Wir Menschen in Diepholz – Nachbarschaftstreff zur Stärkung von Teilhabe und selbstorganisierten Strukturen im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Timpe
| Funktion | Referentin Fördermittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir Menschen in Diepholz – Nachbarschaftstreff zur Stärkung von Teilhabe und selbstorganisierten Strukturen im Innenstadtquartier
Projektbeschreibung
Im Diepholzer Innenstadtquartier hat sich mit dem Nachbarschaftstreff ein Ort entwickelt, der im Alltag genutzt, angeeignet und von den Anwohner*innen selbst mit Leben gefüllt wird. Unterschiedliche Menschen kommen hier zusammen – sie kochen, sprechen, diskutieren, unterstützen sich, teilen Erfahrungen und tragen auch Konflikte aus. Der Treff ist lebendig, manchmal laut, manchmal ruhig, geprägt von Nähe, Aushandlung und gegenseitigem Respekt. Für viele ist er ein zentraler Bezugspunkt im Quartier, für einige der einzige verlässliche Ort außerhalb der eigenen Wohnung, an dem soziale Kontakte entstehen und bestehen bleiben.
Im Rahmen der bisherigen Förderung wurde dieser Ort aufgebaut, angenommen und mitgestaltet. Anwohnende bringen eigene Themen ein, organisieren erste Aktivitäten und nutzen den Treff für Austausch und Unterstützung. Dabei zeigt sich: Beteiligung entsteht dort, wo Menschen kontinuierlich angesprochen werden, Beziehungen wachsen und ein verlässlicher Ort vorhanden ist. Ohne kontinuierliche Begleitung bleiben diese Prozesse fragil und entwickeln sich nur begrenzt weiter.
Das Folgeprojekt setzt hier an und entwickelt den Treff konsequent gemeinwesenorientiert weiter. Im Mittelpunkt steht die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft: Themen aus dem Alltag werden aufgegriffen, gemeinsam bearbeitet und in Aktivitäten im Quartier überführt. Der Treff ist dabei Ausgangspunkt für Begegnung und aufsuchende Arbeit im Quartier. Beteiligung entsteht aus den Interessen und Lebensrealitäten der Menschen vor Ort: Anwohner*innen machten auf ein fehlendes Straßenschild aufmerksam, brachten ihr Anliegen mit Unterstützung des Teams bei Kommune und Politik ein – das Schild wurde daraufhin aufgestellt.
Anwohnende bringen sich aktiv ein: Sie organisieren Treffen, übernehmen Aufgaben und gestalten Aktivitäten. Aus Begegnungen werden Kontakte – Menschen verabreden sich, unterstützen sich im Alltag und greifen Themen gemeinsam auf. Unterschiedliche Bewohnergruppen kommen ins Gespräch, bleiben in Verbindung und entwickeln Ideen weiter. So wird der Treff Schritt für Schritt zu einem Ort, der von den Anwohnenden selbst getragen wird.
Ziel ist es, diese Entwicklung im Alltag zu verstetigen: dass aus einzelnen Aktivitäten verlässliche Zusammenhänge entstehen, Engagement bestehen bleibt und der Treff langfristig als gemeinsamer Ort im Quartier getragen wird.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Geringe Belebung, Leerstand und fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte prägen das Diepholzer Innenstadtquartier. Öffentliche Räume werden wenig genutzt, soziale Kontakte entstehen kaum. Besonders alleinstehende, ältere Menschen und Personen ohne familiäre Einbindung, aber auch neuzugewanderte Menschen sowie Menschen in herausfordernden Lebenslagen leben bislang nebeneinander, ohne in Austausch zu kommen und ohne tragfähige soziale Kontakte im Alltag. GWA-Strukturen anderer Stadtteile (Moorstraße) erreichen die Anwohnenden nicht.
Der bereits geförderte Nachbarschaftstreff (2022–2025) hat eine zentrale sozialräumliche Infrastruktur geschaffen. Räume und Struktur bestehen weiterhin und werden durch Ehrenamtliche sowie durch hauptamtliche Mitarbeitende aus anderen Fachbereichen aufrechterhalten, die den Treff parallel zu ihren eigentlichen Aufgaben mittragen. Die kontinuierliche Nutzung zeigt, dass der Treff im Quartier weiterhin stark nachgefragt ist. Einzelne Aktivitäten werden weiter genutzt und von Anwohner*innen mitorganisiert (z. B. Weltenküche 2x wöchentlich, offener Treff). Ohne gezielte GWA-Fachbegleitung bleibt dies jedoch begrenzt und erreicht die Anwohnerschaft nicht in der notwendigen Breite.
Daraus ergibt sich die Aufgabe, die bestehende Infrastruktur wieder kontinuierlich nutzbar zu machen, unterschiedliche Bewohnergruppen zusammenzuführen und Beteiligung im Alltag zu ermöglichen. Ziel ist es, vorhandene Kontakte und Engagementansätze so weiterzuentwickeln, dass daraus stabile, selbstorganisierte Strukturen im Quartier entstehen. Dafür werden Anwohnende kontinuierlich angesprochen, eingebunden und begleitet.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Sanierungsgebiet „Diepholz-Innenstadt“ mit einer Fläche von ca 31 ha. Es beinhaltet die zentrale Innenstadt sowie den historischen Altstadtberech der Stadt Diepholz.
Die räumliche Abgrenzung orientiert sich an den festgestellten Grenzen des Sanierungsgebiets und wird im Wesentlichen durch zentrale Verkehrsachsen, angrenzende Wohnbebauung sowie die Bahntrasse im Osten bestimmt. Zum Gebiet gehören zentrale Orte wie die Bahnhofstraße, die Lange Straße sowie angrenzende Wohn- und Aufenthaltsbereiche.
Das Projekt fokussiert sich somit auf den zentralen Innenstadtbereich Diepholz‘, in dem unterschiedliche soziale Gruppen aufeinandertreffen und zugleich ein erhöhter Bedarf an Begegnung, Beteiligung und sozialräumlicher Entwicklung besteht.
Einwohnerzahl
18770
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl gesamte Stadt Diepholz (www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Nachbarschaftstreff wird in der Diepholzer Innenstadt sowie angrenzenden Wohnquartieren umgesetzt, die nicht Teil eines durch das Programm ‚Sozialer Zusammenhalt‘ geförderten Gebietes sind. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Gleichzeitig bestehen enge sozialräumliche Bezüge zum angrenzenden Sanierungsgebiet, etwa durch gemeinsame Alltagsorte und Nutzungswege der Bewohnenden. Der Treff ergänzt bestehende Maßnahmen, indem er als niedrigschwelliger Begegnungsort fungiert, bislang fehlende Verbindungsstrukturen schafft und den Austausch zwischen unterschiedlichen Bewohnergruppen quartiersübergreifend stärkt.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000066-21770.html - Für das Projektgebiet liegen keine kleinräumig differenzierten Daten vor. Auf gesamtstädtischer Ebene beträgt der Anteil älterer Bewohner*innen rund 22 %. Aus der Nutzung des Nachbarschaftstreffs zeigt sich, dass ältere Menschen den Treff regelmäßig nutzen. Der Treff übernimmt hier eine wichtige Funktion als sozialer Ankerpunkt und niedrigschwelliger Ort gegen Isolation im Alltag. (für Projektgebiet geschätzt)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03251-Diepholz.html - Für das Projektgebiet liegen keine kleinräumig differenzierten Daten vor. Auf gesamtstädtischer Ebene beträgt die Arbeitslosenquote rund 4 %, auf Landkreisebene etwa 5,5 %. Aus der Nutzung des Nachbarschaftstreffs zeigt sich jedoch, dass im Projektgebiet ein erhöhter Anteil von Menschen in prekären Lebenslagen erreicht wird, darunter auch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die aktuell nicht erwerbstätig sind. Der Treff fungiert hier als stabilisierende Struktur im Alltag und ermöglicht soziale Teilhabe unabhängig vom Erwerbsstatus..
https://www.diepholz.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000508-21750.html (die Zahl für das Projektgebiet wurde geschätzt)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
https://www.diepholz.de/portal/seiten/migration-und-integration-900000244-21750.html
Der Anteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit liegt in Diepholz bei rund 15 %, im Landkreis bei etwa 10 %. Darüber hinaus zeigt sich im Projektgebiet eine hohe Vielfalt an Bewohner*innen mit internationaler Familiengeschichte. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Nutzung des Nachbarschaftstreffs wider und zeigt sich auch in der Nutzung des Nachbarschaftstreffs, in dem unterschiedliche Sprachen, Hintergründe und Lebensrealitäten aufeinandertreffen.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/landkreis-erarbeitet-konzept-fuer-gutes-miteinander-mit-migranten-92096993.html
Für die Stadt Diepholz liegen keine einheitlich ausgewiesenen Daten zum Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vor. Auf Landkreisebene wird ein Anteil von rund 17 % angenommen. Die Erfahrungen aus der Projektpraxis zeigen, dass im Projektgebiet eine hohe Diversität an Lebensrealitäten und Herkunftsbiografien besteht. Das macht deutlich dass alltagsnahe Begegnungsorte notwendig sind, um Austausch unabhängig von Sprache oder institutionellen Zugängen zu ermöglichen. Die eingetragenen Daten für das Projektgebiet und die Gesamtstadt sind also geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
integrativer_nachbarschaftstreff_dh.jpg
(150.51 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt stellt die Anwohnerschaft in den Mittelpunkt und knüpft an ihren Alltag, ihre Bedarfe und ihre Lebensrealitäten im Diepholzer Innenstadtquartier an. Durch aktivierende Ansprache und Beteiligung entstehen im Quartier gemeinsame Prozesse, aus denen sich tragfähige Strukturen entwickeln. Aufbauend auf den Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit im Nachbarschaftstreff wurde der Ansatz weiterentwickelt und konsequent an den Prinzipien der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Im Zentrum stehen die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft sowie die sozialräumliche Öffnung.
Der Nachbarschaftstreff ist im Quartier verankert und wird von unterschiedlichen Bewohnergruppen im Alltag genutzt, angeeignet und mitgestaltet. Durch beteiligungsorientierte Formate werden Themen aus dem Alltag der Anwohnenden aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt.
Ergänzend knüpft der Treff an bestehende lokale Bezüge im Quartier an, etwa an den Arbeitskreis der Innenstadt-Vermietenden sowie Initiativen im Umfeld des Gänsemarktes. Leerstehende oder wenig genutzte Bereiche werden durch gemeinschaftliche Nutzung als Begegnungsorte erschlossen. So entstehen neue Anlässe für Austausch und Beteiligung im Quartier. Methodisch kommen aktivierende und aufsuchende Arbeitsweisen der GWA zum Einsatz.
So entstehen im Quartier selbstorganisierte Prozesse, in denen Anwohnende Verantwortung übernehmen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Im Mittelpunkt steht die aktivierende Einbindung der Anwohnerschaft zur Selbstorganisation. Erkennbar daran, dass Anwohner*innen Themen einbringen, Formate initiieren und Verantwortung übernehmen. Daraus entstehen gemeinsam getragene Angebote im Treff.
Kriterium
Beschreibung
Erkennbar daran, dass Anwohner*innen eigenständig Aktivitäten initiieren, Gruppen übernehmen und Formate durchführen und langfristig mitverantwortlich gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Erkennbar daran, dass Anwohner*innen Verantwortung für gemeinsame Aktivitäten übernehmen, sich gegenseitig unterstützen und der Treff als selbstverständlicher Ort für Begegnung genutzt wird.
Vorhandene Strukturen
Der Nachbarschaftstreff ist als zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle im Diepholzer Innenstadtquartier verankert und wird kontinuierlich von Anwohner*innen als verlässlicher Ort für Austausch und Beteiligung im Alltag genutzt und mitgestaltet. Auch in einer Phase eingeschränkter finanzieller Ressourcen konnte die Struktur aufrechterhalten werden und wird derzeit -bei fehlender ausreichender Förderung- maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen.
Im Treff haben sich regelmäßige Formate etabliert, die von den Anwohnenden angenommen und teilweise eigenständig mitgetragen werden und kontinuierliche Anlässe für Austausch und Beteiligung im Alltag schaffen.
Der Nachbarschaftstreff ist in bestehende sozialräumliche Strukturen eingebunden und bringt sich regelmäßig in lokale Austauschformate und Arbeitskreise ein, insbesondere in den Psychosozialen Arbeitskreis sowie in die Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz e.V. Zugleich wird der Treff bereits von externen Initiativen als Ort für eigene Angebote angefragt, etwa für Selbsthilfegruppen im Innenstadtbereich. Der SoVD nutzt den Treff für monatliche Spieletreffen.
