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Moderation

Gemeinschaft braucht Begegnung – Treffpunkte für ein lebendiges Dorf

Ansprechpartner
Henning Austmann
Funktion Mitbegründer und Co-Moderator
Vielfältige Begegnungsräume für ein dauerhaft lebendiges und zukunftsfähiges Miteinander im Dorf
Projektbeschreibung
Die "Ideenwerkstatt Dorfzukunft" – ein junger Verein mit bereits mehrfach überregional preisgekrönter Wirkung – setzt sich mit dem hier vorgeschlagenen Projekt für den sozialen Zusammenhalt und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gemeinschaften ein. Ziel ist es, das soziale Miteinander im Dorf durch innovative Maßnahmen dauerhaft wieder stärker zu beleben. Hier und in anderen ländlichen Regionen gibt es kaum noch Räume für lebendigen Austausch, was besonders ältere Menschen, Jugendliche und Zugezogene betrifft. Mit dem Projekt wollen wir dem entgegenwirken und Anlässe sowie Treffpunkte schaffen, die Austausch und Gemeinschaft fördern. Das Projekt umfasst verschiedene Maßnahmen zur Stärkung des dörflichen Zusammenhalts. Geplant sind ein multifunktionaler Klein-Feld-Platz für verschiedene Ballspiele, ein kollektiv gestalteter Kreativ- und Aufenthaltsraum als analoger Treffpunkt für die Dorfjugend sowie eine Dorf-Küche, in der wöchentlich gemeinschaftliche Mahlzeiten angeboten werden. Diese sollen generationsübergreifend Menschen zusammenbringen und den Austausch fördern. Zusätzlich sind Formate wie monatliche Dorf-Brunches im Pfarrhausgarten, Erzählrunden mit "Geschichten von früher", und interkulturelle Koch- und Präsentationsabende im Gemeindesaal geplant. Diese Angebote sollen das gegenseitige Verständnis stärken, den Dialog zwischen verschiedenen Altersgruppen und Kulturen fördern und Neuzugezogene besser integrieren. Das Projekt basiert auf den Erkenntnissen des Forschungsprojekts "Zukunftsfähiges Dorf 2035" und dem dazugehörigen Leitfaden "Gemeinsam Zukunft anpacken" und setzt dessen Vision für ein lebendiges, soziales Dorfleben in die Praxis um. Ein besonderes Anliegen des Projekts ist die langfristige Tragfähigkeit und breite Übertragbarkeit der Maßnahmen. Zwei Teilzeitstellen werden geschaffen, um den Aufbau der verschiedenen Angebote zu koordinieren, deren Wirkung auszuwerten, die Angebote weiterzuentwickeln, und eine Dokumentation (im Selbstverständnis eines Reallabors) zu erstellen, die anderen Dörfern zur Nachahmung dienen soll. Durch die Verbindung von Gemeinwesenarbeit und Ortsentwicklung trägt das Projekt aktiv zur Integration, Vernetzung und Stärkung des dörflichen Zusammenhalts bei. Es ist ein modellhafter Lösungsansatz für ländliche Regionen mit besonderen sozialen, demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und zeigt, wie ein Dorf durch Selbstwirksamkeit als lebendiger sozialer Lebensraum erhalten werden kann.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Unsere Dörfer stehen – wie viele ländliche Regionen – vor großen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen. Seit 2012 setzt sich die „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ aktiv für eine nachhaltige Entwicklung ein und konnte bereits wichtige Impulse und Lernerfolge mit Partizipation feiern – etwa durch einen Dorfladen, Dorfzeitung und die Wiederbelebung traditioneller Feste. Dennoch bleiben insb. im Sozialen drei zentrale Problembereiche bestehen: 1. Hohe Fluktuation, mangelnde Begegnungsorte: In den Neubaugebieten der 1970er- und 1980er-Jahre sterben die einstigen Erstbewohner:innen weg, während neue Familien zuziehen. Doch es fehlen Orte und regelmäßige Anlässe, um sie in das Dorfleben zu integrieren. Besonders für Jugendliche gibt es kaum analoge Räume, um soziale Bindungen außerhalb der Familie aufzubauen. Dadurch leiden die Integration von Neuzugezogenen und Vernetzung der Jugendlichen in unseren Dörfern. 2. Auseinanderdriften zweier Lager mit gegensätzlichen Blickwinkeln auf Wandel: Während ein Teil der Dorfgemeinschaft aktiv Zukunftsfragen angeht (z. B Klimaschutz, nachhaltige Ortsentwicklung, etc.), gibt es einen anderen Teil, der diese Veränderungen skeptisch betrachtet oder ablehnt. Dies führt zu Spannungen und gefährdet den Zusammenhalt. Ohne regelmäßige Begegnungsräume vertieft sich diese Spaltung weiter. 3. Vereinsamung im Alter: Viele ältere Menschen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Insbesondere alleinlebende Senior:innen ziehen sich daher zunehmend zurück. Ohne gezielte Maßnahmen zur Einbindung älterer Generationen drohen eine zunehmende Vereinsamung und der Verlust wertvollen historischen Wissens für das Dorf.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Münder: Ortsteile Flegessen, Hasperde und Klein Süntel
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung des Fördergebietes umfasst die drei eng verbundenen Dörfer Flegessen, Hasperde und Klein Süntel, die zur Stadt Bad Münder am Deister im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) gehören. Das Gebiet liegt südwestlich von Hannover am Rande des Deisters und ist durch eine Mischung aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Waldgebieten und dörflicher Wohnbebauung geprägt. Trotz der landschaftlich attraktiven Lage sind die drei Dörfer mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert: Während sie in der Vergangenheit durch Landwirtschaft und kleinteiliges Handwerk geprägt waren, sind sie heute stark von Pendler:innen abhängig, die in nahegelegene Mittelzentren oder nach Hannover ausweichen. Die ehemals dörfliche Infrastruktur wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend ausgedünnt, sodass viele zentrale Funktionen in die umliegenden Städte verlagert wurden. Die Siedlungsstruktur ist durch eine Mischung aus historischen Ortskernen, Neubaugebieten aus den 1970er- und 1980er-Jahren sowie einer lockeren Bebauung entlang der Hauptverkehrsachsen gekennzeichnet. Die Abgrenzung des Fördergebiets orientiert sich an den Ortsgrenzen der drei Dörfer, die eine funktionale Einheit bilden. Aufgrund ausgewählter gemeinsamer Strukturen (gemeinsamer Ortsrat, Grundschule, Kirchengemeinde, Sportverein) gibt es eine enge organisatorische Verbindung zwischen den Orten, die eine gemeinsame Betrachtung im Rahmen des Projekts sinnvoll machen.
Einwohnerzahl
1466
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia-Seite zu Bad Münder
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Schätzung auf Basis der Daten von www.wegweiser-kommune.de und citypopulation.de
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für die uns betreffenden "Fehlende Begegnungsräume für Jugendliche und Neuzugezogene", "Fluktuation im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl", "Auseinanderdriften unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppierungen" oder "Vereinsamung im Alter" steht keine Auswahl zur Verfügung
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt vorrangig den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es auf soziale Vernetzung, Teilhabe und die Stärkung der Dorfgemeinschaft abzielt. Durch neue Begegnungsorte und regelmäßige Austauschformate werden Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe aktiv zusammengebracht. Die Bürger:innen gestalten die Angebote mit, wodurch Selbstorganisation und Ehrenamt gefördert werden. Dies stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirkt Vereinsamung entgegen. Gleichzeitig enthält unser Vorhaben Elemente des Quartiersmanagements, da es auch die bauliche und strukturelle Entwicklung der Dorfmitte umfasst. Durch die Schaffung eines Jugendtreffpunkts, einer Dorfküche und anderer Begegnungsorte wird die soziale Infrastruktur gezielt verbessert. Zudem sorgen zwei Teilzeitstellen für eine langfristige Koordination, Auswertung und Übertragbarkeit der Maßnahmen. Insgesamt kombiniert unser Projekt sozialen Zusammenhalt mit struktureller Dorfentwicklung, wodurch es Modellcharakter für andere ländliche Regionen erhält.
Qualitätskriterien
Beschreibung
... wenn die Zielgruppen aktiv in Planung und Umsetzung eingebunden sind, ihre Bedürfnisse und Ressourcen berücksichtigt werden und sie durch die Maßnahmen nachhaltig in ihren sozialen und persönlichen Kompetenzen gestärkt werden.
Beschreibung
... wenn Teilnehmende aktiv in die Gestaltung und Durchführung der Angebote eingebunden werden, klare Strukturen und Verantwortlichkeiten etabliert sind und die entwickelten Regeln sowie Prozesse lokal angepasst und von den Beteiligten akzeptiert werden.
Beschreibung
... wenn lokale Akteur:innen in die Planung und Umsetzung eingebunden sind und bestehende Strukturen gestärkt werden. Der Erfolg zeigt sich in aktiver Beteiligung, positiven Rückmeldungen, und der Übernahme der Projekte durch bestehende Organisationen..​
Beschreibung
... wenn Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Bildung oder Einkommen aktiv teilnehmen. Der Erfolg zeigt sich in vielfältiger Beteiligung und einem respektvollen Miteinander.
Beschreibung
... wenn die Akteur:innen in verschiedenen Feldern integriert zusammenarbeiten, Maßnahmen gemeinsam entwickeln und umsetzen, dadurch Doppelstrukturen verhindern und sich in ihrem Tun mit ganzheitlichem Mindset für das Wohl des Dorfes einsetzen.
Beschreibung
... wenn wir durch die aktive Einbindung möglichst aller Stakeholder effektive Netzwerke aufbauen; im Dorf und mit anderen Dörfern in ähnlicher Situation. Der Erfolg zeigt sich in positiven Rückmeldungen und der aktiven Teilnahme der Beteiligten.
Beschreibung
... wenn das soziale Miteinander (insb. bezüglich der drei Hauptprobleme) gestärkt wird. Der Erfolg zeigt sich in aktiver Beteiligung an gemeinsamen Aktivitäten und positiven Rückmeldungen von Jugendlichen, Neuzugezogenen, "Wandelskeptischen" und Älteren.
Beschreibung
... wenn wir die lokale Infrastruktur bedarfsgerecht verbessern. Der Erfolg zeigt sich in der Schaffung von niedrigschwelligen Zugängen zu neuen Angeboten für Kennenlernen, Austausch, Perspektivwechsel und kollektive Selbstwirksamkeit. ​
Beschreibung
... wenn wir lokalen Initiativen mit städtischen und überregionalen Entwicklungen verknüpfen. Der Erfolg zeigt sich in der aktiven Beteiligung an gesamtkommunalen Entwicklungsprozessen und dem gegenseitig befruchtenden Austausch mit anderen Dörfern.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Bad Münder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Flegessen/Hasperde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein für Heimatpflege, Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Flegessen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde Flegessen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Akademie des Wandels gUG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Deister Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Aktiv
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Kleinunternehmen in Flegessen, Hasperde und Klein Süntel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenheime in Hasperde und Klein Süntel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner*innen unserer drei Dörfer werden eingeladen, an Planung, Umsetzung und Nutzung aller neu zu schaffenen Begegnungsräume mitzuwirken.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Hauptkapital zur langfristigen Finanzierung sozialer Begegnungsräume in einem Dorf ist ehrenamtliche Selbstwirksamkeit der Bewohner*innen (wir haben zig Erfahrungswerte mit erheblicher "Muskelhypothek"). Finanzielle Beiträge der Kommune sind nicht zu erwarten. Ziel ist es somit, alle neu zu gestaltenden Angebote von Anfang an an bestehende Einrichtungen "anzudocken". Die neu geschaffenen Angebote und Strukturen werden dann als zusätzliche Angebote der bestehenden Einrichtungen fortgeführt.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Gesundes Quartier Bad Laer – Gemeinwesenarbeit und Quartiersentwicklung durch eine Netzwerkstelle

