willkommen. Mit dem Ziel, dass das Café langfristig von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil selbst getragen wird. Von Bümmerstede. Für Bümmerstede.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bümmerstede ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Oldenburg, geprägt von einer vielfältigen Bewohnerschaft. Gleichzeitig fehlt ein nicht-kommerzieller Ort, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen können.
Im nahegelegenen Harrepark zeigt sich ein lebendiges Bild des Stadtteils: Kinder spielen, Familien treffen sich, Menschen unterschiedlicher Herkunft sind gleichzeitig vor Ort. Diese Begegnungen verlaufen friedlich, bleiben jedoch nebeneinander bestehen. Es fehlt ein Ort, der diese Vielfalt in ein gemeinsames Miteinander überführt. Zudem sind diese Treffpunkte witterungsabhängig und zeitlich begrenzt.
Gleichzeitig zeigen Veranstaltungen wie das Harreparkfest: Offene und niedrigschwellige Angebote werden im Stadtteil sehr gut angenommen. Der Bedarf nach solchen „Orten für alle“ – konsumfrei, konfessionsungebunden und parteipolitisch neutral – ist im Stadtteil hoch und auch kommunalpolitisch verankert. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Menschen im Stadtteil – unabhängig von Herkunft, Glaube, Kirchenzugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder ökonomischem Status. Der Raum steht dabei Initiativen, Gruppen und engagierten Einzelpersonen kostenfrei zur Verfügung und verbindet Begegnung, Eigeninitiative und kulturelle Nutzung an einem Ort – etwa für eigene Projekte ebenso wie für kleinere Veranstaltungen, Lesungen oder Konzerte.
Hier setzt das Projekt „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ an. Es schafft einen Raum, der Begegnung ermöglicht und Austausch fördert.
Ziel ist es, dass dieser Raum von den Menschen im Stadtteil als ihr eigener angenommen, mitgestaltet und langfristig getragen wird – von Bümmerstede für Bümmerstede.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bümmerstede und Kreyenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst das Umfeld des Kreyencentrums in Bümmerstede sowie angrenzende Bereiche von Kreyenbrück. Es wird räumlich durch markante Verkehrsachsen begrenzt: Im Osten durch die Bahnhofsallee, im Westen durch die Sandkruger Straße, im Norden durch den Meerweg und im Süden durch die Bümmersteder Tredde.
Innerhalb dieses Bereichs prägen überwiegend aufgelockerte Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern, einzelne größere Wohnanlagen sowie Freiflächen und der Harrepark das Gebiet. In unmittelbarer Nähe, insbesondere im Bereich der Hans-Fleischer-Straße, finden sich zudem mehrgeschossige Wohnstrukturen, in denen sich besondere soziale Herausforderungen zeigen.
Die genannten Grenzen sind jedoch nicht starr. Aufgrund der guten Erreichbarkeit und der Nutzung von Fahrrädern in Oldenburg nehmen Bewohnerinnen und Bewohner auch Angebote über diese Grenzen hinaus wahr.
Diese unterschiedlichen Strukturen und Bewegungsmuster beeinflussen die Alltagswege und den tatsächlichen Einzugsbereich des Projekts.
Einwohnerzahl
23500
Quelle / Anmerkungen
(Stand: 2025, Quelle: Statistische Daten zum PLZ-Gebiet 26133). Ca. 2500 Unter Berücksichtigung von natürlichen Grenzen, Parkflächen sowie der aufgelockerten Wohnbebauung.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf Daten der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022) für die statistischen Gebiete 9a und 9b. Diese weisen einen überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund auf und entsprechen weitgehend dem Projektgebiet.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Altersstruktur der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der sozialräumlichen Einordnung der Gebiete 9a und 9b. Es handelt sich um eine plausible, begründete Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Altersstruktur der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der Wohnstruktur im Projektgebiet. Aufgrund der Einfamilienhausbebauung ist von einem leicht erhöhten Anteil älterer Bewohnerinnen und Bewohner auszugehen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022), insbesondere den Daten zum SGB-II-Bezug im statistischen Bezirk 9 sowie den gesamtstädtischen Entwicklungen sozialer Mindestsicherungsleistungen. Daraus ergibt sich für das Projektgebiet eine leicht überdurchschnittliche soziale Belastung. Es handelt sich um eine daraus abgeleitete, plausible Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022) sowie der erhöhten SGB-II-Quote im statistischen Bezirk 9. Daraus lässt sich für junge Menschen eine leicht überdurchschnittliche Betroffenheit ableiten. Es handelt sich um eine plausible Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Anzahlder AuslänerInnen der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der sozialräumlichen Einordnung der Gebiete 9a und 9b. Es handelt sich um eine plausible, begründete Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Oldenburg beträgt der Anteil alleinerziehender Haushalte rund 7 %. Für das Projektgebiet wird unter Berücksichtigung der Sozialstruktur ein vergleichbarer Anteil angenommen. Unterschiedliche Haushaltsformen, darunter größere Familien sowie alleinlebende ältere Menschen, führen zu einer ausgeglichenen Verteilung.
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt in der Stadt Oldenburg bei rund 26–28 % (Stand: 2021/2022). Für das Projektgebiet ist auf Grundlage der Sozialberichterstattung (Gebiete 9A und 9B) sowie der Beobachtungen im Sozialraum von einem erhöhten Anteil auszugehen.
Die kulturelle Vielfalt im Gebiet stellt eine wichtige Ressource dar und begründet zugleich einen Bedarf an niedrigschwelligen, integrativen Angeboten.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf dem Armutsbericht der Stadt Oldenburg (2021), wonach rund 11,3 % der Bevölkerung Transferleistungen beziehen. Für das Projektgebiet ist unter Berücksichtigung der Sozialstruktur sowie der kleinräumigen Unterschiede (Gebiete 9A und 9B) von einem erhöhten Anteil auszugehen.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung geht aus dem Sozialmonitoring der Stadt Oldenburg (2023), wonach rund 16 bis 19 % der Kinder in Haushalten lebt, die Transferleistungen beziehen. Für das Projektgebiet ist unter Berücksichtigung der Sozialstruktur sowie der kleinräumigen Unterschiede (Gebiete 9A und 9B) von einem erhöhten Anteil auszugehen.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ orientiert sich am Ansatz der Gemeinwesenarbeit.
Ausgangspunkt ist der Sozialraum Bümmerstede an der Grenze zum Stadtteil Kreyenbrück. Das Projekt richtet sich bewusst an beide Stadtteile und knüpft an vorhandene Strukturen, Bedarfe und Potenziale im direkten Umfeld an.
Der Raum am TreffpunktKirche existiert bereits und wird angenommen: Bei Stadtteilfesten, durch Fragebögen und persönliche Gespräche wurde der Bedarf ermittelt. Der Wunsch nach einem offenen Café wird aktiv geäußert, erste Menschen möchten sich einbringen – ganz ohne gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Was fehlt, ist die strukturelle Kraft, ein tägliches Angebot zu tragen.
