Gemeinsam aktiv in Friedeburg - Ideen leben, Zukunft gestalten.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabrina Feldmann
| Funktion | Sozialarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Potentiale nutzen, Menschen aktivieren, Gemeinschaft stärken.
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gemeinschaft im ländlichen Raum Friedeburg nachhaltig zu stärken. Fundament bildet ein bereits bestehendes, funktionierendes Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie ein hohes Potenzial, dieses Engagement weiterzuentwickeln und auszubauen. Gleichzeitig sollen gezielt auch Menschen erreicht werden, für die gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung bisher schwer zugänglich sind. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen und Engagementpotenziale frühzeitig zu nutzen und zu stärken, bevor sie verloren gehen.
Das Projekt setzt dabei drei zentrale Schwerpunkte:
1. Aktivierung der Bevölkerung:
Menschen werden gezielt angesprochen und aktiviert – insbesondere diejenigen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben oder sich nicht angesprochen fühlen. Vorhandene Potentiale werden gezielt aufgegriffen und genutzt, um Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden. Durch Begleitung, persönliche Ansprache, aufsuchende Arbeit und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten werden sie unterstützt, eigene Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich im Gemeinwesen zu organisieren.
2. Orte schaffen:
Der Jugend- und Sozialtreff wird zu einem offenen, einladenden Begegnungsort weiterentwickelt. Eine wertschätzende, niedrigschwellige Treffpunktkultur schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten und senkt Hemmschwellen für Beteiligung.
3. Strukturen etablieren:
Es werden verlässliche Engagement- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut. Vereine, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger werden ortsübergreifend vernetzt, um vorhandene Ressourcen gemeinsam zu nutzen und Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig werden die vorhandenen Sozialarbeiterinnen durch gezielte Weiterbildung im Bereich Gemeinwesen qualifiziert, um nachhaltige Strukturen professionell zu begleiten.
Ziel ist es, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich in Gruppen organisieren und Engagement zunehmend selbst tragen. So entstehen tragfähige Gemeinschaftsstrukturen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum Friedeburg langfristig stärken und zu einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Friedeburg ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde mit mehreren kleinen Ortschaften und dörflichen Strukturen. Diese sind geprägt von gewachsenen Gemeinschaften, die jedoch für neue Impulse und Menschen teilweise schwer zugänglich sind. Gleichzeitig erschwert eine eher zurückhaltende, teilweise verschlossene Haltung, neue Menschen einzubinden und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.
Neben dem demografischen Wandel nehmen Einsamkeit und gesellschaftliche Spaltung zu. Begegnung und Austausch werden weniger, wodurch der gesellschaftliche Zusammenhalt geschwächt wird. Gerade im ländlichen Raum besteht die Herausforderung, Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig besteht ein bereits funktionierendes Netzwerk aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für eine offene und solidarische Gemeinschaft in Friedeburg einsetzen. Dieses Potenzial gilt es aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Es bedarf einer professionellen Begleitung, damit Engagement nicht vereinzelt bleibt oder verpufft.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, auch Menschen zu erreichen, die bisher keinen Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben. Es gilt, Wege zu finden, diese zu aktivieren und einzubeziehen.
Das Projekt setzt hier an, schafft Begegnung, stärkt Beteiligung und entwickelt gemeinsam mit den Engagierten tragfähige Strukturen für ein starkes Gemeinwesen – denn gemeinsam kann mehr erreicht werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Friedeburg- Gesamte Flächengemeinde mit den einzelnen Ortschaften
Beschreibung
Das Projekt umfasst die gesamte Flächengemeinde Friedeburg. Zentrale Anlaufstelle ist der Jugend- und Sozialtreff, von dem aus Angebote und Strukturen in alle Ortsteile wirken.
Einwohnerzahl
10559
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es Menschen aktiv dazu befähigt, ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Im Mittelpunkt steht die Aktivierung der Bevölkerung durch niedrigschwellige Zugänge, offene Begegnungsorte und Beteiligungsformate, die es ermöglichen, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Gemeinwesenarbeit orientiert sich dabei bewusst nicht an klassischen Zielgruppen, sondern an den Interessen und Werten der Menschen. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher sozialer Lebenslagen zusammenzubringen und insbesondere auch diejenigen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Angeboten hatten.
Durch die Qualifizierung der Mitarbeitenden und den Aufbau verlässlicher Engagement- und Beteiligungsstrukturen werden Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Die Gemeindesozialarbeit übernimmt dabei eine aktivierende und begleitende Rolle.
So werden Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt. Menschen werden ermutigt, ihr Gemeinwesen aktiv mitzugestalten und gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen und Stärken im Gemeinwesen werden aktiv genutzt. Menschen bringen Fähigkeiten ein, vernetzen sich und setzen gemeinsam eigene Projekte um. Ressourcen werden sichtbar und gemeinschaftlich getragen.
