Nachbarschaftsladen Engeo
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Volker Rosenfeld
| Organisation | LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. |
|---|---|
| Funktion | Pastor und Geschäftsführer Nachbarschaftsladen Engeo, Vakanzvertreter |
2. Kurzbeschreibung
Kinder und Familien stärken
Projektbeschreibung
Der Nachbarschaftsladen Engeo bietet seit Jan. 21 im Stadtteil Engeo von Bremervörde Hausaufgabenhilfe u pädagogische Angebote für Grundschulkinder sowie Einzelfallberatung. In den Schulferien haben wir Ferienprogramme. Trägerin ist die St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde. Wir wollen Kinder u Familien stärken, denen es an Energie u Möglichkeiten dafür fehlt. 15 Nationalitäten treffen bei uns zusammen, täglich ca. 25 Kinder. Wir praktizieren Integration, deutsch als Verkehrssprache wird eingefordert.
Die Sozialarbeiterin leitet das tägliche Geschäft u die 15 Ehrenamtlichen an, die bei den Hausaufgaben helfen, ein Pastor ist Geschäftsführer. Dazu gehören weitere Initiativen, um Eltern der Kinder u Erwachsenen des Stadtteils niedrigschwellig Teilhabe zu bieten (Internationale Kochstudio, Kreativcafé, Gesundheitsprävention). Wir haben eine Webseite, für jeden sichtbares Logo u aktive Öffentlichkeitsarbeit bei Stadtfesten. Wir sind gut vernetzt mit der Kinder/Jugendhilfe, Fachberatungsstellen, Politik in Stadt/Landkreis u ermöglichen schnelle, flexible, eigenverantwortliche ehrenamtliche Initiative im definierten Rahmen ("high accountability, low control"), haben präzise Augen auf Kindeswohl-Standards & hohes commitment: Wir haben ein Haus, gekauft, kernsaniert u instand gesetzt, weitere Ehrenamtliche spielen eine zentrale Rolle: Bauteam, Steuerungsgruppe, in Summe ca. 30.
Durch Corona waren Kontakte beschränkt u wir durch 2 temporäre Unterkünfte u Suche, Kauf u Fertigstellung d Hauses auf uns konzentriert. Für die nächsten drei Jahre (24-26) öffnet sich d Blick ins Viertel hinein: Gemeinwesenarbeit (GWA) wird auf allen Ebenen eingeübt, verstanden u gelebt. Geh-Struktur wird eingeübt, Komm-Struktur erhalten: GWA mit Beteiligungsmöglichkeiten wird im Quartier mehrsprachig beworben (Flyer), mit gesellschaftspolitischen Akteuren verbindlich bedacht, Angebots- u Beteiligungsmöglichkeiten gelebt: Bewohner des Quartiers kommen vor Ort ins Gespräch miteinander (Kaffee u Bollerwagen), Migranten werden ermutigt u ertüchtigt, Wünsche/Missstände zu benennen (Runder Tisch). GWA wird transparenter u auf finanzielle Nachhaltigkeit geprüft: Wissenslücken sind geschlossen, Stadtteil wird für interessierte Öffentlichkeit transparent(er) (Führung), jeder Bewohner hat in seiner Straße Ansprechpartner für Engeo (Paten).
Kommstruktur hat weiterhin niedrigschwellig Beratung u Bildung (Hausaufgabenhilfe), etabliert weitere Bildungsmöglichkeiten für Kinder (Erlebnispädagogik)
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Herz schlägt für Engeo. Unsere Augen sehen konkrete Herausforderungen, unsere Ohren hören echte Nöte, unsere Hände sind schon tätig. Der Verstand sagt: Es muss weitergehen. Das Portmonee ist aber zu klein.
Wir sehen gemischte Bebauung u Bevölkerung ohne viel Kontakt zueinander: Größere Wohnblocks, mit mehrheitlichen Bewohnern in prekärer Lage, oft mit Migrationshintergrund u kleine u größere Einfamilienhäuser mit einfachem bis gehobenem Bürgertum. Alltagsorganisation und kulturelle Prägung sind höchst divergent und führen zu Konflikten.
Wir hören aus Gesprächen mit Gebietsexperten von sozialen Gemengelagen: clanmäßig organisierte Abzocke / Trickbetrüger und Polizeieinsätze (Polizei), Überforderung der sprachlichen & sozialen Integration von Kindern in Klassenverbände aus Asylbewerberfamilien (Grundschulen), Streitigkeiten durch juristisch unterschiedliche Behandlung von Ukraine-Flüchtlingen u weiteren Asylbewerbern (Diakonisches Werk), Personalnot im Jugendamt (Auskünfte schwer!), zunehmender Vereinsamung älterer Menschen (Pastor aus vielen Hausbesuchen).
Unsere Hände haben seit zwei Jahren mit angepackt. Wir haben eine erfolgreiche Arbeit aufgebaut mit hoher Eigeninitiative (Hauskauf & Renovierung), rund 30 Ehrenamtlichen u nachweislich besseren Schulleistungen bei Kindern in Engeo.
Der Verstand sagt: Das Vertrauen von Kindern & Familien in Engeo, Politik, Stadtgesellschaft u Fachnetzwerken ist da. Das Angebot soll zur richtigen Gemeinwesenarbeit ausgebaut werden (Geh-Struktur). Das hochqualifizierte u eingearbeitete Personal will verlängern. OHNE DAS GELD DER LAG MACHT DER LADEN DICHT UND DAS PERSONAL IST WEG. Kommune u Landkreis haben dafür nicht die Mittel.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde Stadtteil Engeo
Beschreibung
Das Stadtteilgebiet lässt sich sehr einfach umreißen. Es ist auf den beigefügten Karten sehr gut zu sehen. Richtung Westen und Süden ist die Umgehungsstraße K102 als Abgrenzung, Richtung Süden der Kreisel von K102 und Gnarrenburger Straße, Richtung Westen durch die Oste. Richtung Norden gibt es zwei Perspektiven:
Die erste sieht die Bahnschienen als räumliche Abgrenzung und fokussiert dabei das Lebensfeld. Denn die Straßen Am Kanal, Am Fischerklink, Friedrich-Dedecke-Straße, Isenseestraße, Am bhf S, Findorffstraße, Brunsburg, Kleine Brunsburg liegen hinter den Bahnschienen aus der Innenstadt gesehen. Die Schienen ermöglichen es NICHT, mal eben den Stadtteil zu wechseln. Der Aldi Discounter liegt direkt Am Kanal und ist von hoher Relevanz für die Nahversorgung.
