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(Informelle) Beratung

WirHier.

Ansprechpartner
Jonas Kirsch
Funktion Einrichtungsleitung
Mitreden. Mitwirken. Mitgestalten.
Projektbeschreibung
Das Projekt stärkt Begegnung, Beteiligung und Vielfalt im Gemeinwesen im Sozialraum Kernstadt Wolfenbüttel. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Generationen, Lebenslagen und Hintergründe zusammenzubringen und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich austauschen, einbringen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können. Ausgehend von einem offenen Begegnungsort in der Innenstadt werden vielfältige, niedrigschwellige Angebote im Sozialraum initiiert. Diese reichen von kreativen und kulturellen Aktivitäten über Bewegungsangebote bis hin zu offenen Treffpunkten im Quartier. Die Formate sind bewusst flexibel gestaltet, um auf die Interessen und Bedarfe der Menschen vor Ort reagieren zu können. Im Mittelpunkt steht die aktive Beteiligung: Bürger*innen sind nicht nur Teilnehmende, sondern gestalten die Angebote selbst mit. Sie bringen eigene Ideen ein, entwickeln Projekte und übernehmen Verantwortung bei der Umsetzung. Ein ehrenamtliches Koordinationsteam und Projektmitarbeiter*innen begleitet diese Prozesse, unterstützen bei der Organisation und fördern die Vernetzung im Sozialraum. Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung von Menschen, die bisher wenig Zugang zu Beteiligungsmöglichkeiten hatten. Durch gezielte Ansprache und unterstützende Rahmenbedingungen werden Zugänge erleichtert und Barrieren abgebaut. Vielfalt wird dabei als Ressource verstanden, die das Gemeinwesen bereichert und neue Perspektiven eröffnet. Das Projekt schafft Gelegenheiten für Begegnung im Alltag, stärkt das gegenseitige Verständnis und fördert ein respektvolles Miteinander. Gleichzeitig trägt es dazu bei, lokale Netzwerke auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Initiativen und Einrichtungen zu intensivieren. So entsteht ein lebendiges Quartier, in dem sich Menschen zugehörig fühlen, ihre Fähigkeiten einbringen und gemeinsam Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen. Das Projekt leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und einer offenen, vielfältigen Stadtgesellschaft.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Wolfenbütteler Kernstadt steht als historisch gewachsener urbaner Raum vor vielfältigen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die eine gezielte Quartiers- und Gemeinwesenarbeit erforderlich machen. Einerseits prägen demografische Veränderungen das Stadtbild: Eine alternde Bevölkerung trifft auf zuziehende jüngere Haushalte, darunter Studierende und Familien, was unterschiedliche Bedarfe an Wohnraum, Infrastruktur und sozialer Teilhabe erzeugt. Gleichzeitig ist eine zunehmende soziale Differenzierung zu beobachten, etwa durch Einkommensunterschiede, unterschiedliche Bildungszugänge und variierende Lebenslagen. Hinzu kommen Integrationsanforderungen durch Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen, die Unterstützung beim Spracherwerb, Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialer Vernetzung benötigen. Gerade im innerstädtischen Bereich können dabei sowohl Potenziale kultureller Vielfalt als auch Risiken sozialer Segregation entstehen. Parallel dazu zeigen sich Herausforderungen in der Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements: Während es eine grundsätzlich vorhandene Vereins- und Ehrenamtsstruktur gibt, fällt es zunehmend schwer, insbesondere jüngere Menschen langfristig einzubinden. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Nutzung und Gestaltung öffentlicher Räume. Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Gruppen – etwa Jugendlichen, älteren Menschen und Gewerbetreibenden – erfordern moderierende und partizipative Ansätze. Zudem spielen Fragen der sozialen Infrastruktur, wie niedrigschwellige Beratungsangebote, Treffpunkte und Begegnungsräume, eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfenbüttel Heinrichstadt - Wirkung im Bereich Kernstadt Wolfenbüttel -
Beschreibung
Die Maßnahmen konzentrieren sich räumlich auf den Stadtteil Heinrichstadt mit einer Fläche von 94,21 ha und rund 4000 Einwohner*innen. Hier soll der offene Anlaufpunkt wirksam werden. Das Quartier liegt innerhalb der folgenden Straßen: Lange Straße Harztorwall Schultorwall Goslarsche Straße Jägerstraße Friedrich-Ebert-Straße Grüner Platz Friedrich-Wilhelm-Straße/ Lindener Straße Der Stadtteil Heinrichstadt bildet das Zentrum der Kernstadt Wolfenbüttel, bestehend aus den weiteren Stadtteilen „Kurzes Holz, Juliusstadt, Rote Schanze, Weiße Schanze, Auguststadt, Schwedenschanze“, summiert mit einer Fläche von knapp 1450 Hektar und 39.219 Einwohner*innen. Der Stadtkern übernimmt eine zentrale Versorgungs- und Funktionsrolle für die Gesamtstadt. Er bündelt wesentliche Angebote der Daseinsvorsorge, darunter Einzelhandel, Gastronomie, soziale und gesundheitliche Dienstleistungen sowie Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung. Zugleich stellt der Stadtkern einen bedeutenden Mobilitätsknotenpunkt dar, der durch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (Bahn- und Busverkehr) eine hohe Erreichbarkeit für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gewährleistet. Durch diese multifunktionale Ausrichtung fungiert der Stadtkern als zentraler Ort der Versorgung, Begegnung und Teilhabe und ist von gesamtstädtischer Bedeutung. Entsprechend sind Maßnahmen im Stadtkern darauf ausgerichtet, die Zugänglichkeit, Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualität nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. Das Projekt ist zwar räumlich und organisatorisch im Stadtkern verortet, verfolgt jedoch ausdrücklich einen sozialräumlich geöffneten Ansatz: Es schafft Zugänge für Bewohnerinnen und Bewohner außerhalb des Stadtkerns, ermöglicht bei Bedarf die Umsetzung von Angeboten im weiteren Sozialraum der Kernstadt und stärkt zugleich die Fähigkeit der Teilnehmenden, auch in ihren jeweiligen Lebensumfeldern eigenständig wirksam zu werden. Quellen (Aufruf am 22.03.2026) https://www.wolfenbuettel.de/index.php?ModID=7&FID=2672.16182.1&object=tx%7C2672.16182.1 https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876
Einwohnerzahl
39219
Quelle / Anmerkungen
https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026). Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/Stadtleben/Die-Stadt/Daten-und-Statistik/Arbeitswelt/ (Aufruf am 22.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026). Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876 (Aufruf am 22.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine gesonderte statistische Erhebung des Stadtteils Heinrichstadt liegt nicht gesondert vor. Die Angaben beziehen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet Wolfenbüttel (Stand Februar 2026). Quelle: https://www.wolfenbuettel.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung_Wolfenb%C3%BCttel_und_Ortsteile.PDF?ObjSvrID=2672&ObjID=7166&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1767782876 (Aufruf am 22.03.2026)
Unterlagen zum Gebiet
wirhier.pdf (280.22 KB)
wirhier._2.pdf (50.15 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich konsequent am Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es die Lebenswelt der Bewohner*innen in der Wolfenbütteler Kernstadt in den Mittelpunkt stellt und auf Aktivierung, Beteiligung und Selbstorganisation abzielt. Ausgangspunkt ist eine sozialräumliche Perspektive: Bedarfe, Ressourcen und Problemlagen werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort erhoben und kontinuierlich reflektiert. Zentral ist die Förderung von Partizipation. Bewohner*innen werden nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestaltende eingebunden, etwa durch Quartiersforen, Beteiligungsformate und projektbezogene Arbeitsgruppen. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu stärken und langfristig eigenständiges Engagement zu ermöglichen. Ein weiterer Kernaspekt ist die Vernetzung lokaler Akteur*innen. Einrichtungen, Initiativen, Verwaltung und Zivilgesellschaft werden zusammengebracht, um Synergien zu schaffen und nachhaltige Kooperationsstrukturen aufzubauen. Dabei übernimmt das Projekt eine moderierende und koordinierende Rolle. Darüber hinaus setzt das Projekt auf Empowerment, insbesondere von benachteiligten Gruppen. Durch niedrigschwellige Angebote, Beratung und Begegnungsräume werden Zugänge erleichtert und Teilhabe gefördert. Insgesamt verfolgt das Projekt einen integrierten, präventiven Ansatz, der darauf abzielt, soziale Ungleichheiten abzubauen, den Zusammenhalt im Quartier zu stärken und langfristig tragfähige Strukturen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zu etablieren
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Bewohner*innen aktiv Nachbarschaft gestalten, neue Begegnungsformate regelmäßig genutzt werden und stabile Netzwerke entstehen, die gemeinschaftliche Aktivitäten eigenständig tragen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt und Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungszentrum (BIZ) Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt- und Kreisjugendpflege (Stadt und Landkreis Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Salawo-Bürgertreff (AWO-Kreisverband Salzgitter/ Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Auguststadt (Landkreis Wolfenbüttel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenservicebüro Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohn- und Pflegeheime im Fördergebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Glaubensgemeinschaften im Fördergebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
(Sport-) Vereine im Fördergebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulen im Fördergebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Abteilung für Integration Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Behindertenbeauftrage für die Stadt Wolfenbüttel (Fr. Jussen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SoVD-Beratungszentrum Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen (divers) Vereine (Inklusionshelden e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehren, THW, Rotes Kreuz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturförderung und -entwicklung Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultureinrichtungen im Fördergebiet (Kulturstadt Wolfenbüttel e.V., Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel e.V., Kunstverein Wolfenbüttel e.V., Veränder.Bar, etc.)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in kommunale Strukturen eingebunden durch Kooperationen mit Initiativen, Einrichtungen und Stadtverwaltung. Angebote sollen langfristig bestehen, indem Verantwortung schrittweise an Bürger*innen und Partner übertragen wird. Nachhaltige Finanzierung erfolgt über kommunale Mittel, Förderprogramme, Sponsoren und Eigenleistungen. Netzwerke und Kooperationsvereinbarungen sichern die Verankerung. Dokumentierte Strukturen stabilisieren die Prozesse und fördern langfristige Teilhabe.
Zustimmung Veröffentlichung
On

PLATZ nehmen und Mitgestalten: Partizipativer Ausbau der Gemeinwesenarbeit beim PLATZprojekt