Die kontinuierliche fachliche Begleitung gemeinwesenorientierter Prozesse ist unter den aktuellen Bedingungen nur eingeschränkt möglich. Im Rahmen des Projekts werden die bestehenden Strukturen so gestärkt, dass ehrenamtliches Engagement verlässlich begleitet und Beteiligungsprozesse im Quartier kontinuierlich fortgeführt werden können.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinationsstelle Inklusion und Integration Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wissenswerkstatt Diepholz-Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Diepholz – Syke – Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bethel im Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Diepholz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis offene Kinder- und Jugendarbeit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsfachdienst PHV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zentrum für seelische Gesundheit Landkreis Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Grafschaft Diepholz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Nachbarschaftstreff ist bereits im Quartier verankert, wird kontinuierlich genutzt und ehrenamtlich mitgetragen. Im Projektverlauf werden kommunale Verwaltung, Politik und lokale Akteur*innen schrittweise eingebunden. Ab dem zweiten Projektjahr werden dialogorientierte Formate (z. B. Nachbarschaftsdialoge) umgesetzt, um Perspektiven für eine strukturelle Verankerung und öffentliche Anschlussfinanzierung zu entwickeln. Die Eleganz Bildungsplattform e.V. begleitet diesen Prozess kontinuierlich
11. Medien
Aufsteller
oeaufsteller.jpg
(1.33 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Oesede mit Herz und Kompass
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sebastian Häfker
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ein Stadtteil gemeinsam engagiert
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt die Michaelisschule in Georgsmarienhütte-Oesede als zentralen Begegnungs- und Beteiligungsort im Quartier und als Baustein lokaler Gemeinwesenarbeit. Schulen sind Orte, an denen Menschen unterschiedlicher sozialer Lagen, Herkunftsbiografien und Lebensrealitäten zusammenkommen, und bieten damit ein großes, bislang oft ungenutztes Potenzial als Treffpunkt auch außerhalb des Unterrichts, etwa in den Nachmittags- und Abendstunden sowie an Wochenenden. Im Rahmen unserer Schul-AG „Soziales Lernen durch Sport“ wurden wir in Gesprächen mit Eltern, Lehrkräften und der Schulsozialarbeit darauf aufmerksam, dass es im Stadtteil an einem niedrigschwelligen Ort für Austausch und gemeinsames Engagement insbesondere für Familien fehlt. Hier setzt das Projekt an. Im ersten Jahr stehen Beziehungsaufbau und Bedarfserhebung im Mittelpunkt. Mit offenen, sportlich geprägten Formaten wie „Sport x Nachbarschaft“ (gemeinsamen Bewegungs- und Spielangeboten im Umfeld der Schule) kommen wir mit Eltern, Kindern und weiteren Bewohnern ins Gespräch. Niedrigschwellige Impulsfragen regen zum Austausch über Themen und Bedarfe im Stadtteil an. Sport dient als Türöffner, um auch Menschen zu erreichen, die klassische Beteiligungsangebote bislang kaum nutzen. Ergänzend werden lokale Akteure (Schule, Kitas, Vereine, soziale Träger) einbezogen und ein Quartiersnetzwerk aufgebaut. Formate wie Nachbarschaftscafés oder offene Bewegungsangebote stärken die Schule als einladenden Ort. Im zweiten Jahr werden die gesammelten Themen in Bürgerwerkstätten aufgegriffen. Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam Projektideen, über die die Nachbarschaft abstimmt. Die ausgewählten Bürgerprojekte – z. B. Elternnetzwerke, Nachbarschaftshilfen oder Begegnungsformate – werden gemeinschaftlich umgesetzt und durch das Projektteam begleitet. Parallel entsteht ein Kreis besonders aktiver Teilnehmender, der für weiteres Engagement qualifiziert wird. Im dritten Jahr liegt der Fokus auf Verstetigung und strukturellem Transfer. Gemeinsam mit Schule, Stadt und lokalen Partnern werden erfolgreiche Formate dauerhaft im Schul- und Quartiersalltag verankert. Ziel ist es, die Michaelisschule langfristig als in den Stadtteil wirkenden Nachbarschaftsort zu etablieren, der auch außerhalb der Unterrichtszeiten aktiv genutzt wird. Der Engagiertenkreis übernimmt zunehmend eigenständig Moderations- und Organisationsaufgaben und wird gezielt in bestehende Gremien und Strukturen eingebunden.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage in Oesede ist durch eine stabile Wohnlage und zugleich „stille“ soziale Herausforderungen geprägt. Georgsmarienhütte (ca. 32.000 Einwohner) weist relevante Anteile von Familien, älteren Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte auf; Oesede ist mit rund 12.000 Einwohnern der größte Stadtteil. Daten und lokale Einschätzungen zeigen eine alternde Bevölkerung, zunehmende Einpersonenhaushalte und verdeckte Armutsrisiken. Soziale Problemlagen treten dabei eher kleinteilig im Wohngebiet auf als in klar abgegrenzten Brennpunkten. Im Rahmen unserer Schul-AG „Soziales Lernen durch Sport“ berichten Eltern, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit von Belastungen durch finanzielle Engpässe, Vereinbarkeitsprobleme, Einsamkeit und fehlende Unterstützung im Alltag. Trotz vorhandener Infrastruktur fehlt im Umfeld der Michaelisschule ein niedrigschwelliger Treffpunkt für Austausch, Begegnung und gemeinsames Engagement. Beteiligung bleibt oft auf kurze Kontakte im Schulalltag beschränkt; strukturierte Formate zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen fehlen. Auf städtischer Ebene bestehen mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Bürgerforum und dem Präventionsrat wichtige Akteure zur Förderung von Engagement und Zusammenhalt. Eine sichtbare, quartiersnahe Andockstelle, die diese mit den Lebenswelten vor Ort verbindet, fehlt jedoch. Die Michaelisschule bietet als zentraler, vertrauter Ort großes Potenzial als Begegnungs- und Beteiligungsort, wird außerhalb der Unterrichtszeiten jedoch kaum genutzt. Es besteht daher Bedarf, eine gemeinwesenorientierte Struktur im Quartier aufzubauen, die soziale Teilhabe stärkt, Nachbarschaft aktiviert und bestehende Akteure besser vernetzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Georgsmarienhütte - Oesede
Beschreibung
Das Projektgebiet des Vorhabens umfasst ein Wohnquartier im Georgsmarienhütter Stadtteil Oesede rund um die Michaelisschule. Es wird im Nordosten durch die Glückaufstraße, im Osten durch „Am Breebach“, im Süden durch die Wellendorfer Straße und im Westen durch die Osnabrücker Straße begrenzt. Dieses Gebiet bildet den unmittelbaren Sozialraum der Michaelisschule: Hier wohnen viele der Kinder, Eltern und Nachbarinnen, die täglich die Schule nutzen oder ihren Alltag in den umliegenden Straßen verbringen. Prägend ist eine Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihenhausgebieten und kleineren Mehrfamilienhäusern. Damit treffen im Quartier unterschiedliche soziale Lagen, Wohnformen und Lebensrealitäten auf engem Raum aufeinander. Die Michaelisschule ist als Startchancen-Schule ein Hinweis darauf, dass hier im Vergleich zu anderen Schulen der Stadt besondere soziale Herausforderungen bestehen – unter anderem hinsichtlich Bildungs- und Teilhabechancen, familiärer Belastungen und Unterstützungsbedarfen im Alltag. Gleichzeitig gibt es in Oesede gewachsene Strukturen von Vereinen, Kirchengemeinden und Nachbarschaften, die bislang jedoch nicht systematisch rund um die Schule gebündelt werden. Die gewählte räumliche Abgrenzung bildet den alltäglichen Bewegungsraum vieler Familien ab: Schulweg, Einkaufsmöglichkeiten, Spiel- und Aufenthaltsorte liegen innerhalb dieser Grenzen. Dadurch können Bedarfe und Ressourcen im direkten Umfeld der Michaelisschule gezielt in den Blick genommen werden. Das Projektgebiet umfasst sowohl Wohngebiete als auch Bildungs- und soziale Infrastruktur und ist über die Osnabrücker Straße und die Wellendorfer Straße gut an das übrige Stadtgebiet angebunden. Durch die Konzentration auf dieses klar umrissene Quartier kann das Projekt passgenau an den Lebenswelten der Bewohnerinnen und Bewohner ansetzen, nachbarschaftliche Beziehungen stärken und die Michaelisschule Schritt für Schritt als zentralen Treffpunkt und Anker der Gemeinwesenarbeit in Oesede etablieren.
Einwohnerzahl
11889
Quelle / Anmerkungen
https://www.georgsmarienhuette.de/portal/seiten/daten-fakten-914000016-22600.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.nls.niedersachsen.de/gemeinden/G459019.html für Gesamtstadt + Schätzung für Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.georgsmarienhuette.de/stadt/daten-fakten-mobilitaet/ für Gesamtstadt + Schätzung für Projektgebiet
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
20260322_gute_nachbarschaft_projektgebiet.png
(298.25 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ausgangspunkt ist nicht ein festes Angebotsprogramm, sondern die Lebenslage der Menschen rund um die Michaelisschule in Oesede. GWA verstehen wir als dauerhafte Anlaufstelle im Quartier, die zuhört, Beteiligung organisiert, Vernetzung fördert und Nachbarschaftsprozesse begleitet. Kern ist ein sozialräumlicher Blick: Wir knüpfen an den Alltag von Familien und Anwohnern an. Über die Zusammenarbeit mit der Schule erreichen wir insbesondere Familien und Care-Arbeitende verschiedener Herkunft und öffnen ihnen einen niedrigschwelligen, an ihre Lebensrealität angepassten Zugang zu Engagement. Mit aufsuchenden Formaten wie „Sport x Nachbarschaft", Gesprächen im Schulumfeld und Nachbarschaftscafés holen wir Menschen ab und machen Bedarfe sichtbar. Auf dieser Basis werden in Bürgerwerkstätten gemeinsam Ideen entwickelt, priorisiert und als Bürgerprojekte im Stadtteil umgesetzt. Die GWA moderiert diese Prozesse, stärkt Selbstorganisation und unterstützt Bewohnende dabei, Verantwortung zu übernehmen. Parallel baut die GWA-Struktur systematisch Vernetzung auf: Schule, Kitas, Vereine, Gemeinden, Präventionsrat, Bürgerforum, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtverwaltung werden an einen Tisch gebracht, um Informationen zu teilen, Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Schritte zu vereinbaren. Mit dem Engagiertenkreis entsteht eine dauerhafte Nachbarschaftsgruppe, die als Bindeglied zwischen Bewohnerschaft, Einrichtungen und Kommune wirkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftscafés, Bürgerwerkstätten und gemeinsame Projekte fördern Begegnung und Austausch. Die Michaelisschule wird als Nachbarschaftsort wahrgenommen und genutzt. Menschen erleben, dass ihr Engagement das Zusammenleben in Oesede positiv verändert.
Beschreibung
Die Michaelisschule wird als bestehende Ressource für Begegnung und Beteiligung erschlossen. Bestehende Akteure (Präventionsrat, Bürgerforum, Gleichstellungsbeauftragte, Vereine) werden vernetzt. Der SV Kompass bringt seine Erfahrung und Expertise ein.
Kriterium
Beschreibung
Ein funktionsfähiges Netzwerk mit regelmäßigen Treffen ist etabliert. Kooperationen zwischen Schule, SV Kompass, lokalen Einrichtungen und der Stadt sind verbindlich vereinbart. Der Engagiertenkreis wirkt als Bindeglied zwischen Bewohnerschaft & Akteuren.
Kriterium
Beschreibung
Eltern und Care-Arbeitende mit und ohne Migrationsgeschichte einen Ort haben, an dem sie sich ihrer Lebensrealität entsprechend gemeinsam mit anderen für den Stadtteil einsetzen und ihn durch eigene Projekte und Vernetzung mitgestalten können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Georgsmarienhütte (Susanne Häring)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abteilung für Soziales und Jugend (Alexander von der Heide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat der Stadt Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Osnabrück e.V. - Büro des Sports Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verschönerungsverein von 1870 Heimatverein Georgsmarienhütte
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Zuge der Netzwerkarbeit im Projekt erarbeiten wir mit Kommune, Schule und weiteren Partnern einen Plan für die langfristige Ansiedlung an der Michaelisschule mitsamt Finanzierungsstrategie. Möglichkeiten der Finanzierung sind u.a. Akquise von weiteren Fördergeldern von (lokalen) Stiftungen und Soziallotterien, Einwerben von Spenden und ehrenamtliches Engagement. Zudem sollen Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie der Sparkasse und Volksbank sowie Unternehmen aufgebaut werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WirHier.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jonas Kirsch
| Funktion | Einrichtungsleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mitreden. Mitwirken. Mitgestalten.
