Mit Zaubern stark werden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Holger Nanz
| Funktion | Qualitätsbeauftragter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Durch Zaubern stark werden"
Projektbeschreibung
Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sind die Verlierer der Coronapandemie. Starke und gefestigte Kinder als Teil des Gemeinwesens stärken insgesamt auch das Gemeinwesen für die Zukunft, daher liegt ein Schwerpunkt der Stärkung dieser Gruppen. Insbesondere durch den Zuzug von Familien mit Fluchterfahrungen (Kinderanteil größer als als 40% ) wird es wichtig werden, die soziale Infrastruktur, insbesondere die Menschen mit gezielten Maßnahmen zu stärken. Jede Gemeinde im ländlichen Raum wird durch Megatrends (Abwanderungen junger Menschen, Altersstrukturverschiebungen, Fachkräftemangel in manchen Bereichen, Probleme in mittelständigen Unternehmen, Nachwuchs zu finden etc.) belastet werden. Belastete Familien im Transferbezug verbleiben jedoch. Eine gesellschaftliche Aufgabe wird es sein, Familien -Kinder so zu stärken und ein Umfeld zu schaffen (weiche Standortfaktoren), dass junge Menschen veranlasst, langfristig in der Gemeinde zu verbleiben. Das zentrale Element / Roter Faden unseres Ansatzes ist ein Zauberprojekt (Siehe Anlage MIT_ZAUBERN_STARK_WERDEN_). Das Zauberwort heißt hier Resilienzen. In der Anfangsphase (Anlage Timeline) wird das Projekt partizipatorisch hergerichtet und bekannt gemacht. (Phase 1) In dieser Phase gibt es eine Bedarfserhebung, gepaart mit kleineren Aktionen (Gemeinsames Spielen im Sozialraum Phase 3) Kinder erlernen Zaubertricks, führen kleine Showeinheiten im Gemeinwesen/in Familien durch, in dem Alltagssorgen für einige Momente in den Hintergrund treten; es werden positive Familiendynamiken generiert. Kontakte zu belasteten Familien werden hergestellt, Bedarfe erkennbar, Problembearbeitung im Gemeinwesen verortet (z.B. Jugendtreff), Familien unterstützen ihre Kinder, z.B. gemeinsame Requisiten für Auftritte herzustellen. Weitere Phasen im Projekt reichen über eine intensive Werbung, Marketing, Versteigung neuer Strukturen und das Herausarbeiten der Sichtweise von Kindern/Jugendlichen als Teil des Gemeinwesens. Partizipation ist das Zauberwort. Vorab gibt es eine umfassende Bedarfserhebung, Maßnahme wird evaluiert und anhand von Wirkungsparametern /Indikatoren bewertet. Der neue pädagogische Ansatz „Zaubern“ als Schlüsselmoment und als neue Form frühzeitiger / präventiver Hilfen soll verdeutlicht werden. Wir denken auch, dass die Sichtweise von Kindern im Gemeinwesen, wie sie ihr Umfeld wahrnehmen und ihre Problemlagen wahrgenommen werden, zu kurz kommt, daher liegt hier ein weiterer Schwerpunkt, dies herauszuarbeiten.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Dörverden ist eine Einheitsgemeinde mit 9.072 Einwohner_Innen (Quelle: Landesamt für Statistik)
Durch gesellschaftliche Veränderungen wird es für Gemeinden zunehmend schwieriger werden, Abwanderungstendenzen abzumildern, Ansiedlungen junger Familien zu forcieren. (u.a. Quelle Bertelsmannstudie) Kommunale Haushalte stehen unter einem enormen (Legitimations)Druck, die einerseits durch steuerliche Mindereinnahmen bzw. Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel (u.a. als Auswirkungen der Coronapandemie und Fluchtbewegungen) geprägt sein werden und anderseits jungen Menschen eher in die Städte bzw. Peripherien abwandern lassen, zudem Ansiedlung mittelständige Betriebe vs. Ausbildungsreife. Kinder und Jugendliche müssen perspektivisch als weiche Standortfaktoren angesehen werden, in dem Lebensorte erhalten bleiben und neben der Schule ausgebaut werden. Durch die Coronapandemie haben sich Problemlagen bei Kindern teils extrem zugespitzt (aus unserer internen Statistik). Zunehmende Auffälligkeiten, Auswirkung Isolation -social distancing, Sorgen, Corona hinterlässt Spuren, dies korrespondiert mit Studien Angst vor Zukunft, starke Einschnitte in Handlungsmöglichkeiten von Kindern. Kinder/Jgdl. sehen sich als Verlierer und fühlen sich "komplett vergessen" Diese Erfahrungen sind in einer Sitzung "Sozialraumteam Dörverden" bestätigt worden. Hierzu: Belastungen haben in den Familien zugenommen, korrespondiert mit einem hohen Fallaufkommen. Zunahme von Kindeswohlgefährdungen bzw. von Verdachtsfällen, krisenhafte Zuspitzungen in Familien, in denen Jugendhilfemaßnahmen platziert sind, Defizite im Sozialverhalten, Alltagsstrukturprobleme, Schulverweigerung usw.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dörverden
Beschreibung
Schwerpunkt in der Einheitsgemeinde ist Dörverden und Westen. Schwerpunktsorte Jugendtreff, Hort Westen und Sünderberg, Aller-Weser-Oberschule, Mehrgenerationshaus und Umfeld Ehmken Hoff.
Einwohnerzahl
9072
Quelle / Anmerkungen
Einheitsgemeinde mit 9.072 Einwohnerinnen und Einwohnern (Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 30.09.2021).
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitt_24.03.jpg
(656.28 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Interessen der Menschen insbesondere der unter 14 Jährigen stehen im Zentrum.
Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation stärken Gemeinwesenarbeit schafft Erfahrungen der Selbstwirksamkeit, und stärkt Menschen darin, ihre Anliegen gemeinsam zu bearbeiten. Hier stärkt "Mit Zaubern stark werden" insbesondere die Kinder, Selbstwirksamkeit wird erlebt, es entstehen Erfolgserfahrungen, innere Stärke wird in besonderem Maße durch das Gefühl von sozialer Unterstützung geprägt. Ein positives Gemeinschaftsgefühl, Erfahren von Rückhalt
und Wertschätzung wirken sich äußerst günstig auf die innere Haltung von Kindern
aus. »Mit Zaubern stark werden« ist somit ein Gemeinschaftsprojekt, das fokussiert die
emotional-sozialen Kompetenzen der Kinder unterstützt und fördert.
Stärken und Ressourcen nutzen Gemeinwesenarbeit erkennt und nutzt die Stärken und Ressourcen
Wünsche, Vorstellungen, Interessen der Kinder / Jgdl. als teil des Gemeinwesens werden einbezogen – Stärken,
Fertigkeiten und Ressourcen stehen grundsätzlich im Fokus. Das Erarbeiten von kreativen Werken mit künstlerischen Methoden z.B. in der Requisitenerstellung stärkt bei Kindern das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten – und fördert somit auch die Resilienz. Der Projekterfolg ist vor allem durch weiche Indikatoren geprägt – innerlich gestärkte, glückliche Kinder sind an ihrem Verhalten, entsprechenden Äußerungen erkennbar, ein positives Feedback verstärkt diesen Prozess.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kinder und Jugendlichen sind grundsätzlich gleichberechtigte Bewohner_Innen im Gemeinwesen. Capabilities schaffen Verwirklichungs- und teilhabechancen. Der Partizipationsgrad steigert die Effektivität von Maßnahmen (EVAS-Effektindex) im Gemeinwesen.
Kriterium
Beschreibung
Auch hier ist die Partizipation entscheidend. Stufe Mitsprache "Keine Entscheidung ohne Kinder gehört zu haben. Stufe Mitbestimmung Kinder / Jugendlichen werden an (politischen) Entscheidungsverfahren beteiligt Stufe Selbstbestimmung Eigenverantwortlich
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Umfeld Ehmken Hoff / Mehrgenerationshaus Westen / Jugendtreff Dörverden, mobile Jugendarbeit, Spielmobil Weltenbummler des DRK-Kreisverbandes
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hort GS Westen / Hort Sünderberg / Aller-Weser-Oberschule und naheliegende Umgebung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreiszeitungen / überörtliche Zeitungen / Radio Antenne oder Radio Bremen / Kinderreporter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder / Jgdl. in politische Gremien mit ihren Interessen als Interessenvertreter_Innen ihrer Altersgruppen bringen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder / Jugendliche / ältere Menschen / Familien in prekären Verhältnissen / mit Fluchterfahrung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Kindern/Jgdl. fehlen in den Jahren sukzessive neben der Schule andere Orte der Begegnung als Teil der Bildungslandschaft, daher wollen wir zumindest den Jugendtreff über den Projektzeitraum hinaus erhalten. Fehlende kommunale Einnahmen (Freiwilligenleistungen), steigende Kosten durch "Krisen" etc. erfordern Prioritätensetzungen. Daher wird versucht, über Fundraising, wenn es keine kommunalen Zuwendungen für den Betrieb und Erhalt z.B. des Jugendtreffs gibt, den Betrieb aufrecht zu erhalten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam - mein Stadtteil
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Johannes Meyer
| Organisation | Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover |
|---|---|
| Funktion | Koordinator |
2. Kurzbeschreibung
Eine zu gründende Plattform ist der Motor um Akteure und Bürger zu vernetzen, zu informieren und anzuregen
Projektbeschreibung
"Ge`mein`sam - mein Stadtteil" soll Einzelpersonen, Verbände, Vereine und Initiativen zusammenbringen und nachbarschaftliche Informationen austauschen, Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren und zum Engagement für den Stadtteil aufrufen. Zu diesem Zweck wird eine 3-teilige Plattform geschaffen, die Informationen Digital, als Printausgabe und durch Plakataktionen verbreitet.
Zum Füllen der Inhalte wird ein Verfahren initiiert, der Vereine, Verbände, Einzelpersonen zusammenführt und sie als gemeinschaftliche Herausgeber am Prozess beteiligt.
Wir sammeln alles das, was für Bewohner des Stadtteils gut zu wissen ist - im Bereich Kultur, Soziales, Feste und Feiern und Sport. Durch dezentrale Öffentlichkeitsmedien werden die Inhalte zugänglich gemacht. Die gedruckte Ausgabe wird an markanten Orten im Stadtteil ausgelegt. Flyer werden in den Bürgerämtern ausgelegt und weisen auf das Angebot hin. Ergänzende Informationen in der Online-Präsenz werden durch die Nutzung von QR-Codes zugänglich - sie befinden sich an frequentierten Stellen über den Stadtteil verteilt.
Als Eye-Catcher dienen mobile Litfaßsäulen, die an verschiedenen, wechselnden Stellen plaziert werden. Die ursprüngliche Intention der Litfaßsäulen wird aufgenommen: BürgerInnen sind aufgerufen sie zu gestalten.
Vereine,Verbände und Institutionen tragen Informationen dafür zusammen und vernetzen sich dadurch
"Gemeinsam - mein Stadtteil" schafft ein Forum, wo Vernetzung von Vereinen, Initiativen, Institutionen und Einzelpersonen darüber stattfindet, dass die Themen und Inhalte der jeweils nächsten Ausgaben festgelegt werden müssen. Die Beteiligten sollen sich über eine rotierendes System als Mitherausgeber verantwortlich fühlen.
Flankierend werden Aktionen in der Öffentlichkeit stattfinden:
Eine "Zuhör-Box" fördert das Gespräch,
Der Nikolausmarkt gemeinschaftsfördernde Aktion
Fest der Nachbarn
Aktivierung von Neubürgern durch Statteilrundgänge
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
1. Die nachbarschaftlichen Begegnungsmöglichkeiten im Stadtbereich sind zur Zeit eingeschränkt. Im Stadtviertel ist eine katholische Gemeinde geschlossen worden, eine evanglische verliert ihr Gebäude und muss neu bauen. Das ehemalige "Freizeitheim" , ein öffentlicher Treffpunkt, war die letzten drei Jahre geschlossen.
