Büro der Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Franziska Faust
| Funktion | Leitung Jugendhaus |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schnittstelle der Jugendarbeit, die mobil im Quartier Beratung anbietet oder als Ideengeber fungieret
Projektbeschreibung
Das Büro der Zukunft stellt einen wichtigen Knotenpunkt zwischen dem Rathaus, dem Jugendhaus, den Familien und den Fachberatungsstellen dar. In der Stadt Twistringen gibt es im Jugendhaus einen Ort, wo Jugendliche zwar einen Ansprechpartner haben, durch den Alltag aber oft wenig Zeit für intensive Beratung oder Begleitung bleibt. Wir können dort nur an Azubi-Point verweisen, die vor allem Ausbildungsplätze vermitteln. Viele Themen laufen hier auf, die eigentlich eine intensivere Begleitung nötig hätten. Die Fachberatungsstelle zur Prävention von sexueller Gewalt "Papillon" des Landkreises hat teilweise 3-6 Monate Wartezeiten, der Bedarf ist groß. Junge Eltern auch mit Migrationshintergrund sind oft überfordert. Deshalb benötigen wir dringend einen Knotenpunkt zwischen den sozialen Akteuren, sowie eine aufsuchende Hilfe, die auch Ehrenamtliche unterstützt.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Jugendhaus liegt zwischen einigen Gebäuden, unter anderem, die zum so genannten "sozialen Brennpunkt" gehören. Das heißt, hier sind Menschen, die eine Unterkunft aus verschiedenen Gründen gestellt bekommen. Diese geografische Lage ist auch ein Abbild, dass Jugendliche in Twistringen die Bandbreite der Bevölkerung darstellen. Die Jugendlichen kommen zu 90 Prozent aus der Haupt- und Realschule in der wenige Eltern gebürtig aus Deutschland kommen. Diese Schule und das Jugendhaus sind ein wichtiger Bestandteil der Integration. Das Jugendhaus hat einen wichtigen Standort dazwischen. Zwischen Sportplatz, dem Vereinsleben, dem sozialen Brennpunkt und dem Spielplatz. Ca. 30 verschiedene Jugendliche mit versch. ethnischen Hintergünden gehen hier täglich ein und aus. Die Themen sind sehr breit gefächert. Mobbing, bis Ausbildungsplatzsuche, Krisen mit Eltern, Konflikte aus verschiedensten Gründen sind Alltag. Auch die Herkünfte spielen immer wieder eine Rolle. Auch der Bedarf der Eltern ist da, allerdings kennen die SozialarbeiterInnen kaum ein Elternpaar. Die Gewaltpräventionsstelle zu sexualisierter Gewalt beschreibt, dass sehr viele Eltern überfordert sind und allgemein der Umgang mit Jugendlichen schwierig geworden ist. Vandalismus ist im Stadtgebiet ein Thema. Die Idee ist, durch diese Beratungsstelle auch den Kontakt zu Eltern herzustellen, raus zu gehen, Ehrenamtliche zu coachen, wie sie mit Jugendlichen in den Kontakt kommen können. Ansprechpartner zu haben, die sichtbar sind im Stadtgebiet. Das Rathaus ist für viele eine Hürde, der Beratungsbedarf oder Handlungsbedarf aber groß.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Twistringen Kernstadt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten in unserem Kernstadtgebiet übergreifend mit versch. Zielgruppen, vor allem Familien in einen Dialog treten.
Dabei geht es uns darum, Potentiale der Gegend zu erkennen und zu stärken. Durch den Dialog soll auch Prävention statt finden, während verschiedene Akteure (Beratungsstelle, Rathaus, Azubi-Point, Ehrenamtliche) zusammen wirken.
Durch die Kommunikation sollen die Interessen der BürgerInnen und Bürger aufgegriffen werden und ein Raum ermöglicht werden, sich selbst wirksam zu erfahren.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unsere Jugendarbeit befindet sich im Umbruch. Eine Kollegin ist langzeiterkrankt, eine geht nächstes Jahr in Rente. Das neue Team ist nur eine Stelle. Aus diesem Grund braucht es die Sichtbarkeit von Bedarfen, um nachhaltig mit Politik in einen Dialog zu gehen und eine neue Stelle zu schaffen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 QB: Gemeinsam anstatt einsam - Gemeinschaft stärken - Vielfalt (er)leben!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Buka
| Funktion | Sozialpädagogin - Beratungsservice |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam anstatt einsam!
Projektbeschreibung
Unter dem gemeinsamen Dach des Landkreis Gifhorn werden zwei innovative Projekte der ressourcenübergreifenden Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Die Projekte Quartiersbeirat:“ Wir füreinander im Quartier…e.V.“ (Oststadt) sowie am Campus Süd der Stadt Gifhorn profitieren von der ideellen Unterstützung und strategischen Einbindung des Landkreises (LK).
Die Projekte arbeiten eigenständig vor Ort und werden durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachlichen Austausches miteinander verbunden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die Gemeinwesenarbeit gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Landkreis beiträgt.
Beide Initiativen arbeiten eng mit der Wohnungswirtschaft (GWG) zusammen. Außerdem bestehen im Fall des Campus Süd zusätzliche Kooperationen vor Ort, wie z.B. mit der KVHS und der BBS 1 des LK. Bei dem QB als Bürgervertretung mit der Kirche im Paulus und Kalem e.V. zusammen. Der Q-Beirat ist dabei eine Selbsthilfeorganisation als Sprachrohr der Bewohner*innen zur Verwaltung, Politik und Wirtschaft mitten drin und eingebunden.
Die Stadt Gifhorn ist ein Mittelzentrum mit rund 44.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 10 J. stetig angestiegen. In den Projektquartieren leben zu 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund, 1/3 sind Senioren. Zudem gehört Gifhorn zu den drei Ballungszentren in Niedersachen mit dem höchsten Anteil von zugezogenen (Spät)aussiedlern in den 90er Jahren.
Der Arbeitsschwerpunkt in den Quartieren ist, Begegnungen und Engagement zu ermöglichen, um Einsamkeit und Vorurteilen zu begegnen. Es geht darum, vielfältige Gruppen zusammenzubringen, so dass sich die Menschen vor Ort kennenlernen und füreinander in basisdemokratischen Selbsthilfeprozessen engagieren.
Dafür wird eine umfassende Geh-Struktur in Verbindung mit einem breitgefächerten Bildungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Dabei sollen die Angebote alle Bewohner* innen in den Quartieren erreichen.
Der Aufbau einer Gemeinwesenarbeit mit Projektfonds, wäre der wesentliche und notwendige Schritt zur Schaffung bedarfsgerechter und nachhaltiger Angebote hin zu einer zusammenhaltenden starken Gemeinschaft und zur Verbesserung der Lebenssituationen.
Identifikation mit den Quartieren soll sich erhöhen und so z.B. auch Vandalismus und Gewalt eindämmen.
Laufzeit
2026-03-18 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier ist ein sozial benachteiligtes Brennpunktgebiet. Sozialwohnsiedlungen der 1960er/70er Jahre in städtischer Randlage mit vorhandenen Schichtwohnungsbaucharakter. Ehemals Zonenrandgebiet. 90er Jahre vornehmlich Zuzug von (Spät)Aussiedlern, danach heterogene Durchmischung jedoch oft mit Bewohner-/innen mit Migrationshintergrund. Seit 2015 vermehrter Zuzug von Geflüchteten aus Syrien, später aus der Ukraine zu verzeichnen. Vergleichbare hohe Einwohnerdichte von 5153 Pers. im 1 km Radius , ca. 1/3 Flüchtlings/Migrationshintergrund mit 76 versch. Nationalitäten, überwiegend ohne dt. Staatsangehörigkeit. Senioren ab 60 J. sind ebenfalls ca. 1/3 vertreten, ins Rentenalter kamen im Laufe des vergangenen Jahres 27,13 % dazu.
Wohn- und Schlafstadtteil, kaum gewerbliche Arbeitsplätze, schwach ausgeprägte Dienstleistungsangebote z.T. wenig soziale Infrastruktur, "Jugendtreff" 1x mtl. mit Anmeldung. Das Gebiet mit einen Radius v. ca. 1 km, hat nur 1 Kiga. In bestimmten Bereichen sichtbare Vernachlässigung im öffentlichen Raum (Vandalismus/Beschädigungen, Vermüllung), Drogenkonsums sowie öffentlich ausgetragene Konflikte unter Gruppen, mindern das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung. Ausgeprägte Sprachbarrieren und Vorbehalte erschweren das Zusammenleben, Gedankengut des Populismus ist zunehmend etabliert, einsamen Menschen gelten als empfänglich. Generationenübergreifende Treffpunkte fehlen. Teilhabe wird durch Sprachdefizite zunehmenden erschwert. Aufbau von Nachhaltigkeit, Pflege des Quartiers, Beteiligungskultur, Vernetzung relevanter Akteure, dauerhafte Strukturen für Information in die Bevölkerung, Kooperation wird dringen durch Umsetzung /Start von GWA benötigt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Handwerkerviertel (1.
Schwerpunktgebiet): Dannenbütteler Weg, Bahnschienen, Osttangente, Natur (2443 EW) Blumenviertel:
Dannenbütteler Weg, Osttangente,
Lehmweg, Calberlaher Damm (2710 EW)
Einwohnerzahl
5153
Quelle / Anmerkungen
EMA Stadt Gifhorn Stand: 25.03.2024
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Der Landkreis Gifhorn gehört zu den
drei in Niedersachsen meist
betroffenen Kreisen mit dem
höchsten Anteil an zugezogenen
(Spät-)Aussiedler/-innen. Besonders
war das Stadtgebiet Gifhorn und drei
weitere Gemeinden betroffen.
Genaue Zahlen für das Stadtgebiet
kann das EMA der Stadt Gifhorn nicht
erheben und damit auch nicht vom
Projektgebiet. Die Zuständigkeit der
Erhebung liegt beim Nds. Ministerium
für Inneres und Sport -
Forschungsbericht der BAMF -
Bereich Spätaussiedler. Im
Niedersächsischen Bericht von 2018
gehören wir zum Bereich
Ostniedersachsen hier ist der
höchste Anteil von Aussiedler/innen
an der Bevölkerung mit
Migrationshintergrund mit 30,8 % in
2016 angegeben. Einzelne
Stadtgebiete werden nicht
ausgewiesen. An der
Gesamtbevölkerung dieses Bezirks
ist der Anteil an (Spät-
)Aussiedler/innen 6%. In einem
offiziellen Projektbericht "Integration
jugendlicher Spätaussiedler durch
event- und outdoororientierte
Naturschutzbildungsmaßnahmen"-
Detaillierte Ausführungen zum
Projekt sind in dem Abschlussbericht
von Dirk Rößner zu finden: HABITAT
Nr. 17 wird der Landkreis Gifhorn als
Ballungszentrum mit einem Anteil an
(Spät-)Aussiedlern/-innen von 10%
benannt. Laut EMA Stadt Gifhorn
Stand: 25.03.2024 - Blumenviertel
32,73 % 1. Staatsangehörigkeit nicht
deutsch (887 von 2710 Personen)
plus 4,94 % 2. Staatsangehörigkeit
nicht deutsch (134 von 2710
Personen) = 37,67 %. Im
Handwerkerviertel 25,99 % mit 1.
