Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens
wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die
Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit
aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohnerinnen der
Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie
möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher
Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und
koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der
Bewohnerinnen im Stadtteil zu erhöhen, Kooperationen mit externen Akteuren konnten
aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen
aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen
sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen,
bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als
nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und
Unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur gemeinschaftlich
getragenen und verantworteten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren
und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu
schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich
alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und
der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen.
Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der
intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und
Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu
steigern, wird der Bezug barrierefreier Quartiers-Wohnungen nicht nur Erweiterung des
Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -läge offenstehen. Durch
die Belebung der Grünflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum
niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen
Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der
Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die
heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürgerinnen der oberen
Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten
großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage
wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung
des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere,
Jüngere erkennen keine Attraktivität. Der soziale Austausch von Senior*innen beschränkt sich
größten Teils auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen
Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen
sind an einem Großteil der Bewohnerinnen bereits sichtbar, Der Fachkräftemangel in der
Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und
die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden, Es sind neue
Unterstützungsstrukturen
gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für
die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht
vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, das zur Belebung des gemeinsamen
Lebensraumes motiviert und Prekarisierung vorbeugt, indem es soziale Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets
Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang
der Ripdorfer Straße bzw. dem
Ilmenauufer Flausnummern 1-33)
direkt am Stadtkern von Uelzen. Die
Umgebung ist durch großflächige
Grünanlagen, wie die Ilmenauwiesen
und den Friedhof, einen Sportplatz,
eine Schule sowie Ein- und
Mehrfamilienhäuser geprägt. Das
örtliche Projektgebiet endet im
Norden an der Birkenallee, im Osten
an der Bernhard-Nigebur-Straße, im
Süd-Osten an der Kasernenstraße, im
Süden an der Gudesstraße und im
Westen mit dem Flusslauf der
Ilmenau.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Zählung auf Anfrage beim Bürgerund Standesamt der Flansestadt Uelzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de
/kommunen/uelzen-ue
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohnerinnen sowie auf vertikaler Ebene unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohnerinnen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen, Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohnerinnen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Woltersburger Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Familiensservicebüro der Hansestadt Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsregion Uelzen (Landkreis): Gesundheitslotsin
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2029 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung, So können idealerweise Unterstützerinnen, wie die Kommune, gewonnen werden, Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartiersarbeit aktiv unterwegs im WeltRaum Auf der Horst-Garbsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Leonie Meyer-Hartweg
| Funktion | Quartiersentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eine Basis im WeltRaum finden
Projektbeschreibung
Die Quartiersarbeit im Garbsener Stadtteil Auf der Horst wird im WeltRaum aktiv gestaltet. Der Fokus des Konzepts für die QA liegt auf den drei Säulen: Aktivierung & Teilhabe der Bewohner*innen, die Kooperation mit Einrichtungen & Initiativen sowie Möglichkeiten zur Beratung & Begegnung vor Ort. Im Projekt laufen bereits Angebote, wie ein offenes SprachCafé, eine Lesegruppe, eine offene Sprechstunde & Fahrradkurse, dazu liegt ein Fokus auf Netzwerkarbeit mit etablierten Akteuren im Stadtteil. Nach 2 Jahren QA hat sich der Blick auf die Bedarfe im Stadtteil & auf die zur Ausführung der Arbeit benötigten Ressourcen geschärft, sodass neue Ziele, andere Grundlagen & eine neue Projektausrichtung notwendig sind. Die Ansprache aller Bewohner*innengruppen war derzeit noch nicht erfolgreich. Es gibt viele unerreichte Personen, welche mit den bisherigen Angeboten & Maßnahmen noch nicht angesprochen worden sind. Die Bewohner*innenstruktur im Stadtteil ist sehr heterogen verteilt & es liegen unterschiedlichste Bedarfe & Problemlagen vor, wodurch eine gezielte Ansprache aller Gruppen erschwert wird. Der überwiegende Teil der Bewohner*innen haben einen Migrationshintergrund und Herausforderungen wie Sprach- und Integrationsbarrieren. Diese weiterhin bestehenden Hilfsbedarfe im Stadtteil, der hohe Anteil von Unerreichbaren & die derzeitigen Limitationen (mangelnde Gruppenräume, zu geringer Stellenanteil) des Projekts, führen zu einer Notwendigkeit des Ausbaus & der Weiterentwicklung des Projekts unter verschiedenen Gesichtspunkten. Durch das Angebot von Anknüpfungspunkten zwischen Projekt & Bewohner*innen, niedrigschwelligen Kontaktmöglichkeiten & der weiteren Bekanntmachung des Projekts im Quartier sollen bisher unerreichte Menschen aktiviert & eingebunden werden. Zudem sollen Ehrenamtliche & Bewohner*innen darin bestärkt & unterstützt werden, sich zielführend & nachhaltig im Quartier einzubringen. Durch selbstverwaltete Räumlichkeiten, Einbindung in die Entwicklung der GWA-Leitlinien & Fortbildungen soll eine Basis geschaffen werden, die Bürger*innen selbst zu ermächtigen. Um ein übergeordnetes Konstrukt zur langfristigen Unterstützung der GWA zu entwickeln, werden Netzwerke & Kommunale Strukturen aufgebaut & gestärkt, Kooperationen eingegangen & Prozesse evaluiert. Die aktive QA im WeltRaum soll eine langfristige & nachhaltige GWA in Auf der Horst implementieren & für ganz Garbsen stärken.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit April 2024 initiiert das Quartiersprojekt WeltRaum eine GWA-orientierte QA im Garbsener Stadtteil Auf der Horst. Dort leben ca. 7.500 Menschen mit einem hohen Anteil an Familien, mit Migrationsgeschichte & aus einkommensschwachen Haushalten. Die hohe Bevölkerungsdichte bedeutet für die Menschen im Quartier ein enges Zusammenleben mit verschiedensten kulturellen, ethnischen & religiösen Einstellungen. Bis Ende 2026 ist Auf der Horst noch Sanierungsgebiet von „Soziale Stadt“. Trotz des Programms bestehen weiterhin große Hilfsbedarfe im Quartier, unter anderem da die Anstöße des ehemaligen QM nach Corona nicht wieder aufgegriffen worden sind. Besonders die Heterogenität der Bewohner*innenstruktur führt zu Herausforderungen, da unterschiedlichste Bedürfnisse & Vorbedingungen vorliegen.76% der Bewohner*innen haben einen Migrationshintergrund, fast 39 % besitzen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Sprachbarrieren, mangelnde Integration im Wohnumfeld & geringe Teilhabemöglichkeiten am öffentlichen Leben sind einige der vorherrschenden Schwierigkeiten. Hier setzte WeltRaum an, welches in den Räumlichkeiten der im Stadtteil etablierte Sozial- & Migrationsberatungsstelle sitzt. Zunächst konnten über das Klientel erste Bedarfe erfragt und Maßnahmen umgesetzt werden, nun hemmen die Räumlichkeiten die Weiterentwicklung, da Gruppenräume nicht verfügbar sind & die Privatsphäre einer Beratungssituation gewährleistet sein muss. Außerdem wird bisher vermehrt das Klientel der Beratungsstelle eingebunden, wodurch es eine große Gruppe bisher nicht angesprochener Personen gibt. Zur Ansprache der Unerreichbaren sind neue Räumlichkeiten & die Entwicklung neuer Methoden notwendig.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Garbsen - Auf der Horst
Beschreibung
Das Quartier ist auf die Stadtteilgrenzen Auf der Horst begrenzt, welcher 1,2 Quadratkilometer groß ist.
Nach oben hin ist der Stadtteil von der Autobahn A2 abgegrenzt, unten endet der Südöstliche Abschnitt am Mittellandkanal. Nach Osten hin, grenzt das Gebiet an den Plutohof und Falkenhorst. Im Nordwesten ist die Grenze die Straße Planetenring und im Westen reicht der Stadtteil bis hinter das Planetencenter und bis zur Berenbosteler Straße.
Einwohnerzahl
7482
Quelle / Anmerkungen
https://www.garbsen.de/portal/seiten/auf-der-horst-2087056270-21200.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Seit 2007 ist das Quartier Sanierungsgebiet im Städtebauprogramm „Soziale Stadt“, welches Ende 2026 beendet wird. Der dazugehörige Stadtteilbeirat wird aufgrund der Beendigung des Programms „Soziale Stadt“ in absehbarer Zukunft in dieser Form auslaufen und von „WeltRaum“ in ähnlicher Art weitergeführt. Um zusätzlich eine anschließende Quartiersarbeit zu gewährleisten, ist eine Ausweitung des Projekts notwendig.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Webseite: garbsenaufderhorst.de/portal/seiten/stadtteil-auf-der-horst-1004-35.html
Projektgebiet in Prozent
76
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Webseite: garbsenaufderhorst.de/portal/seiten/stadtteil-auf-der-horst-1004-35.html
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteilgrenze_auf_der_horst.png
(952.35 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im April 2024 startete das Quartiersprojekt „WeltRaum“, um eine gemeinwesensorientierte Nachbarschaftsarbeit im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ zu initiieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, durch Projekte und Maßnahmen im Quartier bedürfnisgerechte Infrastrukturen mit den Akteuren vor Ort gemeinsam zu entwickeln und in einem abgestimmten Vorgehen umzusetzen. Regelmäßige Austauschtreffen mit anderen Akteuren im Stadtteil, der Besuch von fremden Angeboten und die Teilnahme an Festen im Stadtteil sind für die Netzwerkarbeit unerlässlich. Ein wichtiger Aspekt für die Vernetzung ist der Stadtteilbeirat Auf der Horst, bei dessen inhaltliche Gestaltung „WeltRaum“ mitwirkt, welcher Ende 2026 aufgelöst wird. Für das Quartiersprojekt bedeutet dies, dass ein neues Beteiligungsformat geschaffen werden muss. Die Strukturen von GWA müssen sich dann auch in der kommunalen Gremienstruktur wiederfinden. In Zusammenarbeit mit der Kommune soll deshalb eine Strategie & ein gemeinsamer GWA Ansatz entwickelt werden. WeltRaum soll als Bindeglied zwischen Verwaltung und Anwohner*innen fungieren.Bedarfe & Bedürfnisse der Menschen im Quartier können so direkt geäußert & in bestehenden & zukünftigen Quartiersentwicklungs-Prozessen stärker berücksichtigt werden. Der
ressortübergreifende Aufbau einer Koordinierung GWA/QM wird in Zukunft den Ansatz des sozialraumorientierten Quartiersmanagement stärker in den Fokus rücken um eine integrierte Quartiersbezogene Bearbeitung zu begleiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikations- und Begegnungsräume sind verortet & eingerichtet. Die Bewohner*innen nutzen die Anlaufstellen der GWA, 50 % sind informiert & aktiv beteiligt. Die Bewohner*innen benennen und gestalten Themen und Ziele der GWA und Quartiersentwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier sind sowohl im GWZ als auch bei den einzelnen Akteuren identifiziert und stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die Bewohner*innen nutzen Verfügungsfonds für eigeninitiierte Projekte & Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen sehen die grundsätzlichen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier. Schwachstellen werden offensichtlich und Lösungsansätze entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vielzahl an Kommunikationsanlässen und -räumen unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen durch Stadtteilkonferenzen, Feste u.a.
Beschreibung
Eine Koordinierungsstelle GWA/Quartiersentwicklung wird in der Kommune eingerichtet & steuert mit den Koordinator*innen vor Ort QE-Vorschläge von Bewohner*innen der einzelnen Quartiersprojekte in die einzelnen Fachbereiche und andersherum.