Kriterium
Beschreibung
Projekte und Angbeote werden von verschiedenen Zielgruppen gemeinsam gestaltet und angenommen. Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Lebenslagen entstehen regelmäßig.
Beschreibung
Regelmäßige Treffen des Engegementnetzwerks, Institutionen planen Angebote zusammen, neue Projekte entstehen in der Zusammenarbeit mit Engagierten, Vereinen und Institutionen..
Kriterium
Beschreibung
Menschen werden aktiviert, eigene Ideen umzusetzen und verantwortung zu übernhemen. Besonders schwer erreichbare Menschen bringen sich ein und werden selbst tätig. Ziel ist Empowerment statt Angebotsnutzung.
Kriterium
Beschreibung
Menschen organisieren sich eigenständig. Es entstehen Strukturen, die Selbstorganisation ermöglichen und langfristig in der Gemeindesozialarbeit verankert sind.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt verfolgt einen gesamtkommunalen Ansatz, idem es alle Ortsteile und Akteure miteinander vernetzt und gemeinsame Strukturen für die gesamte Gemeinde schafft.
Kriterium
Beschreibung
Der modernisierte Jugend- und Sozialtreff ist ein Ort der Begegnung und Beteiligung. Diese Infrastruktur stärkt Engagement, vernetzt Akteure und ist langfristig im gesamten Gemeinwesen nutzbar. ,
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita Glockenturm, Mediothek Friedeburg, Waldfreibad Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Horsten, TSV Marx, "Ich schenke Dir Zeit-Gruppe"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Friesland-Wittmund, Grundschule Horsten, SAAF
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Horsten, Kirchengemeinde Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte aus unterschieldichen Bereichen, die sich themenbezogen vernetzen für gemeinsame Projekte.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die im Projekt aufgebauten Strukturen werden langfristig in die Gemeindesozialarbeit Friedeburg integriert. Die Begleitung erfolgt dauerhaft durch vorhandenes Personal, während Engagement zunehmend von Bürgerinnen und Bürgern selbst getragen wird. Eine Sozialarbeiterin absolviert im Projektverlauf eine Weiterbildung im Bereich Gemeinwesenarbeit. Die dort erworbenen Kenntnisse u.a. zu aktivierenden Methoden werden gezielt in die Praxis übertragen und weitergegeben.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt wächst: Mehr Begegnung - Mehr Gemeinsam!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Helmer
| Funktion | Bildungsreferentin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Garten für Begegnung, Vielfalt und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Zentrale Herausforderungen im Stadtteil Obenende sind fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte, begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten. Vereine, Einrichtungen, Initiativen arbeiten parallel statt gemeinsam, sowie erschwerte soziale Teilhabe. Das Projekt „Vielfalt wächst: Mehr Begegnung – Mehr Gemeinsam!“ reagiert auf diese Herausforderungen, indem es durch Gemeinwesenarbeit neue Zugänge zu Begegnung, Beteiligung & gemeinschaftlichem Engagement schafft, zugleich bestehende Lücken in den Angeboten des Mehrgenerationenhauses schließt. Ziel ist der Aufbau & die nachhaltige Verankerung eines offenen, niedrigschwelligen Begegnungsortes, der von Bewohnenden & lokalen Akteuren gemeinsam genutzt &
gestaltet wird. Zur Kommune werden von Beginn an verbindliche Schnittstellen aufgebaut.
Ausgangspunkt ist eine aktivierende Sozialraumanalyse, in der Bedarfe, Ressourcen & Interessen der Bewohnenden sichtbar gemacht werden. Eine im Stadtteil bekannte Kümmererin ist kontinuierlich präsent, arbeitet eng mit der Kommune zusammen & spricht Menschen gezielt an. Niedrigschwellige Formate wie Gespräche in Treffpunkten, aktivierende Befragungen und ein mobiles Pop-up-Café schaffen erste Gelegenheiten für Austausch und Beteiligung. Vertrauen wird aufgebaut, Kontakte entstehen und Schlüsselpersonen werden einbezogen. In offenen Dialogformaten, wie dem „Nachbarschafts-Café: Mein Obenende“, werden Perspektiven gebündelt und Ideen für die Stadtteilentwicklung erarbeitet. Eine partizipative Stadtteilkarte macht Ressourcen, Orte & Bedarfe sichtbar. Zentral ist die gemeinsame Entwicklung eines Begegnungsortes in Form eines Gartens. In partizipativen Prozessen wird dieser gemeinsam aufgebaut & als sozialräumliche Infrastruktur gestaltet, die vielfältige Nutzungen ermöglicht & als offener Treffpunkt dient. Im weiteren Verlauf wird der Begegnungsort durch regelmäßige Angebote & gemeinschaftliche Aktivitäten belebt. Bewohnende, Vereine & Einrichtungen bringen eigene Ideen ein und nutzen den Ort zunehmend eigenständig. Es entstehen neue Kontakte, Kooperationen & gegenseitige Unterstützung. Parallel werden verlässliche Nutzungs- & Organisationsstrukturen aufgebaut. Nutzergruppen übernehmen schrittweise Verantwortung; der Begegnungsort wird in bestehende Netzwerke, das MGH & kommunale Strukturen eingebunden. Langfristig entsteht ein lebendiger, gemeinschaftlich getragener Ort, der über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat & Teilhabe, Zusammenhalt und Selbstorganisation im Stadtteil stärkt.