Haus der Möglichkeiten Soltau
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursula Heimann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Ort der Inspiration, Co-Kreation und Vernetzung für Gemeinwesen und nachhaltige Transformation
Projektbeschreibung
Das Haus der Möglichkeiten (HdM) ist ein Ort der Information, Inspiration, Co-Kreation und Vernetzung für nachhaltige Initiativen und soziale Innovationen in Soltau, einem Mittelzentrum in der Lüneburger Heide. Es richtet sich an lokale Institutionen, Organisationen, Schulen, Vereine und Firmen und im Allgemeinen an unterschiedliche Gruppen der Stadtgesellschaft. Es ist ein Beitrag, um die Soltauer Innenstadt neu zu denken und neu zu erleben und eine lebenswerte Innenstadt für Gegenwart und Zukunft zu schaffen. Damit ist es als langfristiger Beitrag zur nachhaltigen regionalen Wirtschaft und Stadtgesellschaft geplant und als Verstetigung des gleichnamigen Pilotprojektes aus 2024 gedacht. Aus dem HdM soll eine aktive Zukunftswerkstatt für die Stadt entstehen.
Das HdM baut auf dem Pilotprojekt auf, das die Stadt Soltau in Kooperation mit der gemeinwohlorientierten Ursula Heimann & Partner UG von April bis Juni 2024 durchgeführt hat. In 2025 hat die Ursula Heimann & Partner UG zudem mit der Stadt Zeven ein Haus der Möglichkeiten aufgebaut, das in 2026 Zeit verstetigt werden soll.
Ein Herzstück im HdM ist die Ausstellung der Möglichkeiten – Solutions Exhibition (www.snowball-effect.org) der französischen gemeinnützigen Organisation Snowball Effect. Sie zeigt 40+ nachhaltig innovative und inklusive Initiativen und Unternehmen aus Deutschland, Europa und der Welt und wird mit Führungen und Workshops für Einzelpersonen, Vereine, Schulen, Institutionen und Firmen begleitet. Die Ausstellung zeigt erfolgreiche nachhaltige Initiativen und Geschäftsmodelle und lädt zum Nachahmen dieser Vorbilder ein, um ihre positive gesellschaftliche Wirkung vielfach zu skalieren.
Darüber hinaus ist das HdM ein Raum für Austausch und Vernetzung für Vereine, Schulen, Institutionen, Kunstschaffende und die Stadtgesellschaft im Allgemeinen. Hier kann man zusammenkommen für Kulturveranstaltungen, Vorträge, Konzerte, u.ä. Das HdM dient aber auch ganz allgemein als Ort für niedrigschwellige, alltägliche Begegnungen und Austausch unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen der Stadtgesellschaft.
Es stehen zudem Räume für Workshops und Veranstaltungen für vielfache Aktivitäten in Kooperation mit lokalen Institutionen und Vereinen zur Verfügung. Damit wird im Kontext von Leerstand und Verödung von Innenstädten ein zukunftsorientierter Beitrag für die Neubelebung der Innenstadt im Sinne einer resilienten Innenstadt geleistet.
Laufzeit
2026-03-22 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wir müssen die Verödung der Innenstädte stoppen und die Innenstädte als Seelen der Kommunen umbauen - so schrieb schon 2021 der Deutsche Städte- und Gemeindebund - und zwar mit langfristigen Konzepten, die Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Kommunalpolitik gemeinsam entwickeln und umsetzen. Viele Städte in Deutschland (wie auch weltweit) entwickeln seit einigen Jahren Konzepte zur Erneuerung ihrer Innenstädte. Überall gewinnen Aspekte wie Wohnen, Kultur, Natur, regionales Handwerk und vor allem neue Treffpunkte und Erlebnisräume an Bedeutung.
Das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU) betont die Bedeutung innovativer öffentlicher Räume für Begegnung, Diskurs, Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Haus der Möglichkeiten soll ein solcher Ort sein. Als Pilotprojekt wurde es 2024 in Soltau geschaffen, als Beitrag zu einer Residenten Innenstadt. Es wurde damals sowohl aus Mitteln des Förderprogramms Resiliente Innenstadt finanziert, als auch aus Eigenmitteln und Eigenleistung der Ursula Heimann & Partner UG.
In 2024 hatte die Stadt Soltau zur Umsetzung eine leerstehende Geschäftsimmobilie in Soltau angemietet. Aktuell ist die Ursula Heimann & Partner UG auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Übergangsweise besteht die Möglichkeit, das HdM als mobiles HdM in den Räumen der VHS Heidekreis erneut zu starten. Geplant ist, im Lauf des Jahres 2026 ein Büro für das HdM anzumieten, um die Aktivitäten koordinieren in den Räumen der VHS aber auch weiteren örtlichen Räumlichkeiten zu koordinieren. Ab 2028 ist geplant, größere eigene Räumlichkeiten als Grundlage für eine langfristige Verstetigung in der Innenstadt Soltaus zu mieten.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Soltau
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf die Stadt Soltau, mit Schwerpunkt auf der Innenstadt (Böhmewald, Böhmepark, Mühlenstrasse, Marktstrasse, Poststrasse, Stadtgraben, Burg, Hagen, und angrenzende Seitenstrassen).
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
www.soltau.de
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziele des HdM Soltau sind:
a. Einen innovativen Ort schaffen für Begegnung, Kultur, Austausch und für die kreative und partizipative Entwicklung von neuen Initiativen für den Erlebnisraum Innenstadt Soltau
b. Die Beteiligung von Vereinen, Institutionen, Firmen und Schulen ermöglichen, die im HdM Veranstaltungen, Events oder Workshops durchführen können
c. Das Interesse der Zielgruppen und der Bevölkerung wecken zum Besuch des HdM und zur Beteiligung an Veranstaltungen und Workshops im HdM.
d. Ideen und Initiativen für einen innovativen Erlebnisraum Innenstadt Soltau entwickeln, unter Beteiligung der Stadtgesellschaft Zeven.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Haus der Möglichkeiten mit vielfältigen Akteuren der Stadtgesellschaft verbunden ist und kooperiert. Jahr 1: 6 Kooperationspartner, Jahr 2 und Jahr 3 jeweils 4-6 weitere Kooperationspartner.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen aufgebaut und genutzt werden (6+ pro Jahr), vielfältige Akteure der Stadtgesellschaft eingebunden sind (6+ pro Jahr) und Projektleitung und Projektteam aufgebaut und operativ tätig sind.
Kriterium
Beschreibung
Die Stadtgesellschaft das HdM annimmt und die Besucherzahlen den angestrebten Zielen entsprechend steigen (s.o.)
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (bezogen auf Alter, Berufsgruppen, kultureller Hintergrund, Gender, etc.) der Stadtgesellschaft das HdM gemeinsam für Veranstaltungen und Austauschformate nutzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das HdM in der Stadtgesellschaft als Ort der Begegnung, des Austauschs, der Inspiration und des gemeinsamen Handelns wahrgenommen und genutzt wird, durch Veranstaltungen, Austauschformate, Workshops, etc.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Es ist geplant, mit vielfältigen Akteuren der Stadtgesellschaft zusammenzuarbeiten: Verwaltung, Vereine, Schulen, Unternehmen, Kirchengemeinden, Einwohner, etc.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Möglichkeiten soll in der Stadt Soltau langfristig verstetigt werden. Das Interesse ist sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei lokalen Institutionen (z.B. VHS, Lebenshilfe) und Akteueren (z.B. Coworking Space, Vereinen) vorhanden. In der Projektlaufzeit soll die stabile Grundlage für eine langfristige Verstetigung als HdM und als nachhaltig ausgerichtete Zukunftswerkstatt gelegt werden. Die nachhaltig ausgerichtete Ausstellung der Möglichkeiten steht weiterhin im Mittelpunkt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Eingliederung einer Langzeitarbeitslosen in das Erwerbsleben.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joachim Taplan
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wiedereingliederung einer Langzeitarbeitslosen in das Berufsleben Unterstützung von Hilfeempfängern und ehrenamtlichen Helfern. Sozialer Bereich.
Projektbeschreibung
Unser Verein unterstützt Generationen übergreifend Hilfebedürftige im täglichen Leben. Die Unterstützung erfolgt durch ehrenamtliche Helfer. Durch die größe des Vereins und der zunehmenden Anzahl der Hilfebedürftigen ist geplant eine 30 Stunden Kraft einzustellen. Diese Kraft wäre Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen und die Hilfesuchenden. Bisher ist diese Unterstützung nur stundenweise möglich. Idee ist eine Langzeitarbeitslose dafür befristet einzustellen. Diese hat in den letzten Jahren regelmäßig berufliche Maßnahmen durch die Argentur für Arbeit durchgeführt. Eine Anstellung hat sich daraus aber nicht ergeben. Aus Sicht des Vereins wäre sie eine sehr gute Ansprechpartnerin für die Mitglieder da eine große Sozialkompetenz vorliegt. Da der Verein nicht die finanziellen Mittel hat für eine festangestellte Mitarbeiterin versuchen wir das über die Förderung zu erreichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Einwohnerzahl
13000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
gemeindeplan_lengede.pdf
(2.22 MB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ALLEstadt statt Altstadt - Quartiersentwicklung mit allen und für ALLE in Helmstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Krasnodembski
| Funktion | Gemeinwesenarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Fortschritt wird nur wahrnehmbar wenn wir ihn gestalten!