Ansprechpartner
Nina Rohe
Funktion Fördermittelmanagement
Gesundes Quartier Bad Laer – Gemeinsam. Vernetzt. Gestärkt.
Projektbeschreibung
Das Projekt *„Gesundes Quartier Bad Laer – Gemeinsam. Vernetzt. Gestärkt.“* verfolgt das Ziel, die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde Bad Laer durch gezielte Maßnahmen der Gemeinwesenarbeit zu stärken. Im Fokus steht der Aufbau einer Netzwerkstelle für Quartiersarbeit, die als koordinierende und aktivierende Schnittstelle zwischen Bürger*innen, sozialen Einrichtungen, lokalen Initiativen und Unternehmen fungiert. Ausgangspunkt ist der neue Standort der Osnabrücker Werkstätten gGmbH in Bad Laer, an dem eine inklusive, sozialraumorientierte Struktur entstehen soll. Der Ort soll nicht nur Werkstattstandort, sondern auch ein **offener Begegnungsraum („Open Space“) für das gesamte Quartier** werden. Dieser Bereich wird barrierefrei umgestaltet und als zentraler Ort für Austausch, gemeinschaftliche Projekte und gesundheitsfördernde Aktivitäten nutzbar gemacht. Ein besonderes Augenmerk gilt der Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen, die durch die Angebote der Netzwerkstelle gezielt eingebunden werden. Durch gemeinsame Aktivitäten, Beteiligungsformate und inklusive Gesundheitsangebote werden Vorurteile abgebaut und neue Formen des Miteinanders im Alltag etabliert. Zu den Maßnahmen zählen: - Aufbau und Verstetigung einer Netzwerkstelle als Impulsgeberin für Gemeinwesenarbeit - Förderung lokaler Kooperationen mit Vereinen, Betrieben und sozialen Trägern - Entwicklung und Umsetzung gemeinschaftlicher Projekte mit Bürger*innen - Gesundheitsförderung durch Angebote in den Bereichen Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit - Beteiligung und Aktivierung der Bevölkerung durch niedrigschwellige Formate Das Projekt trägt zur nachhaltigen Quartiersentwicklung im ländlichen Raum bei. Es fördert Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und Begegnung über soziale Grenzen hinweg – und schafft einen Ort, an dem Nachbarschaft konkret gelebt werden kann. Die Erkenntnisse und Strukturen sollen dokumentiert und in andere Regionen übertragbar gemacht werden. Damit leistet das Projekt einen modellhaften Beitrag für starke Nachbarschaften und soziale Inklusion in Niedersachsen.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Gemeinde Bad Laer steht – wie viele ländlich geprägte Räume – vor erheblichen sozialen und strukturellen Herausforderungen: Die demografische Entwicklung zeigt einen deutlichen Anstieg älterer Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf, insbesondere aufgrund psychischer oder chronischer Erkrankungen. Gleichzeitig wächst der Bedarf nach alltagsnahen Unterstützungsangeboten, Begegnungsmöglichkeiten und verlässlichen sozialen Netzen. Die bestehenden Angebote im Ort sind vielfach isoliert, zielgruppenspezifisch oder institutionell geprägt. Es fehlt eine verbindende Struktur, die die Menschen, Akteure und vorhandenen Ressourcen im Sozialraum miteinander vernetzt. Viele Betroffene – gerade Menschen mit psychischer Erkrankung oder sozialer Isolation – erleben erhebliche Barrieren beim Zugang zu Teilhabe, Information und aktiver Mitgestaltung. Baulich zeigt sich, dass es im öffentlichen Raum kaum niedrigschwellige, barrierearme Orte für nachbarschaftliche Begegnung gibt. Der ländliche Raum ist durch geringe Fußläufigkeit, eingeschränkten ÖPNV und zentrale Infrastrukturdefizite zusätzlich belastet. Zudem bestehen in Teilen des Ortes überdurchschnittliche soziale Lagen: Alterung, geringe Erwerbsbeteiligung, gesundheitliche Einschränkungen und Vereinsamung sind überdurchschnittlich stark vertreten – insbesondere bei Menschen mit Behinderung oder psychischer Belastung. Das Projekt setzt an dieser Ausgangslage an: Es soll Strukturen schaffen, die Begegnung, Teilhabe und gemeinsame Verantwortung im Quartier ermöglichen – mit einem besonderen Fokus auf Gesundheit, Inklusion und sozialraumorientierter Zusammenarbeit.
GWA/QM-Ansatz
Wir verstehen unsere Arbeit in erster Linie als Gemeinwesenarbeit mit quartiersbezogenem Fokus. Der Ansatz zielt darauf ab, soziale Teilhabe, Inklusion und Selbstorganisation im Gemeinwesen Bad Laer zu stärken – insbesondere für Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder psychosozialer Belastung von Ausschluss bedroht sind. Dabei geht es weniger um bauliche oder städtebauliche Entwicklung im engeren Sinne, sondern um die Förderung sozialer Beziehungen, gegenseitiger Unterstützung und gemeinschaftlicher Verantwortung im lokalen Sozialraum. Elemente des Quartiersmanagements – wie die Nutzung eines zentralen Begegnungsortes („Open Space“), Kooperationsaufbau mit lokalen Akteur*innen und bedarfsgerechte Angebotsentwicklung – sind wichtige Bestandteile. Sie dienen jedoch vor allem der Umsetzung gemeinwesenorientierter Ziele und Methoden: aktivierende Beteiligung, Vernetzung, Empowerment und Ressourcenmobilisierung. Kurzum: → Ziel ist es nicht nur, das Quartier zu managen, sondern die Menschen im Gemeinwesen zu stärken und zu verbinden.

Das Experiment: Die Gemeinwesenökonomie in Wittmund

Ansprechpartner
Karina Schaefer
Funktion Projektleitung
Synergien erfahren: Wie können ökonomisches Interesse und Gemeinwesenarbeit zusammen gedacht werden?
Projektbeschreibung
(Kleinere) Innenstädte werden immer weniger als Einkaufsgelegenheit genutzt, da der Onlinehandel ihnen inzwischen viele Kunden abgräbt. Die Folgen des webbasierten Konsumverhaltens sind hier unmittelbar sichtbar: fehlende Laufkundschaft und eine Häufung von Leerständen verbunden mit einem tristen Ambiente. Darunter leiden im Ergebnis nicht nur kulturelles Angebot und Gastronomiebetriebe, es fehlen vor allem Begegnungsräume im Stadtteil für eine lebhafte, aber von Respekt gezeichnete Demokratie. Aktuell kann man eine Verschiebung der Kommunikation in soziale Medien erkennen, die oft anonym, mit scharfer Rhetorik und wenig Diskurs geführt wird. Hier setzt das Experiment an: Wir wollen herausfinden, wie sich nachhaltige Gemeinwesenarbeit zusammen mit der ansässigen Gastronomie gestalten lässt, ohne zusätzliche Konkurrenz zu schaffen. Mit neuartigen Veranstaltungsformaten wollen wir wertschätzenden Austausch und Begegnung fördern, indem wir die Wirtschaft vor Ort nutzen, schützen und fördern. Wir ergänzen uns dabei mit dem Projekt „Wittmund upklütern“, das die Attraktivität der Wittmunder Innenstadt steigern soll, bei dem allerdings eher Stadtmarketing-Maßnahmen im Vordergrund stehen. Befragungen der Bevölkerung im Rahmen dieses Projekts haben schon stattgefunden, doch die Verantwortung für die Umsetzung der Ideen sehen die Ideengeber ausschließlich bei der Stadt. Hier soll unser Experiment einhaken und zum eigenen Engagement für die Innenstadt motivieren. Insbesondere die städtische Gastronomie kann maßgeblich unterstützen und schließlich selbst profitieren. Ziel des Projektes ist, Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft innerhalb Wittmunds Innenstadt aufzuzeigen, in der die Menschen für wertschätzende Gesprächen die lokale Gastronomie aufsuchen, um hier einerseits demokratische Prozesse und wirtschaftlichen Erfolg zu fördern und zugleich selbst profitieren. Dies soll durch innovative Veranstaltungskonzepte erreicht werden, die gemeinsam mit den Bürgern und den hiesigen Gastronomen erarbeitet und durchgeführt werden. Sind diese Formate dann erfolgreich genug, um von der Gastronomie selbst weiter betrieben zu werden, damit sich die Gemeinwesenarbeit auch nach dem Projekt entsprechend fortsetzt? Diese Frage soll das Experiment beantworten. Erste Gespräche mit Betrieben sowie Vereinen in Wittmund haben bereits stattgefunden, da es bisher ein großes Interesse an der Mitwirkung bei diesem Projekt gibt.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Ein respektvoller Austausch unterschiedlicher Meinungen ist in einer Demokratie unabdingbar. Durch die zunehmenden Nutzung von Social Media findet die Kommunikation untereinander allerdings immer häufiger ohne persönliche Kontakte statt. Dies führt vermehrt zu Missverständnissen und einer Art feindlicher Rhetorik, welche man im persönlichen Gespräch nicht nutzen würde. Zudem verfestigen sich oft damit ideologische Gräben und extreme Meinungen, wenn nicht im offenen Austausch zuvor diskutiert und hinterfragt wird und vor allem die Begegnung mit den Perspektiven anderer Mitmenschen fehlt. Das Fehlen von Begegnungen und Austausch ist auch im Projektgebiet, der Stadt Wittmund, zu beobachten. Der Onlinehandel belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt. Umfragen in der Bevölkerung Wittmunds haben ergeben, dass ein Großteil der Bevölkerung die Innenstadt nicht attraktiv findet. Damit verliert sie als Treffpunkt immer mehr an Bedeutung und wird zunehmend nur als Einkaufsmöglichkeit genutzt. Die Wittmunder:innen wünschen sich aber mehr Treffpunkte sowie ein besseres kulturelles Angebot (Quelle: https://www.wittmund-upklütern.de/leitbild/ergebnisse/) Insbesondere Cafés haben in den letzten Jahren ihre Türen geschlossen. Prekäre Lebenslagen sind hierfür aber nicht die Ursache, denn bei Recherche der Kennzahlen wurde deutlich, dass die Bürger:innen Wittmunds nicht unter überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit oder fehlendem Einkommen leiden. Nichtsdestotrotz schließen immer mehr Läden. Dieser Ausgangslage, die sicherlich auf viele kleine Innenstädte übertragbar ist, soll als Anlass für unser Projekt dienen und ökonomisches Interesse mit Gemeinwesenarbeit verbinden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wittmund Stadt Wittmund
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Stadtbezirk des Landkreises Wittmund. Abgrenzung hier abrufbar: https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Einwohnerzahl
8098
Quelle / Anmerkungen
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder zwischen 10-15 Jahren https://www.regionalstatistik.de/genesis/online#astructure Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen zwischen 20-25 Jahren https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamt Wittmund 5,4 % (Jahresdurchschnittswert 2022) Projektgebiet 720 Arbeitslose, 2374 Geringfügig Beschäftigte, 7240 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Wohnort. Ergibt Arbeitslosenquote von ca. 7% (selbst errechnet) Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Tabellen, Arbeitsmarkt kommunal, Nürnberg, Januar 2024
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bietet eine neue Sichtweise auf die GWA durch die Berücksichtigung der ökonomischen Belange. So lässt sich mit diesem Projekt beispielhaft erarbeiten, wie die GWA auch ohne staatliche Förderung betrieben werden kann. Dies wird durch eine hohe Sensibilisierung der Bürger:innen und deren Engagement im Einklang mit dem Verständnis der gastronomischen Betriebe erreicht. Durch funktionierende Innenstädte, in denen sich die Anwohner:innen einbringen können, wird im Ergebnis ein gesunder Austausch unter den Beteiligten gefördert, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Dies erhöht sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität und Modernität der Innenstadt. Die Wittmunder:innen können sich eigenverantwortlich und selbstwirksam in die Gestaltung der Veranstaltungskonzepte in der Innenstadt einbringen und sind somit viel eher gewillt, das gastronomische Angebot auch zu nutzen. Diese dazu gewonnene Attraktivität und Modernität zieht bestenfalls auch Interessierte von außen an, die wiederum neue Ideen einbringen können und das Konzept vervollständigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivierende Befragungen richten sich auf die Bedarfe der Bewohner:innen aus. Bewohner:innen bringen ihre Ideen ein. Ökonomische Belange werden mit berücksichtigt und hierfür sensibilisiert.
Beschreibung
Pädagogische:r Mitarbeiter:in fungiert als Unterstützung, vernetzt und macht Umsetzung von Ideen möglich.
Beschreibung
ökonomische Betriebe vor Ort werden mit neuen Veranstaltungsformaten unterstützt, bieten aber auch ihre eigenen Stärken an (Räumlichkeiten, Bewirtung, Gastlichkeit und Gemütlichkeit, Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung)
Beschreibung
Das Projekt spricht alle Zielgruppen innerhalb der Bewohner:innen an und erweitert sogar um die ökonomische Dimension.
Beschreibung
Vereine, ökonomische Betriebe und Stadt sind eng miteinander im Gespräch. Neue Kooperationen wurden gegründet.
Beschreibung
Übergreifender Blick des Projektes: Ökonomie und Gemeinwesenarbeit verbinden, sodass die GWA auch ohne staatliche Förderung weiter betrieben wird, einfach aus eigenem Interesse
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtmarketing, Amke Behrends
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ProWittmund, Bürger- und Verkehrsverein Wittmund, Verein zur Förderung sozialer Projekte Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bohnenbar Wittmund
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Langfristig soll ein Eigeninteresse der gastronomischen Betriebe in der Innenstadt entstehen, diese Veranstaltungen immer wieder anzubieten, da sie gut besucht sind und daher einen finanziellen Vorteil bringen. So wird die Gemeinwesenarbeit auch über das Projekt hinaus weiter gefördert und aufrecht erhalten. Engagierte Bürger:innen haben den Zusammenahng zwischen Ökonomie und funktionierendem Gemeinwesen erkannt und verhelfen so den Betrieben zu einem gute Auskommen.
Galerie
zusammenhalt
Videos
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Das "Nette-Quartier" in Osnabrück - generationengerechter Stadtteil für Alle!