Beschreibung
Bürgerforen & Statteilbeirat finden regelmäßig statt, in denen gemeinsame Ziele und Ideen für das eigene Quartier entwickelt werden. Neue Projekte/Veranstaltungen gehen daraus hervor.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund) werden ehrenamtlich organisiert und umgesetzt.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse wurde durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert, evaluiert und kommuniziert. Die Ergebnisse wurden Politik und Verwaltung vorgestellt für die Erarbeitung von Lösungsansätzen.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren finden koordiniert über die städtische GWA und Sozialplanung statt. Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen fließen in Quartiersentwicklungsprozesse ein.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im April 2024 startete das Quartiersprojekt „WeltRaum“, um eine gemeinwesensorientierte Nachbarschaftsarbeit im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ zu initiieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, durch Projekte und Maßnahmen im Quartier bedürfnisgerechte Infrastrukturen mit den Akteuren vor Ort gemeinsam zu entwickeln und in einem abgestimmten Vorgehen umzusetzen. Gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Selbsthilfe werden gefördert und gestärkt, Teilhabe ermöglicht. Dies alles gelingt durch Einbindung der Bevölkerung, die Gewinnung und Aktivierung von Ehrenamtlichen, sowie Kooperation und Vernetzung. Die Zielgruppe des Projekts sind alle Bewohner*innen des Quartiers Auf der Horst, d.h. Menschen verschiedenen Alters und Geschlechts mit und ohne Migrationshintergrund. Der Fokus des Konzepts für die Quartiersentwicklung lag dabei auf den drei Säulen: Aktivierung und Teilhabe der Menschen im Stadtteil, die Kooperation mit Einrichtungen und Initiativen sowie Möglichkeiten zur Beratung und Begegnung vor Ort.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialdezernat Stadt Garbsen, Fachbereich 5 - Soziales, Abteilung 32.2 - Soziale Angelegenheiten, Beratung und Senioren, Abteilung 61 - Stadtentwicklung und Stadtplanung, Ortsrat Auf der Horst, Netzwerk Willkommen, Abteilung 51 - Jugend und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat, Integrationsbeirat, Stadtteilbeirat Auf der Horst, FreiwilligenAgentur Stadt Garbsen, Freizeitheim Garbsen Jugendzentrum, Begegnungsstätte am Herouville St-Clair Platz, Präventionsteam - Polizeiinspektion Garbsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband Hannover e. V., Projekt X - Die Gruppe Jugendhilfe gGmbH, Ökumenisches Sozialprojekt NEULAND, Die Leine Lotsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mädchen- und Frauenzentrum Garbsen e. V., Schützenverein von 1900 Berenbostel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BNW - Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, vhs Hannover Land, Familienzentrum Murmelstein, Katholisches Familienzentrum St. Raphael, Grundschule Saturnring, IGS Garbsen, Johannes-Keppler Gymnasium, Schulsozialarbeiter*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Hannover gGmbH - Kirchenkreissozialarbeit, Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze, Kath. Kirchengemeinde St. Raphael - Marspoint, Ev.-luth. Willehadi-Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kiosk Marshof 13, Lions Club Garbsen, Bürgerstiftung Garbsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Semmelhaack Wohnungsvermietung, Baum Unternehmensgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit Stadt Garbsen, Pressearbeit Kirchenkreis Hannover & Diakonisches Werk., Lokalpresse (HAZ Leinezeitung, Umschau, Garbsen City News, Gemeindebriefe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien im Ortsrat, Parteien des Stadtrates Garbsen, Bürgermeister*in, Sozialdezerenentin, Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bündnis für Vielfalt und Toleranz Garbsen, Integrationslots*innen, alle interessierten Bürger*innen, Kirchengemeindemitglieder, Ehrenamtliche Leitungen Sozialer Angebote (bspw. Repair Café), Nachbar*innen, Ehrenamtliche von WeltRaum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialarbeiter*innen der Stadt Garbsen, Jugendmigrationsdienst (jmd), Omas gegen Rechts, Runder Tisch für Ehrenamtliches Engagement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ADFC Garbsen, GymFit Garbsen, Gesundheitsangebot in der Clownswohnung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA behält das Quartier hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung im Blick, vor allem die
ressortübergreifende und fachliche Koordination mit der GWA der Kommune. Ein Treffpunkt als Ort
der GWA bedarf der Nachhaltigkeit. Finanzen: eine langfristige finanzielle Verstetigung der
GWA durch die Kommune in Aussicht gestellt, Aufbau eines Fundraising-Netzes (Region, Kommune, Sponsoren)
11. Medien
Galerie
Videos
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(513.67 KB)
signal-2025-10-02-12-14-54-859-5.jpg
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(1.31 MB)
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(829.4 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Demokratie und Soziales in Vissel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Pascal Kaufmann
| Funktion | Inhaber Gesellschafter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesen Büro Visselhövede
Projektbeschreibung
Ziel ist es, Ressourcen im Sozialraum zu aktivieren, Selbsthilfepotenziale zu fördern und die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Der Sozialraum wird dabei als zentraler Ort des Handelns verstanden, in dem Teilhabe ermöglicht und soziale Integration gefördert wird.
Das Gemeinwesen-Büro fungiert als zentrale Anlaufstelle im Kernort und übernimmt eine verbindliche Brückenfunktion zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung es soll aber nicht die Quartiersarbeit oder die Präsenz in den Quartieren mindern . Es verbessert die Zugänglichkeit zu kommunalen Angeboten und stärkt die Kommunikation sowie das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Rathaus.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die niedrigschwellige, lebensweltorientierte Arbeitsweise. Beratung, Begleitung und Unterstützung erfolgen flexibel, bedarfsnah und sozialraumorientiert. Neben individueller Unterstützung stehen insbesondere gemeinschaftliche Lösungsansätze, die Förderung nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements im Mittelpunkt.
Durch die kontinuierliche Präsenz im Sozialraum werden Vertrauen aufgebaut und Zugänge geschaffen, die präventives Handeln ermöglichen. Das Gemeinwesen-Büro trägt dazu bei, bestehende Angebote zu vernetzen, Informationswege zu verbessern und die Teilhabechancen insbesondere in den Brennpunktquartieren zu erhöhen.
Ziel ist es, das Gemeinwesen-Büro dauerhaft als zentrales, niedrigschwelliges Bindeglied im Sozialraum zu etablieren, das Integration stärkt, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und die Verbindung zwischen Quartier und Stadt nachhaltig sichert.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Visselhövede steht vor erheblichen sozialen Herausforderungen. Der deutliche Zuzug von Familien mit Flucht- und Migrationsgeschichte, insbesondere seit 2015/16 sowie erneut seit 2022 – hat die soziale Struktur des Kernortes nachhaltig verändert.
Ein erheblicher Anteil junger Erwachsener sowie älterer Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum, insbesondere in den verschiedenen Brennpunktquartieren, verfügt über geringe oder fehlende Deutschkenntnisse und ist dadurch in seinen Bildungs-, Integrations- und Teilhabechancen eingeschränkt. Daraus ergibt sich ein erhöhter Handlungsdruck im Gemeinwesen.
Zudem bestehen strukturelle Problemlagen wie eine erhöhte Arbeitslosenquote, Schulabgänge ohne Abschluss sowie begrenzte Bildungs- und Freizeitangebote. Trotz gewachsener Nachbarschaften sind soziale Netzwerke nicht automatisch stabil. Segregationstendenzen einzelner Bevölkerungsgruppen, eingeschränkte Mobilität im ländlichen Raum sowie fehlende niedrigschwellige Begegnungs- und Unterstützungsangebote erschweren gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere für junge Menschen.
Es handelt sich um ein Projekt das zur Weiterentwicklung der seit zwei Jahren aufgebauten Gemeinwesenarbeit in Visselhövede anknüpft. Das Gemeinwesen-Büro soll künftig als zentrale Anlaufstelle im Kernort für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Herkunft, etabliert werden und eine verbindliche Brückenfunktion zur Stadtverwaltung sowie zum Rathaus übernehmen.
Vor diesem Hintergrund ist eine strategisch ausgerichtete Gemeinwesenarbeit erforderlich, die Integration stärkt, soziale Teilhabe fördert und vorhandene Ressourcen systematisch vernetzt, um sozialer Spaltung entgegenzuwirken.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Kernstadt Visselhövede mit besonderem Fokus auf sozial verdichtete Lagen wie Pappelstraße, Rohlmanshof sowie das Umfeld Jugendzentrum/Visselwiesen. Ergänzend werden angrenzende Quartiere einbezogen, sofern integrations- oder jugendbezogene Bedarfe bestehen.
Einwohnerzahl
10000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
pappestrasse_visselhoevede.jpg
(2.2 MB)
visselhoevede_kern.jpg
(2.64 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), indem es niedrigschwellige Zugänge schafft, Ressourcen im Quartier aktiviert und Bewohner/innen konsequent beteiligt. Es arbeitet sozialraumorientiert, vernetzt Verwaltung, Schulen, Vereine und Ehrenamt und stärkt Selbstwirksamkeit statt Defizitverwaltung. Als koordinierende Struktur übernimmt das Sozialbüro klassische Funktionen des Quartiersmanagements: Bedarfsanalyse, Aktivierung, Beteiligung, Schnittstellenmanagement und nachhaltige Stabilisierung sozialer Strukturen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Projekterfolg wird anhand quantitativer und qualitativer Indikatoren gemessen und an den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Dazu zählen Fallzahlen, erfolgreiche Antragsabschlüsse, reduzierte Abbrüche, Beteiligungsquoten usw.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Visselhövede bestehen bereits professionelle und ehrenamtliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Das Jugendzentrum im ‚Hallenbad‘ arbeitet als sozialräumlicher Treffpunkt mit offenen Angeboten, Beteiligungsformaten und aktiver Ehrenamtsbeteiligung. Zudem bestehen gewachsene Kooperationsnetzwerke mit Schulen, Kitas, Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, Vereinen, Kirchen und inklusiven Einrichtungen.
Das beantragte Projekt schafft keine Parallelstruktur, sondern professionalisiert, bündelt und systematisiert diese vorhandenen Ansätze im Sinne eines koordinierten Quartiersmanagements. Bestehende Ehrenamts- und Beratungsstrukturen werden verbindlich vernetzt, Schnittstellen strukturiert und sozialräumliche Beteiligungsprozesse strategisch weiterentwickelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projekts ist die nachhaltige Etablierung eines niedrigschwelligen Gemeinwesen-Büros als feste Beratungs- und Unterstützungsstruktur vor Ort. Während der Förderphase werden stabile Kooperationen mit Kommune, sozialen Trägern und zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgebaut. Die Ergebnisse werden in bestehende lokale Strukturen integriert. Perspektivisch ist eine Verstetigung über kommunale Beteiligung, ergänzende Förderprogramme sowie ehrenamtliche Netzwerkstrukturen vorgesehen.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20240531_171222.jpg
(2.55 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Altersübergreifende Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katarina Wetzel
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Generationen verbinden – Zukunft gestalten im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum initiiert in Kooperation mit einer Seniorentagespflegeeinrichtung ein innovatives Projekt im Bereich der Gemeinwesenarbeit, das gezielt auf die Förderung des generationenübergreifenden Miteinanders im Quartier ausgerichtet ist. Im ländlich geprägten Raum, in dem es an vergleichbaren Begegnungsorten mangelt, soll das Zentrum als zentrale Anlaufstelle ausgebaut werden, um Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis zwischen den Generationen zu ermöglichen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Missverständnisse und sozialer Distanz zwischen Jung und Alt in der Region, strebt das Projekt an, durch niederschwellige, altersübergreifende Angebote neue Brücken zu bauen. Dabei stehen Bildung, Beschäftigungsförderung und soziale Teilhabe für alle Generationen im Fokus – sowohl durch ehrenamtliches Engagement als auch durch professionell begleitete Strukturen, die bereits teilweise bestehen und weiter ausgebaut werden sollen.
Besonderes Potenzial liegt in der engen Vernetzung des Mütter-Kinder-Zentrums mit der Seniorentagespflege, wodurch innovative, passgenaue Lösungen für soziale, demografische und infrastrukturelle Herausforderungen im Quartier entwickelt werden können. Ziel ist es, Unterversorgung im Bereich der sozialen Infrastruktur entgegenzuwirken und einen Beitrag zu einer starken, inklusiven und generationenverbindenden Nachbarschaft zu leisten.
Laufzeit
2025-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum liegt in einer ländlich geprägten Region mit begrenzter sozialer Infrastruktur. Besonders fehlen niedrigschwellige Begegnungsräume, die den generationenübergreifenden Austausch ermöglichen. Viele Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen erleben soziale Isolation oder eingeschränkte Teilhabe – bedingt durch Mobilitätseinschränkungen, sprachliche Barrieren oder finanzielle Belastungen. Gleichzeitig steigt im Quartier der Bedarf an wohnortnaher Unterstützung, Bildung und Beschäftigungsförderung für alle Altersgruppen. Die Bevölkerung altert, während jüngere Generationen mit anderen Alltagsrealitäten und Bedürfnissen leben. Es mangelt an Räumen, die Verständnis und gemeinsames Lernen fördern. Bestehende Einrichtungen sind baulich oft voneinander getrennt, verbindende Angebote und abgestimmte Kooperationsstrukturen fehlen. Dennoch bestehen Potenziale: Die etablierten Kontakte zwischen dem Mütter-Kinder-Zentrum und einer Seniorentagespflege zeigen, dass durch gezielte Vernetzung innovative Ansätze entstehen können. Zudem wurden im Rahmen unserer offenen Cafétreffs, die regelmäßig allen Quartiersbewohnerinnen offenstehen, nichtwissenschaftliche Befragungen durchgeführt. Viele Besucherinnen äußerten dabei den Wunsch nach mehr generationenübergreifenden Begegnungen und Angeboten. Diese Ausgangslage bietet die Chance, einen gemeinsamen sozialen Raum zu schaffen, in dem Austausch, gegenseitige Unterstützung und Engagement aller Generationen gestärkt werden – um Isolation zu begegnen, Integration zu fördern und eine lebendige Nachbarschaft zu gestalten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Bassum-Innenstadt
Beschreibung
Das Gebiet des Rathauses hat sich als Stadtmittelpunkt gebildet. Darüber hinaus haben sich viele Wohnstraßen gebildet, die zwischen den verschiedenen Einkaufsgebieten liegen. Der Bereich des Fördergebietes umfasst den roten Bereich. Die Begrenzung liegt an den ehemaligen Hauptverkehrsadern Bremer Straße und Syker Straße. Nach Süden begrenzt die Kirchstraße und die Bahnhofstraße das Gebiet. Innerhalb des Gebietes liegen fast alle Kindergärten des Stadtgebietes, das Rathaus, Familienzentrum, Seniorenbüro, sowie die momentan unbelebte Haupteinkaufstraße Sulinger Straße. Das Mütter-Kinder-Zentrum liegt im Mittelpunkt dieser Abgrenzung an der Ecke Alte Poststraße/Mittelstraße und ist gut erreichbar.
