Das grüne Klassenzimmer in Südniedersachsen - unser Schulgarten für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silke Kuri
| Funktion | 1. Vositzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander lernen - Gemeinsam wachsen
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt „Grünes Klassenzimmer – ein Schulgarten für alle“ öffnet sich die Schule bewusst in die Dorfgemeinschaft und schafft einen neuen Raum für gemeinsames Lernen über Generationen hinweg. Auf einer ungenutzten, teils bewachsenen Fläche von 5.000 m² in unmittelbarer Nähe entsteht ein naturnaher Lern- und Erlebnisort, der durch das Engagement vieler Menschen aus dem Dorf lebendig wird.
Kern des Projektes ist die Anlage eines Schulgartens mit Obstbäumen, Hochbeeten und Aufenthaltsbereichen sowie die Anschaffung eines Zirkuswagens als geschützter Raum für Unterricht und Begegnung.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Tun: Kinder pflanzen mit Vereinsmitgliedern Obstbäume, bauen mit Eltern Hochbeete und lernen von erfahrenen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern den achtsamen Umgang mit Natur und Handwerk. So entsteht ein lebendiger Lernprozess, in dem Wissen weitergegeben wird und gleichzeitig Neues wachsen darf.
Das Projekt knüpft an bestehende Verbindungen im Dorf an: Schule, Kita, Jugendbüro, Familienzentrum und Gemeinde arbeiten bereits zusammen und werden durch das Vorhaben noch enger miteinander vernetzt. Mit Partnern wie der Forstgenossenschaft kommen weitere Perspektiven hinzu. Vereine, Eltern und engagierte Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Erfahrungen, ihre Zeit und ihre Ideen ein.
Geplant sind offene Aktionstage, kreative Angebote und gemeinschaftliche Formate wie Baumpatenschaften oder saisonale Veranstaltungen. Der Schulgarten wird so zu einem Ort, an dem Lernen, Engagement und Begegnung ganz selbstverständlich ineinandergreifen – ein offener Treffpunkt für alle Generationen.
Das „grüne Klassenzimmer“ ist kein abgeschlossener Raum, sondern ein gemeinschaftlich gestalteter Lernort, der die Gemeinwesenarbeit im Dorf stärkt und neue Impulse für ein nachhaltiges, soziales Miteinander setzt.
Das Projekt leistet damit einen konkreten Beitrag zur sozialen Dorfentwicklung, fördert die Teilhabe unterschiedlicher Generationen und schafft langfristig einen identitätsstiftenden Ort für die gesamte Gemeinschaft.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet umfasst die Ortsteile Landwehrhagen, Lutterberg, Speele und Spiekershausen der Gemeinde Staufenberg und ist ländlich geprägt. Die Ausgangslage ist weniger durch klassische soziale Problemlagen gekennzeichnet, sondern durch strukturelle Herausforderungen des ländlichen Raums.
Zwar bestehen aktive Vereine, engagierte Einrichtungen und gewachsene Strukturen, jedoch fehlt es an einem zentralen, niedrigschwelligen Ort, an dem Begegnung, gemeinsames Lernen und Austausch zwischen den Generationen regelmäßig stattfinden können. Bestehende Angebote sind häufig voneinander getrennt organisiert und erreichen nicht immer alle Bevölkerungsgruppen.
Zudem steht eine große, bislang ungenutzte Grünfläche in unmittelbarer Nähe der Grundschule zur Verfügung, die derzeit keine Aufenthaltsqualität oder gemeinschaftliche Nutzung bietet. Dieses Potenzial bleibt bislang ungenutzt.
Gleichzeitig besteht die Herausforderung, bestehendes Engagement langfristig zu sichern, jüngere Generationen einzubinden und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Ohne entsprechende Angebote droht eine zunehmende Trennung von Lebenswelten und ein Rückgang gemeinschaftlicher Aktivitäten.
Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt an, indem es einen gemeinsamen Ort schafft, der vorhandene Strukturen verbindet, Beteiligung ermöglicht und das soziale Miteinander im Dorf nachhaltig stärkt.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Göttingen, Gemeinde Staufenberg
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Grundschule Landwehrhagen mit den Ortsteilen Landwehrhagen, Spiekershausen, Lutterberg und Speele in der Gemeinde Staufenberg.
Einwohnerzahl
3800
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Staufenberg
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es die aktive Beteiligung der Menschen vor Ort in den Mittelpunkt stellt und bestehende Strukturen im Dorf gezielt miteinander vernetzt. Ausgangspunkt ist nicht nur die Schaffung eines neuen Ortes, sondern die gemeinsame Gestaltung dieses Ortes durch die Dorfgemeinschaft.
Schülerinnen und Schüler, Eltern, Vereine, die Forstgenossenschaft sowie Einrichtungen wie Kita, Jugendbüro und Familienzentrum wirken aktiv an Aufbau und Nutzung des Schulgartens mit. Durch gemeinschaftliche Aktionen wie Pflanz- und Bautage, Pflegeeinsätze oder saisonale Veranstaltungen entstehen niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für unterschiedliche Generationen.
Der Schulgarten wird so zu einem Ort, an dem Gemeinwesenarbeit praktisch gelebt wird: Menschen kommen zusammen, übernehmen Verantwortung und gestalten ihr Umfeld aktiv mit. Bestehende Netzwerke werden gestärkt und neue Verbindungen geschaffen.
Ziel ist es, langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen, die über das Projekt hinaus wirken. Der Ansatz fördert damit nicht nur Begegnung, sondern stärkt nachhaltig den sozialen Zusammenhalt und die Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn der Schulgarten als gemeinsamer Ort im Dorf von Kindern, Eltern, Vereinen und weiteren Akteuren angenommen und regelmäßig generationenübergreifend genutzt wird sowie neue Kontakte im Alltag entstehen, ist der Standard erreicht.
Vorhandene Strukturen
Im Projektgebiet bestehen bereits gewachsene Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die auf einem aktiven Dorfleben und einer engen Zusammenarbeit zentraler Akteure basieren. Die Grundschule, die Kita, das Jugendbüro, das Familienzentrum sowie die Gemeinde arbeiten bereits in verschiedenen Bereichen zusammen und sind im Austausch miteinander.
Darüber hinaus ist die Dorfgemeinschaft durch ein aktives Vereinsleben geprägt, das regelmäßig gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen organisiert. Diese Strukturen ermöglichen Begegnung, Engagement und Beteiligung, sind jedoch bislang nicht an einem gemeinsamen Ort gebündelt.
Der Förderkreis der Grundschule übernimmt bereits heute eine verbindende Rolle zwischen Schule, Eltern und weiteren Akteuren und bringt Erfahrungen in der Organisation gemeinschaftlicher Projekte ein. Ergänzend wirken lokale Akteure wie Vereine und die Forstgenossenschaft, die sich in die Pflege und Nutzung gemeinschaftlicher Flächen einbringen.
Das Projekt knüpft an diese bestehenden Strukturen an und entwickelt sie gezielt weiter, indem es einen gemeinsamen Ort schafft und die Zusammenarbeit systematisch stärkt und verstetigt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
örtliche Vereine der Dorfgemeinschaft (z. B. Schützenverein, Feuerwehr, Chor, Ortsgruppe Rotes Kreuz)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Förderkreis der Hermann-Gmeiner-Schule Landwehrhagen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eltern und Dorfgemeinschaft Landwehrhagen, Lutterberg, Speele und Spiekershausen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Sicherung erfolgt durch die feste Einbindung in Schule, Gemeinde und Dorfgemeinschaft. Pflege und Nutzung werden gemeinschaftlich durch Förderkreis, Vereine, Eltern und Forstgenossenschaft getragen. Die Finanzierung wird durch beantragte Mittel der Bingo-Umweltstiftung, lokale Sponsoren sowie langfristig durch Engagement vor Ort und geringe laufende Kosten gesichert.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ankerplatz Strampel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silvia van den Berg
| Funktion | Stellv. Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir im Strampel – Gute Nachbarschaft machen wir selbst!
Projektbeschreibung
Unter dem Titel „Ankerplatz Strampel" eröffnet das Projekt im Quartier „Strampel“ in Nordhorn eine dezentrale Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe in diesem strukturell benachteiligten Wohngebiet zu stärken und einer drohenden sozialen Brennpunktbildung präventiv entgegenzuwirken.
Das Quartier Strampel steht vor besonderen integrativen Herausforderungen: Ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehenden und Haushalten mit Wohnberechtigungsschein prägt das Bild. Um Konflikten vorzubeugen und das Gebiet als funktionierenden, positiven „Ankunftsort“ zu gestalten, fehlt es bislang an physischen Orten der Begegnung und niedrigschwelliger Unterstützung.
Hier setzt die VHS Grafschaft Bentheim an, indem sie ihre Bildungsangebote strategisch dezentralisiert und direkt in den Sozialraum verlegt.
In enger Kooperation mit der lokalen Wohnungsbaugesellschaft „gewo“, die kostengünstig zentrale Quartiersräume zur Verfügung stellt, wird eine hauptamtliche „Kümmerer“-Struktur aufgebaut. Eine mit 25 Wochenstunden ausgestattete Fachkraft fungiert künftig als feste Anlaufstelle. Sie bietet bedarfsgerechte Beratung zu unterschiedlichen Fragestellungen, vermittelt an weiterführende Hilfsdienste und koordiniert die Netzwerkarbeit. Die Räume dienen dabei als offener (oder bei Bedarf auch als geschlossner) Treffpunkt für alle Generationen.
Flankiert wird diese Struktur durch zielgruppenspezifische Bildungs-, Beratungs- und Freizeitangebote. Über ein flexibles Honorarbudget realisieren die VHS und ihre Netzwerkpartner (u. a. der Kreissportbund, das Demokratienetzwerk „Grafschaft zeigt Gesicht“, städtische Jugendpflege, freie Wohlfahrtspflege) konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen.
Das Quartier wird durch alltagsnahe Formate belebt: Dazu zählen Sprachkursangebote und Sprachkursberatung, ein Mediencafé, verlässliche Lernförderung und Hausaufgabenhilfe, Sportangebote zum Ausprobieren, Gesundheitspräventionsangebote, Mittagstisch, Jahrezeitenfeste.
Ein innovatives Kernelement ist die parallele Schulung zu ehrenamtlichen Nachbarschaftshelfern (Anker-Lotsen) um Selbsthilfe und Freiwilligeninitiativen nachhaltig zu verankern.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
1. Massive Verdichtung sozialer Problemlagen und drohende Isolation: Das Quartier „Strampel“ in Nordhorn ) weist eine hohe Konzentration multipler sozialer Problemlagen auf. Hier kumulieren sich prekäre Einkommensverhältnisse (hoher Anteil an WBS-Haushalten), Kinderarmut (viele Alleinerziehende) und sprachliche Barrieren (hoher Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte). Diese strukturellen Benachteiligungen führen in der Praxis zu einer starken sozialen Isolation der Bewohnerschaft und massiven Hürden bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Milieus und Lebensrealitäten ohne moderierende Begleitung wächst das Risiko von Vorurteilen, einem Rückzug in den privaten Raum und offenen Nachbarschaftskonflikten.
2. Erhöhter sozialer Druck durch bauliche Nachverdichtung bei fehlender Infrastruktur: Diese angespannte soziale Ausgangslage wird durch den aktuellen baulichen Wandel verschärft. Der lokale Wohnungsanbieter „gewo“ setzt derzeit eine Nachverdichtung am Strampel um. Mehr Menschen auf gleichem Raum erhöhen unweigerlich das Konfliktpotenzial, wenn Ausweichmöglichkeiten fehlen. Das Hauptproblem: Es mangelt im Quartier an sozialer Infrastruktur.
3. Abkopplung vom Hilfesystem und fehlende „Kümmerer“-Strukturen. Die Bewohnerschaft des Strampels ist vom klassischen, zentralisierten Hilfs- und Bildungssystem der Stadt in Teilen entkoppelt. Hohe Schwellenängste, sprachliche Defizite und mangelnde Mobilität sind die Gründe. Es fehlt eine dringend benötigte dezentrale Anlaufstelle mit „Brückenfunktion“ direkt im Sozialraum. Eine etablierte „Kümmerer“-Struktur, die aktiv aufsuchend und ermutigend arbeitet, ist unser Wunsch.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nordhorn Strampel
Beschreibung
wird nachgereicht.
Einwohnerzahl
364
Quelle / Anmerkungen
Gewo, die 364 beziehen sich auf die Mieteinheiten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
nordhorn.de für Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65
Wegweiser Kommune für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integrationsbericht 2023 für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Werte gefunden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
nls.niedersachsen.de für Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Zahlen zu finden
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune für die Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Zahlen zu finden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ankerplatz_strampel_1.jpg
(576.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt „Ankerplatz Strampel“ verfolgt bewusst einen integrativen Ansatz, der Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement eng verzahnt. Damit setzen wir exakt das Ziel der Förderrichtlinie um, sozialraumorientiertes Handeln mit der Quartiersentwicklung zu verknüpfen.
1. Gemeinwesenarbeit (Fokus: Mensch & Teilhabe) Die GWA bildet das Herzstück unseres Vorhabens und wird durch die VHS gesteuert. Wir etablieren eine dezentrale Anlaufstelle direkt im Sozialraum. Mit der 25-Stunden-Kümmererstelle schaffen wir eine verlässliche Struktur für Beratung, Vernetzung und Vermittlung. Über das Honorarbudget realisieren wir Bildungsangebote (Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse) zur gezielten Chancenverbesserung. Ein zentraler GWA-Baustein ist die Aktivierung der Nachbarschaft: Wir schulen Interessierte zu ehrenamtlichen Quartiersmanagerinnen, um die Selbstorganisation und Partizipation im Gebiet nachhaltig von innen heraus zu stärken
2. Quartiersmanagement (Fokus: Raum & Struktur) Das strukturelle QM sichern wir über die strategische Kooperation mit der „gewo“, dem größten Wohnungsanbieter der Region. Die gewo betreibt aktiv Quartiersentwicklung und begleitet ihre aktuell geplante Nachverdichtung am Strampel durch die kostengünstige Bereitstellung unserer Quartiersräume. Während die gewo die bauliche Infrastruktur stellt, bespielen wir diese Räume vernetzt mit starken Partnern (Kreissportbund, Demokratienetzwerk). Die spätere Gründung des „Runden Tisches Strampel“ bündelt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir messen den Erfolg daran, ob die echten Bedürfnisse der Bewohnerschaft im Vordergrund der Arbeit stehen, ob sich die Menschen gehört und ernst genommen fühlen und ob es gelingt auch die Interessen „schwächerer“ Gruppen aufzunehmen.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein sichtbarer Prozess der Selbstorganisation stattfindet: Es gibt mehr Initiativen, Personen treten selbstbewusster auf und erste Angebote funktionieren auch ohne professionelle Begleitung und Untertützung.