Projektbeschreibung
Helmstedt - ehemalige Universitätsstadt, ehemaliges Braunkohlerevier, ehemaliges Zonenrandgebiet, ehemalige Stadt der Einheit... Eine Stadt auf der Suche nach einer neuen Perspektive. Was lange Zeit selbstverständlich war, eine gute Finanzlage, ein hoher Grad an Engagement und eine relative homogene Bevölkerung hat sich in den letzten 30 Jahren in das Gegenteil verkehrt. Was bleibt sind die Fundamente auf denen die Stadtgesellschaft stand und viele neue Impulse durch Hinzugezogene. Zudem bemüht sich die Stadt seit einigen Jahren um den Erhalt und die Aufwertung der Bausubstanz und des öffentlichen Raumes. In der Altstadt kommen diese Entwicklungen konflikthaft zusammen. Bauliche Perspektiven kollidieren mit dem allgegenwertigen Denkmalschutz. Alteingesessene stören sich an der Neudeutung des öffentlichen Raumes durch Hinzugezogene. Diejenigen die langfristig Träger einer neuen Stadtidentität sein könnten (Jugendliche und junge Menschen) wandern ab. Wo Hilfestrukturen und Städtebau überfordert sind, soll Gemeinwesenarbeit die Perspektiven zusammenbringen und Stadtgesellschaft neu entstehen lassen.
Langfristige Engagementstrukturen für Jugendliche aufbauen:
Die Bedarfslage ist seit der Jugendbefragung 2023 klar. Es braucht einen Ort, eine Anerkennungskultur und einen Anreiz, damit Jugendliche sich für die Stadt und die Peergroup engagieren. Gemeinsam mit dem Jugenddekanat und vier weiterführenden Schulen werden ein "Sei-Dabei-Pass" und ein "Engagement-Zertifikat" entwickelt. Wenig genutzte Ressourcen (Gewölbekeller St. Ludgerie, Innenstadtleerstände) werden zu temporären Jugendorten für deren Aktionen (Sportturniere, Rollenspiel, Disco, Ausstellungen etc.).
Begegnung dort, wo alle sind:
Ein Begegnungspavillon kommt an verschiedenen Orten in der Altstadt unter Mitwirkung des Kompass (zivilgesellschaftliches Netzwerk für Menschen im Alter) zum Einsatz. Bedarfe der Anwohnenden werden ermittelt und gleichzeitig zum Mitmachen eingeladen. Ein Bürgerforum und daraus resultierende Verhandlungsergebnisse werden in Aktionen umgesetzt.
Städtebau trifft Stadtgesellschaft:
Kramers Gut wird zum zukünftigen Nukleus für die Stadtgesellschaft. Hier sollen die verschiedenen Anliegen und Zielgruppen der Altstadt zusammen geführt werden. Während der Städtebau die planerischen und baulichen Aspekte angeht kommt der Gemeinwesenarbeit die Aufgabe zu das Mikroquartier zu beleben, Zivilgesellschaft vor Ort zu organisieren und Aneignungsprozesse zu ermöglichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Helmstedter Altstadt befindet sich im Wandel. Baulich prägen zwar noch immer die einstigen Professorenhäuser und Funktionsgebäude der 1810 geschlossenen Universität Academia Julia das Stadtbild, die Innenstadt wirkt jedoch häufig wie ausgestorben. Leerstände, mangelndes Sicherheitsgefühl, Sanierungsrückstand, schlechtes Gebietsimage - viele benachteiligende Faktoren häufen sich und begünstigen eine hohe Wohnfluktuation und vermehrtem Zuzug prekärer Lebenslagen. Unter diesen Bedingungen ist 2022 die im Seniorenstützpunkt verortete Nachbarschaftsarbeit gestartet. Die Idee damals war den Kontakt zur Bevölkerung herzustellen, einen Anlaufpunkt zu installieren, eine Sozialraumanalyse durchzuführen und Angebote zu schaffen. Das Ergebnis der Analyse: wenig Kooperation im Stadtteil, schlechtes Gebietsimage, Rückwärtsgewandtheit, fehlende Aufenthaltsqualität; größter Bedarf „soziales Miteinander/Zusammenleben“. In der Folge wurden verschiedene Netzwerke (z. B. Kompass, migrantische Frauengruppe) und Angebote (z. B. Sprachcafé, Ausstellungen) geschaffen. Trotz einiger Erfolge blieb eine Trendwende aus. Ursache dafür sind die fehlende Verknüpfung mit kommunalem Handeln und die grundlegend veränderte städtebauliche Situation ab 2025. Neben der Sanierung von Wohnhäusern, Gemeindestraßen und Plätzen stehen mehrere bekannte und ehemals beliebte Orte im Fokus. Einer davon ist Kramers Gut, ein innerstädtischer Landwirtschaftsbetrieb mit 8.000 m², in dem ein Mikroquartier entstehen und das soziale- und Bildungsinfrastruktur mit Stadtgesellschaft und Denkmalschutz kombinieren soll. Dabei sollen insbesondere die Belange junger Menschen und von Menschen im Alter berücksichtigt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Helmstedt Altstadt
Beschreibung
Das Gebiet wird vollständig vom Innenstadt-Ring eingeschlossen (Goethestraße, Am Ludgerihof, Poststraße, Wilhelmstraße, Leuckartstraße), der (mit Ausnahme Richtung Westen) entlang der historischen Wallanlage verläuft. Das
Quartier ist in sich geschlossen und weist nur in westlicher Richtung einen "weichen" stadtgeographischen Übergang in das Conringviertel auf. Innerhalb des Gebietes liegt eine aktive Programmkulisse (Sanierungsgebiet "Nordwestliche Altstadt") sowie zwei ausgelaufene Programmgebiete.
Einwohnerzahl
3945
Quelle / Anmerkungen
Sozialbericht
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Jobcenter LK Helmstedt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Jobcenter LK Helmstedt
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Erfasst ist hier der Anteil der Menschen ab 65 Jahren. Insofern muss die Anzahl deutlich erhöht werden. Geschätzt entfallen auf diese Gruppe etwa 25 % der Bevölkerung. Zudem liegen drei große Wohn- und Pflegestationen für Menschen im Alter im Gebiet. Sozialbericht LK Helmstedt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Enorme Abwanderungsquote junger Menschen. Nur ein Viertel der Befragten sieht die berufliche/akademische Zukunft in/bei Helmstedt. Die Zukunftschancen insgesamt werden negativ gewertet. (Befragung Abschlussjahrgänge Fröhlich/Grosskopf LK Helmstedt)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_altstadt_markiert_0.pdf
(4.24 MB)
karte_alle_sanierungsgebiete.pdf
(1.86 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Seit Februar 2025 gibt es im Nachbarquartier (Conringviertel) ein Quartiersmanagement im Rahmen der Programmkulisse „Sozialer Zusammenhalt“. Die Schwerpunkte der Arbeit (Begleitung städtebaulicher Verfahren, Koordinierung/Vernetzung von Akteur*innen und Konfliktmanagement) ergänzen mit denen in der Altstadt (Bedarfsermittlung, Belebung, Aktivierung und Empowerment von Ehrenamt und das Zusammenleben und -wirken unterschiedlicher sozialer Gruppen). Beide Gebiete könnten daher von dem jeweils anderen profitieren, sofern ein Transfer möglich wird. Die verschiedenen Ansätze sollen miteinander verknüpft werden:
Ressourcenorientierung, Synergien erkennen und nutzbar machen nicht doppelt koordinieren, voneinander Wissen, gemeinsam Anstrengungen unternehmen, sich in Arbeitszeit- Kraft- Kreativität zu beleihen, aktivierte Strukturen für mehr als ein Quartier nutzen. Zudem verfügt das Quartiersmanagement qua Auftrag über Zugänge in alle Fachbereiche der Verwaltung und kann diese auch für die Altstadt nutzbar machen.
Möglich wird dieser Ansatz, da der Caritasverband für den Landkreis Helmstedt e. V. von der Stadt Helmstedt mit der Umsetzung des Quartiersmanagement im Conringviertel beauftragt wurde. Um diesen Ansatz abzubilden, soll es eine entsprechende Teamstruktur sowie gemeinsame Jour Fixes mit der Stadt geben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnergruppen und Initiativen unabhängig von Impulsen der Gemeinwesenarbeit tätig werden.
Kriterium
Beschreibung
Die insbesonderen Orte (Kramers Gut etc.) werden von der Bevölkerung gedeutet und "bespielt".