2. In der Coronazeit wurden gemeinschaftliche Aktivitäten inerhalb von Vereinen, Verbänden und auch lockeren Zusammenschlüssen heruntergefahren.
3. Gesellschaftliche Teilhabe und Mitentscheidungen drohen zu stagnieren.
4. In der derzeitigen coronabedingten Lage sehen sich auch Vereine, Verbände, Initiativen in einer isolierten Situation. Sie birgt die Gefahr, dass es nach Lockerung, bzw Abklingen der Pandemie vorrangig um das Erreichen des Status Quo vor Corona gehen wird. Dabei droht der Sinn für das Gemeinwesen aus dem Blick zu geraten.
Oben genannte Faktoren haben den ohnehin vorhandenen geselllschaftlichen Trend zur Vereinzelung und Vereinsamung noch verstärkt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Kontakt mit Bewohner(innen)
Durch Gemeinschaft ins Leben
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin Leupold
| Funktion | Rektor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der Gemeinschaft des Dorfes soll Gelegenheit gegeben werden, die ortsansässige Grundschule und deren Umfeld mitzugestalten, damit diese nicht nur als Bildungsort für Kinder, sondern gleichzeitig auch noch als Ort der Begegnung für Jedermann dienen kann.
Projektbeschreibung
Wendisch Evern ist ein Ort wie viele im Einzugsbereich großer Städte: Man findet alte Ortsstrukturen und Traditionen, weit verwurzelt in der Geschichte. Diese allerdings stehen im Widerspruch zu modernen Lebensweisen. Der Ort wandelt sich: Alte Menschen vereinsamen, Familienstrukturen gehen verloren, die örtliche Infrastruktur geht zurück, die Verbundenheit mit dem Ort und die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, schwinden. Daraus resultiert die Auflösung der Gesamtgemeinschaft. Die Vereine beschreiben den Verfall der Vereinsstrukturen bereits und kämpfen um Nachwuchs. „Projekte“, in denen weite Teile der Bevölkerung mit Hand anlegen, um ein „Gemeinschaftsprodukt“ zu erstellen, werden seltener. Nur ältere Dorfbewohner können noch den gemeinschaftlichen Bau der Mehrzweckhalle erinnern.
Die Grundschule Wendisch Evern hat deshalb bereits vor mehreren Jahren erkannt, welche Verantwortung sie für den Ort und für dessen Gemeinschaft hat, welche Chancen sich ihr aber auch bieten: In Bildungsprojekten bringt sie Alte und Junge zusammen und diese lernen voneinander. Die Kinder der Schule profitieren beispielsweise vom Wissen eines ortsansässigen Hühnerzüchters, während dieser eine Erfüllung in der Weitergabe seines Wissens empfindet. Das Klassenzimmer wird in das umliegende Quartier erweitert. Auch engagiert sich die Schule in einer Bürger-Arbeitsgemeinschaft, die beispielsweise die preisgekrönte "SAUschlau-Tour" organisiert, bei der Jeder sein Wissen weitergeben kann.
Ziel ist es nun, diese ersten Schritte weiterzugehen und das Schulgebäude an die pädagogische Grundhaltung anzupassen. Das aber mit der gesamten Dorfgemeinschaft, allen Vereinen sowie der Politik gemeinsam. Alle Interessierten sollen an einer Ideensammlung beteiligt werden. In einem Verständigungsprozess, einer Phase 0, sollen Vorschläge gesammelt werden, wie das Quartier baulich für die Schule erschlossen werden kann. Zeitgleich sollen die Dorfbewohner die Möglichkeit erhalten, die Schule für sich zu gestalten. Am Ende des Planungsprozesses wünschen wir uns, dass die Schule offener für die Bedürfnisse des Ortes ist und andersherum die Bürger der Schule noch mehr Bildungsangebote ermöglichen.
Langfristig führt ein gemeinsam geplantes und später sogar realisiertes Gebäude zu einem Zusammenwachsen Aller. Die Schule gestaltet und entwickelt es weiter, weil sie damit ihrem Bildungsauftrag gerecht wird, während die Bürger es für sich nutzen, weil es sie als Dorfzentrum zusammenbringt.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das hiesige Dorfleben wird durch drei Probleme bedroht: Die potenzielle Schließung der Grundschule, die fehlende Nahversorgung und die sinkende Bereitschaft, sich für den Ort zu engagieren.
Mit nur 79 Schülern ist die Grundschule einer der gefährdetsten Standorte des Landkreises Lüneburg. Der Schulträger fördert den Standort jedoch massiv und investiert damit auch in die Zukunft des Ortes!
Nachdem sämtliche Nahversorgungsangebote verschwanden, gab es mehrere Bemühungen, diese erneut zu installieren. Leider sind sie allerdings alle gescheitert. Insbesondere ältere Menschen sind deswegen auf Unterstützung Jüngerer angewiesen, die jedoch nicht jeder unmittelbar bekommt.
Besonderen Einfluss darauf hat die stetig sinkende Bereitschaft, sich für den Ort oder die Mitmenschen zu engagieren. Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu gewinnen. Die Verantwortung für Tätigkeiten und bestehende Freizeitangebote für die Dorfbewohner lasten auf immer weniger Schultern.
Obwohl ein Kreis aus Bürgern (AG „Durch Gemeinschaft ins Leben“) das Gesamtwohl des Ortes in den Fokus nimmt, fehlt es in jedem Verein an tatkräftiger, zukunftssicherer Unterstützung. Ebenso fehlt eine gemeinsame, alle verbindende Dorfvision, die das Miteinander und die Identifikationsmöglichkeit für die Vielen bietet und damit ein Zusammenwirken und Engagement für das Dorfleben fördert. Ausgehend von der Schule soll der gesamte Freiraum des Ortes in den Fokus gerückt werden, um den Ort als Ganzes zukunftsfit zu machen und die generationenübergreifende Dorfgemeinschaft zu stärken und wiederzubeleben. Wenn diese auch in Zukunft fehlt, wird ein vitales Dorfleben über Kurz oder Lang vollständig zum Erliegen kommen!