Die zweite Perspektive ist die rein formale Grenze. Dann ist der Oereler-Kanal die Grenze, der rund 500 Meter südlich von den Schienen liegt. Das Einzugsgebiet ist die erste Perspektive. Die hier genannten Zahlen aus dem Melderegister sind die aus der zweiten Perspektive. Wir gehen im Antrag aber vom Lebensfeld aus, wodurch statistisch gesehen noch einmal 512 Menschen dazukommen (Quelle: Einwohnermeldeamt).
Einwohnerzahl
2216
Quelle / Anmerkungen
Melderegister über die Stadt Bremervörde
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bereits im Jahr 2017 hat die Stadt Bremervörde vorbereitende Untersuchungen (VU) zur
Vorbereitung der förmlichen Festlegung eines städtebaulichen Sanierungsgebietes
durchgeführt. Die förmliche Festlegung durch Ratsbeschluss und Veröffentlichung der
Sanierungssatzung erfolgte im März 2017. Der angestoßene Prozess wird stetig weitergeführt
und durch unterstützende Maßnahmen auf sozialer Ebene flankiert.
Nachfolgender Auszug dieser VU erläutert die wesentlichen Missstände:
2.1 Städtebauliche Missstände/Problemlage
Nach § 136 Abs. 2 BauGB liegen städtebauliche Missstände vor, wenn innerhalb des Gebietes die
vorhandene Bebauung oder sonstige Beschaffenheit den allgemeinen Anforderungen an gesunde
Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder an die Sicherheit der in ihm wohnenden oder arbeitenden
Menschen auch unter Berücksichtigung der Belange des Klimaschutzes und der Klimaanpassung nicht
entspricht.
Städtebauliche Missstände können sowohl durch Substanzschwächen als auch durch
Funktionsschwächen hervorgerufen werden.
Das integrierte energetische Quartierskonzept hat klare städtebauliche Missstände im Quartier Engeo
identifiziert und aufgezeigt.
Eine signifikante Substanzschwäche liegt in der energetischen Beschaffenheit, die derzeit großes
Potenzial in der Verbesserung der Energieeffizienz aufweist. Funktionsschwächen sind vor allem in der
Nachverdichtung sowie der Barrierefreiheit analysiert worden.
Außerdem wurde mit dem Quartierskonzept ein großer Sanierungsstau in der privaten Modernisierung
und Instandhaltung ermittelt. Detaillierte Aussagen zu Sanierungsstand und Sanierungsbedarf sind im
Quartierskonzept auf den Seiten 16 ff dargestellt. Quelle: Stadt BRV.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
315 (263 Deutsche, 49 Ausländer)
Am Kanal: 35 Personen, davon sind 22 Deutsche und 13 Ausländer.
Quelle: Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
279 Personen (240 Deutsche, 39 Ausländer)
Am Kanal: 39 Personen (27 Deutsche / 12 Ausländer)
Quelle: Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
618 Personen (597 Deutsche, 2 Ausländer)
Am Kanal: 44 Personen (44 Deutsche / 2 Ausländer) Quelle: Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
100
Anmerkung
Landkreis Rotenburg Wümme, Stand März 2023: 4,2%. Quelle: Bundesagentur für Arbeit.
Weitere Informationen für unseren Landkreis, wenn auch nicht für die Stadt: https://www.lk-row.de/portal/pressemitteilungen/ein-jahr-mit-grossen-herausforderungen-900004564-23700.html
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
eine angestellte Fachkraft, die ihre GWA-Kenntnisse im Zertifikatskurs vertiefen möchte u sich regelmäßig mit einer erfahrenen GWA-Kollegin austauscht.
Die Arbeit leistet für das Quartier einen wesentlichen Beitrag für die bedarfsgerechte Umsetzung sozial- u kommunalpolitischer Aufgaben (vgl. Ziele 1,1/ 2,1) u zur Sicherung demokratischer Verhältnisse (vgl. Ziele 2,2/2,3/3,1/3,3) nach dem Subsidiaritätsprinzip (vgl. Ziel 1,3), praktiziert soziale Intervention (vgl. Ziele 1,2/3,2) u fördert das Ehrenamt, steht als kirchliche Trägerin offen gegenüber allen Menschen, zu denen Kontakt entsteht.
Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Bewohner Engeos, ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen. Das vornehmliche Ziel ist die Verbesserung der immateriellen Bedingungen (Qualität sozialer Beziehungen, Partizipation, Bildung, Integration) im Quartier, aber auch Hilfe u Weitervermittlung bei materiellen Schwierigkeiten (z.B. Existenzsicherung). Die infrastrukturellen Bedingungen sind im Blick (Antrag auf Fußgängerüberweg),
die Betroffenen werden grundsätzlich maßgeblich einbezogen (systemischer Ansatz: Experten des eigenen Lebens). Die Arbeit fördert immer die Handlungsfähigkeit & Selbstorganisation im Sinne von individuellem und kollektivem Empowerment. Netzwerk- u Kooperationsstrukturen starten: Der TSV Bremervörde stellt uns für 5h/Woche kostenlos eine FSJlerin, ein Netzwerk mit Tandem e.V., dem Kinderschutzbund, dem Stadtteilladen u uns ist am Horizont.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen von sich aus o durch unsere Impulse ihre Wünsche zum Ausdruck bringen und diesen so gut es geht, gefolgt werden kann, folglich die GWA-Arbeit in Kommunikation transparent und niedrigschwellig ist.