„Die Plauderei“ ist die Antwort darauf: Sie überführt dieses organisch gewachsene Interesse in eine eigenständige, am Gemeinwesen orientierte Arbeit im Stadtteil. Die vorhandene Vernetzung – unter anderem durch die Rolle des Pastors der FeG Oldenburg als Sprecher des Stadtteilteams „Bümmerbrück“ – bildet dafür eine tragfähige Grundlage.
Ein zentrales Element ist die aktive Beteiligung der Bewohner*innen. Initiativen und Einrichtungen aus beiden Stadtteilen können den Raum kostenlos nutzen und eigene Angebote einbringen.
Die hauptamtliche Koordination übernimmt eine aktivierende und moderierende Rolle – mit dem Ziel, tragfähige Strukturen aufzubauen, die von den Menschen im Stadtteil selbst getragen werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner nutzen den Raum nicht nur, sondern bringen sich aktiv ein, entwickeln eigene Angebote, übernehmen Verantwortung und gestalten das Café mit. Es entsteht ein Team von Ehrenamtlichen.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum wird von Initiativen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Stadtteil genutzt. Es entstehen Kooperationen und neue Kontakte zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum wird von Initiativen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Stadtteil genutzt. Es entstehen Kooperationen und neue Kontakte zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum wird als Treffpunkt im Stadtteil angenommen. Menschen kommen zusammen, begegnen sich und nutzen das Café als Ort für gemeinsames nachbarschaftliches Leben.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Christian Fritsch Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit Fachdienstleitung, Stadt Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker e.V., Willi Kolodziej
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Stadteiltreff Kreyenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Jan Bembennek, Dezernent für Soziales, Jugend und Gesundheit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Sicherung erfolgt über mehrere Bausteine. Der Träger, die FeG Oldenburg, übernimmt weiterhin Verantwortung und strebt eine Fortführung über 2029 hinaus an. Parallel werden Fundraising-Strukturen aufgebaut. Ziel ist, dass das Café schrittweise von Ehrenamtlichen getragen wird und perspektivisch ohne hauptamtliche Stelle auskommt. Die fachliche Begleitung und Einbindung in den Stadtteil wird dabei weiterhin durch die Gemeinde sichergestellt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WirHier.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jonas Kirsch
| Funktion | Einrichtungsleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mitreden. Mitwirken. Mitgestalten.
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt Begegnung, Beteiligung und Vielfalt im Gemeinwesen im Sozialraum Kernstadt Wolfenbüttel. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Generationen, Lebenslagen und Hintergründe zusammenzubringen und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich austauschen, einbringen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können.
Ausgehend von einem offenen Begegnungsort in der Innenstadt werden vielfältige, niedrigschwellige Angebote im Sozialraum initiiert. Diese reichen von kreativen und kulturellen Aktivitäten über Bewegungsangebote bis hin zu offenen Treffpunkten im Quartier. Die Formate sind bewusst flexibel gestaltet, um auf die Interessen und Bedarfe der Menschen vor Ort reagieren zu können.
Im Mittelpunkt steht die aktive Beteiligung: Bürger*innen sind nicht nur Teilnehmende, sondern gestalten die Angebote selbst mit. Sie bringen eigene Ideen ein, entwickeln Projekte und übernehmen Verantwortung bei der Umsetzung. Ein ehrenamtliches Koordinationsteam und Projektmitarbeiter*innen begleitet diese Prozesse, unterstützen bei der Organisation und fördern die Vernetzung im Sozialraum.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung von Menschen, die bisher wenig Zugang zu Beteiligungsmöglichkeiten hatten. Durch gezielte Ansprache und unterstützende Rahmenbedingungen werden Zugänge erleichtert und Barrieren abgebaut. Vielfalt wird dabei als Ressource verstanden, die das Gemeinwesen bereichert und neue Perspektiven eröffnet.
Das Projekt schafft Gelegenheiten für Begegnung im Alltag, stärkt das gegenseitige Verständnis und fördert ein respektvolles Miteinander. Gleichzeitig trägt es dazu bei, lokale Netzwerke auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Initiativen und Einrichtungen zu intensivieren.
So entsteht ein lebendiges Quartier, in dem sich Menschen zugehörig fühlen, ihre Fähigkeiten einbringen und gemeinsam Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen. Das Projekt leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und einer offenen, vielfältigen Stadtgesellschaft.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Wolfenbütteler Kernstadt steht als historisch gewachsener urbaner Raum vor vielfältigen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die eine gezielte Quartiers- und Gemeinwesenarbeit erforderlich machen. Einerseits prägen demografische Veränderungen das Stadtbild: Eine alternde Bevölkerung trifft auf zuziehende jüngere Haushalte, darunter Studierende und Familien, was unterschiedliche Bedarfe an Wohnraum, Infrastruktur und sozialer Teilhabe erzeugt. Gleichzeitig ist eine zunehmende soziale Differenzierung zu beobachten, etwa durch Einkommensunterschiede, unterschiedliche Bildungszugänge und variierende Lebenslagen.
Hinzu kommen Integrationsanforderungen durch Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen, die Unterstützung beim Spracherwerb, Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialer Vernetzung benötigen. Gerade im innerstädtischen Bereich können dabei sowohl Potenziale kultureller Vielfalt als auch Risiken sozialer Segregation entstehen. Parallel dazu zeigen sich Herausforderungen in der Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements: Während es eine grundsätzlich vorhandene Vereins- und Ehrenamtsstruktur gibt, fällt es zunehmend schwer, insbesondere jüngere Menschen langfristig einzubinden.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Nutzung und Gestaltung öffentlicher Räume. Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Gruppen – etwa Jugendlichen, älteren Menschen und Gewerbetreibenden – erfordern moderierende und partizipative Ansätze. Zudem spielen Fragen der sozialen Infrastruktur, wie niedrigschwellige Beratungsangebote, Treffpunkte und Begegnungsräume, eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfenbüttel Heinrichstadt - Wirkung im Bereich Kernstadt Wolfenbüttel -
Beschreibung
Die Maßnahmen konzentrieren sich räumlich auf den Stadtteil Heinrichstadt mit einer Fläche von 94,21 ha und rund 4000 Einwohner*innen. Hier soll der offene Anlaufpunkt wirksam werden. Das Quartier liegt innerhalb der folgenden Straßen:
Lange Straße
Harztorwall
Schultorwall
Goslarsche Straße
Jägerstraße
Friedrich-Ebert-Straße
Grüner Platz
Friedrich-Wilhelm-Straße/ Lindener Straße
Der Stadtteil Heinrichstadt bildet das Zentrum der Kernstadt Wolfenbüttel, bestehend aus den weiteren Stadtteilen „Kurzes Holz, Juliusstadt, Rote Schanze, Weiße Schanze, Auguststadt, Schwedenschanze“, summiert mit einer Fläche von knapp 1450 Hektar und 39.219 Einwohner*innen.
Der Stadtkern übernimmt eine zentrale Versorgungs- und Funktionsrolle für die Gesamtstadt. Er bündelt wesentliche Angebote der Daseinsvorsorge, darunter Einzelhandel, Gastronomie, soziale und gesundheitliche Dienstleistungen sowie Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.
Zugleich stellt der Stadtkern einen bedeutenden Mobilitätsknotenpunkt dar, der durch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (Bahn- und Busverkehr) eine hohe Erreichbarkeit für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gewährleistet.