Kriterium
Beschreibung
Traditionen sind entstanden, die positiv im Gespräch bleiben und sich selbst erhalten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jugendbauhütte Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
pro-tectum ggmbh
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde St. Stephanie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirchengemeinde St. Ludgeri
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugend Dekanat Wolfsburg-Helmstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Je nach Voranschreiten der Entwicklung des Mikroquartiers "Kramers Gut" als Quartierszentrum in der Helmstedter Altstadt besteht eine Perspektive für die Gemeinwesenarbeit. Die Stadt Helmstedt plant - frühestens ab Sommer 2029 - eine Stelle für die Organisation des Zusammenlebens, Zusammenschaffens auf dem Gut sowie die Vernetzung der dort angesiedelten Einrichtungen, Betriebe, Vereine - wie Jugendbauhütte, Politische Bildungsstätte - mit dem gesamtstädtischen Raum zu schaffen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nergiz Sagir
| Funktion | Vorstandsvorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ein kreativer Safer Space für mehr Sichtbarkeit
Projektbeschreibung
Im Projekt entsteht im Stadtteil X das "Haus der Frauen" als Quartierstreff von und für Frauen. Das Projekt folgt dabei die übergeordneten Ziele, einerseits einen offenen Treff im geschützten Raum zum Wohlfühlen, Begegnen, Sich Entfalten und Bilden zu etablieren, andererseits die Sichtbarkeit von häufig übersehenen Zielgruppen, wie vor allem migrantisierten Frauen mittleren Alters, zu erhöhen. Aufbauend auf der über 400 Mädchen und Frauen umfassenden Community von Maria e.V. wird in einem ersten Schritt eine Bedarfsanalyse im Dialog mit der Projektzielgruppe im Stadtteil X durchgeführt. Dabei werden Frauen aus dem Stadtteil befragt, zu Mecker-Cafés und Ideenwerkstätten eingeladen, um eine gemeinsame Vision eines bedarfsgerechten Quartierstreffs zu entwickeln. In dieser Phase erfolgt auch eine intensive Vernetzung mit im Stadtteil wirkenden Akteur*innen, Organisationen und Multiplikator*innen. Parallel werden geeignete Räumlichkeiten im Stadtteil angemietet und unter Berücksichtigung der entwickelten Vision gemeinsam mit den Frauen aus dem Stadtteil gestaltet und eingerichtet. Bei Bedarf schreinern die Frauen die gewünschten Möbel selbst. Im neu eröffneten "Haus der Frauen" entsteht ein offener Treffpunkt, aus dem heraus sich im Dialog mit den Anwohnerinnen bzw. von diesen organisiert nach und nach Angebote entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt auf Angeboten, in denen sich die Frauen kreativ ausleben, sich im intergenrationalen Zusammenwirken empowern und die Sichtbarkeit ihrer Lebenswelt in die Stadtteilöffentlichkeit tragen können. So entstehen z.B. aus Kreativwerkstätten und Biografie-Workshops von den Frauen entwickelte Ausstellungen, (Video-)-Podcasts, oder eine Human Library. Da wir insbesondere Frauen mittleren Alters stärken wollen, finden bspw. regelmäßig "Generationentreffen" und Erzählabende sowie Peer-to-Peer-Lernangebote statt, bei denen Alt und Jung voneinander lernen. Durch die verschiedenen Maßnahmen, die entweder von den Teilnehmerinnen initiiert werden oder im engen Austausch mit ihnen entstehen, wird so über die Zeit ein abwechslungsreiches Programm aufgebaut, das den offenen Treff ergänzt. Einmal jährlich organisieren die in das Projekt als Ehrenamtliche und Teilnehmerinnen involvierten Frauen ein "Fest der Frauen" für den Stadtteil, bei dem sie ihre Arbeit präsentieren und Menschen zusammenbringen können. Das Projekt wird fester Bestandteil des Stadtteils, der sowohl einen Safer Space bietet als auch in den öffentlichen Raum wirkt.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Gemeinsam mit den Anwohnerinnen sowie im Stadtteil wirkenden Organisationen und der LH Hannover ab der Hälfte des Projekts eine Strategie zur Anschlussfinanzierung und nachhaltigen Etablierung entwickelt. Denkbar sind verschiedene Maßnahmen, die zu diesem Ziel beitragen: Das Einwerben einer Anschlussfinanzierung, Crowdfunding-Aktionen, die ehrenamtliche Weiterführung eines Teils der Angebote, aus der Arbeit entstehende weiterführende Projekte sowie eine Unterstützung durch die Stadt.
papenburg.art
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Udo Löbbers
| Funktion | Vorstand papenburg.art e.V. i.G. |
|---|
2. Kurzbeschreibung
papenburg.art e.V. (i.G.) bringt Kunst und Kultur für alle als temporäre Leerstandsnutzung in die Papenburger Stadtmitte
Projektbeschreibung
Papenburger Kreative (Malerinnen und Maler, Fotografinnen und Fotografen) hatten den Wunsch, ihre Werke auszustellen und diese in Form einer "thematischen Kommunikationsgrundlage" mit den Menschen im Quartier zu teilen, zu diskutieren und darauf aufbauend das Quartier und seine Menschen integrativ weiter zu entwickeln. Inspiriert vom Verein „Zwischenraum e.V.“ in Aurich, sollten dazu Leerstandsflächen in der Innenstadt genutzt werden.
In Zusammenarbeit mit dem City-Management Papenburg gründeten sie den Verein papenburg.art e.V. mit dem Ziel Leerstandsflächen mit Kunst zu beleben, die Kunstszene zu fördern und die und die Teilhabe im Quartier vorantreiben.
Ein seit langem leerstehendes Ladenlokal soll angemietet und umgestaltet werden: der vordere Teil davon soll für Kunst, Begegnung und Austausch genutzt werden, den anderen Teil mietet eine Unternehmerin, die ihr Unverpackt-Geschäft zu einem integrativen Concept-Store mit "Treffpunkt-Charakter" erweitern möchte.
Dadurch entstehen Synergien zwischen Kunst, Café, Geschäft und vor allem zwischen Menschen. Kooperationen mit benachbarten Geschäften und Bildungseinrichtungen wie der VHS und der Kunstschule Zinnober schaffen weitere Synergien.
papenburg.art e.V. soll zum Treffpunkt für Bewohner und Gäste werden, unabhängig von Herkunft, Alter und sozialer Schicht. Das Konzept soll Kunstinteressierte aktivieren und alle Beteiligten – Geschäftsleute, Künstler, Vermieter und Bewohner – einbinden, um das Quartier gemeinsam zu bereichern.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Hauptkanal ist „die gute Stube“ Papenburgs mit Geschäften links und rechts, Wohnungen über den Geschäften, zwei Kirchen sowie sich anschließenden Wohnquartieren.
Papenburg leidet an Leerstand in den Gewerbeobjekten. Verwahrlosung und schwindende kulturelle Angebote beeinträchtigen das soziale Zusammenleben im Quartier. Die Bewohner:innen und Besucher:innen wenden sich ab, eine Abwärtsspirale ist in Gang gesetzt.
Es gibt kleine Ghettos, andere Bereiche sind verwaist und verwahrlosen zunehmend: Eigentümer kümmern sich nicht und zu hohe Mietforderungen erschweren eine Nutzung.
Bei einer Infoveranstaltung des City-Management Papenburg diskutierten über 50 Geschäftsleute und Künstler über die Probleme und Ideen zur Revitalisierung des Viertels durch Kunst und kulturelle Aktivitäten. Die Resonanz und Akzeptanz übertraf die Erwartungen.
Wir streben nach öffentlichen Plätzen für Begegnungen und Aktivitäten ohne Konsumzwang für eine Belebung des Quartiers. Durch einen dauerhaften Kunstverein am Hauptkanal möchten wir solche Räume schaffen und Akteure vernetzen, Ideen entwickeln und Projekte umsetzen. „Bunte Bilder gegen Leerstand“ ist unser Motto, um Aufmerksamkeit zu erregen und die Interessen aller Beteiligten im Dialog auszugleichen.
„Bunte Bilder gegen Leerstand“ wurde es in der Infoveranstaltung genannt: Kunst und ein Kunstverein sind die Mittel der Wahl, um die notwendige Aufmerksamkeit im Interesse aller Akteure zu bekommen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
papenburg.art e.V. setzt den speziellen Ansatz von Gemeinwesenarbeit bzw. Quartiersmanagement um, indem er Kunst und Kultur als Mittel zur Verbesserung des Gemeinschaftslebens einsetzt.
Durch die Nutzung von Leerstandsflächen für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen schafft der Verein nicht nur kulturelle Angebote, sondern auch Treffpunkte für die Bewohner des Quartiers. Durch die Einbeziehung der lokalen Community in Planungsprozesse und Veranstaltungen stärkt papenburg.art die Identifikation der Bewohner mit ihrem Viertel und fördert soziale Bindungen. Zudem trägt der Verein durch die Förderung ehrenamtlichen Engagements zur aktiven Beteiligung der Bewohner am Gemeinschaftsleben bei. Durch diese ganzheitliche Herangehensweise trägt papenburg.art zur positiven Entwicklung des Quartiers bei und setzt somit die Prinzipien der Gemeinwesenarbeit und des Quartiersmanagements erfolgreich um.
papenburg.art fördert Kunst, Kultur und internationale Gesinnung gemäß Satzung. Dies geschieht durch Fortbildungsangebote mit Kooperationspartnern wie der VHS, die Entwicklung von Vermarktungskonzepten für Künstler, niederschwellige Angebote für eigene künstlerische Aktivitäten, integrative Aktivitäten für verschiedene Bevölkerungsgruppen und die Entwicklung des papenburg.art-Konzepts als Vorlage für andere Städte. Auch die Einbeziehung von Künstlern aus den Niederlanden in Ausstellungen und Workshops sowie die gemeinsame Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts sind Ziele.