Staatsangehörigkeit nicht deutsch
(635 von 2443 Personen) plus 4,42 %
2. Staatsangehörigkeit nicht deutsch
(108 von 2443 Personen) = 30,41%
Gesamt: ca. 34,23 % Personen mit
Migrationshintergrund, unabhängig
der Staatsangehörigkeit ohne
Personen die im Ausland geboren
sind.
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Senioren ab 60 Jahre im Verlauf des
Jahres leben laut EMA Stadt Gifhorn
vom 25.03.2024 im
Handwerkerviertel (HV) 965 von
2443 Personen ab 60 Jahre 39,5 %
und im Blumenviertel (BV) leben 810
von 2710 Personen ab 60 Jahre 29,89
%. Im gesamten Gebiet ergibt ein
Prozentsatz von 34,445 %. Der
Landkreis Gifhorn hatte im Jahr 2019
einen Altenquotienten von 34,11 %
bei Menschen von 65 Jahren und
älter, Niedersachsendurchschnitt war
37,5 %.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut EMA Stadt Gifhorn Stand:
25.03.2024 - Im Blumenviertel sind
von 2710 Einwohner/-innen 631 ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(19,44%) Im Handwerkerviertel sind
vom 2443 Einwohner/innen 371 ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(15,186 %). Auf die
Gesamtbewohnerzahl von 5153
Einwohner/-innen zu 1002 Personen
ohne deutsche Staatangehörigkeit
ergibt das einen Gesamtprozentsatz
von 19,44 %. Laut Sozialbericht des
Landkreises Gifhorn von 2021 war
der Ausländeranteil am 31.12.2020
in der Stadt Gifhorn 9,94 %. Im Land
Niedersachsen sind es 2020 - 9,7 %.
Infolge des Angriff Russlands auf die
Ukraine am 24. Februar 2022 haben
sich die Flüchtlingszahlen und damit
der Ausländeranteil erhöht, können
so aktuell nicht verglichen werden.
Aktuelle Zahlen aus dem Stadtgebiet
wurden angefragt und können
nachgereicht werden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietseinheiten.jpg
(74.72 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
QM/Verwaltung+ GWG arbeiten eher auf der Akteursebene während GWA+ QB eher auf Bewohnerebene arbeiten.
Unter dem gemeinsamen Dach des LK, dessen strategische Einbindung sollen die zwei GWA der Stadt und der Bürgervertretung umgesetzt, durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachl. Austausches miteinander verbunden werden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die GWA gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der soz. Infrastruktur beiträgt. Mit der Gründung des QB als gem. e.V. soll nun parallel mit dem Projekt: Gemeinsam anstatt einsam – Gemeinschaft stärken – Vielfalt (er)leben! die notwendige GWA ergänzend vor Ort aufgebaut, der Beirat in seiner Arbeit unterstützt werden. Dabei stehen die Bewohner*innen in der GWA als mündige Bürger mit ihren Bedarfen und Stärken im Mittelpunkt. Projekte werden gemeinsam entwickeln und in unterstützenden Selbsthilfeprozessen umgesetzt. Die relevanten Akteure arbeiten dabei Hand in Hand vor Ort im zeitnahem Austausch. Das Q-Büro bietet niedrigschwellige Ansprechpartner vor Ort. GWA hört, vermittelt, unterstütz + begleitet die Menschen + ihren Beirat. Dieses bereitet den Weg zu einem Paradigmenwechsel von präventiver Hilfe zur Förderung von selbst organisierten guten Nachbarschaften unter dem strukturellen Dach 2er zusammenarbeitenden Verwaltungen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
GWA und Beirat als e.V. ermittelt und vertritt, fördert die Interessen der Menschen
Kriterium
Beschreibung
Der Verein ist entstanden, bekannt und besteht aus Ehrenamtlichen und Fachberatern, die über die Projektauswahl mit GWA entscheiden
Kriterium
Beschreibung
Ergebnisse der Sozialraumanalyse, Kompetenzatlas liegen vor, Q-Büro wird als Netzwerkknoten vor Ort genutzt, Q-Beirat arbeitet überwiegend selbständig und nutzt die vorhandenen Strukturen
Kriterium
Beschreibung
Vorhandenen Ressourcen werden genutzt, Potenziale erkannt und ausgebaut zum Zusammenhalt aller Menschen im Quartier
Beschreibung
Zusammenarbeit mit anderen Fachämtern, Wirtschaft, Handwerk, Politik sowie anderen relevanten Akteuren und Kooperationspartner ist durch ein Fachamt / Koordinierungsstelle /AK /Beiratssitzungen sicher gestellt.
Beschreibung
Teilnahme an Bündnis für Familie, AK-Soziale Stadtentwicklung Stadt Gifhorn erfolgt sowie Aufbau von Kooperationen und eigene Netzwerktreffen mit Bewohner-/innen, Politik, Schnittstellen Verwaltung, Wirtschaft und relevanten Akteuren wenn nötig
Kriterium
Beschreibung
Begegnungsorte wurden aufgebaut, Nachbarschaftstreffen sind entstanden, Nachbarschaftshilfe wurde aufgebaut, WinWin-Partnerschaften haben sich gebildet.
Beschreibung
Begegnungsorte auch außerhalb von Öffnungszeiten des Quartiersbüros u.a. Zentren im Quartier bedarfsorientiert genutzt werden, zum Beispiel auf Brachflächen
Kriterium
Beschreibung
Ressourcenübergreifende Fachstellte mit kommunalen Länderaustausch, in Anbindung der Freiwilligenarbeit die Projekte mit unterstützen, sich austauschen und so neue Wege und Perspektiven zum Zusammenhalt gehen zu können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landratsbüro mit Ehrenamtsbeauftrage/Demokratie leben! FB Soziales – Beratungsservice Soziales mit Seniorenstützpunkt (teilweise Übernahme QM), Stadt Gifhorn, Seniorenbeirat, Gleichstellungsbeauftragte Stadt* LK, Stabst. Integr. /Ausländerbeauftragte, JC
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Gifhorn e.V., Theaterverein Gifhorn, Chor Melodie - Landmannschaft der Spätaussiedler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeit- und Bildungszentrum Grille (FBZ), DRK Familienbüro, Schwimmbad Allerwelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Dachstiftung Diakonie Freiwilligenzentrum und Mehrgenerationshaus, Gifhorn hilft e.V., Kümmern e.V., Stellwerk e.V., Wohlfahrts- und Sozialarbeit DRK - QM und Freiwilligenkoordinatorin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kalem e.V., Queeres Netzwerk GF e.V., Aktiv für Menschen e.V. Ukrainehilfe (Nähen), TTC-Club Gifhorn, MTV Gifhorn, SV Gifhorn (über Kalem e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BBS I, Kreismusikschule (über Stadt Gifhorn Bildungscampus), KVHS Landkreis Gifhorn (u.a. niedrigschwellige Ausbildung für Ehrenamtliche)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paulusgemeinde mit Projekt FamziP (Familienzentrum im Paulus) als stärkster Projektpartner, Friedenskirche mit Cafe Oase, St. Alfrid mit Cafe Aller und Weltladen, Jugendwerkstatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gmyrekstiftung, Sparkassenstiftung, Leifertstiftung, Türkischer Laden vor Ort im Quartier, RS Autoteile GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GWG (Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft) als stärkster Kooperationspartner und Unterstützer direkt vor Ort
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigene Quartierszeitung, Informationsfahrrad und Website mit App in Aufbau, Aller Zeitung, Braunschweiger Zeitung, KNUT, GWG Zeitschrift
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD - Mehrere führende Politiker auf kommunaler Ebene - Politische Fürsprecher durch Informationsaustausch und Mitglieder des Vereins sowie unterstützender Vorstand und Landrat des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hr B. Fahrradwerkstatt, Hr. SL. Technikbotschafter, Fr., Ö. Formularhelferin/Integrationslotsin, Engagementlots/-in Hr B./ Fr.. Z., Hr. A. (Mutmachbeauftragt), Hr. S. Flüchtlingsarbeit), Fr. Sch Nachbarschaftschor, Frau M. Nachbarschaftstreff, Hr. W. Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bündnis für Familie, AK Soziale Stadtentwicklung, Team Engagementlotsen, Nachbarschaftshilfe Genossenschaft Hehlenriede eG.(Nachbarort Isenbüttel), Freiwilligenakademie Nds., LAG
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird vom Landrat, Vorstand FB 5 Soziales des LKGF gewünscht, ideell wie strukturell unterstützt sowie von der Stadt GF. Kein Budget vorhanden. Der Aufbau wurde von der Wohnungswirtschaft, Ministerium, Privat unterstützt, teilw. mit Deckungsring LK. Ziel ist eine ressourcenübergreifende Fach-/Koordinierungsstelle, in der notwendigen nachhaltige Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Der Q-Beirat ist als Verein gebildet und wird zusätzliche Fördermittel für den Projektfonds beantragen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Medienstark und gesund im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
David Salim
| Funktion | geschäftsführender Gesellschafter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
- Beteiligung stärken · Gesundheit fördern · Strukturen verbinden -
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt Beteiligung, Orientierung und soziale Vernetzung im Stadtteil Eversten durch den Aufbau einer niedrigschwelligen Ansprech- und Vernetzungsstruktur. Ausgangspunkt ist die Zusammenarbeit mit Integration e.V. als lokal verankertem Akteur, über den zentrale Zugänge zu Bewohner:innen im Quartier bestehen, die bestehende Zugangs- und Beteiligungslücken im Projektgebiet sichtbar machen und über Netzwerke erweitert werden. Im Zentrum steht ein partizipativer Ansatz, der analoge Beteiligungsformate mit digitaler Unterstützung verbindet. Aufbauend auf der Erfahrung mit projektbasierten Formaten wie Hackathons werden diese gezielt in den Sozialraum übertragen. Bewohner:innen entwickeln eigene Ideen für ihr Quartier und durchlaufen exemplarisch Beteiligungsprozesse – von der Formulierung eines Anliegens über die gemeinsame Priorisierung bis hin zu ersten Umsetzungsschritten und der Identifikation relevanter Ansprechpersonen. Gleichzeitig dienen diese Formate der kontinuierlichen Bedarfserhebung: Themen und Herausforderungen werden im direkten Austausch sichtbar gemacht, gemeinsam reflektiert und sowohl vor Ort als auch digital dokumentiert. Beteiligung und Bedarfserhebung greifen dabei ineinander und bilden die Grundlage für die Entwicklung konkreter Maßnahmen im Quartier. Beteiligung wird so nicht abstrakt vermittelt, sondern praktisch erfahrbar gemacht. Dadurch entstehen Orientierung, Selbstwirksamkeit und ein Verständnis dafür, wie Mitgestaltung im eigenen Lebensumfeld funktioniert. Indem Teilnehmende lernen, Informationen einzuordnen, Optionen abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, wird zugleich ihre Fähigkeit gestärkt, sich sicher im Alltag zu orientieren und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Förderung digitaler Gesundheitskompetenz und somit zur Stärkung demokratischer Handlungsfähigkeit im Quartier. Die Plattform „Take Your Space“ ergänzt diesen Prozess als digitale Struktur: Sie dokumentiert Themen und Entwicklungen, ermöglicht Rückmeldungen und schafft Anschlussmöglichkeiten über einzelne Formate hinaus. Analoge und digitale Beteiligung werden so zu einem fortlaufenden Beteiligungsraum verbunden. Durch die Qualifizierung von Multiplikator:innen werden Bewohner:innen und lokale Akteure befähigt, eigene Formate umzusetzen und als Brücken zwischen Quartier, Einrichtungen und Verwaltung zu wirken. So entstehen tragfähige Strukturen, die Beteiligung langfristig im Quartier verankern.