Durch diese multifunktionale Ausrichtung fungiert der Stadtkern als zentraler Ort der Versorgung, Begegnung und Teilhabe und ist von gesamtstädtischer Bedeutung. Entsprechend sind Maßnahmen im Stadtkern darauf ausgerichtet, die Zugänglichkeit, Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualität nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Das Projekt ist zwar räumlich und organisatorisch im Stadtkern verortet, verfolgt jedoch ausdrücklich einen sozialräumlich geöffneten Ansatz: Es schafft Zugänge für Bewohnerinnen und Bewohner außerhalb des Stadtkerns, ermöglicht bei Bedarf die Umsetzung von Angeboten im weiteren Sozialraum der Kernstadt und stärkt zugleich die Fähigkeit der Teilnehmenden, auch in ihren jeweiligen Lebensumfeldern eigenständig wirksam zu werden.
Quellen (Aufruf am 22.03.2026)
https://www.wolfenbuettel.de/index.php?ModID=7&FID=2672.16182.1&object=tx%7C2672.16182.1
https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876
Einwohnerzahl
39219
Quelle / Anmerkungen
https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026).
Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/Stadtleben/Die-Stadt/Daten-und-Statistik/Arbeitswelt/ (Aufruf am 22.03.2026)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026).
Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876 (Aufruf am 22.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026). Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876 (Aufruf am 22.03.2026)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wirhier.pdf
(280.22 KB)
wirhier._2.pdf
(50.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich konsequent am Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es die Lebenswelt der Bewohner*innen in der Wolfenbütteler Kernstadt in den Mittelpunkt stellt und auf Aktivierung, Beteiligung und Selbstorganisation abzielt. Ausgangspunkt ist eine sozialräumliche Perspektive: Bedarfe, Ressourcen und Problemlagen werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort erhoben und kontinuierlich reflektiert.
Zentral ist die Förderung von Partizipation. Bewohner*innen werden nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestaltende eingebunden, etwa durch Quartiersforen, Beteiligungsformate und projektbezogene Arbeitsgruppen. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu stärken und langfristig eigenständiges Engagement zu ermöglichen.
Ein weiterer Kernaspekt ist die Vernetzung lokaler Akteur*innen. Einrichtungen, Initiativen, Verwaltung und Zivilgesellschaft werden zusammengebracht, um Synergien zu schaffen und nachhaltige Kooperationsstrukturen aufzubauen. Dabei übernimmt das Projekt eine moderierende und koordinierende Rolle.
Darüber hinaus setzt das Projekt auf Empowerment, insbesondere von benachteiligten Gruppen. Durch niedrigschwellige Angebote, Beratung und Begegnungsräume werden Zugänge erleichtert und Teilhabe gefördert.
Insgesamt verfolgt das Projekt einen integrierten, präventiven Ansatz, der darauf abzielt, soziale Ungleichheiten abzubauen, den Zusammenhalt im Quartier zu stärken und langfristig tragfähige Strukturen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zu etablieren
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Bewohner*innen aktiv Nachbarschaft gestalten, neue Begegnungsformate regelmäßig genutzt werden und stabile Netzwerke entstehen, die gemeinschaftliche Aktivitäten eigenständig tragen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt- und Kreisjugendpflege (Stadt und Landkreis Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Salawo-Bürgertreff (AWO-Kreisverband Salzgitter/ Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Auguststadt (Landkreis Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenservicebüro Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Glaubensgemeinschaften im Fördergebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abteilung für Integration Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Behindertenbeauftrage für die Stadt Wolfenbüttel (Fr. Jussen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen (divers) Vereine (Inklusionshelden e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturförderung und -entwicklung Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultureinrichtungen im Fördergebiet (Kulturstadt Wolfenbüttel e.V., Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel e.V., Kunstverein Wolfenbüttel e.V., Veränder.Bar, etc.)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in kommunale Strukturen eingebunden durch Kooperationen mit Initiativen, Einrichtungen und Stadtverwaltung. Angebote sollen langfristig bestehen, indem Verantwortung schrittweise an Bürger*innen und Partner übertragen wird. Nachhaltige Finanzierung erfolgt über kommunale Mittel, Förderprogramme, Sponsoren und Eigenleistungen. Netzwerke und Kooperationsvereinbarungen sichern die Verankerung. Dokumentierte Strukturen stabilisieren die Prozesse und fördern langfristige Teilhabe.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 QB: Gemeinsam anstatt einsam - Gemeinschaft stärken - Vielfalt (er)leben!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Buka
| Funktion | Sozialpädagogin - Beratungsservice |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam anstatt einsam!
Projektbeschreibung
Unter dem gemeinsamen Dach des Landkreis Gifhorn werden zwei innovative Projekte der ressourcenübergreifenden Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Die Projekte Quartiersbeirat:“ Wir füreinander im Quartier…e.V.“ (Oststadt) sowie am Campus Süd der Stadt Gifhorn profitieren von der ideellen Unterstützung und strategischen Einbindung des Landkreises (LK).
Die Projekte arbeiten eigenständig vor Ort und werden durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachlichen Austausches miteinander verbunden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die Gemeinwesenarbeit gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Landkreis beiträgt.
Beide Initiativen arbeiten eng mit der Wohnungswirtschaft (GWG) zusammen. Außerdem bestehen im Fall des Campus Süd zusätzliche Kooperationen vor Ort, wie z.B. mit der KVHS und der BBS 1 des LK. Bei dem QB als Bürgervertretung mit der Kirche im Paulus und Kalem e.V. zusammen. Der Q-Beirat ist dabei eine Selbsthilfeorganisation als Sprachrohr der Bewohner*innen zur Verwaltung, Politik und Wirtschaft mitten drin und eingebunden.
Die Stadt Gifhorn ist ein Mittelzentrum mit rund 44.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 10 J. stetig angestiegen. In den Projektquartieren leben zu 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund, 1/3 sind Senioren. Zudem gehört Gifhorn zu den drei Ballungszentren in Niedersachen mit dem höchsten Anteil von zugezogenen (Spät)aussiedlern in den 90er Jahren.
Der Arbeitsschwerpunkt in den Quartieren ist, Begegnungen und Engagement zu ermöglichen, um Einsamkeit und Vorurteilen zu begegnen. Es geht darum, vielfältige Gruppen zusammenzubringen, so dass sich die Menschen vor Ort kennenlernen und füreinander in basisdemokratischen Selbsthilfeprozessen engagieren.
Dafür wird eine umfassende Geh-Struktur in Verbindung mit einem breitgefächerten Bildungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Dabei sollen die Angebote alle Bewohner* innen in den Quartieren erreichen.
Der Aufbau einer Gemeinwesenarbeit mit Projektfonds, wäre der wesentliche und notwendige Schritt zur Schaffung bedarfsgerechter und nachhaltiger Angebote hin zu einer zusammenhaltenden starken Gemeinschaft und zur Verbesserung der Lebenssituationen.
Identifikation mit den Quartieren soll sich erhöhen und so z.B. auch Vandalismus und Gewalt eindämmen.