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das von der Samtgemeinde Ostheide angestrebte Beteiligungsverfahren ermöglicht es allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihre Gemeinde mitzugestalten, für sich und die Dorfgemeinschaft eine gemeinsame Vision und einen gemeinsamen Dorfmittelpunkt zu schaffen. Darüber hinaus können alle Bürgerinnen und Bürger Ideen vorbringen, die auch außerhalb des Dorfgemeinschaftsplatzes auf die Entwicklung des Dorfes wirken.
Konkret wird dafür eine sogenannte Phase 0 gewählt. Sie ist ein Arbeitsprozess , der sich aus mehreren vorher festgelegten Schritten zusammensetzt. Das Ziel einer Phase 0 ist immer ein Einigungsprozess, bei dem die Beteiligten sich letztlich auf einen Vorschlag einigen, der die im Erarbeitungsprozess angesprochenen vielfältigen Ansprüche bestmöglich abbildet.
Bestandteil sind Workshops, Fragen- und Interviewrunden, Besichtigungen, Auseinandersetzung mit pädagogischen und architektonischen Umsetzungsbeispielen oder andere prozessförderliche Elemente. Entscheidend ist, dass sich die Interessierten in einem gemeinsamen und transparenten Prozess miteinander und mit ihren Bedarfen auseinandersetzen.
Durch die Auseinandersetzung mit den Interessen und Bedarfen der anderen Prozessbeteiligten wird nicht nur das Verständnis füreinander gefördert, durch den Einigungsprozess, der immer auch Bestandteil der Phase 0 ist, entsteht auch ein Ganzes, das von allen getragen wird. Das stützt den Gemeinsinn und fördert den Zusammenhalt.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ausgangspunkt ist zunächst die Grundschule. Die Samtgemeinde Ostheide gibt mit Umsetzung der Phase 0 auch ein deutliches Signal für den Erhalt des Schulstandortes. In der Zukunft werden die im Rahmen des Prozesses erarbeiteten und umgesetzten Ideen durch die Schule und den Schulträger weiterhin getragen werden. Der Schulstandort Wendisch Evern bedeutet gleichzeitig die Sicherheit für das Gesamtprojekt.
11. Medien
Galerie
Videos
happyvideo.mp4.480p.mp4
(43.13 MB)
Gemeinsam für Barsinghausen III
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janina Ahlhorn
| Organisation | DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gem. GmbH |
|---|---|
| Funktion | Bereichsleitung für Konzeption und Projektentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Teilhabe fördern durch Kooperation, Beteiligung und Empowerment
Projektbeschreibung
„Gemeinsam für Barsinghausen“ hat sich als Anlaufstelle mit „Vernetzungs- und Kümmerereffekt“ etabliert. Als Mitglied des „Runden Tisches“ hat das Projekt insbesondere die Integrationsarbeit u. Teilhabe von Geflüchteten unterstützt. Das Besondere des Projektes ist die Schnittstellenfunktion zwischen den verschiedenen Zielgruppen/Initiativen/Institutionen/Arbeitsbereichen. Als Anlaufstelle erschließt sie den Kontakt zu neuen Kooperationspartner*innen und Zielgruppen (Alteingesessene als auch [Neu-]Zugewanderte). Dabei arbeitet das Projekt satellitenartig, abgestimmt mit dem Team Asyl, in 3 Projektgebieten rund um die GUs als auch in der Gesamtkommune. Um die Teilhabe zu ermöglichen bzw. zu stärken, verfolgt das Projekt folgende Schwerpunkte:
1. Es fungiert als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichsten Kooperationspartner*innen und als Stadtteilseismograf, nimmt Bedarfe auf und wirkt als ausführendes Organ bei der Schließung von Bedarfslücken. Gemeinsam werden Teilhabe-Barrieren identifiziert u. Lösungen zur Überwindung dieser Barrieren entwickelt (z.B. beim Abruf von BuT-Mitteln).
2. Es stärkt die Selbstaktivierung von Bewohnenden durch Empowermentstrukturen. Dazu gehört die gut etablierte Sprechstunde im Sinne einer Schnittstellenberatung, ein Empowermentkurs zur Erhöhung der Sprach- und Alltagskompetenz, die Stärkung von Möglichkeiten der Begegnung (z.B. Feste/Erzählcafés/etc.) sowie die Entwicklung von einem Konzept „Gemeinwesenarbeit Mobil“ zum niedrigschwelligen Erreichen neuer/wenig erreichter Zielgruppen.
3. Das Projekt stärkt die Teilhabe von Kindern durch die Entwicklung von altersgerechten Beteiligungsstrukturen, die die frühe Identifikation von Kindern mit „ihrem“ Gemeinwesen fördern. Gleichzeitig werden mit dem Fachdienst Kinderbetreuung/Institutionen/Initiativen vor Ort neue Angebote zur Stärkung der elterlichen Kompetenz erarbeitet.