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Rückmeldungen aus der Praxis durch den lokal verankerten Träger Integration e.V. zeigen, dass in Eversten (Bezirk 5b - 551) trotz bestehender Angebote viele Bewohner:innen vorhandene Strukturen nur eingeschränkt nutzen, weil Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten nicht als zusammenhängendes System wirken. Besonders für Menschen mit Zuwanderungs- und Fluchtgeschichte bestehen zusätzliche Hürden. Sprachliche Barrieren, fehlende Orientierung und Unsicherheiten im Umgang mit Institutionen führen dazu, dass Angebote nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Dies betrifft auch den Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten im digitalen Raum, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Digitale Medien prägen Informationsverhalten, Entscheidungsprozesse und gesellschaftliche Teilhabe. Studien zur digitalen Gesundheitskompetenz zeigen, dass Unsicherheiten im Umgang mit Informationen, Desinformationen und digitalen Belastungen insbesondere bei sozial benachteiligten Gruppen stärker ausgeprägt sind. Geringe Gesundheitskompetenz wirkt sich damit nicht nur auf Wohlbefinden und Stressverarbeitung aus, sondern beeinflusst auch Teilhabe und Beteiligung im Quartier. Wer Informationen schwer einordnen kann oder sich im digitalen Raum unsicher fühlt, zieht sich eher zurück und nutzt vorhandene Strukturen weniger. Gleichzeitig entsteht Gesundheitskompetenz im Zusammenspiel mit Selbstwirksamkeit, sozialer Einbindung und aktiver Beteiligung. Es besteht daher Bedarf an Formaten, die diese Zusammenhänge im Quartier aufgreifen, Zugänge verbessern und Bewohner:innen darin stärken, sich sicher zu orientieren, informierte Entscheidungen zu treffen und ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Eversten - Siehe Kartenausschnitt (Blockgruppe 551 aus Siedlungsbereich 5b)
Beschreibung
Der gewählte Projektraum befindet sich im Stadtteil Oldenburg-Eversten und umfasst einen klar abgrenzbaren Teilbereich des statistischen Bezirks 5b (Statistikraum 551). Ausgangspunkt ist der Bereich rund um den lokal verankerten Träger Integration e.V. (Eichenstraße), der als bestehender Anlaufpunkt mit direkten Zugängen zu zentralen Zielgruppen im Quartier fungiert.
Das Gebiet erstreckt sich entlang des umliegenden Wohnraums südlich der Edewechter Landstraße und ist durch eine zusammenhängende Wohnbebauung mit mittlerer bis hoher Einwohnerdichte geprägt. Die Abgrenzung erfolgt dabei nicht ausschließlich administrativ, sondern orientiert sich bewusst an bestehenden sozialen Bezügen, Zugängen und tatsächlichen Bewegungsräumen der Bewohner:innen.
Die Wahl des Gebietes basiert auf der Kombination aus vorhandenen Zugängen über Integration e.V., einer heterogenen Bevölkerungsstruktur sowie erkennbaren Bedarfen hinsichtlich Orientierung, Beteiligung und Vernetzung im Quartier. Bestehende Angebote sind vorhanden, werden jedoch nicht durchgängig erreicht oder als zusammenhängend wahrgenommen.
Das Gebiet eignet sich daher in besonderer Weise für den Aufbau einer niedrigschwelligen, sozialraumorientierten Struktur, die bestehende Angebote verbindet, Bedarfe sichtbar macht und Beteiligung im direkten Lebensumfeld stärkt. Die statistische Einordnung und Bewertung erfolgt auf Grundlage der Daten für den Siedlungsbereich 5b bzw. Bezirk 5 und wird auf den konkreten Teilraum übertragen.
Im Vergleich zur Gesamtstadt Oldenburg zeigt das Projektgebiet in mehreren Indikatoren (u. a. Migrationsanteil, Transferleistungsbezug und Bevölkerungsstruktur) leicht überdurchschnittliche Werte, die auf spezifische Anforderungen an Zugänge, Orientierung und Beteiligung im Quartier hinweisen.
Einwohnerzahl
4100
Quelle / Anmerkungen
https://www.oldenburg.de/startseite/politik/verwaltung-finanzen/statistik/statistische-daten-online/bevoelkerung.html
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.oldenburg.de/fileadmin/oldenburg/Benutzer/Dateien/40_Stadtplanungsamt/402_Geoinformation_und_Statistik/Statistik/0228-2024-az.pdf
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.oldenburg.de/startseite/politik/verwaltung-finanzen/statistik/statistische-daten-online/bevoelkerung.html
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.oldenburg.de/startseite/politik/verwaltung-finanzen/statistik/statistische-daten-online/bevoelkerung.html
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es an den Lebenslagen, Interessen und Ressourcen der Menschen im Quartier ansetzt und deren Handlungsfähigkeit sowie Beteiligung stärkt. Ausgangspunkt ist die direkte Arbeit im Sozialraum, insbesondere über den lokal verankerten Akteur Integration e.V., von dem aus weitere Zielgruppen, Orte und Netzwerke im Stadtteil erschlossen werden.
Im Mittelpunkt steht die Aktivierung und Einbindung von Bewohner:innen: Bedarfe werden gemeinsam sichtbar gemacht, priorisiert und in konkrete Maßnahmen überführt. Dabei geht es nicht nur um die Umsetzung einzelner Angebote, sondern um die Stärkung von Selbstorganisation, Mitgestaltung und gemeinschaftlicher Problembearbeitung im Quartier.
Zugleich übernimmt das Projekt zentrale Funktionen des Quartiersmanagements, indem es bestehende Strukturen verbindet, Informationen bündelt und den Austausch zwischen Bewohner:innen, lokalen Einrichtungen und kommunalen Akteuren unterstützt. Es wirkt als niedrigschwellige Schnittstelle, die Orientierung bietet, Zugänge erleichtert und Kooperationen im Quartier stärkt.
Durch die Kombination aus aufsuchender Arbeit, Beteiligungsformaten, Multiplikator:innen-Ansatz und digitaler Unterstützung entsteht eine belastbare Struktur, die langfristig im Quartier verankert werden kann und über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfaltet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn stabile Kooperationen mit lokalen Organisationen bestehen, regelmäßige gemeinsame Aktivitäten stattfinden und Multiplikator:innen eigenständig Angebote umsetzen sowie neue Akteure kontinuierlich eingebunden werden.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Teilnehmende und lokale Akteur:innen eigenständig Formate durchführen, Inhalte weitergeben und Angebote im Quartier ohne direkte Projektsteuerung fortführen.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn regelmäßige Austauschformate stattfinden, neue Begegnungsräume entstehen und sich Kommunikation, Vertrauen und Zusammenarbeit im Quartier sichtbar verbessern.
Beschreibung
Erreicht, wenn Angebote unterschiedliche Zielgruppen einbeziehen, generationenübergreifender Austausch stattfindet und gemeinsame Lösungsansätze im Quartier entwickelt werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
OFZ – Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Ammerländer Heerstr. 114-118, D-26129 Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Yezidische Gemeinde – Yezidisches Forum e. V., Eidechsenstraße 19, 26133 Oldenburg-Kreyenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Staakenweg, Staakenweg 7, D-26131 Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Eversten, Lerigauweg 58, 26131 Oldenburg (Oldb)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
amfn e. V. (Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen), Kurt-Schumacher-Str. 29, 30159 Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gymnasium Cäcilienschule, Haarenufer 11, 26122 Oldenburg (Oldb)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Eversten, Brandsweg 50, 26131 Oldenburg (Oldb)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugend – und Familienhilfe Oldenburg, Bloherfelder Str. 91, 26129 Oldenburg (Oldb)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Qualifizierung von Multiplikator:innen und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Schulen und der Universität werden Strukturen aufgebaut, die eine eigenständige Weiterführung im Quartier ermöglichen. Die digitale Plattform stellt Materialien (OER), Angebote, Bedarfe und Methoden dauerhaft bereit. Zudem besteht bereits ein LOI mit dem Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtentwicklung Hannover zur perspektivischen Übertragung in kommunale Strukturen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam aktiv in Friedeburg - Ideen leben, Zukunft gestalten.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabrina Feldmann
| Funktion | Sozialarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Potentiale nutzen, Menschen aktivieren, Gemeinschaft stärken.
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gemeinschaft im ländlichen Raum Friedeburg nachhaltig zu stärken. Fundament bildet ein bereits bestehendes, funktionierendes Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie ein hohes Potenzial, dieses Engagement weiterzuentwickeln und auszubauen. Gleichzeitig sollen gezielt auch Menschen erreicht werden, für die gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung bisher schwer zugänglich sind. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen und Engagementpotenziale frühzeitig zu nutzen und zu stärken, bevor sie verloren gehen.
Das Projekt setzt dabei drei zentrale Schwerpunkte:
1. Aktivierung der Bevölkerung:
Menschen werden gezielt angesprochen und aktiviert – insbesondere diejenigen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben oder sich nicht angesprochen fühlen. Vorhandene Potentiale werden gezielt aufgegriffen und genutzt, um Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden. Durch Begleitung, persönliche Ansprache, aufsuchende Arbeit und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten werden sie unterstützt, eigene Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich im Gemeinwesen zu organisieren.
2. Orte schaffen:
Der Jugend- und Sozialtreff wird zu einem offenen, einladenden Begegnungsort weiterentwickelt. Eine wertschätzende, niedrigschwellige Treffpunktkultur schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten und senkt Hemmschwellen für Beteiligung.