Kriterium
Beschreibung
Die Wirksamkeit zeigt sich, wenn Angebot und Nachfrage von Aktivitäten im Quartier übereinstimmen. Zudem messen Sie den Erfolg daran, ob die Menschen eigene Themen auf die lokale Agenda setzen und dabei Erfahrungen mit Selbstwirksamkeit machen.
Kriterium
Beschreibung
Den Erfolg erkennen wir an der Sprache und Wahrnehmung: Die Menschen sprechen positiver über ihr eigenes Gemeinwesen, es sind sichtbar neue Stärken vor Ort entstanden und das Image des Quartiers hat sich nach außen hin merklich verbessert.
Beschreibung
Netzwerkkarten erstellen: Wir zeichnen auf, welche konkreten neuen Arbeitsbeziehungen zwischen völlig unterschiedlichen Fachbereichen (z. B. VHS, gewo, Jugendamt) durch Ihr Projekt entstanden sind
Beschreibung
Wir stellen die Erreichung durch wirksame Kooperationsvereinbarungen fest. Ein wichtiges Messkriterium ist zudem die machtkritische Reflexion der „blinden Flecken“ (welche Initiativen oder Menschen im Netzwerk noch fehlen) und ob die Akteure eina
Kriterium
Beschreibung
Angebots-Nachfrage-Abgleich (Quantitativ & Qualitativ): Wir führen Teilnehmerlisten und werten Sie diese regelmäßig aus, um schwarz auf weiß zu belegen, ob das Angebot im Quartier tatsächlich mit der echten Nachfrage der Bewohnersc
Beschreibung
Hier messen wir den Erfolg daran, ob die lokale Infrastruktur (wie Begegnungsräume) tatsächlich mit den Bedarfen der Menschen abgeglichen wird und ob die Bewohner maßgeblich in
Kriterium
Beschreibung
(Quantitativ): Wir dokumentieren und zählen, wie viele konkrete Verbindungen und Treffen es mit übergeordneten politischen Entscheidungsebenen (z. B. Stadtrat, Fachausschüsse, Bürgermeister) gab und ob diese Zugäng
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritas; Diakonie
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur nachhaltigen Sicherung des Projekts nach dem 36-monatigen Förderzeitraum greifen strukturelle, räumliche und personelle Maßnahmen ineinander. Die VHS verankert dezentrale Angebote wie das Mediencafé fest in ihrem Regelangebot. Räumlich wird der Fortbestand durch die „gewo“ abgesichert, die den „Ankerplatz“ langfristig kostenfrei bereitstellt. Die echte Selbstorganisation wird durch die qualifizierten „Strampel-Lotsen“ (Local Leaders) gelebt. Ggf. mit festen Ansprechpartner bei der Gewo.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Oesede mit Herz und Kompass
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sebastian Häfker
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ein Stadtteil gemeinsam engagiert
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt die Michaelisschule in Georgsmarienhütte-Oesede als zentralen Begegnungs- und Beteiligungsort im Quartier und als Baustein lokaler Gemeinwesenarbeit. Schulen sind Orte, an denen Menschen unterschiedlicher sozialer Lagen, Herkunftsbiografien und Lebensrealitäten zusammenkommen, und bieten damit ein großes, bislang oft ungenutztes Potenzial als Treffpunkt auch außerhalb des Unterrichts, etwa in den Nachmittags- und Abendstunden sowie an Wochenenden. Im Rahmen unserer Schul-AG „Soziales Lernen durch Sport“ wurden wir in Gesprächen mit Eltern, Lehrkräften und der Schulsozialarbeit darauf aufmerksam, dass es im Stadtteil an einem niedrigschwelligen Ort für Austausch und gemeinsames Engagement insbesondere für Familien fehlt. Hier setzt das Projekt an. Im ersten Jahr stehen Beziehungsaufbau und Bedarfserhebung im Mittelpunkt. Mit offenen, sportlich geprägten Formaten wie „Sport x Nachbarschaft“ (gemeinsamen Bewegungs- und Spielangeboten im Umfeld der Schule) kommen wir mit Eltern, Kindern und weiteren Bewohnern ins Gespräch. Niedrigschwellige Impulsfragen regen zum Austausch über Themen und Bedarfe im Stadtteil an. Sport dient als Türöffner, um auch Menschen zu erreichen, die klassische Beteiligungsangebote bislang kaum nutzen. Ergänzend werden lokale Akteure (Schule, Kitas, Vereine, soziale Träger) einbezogen und ein Quartiersnetzwerk aufgebaut. Formate wie Nachbarschaftscafés oder offene Bewegungsangebote stärken die Schule als einladenden Ort. Im zweiten Jahr werden die gesammelten Themen in Bürgerwerkstätten aufgegriffen. Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam Projektideen, über die die Nachbarschaft abstimmt. Die ausgewählten Bürgerprojekte – z. B. Elternnetzwerke, Nachbarschaftshilfen oder Begegnungsformate – werden gemeinschaftlich umgesetzt und durch das Projektteam begleitet. Parallel entsteht ein Kreis besonders aktiver Teilnehmender, der für weiteres Engagement qualifiziert wird. Im dritten Jahr liegt der Fokus auf Verstetigung und strukturellem Transfer. Gemeinsam mit Schule, Stadt und lokalen Partnern werden erfolgreiche Formate dauerhaft im Schul- und Quartiersalltag verankert. Ziel ist es, die Michaelisschule langfristig als in den Stadtteil wirkenden Nachbarschaftsort zu etablieren, der auch außerhalb der Unterrichtszeiten aktiv genutzt wird. Der Engagiertenkreis übernimmt zunehmend eigenständig Moderations- und Organisationsaufgaben und wird gezielt in bestehende Gremien und Strukturen eingebunden.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage in Oesede ist durch eine stabile Wohnlage und zugleich „stille“ soziale Herausforderungen geprägt. Georgsmarienhütte (ca. 32.000 Einwohner) weist relevante Anteile von Familien, älteren Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte auf; Oesede ist mit rund 12.000 Einwohnern der größte Stadtteil. Daten und lokale Einschätzungen zeigen eine alternde Bevölkerung, zunehmende Einpersonenhaushalte und verdeckte Armutsrisiken. Soziale Problemlagen treten dabei eher kleinteilig im Wohngebiet auf als in klar abgegrenzten Brennpunkten. Im Rahmen unserer Schul-AG „Soziales Lernen durch Sport“ berichten Eltern, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit von Belastungen durch finanzielle Engpässe, Vereinbarkeitsprobleme, Einsamkeit und fehlende Unterstützung im Alltag. Trotz vorhandener Infrastruktur fehlt im Umfeld der Michaelisschule ein niedrigschwelliger Treffpunkt für Austausch, Begegnung und gemeinsames Engagement. Beteiligung bleibt oft auf kurze Kontakte im Schulalltag beschränkt; strukturierte Formate zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen fehlen. Auf städtischer Ebene bestehen mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Bürgerforum und dem Präventionsrat wichtige Akteure zur Förderung von Engagement und Zusammenhalt. Eine sichtbare, quartiersnahe Andockstelle, die diese mit den Lebenswelten vor Ort verbindet, fehlt jedoch. Die Michaelisschule bietet als zentraler, vertrauter Ort großes Potenzial als Begegnungs- und Beteiligungsort, wird außerhalb der Unterrichtszeiten jedoch kaum genutzt. Es besteht daher Bedarf, eine gemeinwesenorientierte Struktur im Quartier aufzubauen, die soziale Teilhabe stärkt, Nachbarschaft aktiviert und bestehende Akteure besser vernetzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Georgsmarienhütte - Oesede
Beschreibung
Das Projektgebiet des Vorhabens umfasst ein Wohnquartier im Georgsmarienhütter Stadtteil Oesede rund um die Michaelisschule. Es wird im Nordosten durch die Glückaufstraße, im Osten durch „Am Breebach“, im Süden durch die Wellendorfer Straße und im Westen durch die Osnabrücker Straße begrenzt. Dieses Gebiet bildet den unmittelbaren Sozialraum der Michaelisschule: Hier wohnen viele der Kinder, Eltern und Nachbarinnen, die täglich die Schule nutzen oder ihren Alltag in den umliegenden Straßen verbringen. Prägend ist eine Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihenhausgebieten und kleineren Mehrfamilienhäusern. Damit treffen im Quartier unterschiedliche soziale Lagen, Wohnformen und Lebensrealitäten auf engem Raum aufeinander. Die Michaelisschule ist als Startchancen-Schule ein Hinweis darauf, dass hier im Vergleich zu anderen Schulen der Stadt besondere soziale Herausforderungen bestehen – unter anderem hinsichtlich Bildungs- und Teilhabechancen, familiärer Belastungen und Unterstützungsbedarfen im Alltag. Gleichzeitig gibt es in Oesede gewachsene Strukturen von Vereinen, Kirchengemeinden und Nachbarschaften, die bislang jedoch nicht systematisch rund um die Schule gebündelt werden. Die gewählte räumliche Abgrenzung bildet den alltäglichen Bewegungsraum vieler Familien ab: Schulweg, Einkaufsmöglichkeiten, Spiel- und Aufenthaltsorte liegen innerhalb dieser Grenzen. Dadurch können Bedarfe und Ressourcen im direkten Umfeld der Michaelisschule gezielt in den Blick genommen werden. Das Projektgebiet umfasst sowohl Wohngebiete als auch Bildungs- und soziale Infrastruktur und ist über die Osnabrücker Straße und die Wellendorfer Straße gut an das übrige Stadtgebiet angebunden. Durch die Konzentration auf dieses klar umrissene Quartier kann das Projekt passgenau an den Lebenswelten der Bewohnerinnen und Bewohner ansetzen, nachbarschaftliche Beziehungen stärken und die Michaelisschule Schritt für Schritt als zentralen Treffpunkt und Anker der Gemeinwesenarbeit in Oesede etablieren.
Einwohnerzahl
11889
Quelle / Anmerkungen
https://www.georgsmarienhuette.de/portal/seiten/daten-fakten-914000016-22600.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.nls.niedersachsen.de/gemeinden/G459019.html für Gesamtstadt + Schätzung für Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.georgsmarienhuette.de/stadt/daten-fakten-mobilitaet/ für Gesamtstadt + Schätzung für Projektgebiet
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
20260322_gute_nachbarschaft_projektgebiet.png
(298.25 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ausgangspunkt ist nicht ein festes Angebotsprogramm, sondern die Lebenslage der Menschen rund um die Michaelisschule in Oesede. GWA verstehen wir als dauerhafte Anlaufstelle im Quartier, die zuhört, Beteiligung organisiert, Vernetzung fördert und Nachbarschaftsprozesse begleitet. Kern ist ein sozialräumlicher Blick: Wir knüpfen an den Alltag von Familien und Anwohnern an. Über die Zusammenarbeit mit der Schule erreichen wir insbesondere Familien und Care-Arbeitende verschiedener Herkunft und öffnen ihnen einen niedrigschwelligen, an ihre Lebensrealität angepassten Zugang zu Engagement. Mit aufsuchenden Formaten wie „Sport x Nachbarschaft", Gesprächen im Schulumfeld und Nachbarschaftscafés holen wir Menschen ab und machen Bedarfe sichtbar. Auf dieser Basis werden in Bürgerwerkstätten gemeinsam Ideen entwickelt, priorisiert und als Bürgerprojekte im Stadtteil umgesetzt. Die GWA moderiert diese Prozesse, stärkt Selbstorganisation und unterstützt Bewohnende dabei, Verantwortung zu übernehmen. Parallel baut die GWA-Struktur systematisch Vernetzung auf: Schule, Kitas, Vereine, Gemeinden, Präventionsrat, Bürgerforum, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtverwaltung werden an einen Tisch gebracht, um Informationen zu teilen, Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Schritte zu vereinbaren. Mit dem Engagiertenkreis entsteht eine dauerhafte Nachbarschaftsgruppe, die als Bindeglied zwischen Bewohnerschaft, Einrichtungen und Kommune wirkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftscafés, Bürgerwerkstätten und gemeinsame Projekte fördern Begegnung und Austausch. Die Michaelisschule wird als Nachbarschaftsort wahrgenommen und genutzt. Menschen erleben, dass ihr Engagement das Zusammenleben in Oesede positiv verändert.
Beschreibung
Die Michaelisschule wird als bestehende Ressource für Begegnung und Beteiligung erschlossen. Bestehende Akteure (Präventionsrat, Bürgerforum, Gleichstellungsbeauftragte, Vereine) werden vernetzt. Der SV Kompass bringt seine Erfahrung und Expertise ein.
Kriterium
Beschreibung
Ein funktionsfähiges Netzwerk mit regelmäßigen Treffen ist etabliert. Kooperationen zwischen Schule, SV Kompass, lokalen Einrichtungen und der Stadt sind verbindlich vereinbart. Der Engagiertenkreis wirkt als Bindeglied zwischen Bewohnerschaft & Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Eltern und Care-Arbeitende mit und ohne Migrationsgeschichte einen Ort haben, an dem sie sich ihrer Lebensrealität entsprechend gemeinsam mit anderen für den Stadtteil einsetzen und ihn durch eigene Projekte und Vernetzung mitgestalten können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Georgsmarienhütte (Susanne Häring)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abteilung für Soziales und Jugend (Alexander von der Heide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat der Stadt Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Osnabrück e.V. - Büro des Sports Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verschönerungsverein von 1870 Heimatverein Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Zuge der Netzwerkarbeit im Projekt erarbeiten wir mit Kommune, Schule und weiteren Partnern einen Plan für die langfristige Ansiedlung an der Michaelisschule mitsamt Finanzierungsstrategie. Möglichkeiten der Finanzierung sind u.a. Akquise von weiteren Fördergeldern von (lokalen) Stiftungen und Soziallotterien, Einwerben von Spenden und ehrenamtliches Engagement. Zudem sollen Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie der Sparkasse und Volksbank sowie Unternehmen aufgebaut werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
StadtGemeinschaftsHaus Nord
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tom Becker
| Funktion | Direktor der Stadtbibliothek Hannover |
|---|
2. Kurzbeschreibung
StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek
Projektbeschreibung
Mit dem „StadtGemeinschaftsHaus Nord“ (SGH) entsteht zur Zeit im Stadtteil Nordstadt der Landeshauptstadt Hannover ein neuartiges Modellprojekt der sozialraumorientierten Gemeinwesenarbeit. Die Nordstadtbibliothek wird gemeinsam mit dem Fachbereich Senioren, der Arbeiterwohlfahrt Hannover e.V. (AWO) und zivilgesellschaftlichen Partner*innen zu einem offenen, kooperativen Ort weiterentwickelt, einem Ort für Begegnung, Bildung und Teilhabe. Das Konzept wurde im Verlauf eines einjährigen partizipativen Entwicklungsprozesses unter aktiver Mitwirkung der Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“ (BI) erarbeitet und ist von der Stadtbibliothek und vom Rat der Landeshauptstadt politisch gewollt.