11. Medien
Galerie
Innovationsquartier - Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Ulrich
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale und städtebauliche Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wird ein ehemaliges „Anstaltsgelände" zu einem Innenstadtquartier für alle entwickelt. Dabei werden soziale und bauliche Aspekte integriert bearbeitet. Gemeinwesenarbeit und Stadtplanung im Rahmen des Projektes sind direkt in das Stadtentwicklungsverfahren eingebunden. Das ist ein enorm komplexes Vorhaben, aber es bietet die einzigartige Chance mitten in Rotenburg ein inklusives Wohn-, Arbeits- und Lebensquartier zu entwickeln.
Leitend ist der Anspruch, möglichst alle zukünftigen Nutzungen inklusiv zu gestalten. Handelte es sich bei dem Gelände ehemals um eine Sonderwelt ("Stadt in der Stadt"), so sollen auch keine neuen „Sonderwelten“ auf dem Gelände entstehen. Gleichzeitig müssen geschützte Räume für alle mitgedacht werden. Als Teil des Sanierungsgebietes „Lebendige Zentren“ (amtl. Zusage im November 2022) wird die bisherige Zusammenarbeit mit der Kommune nun durch einen gemeinsamen städtebaulichen Wettbewerb intensiviert. Aufbauend auf den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses (Leitbild-Entwicklung) wurde ein Entwurf durch die RW erarbeitet, an die Stadt übergeben und fortan in einem Lenkungskreis (RW, Stadtverwaltung, Sanierungsträger, Rahmenplaner) abgestimmt. Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs dienen zukünftig der Akquise von Investoren und Fördermitteln für kommende Bauvorhaben sowie Umnutzungen des historischen, stadtbildprägenden Baubestands.
Dank der Förderung der letzten 3 Jahre wurden u.a. Aktionen auf der Quartierswiese verwirklicht, durch die etliche Menschen das Gelände zum ersten Mal besucht haben & die weiterhin organisiert werden sollen. Sie fördern essenziell das soziale Miteinander und den inklusiven Charakter des Quartiers. Dank dieser Begegnungen werden gegenseitige Vorbehalte abgebaut und fruchtbare inklusive Erfahrungen gemacht. Als Ziel sollen Menschen zukünftig stärker motiviert werden, nicht nur punktuelle Veranstaltungen "zu konsumieren", sondern ihren Interessen nach selbst aktiv zu werden. Wetterunabhängig bietet sich dafür das mittlerweile erste leergezogene Haus an (Alte Kapelle). Insbesondere „leise Gruppen“ müssen motivierend unterstützt werden, ihre Bedürfnisse zu formulieren und als Voraussetzung einer gestalterischen Teilhabe aller Bewohner*innen umzusetzen. Dafür dienen bereits vorhandene Strukturen (Bewohnervertretung, Freizeitbereich der RW, Veranstaltungen & Aktionen), um gezielt ins Gespräch zu kommen und geeignete Methoden der Befragung zu nutzen.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch stark mit der ehemaligen „Anstalt“ verknüpft. Auch baulich stellt es einen abgetrennten Bereich dar. Die nachhaltige Transformation des 5,5 h großen Geländes – die soziale & städtebauliche Integration in das umgebende Stadtgebiet – ist komplex und bedarf intensiver Begleitung. Dank kooperativer Veranstaltungen haben in den letzten Jahren hunderte Rotenburger zum ersten Mal das Gelände besucht (Vortragsreihe mit div. Wohnprojekten & Quartiersentwicklungen, Beteiligungsprozess zur Leitbild-Entwicklung, Kreativwettbewerb mit Schüler*innen, sozio-/kult. Veranstaltungen). Für den Erfolg einer inklusiven Quartiersentwicklung müssen etablierte Angebote fortgeführt werden, denn nur dank inklusiver Begegnungen können gemeinsame Erfahrungen gemacht und Vorbehalte abgebaut werden. Mit internationalen FSJ-lern werden in Kürze die ersten Personen ohne Behinderung auf dem Gelände wohnen. Alle Menschen sollen motiviert werden, sich das Gebiet „anzueignen“, um nicht ausschließlich punktuelle Veranstaltungen zu „konsumieren“. Damit sie aktiv & gestalterisch am sozialen Miteinander teilhaben, ist eine unterstützende Ansprechperson für alle, ob mit oder ohne Behinderung und allen kulturellen Hintergründen, nötig.
Das Gelände und seine Anbindung an die Innenstadt kann nur in engster Abstimmung mit der Kommune entwickelt werden, wobei die Verwaltungsprozesse zäh sind. Wir benötigen dafür unterstützende, städtebauliche Expertise (PlanZwei). Der Anspruch, alle zukünftigen Nutzungen (Wohnen & Freizeit) inklusiv zu gestalten, um neue „Sonderwelten“ zu verhindern, bedarf sozialer Begleitung, Verhandlungen mit der Stadt, Kostenträgern uvm.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rotenburg (Wümme) Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Rotenburger Innenstadt. 23.940 Einwohner (Stand 19.02.2024) Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus & Alte Kapelle) und dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble im Süden als Einheit betrachtet. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung. Das Agaplesion-Krankenhaus sowie die Stadtkirche sind fußläufig jeweils 3 Gehminuten entfernt.
Einwohnerzahl
168
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld "Wohnen" der Rotenburger Werke (z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderung im Quartier)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote (Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis unter 25 Jährige, Arbeitsmarktreport Bundesagentur für Arbeit, Februar 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt Stadt Rotenburg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
20210317_bestand_rotenburg_ls.pdf
(1.35 MB)
row_iq_lageplan_55000.pdf
(56.21 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine lebendige Nachbarschaft kann nicht auf dem Papier entworfen werden. Soziale und bauliche Prozesse werden für das Innovationsquartier miteinander betrachtet. Das ist komplex, bietet aber auch die Chance, ein inklusives Quartiers in der Innenstadt zu entwickeln. Menschen mit ihren Interessen stehen dabei im Zentrum. Sie werden unterstützt, um sich mit diesen im Quartier zu verwirklichen. Mit niedrigschwelligen Aktionen werden Anlässe zur Begegnung geschaffen, um ins Gespräch zu kommen. Dabei wird zielgruppenübergreifend gehandelt. Eine besondere Aufgabe ergibt sich damit, "leise Gruppen" gleichermaßen dazu zu befähigen, ihre Bedürfnisse zu formulieren. Gerade Menschen mit Behinderung, die schon lange in Einrichtungen leben, sollen Selbstwirksamkeit erleben. Dafür werden vorhandene Ressourcen der RW genutzt, aber auch das stadtweite Netzwerk kooperativ mit eingebunden. Die ständige Aufgabe ist, die einstigen Grenzen von "hier & dort, drinnen & draußen", nicht nur baulich, sondern auch als "Mauer in den Köpfen" abzubauen. In Workshops wird weiterhin auch die zukünftige Beschaffenheit des Quartiers aus Sicht der Bürger*innen erarbeitet (z.B. mithilfe des 3D-Modells und Legosteinen, Schuhkartons mit denen Häuser entworfen werden usw.). Zum einen, damit die Visionen mit Unterstützung formuliert und fassbar gemacht werden und zum anderen, um diese im weitergehenden Prozess an verschiedene Adressaten präsentieren und stark gemacht werden zu können (RW, Stadtverwaltung, Politik).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 4 Gruppen/Akteure haben sich gefunden und werden darin unterstützt, sich mit ihren Interessen im Quartier einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Eine Anlaufstelle im Quartier ist für die Belange aller erreichbar. Angebote werden niedrigschwellig und offen gestaltet.
Beschreibung
Die bisherigen Kooperationen werden weitergeführt und neue sind hinzugekommen.