Einwohnerzahl
4500
Quelle / Anmerkungen
google.de, eigene Schätzung, informelle Feedback Gespräche
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Bassum zeigen sich besondere soziale und integrative Herausforderungen u. a. an der geringen Dichte an niedrigschwelligen Begegnungsorten sowie einer unzureichenden sozialraumorientierten Infrastruktur. Nach unseren Erfahrungen aus der Arbeit im Mütter-Kinder-Zentrum ist etwa jede dritte Familie (ca. 30 %) im Quartier von eingeschränkter sozialer Teilhabe betroffen – sei es durch Mobilitätsprobleme, sprachliche Barrieren oder fehlende Netzwerke. Besonders Alleinerziehende und ältere Menschen berichten über Isolation und mangelnden Zugang zu unterstützenden Angeboten.
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Demografisch ist ein überdurchschnittlicher Anteil älterer Menschen feststellbar – in einigen Ortsteilen sind mehr als 40 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Gleichzeitig steigt der Anteil jüngerer Familien mit vielfältigen Lebensrealitäten, was zu erhöhtem Bedarf an integrativen und generationenverbindenden Angeboten führt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Erfahrungen aus offenen Angeboten (z. B. Cafétreffs mit 20–40 Teilnehmenden) zeigen, dass ein großes Bedürfnis nach Begegnung, Vernetzung und Unterstützung besteht, bislang jedoch kaum strukturell aufgefangen wird.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.pdf
(604.49 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt orientiert sich am handlungsleitenden Prinzip der Gemeinwesenarbeit, indem es Menschen vor Ort aktiv einbezieht, ihre Ressourcen stärkt und soziale Teilhabe fördert. Im Sinne des GWA-Ansatzes setzen wir auf einen partizipativen und dialogischen Prozess, bei dem Bewohnerinnen, lokale Einrichtungen und Akteurinnen gemeinsam Bedarfe erkennen, Ziele formulieren und Maßnahmen entwickeln. Das Projekt versteht sich als Impulsgeber für nachhaltige Veränderung im Quartier und zielt auf die Aktivierung, Vernetzung und Stärkung der lokalen Gemeinschaft. Durch die Förderung von Selbstorganisation und Empowerment trägt es zur Verbesserung der Lebensqualität im Sozialraum bei. Darüber hinaus werden bestehende Strukturen genutzt und mit neuen Angeboten ergänzt, um eine tragfähige und sozial gerechte Entwicklung des Quartiers zu unterstützen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt richtet sich konsequent an den Bedürfnissen und Lebenslagen der Bewohner*innen aus. Der Erfolg zeigt sich daran, dass sie sich ernst genommen fühlen, sich beteiligen und die Angebote nutzen.
Kriterium
Beschreibung
Ein zentrales Ziel ist der Aufbau stabiler und tragfähiger Netzwerke. Der Erfolg wird sichtbar durch neue Kooperationen mit sozialen Einrichtungen, Vereinen, Bildungsinstitutionen und Verwaltung.
Kriterium
Beschreibung
Es werden Angebote geschaffen, die verschiedene Generationen, Kulturen und Lebenslagen miteinander verbinden. Erfolg zeigt sich in einer vielfältigen Teilnehmendenschaft und neuen Begegnungen.
Beschreibung
Das Projekt trägt zur Entwicklung dauerhafter Strukturen bei – etwa durch die Etablierung neuer Treffpunkte oder Formate. Nachhaltige Nutzung und Verstetigung zeigen den Erfolg.
Kriterium
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit wird mit kommunalen Akteur*innen abgestimmt und in die Stadtentwicklungsprozesse eingebunden. Der Erfolg zeigt sich in der Anerkennung und Beteiligung auf kommunaler Ebene.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt, selbst aktiv zu werden. Der Erfolg ist daran messbar, dass eigene Ideen eingebracht und kleine Projekte eigenständig initiiert oder weitergeführt werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhau Fönix, Leitung Marcus Libbertz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Mittelstraße, Schulsozialarbeiterin Cora Weyhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Vorstandvorsitzende Birgit Meyer-Borchers
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Bassum, Leitung Nina-Ehlers-Röpe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bassum Christine Gaumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderbetreuung Stadt Bassum Matthias Mondorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderbetreuung Stadt Bassum, Britt Merdon
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Tobias Denne
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll nachhaltig in die kommunalen Strukturen der Stadt Bassum eingebunden werden – durch Kooperationen mit dem Mütter-Kinder-Zentrum, dem Familienzentrum, Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern und Vereinen. Eine langfristige Finanzierung über kommunale Mittel, Förderprogramme, Stiftungen und lokale Partner wird angestrebt. Das Zentrum bringt sich aktiv in Stadtentwicklungsprozesse ein und arbeitet mit mehreren Sozialpädagoginnen zusammen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier im Dialog - gemeinsam stark für die Nachbarschaft Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Huwald
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir gestalten unser Quartier
Projektbeschreibung
Im Zentrum von Northeim liegt das Quartier Innenstadt, das von Leerstand, fehlenden Begegnungsangeboten und prekären Wohnsituationen geprägt ist. Hier setzt das Projekt an, um durch die Gemeinwesenarbeit im Quartier eine präsente Anlaufstelle zu schaffen, die Bewohner*innen bei individuellen und strukturellen Problemen unterstützt. Ziel ist es, bedarfsgerechte Angebote zur Begegnung und Teilhabe zu etablieren und einen tragfähigen Strukturaufbau zu realisieren, der ein Netzwerk aus lokalen Kooperationspartnern umfasst. Damit wird nicht nur das Wohnumfeld nachhaltig verbessert, sondern auch das Empowerment und die Selbstwirksamkeit der Bewohner gestärkt, sodass sie sich aktiv an der Gestaltung ihrer Nachbarschaft beteiligen. Zur Umsetzung werden Kooperationen intensiviert, ein runder Tisch / Arbeitsgruppe etabliert und die Verwaltung einbezogen, um gemeinsame Strategien zur Belebung des Quartiers zu entwickeln. Über direkte Befragungen der Anwohner (u.a. im Rahmen von Integrationskursen, Migrationsberatung, Seniorentreffs, Familienangeboten des Kinderschutzbunds, Jugendwerkstätten, Schulen, Straßenumfrage) werden konkrete Bedarfe der Bewohner*innen für das Quartier erfasst und auf dieser Basis passgenaue Angebote mit den Menschen entwickelt. Dies können u.a. niedrigschwellige Sportangebote, Verschönerungsinitiativen im Wohnumfeld und biografieorientierte Workshops (in Kooperation mit dem Projekt Biografiewerkstatt) sein. Kernbestandteil des Projekts ist die Idee, den bedrückenden Leerstand gemeinsam mit Anwohnern kreativ zu beleben und somit ein positives Signal zu setzen (auch gegenüber der Öffentlichkeit). Durch gemeinsames Tun und Begegnung zwischen verschiedenen Gruppen wird das Wir-Gefühl gestärkt und Vorurteile abgebaut. Ein Austausch zwischen Bewohnern und Politik wird gefördert, so dass Anwohner bei städtebaulichen Prozessen mitgenommen werden und ihre Bedarfe aufgenommen werden können. Wesentlicher Baustein ist der Aufbau eines Nachbarschaftscafés (im Kassebeerschen Haus/Breite Str. - 3. Projektjahr). Hier können sich Nachbarschaftsgruppen u. Vereine treffen sowie Kooperationspartner Angebote umsetzen, wodurch eine niedrigschwelliger Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten gefestigt wird. Projektstandort ist zunächst die Werk-statt-Schule (WsS) im Friedrich-Ebert-Wall. Im dritten Projektjahr ist ein Umzug in den neuen Standort der WsS (Breite Str. 37) mit Platz für das Nachbarschaftscafé geplant. Das Café soll auch nach Projektende fortbestehen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Northeim ist eine Mittelstadt in der strukturschwachen Region Südniedersachsen, die von den Merkmalen des demografischen Wandels geprägt ist. Die Innenstadt Northeims bietet architektonisch eine Vielzahl an denkmalgeschützten Gebäuden, jedoch wirken sich Sanierungsstau u. Leerstand auf die Lebensqualität aus. Das Quartier ist gekennzeichnet von Mangel an adäquatem Wohnraum, prekären Wohnverhältnissen sowie durch das Entstehen von Angsträumen. Die Innenstadt ist stärker als die Gesamtstadt vom Zuzug von Migrant*innen geprägt und weist einen steigenden Bezug von Transfer- und Sozialleistungen auf. Es bedarf positiver Impulse für dieses Quartier, um ein attraktives Lebensumfeld aufzubauen und die Bewohner in diesen Prozess zu integrieren. Die Stadt hat sich auf den Weg gemacht, die Innenstadt städtebaulich aufzuwerten. Hier soll ein Dialog zwischen Stadt und Anwohnern gefördert werden, um deren Bedarfe zu berücksichtigen. Für ein lebendiges Quartier ist die Stärkung des Wir-Gefühls besonders wichtig. Die Innenstadt ist nicht nur das Zentrum der Gesamtstadt sondern explizit auch ein Wohnquartier, in dem aktuell Zusammenhalt, Austausch und Begegnungen der Nachbarschaft Förderungsbedarf haben. Wir haben in der Innenstadt ein leerstehendes Haus gekauft, das wir zu unserem neuen Standort ausbauen (Bezug ab 2027, www.kassebeersches-haus.de), um so einen Beitrag zur Belebung des Leerstands zu leisten. Das zentrale Anliegen, den Leerstand wieder für die Menschen im Quartier zugänglich zu machen, die Räume selbst gestalten können, ist ein wichtiger Bestandteil unseres GWA-Ansatzes. Projektstandort im Quartier ist zunächst der Friedrich-Ebert-Wall und ab 2027 die Breite Str. 37.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Innenstadt
Beschreibung
Innestadt innerhalb des Walls, Außengrenzen bilden: Friedrich-Ebert-Wall, Gardekürrassierstraße etc., angrenzend liegt das Rhumeviertel
Einwohnerzahl
2900
Quelle / Anmerkungen
Meldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus 2022, Statistisch Berichte des Landes Niedersachsen - Demografiebericht Northeim
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, ähnlich zu Zahlen U18
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus 2022, Statistisch Berichte des Landes Niedersachsen - Demografiebericht Northeim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Regionbericht Northeim 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Northeim Integrationsbericht 2021
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_innenstadt.png
(328.19 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In Kooperation mit den betroffenen Personen im Quartier zielt unser Ansatz darauf ab, die Problemstellungen und Handlungsbedarfe auf individueller und struktureller Ebene im Quartier zu identifizieren und die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar zu machen. Faktoren, die das Quartier belasten, sollen durch mittel- und langfristige Maßnahmen reduziert werden. Ein zentrales Ziel ist die Aktivierung der Bewohnerschaft zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung, damit sie selbstbestimmt die Zukunft ihres Gemeinwesens gestalten können. Wir fördern die Handlungsfähigkeit der Bewohner*innen, indem wir sie in die Lage versetzen Bedarfe zu erkennen, zu formulieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Hierzu wird auch ein Netzwerk bestehend aus zivilgesellschaftlichen Akteuren wie Vereinen, Initiativen, Kirche, Bildungsträgern etc. aus dem Quartier aufgebaut, das gemeinsam daran arbeitet strukturelle Aspekte im Sozialraum zu verbessern. Dazu erfolgt eine enge Kooperation mit Politik /Verwaltung, um Problemlagen struktureller Art nachhaltig zu stabilisieren (siehe auch LoI des Bürgermeisters).