Somit entwickelt sich das Projekt weiter. Es arbeitet in 3 Projektgebieten rund um die GUs, um Begegnung zu fördern, gegenseitige Berührungsängste abzubauen u. so den sozialen Zusammenhalt zwischen den Alteingesessenen und den verschiedenen Zuwanderungsgenerationen und –kulturen zu stärken. Gleichzeitig geht es vermehrt um die Stärkung der GWA durch die Sensibilisierung u. den Abbau von Zugangsbarrieren in der Gesamtkommune. Dabei arbeitet das Projekt bereichsübergreifend u. über die Flüchtlingsarbeit hinaus, um die Teilhabe, unabhängig vom sozialen o. ethnischen Hintergrund zu ermöglichen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Barsinghausen ist ein Ort mit Zuwanderungsgeschichte. Mit dem vermehrten Zuzug von Geflüchteten 2014 u. durch Um- und Auszüge aus den Gemeinschaftsunterkünften (GU) in den bisher 4 Projektgebieten, veränderte sich das soziale Gefüge. Auch durch die voraussichtliche Schließung der GU Bantorf 2019 ändern sich die Bedürfnisse der Bewohnenden u. die Anforderungen an das Gemeinwesen. Es gilt das Zusammenleben rund um die verbliebenen GUs in den nunmehr 3 Projektgebieten mit den Kooperationspartnern weiter zu fördern. Gleichzeitig versteht das Projekt GWA als Querschnittsaufgabe. Ziel muss es deshalb sein, Zugänge zum Gemeinwesen bereichsübergreifend zu stärken. Denn nicht alle haben gleichermaßen Zugang zu vorhandenen Angeboten. Dies ist unabhängig vom Flucht-/Migrationshintergrund. Ein Beispiel ist das Nutzen der Mittel im Rahmen des BuT. Eine Hürde stellt fehlendes Wissen zu den BuT-Mitteln dar, aber schwerer wiegen fehlende Lösungen, wie Mittel abgerufen werden können ohne dass sich die Betroffenen stigmatisiert fühlen. Ein Abbau von Barrieren ist nur möglich, wenn Betroffene/Fachkräfte dabei unterstützt werden, diese zu benennen u. sich aktiv an Lösungsstrategien beteiligen können. Durch die Beratung besteht bereits ein guter Zugang zu Menschen mit Migrations- u. Fluchthintergrund. Es fehlen aber neue Formen der „aufsuchenden“ Arbeit, um auch Alteingesessenen bzw. den Personen ein Forum zu geben, die weder Empowerment noch Beratung in Anspruch nehmen. Nur so können Brücken der Begegnung geschaffen werden. Besonderes Thema ist hier auch die Beteiligung von Kindern. Erleben sie ihre Beteiligung/Meinungsäußerung als wirksam, so steigt die Identifikation mit „ihrer“ Stadt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Kernstadt
Beschreibung
Barsinghausen besteht aus 18 Ortsteilen, in denen 35.937 Menschen leben (Stand 2019). Im Vorjahr lagen die Zahlen bei 35.849 Bewohner*innen. Viele Geflüchtete sind in der Vergangenheit in Gemeinschaftsunterkünften (GU) in den Ortsteilen Barsinghausen Kernstadt, Bantorf, Kirchdorf und Egestorf untergerbacht worden. Nicht nur die Bevölkerungszahlen in Barsinghausen Gesamt sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sondern auch die Anzahl der Bewohnenden in Barsinghausens Kernstadt. Somit ist zu vermuten, dass viele der Ausgezogenen aus der GU in Barsinghausen verbleiben. Durch den Auszug aus der GU haben die Menschen allerdings nicht mehr automatisch die Unterstützung durch die direkt in der GU angesiedelte Soziale Arbeit. Damit sind sie erneut mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Aber auch die in der GU verbliebenen Menschen sind nach wie vor bei der GWA zu berücksichtigen. Die GU in Barsinghausens Kernstadt befindet sich in der Hannoverschen Straße am Ortsausgang neben einem großen Abenteuerspielplatz. Dieses Gelände ist recht naturnah und wird immer wieder für Veranstaltungen genutzt (z.B. Grillen, etc.). Nicht immer sind diese Veranstaltungen angemeldet, nicht immer ist hier alles konfliktfrei. Auf der gegenüberliegenden Seite der GU befindet sich ein Gewerbegebiet mit mehreren Einkaufsmöglichkeiten, das Stadtzentrum ist einen Kilometer entfernt. Wie in den vorangegangenen Projektphasen auch, stellt die GU deshalb ein wichtiges Projektgebiet dar. Im Zentrum von Barsinghausen befinden sich Eisdielen, Bistros und Cafés. Der Marktplatz lädt mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein und ist Platz für den Weihnachtsmarkt und Wochenmarkt. Verschiedene Unterstützungsangebote befinden sich ebenfalls in der Kernstadt (z.B. die VHS, LABORA, NoaNoa, etc.). Die Kernstadt könnte man deshalb als Herz des Gemeinwesens betrachten. Diese Umstände führen dazu, dass der für die GWA wichtige territoriale Ansatz weiter gefasst werden muss. Zum einen ist es von Bedeutung, dass alle Bevölkerungsgruppen im Stadtbild präsent sind und zwar genau dort, wo sich das gesellschaftliche Leben abspielt. Zum Anderen geht es in dem hier beantragten Projekt darum, die Gemeinwesnearbeit bereichsübergreifend zu fördern. Dies meint insbesondere Zugangsbarrieren zu identifizieren und abzubauen. Verschiedene Ansätze, Maßnahmen und Aktivitäten der GWA müssen gebündelt und so organisiert werden, dass sie gesamtkommunal integriert ineinander greifen. Hierfür stellt Barsinghausens Kernstadt als Herzstück des Gemeinwesens ein wichtiges Projektgebiet dar.