Im künftigen StadtGemeinschaftsHaus Nord entsteht zusätzlich zu der Bibliothek ein Treffpunkt für Senior*innen, interkulturelle Gruppen, Familien und Nachbarschaft. Das Haus bietet die Möglichkeit, Synergien durch Kooperation zu schaffen und in einem offenen Konzept diverse Teilnahmemöglichkeiten für alle Menschen im Stadtteil anzubieten. So bildet sich ein generationsübergreifender Lern- und Begegnungsort, der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen zusammenbringt. Während das künftige Bibliotheksangebot einen Schwerpunkt auf den Kinder- und Familienbereich legt, möchte der Fachbereich Senioren ein niedrigschwelliges Angebot für Senior*innen anbieten, wie bspw. offene Sprechstunden für Digitales und so das Miteinander von Jung und Alt im Stadtteil fördern. Interkulturelle Angebote der AWO wie etwa muttersprachliche Gruppen und Erählcafés sollen den sozialen Zusammenhalt im Quartier fördern. Das StadtGemeinschaftsHaus besitzt dazu BibliothekPlus-Zeiten, in denen das Haus automatisiert zugänglich ist und von Partner*innenorganisationen und Ehrenamtlichen kuratiert wird.
In diesem neu entstandenen Haus wollen wir neue Wege der Projektentwicklung gehen und dezidiert auf den Stadtbezirk Nord als lebendigen, aber herausfordernden Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität eingehen. Das StadtGemeinschaftsHaus reagiert damit auf zentrale Probleme des Quartiers wie Armut, Migration, Einsamkeit und Bildungsbenachteiligung. Es soll ein Ort sozialer Integration entstehen, der niederschwellige Angebote für verschiedene (interkulturelle) Gruppen, generationsübergreifende Gesprächsrunden und partizipative Formate anbietet.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadtbibliothek ist seit Jahrzehnten zentraler Bildungs- und Begegnungsort im Stadtteil. Durch Sparvorgaben (HSK XI) stand sie jedoch zur Disposition. In einem einjährigen partizipativen Prozess, angestoßen durch die Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“, wurde gemeinsam mit AWO, Fachbereich Senioren und Stadtbibliothek ein zukunftsfähiges Alternativkonzept entwickelt: das StadtGemeinschaftsHaus Nord. Es entsteht ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept mit Vorbildcharakter, das Einsparung mit sozialem Mehrwehrt verbindet.
Die Nordstadt ist ein lebendiger, aber herausgeforderter Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität. Themen wie Altersarmut, Migration, Einsamkeit, Bildungsbenachteiligung und strukturelle Unterversorgung treffen hier auf ein starkes bürgerschaftliches Engagement. Genau hier setzt das Projekt an. Statt einer Schließung entsteht ein gemeinschaftlich getragener Ort, der nicht nur Bildung bietet, sondern auch Teilhabe und Begegnung ermöglicht. Durch Kooperation und Beteiligung wird ein Raum geschaffen, der auf die Bedarfe des Quartiers zugeschnitten ist: Generationenübergreifend, interkulturell, offen.
Die Umwandlung markiert einen Paradigmenwechsel: von der klassischen Bibliothek hin zu einem sozialraumorientierten Gemeinschaftshaus. Ende Mai beginnt die finale Umbauphase, nach der das Haus offiziell geöffnet und das Konzept umgesetzt werden kann.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist in seinem Kern ein Projekt des kooperativen Quartiersmanagements. Es bündelt Ressourcen aus Verwaltung, freien Trägern und Zivilgesellschaft, um einen integrativen Ort für das Quartier zu schaffen. Der sozialräumliche Fokus zeigt sich in der konsequenten Ausrichtung auf Bedarfe und Potenziale des Stadtteils, welche im engen Austausch mit Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort entwickelt werden. Im Mittelpunkt steht nicht die Dienstleistung einzelner Einrichtungen, sondern ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung für das Quartier, das aber noch entwickelt und ausgebaut werden muss. Durch abzustimmende Angebote, einer gemeinsamen Nutzung von Räumen (Räume mit festem Programm und Räumen, die sich inhaltlich-gestalterisch anpassen können und müssen) und partizipative Formate, die wir noch nicht beschreiben können, entsteht ein solidarischer Ort mit Modellcharakter. Das Projekt stärkt bestehende Netzwerke, baut neue Kooperationen auf und entwickelt verlässliche Strukturen der Zusammenarbeit – etwa über runde Tische, Beteiligungsformate und die kuratierte Gestaltung der nicht-personalbesetzten Öffnungszeiten. Eine fest installierte Hausleitung trägt die Verantwortung für die Koordination und Weiterentwicklung. Der Ansatz des Quartiersmanagements wird hier nicht additiv gedacht, sondern als verbindende Strategie: Das Haus wird Teil einer sozialräumlichen Infrastruktur, die Nachbarschaft stärkt, Engagement aktiviert und Teilhabe ermöglicht.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es wird ein Konzept zur Verstetigung durch Projektmittel (z. B. Quartiersfonds, Stiftungsgelder) entwickelt. Die strukturelle Anbindung an Stadtbibliothek, AWO und FB Senioren sichert organisatorische Nachhaltigkeit und langfristige Verankerung im Gemeinwesen.
ZUSAMMEN-finden: Nachbarschaft ist, was du daraus machst!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Volker Rosenfeld
| Organisation | LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. |
|---|---|
| Funktion | Pastor und Geschäftsführer Nachbarschaftsladen Engeo, Vakanzvertreter |
2. Kurzbeschreibung
ZUSAMMEN-finden: Nachbarschaft ist, was du daraus machst!
Projektbeschreibung
In Bremervörde gibt es Wohngebiete unterschiedlicher Jahrzehnte und mit unterschiedlicher sozialer Struktur. Neben Wohngebieten mit überwiegender Einfamilienhausbebauung und ländlichen Wohngegenden gibt es Gebiete mit Wohnblocks der 70er Jahre, darunter auch stigmatisierte Wohngebiete. In diesen Bereichen wurde von den beiden Kirchengemeinden der Stadt in der Vergangenheit eine sozialraumorientierte GWA mit zwei Anlaufstellen, dem Stadtteilladen und dem Nachbarschaftsladen, aufgebaut. Hier finden insbesondere Familien mit Kindern, unter ihnen eine Mehrzahl mit Migrationsgeschichte Förderung in Gestalt von Hausaufgabenbetreuung, von pädagogischen Angeboten und Beratung. Auch Anwohnergruppen machen sich die Läden als Ort der Begegnung zu eigen: Nachbarschaftstreffen, Frauentreffen, internationale Frauengruppe, internationales Kochstudio, Handarbeitskreise usw. Über die Beratungsarbeit fungieren die Läden darüber hinaus als Vermittlungsstelle für weiterführende Fachberatung. Dazu sind sie im Netzwerk der örtlichen Beratungsstellen von Landkreis und Diakonie sehr gut eingebunden und Kooperationspartner verschiedener lokaler Akteure.
Diese auf zwei Wohngebiete bezogene Arbeit und die darin gemachten Erfahrungen werden im Projekt „ZUSAMMEN-finden: Nachbarschaft ist, was du daraus machst“, beibehalten, weiterentwickelt und auf das Gesamte der Kernstadt Bremervörde ausgeweitet. Es werden Begegnungsräume geschaffen, in denen sich Angehörige unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen niedrigschwellig wahrnehmen, austauschen und vernetzen. Dadurch wird Vereinsamungstendenzen begegnet, Vorurteilen entgegengewirkt, Konflikten vorgebeugt und Nachbarschaftshilfe in entstehenden Netzwerken ermöglicht. Aus Teilnehmenden werden Mitwirkende. Hier geht es also um eine gesamtstrukturelle Entwicklung in der Stadt: Der Zusammenhalt von Menschen unterschiedlicher sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft wird gefördert. Sie entdecken vorhandene Ressourcen und manches Verbindende, nehmen gemeinsam Missstände wahr und adressieren sie gemeinsam in der Öffentlichkeit. Auf diese Weise erwachsen aus der bestehenden Arbeit neue Formen der Selbstorganisation und Beteiligung. Ziele wie die Verbesserung der Wohnqualität in stigmatisierten Quartieren kommen im Austausch mit Verwaltung und Politik, mit Stadtteilvereinigungen und mit Vertretern der Wohnungswirtschaft verstärkt in den Blick. Mit Kooperationspartnern im gesamtstädtischen Kontext werden gemeinsame Initiativen begründet.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Liborius wird im laufenden Jahr 2026 (letztes Jahr der Förderung) durch Beratung und Förderung erfolgreich von "Gute Nachbarschaft" bei der Entwicklung einer Gemeinwesenarbeit in ihrem Bereich ("Nachbarschaftsladen Engeo") unterstützt. Parallel dazu ist in der Nachbarkirchengemeinde, der Ev.-luth. Auferstehungskirche, ein vergleichbares Projekt entstanden, der Stadtteilladen, der bereits nach der Selbsthilfe-RL der LAG soziale Brennpunkte gefördert wurde. Von dieser Seite her (H. Simon, J. Huesmann, J. Klatt) kam die Anregung, aus diesen beiden Stadtteil-Initiativen eine abgestimmte GWA für das Gebiet der Gesamtstadt Bremervörde zu entwickeln.
In Bremervörde gibt es Wohngebiete unterschiedlicher Jahrzehnte und mit unterschiedlicher sozialer Struktur, deren Bewohnerschaft in weiten Teilen unverbunden nebeneinander lebt: Einfamilienhausgebiete, Gebiete mit Wohnblocks der 70er Jahre, stigmatisierte Wohngegenden, ländliche und landwirtschaftlich geprägte Lagen. Menschen mit höherem oder kleinerem Einkommen, Menschen in prekären Lebensverhältnissen und viele Menschen mit Migrationshintergrund leben in unterschiedlichen Kulturkreisen und Lebenswelten.
In beiden Läden gibt es in den vergangenen Jahren vielfältige und gute Erfahrungen im Ringen um mehr soziale Teilhabe und gelingende Integration. Beide Anlaufstellen sind mit vielen Akteuren vor Ort bestens vernetzt, z.B. Schulen, Kinderschutzbund, Jobcenter, Polizei, Beratungsstellen des Landkreises und der Diakonie, haben in Verwaltung und Politik bei Stadt und Landkreis über die Jahre hohes Ansehen erworben und werden von dort zuletzt mit ca. 50 % gefördert.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf die sog. Kernstadt Bremervörde oder Ortschaft Bremervörde innerhalb des Stadtgebietes von Bremervörde, das auch eingemeindete Dörfer umfasst. Es wird im Norden durch das Waldgebiet "Höhne", im Osten durch die Ortschaft Hesedorf, im Süden durch die Ortschaft Spreckens und im Westen durch die Gemeinde Oerel, hier Ortschaft Glinde begrenzt. Es endet an den Ausfallstraßen jeweils an den Ortsschildern.
Einwohnerzahl
11736
Quelle / Anmerkungen
Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bremervörde
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
zusammen-finden.png
(1.63 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die beiden Kirchengemeinden arbeiten seit Jahren nicht nur in den für die evangelische Kirche typischen Tätigkeitsfeldern, sondern auch mit einer expliziten Sozialraumorientierung und damit unabhängig von der Kirchen- und Religionszugehörigkeit ihrer Zielgruppen. Sie haben zu diesem Zweck ihre kircheneigenen Gebäude verlassen und andere Räumlichkeiten erworben bzw. angemietet. Damit reagieren sie auf ein sich seit Jahren veränderndes Umfeld in der Kleinstadt Bremervörde und verstehen sich als caring communities, die Bewohner der Stadt befähigen, ihre Interessen zu artikulieren und für sich einzutreten. Die in Stadtteilladen und Nachbarschaftsladen angestellten Sozialarbeiterinnen (insg. 2,0 VZÄ, im beantragten Projekt nur 1,5 VZÄ!) stärken und fördern mit niedrigschwelligen Beratungsangeboten die Selbstwirksamkeit der Zielgruppenangehörigen und ermitteln im Dialog mit ihnen Bedarfe und Verbesserungsvorschläge im Sozialraum (in der Vergangenheit zB. Realisierung einer sicheren Straßenquerung, usw.). Sie haben Beratungs-, Vermittlungs- und Netzwerkfunktion. Eine der Mitarbeiterinnen ist GWA-zertifiziert, eine weitere strebt den Zertifikatskurs im Projektzeitraum an. Umfangreiche Erfahrungen in der GWA motivieren uns, die vorhandene Arbeit weiterzuentwickeln und auf die gesamte sog. Kernstadt ausgedehnt. Zu den schon vorhandenen Kooperations- und Netzwerkpartnern kommen weitere hinzu. Es werden also eindeutig Ansatz und Methoden der Gemeinwesenarbeit angewendet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
In Nachbarschaftsladen und Stadtteilladen und weiteren niedrigschwelligen Begegnungsräume geben wir Menschen aktiv Gelegenheit, ihre Anliegen auszudrücken. Sie werden als Experten und Expertinnen für ihr Umfeld und ihre persönlichen Fragen ernstgenommen.
Kriterium
Beschreibung
In Beratung und Gruppenangeboten (Frauengruppe, internationales Kochstudio, Deutsch-Konversationskurs für Migrantinnen usw.) werden Einzelne und Gruppen zu Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe befähigt.
Kriterium
Beschreibung
Durch aktivierende Befragungen und Stadtteilspaziergänge werden Ressourcen aufgespürt und gebündelt, die dazu beitragen, den Alltag und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.