Dieser Ansatz soll wesentlich dazu beitragen die Lebensumstände im Quartier Innenstadt ganzheitlich zu verbessern (u.a. bezogen auf Wohnraum / Infrastruktur, Lebensqualität, Möglichkeiten zur Partizipation) und demokratische Prozesse zu beleben, Begeisterung dafür zu wecken und demokratische Verhältnisse langfristig zu sichern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner erlernen, wie sie Angebote selbst organisieren können (z.B. kleinere Nachbarschaftsfeste, Stammtisch o.ä.), jährlich wird überprüft ob und wie viele weitgehend selbstorganisierte Angebote umgesetzt wurden, anfangs engere Unterstützung
Kriterium
Beschreibung
Aufbei einer Arbeitsgruppe / Runder Tische Innenstadt mit relevanten Sozialpartnern als Sprachrohr und Arbeitsgremium für die Belange des Quartiers ist erfolgt, auch übergreifend mit Caritas für Innenstadt u. Rhumeviertel gemeinsam
Kriterium
Beschreibung
Bedarfsanalyse mit Bewohner*innen und Netzwerk, spiegeln der Bedarfe an Politik/Verwaltung und Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze zur Verbesserung der Infrastruktur, niedrigschwelliges Verschönern des Wohnumfelds
Kriterium
Beschreibung
Bedarfsanalyse liegt vor, Angebote für die Bewohner*innen orientieren sich an den tatsächlichen Bedarfen und werden von den Bewohner*innen angenommen (Überprüfung von Teilnehmerzahlen, Zufriedenheitsbefragung der Teilnehmenden))
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt hat sich als Anlaufstelle im Quartier etabliert und die Angebote zur Begegnung zwischen den verschiedenen Nachbarn werden angenommen; Teilnehmerzahlen u. Vielfalt der Teilnehmerschaft wird überprüft
Beschreibung
Das Projekt kooperiert mit der Stadt Northeim und begleitet den Prozess der Aufwertung der Innenstadt u.a. durch Städtebauförderung mit, indem die Bedarfe der Bewohner eingebracht werden und ein Dialog mit den Bewohnern gefördert wird
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Marketing, Tourismus der Stadt Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Northeim u.a. Dezernat Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Inklusion e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung, Integrationskurse der Werk-statt-Schule, der LEB (Ländl. Erwachsenenbildung) u. anderer Anbieter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Partnerschaft für Demokratie Stadt Northeim und Landkreis Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Rhumeviertel der Caritas
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Gespräche mit Stadt/Landkreis gemeinsam mit Treffp. Rhumeviertel zur langfristigen Implementierung von GWA /finanzielle Verankerung. Einwerben v. Fördermitteln, mit denen sich Grundstrukturen der GWA weiterführen lassen (z.B.Programm LEADER Harzweserland mit Ko-Finanzierung Stadt / Landkreis). Runder Tisch wird zu Projektende auf Netzwerkpartner zur Fortführung übertragen. Café im Kasseb. Haus bleibt u. kann durch Bewohner/Netzwerkpartner weiter für Angebote/Treffpunkt genutzt werden.
11. Medien
Galerie
Videos
kunstaktion_nachbarschaft_kasseb._haus_1.jpg
(261.69 KB)
kunstaktion_nachbarschaft_kasseb._haus_2.jpg
(246.15 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Moqem Omari
| Organisation | Stadt Dissen aTW |
|---|---|
| Funktion | Integration- und Gemeinwesenarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam für ein lebendiges Dissen
Projektbeschreibung
Verschiedene Bevölkerungsgruppen an einem Ort führen nicht automatisch zu einem lebendigen Miteinander. Damit Vielfalt tatsächlich gelebt wird, müssen infrastrukturelle Veränderungen gezielt gestaltet, gemanagt und begleitet werden.
Hier setzt die Gemeinwesenarbeit (GWA) an. Ziel des Projekts ist es, den sozialen Zusammenhalt in Dissen nachhaltig zu stärken, partizipative Prozesse zu vertiefen und GWA als festen Bestandteil der Stadtentwicklung zu verankern. Dabei soll das Narrativ einer vielfältigen Dissener Stadtgesellschaft gestärkt werden, in der Unterschiedlichkeit als Bereicherung erlebt wird.
Aufbauend auf den Erfahrungen des laufenden Projekts (2023-2025) wurden bereits Maßnahmen zur Förderung von Begegnung und Teilhabe entwickelt. Dabei hat sich gezeigt, dass GWA besonders erfolgreich ist, wenn sie niedrigschwellige Begegnungsformate schafft, die auf gemeinsamen Interessen basieren oder im öffentlichen Raum stattfinden. Beispiele dafür sind bewährte Begegnungsformate wie das Tannenbaumsingen oder interkulturelle Picknicks. Weitere Anlässe, wie z.B. die Jubiläumsfeier „75 Jahre Stadtrechte“ sollen genutzt werden, um Begegnung und Partizipation zu stärken, Aufmerksamkeit für die GWA zu schaffen und neue Akteur*innen gezielt einzubinden.
Die geplante Neugestaltung des Homann-Areals Geländes bietet zudem die Möglichkeit, bauliche und soziale Aspekte von Anfang an zusammenzudenken und die vielfältigen Bedürfnisse der Bewohner*innen aktiv einzubeziehen. Beteiligungsaktionen wie Pop-up-Workshops oder Stadtteilspaziergänge erfassen Ideen aus der Bevölkerung, während aktivierende Befragungen gezielt die Bedarfe marginalisierter Gruppen ermitteln, um ihre Perspektiven in die Planung einzubringen. Zudem bietet sich die Gelegenheit, neue – dringend benötigte – Begegnungsorte zu schaffen, an denen Menschen zusammenkommen können. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit der Stadtplanung intensiviert, um GWA langfristig in städtische Entwicklungsprozesse zu integrieren.
Auch die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft wird gezielt ausgebaut. Erste Gespräche mit Unternehmen sondieren mögliche Kooperationen, während z.B. das Stadtjubiläum genutzt wird, um GWA in der Wirtschaft sichtbar – und ihren Mehrwert erlebbar zu machen.
Durch diesen ganzheitlichen Ansatz wird Dissen aTW als lebenswerte, vielfältige Stadt gestärkt, in der sich alle Bevölkerungsgruppen zugehörig fühlen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Dissen am Teutoburger Wald leben Menschen aus über 80 Nationen. Besonders prägend ist der hohe Anteil an Arbeitsmigrant*innen aus Südosteuropa, Geflüchteten, Spätaussiedler*innen sowie Personen mit türkischen Wurzeln. Der Anteil der Menschen mit Migrationsgeschichte liegt deutlich über dem Durchschnitt im Landkreis. Diese Vielfalt spiegelt sich jedoch nicht in einem lebendigen Miteinander wider. Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe sind nach wie vor begrenzt und bleiben oft oberflächlich.
Eine zentrale Herausforderung für die Stadt ist der Wegfall der Homann-Salatfabrik, die bis 2022 der größte Arbeitgeber der Region war. Mit dem Abzug des Unternehmens verlor Dissen nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern steht auch vor der Aufgabe, das frei gewordene Gelände sinnvoll zu nutzen. Die Neugestaltung dieses Areals bietet eine einmalige Chance, bauliche und soziale Aspekte von Anfang an gemeinsam zu denken. Dabei ist es essenziell, eine breite Beteiligung sicherzustellen und auch marginalisierte Gruppen aktiv einzubeziehen.
Die wirtschaftliche Struktur in Dissen ist weiterhin stark von der Lebensmittel- und fleischverarbeitenden Industrie geprägt. Gleichzeitig leidet die Innenstadt unter einem Rückgang des Einzelhandels und dem Fehlen öffentlicher Begegnungsräume.
Vor diesem Hintergrund wird die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu einer zentralen Aufgabe. Durch die Aktivierung der lokalen Wirtschaft kann Vielfalt als Chance sichtbar gemacht werden. Die Verknüpfung von wirtschaftlicher Entwicklung und GWA bietet die Möglichkeit, langfristig Strukturen zu schaffen, die das Zusammenleben in Dissen nachhaltig fördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen(aTW) Kernstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Kernstadt von Dissen aTW, in der sich die genannten Herausforderungen besonders bemerkbar machen, insbesondere im Hinblick auf das Miteinander, den Mangel an Begegnungsräumen und die wenig belebte Innenstadt.
Einwohnerzahl
8665
Quelle / Anmerkungen
Stadt Dissen aTW 2025, Landkreis Osnabrück 31.12.2023, Zensus 15.05.2025
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Innerhalb dieses Gebiets leben 2.446 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sowie 6.219 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, was einem Ausländeranteil von mehr als 28 % entspricht. Über die Hälfte (65%) der ausländischen Bevölkerung stammt aus EU-Ländern. Laut dem Melderegister der Stadt Dissen aTW liegt der Anteil ausländischer Mitbürger im gesamten Stadtgebiet bei 24,9 %.
In der Kernstadt lebt eine bemerkenswerte Zahl von Menschen mit internationalem Hintergrund. Dies liegt unter anderem daran, dass es dort viele Mehrfamilienhäuser und Wohnungen gibt, die oft in einem weniger guten Zustand sind und daher vergleichbar günstiger angeboten werden. Auffällig ist auch, dass die Bewohner*innen häufig wechseln (höher Fluktuation), da viele Menschen aus osteuropäischen Ländern nur für eine begrenzte Zeit hier bleiben und anschließend weiterziehen.
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund liegt im Projektgebiet dabei noch deutlich höher.
Laut Zensus 2022 haben mehr als 38 % der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Dissen aTW eine Einwanderungsgeschichte.
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im gesamten Stadtgebiet beträgt der Anteil der Bewohner*innen über 60 Jahre 25,5 %. Im Projektgebiet liegt dieser Anteil deutlich höher, da sich dort viele Seniorenheime und betreute Wohnanlagen im Innenstadtbereich befinden.
Besonders interessant ist der Anteil älterer Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Während der Gesamtanteil ausländischer Einwohner*innen in der Stadt bei fast 25 % liegt, machen Personen über 60 Jahre innerhalb dieser Gruppe nur 10 % aus.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_lageplan.pdf
(3.23 MB)
strassenverzeichnis_quartier_2025.pdf
(789.35 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf einen ganzheitlichen GWA-Ansatz in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und weiteren Akteur*innen. Mit Maßnahmen wie einem mobilen Café, Stadtteilfesten, interkulturellem Picknicken und anderen Formaten werden niederschwellige Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten geschaffen.
Die GWA orientiert sich an den Ressourcen der Bewohner*innen und bindet diese sowie lokale Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung aktiv ein, um nachhaltige Netzwerke aufzubauen und das soziale Miteinander in Dissen aTW zu stärken. Ziel ist es, die Teilhabe und Mitgestaltung aller Bevölkerungsgruppen zu fördern.
Partizipative Methoden wie Befragungen, Workshops und Pilotprojekte ermöglichen es, Ideen einzubringen und Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen. Bestehende Ressourcen werden gezielt genutzt, um tragfähige Strukturen zu schaffen. Die GWA wird dabei in Stadtentwicklungsprozesse integriert und mit Bereichen wie Wirtschaftsförderung und Stadtplanung verknüpft.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung des Homann-Areals als sozialen Treffpunkt, der Netzwerkbildung und der Sensibilisierung für den Mehrwert von GWA. Durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sollen langfristige Strukturen entstehen, die über den Förderzeitraum hinaus Bestand haben und die GWA nachhaltig sichern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen beteiligen sich aktiv an Planungsprozessen und Begegnungsformaten. Ihre Ideen fließen sichtbar in Maßnahmen ein, und die Angebote orientieren sich an ihren Bedarfen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen und lokale Akteur*innen initiieren eigene Projekte oder übernehmen Verantwortung in bestehenden Formaten.
Kriterium
Beschreibung
Lokale Ressourcen, Akteur*innen und bestehende Netzwerke werden in die GWA eingebunden und aktiv genutzt. Erfolgreiche Formate werden verstetigt.
Kriterium
Beschreibung
Begegnungsformate werden von einer vielfältigen Bewohner*innenschaft genutzt, sodass interkulturelle und generationsübergreifende Kontakte entstehen.
Beschreibung
Stadtentwicklung, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiten eng zusammen; GWA wird in kommunale Prozesse eingebunden.
Beschreibung
Dauerhafte Kooperationen mit lokalen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bestehen. Mindestens eine neue feste Partnerschaft entsteht.
Kriterium
Beschreibung
Begegnung ist fester Bestandteil des Stadtlebens. Neu entstandene Kontakte und Netzwerke zwischen Bewohner*innen stärken den Zusammenhalt, und Segmentierung nimmt spürbar ab.
Beschreibung
Neue Begegnungsorte entstehen oder bestehende Räume für GWA werden genutzt und dauerhaft gesichert.
