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Zukunftswerkstatt

Engagement ermöglichen - Gemeinwesen stärken / Kreativ und Aktiv in Lehre

Ansprechpartner
Oliver Ding
Funktion Projektleiter
Ein Poetry-Slam "Lehrsche für Lehrsche": Engagement ermöglichen - kreativ das Gemeinwesen stärken!
Projektbeschreibung
Das Gemeinwesen in Lehre, zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird durch das Engagement der Gemeindemitglieder gestärkt: Durch einen Poetry-Slam und vorherigen Schreibwerkstätten für Jung und Alt. Ziel ist es, dass sich sowohl die Menschen in den Gemeindeorten mehr für- und miteinander engagieren und dabei sowohl die Menschen der verschiedenen Orte, als auch der (etwas abseits gelegene, von vielen Geflüchteten bewohnte) soziale Brennpunkt "Kampstüh“ eingebunden werden. Das wird im ersten Jahr mit Schreibwerkstätten und einem Poetry-Slam umgesetzt. Dieser wird als Wettbewerb durchgeführt und hat zum Inhalt: „Lehrsche für Lehrsche: Wir engagieren uns in unserer Gemeinde“. Der Vorschlag kam von Schülern und Eltern der Oberschule, die gern Geschichten über Lehre von jung und alt zusammentragen möchten. Sie haben Poetry-Slams u.a. in Braunschweig gesehen und regen an, das auch in und für Lehre zu machen. Die Freiwilligenagentur hat Kontakte zu Dozenten, Poeten, Literaten und weiteren Künstlern, die sich daran beteiligen würden. Die Teilnehmer*innen lernen in interaktiven Schreibwerkstätten wie man Texte schreiben und präsentieren kann. Diese kann jede*r besuchen - alle Generationen und Kulturen können mitmachen! Die Werbung läuft via Internet, Presse, Flyer und Kulturveranstaltungen. Geflüchtete im Brennpunkt "Kampstüh" werden über den Verein "Willkommen in Lehre" gewonnen und einbezogen. Die Ergebnisse der Inhalte (das heißt hierbei entstehende Ideen und Vorschläge der Teilnehmer*innen zur Verbesserung des Gemeinwesens) des/der Poetry-Slams werden gesammelt, sortiert und präsentiert. Mit weiteren moderierten Kreativ-Workshops unter der Anwendung entsprechender Techniken wird mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ausgearbeitet, welche in den Poetry-Slams gewonnenen Ideen sich wie einsetzen und umsetzen lassen. Diese werden im zweiten Jahr der Politik nahegebracht und gemeinsam umgesetzt. Hiermit wird das Engagement in der Gemeinde gestärkt. Das Ergebnis: Die Menschen der Gemeinde werden motiviert sich für ihre Belange gemeinsam einzusetzen. Die im Poetry-Slam gewonnenen Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden gemeinsam umgesetzt. Das bedingt eine hohe Identifikation und Motivation zum persönlichen Engagement. Es agieren Menschen, die bisher eher nebeneinander als miteinander leben. Die Ortsteile werden belebt und das Engagement in der gesamten Gemeinde wird gestärkt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Freiwilligenagentur ist in Lehre aktiv und setzt Projekte kultureller Art um. Sie kooperiert mit der Gemeinde, Vereinen und engagierten Bürger*innen. Der Freiwilligenagentur liegt eine Anfrage nach einem Poetry-Slam aus der Oberschule vor. Diese Anfrage soll Basis des Projektes sein. Die Probleme sind: 1. Es gibt unseres Wissens wenig Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für junge Menschen – vor allem zu kulturellen Themen. Resultat: Die Jugendlichen und jungen Familien unternehmen weniger in der Gemeinde, fahren nach Braunschweig oder Wolfsburg, die jungen Menschen der verschiedenen Orte / Ortsteile unternehmen selten etwas zusammen. Das könnte die Identifikation mit der Gemeinde vermindern. 2. Die Gemeinde besteht aus acht verschiedenen kleinen Ortschaften, die wenig miteinander vernetzt sind. 3. Der soziale Brennpunkt ist der Bereich in Lehre am Ortsausgang in Richtung „Kampstüh“: In dem etwa 1 km östlich des Ortskerns (abseits) von Lehre gelegenen Anwesen, das im 2. Weltkrieg als Waffenlager diente, ist ein großer Teil der Geflüchteten der Gemeinde zu Hause. Am Ortsausgang wohnen dagegen u.a. Familien, die dem Thema „Einwanderung und Flüchtlinge“ skeptisch gegenüberstehen. Das birgt Konfliktpotential. 4. Es ist für unser Vorhaben notwenig mehr über die Menschen in der Gemeinde zu erfahren und Wege zu finden, mehr Verständnis für einander zu entwickeln sowie das gemeinsame Engagement zu fördern. Es fehlen Angebote, bei denen sich kreativ und niederschwellig mit den Wünschen und Sorgen der Bürger*innen vertraut gemacht wird und die Lösungsvorschläge an die Politik der Gemeinde richten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lehre
Beschreibung
Die Gemeinde Lehre gehört seit der Gebietsreform 1972 Jahren mit seinen 8 Orten zum LK Helmstedt. Da sie aber räumlich weit weg von Helmstedt liegt (ca. 40 km), gab es immer wieder Streit um die Zugehörigkeit der Gemeinde. Einige wünschen eine Angliederung an Braunschweig, andere wollen von dem starken Wirtschaftsstandort Wolfsburg profitieren. Beide Städte liegen räumlich näher an Lehre als die Stadt Helmstedt - derzeit ruht dieser Streit.
Einwohnerzahl
12135
Quelle / Anmerkungen
Quellen: Wikipedia / Rathaus Lehre
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt immer mal Konflikte mit den Bewohnern des Kampstüh (Flüchtlinge), da es in der ländlichen Region einige konservative Mitbürger mit rechten Tendenzen gibt. Zur Gewalt hat es bislang zum Glück noch nicht geführt. Die meisten Geflüchteten der Gemeinde wohnen im Kampstüh. Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürgern und Mitarbeiter*innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt nur eine Oberschule, andere weiterführende Schulen, wie z.B. ein Gymnasium und Ausbildungsmöglichkeiten fehlen in der Gemeinde. Es herrscht schon bei jungen Leuten der Zwang zum Pendeln. Folge: Viele Jugendliche und junge Familien orientieren sich nach Braunschweig oder Wolfsburg - unternehmen dadurch wenig für und in der Gemeinde. es könnte dabei auch zu einer "Überalterung" der Bevölkerung in der Gemeinde kommen. Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürgern und Mitarbeiter*innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt werden die Kommunikation, Selbstorganisation und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in der Gemeinde gestärkt. Damit dient es dem Empowerment der Menschen in der Gemeinde. Die Workshops (be)stärken die teilnehmenden Menschen darin, ihre Interessen zu formulieren. Die Poetry Slams als öffentliche Veranstaltung sowie die Sammlung und Aufbereitung der Ergebnisse helfen dabei, diese Interessen an verantwortliche Stellen (Politik und Verwaltung) zu transportieren. Die Freiwilligenagentur wird ihre Stärken vor Ort nutzen: Im bestehenden Kulturprojekt mit der Gemeinde verfügt sie über Zugänge zu Multiplikatoren. Sie nutzt eine Ausstellung zum Thema "Demokratie", das von einem Projekt aus Braunschweig begleitet wird, um auf den Poetry-Slam aufmerksam zu machen. Sie gewinnt Ehrenamtliche aus verschiedenen Themenfeldern (außer Kultur z.B. auch Sport) und nutzt bestehende Kooperationen zu Vereinen und Initiativen. Die Bewohnerinnen werden durch diese Netzwerke und Aktionen aktiviert und motiviert am Poetry-Slam teilzunehmen. Vorhandene Strukturen z.B. zu Theatergruppen werden genutzt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Erfolgsrezept: Die Menschen nehmen an den Workshops und dem Poetry Slam teil. Hierbei können sie niederschwellig und mit Spaß an der Erarbeitung und Vorführung ihre Wünsche an die Gemeinde vermitteln.
Beschreibung
Ein Erfolg ist, wenn die Nachbarschaften (Orte) mehr zusammenrücken und gemeinsam etwas veranstalten (hier: den Poetry Slam als Wettbewerb in den Orten) und wenn Bewohner des "Kampstüh" eingebunden werden (z.B. Geflüchtete)
Beschreibung
Von einem Erfolg sprechen wir, wenn Teilnehmer*innen und Teilnehmer aus den verschiedenen Orten und vor allem dem "Kampstüh" mitmachen und lernen sich (künstlerisch / niederigschwellig) zu Wort melden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftshäuser, Mühlen-Museum und Börneken-Halle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rathaus Lehre und Bürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ober-Schule Lehre (einzige weiterführende Schule) in der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen der Gemeinde: Pfarramt der Gemeinde Lehre, St. Johannes-Gemeinde in Essenrode
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Helmstedt Nachrichten / Helmstedter Anzeiger / Lehrscher Bote) / Internet- und Social Media-Präsenz Gemeinde Lehre und Freiwilligenagentur
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Zur Sicherung und Fortsetzung des Projektes ist es notwendig, dass eine hauptamtliche Ansprechperson (mit mind. einer Halbtagsstelle) vor Ort bleibt. Die Freiwilligenagentur wird, mit Hilfe der Kommune und / oder mit Multiplikatoren des Projektes, die Mittel dafür auftreiben. Diese können über lokale Ressourcen (z.B. Firmen oder Sponsoren im Projektgebiet, z.B. VW oder Zulieferer) bzw. über regionale Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) eingeworben werden.
Galerie
gemeinde lehre
kampstueh
schreibwerkstatt002
poetry slam buchladen
luftaufnahme lehre picture
luftbild lehre und kampstueh
Zustimmung Veröffentlichung
On