Laufzeit
2026-03-18 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier ist ein sozial benachteiligtes Brennpunktgebiet. Sozialwohnsiedlungen der 1960er/70er Jahre in städtischer Randlage mit vorhandenen Schichtwohnungsbaucharakter. Ehemals Zonenrandgebiet. 90er Jahre vornehmlich Zuzug von (Spät)Aussiedlern, danach heterogene Durchmischung jedoch oft mit Bewohner-/innen mit Migrationshintergrund. Seit 2015 vermehrter Zuzug von Geflüchteten aus Syrien, später aus der Ukraine zu verzeichnen. Vergleichbare hohe Einwohnerdichte von 5153 Pers. im 1 km Radius , ca. 1/3 Flüchtlings/Migrationshintergrund mit 76 versch. Nationalitäten, überwiegend ohne dt. Staatsangehörigkeit. Senioren ab 60 J. sind ebenfalls ca. 1/3 vertreten, ins Rentenalter kamen im Laufe des vergangenen Jahres 27,13 % dazu.
Wohn- und Schlafstadtteil, kaum gewerbliche Arbeitsplätze, schwach ausgeprägte Dienstleistungsangebote z.T. wenig soziale Infrastruktur, "Jugendtreff" 1x mtl. mit Anmeldung. Das Gebiet mit einen Radius v. ca. 1 km, hat nur 1 Kiga. In bestimmten Bereichen sichtbare Vernachlässigung im öffentlichen Raum (Vandalismus/Beschädigungen, Vermüllung), Drogenkonsums sowie öffentlich ausgetragene Konflikte unter Gruppen, mindern das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung. Ausgeprägte Sprachbarrieren und Vorbehalte erschweren das Zusammenleben, Gedankengut des Populismus ist zunehmend etabliert, einsamen Menschen gelten als empfänglich. Generationenübergreifende Treffpunkte fehlen. Teilhabe wird durch Sprachdefizite zunehmenden erschwert. Aufbau von Nachhaltigkeit, Pflege des Quartiers, Beteiligungskultur, Vernetzung relevanter Akteure, dauerhafte Strukturen für Information in die Bevölkerung, Kooperation wird dringen durch Umsetzung /Start von GWA benötigt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Handwerkerviertel (1.
Schwerpunktgebiet): Dannenbütteler Weg, Bahnschienen, Osttangente, Natur (2443 EW) Blumenviertel:
Dannenbütteler Weg, Osttangente,
Lehmweg, Calberlaher Damm (2710 EW)
Einwohnerzahl
5153
Quelle / Anmerkungen
EMA Stadt Gifhorn Stand: 25.03.2024
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Der Landkreis Gifhorn gehört zu den
drei in Niedersachsen meist
betroffenen Kreisen mit dem
höchsten Anteil an zugezogenen
(Spät-)Aussiedler/-innen. Besonders
war das Stadtgebiet Gifhorn und drei
weitere Gemeinden betroffen.
Genaue Zahlen für das Stadtgebiet
kann das EMA der Stadt Gifhorn nicht
erheben und damit auch nicht vom
Projektgebiet. Die Zuständigkeit der
Erhebung liegt beim Nds. Ministerium
für Inneres und Sport -
Forschungsbericht der BAMF -
Bereich Spätaussiedler. Im
Niedersächsischen Bericht von 2018
gehören wir zum Bereich
Ostniedersachsen hier ist der
höchste Anteil von Aussiedler/innen
an der Bevölkerung mit
Migrationshintergrund mit 30,8 % in
2016 angegeben. Einzelne
Stadtgebiete werden nicht
ausgewiesen. An der
Gesamtbevölkerung dieses Bezirks
ist der Anteil an (Spät-
)Aussiedler/innen 6%. In einem
offiziellen Projektbericht "Integration
jugendlicher Spätaussiedler durch
event- und outdoororientierte
Naturschutzbildungsmaßnahmen"-
Detaillierte Ausführungen zum
Projekt sind in dem Abschlussbericht
von Dirk Rößner zu finden: HABITAT
Nr. 17 wird der Landkreis Gifhorn als
Ballungszentrum mit einem Anteil an
(Spät-)Aussiedlern/-innen von 10%
benannt. Laut EMA Stadt Gifhorn
Stand: 25.03.2024 - Blumenviertel
32,73 % 1. Staatsangehörigkeit nicht
deutsch (887 von 2710 Personen)
plus 4,94 % 2. Staatsangehörigkeit
nicht deutsch (134 von 2710
Personen) = 37,67 %. Im
Handwerkerviertel 25,99 % mit 1.
Staatsangehörigkeit nicht deutsch
(635 von 2443 Personen) plus 4,42 %
2. Staatsangehörigkeit nicht deutsch
(108 von 2443 Personen) = 30,41%
Gesamt: ca. 34,23 % Personen mit
Migrationshintergrund, unabhängig
der Staatsangehörigkeit ohne
Personen die im Ausland geboren
sind.
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Senioren ab 60 Jahre im Verlauf des
Jahres leben laut EMA Stadt Gifhorn
vom 25.03.2024 im
Handwerkerviertel (HV) 965 von
2443 Personen ab 60 Jahre 39,5 %
und im Blumenviertel (BV) leben 810
von 2710 Personen ab 60 Jahre 29,89
%. Im gesamten Gebiet ergibt ein
Prozentsatz von 34,445 %. Der
Landkreis Gifhorn hatte im Jahr 2019
einen Altenquotienten von 34,11 %
bei Menschen von 65 Jahren und
älter, Niedersachsendurchschnitt war
37,5 %.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut EMA Stadt Gifhorn Stand:
25.03.2024 - Im Blumenviertel sind
von 2710 Einwohner/-innen 631 ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(19,44%) Im Handwerkerviertel sind
vom 2443 Einwohner/innen 371 ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(15,186 %). Auf die
Gesamtbewohnerzahl von 5153
Einwohner/-innen zu 1002 Personen
ohne deutsche Staatangehörigkeit
ergibt das einen Gesamtprozentsatz
von 19,44 %. Laut Sozialbericht des
Landkreises Gifhorn von 2021 war
der Ausländeranteil am 31.12.2020
in der Stadt Gifhorn 9,94 %. Im Land
Niedersachsen sind es 2020 - 9,7 %.
Infolge des Angriff Russlands auf die
Ukraine am 24. Februar 2022 haben
sich die Flüchtlingszahlen und damit
der Ausländeranteil erhöht, können
so aktuell nicht verglichen werden.
Aktuelle Zahlen aus dem Stadtgebiet
wurden angefragt und können
nachgereicht werden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietseinheiten.jpg
(74.72 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
QM/Verwaltung+ GWG arbeiten eher auf der Akteursebene während GWA+ QB eher auf Bewohnerebene arbeiten.