Kriterium
Beschreibung
GWA ist in kommunalen Prozessen verankert, über das Projekt hinaus gesichert und mit anderen Stadtentwicklungsprozessen verknüpft.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Dissen aTW bestehen seit 2023 professionelle Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die im Rahmen des Projekts „Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten“ systematisch aufgebaut wurden. Ziel war es, in engem Dialog mit Bewohner*innen, Zivilgesellschaft und Verwaltung Maßnahmen zur Förderung von Begegnung, Teilhabe und Vernetzung zu entwickeln. Durch Methoden wie aktivierende Befragungen, mobile Cafés und Workshops wurden Möglichkeitsräume geschaffen, um über Vielfalt ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden bestehende Herausforderungen und Potenziale identifiziert und Ideen zur Verbesserung des Zusammenlebens in Vielfalt entwickelt.
Zudem wurden erste tragfähige Netzwerke geknüpft und niedrigschwellige, wiederkehrende Begegnungsformate etabliert. Formate wie das gemeinsame Picknicken das Tannenbaumsingen oder das interreligiöse Friedensgebet wurden bewusst im öffentlichen Raum platziert, um neue Zielgruppen zu erreichen und Bewohner*innen unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe miteinander in Kontakt zu bringen.
Mit dem Arbeitskreis Interreligiöser Dialog wurde zudem eine neue, verbindliche Netzwerkstruktur geschaffen, die regelmäßig tagt und öffentlich sichtbare Impulse (z.B. durch die Aktion „Interreligiöses Friedensgebet“) setzt.
Darüber hinaus absolviert der für das Projekt verantwortliche GWA-Mitarbeiter bei der Stadt Dissen aktuell den Zertifikatskurs „Gemeinwesenarbeit“, den er im Mai 2025 abschließen wird.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Dissen aTW (Öffentlichkeits-, Senioren- Jugend-, Ehrenamts-, Familien- und Integrationsarbeit, Stadtplanung, Ordnungsamt, Soziales und Stadtbücherei); Landkreis Osnabrück (Migrationszentrum, Integrationsbeauftragte, Ehrenamt…), Nachbarkommunen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kunst und Kultur im südlichen Osnabrücker Land e.V. , Kreismusikschule Osnabrück e. V., Jazz Club Dissen-Bad Rothenfelde e. V. u.v.m (u.a. Chöre und Ensembles).
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen, Generationennetzwerk der Stiftung Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Westfälisches Kinderdorf e.V. , Kinder- und Familienzentrum Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein für Nachhaltigkeit e.V., Industriekultur HOMANN e.V. u.v.m…
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Pflegedienst, Altenhilfe Bethel / Seniorenzentrum Dissen, DRK-Seniorenheim Dissen gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Dissen, Hermann-Freye-Gesamtschule, Lernstandort Noller Schlucht gGmbH, VHS Osnabrücker Land gGmbH und Kindergärten vor Ort (7)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Luth. St.-Mauritius-Kirchengemeinde Dissen, Freie evangelische Gemeinde Dissen, Kath. Pfarreiengemeinschaft a.T.W., Mennoniten-Kirchengemeinde Dissen e.V., Neuapostolische Kirche, DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Dissen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe e. V., Fuchs GmbH & Co. KG, Schulte Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Dachser SE Food Logistics, Schlingmann GmbH & Co. KG und weitere Industrie und Handwerkbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeit der Stadt Dissen aTW, Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG, Teuto Express Verlags-GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat der Stadt Dissen aTW, Fraktionen und politische Parteien in Dissen aTW, Lokale Vertreter im Landtag und Bundestag
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sport: Billard Club Dissen e. V., Turn- und Sportgemeinde Dissen e.V. (Mehrere Abteilungen), Tennisclub Dissen e. V. TUS Aschen-Strang e. V. 1912
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt darauf ab, GWA langfristig in die Stadtentwicklung zu integrieren und ihren Mehrwert für das soziale Miteinander flächendeckend noch stärker erlebbar/ sichtbar zu machen. Durch den Aufbau tragfähiger Netzwerke mit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sollen zudem nachhaltige Strukturen geschaffen werden. Insbesondere Unternehmen sollen als Partner gewonnen und Finanzierungsmodelle erarbeitet werden, um GWA langfristig in Dissen zu verankern.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
2023_rollup_vielfalt-g-i-g-g.jpg
(2.12 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alt-Laatzen verbindet sich 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Beel
| Organisation | Stadt Laatzen |
|---|---|
| Funktion | Stadtplanerin |
2. Kurzbeschreibung
Zukunftssicherung der GWA in Alt-Laatzen
Projektbeschreibung
In den vergangenen 3 Jahren hat die Gemeinwesenarbeit (GWA) in Alt Laatzen bedeutende Erfolge erzielt. Soziale Akteure haben sich vernetzt, ein gemeinsamer Veranstaltungskalender etabliert, Wohnumfeldverbesserungen realisiert, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, sozialen Akteuren, Politik, Bewohner*innen gestärkt. Dieses Fundament gilt es zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein zentrales Ziel ist die Verstetigung und Unabhängigkeit der GWA. Dazu werden Aufgaben- und Organisationsstrukturen innerhalb der Verwaltung neu sortiert und eine fachübergreifende Arbeitsgruppe GWA eingerichtet. Die Projektleitung wechselt vom Team Stadtplanung zum Team Gesellschaftliche Teilhabe und Integration. Es wird damit im Fachbereich Soziales verankert. Dies stärkt die strukturelle Anbindung an spezifische Ausschüsse und sichert die langfristige Integration in Verwaltungsprozesse. Eine feste Ansprechperson gewährleistet Kontinuität. Bestehende Netzwerke werden ausgebaut und erweitert (Netzwerk für Flüchtlinge). Austauschformate wie thematische Ortsspaziergänge, der offene Kaffeeklatsch im Sozialkaufhaus und aktivierende Befragungen werden weitergeführt. Neue kommen hinzu. Ein entscheidender Schritt zur finanziellen Absicherung ist die Gründung des Fördervereins. Dieser und die verbesserte Integration in die Stadtverwaltung gewährleistet finanzielle und inhaltl. Konstanz. Ein Finanzierungsplan wird entwickelt, Fördermöglichkeiten wie Fundraising, Sponsoring und Spenden erschlossen. Er dient als Grundlage für Haushaltsberatungen und ein Förderverein zum gezielten Einwerben von Mitteln (Spendenportal). Die Sichtbarkeit der GWA wird gestärkt: Erfolgreiche Beteiligungsformate werden an weiteren Standorten im Stadtteil umgesetzt, u.a. entlang der Hildesheimer Straße eine städtebauliche und sozialräumliche Barriere. Ortsspaziergänge, Nachbarschaftsveranstaltungen, Informationstafeln und QR-Codes erleichtern den Zugang zu Angeboten, fördern die Teilhabe. Durch gemeinsame Veranstaltungen mit dem Netzwerk für Flüchtlinge, dem Projekt Familie im Quartier und dem Sozialkaufhaus werden gezielt unterrepräsentierte Gruppen einbezogen. Qualifizierungs- und Beteiligungsworkshops auch zu gesellschaftl. Themen stärken die Teilhabe und das Engagement im Stadtteil. Die Verantwortung für die GWA wird gemeinschaftlich getragen. Erfolgreiche Methoden zur Aktivierung und Teilhabe werden modellhaft für weitere Stadtteile in Laatzen nutzbar gemacht und über einen Leitfaden abrufbar.
Laufzeit
2025-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit der Einrichtung des Quartiersmanagements in Alt-Laatzen hat sich ein wachsendes Bewusstsein für Wohnumfeldverbesserung, soziales Miteinander und Stadtteilkultur entwickelt. Die Identifikation mit dem Stadtteil nimmt zu. Erste Erfolge sind sichtbar: Nachbarschaftsbeziehungen stärken sich, durch Beteiligungsformate wie Dot-Umfragen wurden öffentliche Räume gemeinsam zu Begegnungsorten gestaltet. Auch die sozialen Akteure haben sich seit 2023 besser vernetzt und arbeiten in einem regelmäßigen Austausch. Dennoch bestehen Herausforderungen: Die Vielfalt der rund 5900 Bewohner*innen mit 1/3 Migrationsgeschichte spiegelt sich in den Beteiligungsstrukturen nicht ausreichend wider. Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte sind in den bestehenden Arbeitsgruppen und Treffen unterrepräsentiert. Gleichzeitig sind die geschaffenen Begegnungsorte ein erster Schritt – weitere Räume für gemeinschaftliche soziale Aktivitäten beiderseits der Hildesheimer Straße müssen entstehen mit dem Ziel Trennwirkung im Stadtteil aufzubrechen. Der Austausch zwischen Bewohner*innen, Verwaltung und Politik benötigt eine nachhaltige, vertrauensvolle Struktur um langfristig wirksam zu bleiben. Das Quartiersmanagement spielt dabei eine zentrale Rolle in der Moderation und Koordination. Um eine erfolgreiche Integration aller Bevölkerungsgruppen sicherzustellen insbesondere auch vor dem Hintergrund zunehmender rechter Tendenzen gilt es nun das soziale Miteinander dauerhaft zu stabilisieren. Bisherige Fortschritte müssen verstetigt und weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, einen inklusiven Beteiligungsprozess zu etablieren, der alle Menschen im Stadtteil erreicht und das Zusammenleben nachhaltig stärkt.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen Alt-Laatzen
Beschreibung
Das Fördergebiet liegt im Norden des Stadtgebietes von Laatzen im Stadtteil Alt Laatzen, an der Grenze zur Landeshauptstadt Hannover. Es umfasst rund 100 Hektar. Die Abgrenzung ist aus dem beigefügten Lageplan erkennbar.
Als Kartengrundlage wurde ein Luftbild gewählt. Damit lassen sich auch städtebauliche Besonderheiten des Quartiers widerspiegeln. Besonders markant ist die Hauptverkehrsstraße, die Hildesheimer Straße, die das Quartier durchgängig in einen Ostbereich und einen Westbereich teilt. Sie hat trennende Wirkung sowohl städtebaulich erkennbar als auch sozialräumlich wahrnehmbar. Hinzu kommt, dass im östlichen Teil Bahntrasse und Gewerbeflächen anschließen. Wo hingegen Im westlichen Teil großräumige Naturräume zu finden sind. Dies hat entscheidende Auswirkungen auf den Beliebtheitsgrad, das Image der jeweiligen Stadtteile was sich wiederum in Wohnungsbautypen, Zugänglichkeit von öffentlichen Freiräumen, der wohnungsnahen Außenraumgestaltung sowie der Pflege der Immobilien und Freiräumen widerspiegelt.
Einwohnerzahl
5904
Quelle / Anmerkungen
Zensus 2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
Zensus 2022
- unter Sonstige ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt - Sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Zensus 2022
- aufgrund der Zensusdaten zur Bevölkerung ist hier der Anteil der Personen bis einschließlich 15tes Lebensjahr abgebildet
- unter Sonstige ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt – Sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Zensus 2022
- aufgrund der Zensusdaten zur Bevölkerung ist hier der Anteil der Personen bis einschließlich 24tes Lebensjahr abgebildet
- unter "Sonstige" ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt - sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Zensus 2022
- unter Sonstige ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt – Sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt stärkt die Selbstorganisation, Partizipation und Vernetzung der Bewohner*innen von Alt-Laatzen. Ziel ist es, gemeinwohlorientiertes Handeln nachhaltig in Stadtverwaltung, Politik, soziale Akteure und lokale Wirtschaft zu integrieren.
1. Teilhabe & soziales Miteinander
Ortsspaziergänge, Nachbarschaftsveranstaltungen und Dot-Umfragen fördern Mitgestaltung und stärken die Identifikation mit dem Stadtteil.
2. Interkulturelle & inklusive Beteiligung
Das Projekt setzt auf einen offenen Beteiligungsprozess für alle, insbesondere für Menschen mit Migrationsgeschichte, die bisher wenig vertreten sind.
3. Nachhaltige Strukturen & Selbstorganisation
Ein Förderverein und eine feste Ansprechperson in der Stadtverwaltung sollen die Gemeinwesenarbeit langfristig sichern. Ein Finanzierungsplan unterstützt die nachhaltige Förderung.
4. Zusammenarbeit & Sichtbarkeit
Die Vernetzung zwischen sozialen Akteuren, Verwaltung und Politik wird ausgebaut. Erfolgreiche Formate werden als „Wissensbank“ für andere Stadtteile nutzbar gemacht.
5. Empowerment & Qualifizierung
Workshops und Schulungen befähigen Bewohner*innen, sich aktiv einzubringen. Dies gilt auch für die weiteren Akteure, deren gemeinwohlorientierte Arbeit durch Themenabende/ Workshops weiter qualifiziert wird.
Durch Partizipation und nachhaltige Strukturen wird das Zusammenleben in Alt-Laatzen langfristig gestärkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen nehmen aktiv an Angeboten teil, gestalten Prozesse mit und fühlen sich repräsentiert. Ihre Bedarfe spiegeln sich in Maßnahmen wider, und sie erleben Wertschätzung sowie echte Mitbestimmung.