Ansprechpartner
Ulrich Freisel
Funktion Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren
Akteure vernetzen - Generationen verbinden - Beteiligung stärken in Dodesheide-Haste-Sonnenhügel
Projektbeschreibung
Im Nette-Quartier arbeiten die Fachbereiche „Kinder, Jugend, Familien“ und „Integration, Soziales, Bürgerengagement“ ressortübergreifend zusammen, um perspektivisch ein gesamtstädtisches Konzept der beteiligungsorientierten Quartiersentwicklung zu erarbeiten. Der Ansatz soll als gesamtstädtische Strategie der GWA/QM nutzbar gemacht und im Rahmen der Sozialplanung verstetigt werden. Mit der Projektförderung im Nette-Quartier hat die Stadt Osnabrück einen Pilotprozess zum integrativen Ansatz „Quartier für Alle!“ initiiert. Der Ansatz erweitert die Akteursarbeit um die Zielgruppe 60+ und erschließt das Engagement- bzw. Mitwirkungspotential aller Bewohner für die Quartiersentwicklung. Im Rahmen der GWA wurden Projekt und Gemeinwesenarbeiter vorgestellt, Angebote und Informationen gebündelt, erste Medien (Präsentation, Flyer, Webseite) erstellt. In Kooperation mit den Hauptakteuren wurden Bürgerveranstaltungen initiiert. Mit der Coronakrise begann eine vom Nette-Quartier koordinierte Zusammenarbeit der Hauptakteure, die Unterstützungsstrukturen geschaffen und freiwillige Helfer akquiriert hat. Durch die Akteursvernetzung und erste Formate der Bewohnerbeteiligung (Veranstaltungen, Befragung, Auswertung zweier Stadtteilstudien und Fokusgruppen-Interviews in Koop. mit der Hochschule) wurden Bedarfe ermittelt und zu fünf Schwerpunktthemen gebündelt, die in der nächsten Projektphase die Maßnahmen-/Beteiligungsplanung fundieren werden. Das Projektbüro etabliert sich als Ansprechstelle im Quartier. Der Gemeinwesenarbeiter ist mit relevanten kommunalen Stellen/Gremien und dem "Netzwerk Quartiersentwicklung" (11 osnabrücker Quartiersprojekte) vernetzt. Verwaltungsintern wurde eine Arbeitsstruktur zur Umsetzung des Konzepts „Quartier für Alle“ auf gesamtstädtischer Ebene abgestimmt: ein Koordinierungsstab als zentrales Gremium zur Entwicklung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit und Prozesssteuerung hat sich konstituiert; die Verknüpfung von Quartiers- und gesamtstädtischer Perspektive erfolgt mittels Quartierskonferenzen. Die nächste Förderperiode 2021-23 dient der Umsetzung und Verstetigung: gemäß Bedarfsermittlung werden intergenerative und -kulturelle Netzwerke, Unterstützungs-, Freizeit- und Kulturangebote initiiert bzw. ausgebaut, der Prozess vom koordinierten Akteurshandeln zum Quartiersgremium weiterentwickelt und der Wissenstransfer in die Verwaltung sowie das Konzept einer kommunalen Strategie der GWA/QM systematisiert und strukturell implementiert.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Pilotprozess dient der Entwicklung einer kommunalen Strategie zur Gestaltung des demographischen Wandels hinsichtlich der Veränderung der Bevölkerungsstruktur (Alterung & Zuwanderung): •Die Alterung im Quartier erfordert die altersgerechte Anpassung der Lebensbedingungen & Unterstützungsstrukturen im Rahmen der kommun. Daseinsvorsorge. Umso mehr, da auch die bestehende Nachbarschaftshilfe durch Überalterung "wegbricht" und jüngere Freiwillige benötigt. •Zu aktivierendes Engagementpotential bieten die wachsende Gruppe 60+, der Zuzug von jungen Familien & eines Gemeinschaftswohnprojektes ins Quartier. •Im Quartier leben 84 Nationen. Der Zuzug von Geflüchteten & Zuwanderern wie von einkommensschwachen Bewohnern in den Stadtteil erzeugt Integrationsbedarf. Diese Gruppen müssen in die sozialen Infrastrukturen des Quartiers aktiv eingebunden werden, insbesondere auch in Engagement- und Kulturstrukturen. •In der Kontaktphase hat sich ein zusätzlicher Ansatz für die lokale Entwicklung ergeben: Im Quartier sind viele Nachhaltigkeitsansätze vertreten: Foodsaver, Reparaturcafé, Stadtteilauto, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftswohnprojekt, Umwelt-Lernstandort. Diese Initiativen stärker untereinander und mit der Hochschule zu vernetzen bietet die Chance, einen neuen Ansatz für die gesamtstädtische Strategie modellhaft weiterzuentwickeln. Über die Identifikation mit dem Quartier werden so auch weitere Engagement- & Unterstützungspotentiale generiert. Fast alle Quartiersakteure arbeiten mit einzelnen oder wenigen Zielgruppen, die Bewohnergruppen leben in getrennten Subkulturen. Koordinationsaufgabe ist es, Kontakte zu stiften & sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Dodesheide - Haste - Sonnenhügel
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Hauptakteure der sozialen Stadtteilarbeit, d.h. des Gemeinschaftszentrums Lerchenstraße, des Mehrgenerationenhauses Haste, der Nachbarschaftshilfe „Dodesheide-Haste-Sonnenhügel“ und der Kirchengemeinden. Es beheimatet die für die GWA relevanten Zielgruppen, mit entsprechenden Herausforderungen und Potentialen: Neubürger, die Gruppe 60+, benachteiligte BewohnerInnen, Geflüchtete und Alteingesessene.
Einwohnerzahl
9848
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten Stand 31.12.2019
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination verbindet Elemente des GWA mit QM. Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure im Gebiet u. orientiert deren Zusammenarbeit auf den integrativen Ansatz „Quartier für Alle“. Strategien der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Fähigkeiten aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersgestaltung handlungsleitend sind. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen und gemeinsam mit den lokalen sozialen Akteuren Angebote zu entwickeln, die die Teilhabe aller im Quartier verbessern, nachbarschaftliche Netze u. soziale Aktivitäten stärken. Durch Befähigung zur Teilhabe und Schaffung von Begegnung zwischen den Submilieus wird soziale Segregation im Projektgebiet verhindert und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit verbessert. Wichtige Partner sind dabei das Gemeinschaftszentrum, das Mehrgenerationenhaus und der NHV, die bereits mit allen Zielgruppen arbeiten. Neue Initiativen (Friedensgarten, Kulturinitiative, Gem. Wohnprojekt) bilden das Entwicklungspotential des Quartiers. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, die Kommunikation der Akteure moderiert und ein Akteursdialog initiiert, der langfristig in ein gesamtstädtisches Rahmenkonzept „Quartier für Alle“ mündet. Es erfolgt also Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt und Verwaltung, die eine Organisationsstruktur hierfür aufbaut.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anliegen, Wünsche und (Veränderungs-)Bedarfe der Bewohner/innen sind handlungsleitend für die inhaltliche Ausrichtung der Quartiersarbeit. Der Gemeinwesenarbeiter signalisiert Offenheit bzw. entwickelt Methoden, um diese Anliegen zu ermitteln.
Beschreibung
Bewohnergruppen kennen/nutzen die Strukturen im Quartier und organisieren (selbständig oder begleitet) Aktivitäten, übernehmen Verantwortung für ihre Anliegen, bringen sich als Unterstützer/ Freiwillige ein, vernetzen sich.
Beschreibung
Die Ressourcen des Quartiers, der Bewohner/innen und Bewohnergruppen sind bekannt und werden in den Prozess der Quartiersentwicklung aufgenommen und weiterentwickelt. Bewohner/innen bringen ihre Fähigkeiten und Kompetenzen ein.
Beschreibung
Quartiersakteure und Bewohnergruppen sind für das Leitbild „Quartier für Alle“ sensibilisiert. Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt.
Beschreibung
Die Verwaltung schafft eine Struktur, innerhalb derer sich die Ressorts „Kinder, Jugendliche, Familien“, und „Integration, Soziales (Senioren) und Bürgerengagement“ (und andere beteiligte Stellen) austauschen und ihre (Stadtteil-) Arbeit abstimmen.
Beschreibung
Der Gemeinwesenarbeiter bildet die Quartiers-Schnittstelle und fördert Netzwerkbildung und Kooperation von Akteuren, Bewohner/innen und Quartieren sowie die Kooperation mit den Verwaltungsressorts.
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende & neue Unterstützungs- und Kulturangebote wurden erschlossen. Die Zielgruppen 60+ und Migranten werden in die sozialen Strukturen eingebunden und beteiligen sich an der politischen Partizipation.
Beschreibung
Bei der Entwicklung der sozialen Infrastruktur liegt ein besonderer Fokus auf den Zielgruppen 60+ und Migranten. Altersgerecht = generationengerecht.
Beschreibung
Aus dem Modellquartier entwickelt die Verwaltung in Koop. mit den GWA-Akteuren ein kommunales Konzept „Quartier für Alle“. Der Abstimmungsprozess über Leitbild, Ziele und Standards orientiert sich an der integrierten Stadtentwicklung der Leipzig Charta.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Dodesheide-Haste-Sonnenhügel e. V. (Hausaufgaben-/Leselernhilfe, Großelternpatenschaften, Begleit-/Einkaufs-/Heimwerkerdienst, Betreuung Demenzkranker, Gruppen für Freizeit und Geselligkeit, Ausflugsfahrten, Kochgruppe-Männer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedensgarten Osnabrück e. V. (Bürgerprojekt zur gemeinsamen Bewirtschaftung einer Fläche im Stadtquartier, Zusamenführung von Generationen und Ethnien)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturinitiative Sommerbühne an der Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Haste e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Nord-Ost der Stadt Osnabrück e. V. (Dodesheide, Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine TuS Haste / Osnabrück 01e. V. und SSC Dodesheide e. V., Behindertensportverein St. Elisabeth Pflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftliches Wohnprojekt Sonne I und II Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landsmannschft der Deutschen aus Russland e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Residenz Ambiente Osnabrück Haste (Pflegeheim und Betreutes Wohnen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Franziskus - St. Elisabeth Pflege (Ambulanter Caritas Pflegedienst, Tagespflege St. Angela, stationäre Pflege, Seniorenwohnungen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegedienst Westerfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Dodesheide / Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Thomasgemeinde (Dodesheide) mit Familientreff Thomas und Flüchtlingsprojekt in Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Gemeinde (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrei Christus König (Christus-König (Haste), Heilig Geist (Sonnenhügel), St. Franziskus (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas in der Christus-König-Pfarrei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rum-orthodoxe Gemeinde, Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, FB Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück (Angebote auch für Erwachsene und Senior*innen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Regionaler Dienst Nord, städt. Jugendhilfe Stadt Osnabrück, Standort Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteitreff Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V., (Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lega S. Jugendhilfe gemeinnützige GmbH/ Umwelt-Lernstandort Nackte Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschland, Ortsverband Osnabrück-Haste-Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Reparaturcafé Haste, Freiwilligenprojekt in der Nackten Mühle mit Unterstützung des NHV Dodesheide-Haste-Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klöncafé im Café Lohmann, Freiwilligenprojekt des Seniorenstützpunktes der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sonnenhügel/ Dodesheide (Trägervernetzung vorwiegend aus dem Bereich Jugendhilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Siedlergemeinschaft Waaghegge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Kindertagesstätte Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten der ev.-luth. Thomasgemeinde und Thomaskita am Limberg (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Antonius (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kindertagesstätte Rasselbande (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kindergarten Heilig Geist (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kindergarten St. Franziskus (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule in der Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Albert-Schweitzer-Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Heilig-Geist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Thomas-Morus-Schule (Haupt- und Realschule)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Angelaschule Osnabrück (Gymnasium)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hermann-Nohl-Schule, Förderschule emotionale und soziale Entwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen des Landkreises Osnabrück in Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule Osnabrück, Gartenbau / Landschaftspflege (nähe Projektgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtwerke Osnabrück AG - Nettebad (Sport, Wellness, Kurse)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD Ortsverein Osnabrück Nord
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CDU Ortsverband Haste-Dodesheide-Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KAOS e.V., Kultur für Alle Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Tafel e.V:
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haste-Töne Stadtteilzeitung
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
In den strategischen Zielen der Stadt Osnabrück 2021-30 sind Quartiersansatz u. Sozialraumorientierung Bestandteil verschiedener Ziele und zugeordneter Handlungsfelder. Durch den Ratsauftrag für ein gesamtstädtisches Konzept „Quartier für Alle“ wird beteiligungsorientierte Gemeinwesenarbeit nach der Projektlaufzeit konzeptionell und finanziell in die kommunale Strategie der Sozialraumentwicklung und der Gestaltung des demographischen. Wan-dels aufgenommen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Älter werden in der Gemeinde Bissendorf

