Das "Nette"-Quartier in Osnabrück – generationengerechter Stadtteil für Alle!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Akteure vernetzen – Generationen verbinden – Beteiligung stärken in Dodesheide-Haste-Sonnenhügel!
Projektbeschreibung
Der Fluss „Nette“ verbindet die Stadtteile Dodesheide, Haste und Sonnenhügel und symbolisiert die Projektidee der Vernetzung von Jung und Alt.
Bisher hat sich die kommunale Quartiersarbeit auf die Zielgruppen Kinder, Jugend und Familien sowie Menschen mit Migrationshintergrund und den Ansatz „Jugend stärken im Quartier“ fokussiert. Im Projektgebiet soll nun erstmalig modellhaft der integrative Ansatz „Quartier für Alle!“ umgesetzt werden. Die Fachbereiche „Kinder, Jugendliche und Familien“ und „Integration, Soziales und Bürgerengagement“ arbeiten dabei ressortübergreifend zusammen, um perspektivisch ein gesamtstädtisches Konzept der sozialraum- und beteiligungsorientierten, aktivierenden Quartiersentwicklung zu erarbeiten. Der integrative Quartiersansatz erweitert die Arbeit der Akteure um den Aspekt „Ältere im Quartier“. Nur durch die Implementierung dieses Ansatzes wird das Potential des Quartiers für die lokale Entwicklung erschlossen.
Für den Schritt vom Austausch zum koordinierten Handeln ist ein/e Projektkoordinator*in erforderlich, der die bestehenden Strukturen (Akteure, Stadtteilzeitung etc.) und Vernetzungen (Runde Tische) aufgreift und alle Zielgruppen generationen- und nationalitätenverbindend in den Blick nimmt. Dabei soll insbesondere das Engagementpotential im Projektgebiet für Partizipation, nachbarschaftliche Unterstützungsangebote (Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe, Leselernhilfen, Großelternpatenschaften, Taschengeldbörse, Besuchs- und Begleitdienste, Demenzbetreuung etc.), aber auch für Freizeit- und Stadtteilkulturangebote erschlossen werden.
Durch einen Prozess der Quartiersentwicklung soll der soziale Zusammenhalt aller Bewohnergruppen gefördert, die soziale Teilhabe aller ermöglicht und die soziale Infrastruktur insgesamt verbessert werden. Die Stadt übernimmt gemeinsam mit einem Quartiersbeirat die koordinierende Rolle.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bevölkerungsstruktur im Projektgebiet verändert sich:
• Der Anteil der Gruppen 60 und 80Plus steigt, in Haste leben insbesondere viele einkommensschwache ältere russischstämmige Aussiedler ohne familiäre Unterstützung. Es entstehen Herausforderungen der Versorgungssicherheit im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge. Diese Alterung der Bevölkerung macht eine altersgerechte Anpassung der Lebensbedingungen und Unterstützungsstrukturen erforderlich.
• Der Zuzug benachteiligter Bewohner sowie von Geflüchteten und Zuwanderern in ein angrenzendes Konversionsgebiet bewirkt im Projektgebiet einen hohen Integrationsbedarf in Schulen und Kitas. Der Zuzug von benachteiligten Menschen mit Migrationshintergrund führt zu Ängsten und verändert das Image des Projektgebietes.
• Der seit 20 Jahren bestehende Nachbarschaftshilfeverein (NHV) mit seinen Unterstützungsangeboten bricht durch Überalterung der Mitglieder weg.
• Engagement- und Selbstorganisationspotentiale bieten a) die aktive ältere Babyboomergeneration und b) die vorwiegend jungen Familien, die mit der Konversion der Britischen Streitkräfte am Sonnenhügel zugezogen sind. Darunter auch ein gemeinschaftliches Wohnprojekt mit 29 Wohneinheiten.
Die genannten Bewohnergruppen (Alteingesessene, Neubürger*innen und Migrantengruppen) leben relativ unverbunden in unterschiedlichen Subkulturen. Bisher arbeiten die Einzelakteure im Gebiet mit einzelnen Zielgruppen (meist Kinder, Jugendliche und Familien), sie tauschen sich aus, arbeiten aber nicht integrativ an den genannten Herausforderungen und Problemen zusammen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Dodesheide - Haste - Sonnenhügel
Beschreibung
Bei dem Projektgebiet handelt es sich um Teile der Osnabrücker Nordstadt, um das „Einzugsgebiet“ der Hauptakteure der sozialen Stadtteilarbeit, d.h. das Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, der Friedensgarten e. V., die Kulturinitiative Sommerbühne an der Lerchenstraße, das Mehrgenerationenhaus Haste, die Nachbarschaftshilfe „Dodesheide-Haste-Sonnenhügel“ und die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Die drei Stadtteile sind ebenfalls in einem Bürgerforum der Stadt gemeinsam organisiert. Das als Projektgebiet herausgehobene Teilgebiet beheimatet verschiedene, für die GWA relevante Zielgruppen, mit entsprechenden Herausforderungen und Potentialen. Im Teilgebiet Haste kann von einer Spaltung der gut situierten Eigenheimbewohnerschaft und der benachteiligten, teils russischstämmigen Bewohnerschaft der Hochhäuser gesprochen werden. Im Westen umgrenzt das Projektgebiet die Konversionsfläche Sonnenhügel mit zugezogenen Neubürgern. Östlich vom Haster Weg ist die relativ gut situierte, aber stark alternde Bevölkerung angesiedelt (Hof Hanesch und „Höfe“ zwischen Haster Weg, Eller Straße und In der Dodesheide).
Das Wohngebiet Dodesheide-Ost (östlich der Eller Straße) mit stark benachteiligter Bevölkerung wurde nicht dem Kern-Projektgebiet zugeordnet, da dort ein separates Unterstützungsprojekt „Jugend stärken im Quartier“ mit Anlaufstelle für die Quartiersbewohner*innen angesiedelt ist. Die Bewohner*innen berühren das Projekt jedoch als Nutzer*innen der Infrastruktur, Schulen, Kitas und der Migrations- und Flüchtlingsberatung (Kooperationsprojekt von Ev. Familien-Bildungsstätte und ev. Kirchengemeinde) des Projektgebietes. Sie werden außerdem durch die Freiwilligenprojekte des Projektgebietes (Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse, Lesepaten) erreicht. In der Mitte liegt das Naherholungsbebiet „Nettetal“ mit dem Fluss „Nette“, das von allen Quartiersbewohner*innen genutzt wird und dem Projekt seinen Namen gibt.