Kriterium
Beschreibung
Es entstehen selbstverwaltete Gruppen, Vereine und Initiativen. Sie organisieren Veranstaltungen eigenständig, nutzen bereitgestellte Räume und Ressourcen und übernehmen Verantwortung für Projekte.
Kriterium
Beschreibung
Lokale Akteure, lokale Ökonomie und Bewohner**innen bringen sich aktiv ein. Vorhandene Räume, Wissen und Netzwerke werden genutzt. Ehrenamtliche engagieren sich. Projekte basieren auf vorhandene Potenziale statt auf externen Lösungen.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Kulturen und sozialer Hintergründe arbeiten gemeinsam an Projekten. Veranstaltungen und Angebote sind inklusiv. Der Austausch zwischen den Gruppen findet sichtbar statt.
Beschreibung
Verwaltungsbereiche, Soziale Arbeit und Stadtentwicklungsplanung arbeiten zusammen. Es gibt gemeinsame Sitzungen, abgestimmte Maßnahmen und vernetzte Projekte, die über einzelne Zuständigkeitsbereiche hinausgehen.
Beschreibung
Regelmäßige Austausch- und Kooperationstreffen finden statt, Akteure unterstützen sich gegenseitig, gemeinsame Projekte entstehen. Wissen und Ressourcen werden geteilt, Partnerschaften langfristig gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftliche Initiativen entstehen, Menschen helfen sich gegenseitig, es werden gemeinsam Lösungen erarbeitet. Begegnungsorte sind belebt, Veranstaltungen werden wahrgenommen, Austausch und das Gemeinschaftsgefühl werden gefördert.
Beschreibung
Neue oder verbesserte Treffpunkte und Begegnungsstätten entstehen. Die Angebote sind niederschwellig, werden genutzt und decken den ermittelten Bedarf. Digitale Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten sind vorhanden
Kriterium
Beschreibung
GWA wird in kommunale Planungen integriert. Entscheidungen berücksichtigen soziale Aspekte, GWA ist in Entwicklungsprozesse eingebunden. Stadt- und Sozialplanung arbeiten abgestimmt, langfristige Strategien sind erkennbar. Ein Leitfaden dient als Modell.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Team Gesellschaftliche Teilhabe und Integration; Projekt Familien im Quartier; Team Grünflächen, Team Stadtplanung, Team Wirtschaftsförderung, Team Öffentlichkeitsarbeit, Team Tiefbau, Betriebshof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Immanuelkirche, Diakonie, St Oliver Gemeinde, Kindertagesstätte St. Mathilde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Alt-Laatzen, Bürgerinitiative "Alt-Laatzen blüht auf", Christlicher Seniorenbund, DRK Alt-Laatzen, LeineVHS, Sozialkaufhaus LeineLaden, Netzwerk für Flüchtlinge, Donna Clara
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokale Ökonomie z.B. EDEKA, Sozialkaufhaus Leine Laden,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Örtliche Presse und lokale Online Nachrichtenportale, Homepage der Stadt Laatzen, Homepage Bürgerinitiative,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen werden bei Aktivitäten, bei Veranstaltungen mit in die Planung und Durchführung einbezogen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Alte Rathausstraße, Kindertagesstätte Alte Rathausstraße, Kindertagesstätte An der Masch
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA in Alt-Laatzen wird nachhaltig in kommunale Strukturen integriert: eine fachübergreifende Arbeitsgruppe und die neue Verortung im Team Gesellschaftliche Teilhabe und Integration mit fester Stelle sichern die strukturelle Einbindung. Ein Förderverein und ein Finanzierungsplan mit Fundraising, Sponsoring und Spenden gewährleisten langfristige finanzielle Stabilität. Erfolgreiche Beteiligungsformate werden verstetigt und modellhaft für weitere Stadtteile in Laatzen nutzbar gemacht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Innovationsquartier: Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Ulrich
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Von einer ehemaligen Sonderwelt zum inklusiven Innenstadtquartier
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt Innovationsquartier wird die soziale und städtebauliche Anbindung eines ehem. Anstaltsgeländes an das umgebende Stadtgebiet umgesetzt. Entwickelt wird ein kooperatives, inklusives Quartier, das Wohnformen, Arbeits- & Freizeitmöglichkeiten zukunftsfähig interpretiert - für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Behinderung und allen kulturellen Hintergründen. Dabei ist der Anspruch leitend, alle zukünftigen Angebote möglichst inklusiv zu gestalten. Handelt es sich bei dem Gelände auch heute noch weitgehend um eine Sonderwelt ("Stadt in der Stadt"), so sollen dort zukünftig keine neuen „Sonderwelten“ entstehen. Gleichzeitig müssen geschützte Räume für Menschen mit hohem Assistenzbedarf mitgedacht werden. Die sozial durchmischte Belebung des zukünftigen Quartiers und seine funktionale Anbindung an die Innenstadt sind komplexe Anforderungen. Geeignete Nachnutzungen für den historischen Gebäudebestand sind genauso zu entwickeln wie moderne Eigentums- und Mietwohnungen, die sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit gerecht werden. Unter diesen Voraussetzungen bietet sich mit dem Innovationsquartier die Chance, mit einem zukunftsweisenden Modellprojekt einzigartiges Vorbild für gelebte Inklusion in einer vielfältigen Nachbarschaft zu sein. In den letzten Jahren wurden im Quartier Anlässe geschaffen, durch die viele Menschen zum ersten Mal überhaupt das Gelände besucht und seine Potenziale kennengelernt haben. Ziel ist nun darauf aufbauend, offene Angebote zu fördern (z.B. Medienformat "Sag bloß!?!", Seniorencafé) und nach Bedarf neue zu entwickeln bzw. im Aufbau zu unterstützen. Bis die Alte Kapelle (Leuchtturmprojekt im Quartier) nach einer vielfältigen Interims-Nutzung für ihr zukünftiges Nutzungskonzept "Geschichte erleben - Nachbarschaft gestalten" bezugsfertig ist, finden Angebote unter freiem Himmel und in anderen leer werdenden Gebäuden auf dem Quartiersgelände statt. Stadt und Rotenburger Werke haben gemeinsam ein Gutachterverfahren eingeleitet, das die Anforderungen aus beider Sicht für das zukünftige Quartier vereint. Großes Entwicklungspotenzial ergibt sich gleichermaßen für die Werke als auch für die Stadt (inklusives Modellprojekt, neuer Wohnraum, Belebung der Innenstadt usw.). Die Entwürfe dreier innovativer Stadtplanungsbüros dienen ab Herbst 2025 zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit und Investoren. Anhand dieser Entwürfe wird dann der Masterplan für das zukünftige Innenstadtquartier verhandelt und ein Bebauungsplan erstellt.
Laufzeit
2025-08-15 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebietsimage ist auch heute noch durch die ehemalige Sonderwelt geprägt, die sich seit 1880 als „Stadt in der Stadt“ entwickelte. Baulich wurde die Wahrnehmung durch die umringende Backsteinmauer gestärkt, die in ein „hier und dort“ teilte. In einen Ort, an dem Menschen mit Behinderung leben und in die "restliche Stadt". Berührungspunkte gibt es längst, sollen jetzt aber durch die soziale und städtebaulichen Integration des Gebiets in die Innenstadt zur Selbstverständlichkeit werden. Indem alle zukünftigen Angebote im Quartier möglichst inklusiv gestaltet sein sollen, stellt das Projekt eine konkrete Maßnahme zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dar. Mit der Entwicklung des Innovationsquartiers werden aber auch Chancen geschaffen, um Herausforderungen und Bedürfnissen zu begegnen, die „hier wie dort“ genau dieselben sind: Ein grünes, autoarmes Innenstadtviertel, von dem alles Notwendige fußläufig erreichbar ist. Räumliche Strukturen, die die eigene Privatsphäre schützen, gleichzeitig aber auch Begegnungsorte anbieten, die ohne Konsumzwang besucht werden und dank sozialer Angebote Einsamkeit entgegenwirken können. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit sind im Leitbild verankert und sollen in der Landschaftsbeschaffenheit wie auch in den Neubauten gestalterisch bedacht werden.
Die Schaffung eines kooperativen Quartiers, in dem die Teilhabe aller gewährleistet wird, benötigt Zeit. Aufgabe ist es, Vorbehalte gegenüber inklusiven Projekten abzubauen und Vielfalt als Mehrwert erlebbar zu machen. Es ist ein beidseitiger Lernprozess: Die Werke und die Stadt öffnen sich und ihre Angebote weiter zueinander hin und etablieren dazu gemeinsame neue im Quartier.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rotenburg (Wümme) Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Aktuell leben 127 Menschen mit Behinderung auf dem Quartiersgelände, in der Stadt Rotenburg leben 21.466 Einwohner*innen (Stand vom 25.03.2025). Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Rotenburger Innenstadt. Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus & Alte Kapelle) und das denkmalgeschützte Gebäudeensemble im Süden als Einheit betrachtet. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung. Das Agaplesion-Krankenhaus sowie die Stadtkirche sind fußläufig jeweils 3 Gehminuten entfernt.
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld "Wohnen" der Rotenburger Werke (z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderung im Quartier). Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten im Quartier (Küche + Cafeteria, Zentrale Dienste, Wohnen, TFS, WfbM, Verwaltung).
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Altersstatistik der Rotenburger Werke, GF Wohnen, Stand vom 20.03.2025
Gesamtstadt: Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Wümme), Stand vom 25.03.2025
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Altersstatistik der Rotenburger Werke, GF Wohnen, Stand vom 20.03.2025
Gesamtstadt: Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Wümme), Stand vom 25.03.2025
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Altersstatistik der Rotenburger Werke, GF Wohnen, Stand vom 20.03.2025
Gesamtstadt: Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Wümme), Stand vom 25.03.2025
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote:
Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III.
Arbeitslosenquote der Stadt Rotenburg: 4,1% (SGB III 1,8%, SGB II 2,3%), Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stand vom 25.03.2025
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote: Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III.
Gesamtstadt: Arbeitslosenquote 15 bis unter 25 liegt bei 3,8% (Bundesagentur für Arbeit, Statistik Rechtskreis Rotenburg (Wümme), Stand März 2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Projektgebiet: GF Wohnen der Rotenburger Werke
Gesamtstadt: Landesamt für Statistik. Die Zahl bezieht sich auf den Landkreis Rotenburg und stammt aus einer Hochrechnung einer 1%igen Stichprobe (25.000 Familien, davon 5.000 Alleinerziehende); eine Angabe für das Stadtgebiet Rotenburg wurde nicht gemacht.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Altersstatistik der Rotenburger Werke, GF Wohnen, Stand vom 20.03.2025
Gesamtstadt: Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Wümme), Stand vom 25.03.2025
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Menschen mit Behinderungen, die im Projektgebiet leben, erhalten Grundsicherung bei Erwerbsminderung bzw. im Alter.
Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II-Bezug im Verhältnis zur Einwohnerzahl (15-65-Jährige) beträgt laut Auskunft des Landkreises Rotenburg 4,1% im Landkreis und 8,3% in der Stadt Rotenburg. (März 2025)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2019_uebersichtskarte.pdf
(1.59 MB)
row_iq_lageplan_55h.pdf
(56.21 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine lebendige Nachbarschaft im zukünftigen Innovationsquartier bedingt soziale und bauliche Prozesse gleichermaßen. Das ist komplex, bietet mit dem Ziel eines inklusiven Quartiers mitten in der Stadt aber auch eine einzigartige Chance.
Menschen mit ihren Interessen stehen dabei im Zentrum. Sie werden unterstützt und motiviert, um sich mit diesen im Quartier zu verwirklichen. Mit niedrigschwelligen Aktionen werden Anlässe zur Begegnung geschaffen, um ins Gespräch zu kommen. Dabei wird zielgruppenübergreifend gehandelt. Eine besondere Aufgabe ergibt sich damit, "leise Gruppen" gleichermaßen dazu zu befähigen, ihre Bedürfnisse zu formulieren. Dafür wird das stadtweite Netzwerk kooperativ mit eingebunden. Auch Menschen mit Behinderung, die schon lange in Einrichtungen leben, sollen Selbstwirksamkeit erleben. Die ständige Aufgabe im Projekt ist es, Vorbehalte durch Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen abzubauen. Es gilt, die einstigen Grenzen von "hier & dort, drinnen & draußen" nicht nur baulich, sondern auch als "Mauer in den Köpfen" abzubauen.
Das Quartiersmanagement dient als leicht erreichbarer Ansprechpartner vor Ort, der vermittelnd, unterstützend und koordinierend helfen kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Quartiersmanagement ist als Anlaufstelle für die Anliegen aller im Quartier bekannt und dafür genutzt. Mindestens 3 Gruppen/Akteure haben sich gefunden und werden darin unterstützt, sich mit ihren Interessen regelmäßig im Quartier einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Mit dem Umbau der Alten Kapelle ist ein fester Ort geschaffen, der wetterunabhängig von Akteuren und Gruppen für ihre Vorhaben genutzt werden kann. Nach Bedarf können sie dafür Unterstützung finden.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier wird als Ort vieler verschiedener Menschen und Akteure verstanden. Angebote werden niedrigschwellig und offen gestaltet.