Ansprechpartner
Dominik Domhoff
Funktion Vorsitzender
Strukturen schaffen für ein langes, selbstbestimmtes Leben vor Ort
Projektbeschreibung
Befragt nach ihren Wünschen für ihr Leben im Alter benennen Menschen überwiegend den möglichst langen und selbständigen Verbleib vor Ort, in ihrer angestammten Häuslichkeit. Zu diesem Zweck existieren eine Vielzahl staatlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen und Angebote für alle Altersgruppen. Die Sorge für und um das Älterwerden betrifft dabei nicht nur gegenwärtige Senior*innen, sondern auch An- und Zugehörige und die gesamte Gesellschaft und hat Einfluss auf soziale Teilhabe, Gesundheit, Erwerbstätigkeit und Zukunftsperspektiven. Die Gemeinde Bissendorf verfügt über professionelle und ehrenamtliche Strukturen, die das Zusammenleben, die Gesundheitsversorgung, Pflege und soziale Teilhabe prägen. Senior*innen und Organisationen bemängeln jedoch das Fehlen einer zentralen Ansprechperson für Belange älterer Menschen in der Gemeinde Bissendorf. Der DRK-Ortsverein Bissendorf e.V. ist seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit in der Gemeinde Bissendorf aktiv und bietet verschiedene offene Angebote, auch mit Bezug zu Fragen von Gesundheit und sozialer Teilhabe. Das beantragte Projekt soll mit dem Ansatz einer sozialräumlich orientierten Gemeinwesenarbeit partizipative und inklusive Strukturen schaffen, die ein möglichst langes und selbständiges Leben in der eigenen Häuslichkeit in der Gemeinde Bissendorf fördern. Dabei setzt es auf vier Ebenen an: offene, generationenübergreifende Angebote zur Wissensvermittlung und sozialen Teilhabe, individuelle Beratungs- und Unterstützungsleistungen, Vernetzung von relevanten Akteuren und Partizipation der Zielgruppe und der Zivilgesellschaft. Dafür werden zunächst regelmäßige Seminare und Vorträge mit Beratungsanteil zu Themen des Älterwerdens (wie Gesundheit und Pflege) und Themen der gesellschaftlichen Teilhabe (etwa die Nutzung digitaler Technologien) angeboten. Offene Veranstaltungen als Treffpunkte für Bürger*innen, die Etablierung von intergenerationalen Formaten und Tagesausflüge bieten konkrete Anlässe für die Förderung der sozialen Teilhabe. Eine individuelle Beratung bietet Bürger*innen eine erste Kontaktstelle für alle relevanten Fragen und kann benötigte Informationen weitergeben, notwendige Unterstützung im Netzwerk initiieren oder an passende Stellen weitervermitteln kann. Zu diesem Zweck werden regionale Akteure strukturiert eingebunden und Austauschformate etabliert. Ebenso werden Formate und Möglichkeiten der Partizipation gemeinsam mit Senior*innen erarbeitet.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Gemeinde Bissendorf liegt mit ca. 15.000 Einwohner*innen eingebettet zwischen den Städten Osnabrück im Westen und Melle im Osten. Es existieren fünf Siedlungsschwerpunkte und neun weitere, kleinere Ortsteile. In einem Workshop zur zukünftigen Aufstellung der Seniorenarbeit in der Gemeinde Bissendorf im Jahr 2022 bemängelten die Teilnehmenden das Fehlen einer zentralen, hauptamtlichen Ansprechperson für Senior*innen, die bisher nicht existiert. Zwar bestehen Angebote von Kirchen und Vereinen verschiedener Größe, diese sind jedoch vor allem als offene Gruppenangebote ausgestaltet. Ein institutionalisierte, Individuelle, fachliche Kontaktstelle und eine Koordination der vorhandenen Strukturen mit eine Blick auf das Älterwerden existiert vor Ort nicht. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen erfolgt lediglich opportunistisch. Darüber hinaus wurden weitere themenübergreifende Handlungsbedarfen benannt: (1) Informationsangebote und Veranstaltungen zu Themen von Gesundheit, Pflege und Sozialem, (2) Beratungsangebote zu sozialen und gesundheitlichen Fragestellungen, (3) die Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema Demenz, (4) Förderung der digitalen Teilhabe (5) die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements und die Förderung von Partizipation älterer Bürger und die (6) Vernetzung der beteiligten Akteure in der Sozialarbeit und Abstimmung ihrer Angebote. Dafür soll eine Ansprechperson etabliert werden, die allen Bevölkerungsgruppen bei Fragen und Problemen des Älterwerdens mit Rat und Tat zur Seite steht, ihren Anliegen ein Gehör verschafft, sowie Strukturen und Themen mit der Zielgruppe zusammen weiterentwickelt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bissendorf
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Bissendorf
Einwohnerzahl
15506
Quelle / Anmerkungen
lt. https://www.bissendorf.de/Rathaus/ueber-Bissendorf/Zahlen-Daten-Fakten.htm
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Bewohner*innen über 65 Jahren am 31.12.2020 lt. Landesamt für Statistik Niedersachsen
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Perspektiven des Älterwerdens betreffen nicht nur Menschen oberhalb einer Altersgrenze. "Aging in place" oder das möglichst lange, selbständige Leben in der eigenen Häuslichkeit sind häufig formulierte Wünsche mit Blick auf die eigene Zukunft. Das Projekt setzt Elemente der GWA ein, um auch in der Gemeinde Bissendorf diese Voraussetzungen zu schaffen. Dafür wird zunächst eine Stelle geschaffen, die sich um Anliegen und Probleme der Bewohner*innen zum Thema Älterwerden kümmert. Dies umfasst die Schaffung eine Infrastruktur zur niedrigschwelligen Kontaktaufnahme und gegenseitigen Unterstützung, der Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von älteren Menschen und der einfachen Verfügbarkeit von Informationen und Angeboten. Thematisch liegt der Fokus von Bildungsangeboten darauf, Bürger*innen zu befähigen, ihre Lebenswelt für das Alter mitzugestalten und an entsprechenden Prozessen zu partizipieren. Die zu etablierende Ansprechperson für die Gemeinde Bissendorf zielt dabei explizit auf eine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit ab, welche die bestehenden Akteure und Ressourcen in den Orten, der Gemeinde und dem Landkreis einbindet und als Netzwerk versteht. Kulturelle Angebote und offene Veranstaltungen bieten konkrete Gelegenheiten bei der Förderung sozialer Beziehungen und sozialer Teilhabe.
Qualitätskriterien
Beschreibung
2/3 der Senioren die Ansprechperson kennen und kontaktieren können.
Beschreibung
3/4 der Akteure vor Ort einer regelmäßigen oder informellen Zusammenarbeit zustimmen.
Beschreibung
Die Mehrzahl der Bewohner*innen eine Empfehlung für die Angebote ausspricht oder eine aktive Mitarbeit an der Weiterentwicklung erfolgt.
Beschreibung
Bereits vorhandene Angebote und Leistungen stärker genutzt werden als zuvor.
Beschreibung
Bürger*innen ihre Bedarfe und Sorgen um das Älterwerden in höherem Maße wahrgenommen sehen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Bissendorf – Gemeindeverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bissendorfer Blickpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück – Senioren und PflegeStützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionen im Rat der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimer-Gesellschaft Melle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Kirchengemeinden in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsdienstleister in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen und weiterführende Schulen in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
im Rahmen von partizipativen Prozessen und Bedarfsermittlungen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Teil des Projektes ist die Bestimmung des notwendigen Bedarfes und Umfanges der Angebote in der Gemeinde Bissendorf und folgend auch die Erstellung eines Konzeptes zur Verstetigung der Arbeiten. Dies berücksichtigt mögliche Eigenleistungen, Zuschüsse, Fördermittel mit Projektbezug und Spenden. Eine hauptamtliche Weiterführung wird angestrebt, nach Einführung jedoch ggf. in geringerem Umfang. Ehrenamtliche Arbeit kann die Fortführung unterstützen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