Kriterium
Beschreibung
In Stadtteilladen, Nachbarschaftsladen und anderen Begegnungsräumen kommen Angehörige unterschiedlicher Milieus, Herkünfte und Generationen zusammen. Dies trägt dazu bei, Vorurteilen entgegenzuwirken und Verständnis füreinander zu gewinnen.
Beschreibung
Fragestellungen und Themen von Anwohnern und Ratsuchenden werden in ihrem Facettenreichtum erkannt und ggf. an kompetente Netzwerkpartner weitervermittelt.
Beschreibung
Das Projekt der beiden Kirchengemeinden zielt darauf, in den verschiedenen sozialen Netzwerken, in die es eingebunden ist, gemeinsame Projekte und Ziele für das Gemeinwesen zu erkennen und zu realisieren.
Kriterium
Beschreibung
Themen und Fragen der sozialen Infrastruktur werden mit Anwohnern, „GebietsexpertInnen“, Kommunalverantwortlichen und VertreterInnen der Wohnungswirtschaft angesprochen und lösungsorientiert bearbeitet.
Beschreibung
Das Projekt bringt sich in soziale Hilfenetzwerke ein. Aus regelmäßigen Netzwerkkontakten werden gemeinsame Kampagnen, aus Netzwerken werden Bündnisse.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Seit 2013 besteht im Stadtteil um die Auferstehungskirche, Neues Feld, und seit 2020 im Stadtteil Engeo jeweils eine gut funktionierende Gemeinwesenarbeit, deren hauptsächliche Zielgruppe jeweils Familien mit Kindern sind („Kinder und Familien stärken“). In diesen Quartieren leben eine für kleinstädtische Verhältnisse hohe Zahl von Menschen in sozial benachteiligten Lebenssituationen, unter ihnen viele mit Migrationsgeschichte und kinderreiche Familien. Mit ihren Bedarfen sahen sich die Kirchengemeinden vor Jahren immer stärker befasst und haben deshalb mittels Drittmittelförderung („Aktion Mensch“, „Stiftung Deutsches Hilfswerk“, öffentliche Förderung) Grundlagen einer GWA gelegt, die dann mit Unterstützung der LAG soziale Brennpunkte („Selbsthilfe-RL“ bzw. „Gute Nachbarschaft“) auf methodisch wirksame Füße gestellt wurde. Mit täglicher Hausaufgabenbetreuung, pädagogisch sinnvollen Freizeitangeboten, niedrigschwelligen offenen Kinderangebote in den Ferien werden in jedem Laden seit Jahren durchschnittlich täglich mehr als 20 Kinder erreicht, teilweise bis zu 30. Eltern kommen wegen ihrer Kinder in die beiden Läden und werden zu allgemeinen Lebens- und Erziehungsfragen beraten, erfahren dort sozialarbeiterische Unterstützung oder werden an Fachberatungsstellen weitervermittelt.
Das Projekt ZUSAMMEN-finden entwickelt die vorhandene GWA der beiden Läden weiter, und nimmt mit neuen Begegnungsräumen und neuen Kooperationspartnern eine gesamtstädtische Perspektive ein.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendsozialarbeit, Jugendzentrum, Jugendamt, Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsstellen des Landkreises: Wohngeldstelle, Jobcenter, Ausländerbehörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Tandem e.V., Stadtteilvereinigungen, Service-Clubs, Lebenshilfe Bremervörde/Zeven e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ökumenische Partner in der Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Einzelne Arbeitgeber von Klienten der Beratung
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Überregionale Förderer wie LAG und Diakonie in Niedersachsen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Anlaufstellen Stadtteilladen und Nachbarschaftsladen in Bremervörde sind seit 12 bzw. 6 Jahren mit insgesamt 2,0 VZÄ soz.päd. "Kümmerern" verlässlicher Bestandteil der sozialen Infrastruktur der Stadt und werden u.a. durch Zuschüsse von Stadt und Landkreis gefördert. Im Projektzeitraum 2027-2029 wird die GWA der beiden Läden beibehalten, weiterentwickelt und über die gesamte Kernstadt ausgeweitet. Eine Verstetigung und Einbettung der Arbeit in die kommunale Stadtentwicklung ist erwartbar.
11. Medien
Galerie
Videos
ndr-markt_im_dritten-film.mp4
(35.5 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bildungscampus Sportzentrum Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tina Klose
| Funktion | Fachberatung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt verbindet - voneinander und miteinander Lernen für eine starke Demokratie!
Projektbeschreibung
Unter dem gemeinsamen Dach des Landkreis Gifhorn werden zwei innovative Projekte der Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Die Projekte des Handwerker-/Blumenviertel e.V. am Dannbütteler Weg, sowie am Campus Süd der Stadt Gifhorn profitieren von der ideellen Unterstützung und strategischen Einbindung des Landkreises.
Die Projekte arbeiten eigenständig vor Ort und werden durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachlichen Austausches miteinander verbunden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die Gemeinwesenarbeit gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Landkreis beiträgt.
Beide Initiativen arbeiten eng mit der Wohnungswirtschaft (GWG) zusammen. Außerdem bestehen im Fall des Campus Süd zusätzliche Kooperationen vor Ort, wie z.B. mit der Kreisvolkshochschule oder auch den Berufsbildenden Schulen 1 des Landkreises Gifhorn. Beim Dannenbütteler Weg arbeitet wiederum die Bürgervertretung QB mit der Kirche im Paulus und Kalem e.V. zusammen.
Die Stadt Gifhorn ist ein Mittelzentrum mit rund 44.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 10 Jahres stetig angestiegen. In den Projektquartieren leben zu 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund, 1/3 sind Senioren. Zudem gehört Gifhorn zu den drei Ballungszentren in Niedersachen mit dem höchsten Anteil von zugezogenen (Spät)aussiedlern in den 90er Jahren.
Der Arbeitsschwerpunkt in den Quartieren ist, Begegnungen und Engagement zu ermöglichen. Es geht darum, vielfältige Gruppen zusammenzubringen, so dass sich die Menschen vor Ort füreinander in Selbsthilfeprozessen engagieren. Dafür wird eine umfassende Geh-Struktur in Verbindung mit einem breitgefächerten Bildungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Dabei zielen die Angebote nicht nur auf Kinder und Jugendliche ab, sondern sollen auch Erwachsene bzw. alle Bewohner in den Quartieren erreichen.
Der Aufbau einer Gemeinwesenarbeit mit Projektfonds, wäre der wesentliche und notwendige Schritt zur Schaffung bedarfsgerechter und nachhaltiger Angebote. Die Identifikation mit den Quartieren soll sich erhöhen und so z.B. auch Vandalismus und Gewalt eindämmen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Campus Süd ist ein sozial benachteiligtes Brennpunktgebiet mit überdurchschnittlich vielen Kindern und älteren Menschen im Vergleich zum Stadtgebiet. Auch der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist deutlich erhöht. Hohe Arbeitslosigkeit, ausgelöst durch die Automobilkrise und die Schließung des wichtigen Zulieferers Teves im Jahr 2027, prägen das Quartier ebenso wie Einkommens- und Bildungsarmut. Sichtbare Vernachlässigung im öffentlichen Raum, wiederkehrender Vandalismus, Vermüllung, Beschädigungen und Spuren des Drogenkonsums bestimmen das Stadtbild und mindern das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
Die Bewohnerschaft ist sprachlich und kulturell sehr heterogen. Ausgeprägte Sprachbarrieren und Vorbehalte erschweren das Zusammenleben, Konflikte zwischen den Gruppen sind häufig. Die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen unterscheiden sich stark, generationenübergreifende Treffpunkte fehlen. Bildungsarmut äußert sich in niedrigen schulischen Leistungen und eingeschränkter Lernunterstützung; Teilhabe wird durch Sprachdefizite und fehlende Anlaufstellen zusätzlich erschwert. Viele Haushalte erleben Mehrfachbelastungen wie Arbeitslosigkeit, Alleinerziehendenverantwortung und finanzielle Engpässe; soziale Isolation betrifft besonders Alleinstehende und zugezogene Familien. Gewalt- und Drogenprobleme bestimmen das Sicherheitsgefühl, öffentliche Räume werden gemieden. Soziale Angebote sind punktuell vorhanden, aber oft schwer zugänglich und wenig vernetzt. Nachhaltigkeit, Pflege des Quartiers und Beteiligungskultur sind wenig ausgeprägt. Die Vernetzung relevanter Akteure ist lückenhaft, Strukturen für Information, Kooperation und Prävention fehlen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Campus Sportzentrum Süd in Gifhorn
Einwohnerzahl
4270
Quelle / Anmerkungen
Stadt Gifhorn Bürgerbüro
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenschnitt_campus.jpg
(134.93 KB)
kartenschnitt_quartier.jpg
(166.29 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt geht zu den Menschen, holt sie aktiv ab, bezieht sie konsequent ein und macht echte Beteiligung zum Kern der Quartiersentwicklung.
• Die Geh-Struktur ist stets sichtbar, niedrigschwellig, partizipativ und bedarfsgerecht. Aus dieser Struktur heraus
entwickelt sich weitere Angebot, Maßnahmen und Initiativen.
• Alle Jahresziele und Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Zugänge zu schaffen, Beteiligung zu ermöglichen und
tatsächliche Bedürfnisse dauerhaft einzubeziehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier eigene Ideen, Wünsche und Bedarfe einbringen und die Angebote darauf gut abgestimmt werden können. Die Geh-Strukturen verzahnen sich mit den Angeboten der Organisationen vor Ort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeit- und Bildungszentrum Grille (FBZ)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita am Sportzentrum Süd, Kita Katharina-von-Bora
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gifhorner Integrationsprojekt (GIP)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildenden Schule 1 (Träger Landkreis Gifhorn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Johanna-Menke-Schule (vorher Freiherr-von-Stein-Schule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projektübergreifende Zusammenarbeit mit dem Dannenbüttler Weg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach erfolgreicher Etablierung des Campusmanagements ist vorgesehen, die Stelle und das notwendige Budget zur Fortführung des Projektes dauerhaft anzulegen.
11. Medien
Galerie
Videos
film_campus_komprimiert.mp4
(179.54 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbruch Eversburg - Wege aus der Armut – für eine gerechte Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaften und Akteure vernetzen – Armutsfolgen bekämpfen - Teilhabe ermöglichen – Begegnungs-Stadtteil für Alle!
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist der Aufbau eines integrierten Quartiersmanagements im Stadtteil Eversburg zur nachhaltigen Reduzierung sozialer, bildungsbezogener u. integrationsbezogener Folgen von Armut. Das Vorhaben ist Bestandteil der gesamtstädtischen Strategie der sozialen Quartiersentwicklung der Stadt Osnabrück („Quartier für Alle“, in Erarbeitung) und dient somit als Modellprojekt für eine ressortübergreifende sozialräumliche Zusammenarbeit.
Eversburg wird dabei als Modellstandort für integrierte Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Sozialem Dienst, den Präventionsketten (0–10 Jahre), Kindertagesstätten, dem Bildungsbüro sowie der gesamtstädtischen Quartierskoordination u. dem Quartiersmanagement (QM) vor Ort entwickelt.
Grundlage bildet ein sozialraumorientierter Ansatz, der gemeinwesenorientierte Quartiersarbeit mit koordinierenden und vernetzenden Aufgaben verbindet. Ausgangspunkt bildet das städtische Sozialmonitoring. Die Ergebnisse von 2021 und 2024 zeigen eine überdurchschnittliche Armutsbelastung u. einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in dem Stadtteil.
Im Zentrum steht der Aufbau einer Anlaufstelle mit niedrigschwelligen Unterstützungs-, Bildungs- und Teilhabeangeboten als sozialer Knotenpunkt im Quartier, um Zugänge zu verbessern und nachbarschaftliche Netzwerke zu stärken. Gleichzeitig übernimmt das QM zentrale Koordinationsfunktionen, insbes. beim Aufbau ressortübergreifender Kooperationsstrukturen, der Initiierung gemeinsamer Projekte sowie der Bedarfsanalyse.
Die Umsetzung erfolgt in enger Koop. mit dem FB für Kinder, Jugend und Familie (FB K/J/F), Schulen/Bildungsbüro (FB Bildung), freien Trägern und Vereinen. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln, Familien in belasteten Lebenslagen besser zu erreichen u. die ressortübergreifende Zusammenarbeit im Quartier dauerhaft zu stärken.
Langfristig soll das Quartiersbüro im geplanten Dienstleistungszentrum des FB K/J/F verankert werden, welches vsl. ab Mitte 2027 zur Verfügung steht. Übergangsweise wird eine gut erreichbare Lösung im Quartier eingerichtet. Parallel bietet das geplante Neubaugebiet Eversheide die Möglichkeit, sozialräumliche Entwicklungsprozesse frühzeitig zu begleiten u. neue Bewohnendengruppen einzubinden.
Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen zur integrierten Zusammenarbeit u. Armutsprävention fließen in die Weiterentwicklung des gesamtstädtischen Quartiersentwicklungskonzepts ein u. sollen perspektivisch auf weitere Quartiere in Osnabrück übertragen werden.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eversburg zählt zu den Stadtteilen mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf. Eine hohe Armutsquote, ein überdurchschnittlicher Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte (46 %) sowie verdichtete soziale Problemlagen prägen den Stadtteil. Die Folgen zeigen sich unter anderem in eingeschränkten Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, einem erhöhten Unterstützungsbedarf von Familien sowie Herausforderungen für das nachbarschaftliche Zusammenleben.
Ergebnisse des städtischen Sozialmonitorings, der Schuleingangsuntersuchungen sowie Erfahrungen aus den Präventionsketten verdeutlichen den bestehenden Handlungsbedarf. Die operative Planungsgruppe der Präventionsketten berichtet zudem von einem Nebeneinander verschiedener ethnischer Communities mit bislang geringer interkultureller Durchmischung. Dies erschwert Integrationsprozesse und soziale Kohäsion im Quartier.
Gleichzeitig zeigt sich, dass vorhandene Angebote und Akteure bislang nur begrenzt miteinander vernetzt sind. Es fehlen verbindliche Kooperationsstrukturen, abgestimmte Steuerungsformate sowie niedrigschwellige Orte der Begegnung und Beteiligung im Quartier.