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt wird im Stadtteil Obenende in Papenburg umgesetzt, einem dörflich geprägten Stadtteil. Die durch Kanäle geprägte Struktur erschwert alltägliche, zufällige Begegnungen. Die Einwohnerzahl ist deutlich gestiegen (ca. 8.200 Jahr 2010 auf 13.249 Jahr 2024), gleichzeitig verändert sich die Bevölkerungsstruktur. Der Anteil älterer Menschen liegt bei rund 27 %, zugleich wächst der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle Hintergründe treffen zunehmend aufeinander. Mit dem Mehrgenerationenhaus besteht eine wichtige, jedoch nicht ausreichend niedrigschwellige Struktur für Begegnung und Beteiligung im Stadtteil. Vor diesem Hintergrund zeigen sich drei zentrale Herausforderungen:
1. Fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte: Im Stadtteil fehlen frei zugängliche Orte für spontane, generationenübergreifende Begegnung. Bestehende Angebote sind häufig institutionell gebunden, erreichen nicht alle Zielgruppen. Folge: Begegnung und Austausch entstehen nur eingeschränkt und werden durch fehlende offene Treffpunkte zusätzlich erschwert.
2. Begrenzte Beteiligung und Vernetzung: Viele Bewohnende erleben geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten. Lokale Akteure arbeiten überwiegend nebeneinander, vorhandene Ressourcen werden nicht ausreichend genutzt und miteinander verbunden. Folge: Beteiligungspotenziale bleiben ungenutzt und gemeinschaftliche Entwicklungen werden erschwert.
3. Erschwerte soziale Teilhabe in einem vielfältigen Stadtteil: Neue und gewachsene Nachbarschaften bestehen häufig nebeneinander, Zugezogene finden schwer Zugang zu bestehenden Strukturen. Folge: Zusammenhalt und Zugehörigkeit entwickeln sich nur begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Obenende in Papenburg, nördlich des Hauptkanals. Obenende erstreckt sich über eine Fläche von 39,55 km² und hat 13.249 Einwohner/-innen. Papenburg insgesamt umfasst sieben Stadtteile mit 39.453 Einwohner/-innen und einer Gesamtfläche von rund 118 km². Historisch war Obenende das Arbeiter- und Handwerkerviertel, während Untenende als kaufmännisches Zentrum fungierte. Das Fördergebiet ist geprägt durch eine Mischstruktur aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbebetrieben und sozialen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Begegnungsorte,
Es grenzt nördlich an den Ortsteil Völlenerkönigsfehn der Gemeinde Westoverledingen, westlich an die Stadtteile Untenende, Bokel, Aschendorf und Herbrum und östlich an die Gemeinde Surwold.
Diese besonderen Bauwerke lassen sich eindeutig dem Obenende zuordnen: Der alte Turm, St. Michaelskirche, St. Marienkirche, Van Velen Anlage(Museumsanlage mit historischen Bauten und Gebäuden)
Der Großteil der Obenender wohnte ursprünglich an den Kanälen, die das Obenende durchziehen: Mittelkanal, Splitting, Erste Wiek, Umländerwiek, Lüchtenburg, Bethlehem . Am Obenende gibt es drei Grundschulen: Michaelschule, Waldschule und Splittingschule. Die Oberschule Michaelschule ist die größte Schule der Stadt. Am Obenende gibt es drei Sportplätze
Einwohnerzahl
13249
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025) keine Unterscheidung im Stadtgebiet
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Bundeslaender/Niedersachsen.html?nn=25856&year_month=202202
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/index.html
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_obenende_mit_groesse.pdf
(1.5 MB)
standort_garten_mit_groesse.jpg
(120.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt Gemeinwesenarbeit um, indem es sich ganzheitlich auf die Interessen der Menschen vor Ort bezieht. Es stärkt die Selbstorganisation und fördert die Handlungsfähigkeit der Bewohnenden als Nachbarschaft. Dabei werden sowohl individuelle als auch strukturelle Aspekte im Sozialraum berücksichtigt. Durch niedrigschwellige Beteiligungsformate werden die Menschen aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen. Das Projekt schafft eine Anlauf- und Vernetzungsstelle, die als zentrale Ansprechperson für lokale Akteurinnen dient. Dabei werden unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammengebracht, um gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln. Die sozialräumliche Orientierung zeigt sich in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Kommune, Vereinen, Sozialraumprävention und Schulsozialarbeiterinnen. So entsteht ein Netzwerk aus Bewohnenden, Akteuren und Kommune, das Kooperationen im Stadtteil stärkt. Die Verbesserung infrastruktureller Bedingungen wie Zugänge zu Bildungs- und Freizeitangeboten fördert soziale Teilhabe. Das Projekt geht aktiv in den Sozialraum: Die HÖB und das MGH öffnen sich bewusst nach außen, sodass Angebote ergänzen und bestehende Strukturen stärken. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die demokratische Mitbestimmung, indem es Bewohnende ermutigt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen aktiv an Planung, Nutzung und Weiterentwicklung des Begegnungsortes beteiligt sind, eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und auch bisher wenig erreichte Zielgruppen einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen eigenständig Angebote initiieren und durchführen, Aufgaben in Organisation und Pflege übernehmen und verlässliche Nutzer- und Verantwortungsstrukturen bestehen, die auch ohne kontinuierliche Projektbegleitung funktionieren.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Ressourcen im Stadtteil (z. B. Fähigkeiten von Bewohner*innen, Vereine, Netzwerke) systematisch eingebunden, sichtbar gemacht und für die Gestaltung und Nutzung des Begegnungsortes aktiv genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebenslagen und Herkunft im Begegnungsort regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam Aktivitäten gestalten und neue Verbindungen zwischen bislang getrennten Gruppen im Stadtteil entstehen.“
Beschreibung
Kommune, soziale Einrichtungen, Bildungsträger und Vereine im Stadtteil verbindlich zusammenarbeiten, Ressourcen bündeln und gemeinsam Angebote und Strukturen für den Begegnungsort entwickeln und weitertragen.
Beschreibung
ein stabiles Netzwerk aus Bewohner*innen, Vereinen, Einrichtungen und Kommune besteht, das regelmäßig zusammenarbeitet, Verantwortung für den Begegnungsort übernimmt und gemeinsame Aktivitäten und Angebote dauerhaft trägt.
Kriterium
Beschreibung
im Begegnungsort regelmäßige Begegnungen stattfinden, neue Kontakte entstehen und Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen ihr Zusammenleben aktiv gestalten, sich gegenseitig unterstützen und Zugehörigkeit im Stadtteil wächst.
Beschreibung
ein offener, niedrigschwelliger Begegnungsort geschaffen ist, der von unterschiedlichen Gruppen regelmäßig genutzt wird, dauerhaft zugänglich bleibt und als soziale Infrastruktur Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Stadtteil ermöglicht.
Kriterium
Beschreibung
das Projekt in kommunale Strukturen eingebunden ist, die Kommune aktiv mitwirkt und Ergebnisse in bestehende Planungen und Netzwerke integriert werden, sodass der Begegnungsort langfristig im Stadtteil verankert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderkreis Papenburg Obenende e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschland in St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SKFM Papenburg e.V. (Tafel, soziales Kaufhaus, Wohnungslosenhilfe, rechtliche Betreuung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rheuma LIGA Niedersachsen e.V. AG Papenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionales Umweltbildungszentrum Emsland in Papenburg e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FRIDA (freiwillige Initiative für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird von Beginn an mit Kommune, MGH, Vereinen & Einrichtungen geplant, umgesetzt & in kommunale Strukturen eingebunden. Über 36 Monate werden tragfähige Netzwerke, klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten & verbindliche Regeln erarbeitet. Der Begegnungsort wird ans MGH angebunden, das langfristig Koordination & Begleitung übernimmt. Ergänzende Fördermittel werden gezielt eingeworben. Durch Integration in bestehende Strukturen wird eine dauerhafte Nutzung & Verstetigung gesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
dscf1749.jpg_2.jpg
(1.28 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Unser Hesepe - gemeinsam selbstwirksam gestalten.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Paul Krause
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aus Mitmachen wird Mitbestimmen – auch in einem Ort im ständigen Wandel
Projektbeschreibung
Im Bramscher Ortsteil Hesepe leben Dorfbewohner*innen und Bewohner*innen der Landesaufnahmestelle (LAB) im Alltag Tür an Tür. Der Anteil der Asylsuchenden an der Gesamtbevölkerung im Ort liegt im Durchschnitt bei rund 40 %, unterliegt deutlichen Schwankungen und ist von hoher Fluktuation geprägt. Schwankungen der Belegzahlen durch LAB und Fluktuationen sind Abbild globaler Notsituationen und politischer Krisen und belasten ein normales Zusammenleben erheblich. Sprachliche, kulturelle und soziale Unterschiede sowie begrenzte Begegnungsmöglichkeiten erschweren Integration und Beteiligung. Gleichzeitig fühlen sich viele langjährig ansässige Bürger*innen mit ihren Anliegen nicht ausreichend gehört.