Durch Gemeinschaft ins Leben

Ansprechpartner
Martin Leupold
Funktion Rektor
Der Gemeinschaft des Dorfes soll Gelegenheit gegeben werden, die ortsansässige Grundschule und deren Umfeld mitzugestalten, damit diese nicht nur als Bildungsort für Kinder, sondern gleichzeitig auch noch als Ort der Begegnung für Jedermann dienen kann.
Projektbeschreibung
Wendisch Evern ist ein Ort wie viele im Einzugsbereich großer Städte: Man findet alte Ortsstrukturen und Traditionen, weit verwurzelt in der Geschichte. Diese allerdings stehen im Widerspruch zu modernen Lebensweisen. Der Ort wandelt sich: Alte Menschen vereinsamen, Familienstrukturen gehen verloren, die örtliche Infrastruktur geht zurück, die Verbundenheit mit dem Ort und die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, schwinden. Daraus resultiert die Auflösung der Gesamtgemeinschaft. Die Vereine beschreiben den Verfall der Vereinsstrukturen bereits und kämpfen um Nachwuchs. „Projekte“, in denen weite Teile der Bevölkerung mit Hand anlegen, um ein „Gemeinschaftsprodukt“ zu erstellen, werden seltener. Nur ältere Dorfbewohner können noch den gemeinschaftlichen Bau der Mehrzweckhalle erinnern. Die Grundschule Wendisch Evern hat deshalb bereits vor mehreren Jahren erkannt, welche Verantwortung sie für den Ort und für dessen Gemeinschaft hat, welche Chancen sich ihr aber auch bieten: In Bildungsprojekten bringt sie Alte und Junge zusammen und diese lernen voneinander. Die Kinder der Schule profitieren beispielsweise vom Wissen eines ortsansässigen Hühnerzüchters, während dieser eine Erfüllung in der Weitergabe seines Wissens empfindet. Das Klassenzimmer wird in das umliegende Quartier erweitert. Auch engagiert sich die Schule in einer Bürger-Arbeitsgemeinschaft, die beispielsweise die preisgekrönte "SAUschlau-Tour" organisiert, bei der Jeder sein Wissen weitergeben kann. Ziel ist es nun, diese ersten Schritte weiterzugehen und das Schulgebäude an die pädagogische Grundhaltung anzupassen. Das aber mit der gesamten Dorfgemeinschaft, allen Vereinen sowie der Politik gemeinsam. Alle Interessierten sollen an einer Ideensammlung beteiligt werden. In einem Verständigungsprozess, einer Phase 0, sollen Vorschläge gesammelt werden, wie das Quartier baulich für die Schule erschlossen werden kann. Zeitgleich sollen die Dorfbewohner die Möglichkeit erhalten, die Schule für sich zu gestalten. Am Ende des Planungsprozesses wünschen wir uns, dass die Schule offener für die Bedürfnisse des Ortes ist und andersherum die Bürger der Schule noch mehr Bildungsangebote ermöglichen. Langfristig führt ein gemeinsam geplantes und später sogar realisiertes Gebäude zu einem Zusammenwachsen Aller. Die Schule gestaltet und entwickelt es weiter, weil sie damit ihrem Bildungsauftrag gerecht wird, während die Bürger es für sich nutzen, weil es sie als Dorfzentrum zusammenbringt.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Das hiesige Dorfleben wird durch drei Probleme bedroht: Die potenzielle Schließung der Grundschule, die fehlende Nahversorgung und die sinkende Bereitschaft, sich für den Ort zu engagieren. Mit nur 79 Schülern ist die Grundschule einer der gefährdetsten Standorte des Landkreises Lüneburg. Der Schulträger fördert den Standort jedoch massiv und investiert damit auch in die Zukunft des Ortes! Nachdem sämtliche Nahversorgungsangebote verschwanden, gab es mehrere Bemühungen, diese erneut zu installieren. Leider sind sie allerdings alle gescheitert. Insbesondere ältere Menschen sind deswegen auf Unterstützung Jüngerer angewiesen, die jedoch nicht jeder unmittelbar bekommt. Besonderen Einfluss darauf hat die stetig sinkende Bereitschaft, sich für den Ort oder die Mitmenschen zu engagieren. Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu gewinnen. Die Verantwortung für Tätigkeiten und bestehende Freizeitangebote für die Dorfbewohner lasten auf immer weniger Schultern. Obwohl ein Kreis aus Bürgern (AG „Durch Gemeinschaft ins Leben“) das Gesamtwohl des Ortes in den Fokus nimmt, fehlt es in jedem Verein an tatkräftiger, zukunftssicherer Unterstützung. Ebenso fehlt eine gemeinsame, alle verbindende Dorfvision, die das Miteinander und die Identifikationsmöglichkeit für die Vielen bietet und damit ein Zusammenwirken und Engagement für das Dorfleben fördert. Ausgehend von der Schule soll der gesamte Freiraum des Ortes in den Fokus gerückt werden, um den Ort als Ganzes zukunftsfit zu machen und die generationenübergreifende Dorfgemeinschaft zu stärken und wiederzubeleben. Wenn diese auch in Zukunft fehlt, wird ein vitales Dorfleben über Kurz oder Lang vollständig zum Erliegen kommen!
GWA/QM-Ansatz
Das von der Samtgemeinde Ostheide angestrebte Beteiligungsverfahren ermöglicht es allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihre Gemeinde mitzugestalten, für sich und die Dorfgemeinschaft eine gemeinsame Vision und einen gemeinsamen Dorfmittelpunkt zu schaffen. Darüber hinaus können alle Bürgerinnen und Bürger Ideen vorbringen, die auch außerhalb des Dorfgemeinschaftsplatzes auf die Entwicklung des Dorfes wirken. Konkret wird dafür eine sogenannte Phase 0 gewählt. Sie ist ein Arbeitsprozess , der sich aus mehreren vorher festgelegten Schritten zusammensetzt. Das Ziel einer Phase 0 ist immer ein Einigungsprozess, bei dem die Beteiligten sich letztlich auf einen Vorschlag einigen, der die im Erarbeitungsprozess angesprochenen vielfältigen Ansprüche bestmöglich abbildet. Bestandteil sind Workshops, Fragen- und Interviewrunden, Besichtigungen, Auseinandersetzung mit pädagogischen und architektonischen Umsetzungsbeispielen oder andere prozessförderliche Elemente. Entscheidend ist, dass sich die Interessierten in einem gemeinsamen und transparenten Prozess miteinander und mit ihren Bedarfen auseinandersetzen. Durch die Auseinandersetzung mit den Interessen und Bedarfen der anderen Prozessbeteiligten wird nicht nur das Verständnis füreinander gefördert, durch den Einigungsprozess, der immer auch Bestandteil der Phase 0 ist, entsteht auch ein Ganzes, das von allen getragen wird. Das stützt den Gemeinsinn und fördert den Zusammenhalt.
Nachhaltigkeit
Ausgangspunkt ist zunächst die Grundschule. Die Samtgemeinde Ostheide gibt mit Umsetzung der Phase 0 auch ein deutliches Signal für den Erhalt des Schulstandortes. In der Zukunft werden die im Rahmen des Prozesses erarbeiteten und umgesetzten Ideen durch die Schule und den Schulträger weiterhin getragen werden. Der Schulstandort Wendisch Evern bedeutet gleichzeitig die Sicherheit für das Gesamtprojekt.
Galerie
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Welcome Kralenriede