Kriterium
Beschreibung
Der Rahmenplan ist abgeschlossen. Eine Anbindung an die Innenstadt (Wegebeziehungen etc.) ist geplant.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier ist in der Stadt als Ort bekannt, der nicht nur Wohnraum bietet, sondern an dem Angebote stattfinden, die sich an die ganze Stadtgesellschaft richten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Torsten Oestmann, Bauamt (Leitung: Roman Lauchart), insbesondere Bereich für Stadtplanung und Grün (Leitung: Oliver Klein), Sanierungsträger der Kommune (BIG Städtebau GmbH, vertreten durch Brigitte Vorwerk)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionsvertreter*innen (seit 2022 findet ein gemeinsamer Arbeitskreis "Politik & Quartiersentwicklung statt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Kirchenkreis Rotenburg, Stadtkirchengemeinde Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Kunst und Kultur (initiiert durch die Kommune für alle Kulturschaffende der Stadt); Kulturinitiative Rotenburg, Uwe Goldschmidt; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald; Theater Metronom, Karin Schröder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Künste im Sozialen, Hans-Joachim Reich; Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Voßwinkel; Touristenführungen, Dorothee Klüver; diverse Künster*innen, z.B. Marie-Lena Rapprich, Thorsten Finner; QuintasticBrass, Marion Bode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsgymnasium Rotenburg, OStD Iris Rehder, IGS Rotenburg, Sabine Neugebauer, Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke, Ruth Scharringhausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IG-City Marketing Rotenburg, Cornelia Gewiehs; Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan; Stück vom Glück (Unverpackt Laden Rotenburg), Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WBG Rotenburg, Michael Otten; Sparkassen Immobilien GmbH, Stefan Ratajczak; Bauwesen der Rotenburger Wesen, Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner Funck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Presse Stadt Rotenburg, Ann-Christin-Beims; Touristen-Information, Benjamin Roolfs; Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger//Tom Gath; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohn:Sinn e.V., Lars Gerhardt, Tobias Polsfuß; Forum gemeinschaftliches Wohnen e.V., Andrea Beerli, Just-Jazz e.V. Rotenburg, Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Indirekt finanziert die Kommune vorerst bauliche Aspekte (z.B. künftige Wegebeziehungen zur Innenstadt) anteilig durch das Förderprogramm "Lebendige Zentren". Auch die Finanzierung des städtebaulichen Wettbewerbs durch diese Mittel steht im Raum. Geplant wird eine langfristig eingesetzte Gemeinwesenarbeit-Stelle z.B. mithilfe von Umlagen (zukünftige Mieteinnahmen, Veräußerungen), Anteile der Kommune und weiterer, geeigneter Fördermittel sowie die Einrichtung eines Stadtteilbüros.
11. Medien
Galerie
Videos
lichterklaenge_2021.jpg
(1.67 MB)
zeitplan_2024_-_2027.jpg
(92.29 KB)
Aufsteller
hochhaus.jpg
(1.17 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam im Landkreis Aurich
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedhelm Endelmann
| Funktion | Geschäftsführer KVHS Aurich-Norden |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau von Netzwerken zur Unterstützung der Bewohner*innen in den Quartieren Aurich und Norden
Projektbeschreibung
Der Landkreis Aurich verfolgt seit 2015 ein Integrationskonzept, das in vielen Bereichen bereits erfolgreich ist. Durch die direkte Ansprache von Menschen wird erreicht, dass das Sprachniveau steigt und immer mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt integriert werden. Es gibt jedoch weiterhin Probleme. Durch einen hohen Zuzug in Ballungsräume konzentrieren sich diese auf wenige Wohngebiete. Das vorliegende Projekt setzt in je zwei Gebieten in den Städten Aurich und Norden an. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur mit vielen neuzugewanderten Personen sowie Personen, die von Transferleistungen abhängig sind. Das Projekt verfolgt das Ziel gerade neuzugewanderten Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Oft führt die Wohnsituation zu verstärkter Isolation und erschwerten Bedingungen beim Erlernen der Sprache oder Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten. Dem soll entgegengewirkt werden. Der Landkreis Aurich nutzt dafür das Konzept der Gemeinwesenarbeit in Kombination mit der Arbeit in einem Netzwerk, um Ressort- und Rechtskreisgrenzen zu überwinden. Gleichzeitig werden die bei der Arbeit im Quartier erkannten Bedarfe an die koordinative Ebene weitergegeben. So können zielgerichtet Maßnahmen entwickelt werden. Die Ergebnisse aus der Arbeit mit den Bewohnern werden in einer Datenbank gespeichert. Anhand dieser können bedarfsgerechte Auswertungen vorgenommen werden. Es wird angestrebt in den Quartieren Netzwerke zu schaffen bzw. aktive Netzwerke noch stärker in die Arbeit vor Ort einzubinden. Dadurch soll die Teilhabe der Menschen in den Projektgebieten verbessert und das Wohnumfeld aufgewertet werden. Diese Aspekte spielen eine große Rolle für die Integration und sind daher Teil der Gesamtstrategie des Landkreises. Für die Umsetzung wird das Projekt zunächst vor Ort bekannt gemacht. Die Bewohner sollen durch die Gemeinwesenarbeiter aktiviert werden, sich in ihrem Quartier einzubringen und die Begegnung mit anderen Quartiersbewohnern zu suchen. Dafür werden Begegnungsräume geschaffen. Um besonders die Kinder und Jugendlichen, aber auch Erwachsene in den Quartieren zu unterstützen, werden die Schulen und andere Bildungsträger als Lernorte im Quartier mit eingebungen. Bereits jetzt arbeitet der Landkreis Aurich mit den Schulen zusammen. Diese Zusammenarbeit wird intensiviert. Davon können alle Bewohner profitieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im LK Aurich wird seit 2015 zielgerichtet an der Integration von Neuzugewanderten gearbeitet. Dabei konnten bereits Erfolge erzielt werden. Hierzu gehört die bedarfsgerechte Qualifizierung in Sprache und beruflichen Kenntnissen. So konnte das Sprachniveau schrittweise verbessert werden. Die Integration in den Arbeitsmarkt ist ebenfalls auf einem guten Weg. Frauen nehmen durch Kurse mit Kinderbetreuung verstärkt an Sprachkursen teil. Kinder und Jugendliche werden dank eines 2016 gegründeten Schulnetzwerkes zielgerichtet beschult. In der letzten Zeit treten jedoch Probleme auf, die zeigen, dass weiterhin erhebliche Bedarfe bestehen. Immer mehr neuzugewanderte Menschen ziehen von den ländlichen Räumen in die Städte Aurich und Norden. Dort wohnen sie überwiegend in Siedlungen, in denen günstiger Wohnraum verfügbar ist. Dadurch leben viele ausländische Menschen und Menschen, die Transferleistungen beziehen, auf engstem Raum zusammen. Die meisten dieser Häuser werden von einer großen Wohnungsbaugesellschaft verwaltet, sodass eine große Abhängigkeit besteht. Die Gebiete sind durch enge Bebauung, ein tristes und teilweise vermülltes Gesamtbild geprägt. Zu den räumlichen kommen soziale Benachteiligungen hinzu. Durch die Nähe zu vielen anderen Personen, die die deutsche Sprache nur unzureichend beherrschen, fehlen oft Möglichkeiten die deutsche Sprache praktisch anzuwenden und zu verbessern. Hinzu kommen neuerdings Probleme auf dem Arbeitsmarkt, der bisher verstärkt ausländischen Arbeitskräften offenstand. Zum einen Fallen durch den Rückbau der Firma Enercon Arbeitsplätze weg und zum anderen ist die Gastronomie und deren Beschäftigte stark von der Corona-Krise betroffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwest
Beschreibung
Das Gebiet umfasst Teile der Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, deren Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohnern besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße/Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg eingegrenzt
Einwohnerzahl
4935
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Stand 3/2020
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 3/2020, Statistik beinhaltet SGB-II-Leistungsempfänger
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Stand 3/2020
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden und Sozialamt Landkreis Aurich, Stand 3/2020, die Statistik beinhaltet SGB-II Leistungsbezieher und Asylbewerberleistungsbezieher
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
norden_suedwest_teil_i.pdf
(2.89 MB)
norden_suedwest_teil_ii.pdf
(3.22 MB)
Gebiet-Name
Norden Tidofeld
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt.
Einwohnerzahl
606
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Stand 3/2020
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 3/2020, die Statistik beinhalten SGB-II-Leistungsempfänger
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Stand 3/2020
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden und Sozialamt Landkreis Aurich, Stand 3/2020, die Statistik beinhaltet SGB-II-Leistungsempfänger und Empfänger von Asylbewerberleistungen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
norden_tidofeld.pdf
(2.09 MB)
strassenlisten_gebiete_aurich_und_norden.pdf
(186.03 KB)
Gebiet-Name
Aurich Südost
Einwohnerzahl
3853
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Aurich
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcener Aurich Norden, Stand 3/2020, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohnermeldeamt Stadt Aurich, Stand 3/2020
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden und Sozialamt Landkreis Aurich, Stand 3/2020, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger und Empfänger von Asylbewerberleistungen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
aurich_suedost_teil_i.pdf
(3.33 MB)
aurich_suedost_teil_ii.pdf
(2.82 MB)
Gebiet-Name
Aurich Sandhorst
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Aurich Sandhorst.