Das Projekt stärkt die selbstwirksame Beteiligung im Quartier und fördert ein respektvolles Miteinander. Aufbauend auf langjähriger Praxis, gewachsenen Netzwerken und enger Kooperation mit der Stadt Bramsche, der LAB und lokalen Akteur*innen schafft Amal e.V. Zugänge zur Mitwirkung aller in Hesepe.
Mobile Aktionen, ein multifunktionaler Anhänger, Begegnungsorte und digitale Beteiligung schaffen konkrete Anlässe für gemeinsames Handeln. Dazu gehören u.a. Fahrrad- und Verkehrssicherheitsaktionen, Sport- und Nachbarschaftsangebote sowie Pflanz- und Pflegeprojekte. Moderierte Dialogformate führen unterschiedliche Perspektiven zusammen, bearbeiten Konflikte konstruktiv und stärken Eigeninitiative. Durch kontinuierliche Präsenz werden auch bislang wenig erreichte Menschen angesprochen und eingebunden.
Das Projekt baut auf der seit vielen Jahren bestehenden Kooperation zwischen der Stadt Bramsche und dem Verein Amal auf und entwickelt diese gezielt weiter: Amal initiiert und begleitet Beteiligungsprozesse, die Stadt greift entstehende Themen und Bedarfe auf und bindet diese in ihre fachlichen Zuständigkeiten und Entscheidungsprozesse ein. Durch den seit Jahren etablierten Austausch auf gesamtstädtischer Ebene sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass auch die Erfahrungen aus dem Projekt kontinuierlich in die Weiterentwicklung kommunalen Handelns einfließen.
Ziel ist es, tragfähige Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, die Begegnung, Vertrauen und Kooperation fördern und den sozialen Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu stärken – auch unter den besonderen Bedingungen der hohen Fluktuation der Bewohner*innen in der LAB. Damit leistet das Projekt einen modellhaften Beitrag zur Stärkung von Teilhabe in Sozialräumen mit vergleichbaren Herausforderungen.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Von rund 3.200 Einwohnerinnen des Ortsteils Hesepe leben durchschnittlich 40 % als Asylsuchende in der Landesaufnahmebehörde (LAB). Viele erleben ihren Alltag als perspektivarm. Geeignete Beschäftigungsangebote sowie Zugänge zu kommunalen Sport- und Freizeitstrukturen sind begrenzt. Gleichzeitig wächst unter langjährig ansässigen Bürger*innen der Unmut über mangelnde Fahrrad-Verkehrssicherheit, wiederkehrende Beinahe-Unfälle, unzureichende Sauberkeit und ungepflegte Grünanlagen. Sie nehmen eine einseitige Aufmerksamkeit öffentlicher Institutionen zugunsten der LAB wahr und fühlen sich mit ihren Anliegen von Politik und Verwaltung nicht ausreichend wahrgenommen. Sprachliche und kulturelle Barrieren verstärken Spannungen, begünstigen Rückzug und erschweren Begegnungen zwischen den Kulturen und Beteiligung an demokratischen Prozessen. Die hohe Fluktuation innerhalb der LAB erschwert die Integrationsarbeit.
Mit der Einrichtung einer Streetworker*innen-Stelle vor acht Jahren haben Stadt Bramsche und LAB eine zentrale Grundlage geschaffen: Konfliktlagen, Bedarfe und Akteursstrukturen sind gut bekannt. Nun gilt es, mithilfe des Projektes verbindende Formate und tragfähige Strukturen zu stärken, die Dialog, Mitwirkung und Selbstwirksamkeit systematisch fördern.
Amal verfügt über gewachsene Expertise und Infrastruktur. Der Verein betreibt zwei etablierte Standorte in der LAB und in der Bramscher Innenstadt und kooperiert eng mit Stadtverwaltung und LAB-Leitung. Fundierte Ortskenntnisse, persönliche Netzwerke und Erfahrung in der Entwicklung nachhaltiger Beteiligungsstrukturen bilden die Grundlage für eine langfristige Weiterentwicklung der Bürger*innenbeteiligung im Quartier.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bramsche, Hesepe
Beschreibung
Das Projektgebiet wird im Süden von der B218 begrenzt. Im Westen stellt die Zufahrtsstraße von der B218 zur Landesaufnahmestelle die Grenze Projektgebietes dar. Die Projektgrenze schließt im weiteren Verlauf die Fläche der Landesaufnahmestelle selber ein und folgt Richtung Nordosten den bebauten Flächen entlang der Gleiwitzer und der Ostlandstraße bis zur B68. Im Norden endet das Projektgebiet in Höhe des Philips-Marktes, wo sich auch von Südosten die Gemarkungsgrenze von Hesepe zu Sögeln der B68 nähert. Im Osten verläuft die Projektgrenze wieder entlang der Gemarkungsgrenze parallel der Bahnlinie Richtung Süden bis zu dem Bahnübergang auf der B218.