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt Begegnung, Beteiligung und Vielfalt im Gemeinwesen im Sozialraum Kernstadt Wolfenbüttel. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Generationen, Lebenslagen und Hintergründe zusammenzubringen und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich austauschen, einbringen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können.
Ausgehend von einem offenen Begegnungsort in der Innenstadt werden vielfältige, niedrigschwellige Angebote im Sozialraum initiiert. Diese reichen von kreativen und kulturellen Aktivitäten über Bewegungsangebote bis hin zu offenen Treffpunkten im Quartier. Die Formate sind bewusst flexibel gestaltet, um auf die Interessen und Bedarfe der Menschen vor Ort reagieren zu können.
Im Mittelpunkt steht die aktive Beteiligung: Bürger*innen sind nicht nur Teilnehmende, sondern gestalten die Angebote selbst mit. Sie bringen eigene Ideen ein, entwickeln Projekte und übernehmen Verantwortung bei der Umsetzung. Ein ehrenamtliches Koordinationsteam und Projektmitarbeiter*innen begleitet diese Prozesse, unterstützen bei der Organisation und fördern die Vernetzung im Sozialraum.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung von Menschen, die bisher wenig Zugang zu Beteiligungsmöglichkeiten hatten. Durch gezielte Ansprache und unterstützende Rahmenbedingungen werden Zugänge erleichtert und Barrieren abgebaut. Vielfalt wird dabei als Ressource verstanden, die das Gemeinwesen bereichert und neue Perspektiven eröffnet.
Das Projekt schafft Gelegenheiten für Begegnung im Alltag, stärkt das gegenseitige Verständnis und fördert ein respektvolles Miteinander. Gleichzeitig trägt es dazu bei, lokale Netzwerke auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Initiativen und Einrichtungen zu intensivieren.
So entsteht ein lebendiges Quartier, in dem sich Menschen zugehörig fühlen, ihre Fähigkeiten einbringen und gemeinsam Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen. Das Projekt leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und einer offenen, vielfältigen Stadtgesellschaft.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Wolfenbütteler Kernstadt steht als historisch gewachsener urbaner Raum vor vielfältigen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die eine gezielte Quartiers- und Gemeinwesenarbeit erforderlich machen. Einerseits prägen demografische Veränderungen das Stadtbild: Eine alternde Bevölkerung trifft auf zuziehende jüngere Haushalte, darunter Studierende und Familien, was unterschiedliche Bedarfe an Wohnraum, Infrastruktur und sozialer Teilhabe erzeugt. Gleichzeitig ist eine zunehmende soziale Differenzierung zu beobachten, etwa durch Einkommensunterschiede, unterschiedliche Bildungszugänge und variierende Lebenslagen.
Hinzu kommen Integrationsanforderungen durch Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen, die Unterstützung beim Spracherwerb, Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialer Vernetzung benötigen. Gerade im innerstädtischen Bereich können dabei sowohl Potenziale kultureller Vielfalt als auch Risiken sozialer Segregation entstehen. Parallel dazu zeigen sich Herausforderungen in der Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements: Während es eine grundsätzlich vorhandene Vereins- und Ehrenamtsstruktur gibt, fällt es zunehmend schwer, insbesondere jüngere Menschen langfristig einzubinden.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Nutzung und Gestaltung öffentlicher Räume. Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Gruppen – etwa Jugendlichen, älteren Menschen und Gewerbetreibenden – erfordern moderierende und partizipative Ansätze. Zudem spielen Fragen der sozialen Infrastruktur, wie niedrigschwellige Beratungsangebote, Treffpunkte und Begegnungsräume, eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfenbüttel Heinrichstadt - Wirkung im Bereich Kernstadt Wolfenbüttel -
Beschreibung
Die Maßnahmen konzentrieren sich räumlich auf den Stadtteil Heinrichstadt mit einer Fläche von 94,21 ha und rund 4000 Einwohner*innen. Hier soll der offene Anlaufpunkt wirksam werden. Das Quartier liegt innerhalb der folgenden Straßen:
Lange Straße
Harztorwall
Schultorwall
Goslarsche Straße
Jägerstraße
Friedrich-Ebert-Straße
Grüner Platz
Friedrich-Wilhelm-Straße/ Lindener Straße
Der Stadtteil Heinrichstadt bildet das Zentrum der Kernstadt Wolfenbüttel, bestehend aus den weiteren Stadtteilen „Kurzes Holz, Juliusstadt, Rote Schanze, Weiße Schanze, Auguststadt, Schwedenschanze“, summiert mit einer Fläche von knapp 1450 Hektar und 39.219 Einwohner*innen.
Der Stadtkern übernimmt eine zentrale Versorgungs- und Funktionsrolle für die Gesamtstadt. Er bündelt wesentliche Angebote der Daseinsvorsorge, darunter Einzelhandel, Gastronomie, soziale und gesundheitliche Dienstleistungen sowie Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.
Zugleich stellt der Stadtkern einen bedeutenden Mobilitätsknotenpunkt dar, der durch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (Bahn- und Busverkehr) eine hohe Erreichbarkeit für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gewährleistet.
Durch diese multifunktionale Ausrichtung fungiert der Stadtkern als zentraler Ort der Versorgung, Begegnung und Teilhabe und ist von gesamtstädtischer Bedeutung. Entsprechend sind Maßnahmen im Stadtkern darauf ausgerichtet, die Zugänglichkeit, Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualität nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Das Projekt ist zwar räumlich und organisatorisch im Stadtkern verortet, verfolgt jedoch ausdrücklich einen sozialräumlich geöffneten Ansatz: Es schafft Zugänge für Bewohnerinnen und Bewohner außerhalb des Stadtkerns, ermöglicht bei Bedarf die Umsetzung von Angeboten im weiteren Sozialraum der Kernstadt und stärkt zugleich die Fähigkeit der Teilnehmenden, auch in ihren jeweiligen Lebensumfeldern eigenständig wirksam zu werden.
Quellen (Aufruf am 22.03.2026)
https://www.wolfenbuettel.de/index.php?ModID=7&FID=2672.16182.1&object=tx%7C2672.16182.1
https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876
Einwohnerzahl
39219
Quelle / Anmerkungen
https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026).
Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/Stadtleben/Die-Stadt/Daten-und-Statistik/Arbeitswelt/ (Aufruf am 22.03.2026)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026).
Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876 (Aufruf am 22.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026). Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876 (Aufruf am 22.03.2026)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wirhier.pdf
(280.22 KB)
wirhier._2.pdf
(50.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich konsequent am Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es die Lebenswelt der Bewohner*innen in der Wolfenbütteler Kernstadt in den Mittelpunkt stellt und auf Aktivierung, Beteiligung und Selbstorganisation abzielt. Ausgangspunkt ist eine sozialräumliche Perspektive: Bedarfe, Ressourcen und Problemlagen werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort erhoben und kontinuierlich reflektiert.
Zentral ist die Förderung von Partizipation. Bewohner*innen werden nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestaltende eingebunden, etwa durch Quartiersforen, Beteiligungsformate und projektbezogene Arbeitsgruppen. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu stärken und langfristig eigenständiges Engagement zu ermöglichen.
Ein weiterer Kernaspekt ist die Vernetzung lokaler Akteur*innen. Einrichtungen, Initiativen, Verwaltung und Zivilgesellschaft werden zusammengebracht, um Synergien zu schaffen und nachhaltige Kooperationsstrukturen aufzubauen. Dabei übernimmt das Projekt eine moderierende und koordinierende Rolle.
Darüber hinaus setzt das Projekt auf Empowerment, insbesondere von benachteiligten Gruppen. Durch niedrigschwellige Angebote, Beratung und Begegnungsräume werden Zugänge erleichtert und Teilhabe gefördert.
Insgesamt verfolgt das Projekt einen integrierten, präventiven Ansatz, der darauf abzielt, soziale Ungleichheiten abzubauen, den Zusammenhalt im Quartier zu stärken und langfristig tragfähige Strukturen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zu etablieren
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Bewohner*innen aktiv Nachbarschaft gestalten, neue Begegnungsformate regelmäßig genutzt werden und stabile Netzwerke entstehen, die gemeinschaftliche Aktivitäten eigenständig tragen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt- und Kreisjugendpflege (Stadt und Landkreis Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Salawo-Bürgertreff (AWO-Kreisverband Salzgitter/ Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Auguststadt (Landkreis Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenservicebüro Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Glaubensgemeinschaften im Fördergebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abteilung für Integration Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Behindertenbeauftrage für die Stadt Wolfenbüttel (Fr. Jussen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen (divers) Vereine (Inklusionshelden e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturförderung und -entwicklung Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultureinrichtungen im Fördergebiet (Kulturstadt Wolfenbüttel e.V., Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel e.V., Kunstverein Wolfenbüttel e.V., Veränder.Bar, etc.)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in kommunale Strukturen eingebunden durch Kooperationen mit Initiativen, Einrichtungen und Stadtverwaltung. Angebote sollen langfristig bestehen, indem Verantwortung schrittweise an Bürger*innen und Partner übertragen wird. Nachhaltige Finanzierung erfolgt über kommunale Mittel, Förderprogramme, Sponsoren und Eigenleistungen. Netzwerke und Kooperationsvereinbarungen sichern die Verankerung. Dokumentierte Strukturen stabilisieren die Prozesse und fördern langfristige Teilhabe.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alt-Laatzen 2030+: Zusammen leben, lernen und gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilse Engelke
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
„Zukunft gestalten vor der Haustür – Miteinander aktiv, lebendig und digital“
Projektbeschreibung
Der Projektantrag Alt-Latzen 2030+“ ist als Folgeantrag zu „Alt-Laatzen verbindet sich“ von 2022-2025 zu verstehen. In der ersten Förderperiode wurde viel erreicht. Die Vernetzung der sozialen Akteur*innen verlief sehr erfolgreich. Verschiedene ehrenamtliche AGs wie z. B. Müllsammel-AG, AG Stadtgrün, Geschichtswerkstatt, Sprachcafé für Menschen mit Migrationshintergrund, Angebote für einsame Menschen, Pflanzaktionen, Mittagessen für die Nachbarschaft, Demokratie im Stadtteil etc. wurden gegründet und etablieren sich derzeit. Gelingen konnte dies nur, weil die halbe hauptamtliche Stelle für das Quartiersmanagement (QM) diese Vernetzung und Aktivierung von Menschen ausgezeichnet koordiniert und steuert. Die BI „Alt-Laatzen blüht auf“ wirkt hierbei engagiert mit. Dies zeigt sich auch daran, dass die Bewohnerschaft ihre Expertise mit in diesen Antrag einbringt. In Ausschusssitzungen zum QM war die Bewohnerschaft stark vertreten. Briefe zur Fortsetzung an die Politik/ Bürgermeister wurden von ihr verfasst. Die Förderung durch das Land lief 2025 aus. Kurzfristig finanziert die Stadt Laatzen (Haushaltssicherungskommune) die Maßnahme bis Ende 2026 weiter. Ohne weitere Förderung würde das Projekt ab 2027 nicht fortgesetzt werden können. Bislang ist es durch die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen nicht gelungen, eine Struktur aufzubauen, die eine Selbstorganisation des Projekts und eine (Mit-)Finanzierung durch Drittmittel ermöglicht. Der Verlauf der bisherigen Maßnahmen zeigt, dass drei Jahre nicht ausreichen, um eine Verstetigung der Aufgabe QM mit fester Etablierung im Ortsteil zu erreichen. Mit dem Aufbau eines Quartierfonds soll im Rahmen des Folgeantrags eine stärkere finanzielle Unabhängigkeit des QM hergestellt werden. Einige Kommunen in Deutschland arbeiten bereits erfolgreich damit. Die bisherige Arbeit hat gezeigt, dass neue Themenfelder wie z B. digitale Kompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe, generationenübergreifende Angebote, Integration durch Sprache, Nachhaltigkeit und Begegnungsräume für die Bewohnerschaft eine große Rolle spielen und daher gefördert werden müssen. In den kommenden drei Jahren soll ferner der Ausbau einer effizienten, fachübergreifenden Schnittstelle zwischen den kommunalen Strukturen, Politik und dem QM im Ortsteil weiterentwickelt und verstetigt werden. Trotz anfänglicher Vorbehalte wird seit zwei Jahren die Arbeit des QM in Alt-Laatzen parteiübergreifend anerkannt, gefördert und unterstützt.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Trennung des Quartiers entsteht städtebaulich durch die Hildesheimer Straße und eine mittig gelegene Straßenbahn, “man bleibt unter sich“ in den Miniquartieren. Wohngebiete mit hohem Anteil älterer Menschen stehen Bereichen mit jungen Familien sowie einer vielfältigen Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte gegenüber. Zwar wurden in der Förderperiode 2022 - 2025 erste Maßnahmen zur Verbindung durchgeführt, aber der Aufbau eines funktionierenden QM kostete viel Zeit. Dennoch wurden durch die Gemeinwesenarbeit Ansätze für Strukturen zur Beteiligung, Begegnung und Vernetzung geschaffen (Nachbarschaftspark als Begegnungsort, Nachbarschafts-Abendessen, Stadtteilflohmarkt, Runder Tisch der sozialen Akteure, Spielplatzgestaltung gemeinsam mit Anwohner*innen und Verwaltung). Gleichzeitig bestehen weiterhin soziale Isolation, eingeschränkte Teilhabechancen und ein hoher Unterstützungsbedarf im Stadtteil. Diesem konnte im ersten Förderzeitraum wegen Schaffung der QM-Struktur nicht ausreichend entgegengewirkt werden. Die bisherigen Angebote und Netzwerke sowie der Stadtteilladen als elementarer Anlaufpunkt für die Bewohnerschaft müssen dauerhaft abgesichert werden. Da die Stadt Laatzen wie viele andere Haushaltssicherungskommunen nur über begrenzte finanzielle Spielräume verfügt, würden mit dem Wegfall einer Finanzierung wichtige Ansätze sozialer Teilhabe und Stadtteilarbeit in Alt-Laatzen verloren gehen. Die Fortführung der Gemeinwesenarbeit in Alt-Laatzen hängt deshalb von einer befristeten finanziellen Unterstützung durch Fördermittel ab, um langfristig einen Quartiersfonds aufzubauen und die entstandenen Strukturen dauerhaft abzusichern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen, OT Alt-Laatzen
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Alt-Laatzen und ist räumlich im Wesentlichen durch die Hildesheimer Straße, angrenzende Bahntrassen sowie die Übergänge zu benachbarten Wohnquartieren abgegrenzt. Der Stadtteil ist durch eine heterogene Siedlungsstruktur mit älteren Wohngebieten, kleinteiligen Wohnlagen und gemischter Nutzung geprägt. Insbesondere in Teilbereichen östlich der Hildesheimer Straße sind Trading-Down-Tendenzen erkennbar, die sich u. a. in sozialen Herausforderungen, einer dynamischen Veränderung der Bewohnerstruktur sowie teilweise geringerer Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zeigen. Gleichzeitig verfügt Alt-Laatzen über vielfältige soziale, kulturelle und zivilgesellschaftliche Ressourcen sowie engagierte lokale Akteur*innen. Das Projekt setzt gezielt an diesen Potenzialen an und verfolgt das Ziel, durch sozialräumlich orientierte Gemeinwesenarbeit, Beteiligungsformate und Netzwerkstrukturen die nachhaltige Stabilisierung und positive Entwicklung des Quartiers zu unterstützen.