Einwohnerzahl
9918
Quelle / Anmerkungen
Melderegister der Stadt Osnabrück
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit, (nur SGB II)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination verbindet Elemente des GWA mit QM.
Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure im Gebiet u. orientiert deren Zusammenarbeit auf den integrativen Ansatz „Quartier für Alle“. Strategien der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Fähigkeiten aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersgestaltung handlungsleitend sind. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen und gemeinsam mit den lokalen sozialen Akteuren Angebote zu entwickeln, die die Teilhabe aller im Quartier verbessern, nachbarschaftliche Netze u. soziale Aktivitäten stärken. Durch Befähigung zur Teilhabe und Schaffung von Begegnung zwischen den Submilieus wird soziale Segregation im Projektgebiet verhindert und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit verbessert. Wichtige Partner sind dabei das Gemeinschaftszentrum, das Mehrgenerationenhaus und der NHV, die bereits mit allen Zielgruppen arbeiten. Neue Initiativen (Friedensgarten, Kulturinitiative, Gem. Wohnprojekt) bilden das Entwicklungspotential des Quartiers. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, der Kommunikationsprozess der Akteure moderiert und ein Akteursdialog initiiert, der langfristig in ein gesamtstädtisches Rahmenkonzept „Quartiersentwicklung“ mündet. Es erfolgt also Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt und Verwaltung, die eine Organisationsstruktur hierfür aufgebaut
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Projektkoordination hat (auch vermittelt über lokale Einrichtungen und Organisationen) Kontakt zu den verschiedenen Zielgruppen/Initiativen im Quartier; deren Interessen, Bedarfe und Potentiale sind bekannt und dokumentiert.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnergruppen kennen/nutzen für sie wichtige Ansprechstellen/Angebote im Quartier. Bewohner organisieren (selbständig oder begleitet) Aktivitäten, bringen sich als Unterstützer/ Freiwillige ein, sind untereinander vernetzt, werden qualifiziert.
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen des Quartiers, der Bewohner und Bewohnergruppen sind bekannt und dokumentiert. Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität). Ressourcen werden genutzt u. im Stadtteilnetzwerk weiterentwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Soziale Akteure und Bewohnergruppen sind für das Leitbild „Quartier für Alle“ sensibilisiert. Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Akteure hat sich vom Austausch über das je einzelne Vorgehen zum abgestimmten Handeln im Hinblick auf einen „sozialen Stadtteil“ weiterentwickelt. Daraus entstehen zielgruppenübergreifende Projekte und Unterstützungsstrukturen.
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende/neue (Unterstützungs-) Angebote wurden erschlossen (insbes. 60+ und Migranten). Qualifizierung „Freiwillige Nachbarschaftshilfe“ wurde durchgeführt. Zugewanderte/Ältere werden von Angeboten erreicht.
Beschreibung
Die Verwaltung hat begonnen eine Struktur zu schaffen, innerhalb derer sich die Ressorts „Kinder, Jugendliche und Familien“, "Städtebau" und „Integration, Soziales (Senioren) und Bürgerengagement“ austauschen und ihre (Stadtteil-) Arbeit abstimmen.
Beschreibung
Aus den Projekterfahrungen entwickelt die Verwaltung perspektivisch in Kooperation mit den Akteuren der GWA ein gesamtstädtisches Rahmenkonzept „Quartiersentwicklung“. Der Abstimmungsprozess über Leitbild, Prinzipien, Ziele und Standards wurde begonnen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Dodesheide-Haste-Sonnenhügel e. V. (Hausaufgaben-/Leselernhilfe, Großelternpatenschaften, Begleit-/Einkaufs-/Heimwerkerdienst, Betreuung Demenzkranker, Gruppen für Freizeit und Geselligkeit, Ausflugsfahrten, Kochgruppe-Männer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedensgarten Osnabrück e. V. (Bürgerprojekt zur gemeinsamen Bewirtschaftung einer Fläche im Stadtquartier, Zusamenführung von Generationen und Ethnien)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturinitiative Sommerbühne an der Lerchenstraße e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Nord-Ost der Stadt Osnabrück e. V. (Dodesheide, Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine TuS Haste / Osnabrück 01e. V. und SSC Dodesheide e. V., Behindertensportverein St. Elisabeth Pflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftliches Wohnprojekt Sonne I und II Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Residenz Ambiente Osnabrück Haste (Pflegeheim und Betreutes Wohnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
St. Franziskus - St. Elisabeth Pflege (Ambulanter Caritas Pflegedienst, Tagespflege St. Angela, stationäre Pflege, Seniorenwohnungen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Dodesheide / Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Thomasgemeinde (Dodesheide) mit Familientreff Thomas und Flüchtlingsprojekt in Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Gemeinde (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrei Christus König (Christus-König (Haste), Heilig Geist (Sonnenhügel), St. Franziskus (Dodesheide))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas in der Christus-König-Pfarrei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rum-orthodoxe Gemeinde, Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, FB Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück (Angebote auch für Erwachsene und Senior*innen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionaler Dienst Nord, städt. Jugendhilfe Stadt Osnabrück, Standort Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteitreff Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V., (Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lega S. Jugendhilfe gemeinnützige GmbH/ Nackte Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschland, Ortsverband Osnabrück-Haste-Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reparaturcafé Haste, Freiwilligenprojekt in der Nackten Mühle mit Unterstützung des NHV Dodesheide-Haste-Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klöncafé im Café Lohmann, Freiwilligenprojekt des Seniorenstützpunktes der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Haste, Trägervernetzung vorwiegend im Bereich Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sonnenhügel/ Dodesheide (Trägervernetzung vorwiegend aus dem Bereich Jugendhilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten der ev.-luth. Thomasgemeinde und Thomaskita am Limberg (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kath. Kindergarten St. Franziskus (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hermann-Nohl-Schule, Förderschule emotionale und soziale Entwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen des Landkreises Osnabrück in Haste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Osnabrück, Gartenbau / Landschaftspflege (nähe Projektgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtwerke Osnabrück AG - Nettebad (Sport, Wellness, Kurse)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Startschuss! Aufbau eines Quartiersmanagements in Empelde
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Koch
| Funktion | Stabstelle Quartiersentwicklung und Sozialmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eröffnung des Quartierstreffs in Empelde, erste Schritte im Aufbau eines Quartiersmanagements im Stadtteil
Projektbeschreibung
Der Verein win e.V. wird in Empelde einen Quartierstreff eröffnen, der Dreh- und Angelpunkt für die Aktivitäten des Vereines vor Ort werden wird. Von dort aus wird das QM für den Stadtteil gestartet und den Menschen die Möglichkeit gegeben, sich aktiv einzubringen und ihren Wohnort und das nachbarschaftliche Miteinander mit zu gestalten. Die Quartiersmanagerin steuert die Aktivitäten vor Ort und begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner dabei, unterstützt und fördert ihre Potenziale und erhebt Bedarfe. Die hauptamtliche Fachkraft ist angestellt bei der KSG Hannover GmbH, wird aber vor Ort das Gesicht des Vereins win e.V. sein, der Träger des Quartierstreffs sein wird. Der Treff wird ein Ort für alle Menschen im Quartier, nicht nur für die Mieterinnen und Mieter der KSG Hannover. Und von den Menschen vor Ort wird alles ausgehen: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers werden "ihr Empelde" bereichern! Mit Aktionen und Veranstaltungen, Projekten und Visionen für eine lebendige Nachbarschaft! Der Quartierstreff wird ein Ort der aktiven Teilhabe werden, in dem Ideen gesponnen und umgesetzt werden, die von der Nachbarschaft selbst entwickelt werden. Der Verein win e.V. beantragt die Förderung für die ersten Monate, in denen Kontakte und Netzwerke aufgebaut, erste Veranstaltungen geplant und Bedarfe und Bedürfnisse erhoben werden. Von Anfang an werden die Menschen dazu eingeladen, "ihren" Quartierstreff mit zu gestalten und das Angebot zu erarbeiten.