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Stadt Bramsche
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
"Sonstige" = Landkreis Osnabrück
Datenquelle: Einwohnermeldewesen der Kommunen im Landkreis Osnabrück (Stichtag 31.12.2024), Berechnung: Regio GmbH und Landkreis Osnabrück, Referat K., die Zahl für das Projektgebiet Hesepe schwankt stark in Anhängigkeit der Belegung der LAB und wurde daher für die zurückliegenden 10 Jahre gemittelt.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
21
Anmerkung
Für das Projektgebiet liegen keine gesonderten Daten vor:
Als Personen mit Einwanderungsgeschichte werden alle Personen kategorisiert, die entweder selbst (Eingewanderte) oder deren beide Elternteile (Nachkommen von Eingewanderten) nach dem nationalen Gebietsstand-Konzept eingewandert sind. Eingewanderte haben dabei eine eigene Einwanderungserfahrung.
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland, 2026. Lizenziert unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 | Stand: 10.03.2026 / 13:29:23
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Beachte: Möglicherweise verzerrtes statistisches Bild: Die Zahlen beinhalten ausschließlich Menschen im BG und Bezug von Leistungen nach SGBII, erfassen also nicht die Bewohner der LAB ohne Arbeit. Ebenfalls statistisch nicht für Hesepe getrennt erfassbar: Die arbeitslosen Personen im Bezug von Leistungen nach SGBIII.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Statistik: Arbeitslose, Arbeitslosenquoten und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte nach Gemeinden, Feb 2026, Auftragsnummer 20029, Eigene Auswertungen der MaßArbeit kAöR, vorläufige nicht hochgerechnete Zahlen ohne Wartezeit, Feb 2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
gerundete Werte. Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Statistik: Arbeitslose, Arbeitslosenquoten und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte nach Gemeinden, Feb 2026, Auftragsnummer 20029. Eigene Auswertungen der MaßArbeit kAöR, vorläufige nicht hochgerechnete Zahlen ohne Wartezeit, Feb 2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Für das Projektgebiet liegen keine gesonderten statistischen Daten vor.
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland, 2026. Lizenziert unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 | Stand: 10.03.2026 / 15:06:04
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Erläuterung: Die statistischen Zahlen des Landkreises umfassen Hilfen nach SGB XII + Asylbewerberleistungsgesetz ohne die in der LAB untergebrachten Personen.
Die hier angegebenen Prozentwerte schließen zusätzlich die Personen ein, die zum Stichtag 31.12.2024 in der LAB untergebracht waren. Am gewählten Stichtag 31.12.2024 war die LAB unterdurchschnittlich stark belegt (nur 800 Personen).
Quelle: Fachdienst Soziales, Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Werte betragen mit Dezimale hinter dem Komma für Hesepe 3,9%, für die Stadt Bramsche 0,4% und für den Landkreis 0,1%
Quelle: Fachdienst Soziales, Landkreis Osnabrück
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lage_projektgebiet_hesepe.jpg
(691.98 KB)
projektgebiet_hesepe.jpg
(765.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist konsequent sozialraumorientiert angelegt. Grundlage sind die durch kontinuierliche Streetwork und gewachsene Kooperationen bekannten Anliegen und Potenziale im Ortsteil Hesepe.
Die Impulse gehen von den Menschen selbst aus. Amal schafft verlässliche Rahmenbedingungen für Motivation und selbstwirksame Beteiligung. Niedrigschwellige Formate im öffentlichen Raum, moderierte Dialogprozesse sowie analoge und digitale Treffpunkte eröffnen Beteiligungsmöglichkeiten. Dorfbevölkerung, LAB-Bewohner*innen, Vereine, Initiativen und Menschen mit Einschränkungen bringen ihre Kompetenzen aktiv ein.
Vorhandene Ressourcen werden vernetzt, Ehrenamtliche fachlich begleitet und an Verantwortung herangeführt. Beteiligungsprozesse werden kontinuierlich ausgewertet und gemeinsam mit Kommune, LAB-Leitung und weiteren Kooperationspartner*innen weiterentwickelt.
Dabei entstehen auf kommunaler Seite Lerneffekte zur Gestaltung wirksamer Beteiligungsprozesse: Es wird erprobt und weiterentwickelt, unter welchen Bedingungen sich Bürger*innen motiviert einbringen und wie ihre Impulse konkret in tragfähige und vor Ort umsetzbare Lösungen einfließen.
Das Projektdesign wirkt auf individueller, struktureller und systemischer Ebene nachhaltig. Angesichts der hohen Fluktuation entfaltet das Projekt besondere Modell-Wirkung. Es stärkt lokale Gestaltungskraft, vertieft die Kooperation mit kommunalen und regionalen Akteur*innen und leistet einen Beitrag zu Integration und gelebter Demokratie.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestimmen und gestalten Bewohner*innen aus Dorf und LAB Themen + Aktionen aktiv mit? Wieviele Teilnehmende kommen hinzu? Zeigen Rückmeldungen, dass Menschen sich gehört fühlen und erleben, dass ihre Ideen konkrete Veränderungen im Quartier auslösen?