Daraus ergibt sich ein erheblicher Entwicklungsbedarf im Rahmen der sozialen Quartiersentwicklung, insbesondere hinsichtlich der besseren Koordination bestehender Angebote, der Stärkung der sozialen Infrastruktur, der Verbesserung von Zugängen zu Unterstützungsangeboten sowie der Förderung von Beteiligung, Teilhabe und nachbarschaftlichen Beziehungen.
Das entstehende Neubaugebiet Eversheide macht zudem eine frühzeitige sozialräumliche Begleitung neuer Bewohnendengruppen erforderlich, um segregativen Entwicklungen präventiv entgegenzuwirken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Osnabrück Eversburg
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Eversburg im nordwestlichen Stadtgebiet von Osnabrück und umfasst im Kern den Planungsraum 41, der im städtischen Sozialmonitoring einen hohen Aufmerksamkeitsbedarf aufweist. Das geplante Quartier erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 1 km² im nordwestlichen Teil der Stadt.
Räumlich wird das Gebiet im Osten durch die stark frequentierten Bahntrassen in Richtung Rheine und Oldenburg begrenzt, die eine deutliche Barrierewirkung entfalten und nur an wenigen Stellen querbar sind. Im Süden bildet die Wersener Landstraße eine weitere klare Abgrenzung, während im Westen die Schwenkestraße mit dem angrenzenden Landwehrgraben den Übergang markiert.
Im Norden wurde das Projektgebiet in Abstimmung mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie um Teilbereiche rund um die Grußendorfstraße ergänzt, da hier besondere soziale Herausforderungen bestehen und ein erhöhter Unterstützungsbedarf identifiziert wurde. Die Abgrenzung orientiert sich damit nicht ausschließlich an administrativen Planungsgrenzen, sondern folgt einer sozialräumlichen Betrachtung des Quartiers, wodurch ein kleiner Teilbereich vom Planungsraum 42 in das Quartiersgebiet einbezogen wird, um bestehende Nutzungs- und Bewegungsbeziehungen im Quartier angemessen zu berücksichtigen. Die Gebietsauswahl folgt damit gezielt dem Ansatz, räumliche und soziale Problemlagen sowie bestehende Versorgungs- und Nutzungsstrukturen integriert zu betrachten.
Einwohnerzahl
4452
Quelle / Anmerkungen
Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, SG Statistik, Stadtforschung und Wahlen,; Quelle: Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich auf Leistungen des SGB II und SGB III,
Quelle: Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl betrifft die Alleinerziehenden-Haushalte im Quartiersgebiet
Quelle: Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister der Stadt Osnabrück, 31.12.2025; Bundesagentur für Arbeit 31.12.2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
baugebiet_eversheide_mit_erklaerung.pdf
(469.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist als integriertes Quartiersmanagementprojekt (QM) angelegt, das schwerpunktmäßig mit Methoden der Gemeinwesenarbeit (GWA) arbeitet. In Osnabrück bezeichnet QM die multiprofessionelle Vor-Ort-Praxis zur sozialraumorientierten Entwicklung eines Quartiers. Es verbindet gemeinwesenorientierte Ansätze mit koordinierenden Aufgaben wie Vernetzung, Projektsteuerung, Sozialraumanalyse und Impulsgebung.
Die GWA bildet die methodische Grundlage der Arbeit vor Ort. Sie dient der Aktivierung der Bewohnerschaft, Ermittlung von Bedarfen, Ressourcen und Interessen sowie der Förderung von Selbstorganisation, Beteiligung und Empowerment. Ziel ist, gemeinsam mit Bewohnern und lokalen Akteuren tragfähige soziale Netzwerke, Angebote u. Kooperationsstrukturen zu entwickeln.
Das QM übernimmt die operative Umsetzung und Koordination im Quartier. Die gesamtstädt. Quartierskoordination bildet die Schnittstelle zwischen Praxis, Verwaltung, strategischer Steuerung u. Politik. Sie sichert Wissenstransfer, initiiert ressortübergreifende Abstimmungen u, fachbereichsübergreifende Quartiersentwicklung (QE) im Sinne des kommunalen Leitbildes „Quartier für Alle“. Die strategische Einbettung erfolgt über die ressortübergreifende Untergruppe QE der Arbeitsgruppe Integrierte Sozialplanung. Sie dient der ressortübergreifenden Zusammenarbeit sowie der Bündelung kommunaler Ressourcen. Die konzeptionellen Rahmungen, Begriffsdefinitionen und strategischen Handlungsfelder der QE wurden hier abgestimmt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anliegen, Wünsche und (Veränderungs-)Bedarfe der Bewohner:innen werden mit Methoden der GWA erhoben, dokumentiert und kommuniziert. Sie sind handlungsleitend für die Ausrichtung der Quartiersarbeit. Der GWArbeiter signalisiert Offenheit für alle Anliegen
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen d. Quartiers (Stärken-Schwächen-Analyse), der Bewohnenden u. Interessengruppen werden mit Methoden der GWA u. fortlaufend erhoben, in die Quartiersentwicklung eingebunden u. weiterentwickelt. Bewohnende bringen ihre Fähigkeiten /Kompetenzen ein
Kriterium
Beschreibung
Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden kultur-, generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt, um Quartiersakteure und Bewohnergruppen für das kommunale Leitbild „Quartier für Alle“ zu sensibilisieren
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Vernetzungsstelle legt Beteiligungsformate (Zukunftswerkstätten, Runde Tische, Bürgerforen) ressortübergreifend an, um Beteiligungsprozesse und Aktivitäten multiperspektivisch auszurichten und dabei alle Akteure mitzunehmen
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende u. neue Unterstützungsbedarfe u. Angebote wurden erschlossen, insbes. das Potential der MigantInnen. Alle Zielgruppen sind in die Engagement-, Unterstützungs-, Teilhabe- und polit. Partizipationsstrukturen eingebunden
Beschreibung
Neben sozialer Infrastruktur (s. 7) wurde Infrastruktur in den Bereichen Wohnumfeld, Begegnungsmöglichkeiten (Sitzgelegenheiten), Nachhaltigkeit bedarfsgerecht weiterentwickelt.
Kriterium
Beschreibung
In der Verwaltung besteht eine ressortübergr. „AG Quartiersentwicklung“. Die feste Stelle strategische Konzeptentwicklung für die integrative partizipative Quartiersarbeit etabliert eine gesamtstädtische Strategie, die in den Rat eingebracht wird.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich für Kinder Jugend und Familie mit allen vorhandenen Fachdiensten mit Kooperation und Unterbringung des zukünftigen Quartiersbüros im neuen Dienstleistungszentrum (DLZ) an der Eversheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Städtisches Jugendzentrum Westwerk; Offener Kindertreff (Diakonisches Werk OS) Jugendcafé Elterncafé etc.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Osnabrück, Projekt Kinderbewegungsstadt hier: Bolzplatz Ballspiele am Natruper Holz, Angebot am Natruper Holz, Kleiner Bolzplatz der IGS, Family Fitness am Rubbenbruchsee
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Städtische Kindertagesstätte Eversheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische Kindertagesstätte Liebfrauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Evangelische Kindertagesstätte Markus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Eversburg, Offene Ganztagsschule, „Beratungsteam“ an der Schule (Beratungslehrkraft / Sonderpädagogin / Schulsozialarbeit), Diverse externe Kooperationspartner: Balu und Du / OS Kinder-Tafel / Schulobst-Programm / Theaterpäd. Werkst., u. Koop
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperativer Hort / OGS plus: Kooperationspartner der Grundschule im Ganztag
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrierte Gesamtschule Osnabrück Umfangreiches AG-Angebot (Percussion, Schülerband, Gitarre, Rudern, Musical Dance, Zirkus, Geocaching, Schulzoo, Seifenkisten bauen, Schach, West-Werk TV, Capoeira, Modewerkstatt, …).
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
voraussichtlich ab 10/2027 i. DLZ: Familientreff West: Offenes Café für Familien und Alleinerziehende Ferienangeb. & -aktionen Kreativangeb. (mit/ohne Eltern) Hilfe bei Anträgen, Kooperation mit der Kindermahlzeit Kooperation mit dem Sozialen Dienst West
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kleiderkammer Sedanstraße des Vereins Osnabrücker Kleiderlager e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Osnabrücker Tafel e. V. (mittwochs in der alten Bücherei)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienbegleiterinnen: Elterncafés in verschiedenen Kitas (St. Michaelis, Kita Landwehr, Kita Eversheide, Kita Liebfrauen) Offener Spieltreff im Stadtteiltreff Atter Offene Spielaktion in der Atter Straße Aufsuchende Beratung und Unterstütz. Familie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingssozialarbeit – Caritasverband Os:Aufsuchende Arbeit mittels Sprechstunden in den Gemeinschaftsunterkünften in Eversburg, sowie Beratung dezentraler Familien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingssozialarbeit – Caritasverband Os: Projekt ProFilLive - Außerschulische Lernförderung für zugewanderte Kinder und Jugendliche im JZ Westwerk, Kindertreff West
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienst Familie: Sozialer Dienst West
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Eversburg: Austausch zu Stadtteilthemen und Angeboten, Organisation von Stadtteilfesten (noch vorhanden, ehrenamtliche Sprecherin wirbt bisher ohne Erfolg um Nachfolge, wird das Amt ab Sommer 2026 aufgeben)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Serbische Gemeinde: Serbisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Michaelis: Café Himmelreich (Offenes Begegnungscafé); Evangelisches Familienzentrum der St. Michaelis Gemeinde; Familiensprechstunde: Beratung von Eltern mit Kindern von 0-7 Jahren;
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kath. Gemeinde Liebfrauen; hier als Besonderheit integriert: Ukrainische katholische Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsketten für Kinder bis 10 Jahre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BaKoS, Die Osnabrücker Ballschule e. V., Projekt Sport vernetzt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sander Pflege, Seniorenzentrum Eversburg, Stationäre Pflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Pflegestützpunkt u. Altenhilfe, Fachstelle für Wohnraumsicherung und Prävention, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Referat Nachhaltige Stadtentwicklung; SG Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement u. Senioren; Fachstelle Senioren und Seniorenstützpunkt, Freiwilligen-Agentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Eversburg und Jugendfeuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Technisches Hilfswerk THW und THW Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Solidarisches Osnabrück e. V., Ehrenamtliche Sprachschule im Vereinshaus von Ballsport Eversburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund Osnabrück e. V. Projekt Go Sports Eversburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Schule/Sport; Bildungsbüro Osnabrück
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Quartiersmanagements Eversburg wird von Beginn an vorbereitet. Die Stadt hat bereits zwei geförderte Quartiersprojekte verstetigt und einen Stellenpool von zwei Vollzeitstellen für QM aufgebaut. Dieses Vorgehen wird auf Eversburg übertragen mit dem Ziel der Verankerung im städtischen Haushalt. Die Entscheidung erfolgt durch den Rat. Die Projektergebnisse fließen in das gesamtstädtische Konzept „Quartier für Alle“ ein und stärken die langfristige Finanzierungsperspektive.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Demokratie und Soziales in Vissel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Pascal Kaufmann
| Funktion | Inhaber Gesellschafter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesen Büro Visselhövede
Projektbeschreibung
Ziel ist es, Ressourcen im Sozialraum zu aktivieren, Selbsthilfepotenziale zu fördern und die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Der Sozialraum wird dabei als zentraler Ort des Handelns verstanden, in dem Teilhabe ermöglicht und soziale Integration gefördert wird.
Das Gemeinwesen-Büro fungiert als zentrale Anlaufstelle im Kernort und übernimmt eine verbindliche Brückenfunktion zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung es soll aber nicht die Quartiersarbeit oder die Präsenz in den Quartieren mindern . Es verbessert die Zugänglichkeit zu kommunalen Angeboten und stärkt die Kommunikation sowie das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Rathaus.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die niedrigschwellige, lebensweltorientierte Arbeitsweise. Beratung, Begleitung und Unterstützung erfolgen flexibel, bedarfsnah und sozialraumorientiert. Neben individueller Unterstützung stehen insbesondere gemeinschaftliche Lösungsansätze, die Förderung nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements im Mittelpunkt.
Durch die kontinuierliche Präsenz im Sozialraum werden Vertrauen aufgebaut und Zugänge geschaffen, die präventives Handeln ermöglichen. Das Gemeinwesen-Büro trägt dazu bei, bestehende Angebote zu vernetzen, Informationswege zu verbessern und die Teilhabechancen insbesondere in den Brennpunktquartieren zu erhöhen.
Ziel ist es, das Gemeinwesen-Büro dauerhaft als zentrales, niedrigschwelliges Bindeglied im Sozialraum zu etablieren, das Integration stärkt, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und die Verbindung zwischen Quartier und Stadt nachhaltig sichert.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Visselhövede steht vor erheblichen sozialen Herausforderungen. Der deutliche Zuzug von Familien mit Flucht- und Migrationsgeschichte, insbesondere seit 2015/16 sowie erneut seit 2022 – hat die soziale Struktur des Kernortes nachhaltig verändert.
Ein erheblicher Anteil junger Erwachsener sowie älterer Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum, insbesondere in den verschiedenen Brennpunktquartieren, verfügt über geringe oder fehlende Deutschkenntnisse und ist dadurch in seinen Bildungs-, Integrations- und Teilhabechancen eingeschränkt. Daraus ergibt sich ein erhöhter Handlungsdruck im Gemeinwesen.
Zudem bestehen strukturelle Problemlagen wie eine erhöhte Arbeitslosenquote, Schulabgänge ohne Abschluss sowie begrenzte Bildungs- und Freizeitangebote. Trotz gewachsener Nachbarschaften sind soziale Netzwerke nicht automatisch stabil. Segregationstendenzen einzelner Bevölkerungsgruppen, eingeschränkte Mobilität im ländlichen Raum sowie fehlende niedrigschwellige Begegnungs- und Unterstützungsangebote erschweren gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere für junge Menschen.
Es handelt sich um ein Projekt das zur Weiterentwicklung der seit zwei Jahren aufgebauten Gemeinwesenarbeit in Visselhövede anknüpft. Das Gemeinwesen-Büro soll künftig als zentrale Anlaufstelle im Kernort für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Herkunft, etabliert werden und eine verbindliche Brückenfunktion zur Stadtverwaltung sowie zum Rathaus übernehmen.