Beschreibung
Die bisherigen Kooperationen werden weitergeführt und neue sind hinzugekommen.
Kriterium
Beschreibung
Raumstrukturen bieten Ort für gemeinschaftliche, inklusive Gestaltung des Quartiers an. Die Alte Kapelle ist unter dem Motto "Geschichte erleben - Nachbarschaft gestalten" fester Ort dieses Geschehens.
Beschreibung
Rahmen- und Bebauungsplan sind abgeschlossen. Eine städtebauliche Anbindung an die Innenstadt (Wegebeziehungen etc.) ist geplant. Mobilitäts-, Bildungs- und Kulturangebote sind entwickelt und verortet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Torsten Oestmann, Bauamt (Leitung: Roman Lauchart), insbesondere Bereich für Stadtplanung und Grün (O. Klein, B. Hufeland), Sanierungsträger der Kommune (BIG Städtebau GmbH, vertreten durch Brigitte Vorwerk)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionsvertreter*innen (seit 2022 findet ein gemeinsamer Arbeitskreis "Politik & Quartiersentwicklung statt), Rat der Stadt unterstützt das Vorhaben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Kirchenkreis Rotenburg, Stadtkirchengemeinde Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Kunst und Kultur (initiiert durch die Kommune für alle Kulturschaffende der Stadt); Kulturinitiative Rotenburg, Uwe Goldschmidt; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald; Theater Metronom, Karin Schröder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Künste im Sozialen, Hans-Joachim Reich; Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Voßwinkel; Touristenführungen, Dorothee Klüver; diverse Künster*innen, z.B. Marie-Lena Rapprich, Thorsten Finner; QuintasticBrass, Marion Bode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsgymnasium Rotenburg, OStD Iris Rehder, IGS Rotenburg, Sabine Neugebauer, Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke, Ruth Scharringhausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IG-City Marketing Rotenburg, Cornelia Gewiehs; Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan; Stück vom Glück (Unverpackt Laden Rotenburg), Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WBG Rotenburg, Michael Otten; Sparkassen Immobilien GmbH, Stefan Ratajczak; Bauwesen der Rotenburger Wesen, Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner Funck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Presse Stadt Rotenburg, Ann-Christin-Beims; Touristen-Information, Benjamin Roolfs; Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger//Tom Gath; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohn:Sinn e.V., Lars Gerhardt, Tobias Polsfuß; Forum gemeinschaftliches Wohnen e.V., Andrea Beerli, Just-Jazz e.V. Rotenburg, Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt Rotenburg (Wümme), Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Rotenburg (Wümme)- „RoSe“, Ursula Seidler-Braun; Hospizverein Fidelius, Johannes Scherfling
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aufgrund der Finanzlage kann die Kommune derzeit keine Mitfinanzierung zusagen. Langfristig ist das Quartiersmanagement durch ein mehrteiliges Konzept von Einnahmen und Einsparungen geplant: Anteilige Einnahmen (Vermietungen von Räumen im Quartier / Bauinvestoren / Pacht / Grundstücksveräußerung), Getränkeverkauf bei Veranstaltungen, geeignete Fördermittel und Spenden. Auf politischer Ebene wird mithilfe eines großen Netzwerks auf Handlungsbedarf aufmerksam gemacht und für Anpassungen geworben.
11. Medien
Galerie
Videos
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
2 Göttinger Quartiere - Gute Nachbarschaft auf dem Holtenser Berg_1b
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für alle unter einem Dach!
Projektbeschreibung
Das Teilprojekt verfolgt das Ziel, das NBZ Holtenser Berg in den Zielvierteln Holtenser Berg, Holtensen und Hagenberg als Anlauf- und Begegnungsstelle für die Bewohner*innen des Quartiers bekannter zu machen, nachhaltig zu sichern und als Ankerort für Gemeinschaft, Teilhabe und Integration zu etablieren. Die Entwicklung und Umsetzung dieser Ziele erfolgt im engen Austausch mit dem Teilprojekt des Stadtteilbüros Leineberg, das in einer vergleichbaren Ausgangslage agiert. Durch den kontinuierlichen Austausch und Wissenstransfer zur Umsetzung und den Entwicklungen in den Teilprojekten sollen weitere Synergien gehoben werden. Dieses Ziel wird durch drei Unterziele erreicht, die Integration von Migrant*innen wird als Querschnittsaufgabe bei allen Unterzielen zentral mit bedacht und durch die Vernetzung und Beteiligung von Migrantenselbstorganisationen, Religionsgemeinschaften u. a. bearbeitet. Unterziel 1: Stärkung demokratischer Strukturen zum Abbau von Politikverdrossenheit und dem Erstarken rechtsextremer Parteien. Die dafür erforderlichen Angebote sollen von den Bewohner*innen mit Unterstützung durch das NBZ organisiert werden, um Wissensvermittlung über demokratische Werte und aktive Teilhabe zu fördern. Unterziel 2: Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens und Förderung der Kriminalprävention. Hierzu sollen bestehende Ängste ermittelt, mit Hilfe von Polizei und Kriminalstatistiken transparent dargestellt und Lösungen auf baulicher oder sozialer Ebene gefunden werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Unterstützung von Jungen und jungen Männern gelegt, die häufig als Bedrohung wahrgenommen werden, aber auch überdurchschnittlich Täter und Opfer in Gewaltsituationen sind.
Unterziel 3: Entwicklung einer konsolidierten Finanzierung der GWA. Jeder Aufbau einer stabilen Gemeinschaft erfordert Kontinuität, Ausdauer und die ständige Fortführung des Dialoges. Dies kann nur über eine solide und nachhaltige Finanzierung von GWA sichergestellt werden. Als eigenständige Nachbarschaftsvereine ohne größeren Träger im Hintergrund und weitere Einnahmenquellen stehen die Vereine Leineberg und Holtenser Berg vor ähnlichen strukturellen und finanziellen Herausforderungen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen, weiteren Trägern der GWA und weiteren Akteuren soll eine Finanzierungsstrategie für die GWA und die Stadtteileinrichtungen entwickelt werden. Auch soll als bisher noch nicht erschlossene Säule der Finanzierung die lokale Wirtschaft einbezogen werden.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Zielgebiete des NBZ sind die statistischen Bezirke Holtenser Berg, Hagenberg und Holtensen in städtischer Randlage. Das NBZ befindet sich in der einzigen Laden- und Ärztezeile der Viertel. Der Holtenser Berg zeichnet sich durch eine Mischbebauung aus, die dominierenden Hochhausblöcke werden von der Städtischen Wohnungsbau GmbH vermietet. Fast die Hälfte der Menschen in den Zielgebieten hat einen Migrationshintergrund. In den Stadtteilen wohnen überdurchschnittlich viele Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. Viele Menschen haben körperliche oder/und seelische Behinderungen. Der Anteil an arbeitslosen Menschen ist höher als in der Gesamtstadt, ein Fünftel der Menschen sind Transferleistungsempfänger*innen. Im Gegensatz zu Holtensen verfügt der Holtenser Berg über keinen eigenen Ortsrat. Der Ortsrat von Holtensen wird nicht als politische Vertretung für die Interessen des Holtenser Berges wahrgenommen, sondern eher als Interessenskonkurrent. Die sonst eher niedrige Wahlbeteiligung auf dem Holtenser Berg ist bei der letzten Bundestagswahl gestiegen, liegt aber noch unter Bundesdurchschnitt. Die Wahlergebnisse deuten mit einem erhöhten Anteil von AFD-Wähler*innen (33 %) auf eine Verunsicherung und das Gefühl des Abgehängtseins hin, das auch in Gesprächen immer wieder thematisiert wird. Viele Menschen verlassen insbesondere bei Dunkelheit ungern das Haus und fühlen sich zunehmend unsicher. Gleichzeitig steht das NBZ und somit auch die GWA in dem Quartier vor großen Herausforderungen. Die Arbeit des NBZ ist durch seine Finanzierung (Sockelfinanzierung durch die Stadt Göttingen, Spenden, Projektmittelakquise) von Unsicherheit geprägt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Göttingen Holtenser Berg/Holtensen/Hagenberg
Beschreibung
Der Holtenser Berg liegt im Nordwesten Göttingens auf einem Hügel, der nach Osten hin steil zur Leine und Grone abfällt. Südlich davon, getrennt durch den Autobahnzubringer, liegt der Hagenberg. Westlich vom Holtenser Berg liegt Holtensen, der Holtenser Berg und Holtensen sind durch die Straße unterm Hagen verbunden, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Aufgrund der Lage im Stadtrand und der baulichen Trennung zwischen den umgebenden Stadtteilen stellen diese eigene Viertel dar. Das NBZ Holtenser Berg bezieht sich in seiner Arbeit auf die drei Quartiere Hagenberg, Holtenser Berg und Holtensen.
Einwohnerzahl
7892
Quelle / Anmerkungen
Referat 06 Statistik und Wahlen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023 Anmerkung: Haushalte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der GWA. Das Projekt orientiert sich an den Interessen der Menschen im Quartier nach Sicherheit und einer funktionierenden Gemeinschaft. Es nutzt die Stärken vor Ort und unterstützt die Ehrenamtlichen, die sich selbst organisiert für die Demokratie einsetzten möchten. Es bringt die unterschiedlichen Gruppen im Quartier zusammen (Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Menschen, die aus finanziellen, sozialen und /oder gesundheitlichen Gründen abgehängt sind, und Menschen aus den Einfamilienhäusern, die sich zusammen engagieren möchten. Dafür werden verschiedene Bereiche wie Bildung, Unterhaltung, bauliche Maßnahmen und Sozialarbeit zusammen gedacht und sie werden durch verschiedene Netzwerke und Expert*innen zu unterschiedlichen Bereichen möglich gemacht. Alle Projektmaßnahmen dienen der positiven Gestaltung des Zusammenlebens und stehen in Bezug zu den Folgen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen multipler Krisen, die auf der Mikroebene Menschen in abgehängten Quartieren besonders hart treffen.
Das Nachbarschaftszentrum ist Teil des Netzwerkes der Nachbarschafts- und Quartierszentren in Göttingen und in seiner Arbeit dem gemeinsamen Leitbild der Göttinger Quartiere verpflichtet. Teil des Leitbildes sind die Prinzipien der GWA in der Stadt Göttingen, die sich an den von der LAG Soziale Brennpunkte formulierten Qualitätsstandards der GWA anlehnen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir befassen uns mit den Themen, die alle Bewohner*innen beschäftigen. Dies können wir daran sehen, dass unsere Angebote gut angenommen werden.
Kriterium
Beschreibung
Selbstorganisierte Veranstaltungen und Angebote werden im NBZ umgesetzt. Die Ehrenamtlichen fragen die Hauptamtlichen nach und erhalten Unterstützung. Das NBZ ist erreichbar für neue Personen, die sich organisieren möchten.
Kriterium
Beschreibung
Das NBZ hat vielfältige Nutzende. Bei Veranstaltungen werden attraktive Angebote für verschiedene Nutzergruppen gemacht. Zielkonflikte unter Nutzenden werden moderiert und gelöst, ohne Ausgrenzungsprozesse anzustoßen.
Beschreibung
Regelmäßige Netzwerktreffen werden durchgeführt, die Teilnehmenden unterstützen sich gegenseitig durch Wissen, gemeinsame Projekte und Angebote.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg e. V. getragen, dessen Mitglieder überwiegend aus der Bewohnerschaft der Zielgebiete stammen. Es gibt eine hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und Koordination der Ehrenamtlichen übernimmt. Bestandteile der GWA sind: ehrenamtliche Beratungsangebote, informelle Nachbarschaftshilfe und Beratung, Begegnungsfeste, Vernetzung mit Beratungsstellen und Institutionen im Quartier. Als Anlauf- und Begegnungsstelle stehen die Angebote des Nachbarschaftszentrums unabhängig von der Mitgliedschaft in dem Verein allen Bewohner*innen des Quartiers zur Verfügung.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Beirat für Menschen mit Behinderung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen - Senioren- und Pflegestützpunkte
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Finanzierung siehe Hauptantrag - Göttinger Quartiere - Gute Nachbarschaft in Göttingen, intelligent finanziert
Beantragte Fördersumme: 358.689,85 €
Eigenanteil finanziell: 83.725 €
Eigenanteil Leistung: 25.838,28 €
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Der dritte Ort Hainholz
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Saeed Maissara
2. Kurzbeschreibung
Das dritte Ort Hainholz: für eine Vielfältige und inklusive Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Das dritte Ort Hainholz ist ein innovatives Gemeinwesenprojekt, das den Stadtteil Hainholz in Hannover nachhaltig stärkt. Es wird ein offener, interkultureller Begegnungsraum außerhalb von Wohn- und Arbeitsumfeld, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert und neue Möglichkeiten für Engagement und Teilhabe schafft. Besonders in einem Stadtteil mit sozialen Herausforderungen und einer heterogenen Bevölkerung.