Einwohnerzahl
1243
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Aurich
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 3/2020, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohnermeldeamt Stadt Aurich, Stand 3/2020
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden und Sozialamt Landkreis Aurich, Stand 3/2020, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger und Empfänger von Asylbewerberleistungen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
aurich_sandhorst.pdf
(3.43 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung leitet das Projekt und bildet die Schnittstelle für das Akteursnetzwerk. Dies wird für die Arbeit in den Quartieren genutzt und ausgebaut. Um weitere Erfolge in der Integrationsarbeit zu erzielen, werden die Bewohner in die Gestaltung ihrer Lebenswelt einbezogen. Pro Quartier wird ein Gemeinwesenarbeiter eingesetzt (volle oder halbe Stelle), der als Schnittstelle zwischen den Akteuren agiert und den Bewohnern als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Für das Projekt soll bereits bekanntes Personal eingesetzt werden, welches sich mit den Strukturen vor Ort auskennt. Die vorhandene Expertise wird durch Weiterbildung zur Gemeinwesenarbeit ergänzt. Im ersten Schritt wird das Projekt bekannt gemacht. Im zweiten Schritt wird eine Veranstaltung organisiert, zu der alle Bewohner des Quartiers eingeladen werden. Dort kann jeder Teilnehmer Vorschläge für das Quartier einbringen. Als weitere Maßnahme werden Veranstaltungen durchgeführt. Dadurch sehen die Bewohner der Quartiere, dass sich in ihrem Wohnumfeld etwas bewegt und sich die Lebensqualität verbessert. Andererseits werden Menschen von außerhalb des Quartiers durch die Veranstaltungen in die Quartiere gelockt. Sie erkennen, dass die Wohngebiete auch Positives zu bieten haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Ausbau der Schulen zu umfassenden Lernorten und die Verbesserung der Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohner erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Kriterium
Beschreibung
Die Personen werden als Individuen gestärkt. Darum sind sie in der Lage sich eigenständig zu organisieren und werden dazu ermutigt.
Kriterium
Beschreibung
Einrichtungen, wie Vereine und Bildungsträger, in den Städten Aurich und Norden werden gezielt angesprochen und ihre Angebote werden an die Bewohner vermittelt.
Kriterium
Beschreibung
Der Ansatz ist ganzheitlich und systemisch. Es werden immer alle Personen und die entsprechenden Umweltfaktoren berücksichtigt.
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeiter sind an die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung angedockt und stehen darüber in Verbindung mit allen relevanten Ämtern des Landkreises. Es finden regelmäßige Fallkonferenzen mit den beteiligten Akteuren statt.
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Geplant ist die weitere bedarfsgerechte Vernetzung mit Akteuren in den Quartieren, beispielsweise auch mit der Wohnungsgesellschaft Adler Wohnen Service GmbH.
Kriterium
Beschreibung
Es werden alle Personen innerhalb der Quartiere einbezogen. Dadurch erfahren die Personen Wertschätzung und können auch selbst ihr Leben in der Gemeinschaft mit Wertschätzung gestalten. So werden auch Vorurteile abgebaut.
Beschreibung
Die vorhandenen Angebote der sozialen Infrastruktur wie Beratungsangebote, Sportvereine, Angebote der Bildungsträger sowie sozialer Einrichtungen werden bekannt gemacht. Schulen werden in ihrer Funktion als Lernorte gestärkt und besonders unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Das Projektvorhaben ist Teil eines Integrationskonzeptes, nach dem seit 2015 gearbeitet wird. Die Arbeit war in Teilen bereits sehr erfolgreich. Das Projekt fasst Aspekte auf, bei denen es noch Handlungsbedarf gibt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Sozialamt, Schulamt, Amt für Kinder, Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Diakonie, (Migrations-) Beratungsstellen, Johanniter Unfallhilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gymnatsium Norden, Oberschule Norden, IGS Aurich West, Realschule Aurich, Grundschulen in den Quartieren, KVHS Aurich und Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PSV Norden e.V., Norder Turnverein von 1861, MTV Aurich, OHV Aurich, SpVg Aurich
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mit der Projektförderung werden auch strategische Ziele verfolgt. Der Ausbau des Netzwerkes vor Ort bleibt nach Projektende bestehen. Durch die Kooperation der Akteure findet eine bessere Abstimmung statt. Die Bewohner der Quartiere wissen, an wen sie sich wenden können. Die Netzwerkstrukturen können über die Quartiere hinaus für den gesamten Landkreis genutzt werden. Die Ergebnisse des Projektes werden durch die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung gesichert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Mein-Dein-Unser Weg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marion Jakobi
| Organisation | Nachbarschaftstreff Burgdorf |
|---|---|
| Funktion | Koordination und Leitung |
2. Kurzbeschreibung
MEIN-DEIN-UNSER WEG: Kollektives Empowerment für eine attraktive Südstadt, öffentliche Begegnungsorte, Nachbarschaftshilfe. Die Südstadt lebt, zeigen die Bewohner*innen in einer Vernissage, Beteiligung bei Gremienarbeit u. Einsatz für die Nachbarschaft
Projektbeschreibung
2003 wurde der Nachbarschaftstreff am Ostlandring auf Initiative einiger Frauen als Treffpunkt für Begegnung gegründet. Offene Begegnung, Präventions- u. Integrationsarbeit sind Anliegen unserer Arbeit, hier im sozialen Brennpunkt. Der Treff ist etabliert, die Zuwendung durch die Kommune gewährleistet. 2015 kam der Auftrag der Kommune hinzu, die Begleitung, Beratung u. Integration für ankommende Flüchtlinge zu übernehmen. In dieser Phase haben sich einige "alt" Bewohner*innen zurückgezogen. 2019 wurde der Wunsch einiger "alter“ und "neuer" Bewohner*innen groß sich für Stadtteilentwicklung zu engagieren. Begleitend zu dieser Entwicklung haben wir die GWA entdeckt.
Durch erfolgreiche Bewerbung 2019 „Aufbau der GWA“ wurden gute Ansätze einer sich etablierenden GWA geschaffen. Bei ersten Haustür- u. Straßengespräche mit Bewohner*innen haben sich klare konzeptionsrelevante Ziele im Sinne des Aufbaus von GWA herausgestellt. Themen, die die Bewohner*innen mit uns angehen wollen sind: schlechtes Image des Stadtteils, Belebung von öffentlichen Plätzen, Soziale Vereinsamung `Verinselung´, Ausbau von öffentlichen Kommunikationsmöglichkeiten sowie Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteuren.
Mittlerweile haben wir Mitarbeiter*innen zur GWA geschult. Durch Teilnahme am Zertifikatskurs zur GWA u. LAG Vernetzungstreffen können wir gezielter, GWA gemeinsam mit Bewohner*innen gestalten, gemeinsam Pläne für die Zukunft der Nachbarschaft u. des Stadtteils angehen. Die Fortbildung zu StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt unterstützt hier zudem Möglichkeiten gemeinsam mit Multiplikatorinnen aus der Bewohnerschaft Nachbarschaften füreinander zu sensibilisieren.
Diese Entwicklung muss weiter vorangebracht werden, so dass Bewohner*innen ihre Stärken und Fähigkeiten nun einsetzen können u. Selbstwirksamkeit erleben: „MEIN Einsatz – Ich zeige MEIN Beitrag für meine Nachbar*innen, für meinen Stadtteil: Zusammenkommen u. Diskutieren in Begegnungspavillons. Ich trage dazu bei, dass sich eine engagierende Nachbarschaft, mit Interesse füreinander entwickelt u. Diskussionen über MEIN u. DEIN bürgerschaftliches Engagement stattfindet: gemeinsamen Stadtteilbegehungen, die zur Auseinandersetzung mit ihm anregen. Wir zusammen bilden die Nachbarschaft, planen Aktionen von gemeinschaftlichem Interesse, gehen UNSEREN WEG: Wir zeigen unseren Stadtteil der Stadt. UNSER Stadtteil wird attraktiver, weil WIR Nachbarschaft lebendig sein lassen, uns selbst organisieren u. Gemeinschaft zeigen.
Laufzeit
2021-06-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt hat sich über viele Jahre zu einem Ankommens-Ort entwickelt. Das Stadtbild ist geprägt von hoher Wohndichte, viele Mehrfamilienhäuser sind gebaut, zwischen Einfamilien- u. Reihenhäusern in Eigenbesitz. Zudem ist Aufenthaltsqualität, durch öffentliche Plätze, die zum Verweilen u. Austausch einlädt, kaum vorhanden.
57 Nationen leben hier in Stadtrandlage, oft in prekären sozialen u. wirtschaftlichen Situationen, bei zunehmender Arbeitslosigkeit. Vorhandene Sprachbarrieren u. kulturelle Konflikte erschweren ein Miteinander.
Die Folgen mangelnder Integration u. wenig Gestaltung des öffentlichen Raumes sind in Form eines schlechten Gebietsimage, Sozialer Isolierung, dem aktuell defizitären Umgang mit Multikulturalität sowie die Vererbung der sozialen Lage spürbar.
Durch mangelnde Maßnahmen zu Integration u. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes bestehen für Bewohner*innen kaum öffentl. Möglichkeiten sich aktiv zusammenzufinden, sich für Veränderungen einzusetzen. Momentane Möglichkeiten sind zu hochschwellig, erreichen die Zielgruppen der Bewohnerschaft vor Ort nicht.