Kriterium
Beschreibung
Entstehen aus Projektaktionen eigenständige Initiativen von Bürger*innen? z.B. regelmäßige Nachbarschaftsaktionen, Arbeitsgruppen oder selbstorganisierte Veranstaltungen? Übernehmen Ehrenamtliche zunehmend Verantwortung für Planung und Durchführung?
Kriterium
Beschreibung
Arbeiten Amal e.V., Stadt Bramsche, LAB, Vereine, Kirche und Initiativen regelmäßig zusammen? Führen gemeinsame Treffen zu abgestimmten, zukunftsorientierten Projekten und Strukturen im Quartier?
Kriterium
Beschreibung
Begegnen sich Dorfbewohner*innen und LAB-Bewohner*innen regelmäßig bei gemeinsamen Aktivitäten im Quartier? Nehmen Vorbehalte ab, wird Zusammenarbeit im Alltag selbstverständlich und können Konflikte in Dialogformaten konstruktiv bearbeitet werden?
Beschreibung
Konnte ein Dorftreff als dauerhaft nutzbarer Begegnungsort im Quartier entstehen und regelmäßig genutzt werden? Ließ sich eine mehrsprachige digitale Plattform für Information und Beteiligung einrichten und werden beide Räume aktiv genutzt?
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Bramsche Ehrenamtskoordination (Fr. Stuckenberg / Frau Landa), Ordnungsamt (Herr Hinz), Fachbereich 3, Soziales (Herr Langelage) und Bauhof (Herr Haslöwer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsbürgermeisterin Frau Fänger, Ortsrat Hesepe und Fraktionen & Sozialausschuss der Stadt Bramsche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Hesepe , Stadtjugendpflege (Frau Uhlenkamp)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Hesepe und Schule der LAB (Herr Hoppe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde / Kirchenkreis (Superintendent Herr Cierpka)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung / Bramscher Nachrichten (Herr Dieckmann)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen - Standort Hesepe: Standortleitung (Herr Robbers / Herr Urner) und Sozialdienst (Frau Dech)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kindertagesstätte und Familienzentrum Hesepe (Frau Brockmann)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werkgemeinschaft "Die Brücke", Hesepe (Herr Kaufmann)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk, Kirchenkreis-Sozialarbeit (Frau Gerdes und Frau Bartz)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil des Projekts. Die ab Mitte 2026 kommunal geförderte Geschäftsführung von Amal e.V. bleibt als koordinierende Struktur („Spinne im Netz“) bestehen und sichert die Weiterführung der aufgebauten Netzwerke. Für Begegnungsformate stehen Räume der Kirchengemeinde und der ehemaligen Gemeindeverwaltung in Hesepe zur Verfügung. Ergänzend werden weitere Finanzierungsquellen wie lokale Unternehmen, Stiftungen und Crowdfunding erschlossen und schrittweise verstetigt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Gruzinski
| Funktion | Geschäftsführung Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers.
Projektbeschreibung
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohnhäusern bis zu ehemaligen Gewerbehallen. Es finden diverse informelle Nutzungen der wenigen Freiflächen statt, oft durch marginalisierte Gruppen.
Durch die Ansiedlung des Kulturzentrums Initiative Hüttenstraße, Gleis D, und den Erwerb des MUZE-Geländes durch die Stadt Hannover entsteht eine neue Dynamik. Diese Akteure formen einen gemeinnützigen Verbund, der partizipative Stadtentwicklung vorantreibt. Die Initiative Hüttenstraße übernimmt eine Schlüsselrolle und entwickelt mit einem interdisziplinären Team ein kooperatives Quartier.
Das Projekt gliedert sich in drei zentrale Bereiche:
A) Bürgerforum Hüttenstraße
Ein Forum wird aufgebaut, das über herkömmliche Stadtteilgrenzen hinausgeht und eine direkte Beteiligung der Anwohnenden ermöglicht. Es begleitet die Entwicklung der Freiflächen (ca. 5.000 m²) und berät die Verwaltung sowie Stadtplanungsprozesse. Die Initiative Hüttenstraße initiiert, moderiert und koordiniert dieses Forum.
B) Kooperative Raumentwicklung
Das Gelände von Gleis D und der Initiative Hüttenstraße wird als Modellprojekt für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung genutzt. Anwohner:innen können eigene Räume gestalten und nutzen. Vorbilder sind u. a. das Institut for X (Aarhus) und die NDSM-Werft (Amsterdam), die vormals ungenutzte Flächen durch kreative, selbstverwaltete und kooperative Strukturen in lebendige, offene Quartiere mit kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzungen verwandelt haben. Nach diesem Prinzip entscheiden auch hier die Beteiligten über die gemeinsam entwickelten öffentlichen Flächen mit. Dabei entsteht ein neuer Typus von öffentlichem Raum, teils städtischer Stadtpark, teils zivilgesellschaftlich verwaltete Fläche. Die Prinzipien von Selbstermächtigung und Selbswirksamkeit treten dabei stark hervor, Menschen werden zu Teilhabenden, entwickeln eigene Projekte, vernetzen sich.