Im August wird der Quartierstreff fertig gestellt. Dann startet das Quartiersmanagement vor Ort, baut erste Kontakte auf und erhebt Bedarfe, um Maßnahmen zu entwickeln. Die Angaben im Antrag klingen möglichweise noch sehr abstrakt. Derzeit sind wir vor Ort noch nicht aktiv, wissen wenig über die Menschen vor Ort und steigen konkret inhaltlich ein, wenn wir mit den Menschen direkt im persönlichen Austausch und im Gespräch sind. Beteiligung von Anfang an! Im Quartierstreff Wiesenau, dem anderen Standort für Quartiersarbeit von win e.V., haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, ganz gezielt mit den Menschen zu palen, was stattfinden wird. Daraus entwickeln sich immer neue Ideen und Projekte.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Laut Sozialbericht der Region Hannover 2015 sind soziale Lagen in der Region Hannover sehr unterschiedlich zu beschreiben. In der Stadt Ronnenberg, zu der Empelde als Stadtteil gehört, wird eine überdurchschnittlich häufig benachteiligte soziale Lage der Menschen festgestellt. Die Stadt Ronnenberg, unmittelbar verflochten mit der Landeshauptstadt Hannover durch urbane Verdichtung, ist gekennzeichnet von einer unterdurchschnittlichen Wohnfläche pro Kopf und unterdurchschnittlichen Einkünften pro Steuerpflichtigem bei gleichzeitig hohen Anteilen von Arbeitslosen, Ausländern und Deutschen mit 2. Staatsbürgerschaft sowie Empfängern von Mindestsicherungsleistungen. Immerhin die Hälfte der Beschäftigten hat einen Arbeitsplatz am Wohnort, der allerdings häufig im Bereich der prekären Beschäftigungsverhältnisse angesiedelt ist. Die Haushalts- und Bevölkerungsstrukturen tragen erkennbar urbane Züge mit eher hohen Anteilen von Alleinerziehenden- und Singlehaushalten. Der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner, die von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind, ist überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden in der Region Hannover. In der Stadt Ronnenberg leben ca. 24.000 Personen, 18,7 % haben einen Migrationshintergrund. 21% der Bevölkerung ist 65 Jahre und älter. Die Prognose zur Be-völkerungsentwicklung ist relativ konstant mit einem leichten Zuzug von 0,9 % bis zum Jahr 2020. Diese Zahl ist möglicherweise aufgrund des Zuzuges von Flüchtlingen in 2015 und 2016 anders einzuordnen.
Im August wird der Quartierstreff fertig gestellt. Dann startet das Quartiersmanagement vor Ort, baut erste Kontakte auf und erhebt Bedarfe, um Maßnahmen zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ronnenberg Empelde
Beschreibung
Empelde ist der nördliche und größte Stadtteil von Ronnenberg und grenzt an den Südwesten von Hannover. Das Fördergebiet ist durch den Verlauf der S- Bahnstrecke abgegrenzt von der Stadt Ronnenberg und erstreckt sich im Norden bis zur Nenndorfer Str. sowie im Süden bis zum Sport- und Freizeitzentrum.
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Ronnenberg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg,
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronnenberg, Angaben zu Empelde nicht bekannt, nur Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rückmeldung des Bürgerbüros steht noch aus.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Quartierstreff bietet eine Plattform für Aktivitäten der Bewohner. Im Fokus stehen ihre Interessen und Belange. win e.V. arbeitet beteiligend, vernetzt Menschen und Institutionen und nutzt Potenziale und Stärken, die vor Ort zu finden sind. Alle Menschen werden eingebunden, unabhängig beispielsweise ihres Alters oder ihrer Herkunft. Zudem werden Problemlagen erhoben und benannt, um Lösungswege zu erarbeiten. Auch hier werden die Menschen einbezogen und als Experten für ihr Quartier wahrgenommen. Das QM bietet dafür Beratung, Steuerung sowie Projektmanagement an, fördert die Partizipation der Bewohnerinnen und das Bürgerschaftliche Engagement. Es werden niedrigschwellige Feste, Aktionen, Treffpunkte und Projekte geplant.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Standards sind erreicht, wenn BewohnerInnen an den Beteiligungsmethoden teilgenommen haben und daraus erste Maßnahmen entwickelt werden konnten (zum Beispiel Gründung von Arbeitsgruppen).
Kriterium
Beschreibung
win e.V. an bestehenden Netzwerken teilnehmen kann und zu eigenen Planungsrunden einlädt. Zudem werden erste gemeinsame Aktivitäten geplant und durchgeführt, zum Beispiel eine Zukunftswerkstatt.
Kriterium
Beschreibung
Kinder, ihre Eltern und andere Erwachsene sowie ältere Menschen den Quartierstreff kennenlernen und besuchen und an den ersten Aktionen teilnehmen und/oder mitarbeiten.
Beschreibung
Nachbarn und Akteure treffen sich im Quartierstreff, erste Gruppen sowie offene Treffpunkte sind entstanden, in denen sich die Menschen kennenlernen und vernetzen können. Zudem wurde ein Eröffnungfest gefeiert.