Zunehmend wollen sich Bewohner*innen für eine integrative u. stadtteilaufwertende Entwicklung engagieren. Partizipatorische Beteiligung bedarf niedrigschwelliger Möglichkeiten. Niedrigschwelligkeit wird hier geschaffen durch Begegnung auf öffentlichen Plätzen „Begegnungs-Pavillons, durch Stadtteilbezogene Aktionen u. auch unterstützt durch Beteiligung in andere Stadtteile. Die genannten Methoden sind Schritte, die dazu beitragen Hürden abzubauen, miteinander in die Diskussion zu kommen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Integration voranzubringen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem prozessorientierten Projekt nutzen wie Bewohner*innen-Engagement, um partizipatorische Möglichkeiten in der Nachbarschafts- u. Stadtteilentwicklung auszubauen. Aktivierung der Bewohner*innen, zum Aufbau nachbarschaftlicher sozialer Netzwerke, fußt auf das Arbeiten mit Bedürfnissen, Stärken und Ideen aus der direkten Lebenswelt. Beteiligung, Ausbau, Durchführung u. Nachhaltigkeit setzen wir am Interesse der Bewohner*innen an. Dies soll dazu beitragen sozialer Vereinsamung, schlechtem Gebietsimage sowie Vererbung der sozialen Lage entgegenzusteuern. Ein Handeln auf Augenhöhe, geprägt von Respekt, Akzeptanz u. Miteinander, wird diese Entwicklung unterstützen. Die Untergliederung des Projektes in einzelne Prozessabschnitte ermöglicht Bewohner*innen sowohl sich in bestimmte Abschnitte einzubringen als auch von Beginn an den Entwicklungsprozess mitzugestalten. Die unten aufgeführten Qualitätsstandards der GWA sind hierbei Orientierung im Prozess u. leitgebendes Element zur Erreichung der Projektziele. GWA hier vor Ort meint die prozesshafte Begleitung: Interessen der Bewohner*innen aufgreifen, Stärken vor Ort ausbauen, Selbstorganisation unterstützen. Berücksichtigung struktureller Gegebenheiten fließen ein, sind jedoch auch als Herausforderungen zur Veränderung zu betrachten. Insofern wird der Ansatz der GWA genutzt Bewohner*innen-Engagement zu fördern sowie vorhandene und sich entwickelnde Möglichkeiten strukturiert zu koordinieren u. langfristig zu etablieren
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
17 Jahre unterstützt der Ausschuss f. Soziales unsere Einrichtung. In den stattfindenden Gesprächen wollen wir erwirken, dass das Konzept der GWA Bestandteil dieser Förderung wird. Zum Konzept unserer Nachhaltigkeit führen wir bereits Gespräche mit Wohnungsgesellschaften, hiesiger Wirtschaft, darüber hinaus auch Gespräche mit dem in Planung befindlichen Lebens- und Wohnquartier „Aue Süd“. Ideelle, finanzielle u. politische Unterstützer sind die Gründungs-Kooperationspartner (s.Methodenmodell)
11. Medien
Galerie
MachBar
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexander Hoppe
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stadt ist wenn man mitmacht!
Projektbeschreibung
In den letzten 10 Monaten hat sich in der Innenstadt von Königslutter am Elm die „MachBar“ etabliert. In einem Leerstand ist ein offener Treffpunkt entstanden, aus dem heraus engagierte Bürger*innen eigene Ideen für die Innenstadt realisieren. Deren labiler Gesamtzustand bietet vielfältig Anlass für Begegnung und Austausch. „Stadt ist wenn man mitmacht“ wurde das Motto des gemeinsamen Engagements. Bürger*innen übernahmen Verantwortung und ein Netzwerk hat sich gebildet. Die anfängliche Skepsis der Bewohnerschaft gegen die Form des „einfach Machens“ wich mit der Zeit einem Wunsch des Mitmachens: Miteinander Sprechen ist Voraussetzung, um miteinander Dinge zu machen. Eine Gemeinwesenarbeit von unten hat sich aus der MachBar heraus etabliert, weil der Wunsch besteht etwas zu verändern an einer Situation, die viele stört. Es gibt keine Vorgaben, MachBar ist offen. Allerdings werden die Zusammenkünfte extern moderiert um Neutralität abzusichern. Der vielversprechende Ansatz soll fortgesetzt und dauerhaft etabliert werden.
Bislang organisiert sich das Engagement als eine Initiative. Gemeinsames Ziel von Politik und Verwaltung vor Ort sowie den in der „MachBar“ eingebundenen Bürger*innen in den kommenden Jahren ist es, weitere Mitstreiter*innen zu finden, den Ansatz zu qualifizieren, zu stabilisieren und die entstehenden Erfahrungen zu teilen. Neue, niedrigschwellige Projekte sollen mit anderen Akteuren entwickelt werden und die Zusammenarbeit soll die Basis für Gemeinwesenarbeit in Königslutter und seinen Ortschaften verbreitern und verstetigen und neue "Mitmachen" einbinden.
Die Idee einer gemeinsamen „Stadt von unten“ bezieht sich weiterhin auf den klar umrissenen Bereich der Innenstadt, denn hier existiert ein sozialer Raum, der im allgemeinen Bewusstsein verankert ist und der eine Identifikationsmöglichkeit für Alle bietet. Die Menschen wollen und können zusammenarbeiten, wenn es um diesen Teil der Stadt geht. Hier gibt es gemeinsame Erfahrungen aus gemeinsamen Erinnerungen, entstehen gemeinsam Ergebnisse und Erfolge, tauchen neue Gesichter auf: Projekte werden entwickelt, die Menschen bekommen Vertrauen zu ihrer Leistungsfähigkeit wenn sie umsetzen und sie können dann weitere Projekte angehen. Die Erfahrung wächst. Die neuen Fähigkeiten sollen auch andere Akteure in der Stadt nutzen können. Eine Bündelung der Kräfte soll dazu beitragen, die Gemeinwesenarbeit auf viele Schultern zu verteilen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Idee einer „Stadt von unten“, die von Bürger*innen für Bürger*innen gestaltet wird, entsteht langsam aber ist bis jetzt nicht voll ausformuliert. Ein gemeinsam durch Bürgerschaft im Leerstand der Fußgängerzone eingerichteter, niedrigschwelliger Treffpunkt für alle wurde realisiert und nennt sich „MachBar“. „Wir machen das, was wir machen müssen“ ist hier ein Motto, das weniger auf die dringende Notwendigkeit verweist, etwas für die Innenstadt zu unternehmen, als vielmehr auf eine möglichst pragmatische Form der Umsetzung von gemeinsamen Projekten mit- und füreinander vor dem Hintergrund der fehlenden Budgets. In diesem Prozess engagieren sich bereits bis zu 30 Bürgern intensiv. Sie lernten sich kennen, setzten um und sie gewannen Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Der Prozess wurde von einer externen Moderation begleitet. Deren Präsenz vor Ort ist allerdings zeitlich limitiert. „MachBar“ muss ab 2023 auf eigenen Füßen stehen. Wir erkennen, dass es an der Zeit ist, die Initiative zu stabilisieren, ihr einen organisatorischen Rahmen zu geben, um Gemeinwesenarbeit in Königslutter am Elm zu erhalten und auszubauen.
“Stadt ist wenn man mitmacht!” Das ist mehr als ein Slogan. Der Ansatz hilft in Zeiten, in denen Gemeinschaft zählt. Die Menschen kümmern sich um einen gemeinsamen Ort und setzen sich gemeinsam für einen Ort ein und die Gemeinschaft, die hier zusammenlebt. Diese Initiative riskiert verloren zu gehen, wenn die externe Moderation Anfang 2023 nicht mehr zur Verfügung steht und die aufgebauten Strukturen können kollabieren. Es gilt neue Gruppen einzubinden und eine Zusammenarbeit mit ihnen zu testen, um Gemeinwesenarbeit langfristig zu etablieren.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Königslutter am Elm (mit allen Ortschaften) Innenstadt
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Königslutter am Elm, 19.5.2021
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+demographischer-wandel+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+nachhaltigkeit-sdgs+2014-2016+tabelle; Innenstadtbereich als Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/daten/integration+koenigslutter-am-elm+2012-2019+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Königslutter am Elm hält für die Bewohnenden mit der MachBar einen moderierten, räumlichen und sozialen Identifikations- und Begegnungsraum vor. GWA und Quartiersmanagement im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung setzt dabei an (a) wenn die Stadtgemeinschaft zusammenkommt und (b) wenn sie gemeinsam gestaltet: Stadt ist wenn man mitmacht! Die Anpassung an den Strukturwandel, die Pandemie oder aktuelle Fluchtbewegungen aus der Ukraine sind drängende Anlässe, die Beteiligung anstoßen. Das Bedürfnis, aktiv zu werden, zu sprechen und sich auszutauschen wird durch das gemeinsame Interesse aller Bewohnenden gebündelt und in der Innenstadt sichtbar. Der Erfolg, den dieser Ansatz im vergangenen Jahr hatte, ist nachweisbar. Defizite wurden am konkreten Ort und zu vielfältigen Themen in verschiedenen kleinen und großen Partizipationssettings und unter Einbeziehung der Kommune zu gemeinsam getragenen, übergreifenden Lösungsansätzen im kommunalen Kontext verdichten. Gemeinsame Ansätze haben alle Bevölkerungsgruppen motiviert, alle Altersgruppen angesprochen aber auch die vielfältigen sozialen Umfelder berücksichtigt. Durch eine externe Begleitung soll das existierende Können zu einem strukturierten Vorgehen verstetigt werden, das gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt wird. MachBar will in Zukunft als von der Gemeinschaft getragener Partner und Unterstützer für gemeinsame Projekte wahrgenommen zu werde. Sie erschließt Wissen und Können vor Ort für Alle und bindet neue Gruppen ein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommen mit eigenen Ideen auf MachBar zu. Die Bereitschaft sich aktiv in die Gestaltung von Projekten einzubringen wird durch wiederkehrende Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen sichtbar. Neue Kontakte zwischen Teilnehmenden entstehen
Kriterium
Beschreibung
Die Interessen an einem gemeinsamen Erfolg werden in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess verfolgt. Die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden überwiegt die Partikularinteressen. Die Konzentration auf Schwerpunkte gelingt.