Ansprechpartner
Ilka Binnewies
Funktion Einrichtungsleitung / Sozialarbeiterin
Kralenriede wächst zusammen
Projektbeschreibung
In Kralenriede am Stadtrand von Braunschweig ist seit 1983 eine Erstaufnahmeeinrichtung angesiedelt. Noch vor ihrer Ansiedlung wurde von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht. Außer der EA gibt es in Kralenriede zwei Wohngebiete und zwei Gewerbegebiete. Der Ort selbst wurde 1915 für Arbeiter einer Munitionsfabrik gegründet. Bis 2015 gab es außer den Einkaufsläden, den Buslinien (und einem engagierten Sportverein, in dessen Fusballgruppe ein paar Geflüchtete aktiv sind) keinerlei strukturelle Begegnungsmöglichkeiten zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen. 2015 gründete sich der Verein TRIVT, und konnte 2016 einen Kiosk als Nachbarschaftliche Begegnungsstelle und Anlaufstelle für Geflüchtete in Betrieb nehmen sowie seit 2017 Personalmittel des Landes gewinnen. Hier findet in kleinem Rahmen echter Kontakt zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen statt. Die LAB und die Geflüchteten werden weitgehend als Fremdkörper von den Alteingesessenen wahrgenommen, und die Geflüchteten fühlen sich fremd im Quartier. 2015/16 gab es eine dramatische Überbelegung der LAB, sie erreichte zeitweise eine Belegung weit höher als die EinwohnerInnenzahl Kralenriedes. Über Belästigungen der Alteingesessenen durch Geflüchtete und Straftaten wurde teilweise nicht angemessen berichtet, was zu einem Verstummen über das Thema führte. Wir wollen das Thema aufgreifen, die Fremdheit im Quartier (möglicherweise nicht nur zwischen den beiden Gruppen) vermindern und die Traumata auf allen Seiten soweit möglich bearbeiten, damit alle Menschen sich wieder als Menschen in Kralenriede begegnen können, ohne Vorbehalte, und dadurch die Lebensqualität in Kralenriede steigern. Dies wird sich u.E. auch auf Braunschweig und Niedersachsen auswirken, wenn sozial angekommene statt sozial abgelehnte Geflüchtete in die Kommunen verteilt werden. Braunschweig wird besonders profitieren, da schon jetzt viele Angehörige vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) eine Verteilung nach BS erreichen.
Ausgangslage
2015/16 war die LAB in Kralenriede bis zu zehnfach überbelegt (es gibt 900 Betten, von denen aber wegen der Belegbarkeit der Zimmer und fortlaufender Renovierungsarbeiten normalerweise ständig nur 600 belegt sind). Damit gab es vorübergehend fast zweimal soviele Geflüchtete wie Alteingesessene. Die große Anzahl fremder Neuankömmlinge in dem eher ruhigen Quartier (die Durchgangsstraße und die Läden waren plötzlich voll) und etliche kriminelle Taten (Einbrüche, gewalttätige Auseinandersetzungen, Belästigungen) führten bei Teilen der Alteingesessenen zu starker Verunsicherung, Traumatisierungen und zur Verfestigung von ablehnenden Haltungen. (Schon vor der Ansiedlung der LAB war von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht worden.) Eine individuelle Integration von Geflüchteten in das Quartier ist unmöglich, weil es dort keinen Wohnstandort gibt. Alle Geflüchteten, die kommen, gehen auch wieder. Langfristige persönliche Beziehungen können im Quartier selbst nicht aufgebaut werden. Einigen Angehörigen vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) gelingt es, eine Verteilung ins Braunschweiger Stadtgebiet zu bekommen - diese Menschen besuchen das Welcome House auch nach ihrer Verteilung weiter; da sind also grundsätzlich längerfristige persönliche Bindungen möglich. Ziel ist, verbindliche kurz - oder langfristige Kontakte und Informationen zu ermöglichen, die zu einem Abbau der Fremdheit auf beiden Seiten führen. Dies soll auch im Rahmen der Bearbeitung von Traumata bei Geflüchteten und Alteingesessenen geschehen, um dieses gemeinsame Schicksal möglichst effektiv in eine Ressource für das Klima im Quartier, für Braunschweig und für das Land zu verwandeln.

Leben im Meer - Inselgesellschaften in touristisch geprägten Lebensräumen (Dachprojekt)

Ansprechpartner
Heike Brunken-Winkler
Funktion Regionalmanagerin
Mikrokosmos Insel - Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen für kollektives Empowerment
Projektbeschreibung
Die Bewohner der ostfriesischen Inseln wohnen dort, wo viele Menschen gerne Urlaub machen. Davon leben sie, das ist die Haupteinnahmequelle der Insulaner, fast zu 100%. Der Tourismus wird aber auch immer mehr zur Belastung. Die work-life-balance gerät zunehmend ins Ungleichgewicht. Wohnungen werden nicht nur mehr sehr teuer, sie sind auch noch knapp. Alt werden auf den Inseln ist auch nicht mehr so selbstverständlich, wie noch vor 20 Jahren. Es gibt nicht genügend Pflege und ärztliche Versorgung. Geprägt ist das Leben auf den Inseln durch die Dorf-Stadt-Wechsel: Die „Einwohnerzahl“ der Inseln steigt in der Hauptsaison auf ein Vielfaches im Verhältnis zur „Grundbevölkerung“ an, die Infrastruktur der Kleinstädte wie Norderney und Borkum und der restlichen Inseldörfer muss diesen Anstürmen genauso gerecht werden, wie den Situationen im Winter, wenn wetterbedingt wieder Ruhe eingekehrt und die Bewohnerzahl wieder von "Stadt-" auf "Dorfniveau" geschrumpft ist. Das gleiche gilt für die Einrichtungen der Daseinsvorsorge und weiteren weichen Standortfaktoren, die maßgeblich das Inselleben prägen und gestalten. Das sind, hier in aller Kürze, insgesamt aber auch die Faktoren und Rahmenbedingungen, mit denen sich die Verwaltungen und Bürger jetzt stärker als bisher auseinandersetzen wollen und müssen, um für sich und für ihre Inseln eine Zukunft zu gestalten, die lebenswert und attraktiv genug bleibt, sowohl für die Inselbewohner, die Saisonkräfte und wie auch für ihre Gäste. Es geht um nichts weniger, als den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, den Erhalt und die Sicherung des Dorf-/Gemeinschaftslebens inklusive der identitätsstiftenden kulturellen Bindungen, der Sicherung der Ver- und Entsorgungsfunktionen, der Kranken- und pflegerischen Versorgung, des bezahlbaren Wohnens und der Sicherung der Wirtschaftskraft. Die Problemlagen sind dabei vielfältig, eine gemeinsame, strategisch orientierte und thematisch auf die Partner verteilte Prozess- und Beteiligungsstruktur evident. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine externe organisatorisch-fachliche Unterstützung des Prozesses die internen Prozesse zu unterstützen hat, das Netzwerk aufbaut und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf alle ostfr. Inseln erzeugt. Dieser Prozess, im Grunde ein gesellschaftlicher Transformationsprozess, mit der die Inseln resilienter werden, kann nicht mit lokalen Ressourcen allein gestaltet werden. Dieser Ansatz kann und sollte modellhaft für andere (insularen) "Mikrokosmen" sein.
Ausgangslage
Die Wirtschaft der Inseln basiert nahezu zu 100 % auf dem Tourismus (inkl. nachgelagerten Branchen). Dementsprechend geprägt ist das Leben auf den Inseln: Die „Einwohnerzahl“ der Inseln steigt saisonal auf ein Vielfaches im Verhältnis zur Grundbevölkerung im Winter an. Durch die Saisonkräfte steigt die EW um 3%; hinzukommen noch ca. 10,9 Mio. Übernachtungen und ca. 700.000 Tagesgäste (Zahlen für alle 7 Inseln). Dies heißt im Jahresrhythmus: In der Saison volle Auslastung bei den Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, bei touristischen Angeboten sowie bei den Fährbetrieben (100 %-Auslastung; Großstadtniveau); im Winter wird runtergefahren auf Dorfniveau. Nicht nur bei den beiden großen Inseln haben saisonverlängernde Maßnahmen bereits gewirkt, auch mit negativen Wirkungen auf die Work-Life-Balance, sowohl bei den Arbeitnehmern, wie bei den Arbeitgebern. Die Insulaner sind zunehmend überlastet. Dazu kommt die Wohnungsnot. Es hat eine "Syltifizierung" der niedersächsischen Inseln begonnen. Aufgrund der hohen Attraktivität der Destinationen werden Häuser an meist bietende Käufer vom Festland verkauft. Das führt zu Wohnraummangel für Insulaner und Fachkräfte, da bezahlbarer Wohnraum kaum vorhanden ist. Der "Ausverkauf" der Inseln führt auch dazu, dass die oftmals lange Zeit leerstehenden Häuser von Zweitwohnungsbesitzern der touristischen Vermietung entzogen wird. Für die Inselgemeinschaften aber noch entscheidender ist, dass das Inselleben darunter leidet. Zweitwohnungsb. nehmen im Regelfall nicht am Gemeindeleben teil, füllen kein Ehrenamt aus, bringen nicht ihre Expertise in die Dorf-/Quartiersgemeinschaften ein, wenn es darum geht, das Gemeindeleben zu stärken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ostfriesische Inseln
Beschreibung
Das Dachprojekt (dieser Antrag) zum Aufbau und zur interkommunalen Strukturierung einer gemeinsamen Gemeinwesenarbeit umfasst alle beteiligten ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer bzw. die drei an diesem Projekt teilnehmenden Inselkommunen Spiekeroog, Juist und Wangerooge. Die sieben Inseln liegen in vier verschiedenen Landkreisen: Borkum gehört zum Lkrs. Leer, die Inseln Juist, Norderney und Baltrum zum Lkrs. Aurich, Langeoog und Spiekeroog zum Lkrs. Wittmund und Wangerooge zum Lkrs. Friesland.
Einwohnerzahl
17775
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019 (Gebietsstand: 1.7.17)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand: 07/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle und alle mit ihren jeweiligen Stärken aktiviert werden. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse, die in den zwei Phasen der Zukunftsstadt erzielt worden sind. Die 9 Leitsätze zeichnen das Bild der beteiligten Insulaner, das für die Arbeit des Gemeinwesens Ausgangspunkt ist. Mehr Verantwortung, mehr regionale Identität, bessere work-life-balance, verbesserte Infrastruktur und Daseinsvorsorge, bezahlbarer Wohnraum, die Potentiale der Insulaner müssen (innovativer) entwickelt werden, der soziale Zusammenhalt muss wieder in den Fokus, Bildungs-/Weiterbildungsangebote sollen entwickelt, das Inselleben attraktiver. Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden. Ein interkommunales Netzwerk zwischen Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke, breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht, werden gesucht und gefunden, Problemlagen werden erkannt und vergegenwärtigt, so wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivierung der Bewohner hat mit den geplanten Methoden funktioniert. Gemeinsam haben sie Ziele für ihre eigene Inselzukunft festgelegt und organisieren sich, um die vielen kleinen und größeren Maßnahmen und Aktionen umzusetzen.
Beschreibung
Die eingangs durchgeführte Open Space-Veranstaltung, weitere öffentliche Informationsveranstaltungen, Workshops und Gespräche haben eine positive Akteursgemeinschaft hervorgerufen, die sich um die Belange der Inselgemeinschaft kümmert.
Beschreibung
In den letzten Dekaden, haben die Inselgemeinschaften aufgrund der zunehmenden Zahl an Gästen ein hohes Potential zur Bewältigung von Stresssituationen und zur Selbstorganisation entwickelt. Dieses Potential wird in Zukunft für eigene Projekte genutzt.
Beschreibung
Es gibt eine zunehmende Zahl von auswärtigen Mitarbeitern aus dem europäischen Ausland und darüber hinaus. Diese neuen "Mitbewohner" sind durch direkte Ansprache stärker in die Planung und Umsetzung der zukünftigen Projekte und Aktionen einbezogen.
Beschreibung
Die beteiligten Inseln haben sich jeweils mit ihren Schwerpunktthemen so vernetzt, dass über den kontinuierlichen Austausch der Projektergebnisse Jeder von Jedem gelernt hat und unterstützt wird. So werden alle Belange des Insellebens beachtet.
Beschreibung
Nicht allein das Netzwerk eines jeweiligen Insellabores konnte erfolgreich aufgebaut werden, auch die Insellabore untereinander sind miteinander vernetzt, sowohl über die Insellotsen, wie auch über fachlich orientierte Akteursgruppen.
Beschreibung
Die bereits bestehenden Vereinsstrukturen in jeder Destination, wie auch die inselübergreifenden Treffen der "Insulaner unner sück", die jährlich stattfinden, werden durch das GWA - Projekt unterstützt und gestärkt. Fördermittel werden entspr. akquiriert.
Beschreibung
Auf administrativer Ebene gibt es Ansätze, die Inseln bei der Bewältigung der Wohnungsnot zu unterstützen. Die Inselgemeinschaften selber haben über die vielen Gespräche und Informationsveranstaltungen Strategien für Hilfe-zur-Selbsthilfe entwickelt.
Beschreibung
Das Projekt "Leben im Meer" hat über ein ausgesprochen offensives networking auf und zwischen den Inseln gemeinwesenorientiertes interkommunales Handeln zwischen den Akteuren auf administrativer, politischer und gesellschaftlicher Ebene erreicht.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Matthias Piszczan, Dr. Tjark Goerges, Marcel Fangohr (Bürgermeister von Spiekeroog, Juist und Wangerooge)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Politische Vertreter von den drei Inselkommunen; Inselräte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselzeitungen, regionale Presseorgane
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
jeweilige Schlüsselakteure auf den Inseln und Netzwerker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inselbüros (siehe Anträge der Gemeinden Spiekeroog, Juist und Wangerooge)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
nach Bedarf: ggf. weitere bzw. übergeordnete Instanzen/Institutionen wie z. B. die Nationalparkverwaltung, Landkreise etc.
Typ
Stadtteil
Galerie
vision achter
w8 karte
karte mit orten
faehre nach norderney
dsc 0098
wattenmeerachter 120517 hei 067
Zustimmung Veröffentlichung
On