visioNÄHER

Ansprechpartner
Christian Vaterodt
Funktion Bereichsleitung Bildung|Freizeit|Kultur
Kultur verbindet!
Projektbeschreibung
In den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Sickte engagieren sich zahlreiche Menschen für die kulturelle Identität ihres Ortes. Sie setzen Themen und kreieren Innovationen, sie schaffen Räume und Gelegenheiten zur Begegnung. All diese – überwiegend ehrenamtlichen – Aktivitäten fokussieren in aller Regel auf das unmittelbare Umfeld der Kulturschaffenden, sie adressieren somit ein örtlich definiertes Milieu. Das Projekt "visioNÄHER" stellt sich diesen besonderen Herausforderungen in Gestalt eines kulturvernetzenden Quartiersmanagements. Bereits aktive Akteur:innen einzelner Milieus werden in die Lage versetzt, miteinander zu kooperieren und die Potenziale der jeweils anderen zu erkennen und gemeinsam zu nutzen. Das hierfür zu installierende Quartiersmanagement erhält die Aufgabe, die am Prozess zu Beteiligenden zu ermitteln, kennenzulernen und miteinander in Verbindung zu bringen sowie mögliche Schnittstellen zu entdecken und für die Gestaltung neuer gemeinsamer Projekte zu nutzen. Es geht um die Integration und Inklusion kulturell und sozial disparater sowie örtlich getrennter Zielgruppen vor dem Hintergrund gemeinsam erarbeiteter kultureller Ziele. Im Sinne eines ganzheitlich partizipativen Ansatzes werden möglichst alle sozialen Gruppen aller im „Quartier“ verorteten soziokulturellen Räume in die Bildung eines übergreifenden Kulturforums eingebunden. Das vermittelnde Quartiersmanagement erhält die Aufgabe der Koordination und Moderation des Forums sowie der Betreuung und Erweiterung des Kreises der Mitwirkenden. Methodisch orientiert sich die verantwortliche Stelle hierbei an der Diversität Zielgruppe. Im Sinne kulturpädagogischer Praxis wird auf der Grundlage vorhandener personeller und ideeller Ressourcen ein gemeinsamer kreativer Entwicklungsprozess gestaltet, der die Fortschritte als Erlebnisse markiert, etwa in Form von partizipativ erarbeiteten Veranstaltungen, deren formale Planung bzw. organisatorische Unterstützung wiederum in der Verantwortung des Quartiersmanagements liegt. Eine besondere Herausforderung besteht in der Erarbeitung und Umsetzung zielgruppengerechter und SMARTer Mobilitätskonzepte, um die einzelnen soziokulturellen Mikroräume einander anzunähern und nachhaltig zu einem großen Kulturraum zusammenwachsen zu lassen. Das Projekt im Pitch: Die Visionen der Einzelnen werden für die Vielen erlebbar und einander nähergebracht. Es bilden sich Begegnungsräume, an denen neue Beziehungen geknüpft und Ideen entwickelt werden.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In den 5 Mitgliedsgemeinden und kleineren Ortschaften der Samtgemeinde Sickte engagieren sich zahlreiche Menschen für eine gute Lebensqualität am Wohnort. Soziale Gemeinschaften, Kulturinitiativen und Vereine adressieren das unmittelbare Umfeld und tragen zur Belebung desselben bei. Allein die Entfernung zwischen den Orten beschränkt jedoch die Vernetzung untereinander und die Teilhabe bestimmter Zielgruppen. Die eigene Beschaffenheit des „Quartiers Samtgemeinde“ stellt die Weiterentwicklung von Soziokultur somit vor zwei entscheidende Herausforderungen: soziale Milieus und räumliche Distanz zwischen denselben – das eine bedingt das andere. Hinzu kommt als besonderes Merkmal der Samtgemeinde Sickte die ausgeprägte Anwesenheit bestimmter sozialer Gruppen, u.a. eine Community von Zugewanderten sowie die Gruppe der Menschen mit geistiger Behinderung (ca. 8,5 %, v.a. in Neuerkerode). Es fehlt an vernetzenden zielgruppenorientierten Konzepten, die diese Personengruppen stärker in das Kulturgeschehen einbinden und sie zu aktiven Partnern werden lässt. Besonders für diese Zielgruppen setzt selbstwirksames Gestalten und Handeln Anknüpfungsstrukturen voraus, die die Beteiligten bei ihren besonderen Bedürfnissen ernstnehmen. Befördert wird die Problemlage durch fehlende niedrigschwellige Mobilitätsangebote. Bisher entwickelte Mobilitätskonzepte adressieren i.d. nicht die realen Bedarfe. Ein Treffen Kulturschaffender, welches Ende März 2023 mit Unterstützung der Samtgemeinde Sickte und des Landkreises Wolfenbüttel stattfand, weckte bei den Teilnehmenden großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit, die durch eine zentrale Koordinierungsstelle begleitet werden müsse.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Sickte
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst eine Fläche von 82 qkm. Die Samtgemeinde Sickte ist ein Zusammenschluss von 5 eigenständigen Gemeinden (Sickte, Veltheim, Dettum, Erkerode und Evessen). Örtlich begrenzt ist das Gebiet im Westen durch die Ortschaften Hötzum und Apelnstedt, im Süden durch die Orte Mönchevahlberg und Weferlingen, im Osten durch die Gemeinden Evessen und Erkerode bzw. geografisch durch das Reitlingstal im Elm, im Norden geografisch durch den Landschaftsteil Herzogsberge sowiei den Nordausläufer des Elm bzw. örtlich durch die Gemeinde Cremlingen (nicht Teil der Samtgemeinde Sickte).
Einwohnerzahl
10345
Quelle / Anmerkungen
Stand 11/2021 - https://www.nls.niedersachsen.de/gemeinden/G158406.html
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Samtgemeinde Sickte (13.04.2023)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vgl. S&W, Bevölkerungsvorausschätzung 2022-2040, Variante B, inkl. Flüchtlingsmodell, basierend auf LSN-Daten zum Stand 31.12.2021
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf die gleichberechtigte Beteiligung aller am Netzwerkprozess Interessierten sowie auf aktivierende Motivation, sich diesem Netzwerk anzuschließen. Es werden gleichermaßen bestehende Potenziale aufgegriffen (Standortbestimmung) und durch Kooperationsangebote weiterentwickelt sowie eine breite, bisher nicht beteiligte Personengruppe hinsichtlich ihrer Bedürfnisse und Bedarfe befragt. Durch den gleichberechtigten Einbezug der Menschen versetzen wir diese in die Rolle von Expert:innen, die ihr Wissen und ihre Perspektive zum Nutzen des Netzwerks einbringen und ihre Ressourcen für eine vernetzte Kulturarbeit zur Verfügung stellen. Besonders benachteiligte Zielgruppen (Zugewanderte, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung) werden gemäß ihrer Beteiligungsbedürfnisse besonders berücksichtigt und unterstützt. Auch bei der Entwicklung von die Begegnung begünstigenden Mobilitätskonzepten stehen die Bedarfe der betroffenen Menschen im Fokus der Betrachtung - nicht die vermeintlich unabhängig Mobilen, sondern die offensichtlich von Unterstützung Abhängigen sollen Einfluss auf die Lösungsfindung nehmen können. Das Projekt verknüpft klassische Gemeinwesenarbeit mit konkretem Quartiersmanagement: Über partizipative Kulturangebote werden Begegnungsräume geschaffen und Beziehungen ausgestaltet. Darüber hinaus findet eine Vernetzung bestehender Strukturen statt, Kooperationen führen zur selbstwirksamen Weiterentwicklung und zu einer gemeinsamen Identität.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Verein ist gegründet, am Netzwerk Beteiligte vernetzen sich selbstständig zu ihren Vorhaben und rufen das Netzwerks um Unterstützung an.
Beschreibung
Einzelne kulturschaffende Aktuere blicken über ihr konkretes, örtlich begrenztes Milieu hinaus und planen ihre Aktivitäten (in Kooperation mit Partnern) mit Blick auf einen das Projektgebiet möglichst umfassenden Wirkungskreis. Alle können teilhaben.
Beschreibung
Aus den Potenzialen Einzelner ist eine Gesamtidee entstanden, von der neue Vorhaben profititieren können und durch die sich neue Akteure motiviert fühlen.
Beschreibung
Die Potenziale vor Ort sind essentielles Fundament für eine vernetzte und teilhabeorientierte Kulturarbeit, welche unterschiedliche Milieus einander begegnen lässt.
Beschreibung
Menschen blicken über ihren soziokulutrellen Tellerrand hinaus und suchen aktiv den Knotakt zu potenziellen Kulturpartnern außerhalb ihres ötrlich begrenzten Milieus. es finden Begegnungen statt, neue Beziehungen entstehen.
Beschreibung
Menschen können ihre Ideen, Wünsche und Bedürfnisse einbringen und finden Gehör. Die Eingaben werden ernstgenommen und eine Einladung zur Mitgestaltung der Problemlösung wird angenommen. Gegenseitige Unterstützung ist Grundvoraussetzung allen Handelns.
Beschreibung
Die vernetzte Kulturarbeit fokussiert nicht auf einzelne Schwerpunktzielgruppen, sondern verständigt sich auf Konzepte und Maßnahmen, die eine möglichst diverse Breite erreichen soll.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Sickte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander Bunt e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kompetenzzentrum Freiwilligenmanagement Elm-Asse e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Wolfenbüttel - Servicestelle Kultur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Elm-Mobil e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Stiftung Neuerkerode, Unternehmenskommunikation
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sickter Rundschau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wolfenbütteler Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweigische Landeskirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kunst- und Kulturschaffende der Region
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Interessierten in der Samtgemeinde Sickte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft generationsübergreifendes Leben in der Samtgemeinde Sickte (LiSSi)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Behindertenbeirat Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgervertretung Neuerkerode
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit des Projekts beruht auf drei Säulen: 1) Sensibilisierung der Akteure und des Projektgebiets für kooperative Kultur- und Begegnungsarbeit mit dem Ziel der Selbstwirksamkeit. 2) Gründung eines Vereins ("Forum") als institutionelles Fundament der vernetzten Kulturarbeit. 3) Verstetigungskonzept zur mittel- bis langfristigen Fortführung der Koordinierungsstelle auf Grundlage einer institutionell, kommunal und ggf. durch Fördermittel getragenen Mischfinanzierung.
Zustimmung Veröffentlichung
On