Vor diesem Hintergrund ist eine strategisch ausgerichtete Gemeinwesenarbeit erforderlich, die Integration stärkt, soziale Teilhabe fördert und vorhandene Ressourcen systematisch vernetzt, um sozialer Spaltung entgegenzuwirken.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Kernstadt Visselhövede mit besonderem Fokus auf sozial verdichtete Lagen wie Pappelstraße, Rohlmanshof sowie das Umfeld Jugendzentrum/Visselwiesen. Ergänzend werden angrenzende Quartiere einbezogen, sofern integrations- oder jugendbezogene Bedarfe bestehen.
Einwohnerzahl
10000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
pappestrasse_visselhoevede.jpg
(2.2 MB)
visselhoevede_kern.jpg
(2.64 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), indem es niedrigschwellige Zugänge schafft, Ressourcen im Quartier aktiviert und Bewohner/innen konsequent beteiligt. Es arbeitet sozialraumorientiert, vernetzt Verwaltung, Schulen, Vereine und Ehrenamt und stärkt Selbstwirksamkeit statt Defizitverwaltung. Als koordinierende Struktur übernimmt das Sozialbüro klassische Funktionen des Quartiersmanagements: Bedarfsanalyse, Aktivierung, Beteiligung, Schnittstellenmanagement und nachhaltige Stabilisierung sozialer Strukturen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Projekterfolg wird anhand quantitativer und qualitativer Indikatoren gemessen und an den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Dazu zählen Fallzahlen, erfolgreiche Antragsabschlüsse, reduzierte Abbrüche, Beteiligungsquoten usw.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Visselhövede bestehen bereits professionelle und ehrenamtliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Das Jugendzentrum im ‚Hallenbad‘ arbeitet als sozialräumlicher Treffpunkt mit offenen Angeboten, Beteiligungsformaten und aktiver Ehrenamtsbeteiligung. Zudem bestehen gewachsene Kooperationsnetzwerke mit Schulen, Kitas, Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, Vereinen, Kirchen und inklusiven Einrichtungen.
Das beantragte Projekt schafft keine Parallelstruktur, sondern professionalisiert, bündelt und systematisiert diese vorhandenen Ansätze im Sinne eines koordinierten Quartiersmanagements. Bestehende Ehrenamts- und Beratungsstrukturen werden verbindlich vernetzt, Schnittstellen strukturiert und sozialräumliche Beteiligungsprozesse strategisch weiterentwickelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projekts ist die nachhaltige Etablierung eines niedrigschwelligen Gemeinwesen-Büros als feste Beratungs- und Unterstützungsstruktur vor Ort. Während der Förderphase werden stabile Kooperationen mit Kommune, sozialen Trägern und zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgebaut. Die Ergebnisse werden in bestehende lokale Strukturen integriert. Perspektivisch ist eine Verstetigung über kommunale Beteiligung, ergänzende Förderprogramme sowie ehrenamtliche Netzwerkstrukturen vorgesehen.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20240531_171222.jpg
(2.55 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsladen Engeo
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Volker Rosenfeld
| Organisation | LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. |
|---|---|
| Funktion | Pastor und Geschäftsführer Nachbarschaftsladen Engeo, Vakanzvertreter |
2. Kurzbeschreibung
Kinder und Familien stärken
Projektbeschreibung
Der Nachbarschaftsladen Engeo bietet seit Jan. 21 im Stadtteil Engeo von Bremervörde Hausaufgabenhilfe u pädagogische Angebote für Grundschulkinder sowie Einzelfallberatung. In den Schulferien haben wir Ferienprogramme. Trägerin ist die St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde. Wir wollen Kinder u Familien stärken, denen es an Energie u Möglichkeiten dafür fehlt. 15 Nationalitäten treffen bei uns zusammen, täglich ca. 25 Kinder. Wir praktizieren Integration, deutsch als Verkehrssprache wird eingefordert.
Die Sozialarbeiterin leitet das tägliche Geschäft u die 15 Ehrenamtlichen an, die bei den Hausaufgaben helfen, ein Pastor ist Geschäftsführer. Dazu gehören weitere Initiativen, um Eltern der Kinder u Erwachsenen des Stadtteils niedrigschwellig Teilhabe zu bieten (Internationale Kochstudio, Kreativcafé, Gesundheitsprävention). Wir haben eine Webseite, für jeden sichtbares Logo u aktive Öffentlichkeitsarbeit bei Stadtfesten. Wir sind gut vernetzt mit der Kinder/Jugendhilfe, Fachberatungsstellen, Politik in Stadt/Landkreis u ermöglichen schnelle, flexible, eigenverantwortliche ehrenamtliche Initiative im definierten Rahmen ("high accountability, low control"), haben präzise Augen auf Kindeswohl-Standards & hohes commitment: Wir haben ein Haus, gekauft, kernsaniert u instand gesetzt, weitere Ehrenamtliche spielen eine zentrale Rolle: Bauteam, Steuerungsgruppe, in Summe ca. 30.
Durch Corona waren Kontakte beschränkt u wir durch 2 temporäre Unterkünfte u Suche, Kauf u Fertigstellung d Hauses auf uns konzentriert. Für die nächsten drei Jahre (24-26) öffnet sich d Blick ins Viertel hinein: Gemeinwesenarbeit (GWA) wird auf allen Ebenen eingeübt, verstanden u gelebt. Geh-Struktur wird eingeübt, Komm-Struktur erhalten: GWA mit Beteiligungsmöglichkeiten wird im Quartier mehrsprachig beworben (Flyer), mit gesellschaftspolitischen Akteuren verbindlich bedacht, Angebots- u Beteiligungsmöglichkeiten gelebt: Bewohner des Quartiers kommen vor Ort ins Gespräch miteinander (Kaffee u Bollerwagen), Migranten werden ermutigt u ertüchtigt, Wünsche/Missstände zu benennen (Runder Tisch). GWA wird transparenter u auf finanzielle Nachhaltigkeit geprüft: Wissenslücken sind geschlossen, Stadtteil wird für interessierte Öffentlichkeit transparent(er) (Führung), jeder Bewohner hat in seiner Straße Ansprechpartner für Engeo (Paten).
Kommstruktur hat weiterhin niedrigschwellig Beratung u Bildung (Hausaufgabenhilfe), etabliert weitere Bildungsmöglichkeiten für Kinder (Erlebnispädagogik)
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Herz schlägt für Engeo. Unsere Augen sehen konkrete Herausforderungen, unsere Ohren hören echte Nöte, unsere Hände sind schon tätig. Der Verstand sagt: Es muss weitergehen. Das Portmonee ist aber zu klein.
Wir sehen gemischte Bebauung u Bevölkerung ohne viel Kontakt zueinander: Größere Wohnblocks, mit mehrheitlichen Bewohnern in prekärer Lage, oft mit Migrationshintergrund u kleine u größere Einfamilienhäuser mit einfachem bis gehobenem Bürgertum. Alltagsorganisation und kulturelle Prägung sind höchst divergent und führen zu Konflikten.
Wir hören aus Gesprächen mit Gebietsexperten von sozialen Gemengelagen: clanmäßig organisierte Abzocke / Trickbetrüger und Polizeieinsätze (Polizei), Überforderung der sprachlichen & sozialen Integration von Kindern in Klassenverbände aus Asylbewerberfamilien (Grundschulen), Streitigkeiten durch juristisch unterschiedliche Behandlung von Ukraine-Flüchtlingen u weiteren Asylbewerbern (Diakonisches Werk), Personalnot im Jugendamt (Auskünfte schwer!), zunehmender Vereinsamung älterer Menschen (Pastor aus vielen Hausbesuchen).
Unsere Hände haben seit zwei Jahren mit angepackt. Wir haben eine erfolgreiche Arbeit aufgebaut mit hoher Eigeninitiative (Hauskauf & Renovierung), rund 30 Ehrenamtlichen u nachweislich besseren Schulleistungen bei Kindern in Engeo.
Der Verstand sagt: Das Vertrauen von Kindern & Familien in Engeo, Politik, Stadtgesellschaft u Fachnetzwerken ist da. Das Angebot soll zur richtigen Gemeinwesenarbeit ausgebaut werden (Geh-Struktur). Das hochqualifizierte u eingearbeitete Personal will verlängern. OHNE DAS GELD DER LAG MACHT DER LADEN DICHT UND DAS PERSONAL IST WEG. Kommune u Landkreis haben dafür nicht die Mittel.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde Stadtteil Engeo
Beschreibung
Das Stadtteilgebiet lässt sich sehr einfach umreißen. Es ist auf den beigefügten Karten sehr gut zu sehen. Richtung Westen und Süden ist die Umgehungsstraße K102 als Abgrenzung, Richtung Süden der Kreisel von K102 und Gnarrenburger Straße, Richtung Westen durch die Oste. Richtung Norden gibt es zwei Perspektiven:
Die erste sieht die Bahnschienen als räumliche Abgrenzung und fokussiert dabei das Lebensfeld. Denn die Straßen Am Kanal, Am Fischerklink, Friedrich-Dedecke-Straße, Isenseestraße, Am bhf S, Findorffstraße, Brunsburg, Kleine Brunsburg liegen hinter den Bahnschienen aus der Innenstadt gesehen. Die Schienen ermöglichen es NICHT, mal eben den Stadtteil zu wechseln. Der Aldi Discounter liegt direkt Am Kanal und ist von hoher Relevanz für die Nahversorgung.
Die zweite Perspektive ist die rein formale Grenze. Dann ist der Oereler-Kanal die Grenze, der rund 500 Meter südlich von den Schienen liegt. Das Einzugsgebiet ist die erste Perspektive. Die hier genannten Zahlen aus dem Melderegister sind die aus der zweiten Perspektive. Wir gehen im Antrag aber vom Lebensfeld aus, wodurch statistisch gesehen noch einmal 512 Menschen dazukommen (Quelle: Einwohnermeldeamt).
Einwohnerzahl
2216
Quelle / Anmerkungen
Melderegister über die Stadt Bremervörde
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bereits im Jahr 2017 hat die Stadt Bremervörde vorbereitende Untersuchungen (VU) zur
Vorbereitung der förmlichen Festlegung eines städtebaulichen Sanierungsgebietes
durchgeführt. Die förmliche Festlegung durch Ratsbeschluss und Veröffentlichung der
Sanierungssatzung erfolgte im März 2017. Der angestoßene Prozess wird stetig weitergeführt
und durch unterstützende Maßnahmen auf sozialer Ebene flankiert.
Nachfolgender Auszug dieser VU erläutert die wesentlichen Missstände:
2.1 Städtebauliche Missstände/Problemlage
Nach § 136 Abs. 2 BauGB liegen städtebauliche Missstände vor, wenn innerhalb des Gebietes die
vorhandene Bebauung oder sonstige Beschaffenheit den allgemeinen Anforderungen an gesunde
Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder an die Sicherheit der in ihm wohnenden oder arbeitenden
Menschen auch unter Berücksichtigung der Belange des Klimaschutzes und der Klimaanpassung nicht
entspricht.
Städtebauliche Missstände können sowohl durch Substanzschwächen als auch durch
Funktionsschwächen hervorgerufen werden.
Das integrierte energetische Quartierskonzept hat klare städtebauliche Missstände im Quartier Engeo
identifiziert und aufgezeigt.
Eine signifikante Substanzschwäche liegt in der energetischen Beschaffenheit, die derzeit großes
Potenzial in der Verbesserung der Energieeffizienz aufweist. Funktionsschwächen sind vor allem in der
Nachverdichtung sowie der Barrierefreiheit analysiert worden.
Außerdem wurde mit dem Quartierskonzept ein großer Sanierungsstau in der privaten Modernisierung
und Instandhaltung ermittelt. Detaillierte Aussagen zu Sanierungsstand und Sanierungsbedarf sind im
Quartierskonzept auf den Seiten 16 ff dargestellt. Quelle: Stadt BRV.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
315 (263 Deutsche, 49 Ausländer)
Am Kanal: 35 Personen, davon sind 22 Deutsche und 13 Ausländer.
Quelle: Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
279 Personen (240 Deutsche, 39 Ausländer)
Am Kanal: 39 Personen (27 Deutsche / 12 Ausländer)
Quelle: Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
618 Personen (597 Deutsche, 2 Ausländer)
Am Kanal: 44 Personen (44 Deutsche / 2 Ausländer) Quelle: Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
100
Anmerkung
Landkreis Rotenburg Wümme, Stand März 2023: 4,2%. Quelle: Bundesagentur für Arbeit.
Weitere Informationen für unseren Landkreis, wenn auch nicht für die Stadt: https://www.lk-row.de/portal/pressemitteilungen/ein-jahr-mit-grossen-herausforderungen-900004564-23700.html
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
eine angestellte Fachkraft, die ihre GWA-Kenntnisse im Zertifikatskurs vertiefen möchte u sich regelmäßig mit einer erfahrenen GWA-Kollegin austauscht.
Die Arbeit leistet für das Quartier einen wesentlichen Beitrag für die bedarfsgerechte Umsetzung sozial- u kommunalpolitischer Aufgaben (vgl. Ziele 1,1/ 2,1) u zur Sicherung demokratischer Verhältnisse (vgl. Ziele 2,2/2,3/3,1/3,3) nach dem Subsidiaritätsprinzip (vgl. Ziel 1,3), praktiziert soziale Intervention (vgl. Ziele 1,2/3,2) u fördert das Ehrenamt, steht als kirchliche Trägerin offen gegenüber allen Menschen, zu denen Kontakt entsteht.
Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Bewohner Engeos, ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen. Das vornehmliche Ziel ist die Verbesserung der immateriellen Bedingungen (Qualität sozialer Beziehungen, Partizipation, Bildung, Integration) im Quartier, aber auch Hilfe u Weitervermittlung bei materiellen Schwierigkeiten (z.B. Existenzsicherung). Die infrastrukturellen Bedingungen sind im Blick (Antrag auf Fußgängerüberweg),
die Betroffenen werden grundsätzlich maßgeblich einbezogen (systemischer Ansatz: Experten des eigenen Lebens). Die Arbeit fördert immer die Handlungsfähigkeit & Selbstorganisation im Sinne von individuellem und kollektivem Empowerment. Netzwerk- u Kooperationsstrukturen starten: Der TSV Bremervörde stellt uns für 5h/Woche kostenlos eine FSJlerin, ein Netzwerk mit Tandem e.V., dem Kinderschutzbund, dem Stadtteilladen u uns ist am Horizont.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen von sich aus o durch unsere Impulse ihre Wünsche zum Ausdruck bringen und diesen so gut es geht, gefolgt werden kann, folglich die GWA-Arbeit in Kommunikation transparent und niedrigschwellig ist.