Kriterium
Beschreibung
sich einzelne Gruppen(angebote) bilden, die d GWA unterstützen oder Ehrenamtliche an diesem oder jenem Punkt die Initiative ergreifen und die GWA u das Quartier somit voranbringen.
Kriterium
Beschreibung
bekannter vor Ort durch Banner (Lage), Gehbehinderte gehen u kommen (Barrierefrei), Team wächst, Spontanbegegnungen Beratungstermine ergeben (Niedrigschwelligkeit), pol. Unterstützung in Geld umwandeln, Arbeitsweise anpassen (interkult. Sensibilität)
Kriterium
Beschreibung
die gesamte Bandbreite an Bewohnern u Bürgern, vor allem von Engeo, aber auch aus ganz Bremervörde die GWA hier kennen, nutzen o praktisch/finanziell unterstützen: Migranten, Kinder und Eltern, Senioren, Erwerbstätige/lose, Zugezogene u alt Eingessene.
Beschreibung
jeder relevante Player bekannt ist u konstruktiv, konkret und vertrauensvoll zusammengearbeitet wird für das Quartier und die GWA, sowie die strategische oder punktuelle Zusammenarbeit ausgebaut u gefestigt wird.
Kriterium
Beschreibung
sich wahrnehmbar mehr Menschen in Engeo untereinander durch die GWA kennenlernen (vgl. Ziele). Wenn Paten-Projekt funktioniert u Zulauf findet u Migranten den Mut haben, Missstände zu äußern u Ansprechpersonen kennen und den Kontakt nutzen.
Beschreibung
wir einen Fußgängerüberweg in Nähe des Nachbarschaftsladens haben. Bisher geht es politisch noch nicht erfolgreich voran, obwohl die Gnarrenburger Straße nachweislich zu wenig kinderfreundliche u sichere Straßenüberquerungen hat u wir Fürsprecher haben.
Kriterium
Beschreibung
Landkreis/Stadt/Politik mit uns am Tisch sitzen u überlegen, wie wir das Projekt erhalten u voranbringen können durch Unterstützung in den Finanzen; ein Austausch an Expertise u wahrnehmbar offene u vertrauensvolle Begegnungen stattfinden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Karsten Thomsen, Vorsitzender Kirchenvorstand St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Claus Dieter Döscher, Homepageverantwortlicher nachbarschaftsladen-engeo.de
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zwei Grundschulen, vornehmlich Grundschule Engeo (Schulleiterin Frau Wladarsch), aber auch Schulleiter Herr Pochciol (Grundschule Stadtmitte, aber Standort in Engeo))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Frau Petra Fischer, inhaltlicher Austausch und Spender, Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderärztin Dr. Petra Janssen, Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Bremervörde, Geschäftsführer Norbert Wolf; Frau Schneider ist hier quartalsweise in der Dienstrunde dabei um die Vernetzung zu praktizieren.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Jugendamt - Frau Ulrike Helle (Leitung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Uns haben eine Handvoll Mitarbeiter/innen Informationen geliefert für diesen Antrag. Sie stehen stellvertretend für die Unterstützung, die wir bisher in der gesamten Verwaltung der Stadt Bremervörde erlebt haben.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilladen (Pendant zum Nachbarschaftsladen im anderen Stadtteil) - Diakonin Almut Schmidt und Pastor Volker Rosenfeld; Fachaustausch; Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Bremervörde - Eine dortige FSJlerin wird uns für einige Stunden kostenlos zugeteilt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU - Für das Sommerferienprogramm holen wir Forscherucksäcke oder gehen in die Umweltpyramide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dieter Wellbrock - Kontaktbeamter Polizei Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frau Bayer (Sozialarbeiterin) / Frau Böning (Beratungslehrerin) an der Grundschule Engeo, mit denen Frau Schneider im regelmäßigen Austausch steht.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tandem e.V. - soziale Teilhabe gestalten, Andreas von Glahn, Vorsitzender; Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenkreis Bremervörde Zeven, Manfred Thoden, stv. Superintendent (Stelle zur Zeit vakant)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Airbus Operations Stade - hat uns 2021 10.000 gespendet über die Aktion "Glückspfennig".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marianne & Wilfried Thomas-Stiftung GmbH, Bremervörde, Marianne und Wilfried Thomas, Vorsitzende, 1500 Euro Spende.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Souad Al Hassan, Reinigungskraft und Ehrenamtliche im Internationalen Kochstudio
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Evangelischer Kirchenfunk Niedersachsen, Birke Schoepplenberg, ffn-Radio-Beitrag über unser Sommerferienprogramm,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. Stehnke, Osterholz-Scharmbeck, Gestellung von Arbeitsgeräten für Außenanlagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. D. Schröder KG, Bremervörde; Gestellung von Arbeitsgeräten für Außenanlagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Fernsehlotterie, Stiftung Deutsches Hilfswerk, Förderer für die ersten drei Jahre.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ikea Stiftung - Förderer für die ersten drei Jahre.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk in Niedersachsen, Birgit Wellhausen, Fachberatung von Anfang an.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Bremervörde, gelegentliche Lebensmittelspenden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
zwei Bewohner aus Selsingen; Spende von Quilt zur Verlosung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quilt-Gruppe "Stückwerk", Quilterstellung um diesen zu verlosen zugunsten des Nachbarschaftsladens Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dutzende Spender, darunter auch Firmen, die nicht namentlich genannt werden wollen, aber mit Beträgen bis zu 2000 Euro gerade in der Anfangszeit uns helfen und geholfen haben. Davon mindestens die Hälfte aus dem Stadtteil Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mindestens ein Drittel der Ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind aus dem Stadtteil Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die anderen zwei Drittel aus dem Restgebiet der Stadt sind unersetzliche Akteure und hochengagierte Multiplikatoren unserer Arbeit. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle namentlich nennen können.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Susanne Weihs, Bestatterin und Nachbarin, Helferin mit Rat und Tat.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeskirchenamt Hannover, Abteilung Bildung und Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die vielen Kinder, die zu uns kommen, sind Multiplikatoren und Ideengeber für die tägliche Arbeit.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bremervörder Sport Club - Ferienprogramm mitgestaltet.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
21-23 unabhängige Finanzierung von Stadt, Kommune u Landkreis: Deutsche Fernsehlotterie, ikea-Stiftung, Eigenmittel. 24-26 haben wir die Zusage der Stadt Bremervörde für jährlich bis zu 44.000 Euro. In 2023 werden wir beim Landkreis 3.500 p.a. beantragen. Vorab wurde Offenheit signalisiert, Endergebnis bleibt abzuwarten. Lücke erhoffen wir von diesem Fördertopf.