Einwohnerzahl
6207
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Entwicklung spiegelt sich besonders in den älteren Wohnquartieren Alt-Laatzens wider, in denen viele Menschen seit Jahrzehnten leben und zunehmend Unterstützungs-, Teilhabe- und Begegnungsangebote benötigen. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung auf rund 45,6 Jahre.
Für die Gemeinwesenarbeit ergeben sich daraus Herausforderungen wie zunehmende Vereinsamung, Bedarf an niedrigschwelligen Begegnungsorten sowie Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten für ältere Menschen. Das Projekt reagiert darauf mit generationenübergreifenden Formaten, digitalen Lernangeboten und nachbarschaftlichen Unterstützungsstrukturen. Wird auf der Ebene nicht von der Region erhoben.
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
45
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Alt-Laatzen zeigt sich eine besondere integrative Herausforderung durch den überdurchschnittlich hohen Anteil von Bewohnerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Während in der Gesamtkommune Laatzen rund 40 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, konzentrieren sich entsprechende Bedarfe in einzelnen Quartieren besonders stark. Alt-Laatzen ist durch eine hohe kulturelle Vielfalt geprägt, in der Menschen aus ca.100 Nationen zusammenleben. Diese Vielfalt stellt eine wichtige Ressource für das Quartier dar, bringt jedoch zugleich erhöhte Anforderungen an Integration, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe mit sich. Unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen, Bildungsbiografien und soziale Lebenslagen erschweren teilweise den Zugang zu Beteiligungs- und Vernetzungsstrukturen. Für die Gemeinwesenarbeit ergibt sich daraus die Aufgabe, gezielt niedrigschwellige Begegnungs- und Beteiligungsformate zu schaffen, interkulturellen Austausch zu fördern und Brücken zwischen Bewohnerinnen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte aufzubauen, um den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil nachhaltig zu stärken Quelle: Region Hannover, Stabsstelle Sozialplanung II.3, Sozialmonetoring, 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Alt-Laatzen zeigen sich im Vergleich zur Gesamtkommune besondere soziale Herausforderungen, die sich auch in der erhöhten Inanspruchnahme von Transferleistungen widerspiegeln. Für die Stadt Laatzen insgesamt zeigt sich eine angespannte soziale Lage: Rund 25 % der Kinder unter 15 Jahren leben in Familien, die auf Transferleistungen angewiesen sind, und die Arbeitslosenquote liegt mit etwa 8,5 % über dem Durchschnitt der Region Hannover. Diese Entwicklungen wirken sich insbesondere in älteren Quartieren wie Alt-Laatzen aus, in denen sich soziale Belastungslagen konzentrieren. Für die Gemeinwesenarbeit ergibt sich daraus ein erhöhter Bedarf an niedrigschwelligen Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten, die soziale Teilhabe stärken und nachbarschaftliche Netzwerke im Quartier fördern.“
Quellen: Sozial- und Bevölkerungsdaten Stadt Laatzen / Region Hannover
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Alt-Laatzen 2030+“ orientiert sich konsequent am sozialräumlichen Ansatz der GWA. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Bewohner*innen Expert*innen ihres Lebensumfeldes sind und aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils beteiligt werden müssen. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen im Quartier sichtbar zu machen, Menschen zur Mitwirkung zu aktivieren und langfristig selbstorganisierte Nachbarschaftsstrukturen zu stärken.
Die Projektarbeit folgt zentralen Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit: Niedrigschwellige Zugänge, Beteiligung und Empowerment der Bewohner*innen, generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie eine konsequente Ressourcen- und Sozialraumorientierung. Durch aufsuchende Stadtteilarbeit, offene Begegnungsformate, Beteiligungswerkstätten und Nachbarschaftsprojekte werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht und miteinander in Austausch gebracht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstorganisation im Quartier. Bewohner*innen werden dabei unterstützt, eigene Ideen und Initiativen zu entwickeln und Verantwortung für gemeinschaftliche Aktivitäten zu übernehmen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Vernetzung zwischen lokalen Initiativen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und weiteren Akteur*innen im Sozialraum.
Gemeinwesenarbeit wird dabei als langfristiger Entwicklungsprozess verstanden, der soziale Teilhabe ermöglicht, demokratische Beteiligung stärkt und nachhaltige Strukturen im Quartier aufbaut.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Bewohner*innen ihre Fähigkeiten u. Ideen aktiv einbringen, lokale Initiativen entstehen u. Vereine, Einrichtungen sowie engagierte Bürger*innen gemeinsam Projekte im Stadtteil umsetzen. Vorhandene Ressourcen werden sichtbar
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und engagierte Bewohner*innen dauerhaft im Stadtteilnetzwerk zusammenarbeiten, neue Kooperationen entstehen und gemeinsame Projekte die Entwicklung des Quartiers sicht
Kriterium
Beschreibung
Das Wirkungsziel wird sichtbar, wenn Bewohner*innen eigene Initiativen u. Projektgruppen gründen, Nachbarschaftsprojekte selbst organisieren und Verantwortung im Quartier übernehmen. Ehrenamtliche und Quartierslotsinnen tragen Aktivitäten zunehmend eigens
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Orts-und Stadtrat; in Sitzungen und Ausschüssen soll regelmäßig über die Arbeit des QM berichtet werden. Die Politik wird zu allen Veranstaltungen im Stadtteil eingeladen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales; Team Grünflächen; Team Stadtplanung; Team Öffentlichkeitsarbeit werden zu regelmäßigen Treffen im Stadtteil eingeladen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Immanuel Kirche: das Cafe Exposè dient als niederschwelliger Begegnungsort im Quartier, Mittagessen, Nachmittags-Kaffee und der Dialog unterm Turm finden dort statt. Der Bedarf ist groß und das bestehende Format muss ausgebaut werden.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Das QM gestaltet den Rahmen für die Sozialen Akteure im Stadtteil; AWO stellt den Raum für akteursübergreifende Angebote;Christlicher Senioren Bund veranstaltet im Stadtteil Angebote; DRK führt 14tägig Veranstaltungen durch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der NABU, die AG Stadtgrün und die Bürgerinitiative führen gemeinsame, durch das QM koordinierte Aktionen im Quartier durch.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Angebote mit Schulen und Kindergärten ausbauen und um Pflanzaktionen,Beetpatenschaften erweitern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werden mit in die neue Angebotsvielfalt einbezogen; Ideen aus der Bewohnerschaft, auch zur Wohnumfeldverbesserung, werden umgesetzt.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Das Stadtteilnetzwerk, das aus Kirchengemeinde u. sozialen Akteuren besteht, arbeitet gemeinsam und erstellt durch Initiative des QM einen gemeinsamen Kalender.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Das Bündnis gegen Extremismus führt mit dem QM und BI regelmäßige monatliche "Demokratie im Stadtteil"-Veranstaltungen durch.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Durchführung von Müllsammelaktionen, aus denen sich eine Müllsammel-AG für den Stadtteilgebildet hat, die sich regelmäßig trifft und Müll sammelt.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt „Alt-Laatzen 2030+“ ist auf eine langfristige Verankerung der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil ausgerichtet. Während der Projektlaufzeit werden stabile Netzwerk- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut und ehrenamtliche Initiativen gestärkt. Perspektivisch soll die Quartiersarbeit stärker in kommunale Strukturen eingebunden werden. Ergänzend ist der Aufbau eines Quartiersfonds geplant, der lokale Projekte langfristig unterstützt und selbstorganisierte Nachbarschaftsaktivitäten ermöglicht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam aktiv in Friedeburg - Ideen leben, Zukunft gestalten.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabrina Feldmann
| Funktion | Sozialarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Potentiale nutzen, Menschen aktivieren, Gemeinschaft stärken.
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gemeinschaft im ländlichen Raum Friedeburg nachhaltig zu stärken. Fundament bildet ein bereits bestehendes, funktionierendes Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie ein hohes Potenzial, dieses Engagement weiterzuentwickeln und auszubauen. Gleichzeitig sollen gezielt auch Menschen erreicht werden, für die gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung bisher schwer zugänglich sind. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen und Engagementpotenziale frühzeitig zu nutzen und zu stärken, bevor sie verloren gehen.
Das Projekt setzt dabei drei zentrale Schwerpunkte:
1. Aktivierung der Bevölkerung:
Menschen werden gezielt angesprochen und aktiviert – insbesondere diejenigen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben oder sich nicht angesprochen fühlen. Vorhandene Potentiale werden gezielt aufgegriffen und genutzt, um Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden. Durch Begleitung, persönliche Ansprache, aufsuchende Arbeit und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten werden sie unterstützt, eigene Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich im Gemeinwesen zu organisieren.
2. Orte schaffen:
Der Jugend- und Sozialtreff wird zu einem offenen, einladenden Begegnungsort weiterentwickelt. Eine wertschätzende, niedrigschwellige Treffpunktkultur schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten und senkt Hemmschwellen für Beteiligung.
3. Strukturen etablieren:
Es werden verlässliche Engagement- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut. Vereine, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger werden ortsübergreifend vernetzt, um vorhandene Ressourcen gemeinsam zu nutzen und Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig werden die vorhandenen Sozialarbeiterinnen durch gezielte Weiterbildung im Bereich Gemeinwesen qualifiziert, um nachhaltige Strukturen professionell zu begleiten.
Ziel ist es, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich in Gruppen organisieren und Engagement zunehmend selbst tragen. So entstehen tragfähige Gemeinschaftsstrukturen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum Friedeburg langfristig stärken und zu einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Friedeburg ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde mit mehreren kleinen Ortschaften und dörflichen Strukturen. Diese sind geprägt von gewachsenen Gemeinschaften, die jedoch für neue Impulse und Menschen teilweise schwer zugänglich sind. Gleichzeitig erschwert eine eher zurückhaltende, teilweise verschlossene Haltung, neue Menschen einzubinden und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.