3. Strukturen etablieren:
Es werden verlässliche Engagement- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut. Vereine, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger werden ortsübergreifend vernetzt, um vorhandene Ressourcen gemeinsam zu nutzen und Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig werden die vorhandenen Sozialarbeiterinnen durch gezielte Weiterbildung im Bereich Gemeinwesen qualifiziert, um nachhaltige Strukturen professionell zu begleiten.
Ziel ist es, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich in Gruppen organisieren und Engagement zunehmend selbst tragen. So entstehen tragfähige Gemeinschaftsstrukturen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum Friedeburg langfristig stärken und zu einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Friedeburg ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde mit mehreren kleinen Ortschaften und dörflichen Strukturen. Diese sind geprägt von gewachsenen Gemeinschaften, die jedoch für neue Impulse und Menschen teilweise schwer zugänglich sind. Gleichzeitig erschwert eine eher zurückhaltende, teilweise verschlossene Haltung, neue Menschen einzubinden und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.
Neben dem demografischen Wandel nehmen Einsamkeit und gesellschaftliche Spaltung zu. Begegnung und Austausch werden weniger, wodurch der gesellschaftliche Zusammenhalt geschwächt wird. Gerade im ländlichen Raum besteht die Herausforderung, Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig besteht ein bereits funktionierendes Netzwerk aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für eine offene und solidarische Gemeinschaft in Friedeburg einsetzen. Dieses Potenzial gilt es aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Es bedarf einer professionellen Begleitung, damit Engagement nicht vereinzelt bleibt oder verpufft.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, auch Menschen zu erreichen, die bisher keinen Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben. Es gilt, Wege zu finden, diese zu aktivieren und einzubeziehen.
Das Projekt setzt hier an, schafft Begegnung, stärkt Beteiligung und entwickelt gemeinsam mit den Engagierten tragfähige Strukturen für ein starkes Gemeinwesen – denn gemeinsam kann mehr erreicht werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Friedeburg- Gesamte Flächengemeinde mit den einzelnen Ortschaften
Beschreibung
Das Projekt umfasst die gesamte Flächengemeinde Friedeburg. Zentrale Anlaufstelle ist der Jugend- und Sozialtreff, von dem aus Angebote und Strukturen in alle Ortsteile wirken.
Einwohnerzahl
10559
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es Menschen aktiv dazu befähigt, ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Im Mittelpunkt steht die Aktivierung der Bevölkerung durch niedrigschwellige Zugänge, offene Begegnungsorte und Beteiligungsformate, die es ermöglichen, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Gemeinwesenarbeit orientiert sich dabei bewusst nicht an klassischen Zielgruppen, sondern an den Interessen und Werten der Menschen. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher sozialer Lebenslagen zusammenzubringen und insbesondere auch diejenigen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Angeboten hatten.
Durch die Qualifizierung der Mitarbeitenden und den Aufbau verlässlicher Engagement- und Beteiligungsstrukturen werden Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Die Gemeindesozialarbeit übernimmt dabei eine aktivierende und begleitende Rolle.
So werden Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt. Menschen werden ermutigt, ihr Gemeinwesen aktiv mitzugestalten und gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen und Stärken im Gemeinwesen werden aktiv genutzt. Menschen bringen Fähigkeiten ein, vernetzen sich und setzen gemeinsam eigene Projekte um. Ressourcen werden sichtbar und gemeinschaftlich getragen.
Kriterium
Beschreibung
Projekte und Angbeote werden von verschiedenen Zielgruppen gemeinsam gestaltet und angenommen. Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Lebenslagen entstehen regelmäßig.
Beschreibung
Regelmäßige Treffen des Engegementnetzwerks, Institutionen planen Angebote zusammen, neue Projekte entstehen in der Zusammenarbeit mit Engagierten, Vereinen und Institutionen..
Kriterium
Beschreibung
Menschen werden aktiviert, eigene Ideen umzusetzen und verantwortung zu übernhemen. Besonders schwer erreichbare Menschen bringen sich ein und werden selbst tätig. Ziel ist Empowerment statt Angebotsnutzung.
Kriterium
Beschreibung
Menschen organisieren sich eigenständig. Es entstehen Strukturen, die Selbstorganisation ermöglichen und langfristig in der Gemeindesozialarbeit verankert sind.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt verfolgt einen gesamtkommunalen Ansatz, idem es alle Ortsteile und Akteure miteinander vernetzt und gemeinsame Strukturen für die gesamte Gemeinde schafft.
Kriterium
Beschreibung
Der modernisierte Jugend- und Sozialtreff ist ein Ort der Begegnung und Beteiligung. Diese Infrastruktur stärkt Engagement, vernetzt Akteure und ist langfristig im gesamten Gemeinwesen nutzbar. ,
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita Glockenturm, Mediothek Friedeburg, Waldfreibad Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Horsten, TSV Marx, "Ich schenke Dir Zeit-Gruppe"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Friesland-Wittmund, Grundschule Horsten, SAAF
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Horsten, Kirchengemeinde Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte aus unterschieldichen Bereichen, die sich themenbezogen vernetzen für gemeinsame Projekte.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die im Projekt aufgebauten Strukturen werden langfristig in die Gemeindesozialarbeit Friedeburg integriert. Die Begleitung erfolgt dauerhaft durch vorhandenes Personal, während Engagement zunehmend von Bürgerinnen und Bürgern selbst getragen wird. Eine Sozialarbeiterin absolviert im Projektverlauf eine Weiterbildung im Bereich Gemeinwesenarbeit. Die dort erworbenen Kenntnisse u.a. zu aktivierenden Methoden werden gezielt in die Praxis übertragen und weitergegeben.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
SUWI - Stadtteilladen im Suthwiesenviertel (Weiterentwicklung Gemeinwesenarbeit)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lennart Helm
| Funktion | Leiter Geschäftsstelle |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Suthwiesenviertel
Projektbeschreibung
Der Stadtteilladen SUWI im Suthwiesenviertel in Salzgitter-Lebenstedt hat sich seit Beginn der Förderung als zentraler Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers etabliert. Ziel des Projektes ist es, Begegnung zu ermöglichen, Beteiligung zu stärken und die Lebensqualität im Stadtteil gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu verbessern.
Das Quartier ist geprägt von einer hohen sozialen Belastung, einem überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie einem hohen Anteil von Familien, die Transferleistungen beziehen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Orte der Begegnung und Beteiligung. Der Stadtteilladen bietet daher einen offenen und barrierearmen Treffpunkt, in dem Beratung, Begegnung, Bildung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden.
In den vergangenen Jahren konnten stabile Netzwerke mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, sozialen Trägern und der kommunalen Verwaltung aufgebaut werden. Das Stadtteilzentrum bietet unter anderem offene Treffangebote, Beratungs- und Unterstützungsangebote, Bildungs- und Freizeitangebote sowie Beteiligungsformate für Bewohner:innen. Besonders wichtig ist dabei die Aktivierung der Menschen im Quartier, damit sie eigene Ideen entwickeln und Verantwortung für ihren Stadtteil übernehmen.
Im Folgeprojekt soll die Gemeinwesenarbeit im Quartier weiterentwickelt und verstetigt werden. Schwerpunkte sind die stärkere Beteiligung der Bewohner:innen an der Gestaltung des Stadtteils, der Ausbau von Kooperationen im Quartier sowie die Förderung von sozialen und interkulturellen Begegnungen. Perspektivisch sollen niedrigschwellige Angebote zur Unterstützung im Alltag von Familien, Frauen, älteren Menschen und Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte weiter ausgebaut werden. Dazu zählt auch die schrittweise Einbindung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AZUA), die alltagspraktische Hilfen, soziale Begleitung sowie niedrigschwellige Beratungs- und Entlastungsangebote umfassen und bedarfsgerecht im Quartier zugänglich gemacht werden.
Durch die kontinuierliche Netzwerkarbeit, die Aktivierung von Bewohner:innenengagement und die Entwicklung gemeinsamer Projekte trägt das Stadtteilladen langfristig zur sozialen Stabilisierung und positiven Entwicklung des Quartiers bei.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Suthwiesenviertel in Salzgitter-Lebenstedt ist weiterhin durch soziale und infrastrukturelle Herausforderungen geprägt. Im Quartier leben überdurchschnittlich viele Familien mit geringen Einkommen, ein hoher Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie viele Haushalte, die Transferleistungen beziehen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Begegnungsorte, an denen sich Bewohnerinnen und Bewohner austauschen, Unterstützung erhalten und sich aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfeldes einbringen können.
Viele Menschen im Quartier leben vergleichsweise isoliert voneinander. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, sprachliche Barrieren und fehlende Treffpunkte führen dazu, dass Kontakte zwischen Bewohnergruppen nur begrenzt entstehen. Besonders Familien, Frauen, ältere Menschen sowie neu zugewanderte Bewohner: innen haben einen erhöhten Bedarf an Beratung, Unterstützung und sozialer Vernetzung.
Auch im Wohnumfeld bestehen weiterhin Herausforderungen. Öffentliche Räume und Grünflächen werden teilweise wenig genutzt oder bieten nur begrenzte Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig fehlt es an Strukturen, die Bewohner: innen dabei unterstützen, sich aktiv an der Entwicklung ihres Quartiers zu beteiligen.
Der Stadtteilladen SUWI hat sich in den vergangenen Jahren als zentraler Ort für Begegnung, Beratung und Beteiligung etabliert. Die Nachfrage nach Angeboten und Unterstützung ist jedoch weiterhin hoch. Um die begonnenen Entwicklungsprozesse im Quartier nachhaltig fortzuführen und die soziale Stabilisierung zu stärken, ist eine Fortsetzung der Gemeinwesenarbeit notwendig.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Lebenstedt Suthwiesenviertel
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Bezirke 55 und 57 im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt (Suthwiesenviertel rund um Suthwiesenstraße / Reppnersche Straße). Die Abgrenzung orientiert sich an den statistischen Bezirksgrenzen und umfasst die angrenzenden Wohnquartiere mit hoher Bevölkerungsdichte und besonderem Integrationsbedarf.
Einwohnerzahl
6179
Quelle / Anmerkungen
Stadt Sazgitter, Einwohnerdaten Stand 31.12.2024
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadtteilladen SUWI im Suthwiesenviertel arbeitet nach dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern, die Teilhabe der Bewohnerinnen zu stärken und nachbarschaftliche Netzwerke aufzubauen. Der Stadtteilladen dient als niedrigschwellige Anlaufstelle für Bewohner: innen aller Altersgruppen und Herkunft.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Aktivierung und Beteiligung der Bewohner: innen. Menschen aus dem Quartier werden ermutigt, eigene Ideen, Projekte und Aktivitäten einzubringen und gemeinsam umzusetzen. Dadurch werden Selbstorganisation, Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme im Quartier gestärkt.