C) Nachbarschaftsangebote
Es entsteht ein dezentrales Netzwerk für nachbarschaftliche Projekte. Neben günstigen Raumnutzungen, Netzwerkarbeit und Beratung wird in den eigenen Räumen ein betreutes Nachbarschaftscafé als Treffpunkt eingerichtet.
Menschen, Initiativen, Vereine und auch soziale Unternehmen mit niederschwelligen Angeboten für das Quartier können in den bestehenden Gebäuden sowie in eigens konzipierten kleinen Neubauten eigene Angebote schaffen und erhalten dafür Raumförderung und Unterstützung bei der Umsetzung.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohn- und Gewerbebauten bis hin zu ungenutzten Freiflächen. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte (Vahrenwald: 87 P/ha; LHH: 27,2 P/ha) gibt es wenige öffentliche Räume, wodurch sich soziale Fragmentierungen verstärken. Besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen, die informelle Flächen nutzen, da sie sonst kaum Orte für Begegnung haben. Zudem zeigen soziale Daten, dass Arbeitslosigkeit (8,7 % in Vahrenwald, 11,8 % in Hainholz), hoher Migrationsanteil (Hainholz: 65 %) und überdurchschnittliche Transferleistungsquote (Hainholz: 27,6 %) Herausforderungen für das Quartier darstellen.
Die Initiative Hüttenstraße e.V. setzt hier an: Mit 150 Mitgliedern und 16 kooperierenden Vereinen entsteht ein großes soziokulturelles Zentrum, das Räume für kulturelle Teilhabe, Stadtentwicklung, Nachbarschaftshilfe und kreative Nutzung bietet. Als Testlauf wird aktuell ein 800 m² großer kooperativer Stadtplatz gemeinsam mit der Nachbarschaft entwickelt – ein erster Schritt hin zu einem nachhaltigen, kooperativen und gemeinschaftlichen Quartier.
Das Projekt versteht sich als Modell für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Organisiert durch eine holokratische Struktur mit einem Kernteam von 30 Engagierten und 80 Unterstützenden, kombiniert es selbstorganisierte Prozesse mit gezielter Kooperation mit der Verwaltung.
Durch die Anmietung einer weiteren Halle durch unsere Initiative und die Zusammenarbeit mit Gleis D und dem MUZE-Gelände entsteht eine neue quartiersübergreifende Mitte, die soziale und räumliche Barrieren aufbricht und den Grundstein für eine kooperative Quartiersentwicklung legt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf einen prozesshaften und kooperativen Ansatz, um neue Formen partizipativer Stadtentwicklung zu erproben, bei dem die Anwohnenden das Herz des Projektes sind. Dabei werden strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen, die nicht nur unmittelbare Beteiligung ermöglichen, sondern langfristige Mitgestaltungsperspektiven für die Nachbarschaft eröffnen.
Durch dialogorientierte Formate wird ein Aushandlungsraum etabliert, in dem unterschiedliche Akteur:innen Verantwortung für die Gestaltung ihres Quartiers übernehmen können. Hierbei wird besonderer Wert auf den Abbau bürokratischer Hürden sowie die Schaffung rechtssicherer, niedrigschwelliger Zugänge zu öffentlichen und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen gelegt.
Die räumliche Entwicklung des Quartiers folgt dabei einem experimentellen, adaptiven Prinzip, bei dem die Bewohner:innen des Quartiers im Zentrum stehen: Durch die Verbindung aus informellen Nutzungen und planungsrechtlicher Absicherung entsteht ein dynamisches Modell für gemeinwohlorientierte Stadtgestaltung. Flankierend wird eine nachhaltige Kommunikations- und Vernetzungsstruktur aufgebaut, die das Quartier als sozialen und kulturellen Möglichkeitsraum stärkt.
Auf diese Weise wird nicht nur eine integrative Quartiersentwicklung angestoßen, sondern ein übertragbares Modell für kooperative Stadtgestaltung erprobt, das sich in bestehende Verwaltungs- und Planungsstrukturen einfügt, ohne die lokale Eigeninitiative zu beschränken.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Projekt wird durch Kooperationen mit der Stadt Hannover und lokalen Akteur:innen langfristig in kommunale Strukturen eingebunden. Dazu gehören formalisierte Vereinbarungen zur Mitgestaltung öffentlicher Flächen und die Verankerung des Bürgerforums als beratendes Gremium. Die Finanzierung basiert auf einem Mix aus selbsttragenden Nutzungsmodellen, öffentlichen Fördermitteln, und kommunaler Unterstützung, um eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Nutzung zu sichern.