Vorhandene Strukturen
Eine hauptamtliche Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin leitet den Quartierstreff und baut ein Team von Ehrenamtlichen auf.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Johanneskirchengemeinde Empelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialpsychiatrische Beratungsstelle Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Behinderte und Senioren/ Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Region Hannover, Fachbereich Jugend, ADS
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Empelde/ Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Freie Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lüder für Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Prof. Stefan Müller-Teusler
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kommunale Intelligenz praktisch erprobt
Projektbeschreibung
Kommunale Intelligenz (Hüther 2013) ist ein Aufruf, aber auch ein Ansatz zur Potentialentfaltung in den Kommunen. Dieser Ansatz soll in dem Dorf Lüder herausgearbeitet und in ersten konkreten Maßnahmen modellhaft umgesetzt werden. Im Sinne des Ansatzes soll das mit den Einwohnern, der Gemeinde, den Vereinen und Verbänden und den Unternehmen vor Ort gemeinsam geschehen, um Lösungen für die Zukunft als Wohnort mit adäquater Versorgungsstruktur zu finden. Dabei spielen die Bereiche Daseinsvorsorge, Digitalisierung und Versorgungsstrukturen eine besondere Rolle. Im Kontext Daseinsvorsorge soll mit der Samtgemeinde und Gemeinde und Bürger_innen erarbeitet werden, was Daseinsvorsorge bedeutet und wie sie heute und für die nähere Zukunft realisiert werden kann. Im Bereich Digitalisierung soll die App "Digitale Dörfer 2.0" des Franhofer-Instituts für das Dorf Lüder entwickelt und modellhaft erprobt werden (Versorgung, Termine und Angebote sowie Informationen). Die Versorgungsstrukturen spielen für die Zukunft des ländlichen Bereiches eine große Rolle, weil die Erreichbarkeit von Lebensmitteln eine Grundvoraussetzung für den Verbleib im dörflichen Kontext ist. Hier soll geprüft werden, ob mittels einer Depotlösung eine Versorgung mit regionalen Angeboten (Bauern, lokale Märkte) gewährleistet werden kann, die wiederum mittels App gesteuert werden könnte. In dem Projekt geht es insgesamt um einen Zukunftsentwurf angesichts der bekannten, sich auch immer mehr abzeichnenden Strukturen (Überalterung, mangelhafter ÖPNV, zunehmende Immobilität der Büger_innen, fehlende Fachkräfte etc.). Exemplarisch und modellhaft soll in Lüder erprobt werden, was bereits heute realisierbar ist im Hinblick auf die nähere Zukunft (20-30 Jahre) und wie die Ansätze der Potentialentfaltung als Gemeinwesenressource zum Erhalt und Gestaltung des Lebensraumes genutzt werden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dorf Lüder (mit ca. 1000 Bewohnern) im Süden des Landkreises Uelzen ist typisch für den ländlichen Raum in Niedersachsen: Es ist geprägt von einer überalternden Bevölkerung, die lokale Grundschule ist geschlossenen worden und die meisten Arbeitsplätze sind meistens mit längeren Fahrzeiten verbunden (Richtung Uelzen, Gifhorn, Wolfsburg und andernorts). Die regionale Versorgung ist unzureichend, weil eine schlechte regionale Infrastruktur besteht (Einkauf, ÖPNV etc.) und für alle Personengruppen längere Wege notwendig sind, um Versorgungseinheiten zu erreichen (wie z.B. medizinische Versorgung). Im Kontext des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich Lüder bereits auf den Weg gemacht und als Dorfgemeinschaft gefunden, um als Lebensort in die Zukunft zu gehen. So gibt es ein Unternehmernetzwerk, die Vereine und Verbände koordinieren sich, es ist (in privater Trägerschaft) eine Grundschule entstanden und direkt nebenan hat dort eine Tagespflege für Senioren eröffnet, wo intergenerativ lebenslanges Lernen praktiziert werden soll. An diesen Prozess soll mit diesem Projekt angeknüpft und im Hinblick auf die Zukunft konstruktiv weitergeführt werden. Mittels des Ansatzes der Kommunalen Intelligenz (Hüther 2013) soll ein neue Ansatz von Gemeinwesenarbeit zugrunde gelegt werden, wonach Potenzialentfaltung ein Schlüsselwort der Zukunftsgestaltung ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Aue Lüder
Beschreibung
Lüder liegt im Süden des Landkreises Uelzen, begrenzt durch den Elbe-Seitenkanal. Um Lüder herum sind viele landwirtschaftlichen Flächen. Lüder grenzt an den Landkreis Gifhorn sowie an die Stadt Bad Bodenteich.
Einwohnerzahl
1290
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCder_(L%C3%BCneburger_Heide)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Noch deutlich stärker ist der Bevölkerungsrückgang in den einzelnen Einheits- und Samtgemeinden bei den Einwohnern unter 25 Jahren. Im Kreisdurchschnitt beträgt der Rückgang dieser Altersgruppe -35%, wobei die Einheits- und Samtgemeinden Einzelwerte zwischen -30% (Uelzen) und -48% (Samtgemeinde Aue) aufweisen. Quelle: Siedlungsentwicklung und Demografie im Landkreis Uelzen; Gutachten im Auftrag des Landkreises Uelzen von 2012 sowie Demografiegutachen Bertelsmann-Stiftung.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
53
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hinzu kommt eine überalternde Bevölkerung, die in vergleichsweise großen Immobilien alleine bleibt und diese nicht mehr erhalten bzw. bewirtschaften kann. Außerdem fehlt die Nähe zu Versorgungsstrukturen. Quelle: Siedlungsentwicklung und Demografie im Landkreis Uelzen; Gutachten im Auftrag des Landkreises Uelzen von 2012 sowie Demografiegutachen Bertelsmann-Stiftung.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lueder.pdf
(71.86 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Kommunalen Intelligenz geht es um die Entwicklung von (Selbsthilfe-) Potentialen, die bei den Bürger_innen vorhanden sind, aber bisher noch nicht umfassend genutzt werden. Damit bekommt Gemeinwesenarbeit noch einmal eine akzentuierte Bedeutung, indem Kommunale Intelligenz als Raster eingesetzt wird. Zum Aufbau von Versorgungsstrukturen verschiedenster Art für die Zukunft benötigt es (Vorlauf-und Entwicklungs-) Zeit, was angesichts des jetzt einsetzenden, sich noch verschärfenden demographischen Wandels ein guter Zeitpunkt ist. Das ist noch einmal besonders bestätigt durch die jüngste Studie des Berlin-Instituts zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland, wonach Uelzen auch in Niedersachsen zu den peripheren Regionen gehören wird. Außerdem soll an die konstruktiven Erkenntnisse aus dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" angeknüpft werden, die jetzt noch lebendig sind. Damit leistet Gemeinwesenarbeit in dieser Form einen Ansatz für die Zukunft einer Region und zwar so, dass zwar Impulse gegeben werden, aber die Ausgestaltung mit und durch die Bürger_innen erfolgt. Damit ist ein nachhaltiger, zukunftsweisender Weg für eine Kommune und deren Bewohner_innen unter Einbezug der Lokalpolitik ersichtlich und dann modellhaft erprobt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
An dem Grad der Beteilung wird die Partizipation gemessen.