Ansprechpartner
Anna Knetsch
Vom Projektraum zum Nachbarschaftsanker – Ein inklusives Wohnzimmer für das Quartier.
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt an der Fössestraße ist ein Reallabor für nutzerinnengestützte Stadtentwicklung und „Do-Ocracy“. Wir verstehen uns als offene Plattform, auf der Nachbarinnen und Initiativen ihre Ideen für den urbanen Raum eigenständig ausproberen können. Mit dem Vorhaben „PLATZ nehmen & Mitgestalten“ erweitern wir dieses Feld um Gemeinwesenarbeit (GWA), um den Ort als barrierefreien Nachbarschaftsanker zwischen Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zu verstetigen. Unser Ansatz basiert auf drei Handlungsfeldern: 1. Aufbau eines Quartiersankers: Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle auf dem Gelände. Wir beraten Aktive bei der Umsetzung ihrer Projekte, bündeln Ressourcen mit lokalen Akteuren und verzahnen unser Angebot eng mit der sozialen Infrastruktur des Stadtteils. Durch eigene Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, Gesellschaftsabende, Lesungen, Feste oder Flohmärkte wollen wir unsere Räume öffnen und ermutigen selbst aktiv zu werden. 2. Aktivierung und Inklusion: Durch aufsuchende Formate und Kommunikation in einfacher Sprache bauen wir Schwellenängste ab. Wir motivieren Menschen, die bisher durch soziale oder bauliche Barrieren exkludiert waren, den öffentlichen Raum als ihren eigenen zu begreifen und aktiv mitzugestalten. Als Brückenbauerin übersetzen wir Bedarfe im Quartier in konkrete Teilhabeangebote und können diese zusammen mit den Engagierten direkt vor Ort umsetzen. 3. Partizipative Demokratiearbeit: Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Fach-Expertise schaffen wir Begegnungsräume für eine heterogene Nachbarschaft. Formate wie „Platz-Safaris“, Community Music oder Bau-Workshops befähigen insbesondere Senior:innen, Familien und Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte zur Selbstorganisation und stärken den sozialen Zusammenhalt auf Augenhöhe. Das PLATZprojekt wird so zum integrativen „Dritten Ort“, der Vielfalt als Chance begreift und die solidarische Entwicklung des Stadtteils nachhaltig vorantreibt.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Das PLATZprojekt liegt an einer kritischen Schnittstelle Hannoverscher Stadtteile, die laut Sozialmonitoring vor massiven Herausforderungen stehen. Wir agieren im Spannungsfeld zwischen dem hochverdichteten, gentrifizierungsgeprägten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. In beiden Räumen zeigt sich eine Unterversorgung an niedrigschwelligen, konsumfreien Begegnungsorten, die Integration und Teilhabe aktiv fördern. Obwohl das Projekt als Reallabor überregional strahlt, besteht lokal eine Schwellenangst: Die hochgradig selbstorganisierte „Do-Ocracy“ wird von vulnerablen Gruppen – insbesondere Senior*innen, Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Fluchthistorie – oft als informelle Barriere wahrgenommen. Es fehlt die personelle Instanz, die diese Hürden abbaut und den Ort als inklusives „Wohnzimmer“ öffnet. Die Landeshauptstadt Hannover verfolgt das Ziel, die soziale Kohäsion durch integrierte Gemeinwesenarbeit (GWA) zu sichern, doch fehlen dem PLATZprojekt aktuell die Ressourcen, um als systematischer „Nachbarschaftsanker“ mit fester „Kümmerer-Funktion“ zu fungieren. Unser Vorhaben adressiert dieses Defizit durch eine zweisäulige GWA-Strategie: Wir kombinieren strategische Koordination zur Vernetzung mit lokalen Akteuren (Kirchen, Vereine, Verbände) mit aktivierender Gemeinwesenarbeit direkt im Lebensumfeld der Bewohner*innen. Wir nutzen die experimentelle Stadtkultur als Türöffner, um Schwellenängste abzubauen, soziale Brennpunktbildung präventiv zu vermeiden und Teilhabe über Stadtbezirksgrenzen hinweg nachhaltig zu verankern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Limmer
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen. 1) Fokusraum Linden-Limmer (45.240 Einwohnende, Stand: 2025): Die Abgrenzung umfasst insbesondere den westlichen Teil von Linden-Nord und das angrenzende Limmer. Dieser Raum ist durch eine extrem dichte, gründerzeitliche Bebauung und einen massiven Mangel an öffentlichen, konsumfreien Freiräumen geprägt. Die hohe soziale Dynamik und fortschreitende Gentrifizierung führen zu einem verstärkten Bedarf an Maßnahmen zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts. Als traditionelles „Ankunftsquartier“ für verschiedene Zuwanderungsgenerationen ist hier der Auf- und Ausbau von Kooperationsstrukturen essenziell, um soziale Barrieren abzubauen und Integration aktiv zu gestalten. Das PLATZprojekt fungiert hier als Scharnier zwischen den Quartieren. Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
45240
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Unterlagen zum Gebiet
linden-limmer2.png (908.9 KB)
Gebiet-Name
Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen. 2) Fokusraum Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (34.302 Einwohnende, Stand: 2025): Dieser westlich an Linden-Limmer angrenzende Raum ist durch heterogene Siedlungsstrukturen und Großwohnsiedlungen geprägt. Hier zeigen sich Anzeichen einer Unterversorgung an sozialer Infrastruktur und Begegnungsorten. Besonders die Alterung der Bevölkerung im Rahmen des demografischen Wandels sowie ökonomische Benachteiligungen in bestimmten Quartiersabschnitten erfordern niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation. Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
34302
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit der Förderung entwickeln wir das PLATZprojekt zu einem sozialen „Scharnier“ zwischen dem hochverdichteten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Wir transformieren einen experimentellen Freiraum in eine feste soziale Infrastruktur. Unser Ansatz basiert auf zwei gleichwertigen GWA-Säulen: Die erste Säule ist die koordinierende GWA. Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine Anlaufstelle mit fester „Kümmerer“-Funktion. Hier steuern wir die Netzwerkarbeit, knüpfen Verbindungen zu Kirchen, Vereinen sowie Wohlfahrtsverbänden und moderieren den Austausch zwischen den verschiedenen Milieus. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln und das PLATZprojekt strategisch als Akteur in beiden Stadtbezirken zu verankern. Die zweite Säule ist die aktivierende Gemeinwesenarbeit. Wir warten nicht auf Besucher, sondern gehen mit verschiedenen Formaten (partizipativ) aktiv in die Quartiere, um soziale Barrieren abzubauen. Wir nutzen das Gelände als methodisches Werkzeug, um besonders benachteiligte Gruppene zur Selbstorganisation und Mitgestaltung zu ermutigen. Ob Flohmärkte, Lesungen oder Werkstatt-Projekte: Wir begleiten Bewohnerinnen dabei, den Ort zu ihrem „Wohnzimmer“ zu machen und eigene Nachbarschaftsinitiativen zu starten. So verbessern wir nachhaltig das soziale Klima und die Integration über Stadtbezirksgrenzen hinweg. Das PLATZprojekt wird zu einem Ort der gelebten Demokratie, der zeigt, wie Teilhabe und gute Nachbarschaft funktionieren kann
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfolg messen wir an der Resonanz im „Kiezzimmer“ und unseren partizipativen Formaten (zB Workshops). Indikator ist die Beteiligung von Menschen aus prekären Lagen und benachteiligten Gruppen, deren Bedarfe direkt in die Angebotsplanung einfließen.
Beschreibung
Erfolg zeigt sich, wenn Nachbarinnen eigene Ideen (zB Flohmärkte, Workshops) eigenständig auf dem Gelände umsetzen. Wir messen dies an der Anzahl der von Bewohnerinnen initiierten Mikro-Projekte und der Nutzung unserer Infrastruktur.
Beschreibung
Erfolg messen wir am Aufbau stabiler Kooperationen (zB Verbände, Kirchen, Vereine). Beleg ist die Umsetzung gemeinsamer Projekte, die Ressourcen bündeln und die soziale Reichweite des Standorts nachhaltig im Quartier erhöhen.
Beschreibung
Erfolg ist die nachweisbare Durchmischung der Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Fokusräumen (Linden-Limmer & Ahlem-Davenstedt). Wir messen dies an der Durchführung von mind. 2 großen generationsübergreifenden Formaten pro Jahr.
Nachhaltigkeit
Wir sichern das Vorhaben durch drei Säulen: Strukturelle Integration: Das „Kiezzimmer“ wird als fester Knotenpunkt in die lokale GWA-Infrastruktur eingegliedert (Kooperation mit Stadtteilräten/Trägern). Finanzmix: Wir streben nach der Pilotphase eine Teilfinanzierung durch kommunale Mittel an, ergänzt durch Eigenmittel aus Platz-Einnahmen und Sponsoring. Capacity Building: Durch „Do-Ocracy“ befähigte Nachbar:innen führen Formate künftig ehrenamtlich in Selbstorganisation fort.
Galerie
sam green drohnenaufnahme 20242 144dpi 75 1
platzprojekt e.v
Zustimmung Veröffentlichung
On

VERNETZ.T - Helfen. Mitmachen. Gemeinsam in Twistringen

Ansprechpartner
Jörg Busse
Funktion Geschäftsführer
Slogan "VERNETZ.T", (T für Twistringen) Untertitel: Helfen. Mitmachen. Gemeinsam in Twistringen
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt auf den Aufbau einer lokalen Vernetzungs- und Engagementstruktur zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Teilhabe im Gemeinwesen. Insbesondere sollen Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen besser erreicht und in nachbarschaftliche Strukturen eingebunden werden. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, Begegnung zu ermöglichen und bestehende Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger nachhaltig miteinander zu vernetzen. Kern des Projekts ist die Einrichtung einer niedrigschwelligen „Kümmerer“-Stelle als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle. Diese fungiert als Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Initiativen sowie bestehenden Unterstützungsstrukturen. Durch offene Sprechzeiten bietet sie einen einfachen Zugang für alle Interessierten. Die Stelle berät Menschen, die sich engagieren möchten, begleitet Engagementvorhaben und vermittelt zwischen Hilfesuchenden und Unterstützenden. Gleichzeitig werden bestehende Angebote und Akteurinnen und Akteure systematisch vernetzt sowie Bedarfe erfasst. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Engagement zu erleichtern, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen und nachbarschaftliche Strukturen nachhaltig zu stärken. Ergänzend wird eine lokale Begegnungsstruktur aufgebaut. Durch regelmäßige niedrigschwellige Formate wie offene Begegnungscafés oder thematische Austauschrunden entstehen Räume für persönliche Begegnung und Austausch. Diese Angebote richten sich bewusst an unterschiedliche Zielgruppen, darunter Jung und Alt, Zugewanderte und Einheimische. Dadurch sollen gegenseitiges Verständnis, interkultureller Austausch sowie gesellschaftliche Teilhabe aktiv gefördert werden. Zur Aktivierung und Sichtbarkeit des Projekts werden gemeinschaftsbildende Aktionen im Stadtgebiet initiiert. Dazu zählen beispielsweise Clean-Up-Aktionen, Begegnungsfeste sowie Mitmachprojekte. Diese Aktivitäten schaffen konkrete Beteiligungsmöglichkeiten, fördern Selbstwirksamkeit und stärken die Identifikation mit dem Wohnort sowie das generationen- und kulturübergreifende Miteinander. Durch die Kombination aus persönlicher Anlaufstelle, regelmäßigen Begegnungsformaten und gemeinschaftlichen Aktionen entsteht eine tragfähige und nachhaltige Infrastruktur für Engagement, Nachbarschaftshilfe und gesellschaftliche Teilhabe. Das Projekt trägt dazu bei, bestehende Strukturen zu vernetzen, neue Beteiligungsformate zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Twistringen im Landkreis Diepholz ist ein ländlich geprägter Standort mit zentraler Versorgungsfunktion für umliegende Ortschaften. Die Wege zu Beratungs- u. Unterstützungsangeboten sind für Bürgerinnen und Bürger mitunter weit. Eine zentrale Herausforderung stellt der Mangel an bezahlbarem Wohnraum dar, insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen sowie für Menschen mit Migrationsgeschichte. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit, die soziale Infrastruktur stärker mit der Wohnentwicklung zu verzahnen, um unterschiedlichen Bedarfen – etwa von älteren Menschen u. pflegenden Angehörigen – gerecht zu werden. Der demografische Wandel verstärkt diesen Anpassungsdruck zusätzlich. Die bauliche Situation ist teilweise durch eine verstreute Siedlungsstruktur geprägt. Dies begünstigt ein Nebeneinander statt eines aktiven Miteinanders. Menschen mit Migrationsgeschichte stehen teilweise vor Herausforderungen beim Aufbau von Kontakten und beim Zugang zu sozialen Netzwerken innerhalb der aufnehmenden Gesellschaft. Fehlende Anknüpfungspunkte, sprachliche Hürden u. begrenzte Begegnungsangebote erschweren die gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig besteht ein hohes Potenzial an bürgerschaftlichem Engagement. Viele Menschen sind bereit, sich einzubringen, jedoch fehlen häufig geeignete Strukturen, feste Ansprechpartner sowie transparente Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten. Akteure arbeiten teilweise nebeneinander, wodurch vorhandene Ressourcen ungenutzt bleiben. Die geplante Kümmerer-Stelle in Verbindung mit Begegnungsformaten schließt bestehende Lücken in der sozialen Infrastruktur, verbessert die Zugänglichkeit von Angeboten und aktiviert bürgerschaftliches Engagement.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Twistringen
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Stadtgebiet von Twistringen im Landkreis Diepholz einschließlich der umliegenden Ortsteile (8). Twistringen übernimmt als Grundzentrum eine zentrale Versorgungsfunktion für die Bevölkerung im Stadtgebiet sowie für angrenzende Ortschaften. Im Projektfokus stehen insbesondere die Wohngebiete im Kernort und den angrenzenden Ortsteilen, da hier der Bedarf an wohnortnahen Beratungs- und Begegnungsangeboten sowie an Vernetzungsstrukturen besonders deutlich wird. Die Abgrenzung orientiert sich somit an den gewachsenen Sozialräumen, den bestehenden Versorgungsstrukturen sowie den alltäglichen Lebensbezügen der Bevölkerung.
Einwohnerzahl
13376
Quelle / Anmerkungen
Stadt Twistringen
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/twistringen%2C-stadt/20152879/4
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte/demografiebericht+twistringen
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte/sozialbericht+twistringen
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt konsequent den Gemeinwesenarbeits-Ansatz, indem Bürger:innen aktiv in die Gestaltung des Gemeinwesens einbezogen werden. Kern des Projekts ist die Einrichtung einer niedrigschwelligen „Kümmerer“-Stelle als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle. Diese fungiert als verbindendes Element zwischen Bürger:innen, Vereinen, Initiativen sowie bestehenden Unterstützungsstrukturen. Die Stelle berät Menschen, die sich engagieren möchten, begleitet Engagementvorhaben und vermittelt zwischen Hilfesuchenden und Unterstützenden. Gleichzeitig werden bestehende Angebote und Akteur:innen im Sozialraum miteinander vernetzt und vorhandene Bedarfe systematisch erfasst. Ziel ist es, Engagement zu erleichtern, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen, zu nutzen und zu stärken. Ergänzend wird eine lokale Begegnungsstruktur aufgebaut. Durch regelmäßige niedrigschwellige Formate wie offene Begegnungscafés oder thematische Austauschrunden entstehen Räume für persönliche Begegnung und Austausch. Diese Angebote richten sich bewusst an unterschiedliche Zielgruppen und sollen gegenseitiges Verständnis, informelle Vernetzung und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Zur Aktivierung und Sichtbarkeit des Projekts werden zudem gemeinschaftsbildende Aktionen im Stadtgebiet initiiert. Durch die Kombination aus persönlicher Anlaufstelle, regelmäßigen Begegnungsformaten und gemeinschaftlichen Aktionen entsteht eine nachhaltige Infrastruktur für Engagement und gesellschaftlicher Teilhabe.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn die Kümmerer-Stelle regelmäßig genutzt wird (Ø ≥15 Anfragen/Monat), Angebote niedrigschwellig zugänglich sind und mindestens 75 % der Befragten diese als hilfreich und teilhabefördernd bewerten.
Beschreibung
Erreicht, wenn Engagierte eigene Ideen einbringen, gemeinschaftliche Aktionen initiieren u. aktiv umsetzen. Die Umsetzung wird begleitet u. durch kontinuierlich steigende Eigeninitiative sowie ca. 350–400 Std. ehrenamtliche Beteiligung/Jahr sichtbar.
Beschreibung
Erreicht, wenn bestehende Netzwerke, Kooperationen und lokale Ressourcen aktiv eingebunden und für Begegnungsformate, Vermittlungen und Projektaktivitäten genutzt werden (≥10 erfasste Angebote).
Beschreibung
Erreicht, wenn Angebote inklusiv gestaltet sind und regelmäßig von unterschiedlichen Zielgruppen genutzt werden (ca. 15–20 Termine/Jahr, Ø ≥10 Teilnehmende), wodurch Austausch und gegenseitiges Verständnis gefördert werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn ein regelmäßiger Austausch zwischen Vereinen, Initiativen und weiteren Akteuren stattfindet (ca. 6–10 Treffen/Jahr), gemeinsame Aktivitäten umgesetzt werden und verlässliche Kooperationen entstehen (≥3 Partner).Wichtig bei Verstetigung.
Beschreibung
Erreicht, wenn Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebenslagen regelmäßig zusammenkommen, neue Kontakte entstehen und gemeinschaftliche Aktivitäten (≥2/Jahr mit ca. 30–50 Teilnehmenden) das gegenseitige Verständnis stärkt.
Beschreibung
Erreicht, wenn eine kontinuierlich genutzte Kümmerer-Stelle (≥5 Kontakte/Woche) sowie ein stabiler Begegnungsort mit regelmäßigen Formaten etabliert sind.
Beschreibung
Erreicht, wenn das Projekt nachhaltig im Sozialraum verankert ist, Netzwerkstrukturen eigenständig weitergeführt werden und die Steuerung durch die Kümmerer-Stelle schrittweise reduziert wird.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Twistringen, Team Ehrenamt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kurt e.V. 1. Vorsitzende Frau Nölker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Für Integration in Twistringen (FIT)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen ; Haupt- und Realschule Twistringen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Anna Kirchengemeinde Twistringen, Herr Dechant Kieslich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Forum-Twistringen (FFT)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenberatung, Frau Döpkens
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frau Konvisser, Ukraine-Beauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereichsleitung Familie u. Soziales, Frau Raven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen e.V. (GUT), Herr Haskamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Malteser Hilfsdienst e.V., Stadtbeauftragte, Frau Habermann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SC Twistringen e.V. 1. Vorsitzender Jens Knabe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diepholzer Kreisblatt, Lokalredaktion Twistringen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Weserkurier, Lokalredaktion Twistringen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtjugendpflegerin, Frau Faust
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeister der Stadt Twistringen, Herr Bley
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
1. Stadtrat Twistringen, Herr Hüppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschuss für Senioren, Gleichstellung, Tourismus, Kultur und Schwimmpark
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschuss für Soziales, Schulen, Jugend, Integration und Sport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Gemeinde Twistringen, Herr Pfarrer Orths
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimat- und Bürgerverein Twistringen, 1. Vorsitzender Herr Meyer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Badiaa Moschee Twistringen, Leiter Herr Surchi
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit angelegt. Während der Laufzeit werden Ehrenamtliche gezielt qualifiziert u. schrittweise in die Planung und Umsetzung von Angeboten eingebunden. Parallel erfolgt die Integration in kommunale und zivilgesellschaftliche Strukturen. Der Aufbau stabiler Netzwerke bildet die Grundlage für eine langfristige Verankerung im Gemeinwesen. Anschlussfinanzierungen werden frühzeitig geprüft, einschließlich eines Folgeantrags. So können bewährte Strukturen verstetigt werden.
Galerie
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On