Einwohnerzahl
14947
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
1792 Kinder unter 14 Jahren leben in der Kernstadt Barsinghausens. In Barsinghausen Gesamt leben in dieser Altersgruppe 4115 Kinder. Somit liegt der Anteil der Kinder in dieser Altersgruppe in Barsinghausens Kernstadt bei 12 %. Damit ist dieser nur minimal höher als in Barsinghausen Gesamt. Allerdings ist die Anzahl der Kinder im Vergleich zu den übrigen Ortsteilen recht hoch. 43 % der Kinder in dieser Altersgruppe leben in Barsinghausens Kernstadt. Zusätzlich zeigen die Zahlen, dass der Anteil von ausländischen Kindern bei 16,3% liegt. Die Bedarfe neu zugezogener Familien müssen somit ebenfalls berücksichtigt werden.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
4679 Jugendliche und junge Erwachsene leben in Barsinghausen Gesamt. In Barsinghausens Kernstadt leben davon 1959. Der Anteil in der Kernstadt macht damit 13,18 % im Vergleich aller Einwohner*innen in der Kernstadt aus. Damit ist der Anteil hier nicht höher als für Barsinghausen Gesamt. Allerdings leben 41% der Jugendlichen in dieser Altersgruppe in Barsinghausens Kernstadt. Zusätzlich zeigen die Zahlen vom Vorjahr, dass der Anteil der ausländischen Mitbürger*innen 18,2% beträgt und durch den Zuzug von Geflüchteten durchaus eine Veränderung im Gemeinwesen zu beobachten ist.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für März 2019 zeigen, dass 2073 ausländische Mitbürger*innen in Barsinghausens Kernstadt leben. Dies macht einen Anteil von fast 19 % aus. Der Anteil für Barsinghausen Gesamt beträgt etwa 10 %. In der GU in der Hannoverschen Straße sind derzeit 59 Menschen untergebracht.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die vorliegenden Zahlen beziehen sich auf Ende 2017. Regelleistungsberechtigt waren zu diesem Zeitpunkt 2794 Personen. Dies macht einen Anteil von 8 % aus. Davon kamen 653 Personen aus den 8 zuzugsstärksten Asylländern. 317 Menschen befanden sich Ende Dezember 2017 im Bezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Es ist anzunehmen, dass sich die Zahlen geringfügig verändert haben, sich aber in einem ähnlichen Bereich befinden. Leider liegen diese Zahlen nur für das Stadtgebiet Barsinghausen und aus dem Jahre 2017 vor.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
barsinghausen_2019.jpg
(478.82 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen Bantorf
Beschreibung
In den Projektphasen I und II des Projektes "Gemeinsam für Barsinghausen" ist Bantorf eines von vier Projektgebieten gewesen. Das Projekt hat sich während dieser Zeit als Anlaufstelle mit Vernetzung- und Kümmerereffekt etabliert und insbesondere rund um die GUs in den vier Ortsteilen Bantorf, Egestorf, Kirchdorf und Barsinghausen Kernstadt die Flüchtlings- und Gemeinwesenarbeit unterstützt. 2019 wird die GU in Bantorf voraussichtlich schließen. Auch wenn Zahlen hierzu nur schwer heran gezogen werden können, so ist zu vermuten, dass viele ehemalige Bewohnende der GU nicht in Bantorf verbleiben. Damit verändert sich das Projektgebiet. Die Schwerpunkte der Projektarbeit werden sich zukünftig verstärkt auf die drei Projektgebiete Barsinghausen Kernstadt, Kirchdorf und Egestorf fokussieren.
Bantorf liegt - geografisch betrachtet - relativ weit vom Stadtzentrum Barsinghausens entfernt. Die Strecke beträgt mehr als 5 Kilometer und ist so zu Fuß nur schlecht zu bewältigen. Durch den S-Bahnhof in Bantorf ist jedoch eine gute Nahverkehrsanbindung gegeben sowohl nach Barsinghausen als auch nach Hannover. Dies ist allerdings mit Kosten verbunden. Bantorf selbst ist durch die B65 und die Autobahn zwei geteilt. Der südliche Teil ist ein Wohngebiet, geprägt durch zahlreiche Einfamilienhäuser. Durch die Lage am Naherholungsgebiet Deister und nicht zuletzt durch die gute Verkehrsanbindung ist Bantorf ein beliebtes Wohngebiet. Der nördliche Teil ist ein Gewerbegebiet. Dort befindet sich in einem ehemaligen Hotel zur Zeit noch die Gemeinschaftsunterkunft. Hier gibt es kaum attraktive gemeinschaftlich zu nutzende Flächen, keine Treffpunkte oder Spielplätze. Der Weg über die B65 in den südlichen Teil wirkt fast wie eine Barriere. Bantorf hat eine sehr engagierte Dorfgemeinschaft. Hier werden verschiedene Feste initiiert, die sich für Begegnung eignen. Durch hohes Engagement der Bewohner*innen Bantorfs wurde 2015 eine Willkommenskultur aufgebaut, um die Neuzugezogenen zu unterstützen und zu begleiten. So entstanden auch Kontakte zwischen Nachbarn, die sich vorher noch nicht bekannt waren. Die oben beschriebenen Gegebenheiten und Ansätze der Gemeinwesenarbeit führten dazu, dass das Projekt Bantorf als eines von vier Projektgebieten unterstützte. Obwohl sich das Projekt auf die drei Projektstandorte Kirchdorf, Barsinghausen Kernstadt und Egestorf fokussieren wird, bleibt es Aufgabe der GWA die geknüpften Kontakte aufrecht zu erhalten und ggf. Bedarfe zu ermitteln.
Einwohnerzahl
1345
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es leben 148 Kinder in dieser Altersgruppe in Bantorf. Dies macht, gemessen an der Einwohnerzahl, einen Anteil von 11% aus.
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe von 14 bis 26 Jahren leben 213 Jugendliche und junge Erwachsene in Bantorf. Dies macht fast einen Anteil von 16 % der Einwohner*innen in diesem Ortsteil aus. Damit liegt dieser Wert über dem der Gesamtstadt. Bei den ausländischen Mitbürger*innen betrug der Anteil in dieser Altersgruppe sogar 27,6%. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass sich durch die Aus- und Umzüge in der GU Änderungen ergeben haben. Für die GWA bedeutet dies zu erkunden, ob und in welcher Form sich diese Altersgruppe im Gemeinwesen beteiligt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
2018 war der Anteil, nicht zuletzt durch die Unterbringung in der GU, recht hoch und lag bei 16%. Im März 2019 lag der Anteil bei 15,4%.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bantorf_2019.jpg
(327.37 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen Kirchdorf
Beschreibung
Die Stadtteile Barsinghausen, Kirchdorf und Egestorf bilden eine miteinander verbundene Kette von Ortschaften, deren Übergang fließend ineinander greift. Kirchdorf liegt am nördlichen Rand des Deisters. Auch wenn das Projekt in der hier beantragten Phase über die Flüchtlingsarbeit hinaus tätig ist, so ist die GU in diesem Projektgebiet nach wie vor ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit. Obwohl auch hier Aus- und Umzüge zu verzeichnen sind, leben nach wie vor 64 Personen in der Unterkunft. Diese liegt auf der Ecke Max-Planck-Straße angrenzend direkt zum Deister. Die GU befindet sich direkt neben dem Schulzentrum und dem Gelände des Turn- und Sportvereins Kirchdorf und des Schwimmbades. 600 Meter weiter befindet sich ein Wohngebiet, dass geprägt ist durch Einfamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser. Der S-Bahnhof ist knappe 900 Meter entfernt, eine relativ gute Verkehrsanbindung damit gegeben. Zum Vorjahr lässt sich auch in Kirchdorf ein Zuzug in der Bevölkerung verzeichnen. Die Erfahrungen der letzten Projektphase zeigen, dass es zwei Straßenzüge gibt, in die einige Bewohnende aus den GUs vermehrt gezogen sind. Dabei handelt es sich um die Ellernstraße und die Straße Die Heide (siehe auch Beschreibung und karte Egestorf). In Kirchdorf gab es bereits zum Bau der Unterkunft massive Proteste. Straßen wurden zugeparkt, um Baustellenfahrzeugen die Zufahrt zu versperren. Zahlen liegen nicht vor, jedoch hat sich gezeigt, dass das Zusammenleben zwischen verschiedenen Zuwanderungsgenerationen und mit unterschiedlichen Zuwanderungsgeschichten eine Herausforderung darstellt.