3 NaVaLi Oasen-Projekt, Teilprojekt 3 (List Nord/Ost)

Ansprechpartner
Andrea Steckert
Funktion Projektleiterin
Stärkung und frischer Wind für die GWA im Stadtbezirk Vahrenwald-List zur solidarischen Entwicklung dreier unterschiedlicher Nachbarschaften - zwei mit zum Teil stark erhöhten sozialen Bedarfen.
Projektbeschreibung
#Fortsetzung zu TP2# Das professionell angeleitete Spiel ermöglicht Sozialräumliches Arbeiten, Aktivierung und Netzwerkarbeit, Empowerment, partizipatorische Planung, Projektentwicklung, Learning by Doing, erlebnisorientierten Selbsterfahrung (z.B. durch die für den gemeinsamen Spielerfolg wichtige, zeitweise Übernahme bestimmter funktionaler Rollen durch die Spieler*innen) und nachhaltigen Entwicklung in Gemeinschaft ebenso. Es dient als Impulsgeber oder Katalysator für Selbstorganisationsprozesse der Nachbarschaften, Wertschöpfung aus Vielfalt und Differenz und hilft bei der Auflösung von Konfliktpotenzialen. Jeder der vier Spiel-Zyklen ist unterteilt in je sechs angeleitete Phasen (s. unter Ziele/ Maßnahmen), in denen gemeinsam „Oasen“ - vielfältige Aktionsräume der gemeinschaftlichen Entwicklung in der Nachbarschaft - geschaffen werden. Insgesamt sollen bis zu 1200 Menschen direkt beteiligt und bis zu 4500 indirekt erreicht werden. Übergreifende Veranstaltungen unterstützen das Kennenlernen der „fremden“ Nachbarschaftskulturen untereinander, gegenseitige Unterstützung der Nachbar*innen und Synergieeffekte zur ganzheitlichen Entwicklung. Die Kooperation mit Schulen, bietet Möglichkeiten, junge Menschen im Rahmen dieses Projektes an die aktive Verantwortungsübernahme für die Entwicklung ihres Stadtbezirks heran zu führen und diese zu ermöglichen. Hauptanliegen des Projektes ist es, in den fokussierten Sozialräumen (insbesondere in TP2, 3) Zugänge zu den Bewohner*innen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten zu öffnen, mit ihnen herauszufinden, was sie bewegt und sie mit darin zu unterstützen, eigene und gemeinschaftliche Veränderungsideen zu entwickeln, umzusetzen und ihre Potenziale in Verbindung mit anderen zu entfalten. Gefördert werden dabei sozialer Zusammenhalt, Entwicklung von Zukunfskompetenzen, Stärkung der Integration, Partizipation und gesellschaftlichen Teilhabe. Das NaVaLi Oasen-Projekt integriert sich vor Ort in den Alltag der Bewohner*innen und die vorhandenen, sozialen Infrastrukturen der drei Quartiere und des Stadtbezirks. Im besten Falle gelingt dem Bezirks-System durch das neue Zusammendenken der Möglichkeiten, Impulse und die katalysatorische Wirkung dieses Projektes gemeinsam eine ganzheitliche Verbesserung sozialer Verhältnisse im Bezirk. Die soziale Arbeit in Vahrenwald-List bekommt durch Integration dieses speziellen GWA-Ansatzes in jedem Fall frischen Wind, der ggf. auch über die Bezirksgrenzen hinaus wirken kann.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
In der Nachbarschaft List Nord/Ost (TP3) ist der soziale Entwicklungsbedarf dauerhaft kritisch hoch. Im Quartier sind zwei "Mikrogebiete mit besonderem sozialen Handlungsbedarf" ausgewiesen. Strukturell; bzgl. der schlechten Situation in den Wohnblöcken, des überdurchschnittlich hohen Anteils Kinder und Alleinerziehender entspricht das Quartier dem angrenzenden BZ Sahlkamp (Einstufung „Soziales Zusammenleben“). In diesem Zuzugsgebiet ist eine Verbesserung der Situation ist nicht absehbar. Ein Antrag des Bezirksrates zum Bau eines dringend benötigten Jugend-/Familienzentrums wurde nicht genehmigt. In diesem Quartier, ist die Herausforderung erfolgreicher Integration am höchsten. Bis zu 90 Sprachen werden hier gesprochen. Große soziale Herausforderungen durch das beengte Zusammenleben in der isolierten Hochausbebauung führt bei zunehmenden äußeren gesellschaftlichen und globalen Krisen zu psychischen Belastungen, zu Spaltungen in der Gesellschaft und zur Schwächung demokratischer Strukturen. Vorhandene Kompetenzen der Menschen bleiben unentdeckt, Ressourcen, die im Zusammenspiel individuelle und kollektive Entwicklung ermöglichen könnten, bleiben isoliert. Es fehlen Beteiligungssysteme, die den Bewohner*innen helfen, ihre Ideen zu entfalten, Kompetenzen einzubringen, ihre Quartiere positiv mit auszugestalten und Selbstwirksamkeit zu erfahren, wichtige neue Verbindungen zu knüpfen. Es braucht neue diversitäts-sensible, starke Impulse, im GWA-Rahmen für eine Öffnung des Quartiers zur nachhaltige Selbstorganisationsprozesse. Auf dieses Gebiet wird das NaVaLi, in enger Kooperation mit dem GWA-Mitarbeiter der LHH u.a etablierten Akteur*innen, die größte Energie legen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover List Nord/Ost
Beschreibung
Gorch-Fock-Straße, Hinrichsring, bis Hebbelstraße, Kanal ist nördlich die Grenze. Das Constantin-Viertel, wo geförderte Sozialwohnungen entstehen, soll ebenfalls noch mit in das Aktionsgebiet einbezogen einbezogen werden.
Einwohnerzahl
4000
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021), Einwohnerzahl Stadtbezirks 71 TSD Einwohner*innen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) Einordnung bis 18 J.; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) Einordnung bis 29 J.; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
46
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021); angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
## Fortsetzung vom TP2 ## Bei den Bewohner*innen vor Ort, in der Nachbarschaft setzt NaVaLi an. Hier gibt es Träume und Wünsche. Genau hier unterstützt NaVaLi die professionelle Gemeinwesenarbeit mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. NaVaLi zahlt in die GWA-Strategie der LHH ein indem es sich in Bereichen mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf einsetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohner*innen über ein geringes Einkommen verfügt und/oder Transferleistungen bezieht und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Ankommensorte von Flüchtlingen, so wie in TP3 (GoHin) und TP2 (Vahrenwald-Büssi). Dieser Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht NaVaLi eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen im jeweiligen Quartier. Der Zielgruppen übergreifende Ansatz wird genutzt, um Brücken zu bauen -auch zwischen den Nachbarschaften im Stadtbezirk Vahrenwald-List. *angewendete Methoden könnten z.B. sein: Dialogue, Open Space, World-Café, Übungen aus Theorie U, Prototyping aus DesignThinking, Service-Learning (OECD Lernkompass), Achtsamkeitspraxis (MBSR), traumainformierter transparente Kommunikation, Navigator Zukunftskompetenzen, GFK Gewaltfreie Kommunikation, Social Witnessing, diverse online-Tools, etc.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen haben ihre Wünsche und Idee auf dem Traumbaum geäußert und wollen 3-5 Projekte pro Oasen-Spiel umsetzen.
Beschreibung
Es ist sicher gestellt, dass die Teilnehmer*innen in ihren Selbstorganisation (Projektgruppen) regelmäßig begleitet werden und notwendige Unterstützung erhalten.
Beschreibung
In der Erkundung der NAchbarschaft werden gemeinsam Potenziale der Nachbarschaft erhoben und dokumentiert. Ein Unterstützernetzwerk wird aufgebaut.
Beschreibung
Es wird gemeinsam eine Übersicht der Bezugsgruppen/ Stakeholder des Nachbarschaftsprozesses erstellt und das NEtzwerk über drei Jahre auf- und ausgebaut.
Beschreibung
Es finden Projekte in drei Quartieren des Bezirks statt. Alle Ebenen werden einbezogen. Es finden enge Kooperationen mit den Akteur*innen sozialer Arbeit in den Gebieten. statt. Teilnahme der Projektleitung an den jeweiligen Stadtteilrunden.
Beschreibung
Alle Bewohner*innen sind eingeladen und können weitere PErsonen mitbringen.
Beschreibung
Bei den initiierten NaVaLi-Projekten der Bewohner*innen wird es sich grundsätzlich um Gemeinschaftsprojekte handeln.
Beschreibung
Das Projekt selber bildet in Zusammenarbeit Strukturen. Aus den Oasen-Spielen werden Oasen der Nachbarschaft entstehen. Die Strukturen der besthenden GWA werden in Spiel gebracht und ggf. ausgebaut.
Beschreibung
Die NaVaLi-Projektleitung wird regelmäßig zum Austausch und zur Vorstellung der Projektentwicklungen an den Stadtteilrunden teilnehmen, zu denen die Mikrobezirke gehören.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Vahrenwald-List, Bezirksbürgermeister Thorsten Baumert und Bezirksratsmitglieder der Fraktionen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager Vahrenwald-List, Adem Öktem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH FB Senioren - offene Seniorenarbeit udn Beratung -
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilkulturzentrum Lister Turm, GF Birgid Ahrens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Vahrenwald, GF Jule Koch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Büssingweg, Vahrenwald, diverse Kontakte: Schulleitung, Didaktische Leiterin, Lehrer*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS List, Schulleiterin Petra Hoppe und diverse Lehrer*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Brüder Grimm, List Nord-Ost, Schulleiter und Leiter Ganztagsbertreuung der Diakonie Leif-Eric Otten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lister Kirchen, Vorstand und Pastorin*nnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch die Arbeit der letzten 5 Jahre im Stadtbezirk und persönliche Kontakte der Ehrenamtlichen haben wir sehr viele direkte und indirekte Kontakte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Agenda21- und Nachhaltigkeitsbüro, Leiterin Susanne Wildermann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH FB Soziales, Gemeinwesenarbeit aus dem Bereich Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lister Kaufleute e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hannoversche Neue Presse, Stadtteilredakteurin Petra Rückerl
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Wellenreiter, Jugendtreff Gorch-Fock-Str., List Nord/Ost
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Transition Town Hannover e.V., Ernährungsrat Hannover, u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ökostadt e.V., Projekt NaturKultur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
JuLiNa Kunst- und Kulturverein, Projekte "Garten-Kunst-Kultur im Wandel", "Urban-Land-Art Projekt", etc.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cem´s Cafébar DeHaen-Platz, Cem Selek
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff List Nord-Ost
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadtteilrunde List
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadtteilrunde Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Bürrgerschaftliches Engagement, Annette Reus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Runder Tisch GoHin, Mikrobezirk List Nord/Ost
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vahrenwalder Wirtschaftsforum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Café S, Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH FB Umwelt u. Stadtgrün, Bereich Baumpatenschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerbüro Stadtentwicklung der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Freiwilligenzentrum Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HAZ, Neue Presse und Stadtkind als Medienpartner
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ab 2027 möchte der Lister Nachbarschaft e.V. perspektivisch die Nachbarschafts-Gruppen sowie entstandene Projekte mit Partner*innen des neuen Bündnisnetzwerkes mindestens zwei Jahre weiterführen. Denkbar ist die Erweiterung des Vereins zu „Nachbarschaften Vahrenwald-List e.V.“. Der erprobte Ansatz NaVaLi Oasen-Projekt könnte für andere Stadtbezirke/ Gemeinden interessant sein und übertragen werden. (s.ergänzend Anlage in TP1: Oasenspiel-GWA-Nachhaltigkeitsaspekte.pdf)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Dachprojekt