ZUSAMMEN-finden: Nachbarschaft ist, was du daraus machst!

Ansprechpartner
Volker Rosenfeld
Organisation LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.
Funktion Pastor und Geschäftsführer Nachbarschaftsladen Engeo, Vakanzvertreter
ZUSAMMEN-finden: Nachbarschaft ist, was du daraus machst!
Projektbeschreibung
In Bremervörde gibt es Wohngebiete unterschiedlicher Jahrzehnte und mit unterschiedlicher sozialer Struktur. Neben Wohngebieten mit überwiegender Einfamilienhausbebauung und ländlichen Wohngegenden gibt es Gebiete mit Wohnblocks der 70er Jahre, darunter auch stigmatisierte Wohngebiete. In diesen Bereichen wurde von den beiden Kirchengemeinden der Stadt in der Vergangenheit eine sozialraumorientierte GWA mit zwei Anlaufstellen, dem Stadtteilladen und dem Nachbarschaftsladen, aufgebaut. Hier finden insbesondere Familien mit Kindern, unter ihnen eine Mehrzahl mit Migrationsgeschichte Förderung in Gestalt von Hausaufgabenbetreuung, von pädagogischen Angeboten und Beratung. Auch Anwohnergruppen machen sich die Läden als Ort der Begegnung zu eigen: Nachbarschaftstreffen, Frauentreffen, internationale Frauengruppe, internationales Kochstudio, Handarbeitskreise usw. Über die Beratungsarbeit fungieren die Läden darüber hinaus als Vermittlungsstelle für weiterführende Fachberatung. Dazu sind sie im Netzwerk der örtlichen Beratungsstellen von Landkreis und Diakonie sehr gut eingebunden und Kooperationspartner verschiedener lokaler Akteure. Diese auf zwei Wohngebiete bezogene Arbeit und die darin gemachten Erfahrungen werden im Projekt „ZUSAMMEN-finden: Nachbarschaft ist, was du daraus machst“, beibehalten, weiterentwickelt und auf das Gesamte der Kernstadt Bremervörde ausgeweitet. Es werden Begegnungsräume geschaffen, in denen sich Angehörige unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen niedrigschwellig wahrnehmen, austauschen und vernetzen. Dadurch wird Vereinsamungstendenzen begegnet, Vorurteilen entgegengewirkt, Konflikten vorgebeugt und Nachbarschaftshilfe in entstehenden Netzwerken ermöglicht. Aus Teilnehmenden werden Mitwirkende. Hier geht es also um eine gesamtstrukturelle Entwicklung in der Stadt: Der Zusammenhalt von Menschen unterschiedlicher sozialer, ethnischer und kultureller Herkunft wird gefördert. Sie entdecken vorhandene Ressourcen und manches Verbindende, nehmen gemeinsam Missstände wahr und adressieren sie gemeinsam in der Öffentlichkeit. Auf diese Weise erwachsen aus der bestehenden Arbeit neue Formen der Selbstorganisation und Beteiligung. Ziele wie die Verbesserung der Wohnqualität in stigmatisierten Quartieren kommen im Austausch mit Verwaltung und Politik, mit Stadtteilvereinigungen und mit Vertretern der Wohnungswirtschaft verstärkt in den Blick. Mit Kooperationspartnern im gesamtstädtischen Kontext werden gemeinsame Initiativen begründet.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Liborius wird im laufenden Jahr 2026 (letztes Jahr der Förderung) durch Beratung und Förderung erfolgreich von "Gute Nachbarschaft" bei der Entwicklung einer Gemeinwesenarbeit in ihrem Bereich ("Nachbarschaftsladen Engeo") unterstützt. Parallel dazu ist in der Nachbarkirchengemeinde, der Ev.-luth. Auferstehungskirche, ein vergleichbares Projekt entstanden, der Stadtteilladen, der bereits nach der Selbsthilfe-RL der LAG soziale Brennpunkte gefördert wurde. Von dieser Seite her (H. Simon, J. Huesmann, J. Klatt) kam die Anregung, aus diesen beiden Stadtteil-Initiativen eine abgestimmte GWA für das Gebiet der Gesamtstadt Bremervörde zu entwickeln. In Bremervörde gibt es Wohngebiete unterschiedlicher Jahrzehnte und mit unterschiedlicher sozialer Struktur, deren Bewohnerschaft in weiten Teilen unverbunden nebeneinander lebt: Einfamilienhausgebiete, Gebiete mit Wohnblocks der 70er Jahre, stigmatisierte Wohngegenden, ländliche und landwirtschaftlich geprägte Lagen. Menschen mit höherem oder kleinerem Einkommen, Menschen in prekären Lebensverhältnissen und viele Menschen mit Migrationshintergrund leben in unterschiedlichen Kulturkreisen und Lebenswelten. In beiden Läden gibt es in den vergangenen Jahren vielfältige und gute Erfahrungen im Ringen um mehr soziale Teilhabe und gelingende Integration. Beide Anlaufstellen sind mit vielen Akteuren vor Ort bestens vernetzt, z.B. Schulen, Kinderschutzbund, Jobcenter, Polizei, Beratungsstellen des Landkreises und der Diakonie, haben in Verwaltung und Politik bei Stadt und Landkreis über die Jahre hohes Ansehen erworben und werden von dort zuletzt mit ca. 50 % gefördert.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf die sog. Kernstadt Bremervörde oder Ortschaft Bremervörde innerhalb des Stadtgebietes von Bremervörde, das auch eingemeindete Dörfer umfasst. Es wird im Norden durch das Waldgebiet "Höhne", im Osten durch die Ortschaft Hesedorf, im Süden durch die Ortschaft Spreckens und im Westen durch die Gemeinde Oerel, hier Ortschaft Glinde begrenzt. Es endet an den Ausfallstraßen jeweils an den Ortsschildern.
Einwohnerzahl
11736
Quelle / Anmerkungen
Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bremervörde
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die beiden Kirchengemeinden arbeiten seit Jahren nicht nur in den für die evangelische Kirche typischen Tätigkeitsfeldern, sondern auch mit einer expliziten Sozialraumorientierung und damit unabhängig von der Kirchen- und Religionszugehörigkeit ihrer Zielgruppen. Sie haben zu diesem Zweck ihre kircheneigenen Gebäude verlassen und andere Räumlichkeiten erworben bzw. angemietet. Damit reagieren sie auf ein sich seit Jahren veränderndes Umfeld in der Kleinstadt Bremervörde und verstehen sich als caring communities, die Bewohner der Stadt befähigen, ihre Interessen zu artikulieren und für sich einzutreten. Die in Stadtteilladen und Nachbarschaftsladen angestellten Sozialarbeiterinnen (insg. 2,0 VZÄ, im beantragten Projekt nur 1,5 VZÄ!) stärken und fördern mit niedrigschwelligen Beratungsangeboten die Selbstwirksamkeit der Zielgruppenangehörigen und ermitteln im Dialog mit ihnen Bedarfe und Verbesserungsvorschläge im Sozialraum (in der Vergangenheit zB. Realisierung einer sicheren Straßenquerung, usw.). Sie haben Beratungs-, Vermittlungs- und Netzwerkfunktion. Eine der Mitarbeiterinnen ist GWA-zertifiziert, eine weitere strebt den Zertifikatskurs im Projektzeitraum an. Umfangreiche Erfahrungen in der GWA motivieren uns, die vorhandene Arbeit weiterzuentwickeln und auf die gesamte sog. Kernstadt ausgedehnt. Zu den schon vorhandenen Kooperations- und Netzwerkpartnern kommen weitere hinzu. Es werden also eindeutig Ansatz und Methoden der Gemeinwesenarbeit angewendet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
In Nachbarschaftsladen und Stadtteilladen und weiteren niedrigschwelligen Begegnungsräume geben wir Menschen aktiv Gelegenheit, ihre Anliegen auszudrücken. Sie werden als Experten und Expertinnen für ihr Umfeld und ihre persönlichen Fragen ernstgenommen.
Beschreibung
In Beratung und Gruppenangeboten (Frauengruppe, internationales Kochstudio, Deutsch-Konversationskurs für Migrantinnen usw.) werden Einzelne und Gruppen zu Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe befähigt.
Beschreibung
Durch aktivierende Befragungen und Stadtteilspaziergänge werden Ressourcen aufgespürt und gebündelt, die dazu beitragen, den Alltag und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.
Beschreibung
In Stadtteilladen, Nachbarschaftsladen und anderen Begegnungsräumen kommen Angehörige unterschiedlicher Milieus, Herkünfte und Generationen zusammen. Dies trägt dazu bei, Vorurteilen entgegenzuwirken und Verständnis füreinander zu gewinnen.
Beschreibung
Fragestellungen und Themen von Anwohnern und Ratsuchenden werden in ihrem Facettenreichtum erkannt und ggf. an kompetente Netzwerkpartner weitervermittelt.
Beschreibung
Das Projekt der beiden Kirchengemeinden zielt darauf, in den verschiedenen sozialen Netzwerken, in die es eingebunden ist, gemeinsame Projekte und Ziele für das Gemeinwesen zu erkennen und zu realisieren.
Beschreibung
Themen und Fragen der sozialen Infrastruktur werden mit Anwohnern, „GebietsexpertInnen“, Kommunalverantwortlichen und VertreterInnen der Wohnungswirtschaft angesprochen und lösungsorientiert bearbeitet.
Beschreibung
Das Projekt bringt sich in soziale Hilfenetzwerke ein. Aus regelmäßigen Netzwerkkontakten werden gemeinsame Kampagnen, aus Netzwerken werden Bündnisse.
Vorhandene Strukturen
Seit 2013 besteht im Stadtteil um die Auferstehungskirche, Neues Feld, und seit 2020 im Stadtteil Engeo jeweils eine gut funktionierende Gemeinwesenarbeit, deren hauptsächliche Zielgruppe jeweils Familien mit Kindern sind („Kinder und Familien stärken“). In diesen Quartieren leben eine für kleinstädtische Verhältnisse hohe Zahl von Menschen in sozial benachteiligten Lebenssituationen, unter ihnen viele mit Migrationsgeschichte und kinderreiche Familien. Mit ihren Bedarfen sahen sich die Kirchengemeinden vor Jahren immer stärker befasst und haben deshalb mittels Drittmittelförderung („Aktion Mensch“, „Stiftung Deutsches Hilfswerk“, öffentliche Förderung) Grundlagen einer GWA gelegt, die dann mit Unterstützung der LAG soziale Brennpunkte („Selbsthilfe-RL“ bzw. „Gute Nachbarschaft“) auf methodisch wirksame Füße gestellt wurde. Mit täglicher Hausaufgabenbetreuung, pädagogisch sinnvollen Freizeitangeboten, niedrigschwelligen offenen Kinderangebote in den Ferien werden in jedem Laden seit Jahren durchschnittlich täglich mehr als 20 Kinder erreicht, teilweise bis zu 30. Eltern kommen wegen ihrer Kinder in die beiden Läden und werden zu allgemeinen Lebens- und Erziehungsfragen beraten, erfahren dort sozialarbeiterische Unterstützung oder werden an Fachberatungsstellen weitervermittelt. Das Projekt ZUSAMMEN-finden entwickelt die vorhandene GWA der beiden Läden weiter, und nimmt mit neuen Begegnungsräumen und neuen Kooperationspartnern eine gesamtstädtische Perspektive ein.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendsozialarbeit, Jugendzentrum, Jugendamt, Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beratungsstellen des Landkreises: Wohngeldstelle, Jobcenter, Ausländerbehörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Tandem e.V., Stadtteilvereinigungen, Service-Clubs, Lebenshilfe Bremervörde/Zeven e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulen, Schulsozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ökumenische Partner in der Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Einzelne Arbeitgeber von Klienten der Beratung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vermieter und Vermietungsgesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bremervörder Zeitung und Anzeiger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter politscher Parteien
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Überregionale Förderer wie LAG und Diakonie in Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Anlaufstellen Stadtteilladen und Nachbarschaftsladen in Bremervörde sind seit 12 bzw. 6 Jahren mit insgesamt 2,0 VZÄ soz.päd. "Kümmerern" verlässlicher Bestandteil der sozialen Infrastruktur der Stadt und werden u.a. durch Zuschüsse von Stadt und Landkreis gefördert. Im Projektzeitraum 2027-2029 wird die GWA der beiden Läden beibehalten, weiterentwickelt und über die gesamte Kernstadt ausgeweitet. Eine Verstetigung und Einbettung der Arbeit in die kommunale Stadtentwicklung ist erwartbar.
Galerie
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quartier neues feld stadtteilladen bremervoerde bild4
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Zustimmung Veröffentlichung
On