Unter dem gemeinsamen Dach des LK, dessen strategische Einbindung sollen die zwei GWA der Stadt und der Bürgervertretung umgesetzt, durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachl. Austausches miteinander verbunden werden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die GWA gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der soz. Infrastruktur beiträgt. Mit der Gründung des QB als gem. e.V. soll nun parallel mit dem Projekt: Gemeinsam anstatt einsam – Gemeinschaft stärken – Vielfalt (er)leben! die notwendige GWA ergänzend vor Ort aufgebaut, der Beirat in seiner Arbeit unterstützt werden. Dabei stehen die Bewohner*innen in der GWA als mündige Bürger mit ihren Bedarfen und Stärken im Mittelpunkt. Projekte werden gemeinsam entwickeln und in unterstützenden Selbsthilfeprozessen umgesetzt. Die relevanten Akteure arbeiten dabei Hand in Hand vor Ort im zeitnahem Austausch. Das Q-Büro bietet niedrigschwellige Ansprechpartner vor Ort. GWA hört, vermittelt, unterstütz + begleitet die Menschen + ihren Beirat. Dieses bereitet den Weg zu einem Paradigmenwechsel von präventiver Hilfe zur Förderung von selbst organisierten guten Nachbarschaften unter dem strukturellen Dach 2er zusammenarbeitenden Verwaltungen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
GWA und Beirat als e.V. ermittelt und vertritt, fördert die Interessen der Menschen
Kriterium
Beschreibung
Der Verein ist entstanden, bekannt und besteht aus Ehrenamtlichen und Fachberatern, die über die Projektauswahl mit GWA entscheiden
Kriterium
Beschreibung
Ergebnisse der Sozialraumanalyse, Kompetenzatlas liegen vor, Q-Büro wird als Netzwerkknoten vor Ort genutzt, Q-Beirat arbeitet überwiegend selbständig und nutzt die vorhandenen Strukturen
Kriterium
Beschreibung
Vorhandenen Ressourcen werden genutzt, Potenziale erkannt und ausgebaut zum Zusammenhalt aller Menschen im Quartier
Beschreibung
Zusammenarbeit mit anderen Fachämtern, Wirtschaft, Handwerk, Politik sowie anderen relevanten Akteuren und Kooperationspartner ist durch ein Fachamt / Koordinierungsstelle /AK /Beiratssitzungen sicher gestellt.
Beschreibung
Teilnahme an Bündnis für Familie, AK-Soziale Stadtentwicklung Stadt Gifhorn erfolgt sowie Aufbau von Kooperationen und eigene Netzwerktreffen mit Bewohner-/innen, Politik, Schnittstellen Verwaltung, Wirtschaft und relevanten Akteuren wenn nötig
Kriterium
Beschreibung
Begegnungsorte wurden aufgebaut, Nachbarschaftstreffen sind entstanden, Nachbarschaftshilfe wurde aufgebaut, WinWin-Partnerschaften haben sich gebildet.
Beschreibung
Begegnungsorte auch außerhalb von Öffnungszeiten des Quartiersbüros u.a. Zentren im Quartier bedarfsorientiert genutzt werden, zum Beispiel auf Brachflächen
Kriterium
Beschreibung
Ressourcenübergreifende Fachstellte mit kommunalen Länderaustausch, in Anbindung der Freiwilligenarbeit die Projekte mit unterstützen, sich austauschen und so neue Wege und Perspektiven zum Zusammenhalt gehen zu können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landratsbüro mit Ehrenamtsbeauftrage/Demokratie leben! FB Soziales – Beratungsservice Soziales mit Seniorenstützpunkt (teilweise Übernahme QM), Stadt Gifhorn, Seniorenbeirat, Gleichstellungsbeauftragte Stadt* LK, Stabst. Integr. /Ausländerbeauftragte, JC
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Gifhorn e.V., Theaterverein Gifhorn, Chor Melodie - Landmannschaft der Spätaussiedler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeit- und Bildungszentrum Grille (FBZ), DRK Familienbüro, Schwimmbad Allerwelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Dachstiftung Diakonie Freiwilligenzentrum und Mehrgenerationshaus, Gifhorn hilft e.V., Kümmern e.V., Stellwerk e.V., Wohlfahrts- und Sozialarbeit DRK - QM und Freiwilligenkoordinatorin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kalem e.V., Queeres Netzwerk GF e.V., Aktiv für Menschen e.V. Ukrainehilfe (Nähen), TTC-Club Gifhorn, MTV Gifhorn, SV Gifhorn (über Kalem e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BBS I, Kreismusikschule (über Stadt Gifhorn Bildungscampus), KVHS Landkreis Gifhorn (u.a. niedrigschwellige Ausbildung für Ehrenamtliche)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paulusgemeinde mit Projekt FamziP (Familienzentrum im Paulus) als stärkster Projektpartner, Friedenskirche mit Cafe Oase, St. Alfrid mit Cafe Aller und Weltladen, Jugendwerkstatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gmyrekstiftung, Sparkassenstiftung, Leifertstiftung, Türkischer Laden vor Ort im Quartier, RS Autoteile GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GWG (Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft) als stärkster Kooperationspartner und Unterstützer direkt vor Ort
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigene Quartierszeitung, Informationsfahrrad und Website mit App in Aufbau, Aller Zeitung, Braunschweiger Zeitung, KNUT, GWG Zeitschrift
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD - Mehrere führende Politiker auf kommunaler Ebene - Politische Fürsprecher durch Informationsaustausch und Mitglieder des Vereins sowie unterstützender Vorstand und Landrat des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hr B. Fahrradwerkstatt, Hr. SL. Technikbotschafter, Fr., Ö. Formularhelferin/Integrationslotsin, Engagementlots/-in Hr B./ Fr.. Z., Hr. A. (Mutmachbeauftragt), Hr. S. Flüchtlingsarbeit), Fr. Sch Nachbarschaftschor, Frau M. Nachbarschaftstreff, Hr. W. Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bündnis für Familie, AK Soziale Stadtentwicklung, Team Engagementlotsen, Nachbarschaftshilfe Genossenschaft Hehlenriede eG.(Nachbarort Isenbüttel), Freiwilligenakademie Nds., LAG
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird vom Landrat, Vorstand FB 5 Soziales des LKGF gewünscht, ideell wie strukturell unterstützt sowie von der Stadt GF. Kein Budget vorhanden. Der Aufbau wurde von der Wohnungswirtschaft, Ministerium, Privat unterstützt, teilw. mit Deckungsring LK. Ziel ist eine ressourcenübergreifende Fach-/Koordinierungsstelle, in der notwendigen nachhaltige Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Der Q-Beirat ist als Verein gebildet und wird zusätzliche Fördermittel für den Projektfonds beantragen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
HomeBase Music
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Patrick Diop
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Koordination musikalischer Nachbarschaftsräume. Zugang ohne Bezahlung zu professionellem Musikequipment und Workshops ermöglichen. Organisation der bereits vorhandenen Strukturen, um so viele kreative wie möglich zu erreichen.
Projektbeschreibung
Session Room Project e. V. hat in Hannover über mehrere Jahre eigeninitiierte Musik- und Begegnungsräume aufgebaut. Dazu gehören ein kooperativ genutzter Übungs- und Workshopraum im Allerweg in Linden-Süd sowie weitere Proberäume und eine Begegnungsstätte. Die Infrastruktur wurde überwiegend ehrenamtlich entwickelt und wird monatlich von mehreren hundert Menschen genutzt.
Im Quartier Linden-Süd besteht ein hoher Bedarf an kostenfreien und niedrigschwelligen Kulturangeboten. Viele Bewohner*innen – insbesondere Jugendliche, Menschen mit Migrationsgeschichte und einkommensschwache Haushalte – haben keinen Zugang zu Musikequipment oder Lernangeboten.
Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele:
1. Aktivierung und Festigung vorhandener Strukturen durch regelmäßige, kostenfreie Musikangebote (1–2 feste Termine pro Woche), die langfristig im Quartier etabliert werden.
2. Begegnung schaffen durch die Öffnung der Räume als niedrigschwellige Begegnungsstätte für unterschiedliche Communities und bislang wenig vernetzte Akteur*innen.
3. Empowerment und Identifikation stärken durch aktive Einbindung der Teilnehmenden, Übernahme von Verantwortung und Förderung selbstorganisierter Aktivitäten.
Mit dem Förderprogramm „Gute Nachbarschaft“ sollen zwei Koordinationsstellen (jeweils bis zu 30.000 € jährlich) eingerichtet werden, um diese gewachsenen Strukturen gezielt als Gemeinwesen orientierte Quartiersarbeit weiterzuentwickeln.
Die Koordinationsstellen sichern die Organisation der Angebote, begleiten Ehrenamtliche und bauen Netzwerke im Quartier auf. Ziel ist es, Musik als verbindendes Medium zu nutzen, um Teilhabe zu ermöglichen, soziale Kontakte zu fördern und nachhaltige Strukturen im Stadtteil zu etablieren.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Session Room Project e. V. hat in Hannover eine ehrenamtlich getragene Infrastruktur für musikalische Begegnung aufgebaut. Monatlich leisten Mitglieder rund 150 Stunden freiwillige Arbeit, um Räume zu organisieren und Angebote zu ermöglichen.
Im Quartier Linden-Süd besteht ein hoher Bedarf an kostenfreien und niedrigschwelligen Kulturangeboten. Viele Bewohner*innen – insbesondere Jugendliche, Menschen mit Migrationsgeschichte und einkommensschwache Haushalte – haben keinen Zugang zu Musikequipment oder Lernangeboten.
Die HomeBase versteht sich dabei nicht nur als Musikort, sondern als offene Begegnungsstätte: ein Raum, in dem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialer Lage zusammenkommen. Eine Gesellschaft braucht solche freien Räume – Orte ohne Konsumzwang, die Begegnung, Austausch und Selbstentfaltung ermöglichen.
Netzwerkarbeit ist ein zentraler Bestandteil des Ansatzes: Kooperationen mit lokalen Initiativen, sozialen Einrichtungen und Kulturakteuren werden aktiv gepflegt, um Synergien zu schaffen und Angebote gemeinsam weiterzuentwickeln.
Ohne koordinierende Stellen besteht die Gefahr der Überlastung des Ehrenamts und einer ungenutzten Wirkung im Quartier.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt HomeBase Music verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA) im Sinne des Fördergegenstands 1 – dem Aufbau einer hauptamtlichen GWA-Stelle im Quartier Linden-Süd.
Im Mittelpunkt stehen die Interessen und Bedarfe der Bewohner*innen: Musik dient als niedrigschwelliger Zugang, um Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und sozialer Lagen zusammenzubringen (Standard 1, 7).
Durch offene Formate, Workshops und ko-kreative Angebote stärken wir Selbstorganisation und Eigeninitiative – Teilnehmende werden aktiv zu Mitgestalter*innen ihrer Nachbarschaft (Standard 2, 4).
Die HomeBase fungiert als offener Begegnungs- und Treffpunkt, der Nachbarschaft erfahrbar macht und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil aktiv fördert (Standard 3).
Netzwerkarbeit mit lokalen Initiativen, Bildungsträgern und sozialen Einrichtungen schafft tragfähige Kooperationsstrukturen und stärkt die Quartiersentwicklung (Standard 5, 6).
Das Projekt handelt ebenenübergreifend – zwischen Bewohner*innen, Zivilgesellschaft und lokaler Politik – und trägt zur integrierten Entwicklung des Quartiers bei (Standard 8, 9).
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen unseres Förderantrags HomeBase Music (SessionRoom Project e.V.) möchten wir
ergänzend zur noch fehlenden formellen Einvernehmensbestätigung der Kommune eine kurze
Erläuterung zur Situation geben.
Unser Verein nutzt seit rund zwei Jahren die Räumlichkeiten im Allerweg in Hannover für
kostenfreie musikalische Angebote im Quartier. Der Raum wird regelmäßig für oSene Sessions,
Workshops und Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt und stel
Alt-Laatzen 2030+: Zusammen leben, lernen und gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilse Engelke
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
„Zukunft gestalten vor der Haustür – Miteinander aktiv, lebendig und digital“
Projektbeschreibung
Der Projektantrag Alt-Latzen 2030+“ ist als Folgeantrag zu „Alt-Laatzen verbindet sich“ von 2022-2025 zu verstehen. In der ersten Förderperiode wurde viel erreicht. Die Vernetzung der sozialen Akteur*innen verlief sehr erfolgreich. Verschiedene ehrenamtliche AGs wie z. B. Müllsammel-AG, AG Stadtgrün, Geschichtswerkstatt, Sprachcafé für Menschen mit Migrationshintergrund, Angebote für einsame Menschen, Pflanzaktionen, Mittagessen für die Nachbarschaft, Demokratie im Stadtteil etc. wurden gegründet und etablieren sich derzeit. Gelingen konnte dies nur, weil die halbe hauptamtliche Stelle für das Quartiersmanagement (QM) diese Vernetzung und Aktivierung von Menschen ausgezeichnet koordiniert und steuert. Die BI „Alt-Laatzen blüht auf“ wirkt hierbei engagiert mit. Dies zeigt sich auch daran, dass die Bewohnerschaft ihre Expertise mit in diesen Antrag einbringt. In Ausschusssitzungen zum QM war die Bewohnerschaft stark vertreten. Briefe zur Fortsetzung an die Politik/ Bürgermeister wurden von ihr verfasst. Die Förderung durch das Land lief 2025 aus. Kurzfristig finanziert die Stadt Laatzen (Haushaltssicherungskommune) die Maßnahme bis Ende 2026 weiter. Ohne weitere Förderung würde das Projekt ab 2027 nicht fortgesetzt werden können. Bislang ist es durch die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen nicht gelungen, eine Struktur aufzubauen, die eine Selbstorganisation des Projekts und eine (Mit-)Finanzierung durch Drittmittel ermöglicht. Der Verlauf der bisherigen Maßnahmen zeigt, dass drei Jahre nicht ausreichen, um eine Verstetigung der Aufgabe QM mit fester Etablierung im Ortsteil zu erreichen. Mit dem Aufbau eines Quartierfonds soll im Rahmen des Folgeantrags eine stärkere finanzielle Unabhängigkeit des QM hergestellt werden. Einige Kommunen in Deutschland arbeiten bereits erfolgreich damit. Die bisherige Arbeit hat gezeigt, dass neue Themenfelder wie z B. digitale Kompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe, generationenübergreifende Angebote, Integration durch Sprache, Nachhaltigkeit und Begegnungsräume für die Bewohnerschaft eine große Rolle spielen und daher gefördert werden müssen. In den kommenden drei Jahren soll ferner der Ausbau einer effizienten, fachübergreifenden Schnittstelle zwischen den kommunalen Strukturen, Politik und dem QM im Ortsteil weiterentwickelt und verstetigt werden. Trotz anfänglicher Vorbehalte wird seit zwei Jahren die Arbeit des QM in Alt-Laatzen parteiübergreifend anerkannt, gefördert und unterstützt.