Kriterium
Beschreibung
sich einzelne Gruppen(angebote) bilden, die d GWA unterstützen oder Ehrenamtliche an diesem oder jenem Punkt die Initiative ergreifen und die GWA u das Quartier somit voranbringen.
Kriterium
Beschreibung
bekannter vor Ort durch Banner (Lage), Gehbehinderte gehen u kommen (Barrierefrei), Team wächst, Spontanbegegnungen Beratungstermine ergeben (Niedrigschwelligkeit), pol. Unterstützung in Geld umwandeln, Arbeitsweise anpassen (interkult. Sensibilität)
Kriterium
Beschreibung
die gesamte Bandbreite an Bewohnern u Bürgern, vor allem von Engeo, aber auch aus ganz Bremervörde die GWA hier kennen, nutzen o praktisch/finanziell unterstützen: Migranten, Kinder und Eltern, Senioren, Erwerbstätige/lose, Zugezogene u alt Eingessene.
Beschreibung
jeder relevante Player bekannt ist u konstruktiv, konkret und vertrauensvoll zusammengearbeitet wird für das Quartier und die GWA, sowie die strategische oder punktuelle Zusammenarbeit ausgebaut u gefestigt wird.
Kriterium
Beschreibung
sich wahrnehmbar mehr Menschen in Engeo untereinander durch die GWA kennenlernen (vgl. Ziele). Wenn Paten-Projekt funktioniert u Zulauf findet u Migranten den Mut haben, Missstände zu äußern u Ansprechpersonen kennen und den Kontakt nutzen.
Beschreibung
wir einen Fußgängerüberweg in Nähe des Nachbarschaftsladens haben. Bisher geht es politisch noch nicht erfolgreich voran, obwohl die Gnarrenburger Straße nachweislich zu wenig kinderfreundliche u sichere Straßenüberquerungen hat u wir Fürsprecher haben.
Kriterium
Beschreibung
Landkreis/Stadt/Politik mit uns am Tisch sitzen u überlegen, wie wir das Projekt erhalten u voranbringen können durch Unterstützung in den Finanzen; ein Austausch an Expertise u wahrnehmbar offene u vertrauensvolle Begegnungen stattfinden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Karsten Thomsen, Vorsitzender Kirchenvorstand St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Claus Dieter Döscher, Homepageverantwortlicher nachbarschaftsladen-engeo.de
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zwei Grundschulen, vornehmlich Grundschule Engeo (Schulleiterin Frau Wladarsch), aber auch Schulleiter Herr Pochciol (Grundschule Stadtmitte, aber Standort in Engeo))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Frau Petra Fischer, inhaltlicher Austausch und Spender, Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderärztin Dr. Petra Janssen, Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Bremervörde, Geschäftsführer Norbert Wolf; Frau Schneider ist hier quartalsweise in der Dienstrunde dabei um die Vernetzung zu praktizieren.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Jugendamt - Frau Ulrike Helle (Leitung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Uns haben eine Handvoll Mitarbeiter/innen Informationen geliefert für diesen Antrag. Sie stehen stellvertretend für die Unterstützung, die wir bisher in der gesamten Verwaltung der Stadt Bremervörde erlebt haben.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilladen (Pendant zum Nachbarschaftsladen im anderen Stadtteil) - Diakonin Almut Schmidt und Pastor Volker Rosenfeld; Fachaustausch; Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Bremervörde - Eine dortige FSJlerin wird uns für einige Stunden kostenlos zugeteilt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU - Für das Sommerferienprogramm holen wir Forscherucksäcke oder gehen in die Umweltpyramide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dieter Wellbrock - Kontaktbeamter Polizei Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frau Bayer (Sozialarbeiterin) / Frau Böning (Beratungslehrerin) an der Grundschule Engeo, mit denen Frau Schneider im regelmäßigen Austausch steht.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tandem e.V. - soziale Teilhabe gestalten, Andreas von Glahn, Vorsitzender; Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenkreis Bremervörde Zeven, Manfred Thoden, stv. Superintendent (Stelle zur Zeit vakant)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Airbus Operations Stade - hat uns 2021 10.000 gespendet über die Aktion "Glückspfennig".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marianne & Wilfried Thomas-Stiftung GmbH, Bremervörde, Marianne und Wilfried Thomas, Vorsitzende, 1500 Euro Spende.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Souad Al Hassan, Reinigungskraft und Ehrenamtliche im Internationalen Kochstudio
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Evangelischer Kirchenfunk Niedersachsen, Birke Schoepplenberg, ffn-Radio-Beitrag über unser Sommerferienprogramm,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. Stehnke, Osterholz-Scharmbeck, Gestellung von Arbeitsgeräten für Außenanlagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. D. Schröder KG, Bremervörde; Gestellung von Arbeitsgeräten für Außenanlagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Fernsehlotterie, Stiftung Deutsches Hilfswerk, Förderer für die ersten drei Jahre.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ikea Stiftung - Förderer für die ersten drei Jahre.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk in Niedersachsen, Birgit Wellhausen, Fachberatung von Anfang an.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Bremervörde, gelegentliche Lebensmittelspenden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
zwei Bewohner aus Selsingen; Spende von Quilt zur Verlosung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quilt-Gruppe "Stückwerk", Quilterstellung um diesen zu verlosen zugunsten des Nachbarschaftsladens Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dutzende Spender, darunter auch Firmen, die nicht namentlich genannt werden wollen, aber mit Beträgen bis zu 2000 Euro gerade in der Anfangszeit uns helfen und geholfen haben. Davon mindestens die Hälfte aus dem Stadtteil Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mindestens ein Drittel der Ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind aus dem Stadtteil Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die anderen zwei Drittel aus dem Restgebiet der Stadt sind unersetzliche Akteure und hochengagierte Multiplikatoren unserer Arbeit. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle namentlich nennen können.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Susanne Weihs, Bestatterin und Nachbarin, Helferin mit Rat und Tat.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeskirchenamt Hannover, Abteilung Bildung und Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die vielen Kinder, die zu uns kommen, sind Multiplikatoren und Ideengeber für die tägliche Arbeit.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bremervörder Sport Club - Ferienprogramm mitgestaltet.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
21-23 unabhängige Finanzierung von Stadt, Kommune u Landkreis: Deutsche Fernsehlotterie, ikea-Stiftung, Eigenmittel. 24-26 haben wir die Zusage der Stadt Bremervörde für jährlich bis zu 44.000 Euro. In 2023 werden wir beim Landkreis 3.500 p.a. beantragen. Vorab wurde Offenheit signalisiert, Endergebnis bleibt abzuwarten. Lücke erhoffen wir von diesem Fördertopf.
24-26 versuchen wir Wohnungswirtschaft u Gewerbe zu integrieren, sowie die Zuschüsse von Stadt u Landkreis mindestens zu stabilisieren
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tom Becker
| Funktion | Direktor der Stadtbibliothek Hannover |
|---|
2. Kurzbeschreibung
StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek
Projektbeschreibung
Mit dem „StadtGemeinschaftsHaus Nord“ entsteht in Hannover ein neuartiges Modellprojekt sozialraumorientierter Gemeinwesenarbeit. Die bisherige Nordstadtbibliothek wird in einem Kooperationsverbund aus Stadtbibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und zivilgesellschaftlichen Partner*innen zu einem offenen Ort für Begegnung, Bildung und Teilhabe weiterentwickelt. Der partizipativ erarbeitete Ansatz verknüpft kommunale Sparziele mit sozialem Mehrwert und schafft neue Synergien im Quartier. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2026 geplant.
Im künftigen StadtGemeinschaftsHaus teilen sich alle Beteiligten die Einrichtung. Neben Bibliotheksräumen v.a. für Kinder entstehen Treffpunkte für Seniorinnen, interkulturelle Gruppen, Familien und Nachbarschaften. Die Öffnungszeiten werden erweitert – von derzeit 32 auf 47 Stunden pro Woche. Dabei wird das Konzept der „BibliothekPlus“ eingeführt: In nicht personalbesetzten Zeiten (geplant: 29 Stunden wöchentlich) finden Veranstaltungen der Kooperationspartner*innen statt, begleitet durch Ehrenamtliche, Sicherheitsdienst und eine koordinierende Hausleitung. Die personalbesetzten Zeiten der Bibliothek reduzieren sich auf 18 Stunden pro Woche. Das Modell ermöglicht so eine deutlich erweiterte Zugänglichkeit bei geringeren Personalkosten.
Das Projekt reagiert auf zentrale Herausforderungen des Stadtteils wie Armut, Migration und Einsamkeit und versteht sich als Ort sozialer Integration. Es schafft verlässliche, niedrigschwellige Angebote für verschiedene Zielgruppen. „Begegnung – Bildung – Teilhabe“ bilden das inhaltliche Gerüst für Raumgestaltung und Programmplanung. Interkulturelle Gruppenangebote, generationsübergreifende Gesprächsrunden und kreative Formate schaffen Räume für Austausch und Selbstwirksamkeit.
Die Hausleitung, deren Finanzierung im Zentrum des Förderantrages steht, ist zentral für Betrieb, Koordination und Weiterentwicklung des Konstruktes. Sie sichert die Zusammenarbeit von Bibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und BI, entwickelt Beteiligungsformate und organisiert verlässliche Öffnungszeiten. Angesichts der Vielzahl an Kooperationspartner*innen und der strukturellen Veränderungen ist sie für die dauerhafte Verankerung im Stadtbezirk unverzichtbar.
Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist ein Pilotprojekt für kooperatives Quartiersmanagement mit Modellcharakter – nicht nur für andere Stadtteile Hannovers, sondern für die Weiterentwicklung kommunaler Infrastruktur im Sinne sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadtbibliothek ist seit Jahrzehnten zentraler Bildungs- und Begegnungsort im Stadtteil. Durch Sparvorgaben (HSK XI) stand sie jedoch zur Disposition. In einem einjährigen partizipativen Prozess, angestoßen durch die Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“, wurde gemeinsam mit AWO, Fachbereich Senioren und Stadtbibliothek ein zukunftsfähiges Alternativkonzept entwickelt: das StadtGemeinschaftsHaus Nord.
Die Nordstadt ist ein lebendiger, aber herausgeforderter Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität. Themen wie Altersarmut, Migration, Einsamkeit, Bildungsbenachteiligung und strukturelle Unterversorgung treffen hier auf ein starkes bürgerschaftliches Engagement. Genau hier setzt das Projekt an.
Statt einer Schließung entsteht ein gemeinschaftlich getragener Ort, der nicht nur Bildung bietet, sondern auch Teilhabe und Begegnung ermöglicht. Durch Kooperation und Beteiligung wird ein Raum geschaffen, der auf die Bedarfe des Quartiers zugeschnitten ist – generationenübergreifend, interkulturell, offen.
Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist die deutliche Ausweitung der Öffnungszeiten – von derzeit 32 auf künftig 47 Stunden pro Woche. Dabei reduziert sich die personalbesetzte Zeit von 32 auf 18 Stunden, ergänzt durch 29 Stunden „BibliothekPlus“-Zeiten ohne Bibliothekspersonal, die durch Partnerangebote und Ehrenamtliche abgesichert werden müssen. Dieses hybride Öffnungsmodell verbindet Zugänglichkeit mit bürgerschaftlicher Verantwortung.
Die Umwandlung markiert einen Paradigmenwechsel: von der klassischen Bibliothek hin zu einem sozialraumorientierten Gemeinschaftshaus. Die Umsetzung steht noch aus, erfährt aber breite Unterstützung.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Stadtbezirk Nord
Beschreibung
Die ehemalige Nordstadtbibliothek hat den gesamten Stadtbezirk Nord als ihr Einzugsgebiet definiert. Das neue StadtGemeinschaftsHaus Nord soll den selben Anwohner*innen im Quartier Raum geben.
Der Stadtbezirk Nord der Landeshauptstadt Hannover setzt sich aus den Stadtteilen Nordstadt, Hainholz, Vinnhorst und Brink-Hafen zusammen.
Einwohnende
Gesamt: 32.987
unter 18 Jahren: 4.810
60 Jahre und älter: 6.106
mit familiärem Migrationshintergrund: 16.395
darunter Ausländer*innen: 9.974
Fläche
10,92 km²
Demografische Entwicklung und Bevölkerungsstruktur
Hannover zeichnet sich als Einwanderungsstadt aus, was sich in der Bevölkerungsstruktur widerspiegelt. Der Anteil der Bevölkerung mit ausländischer Staatsbürgerschaft liegt aktuell bei 16,4 %. Besonders in den Stadtteilen Nordstadt und Hainholz ist die kulturelle Vielfalt hoch, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die Integration und das soziale Miteinander mit sich bringt. Die beiden genannten Stadtteile gelten ebenfalls als höher frequentierte Erstankunftsorte für Eingewanderte nach Auslandszuzug (hierbei ist zu beachten, dass insbesondere die Nordstadt mit dem Standort der Leibniz Universität viele Studierende aus dem Ausland anlockt).
Armutsentwicklung und soziale Herausforderungen
Im Jahr 2023 verzeichnete Hannover einen leichten Rückgang der Armutsquote auf 14,9 %. Dennoch stieg die Altersarmut an, insbesondere unter Personen ab 65 Jahren. In den genannten Stadtteilen sind diese Trends ausgeprägt. Die Entwicklung der Altersarmut, gemessen an den 60-Jährigen und älteren Personen, die Transferleistungen beziehen, zeigt einen stetigen Anstieg: 2021 lag der Anteil noch bei 16,2 %, 2022 stieg er auf 17,5 %, und 2023 erreichte er 18,1 %. Diese Entwicklung verdeutlicht die zunehmenden Herausforderungen, denen vor allem ältere Menschen in der Region gegenüberstehen. Im Stadtteil Hainholz ist der Anteil der Empfänger*innen von Transferleistungen im Dezember 2023 mit 26,1 % deutlich höher. Auch hier zeigt sich eine ähnliche Tendenz bei der Altersarmut. 2021 lag der Anteil der älteren Menschen mit Transferleistungsbezug bei 24,9 %, 2022 stieg dieser auf 26,0 %, und 2023 betrug er schließlich 25,8 %. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Situation in Hainholz besonders angespannt, was auf eine hohe soziale Benachteiligung in diesem Stadtteil hinweist.