SUWI - Stadtteilladen im Suthwiesenviertel (Weiterentwicklung Gemeinwesenarbeit)

Ansprechpartner
Lennart Helm
Funktion Leiter Geschäftsstelle
Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Suthwiesenviertel
Projektbeschreibung
Der Stadtteilladen SUWI im Suthwiesenviertel in Salzgitter-Lebenstedt hat sich seit Beginn der Förderung als zentraler Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers etabliert. Ziel des Projektes ist es, Begegnung zu ermöglichen, Beteiligung zu stärken und die Lebensqualität im Stadtteil gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu verbessern. Das Quartier ist geprägt von einer hohen sozialen Belastung, einem überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie einem hohen Anteil von Familien, die Transferleistungen beziehen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Orte der Begegnung und Beteiligung. Der Stadtteilladen bietet daher einen offenen und barrierearmen Treffpunkt, in dem Beratung, Begegnung, Bildung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden. In den vergangenen Jahren konnten stabile Netzwerke mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, sozialen Trägern und der kommunalen Verwaltung aufgebaut werden. Das Stadtteilzentrum bietet unter anderem offene Treffangebote, Beratungs- und Unterstützungsangebote, Bildungs- und Freizeitangebote sowie Beteiligungsformate für Bewohner:innen. Besonders wichtig ist dabei die Aktivierung der Menschen im Quartier, damit sie eigene Ideen entwickeln und Verantwortung für ihren Stadtteil übernehmen. Im Folgeprojekt soll die Gemeinwesenarbeit im Quartier weiterentwickelt und verstetigt werden. Schwerpunkte sind die stärkere Beteiligung der Bewohner:innen an der Gestaltung des Stadtteils, der Ausbau von Kooperationen im Quartier sowie die Förderung von sozialen und interkulturellen Begegnungen. Perspektivisch sollen niedrigschwellige Angebote zur Unterstützung im Alltag von Familien, Frauen, älteren Menschen und Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte weiter ausgebaut werden. Dazu zählt auch die schrittweise Einbindung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AZUA), die alltagspraktische Hilfen, soziale Begleitung sowie niedrigschwellige Beratungs- und Entlastungsangebote umfassen und bedarfsgerecht im Quartier zugänglich gemacht werden. Durch die kontinuierliche Netzwerkarbeit, die Aktivierung von Bewohner:innenengagement und die Entwicklung gemeinsamer Projekte trägt das Stadtteilladen langfristig zur sozialen Stabilisierung und positiven Entwicklung des Quartiers bei.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Suthwiesenviertel in Salzgitter-Lebenstedt ist weiterhin durch soziale und infrastrukturelle Herausforderungen geprägt. Im Quartier leben überdurchschnittlich viele Familien mit geringen Einkommen, ein hoher Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie viele Haushalte, die Transferleistungen beziehen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Begegnungsorte, an denen sich Bewohnerinnen und Bewohner austauschen, Unterstützung erhalten und sich aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfeldes einbringen können. Viele Menschen im Quartier leben vergleichsweise isoliert voneinander. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, sprachliche Barrieren und fehlende Treffpunkte führen dazu, dass Kontakte zwischen Bewohnergruppen nur begrenzt entstehen. Besonders Familien, Frauen, ältere Menschen sowie neu zugewanderte Bewohner: innen haben einen erhöhten Bedarf an Beratung, Unterstützung und sozialer Vernetzung. Auch im Wohnumfeld bestehen weiterhin Herausforderungen. Öffentliche Räume und Grünflächen werden teilweise wenig genutzt oder bieten nur begrenzte Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig fehlt es an Strukturen, die Bewohner: innen dabei unterstützen, sich aktiv an der Entwicklung ihres Quartiers zu beteiligen. Der Stadtteilladen SUWI hat sich in den vergangenen Jahren als zentraler Ort für Begegnung, Beratung und Beteiligung etabliert. Die Nachfrage nach Angeboten und Unterstützung ist jedoch weiterhin hoch. Um die begonnenen Entwicklungsprozesse im Quartier nachhaltig fortzuführen und die soziale Stabilisierung zu stärken, ist eine Fortsetzung der Gemeinwesenarbeit notwendig.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Lebenstedt Suthwiesenviertel
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Bezirke 55 und 57 im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt (Suthwiesenviertel rund um Suthwiesenstraße / Reppnersche Straße). Die Abgrenzung orientiert sich an den statistischen Bezirksgrenzen und umfasst die angrenzenden Wohnquartiere mit hoher Bevölkerungsdichte und besonderem Integrationsbedarf.
Einwohnerzahl
6179
Quelle / Anmerkungen
Stadt Sazgitter, Einwohnerdaten Stand 31.12.2024
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Der Stadtteilladen SUWI im Suthwiesenviertel arbeitet nach dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern, die Teilhabe der Bewohnerinnen zu stärken und nachbarschaftliche Netzwerke aufzubauen. Der Stadtteilladen dient als niedrigschwellige Anlaufstelle für Bewohner: innen aller Altersgruppen und Herkunft. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Aktivierung und Beteiligung der Bewohner: innen. Menschen aus dem Quartier werden ermutigt, eigene Ideen, Projekte und Aktivitäten einzubringen und gemeinsam umzusetzen. Dadurch werden Selbstorganisation, Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme im Quartier gestärkt. Darüber hinaus fungiert der Stadtteilladen als Ort der Begegnung, Beratung und Vermittlung. Bewohner: innen erhalten Unterstützung bei sozialen Fragestellungen und werden bei Bedarf an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote weitervermittelt. Gleichzeitig werden Kooperationen mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden und sozialen Trägern gepflegt und weiterentwickelt. Durch Veranstaltungen, Gesprächsrunden, Informationsangebote und gemeinsame Aktionen werden Austausch und Begegnung gefördert. So trägt die Gemeinwesenarbeit dazu bei, soziale Isolation zu reduzieren, Integration zu stärken und das Zusammenleben im Quartier nachhaltig zu verbessern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner: innen bringen eigene Themen und Ideen ein, beteiligen sich an Aktivitäten im Stadtteilladen und nutzen die Angebote regelmäßig als Treffpunkt und Beteiligungsort im Quartier.
Beschreibung
Regelmäßige Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, Schulen und sozialen Trägern stattfindet und gemeinsame Aktivitäten oder Projekte im Quartier umgesetzt werden.
Beschreibung
Mehr Begegnungen zwischen Bewohner: innen entstehen, neue Besuchergruppen den Stadtteilladen nutzen und gemeinsame Aktivitäten das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier stärken.
Vorhandene Strukturen
Im Suthwiesenviertel besteht bereits eine etablierte Struktur der Gemeinwesenarbeit. Der Stadtteilladen SUWI fungiert als zentraler Treffpunkt und Anlaufstelle für Bewohner: innen des Quartiers. Hier werden niedrigschwellige Beratungs-, Begegnungs- und Beteiligungsangebote bereitgestellt. Die Gemeinwesenarbeit wird durch eine hauptamtliche Fachkraft koordiniert und durch ehrenamtliches Engagement aus dem Quartier unterstützt. Regelmäßige Angebote, offene Treffpunkte sowie thematische Veranstaltungen ermöglichen Austausch, Begegnung und Beteiligung der Bewohner: innen. Zudem bestehen Kooperationen mit verschiedenen lokalen Akteuren, darunter Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen und Kitas, kirchliche Einrichtungen, Vereine sowie weitere soziale Träger. Durch regelmäßige Netzwerktreffen und gemeinsame Aktivitäten werden Ressourcen gebündelt und Angebote besser aufeinander abgestimmt. Die vorhandenen Strukturen der Gemeinwesenarbeit bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Quartiers. Sie fördern die Beteiligung der Bewohner: innen, stärken nachbarschaftliche Beziehungen und tragen dazu bei, soziale Herausforderungen im Quartier gemeinsam zu bearbeiten.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
StoP-Koordinatorin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Salzgitter Kontorskoordination
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Montessori Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Talentwerk 38 Nachhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jumpers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Orientbrücke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Joseph Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TAG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum St. Elisabeth
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stefan Klein, MdL
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildungshelden Nachhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter Salzgitter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizei Salzgitter
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist durch den Stadtteilladen „Suwi“ nachhaltig im Quartier verankert und eng mit Schulen, Kitas und dem Jobcenter vernetzt. Die Stadt Salzgitter fördert bereits bestehende Angebote und sieht weiteren Bedarf. Kooperationen mit der TAG sichern die strukturelle Einbindung. Die langfristige Finanzierung soll zukünftig neben der kommunalen Unterstützung zusätzlich durch AZUA-Leistungen gewährleistet werden.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vielfalt verbindet – Inklusion und Teilhabe in Lüchow