Neben dem demografischen Wandel nehmen Einsamkeit und gesellschaftliche Spaltung zu. Begegnung und Austausch werden weniger, wodurch der gesellschaftliche Zusammenhalt geschwächt wird. Gerade im ländlichen Raum besteht die Herausforderung, Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig besteht ein bereits funktionierendes Netzwerk aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für eine offene und solidarische Gemeinschaft in Friedeburg einsetzen. Dieses Potenzial gilt es aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Es bedarf einer professionellen Begleitung, damit Engagement nicht vereinzelt bleibt oder verpufft.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, auch Menschen zu erreichen, die bisher keinen Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben. Es gilt, Wege zu finden, diese zu aktivieren und einzubeziehen.
Das Projekt setzt hier an, schafft Begegnung, stärkt Beteiligung und entwickelt gemeinsam mit den Engagierten tragfähige Strukturen für ein starkes Gemeinwesen – denn gemeinsam kann mehr erreicht werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Friedeburg- Gesamte Flächengemeinde mit den einzelnen Ortschaften
Beschreibung
Das Projekt umfasst die gesamte Flächengemeinde Friedeburg. Zentrale Anlaufstelle ist der Jugend- und Sozialtreff, von dem aus Angebote und Strukturen in alle Ortsteile wirken.
Einwohnerzahl
10559
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es Menschen aktiv dazu befähigt, ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Im Mittelpunkt steht die Aktivierung der Bevölkerung durch niedrigschwellige Zugänge, offene Begegnungsorte und Beteiligungsformate, die es ermöglichen, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Gemeinwesenarbeit orientiert sich dabei bewusst nicht an klassischen Zielgruppen, sondern an den Interessen und Werten der Menschen. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher sozialer Lebenslagen zusammenzubringen und insbesondere auch diejenigen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Angeboten hatten.
Durch die Qualifizierung der Mitarbeitenden und den Aufbau verlässlicher Engagement- und Beteiligungsstrukturen werden Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Die Gemeindesozialarbeit übernimmt dabei eine aktivierende und begleitende Rolle.
So werden Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt. Menschen werden ermutigt, ihr Gemeinwesen aktiv mitzugestalten und gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen und Stärken im Gemeinwesen werden aktiv genutzt. Menschen bringen Fähigkeiten ein, vernetzen sich und setzen gemeinsam eigene Projekte um. Ressourcen werden sichtbar und gemeinschaftlich getragen.
Kriterium
Beschreibung
Projekte und Angbeote werden von verschiedenen Zielgruppen gemeinsam gestaltet und angenommen. Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Lebenslagen entstehen regelmäßig.
Beschreibung
Regelmäßige Treffen des Engegementnetzwerks, Institutionen planen Angebote zusammen, neue Projekte entstehen in der Zusammenarbeit mit Engagierten, Vereinen und Institutionen..
Kriterium
Beschreibung
Menschen werden aktiviert, eigene Ideen umzusetzen und verantwortung zu übernhemen. Besonders schwer erreichbare Menschen bringen sich ein und werden selbst tätig. Ziel ist Empowerment statt Angebotsnutzung.
Kriterium
Beschreibung
Menschen organisieren sich eigenständig. Es entstehen Strukturen, die Selbstorganisation ermöglichen und langfristig in der Gemeindesozialarbeit verankert sind.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt verfolgt einen gesamtkommunalen Ansatz, idem es alle Ortsteile und Akteure miteinander vernetzt und gemeinsame Strukturen für die gesamte Gemeinde schafft.
Kriterium
Beschreibung
Der modernisierte Jugend- und Sozialtreff ist ein Ort der Begegnung und Beteiligung. Diese Infrastruktur stärkt Engagement, vernetzt Akteure und ist langfristig im gesamten Gemeinwesen nutzbar. ,
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita Glockenturm, Mediothek Friedeburg, Waldfreibad Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Horsten, TSV Marx, "Ich schenke Dir Zeit-Gruppe"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Friesland-Wittmund, Grundschule Horsten, SAAF
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Horsten, Kirchengemeinde Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte aus unterschieldichen Bereichen, die sich themenbezogen vernetzen für gemeinsame Projekte.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die im Projekt aufgebauten Strukturen werden langfristig in die Gemeindesozialarbeit Friedeburg integriert. Die Begleitung erfolgt dauerhaft durch vorhandenes Personal, während Engagement zunehmend von Bürgerinnen und Bürgern selbst getragen wird. Eine Sozialarbeiterin absolviert im Projektverlauf eine Weiterbildung im Bereich Gemeinwesenarbeit. Die dort erworbenen Kenntnisse u.a. zu aktivierenden Methoden werden gezielt in die Praxis übertragen und weitergegeben.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PLATZ nehmen und Mitgestalten: Partizipativer Ausbau der Gemeinwesenarbeit beim PLATZprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Knetsch
2. Kurzbeschreibung
Vom Projektraum zum Nachbarschaftsanker – Ein inklusives Wohnzimmer für das Quartier.
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt an der Fössestraße ist ein Reallabor für nutzerinnengestützte Stadtentwicklung und „Do-Ocracy“. Wir verstehen uns als offene Plattform, auf der Nachbarinnen und Initiativen ihre Ideen für den urbanen Raum eigenständig ausproberen können. Mit dem Vorhaben „PLATZ nehmen & Mitgestalten“ erweitern wir dieses Feld um Gemeinwesenarbeit (GWA), um den Ort als barrierefreien Nachbarschaftsanker zwischen Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zu verstetigen. Unser Ansatz basiert auf drei Handlungsfeldern:
1. Aufbau eines Quartiersankers: Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle auf dem Gelände. Wir beraten Aktive bei der Umsetzung ihrer Projekte, bündeln Ressourcen mit lokalen Akteuren und verzahnen unser Angebot eng mit der sozialen Infrastruktur des Stadtteils. Durch eigene Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, Gesellschaftsabende, Lesungen, Feste oder Flohmärkte wollen wir unsere Räume öffnen und ermutigen selbst aktiv zu werden.
2. Aktivierung und Inklusion: Durch aufsuchende Formate und Kommunikation in einfacher Sprache bauen wir Schwellenängste ab. Wir motivieren Menschen, die bisher durch soziale oder bauliche Barrieren exkludiert waren, den öffentlichen Raum als ihren eigenen zu begreifen und aktiv mitzugestalten. Als Brückenbauerin übersetzen wir Bedarfe im Quartier in konkrete Teilhabeangebote und können diese zusammen mit den Engagierten direkt vor Ort umsetzen.
3. Partizipative Demokratiearbeit: Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Fach-Expertise schaffen wir Begegnungsräume für eine heterogene Nachbarschaft. Formate wie „Platz-Safaris“, Community Music oder Bau-Workshops befähigen insbesondere Senior:innen, Familien und Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte zur Selbstorganisation und stärken den sozialen Zusammenhalt auf Augenhöhe.
Das PLATZprojekt wird so zum integrativen „Dritten Ort“, der Vielfalt als Chance begreift und die solidarische Entwicklung des Stadtteils nachhaltig vorantreibt.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das PLATZprojekt liegt an einer kritischen Schnittstelle Hannoverscher Stadtteile, die laut Sozialmonitoring vor massiven Herausforderungen stehen. Wir agieren im Spannungsfeld zwischen dem hochverdichteten, gentrifizierungsgeprägten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. In beiden Räumen zeigt sich eine Unterversorgung an niedrigschwelligen, konsumfreien Begegnungsorten, die Integration und Teilhabe aktiv fördern.
Obwohl das Projekt als Reallabor überregional strahlt, besteht lokal eine Schwellenangst: Die hochgradig selbstorganisierte „Do-Ocracy“ wird von vulnerablen Gruppen – insbesondere Senior*innen, Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Fluchthistorie – oft als informelle Barriere wahrgenommen. Es fehlt die personelle Instanz, die diese Hürden abbaut und den Ort als inklusives „Wohnzimmer“ öffnet. Die Landeshauptstadt Hannover verfolgt das Ziel, die soziale Kohäsion durch integrierte Gemeinwesenarbeit (GWA) zu sichern, doch fehlen dem PLATZprojekt aktuell die Ressourcen, um als systematischer „Nachbarschaftsanker“ mit fester „Kümmerer-Funktion“ zu fungieren.
Unser Vorhaben adressiert dieses Defizit durch eine zweisäulige GWA-Strategie: Wir kombinieren strategische Koordination zur Vernetzung mit lokalen Akteuren (Kirchen, Vereine, Verbände) mit aktivierender Gemeinwesenarbeit direkt im Lebensumfeld der Bewohner*innen. Wir nutzen die experimentelle Stadtkultur als Türöffner, um Schwellenängste abzubauen, soziale Brennpunktbildung präventiv zu vermeiden und Teilhabe über Stadtbezirksgrenzen hinweg nachhaltig zu verankern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Limmer
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen.
1) Fokusraum Linden-Limmer (45.240 Einwohnende, Stand: 2025): Die Abgrenzung umfasst insbesondere den westlichen Teil von Linden-Nord und das angrenzende Limmer. Dieser Raum ist durch eine extrem dichte, gründerzeitliche Bebauung und einen massiven Mangel an öffentlichen, konsumfreien Freiräumen geprägt. Die hohe soziale Dynamik und fortschreitende Gentrifizierung führen zu einem verstärkten Bedarf an Maßnahmen zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts. Als traditionelles „Ankunftsquartier“ für verschiedene Zuwanderungsgenerationen ist hier der Auf- und Ausbau von Kooperationsstrukturen essenziell, um soziale Barrieren abzubauen und Integration aktiv zu gestalten. Das PLATZprojekt fungiert hier als Scharnier zwischen den Quartieren.
Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
45240
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
linden-limmer1.png
(1.09 MB)
linden-limmer2.png
(908.9 KB)
Gebiet-Name
Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen.
2) Fokusraum Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (34.302 Einwohnende, Stand: 2025): Dieser westlich an Linden-Limmer angrenzende Raum ist durch heterogene Siedlungsstrukturen und Großwohnsiedlungen geprägt. Hier zeigen sich Anzeichen einer Unterversorgung an sozialer Infrastruktur und Begegnungsorten. Besonders die Alterung der Bevölkerung im Rahmen des demografischen Wandels sowie ökonomische Benachteiligungen in bestimmten Quartiersabschnitten erfordern niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation.
Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
34302
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ahlem-badenstedt-davenstedt1.png
(905.05 KB)
ahlem-badenstedt-davenstedt2.png
(589.1 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Förderung entwickeln wir das PLATZprojekt zu einem sozialen „Scharnier“ zwischen dem hochverdichteten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Wir transformieren einen experimentellen Freiraum in eine feste soziale Infrastruktur. Unser Ansatz basiert auf zwei gleichwertigen GWA-Säulen: Die erste Säule ist die koordinierende GWA. Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine Anlaufstelle mit fester „Kümmerer“-Funktion. Hier steuern wir die Netzwerkarbeit, knüpfen Verbindungen zu Kirchen, Vereinen sowie Wohlfahrtsverbänden und moderieren den Austausch zwischen den verschiedenen Milieus. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln und das PLATZprojekt strategisch als Akteur in beiden Stadtbezirken zu verankern. Die zweite Säule ist die aktivierende Gemeinwesenarbeit. Wir warten nicht auf Besucher, sondern gehen mit verschiedenen Formaten (partizipativ) aktiv in die Quartiere, um soziale Barrieren abzubauen. Wir nutzen das Gelände als methodisches Werkzeug, um besonders benachteiligte Gruppene zur Selbstorganisation und Mitgestaltung zu ermutigen. Ob Flohmärkte, Lesungen oder Werkstatt-Projekte: Wir begleiten Bewohnerinnen dabei, den Ort zu ihrem „Wohnzimmer“ zu machen und eigene Nachbarschaftsinitiativen zu starten. So verbessern wir nachhaltig das soziale Klima und die Integration über Stadtbezirksgrenzen hinweg. Das PLATZprojekt wird zu einem Ort der gelebten Demokratie, der zeigt, wie Teilhabe und gute Nachbarschaft funktionieren kann
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfolg messen wir an der Resonanz im „Kiezzimmer“ und unseren partizipativen Formaten (zB Workshops). Indikator ist die Beteiligung von Menschen aus prekären Lagen und benachteiligten Gruppen, deren Bedarfe direkt in die Angebotsplanung einfließen.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg zeigt sich, wenn Nachbarinnen eigene Ideen (zB Flohmärkte, Workshops) eigenständig auf dem Gelände umsetzen. Wir messen dies an der Anzahl der von Bewohnerinnen initiierten Mikro-Projekte und der Nutzung unserer Infrastruktur.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg messen wir am Aufbau stabiler Kooperationen (zB Verbände, Kirchen, Vereine). Beleg ist die Umsetzung gemeinsamer Projekte, die Ressourcen bündeln und die soziale Reichweite des Standorts nachhaltig im Quartier erhöhen.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg ist die nachweisbare Durchmischung der Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Fokusräumen (Linden-Limmer & Ahlem-Davenstedt). Wir messen dies an der Durchführung von mind. 2 großen generationsübergreifenden Formaten pro Jahr.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sichern das Vorhaben durch drei Säulen: Strukturelle Integration: Das „Kiezzimmer“ wird als fester Knotenpunkt in die lokale GWA-Infrastruktur eingegliedert (Kooperation mit Stadtteilräten/Trägern). Finanzmix: Wir streben nach der Pilotphase eine Teilfinanzierung durch kommunale Mittel an, ergänzt durch Eigenmittel aus Platz-Einnahmen und Sponsoring. Capacity Building: Durch „Do-Ocracy“ befähigte Nachbar:innen führen Formate künftig ehrenamtlich in Selbstorganisation fort.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Multifunktionaler Dorfladen lässt geographisch getrennte Ortsteile zusammenwachsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicole Zakrzewski
| Organisation | Gemeinde Adenbüttel |
|---|---|
| Funktion | GWA |
2. Kurzbeschreibung
Dorfleben heute: Nah versorgt. Miteinander verbunden. Gemeinsam getragen.