Die Kinderarmutsquote liegt bei 20,3 %, wobei insbesondere in Nordstadt und Hainholz höhere Werte zu erwarten sind. Im Stadtteil Nordstadt waren im Dezember 2023 etwa 16 % der Bevölkerung auf Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen. Der Stadtteil Hainholz in Hannover steht vor vielfältigen sozialen Herausforderungen, die im Sozialbericht 2023 der Landeshauptstadt detailliert beleuchtet werden. Mit einer Arbeitslosenquote von über 10 % liegt Hainholz deutlich über dem städtischen Durchschnitt, was auf einen Handlungsbedarf hindeutet. Besonders betroffen sind Allein- und Getrennterziehende, die in Hainholz einen sehr hohen Anteil an der Bevölkerung ausmachen und häufig von Armut betroffen sind. Diese Situation erschwert nicht nur den Alltag der betroffenen Familien, sondern wirkt sich auch auf die Entwicklungschancen der Kinder aus.
Demografische Veränderungen sind ebenfalls bemerkbar: In der Altersgruppe der 27- bis 44-jährigen Frauen ist ein überproportionaler Anstieg zu verzeichnen. Dieser Trend wird hauptsächlich auf die Zuwanderung von Ukrainerinnen zurückgeführt, die in Folge des Ukraine-Konflikts nach Hannover gekommen sind und sich vermehrt auch im Stadtbezirk Nord niedergelassen haben.
Diese Entwicklungen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf im Stadtbezirk Nord. Es bedarf gezielter sozialpolitischer Maßnahmen, um die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern und soziale Ungleichheiten im Vergleich zu anderen Stadtbezirken zu verringern.
Bildung und Teilhabe
Die Teilhabe am soziokulturellen Existenzminimum, an Gesundheit, Bildung, Erwerbsarbeit und Wohnen ist in den genannten Stadtteilen uneinheitlich verteilt. Insbesondere in der Nordstadt und in Hainholz bestehen Herausforderungen hinsichtlich der Bildungsbeteiligung und -ergebnisse. Gezielte Bildungs- und Integrationsangebote sind essenziell, um die Chancengleichheit und soziale Teilhabe zu fördern.
Gesundheit und soziale Infrastruktur
Die Gesundheitsversorgung und soziale Infrastruktur in den Stadtteilen sind grundsätzlich gut entwickelt. Dennoch gibt es Unterschiede in der Inanspruchnahme von Gesundheits- und Sozialdiensten, die auf soziale und kulturelle Faktoren zurückzuführen sind. Gezielte Aufklärungs- und Unterstützungsangebote könnten die Nutzung dieser Dienste verbessern.
Fazit
Die Stadtteile Nordstadt, Hainholz, Vinnhorst und Brink-Hafen stehen vor vielfältigen sozialen Herausforderungen. Durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Wohnen, Gesundheit und soziale Teilhabe kann die Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile verbessert werden.
Straßenliste
Alleehof
Alleestraße
Allerbroken
Alte Ladestraße
Alt-Vinnhorst
Am Andreashof
Am Brinker Hafen
Am Gehrlskamp
Am Großen Garten
Am Hopfengarten
Am Judenkirchhof
Am Kläperberg
Am Kleinen Felde
Am Moritzwinkel
Am Puttenser Felde
Am Schmuckplatz
An der Christuskirche
An der Graft
An der Lutherkirche
An der Strangriede
Appelstraße
Arndtstraße
Asternstraße
Auf dem Dorn
Auf dem Loh
Auwiese
Bachstraße
Bäteweg
Baumgarteweg
Bellstieg
Beneckeallee
Bertramstraße
Blumenhagenstraße
Bodestraße
Bömelburgstraße
Bogenstraße
Bohnhorststraße
Bomgarstraße
Brandriede
Bremer Damm
Brüggemannhof
Büttnerstraße
Bunnenbergstraße
Burgweg
Callinstraße
Chamissostraße
Conrad-Wilhelm-Hase-Platz
Dammstraße
Degenerweg
Deitersweg
Dörpefeld
Doris-Krammling-Jöhrens-Weg
Dorninge
Dornröschenbrücke
Edwin-Oppler-Weg
Eggewiese
Ehlvershof
Eibenweg
Engelbosteler Damm
Erikastraße
Erlenweg
Feddelerweg
Fenskestraße
Fischteichweg
Fliederstraße
Flügeldamm
Franziusweg
Friedenauer Straße
Gaußstraße
Georgengarten
Gerhardtstraße
Gertrud-Knebusch-Straße
Glünderstraße
Godshorner Damm
Grambartstraße
Grashöfe
Grindelhof
Gustav-Adolf-Straße
Hackethalstraße
Hahnenstraße
Hainhölzer Markt
Haltenhoffstraße
Hans-Mayer-Weg
Hartungstraße
Heinescher Hof
Heinrich-Lange-Straße
Heisenstraße
Helmkestraße
Herrenhäuser Allee
Herrenhäuser Kirchweg
Herrenhäuser Straße
Hintere Schöneworth
Hornemannweg
Horst-Fitjer-Weg
Hüttenstraße
Hüttenstraße
Igelgrund
Im Krummen Sieke
Im Moore
Im Othfelde
In den Feldern
In den Kämpen
In der Flage
In der Steintormasch
Industrieweg
Jägerstraße
Jasminweg
Kabelkamp
Kalabisstraße
Karl-König-Platz
Klaskamp
Klaus-Müller-Kilian-Weg
Kniestraße
Kniggestraße
Knoevenagelweg
Kolkhof
Kopernikusstraße
Kornstraße
Krepenstraße
Legienstraße
Ligusterweg
Lilienstraße
Lodyweg
Machandelweg
Marschnerstraße
Max-Müller-Straße
Meelbaumstraße
Melanchthonstraße
Mispelweg
Möhringsberg
Mogelkenstraße
Mohrmannstraße
Moorkamp
Morwegsgasse
Nelkenstraße
Niederaue
Nienburger Straße
Oberstraße
Pappelweg
Paulstraße
Petersstraße
Prußweg
Rankenstraße
Rehagen
Rehagen,Kol.Burgfrieden, Sonnenweg
Rehagen,Kol.Burgfrieden, Veilchenweg
Rehbockstraße
Reinhold-Schleese-Straße
Reinholdstraße
Rudolf-Diesel-Weg
Rübekamp
Rübekamp Verl.Kolonie Krügersruh Rosenweg
Rühlmannstraße
Rundshorn
Sadebuschstraße
Sandstraße
Sauerweinstraße
Schachtebeckweg
Schaufelder Straße
Scheffelstraße
Schlieffenstraße
Schloßwender Straße
Schmedesweg
Schneiderberg
Schraderstraße
Schulenburger Landstraße
Schulzenstraße
Schwanenburgbrücke
Schwanenburgkreisel
Siegmundstraße
Sokelantstraße
Sorststraße
Spierenweg
Suderloh
Treitschkestraße
Trollweg
Türkstraße
Tulpenstraße
Turmstraße
Tweerbreite
Uhlandstraße
Unter den Eichen
Vahrenwalder Straße
Vinnhorster Rathausplatz
Vinnhorster Weg
Voltmerstraße
Vordere Schöneworth
Walter-Bruch-Straße
Walter-Großmann-Weg
Warstraße
Weidendamm
Welfengarten
Wendehagen
Wiesenauer Straße
Wilhelm-Busch-Straße
Windthorststraße
Wischkämpe
Wohlenbergstraße
Ziesingweg
Einwohnerzahl
32990
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/B%C3%BCrger-Service/Stadtbezirksportale-Hannover/Stadtbezirk-Nord/Veranstaltungen-und-Meldungen/Meldungen/Ein-Stadtbezirk-stellt-sich-vor
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist in seinem Kern ein Projekt des kooperativen Quartiersmanagements. Es bündelt Ressourcen aus Verwaltung, freien Trägern und Zivilgesellschaft, um einen integrativen Ort für das Quartier zu schaffen. Der sozialräumliche Fokus zeigt sich in der konsequenten Ausrichtung auf Bedarfe und Potenziale des Stadtteils – entwickelt im engen Austausch mit Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort.
Im Mittelpunkt steht nicht die Dienstleistung einzelner Einrichtungen, sondern ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung für das Quartier, das aber noch entwickelt und ausgebaut werden muss. Durch abzustimmende Angebote, einer gemeinsamen Nutzung von Räumen (Räume mit festem Programm und Räumen, die sich inhaltlich-gestalterisch anpassen können und müssen) und partizipative Formate, die wir noch nicht beschreiben können, entsteht ein solidarischer Ort mit Modellcharakter.
Das Projekt stärkt bestehende Netzwerke, baut neue Kooperationen auf und entwickelt verlässliche Strukturen der Zusammenarbeit – etwa über runde Tische, Beteiligungsformate und die kuratierte Gestaltung der nicht-personalbesetzten Öffnungszeiten. Eine fest installierte Hausleitung trägt die Verantwortung für die Koordination und Weiterentwicklung.
Der Ansatz des Quartiersmanagements wird hier nicht additiv gedacht, sondern als verbindende Strategie: Das Haus wird Teil einer sozialräumlichen Infrastruktur, die Nachbarschaft stärkt, Engagement aktiviert und Teilhabe ermöglicht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
StadtgemeinschaftsHaus Nord - der Name ist Programm: Wir etablieren Beteiligungsformate. Erwartungen, Zufriedenheit und Bedarfe werden dokumentiert und zur Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Rückmeldungen belegen Akzeptanz und mögliche Defizite.
Kriterium
Beschreibung
Feste und noch unbekannte Kooperationspartner*innen übernehmen Kuratierung v.a. in BibliothekPlus-Zeiten. Regelmäßige Abstimmungen und Kooperationsvereinbarungen sorgen für Zuverlässigkeit. Langfristige Verlässlichkeit wird durch lfd. Feedback gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Durch die Bürger*inneninitiative konnte die Schließung der Bibliothek verhindert werden. Gemeinsam wurde das vorliegende Konzept erarbeitet; die Ressourcen von AWO, Fachbereich Senioren und BI / engagierte Bürger*innenschaft werden weiterhin eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Kinder, Senior*innen, Migrant*innen) bilden unter dem Motto „Begegnung – Bildung – Teilhabe“ Kern der neuen Partner*innenschaft im Quartier Nord, eine zielgruppenübergreifende Ausrichtung ist projektimmanent.
Beschreibung
Bereits das Zustandekommen des StadtGemeinschaftsHauses Nord steht für ressortübergreifendes Agieren. Dieses Projektteilziel ist erreicht, wenn die Kooperation zwischen Stadtbibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und weiteren Akteuren lebendig wird!
Beschreibung
Regelmäßige Treffen aller Partner*innen (Bibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und weitere Akteur*innen) sichern Synergieeffekte. Vereinbarungen werden verbindlich festgehalten, Protokolle und Zielvorgaben dokumentieren Wirksamkeit der Kooperationen.
Kriterium
Beschreibung
Das Kontrukt ist v.a. hinsichtlich der extern kuratierten Öffnungszeiten fragil, hier kommen unterschiedliche BibliothekPlus-Elemente zum Tragen; zudem muss die räumlich-technische Infrastruktur kontinuierlich angepasst werden an die lfd. Bedarfe.
Kriterium
Beschreibung
Das Konstrukt ist Ergebnis gesamtkommunal getragener Verantwortung. Entscheidend ist das langfristige Commitment aller Beteiligten und die erfolgreiche Absicherung der finanziellen und personellen Ressourcen zum Projektende.
Kriterium
Beschreibung
Das sichtbare und laute Engagement aus dem Stadtteil wurde und wird - s. Kriterium 3 - aktiv eingebunden. Das Haus fördert informelle Begegnungen - kuriert und zufällig, zwischen bürgerschaftlichem Engagement und institutionalisiertem Hauptamt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
FB Senioren | Kommunaler Seniorenservice Hannover – Nordstadt, Hainholz, Brink-Hafen, Vinnhorst ; Netzwerk für Senioren im Stadtbezirk 13 ; KSD Kommunaler Sozialdienst ; Stadtteilkultur ; Volkshochschule ; Sozialdezernat u.a..
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturtreff Hainholz; Kargah e.V. – Iranische Bibliothek & Dokumentationszentrum; Spokusa – Interkultur / Transkultur; TuT – Schule für Tanz, Clown & Theater; Theater Nordstadt; Atelier Block 16; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
21 Kitas als feste Bildungspartner (32 Kitas liegen im Einzugsbereich); 11 Kinderhorte - z.T. in unterschiedlicher Träger*innenschaft; Werkhof Hannover u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Familienzentrum Nordstadt; Familienzentrum Voltmerstrasse / Hainholz; Katholisch-Internationales Familienzentrum St. Maria; Sozialforum (Offener Zusammenschluss von ca. 30 Vereinen, Gruppen und Institutionen); Caritas; Jugendzentren; Johanniter u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spokusa e.V. (Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit); Werkstatt Schule e.V.; Was mit Herz e.V.; Jugendberatung Hinterhaus; Naturfreundejugend; Stadtteilzentrum Bürgerschule; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
4 Grundschulen (GS Auf dem Loh, GS An der Uhlandstrasse, GS Vinnhorst, GS Fichteschule); Gymnasium Lutherschule; Berufsbildende Schule BBS / Anna Siemsen Schule; Rucksackschule / Rucksackmütter; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokales Gewerbe; Dialogrunde Nördlicher E-Damm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schöneres Viertel e.V. (MSV ); hanova Plus (Nachbarschaftsfrühstück)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksrat; Vertreter*innen in übergeordneten Gremien (Stadtrat, Regionsversammlung, Landtag, Bundestag); Senior*innenbeirat; Integrationsbeirat; Vertrer*innen einzelner pol. Fraktionen, Bürger*inneninitiative; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kund*innen der Stadtbibliothek und engagierte Mitwirkende der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendkirche Hannover; Katholisch-Internationales-Zentrum-Hannover (KIZH); Ev. luth. Nordstädter Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist vorstellbar, ab 2029 die Hausleitung zu 50% aus dem städtischen Haushalt zu übernehmen und bis dahin die Kosten für Wachpersonal deutlich zu reduzieren. Parallel wird ein Konzept zur Verstetigung durch Projektmittel (z. B. Quartiersfonds, Stiftungsgelder) entwickelt. Die strukturelle Anbindung an Stadtbibliothek, AWO und FB Senioren sichert organisatorische Nachhaltigkeit und langfristige Verankerung im Gemeinwesen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On