Kriterium
Beschreibung
Kiterien Kommunaler Intelligenz entwickelt und mit konkreten Inhalten versehen sind.
Kriterium
Beschreibung
Anknüpfung an die Strukturen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft".
Kriterium
Beschreibung
Gemeinwesen wird belebt und ein gemeinsames Bild von Zukunft entworfen.
Beschreibung
App "Digitale Dörfer 2.0" ist modellhaft für Lüder entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Einbettung in den Kontext der Samtgemeinde (Daseinsvorsorge) sowie Netzwerkbildung. Berücksichtigung aller Altersgruppen und -bedarfe.
Kriterium
Beschreibung
Verabredungen der Bewohner_innen zu neuen Versorgungsstrukturen getroffen wurden bzw. Netzwerke dazu entstanden sind.
Beschreibung
Die Unternehmen vor Ort geprüft haben, ob sie neben ihren gewerblichen Tätigkeiten auch Dienste für das Gemeinwesen übernehmen können.
Beschreibung
Die verschiedenen Akteure (Unternehmen, lokale Politik und Verwaltung, Bürger_innen, Verbände und Vereine) sich zu einem Miteinander für ein starkes Lüder für Lüder verpflichten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Tagespflege LebensBild
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Bodenteich
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Familie im Zentrum - Gemeinschaft stärken im Harztor Northeim
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jutta List-Ivankovic
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnungsorte schaffen, Netzwerk aufbauen, Gemeinschaft stärken!
Projektbeschreibung
Am östlichen Rand der historischen Altstadt von Northeim - dem sogenannten Harztor - gibt es seit Dezember 2018 den Familientreff Hærztor. Hier sind Familien aller Kulturen und Menschen aller Altersgruppen willkommen. Der Familientreff ist ein niedrigschwelliges Angebot, ein offener Ort für Begegnung, Kommunikation und Beziehungsaufbau, sowie für die gemeinsame Gestaltung von Freizeit- und Bildungsangeboten.
Ein wichtiges Ziel ist, Kinder und ihre Familien nicht als soziale Einheit für sich autonom und isoliert anzusprechen, sondern auch die Nachbarschaft und Stadtgemeinschaft einzubeziehen. Das räumliche Umfeld und die Mitmenschen prägen Kindheit und Jugend und umgekehrt werden die Älteren und Alleinlebenden auch von Familien in ihrer Umgebung beeinflusst.
Im Quartier gibt es einige soziale Einrichtungen, die jedoch bisher wenig vernetzt sind und der Familientreff ist als neue Einrichtung noch nicht etabliert. Wir möchten in dem Projekt die Menschen im Quartier einladen, die Räume des Familientreffs zu nutzen und auch auf sie zugehen, um sie zu aktivieren, eigene gemeinschaftsbildende Aktivitäten durchzuführen. Mit dem Projekt soll so auf drei Ebenen die Quartiersentwicklung positiv und präventiv unterstützt werden: 1. Begegnungsorte schaffen und nutzen. 2. Das Netzwerk sozialer Einrichtungen aufbauen. 3. Die Gemeinschaft im Quartier stärken durch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. community gardening.
Ergebnisse des Projektes werden zum einen die Beschreibung der sozialräumlichen Wahrnehmung des Quartiers aus Sicht von Kindern und Erwachsenen sowie die Formulierung von Bedarfen und Wünschen für ein attraktives und lebendiges Wohnumfeld am Harztor sein und zum anderen die ressortübergreifende und koordinierte Kooperation der sozialen Einrichtungen. Außerdem wird es Aktionen zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Gemeinschaftsstärkung geben, die Bewohner*innen des Quartiers selbst entwickeln und durchführen (z.B. Spielenachmittag, Kochen).
Seitens der Stadt bestehen Überlegungen, die Bebauungspläne zu ändern, so dass Gewerbeflächen in Erdgeschosslagen in barrierefreien Wohnraum umgewandelt werden könnten. Das Harztor soll dadurch neu belebt werden und ein dauerhaft attraktiver Wohnstandort für Jung und Alt verschiedener Kulturen entstehen. Kaum genutzte Grünflächen der hist. Wallanlagen bieten außerdem Potenzial für einen Aktionsraum, der zur Stärkung der Gemeinschaft und Identifikation mit dem Gebiet als „Unser Harztor“ genutzt werden kann.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier Harztor, dessen hist. gewachsener Name in den Köpfen der Menschen Northeims seit jeher fest verankert ist, zeigt sich exemplarisch eine in der gesamten Innenstadt von Northeim charakteristische und besorgniserregende Entwicklung: Es gibt eine hohe Anzahl von strukturellen Leerständen, Modernisierungsstau in denkmalgeschützter Fachwerk-Bausubstanz und eine Tendenz der Überalterung der Bewohner*innen. Durch das sinkende Mietniveau erfolgt ein vermehrter Zuzug von Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen, gleichzeitig bleiben erforderliche Integrationsleistungen aus. Die Mischung dieser Faktoren birgt die Gefahr einer Abwärtsspirale, die mit einem mangelnden Vertrauen in eine positive Zukunft des Harztors bereits begonnen hat und zu einer Verfestigung der Probleme führen könnte (mangelnde Investitionsbereitschaft in die vergleichsweise kosten- und pflegeintensive Bausubstanz, weitere Absenkung des Mietniveaus und Wohnstandards sowie eine Stigmatisierung des Quartiers als sozial und qualitativ schlechte und "abgehängte" Wohn- und Geschäftslage).