Beschreibung
Verwaltung, Politik, Bürger*innenschaft, Handel und Immobilieneigentümer*innen kooperieren. Verlässliche Teilnahme von Vertretern an der Arbeit der Ratsch.Bude führt zu schnellem Informationsfluss und erleichtert Abstimmung und Planung für Alle.
Beschreibung
Es gelingt andere, bereits organisierte Gruppen (Vereine etc.) in die Arbeit einzubinden und die Interessen von Unternehmen, Einzelhandel oder Immobilienbesitzer*innen durch Kooperationsverträge zu manifestieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Innenstadt wird als Ort der gemeinsamen Gestaltung sichtbar und es gelingt, ihr durch die Einbindung aller Bewohnenden eine neue Bedeutung zu geben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
ev. Kirche, kath.Kirche, Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haupt- und Realschule, Grundschule, Kindergärten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Königslutter Aktiv (Werbekreis), Gewerbetreibende
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oker11 - Stadtbüttel, Braunschweiger Zeitung, Helmstedter Bote
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweigische Kulturstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Gemeinwesenarbeit vor Ort soll in den kommenden 3 Jahren eine strukturelle und organisatorische Verstetigung erfahren. Denkbar sind sowohl die Gründung eines Verein bzw. die Kooperation mit einem bereits existierenden Vereinen, um langfristig unabhängig operieren zu können. Die Arbeit außerhalb der kommunalen Verwaltungen und außerhalb der Politik sehen wir dabei als Voraussetzung für erfolgreich Gemeinwesenarbeit, da so die Unabhängigkeit gewährleistet wird und Vertrauen entsteht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
perfect osternburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marcel Pouplier
| Funktion | Projektentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Mit dem Impuls:“ Was ist Dein `perfect osternburg ?` entwickeln junge Bewohner*innnen des
Stadtteils zusammen mit Akteuren aus Stadtteilinitiativen und einem Bürgerverein ihre Ansichten, Prototypen und Modelle einer lebenswerten und nachhaltigen
Stadtteilgestalt. Unterstützt von Medienfachleuten, Künstler*innen nutzen sie digitale Medien
und Produktionsmittel, um diese Vorstellungen greifbar und umsetzbar zu machen. Mit Hilfe
des „Stadtteilutopisten“ präsentieren sie ihre Visionen in der Öffentlichkeit des Stadtteils und
der gesamten Stadt. Dabei werden die künstlerischen Impulse der jährlich wechselnden
Stadtutopisten mit den konkreten Gestaltungsideen der jungen Menschen und Stadtteilakteure verbunden, in dem z.B. ein bebilderter Stadtteilführer einer Künstlerin die Visionen und Prototypen aus den
Werkstätten als real erwanderbare Stadtteilumgebung präsentiert.Ein Netzwerk von Schulen
und Sozialeinrichtungen, der „Rote Faden“, sowie die Kooperation mit Zusammenschlüssen
und Fachverbänden aus dem Naturschutz und der Medientechnik unterstützt die jungen
Menschen und die Akteure aus den Stadtteilinitiativen und dem Bürgerverein bei der Antragstellung und Realisierung der entwickelten Projekte und schafft eine organisatorische Basis durch eine temporäre/kontinuierliche Stadtteilwerkstatt. Mit dieser Projektstruktur entfalten die jungen und älteren Stadtteilbewohner eine große Gestaltungsmacht und Selbstwirksamkeit.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
# Osternburg ist ein Stadtteil der niedersächsischen Großstadt Oldenburg und hat etwa
12.000 Einwohner. Der Stadtteil zeigt ein Spannungsfeld zwischen einsetzender
Gentrifizierung, Menschen in unterschiedlichen sozialen Notlagen, Geflüchteten und weist
einen hohen Migrationsanteil auf. Bildungsmüdigkeit, Perspektivlosigkeit, Erfahrungen
des Scheiterns und der sozialen Ohnmacht, Respektlosigkeit zwischen den Geschlechtern und
im Verhalten in Sozial- und Bildungseinrichtungen prägen das soziale Klima.
# Die Werkstätten schaffen Impuls und Raum für die aktive Gestaltung des unmittelbaren
Lebensumfeldes. Die Erfahrung mit solchen Projekten zeigen, dass eigenes aktives
Einmischen in die ästhetische und soziale Gestaltung des eigenen Lebensraums
(Klassenraum, Schule, Quartier) nicht im Erfahrungs- und Verhaltensschatz verankert ist.
Gleichwohl wird die Chance, wenn sie sich real bietet, sofort ergriffen.
# Trotz alltäglicher Beschäftigung mit digital gestützter Kommunikation und extensiver
Nutzung von externen Speicherplattformen ist eine Sicherheit im Umgang mit digitalen
Medien und komplexer Software in der Regel nicht vorhanden. Mehr als 80% der
Schüler*innen der Oberschule Osternburg waren nicht in der Lage sich per digitalem
Fragebogen an der Berufsschule anzumelden. Ähnliche Erfahrungen haben die Akteure des Bürgervereins mit digital gestützter Kommunikation in den Lockdown-Zeiten gemacht. Unsere Pilotprojekte zusammen mit Medienkünstler*innen und FabLabs konnten diese Barrieren durch gezielten und angepassten Einsatz von Soft- und Hardware überwinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Osternburg
Beschreibung
Osternburg wird begrenzt durch die Hunte nach Westen und Norden, die Bahnlinie Oldenburg-Bremen, den
Herrenweg und den Heyengraben nach Osten und die Autobahn Oldenburg-Bremen nach Süden.
Einwohnerzahl
12000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
perfect_osternburg1.jpg
(172.59 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt schafft für junge und engagierte ältere Osternburger eine neue Sichtweise auf den eigenen Stadtteil
und auch auf die eigenen Kompetenzen zur Änderung der Stadtteilgestalt nach den eigenen
Bedürfnissen und Perspektiven. Damit entsteht idealerweise eine Identifikation mit dem
Stadtteil und der unmittelbaren Lebensumwelt sowie eine Erfahrung von Selbstwirksamkeit. In der Projektumsetzung ergänzen sich die Möglichkeiten der jungen Akteure über die Infrastruktur der Bildungseinrichtungen mit den Zugängen der Aktiven aus dem Bürgerverein zu Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gestaltungsvorschläge aus den Werkstätten können realisiert werden.
Kriterium
Beschreibung
Stadtteilakteure/-Einrichtungen und stadtzentrale Initiativen setzen zusammen die Visionen der jungen und älteren Bewohner in reale Stadtteilgestalt um.
Kriterium
Beschreibung
Die Kompetenzen von Schulen und Stadtteilinitiativen unterstützen sich gegenseitig bei der Visionierung und Realisierung von Gestaltungsvorschlägen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Osternburg - Verein der Stadtteilaktiven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Mainframe"- FabLab Oldenburg - Zusamenschluss der Medienspezialisten und Infrastruktur Medientechnik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Roter Faden" - Zusammenschluss der Schulen in Osternburg zur Verbesserung des Bildungsklimas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
dimeb- Institut für den Einsatz digitaler Medien in der Bildung der Universität Bremen (Studiengang Informatik)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raiffeisenbank Oldenburg - Unterstützung von Schülergenossenschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Team Wendehafen und Universität Oldenburg zur Vermeidung von Schulverweigerung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projekt "abgedreht" - umweltbewusstes und Ressourcen schonendes Verhalten anregen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU Oldenburg - Naturschutzbund für nachhaltiges Leben und Wirtschaften
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Osternburg und dem Zusammenschluss der Schulen im Stadtteil "Roter Faden" planen wir die Einrichtung einer permanenten Stadtteilwerkstatt zur Entwicklung und Realisierung von Veränderungen der baulichen Gestalt und des sozialen und kulturellen Klimas im Stadtteil.
Eine Ausweitung der Finanzierung hängt von umsetzbaren Entwicklungsvorhaben und
Formaten ab.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On