Ansprechpartner
Sebastian Leierseder
Lüchow gehört allen – wir machen es möglich
Projektbeschreibung
Das Projekt „Vielfalt verbindet – Inklusion und Teilhabe in Lüchow" des EinsWeiter e.V. baut auf einer gewachsenen Gemeinwesenarbeit auf und entwickelt sie systematisch weiter. Über drei Jahre werden vorhandene Kräfte im Sozialraum miteinander verbunden, gemeinsam erprobt und schließlich in eigenverantwortliche Strukturen überführt. Herzstück ist ein niedrigschwelliges Kümmerer-Büro – eine Anlaufstelle mitten im Ort, die Begegnung ermöglicht, Anliegen aufnimmt und Prozesse begleitet. Das senkt Zugangshürden besonders für Menschen mit Diskriminierungs- oder Ausgrenzungserfahrungen. Von hier aus werden Bewohner:innen aller sozialen Gruppen angesprochen, besonders jene, die durch klassische Beteiligungsformate nicht erreicht werden. Ein zentrales Anliegen ist das Thema solidarisches Altern: Ältere Menschen – darunter viele mit Wurzeln in sozialen Bewegungen – und Jüngere werden in einen echten Austausch gebracht. Gegenseitige Unterstützung im Alltag wächst nicht aus Fürsorge von oben, sondern aus Begegnung auf Augenhöhe. Daraus entsteht schrittweise eine selbstorganisierte Nachbarschaftshilfe, die ohne projektliche Begleitung trägt. Parallel wird ein Netzwerk lokal Engagierter aufgebaut und gefestigt, das Inklusion als gemeinsame Haltung begreift und sich gegenseitig unterstützt und berät. Neue, informelle Formate ersetzen dabei etablierte Codes – „machen statt reden" ist das Prinzip. Das Netzwerk wird zunehmend eigenständig und bindet neue Bürger:innen aktiv ein. Im Themenfeld Barrierefreiheit und Antidiskriminierung werden Barrieren zunächst gemeinsam mit Betroffenen sichtbar gemacht – im öffentlichen Raum ebenso wie in der Arbeitswelt. In einem zweiten Schritt wird der Dialog mit Kommune und Betrieben gesucht, um konkrete Veränderungen anzustoßen. Am Ende des Projektzeitraums vertreten Betroffene ihre Interessen selbst in lokalen Gremien. Die drei Handlungsfelder – Care, Engagement und Barriereabbau – werden dabei nicht parallel nebeneinander bearbeitet, sondern als zusammenhängendes Ganzes begriffen und unterstützen sich zunehmend wechselseitig: Ein inklusiveres Lüchow entsteht, wenn Menschen füreinander eintreten, Strukturen sich öffnen und Teilhabe zur gelebten Selbstverständlichkeit wird.
Laufzeit
2027-04-01 00:00:00
Ausgangslage
Lüchow ist eine Kleinstadt im Wendland und fungiert als Mittelzentrum im ländlichen Raum (Einkaufen, Schulen). Daher ist Lüchow stark verkehrsbelastet. Obwohl in der Samtgemeinde der Großteil der Menschen mit Migrationserfahrung, Menschen an der Armutsgrenze und Menschen in Altenwohneinrichtungen in Lüchow lebt, gibt es kaum dritte Orte und Begegnung. Kulturelle und soziale Angebote entstanden historisch vor allem dezentral in den umliegenden Dörfern – getragen von einer Generation, die einst wegen des Widerstands gegen das Atomendlager ins Wendland zog. Für Menschen mit Behinderung, Neuzugewanderte und Menschen an der Armutsgrenze sind diese Angebote jedoch kaum erreichbar. Gleichzeitig sind viele der Menschen, die Jahrzehnte in sozialen Bewegungen aktiv waren, mittlerweile im Rentenalter und auf der Suche nach Möglichkeiten solidarischen Alterns. Vor diesem Hintergrund wurden drei zentrale Herausforderungen für Lüchow identifiziert: Erstens eine ausgeprägte Überalterung, die zielgruppengerechte Care-Konzepte erfordert. Zweitens eine geringe bürgerschaftliche Beteiligung und nachbarschaftliche Vernetzung weniger privilegierter sozialer Gruppen. Drittens Barrieren für Menschen mit Behinderung oder Diskriminierungserfahrung (physisch z.B. Bücherei, strukturell z.B. Verwaltungssprache). In der Quartiersarbeit ist EinsWeiter vor Ort konsequent partizipativ aktiv. Ein Büro ist als niedrigschwellige Anlaufstelle seit 2023 etabliert. EinsWeiter baut auf dieser lokalen Verankerung, breiter ehrenamtlicher Unterstützung und gewachsenem Netzwerkvertrauen auf – mit dem Ziel, gleichberechtigte Teilhabe und gelebte Inklusion für alle Bewohner:innen in Lüchow zu ermöglichen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtgebiet Kernstadt Lüchow
Beschreibung
Innerhalb der Samtgemeinde Lüchow wird die Stadt Lüchow aus der Kernstadt und mehreren Dörfern gebildet. Das Projektgebiet der Kernstadt erstreckt sich in einem Radius von ca 1km um das historische Stadtzentrum. Das Projektgebiet schließt Wohngebiete, innerstädtisches Gewerbe und ein Industriegebiet sowie alle vier Altenheime in der SG, Verwaltungssitze und Schulen ein. Die Wohnbebauung ist, neben historischen Fachwerkhäusern im Zentrum, durch Einfamilienhäusern aus den 1970er und 1980er Jahren und durch 3 geschossige Wohnblocks gekennzeichnet. Während in den umliegenden Dörfern große Einfamilienhäuser und denkmalgeschützte Höfe in Privatbestitz dominieren, findet sich in Lüchow fast der gesamte Bestand an vermieteten Kleinwohnungen in der Samtgemeinde. Aus diesem Grund wohnt der Großteil der Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen an der Armutsgrenze in der Kernstadt Lüchow. Fast alle Straßen im historischen Stadtzentrum sind für Autos freigegeben und stark verkehrsbelastet. Auf beiden Seiten der Hauptstraße sind zudem Parkplätze, so dass autofreie Mobilität nicht barrierearm möglich ist. Es gibt keinen Bahnanschluss, der ÖPNV ist schwach und es gibt keine größeren umliegende Orte. Die Fläche beträgt 9.354.677m².
Einwohnerzahl
6193
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Lüchow
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
* Projektgebiet: eigene Schätzung, keine Daten vorhanden * Samtgemeinde Lüchow Merkmal: Landesamt für Statistik Niedersachsen Stand: 12/23 * Landkreis Lüchow-Dannenberg: Landesamt für Statistik Niedersachsen Stand: 12/23
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
* Projektgebiet: Einwohnermeldeamts Samtgemeinde Lüchow, Stand: 03/2026 * Samtgemeinde Lüchow: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 12/2023 * Landkreis Lüchow-Dannenberg: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 12/2023
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
* Projektgebiet: Eigene Schätzung, keine Daten vorhanden * Samtgemeinde Lüchow Bezug: 10% Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen Stand: 12/2023 * Landkreis Lüchow-Dannenberg: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 12/2023
GWA/QM-Ansatz
Der Ursprung der Arbeit von EinsWeiter liegt in einem Vorhaben, das sich nicht umsetzen ließ, aber gerade dadurch lehrreich ist: Der Bau eines sozial-ökologischen Zentrums ließ sich nicht realisieren. Verantwortlich dafür war neben den Baukosten das Ausbleiben einer kritischen Masse an verbindlich engagierten anderen Akteuren. Die Konsequenz war keine Niederlage, sondern eine programmatische Weichenstellung – weg vom festen Ort, hin zur Arbeit in den lebendigen Netzwerken des Quartiers selbst. GWA wird hier bewusst von klassischer Sozialarbeit unterschieden: Nicht Problembearbeitung am Rand der Gesellschaft, sondern Verankerung von Teilhabe in ihrer Mitte. Das setzt voraus, dass Bedarfe nicht vorab definiert, sondern im Dialog mit den Menschen entwickelt werden – prozessoffen, widerspruchsfähig, anpassungsbereit. Partizipation ist dabei kein Instrument, sondern Grundbedingung. Die drei Handlungsfelder – solidarisches Altern, Engagement-Aktivierung und Barriereabbau – sind praktisch verschränkt: Sie adressieren verschiedene Ebenen des Gemeinwesens (individuell, kollektiv, strukturell) und verstärken sich gegenseitig. Das Kümmerer-Büro wirkt als Ort der Verbindung, der Zugänge schafft, ohne zu vereinnahmen. Der Anspruch: Strukturen, die über das Projekt hinaus tragen – weil sie nicht für, sondern mit den Menschen entstanden sind.
Qualitätskriterien
Beschreibung
offener Prozess wird durch Bedarfe und Interessen von Betroffenen maßgeblich gelenkt und gestaltet. Methode: Rückmeldungen zur Selbstwirksamkeit in moderierten Kleingruppen einholen.
Beschreibung
Engagierte organisieren sich im Netzwerk weitestgehend selbst und übernehmen dauerhafte Verantwortung. "Aktivierung zum Aktiv sein" ist auf Gruppen und Nachbarschaft übergegangen. Methode teilnehmende Beobachtung.
Beschreibung
Inklusion und Teilhabe wird als Querschnittsthema von allen Beteiligten mitgedacht. Gruppen im Projekt sind vielfältig zusammengesetzt (generationenübergreifend, Privilegierte und von Diskriminierung betroffenene, (soziale) Herkunft)
Beschreibung
Kommunale Akteure kennen eigene Stärken und Schwächen und binden aktiv andere Akteure ein, um sich zu ergänzen. Ungewöhnliche Allianzen entstehen rund um konkrete gemeinsame Ziele.
Vorhandene Strukturen
In den vergangenen Jahren wurden mit Förderung von Stiftungen (2x 50% Stelle für QE) tragfähige Strukturen, Erfahrungswissen und lokale Netzwerke aufgebaut. Der ursprünglich angestrebte Bau eines sozial-ökologischen Zentrums wurde angesichts der herausfordernden Umsetzung bewusst zugunsten einer Quartiers- und Gemeinwesenarbeit in bestehenden Netzwerken und Räumen zurückgestellt. Mit dem Büro besteht eine offene Anlaufstelle mit einem wachsenden Angebot: Spieletreffs mit Frauen und Kindern aus der Geflüchtetenunterkunft, ein Lernraum für Deutsche Gebärdensprache, inklusive BNE-Veranstaltungen, inklusive Disko sowie ein Projekt zur gemeinschaftsbasierten Stromversorgung. Ergänzt wird dies durch eine gemeinsam genutzte Infrastruktur (Eventbus, E-Riksha). EinsWeiter ist darüber hinaus in kommunalen Gremien verankert, etwa in der Steuerungsgruppe „Resiliente Innenstadt" zum Lüchower Verkehrskonzept. Als Knotenpunkt vernetzt das Projekt lokale Beratungsstellen (u. a. migra, Frauenberatung), Institutionen (Gleichstellungsbeauftragte, Runder Tisch inklusive Arbeitsplätze), engagierte Bürger*innen sowie öffentliche Räume wie den QBus und das MGH Allerlüd. Als anerkannte Anlaufstelle für Menschen mit Be_hinderung und/oder Pflegebedarf trägt EinsWeiter – unter anderem über das Netzwerk „Perspektive" – Betroffenenbelange in politische Gremien. Bildungsarbeit und kreative Auseinandersetzung zu Themen wie Teilhabe, Diskriminierung und Altern im ländlichen Raum runden die Arbeit ab.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Behindertenbeirat, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inklusionsnetzwerk, Lüneburg – Neue Wege ins Berufsleben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Allerlüd, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migra Beratungsstelle, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte, Samtgemeinde Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anti-Diskriminierungsnetzwerk Wendland, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elternforum (Mobile Familienbildung Lüchow-Dannenberg)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wendland im Wandel, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der Paritätische Selbsthilfekontaktstelle, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FASD-Beratung/Netzwerk, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EUTB-Teilhabeberatung, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jeff Jugendzentrum, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Agentur Wendland leben, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Altenheim St. Georg, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kurve e.V., Wustrow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Omas gegen Rechts Wendland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christopher Street Day, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschaft im Wendland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NABU, Ortsgruppe Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stabsstelle Regionalentwicklung Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wendlandschule (Förderschule Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung), Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schule, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendring, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Terra est vita (Ambulanter Dienst), Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gorleben Archiv, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugend-Zirkus Pepinillo, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturpark Wendland.Elbe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenberatungsstelle, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werkhaus, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpfleger, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landrätin, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister, Stadt Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialberatung für Hörgeschädigte, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisvolkshochschule Uelzen/ Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartier Vier e.V./Altes Rathaus, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sonus e.V. Wendland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Behindertenbeauftragte, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Resiliente Innenstadt, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grips Reha + Arbeit, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Perspektive, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Altenheim St. Elisabeth, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenresidenz, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kollektive Care Netzwerk, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zukunft X, Lüchow
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Unsere GWA baut auf gewachsener QE auf und verfolgt eine Verstetigung über die Projektlaufzeit hinaus. Daher wird im Rahmen des Projekts ausgelotet, welche Finanzierungen, z.B. Städtebauförderung, über Pflegekassen, Eingliederungshilfe der Kommune (SGB IX) nutzbar sind. Die schrittweise Übergabe an ehrenamtliche Strukturen reduziert die Personalkosten. Bereits jetzt wird Eins Weiter durch die Kommune unterstützt (Überlassung Baugrundstück). Ziel ist Ausbau. Austausch mit bestpractice Beispielen.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftszentrum Ahlhorn