Kernziele sind: Stärkung der Gemeinwesenarbeit – Die Bewohner:innen werden aktiv in lokale Entscheidungsprozesse eingebunden und zur Mitgestaltung angeregt, Förderung des sozialen Zusammenhalts – Durch interkulturelle Begegnungen werden Netzwerke aufgebaut und das Miteinander gefestigt, Bürgerschaftliches Engagement stärken – Die Nachbarschaft wird ermutigt, eigene Projekte wie das „Hainholz Love and Peace Festival“ zu initiieren und Nachhaltige Entwicklung sichern – Durch langfristige Strategien soll das Café über die Förderphase hinaus bestehen und gemeinschaftlich verwaltet werden.
Phasen der Umsetzung: (2025–26): Ankommen, erste Veranstaltungen und Netzwerkbildung, (2026–27): Intensivierung der Gemeinschaftsarbeit durch Workshops und Kulturangebote und (2027–28): Evaluation und Übergang in eine selbstverwaltete, wirtschaftlich tragfähige Struktur.
Maßnahmen: Gestaltung und Eröffnung des Kaschta Cafés als Ort für interkulturellen Austausch, Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie dem Kulturtreff Hainholz, Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Kampagnen und Werbematerialien zur Bekanntmachung, Durchführung von Workshops und Veranstaltungen, um lokale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen und Einrichtung eines Nachbarschafts-Büros als Beratungs- und Koordinierungsstelle für Initiativen.
Langfristige Wirkung: Das Projekt schafft eine nachhaltige soziale Infrastruktur, die den Stadtteil Hainholz durch vielfältige Gemeinwesenarbeit bereichert.
Die Projektleitung besteht aus vier Personen, darunter Herr. Saeed Maissara (BSc in medizinischen Laborwissenschaften), Frau Lina Marie Jäger (MA in „SozialeArbeit im internationalen Kontext“) und Frau Rahama Eldouma (BA in InternationaleBeziehungen). Allee bringen ihre Expertise und Erfahrungen ein, um das dritte Ort Hainholz gemeinsam mit den Umbaja-Mitgliedern zu führen.
Laufzeit
2025-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hainholz ist ein Stadtteil, der mit sozialen und baulichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Die Bevölkerung ist sehr divers, jedoch fehlt es an geeigneten Treffpunkten, die den Austausch zwischen den verschiedenen sozialen und kulturellen Gruppen fördern. Besonders für Migrantengemeinschaften gestaltet sich der Integrationsprozess schwierig, da es an offenen Räumen und Netzwerken mangelt, die den Dialog und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft unterstützen. Viele Bewohner fühlen sich isoliert, was das soziale Miteinander belastet und den Zusammenhalt erschwert.
Baulich gibt es in Hainholz ungenutzte oder wenig ansprechende öffentliche Flächen, die nicht als Orte der Begegnung dienen. Der Stadtteil wirkt funktional, jedoch wenig einladend, was den sozialen Austausch behindert. Baulich gibt es in Hainholz ungenutzte oder wenig ansprechende öffentliche Flächen, die nicht als Orte der Begegnung dienen. Der Stadtteil wirkt funktional, jedoch wenig einladend, was den sozialen Austausch behindert. Besonders Migranten und sozial benachteiligte Gruppen haben wenig Möglichkeiten, sich zu vernetzen und aktiv in die Gestaltung ihrer Nachbarschaft einzubringen.
Das dritte Ort Hainholz soll diese Lücken schließen, indem es als inklusiver „Ort“ fungiert. Hier können Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Lage zusammenkommen, sich austauschen und an der Verbesserung ihres Umfeldes mitwirken. Das Café fördert die Integration von Migranten und stärkt den sozialen Zusammenhalt, indem es die aktive Teilnahme aller Bewohner an der Gemeinschaft ermöglicht.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Hainholz
Beschreibung
Hainholz ist ein Stadtteil im Nordwesten von Hannover, der sich durch eine Mischung aus Wohngebieten, Grünflächen und sozialer Infrastruktur auszeichnet. Die genaue räumliche Abgrenzung von Hainholz wird durch verschiedene geografische Merkmale und benachbarte Stadtteile definiert:
Im Westen wird Hainholz durch den Stadtteil Linden-Limmer begrenzt, der ebenfalls ein urbanes Wohngebiet ist. Diese Grenze verläuft entlang der Bahnstrecken, die sowohl die Stadtteile voneinander trennen als auch eine Verkehrsanbindung bieten. Im Süden grenzt Hainholz an den Stadtteil Vinnhorst und auch an den „Nordstadtpark“, eine größere Grünfläche, die teilweise als Erholungsgebiet genutzt wird. Im Osten bildet die Grenze zum Stadtteil Nordstadt eine natürliche Trennung, die durch große Straßen wie die Lister Meile und die Nordstadtstraße definiert wird.
Im Westen wird Hainholz durch den Stadtteil Linden-Limmer begrenzt, der ebenfalls ein urbanes Wohngebiet ist. Diese Grenze verläuft entlang der Bahnstrecken, die sowohl die Stadtteile voneinander trennen als auch eine Verkehrsanbindung bieten. Im Süden grenzt Hainholz an den Stadtteil Vinnhorst und auch an den „Nordstadtpark“, eine größere Grünfläche, die teilweise als Erholungsgebiet genutzt wird. Im Osten bildet die Grenze zum Stadtteil Nordstadt eine natürliche Trennung, die durch große Straßen wie die Lister Meile und die Nordstadtstraße definiert wird. Im Norden erstreckt sich der Stadtteil bis zum Stadtteil Ledeburg, und auch hier gibt es eine Vielzahl von Straßen und grünen Bereichen, die die Grenze bilden.
Innerhalb Hainholz finden sich verschiedene Wohnviertel, Gewerbegebiete sowie soziale Einrichtungen. Das Gebiet weist eine gemischte Nutzung von Wohngebäuden und kleineren Betrieben auf und hat einen hohen Anteil an Mehrfamilienhäusern. Die Lage ist besonders gut durch den öffentlichen Nahverkehr und die Nähe zum Stadtzentrum von Hannover angebunden.
Das Projekt „Kaschta Café Hainholz“ würde daher ideal in diesem sozialen, gemischten städtischen Umfeld wirken, da es eine zentrale Rolle in der Förderung von Gemeinschaft, Vernetzung und sozialen Angeboten spielen kann.
Einwohnerzahl
7796
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
1- Die Bedeutung der Vielfalt in der Gemeinwesenarbeit
Die treibende Kraft hinter diesem Projekt ist eine selbstorganisierte Gruppe von Migrant:innen, die ihm seinen einzigartigen Wert im Kontext sozialer Gerechtigkeit verleiht. Durch gezielte Finanzierungsmöglichkeiten und ihre enge Verbundenheit mit der Gemeinschaft gelingt es ihnen, jene oft übersehene und unsichtbare Basis der Gesellschaft – insbesondere in Hainholz – zu erreichen und aktiv einzubinden.
2- Fehlende soziale Infrastruktur und Treffpunkte
Hainholz leidet unter einem Mangel an Begegnungsorten, insbesondere für interkulturellen Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten. Das Projekt schließt diese Lücke durch das „Kaschta Café“, das als inklusiver Treffpunkt für Bewohner*innen aller Hintergründe dient.
3- Hoher Anteil sozial benachteiligter Gruppen
Der Stadtteil Hainholz weist überdurchschnittlich hohe Anteile an Menschen mit Migrationshintergrund (63 %), Arbeitslosen (11 %), alleinerziehenden Eltern (23 %) und jungen Arbeitslosen (5 %) auf. Diese Gruppen sind besonders auf niederschwellige Unterstützungsangebote angewiesen, die durch das Projekt gezielt gefördert werden.
4- Nachhaltigen und wirtschaftlichen Denken
Das Projekt setzt auf eine langfristige Selbstorganisation durch Gemeinwesenarbeit und wirtschaftliche Perspektiven entwickelt (z. B. Umwandlung in eine gemeinnützige GmbH), um das Project über die Förderphase hinaus tragfähig zu machen.
5- Innovativer Ansatz zur Integration und Teilhabe
Durch partizipative Formate wie das „Ubuntu-Gemeinschaftsforum“, Workshops, Nachbarschaftshilfe und das „Hainholz Love and Peace Festival“ wird der soziale Zusammenhalt aktiv gestärkt. Dies geht über klassische Gemeinwesenarbeit hinaus und fördert bürgerschaftliches Engagement auf neue Weise.
6- Beitrag zur lokalen Wirtschaftsentwicklung
Das Projekt zielt nicht nur auf soziale, sondern auch auf wirtschaftliche Stabilität ab. Das „Cultures Investment Lab“ und das „Wirtschaftsforum Hainholz“ helfen, kulturelle Initiativen in wirtschaftliche Chancen zu verwandeln. Damit trägt das Projekt zur Aufwertung des Stadtteils und zur Schaffung neuer Einkommensquellen bei.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das „Kaschta Café Hainholz“ verfolgt sowohl den Ansatz der Gemeinwesenarbeit als auch des Quartiersmanagements. Als sozialer Treffpunkt im Stadtteil stärkt es das Gemeinschaftsgefühl und fördert den interkulturellen Austausch. Ein zentraler Bestandteil der Gemeinwesenarbeit ist die Beteiligung der Anwohner*innen. Das Café bietet den Bewohner*innen einen Raum, in dem sie aktiv mitgestalten können, sei es durch Veranstaltungen, Workshops oder das Einbringen eigener Ideen. Diese Beteiligung stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und fördert die Selbsthilfe sowie Eigenverantwortung der Community. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Netzwerkbildung bei, indem es Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie Kulturtreffs, Schulen und Vereinen aufbaut. Diese Zusammenarbeit fördert den sozialen Zusammenhalt und schafft Plattformen für den Austausch zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen im Stadtteil. Das „Kaschta Café“ fungiert als Brücke zwischen diesen Gemeinschaften, insbesondere für Migrantengruppen.
Im Bereich des Quartiersmanagements verfolgt das Projekt eine langfristige Perspektive. Es trägt zur Verbesserung der Lebensqualität und Infrastruktur im Stadtteil bei, unterstützt lokale wirtschaftliche Initiativen und fördert die Vernetzung zwischen den Akteuren. Zudem setzt das Projekt auf Eigenverantwortung, indem es den Bewohner*innen ermöglicht, aktiv zur Weiterentwicklung des Viertels beizutragen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Der Kulturtreff Hainholz : Er ist ein offener Ort für kulturellen Austausch, Kreativität und nachbarschaftliches Miteinander. Er bietet ein vielfältiges, generationen- und kulturenübergreifendes Programm. https://kulturtreffhainholz.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
UNTER EINEM DACH ist eine gemeinnützige Community, die Solidarität, Selbstwirksamkeit und persönliche Entwicklung fördert. Sie setzt sich für gesellschaftliche Gerechtigkeit ein und stärkt gegenseitige Verantwortung. https://unter-einem-dach.org
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Kooperationspartner, der MSV e.V. wird den „Dritten Ort Hainholz“ insbesondere in drei zentralen Bereichen fördern und unterstützen: 1- Integration in bestehende Strukturen, 2- Vernetzung und Kooperation und Förderung der Umsetzung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Durch unsere langjährige Geschichte und enge Verwurzelung in Hainholz sind wir mit vielen Familien und Einzelpersonen verbunden, insbesondere mit Menschen mit Migrationshintergrund, und kennen ihre Lebensrealitäten gut.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hr. Herberg (Stadterneuerung Hannover) unterstützt unser Projekt. Am 6.03.2025 organisierte er ein Treffen mit Stadtbezirksmanager Kaczmarek und Nachbarschaftsarbeiter Kandziora. Zudem nahm er am 24. März an einer Beratung mit Hr. Kissling (LAG) teil.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unsere langjährigen Partner in Hannover, darunter der Flüchtlingsrat Niedersachsen, das Cameo Kollektiv, der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen, der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen sowie GAAKT, stehen hinter dem Projekt.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Zukunft des dritte Ort Hainholz erfordert eine Balance zwischen sozialem Engagement und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Ein solides Geschäftsmodell, das die lokale Gemeinschaft einbindet, sichert den Erfolg. Finanzierungen durch Café-Einnahmen, Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträge und Fördermittel sind wichtig. Starke Markenbildung und regelmäßige Events fördern die Bekanntheit. Eine gemeinnützige Gesellschaft (gUG oder GmbH) könnte zusätzliche finanzielle Vorteile bieten.
11. Medien
Aufsteller
figuren-am-stadtteileingang-hainholz.jpg
(261.55 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On