24-26 versuchen wir Wohnungswirtschaft u Gewerbe zu integrieren, sowie die Zuschüsse von Stadt u Landkreis mindestens zu stabilisieren
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander in der Elbmarsch: Gemeinsam Zukunft gestalten - für Integration, Teilhabe und Miteinander in der Elbmarsch
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kathrin Bockey
| Funktion | Samtgemeindebürgermeisterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Brücken bauen in der Elbmarsch – Gemeinsam Zukunft gestalten für Integration und Miteinander!
Projektbeschreibung
Das Projekt Miteinander in der Elbmarsch: Integration und Teilhabe gestalten setzt sich für die soziale Integration von Geflüchteten ein und unterstützt kleine lokale Betriebe bei der Einbindung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Durch ein gezieltes Quartiersmanagement werden soziale Netzwerke aufgebaut und bestehende Strukturen gestärkt, um Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern. Eine zentrale Koordinierungsstelle begleitet sowohl Geflüchtete als auch Unternehmen durch administrative Prozesse, erleichtert die Job- und Wohnungssuche und sorgt für eine individuelle Begleitung. Langfristig trägt das Projekt zur sozialen Stabilität, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und zur Aufwertung des Wohnquartiers bei.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Samtgemeinde Elbmarsch sind die drei Gemeinschaftsunterkünfte in Marschacht, Bütlingen und Drennhausen für Geflüchtete von Herausforderungen bei der Integration betroffen. Das ländliche Umfeld schränkt die Freizeitmöglichkeiten ein, während sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede die Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt erschweren. Gleichzeitig stehen regionale Betriebe vor der Herausforderung, den administrativen Aufwand und bürokratische Hürden zu meistern, wenn sie Flüchtlinge beschäftigen möchten. Es besteht ein erheblicher Bedarf an Unterstützung, um diese Hürden zu überwinden und Flüchtlinge erfolgreich zu integrieren. Durch gezielte Maßnahmen wird nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe gefördert, sondern auch der soziale Zusammenhalt innerhalb der Quartiere gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen, den Bürgern, Arbeitgebern und den Flüchtlingen gefördert. Das Projekt setzt an diesen Herausforderungen an, indem es Geflüchtete mit sozialen Netzwerken, Wohnraum und Arbeitsplätzen verbindet, ehrenamtliches Engagement fördert und langfristige Strukturen für Teilhabe schafft.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projekt fokussiert sich auf die Orte Marschacht, Bütlingen und Drennhausen, die in Relation zur Bevölkerungsanzahl in der Samtgemeinde Elbmarsch sowohl eine hohe Zahl an Geflüchteten als auch eine demografisch herausfordernde Struktur mit vielen älteren Menschen aufweisen. Letztere bergen viel Potenzial, um als Paten und Patinnen für die Geflüchteten aktiv zu werden. Allerdings benötigen sie eine strukturierte Unterstützung sowie einen Ansprechpartner bzw. eine Vermittlungsstelle. In diesen Gebieten sollen die Projekte zur Förderung der Integration und zur Unterstützung kleinerer Betriebe in den Fokus gerückt werden. Die gezielten Maßnahmen tragen zur Aufwertung und Verbesserung der Wohnquartiere bei und stärken deren soziale Struktur.
Einwohnerzahl
13534
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_zukunftsquartier_elbmarsch.pdf
(376.32 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Elbmarsch verfolgt einen integrativen und vernetzenden Ansatz, der Elemente der Gemeinwesenarbeit (GWA) und des Quartiersmanagements miteinander kombiniert. Ziel ist es, sowohl gezielt auf lokale Bedürfnisse einzugehen als auch eine übergreifende, koordinierte Struktur für Integration und soziale Teilhabe zu schaffen.
Das Projekt orientiert sich an den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit, die auf Partizipation, Nachhaltigkeit und Vernetzung basieren. Es erfüllt folgende zentrale Kriterien:
• Partizipation: Aktive Einbindung der Bewohner*innen, Geflüchteten und lokalen Akteure in alle Projektphasen, um gemeinschaftliche Lösungen zu entwickeln.
• Nachhaltigkeit: Aufbau langfristiger, selbsttragender Strukturen und Netzwerke, die auch nach dem Projektende bestehen und weitergeführt werden können.
• Koordination und Vernetzung: Effektive Zusammenarbeit und Bündelung von Ressourcen, um Synergien zwischen Verwaltung, Vereinen, Unternehmen und Ehrenamtlichen zu schaffen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
2 interkulturelle Veranstaltungen p.a, 4 Nachbarschaftstreffen p.a, Tag des Ehrenamts p.a.