Ansprechpartner
Benjamin Bak
Organisation Gemeinde Großenkneten
Funktion Leiter für Ordnung uns Soziales
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn - Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten
Projektbeschreibung
Ahlhorn: - größter Ortsteil der Gemeinde Großenkneten - Ca. 8500 Einwohner - Ausländeranteil bei 60-70% - Hohe Fluktuation - Leben in ehemaligen Kasernen / Geschosswohnungen - Seit 2023 im Förderprogramm „Gute Nachbarschaft“ Die Situation der osteuropäischen Bevölkerung mit schwieriger Integration und Teilhabe ist bekannt. Die Menschen aus Osteuropa haben wenig bis kein Vertrauen in die Arbeit behördlicher Organisationen. Somit ist die Hilfe in prekären Situationen (Familie, Wohnung, Arbeit) sehr schwierig und wird nicht angenommen. Trotzdem versucht die sehr engagierte und qualifizierte Gemeinwesen Mitarbeiterin im engen Zusammenspiel mit der QM / soziale Städtebauförderung unter dem Motto „Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten“ weiterhin alles um Vertrauen zur Bevölkerung aufzubauen und zu festigen. Die Gemeinde unterstützt das Projekt nachhaltig durch höhere Eigeninitiative, Kauf und Sanierung eines Gebäudes für das neue Nachbarschaftszentrum, Fertigstellung 09/2026. Dies befindet sich direkt im Ortskern von Ahlhorn und fungiert nicht als Außenstelle einer Behörde, sondern als ein Begegnungsraum für alle Bürger*innen Ahlhorns. Durch die neuen Räumlichkeiten wird der wichtige positive Erstkontakt zur GWA deutlich erleichtert, die Möglichkeit zur bedarfsgerechten Beratung, Fragen und Vermittlung von Diensten und Angeboten sofort sichtbar. Es entsteht ein Nachbarschaftszentrum für Begegnungen vieler verschiedener Nationen einfach nur zum Kaffeetrinken und sich kennenlernen oder für Veranstaltungen, Seminare, Bildungsangebote etc. Im Nachbarschaftszentrum werden Beratungsangebote vom Gesundheitsamt, Kindersprechstunden, Donum vitae etc. angeboten. Durch einen gemeinsamen Eingang wird der Zugang für alle Bewohner*innen deutlich erleichtert. Auch die Zusammenarbeit mit der Erwachsenenbildung, Sportvereinen, sozialpädagogischen Fachkräften (Integration, Jugendpflege, Streetwork), Diakonie und allen interessierten Bürger*innen ist in diesem neuen Nachbarschaftszentrum gegeben. Durch das Bottom-Up-Prinzip sollen die realen Bedürfnisse und Vorstellungen der einheimischen und der zugezogenen Bevölkerung im Projektgebiet frühzeitig erkannt und möglichst umgesetzt werden. Nur so kann eine höhere Identifikation und damit einhergehend Verantwortlichkeit für den eigenen Wohnort erreicht werden. Die Verfestigung der Gemeinwesenarbeit ist von großer Bedeutung des Ortsteils und ergänzt das vorhandene Quartiersmanagement optimal
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Als größter Ortsteil der Gemeinde Großenkneten weist Ahlhorn mit ca. 8500 Einwohnern mehr Strukturkomponenten einer Stadt als eines klassischen Dorfes auf u.a. soziale Segregation. Das größte Beschäftigungsfeld liegt im sekundären Sektor, in der lebensmittelverarbeitenden Industrie und in großen Logistikzentren in der Umgebung. Durch die Aufgabe des Bundeswehrstandortes Ahlhorn 2008 gab es einen Leerstand von Geschosswohnungen/Kasernen, die seitdem von Migranten genutzt werden. Enge/Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste /Unsicherheit bei der Bevölkerung auslöst. Diese sieht die soziale Entwicklung ihres Dorfes mit großer Sorge, sie fühlen sich entfremdet, hilflos, unsicher und sind besorgt, dass der Wert ihrer Immobilie durch das schlechte Image von Ahlhorn weiter sinkt. Das bestehende Angebot, das Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde kann diese Entwicklung bisher nicht auffangen. Seitens der GWA ist vieles auf den Weg gebracht und auch schon eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen worden, es bestehen weiterhin Angst/Unsicherheit auf Seiten der einheimischen / zugewanderten Bevölkerung. Der Ausländeranteil liegt im Projektgebiet bei ca. 60%, einzelne Straßen bei über 70%, es besteht eine hohe Fluktuation unter den Bewohner*innen, 22% der Bewohner*innen wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnort aber 39 – 50% der Bewohner*innen unter 2 Jahren. Und genau diese Umstände erschweren die GWA. Der Aufbau von Vertrauen und Miteinander gelebter Nachbarschaft ist schwierig da politische und kommunale Skepsis von Seiten der osteuropäischen Bevölkerung im Ort deutlich spürbar ist.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Die Gemeinde Großenkneten besteht aus 19 Ortsteilen, Ahlhorn ist der größte.Das Projektgebiet liegt in der Mitte des Ortsteil Ahlhorn und umfasst die Schulen (Grundschule / Graf von Zeppelin- Oberschule/ Dietrich- Bonhöfer -Gymnasium), den allgemeinen Ortskern, die Sportplätze, den Bahnhof und die sozialen Brennpunkte Kapitän-Strasser-Straße, Schuberstraße, Mozartstraße und Im Winkel (sanierungsbedürftige Geschosswohnungen).Auch die Siedlungen , die an die Brennpunkte anschließen sind oftmals aus den 50ern/ 60ern Jahren und somit mehr oder weniger stark sanierungsbedürftig.Das Projektgebiet zieht sich entlang der Wildeshauser Straße.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten - Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden. Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funktionale hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumlichen Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktuation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt. Mit dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung zukommt. Richten sich Beratungen hauptsächlich an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohner*innen angesprochen, unterstützt und beraten werden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
ISEK 2017: Gesamtstadt = Ortsteil Ahlhorn, Sonstige = Gemeine Großenkneten
GWA/QM-Ansatz
Enge Zusammenarbeit mit QM, gemeinsames Büro, gegenseitige Unterstützung / Hilfe bei Projekten, Maßnahmen absprechen Das Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen unter Einbeziehung / Mitwirkung der Betroffenen, da diese am besten wissen und beurteilen können, an was es in ihrem Ort mangelt und wo die Probleme liegen. Im neuen Nachbarschaftszentrum, wo alle Angebote in verschiedenen Sprachen auf digitalen Stelen angezeigt werden, ist ein deutlich besseres Umfeld gegeben, um einen positiven Erstkontakt herzustellen. Durch ein sofort sichtbares Angebot an Tee / Kaffee wird ein leichter Zugang zu einem Gespräch geschaffen. Durch Angebote wie Sprachkurse, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen etc. seitens der GWA ist ein viel direkterer Kontakt möglich und dadurch kann u.a. eine Vertrauensbasis langsam aufgebaut werden. Durch die politische Lage in einigen Heimatländern der Bewohner*innen ist es oftmals sehr schwierig, diese Menschen überhaupt zu erreichen und ihnen die Angst vor Behörden zu nehmen. Die GWA sucht nicht nur den Kontakt zu der zugezogenen Bevölkerung, sondern auch zu den alteingesessenen Bewohner*innen, damit auch deren Wünsche nach Ordnung und Sicherheit genügend beachtet werden. Die Vorgehensweise der GWA erfolgt in enger Absprache mit der Kommune/ direkter Draht zum Amtsleiter Der politische Ausschuss wird regelmäßig über den Stand der Maßnahmen informiert / Projektsteuerungsgruppen
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kennen ihren Ort am besten, sie bringen ihre Ideen ein und verwirklichen diese. Bei der Umsetzung werden weitere Bewohner*innen mit ihren Stärken und Ressourcen dazu gezogen, es werden anlassbezogene Hilfestellungen angeboten
Beschreibung
Neue Angebote, gemeinsames Arbeiten erreichen in- und ausländische Bewohner*innen, durch Kennenlernprozesse werden vorhandene Konflikte – unter Beachtung kultureller Besonderheiten- selbst gelöst und eine gute, freundschaftliche Nachbarschaft entwickelt
Beschreibung
Hilfe zur Selbsthilfe ist das Thema. Die GWA erkennt die Kompetenzstärken der Mitwirkenden, sie unterstreicht die positiven Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und zeigt auf, was gemeinsam erreicht werden kann. Das neue Nachbarschaftszentrum wird angenommen
Beschreibung
Regelmäßiger enger Austausch insbesondere mit dem Quartiersmanagement ist umgesetzt, es entstehen zielgerichtete Prozessabläufe und weitere handlungsfähige Netzwerke. Weitere Kooperationen werden in Zukunft umgesetzt
Beschreibung
Die GWA verbindet Generationen, durch gemeinsames Arbeiten an Projekten z.B. Gartenarbeit werden Menschen jedes Alters und jeder Nationalität zur Mitarbeit motiviert
Beschreibung
Bewohner*innen sind die Experten*innen in ihrem Ort, sie haben Interessen und Ideen, um ihr Dorf voran zu bringen. Unter Beachtung des Grundgesetzes und den Menschrechten unterstützt die GWA bei der Umsetzung der Ideen
Vorhandene Strukturen
Eine GWA und eine QM sind im Quartier tätig. Die Finanzierung der Tätigkeit (30h /Woche, voraussichtlich bis 2030) der QM wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zurzeit übernommen. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt, Projekte umgesetzt und das soziale Miteinander gefördert werden. Die GWA baut neue Kontakte auf oder vertieft vorhandene Kontakte durch professionelle Arbeit um eine Identifikation mit dem eigenen Ort zu erreichen. Des Weiteren gibt es einen Integrationsbeauftragten im Projektgebiet, die Bewohner*innen werden mit Informationen zu städtebaulichen Projekten/ Zusammenspiel mit Städtebauförderung regelmäßig versorgt. Ein Sanierungsbeirat, der regelmäßig tagt, ist eingerichtet. Es gibt derzeit zu wenig sozialen Wohnungsbau, die Gemeinde selbst hat Gebäude mit Geschosswohnungen selbst erworben, saniert diese zurzeit um nachhaltig eine Verbesserung der Wohnsituation im Projektgebiet zu erreichen. Ehrenamtliche Unterstützung ist gegeben, ein Netzwerk mit Bildungseinrichtungen (LEB), Diakonie, Streetworkern und soziale Institutionen gibt es. Anknüpfen an vorhandene Angebote, Weiterentwickeln, z.B. Musikprojekte, Zusammenarbeit mit Seniorenheim, Ideen aus schon vorhandenen Gruppen aufnehmen und umsetzen Nachbarschaftszentrum und Bildungszentrum als Begegnungsstätte und Treffpunkt
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1. Vorsitzender Ahlhorner Sportvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule GvZ, GS Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Streetworkerin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
-durch Rückkopplung GWA-Kommune/jährlicher Sachbericht im Jugendausschuss/Fraktionsgespräche sieht Politik die Notwendigkeit -GWA =unbefristeten Vertrag, eingestellt für andere Aufgaben Jugendarbeit. Ohne Förderung behält sich die Politik vor, die GWA wieder in ihrem ursprünglichen Tätigkeitsfeld einzusetzen -GWA mit Zertifikationskurs nach 3 Jahren weiterbeschäftigt - Bevölkerungsstruktur fordert eine dauerhafte GWA -Mit sozialen Akteuren die geschaffene Grundlage ausgebauen/festigen
Galerie
24 137 ap05a og grundriss neubau
24 137 ap03a eg grundriss neubau
img 3507
fotos kapitaen strasser strasse i klein 24.05.2021
Zustimmung Veröffentlichung
On