Einwohnerzahl
2103
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018/2019), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
243 Kinder leben in dieser Altersgruppe in Kirchdorf. Gemessen an der Einwohnerzahl dieses Ortsteiles liegt der prozentuale Anteil bei knapp 12 %. Bei den ausländischen Kindern lag der Anteil im letzten Jahr bei knapp 17 %. Damit Kinder sich von Beginn an mit dem Gemeinwesen identifizieren, ist es für diese Altersgruppe sinnvoll früh erlebbar zu machen, dass sie sich als Teil des Gemeinwesens engagieren und es so mitgestalten können.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe von 14-26 Jahren leben in Kirchdorf 288 junge Erwachsene und Jugendliche. Damit liegt der Anteil bei knapp 14%. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil bei der ausländischen Bevölkerung bei 24,7%. Der Fachdienst Jugendpflege stellt in seiner Arbeit vermehrt fest, dass viele Jugendliche in dieser Altersklasse (z.T. mit Migrationshintergrund, aber bereits seit mehreren Generationen in Barsinghausen lebend) die vorhandenen Angebote nicht vollständig nutzen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Kirchdorf leben 179 ausländische Mitbürger*innen. Dies entspricht einem Anteil von 8,5 %. Damit liegt der Anteil zwar unter dem in Barsinghausen Gesamt. Trotzdem verändert sich das soziale Gefüge durch die Um- und Auszüge aus der GU.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kirchdorf_2019.jpg
(385.36 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen Egestorf
Beschreibung
Egestorf geht nahtlos in den Ortsteil Kirchdorf über. Wie Kirchdorf hat auch Egestorf einen S-Bahnanschluss und grenzt südlich an den Ortsteil Wennigser Mark der Gemeinde Wennigsen. Die GU befindet sich im Rottkampweg. Sie liegt eher in Randlage, angrenzend an den Wald und Felder. Sie grenzt aber auch an ein Wohngebiet, dass geprägt ist durch Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Modulanlage bietet Platz für 116 Menschen, derzeitig leben hier aber 63 Personen. Obwohl die Menschen aus den GUs ausziehen, verbleiben viele von ihnen in Barsinghausen u. suchen Wohnraum. Erfahrungen der letzten Projektphase zeigen, dass es zwei Straßenzüge gibt, in die einige Bewohnende aus den GUs vermehrt gezogen sind. Dabei handelt es sich um die Ellernstraße und die Straße Die Heide. In diesen beiden Straßenzügen verändert sich somit sehr rasch das Soziale Gefüge.
Einwohnerzahl
7587
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe bis 14 Jahre leben 836 Kinder in Egestorf. Dies macht einen Anteil von 11% aus.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe von 14-26 Jahren leben 896 Jugendliche und junge Erwachsene in Egestorf. Dies macht einen Anteil von knapp 12 % aus.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es leben 472 ausländische Bürger*innen in Egestorf. Dies entspricht einem Anteil von 6 %. Es ist schwierig Daten über Anzahl an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu finden. Jedoch hat Barsinghausen eine sehr besondere Zuwanderungsgeschichte. In den 90ern kamen nicht nur Geflüchtete und Aussiedler*innen, sondern auch eine hohe Anzahl an Gastarbeiter*innen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
egestorf_2019.jpg
(431.67 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Nach wie vor versteht das Projekt Gemeinwesenarbeit als eine Grundhaltung, bei der das Interesse der Menschen u. ihre Expertise handlungsleitend sind. Dies meint die tätigen Akteure vor Ort, sowohl haupt- als auch ehrenamtlich, u. schlussendlich alle Bewohnenden in Barsinghausen. Dabei geht es insbesondere darum die Menschen zu aktivieren, die bisher nicht allumfassend Zugang zum Gemeinwesen haben. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Um diese zu identifizieren und neue Lösungsstrategien für ihre Überwindung zu erarbeiten, sind starke Kooperationen essentiell. Ein besonderer Fokus liegt deshalb auf der ressortübergreifenden Netzwerkarbeit. Die Erfahrungen können so zusammen getragen, gebündelt u. synergetische Lösungen entwickelt werden, die Auswirkungen auf das gesamte Gemeinwesen vor Ort haben. Weiterhin gilt es Bewohner*innen direkt zu fragen, welche Unterstützungsstrukturen ihnen fehlen. Das Projekt hilft dabei, diese Bedarfe zu formulieren und so sichtbar zu machen. Um dies zu ermöglichen, nutzt das Projekt Beratung/Empowerment-Maßnahmen als wichtiges Vehikel. Es erhält so Zugang zu Zielgruppen (z.B. mit Flucht-/Migrationshintergrund), die bisher noch kaum in der GWA tätig sind u. arbeitet gleichzeitig im Sinne der "Hilfe zur Selbsthilfe" darauf hin, Bewohner*innen für nachbarschaftliche Hilfe zu gewinnen. Den territorialen Ansatz verfolgt das Projekt auf 2 Ebenen: Auf kleiner Ebene in den Ortsteilen (um die GUs) u. in Barsinghausen Gesamt als Kern des Gemeinwesens.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Ziele werden erarbeitet u. umgesetzt. Alle Kooperationspartner*innen profitieren von gegenseitig gemachten Erfahrungen.