Ansprechpartner
Heike Brunken-Winkler
Funktion Regionalmanagerin
Entwicklung gemeinsamer GWA-Ansätze und Aufbau von Insel-übergreifenden Netzwerken und Strukturen auf den ostfriesischen Inseln
Projektbeschreibung
Der coronabedingte Lockdown auf den Ostfriesischen Inseln bedeutete gleichzeitig einen Shutdown - von 100% auf 0% Touristen innerhalb weniger Tage. Die Gastronomie, die Hotels und sonstigen Beherbergungsbetriebe mussten schließen, die Verwaltungsmitarbeiter von Woche zu Woche die neuen Verordnungen auf den Inseln umsetzen. Die Insulaner waren plötzlich wieder unter sich - wie vor den 60er-Jahren, wo im Winter fast keine Gäste da waren. Da gab es noch richtige Saisonzeiten von April bis Oktober. Die Inseln bilden generell eben aufgrund der einseitigen Wirtschaftsstruktur von „100%-Tourismus-Destinationen“ einen Sonderfall in Niedersachsen. Sie sind höchstens mit anderen Inseln vergleichbar und ggf. hochfrequentierten Küstenorten ähnlich. Das prägt natürlich auch die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bewohner und das Miteinander. Die pandemiebedingte Ausnahmesituation hat eine Menschenleere auf den Inseln erzeugt, die nur in den ersten 2 bis 3 Wochen von den Insulanern als erholsam empfunden werden konnte. Schnell traten Existenzängste zutage, aber auch ein Wundern darüber, wie wenig man in den letzten Jahrzehnten von der eigenen wachsenden Inselgemeinschaft noch wusste. Man traf auf Mitmenschen, die keinen bis kaum Kontakt hatten zur Inselgemeinschaft, obgleich die kleinen Inseln nur zwischen 500 und 1.800 Bewohner haben, und die während des Lockdowns Unterstützung benötigten. Die Insellotsinnen, die gerade im ersten Aufbau von GWA auf Juist, Spiekeroog und Wangerooge waren, übernahmen sofort das "Kümmern" auf den Inseln. Das hat noch deutlicher gezeigt, wie notwendig und wertvoll eine gut funktionierende GWA ist und daran soll in den folgenden 3 Jahren angeknüpft werden. Das Dachprojekt soll dabei die wichtige Rolle des Vernetzters einnehmen und soll den Insellotsinnen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, aber insbesondere die institutionelle und Akteursvernetzung zwischen den drei Inseln aufbauen und verstetigen. Zudem sollen die Schlüsselakteure der anderen Ostfriesischen Inseln angesprochen und zum "Inselübergreifenden Erfahrungsnetzwerk GWA" verknüpft werden. Die Anträge der 3 Inseln Juist, Spiekeroog und Wangerooge sehen diese koordinierenden Arbeiten vor. GWA soll ohne Förderung dann mit Eigenmitteln weiter betrieben werden. Die restl. Inseln wollen von den Erfahrungen lernen und sollen über das Netzwerk Einblicke in den inselspez. Aufbau von GWA ziehen. Leitgedanke ist: "Geht's den Gastgebern gut, fühlt sich auch der Gast wohl".
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Insulaner wohnen dort, wo pro Jahr 1,5 Mio. Menschen gerne Urlaub machen. Es ist wunderschön auf den Inseln, aber es leben immer weniger Insulaner dort. Die Lebens- und Arbeitssituation hat sich aufgrund des erfolgreichen Marketings der letzten Jahrzehnte völlig verändert. Die teilweise ganzjährige Auslastung der Inseln führt zur erhöhten Arbeitsbelastung. Saisonkräfte in der Tourismuswirtschaft kommen vielfach aus dem europäischen Ausland und haben eigene „Inselgemeinschaften“ gebildet. Die Attraktivität der Inseln hat den Zuzug von Wohlhabenden zum Problem werden lassen. Wegen des „Ausverkaufs“ der Inselimmobilien an Zweitwohnungsbesitzer können sich immer mehr Insulaner das Leben und Altwerden auf der eigenen Insel nicht mehr leisten und ziehen aufs Festland, spätestens wenn im Rentenalter das Einkommen sinkt und die inadäquate ärztliche und pflegerische Versorgungssituation spürbar wird. Die Wohnraumsituation ist insgesamt prekär. Es fehlt Wohnraum für Inselbewohner und damit auch für Menschen, die in der Gemeinschaft aktiv sind. Die „Einwohnerzahl“ steigt in der Hauptsaison auf ein Vielfaches. Daher fokussiert sich kommunales Handeln hauptsächlich auf den Gast und weniger auf die soziale Gemeinschaft. Ein „Unter sich-Bleiben“ wie früher in der Winterzeit gibt es nicht mehr, die sozialen Strukturen bröckeln, Ehrenamt wird nicht mehr besetzt. Durch den coronainduzierten Lockdown wurde sichtbar: Es gibt Vereinsamung, Hilfestrukturen fehlen. Im Umgang miteinander führte dies zu Stress. Bevölkerung, Verwaltung und Politik wollen umdenken und die Erfahrungen und Erkenntnisse der Coronazeit nutzen, um die Selbstheilungskräfte zu beleben und GWA institutionell zu verankern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Juist - und - Spiekeroog - und - Wangerooge sowie Borkum, Norderney, Baltrum und Langeoog (Ostfriesische Inseln)
Beschreibung
Das vorliegend beantragte Dachprojekt umfasst alle sieben Ostfriesischen Insln im niedersächsischen Wattenmeer und insb. die drei an diesem Projekt teilnehmen Kommunen Juist, Spiekeroog und Wangerooge (zusammen 3.547 Einwohner). Die sieben Inseln liegen in vier Landkreisen: LK Leer (Borkum), LK Aurich (Juist, Norderney, Baltrum), LK Wittmund (Spiekeroog) und LK Friesland (Wangerooge).
Einwohnerzahl
17136
Quelle / Anmerkungen
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100001G, Stand 31.12.2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100002G, Stand 31.12.2019 Umfasst aufgrund der Datengrundlage Kinder bis einschließlich 15 Jahre Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100002G, Stand 31.12.2019 Umfasst aufgrund der Datengrundlage Jugendliche/junge Erwachsene von 15 bis 25 Jahren Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100002G, Stand 31.12.2019 Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100001V, Stand 31.12.2019 Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA als Kernkompetenz für das QM auf: Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen nach Möglichkeit alle und mit ihren jeweiligen Stärken aktiviert werden (Empowerment), um die bestehenden Herausforderungen anzugehen (Hauptaufgabe der Insellotsinnen in den drei Inselprojekten). Dafür müssen Verantwortung, regionale Identität, sowie der soziale Zusammenhalt gestärkt und die Unterstützung der lokalen Organisationen gewonnen werden. Im Dachprojekt werden die lokalen Inselakteure zwischen den Inseln vernetzt und die Insellotsinnen unterstützt im Austausch von Erfahrungen und Kompetenzen. So wird über ein interkommunales Netzwerk zwischen Bewohnern der beteiligten Inseln, den Verwaltungen, der Politik sowie den im Bereich der GWA tätigen Organisationen ein breites Bündnis entstehen. Dies geschieht unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeiten, die den Transformationsprozess zur resilienten Gesellschaft unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
DIe Akteure im Bereich GWA stehen im Austausch und arbeiten zusammen, sowohl auf den einzelnen Inseln als auch inselübergreifend. Es sind Strukturen entstanden, die das Netzwerk langfristig tragen.
Beschreibung
Die verschiedenen Bereiche der Kommunalverwaltung sind aufeinander abgestimmt und berücksichtigen/unterstützen die Ziele der GWA.
Beschreibung
Beim Handeln auf kommunaler Ebene (Verwaltung/Räte) wird gesamtkommunal gedacht und die einzelnen Gebiete/Gruppen berücksichtigt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
InselbürgermeisterInnen, Sozialverwaltung, Jugendbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Träger der Wohlfahrtspflege, Stiftungen auf den Inseln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vereine im Bereich Jugend, Pflege/Gesundheit, Kultur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchliche Träger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tourismusorganisationen auf den Inseln
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
jeweilige Inselzeitungen, regionale Presseorgane
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inselbüros bzw. Insellotsinnen Juist, Spiekeroog und Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
nach Bedarf ggf. weitere übergeordnete Instanzen wie Landkreise, Nationalparkverwaltung etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Politische Vetreter der Inselkommunen, Räte
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es werden kommunale Netzwerke und ein interkommunales Netzwerk zwischen Akteuren auf allen Ostfriesischen Inseln angeschoben und aufgebaut. Die Akteure werden über GWA informiert und darüber hinaus sensibilisiert werden. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen Netzwerkstrukturen geschaffen werden, sodass das Netzwerk sich nach Ende der Projeklaufzeit selber trägt, bzw. die Kontakte geknüpft und regelmäßige Austauschformate geschaffen werden, im besten Fall gemeinsame Projekte anlaufen.
Galerie
spiekeroog
wangerooge von oben
maibaum veranstaltung juist
img 0011
juist
spiekeroog
wangerooge
baltrum
borkum
langeoog
norderney
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona

Ansprechpartner
Tjark Goerges
Funktion Bürgermeister
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Die ostfriesischen Inseln befinden sich im Vergleich zu Gemeinden auf dem Festland in gleich mehreren Sondersituationen (Tide-Abhängigkeit, Autofreiheit, Weltnaturerbe, 100% Tourismus als Wirtschaftsfaktor). Für viele Urlauber*innen sind diese Besonderheiten der Grund, Juist zu besuchen. Für die Einheimischen stellen sie im Alltag aber auch häufig eine Herausforderung dar (Logistik, Fachkräfteaquise, Restriktionen). Das Verhältnis zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen ist nicht ausgeglichen. Während der Saison gibt es viele Angebote, aber für die Einheimischen bleibt wenig Zeit, diese überhaupt zu nutzen. Vor allem in den Wintermonaten besteht der Wunsch nach mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Durch die GWA soll das Bewusstsein für die eigenen Handlungsspielräume gestärkt werden, sodass in diesem Bereich ehrenamtliche Initiativen aus der Bevölkerung selbst heraus entstehen. Mehr Freizeitangebote schaffen automatisch auch mehr Begegnungsräume. Für die innere Stabilität als kleine Inselgemeinschaft ist es von enormer Bedeutung, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Senioren, Alt-Insulaner, Neu-Insulaner, Hilfsarbeiter, Jugendliche) zusammenzubringen und wieder mehr soziale Nähe herzustellen. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Willkommenskultur. Viele Arbeitskräfte bleiben nur für kurze Zeit auf der Insel, die Fluktuation ist hoch. Neu-Insulaner*innen sollen bei ihrem Start auf Juist mehr unterstützt werden und somit insgesamt mehr Wertschätzung erfahren. Zu Beginn der GWA sind die Startprojekte (Willkommens-Broschüre, Ehrenamtsbörse) wichtig, um Vertrauen zu schaffen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Sobald die Insulaner-Lotsin selbst einige Kontakte geknüpft und ein kleines Netzwerk aufgebaut hat, kann sie gezielt Menschen zusammenbringen. Mit der Verlängerung des Projektes kann die Insulaner-Lotsin sich intensiver um eine Zusammenarbeit bemühen und die Bildung von Arbeitsgruppen vorantreiben. Dieser Aspekt ist essentiell, damit Projekte sich dauerhaft etablieren und somit auch langfristig wirken können.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Auf Juist treffen dörfliche Strukturen und Bedingungen aufeinander, die sich zumeist eher in urbanen Räumen beobachten lassen. Es gibt nachbarschaftliche Nähe, generationen-übergreifende Familienbeziehungen, Kirchlichkeit und Ehrenamt. Gleichzeitig lässt sich eine hohe Fluktuation bei den Arbeitskräften beobachten – nicht nur im Bereich von Gastronomie und Hotellerie. Der Anteil an Arbeitsmigrant*innen ist vergleichsweise hoch. Viele leben nur während der Saison auf der Insel, arbeiten 6-7 Tage in der Woche und bleiben in ihrer wenigen freien Zeit eher unter sich. Für sie gibt es insgesamt nur wenige Möglichkeiten, mit anderen Bevölkerungsgruppen in Kontakt zu treten. Auf Juist sind die Wohnkosten ähnlich hoch wie in Großstädten und arbeitgeber-unabhängiger Wohnraum - vor allem für Familien - ist kaum vorhanden. Insgesamt besteht auf Juist eine stärkere Heterogenität in der Bevölkerung als in anderen ländlichen Gemeinden. Die beschriebenen Strukturen machen das Zusammenkommen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen schwierig. Viele haben den Wunsch, etwas an dieser Situation zu ändern und sind offen für gemeinsame Aktivitäten. Was fehlt, ist jemand, der die Initiative ergreift und die Organisation dafür übernimmt. Das Projekt schafft neue Begegnungsräume und -gelegenheiten mit dem Ziel, dass die verschiedenen Akteur*innen regelmäßige Kommunikation als positiv und produktiv erleben. So besteht die Chance, weitere Synergieeffekte zu generieren und gemeinsame Interessen stärker vertreten können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Juist
Einwohnerzahl
1679
Quelle / Anmerkungen
Ordnungsamt Juist
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand 07/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Fokus der Projekte liegt im sozialen Bereich - vor allem auf den Themen Jugend, Senioren und Willkommenskultur. Die Ideen für mögliche Projekte kommen aus der Bevölkerung selbst. Die Aufgabe der Insulaner-Lotsin ist es, zu motivieren, positiv zu bleiben und zu unterstützen - vor allem bei organisatorischen und administrativen Aufgaben. Sie schiebt Projekte an, indem sie den Rahmen bereitstellt, also z.B. ein Treffen plant und moderiert. Die Themen bestimmen die Insulaner*innen selbst. Außerdem sorgt sie dafür, dass die "Stimmung" in der Bevölkerung auf kommunaler Ebene nicht ignoriert wird, sondern Wünsche und Anliegen auch dort immer wieder auf den Tisch gebracht werden. Insbesondere im Winter, wenn vieles geschlossen hat und man sich nicht draußen aufhalten kann, fehlt es auf Juist an Freizeitangeboten. Das Insulaner-Büro soll zu einem Treffpunkt werden. Die Räumlichkeiten sind aktuell eher ein Provisorium. Gemeinsam sollen sie so gestaltet werden, dass man sich wohlfühlt und gerne dorthin kommt (z.B. gemeinsame Streichaktion, ein Inselflohmarkt oder Möbel-Upcycling).
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekte umgesetzt werden, die sich die Insulaner*innen gewünscht haben. Methode, um dies zu erkennen: Vergleich von Maßnahmen, die vorrangig für die Touristen umgesetzt wurden mit den Maßnahmen für die Insulaner*innen.
Beschreibung
Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenfeldern gebildet wurden. Methoden, um dies zu erkennen: 1.) Menschen arbeiten gemeinsam an einem Thema, obwohl sie aus verschiedenen Bereichen kommen (z.B. Hotellerie und Kirche). 2.) Kooperationen mit dem Festland
Beschreibung
Projekte aus den drei zentralen Bereichen Jugend, Willkommenskultur und Senioren wurden umgesetzt. Das Dorfgemeinschaftshaus wird von verschiedenen Gruppen als Treffpunkt genutzt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
ev. und kath. Kirchengemeinde Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Juist, Jubi Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehinderten- und Seniorenbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinner un Lue e.V. , TSV Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hotels auf Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Juist
Typ
Stadtteil
Galerie
screenshot facebook
screenshot facebook 2
screenshot homepage inselgemeinde
02 screenshot homepage inselgemeinde
screenshot inselpost
01 auftaktveranstaltung
03 auftaktveranstaltung
02 auftaktveranstaltung
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