1 Leben im Meer - Aktiv für die Insel Spiekeroog (Teilprojekt 1)

Ansprechpartner
Matthias Piszczan
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Spiekeroog - Aufbau eines nachhaltigen Gemeinwesens mit dem Themenschwerpunkt "zukunftsfähige Mobilität sowie insulare Ver- und Entsorgung"
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Mit seinen 844 Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln, in Bezug auf die Einwohnerzahl, wie auch in Bezug auf den Anteil an ausländischen Mitbürgern (rund 13% gegenüber Juist mit rund 28%). Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, der Gesamteindruck idyllisch. Dennoch hat auch Spiekeroog mit der Abwanderung der Jugend, der zunehmenden Belastung durch die steigende Zahl an Gästen und Übernachtungen zu kämpfen. Auf der tideabhängigen und flugplatzlosen Insel müssen alle Gäste und alle Insulanerer mit der Fähre zum Festland bzw. zur Insel und es müssen sämtliche Nahrungsmittel, Konsumgüter und der gesamte Abfall per Fähre transportiert werden. Stetig wächst die Insel in der Hauptsaison von Dorf- auf Stadtgröße (rund 96.000 Gäste in 2017), mit allen Konsequenzen bei der insularen Infrastruktur, sowohl was die weichen, wie auch die harten Faktoren angeht. Bei allen Anstrengungen, den Gästen den Urlaub auf der Insel so bequem wie möglich zu machen, schließlich ist der Tourismus der einzige Wirtschaftsfaktor, kommt mittlerweile die work-life-balance, wie auf allen anderen Inseln, zu kurz. Die mit dem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit hat in dieser Gemengelage viele und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Die ostfriesischen Inseln arbeiten zunehmend gemeinsam an ihrer Entwicklung; die Zusammenarbeit in der Leader-Region Wattenmeer-Achter ist ein deutliches Beispiel dafür. Deshal haben sich die beteiligten Inseln Schwerpunktthemen gesetzt, die exemplarisch für die jeweils anderen bearbeitet werden. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt deshalb die insel- und themenübergreifende Vernetzung der Inselpartner, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Spiekeroog hat dabei das Schwerpunktthema "zukunftsfähige Mobilität und insulare Ver- und Entsorgung" stellvertretend für die anderen ostfriesischen Inseln übernommen. Diese Schwerpunktsetzung für die grüne Insel Spiekeroog kommt nicht von ungefähr, setzt sich doch die Insel bereits seit längerem intensiv mit der nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der naturschutzfachlich hochwertigsten Flächen im Biosphärenreservat Nds. Wattenmeer auseinander (außeruniversitärer Forschungsstandort der Uni. Oldenburg). Die im Rahmen der des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insbesondere diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Auf Spiekeroog läuft seit 2007 ein Zukunftsprozess mit dem Ziel, Spiekeroog zu einer umweltgerechten Gemeinde zu entwickeln. Deutlich wird, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht, gleichzeitig aber auch grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft zunehmend in den Fokus geraten (u.a.: bezahlbarer Wohnraum fehlt, die Nahversorgung ist mangelhaft, Freizeitangebote für Jugendliche fehlen) . Das bisherige Engagement der Akteure auf Spiekeroog, sich für ihre Lebensumwelt einzusetzen, soll dabei als positiver Motor für die Gemeinwesenarbeit fungieren. Nach der Einrichtung des Inselbüros sollen die Spiekerooger zum Mitmachen angeregt werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst ihrer Themen annehmen, Arbeitsgruppen bilden, Schwerpunkte setzen, einen Aktionsplan aufstellen und ihre Ideen, Maßnahmen und Projekte priorisieren. Viele Ideen sind bereits in der Zukunftsstadt-Phase entstanden, sie können Ausgangspunkt sein für die weitere Arbeit. Die Akteure sollen stärker Einfluss auf die Politik und die übergeordneten Strukturen nehmen und Handlungsoptionen entwickeln, wie sich die Inseln stärker mit den Themen positionieren können. Ansätze für das Schwerpunktthema sind: der Einsatz bzw. die Nutzungsintensität von Ressourcen, die Ressourceneffizienz, der ökologische Fußabdruck, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, die Reduzierung des Wasserverbrauchs, die Abfallvermeidung und die Erhöhung der Recyclingquote sowie klimafreundliche Transportmittel (über Autofreiheit und E-Mobilität hinaus) und der Einsatz regenerativer Energien.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Spiekeroog
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Inselgemeinde Spiekeroog.
Einwohnerzahl
805
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die GWA soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 50% der Bevölkerung beteiligt sich aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens.
Beschreibung
In der Transformationsphase hat sich eine feste Gruppe an Aktiven auf Spiekeroog gebildet, die den Transformationsprozess weiter vorantreibt, sich regelmäßig trifft und ein Bündnis zwischen Insel-Politik, -Verwaltung und -Bürgerschaft verstetigt.
Beschreibung
Die Akteure haben auf Spiekeroog ein Kataster mit Stärken und Unterstützerpotentialen aufgestellt, das für die Insulaner zur Verfügung steht und insbesondere in Stresssituationen puffernd wirken kann.
Beschreibung
Spiekeroog hat bereits früher einen durch die Inseljugend angestossenen Mediationsprozess durchlaufen, an dessen Ergebnissen angeknüpft wurde. Durch die intensive GWA wurden die Kontakte zwischen den unterschiedlichen Inselgruppen deutlich verbessert.
Beschreibung
Spiekeroog steht als außeruniversitärer Standort (Uni. Oldenburg) bereits im wissenschaftlichen Fokus und konnte sich mit seinem Schwerpunktthema Mobilität und Ver-/Entsorgung sowohl den anderen Inseln, als auch überregional als Wissensstandort empfehlen.
Beschreibung
Die Spiekerooger Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Spiekeroog
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordseebad Spiekeroog GmbH - Kurverwaltung & Schifffahrt-
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hermann Lietz Schule (Internatsgymnasium)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nationalparkhaus Wittbülten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Universität Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KV Spiekeroog, Reit- und Fahrverein Spiekeroog, Spiekerooger Segelclub, Spiekerooger Sportverein, Museumsverein Spiekeroog
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DEHOGA-Inselverband Spiekeroog
Typ
Stadtteil
Galerie
folie1
folie2
folie3
folie4
Zustimmung Veröffentlichung
On

Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum (2019)

Ansprechpartner
Manfred Fraatz
Funktion Leiter Fachbereich Soziales
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden wird ein Prozess des friedl. Zusammenlebens unter multiethn. Anwohnern implementiert. Für diese Vielfalt wurde ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmerin errichtet. Der LK Göttingen als Eigentümer hat die Baumaßnahmen für die Räumlichkeiten im Haus der Nationen im Stadtteil Neumünden, in denen das BZ entsteht, bereits abgeschlossen. Im ersten Projektjahr wurden bereits in einem interaktiven Beteiligungsprozess Angebote für und mit Anwohnern etabliert. Nun werden mit Teilprojekten wie z.B. regelm. Kochabenden, gem. Feiern, Frauencafé, HA-Hilfe u. Familienseminaren das BZ sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro mit Leben gefüllt. Damit wird die Sozialstruktur im Stadtteil merklich verbessert u. Defizite im Gemeinwesen werden behoben. Eine Kümmerin beschäftigt sich mit Organisation, Planung, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie mit Unterstützung u. Aufbau v. selbstorganisierten Aktivitäten v. Anwohnern. Im Folgejahr werden im BZ für generations- u. kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen geeignete Hilfsformen u. Angebotsstrukturen ausgebaut u. optimiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden/defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es sollen religionsübergreifende u. interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur o. Kunstangebote entwickelt u. umgesetzt werden. 2. Das BZ soll als ein Ort f. selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet u. Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Der Treffpunkt-Ansatz wird durch örtliche Initiativen selbsttragend fortgeführt, z.B. multikulturelle Männerrunden, Seniorentreffs, Spieletreff, Selbsthilfegruppen, wie zivilgesellschaftliche Umweltinitiativen. 3. Die Zentrierung u. Vernetzung der Beratungs- u. Unterstützungsangebote f. versch. im Stadtteil lebende Zielgruppen wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten, z.B. die Sprechzeiten von Suchtberatungsstelle/ProFamilia als Erstkontakt, Weiterleitung dieser Bedarfe an Fachdienste, ständige Bedarfsermittlung durch Anwohnerbefragungen. Durch das Projekt sollen die Bürger weiterhin in Detailplanungen des Bistroangebots und der zukünftigen Nutzung Räume des BZ einbezogen werden. Ein partizip. Projektbeirat (multiethn.) begleitet die konzeptionelle u. operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit.
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte. Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit ca. 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit ca. 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen. Überproportional viele Bürger sind auf staatl. Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Daraus resultiert der Ruf als Konzentrationspunkt für die sozial benachteiligte Bevölkerung. Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird auf ca. 20% geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzungen des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll die „Kümmerin/Gastgeberin“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. der „Kümmerin“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfe Münden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Bürgerinitiative Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche, Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
Galerie
haus der nationen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Finde die Glaswände!“ – Gemeinsam Durchgänge zur guten Nachbarschaft schaffen

Ansprechpartner
Nikola Stasko
Funktion Projektleitung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont will mit dem zu fördernden Projekt „Finde die Glaswände!“ in seinen acht Kommunen ehrenamtliche Potentiale wecken, Trennungen identifizieren und durch gute Ideen ganz neue Durchgänge schaffen.
Projektbeschreibung
Unter dem Motto: „Finde die Glaswände!“ sollen die Teilnehmer (aus kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen) aktiviert werden zu erforschen, welche unsichtbaren Wände eine gute Nachbarschaft verhindern, was uns trennt und Beziehungen hemmt. Im zweiten Schritt sollen neue Ideen entwickelt werden, um die „Glaswände zu durchbrechen“. Ziel der zukünftigen GWA soll die Zusammenführung sozialer, demografischer u. ethnischer Potenziale sein. Es entsteht ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, der sich in der Steigerung der Lebensqualität und damit der Attraktivität des Standorts widerspiegelt, besonders wichtig ist dies im ländlichen Raum. Deshalb kommt es darauf an, Akteure des sozialen Lebens zu vernetzen, damit so Menschen zueinander finden. Die menschlichen Bedürfnisse nach Teilhabe und Teilgabe sind hier grundlegend. So werden eine gegenseitige Unterstützung und ein Austausch unter Nachbarn möglich. Hierzu benötigt man Projekte auf freiwilliger Basis, die Begegnungen unterschiedlichster Menschen fördern. (z.B. Stadtteilfeste, Kinder-Eltern-Sponsoring-Lauf, Aufbau einer Fahrrad-Werkstatt) Um dies umsetzen zu können, soll eine zunächst für anderthalb Jahre befristete ¾-Stelle geschaffen werden. Diese zentrale Koordinierungsstelle mit Fokus auf GWA, besetzt durch eine universitär ausgebildete Fachkraft, soll in den ersten 6 Monaten mit einem Steuerungskreis in Rückkoppelung mit der Hausleitung diesen Auftakt für freiwillig teilnehmende Bürgermeister, ggf. Bürgervertretungen vorbereiten und koordinieren. Anschließend wird die Umsetzung der dort gesammelten Ideen in Projektgruppen für 1 Jahr von der Fachkraft begleitet. Für die Start- u. Abschlussveranstaltungen u. Begleitung der Projektgruppen werden zusätzlich Moderatoren o. Referenten auf Honorarbasis eingesetzt. Ziel ist es, mit den einzelnen Städten u. Gemeinden konkrete Ansätze zur Überwindung der Glaswände zu erheben u. dass diese Ideen unter Mitwirkung der Städte u. Gemeinden in Gemeinwesenarbeit vor Ort durchgeführt werden. In einer Abschlusskonferenz werden alle Projekte vorgestellt, die besten 2-3 bekommen ein Preisgeld als Anschubfinanzierung oder andere aktivierende „Preise". Zudem werden diese Best-Practise-Beispiele in einer übergreifenden Öffentlichkeitsarbeit sowie in einer Broschüre hervorgehoben. Durch entstandene Netzwerke u. weitere Konzeptplanung im LK soll für Nachhaltigkeit gesorgt werden.
Ausgangslage
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm u. einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Nds. 8 Städte und Gemeinden bilden den Landkreis Hameln-Pyrmont: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern. Dem demografischen Wandel begegnen wir durch Zuzug, Attraktivierung , Förderung von Dorfläden, Glasfaserausbau und einem wegweisenden Nahverkehrskonzept. Bereits vor Jahren hat sich die Region auf den Weg der Vernetzung und Weiterentwicklung gemacht: vorbildliche Flüchtlingssozialarbeit, Lokale Allianzen, eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Pflegekonferenz, Sozialraum AGs, Freiwilligenagenturen sowie die Bildungs- und die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont prägen eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen. Als grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erkennen wir: a) Rückzug und Definition über Milieus und zunehmend weniger gemeinsame Räume für die Alltagsbegegnung. b) Einen sich ändernden Altersaufbau und die fortschreitende Singularisierung, die neue Bedarfe bei den Alteingesessenen vor Ort verursachen. c) Flüchtlinge, die nun „dezentral“ in Wohngebieten wohnen, benötigen neben ihren besonderen Bedarfen einer Anbindung in ein Quartier, Viertel oder Dorf, um dauerhaft teilhaben zu können und Perspektiven für ein Leben im Gemeinwesen entwickeln zu können. d) Ehrenamtliche Potentiale, die in einem neuen selbstbestimmten Rahmen geweckt werden können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Hameln-Pyrmont
Beschreibung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm und einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Niedersachsen. Der Weserraum mit der Kreisstadt Hameln als Zentrum ist eine alte Kulturlandschaft. Acht Städte und Gemeinden bilden seit der Verwaltungs- und Gebietsreform der 70er Jahre den Landkreis: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern.
Einwohnerzahl
150000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln-pyrmont.de/Landkreis/Der-Landkreis/Zahlen-Daten-Fakten
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Durch die aktivierenden, partizipativen, vernetzenden und empirischen Methoden befähigt das Projekt „Finde die Glaswände“ die Bürger dazu, Trennungen als Problemlagen zu erkennen und diese durch innovative Ideen zu durchbrechen. Genau dies ist der Kern der GWA. Mit dieser Art der Analyse am Anfang des Projektes praktizieren wir bereits GWA. Der LK orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Interessen der vor Ort lebenden Menschen und fördert ihre Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Wir unterstützen die Menschen dabei, ihre Bedürfnisse zu erkennen, selbst aktiv zu werden und sich für ihre Anliegen einzusetzen. Hier sollte sowohl zielgruppen- als auch ressortübergreifend gearbeitet werden. Der LK versteht sich als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Kommunen und bietet durch das Projekt eine Plattform für Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und Bürgern andererseits. Vernetzung und Kooperation spielen hier eine fundamentale Rolle. Vorhandene Ressourcen und Potenziale werden vor Ort gestärkt, aktiviert und miteinander verknüpft. Der LK Hameln-Pyrmont sieht dieses Projekt daher als einen Teil seiner sozial- und kommunalpolitischen Aufgabe. Der LK will zur Ausgestaltung vor Ort „bottom-up“ anregen und motivieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Open-Space-Auftakt u. Abschlussveranstaltung finden statt mit kommunaler Verwaltung, Fachkräften vor Ort, ehrenamtlich Tätigen und Bewohnern. Zudem sind entstandene Projektgruppen begleitet.
Beschreibung
Open-Space-Auftakt bringt mehrere interdisziplinär u. mit Bürgern/ Ehrenamtlichen besetzte AGs hervor. In diesen erarbeiten die Bewohner ihre Bedürfnisse methodisch analytisch und bennenen ihren Willen.
Beschreibung
Bewohner entwickeln und organisieren in den entstandenen AGs entsprechend ihren Fähigkeiten Strukturen befarfsentsprechend. Soziale, demografische und ethnische Potenziale sind vor Ort genutzt.
Beschreibung
Die Qualität der Umsetzung des Programms zeigt sich auch, wenn kommunale Verwaltung, Fachkräfte vor Ort, ehrenamtlich Tätige und BewohnerInnen kooperieren, um divers und ressortübergreifend auf die Bedürfnissen zu reagieren.
Beschreibung
Des Weiteren ist Qualität abzulesen, wenn sich die Infrastruktur dahingehend entwickelt hat, dass benennbare Aktivitäten an diversen Stellen nachbarschaftliches Zusammenleben positiv unterstützen können.
Beschreibung
Glaswände sind zwischen unterschiedlichsten Gruppen in Projekten durchbrochen: arm/reich; gebildet/ungebildet; nach Herkunft; digital native/digital immigrants (Verängstigung); zugezogen/Ursprungsbevölkerung
Beschreibung
Der Mehrwert ist von den teilnehmenden Kommunen erkannt und feste Ansprechpartner vor Ort stehen für eine Kooperation zur Verfügung.
Beschreibung
Bewohner/ Ehrenamtliche entwickeln ihren Bedarfen entsprechende Projekte, die Brücken bauen trotz demografischer, sozialer und ethnischer Unterschiede.
Beschreibung
Übergreifende Öffentlichkeitsarbeit in Social Media, Zeitung und Lokalradio sowie die Entwicklung einer Broschüre mit allen Projekten erreichen die Gesamtbevölkerung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
BürgermeisterInnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jacqueline Günther (Gesundheitsregion)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter der Seniorenräte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagenturen
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