Beschreibung
5 erfolgreiche Arbeitsvermittlungen
Kriterium
Beschreibung
Konfliktabnahme
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt „Miteinander in der Elbmarsch“ wird in bestehende kommunale Strukturen integriert, indem wir langfristige Partnerschaften mit den Verwaltungen, sozialen Einrichtungen und Unternehmen aufbauen. Für die nachhaltige Finanzierung planen wir eine Kombination aus Fördermitteln und kommunalen Mitteln. Dies gewährleistet die Fortführung des Projekts und die langfristige Förderung der sozialen Integration und Teilhabe in der Region.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander im Land – Begegnungscafé für Zugewanderte und Einheimische
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Uwe Erbel
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander im Land
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, die Integration von Zugewanderten in der ländlichen Gemeinde Sande im Landkreis Friesland zu fördern und Barrieren zwischen Zugewanderten und der ansässigen Bevölkerung abzubauen. Die Zielgruppe besteht aus Zugewanderten, die bereits Migrationsberatung und Deutschkurse der Akademie gGmbH in Anspruch nehmen, sowie der ansässigen Bevölkerung, die oft wenig Kontakt zu Zugewanderten hat und Vorurteile oder Ängste gegenüber kulturellen Unterschieden hegt. Das Herzstück des Projekts ist die Einrichtung eines Begegnungscafés, das als niedrigschwelliger Raum für den interkulturellen Austausch dient. In diesem Café können Zugewanderte und Einheimische in einer entspannten Atmosphäre ins Gespräch kommen, Vorurteile abgebaut und das gegenseitige Verständnis gefördert werden. Es bietet auch Unterstützung beim Deutschlernen und bei der Orientierung in der neuen Umgebung. Der Verein IBIS e.V. übernimmt die Leitung des Projekts und bringt seine langjährige Erfahrung in der Migrationsberatung und Sprachförderung ein. Durch die enge Zusammenarbeit mit der IBIS-Akademie gGmbH werden sprachliche und soziale Integrationsbedürfnisse der Zugewanderten abgedeckt. IBIS e.V. erreicht jährlich über 1500 Zugewanderte durch Beratung und Sprachkurse. Das Projekt wird durch Kooperationen mit lokalen Akteuren wie Schulen und sozialen Einrichtungen unterstützt, die als Brücke zwischen Zugewanderten und der ansässigen Bevölkerung fungieren. Das Projekt stellt sich der politischen Diskussion um die Remigrationsagenda und zeigt durch den direkten Austausch im Café, wie gelungene Integration aussieht und welche Vorteile sie für alle Beteiligten bringt. Es bietet einen Raum, in dem Vorurteile in einem vertrauensvollen Dialog hinterfragt werden können. Ehrenamtliche Helfer, die als Paten fungieren, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Langfristig soll das Projekt die soziale Teilhabe von Zugewanderten fördern, den interkulturellen Dialog stärken und das Zusammenleben in Sande verbessern. Es trägt zu einem inklusiven Miteinander bei, in dem Zugewanderte sowohl sprachlich als auch sozial in die Gemeinschaft integriert werden. Dabei wird das Projekt auch das Gemeinschaftsgefühl der ansässigen Bevölkerung stärken und das gegenseitige Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen fördern, was zu einer nachhaltigeren, harmonischeren Gemeinschaft führt. Das Begegnungscafé wird somit zu einem festen Bestandteil der sozialen Struktur vor Ort und zu einem Modell.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ergebnisse der Bundestagswahlen 2025 und die damit verbundene Remigrationsagenda sind auch im LK Friesland spürbar – die Antidiskriminierungsstelle von IBIS e.V. wird oft angefragt. In ländlichen Regionen wie Sande sind Zugewanderte häufig isoliert und haben begrenzten Zugang zu Integration und sozialen Netzwerken. Die geringere Diversität in solchen Gegenden führt zu Missverständnissen zwischen Zugewanderten und der ansässigen Bevölkerung. Politische Diskussionen über Remigration und bestehende Vorurteile verstärken diese Herausforderungen zusätzlich. In Sande gibt es leider keine gezielten Angebote oder ehrenamtlichen Initiativen, die sich mit den alltäglichen Bedürfnissen von Zugewanderten auseinandersetzen und eine Begegnung mit der einheimischen Bevölkerung fördern. Besonders bedauerlich ist das Fehlen des Integrationslotsen e.V. In der Migrationsberatung und den Deutschkursen der IBIS-Akademie wird immer wieder nach Möglichkeiten gefragt, die deutsche Sprache kontinuierlich zu üben und weitere Integrationsmöglichkeiten zu schaffen. Sande mangelt es zudem an offenen Treffpunkten, die verschiedenen Altersgruppen und Interessen gerecht werden. Das einzige Jugendzentrum und das Gemeindehaus der Kirche bieten nur begrenzte Möglichkeiten und sprechen nicht alle Bedürfnisse an. Besonders ältere Menschen oder jene, die keine Verbindung zu religiösen Institutionen haben, finden hier kaum Anlässe, um sich zu vernetzen. Auch Cafés, die in anderen Städten als wichtige soziale Treffpunkte fungieren, gibt es in Sande nicht, was die soziale Isolation verstärkt und den Kontakt zwischen Zugewanderten und der ansässigen Bevölkerung erschwert.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sande Ortsteil Sande
Beschreibung
Im Norden: Ems-Jade-Kanal; Im Osten: Oldenburger Damm; Im Süden: B436; Im Westen: A29
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
https://www.sande.de/portal/seiten/daten-zahlen-fakten-900000036-20830.html
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: https://www.citypopulation.de/de/germany/census/niedersachsen/03455014__sande/
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: https://www.citypopulation.de/de/germany/census/niedersachsen/03455014__sande/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/dati-sintesi/sande/20156550/4
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/zensus-sande-bevoelkerung-wohnungen-familie-heizung,zensus1530.html + Schätzung, da nur bis 18 Jährige angegeben werden.