Projektbeschreibung
Was braucht ein Dorf heute, damit Menschen nicht nur versorgt sind, sondern sich auch verbunden fühlen? Und was verändert sich, wenn ein kleiner Ortsteil nicht nur mitgemeint ist, sondern wirklich dazugehört?
Genau hier setzt das Vorhaben der Gemeinde Adenbüttel an. Gemeinsam mit den BürgerInnen in Adenbüttel und Rolfsbüttel wird die im ersten Förderzeitraum angestoßene Gemeinwesenarbeit zu einem tragfähigen Gesamtvorhaben weiterentwickelt. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten sowie Formaten wie Klöncafé, Mittagstisch, Spielenachmittag und Kreativabend wurden Grundlagen für Austausch, Beteiligung und nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Diese Erfahrungen zeigen: Vor Ort gibt es Bereitschaft zur Mitwirkung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten.
Daran knüpft das Projekt an und reagiert auf zentrale Herausforderungen im ländlichen Raum: fragile soziale Infrastruktur, Fragen der Nahversorgung, die Grenzen rein ehrenamtlich getragener Strukturen und das Risiko, dass kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe verlieren. Ziel ist es, Versorgung, Begegnung, Beteiligung und soziale Infrastruktur in beiden Dörfern durch einen professionell begleiteten Entwicklungsprozess dauerhaft zu stärken.
Kern des Vorhabens ist ein multifunktionaler Dorfladen, der beide Ortsteile über das Dorfauto nicht nur infrastrukturell verbindet, sondern auch das Bewusstsein stärkt, Teil eines gemeinsamen Dorfes mit gleichwertigen Teilhabechancen zu sein. Auch Rolfsbüttel wird gezielt einbezogen: Das Dorfgemeinschaftshaus soll stärker belebt, bestehende Aktivitäten weiterentwickelt und mit dem Dorfauto zusätzliche Zugänge zu Versorgung, Erreichbarkeit und Teilhabe schaffen. So verbindet das Projekt nicht nur Orte, sondern Menschen und Alltagswege.
Zugleich zeigt das Vorhaben beispielhaft, wie kleine ländliche Kommunen mit mehreren Ortsteilen durch professionell begleitete Gemeinwesenarbeit, verbindliche Beteiligung, einen multifunktionalen Dorfladen, Begegnungsorte und ergänzende Mobilitätsbausteine tragfähige Strukturen für Versorgung, Teilhabe und Gemeinschaft entwickeln können. Erfahrungen, Entscheidungen und übertragbare Bausteine werden so dokumentiert und aufbereitet, dass andere Kommunen daraus Schritte für vergleichbare Vorhaben ableiten können. Gerade darin liegt die Stärke des Vorhabens: Es verbindet soziale und infrastrukturelle Lösungen zu einem übertragbaren Gesamtansatz.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie bleibt ein Dorf für alle lebendig, wenn Versorgung, Begegnung und Teilhabe nicht selbstverständlich vor der Haustür liegen? Und woran entscheidet sich, ob ein kleinerer Ortsteil wirklich dazugehört oder im Alltag schleichend zurückfällt?
Vor dieser Aufgabe steht die Gemeinde Adenbüttel. Gerade im ländlichen Raum sind wohnortnahe Angebote, informelle Treffpunkte und gut erreichbare Strukturen entscheidend für Zusammenhalt und Lebensqualität. Besonders ältere Menschen, weniger mobile Personen und Haushalte ohne flexible Mobilität sind auf niedrigschwellige Angebote vor Ort angewiesen. Im ersten Förderzeitraum wurden dafür bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten und ersten Formaten wurde Gemeinwesenarbeit vor Ort sichtbar gestärkt. Diese Erfahrung zeigt, dass es Bereitschaft zur Beteiligung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten gibt. Zugleich zeigt sich eine typische Herausforderung vieler Flächengemeinden mit mehreren Ortsteilen: Wenn sich Entwicklungsbemühungen vor allem im Hauptort bündeln, drohen kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe zu verlieren. Genau diese Spannung prägt auch die Lage von Rolfsbüttel. Hier entscheidet sich, ob Versorgung, Begegnung und Mitwirkung wirklich für alle mitgedacht werden oder ob Wege, Angebote und Kontakte am Hauptort enden. Vor diesem Hintergrund ist das beantragte Vorhaben die folgerichtige Weiterentwicklung des bisherigen Prozesses. Das Vorhaben reagiert nicht nur auf lokale Bedarfe, sondern greift eine typische Zukunftsfrage ländlicher Kommunen auf und entwickelt daraus einen übertragbaren Ansatz
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn, Adenbüttel
Beschreibung
Die Gemeinde Adenbüttel besteht aus den beiden Ortsteilen Adenbüttel und Rolfsbüttel und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich, des Landkreis Gifhorn. Unzählige alte Bäume und Fachwerkhäuser prägen das Dorfbild. Es dominieren Einfamilienhäuser. Vor allem junge Familien und ältere BewohnerInnen leben hier. Junge Erwachsene verlassen meist die Gemeinde. Das Fördergebiet beinhaltet die komplette Gemeinde Adenbüttel mit 1788 EinwohnerInnen auf 13,7km². Angebote an Grund- und Gesundheitsvorsorge gibt es vor Ort leider zu wenig. Die damit einhergehende Haushaltssituation stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen.
Einwohnerzahl
1832
Quelle / Anmerkungen
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
dorfkarte.pdf
(1.26 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem die Menschen in Adenbüttel und Rolfsbüttel aktiv in die Entwicklung ihres Gemeinwesens einbezogen werden. Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Umsetzung einzelner Maßnahmen, sondern die gemeinsame Bearbeitung konkreter Bedarfe vor Ort, die Aktivierung von Beteiligung, die Stärkung von Eigenverantwortung und der Aufbau tragfähiger sozialer Strukturen. Dies zeigt sich besonders in der gegründeten AG Dorfladen, in der gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet wird, welche Form von Nahversorgung und Begegnung vor Ort sinnvoll und tragfähig ist. Dabei werden Fragen zu Bedarf, Standort, Ausgestaltung, Begegnungsstätte, Organisationsform und Nutzung nicht von oben vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt. Das zeigt sich hier außerdem darin, dass vorhandene Orte, Ideen und Gruppen miteinander verknüpft werden. Dazu gehören bestehende Begegnungsformate, die Schweineweide mit Pavillon, das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel mit Dorfplatz sowie die Einbindung eines Dorfautos, damit auch der kleinere Ortsteil sozial und praktisch angebunden bleibt. Das Projekt stärkt damit Begegnung, Teilhabe, Mitwirkung und Zusammenhalt über Generationen hinweg. Der Dorfladen ist dabei nicht nur als Versorgungsort gedacht, sondern als sozialer Ankerpunkt, dessen Entwicklung gemeinwesenorientiert begleitet, moderiert und gemeinsam getragen wird. Dies soll auch auf andere Orte mit ähnlichen Strukturen übertragbar sein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe, Ideen und Entscheidungen der Bevölkerung die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels sichtbar prägen.
Kriterium
Beschreibung
rund um Dorfladen, Café, Begegnungsorte und die Anbindung Rolfsbüttels tragfähige Strukturen für Versorgung, Begegnung und Teilhabe entstehen, die im Alltag nutzbar und gemeinsam getragen sind.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Orte, Ideen, Engagement und Kompetenzen im Dorf für die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels aktiv aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Projektgebiet bestehen bereits ehrenamtliche und professionelle Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die im bisherigen Förderzeitraum aufgebaut und weiterentwickelt wurden. Die Gemeinwesenarbeit ist vor Ort durch regelmäßige aktivierende und vernetzende Arbeit sichtbar geworden und hat erste tragfähige Beteiligungsstrukturen geschaffen. Dazu gehören wiederkehrende Begegnungs und Beteiligungsformate wie Klöncafé, Mittagstisch und Bastelabend zu festen wöchentlichen Zeiten. Hinzu kommen aktivierte Arbeits und Entwicklungszusammenhänge wie die AG Dorfladen, die aus einer Bürgerversammlung hervorgegangen ist und in der gemeinsam mit Einwohnerinnen und Einwohnern konkrete Bedarfe, Umsetzungsformen, Standortfragen und Entwicklungsperspektiven bearbeitet werden.
Darüber hinaus bestehen bereits genutzte bzw. entwickelte Orte der Gemeinwesenarbeit, insbesondere im Umfeld der Schweineweide mit dem gemeinschaftlichen Aufbau des Pavillon und der Anpassung der Umgebung, der als niedrigschwellige Orte der Begegnung für alle Gruppierungen und Information dient. Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel ist als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten eingebunden. Die vorhandenen Strukturen zeigen sich zudem in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, Einwohnerinnen und Einwohnern, Gemeinde und weiteren lokalen Akteuren. Damit bestehen im Projektgebiet bereits belastbare Strukturen der Gemeinwesenarbeit, auf denen das beantragte Folgeprojekt aufbauen kann.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in bestehende kommunale und dörfliche Strukturen eingebunden. Mit Gemeinde, AG Dorfladen, Begegnungsformaten und vorhandenen Orten bestehen bereits tragfähige Ansätze. Langfristig soll der Dorfladen, das dazu gehörende Dorfauto und professionelle Begleitung über eine eigenständige Organisations- und Finanzierungsstruktur getragen werden. Die Projektförderung schafft dafür die sozialen, organisatorischen und beteiligungsorientierten Voraussetzungen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt wächst: Mehr Begegnung - Mehr Gemeinsam!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Helmer
| Funktion | Bildungsreferentin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Garten für Begegnung, Vielfalt und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Zentrale Herausforderungen im Stadtteil Obenende sind fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte, begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten. Vereine, Einrichtungen, Initiativen arbeiten parallel statt gemeinsam, sowie erschwerte soziale Teilhabe. Das Projekt „Vielfalt wächst: Mehr Begegnung – Mehr Gemeinsam!“ reagiert auf diese Herausforderungen, indem es durch Gemeinwesenarbeit neue Zugänge zu Begegnung, Beteiligung & gemeinschaftlichem Engagement schafft, zugleich bestehende Lücken in den Angeboten des Mehrgenerationenhauses schließt. Ziel ist der Aufbau & die nachhaltige Verankerung eines offenen, niedrigschwelligen Begegnungsortes, der von Bewohnenden & lokalen Akteuren gemeinsam genutzt &
gestaltet wird. Zur Kommune werden von Beginn an verbindliche Schnittstellen aufgebaut.