Kriterium
Beschreibung
Aktivitäten u. Angebote werden bereichsübergreifend gedacht u. aufeinander abgestimmt. Kooperationspartner*innen tauschen übergreifend Erfahrungen aus u. entwickeln so Lösungen, die unterschiedl. Perspektiven berücksichtigen.
Beschreibung
Die soziale Infrastruktur wird weiter entwickelt, in dem gemeinsam Zugangsbarrieren zu Angeboten (z.B.BuT) identifiziert u. schrittweise abgebaut werden.
Kriterium
Beschreibung
Handlungsleitend zum Abbau von Zugangsbarrieren sind die bedürfnisse der Bewohnenden. Von ihnen benannte Zugangsbarrieren werden reduziert. Dazu werden neue Zugänge entwickelt (z.B. GWA Mobil). Hierüber werden neue Zielgruppen beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
Feste, Begegnungsräume, Veranstaltungen sprechen unterschiedlichste Zielgruppen an.
Vorhandene Strukturen
In Barsinghausen gibt es eine Bewusstheit darüber, wie wichtig starke Kooperationen u. eine gute Vernetzung für Teilhabe ist. Insbesondere für Zielgruppen, die bisher noch nicht vollständig alle Möglichkeiten/Angebote im Gemeinwesen nutzen. So gibt es verschiedene Gremien, in denen vernetzt miteinander gearbeitet wird (z.B. der "Runden Tisch", AK Präventionsketten, AK Frühe Hilfen). Diese Ansätze der bereichs- und fachübergreifenden Arbeit bilden wichtige Grundlage für die GWA u. werden in der kommenden Projektphase gestärkt durch einen gemeinsamen Fachtag. Zusätzlich wird an verschiedenen Stellen die Selbstorganisation/Selbstaktivierung von Bewohnenden gefördert. Das Freiwilligen Zentrum Barsinghausen initiiert u.a. über Patenschaften Unterstützung von Bewohnenden für Bewohnende. Selbstorganisation findet aber auch im Rahmen des Projektes Soziale Stadt rund um die Goethestraße statt. Das Quartiersmanagement initiiert Gruppenangebote im Stadtteil, aber auch investive Maßnahmen spielen hier eine Rolle. Auch der Stadtteilgarten ist wichtiger Ansatzpunkt für Begegnung u. Selbstorganisation in Barsinghausen. Obwohl sich "Gemeinsam für Barsinghausen" territorial betrachtet auf andere Quartiere bzw. Ortsteile bezieht, ist die Quartiersentwicklung rund um die Goethestraße wichtiger Kooperationspartner. Die verschiedenen guten Maßnahmen zur Stärkung der GWA bereichsübergreifend u. integriert zu organisieren, ist eine Herausforderung, die Barsinghausen bereits aufgenommen hat.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
in der Stadt Barsinghausen: Fachdienst Kinderbetreuung, Fachdienst Jugendpflege Team Asyl, Fachdienst Soziales, Elterngeldstelle, Standesamt, Wohnraumvermittlung, Fachdienst Bürgerservice (WBS), Quartiersmanagement des Fachdienstes Planen und Bauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
in der Region Hannover: Jugendamt, Koordinierungszentrum Frühe Hilfen-Frühe Chancen, Allgemeiner Sozialer Dienst, Ausländerbehörde, Wirtschaftsförderung, FB Gesundheit, Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbücherei Barsinghausen, Kulturfabrik Krawatte, Kunstschule NoaNoa, Musikgruppe Sound of hope, Internationales Frauenfrühstück, Interkultureller Kochtreff, Pavillon Hannover, Schauspielhaus Hannover, Oststadtbibliothek Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interkultureller Kulturverein Barsinghausen, Die Deistersterne e.V., DRK-Ortsverein Barsinghausen, Horizonte e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Jugendwerstatt LABORA, Sozialkaufhaus Labora, Arbeit und Leben, BNW, Ökostation Deistervorland, ASB Stadtteiltreff Goethestraße, MISO, Ethnomedizinisches Zentrum, Eltern Migranten Netzwerk, amfn, kargah,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk und Diakonisches Werk Kirchenkreis Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokale Arztpraxen, insbesondere Kinderarztpraxis, Krankenkassen, Team Schuleingangsuntersuchungen, Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge, Schwangerenkonfliktberatung, Hilfe bei ungewollter Schwangerschaft und Sozialen Notlagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Team Eingliederungshilfe der Region Hannover, Profile Home Care, Sanitätshaus John & Bamberg, Physioteam Barsinghausen, Sozialpädiatrisches Zentrum, Physiotherapie Barsinghausen, Gesellschaft für Inklusive Serviceleistungen,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
u.a. Adolf-Grimme-Schule, Wilhelm-Stedtler-Schule, Hannah-Arendt-Gymnasium, Lisa-Tetzner-Schule, Bert-Brecht-Schule, KGS Goetheschule, Kita Pusteblume, Kita Marienkäfer,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
u. a. das Familienzentrum und Männergruppe der Petrusgemeinde, Willkommenskreis der Mariengemeinde, Freichristliche Hoffnungsgemeinde, Sprachpaten der Barbaragemeinde,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vonovia, Kreissiedlungsgemeinschaft, diverse Makler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir für Barsinghausen, Pro Regio e.V., IHK, HWAK, VossBau, Firma Mader, ZAG Zeitarbeit, Stadtsparkasse Barsinghausen, Firma Tepu,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionsvorsitzende der Stadt Barsinghausen, Bürgermeister der Stadt Barsinghausen, Dr. Matthiesen, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Landtagsabgeordnete Fr. Schüssler,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Zentrum Barsinghausen, Ausbildungspaten, Sprachpaten, ungebunden aktive Ehrenamtliche mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
u.a. Tafel, DRK-Migrationsberatung, Verbraucherzentrale Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Runder Tisch", AK Präventionsketten, Lenkungsgruppe Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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