NaVaLi Oasen-Projekt

Ansprechpartner
Andrea Steckert
Funktion Projektleiterin
Oasen der Nachbarschaften – gemeinsam lernen und Zukunft gestalten.
Projektbeschreibung
Anwendung und Weiterentwicklung eines innovativen Ansatzes für integrierte, nachhaltige Quartiersentwicklungen in der LHH Stadtbezirk 2 mit soziokulturellen Verfahrenstechniken sowie professioneller Prozessgestaltung, -moderation. Begleitung Ehrenamtlicher/Freiwilliger zur Potenzialentfaltung der Nachbarschaftsquartiere mit Anwohner*innen - hin zu gemeinsamer sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsentwicklung. Der Träger Lister Nachbarschaft e.V. (www.lister-nachbarschaft.de, s. Videos bisheriger Projekte) möchte mit bis zu 100 Freiwilligen des Vereins und des JuLiNa Kunst- und Kulturvereins (www.julina.org, Instagram: julina_am_molle) sowie weiteren ideellen Projektpartner*innen und Akteuren der GWA- und Quartiers-/Stadtteilnetzwerke unter der Leitung der Prozessmoderatorin Andrea Steckert das dreijährige, offene „NaVaLi-Oase-Projekt“ (NaVaLi = Nachbarschaften Vahrenwald-List) realisieren. In den neun achttägigen Oasenspielen können pro Spielzyklus je Netzwerkkonstellation bis zu 150 Bewohner*innen der Nachbarschaft direkt teilnehmen, in den Dialogen und Aktionsgruppen weitere. Zur Durchführung wird hier Förderung beantragt. Das NaVaLi Oasen - Projekt ist ein innovatives Modellvorhaben, mit dem die Aktivierung und breite Bildung der Bewohner*innen dreier Quartiere (3 Teilprojekte, Sozialräume; 3x ca. 4000 Nachbar*innen, Flächenausdehnungen ca. 500x500 m) mit unterschiedlichen, erhöhten sozialen undökologischen Aufmerksamkeitsbedarfen im hannoverschen Stadtbezirk Vahrenwald-List (ges. 72 TSD Einwohner*innen) zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und eigner, mitgestaltender Beteiligung angestoßen werden sollen. 1. Vahrenwald (Oasen-Anker am Büssingweg), 2. List-Mitte (Oasen-Anker am Gemeinschaftsgarten Röntgenstraße), 3. List-NordOst (Oasen-Anker, Gorch-Fock-Str./Hinrichsring). Die drei bilden ein online und durch gemeinsame Aktivitäten in Präsenz vernetztes Anker-Trio. Durchgeführt werden sollen Oasenspiel-Zyklen (Aktivierungsmethode nach Instituto ELOS), 3 Nachbar*innen-Dialoge, 3 Nachbarschafts-Oasen-Erntefeste, u.a. Beteiligungs- und kreative Mitmachaktionsformate. Als Projektleiterin und Prozessmoderatorin ist die im Stadtbezirk „Eingeborene“, bestens vernetzte, auf allen relevanten Beteiligungs-Dialogebenen sowie im Einsatz systemischer Dialogverfahren, des Oasenspiels u.a. SozioKultur-Methoden, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsentwicklung langjährig erfahrene Fachkraft Andrea Steckert (zahlreiche
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Aufgrund der andauernden COVID19-Pandemie sind die Bewohner*innen im hoch verdichteten Stadtteil List-Vahrenwald, in ihren Entwicklungs-, Entfaltungs-, gemeinsamen Reflexions- und Austauschmöglichkeiten stark eingeschränkt. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind davon besonders betroffen. Integrationsprozesse kamen zum Erliegen. Alleinstehende Bewohner*innen sind von Vereinsamung und Isolation betroffen. Dringend notwendige Nachhaltigkeitsprozesse (Klima) sind in den Hintergrund getreten. Gleichzeitig steigt der Entwicklungsdruck aufgrund allgemein gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Herausforderungen (globale Krisen) und die Sorge um eine ungewisse Zukunft. Psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen breiten sich in allen Altersgruppen rasant aus. Zur Eindämmung sozialer Folgewirkungen und der Wiedererlangung der Handlungskompetenzen, um auf die gewünschten Entwicklungspfade zu gelangen, braucht es dringend Maßnahmen der Re-Aktivierung der besonders betroffenen Nachbarschaften und frische Impulse zur Gemeinschaftsbildung. Für das gemeinsame Entdecken bestehender individueller und kollektiver Möglichkeits- und Gestaltungsräume, die kreative Nutzung kultureller Ausdrucksformen für die eigene und gemeinschaftliche Entwicklung sowie für Dialog und gemeinsames Handeln müssen Räume geöffnet und niedrigschwellige Beteiligungsprozesse angestoßen werden, die Begegnungen und Bedarfsformulierung auf Augenhöhe ermöglichen. Es braucht dringend Formate, in denen z.B. unterstützende Freiwillige (Nachbar*innen) sich selbst durch angeleitete Reflexionen und organisierte Dialoge voneinander lernen können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald-Nord und List-Mitte und List-NordOst
Beschreibung
Stadtbezirk 2: a.) Vahrenwald Büssingweg (Oasen-Anker Büssingweg), b.) List-Mitte (Oasen-Anker Röntgenstraße), c.) List-NordOst (Gorch-Fock-Str./ Hinrichsring)
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover, Bereich Wahlen und Statistik; Strukturdaten
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen in den Oasenspiele ihre Träume und Ideen von der Nachbarschaft eingebracht haben und verwirklicht haben.
Beschreibung
Sich Teilnehmer*innen der Oasenspiele die in der Spielstruktur vorgesehenen Rollen zur Selbstorganisation übernehmen.
Beschreibung
In den Oasenspielen die Potenziale der Orte gefunden und sich auf Basis Stärken der Teilnehmer*inne Aktionsgruppen bilden.
Beschreibung
Durch Gemeinschaftsbildung das ganze Sozialsystem vor Ort einbezogen werden konnte.
Beschreibung
Ist eine Grundhaltung der Oasenspiel-Methode.
Beschreibung
Das bestehende Netzwerk und die Kooperationen des Lister Nachbarschaft e.V. mit Fokus auf die drei Sozialräume (Teilprojekte) spezifisch erweitert wurden.
Beschreibung
die Oasen-Anker, Oasenspiele, die Dialogkultur und die Beteiligungs-Aktionsgruppen Teil der Nachbarschaftskulturen sind.
Beschreibung
sich die Angebote und Strukturen des NaVaLi-Projektes die vorhandenen Gemeinwesenstrukturen ergänzen.
Vorhandene Strukturen
Der Lister Nachbarschaft e.V. ist ein von Nachbar*innen selbstorganisierter Nachbarschaftsverein, der an der Schnittstelle von Soziokultur und GWA mit dem Ziel der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsentwicklung im Stadtbezirk arbeitet. 2009 als Voßwärts e.V. mit ca. 100 Mitgliedern gegründet. In 2020 wurde der Vereinsname geändert und die Ausrichtung des Vereins aktuellen Bedarfen angepasst. Aus einem Vereinsprojekt bildete sich 2021 der JuLiNa Kunst- und Kulturverein. Beide Vereine arbeiten heute eng zusammen und sind zudem mit vielen Akteur*innen im Stadtbezirk und der Stadt Hannover bestens vernetzt. Die personell, fachlich und wirtschaftlich notwendige Erfahrungen und Kompetenzen hierfür sind gegeben. Die Vereine sind ehrenamtlich organisiert. Für das NaVaLi Oasen-Projekt soll Andrea Steckert, selbst im Stadtbezirk geboren, als Projektleiterin eingestellt werden. Sie ist sehr erfahren und realisierte bereits erfolgreich für beide Vereine mit Fachunterstützer*innen und zahlreichen Freiwilligen mehrere Projekte. Das Volumen der Projekte in den letzten vier Jahren betrug 240 TSD €. Die Projekte wurden mit Mittel des Landes und Bundes finanziert sowie durch Zuwendungen des Bezirksrates und der LHH und Spenden der Nachbarschaft (für den Eigenanteil). Die Vereine selbst erheben keine Mitgliedsbeiträge, um uneingeschränkte Teilhabe zu ermöglichen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
LHH, FB Soziales Bürgerschaftliches Engagement und Soziale Stadtentwicklung, Bereichsleitung Frau Teschner.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH, Agenda 21 und Nachhaltigkeitsbüro, Susanne Wildermann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH, FB Umwelt u. Stadtgrün
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
gemeinnütziger JuLiNa Kunst- und Kulturverein, Vorstand Anne Peter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Vahrenwald-List, Bezirksbügermeister Thorsten Baumert
Typ
Stadtteil
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Nachbarschaftstreff List-NordOst, Tina Droßmann
Typ
Stadtteil
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Jugendtreff Wellenbrecher, Nachbarschaftstreff Gorch-Fock-Str. AWO, Kai Gieben
Typ
Stadtteil
Akteur
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Stadtteilzentrum Lister Turm
Typ
Stadtteil
Akteur
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GWA-Stadtteilrunden Vahrenwald-List
Typ
Stadtteil
Akteur
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Freizeitheim Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur
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Stadtteilzentrum Lister Turm
Typ
Stadtteil
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Intergrationsbeirat Vahrenwald-List
Typ
Stadtteil
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IGS-Büssingweg, Frederike Punte und Schulleitung
Typ
Stadtteil
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IGS-List, Schulleiterin Petra Hoppe
Typ
Stadtteil
Akteur
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und andere
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es ist zu erwarten, dass aus den Aktionsgruppen Verstetigungsbestrebungen hervorgehen, welche die Suche nach geeigneten Finanzierungskonzepten zur Fortsetzung des Modells und der Aktionsgruppen unter dem Dach des Projektträgers sicher stellen. Bereits während des Prozesses werden diese Bestrebungen vom Projektträger bewusst gefördert. Die Übertragung des Konzeptes auf andere Stadtbezirke durch die Zusammenarbeit mit anderen GWA-Trägern und der Stadt Hannover ist eine weitere Alternative.
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