Darüber hinaus fungiert der Stadtteilladen als Ort der Begegnung, Beratung und Vermittlung. Bewohner: innen erhalten Unterstützung bei sozialen Fragestellungen und werden bei Bedarf an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote weitervermittelt. Gleichzeitig werden Kooperationen mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden und sozialen Trägern gepflegt und weiterentwickelt.
Durch Veranstaltungen, Gesprächsrunden, Informationsangebote und gemeinsame Aktionen werden Austausch und Begegnung gefördert. So trägt die Gemeinwesenarbeit dazu bei, soziale Isolation zu reduzieren, Integration zu stärken und das Zusammenleben im Quartier nachhaltig zu verbessern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner: innen bringen eigene Themen und Ideen ein, beteiligen sich an Aktivitäten im Stadtteilladen und nutzen die Angebote regelmäßig als Treffpunkt und Beteiligungsort im Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Regelmäßige Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, Schulen und sozialen Trägern stattfindet und gemeinsame Aktivitäten oder Projekte im Quartier umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Mehr Begegnungen zwischen Bewohner: innen entstehen, neue Besuchergruppen den Stadtteilladen nutzen und gemeinsame Aktivitäten das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier stärken.
Vorhandene Strukturen
Im Suthwiesenviertel besteht bereits eine etablierte Struktur der Gemeinwesenarbeit. Der Stadtteilladen SUWI fungiert als zentraler Treffpunkt und Anlaufstelle für Bewohner: innen des Quartiers. Hier werden niedrigschwellige Beratungs-, Begegnungs- und Beteiligungsangebote bereitgestellt.
Die Gemeinwesenarbeit wird durch eine hauptamtliche Fachkraft koordiniert und durch ehrenamtliches Engagement aus dem Quartier unterstützt. Regelmäßige Angebote, offene Treffpunkte sowie thematische Veranstaltungen ermöglichen Austausch, Begegnung und Beteiligung der Bewohner: innen.
Zudem bestehen Kooperationen mit verschiedenen lokalen Akteuren, darunter Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen und Kitas, kirchliche Einrichtungen, Vereine sowie weitere soziale Träger. Durch regelmäßige Netzwerktreffen und gemeinsame Aktivitäten werden Ressourcen gebündelt und Angebote besser aufeinander abgestimmt.
Die vorhandenen Strukturen der Gemeinwesenarbeit bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Quartiers. Sie fördern die Beteiligung der Bewohner: innen, stärken nachbarschaftliche Beziehungen und tragen dazu bei, soziale Herausforderungen im Quartier gemeinsam zu bearbeiten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist durch den Stadtteilladen „Suwi“ nachhaltig im Quartier verankert und eng mit Schulen, Kitas und dem Jobcenter vernetzt. Die Stadt Salzgitter fördert bereits bestehende Angebote und sieht weiteren Bedarf. Kooperationen mit der TAG sichern die strukturelle Einbindung. Die langfristige Finanzierung soll zukünftig neben der kommunalen Unterstützung zusätzlich durch AZUA-Leistungen gewährleistet werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Multifunktionaler Dorfladen lässt geographisch getrennte Ortsteile zusammenwachsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicole Zakrzewski
| Organisation | Gemeinde Adenbüttel |
|---|---|
| Funktion | GWA |
2. Kurzbeschreibung
Dorfleben heute: Nah versorgt. Miteinander verbunden. Gemeinsam getragen.
Projektbeschreibung
Was braucht ein Dorf heute, damit Menschen nicht nur versorgt sind, sondern sich auch verbunden fühlen? Und was verändert sich, wenn ein kleiner Ortsteil nicht nur mitgemeint ist, sondern wirklich dazugehört?
Genau hier setzt das Vorhaben der Gemeinde Adenbüttel an. Gemeinsam mit den BürgerInnen in Adenbüttel und Rolfsbüttel wird die im ersten Förderzeitraum angestoßene Gemeinwesenarbeit zu einem tragfähigen Gesamtvorhaben weiterentwickelt. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten sowie Formaten wie Klöncafé, Mittagstisch, Spielenachmittag und Kreativabend wurden Grundlagen für Austausch, Beteiligung und nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Diese Erfahrungen zeigen: Vor Ort gibt es Bereitschaft zur Mitwirkung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten.
Daran knüpft das Projekt an und reagiert auf zentrale Herausforderungen im ländlichen Raum: fragile soziale Infrastruktur, Fragen der Nahversorgung, die Grenzen rein ehrenamtlich getragener Strukturen und das Risiko, dass kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe verlieren. Ziel ist es, Versorgung, Begegnung, Beteiligung und soziale Infrastruktur in beiden Dörfern durch einen professionell begleiteten Entwicklungsprozess dauerhaft zu stärken.
Kern des Vorhabens ist ein multifunktionaler Dorfladen, der beide Ortsteile über das Dorfauto nicht nur infrastrukturell verbindet, sondern auch das Bewusstsein stärkt, Teil eines gemeinsamen Dorfes mit gleichwertigen Teilhabechancen zu sein. Auch Rolfsbüttel wird gezielt einbezogen: Das Dorfgemeinschaftshaus soll stärker belebt, bestehende Aktivitäten weiterentwickelt und mit dem Dorfauto zusätzliche Zugänge zu Versorgung, Erreichbarkeit und Teilhabe schaffen. So verbindet das Projekt nicht nur Orte, sondern Menschen und Alltagswege.
Zugleich zeigt das Vorhaben beispielhaft, wie kleine ländliche Kommunen mit mehreren Ortsteilen durch professionell begleitete Gemeinwesenarbeit, verbindliche Beteiligung, einen multifunktionalen Dorfladen, Begegnungsorte und ergänzende Mobilitätsbausteine tragfähige Strukturen für Versorgung, Teilhabe und Gemeinschaft entwickeln können. Erfahrungen, Entscheidungen und übertragbare Bausteine werden so dokumentiert und aufbereitet, dass andere Kommunen daraus Schritte für vergleichbare Vorhaben ableiten können. Gerade darin liegt die Stärke des Vorhabens: Es verbindet soziale und infrastrukturelle Lösungen zu einem übertragbaren Gesamtansatz.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie bleibt ein Dorf für alle lebendig, wenn Versorgung, Begegnung und Teilhabe nicht selbstverständlich vor der Haustür liegen? Und woran entscheidet sich, ob ein kleinerer Ortsteil wirklich dazugehört oder im Alltag schleichend zurückfällt?
Vor dieser Aufgabe steht die Gemeinde Adenbüttel. Gerade im ländlichen Raum sind wohnortnahe Angebote, informelle Treffpunkte und gut erreichbare Strukturen entscheidend für Zusammenhalt und Lebensqualität. Besonders ältere Menschen, weniger mobile Personen und Haushalte ohne flexible Mobilität sind auf niedrigschwellige Angebote vor Ort angewiesen. Im ersten Förderzeitraum wurden dafür bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten und ersten Formaten wurde Gemeinwesenarbeit vor Ort sichtbar gestärkt. Diese Erfahrung zeigt, dass es Bereitschaft zur Beteiligung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten gibt. Zugleich zeigt sich eine typische Herausforderung vieler Flächengemeinden mit mehreren Ortsteilen: Wenn sich Entwicklungsbemühungen vor allem im Hauptort bündeln, drohen kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe zu verlieren. Genau diese Spannung prägt auch die Lage von Rolfsbüttel. Hier entscheidet sich, ob Versorgung, Begegnung und Mitwirkung wirklich für alle mitgedacht werden oder ob Wege, Angebote und Kontakte am Hauptort enden. Vor diesem Hintergrund ist das beantragte Vorhaben die folgerichtige Weiterentwicklung des bisherigen Prozesses. Das Vorhaben reagiert nicht nur auf lokale Bedarfe, sondern greift eine typische Zukunftsfrage ländlicher Kommunen auf und entwickelt daraus einen übertragbaren Ansatz
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn, Adenbüttel
Beschreibung
Die Gemeinde Adenbüttel besteht aus den beiden Ortsteilen Adenbüttel und Rolfsbüttel und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich, des Landkreis Gifhorn. Unzählige alte Bäume und Fachwerkhäuser prägen das Dorfbild. Es dominieren Einfamilienhäuser. Vor allem junge Familien und ältere BewohnerInnen leben hier. Junge Erwachsene verlassen meist die Gemeinde. Das Fördergebiet beinhaltet die komplette Gemeinde Adenbüttel mit 1788 EinwohnerInnen auf 13,7km². Angebote an Grund- und Gesundheitsvorsorge gibt es vor Ort leider zu wenig. Die damit einhergehende Haushaltssituation stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen.
Einwohnerzahl
1832
Quelle / Anmerkungen
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
dorfkarte.pdf
(1.26 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem die Menschen in Adenbüttel und Rolfsbüttel aktiv in die Entwicklung ihres Gemeinwesens einbezogen werden. Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Umsetzung einzelner Maßnahmen, sondern die gemeinsame Bearbeitung konkreter Bedarfe vor Ort, die Aktivierung von Beteiligung, die Stärkung von Eigenverantwortung und der Aufbau tragfähiger sozialer Strukturen. Dies zeigt sich besonders in der gegründeten AG Dorfladen, in der gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet wird, welche Form von Nahversorgung und Begegnung vor Ort sinnvoll und tragfähig ist. Dabei werden Fragen zu Bedarf, Standort, Ausgestaltung, Begegnungsstätte, Organisationsform und Nutzung nicht von oben vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt. Das zeigt sich hier außerdem darin, dass vorhandene Orte, Ideen und Gruppen miteinander verknüpft werden. Dazu gehören bestehende Begegnungsformate, die Schweineweide mit Pavillon, das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel mit Dorfplatz sowie die Einbindung eines Dorfautos, damit auch der kleinere Ortsteil sozial und praktisch angebunden bleibt. Das Projekt stärkt damit Begegnung, Teilhabe, Mitwirkung und Zusammenhalt über Generationen hinweg. Der Dorfladen ist dabei nicht nur als Versorgungsort gedacht, sondern als sozialer Ankerpunkt, dessen Entwicklung gemeinwesenorientiert begleitet, moderiert und gemeinsam getragen wird. Dies soll auch auf andere Orte mit ähnlichen Strukturen übertragbar sein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe, Ideen und Entscheidungen der Bevölkerung die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels sichtbar prägen.