1 Lebenswertes Borssum (Teilprojekt 2)

Ansprechpartner
Egon Philipps
Funktion Fachdienstleitung
Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Borssum ist wegen der starken Zuwanderung und des hohen sozial-integrativen Entwicklungsbedarfes im Jahr 2016 mit dem Aufbau der Gemeinwesenarbeit begonnen worden. Mit dem Leuschnertreff und dem Schulhaus Borssum sind neue Anlaufstellen mit Treffpunktcharakter entstanden. An beiden Standorten wird in enger Zusammenarbeit mit der Flüchtlingssozialarbeit der Kontakt zu den verschiedenen Bewohnergruppen hergestellt und mit ihnen an der Gestaltung des Zusammenlebens gearbeitet. Nachdem für die neuen Fachkräfte vor Ort die Orientierungsphase mit dem Kontaktaufbau zu den örtlichen Institutionen abgeschlossen ist und verschiedenste neue Aktivitäten und Angebote initiiert sind, sollen mit dem Teilprojekt „Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft“ der Arbeitsansatz der GWA im Stadtteil fest verankert und der Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen gelingen. Dazu sind zwei Arbeitsschwerpunkte geplant: 1. Zusammenwirken am Standort des Schulhauses: Durch die Nutzung der Hausmeisterwohnung für die Stadtteilarbeit ist die Öffnung der Oberschule eingeleitet.Im Kontakt sind Ideen zur Belebung weiterer Begegnungsräume entstanden, die zusammen mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit unter Beteiligung der Schüler*innen, Familien, Bewohnern und Institutionen aus der Nachbarschaften umgesetzt werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umgestaltung und multifunktionale Nutzung der Pausenhalle. Dadurch bekommen Schule und Stadtteil einen Ort für das generationenübergreifende Lernen und die kulturelle Bildung. Die Aktivitäten greifen Anregungen aus der Schüler- und Nachbarschaft auf (singen, trommeln, malen, Theater spielen, plattdeutsch sprechen) und helfen, das Miteinander zu stärken. 2. Zusammenwirken an beliebten Treffpunkten/informellen Lernorten: Die Projektmitarbeiterinnen verstärken ihren Einsatz zur Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität von öffentlichen Treffpunkten. Ein zentrales Projekt in diesem Handlungsfeld ist die Beteiligung der Bürger an der Sanierung „ihres“ Freibades. Die GWA unterstützt die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) bei der Organisation des bürgerschaftlichen Engagements und nutzt die Aktivitäten, um auch zurückgezogene und noch wenig integrierte Bewohnergruppen in den Erhalt der wichtigsten Freizeitstätte des Stadtteils einzubinden. Beispielgebend hierfür ist unter anderem die Planung und Neugestaltung eines stark verwilderten Bolzplatzes mit Jugendlichen aus dem Wohnumfeld.
Ausgangslage
Die Gründung und die Aktivitäten der Stadtteilinitiative Borssum sind Ausdruck der Sorge über den Wandel des Stadtteils zu einem Gebiet mit umfassendem städtebaulichen und sozialen-integrativen Handlungsbedarf. Das kommunale Klimaschutzkonzept (2010) und das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK 2013) stellen übereinstimmend Defizite im Gebäudebestand und den Wohnumfeldern fest und weisen mit Blick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung auf großen (energetischen) Sanierungsbedarf hin. Die Jugendhilfe sieht in diesem besonders kindereichen Gebiet einen Ausbau- und Sanierungsstau in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung und der Jugendarbeit. Die Sozialplanung stellt einen starken Anstieg des Transleistungsbezuges und einen besonders hohen Zuzug von Flüchtlingen sowie extreme Armutsquoten im sozialen Brennpunkt Wilhelm-Leuschner-Straße fest. Der Gesamtsituation kann nur durch den Aufbau von Basisstrukturen zur Stärkung des Gemeinwesens, durch eine gesteuerte Projektentwicklung und einen gezielten Mitteleinsatz im Quartier begegnet werden. Neben der Teilnahme an den Modellvorhaben für die GWA/QM wurde ein integriertes energetisches Quartierskonzept für Borssum erarbeitet und beschlossen. Auf diesen Grundlagen wird zur Zeit ein umfassender Stadtteilerneuerungsprozess unter Einsatz von StädtBF-Mitteln vorbereitet. Die Sanierung des Freibades ist jüngst als Maßnahme in das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ aufgenommen werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden-Borssum
Beschreibung
Der Stadtbereich Borssum befindet sich im Südwesten des Emder Stadtgebietes außerhalb des Autobahnrings und wird im Westen vom Hafengebiet und im Süden von der Ems begrenzt. Die Umgebung ist landwirtschaftlich eprägt. Die verkehrliche Anbindung wird durch die Petkumer Straße (Landesstraße 2), die den Stadtteil durchläuft, gewährleistet. Das Stadtteil gliedert sich- ohne das Umlandgebiet - in die vier Sozialräume: Siedlung Wilhelm- Leuschner-Straße, Borssum-West, Borssum-Mitte und Borssum-Ost.
Einwohnerzahl
6056
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018 Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Lebenswertes Borssum“ bewegt sich aktuell noch primär auf der operativen Ebene des Gemeinwesens. Die Mitarbeiter/innen der GWA wenden sich unmittelbar an die Bewohner und arbeiten mit ihnen auf Augenhöhe. Das Schulhaus dient als Anlaufstelle und Begegnungsstätte. Unterschiedliche Maßnahmen zur Aktivierung und Beteiligung der Bewohner*innen haben dort ihren Platz bzw. werden von dort aus initiiert. Parallel wird zunehmend eine Aktivierungsstrategie über die örtlichen Einrichtungen und Organisationen sowie andere Multiplikatoren verfolgt. Gemeinsam setzen sie soziale Aktivitäten in Gang, die unmittelbar das Erleben von positiven Veränderungen bewirken. Im Zusammenspiel mit dem Projekt Quartiersbrücken, das quasi als Überbau zu sehen ist, werden Grundlagen der Gemeinwesenarbeit etabliert, standardisiert und übertragbar gemacht. Der Arbeitsansatz der GWA wird, vor allem in Hinblick auf den gewünschten Beginn des Städtebauprogramms Soziale Stadt im Stadtteil fest verankert. Mit dem Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen ist der Grundstein für den Übergang in ein Quartiersmanagement gelegt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivitäten, die die Bewohner*innen initiiert und gestaltet haben treffen auf Resonanz im Stadtteil, die Menschen sind bei gemeinsamen Aktionen, z.B. Müllsammeln, motiviert und aktiv.
Beschreibung
Die Bewohner*innen organisieren sich entsprechend ihren Vorstellungen und Wünschen selbstständig. Die Bewohner*innen wissen um die Angebote im Stadtteil und nutzen sie entsprechend dem Bedarf.
Beschreibung
Bewohner*innen sich zu bestimmten Themen aus ihrer Lebenswelt treffen/organisieren und gemmeinsam aktiv werden z.B. gemeinsame Gestaltung eines öffentlichen Raums.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit ist nicht allein auf Austausch sondern auf gemeinsames Handeln gelegt. Aus unterschiedlichen Kooperationen netstehen neue Handlungsansätze
Beschreibung
Räume im Gebiet geöffnet, gestaltet und von unterschiedlichen Gruppen genutzt werden.
Galerie
bild schrebergarten
borssum 1
borssum 2
projekt gemeinwesenarbeit entwickelt sich ez 5 5 18
schulhaus sommer 2018
Zustimmung Veröffentlichung
On