Es bedarf dringend positiver Impulse für dieses Quartier, um langfristig ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld am Harztor aufzubauen und zu sichern. Möglichkeiten dafür bieten sich durch die Aktivierung der Menschen im Quartier, die Beteiligung bei der Gestaltung und Nutzung von Flächen, die Förderung des Miteinanders durch Begegnung und Kommunikation. Außerdem ist die ressortübergreifende Kooperation von sozialen Einrichtungen im Quartier erforderlich. Zusätzlich muss eine gesunde und zukunftsfähige Entwicklung des Quartiers auch durch eine kommunale Strategie der Stadt unterstützt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Harztor
Beschreibung
Das Harztor befindet sich am östlichen Rand der historischen Altstadt von Northeim.
Es ist das Quartier mit den Straßen: Schaupenstiel, Breite Straße, Kirchstraße und Kirchplatz, sowie Entenmarkt, Am Kalandhaus, Häuserstraße, Holzhäuser Straße und Mauerstraße.
Folgende soziale und kulturelle Einrichtungen sind in dem Quartier bzw. daran angrenzend vorhanden:
Das Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei, der Familientreff Hærztor, das Haus der Begegnung, die Evangelische Jugend, die Oase, der Freihafen sowie zwei Kindertagesstätten, das Theater der Nacht und die St.Sixti Kirche.
Am östlichen Rand befinden sich die historischen Wallanlagen mit Grün- und Parkflächen, Spielplätzen und Wasserflächen. Die Grünanlagen bieten das Potenzial für einen Aktionsraum, der im Projekt genutzt werden soll. Die Nutzung dieser Flächen kann das Wohnen und den Zuzug Jüngerer in das Gebiet attraktiv machen (Reurbanisierung).
Im Quartier Harztor zeigt sich was charakteristisch für Northeims Innnenstadt ist: Ein allgemeiner demografischer Schrumpfungsprozess, der sich auch als schleichendes Downgrading des Quartiers darstellt. Es finden vermehrt Fortzüge statt und die negative Geburtenrate trägt weiter dazu bei, dass immer weniger Jüngere in der Stadt leben. Es kommt zur Herausbildung von Singlehaushalten mit Menschen mittleren und höheren Alters. Durch geringe private Investitionen in die Substanz verschlechtert sich die Wohnqualität. Durch all diese Faktoren wird der innerstädtische (Sozial-)Entwicklungsbedarf deutlich.
In dem Gebiet Harztor wird modellhaft ein innovativer Ansatz entwickelt, der auf die gesamte Kernstadt ausgeweitet werden kann, da die Merkmale des Projektgebietes Harztor mit der Gesamtstadt weitestgehend vergleichbar sind.
Die Stadt ist interessiert an der Zusammenarbeit und Entwicklung des Quartiers sowie einer Übertragung der Strategien und Methoden auf das gesamte Gebiet der Kernstadt Northeim.
Einwohnerzahl
350
Quelle / Anmerkungen
Nach Auskunft der Stadt leben 350 Menschen im Gebiet Harztor. In der gesamten Innenstadt sind es 2051 Einwohner. Das Harztor spiegelt die Gesamtsituation der Innenstadt mit Tendenz der Überalterung, relativ wenig Kindern, Leerständen & Sanierungsbedarf.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Kinder unter 14 Jahren", die von der Stadt erstellt wurde.
Im Projektgebiet beträgt der Anteil an Kindern bis einschliesslich 14 Jahren: 11,1%
In der gesamten Kernstadt (dieser Begriff meint den Bereich der historischen Altstadt Northeims) liegt der Anteil bei 10,6%.
Für das Projektgebiet ist der Anteil an Jugendlichen bis 14 Jahren also etwas höher als in der direkten Umgebung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Bewohner nach Altersstruktur", die von der Stadt erstellt wurde.
Im Projektgebiet liegt der Anteil der Jugendlichen/Jungen Erwachsenen (Kriterium: >14 <27) bei 13,7%.
Verglichen mit der gesamten Kernstadt (16,9%) ist dieser Wert deutlich niedriger.
Der niedrige Wert erklärt sich hauptsächlich durch den sehr geringen Anteil dieser Gruppe im Mikroquartier III (7,8%).
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Anteil ueber 60 in Prozent", die von der Stadt erstellt wurde. Der größte Anteil der Bewohner (etwa 50-60 %) im Quartier Harztor ist zwischen 26 und 64 Jahren alt.
Betrachtet man die Gruppe der über 60jährigen, ergibt sich für das Projektgebiet ein Anteil von 25,1%.
Im Vergleich mit der gesamten Kernstadt (27,9%) ist dieser Wert etwas geringer.
Das Projektgebiet zeigt besonders im Quartier III eine deutliche Überalterung, der Anteil der über 60jährigen liegt dort bei 33,3%.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu Karte "Quartier Harztor Anteile Geburtsländer und Quartier", die von der Stadt erstellt wurde. Hier zeigt sich, dass in den Mikroquartieren I & II ein vergleichsweise recht hoher Anteil von Menschen aus dem asiatischen Raum zu verzeichnen ist. Wie der Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der gesamten Innenstadt verteilt ist, lässt sich leider nicht beschreiben, da dazu keine belastbaren Daten bei der Stadt vorliegen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_das_quartier_harztor.pdf
(2.36 MB)
quartier_harztor_altersstruktur.pdf
(2.28 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Zentrum. Die sozialräumliche Wahrnehmung des Quartiers wird in Stadtteilbegehungen mit Kindern und Erwachsenen erfasst und aktivierende Befragungen durchgeführt. Der Sozialraum wird aus Sicht der Menschen, die dort leben, beschrieben.
Die Bewohner und Bewohnerinnen werden selbst aktiv. Sie formulieren Bedarfe und Wünsche und verwirklichen sie in Aktivitäten z.B. urban gardening (dafür haben wir einen erfahrenen Mitarbeiter, der in den Internationale Gärten e.V. in Göttingen sehr aktiv ist), Kochaktionen, Spielenachmittag, Café, Kunstaktion, Fest, Flohmarkt u.a.
Bestehende Angebote, Vertreter der sozialen Einrichtungen und vorhandene Räume werden einbezogen und damit Stärken vor Ort genutzt. Verschiedene Lebensbereiche und Altersgruppen werden angesprochen und beteiligt (Bildung, Kultur, Gesundheit, Soziales, Wohnen). Es wird ressortübergreifend geplant und gehandelt.