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Trennung des Quartiers entsteht städtebaulich durch die Hildesheimer Straße und eine mittig gelegene Straßenbahn, “man bleibt unter sich“ in den Miniquartieren. Wohngebiete mit hohem Anteil älterer Menschen stehen Bereichen mit jungen Familien sowie einer vielfältigen Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte gegenüber. Zwar wurden in der Förderperiode 2022 - 2025 erste Maßnahmen zur Verbindung durchgeführt, aber der Aufbau eines funktionierenden QM kostete viel Zeit. Dennoch wurden durch die Gemeinwesenarbeit Ansätze für Strukturen zur Beteiligung, Begegnung und Vernetzung geschaffen (Nachbarschaftspark als Begegnungsort, Nachbarschafts-Abendessen, Stadtteilflohmarkt, Runder Tisch der sozialen Akteure, Spielplatzgestaltung gemeinsam mit Anwohner*innen und Verwaltung). Gleichzeitig bestehen weiterhin soziale Isolation, eingeschränkte Teilhabechancen und ein hoher Unterstützungsbedarf im Stadtteil. Diesem konnte im ersten Förderzeitraum wegen Schaffung der QM-Struktur nicht ausreichend entgegengewirkt werden. Die bisherigen Angebote und Netzwerke sowie der Stadtteilladen als elementarer Anlaufpunkt für die Bewohnerschaft müssen dauerhaft abgesichert werden. Da die Stadt Laatzen wie viele andere Haushaltssicherungskommunen nur über begrenzte finanzielle Spielräume verfügt, würden mit dem Wegfall einer Finanzierung wichtige Ansätze sozialer Teilhabe und Stadtteilarbeit in Alt-Laatzen verloren gehen. Die Fortführung der Gemeinwesenarbeit in Alt-Laatzen hängt deshalb von einer befristeten finanziellen Unterstützung durch Fördermittel ab, um langfristig einen Quartiersfonds aufzubauen und die entstandenen Strukturen dauerhaft abzusichern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen, OT Alt-Laatzen
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Alt-Laatzen und ist räumlich im Wesentlichen durch die Hildesheimer Straße, angrenzende Bahntrassen sowie die Übergänge zu benachbarten Wohnquartieren abgegrenzt. Der Stadtteil ist durch eine heterogene Siedlungsstruktur mit älteren Wohngebieten, kleinteiligen Wohnlagen und gemischter Nutzung geprägt. Insbesondere in Teilbereichen östlich der Hildesheimer Straße sind Trading-Down-Tendenzen erkennbar, die sich u. a. in sozialen Herausforderungen, einer dynamischen Veränderung der Bewohnerstruktur sowie teilweise geringerer Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zeigen. Gleichzeitig verfügt Alt-Laatzen über vielfältige soziale, kulturelle und zivilgesellschaftliche Ressourcen sowie engagierte lokale Akteur*innen. Das Projekt setzt gezielt an diesen Potenzialen an und verfolgt das Ziel, durch sozialräumlich orientierte Gemeinwesenarbeit, Beteiligungsformate und Netzwerkstrukturen die nachhaltige Stabilisierung und positive Entwicklung des Quartiers zu unterstützen.
Einwohnerzahl
6207
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Entwicklung spiegelt sich besonders in den älteren Wohnquartieren Alt-Laatzens wider, in denen viele Menschen seit Jahrzehnten leben und zunehmend Unterstützungs-, Teilhabe- und Begegnungsangebote benötigen. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung auf rund 45,6 Jahre.
Für die Gemeinwesenarbeit ergeben sich daraus Herausforderungen wie zunehmende Vereinsamung, Bedarf an niedrigschwelligen Begegnungsorten sowie Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten für ältere Menschen. Das Projekt reagiert darauf mit generationenübergreifenden Formaten, digitalen Lernangeboten und nachbarschaftlichen Unterstützungsstrukturen. Wird auf der Ebene nicht von der Region erhoben.
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
45
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Alt-Laatzen zeigt sich eine besondere integrative Herausforderung durch den überdurchschnittlich hohen Anteil von Bewohnerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Während in der Gesamtkommune Laatzen rund 40 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, konzentrieren sich entsprechende Bedarfe in einzelnen Quartieren besonders stark. Alt-Laatzen ist durch eine hohe kulturelle Vielfalt geprägt, in der Menschen aus ca.100 Nationen zusammenleben. Diese Vielfalt stellt eine wichtige Ressource für das Quartier dar, bringt jedoch zugleich erhöhte Anforderungen an Integration, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe mit sich. Unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen, Bildungsbiografien und soziale Lebenslagen erschweren teilweise den Zugang zu Beteiligungs- und Vernetzungsstrukturen. Für die Gemeinwesenarbeit ergibt sich daraus die Aufgabe, gezielt niedrigschwellige Begegnungs- und Beteiligungsformate zu schaffen, interkulturellen Austausch zu fördern und Brücken zwischen Bewohnerinnen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte aufzubauen, um den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil nachhaltig zu stärken Quelle: Region Hannover, Stabsstelle Sozialplanung II.3, Sozialmonetoring, 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Alt-Laatzen zeigen sich im Vergleich zur Gesamtkommune besondere soziale Herausforderungen, die sich auch in der erhöhten Inanspruchnahme von Transferleistungen widerspiegeln. Für die Stadt Laatzen insgesamt zeigt sich eine angespannte soziale Lage: Rund 25 % der Kinder unter 15 Jahren leben in Familien, die auf Transferleistungen angewiesen sind, und die Arbeitslosenquote liegt mit etwa 8,5 % über dem Durchschnitt der Region Hannover. Diese Entwicklungen wirken sich insbesondere in älteren Quartieren wie Alt-Laatzen aus, in denen sich soziale Belastungslagen konzentrieren. Für die Gemeinwesenarbeit ergibt sich daraus ein erhöhter Bedarf an niedrigschwelligen Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten, die soziale Teilhabe stärken und nachbarschaftliche Netzwerke im Quartier fördern.“
Quellen: Sozial- und Bevölkerungsdaten Stadt Laatzen / Region Hannover
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Alt-Laatzen 2030+“ orientiert sich konsequent am sozialräumlichen Ansatz der GWA. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Bewohner*innen Expert*innen ihres Lebensumfeldes sind und aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils beteiligt werden müssen. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen im Quartier sichtbar zu machen, Menschen zur Mitwirkung zu aktivieren und langfristig selbstorganisierte Nachbarschaftsstrukturen zu stärken.