2 Moin, Moin Conrebbi (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Egon Philipps
Funktion Fachdienstleitung
Conrebbersweg im Beteiligungsprozess planen und bauen - Neue Wege in der Stadtteilplanung
Projektbeschreibung
Stadt Emden befasst sich im Rahmen der Stadtentwicklung seit einigen Jahren mit der Entwicklung des westlichen Teils des Stadtteils Conrebbersweg zwischen der Autobahn 31 und dem Larrelter Tief. Durch eine Siedlungserweiterung mit rund 700 Grundstücken auf 70 Hektar soll im Lauf der nächsten Jahrzehnte Schritt für Schritt der bestehende Stadtteil auf das Doppelte erweitert werden. Das eröffnet Chancen, aktuelle und zukünftige Wohnbedarfe aller Bevölkerungsgruppen zu erfüllen und zukunftsweisend Wohnformen und Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig sollen die Abwanderung ins Umland verhindert und Einpendler für die Stadt gewonnen werden. Mit einem Vorhaben dieser Größenordnung stellt sich die kleine kreisfreie Stadt Emden vielfältigen Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Dies gilt für die Gesamtplanung und die Abstimmung der einzelnen Fachplanungen, aber in besonderer Weise für die Aufgabe im Quartier. Das Projekt setzt an zwei Handlungssträngen an. Zum einen wird der Prozess des Meinungsaustausches und der – findung zwischen den unterschiedlichen beteiligten Akteuren, Anwohner*innen, Gruppierungen, Organisationen aus Conrebbersweg, Bauinteressierten, sowie den Projektverantwortlichen und planenden Instanzen in der Verwaltung mit ausgewählten Methoden der GWA und des Quartiersmanagements begleitet und unterstützt. Hierbei gilt es, kleinere und größere Partizipationsformen zu entwickeln und anzubieten, von der klassischen Bürgerinformationsveranstaltung am Abend, über kleinere Gesprächsrunden bis zum Austausch im öffentlichen Raum und bei feierlichen Anlässen. Zum zweiten ist beabsichtigt, vorausschauend , im Verlauf der zunehmenden Herausbildung eines neuen Quartiers, gemeinsam mit den Bewohner*innen Wohn- und Lebensverhältnisse zu gestalten und Rahmenbedingungen für ein gelingendes Miteinander zu entwickeln. Neben einer Ankunfts- und Beteiligungskultur für Bauinteressente werden die „Neuen“ und alt eingesessenen Bewohner*innen über konkrete Angebote im Quartier eingebunden und verbunden. Denkbar wäre z.B. ein Stadtteilfest auf der grünen Wiese oder ein Bauwagen, besetzt mit einem Mitarbeiter der GWA, als erste Anlaufstelle. Im Ergebnis wird mit dieser frühzeitigen Beteiligung der GWA neben städtebaulichen Aspekten die Grundlage für eine tragfähige soziale Alltagskultur im Quartier geschaffen. Bereits bevor Probleme entstehen/ deutlich werden, ist ein Quartiersmanagement aufgebaut.
Ausgangslage
Conrebbersweg ist ein innerhalb des Autobahnrings gelegener, noch zentrumsnaher Stadtteil mit 2100 Bewohner, der aus einer Arbeitersiedlung der frühen 1930er-Jahren entstand, besonders in den 1950ern ausgebaut und in den 1990ern durch eine Neubausiedlung erweitert wurde. Das Gebiet ist noch überwiegend familiär geprägt, sozial homogen und durch geringen Zuzug von außen gekennzeichnet. Das neu geplante Gebiet Conrebbersweg-West wird unmittelbar an die bestehenden Wohnbereiche anschließen. Die Bewohner*innen des „alten“ Conrebbersweg stehen der Entwicklung eher kritisch gegenüber. Problematisch ist, dass das Neubaugebiet durch seine Größe und Baustruktur quasi einen ganz neuen Stadtteil- vor der Tür des Alten - darstellt. Geplant ist ein sozial durchmischtes Gebiet, was sich von der bestehenden homogenen Gebietscharakteristik deutlich unterscheidet. Sie fürchten durch den Verlust von Freiflächen, Baulärm, höherem Verkehrsaufkommen und Zuzug von fremden Bewohnern um ihre idyllische Wohn-und Lebensqualität. Der Widerstand der Bewohner*innen kann dazu führen, dass die städtischen Vorhaben zur Integration und Teilhabe nicht oder nur erschwert umsetzbar sind. In einer ersten, hochemotional und unsachlich geführten Bürgerversammlung wurden die Verunsicherung, Sorgen und viele Ängste der Bewohner*innen deutlich. Um den zu erwartenden Spannungen und Differenzen zu begegnen und eine wertschätzende Ankunftskultur zu entwickeln, gilt es mit Unterstützung von GWA ein konstruktives Miteinander aufzubauen und präventiv Gemeinwesenarbeit – sozusagen als Ausgangslage für ein zukünftiges Quartiersmanagement- zu etablieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Conrebbersweg
Beschreibung
der Stadtteil Conrebbersweg erstreckt sich über eine Fläche von 55 Hektar im Nordwesten Emdens innerhalb des Autobahnringes. Der Stadtteil und grenzt im Norden an dessen Nachbargemeinde Hinte. Innerhalb der Stadt grenzt Conrebbersweg im Westen an Twixlum und im Südwesten an Larrelt. Diese Grenzen befinden sich jedoch mitten in der Feldmark der drei genannten Stadtteile. Südlich von Conrebbersweg liegt Constantia, getrennt durch das Larrelter Tief. Im Osten befindet sich Früchteburg, der einzige der vier Nachbarstadtteile, zu dem ein städtebaulicher Übergang besteht. Getrennt werden die beiden Stadtteile lediglich durch die hier einspurig verlaufende Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole nach Norden. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Conrebbersweg besitzt im Nordwesten eine Auffahrt auf die Bundesautobahn 31. Das geplante Baugebiet ist auf eine Fläche von ca. 70 Hektar, angrenzend an den nord-westlichen Teil der bestehenden Siedlung, ausgelegt.
Einwohnerzahl
2146
Quelle / Anmerkungen
Statistikstelle der Sadt Emden, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018 Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt greift Grundverständnisse und Kernelemente der GWA und des QM auf und verknüpft sie zu einem „neuen“ Handlungsverständnis. Ein wesentlicher Kern liegt in der Aktivierung, verstanden als ein Prozess, in dem Anliegen der Bewohner*innen aufgespürt, schon in der Planung ernst genommen, besprochen und für das Gelingen der Stadtteilentwicklung organisiert werden sollen. Das Konzept der GWA bietet in diesem Prozess durch die Verbindung verschiedener Ziele, Aufgabe und Methoden einen erprobten Ansatz, der Partizipation frühzeitig und umfassend möglich machen kann. Das Projekt bedient sich aber im Grundsatz der Logik eines Quartiersmanagements, dass es Planungen und Handlungen auf mehreren Ebenen verknüpft und im Interesse des Gemeinwesens vermittelnd agiert; und zwar bei den dort lebenden Bewohnern, bei den Zuzugswilligen, bei zivilgesellschaftlichen Organisationen, bei der Verwaltung und auch bei den Menschen und Gebieten, die mittelbar von der Entwicklung in Conrebbersweg betroffen sind. Diese Anforderung, eine Stadtteilentwicklung im gesamtstädtischen Zusammenhang zu sehen und zu kommunizieren, erweitert das Verständnis von GWA/QM und soll bei allen Beteiligten neue Sichtweisen fördern. Ebenso herausfordernd ist das Rollenverständnis. Das Projekt soll sowohl bei Bewohnergruppen als auch bei den planenden Akteuren der Verwaltung wirken und aus wechselnden Perspektiven den Spagat zwischen parteilicher und vermittelnder Arbeit im Quartier üben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen sind formuliert, Ängste, Sorgen , Vorstellungen erfasst.Die BewohnerInnen engagieren sich für ihre Interessen (Bürgerinitiative, Demonstration, Teilnahme an Rats- und Ausschusssitzungen)
Beschreibung
Verschiedene Interessengruppen engagieren sich für duie Umsetzung eines gemeinsamen Ziels, unterschiedliche Positionen klar formuliert sind,.
Beschreibung
Der FD Gemeinwesen wirkt mit dem Fachdiensten Stadtplanung, Umwelt und Bau an der Steuerung und Umsetzung der Stadt(teil) Entwicklung Conrebbersweg. Weiteren werden Kooperationen werden zusätzlich enstehen. (Jugendhilfe, Gesundheit und Soziales)
Beschreibung
Anlaufstellen zur Begegnung und Information werden entstehen, Vorstellungen und Ideen zum zukünftigen Zusammenleben werden gemeinsam beschrieben und umgesetzt. Die Gespräche sind sachlich, der Umgangmiteinander respektvoll.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Emden FB Bau, FB Gesundheit und Soziales, FB Jugend, Schule, Sport, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Kirchengemeinde, regormierte Kirchengemeinde, Gemeinde am Steinweg, Netzwerk christlicher Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Intergrierter Sportverein ISV, Fußballclu Rot-Weiß Emden, Boßelverein,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Siedlungsgemeinschaft Conrebbersweg, Geschichtswerkstatt, Bürgerinitiative,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
wenige kleine Handwerksbetriebe (Fleischerei, Bäcker, Bestattung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Stadt Emden, verschiedene Ausschüsse
Typ
Stadtteil
Galerie
5
6
bilder conrebbi
Zustimmung Veröffentlichung
On