Vorhandene Einrichtungen im Quartier erarbeiten kooperativ ein abgestimmtes Angebot und beziehen die Bedarfe der Anwohner ein. Es wird ein Netzwerk aufgebaut und genutzt.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Café Dialog (Werk-statt-schule) kooperieren (Quartier Südstadt) und Brücken zwischen den Quartieren bauen. Wir möchten uns methodisch austauschen im Hinblick auf Aktivierung und Befragung der Menschen in den Gebieten. Es können auch interkulturelle Aktionen entstehen (z.B. urban gardening, Kultur-Café, Kochen)
Das Projekt passt in die kommunale Strategie der Stadt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dokumentation der Stadtteilbegehungen liegen vor mit Wahrnehmung, Bedarfen und Wünschen der Bewohnerinnen. Ergebnisse der aktivierenden Befragungen mit Ideen zu Maßnahmen und Lösungen sind dargestellt.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner realisieren eigene Angebote wie z.B. Kochkurs, Fest, Spielenachmittag, Treffen zum Austausch in einem Cafe.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner nutzen vorhandene Begegnungsorte und gemeinschaftliche Räume bei den bestehenden sozialen Einrichtungen und bringen eigene Ideen zur Gestaltung ein bzw. führen Aktionen oder Veranstaltungen eigenständig oder begleitet durch.
Kriterium
Beschreibung
Mehrere Zielgruppen und Altersgruppen beteiligen sich an einer Aktion (z.B. Flohmarkt, Fest). Die Aktion findet statt, es kommen Besucher, in einer Befragung wird die Zufriedenheit erfasst und dokumentiert.
Beschreibung
Verschiedene Akteure aus den Bereichen Wohnen, Soziales, Kultur, Gesundheit, Kirche, Wirtschaft und Politik beteiligen sich, indem sie ihre Ideen und Wünsche z.B. in einer Stadtteilkonferenz, Zukunftswerkstatt, einem World Cafe oder Open Space einbringen.
Beschreibung
Die sozialen Einrichtungen und Akteure im Quartier bekunden ihr Interesse an einer Kooperation in einer Interessenbekundung. Gemeinsame Ziele und Projekte für die Gemeinwesenarbeit im Quartier werden definiert.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner und Anwohnerinnen beteiligen sich an Planung und Initiierung von Aktionen oder Veranstaltungen und nehmen daran teil. Ressourcen und Potenziale werden benannt.
Beschreibung
Bedarfsanalyse liegt vor, die beschreibt, was die Anwohner und Anwohnerinnen im Quartier brauchen und sich für ihr Quartier wünschen. Es gibt Ansprechpartner für die Fragen/Bedarfe der Bewohner im Familientreff oder in einer anderen Einrichtung.
Kriterium
Beschreibung
Eine Veranstaltung mit Akteuren aus dem Quartier und der Politik/Verwaltung wird durchgeführt, Ergebnisse des Projektes und Vorhaben der Stadt präsentiert. Bedarfe der Bewohner werden von der Stadt wahrgenommen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Stadt ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert sowie an der Planung und Umsetzung beteiligt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Brauerei", Theater der Nacht
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Begegnung, Oase, AWO, Senioren heute, Alte Wache, Evangelische Jugend, Kindergarten, Krippe, Kooperation mit der Werk-Statt-Schule (Quartier Südstadt) zum Methodenaustausch und Miteinander der Kulturen fördern z.B. urban gardening, Kultur-Cafe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Sixti, Evangelische Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo und HNA), StadtRadio Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer, Frauen, Geschäftsleute, alle Generationen und Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Blumenladen Zastrow, Kiosk, Ute Pfaff Goldschmiedin, PC-Laden, Friseur, Die Schaupe (Regionale Lebensmittel), Kreishandwerkerschaft, Architektenbüro Lange/Puche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderärztin (Dr.med. Linke-Rumann), Allgemeinarzt (Dr.med. Faulborn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft: Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportschule Mark Haubold, Wissenschaft und Forschung (Prof.Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hameln k.a.n.(n')s.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Schmidt
| Organisation | Stadt Hameln |
|---|---|
| Funktion | Projektkoordinatorin Quartiersentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Kommunales Quartiersmanagement und quartiersbezogene Gemeinwesenarbeit im Tandem unterwegs in den Hamelner Stadtteilen Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt
Projektbeschreibung
Das Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." setzt auf eine sich gegenseitig ergänzende Arbeitsteilung zwischen übergreifend-koordinierendem kommunalen Quartiersmanagement im Tandem mit lokaler, jeweils quartiersbezogener Gemeinwesenarbeit in vier Stadtquartieren Hamelns: Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt. Ergänzend zum bereits bestehen QM soll GWA neu aufgebaut werden - mit der Stadt als Anstellungsträger. Sitz der GWA werden freie Träger in den Quartieren sein. Insgesamt werden 1,75 Stellen geschaffen, so dass zwei Sozialarbeiter/innen in jeweils zwei Quartieren vor Ort tätig sein werden. Die inhaltliche Steuerung und Koordinierung finden ressortübergreifend in enger Abstimmung zwischen dem QM (Stadtplanung) sowie der städtischen Koordinierungsstelle für stadtteilbezogene Familienarbeit (Familie u. Soziales) statt. Zentrales Projektziel ist der Wissenstransfer der Projektgebiete untereinander, die Koordinierung ist Aufgabe des QMs. Vor allem von den bereits gut funktionierenden Kommunikationsstrukturen im Soziale-Stadt-Gebiet Kuckuck werden die anderen Stadtteile erheblich profitieren können. Am Kuckuck soll mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." das Kuckucksnestteam unterstützt werden, um über die bisherige Zielgruppe „Kinder und Familien“ hinaus mit GWA auch weitere Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Ziel ist es, die in einer vom QM durchgeführten aktivierenden Bewohnerbefragung geäußerten Wünsche der Bewohnerschaft bezüglich der Entwicklung des Gemeinwesens am Kuckuck umzusetzen. In der Hamelner Altstadt bietet das FiZ (Familie im Zentrum) eine wichtige Anlaufstelle für Familien in Hameln. Mit der einzurichtenden GWA könnten hier auch Angebote für die Bewohnerschaft der Altstadt geschaffen werden, die sich an deren Bedürfnissen orientieren. In der Nordstadt wird das Hamelner Mehrgenerationenhaus e.V. Sitz der GWA sein, das dort einen neuen Standort aufbaut. Aufgabe wird es sein, mit einer aktivierenden Bewohnerbefragung bereits während der Umbauphase des Gebäudes die Bedarfe im Quartier zu ermitteln, die dann in die bauliche und inhaltliche Planung einfließen können. Die Südstadt ist einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Hamelns und vorwiegend geprägt durch eine multiethnische Bewohnerschaft mit wachsenden sozialen Konflikten. Hier ist der Ausbau der Oberschule zur Stadtteilschule angedacht bzw. die Unterstützung des Familienbüros vor Ort bezüglich der hier dringend erforderlichen Stadtteilarbeit durch GWA.