Alte(n) Treffpunkt Scheune

Ansprechpartner
Rembert Rauchbach
aktivieren, bewegen, sprechen
Projektbeschreibung
Wir haben einen Altenverein gegründet, um Verbindlichkeit zu schaffen und gegenseitige Unterstützung zu leisten. Mit dem Verein haben wir neben formeller Hilfe (vier geringfügig Beschäftigte arbeiten auf Anfrage für unsere Mitglieder) auch informelle Hilfesysteme geschaffen. Wir haben Angst vor Demenz, davor nicht mehr Zuhause leben zu können und bei Pflegebedürftigkeit im Heim wohnen zu müssen, was wir nicht bezahlen können. Wir treffen uns seit Mai 2024 regelmäßig ein Mal im Monat. Aufgrund der hohen Resonanz und des daraus erkennbaren Bedarfs planen wir eine bedarfsgerechte Skalierung unseres Angebotes. Im Austausch und durch Fachberatung über die genannten Problematiken sind wir zu der Vorstellung gekommen, dass eine Intensivierung des gemeinsamen Miteinanders unsere Sorgen (Demenz, Vereinsamung, teures Heim) lindern könnte. Wir wollen deshalb versuchen mit einem Alte(n) TREFFPUNKT Scheune Satemin regelmäßige Treffen zu organisieren. Neben den regelmäßigen monatlichen Abendtreffen wollen wir ein verlässliches wöchentliches Format schaffen. Begonnen werden soll mit einem Treffen pro Woche. Innerhalb des dreijährigen Projektverlaufs wollen für die Angebotsdichte nach und nach erhöhen, um eine umfassende soziale Teilhabe zu gewährleisten, der drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken und stabile Nachbarschaftsnetzwerke für die älteren Menschen in unserer Region aufzubauen. Der Treffpunkt soll Begegnungen ermöglichen; wechselseitiges Vertrauen aufbauen und vertiefen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Im ländlichen Raum verstärken sich die Barrieren für Senioren immer mehr. im Landkreis Lüchow Dannenberg gibt es überdurchschnittlich viele Senioren und deren Anteil an der Bevölkerung wird weiter steigen. Das Wendland ist eine extrem dünn besiedelte Kulturlandschaft, in der Dörfer mit Einwohnerzahlen von 30 bis gut 100 die Regel sind. Viele Orte sind reine Wohndörfer. In Satemin und den umliegenden Dörfern gibt es nur eine Gaststätte. Die Infrastrukturdichte ist deutlich geringer als im städtischen Umfeld. So gibt es in unserem Quartier kaum ÖPNV und viele der Älteren können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr den eigenen PKW nutzen. Der Aktionsradium wird dadurch sehr klein. Es gibt keine Möglichkeiten, sich zu treffen oder kulturelle Veranstaltungen zu besuchen, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Fachkräftemangel führt zudem dazu, dass Hausarztpraxen hier keine Nachfolger finden und damit die gesundheitliche Vorsorge erschwert ist, was die Mobilität und Teilhabe weiter einschränkt. Im Rahmen des Quartiermanagement wollen wir eine gezielte Vernetzung von Nachbarschaftshilfen und Vereinen erreichen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Lüchow Ortsteile Satemin/Jabel/Reetze/Gülitz Güstritz
Beschreibung
Karte erstellen mit Umkreis
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
eigene Erhebung
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Wir erleben, dass die Vereinsamung im Alter - wie überall - auch in unserem Gebiet zunimmt.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alte Scheune Satemin gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sonnenfeld eG (Altenwohnprojekt Groß Malchau)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Silberdistel Seniorentreff Clenze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Andrea Steinmetz, Dentalhygienikerin, Darmgesundheit, antientzündliche Ernährung Haspelweg 5 Wustrow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stolpes Erste Hilfe www. seh-wendland.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zisi Bergen/Dumme Breite Str. 69
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Aleksander Großmann alegro.ag
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll als notwendiger Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wahrgenommen werden. Soll erreicht werden durch: - Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt Lüchow-Dannenberg - Einbindung der am Ort ansässigen evangelischen Kirche - Vernetzung mit möglichst vielen anderen Akteuren der Altenhilfe im Landkreis Langfristige Finanzierung soll wie folgt gesichert werden: - Folgeantrag nach Ende des Förderzeitraums - Einwerbung von Spenden lokaler Firmen und von Mitgliede
Galerie
s50032133
sas900541
48083271
Zustimmung Veröffentlichung
On

2 Lüneburg steht zusammen!

Ansprechpartner
Andrea Szymanski
Funktion Quartiersmanagerin AWT
Gute Nachbarschaft - In Gemeinschaft mit der Vielfalt des Alter(n)s unsere Stadtteile entwickeln
Projektbeschreibung
In den Wohnvierteln sind Orte der Begegnung, sogenannte "Dritte Orte", rar. Aktivitäten wie der Einkauf im Supermarkt oder der Besuch bei Hausärzten:innen werden häufig zum Highlight der Woche. Die übrigen Zeiten verbringen Menschen in hohem Alter allein (einsam) in ihren Wohnungen. Es gibt weder öffentliche Plätze noch ein Stadtteilhaus, an denen man sich "anlasslos" – zufällig – ohne Konsumzwang treffen könnte. Funktionale Sitzgelegenheiten im wohnortnahen Außenbereich sind kaum vorhanden. Bushaltestellen oder der Friedhof werden in den Sommermonaten als Treffpunkt genutzt. Die Tendenz zur Vereinsamung oder Isolation betrifft nicht nur Menschen im höheren Alter, sondern auch Alleinstehende mit geringem Einkommen. Diese können die häufig kostenpflichtigen Angebote nur in begrenztem Umfang nutzen und somit nur in geringem Maße am kulturellen und sozialen Leben teilhaben. In unserer älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, dass das Leben nicht nur in den eigenen vier Wänden stattfindet. Bei der Entwicklung von Stadtteilstrukturen sollten daher auch gut erreichbare, barrierefreie öffentliche Räume bereitgestellt werden. Die Lebensqualität hängt maßgeblich davon ab, ob Wünsche und Bedürfnisse wohnortnah und im sicheren Umfeld befriedigt werden. Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen möchte selbst bestimmt altern und so lange wie möglich in ihrer vertrauten oder gewählten Umgebung leben. Das Wohnquartier spielt eine zentrale Rolle im Alter(n) und nimmt direkten Einfluss auf die Lebensqualität. Die Bewohnenden des Quartiers und der angrenzenden Stadtteile konnte einen Fragebogen ausfüllen, dabei haben sich einige Schwerpunktthemen herauskristallisiert. Die „Wünscheliste“ wird von fast allen mit dem Thema "Angebote" angeführt. Dazu gehören auch niederschwellige Anlässe, zu denen man sich „zufällig“ triff und eine Umgebung, in der sich Unterhaltungen zu interessante Themen abseits von Krankheit ergeben. Damit ältere Menschen im Leben eines Stadtteils eine Rolle spielen, müssen ihnen die Strategien und Möglichkeiten gegeben werden, aktiv an der generationsübergreifenden Stadtteilgestaltung mitzuwirken. Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich dann auch Gespräche rund um die eigenen Fähigkeiten, denen sich die Älteren oft gar nicht mehr bewusst sind. Die selbst definierten „Defizite“ treten in den Hintergrund, das Bewusstsein für die eigene Lebenserfahrung lässt Selbstvertrauen entstehen. Es braucht Mut sich im Alter zu engagieren, locken wir ihn raus!
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Der demografische und soziale Wandel schreitet voran. In den letzten Jahren ist ein vermehrter Zuzug von Menschen über 55 Jahren in die Stadtteile Mittelfeld und Weststadt zu beobachten. Nach dem Wegzug vieler Bewohner in Eigenheime im Umland (70iger und 80iger Jahre) , insbesondere in den geburtenstarken Jahrgängen, ist eine verstärkte Rückzugsbewegung in die innerstädtischen Wohnquartiere zu beobachten (Statistik LÜWoBau bis zu 36 %). Unter den Betroffenen befinden sich häufig alleinstehende, verwitwete oder geschiedene Personen. Der Anteil an Frauen mit geringen Renten ist hoch. Im Quartier Am Weißen Turm („Förderung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“), das ca. 1.500 Einwohner zählt und zum Stadtteil Mittelfeld gehört, liegt der Anteil der Mehrheimatler:innen mit Zuwanderungsgeschichte bei ca. 52 %. Auch hier ist der Anteil der älteren Bewohner:innen (Anteil von 26 % > 65 Jahre) vergleichsweise hoch. Am Rande des Gebiets befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft für Zuflucht suchende Familien. Die Kinder und Jugendlichen der Familien sind gut in die Quartiersarbeit eingebunden, ältere, kranke Menschen sind hingegen kaum mit den Angeboten des Quartiermanagements zu erreichen. Bewohnende der umliegenden Stadtteile nutzen zunehmend die Angebote der Quartiersarbeit, da es in ihren Stadtteilen nur sehr wenig Angebote für Ältere gibt. Die hauptamtliche Arbeitszeit und die vorhandenen Räume, um neue Formate durchzuführen, können die steigende Nachfrage nicht decken. Je bekannter unsere Arbeit wird, desto mehr Menschen wollen mitwirken – planen, anbieten, teilnehmen. Diese Dynamik gilt es zu nutzen, um viele Menschen einzubinden.
GWA/QM-Ansatz
Mit der Veränderung der Altersstruktur / vermehrter Zuzug von älteren Menschen (>60) in die zentrumsnahen Stadtteilen geht auch eine Veränderung der Bedürfnisse und Bedarfe an Orten für Gemeinschaft, senior:innengerechter Stadtplanung, Organisation von Wohnen und Freizeit und Mitsprache bei öffentlichen Belangen einher. Wiederkehrendes Selbstbewusstsein lässt Menschen mutiger und fantasievoller auf ihre (verschütteten) Ressourcen zugreifen und Wünsche aktiver äußern und im besten Fall gemeinsam daran arbeiten, sie auch umzusetzen. Damit ältere Menschen weiterhin mitten im Leben eines Stadtteils eine Rolle spielen können, muss die Gelegenheiten geschaffen werden, dass sie an der generationsübergreifenden Stadtteilgestaltung mitwirken. Regemäßig stattfindende Frühstücke eignen sich als „Türöffner“ , hier kann langsam Vertrauen zu den Initiatoren:innen und ehrenamtlichen Engagierten aufgebaut werden, niemand ist gezwungen sich zu unterhalten. Themen ergeben sich durch eingeladenen Gäste, die nicht nur zu Themen rund ums Altern informieren. Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich dann, ganz selbstverständlich, Gespräche rund um die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, denen sich die Älteren oftmals gar nicht mehr bewusst sind. Die selbst definierten „Defizite“ treten in den Hintergrund und das Bewusstsein für die eigene Lebenserfahrung, Kenntnisse und Fähigkeiten lässt Selbstvertrauen entstehen und regt dazu an sich in und für die Gemeinschaft zu engagieren.
Vorhandene Strukturen
In den Stadtteilen sind schon jetzt ehrenamtlich Tätige mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten / Fähigkeiten aktiv. Mit Hilfe des Quartiersmanagements haben sich regelmäßig stattfindende Treffen (Älter werden in LG, Trauergespräche, English for seniors, Astronomie, Slow Jogging, Trommeln, Fahrradwerkstatt, Tandemfahrradfriedhofsrunde, Grünkohlessen international, Internethilfe, kochen international wie bei Oma, Nistkastenbau, Schminken für Blinde und Sehbehinderte, Seniorenfrühstück mit Gästen aus der Stadtgesellschaft, kulturelles Frühstück mit Zufluchtsuchenden, Nähcafé) teilweise in Verbindung mit ansässigen Vereinen und Organisationen gebildet. Damit werden sehr unterschiedliche Bewohnenden erreicht und animiert sich auch einzubringen. Angebote entstehen "auf Zuruf", Wünsche werden geäußert und Rahmenbedingungen - Vernetzung, Räumlichkeiten, Finanzierung und Kontinuität - von professioneller Seite möglich gemacht. Die Außenwirkung ist sehr positiv und es spricht sich herum und regt andere dazu an, ihre Fähigkeiten einzubringen und "mutigere" Angebote zu planen und anzubieten. Durch die lockere Atmosphäre und interessanten Themen werden auch jüngere (<40) Menschen erreicht, die sich bislang eher weniger engagiert haben, da sie durch ihre Lebensumstände wenig Verbindlichkeit garantieren können.
Nachhaltigkeit
In der Arbeit Am Weißen Turm - Teil des Mittelfelds - haben sich durch vielen Unterhaltungen und bei 1:1 Befragungen (selbst konzipierter Fragebogen) herausgestellt, dass immer mehr Menschen über 55 in die angrenzenden Stadtteile zurückziehen möchten, jetzt schon an den Angeboten teilnehmen oder sie selbst anbieten. Viele Menschen werden erreicht und dazu angeregt sich der eigenen Fähigkeiten bewusster zu werden u. das Altern nicht nur als Defizit zu sehen. In Punkto Finanzierung s. Dachantrag.