Kriterium
Beschreibung
rund um Dorfladen, Café, Begegnungsorte und die Anbindung Rolfsbüttels tragfähige Strukturen für Versorgung, Begegnung und Teilhabe entstehen, die im Alltag nutzbar und gemeinsam getragen sind.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Orte, Ideen, Engagement und Kompetenzen im Dorf für die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels aktiv aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Projektgebiet bestehen bereits ehrenamtliche und professionelle Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die im bisherigen Förderzeitraum aufgebaut und weiterentwickelt wurden. Die Gemeinwesenarbeit ist vor Ort durch regelmäßige aktivierende und vernetzende Arbeit sichtbar geworden und hat erste tragfähige Beteiligungsstrukturen geschaffen. Dazu gehören wiederkehrende Begegnungs und Beteiligungsformate wie Klöncafé, Mittagstisch und Bastelabend zu festen wöchentlichen Zeiten. Hinzu kommen aktivierte Arbeits und Entwicklungszusammenhänge wie die AG Dorfladen, die aus einer Bürgerversammlung hervorgegangen ist und in der gemeinsam mit Einwohnerinnen und Einwohnern konkrete Bedarfe, Umsetzungsformen, Standortfragen und Entwicklungsperspektiven bearbeitet werden.
Darüber hinaus bestehen bereits genutzte bzw. entwickelte Orte der Gemeinwesenarbeit, insbesondere im Umfeld der Schweineweide mit dem gemeinschaftlichen Aufbau des Pavillon und der Anpassung der Umgebung, der als niedrigschwellige Orte der Begegnung für alle Gruppierungen und Information dient. Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel ist als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten eingebunden. Die vorhandenen Strukturen zeigen sich zudem in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, Einwohnerinnen und Einwohnern, Gemeinde und weiteren lokalen Akteuren. Damit bestehen im Projektgebiet bereits belastbare Strukturen der Gemeinwesenarbeit, auf denen das beantragte Folgeprojekt aufbauen kann.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in bestehende kommunale und dörfliche Strukturen eingebunden. Mit Gemeinde, AG Dorfladen, Begegnungsformaten und vorhandenen Orten bestehen bereits tragfähige Ansätze. Langfristig soll der Dorfladen, das dazu gehörende Dorfauto und professionelle Begleitung über eine eigenständige Organisations- und Finanzierungsstruktur getragen werden. Die Projektförderung schafft dafür die sozialen, organisatorischen und beteiligungsorientierten Voraussetzungen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
West-Ring AKTIV (Aktivitäten, Koordination, Toleranz, Integration, Vernetzung)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lale Vahabzada
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander im Quartier - Integrative, nachhaltige Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Westliches Ringgebiet
Projektbeschreibung
In dem Projekt "West-Ring AKTIV" werden im Stadtteil "Westliches Ringgebiet" durch die Adressierung der im Vorfeld identifizierten Handlungsfelder Altersarmut, Ernährungsarmut und Einsamkeit Strategien zur Schaffung niedrigschwelliger Teilhabemöglichkeiten entwickelt und in zielgruppengerechten Maßnahmen umgesetzt. Synergien im Quartier werden genutzt, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Eine Projektkoordinatorin übernimmt dabei aktivierende Aufgaben und fungiert als zentrale Ansprechperson für besonders vulnerable Gruppen. Sie unterstützt bei individuellen Anliegen, fördert die Selbstorganisation und initiiert Maßnahmen.
Das Projekt knüpft an erfolgreiche Ansätze des Vorgängerprojekts "Bunter Ring" an, entwickelt diese weiter und ergänzt sie durch neue Aktivitäten. Formate wie z.B. gemeinsames Kochen, Gewinnung älterer Bewohner*innen und Migrant*innen für Gremienarbeit (u. a. Gründung eines "Rats der Aktiven") und das Angebot von Quartierssprechstunden für die vulnerablen Zielgruppen sollen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen sollen die Vielfalt der sozialen Herausforderungen im Quartier aufgreifen und die Selbstorganisation stärken.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem städtischen Seniorenbüro und dem AWO-Kreisverband durchgeführt. Die Umsetzung erfolgt mit lokalen Kooperationspartnern im Stadtteil, insbesondere mit dem Garten ohne Grenzen, der Begegnungsstätte des Stadtteils, der Nachbarschaftshilfe, dem Mehrgenerationenhaus, der ehrenamtlich tätigen und studentisch geprägten Initiative "WRG solidarisch" sowie der Senioreninitiative "AntiRost". Die Begegnungsstätte wird zudem mietfreier Sitz des Projekts und bietet damit eine zentrale Anlaufstelle für die Projektaktivitäten. Eine besondere Rolle spielt der "Garten ohne Grenzen", der seit 2015 als Keimzelle für nachbarschaftliche Aktivitäten dient. Die dort gesammelten Erfahrungen fließen in das neue Konzept ein, das die Bedarfe für Aktivitäten zur Verringerung von Einsamkeit, gesunder und günstiger Ernährung sowie zur Förderung von Integration aufgreift.
Das Projekt richtet sich insbesondere an ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei sollen besonders vulnerable Zielgruppen (Armut, Einsamkeit) gezielt erreicht werden. Durch die interkulturelle Kompetenz und die Sprachkenntnisse der Projektkoordinatorin werden Barrieren abgebaut und Brücken geschaffen. Mit der Funktion als "Kümmererin" bindet sie Menschen ein, die von anderen Institutionen nicht erreicht werden.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das westliche Ringgebiet ist ein innenstadtnahes, dicht besiedeltes Quartier mit sozialer und kultureller Vielfalt. Unterschiedliche Lebenslagen, Einkommenssituationen und Herkunftsgeschichten prägen das Gebiet. Neben einer lebendigen Nachbarschaft zeigt sich eine Vielfalt sozialer Herausforderungen. Ein erheblicher Teil der Bewohnerschaft ist von Armut betroffen. Die eingeschränkten Ressourcen wirken sich negativ auf gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheit und soziale Integration aus. Parallel steigt die Zahl älterer Menschen. Viele von ihnen leben allein. Einsamkeit und Isolation sowie materielle und soziale Ernährungsarmut sind Risiken und negative Folgen dieser Lebensumstände. Die Bevölkerungsstruktur des Stadtbezirkes zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Menschen mit Einwanderungsgeschichte (1/3) aus. Sprachliche Barrieren, fehlende Zugänge zu Unterstützungsangeboten sowie strukturelle Benachteiligungen erschweren die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Zum 31.12.2026 endet die mehr als 20 Jahre währende Förderung des Stadtteils im Rahmen des Bundesprogramms "Soziale Stadt". Damit entfallen die Fördergelder und auch das Quartiersmanagement. Die kommunale Verwaltung bestrebt den Aufbau eines Nachbarschaftszentrums als Nachfolgestruktur. Ob und wann eine Realisierung erfolgen kann, ist derzeit unbestimmt. Tätigkeiten des Quartiersmanagements sollen durch das Projekt nicht ersetzt werden. Vielmehr erfordert die komplexe Gemengelage weiterhin gemeinwesenorientierte Aktivitäten, um die Nachbarschaft, Teilhabe und Begegnungsmöglichkeiten nachhaltig zu stärken. Die Bedarfe besonders vulnerabler Zielgruppen stehen dabei im Mittelpunkt des Projektes.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Westliches Ringgebiet
Beschreibung
Während sich das Vorgängerprojekt "Bunter Ring" sich noch auf einen Teilbereich des großen Stadtteils "Westliches Ringgebiet" bezog, richten Sie die Angebote des neuen Projekts aufgrund der großen Nachfrage und der positiven Resonanz sowie des großen Zuspruchs aus Politik und Verwaltung an die Bewohner*innen des gesamten Stadtteils.
Einwohnerzahl
33122
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz von Gemeinwesenarbeit mit einer themen- und zielgruppenspezifischen Fokussierung.
Die Projektkoordinatorin wird, ausgehend vom Garten ohne Grenzen und von der Begegnungsstätte des Stadtteils, eine Anlaufstelle für die heterogene Bewohner*innenschaft einrichten. Als "Kümmererin" wird sie sich für die vulnerablen Gruppen der älteren Menschen, der einsamen Bewohner*innen und der Migrant*innen im Quartier stark machen und deren gesellschaftliche Teilhabe durch geeignete Maßnahmen fördern. Die Zielgruppen werden in die Maßnahmenplanung eingebunden.
Ein Grundstock von ehrenamtlichen Helfer*innen besteht durch das Vorläuferprojekt und wird ausgebaut. Die örtliche Politik und die Verwaltung begrüßen das Vorhaben und die geplante Verzahnung mit Maßnahmen der kommunalen Altenhilfeplanung.
Aus den Erfahrungen der letzten drei Jahre haben sich die Schwerpunkte "Präventiv gegen Einsamkeit", "Förderung von vielfältiger Ernährung" und "Integration der Migrant*innen im Quartier" entwickelt. Im Verbund mit den Kooperationspartnern wird ein wertvoller Beitrag zur Förderung des Gemeinwohls und eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Zielgruppen des Projekts entwickelt werden. Die Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit werden bei der Umsetzung der Aktivitäten berücksichtigt. Durch die Anbindung des Projekts an die AWO-Migrationsberatung sowie die eigene Migrationsgeschichte der Koordinatorin können die Stärken von Migrant*innen eingebunden werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es uns gelingt , in einen inhaltlischen Austausch mit anderen Braunschweiger Projekten zu treten und gegenseitig von den Erfahrungen und Inhalten profitieren zu können
Kriterium
Beschreibung
wenn es uns gelingt, vulnerable Gruppen wie einsame Bewohner*innen, Alleinerziehende, ältere Migrant*innen und von Altersarmut betroffene Menschen in die Aktivitäten einzubeziehen.
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt, unter Beteiligung von Menschen unterschiedlicher Herkunft sowie älterer Bewohner*innen einen selbst verwalteten Rat der Aktiven zu installierenn
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt, ausgehend vom Garten ohne Grenzen gemeinsam nachhaltige Veranstaltungsformate mit den unterschiedlichen Bewohner*innengruppen zu entwickeln und diese gemeinsam durchzuführen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die südliche Hälfte des Braunschweiger Stadtbezirks 310 wurde 2001 als Sanierungsgebiet "Westliches Ringgebiet" förmlich festgelegt und in das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt“/ seit Anfang 2020 „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“) aufgenommen.
Die Stadt Braunschweig hat die plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH im September 2002 mit dem Quartiersmanagement beauftragt. 2002 wurde auch das Stadtteilbüro in der Hugo-Luther-Straße 60a eingerichtet, in dem plankontor integriert in das Quartierszentrum seither seinen Sitz hat.
Diese Förderung - und somit auch die Tätigkeit von plankontor - endet am 31.12.2026. Die kommunale Verwaltung ist bestrebt, die bisherigen Tätigkeiten von plankontor und das Stadtteilbüro durch ein Nachbarschaftszentrum zu verstetigen. Ob und wann eine Realisierung erfolgen kann, ist derzeit unklar.
Zudem verfügt das Quartier über ein unabhängiges Stadtteil-Gremium, die Stadtteilkonferenz Süd. Das Gremium dient der Beratung aktueller Themen und der Vernetzung der Akteure im Stadtteil.