Die Projektarbeit folgt zentralen Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit: Niedrigschwellige Zugänge, Beteiligung und Empowerment der Bewohner*innen, generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie eine konsequente Ressourcen- und Sozialraumorientierung. Durch aufsuchende Stadtteilarbeit, offene Begegnungsformate, Beteiligungswerkstätten und Nachbarschaftsprojekte werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht und miteinander in Austausch gebracht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstorganisation im Quartier. Bewohner*innen werden dabei unterstützt, eigene Ideen und Initiativen zu entwickeln und Verantwortung für gemeinschaftliche Aktivitäten zu übernehmen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Vernetzung zwischen lokalen Initiativen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und weiteren Akteur*innen im Sozialraum.
Gemeinwesenarbeit wird dabei als langfristiger Entwicklungsprozess verstanden, der soziale Teilhabe ermöglicht, demokratische Beteiligung stärkt und nachhaltige Strukturen im Quartier aufbaut.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Bewohner*innen ihre Fähigkeiten u. Ideen aktiv einbringen, lokale Initiativen entstehen u. Vereine, Einrichtungen sowie engagierte Bürger*innen gemeinsam Projekte im Stadtteil umsetzen. Vorhandene Ressourcen werden sichtbar
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und engagierte Bewohner*innen dauerhaft im Stadtteilnetzwerk zusammenarbeiten, neue Kooperationen entstehen und gemeinsame Projekte die Entwicklung des Quartiers sicht
Kriterium
Beschreibung
Das Wirkungsziel wird sichtbar, wenn Bewohner*innen eigene Initiativen u. Projektgruppen gründen, Nachbarschaftsprojekte selbst organisieren und Verantwortung im Quartier übernehmen. Ehrenamtliche und Quartierslotsinnen tragen Aktivitäten zunehmend eigens
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Orts-und Stadtrat; in Sitzungen und Ausschüssen soll regelmäßig über die Arbeit des QM berichtet werden. Die Politik wird zu allen Veranstaltungen im Stadtteil eingeladen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales; Team Grünflächen; Team Stadtplanung; Team Öffentlichkeitsarbeit werden zu regelmäßigen Treffen im Stadtteil eingeladen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Immanuel Kirche: das Cafe Exposè dient als niederschwelliger Begegnungsort im Quartier, Mittagessen, Nachmittags-Kaffee und der Dialog unterm Turm finden dort statt. Der Bedarf ist groß und das bestehende Format muss ausgebaut werden.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Das QM gestaltet den Rahmen für die Sozialen Akteure im Stadtteil; AWO stellt den Raum für akteursübergreifende Angebote;Christlicher Senioren Bund veranstaltet im Stadtteil Angebote; DRK führt 14tägig Veranstaltungen durch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der NABU, die AG Stadtgrün und die Bürgerinitiative führen gemeinsame, durch das QM koordinierte Aktionen im Quartier durch.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Angebote mit Schulen und Kindergärten ausbauen und um Pflanzaktionen,Beetpatenschaften erweitern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werden mit in die neue Angebotsvielfalt einbezogen; Ideen aus der Bewohnerschaft, auch zur Wohnumfeldverbesserung, werden umgesetzt.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Das Stadtteilnetzwerk, das aus Kirchengemeinde u. sozialen Akteuren besteht, arbeitet gemeinsam und erstellt durch Initiative des QM einen gemeinsamen Kalender.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Das Bündnis gegen Extremismus führt mit dem QM und BI regelmäßige monatliche "Demokratie im Stadtteil"-Veranstaltungen durch.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Durchführung von Müllsammelaktionen, aus denen sich eine Müllsammel-AG für den Stadtteilgebildet hat, die sich regelmäßig trifft und Müll sammelt.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt „Alt-Laatzen 2030+“ ist auf eine langfristige Verankerung der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil ausgerichtet. Während der Projektlaufzeit werden stabile Netzwerk- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut und ehrenamtliche Initiativen gestärkt. Perspektivisch soll die Quartiersarbeit stärker in kommunale Strukturen eingebunden werden. Ergänzend ist der Aufbau eines Quartiersfonds geplant, der lokale Projekte langfristig unterstützt und selbstorganisierte Nachbarschaftsaktivitäten ermöglicht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam statt einsam. Leben an der Wassermühle e.V.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wiebke Ridderskamp
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam statt einsam
Projektbeschreibung
Der Verein "Leben an der Wassermühle e.V" i.Gr. setzt sich zum Ziel, selbstbestimmtes Wohnen in Gemeinschaft zu fördern. Der Verein verfolgt sein Ziel insbesondere durch Gründung eines Wohnprojektes in Rotenburg. Durch gemeinsame Verantwortung für Wohn- und Lebensräume soll das Entstehen gemeinschaftlicher, generationsübergreifender, kreativer und multikultureller Lebensformen unterstützt werden.
Der Verein "Leben an der Wassermühle e.V" i.Gr. leistet einen Beitrag zur Förderung des sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Lebens. Der Verein unterstützt eine innovative Quartiersentwicklung in Rotenburg.
Laufzeit
2026-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesellschaftliche Tendenzen zeigen auch in einer Kreisstadt wie Rotenburg (Wümme) eine zunehmende Vereinsamung, soziale Spezifizierung von Wohnvierteln und geringer werdende altersübergreifende Kontaktmöglichkeiten.
Um dem entgegenzuwirken wurde Ende 2025 das Wohnprojekt "Leben an der Wassermühle" e.V. gegründet.
Die zwölf erwachsenen Mitglieder des Vereins "Leben an der Wassermühle" e.V., die sich regelmäßig um die Angelegenheiten des Wohnprojektes kümmern, engagieren sich alle ehrenamtlich. Die Altersspanne aller Mitglieder des geplanten Wohnprojektes reicht von einem Jahr bis 79 Jahre.
Wir kommen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, sind zum Teil Alleinerziehende, Eltern von behinderten Kindern, verwitwete Personen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Unser gemeinsames Ziel ist ein generationsübergreifendes Wohnprojekt in zentraler Lage in Rotenburg für Menschen zu gestalten, die miteinander eine besondere gemeinschaftliche Nachbarschaft unabhängig ihres sozialen Status, kulturellen Hintergrundes und Alters pflegen wollen und eine nachhaltige, ökolog. Gütergemeinschaft leben (Car sharing, gemeinsame Haushaltsgeräte).
Das geplante Wohnprojekt soll eine Ausstrahlungskraft für die Stadt Rotenburg entwickeln. Kulturelle, sportliche Projekte und Festivitäten sollen auch die Mitbürger Rotenburgs einladen und integrieren. Es ist vorgesehen, dass eine Teilhabe am Vereinsleben unabhängig des Wohnverhältnisses möglich ist. Besondere Gemeinschaftsflächen, wie Co Working places, Seminar- Beratungsräume, Gästewohnungen werden für Interessierte zur Verfügung gestellt. Damit werden Orte der Begnungen und des Dialoges im Zentrum Rotenburgs geschaffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Rotenburg (Wümme)
Beschreibung
Baugebiet zwischen Heimathaus und historischer Wassermühle. Siehe Internetseite: www.leben-an-der-wassermuehle.de
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
/
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Siehe Ausgangslage und Ziele.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Über Vereinsbeiträge und ehrenamtlich organisierte Aktionen sollen die Gemeinschaftsräume und Begegnungsorte des Wohnprojektes finanziert werden. Dabei setzt der Verein auf Nachhaltigkeit, Eigenleistung und Wiederverwendung von Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On