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im "Handbuch zur Gemeinwesenarbeit" wird die GWA als ein Prozess beschrieben, der sich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen konzentriert und immaterielle Bedingungen wie soziale Beziehungen, Partizipation und Kultur verbessert – immer mit der aktiven Einbeziehung der Betroffenen. Ziel ist es, Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation zu fördern sowie Netzwerke aufzubauen (vgl. Stövesand et al., 2013, S. 21). Ein Begegnungscafé für zugewanderte und ansässige Bevölkerung kann diesen Ansatz auf vielfältige Weise umsetzen. Die aktive Beteiligung beider Gruppen an der Cafégestaltung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und fördert den interkulturellen Austausch, der Vorurteile abbaut und den sozialen Zusammenhalt im Quartier verbessert. Darüber hinaus bietet das Café Zuwanderern die Möglichkeit, durch Bildungsangebote, Sprachkurse und ehrenamtliches Engagement ihre Fähigkeiten zu erweitern und Verantwortung zu übernehmen, was ihre Integration und ihr Selbstbewusstsein stärkt. Das Café wird somit zu einem wichtigen Ort für persönliche Entwicklung und sozialen Austausch. Als Treffpunkt für lokale Akteure wie Migrantenvereine und Sozialdienste unterstützt es die Vernetzung und den Zugang zu sozialen Dienstleistungen, wodurch es die Eigeninitiative und den Zusammenhalt der gesamten Gemeinschaft fördert. Es trägt auch dazu bei, das Bewusstsein für lokale Herausforderungen zu schärfen und Lösungen in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu finden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilnehmende geben an, dass sie gerne am Projekt teilnehmen, weil sie sich sicher und einladend fühlen, sich und ihre Ideen und Wünsche einbringen können.
Kriterium
Beschreibung
Teilnehmende geben an, dass sie handlungsfähiger und selbstständiger geworden sind - sie fragen nicht mehr nur nach Hilfe. Neue Projekte oder Ideen werden mitunter angestoßen und durch die TN realisiert.
Kriterium
Beschreibung
Teilnehmende berichten, dass sie durch das „Begegnungscafé“ erfolgreich einen Perspektivwechsel vollzogen haben und somit Ängste und Vorurteile abbauen konnten.
Beschreibung
Themen und Handlungsbereiche, die wichtig sind für die Stadt Sande (wie Zuwanderung in verschiedenen Bereichen wie Wohnen oder Kultur) werden im Projekt thematisiert und neue Projekte mitunter angestoßen.
Beschreibung
Wir nehmen eine verbesserte Zusammenarbeit von Behörden mit den zugewanderten TN war. Außerdem arbeiten wir eng mit der Gemeinde Sande, um eine Finanzierung über den Förderzeitraum zu bewerkstelligen.
Kriterium
Beschreibung
Teilnehmende berichten, dass sie durch das „Begegnungscafé“ erfolgreich neue soziale Kontakte außerhalb des Cafés geknüpft haben, was ihre Integration stärkt und ihre langfristige gesellschaftliche Teilhabe sowie persönliche Unterstützung fördert.
Beschreibung
Themen, die wichtig sind für die Stadt Sande (wie bewohner_innenorientiere Infratstruktur (keine Cafés) etc.) werden im Projekt thematisiert und in der Gemeinde Sande angesprochen.
Kriterium
Beschreibung
Themen, die international von Bedeutung sind wie der Klimawandel, politische Entwicklungen etc. werden im Projekt thematisiert und in der Gemeinde Sande angesprochen ( = politische Bildung wird angeregt).)
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Sieglinde Leferink (IBIS-Akademie gGmbH)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ute Roßkamp (Bügrerverein Sande)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Franziska Kempcke (Geschäftsführende Pastorin der Ev. Luth. Kirchengemeinde Sande)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rainer Galli (Siedlergemeinschaft Sande und Vereinsgemeinschaft Sande)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kirstin Pöppelmeier (Ausschuss für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Martina Haschen (Soziales, Grundsicherung, Asyl)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Sande
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sebastian Janßen (Leitung Soziales, Ordnung, Familie)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Thomas Mohring (Eigenständiger Integrationslotse)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Melanie Abrahams (Gemeindehaus Sande)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll fest in der Gemeinde Sande verankert werden. Nach Auslaufen der Förderung wird ein funktonierendes System stehen. Ehrenamtliche werden begleitet und unterstützt, so dasss die Möglichkeit besteht, dass das Projekt nach 3 Jahren auf eigenen ehrenamtlichen Füßen fortgesetzt werden kann. Für die zukünftige Finanzierung der Sachkosten stellen wir das Projekt im Ausschuss für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales vor und laden Politiker_innen zu uns ein, um diese zu überzeugen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Heimathafen Herzberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nalini Hönow
2. Kurzbeschreibung
Eine lebendige Gemeinschaft – mit einem generationenübergreifenden Projekt, das Menschen verbindet, Nachbarschaft fördert und überregionale Wellen schlägt.
Projektbeschreibung
Wo zuvor Leerstand das Bild prägte, bepflanzen Jung und Alt gemeinsam Hochbeete. Die 80-jährige Nachbarin erhält Unterstützung beim Bestellen ihres Gartens – und bedankt sich mit einem selbstgebackenen Apfelkuchen. Eine ukrainische Familie erkundet bei einem Spaziergang mit Einheimischen die geheimnisvolle Einhornhöhle. Und auf dem Juessee wetteifern bemannte Papierboote um den großen Preis der diesjährigen Dorf-Olympiade.