Das neue Projekt "West-Ring AKTIV" baut bezüglich der gewählten Zielgruppen, Maßnahmenziele und Inhalte auf den Erfahrungen des Vorgängerprojekts "Bunter Ring" auf. Es handelt sich um ein eigenständiges Projekt - ein neues Vorhaben mit neuen Kooperationspartnern, differenzierten (vulnerablen) Zielgruppen, einem geänderten Projektstandort und erweiterten Inhalten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Organisationen Mütterzentrum Braunschweig e.V./ MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AntiRost Braunschweig e.V. (Senioreninitiative in Form eines Repair-Cafés)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nähwerkstatt "Flickwerk"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielstube Hebbelstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polnisch-deutscher Hilfsverein (Poldeh)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte Frankfurter Straße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Frankfurter Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Drachenflug
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte „Louise–Schroeder–Haus" des städtischen Seniorenbüros
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im dritten Projektjahr soll ein Rat der Aktiven die Weiterführung der Ideen sicherstellen. Hier wird u.a. eine weitergehende finanzielle Förderung über Stiftungen angestrebt. Erste Kontakte bestehen bereits. Darüber hinaus werden im Projekt Maßnahmen für die Umsetzung der Altenhilfe- und Pflegehilfeplanung (Ernährungsarmut, Strategie gegen Einsamkeit) erprobt und entwickelt. Diese müssen dann über finanzielle Mittel der Kommune verstetigt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bildungscampus Sportzentrum Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tina Klose
| Funktion | Fachberatung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt verbindet - voneinander und miteinander Lernen für eine starke Demokratie!
Projektbeschreibung
Unter dem gemeinsamen Dach des Landkreis Gifhorn werden zwei innovative Projekte der Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Die Projekte des Handwerker-/Blumenviertel e.V. am Dannbütteler Weg, sowie am Campus Süd der Stadt Gifhorn profitieren von der ideellen Unterstützung und strategischen Einbindung des Landkreises.
Die Projekte arbeiten eigenständig vor Ort und werden durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachlichen Austausches miteinander verbunden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die Gemeinwesenarbeit gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Landkreis beiträgt.
Beide Initiativen arbeiten eng mit der Wohnungswirtschaft (GWG) zusammen. Außerdem bestehen im Fall des Campus Süd zusätzliche Kooperationen vor Ort, wie z.B. mit der Kreisvolkshochschule oder auch den Berufsbildenden Schulen 1 des Landkreises Gifhorn. Beim Dannenbütteler Weg arbeitet wiederum die Bürgervertretung QB mit der Kirche im Paulus und Kalem e.V. zusammen.
Die Stadt Gifhorn ist ein Mittelzentrum mit rund 44.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 10 Jahres stetig angestiegen. In den Projektquartieren leben zu 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund, 1/3 sind Senioren. Zudem gehört Gifhorn zu den drei Ballungszentren in Niedersachen mit dem höchsten Anteil von zugezogenen (Spät)aussiedlern in den 90er Jahren.
Der Arbeitsschwerpunkt in den Quartieren ist, Begegnungen und Engagement zu ermöglichen. Es geht darum, vielfältige Gruppen zusammenzubringen, so dass sich die Menschen vor Ort füreinander in Selbsthilfeprozessen engagieren. Dafür wird eine umfassende Geh-Struktur in Verbindung mit einem breitgefächerten Bildungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Dabei zielen die Angebote nicht nur auf Kinder und Jugendliche ab, sondern sollen auch Erwachsene bzw. alle Bewohner in den Quartieren erreichen.
Der Aufbau einer Gemeinwesenarbeit mit Projektfonds, wäre der wesentliche und notwendige Schritt zur Schaffung bedarfsgerechter und nachhaltiger Angebote. Die Identifikation mit den Quartieren soll sich erhöhen und so z.B. auch Vandalismus und Gewalt eindämmen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Campus Süd ist ein sozial benachteiligtes Brennpunktgebiet mit überdurchschnittlich vielen Kindern und älteren Menschen im Vergleich zum Stadtgebiet. Auch der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist deutlich erhöht. Hohe Arbeitslosigkeit, ausgelöst durch die Automobilkrise und die Schließung des wichtigen Zulieferers Teves im Jahr 2027, prägen das Quartier ebenso wie Einkommens- und Bildungsarmut. Sichtbare Vernachlässigung im öffentlichen Raum, wiederkehrender Vandalismus, Vermüllung, Beschädigungen und Spuren des Drogenkonsums bestimmen das Stadtbild und mindern das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
Die Bewohnerschaft ist sprachlich und kulturell sehr heterogen. Ausgeprägte Sprachbarrieren und Vorbehalte erschweren das Zusammenleben, Konflikte zwischen den Gruppen sind häufig. Die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen unterscheiden sich stark, generationenübergreifende Treffpunkte fehlen. Bildungsarmut äußert sich in niedrigen schulischen Leistungen und eingeschränkter Lernunterstützung; Teilhabe wird durch Sprachdefizite und fehlende Anlaufstellen zusätzlich erschwert. Viele Haushalte erleben Mehrfachbelastungen wie Arbeitslosigkeit, Alleinerziehendenverantwortung und finanzielle Engpässe; soziale Isolation betrifft besonders Alleinstehende und zugezogene Familien. Gewalt- und Drogenprobleme bestimmen das Sicherheitsgefühl, öffentliche Räume werden gemieden. Soziale Angebote sind punktuell vorhanden, aber oft schwer zugänglich und wenig vernetzt. Nachhaltigkeit, Pflege des Quartiers und Beteiligungskultur sind wenig ausgeprägt. Die Vernetzung relevanter Akteure ist lückenhaft, Strukturen für Information, Kooperation und Prävention fehlen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Campus Sportzentrum Süd in Gifhorn
Einwohnerzahl
4270
Quelle / Anmerkungen
Stadt Gifhorn Bürgerbüro
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenschnitt_campus.jpg
(134.93 KB)
kartenschnitt_quartier.jpg
(166.29 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt geht zu den Menschen, holt sie aktiv ab, bezieht sie konsequent ein und macht echte Beteiligung zum Kern der Quartiersentwicklung.
• Die Geh-Struktur ist stets sichtbar, niedrigschwellig, partizipativ und bedarfsgerecht. Aus dieser Struktur heraus
entwickelt sich weitere Angebot, Maßnahmen und Initiativen.
• Alle Jahresziele und Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Zugänge zu schaffen, Beteiligung zu ermöglichen und
tatsächliche Bedürfnisse dauerhaft einzubeziehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier eigene Ideen, Wünsche und Bedarfe einbringen und die Angebote darauf gut abgestimmt werden können. Die Geh-Strukturen verzahnen sich mit den Angeboten der Organisationen vor Ort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeit- und Bildungszentrum Grille (FBZ)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita am Sportzentrum Süd, Kita Katharina-von-Bora
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gifhorner Integrationsprojekt (GIP)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildenden Schule 1 (Träger Landkreis Gifhorn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Johanna-Menke-Schule (vorher Freiherr-von-Stein-Schule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projektübergreifende Zusammenarbeit mit dem Dannenbüttler Weg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach erfolgreicher Etablierung des Campusmanagements ist vorgesehen, die Stelle und das notwendige Budget zur Fortführung des Projektes dauerhaft anzulegen.
11. Medien
Galerie
Videos
film_campus_komprimiert.mp4
(179.54 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alte(n) Treffpunkt Scheune
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rembert Rauchbach
2. Kurzbeschreibung
aktivieren, bewegen, sprechen
Projektbeschreibung
Wir haben einen Altenverein gegründet, um Verbindlichkeit zu schaffen und gegenseitige Unterstützung zu leisten. Mit dem Verein haben wir neben formeller Hilfe (vier geringfügig Beschäftigte arbeiten auf Anfrage für unsere Mitglieder) auch informelle Hilfesysteme geschaffen.
Wir haben Angst vor Demenz, davor nicht mehr Zuhause leben zu können und bei Pflegebedürftigkeit im Heim wohnen zu müssen, was wir nicht bezahlen können.
Wir treffen uns seit Mai 2024 regelmäßig ein Mal im Monat. Aufgrund der hohen Resonanz und des daraus erkennbaren Bedarfs planen wir eine bedarfsgerechte Skalierung unseres Angebotes.
Im Austausch und durch Fachberatung über die genannten Problematiken sind wir zu der Vorstellung gekommen, dass eine Intensivierung des gemeinsamen Miteinanders unsere Sorgen (Demenz, Vereinsamung, teures Heim) lindern könnte. Wir wollen deshalb versuchen mit einem
Alte(n) TREFFPUNKT Scheune Satemin
regelmäßige Treffen zu organisieren.
Neben den regelmäßigen monatlichen Abendtreffen wollen wir ein verlässliches wöchentliches Format schaffen. Begonnen werden soll mit einem Treffen pro Woche. Innerhalb des dreijährigen Projektverlaufs wollen für die Angebotsdichte nach und nach erhöhen, um eine umfassende soziale Teilhabe zu gewährleisten, der drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken und stabile Nachbarschaftsnetzwerke für die älteren Menschen in unserer Region aufzubauen. Der Treffpunkt soll Begegnungen ermöglichen; wechselseitiges Vertrauen aufbauen und vertiefen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im ländlichen Raum verstärken sich die Barrieren für Senioren immer mehr.
im Landkreis Lüchow Dannenberg gibt es überdurchschnittlich viele Senioren und deren Anteil an der Bevölkerung wird weiter steigen. Das Wendland ist eine extrem dünn besiedelte Kulturlandschaft, in der Dörfer mit Einwohnerzahlen von 30 bis gut 100 die Regel sind. Viele Orte sind reine Wohndörfer. In Satemin und den umliegenden Dörfern gibt es nur eine Gaststätte.
Die Infrastrukturdichte ist deutlich geringer als im städtischen Umfeld. So gibt es in unserem Quartier kaum ÖPNV und viele der Älteren können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr den eigenen PKW nutzen. Der Aktionsradium wird dadurch sehr klein. Es gibt keine Möglichkeiten, sich zu treffen oder kulturelle Veranstaltungen zu besuchen, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Fachkräftemangel führt zudem dazu, dass Hausarztpraxen hier keine Nachfolger finden und damit die gesundheitliche Vorsorge erschwert ist, was die Mobilität und Teilhabe weiter einschränkt. Im Rahmen des Quartiermanagement wollen wir eine gezielte Vernetzung von Nachbarschaftshilfen und Vereinen erreichen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Lüchow Ortsteile Satemin/Jabel/Reetze/Gülitz Güstritz
Beschreibung
Karte erstellen mit Umkreis
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
eigene Erhebung
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Wir erleben, dass die Vereinsamung im Alter - wie überall - auch in unserem Gebiet zunimmt.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Andrea Steinmetz, Dentalhygienikerin, Darmgesundheit, antientzündliche Ernährung Haspelweg 5 Wustrow
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll als notwendiger Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wahrgenommen werden.