Ausgangspunkt ist eine aktivierende Sozialraumanalyse, in der Bedarfe, Ressourcen & Interessen der Bewohnenden sichtbar gemacht werden. Eine im Stadtteil bekannte Kümmererin ist kontinuierlich präsent, arbeitet eng mit der Kommune zusammen & spricht Menschen gezielt an. Niedrigschwellige Formate wie Gespräche in Treffpunkten, aktivierende Befragungen und ein mobiles Pop-up-Café schaffen erste Gelegenheiten für Austausch und Beteiligung. Vertrauen wird aufgebaut, Kontakte entstehen und Schlüsselpersonen werden einbezogen. In offenen Dialogformaten, wie dem „Nachbarschafts-Café: Mein Obenende“, werden Perspektiven gebündelt und Ideen für die Stadtteilentwicklung erarbeitet. Eine partizipative Stadtteilkarte macht Ressourcen, Orte & Bedarfe sichtbar. Zentral ist die gemeinsame Entwicklung eines Begegnungsortes in Form eines Gartens. In partizipativen Prozessen wird dieser gemeinsam aufgebaut & als sozialräumliche Infrastruktur gestaltet, die vielfältige Nutzungen ermöglicht & als offener Treffpunkt dient. Im weiteren Verlauf wird der Begegnungsort durch regelmäßige Angebote & gemeinschaftliche Aktivitäten belebt. Bewohnende, Vereine & Einrichtungen bringen eigene Ideen ein und nutzen den Ort zunehmend eigenständig. Es entstehen neue Kontakte, Kooperationen & gegenseitige Unterstützung. Parallel werden verlässliche Nutzungs- & Organisationsstrukturen aufgebaut. Nutzergruppen übernehmen schrittweise Verantwortung; der Begegnungsort wird in bestehende Netzwerke, das MGH & kommunale Strukturen eingebunden. Langfristig entsteht ein lebendiger, gemeinschaftlich getragener Ort, der über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat & Teilhabe, Zusammenhalt und Selbstorganisation im Stadtteil stärkt.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt wird im Stadtteil Obenende in Papenburg umgesetzt, einem dörflich geprägten Stadtteil. Die durch Kanäle geprägte Struktur erschwert alltägliche, zufällige Begegnungen. Die Einwohnerzahl ist deutlich gestiegen (ca. 8.200 Jahr 2010 auf 13.249 Jahr 2024), gleichzeitig verändert sich die Bevölkerungsstruktur. Der Anteil älterer Menschen liegt bei rund 27 %, zugleich wächst der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle Hintergründe treffen zunehmend aufeinander. Mit dem Mehrgenerationenhaus besteht eine wichtige, jedoch nicht ausreichend niedrigschwellige Struktur für Begegnung und Beteiligung im Stadtteil. Vor diesem Hintergrund zeigen sich drei zentrale Herausforderungen:
1. Fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte: Im Stadtteil fehlen frei zugängliche Orte für spontane, generationenübergreifende Begegnung. Bestehende Angebote sind häufig institutionell gebunden, erreichen nicht alle Zielgruppen. Folge: Begegnung und Austausch entstehen nur eingeschränkt und werden durch fehlende offene Treffpunkte zusätzlich erschwert.
2. Begrenzte Beteiligung und Vernetzung: Viele Bewohnende erleben geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten. Lokale Akteure arbeiten überwiegend nebeneinander, vorhandene Ressourcen werden nicht ausreichend genutzt und miteinander verbunden. Folge: Beteiligungspotenziale bleiben ungenutzt und gemeinschaftliche Entwicklungen werden erschwert.
3. Erschwerte soziale Teilhabe in einem vielfältigen Stadtteil: Neue und gewachsene Nachbarschaften bestehen häufig nebeneinander, Zugezogene finden schwer Zugang zu bestehenden Strukturen. Folge: Zusammenhalt und Zugehörigkeit entwickeln sich nur begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Obenende in Papenburg, nördlich des Hauptkanals. Obenende erstreckt sich über eine Fläche von 39,55 km² und hat 13.249 Einwohner/-innen. Papenburg insgesamt umfasst sieben Stadtteile mit 39.453 Einwohner/-innen und einer Gesamtfläche von rund 118 km². Historisch war Obenende das Arbeiter- und Handwerkerviertel, während Untenende als kaufmännisches Zentrum fungierte. Das Fördergebiet ist geprägt durch eine Mischstruktur aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbebetrieben und sozialen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Begegnungsorte,
Es grenzt nördlich an den Ortsteil Völlenerkönigsfehn der Gemeinde Westoverledingen, westlich an die Stadtteile Untenende, Bokel, Aschendorf und Herbrum und östlich an die Gemeinde Surwold.
Diese besonderen Bauwerke lassen sich eindeutig dem Obenende zuordnen: Der alte Turm, St. Michaelskirche, St. Marienkirche, Van Velen Anlage(Museumsanlage mit historischen Bauten und Gebäuden)
Der Großteil der Obenender wohnte ursprünglich an den Kanälen, die das Obenende durchziehen: Mittelkanal, Splitting, Erste Wiek, Umländerwiek, Lüchtenburg, Bethlehem . Am Obenende gibt es drei Grundschulen: Michaelschule, Waldschule und Splittingschule. Die Oberschule Michaelschule ist die größte Schule der Stadt. Am Obenende gibt es drei Sportplätze
Einwohnerzahl
13249
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025) keine Unterscheidung im Stadtgebiet
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Bundeslaender/Niedersachsen.html?nn=25856&year_month=202202
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/index.html
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_obenende_mit_groesse.pdf
(1.5 MB)
standort_garten_mit_groesse.jpg
(120.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt Gemeinwesenarbeit um, indem es sich ganzheitlich auf die Interessen der Menschen vor Ort bezieht. Es stärkt die Selbstorganisation und fördert die Handlungsfähigkeit der Bewohnenden als Nachbarschaft. Dabei werden sowohl individuelle als auch strukturelle Aspekte im Sozialraum berücksichtigt. Durch niedrigschwellige Beteiligungsformate werden die Menschen aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen. Das Projekt schafft eine Anlauf- und Vernetzungsstelle, die als zentrale Ansprechperson für lokale Akteurinnen dient. Dabei werden unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammengebracht, um gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln. Die sozialräumliche Orientierung zeigt sich in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Kommune, Vereinen, Sozialraumprävention und Schulsozialarbeiterinnen. So entsteht ein Netzwerk aus Bewohnenden, Akteuren und Kommune, das Kooperationen im Stadtteil stärkt. Die Verbesserung infrastruktureller Bedingungen wie Zugänge zu Bildungs- und Freizeitangeboten fördert soziale Teilhabe. Das Projekt geht aktiv in den Sozialraum: Die HÖB und das MGH öffnen sich bewusst nach außen, sodass Angebote ergänzen und bestehende Strukturen stärken. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die demokratische Mitbestimmung, indem es Bewohnende ermutigt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen aktiv an Planung, Nutzung und Weiterentwicklung des Begegnungsortes beteiligt sind, eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und auch bisher wenig erreichte Zielgruppen einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen eigenständig Angebote initiieren und durchführen, Aufgaben in Organisation und Pflege übernehmen und verlässliche Nutzer- und Verantwortungsstrukturen bestehen, die auch ohne kontinuierliche Projektbegleitung funktionieren.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Ressourcen im Stadtteil (z. B. Fähigkeiten von Bewohner*innen, Vereine, Netzwerke) systematisch eingebunden, sichtbar gemacht und für die Gestaltung und Nutzung des Begegnungsortes aktiv genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebenslagen und Herkunft im Begegnungsort regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam Aktivitäten gestalten und neue Verbindungen zwischen bislang getrennten Gruppen im Stadtteil entstehen.“
Beschreibung
Kommune, soziale Einrichtungen, Bildungsträger und Vereine im Stadtteil verbindlich zusammenarbeiten, Ressourcen bündeln und gemeinsam Angebote und Strukturen für den Begegnungsort entwickeln und weitertragen.
Beschreibung
ein stabiles Netzwerk aus Bewohner*innen, Vereinen, Einrichtungen und Kommune besteht, das regelmäßig zusammenarbeitet, Verantwortung für den Begegnungsort übernimmt und gemeinsame Aktivitäten und Angebote dauerhaft trägt.
Kriterium
Beschreibung
im Begegnungsort regelmäßige Begegnungen stattfinden, neue Kontakte entstehen und Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen ihr Zusammenleben aktiv gestalten, sich gegenseitig unterstützen und Zugehörigkeit im Stadtteil wächst.
Beschreibung
ein offener, niedrigschwelliger Begegnungsort geschaffen ist, der von unterschiedlichen Gruppen regelmäßig genutzt wird, dauerhaft zugänglich bleibt und als soziale Infrastruktur Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Stadtteil ermöglicht.
Kriterium
Beschreibung
das Projekt in kommunale Strukturen eingebunden ist, die Kommune aktiv mitwirkt und Ergebnisse in bestehende Planungen und Netzwerke integriert werden, sodass der Begegnungsort langfristig im Stadtteil verankert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderkreis Papenburg Obenende e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschland in St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SKFM Papenburg e.V. (Tafel, soziales Kaufhaus, Wohnungslosenhilfe, rechtliche Betreuung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rheuma LIGA Niedersachsen e.V. AG Papenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionales Umweltbildungszentrum Emsland in Papenburg e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FRIDA (freiwillige Initiative für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird von Beginn an mit Kommune, MGH, Vereinen & Einrichtungen geplant, umgesetzt & in kommunale Strukturen eingebunden. Über 36 Monate werden tragfähige Netzwerke, klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten & verbindliche Regeln erarbeitet. Der Begegnungsort wird ans MGH angebunden, das langfristig Koordination & Begleitung übernimmt. Ergänzende Fördermittel werden gezielt eingeworben. Durch Integration in bestehende Strukturen wird eine dauerhafte Nutzung & Verstetigung gesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
dscf1749.jpg_2.jpg
(1.28 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ZusammenWachsen im Wolfsburger Süden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
André Meiners
| Funktion | Hauptamtlicher |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vom Treffpunkt zum Netzwerk: Begegnung sichern, Bedarfe umsetzen und den Wolfsburger Süden gemeinsam gestalten.
Projektbeschreibung
Seit 2013 engagiert sich der ehrenamtliche Verein Raum zum Wachsen e.V. im Wolfsburger Süden für ein lebendiges Miteinander. Mit der seit 2023 fokussierten GWA wird daran gearbeitet, soziale Infrastruktur zu stärken und Begegnung zu fördern. Ausgangspunkt sind geringe Vernetzung, parallele Strukturen, ungenutzte Ressourcen sowie soziale Isolation. Wirtschaftliche Unsicherheiten bei VW verstärken dies: Frühverrentung, Jobverlust und Zukunftsängste führen zu fehlendem sozialen Netz, Rückzug, fehlender Struktur und wachsender psychischer Belastung.
Durch gezielte Ansprache und aufsuchende Kontakte werden lokale Akteur:innen (Ortsräte, Vereine und Institutionen) gewonnen und in Austausch gebracht. In ersten Treffen werden Themen, Herausforderungen und Ressourcen der Ortschaften sichtbar gemacht. Aufbauend darauf werden Bewohner:innen durch aktivierende Befragungen einbezogen, sodass ihre Perspektiven handlungsleitend werden. Ehrenamtliche aus den Vereinen unterstützen diesen Prozess. Die Menschen knüpfen an ihre Interessen an, bringen Themen ein und übernehmen Verantwortung für deren Weiterentwicklung.
Darauf aufbauend finden in jeder Ortschaft eigene Mitmach-Aktionstage statt. Hier bearbeiten Bewohner:innen ihre jeweiligen Themen vor Ort, entwickeln Ideen und stoßen Initiativen an. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse zusammengeführt, sodass übergreifende Bedarfe und gemeinsame Entwicklungsziele für den Wolfsburger Süden sichtbar werden und dorfübergreifend bearbeitet werden können.
Bereits aufgebaute Netzwerke werden weiter gestärkt und neue Ortschaften erschlossen, um gemeinsames Handeln im gesamten Sozialraum zu ermöglichen. Der „Runde Tisch Wolfsburger Süden“ dient dabei als dauerhafte Plattform für Austausch, Kooperation und Interessenvertretung und bringt Themen gebündelt in kommunale Prozesse ein.
GWA schafft so die notwendige Struktur, um lokale Anliegen wirksam zu vertreten. Gleichzeitig profitiert die Kommune durch eine koordinierte und legitimierte Stimme aus dem Sozialraum. In den letzten 3 Jahren wuchs die Mitgliederzahl von 550 auf 810, die Spenden und Mitgliedsbeiträge stiegen im Jahr 2025 jeweils um ca.10.000€. Damit erhöht sich der Eigenanteil des Vereins kontinuierlich, sodass bereits heute Teile der Finanzierung eigenständig getragen werden können, mit weiterem Potenzial. Daraus ergibt sich eine nachhaltige Finanzierungsstruktur, in der kommunale Förderung und wachsender Eigenanteil des Vereins gemeinsam die GWA absichern.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf den ersten Blick erscheint der Wolfsburger Süden als ruhige und stabile Region mit hoher Lebensqualität. Gepflegte Wohngebiete, Einfamilienhäuser und gewachsene Dorfgemeinschaften vermitteln Sicherheit und Beständigkeit, verdecken jedoch bestehende Herausforderungen.
Hinter der Fassade zeigen sich soziale und strukturelle Problemlagen. Wirtschaftliche Unsicherheiten belasten viele Haushalte, insbesondere im Zusammenhang mit möglichen Veränderungen bei VW. Gleichzeitig nehmen Einsamkeit und soziale Isolation zu, während Gelegenheiten für Begegnung und Austausch fehlen.
Zudem sind bestehende Angebote und Akteure oft unzureichend vernetzt. Für neu Zugezogene und weniger eingebundene Gruppen ist der Zugang zu Gemeinschaften erschwert. Gewachsene Strukturen bieten Orientierung, können aber auch abschottend wirken. Es entstehen parallele Gruppen, was gemeinsames Handeln erschwert.