Solche Begegnungen möchte die seit 2024 bestehende Initiative Kulturanker Harz ermöglichen – mit kreativen, generationenübergreifenden und niedrigschwelligen Angeboten, die Herzberg und seine Ortsteile enger zusammenbringen. Wo es bislang an Struktur und Impulsen fehlte, entsteht in den kommenden drei Jahren in Zusammenarbeit mit der Kommune eine zentrale Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit.
Der Kulturanker Harz besteht aus: Kunstleben e.V. in Scharzfeld, dem ehrenhaften Verein e.V. im Hotel zum Paradies bei Sieber und dem Gasthaus Deutscher Kaiser in Herzberg, das derzeit als neue Gaststätte mit Veranstaltungssaal etabliert wird. Die drei Beteiberinnen möchten ihre persönlichen Vernetzungen nutzen und ausbauen, um ein identitätsstiftendes Gesamtprojekt für die Region zu schaffen.
Obwohl die vier Ortsteile Herzbergs bereits 1972 eingemeindet wurden, fehlten bisher verbindende Elemente: Es gibt kaum ortsübergreifende Aktivitäten, die zu einem starken Wir-Gefühl beitragen.
Bestehende Kontakte und Netzwerke des Kulturankers nutzend werden Bewohner*innen und Vereine/Unternehmen aller Ortsteile systematisch befragt, wo sie Verbesserungspotential in ihrem Umfeld sehen und wie sie sich selbst einbringen können. Vorhandene Ideen sind u.A. gemeinschaftliche Gartenprojekte zur Stärkung nachbarschaftlicher Beziehungen, Willkommensangebote für Neubürger*innen und Geflüchtete zur Erleichterung von Integration sowie regelmäßige und kostenlose Kreativangebote wie Nähwerkstätten oder Repair-Cafés, die das Kennenlernen der Bevölkerung ermöglichen und gegenseitige Unterstützung der Bewohner*innen zum Alltag werden lassen. Das Ziel ist es zudem, gemeinschaftlich eine Dorf-Olympiade zu entwickeln, die als wiederkehrendes Highlight die Ortsteile zusammenführt. Darin sollen lokale Traditionen mit modernen Impulsen verbunden werden und kulturelle Erlebnisse für alle Generationen geschaffen werden.
Zur Realisierung des Projekts werden zwei Teilzeitstellen und eine Minijobstelle eingerichtet, ergänzt durch Ehrenamt und Honorarkräfte.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Herzberg am Harz im Landkreis Göttingen ist eine historisch gewachsene Stadt, deren Ortsteile Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber im Jahr 1972 eingemeindet wurden. Zuvor hatten die Dörfer nur wenige Berührungspunkte, und bis heute fehlen regelmäßige Anlässe, die einen ortsübergreifenden Austausch fördern. Gleichzeitig steht Herzberg vor einer Vielzahl an Herausforderungen: Besonders in den Ortsteilen mangelt es an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie an grundlegender Nahversorgung. Auch die Innenstadt ist zunehmend von Leerstand geprägt, wodurch das Wohnumfeld an Attraktivität verliert. Hinzu kommt ein Defizit an sozialer, kultureller und sportlicher Infrastruktur. Diese Faktoren erschweren die Entwicklung einer lebendigen Stadtgemeinschaft.
Besonders betroffen sind junge und ältere Menschen: Junge Erwachsene sehen in der Region kaum Perspektiven und verlassen sie frühzeitig. Ältere Menschen, Neuzugezogene und Geflüchtete hingegen bleiben oft isoliert, da es an Begegnungsmöglichkeiten fehlt. Der demografische Wandel und die strukturelle Schwäche der Region führen dazu, dass immer weniger Menschen aktiv das Gemeinwesen gestalten. Viele frühere Traditionen oder gemeinschaftliche Veranstaltungen wurden aufgegeben, weil es keine Initiativen mehr gibt, die sie fortführen.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der gesellschaftlichen Stimmung: Bei der letzten Bundestagswahl wurde die AfD mit 21 % der Stimmen nach CDU und SPD zur drittstärksten Kraft.
Hier setzt der Kulturanker Harz an: Als zentrale Koordinierungsstelle möchte er Brücken zwischen den Ortsteilen bauen, das gemeinschaftliche Leben neu beleben und langfristige Strukturen für ein aktives Miteinander schaffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Herzberg am Harz – Pöhlde – Scharzfeld – Sieber – Lonau
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Stadt Herzberg am Harz sowie die Ortsteile Pöhlde, Scharzfeld, Sieber und Lonau. Diese liegen im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen und bilden zusammen eine ländlich geprägte Region im Harzvorland. Die einzelnen Ortsteile sind zwar geografisch voneinander getrennt, jedoch durch die gemeinsame Zugehörigkeit zur Stadt Herzberg verbunden.
Einwohnerzahl
12939
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Herzberg_am_Harz, Stand 31.12.2023
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung für gesamtes Stadtgebiet Herzberg
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung für gesamtes Stadtgebiet Herzberg
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte-heimathafen-herzberg.jpg
(221.43 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt einen klaren Ansatz der Gemeinwesensarbeit, da der Fokus auf der aktiven Einbeziehung der Bewohner*innen und der Förderung von Partizipation liegt. Wir arbeiten ressourcenorientiert und nehmen die konkreten Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung als Grundlage für unsere Angebote.
Wie in der GWA üblich, geht es uns darum, nicht nur kurzfristige Lösungen zu schaffen, sondern nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Ein zentrales Element unseres Projekts ist daher die Förderung von nachbarschaftlicher Vernetzung und die langfristige Stärkung eines Gemeinschaftsgefühls über die einzelnen Ortsteile hinaus. Dies schaffen wir durch den Aufbau einer gemeinsamen Onlineplattform sowie durch niedrigschwellige und kostenfreie Formate wie die Dorf-Olympiade, Sprachcafés und Nähwerkstätten. Sie fördern den Austausch verschiedener Generationen, bieten Möglichkeiten zur Mitgestaltung und verbessern die Lebensbedingungen benachteiligter Gruppen (wie z.B. Geflüchtete). Zudem arbeiten wir eng mit sozialen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen vor Ort zusammen, um bestehende Ressourcen und Netzwerke zu nutzen und zu erweitern.