Roderbruch und Vogelsiedlung: Zwei Quartiere - eine Nachbarschaft.

Ansprechpartner
Maria Garcia
Funktion Fachkraft für Kulturarbeit
Zusammen machen. Zusammenwachsen.
Projektbeschreibung
Roderbruch ist kein Ort, der sich versteckt – aber er wird zu oft übersehen. Zwischen Kleefeld und Groß-Buchholz gelegen, pulsiert hier ein Stadtteil voller Leben, voller Sprachen, voller Geschichten. 110 Nationalitäten, überwiegend junge Familien, Kinder, die auf Schulhöfen zwischen drei, vier Sprachen wechseln – und trotzdem: Dieser Reichtum an Vielfalt entfaltet sich noch nicht in echter Begegnung. Sprachbarrieren ziehen unsichtbare Mauern. Parallelwelten entstehen nicht aus böser Absicht, sondern mangels Brücken. Genau diese Brücken wollen wir bauen. Das Projekt „Roderbruch und Vogelsiedlung: Zwei Quartiere. Eine Nachbarschaft" entsteht nicht am Schreibtisch – es wächst aus dem Quartier selbst heraus. Im Mittelpunkt stehen die Menschen: junge Eltern, die morgens keine Zeit und abends keine Kraft haben. Alleinerziehende, die jonglieren zwischen Behördengängen und Kinderwagen. Nachbarinnen und Nachbarn, die sich täglich im Treppenhaus begegnen und dennoch kaum voneinander wissen. Niedrigschwellige Begegnungsformate, Sprachkurse und alltagsnahe Sprachpraxisangebote geben diesen Menschen einen Raum – und eine Stimme. Das „Macher-Café" macht sichtbar, was bereits da ist: Kompetenzen, Erfahrungen, Talente, die im Verborgenen schlummern. Hier teilt jemand sein Handwerk, dort erklärt jemand, wie man eine Behörde navigiert. Skillsharing auf Augenhöhe. Der Osterfelddamm trennt Roderbruch von der Vogelsiedlung – geografisch wie sozial. Doch diese Trennlinie birgt Potenzial: Wo junge, internationale Familien neue Wurzeln schlagen, trägt die Vogelsiedlung gewachsene Nachbarschaftsstrukturen. Zwei Quartiere, die voneinander lernen können. Verankert ist das Projekt im seit über 40 Jahren lebendigen Kulturtreff Roderbruch – einem Ort, dem die Menschen vertrauen. Auf Grundlage der Situationsanalyse der Stadtbezirksmanagerin Buchholz-Kleefeld entwickeln wir gemeinsam weiter – quartiersübergreifend, mehrsprachig, bedarfsorientiert. Eine 30-Stunden-Projektstelle schafft Kontinuität. Eine mehrsprachige aktivierende Befragung stellt sicher: Wir planen nicht für Menschen, sondern mit ihnen. Am Ende soll etwas entstehen, das sich selbst trägt: Nachbar:innen, die füreinander da sind. Netzwerke, die nicht zusammenbrechen, wenn Fördergelder enden. Ein Roderbruch, das in der Stadtpolitik nicht mehr unsichtbar ist – sondern gehört wird. Denn Zusammenleben entsteht nicht durch Zufall. Es braucht Räume, Begegnungen – und Menschen, die den ersten Schritt machen.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Roderbruch ist wie eine unsichtbare Insel im Stadtbezirk Vier, umgeben von stabilen Wohnlagen wie Kleefeld und Groß-Buchholz. Nur wenige Straßen weiter beginnt eine andere Realität. 7.844 Menschen leben hier – 75,2 % mit Migrationshintergrund, rund 110 Nationalitäten. Über 90 % der Kinder wachsen in Familien mit Migrationsbiografie auf, die größte Gruppe sind junge Eltern zwischen 27 und 44 Jahren. Vielfalt ist gelebter Alltag – führt aber nicht automatisch zu Begegnung: Sprachliche und kulturelle Barrieren lassen Parallelstrukturen entstehen. Auch sozial steht das Quartier unter Druck: 31,6 % der Bewohner:innen beziehen Transferleistungen, bei Kindern 48,8 %. Viele Familien und Alleinerziehende leben auf engem Raum mit begrenzten Ressourcen. Erschwerend kommt hinzu: Im Roderbruch existieren aktuell keine städtischen Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Ein Quartier mit diesem sozialen Druck und dieser Vielfalt bleibt damit ohne professionelle Begleitung – eine Lücke, die sich täglich bemerkbar macht. Der Osterfelddamm trennt Roderbruch von der benachbarten Vogelsiedlung – geografisch wie sozial. Doch diese Grenze birgt Potenzial: Wo junge, internationale Familien neue Wurzeln schlagen, trägt die Vogelsiedlung gewachsene Nachbarschaftsstrukturen. Ein systematischer Austausch kann beide Quartiere zusammenwachsen lassen. Grundlage ist die Situationsanalyse der Stadtbezirksmanagerin Buchholz-Kleefeld. Erste Sprachkurse zeigen den hohen Bedarf an Sprachförderung und Orientierung. Das Projekt schließt die strukturelle Lücke und verbindet Sprachförderung, Begegnung und nachbarschaftliche Unterstützung – quartiersübergreifend, um nachhaltige Netzwerke und Teilhabe zu stärken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Roderbruch
Beschreibung
Das Quartier Roderbruch umfasst vier Mikrobezirke innerhalb des Stadtteils Groß-Buchholz (MBBA 2510–2512 und 2514). Es wird räumlich begrenzt durch den Osterfelddamm im Osten, die Baumschulenallee im Süden, den Stadtfelddamm im Westen sowie den Grünzug Roderbruch im Norden. Zum Stichtag 31.12.2024 waren im Quartier Roderbruch insgesamt 7.883 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet.
Einwohnerzahl
7883
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungs- und Sozialstruktur(entwicklung) (Stand 31.12.2024)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die verfügbaren Werte beziehen sich auf die Altersgruppe der 0- bis 17-jährigen. // Quellen: Sachgebiet Wahlen und Statistik, Stand: 31.12.2025. *Roderbruch* – OE 18.04 – Landeshauptstadt Hannover: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund; *Hannover gesamt*: Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf)
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund Zeitbezug: 31.12.2025 Sachgebiet Wahlen und Statistik – OE 18.04 - Landeshauptstadt Hannover
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund Zeitbezug: 31.12.2025 Sachgebiet Wahlen und Statistik – OE 18.04 - Landeshauptstadt Hannover
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Werte beziehen sich auf die Altersgruppe der 18- bis 26-Jährigen. // Quellen: Sachgebiet Wahlen und Statistik, Stand: 31.12.2025. *Roderbruch* – OE 18.04 – Landeshauptstadt Hannover: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund; *Hannover gesamt*: Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf)
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Sachgebiet Wahlen und Statistik – OE 18.04 – Landeshauptstadt Hannover: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund, Stand: 31.12.2025.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hannover Vogelsiedlung
Beschreibung
Die Vogelsiedlung umfasst die Mikrobezirke 2509 und 2515 und liegt östlich des Osterfelddamms. Der Mikrobezirk 2509 reicht im Süden bis zum Schwanenring und grenzt im Norden an den Möwengrund. Daran schließt sich der Mikrobezirk 2515 nördlich des Möwengrunds an und erstreckt sich bis zum Mittellandkanal. Zum Stichtag 30.09.2025 lebten in der Vogelsiedlung insgesamt 2.383 Personen mit Hauptwohnsitz.
Einwohnerzahl
2383
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik), Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf), darauf basierend eigene Schätzung für die hier verwendeten Alterskategorien; besonders hoher Wert >60 Jahre durch das Seniorenwohnheim GDA.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik), Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf), darauf basierend eigene Schätzung für die hier verwendeten Alterskategorien; besonders hoher Wert >60 Jahre durch das Seniorenwohnheim GDA.
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik), Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf), darauf basierend eigene Schätzung für die hier verwendeten Alterskategorien; besonders hoher Wert >60 Jahre durch das Seniorenwohnheim GDA.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Rahmen der Förderlinie „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen“ wird eine 30-Stunden-Stelle für Projektentwicklung und -koordination eingerichtet. Die Fachkraft führt bestehende Angebote fort, entwickelt quartiersübergreifende und integrative Formate weiter und stärkt nachhaltige Strukturen im Sozialraum. Zentral ist die aktive Beteiligung der Bewohner:innen. Durch die systematische Erfassung von Bedarfen, Interessen und Kompetenzen werden Ressourcen sichtbar gemacht und vernetzt. Der ressourcenorientierte Ansatz fördert Selbsthilfe, Engagement, Selbstwirksamkeit und nachbarschaftliche Unterstützung. Im Sinne des Quartiersmanagements erfolgt eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit lokalen politischen Gremien (z. B. Bezirksrat), sozialen Trägern und Initiativen im Stadtteil. Die Fachkraft übernimmt eine koordinierende Schnittstellenfunktion zwischen Bewohner:innen, Institutionen und bestehenden Angeboten. Sprachförderung, Begegnung und Qualifizierung werden systematisch verbunden: Deutschkurse sind Teil eines integrierten Beteiligungskonzepts, ergänzt durch alltagsnahe Begegnungsformate zur Sprachpraxis und zum Abbau sozialer Distanz zwischen Roderbruch und Vogelsiedlung. Das Skillsharing-Format „Macher-Café“ aktiviert Kompetenzen im Quartier. Kooperationen mit Weiterbildungsträgern erleichtern Übergänge in Ehrenamt, Qualifizierung und Beschäftigung. So werden Teilhabe und sozialer Zusammenhalt langfristig gestärkt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner gestalten eigene Angebote, bringen Fähigkeiten ein und übernehmen Verantwortung. Treffpunkte, Workshops und Skillsharing ermöglichen Mitgestaltung, Eigeninitiative und selbstorganisierte Aktionen im Quartier.
Beschreibung
Das Projekt bezieht unterschiedliche Altersgruppen, Kulturen und soziale Hintergründe ein. Teilnehmende tauschen sich aus, wirken gemeinsam an Projekten und deren Entwicklung mit, Unterschiede werden gesehen und geschätzt.
Beschreibung
Die Fachkraft vernetzt Bewohner:innen, Initiativen und Einrichtungen, um Zusammenarbeit zu fördern und das nachbarschaftliche Zusammenleben im Quartier zu stärken. Vertrauen wächst durch Zusammenarbeit, auch außerhalb der eigenen Teilgruppen.
Beschreibung
Die Fachkraft vernetzt zielgruppenübergreifende Angebote wie das Community-Café, Macher-Café, Holzofenaktionen oder Deutschkurse und fördert so den Austausch und Zusammenhalt der Bewohner aller Gruppen in Roderbruch und Vogelsiedlung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilgespräch Roderbruch e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Dietrich-Bonhoeffer Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
gEMiDe e.V. / Kleiderkammer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vogelbote (Zeitschrift der Vogelsiedlung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Presse / H.A.Z.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksmanagerin Buchholz-Kleefeld (Kathrin Rembecki)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Präventionsrat Buchholz-Kleefeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat Buchholz-Kleefeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Participolis Akademie gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Roderbruch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AZG – Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
kargah e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff - Hallo Nachbar (Diakonisches Werk Hannover gGmbH)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt verankert sich von Beginn an in bestehenden kommunalen Strukturen und baut auf selbsttragende Netzwerke, die über die Förderphase hinaus wirken. Frühzeitig werden Kooperationen mit lokalen Unternehmen, Stiftungen und kommunalen Partnern eingegangen. Im wachsenden Netzwerk treffen alle drei Ebenen aufeinander: Bewohner:innen, lokale Akteure und Kommune. Bedarfe und Ressourcen beider Quartiere werden sichtbar – Grundlage für eine langfristige Finanzierung.
Galerie
community cafe ausstellung 2023
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community cafe momente 06
kulturtreff roderbruch
mit dem holzofen backtag 01
mit dem holzofen backtag 02
mit dem holzofen backtag 03
mit dem holzofen backtag 05
mit dem holzofen landtag 2025
mit den holzofen weltkindertag 2025 01
mit den holzofen weltkindertag 2025 02
mit den holzofen weltkindertag 2025 03
mit den holzofen weltkindertag 2025 04
Zustimmung Veröffentlichung
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