Gleichzeitig bestehen wichtige Ressourcen: Mit unserem Bewegungs- und Begegnungszentrum „Plantage“ gibt es einen zentralen Ort mit hoher Reichweite. Täglich nutzen rund 50 Menschen die Angebote, zusätzlich engagieren sich über 50 Ehrenamtliche. Diese Potenziale werden bereits im Rahmen der GWA genutzt, bieten aber noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten.
Insgesamt zeigt sich eine Ausgangslage, die von ungenutzten Potenzialen, fehlender Vernetzung und wachsendem Bedarf an niedrigschwelligen Beteiligungs- und Begegnungsmöglichkeiten geprägt ist. Gleichzeitig besteht eine große Bereitschaft zum Engagement sowie vielfältiges lokales Wissen, das bislang nicht ausreichend zusammengeführt wird. Diese Voraussetzungen bilden den Ansatzpunkt für eine nachhaltige Stärkung des sozialen Zusammenhalts.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Hattorf, Heiligendorf, Neindorf, Almke, Mörse, Ehmen
Beschreibung
Der Wolfsburger Süden ist durch folgende Ortschaften eingegrenzt: Ehmen, Mörse, Hattorf, Heiligendorf, Neindorf und Almke.
Einwohnerzahl
15776
Quelle / Anmerkungen
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html // Hier sind die Alterskohorten bei 18 getrennt.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html // Hier sind die Alterskohorten bei 67 getrennt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wolfsburger_sueden_xxl_-_wirkungsbereich_7.png
(305.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt konsequent den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Grundlage unserer Arbeit sind unsere langjährigen Erfahrungen sowie der kontinuierliche Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Orten in den vergangenen drei Jahren. Dabei hat sich gezeigt, dass es ortsübergreifend ähnliche Themen, Bedarfe und Herausforderungen gibt.
Im Mittelpunkt steht für uns die gemeinsame Frage: Wie wollen und können wir diese Themen zusammen angehen, um positive Veränderungen zu bewirken? Unser Ansatz bedeutet daher, dass wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort arbeiten. Wir greifen ihre Themen auf, schaffen offene Räume für Begegnung und Beteiligung und agieren unterstützend sowie ressourcenorientiert. Dabei setzen wir bewusst verschiedene Methoden der Gemeinwesenarbeit ein.
Zentral ist für uns die Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklungen nur dort entstehen können, wo sie von den Menschen selbst mitgetragen werden und ein echtes Bedürfnis nach Veränderung vorhanden ist. Unser Projekt versteht sich daher als begleitende, aktivierende und stärkende Struktur im Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn die Bedürfnisse, Ideen und Interessen der Menschen im Quartier wahrgenommen werden und aus diesen Themen ein gemeinschaftlicher Entwicklungsprozess entsteht.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Menschen eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und Aktivitäten oder Angebote im Quartier eigenständig mitgestalten und organisieren.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn vorhandene Ehrenamtsstrukturen aktiv vernetzt wurden, gemeinsame Projekte entstehen und Synergien im Quartier genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn sich die Vielfalt der Bewohner:innen in Nutzung und Mitgestaltung der Angebote widerspiegelt, Begegnungen zwischen unterschiedlichen Gruppen entstehen und kontinuierlich reflektiert wird, welche Menschen bislang noch nicht erreicht werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn stabile Kooperationen mit lokalen Akteur:innen bestehen und Kontakte in den Ortsteilen das Netzwerk stärken sowie die Reichweite der Angebote im Wolfsburger Süden erweitern.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Begegnung und Austausch im Quartier zunehmen, Menschen sich gegenseitig unterstützen und durch gemeinsame Aktivitäten neue Verbindungen zwischen Nachbarschaften und Ortsteilen entstehen.
Beschreibung
Erreicht, wenn ortsübergreifende Zusammenarbeit im Wolfsburger Süden unterstützt wird, Netzwerke wachsen und Gemeinwesenarbeit von Politik und Verwaltung als notwendiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur anerkannt und langfristig mitgetragen wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Verein Raum zum Wachsen e. V. engagiert sich seit 2013 in der generationenübergreifenden Quartiersarbeit im Wolfsburger Süden. Ziel ist es, Begegnung zu ermöglichen, Teilhabe zu stärken und nachbarschaftliche Unterstützung im Quartier zu fördern. Die Arbeit wird überwiegend von einem gewachsenen Netzwerk ehrenamtlich Engagierter getragen, die Angebote aus den Bedarfen der Menschen im Sozialraum heraus entwickeln und umsetzen.
Im Rahmen des Projekts „Gute Nachbarschaft“ konnten diese Strukturen in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut werden. Neben der Gewinnung zahlreicher neuer Ehrenamtlicher wurden vielfältige Begegnungs-, Unterstützungs- und Beratungsangebote etabliert, die niedrigschwellig zugänglich sind und sich an den Bedürfnissen der Bewohner:innen orientieren.
Zudem konnten im Projekt zwei hauptamtliche Mitarbeitende zu Gemeinwesenarbeiter:innen qualifiziert werden. Sie übernehmen Aufgaben der sozialräumlichen Vernetzung, Bedarfsanalyse und Koordination von Engagement im Quartier. Dadurch wurden bestehende ehrenamtliche Strukturen gestärkt, neue Initiativen angestoßen und Kooperationen mit lokalen Akteur:innen aufgebaut.
Durch diese Kombination aus qualifizierter Gemeinwesenarbeit, ehrenamtlichem Engagement und kontinuierlicher Netzwerkarbeit bestehen im Wolfsburger Süden tragfähige Strukturen des Quartiersmanagements, die eine nachhaltige Entwicklung der Nachbarschaft und die Umsetzung weiterer sozialräumlicher Projekte ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Wolfsburg gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingshilfe Wolfsburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Foodsharing Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herzfüralles e.V. Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Schunterwiesen Hattorf/Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauamt Stadt Wolfsburg - Zukunftsentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Adrian Heiligendorf & St. Nicolai Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Hasenwinkel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Therapiehunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Imacolata Glosemeyer - Landtagsabgeordnete Niedersachsen (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialkoordination - Fachbereich Soziales - Gemeinde Lehre
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Dauerhafte Verankerung der GWA als soziale Infrastruktur im Wolfsburger Süden, die Anliegen bündelt und sie als legitimierte Stimme in kommunale Prozesse einbringt. Starke Vernetzung, steigende Reichweite (Mitglieder 550→810 in 3 Jahren). 3-Säulen-Finanzierung: Steigender Eigenanteil (Spenden + Beiträge, +10.000€ im Jahr 2025 nach 3 Jahren/ siehe Anhang), Förderung Seniorenarbeit (Stadt Wolfsburg), zukünftig: kommunale Förderung der GWA. Modellhaft: Übertragbarer Ansatz für ähnliche Sozialräume.
11. Medien
Galerie
Videos
wolfsburger_lupe_-_die_plantage_2025.mp4
(14.92 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bildungscampus Sportzentrum Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tina Klose
| Funktion | Fachberatung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt verbindet - voneinander und miteinander Lernen für eine starke Demokratie!
Projektbeschreibung
Unter dem gemeinsamen Dach des Landkreis Gifhorn werden zwei innovative Projekte der Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Die Projekte des Handwerker-/Blumenviertel e.V. am Dannbütteler Weg, sowie am Campus Süd der Stadt Gifhorn profitieren von der ideellen Unterstützung und strategischen Einbindung des Landkreises.
Die Projekte arbeiten eigenständig vor Ort und werden durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachlichen Austausches miteinander verbunden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die Gemeinwesenarbeit gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Landkreis beiträgt.
Beide Initiativen arbeiten eng mit der Wohnungswirtschaft (GWG) zusammen. Außerdem bestehen im Fall des Campus Süd zusätzliche Kooperationen vor Ort, wie z.B. mit der Kreisvolkshochschule oder auch den Berufsbildenden Schulen 1 des Landkreises Gifhorn. Beim Dannenbütteler Weg arbeitet wiederum die Bürgervertretung QB mit der Kirche im Paulus und Kalem e.V. zusammen.
Die Stadt Gifhorn ist ein Mittelzentrum mit rund 44.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 10 Jahres stetig angestiegen. In den Projektquartieren leben zu 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund, 1/3 sind Senioren. Zudem gehört Gifhorn zu den drei Ballungszentren in Niedersachen mit dem höchsten Anteil von zugezogenen (Spät)aussiedlern in den 90er Jahren.
Der Arbeitsschwerpunkt in den Quartieren ist, Begegnungen und Engagement zu ermöglichen. Es geht darum, vielfältige Gruppen zusammenzubringen, so dass sich die Menschen vor Ort füreinander in Selbsthilfeprozessen engagieren. Dafür wird eine umfassende Geh-Struktur in Verbindung mit einem breitgefächerten Bildungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Dabei zielen die Angebote nicht nur auf Kinder und Jugendliche ab, sondern sollen auch Erwachsene bzw. alle Bewohner in den Quartieren erreichen.
Der Aufbau einer Gemeinwesenarbeit mit Projektfonds, wäre der wesentliche und notwendige Schritt zur Schaffung bedarfsgerechter und nachhaltiger Angebote. Die Identifikation mit den Quartieren soll sich erhöhen und so z.B. auch Vandalismus und Gewalt eindämmen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Campus Süd ist ein sozial benachteiligtes Brennpunktgebiet mit überdurchschnittlich vielen Kindern und älteren Menschen im Vergleich zum Stadtgebiet. Auch der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist deutlich erhöht. Hohe Arbeitslosigkeit, ausgelöst durch die Automobilkrise und die Schließung des wichtigen Zulieferers Teves im Jahr 2027, prägen das Quartier ebenso wie Einkommens- und Bildungsarmut. Sichtbare Vernachlässigung im öffentlichen Raum, wiederkehrender Vandalismus, Vermüllung, Beschädigungen und Spuren des Drogenkonsums bestimmen das Stadtbild und mindern das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
Die Bewohnerschaft ist sprachlich und kulturell sehr heterogen. Ausgeprägte Sprachbarrieren und Vorbehalte erschweren das Zusammenleben, Konflikte zwischen den Gruppen sind häufig. Die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen unterscheiden sich stark, generationenübergreifende Treffpunkte fehlen. Bildungsarmut äußert sich in niedrigen schulischen Leistungen und eingeschränkter Lernunterstützung; Teilhabe wird durch Sprachdefizite und fehlende Anlaufstellen zusätzlich erschwert. Viele Haushalte erleben Mehrfachbelastungen wie Arbeitslosigkeit, Alleinerziehendenverantwortung und finanzielle Engpässe; soziale Isolation betrifft besonders Alleinstehende und zugezogene Familien. Gewalt- und Drogenprobleme bestimmen das Sicherheitsgefühl, öffentliche Räume werden gemieden. Soziale Angebote sind punktuell vorhanden, aber oft schwer zugänglich und wenig vernetzt. Nachhaltigkeit, Pflege des Quartiers und Beteiligungskultur sind wenig ausgeprägt. Die Vernetzung relevanter Akteure ist lückenhaft, Strukturen für Information, Kooperation und Prävention fehlen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Campus Sportzentrum Süd in Gifhorn
Einwohnerzahl
4270
Quelle / Anmerkungen
Stadt Gifhorn Bürgerbüro
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenschnitt_campus.jpg
(134.93 KB)
kartenschnitt_quartier.jpg
(166.29 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt geht zu den Menschen, holt sie aktiv ab, bezieht sie konsequent ein und macht echte Beteiligung zum Kern der Quartiersentwicklung.
• Die Geh-Struktur ist stets sichtbar, niedrigschwellig, partizipativ und bedarfsgerecht. Aus dieser Struktur heraus
entwickelt sich weitere Angebot, Maßnahmen und Initiativen.
• Alle Jahresziele und Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Zugänge zu schaffen, Beteiligung zu ermöglichen und
tatsächliche Bedürfnisse dauerhaft einzubeziehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier eigene Ideen, Wünsche und Bedarfe einbringen und die Angebote darauf gut abgestimmt werden können. Die Geh-Strukturen verzahnen sich mit den Angeboten der Organisationen vor Ort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeit- und Bildungszentrum Grille (FBZ)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita am Sportzentrum Süd, Kita Katharina-von-Bora
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gifhorner Integrationsprojekt (GIP)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildenden Schule 1 (Träger Landkreis Gifhorn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Johanna-Menke-Schule (vorher Freiherr-von-Stein-Schule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projektübergreifende Zusammenarbeit mit dem Dannenbüttler Weg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach erfolgreicher Etablierung des Campusmanagements ist vorgesehen, die Stelle und das notwendige Budget zur Fortführung des Projektes dauerhaft anzulegen.
11. Medien
Galerie
Videos
film_campus_komprimiert.mp4
(179.54 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On