Soll erreicht werden durch:
- Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt Lüchow-Dannenberg
- Einbindung der am Ort ansässigen evangelischen Kirche
- Vernetzung mit möglichst vielen anderen Akteuren der Altenhilfe im Landkreis
Langfristige Finanzierung soll wie folgt gesichert werden:
- Folgeantrag nach Ende des Förderzeitraums
- Einwerbung von Spenden lokaler Firmen und von Mitgliede
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
voneinander lernen - miteinander handeln
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hartmut Moorkamp
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Förderung des dörflichen Zusammenlebens und Gemeinwesens, der Selbstwirksamkeit, Teilhabe und Integration.
Projektbeschreibung
Als weitere infrastrukturelle Maßnahme der Kommunalentwicklung soll im zentralen Dorfgemeinschaftsbereich eine vernetzende, zusammenführende und integrierende Einrichtung, ein Dorfgemeinschaftshaus, entstehen, um die soziale Infrastruktur und Gemeinwesenarbeit zu verbessern. Mit großen Anstrengungen der letzten Jahre konnte der Bestand der Grundschule gesichert werden (Gebäudesanierung wird z.Z. abgeschlossen) und in Kooperation Gemeinde/Volksbank ein neuer Dorfladen (My Enso) angesiedelt, Singlewohnungen geschaffen werden, angegliederte Altenwohnungen befinden sich in der Umsetzung. Ein bestehendes kommunales Gebäude soll saniert und zum Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet werden. Erste Förderanträge sind bereits bewilligt (ZILE) weitere (NBank) sind eingereicht. Ein Bürgerverein e.V. hat sich als zukünftiger Betreiber (mit Unterstützung der Kommune) der Einrichtung bereits gegründet. Man will die Lebensverhältnisse im gemeinschaftlichen Miteinander dieser heterogenen, durch Umsiedlung und häufige Zuwanderungswellen geprägten Gesellschaft verbessern. Vor dem Hintergrund stark angestiegener rechtspopulistischer Wahlergebnisse (2017-2022 + 15% auf ca. 20%) ist ein besseres Demokratieverständnis und konstruktive Mitwirkungsbereitschaft zu entwickeln. Niedrigschwellige Maßnahmen zur Identifikation, Integration und Teilhabe sind zu ergreifen und zielgruppenübergreifende Dialoge zu initiieren. Die Dorfgemeinschaft braucht eine organisatorische Unterstützung zur Entwicklung dieser neuen Strukturen der GWA, um die angestrebte Selbstwirksamkeit zu erreichen. Daher soll eine professionelle Gemeinwesen-Arbeitskraft die Dorfgemeinschaft aktiv unterstützen, nachhaltige Strukturen schaffen, transkulturelle Arbeit und das Vorhaben gezielt voran bringen, Koordinationstreffen organisieren, Bedarfe ermitteln und Interessen zusammenführen, Maßnahmen zu Angeboten (integrative und auch aufsuchende Aktivitäten!) und Identifikation von Potenzialen, (auch übergeordnete)Netzwerkarbeit und Begegnungsangebote mit entwickeln und eine digitale Organisationsstruktur aufbauen. Zielsetzung dieses beantragten Vorhabens ist neben den oben beschriebenen übergeordneten Zielen, die Dorfgemeinschaft in die Lage zu versetzen sich selbst zu organisieren, eigenständig Selbstwirksamkeit zu entfalten, sich über die GWA institutionell vernetzen und bei kommunalen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Langfristig steht die Vision einer Entwicklung des DGH zu einem Mehrgenerationenhaus (MGH) dahinter.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Rastdorf ist ein Dorf mit langer Zuwanderungsgeschichte. Entstanden aus der Teilung und Umsiedlung des Dorfes Wahn in den 40er Jahren, ist es seit Bestehen durch Zu- und Abwanderung geprägt. Insbesondere die letzten Zuwanderungswellen von Spätaussiedlern, der 90er Jahre und die aktuelle durch Zuwanderung von dringend benötigten osteuropäischen Arbeitskräften und Flüchtlingen hat die Entwicklung einer heterogenen Gesellschaft verstärkt. Die aus Osteuropa nachgezogenen Familienangehörigen, bilden immer mehr eine nicht erreichbare Randgruppe mit Sprachproblemen ohne gesellschaftl. Anbindung und Vereinszugehörigkeiten. Es fehlt insgesamt an Integration, Identifikation und Zusammenwachsen zu einer Dorf- und Generationengemeinschaft. Der hohe Ausländeranteil (ca. 18%) und der relativ große Anteil an älteren Menschen über 60 Jahren (29%), davon Alleinstehend (25%) stellen die größten Probleme dar - hier entwickelt sich eine zunehmende Vereinsamung. Ehrenamtliche Initiativen und Engagement bestehen relativ unkoordiniert nebeneinander. Sofern Netzwerke bestehen sind sie voneinander isoliert. An den Bedürfnissen der Alteingesessenen, wie auch denen der zugezogenen Menschen ausgerichtete Angebote mangelt es. Bisher nicht erkannte Talente und Potenziale sind zu aufzufinden, zu nutzen und in das Gemeinwesen zu integrieren. Die Identifikation mit dem Ort und der Dorfgemeinschaft muss gefördert und verbessert werden, um Abwanderung zu vermeiden. Es fehlt eine zentrale Anlauf- u. Koordinierungsstelle mit niedrigschwelligen Angeboten und Hilfe, sowie eine Vernetzung mit den Wirtschaftsunternehmen, relevanten überregionalen Institutionen des Gemeinwesens.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Rastdorf
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Rastdorf (26,32 qkm)
Einwohnerzahl
1180
Quelle / Anmerkungen
Bestandsstatistik SG Werlte
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte: Kinder 0-10 Jahre = 9%, geschätzt:
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte: EW 10- 20 Jahre = 10,5 %, EW 20-40 = 22,7 %, geschätzt:
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik SG Werlte, 10,5% (124EW) der Einwohner sind osteuropäischer, weitere 33 EW nicht europäischer (ukrainischer) Herkunft.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Alleinstehende Personen über 60 Jahre, davon Hochbetagte 32%, Statistik SG Werlte
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_rastdorf_dtk_1.jpg
(938.76 KB)
lage_dgh.jpg
(120.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Dorf wird ein zentrales Dorfgemeinschaftszentrum mit niedrigschwelligem Angebot eingerichtet. Die Anlaufstelle bietet Raum für Treffen und Austausch unter den Bürger*innen sowie verlässlichen Ansprechpartner*innen im Dorf. Die Anliegen der Bürger*innen werden wertgeschätzt. Auch beratende und aufsuchende Angebote werden geschaffen, die wichtige Grundlagen für erfolgreiche Integrationsarbeit und Teilhabe sind. Die mögliche Anwerbung von ehrenamtlichen Dorfmoderatoren*innen und/oder Integrationslotsen fördern eine erfolgreiche Gemeinwesenarbeit. Die vor Ort vorhandenen Ressourcen werden genutzt und die Bürger*innen in ihrer Selbstorganisation gestärkt. Die Förderung eines gemeinsamen Miteinanders als zentrale Aufgabe der GWA steht im Mittelpunkt mit der Ausrichtung einer gesamtkommunalen Vernetzung zwischen Bürgern, Politik und Wirtschaft, die maßgeblich zum Erfolg des Vorhabens beitragen wird. Die bisherige kommunale Zielsetzung die Lebensbedingungen im Dorf insgesamt zu verbessern, findet hier in der Förderung der Gemeinwesenarbeit unter Einbeziehung der Bürger*innen einen wichtigen Schwerpunkt und ist in die kommunale Entwicklungsstrategie eingebettet. Das Vorhaben initiiert einen gesellschaftlichen Transformationsprozess zu mehr Miteinander, Demokratie, gute Integration und starker Selbstwirksamkeit der Dorfgemeinschaft. Die Bürger werden mit professioneller Hilfe unterstützt in einer guten Selbsthilfekompetenz, Partizipation und Konfliktbewältigung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Dorftreffpunkt ist erreichbar, Ansprechpartner*innen vorhanden, Bürger*innen fühlen sich wertgeschätzt, ihre Anliegen ernst genommen, ihre Projekte werden umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Organisations- und Kommunikationsprozesse der Beteiligten vom Bürgerverein verbindlich strukturiert sind, Konfliktbewältigung und demokratische Mitwirkungsformate funktionieren. Die Bürger eigene bedarfsorientierte Projekte entwickeln und umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger bringen ihre Anliegen ein, entwickeln Ideen und Projekte und verwirklichen diese gemeinschaftlich. Integrative oder anlassbezogene Hilfeleistungen werden schnell koordiniert und organisiert. Vorhandene Potenziale sind bekannt u. werden genutzt,
Kriterium
Beschreibung
unterschiedliche Ziel- und Randgruppen gemeinschaftliche Projekte entwickeln, organisieren und durchführen. Ein über Bürger, Verwaltung, Politik und Wirtschaft umfassendes Netzwerk entstanden ist und es die Gemeinschaft trägt.
Beschreibung
alle, insbesondere Randgruppen in die Dorfgemeinschaft und in das Vereinsleben integriert sind und sich das in den Mitgliedschaften der Organisationen widerspiegelt. Derzeit melden die Vereine diesbezüglich keine Beteiligungen und Mitgliedschaften.
Beschreibung
es finden enge demokratische und partizipatorische Abstimmungen und Prozesse zwischen Bürgerschaft und Politik in kommunalen Angelegenheiten und Planungen statt.
Kriterium
Beschreibung
die Interessen und Zielgruppen, vor allem auch die Randgruppen durch vielfältige Ansprachen und Aktionen erreicht werden, deren Bedürfnisse bekannt und sie Handlungsgrundlagen sind. Integration und Identifikation mit der Dorfgemeinschaft erreicht ist.
Kriterium
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist Teil einer integrierten Kommunalentwicklung. Die Bürger/GWA sollen über demokr. Strukturen ihre Bedürfnisse vertreten u. auf kommunale Entscheidungen Einfluss nehmen. Das Konzept ist auf eine nachhaltige Fortentwicklung und versch. Finanzierungsebenen ausgerichtet. Ein Nutzungsvertrag mit dem Bürgerverein sieht eine eigenverantwortliche Organisation des DGH vor, die Gemeinde trägt die Unterhaltskosten. Nach der Anschubförderung soll die GWA weiterbeschäftigt werden (s. Anhang).
11. Medien
Galerie
Videos
buergervers._zum_dgh.jpg
(914.09 KB)
beratung_buergerverein.jpg
(946.82 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On