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Sowohl das Hamelner Wohngebiet Kuckuck als auch Altstadt, Nordstadt und Südstadt gelten innerhalb der Gesamtstadt als Stadtteile mit Entwicklungsbedarf und sind geprägt von dem vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen. Alle vier Stadtteile zeichnen sich durch daraus resultierenden erhöhten Integrationsbedarf und durch teilweise mangelnde Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil aus. In der Nordstadt leben zudem viele ältere Menschen. Um diesen Herausforderungen angemessen zu begegnen hat die Stadt Hameln im März 2017 eine Stelle zur Koordinierung der Quartiersentwicklung in den vier als problematisch eingestuften Stadtgebieten geschaffen und mit einer erfahrenen Quartiersmanagerin besetzt. Aufgabe des QMs ist es, tragfähige Kommunikationsstrukturen in den vier Quartieren aufzubauen und die Träger sozialer Arbeit zu unterstützen. Was allerdings bisher in allen Quartieren fehlt ist eine GWA im Stadtteil - quasi als expliziter "Kümmerer vor Ort" mit dem klaren Auftrag der Bewohnerorientierung. Insbesondere durch den Zuzug von Armutszuwanderern aus Osteuropa sowie von Geflüchteten ist in den vergangenen Jahren der Bedarf an gemeinwesenarbeitsorientierten Angeboten in allen Quartieren stark gestiegen. Alle vor Ort tätigen Träger sozialer Arbeit berichten von einem gestiegenem Bedarf an Beratung, Begleitung und Unterstützung sowie über wachsende Spannungen zwischen Zugewanderten und Einheimischen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, soll mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." langfristig in jedem der vier Quartiere Gemeinwesenarbeit vor Ort aufgebaut und etabliert werden - jeweils als Pendant zum kommunalen Quartiersmanagement.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hameln - Kuckuck
Beschreibung
Das Wohngebiet Kuckuck liegt in räumlich isolierter Lage am Rande der Hamelner Kernstadt. Es wird begrenzt durch zwei Bahnlinien sowie die Hamel.
Einwohnerzahl
463
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2017, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein zentrales Projektziel des Projekts "Hameln k.a.n.(n')s. gemeinsam" ist der Wissenstransfer der GWA in den Projektgebieten untereinander, die sowohl miteinander als auch mit dem QM eng zusammen arbeiten werden. Im Verbund mit dem Kuckuck werden die anderen drei Quartiere Altstadt, Nordstadt und Südstadt weiterhin erheblich von den bereits gut funktionierenden Kommunikationsstrukturen zwischen den beteiligten Akteuren im Soziale-Stadt-Gebiet Kuckuck profitieren können. Das Soziale Stadt Projekt übernimmt damit eine Leuchtturmfunktion im Gesamtprojekt und wird für den Erfolg des Projekts "Hameln k.a.n.(n')s. von großer Bedeutung sein.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 01.01.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt, Kinder unter 15 Jahren
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kuckuck_lageplan_a4.pdf
(597.47 KB)
Gebiet-Name
Hameln Altstadt
Beschreibung
Die Hamelner Altstadt ist ein klar abgegrenztes Gebiet, dass vom Altstadtring und von der Weser begrenzt wird.
Einwohnerzahl
2186
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln Nordstadt
Beschreibung
Die Hamelner Nordstadt schließt nördöstlich der Weser an die Innenstadt an und erstreckt sich bis an den nördlichen Stadtrand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
9265
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt, Personen ab 65 Jahren
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln Südstadt
Beschreibung
Die Hamelner Südstadt grenzt im Süden an die Altstadt an und erstreckt sich bis an den südlichen Stadtrand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
6023
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das bei der Stadt Hameln verortete kommunale Quartiersmanagement ist bereits seit März 2017 vorhanden bzw. im Aufbau. Parallel dazu soll mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." als notwendige Ergänzung vor Ort in den Quartieren Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt Gemeinwesenarbeit aufgebaut werden.
Dabei werden Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit Hand in Hand arbeiten. Die Aufgabe des Qartiersmanagement ist es, den Kommunikationsprozess aller beteiligten Akteure in den jeweiligen Quartieren zu steuern und gemeinsam ein integriertes Handlungskonzept zur Quartiersentwicklung zu entwickeln und dessen Umsetzung zu begleiten. Die GWA orientiert sich an den Menschen vor Ort in den einzelnen Quartieren. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bewohner/innen Angebote zu entwickeln und umzusetzen, die den Bedürfnissen der Bewohnerschaft entsprechen und ihre Stärken nutzen. Somit arbeitet das Quartiersmanagement eher auf der Akteursebene, die Gemeinwesenarbeit auf der Bewohnerebene. Beide ergänzen und unterstützen einander: Die GWA hat den direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort und kann Bedarfe aus dem Quartier direkt an das Quartiersmanagement übermitteln, welches wiederum dadurch bessere Rahmenbedingungen für Nachbarschaftsarbeit vor Ort schaffen kann. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen QM und GWA ist es möglich, die Bewohnersicht in alle Handlungsbereiche der Quartiersentwicklung einfließen zu lassen. Wichtiger Partner sind dabei die städtischen Familienbüros.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
...findet statt, wenn eine ressortübergreifende, verwaltungsinterne Steuerungsgruppe etabliert wurde, die die Bedarfe der einzelnen Quartiere an die jeweiligen Fachabteilungen rückkoppelt.
Beschreibung
...bestehen, wenn für alle Quartiere regelmäßige Netzwerktreffen etabliert wurden.
Kriterium
Beschreibung
...wenn mindestens ein selborganisiertes Bewohnerangebot in jedem Quartier erfolgreich läuft
Kriterium
Beschreibung
...ist möglich, wenn in jedem Quartier eine Stärken- /Schwächenanalyse durchgeführt wurde und aufbauend auf den Stärken Angebote etabliert wurden
Kriterium
Beschreibung
...gelingt, wenn eine ressortübergreifende, verwaltungsinterne Steuerungsgruppe die Entwicklung aller städtischen Quartiere im Vergleich zur Gesamtstadt im Blick hat, um ggf. schnell handeln zu können
Kriterium
Beschreibung
...gelingt, wenn in jedem Quartier mindestens ein Angebot gut etabliert ist, dass den Austausch von Menschen verschiedener Kulturen gezielt fördert und ermöglicht
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Hameln e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Kita Königstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HMT Hamelner Marketing Tourismus GMbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Junges, buntes Wohnen im englischen Viertel
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On