PLATZprojekt

Ansprechpartner
Ture Claußen
Stadt selber machen
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt ist an der Fössestr. 103 in Hannover Linden heimisch. Auf einer ehemaligen Brachfläche aktivieren wir selbstverantwortlich ungenutzten urbanen Raum. Wir sehen unser Projekt als ein Experimentierfeld für zivilgesellschaftliches Engagement und Mitgestaltung im Stadtraum. Ein Ort an dem Begegnungen stattfinden. Ein Ort an dem gelernt und geschaffen wird. Ein Ort der Transformation: einen Freiraum im besten Sinn. Das PLATZprojekt ist aus der Mentalität der 2er Skateparks entstanden. Dessen Initiatoren hatten mit einer Kombination aus kompromissloser Selbstermächtigung und gleichzeitiger Verantwortungsübernahme die 5000 m² Brachfläche subkulturell umgenutzt und dabei eine Leerstelle im urbanen Raum geschlossen. Der sich zugleich entwickelnde PLATZgarten machte den Bedarf für derartige Freiräume und Möglichkeitsräume sichtbar und weckte die Idee des PLATZprojektes. Mit Hilfe der Förderung „Jugend.Stadt.Labor“ des BBSR konnte vor rund vier Jahren die grundlegende Infrastruktur für das PLATZprojekt geschaffen werden. So wurde in völliger Eigenregie Strom-, Wasser- und Internetversorgung hergestellt. Gegen eine geringe monatliche Gebühr können auf dem PLATZprojekt Container aufgestellt werden und bieten somit einen Aktionsraum für Tätigkeiten, welche im kommerziellen Rahmen keine Grundlage finden würden. Schnell siedelte sich eine bunte Vielfalt an Projekten an: Eine Fahrradmanufaktur, eine Skateboardwerkstatt, Atelierräume, ein offener Veranstaltungsort, offene Werkstätten, Siebdruckwerkstatt, Coworkingbüro, ein Krökelverein usw., sodass mittlerweile 25 Projekte und Kollektive auf dem Gelände heimisch sind. Unser Verein selbst hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von soziokulturellen Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Diese haben für die Menschen aus den Quartieren Möglichkeiten der Begegnung geboten: Konzerte, Tauschbörsen, Vortragsreihen, Theatervorführungen, Workshops aber auch Frühlings-, Sommerfest oder Flohmärkte. Wir organisieren die Infrastruktur, kümmern uns um die Neuankömmlinge und fördern die Synergieeffekte zwischen den einzelnen Projekten. Das PLATZprojekt verfolgt drei wesentliche Ziele: gemeinschaftliche Bewirtschaftung und Nutzung einer Fläche, das freiwillige, am Gemeinwohl orientierte Engagement und die prinzipielle Offenheit und Zugänglichkeit des Ortes.
Ausgangslage
Wachsende Verdichtung im Stadtraum und steigende Mieten lassen immer weniger Platz für die Menschen sich zu entfalten und über das Alltägliche hinaus zu engagieren. Besonders unser Quartier Linden ist von dieser Entwicklung betroffen. Ehemals noch ein Arbeiterviertel, unterliegt es zunehmend einer starken Gentrifizierung. Wir sehen die zunehmende Passivität der Menschen, eine Haltung die aus der Rolle des Konsumenten erwächst. Genau an diesem Punkt möchten wir ansetzen. Wir wollen die Menschen aktivieren und dazu ermutigen Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Spezialisierung und Zentralisierung entfremden die Menschen von der Umgebung und den Dingen. Selber machen ist dazu der direkte Gegenimpuls und verändert die Wahrnehmung und Wertschätzung. Das PLATZprojekt wurde bisher in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut und betrieben. Alle Fördergelder und Einnahmen sind in investive Mittel geflossen. So konnte das PLATZprojekt während des Förderzeitraumes schnell, flexibel und mit großer Energie wachsen. Jedoch führte es auch dazu, dass der Verein selbst nun stark überlastet ist. Die Organisation der Fläche stellt ähnliche Herausforderungen wie die einer kleinen Stadt. Es besteht die Notwendigkeit bestimmte Aufgabenbereiche zu professionalisieren, damit wieder Energie für die eigentliche inhaltliche Arbeit frei wird und das PLATZprojekt seiner Idee gerecht werden kann. Auf Basis dieser neu gewonnen Stabilität wollen wir darüber hinaus wieder in unseren Kiez ausschwärmen, die Leute direkter und intensiver ansprechen, eine dynamische und integrative Institution unseres Stadtteils werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Linden/Limmer
Einwohnerzahl
45725
Quelle / Anmerkungen
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.png (157.07 KB)
projektgebiet2.png (128.29 KB)
GWA/QM-Ansatz
Grundsätzlich besteht unsere Hauptarbeit in der Organisation des PLATZprojektes, also der Plattform, auf der die Anwohner unseres Quartiers den Raum und die Infrastruktur erhalten, ihre Anliegen zu verwirklichen: Seien es Konzerte der eigenen Garagenband, politische Arbeitsgruppen, die eigene Selbstständigkeit oder ein Treffpunkt für das eigene Kollektiv. Um diese Plattform möglichst niederschwellig zu gestalten, bedarf Menschen, die sich Zeit nehmen können, die vor Ort sind und als Anlaufstelle fungieren können. Besonders hervorzuheben ist dabei das Konzept des Mittwoch- und Sonntagscafés, welches ein sehr erfolgreiche Maßnahme war und ist, Interessierte aufzufangen und z.B. durch Hilfe an der Theke zu aktivieren. Genauso sind die gemeinschaftlichen Bauaktionen ein wichtige Methodik unseres Arbeitens. Sie sind sehr wirksam die Selbstermächtigung zu lehren und eine Verbindung zum Quartier herzustellen. Außerdem gilt es die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten des PLATZprojektes effektiver nach außen zu tragen. Es muss eine Durchdringung des gesamten Kiezes erreicht werden. Dies geschieht auf der einen Seite durch Musikveranstaltungen und Feste, sowie Fortbildungsveranstaltungen und Vorträge, auf der anderen Seite aber auch durch direkte Interventionen in den Stadtraum, wie es z.B. mit PLATZprojekt on Tour geplant ist.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das PLATZprojekt wird das Abbild der Interessen und Fähigkeiten der Anwohner, ein Ort auf den die Menschen stolz sind, ein Ort der sich wandeln kann entlang des Zeitgeistes
Beschreibung
Gruppen sind sich ihrer Möglichkeiten vor Ort bewusst und nutzen diese eigenständig, ein reger Ort des Austausches und der Ideen, die konstruktiv aufeinander treffen
Beschreibung
Alle Bereiche und Randbereiche der gesellschaftlichen Tätigkeiten abbilden und zusätzlich Inkubator für Innovatives sein, Synergien zwischen den Projekten überdurchschnittlich nutzen, Akteure des Projektes schwärmen in den Stadtraum aus und initiieren
Beschreibung
Treffpunkt für die Initiativen und Kollektive des Quartiers, überregionaler und internationaler Austausch von Wissen und Erfahrungen, enge Zusammenarbeit mit Stadt und Verwaltung
Beschreibung
Die Menschen nehmen den PLATZ als integralen Bestandteil ihres Quartiers wahr, ein Ort der die Stadt erst wirklich zur Heimat macht, ein Ort an dem man sich kennt und kennenlernt
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksrat Linden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LAG Soziokultur Niedersachen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturdezernat Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
WABCO
Typ
Stadtteil
Galerie
pp
Videos
hannoverbunden.mp4 (28.96 MB)
platzteaser.mov (36.18 MB)
Zustimmung Veröffentlichung
On