In der GWA wird besonders Wert auf den Aufbau von Selbsthilfe und Eigeninitiative gelegt – auch wir streben in unserem Projekt an, dass die Bewohner*innen nach Projektabschluss weiterhin eigenständig aktiv bleiben und das gemeinschaftliche Leben fortführen. Dafür bieten wir ihnen Unterstützung und Beratung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen verschiedener Altersklassen und Herkunft nehmen aktiv an unseren Angeboten teil, geben positive Rückmeldungen und bringen eigene Ideen ein.
Kriterium
Beschreibung
Initiativen wie das gemeinsame Gärtnern oder die Entwicklung von Sprachtandems werden nach Projektabschluss eigenständig von den Bewohner*innen fortgeführt, ohne dass es ständige externe Unterstützung braucht.
Kriterium
Beschreibung
Bestehende Initiativen wie die Zukunftswerkstatt Herzberg am Harz e.V. oder der Landschaftspflegeverband werden ins Projekt eingebunden. Wir greifen auf vorhandene Ressourcen zurück (z.B. Technikverleih des ortsansässigen Kinos für die Dorf-Olympiade).
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Altersgruppen, soziale Schichten und Menschen verschiedener Herkunft kommen in unseren Angeboten zusammen und tauschen sich auf Augenhöhe aus.
Beschreibung
Verschiedene gesellschaftliche Bereiche (z.B. Kultur und Soziales) arbeiten aktiv zusammen und entwickeln gemeinsam Lösungen – wie z.B. ein Neubürger*innenpaket in Kooperation mit dem Einwohnermeldeamt.
Beschreibung
Über das Projekt hinaus bestehen regelmäßige Partnerschaften; beispielsweise eine Kooperation mit der ansässigen Papierfabrik zur Durchführung einer Papierbootregatta im Rahmen der Dorf-Olympiade.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen unterstützen sich gegenseitig, z.B. durch Sprachtandems oder Gartenpatenschaften. Online-Plattform und App etabliert sich als Online-Netzwerk für Angebots- und Hilfegesuche sowie für den sozialen Austausch.
Beschreibung
Regelmäßige, niedrigschwellige Freizeitangebote, wie Nähwerkstätten und Sprachcafés, haben auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand.
Kriterium
Beschreibung
Die Stadtverwaltung unterstützt unser Vorhaben aktiv und steht in engem Austausch mit uns, um eine nachhaltige und positive Entwicklung der Kommune zu fördern.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kunstleben e.V., Rock- und Kultur e.V., Iron Doghead e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landschaftspflegeverband, Zukunftswerkstatt Herzberg am Harz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nicolai-Grundschule, Mahnteschule, Einhornschule Scharzfeld, Grundschule am Rotenberg Pöhlde, Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium, Oberschule Herzberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Foodsharing.de, Nebenan.de, DorfFunk, social.lag-nds.de
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Kulturanker Harz soll als Vernetzungsstelle gefestigt und ausgebaut werden. Wir setzen auf weitere Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und lokalen Akteur*innen, um Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Finanzierungsstrategien zu entwickeln. Während der Projektdurchführung werden wir weitere Fördermöglichkeiten ausfindig machen, um unsere Aktivitäten nach Projektabschluss fortführen zu können. Durch Eigeninitiativen der Bevölkerung streben wir eine Verstetigung einzelner Angebote an
11. Medien
Galerie
Videos
paradies-location1.jpg
(120.1 KB)
paradies-location2.jpg
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(405.26 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier im Dialog - gemeinsam stark für die Nachbarschaft Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Huwald
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir gestalten unser Quartier
Projektbeschreibung
Im Zentrum von Northeim liegt das Quartier Innenstadt, das von Leerstand, fehlenden Begegnungsangeboten und prekären Wohnsituationen geprägt ist. Hier setzt das Projekt an, um durch die Gemeinwesenarbeit im Quartier eine präsente Anlaufstelle zu schaffen, die Bewohner*innen bei individuellen und strukturellen Problemen unterstützt. Ziel ist es, bedarfsgerechte Angebote zur Begegnung und Teilhabe zu etablieren und einen tragfähigen Strukturaufbau zu realisieren, der ein Netzwerk aus lokalen Kooperationspartnern umfasst. Damit wird nicht nur das Wohnumfeld nachhaltig verbessert, sondern auch das Empowerment und die Selbstwirksamkeit der Bewohner gestärkt, sodass sie sich aktiv an der Gestaltung ihrer Nachbarschaft beteiligen. Zur Umsetzung werden Kooperationen intensiviert, ein runder Tisch / Arbeitsgruppe etabliert und die Verwaltung einbezogen, um gemeinsame Strategien zur Belebung des Quartiers zu entwickeln. Über direkte Befragungen der Anwohner (u.a. im Rahmen von Integrationskursen, Migrationsberatung, Seniorentreffs, Familienangeboten des Kinderschutzbunds, Jugendwerkstätten, Schulen, Straßenumfrage) werden konkrete Bedarfe der Bewohner*innen für das Quartier erfasst und auf dieser Basis passgenaue Angebote mit den Menschen entwickelt. Dies können u.a. niedrigschwellige Sportangebote, Verschönerungsinitiativen im Wohnumfeld und biografieorientierte Workshops (in Kooperation mit dem Projekt Biografiewerkstatt) sein. Kernbestandteil des Projekts ist die Idee, den bedrückenden Leerstand gemeinsam mit Anwohnern kreativ zu beleben und somit ein positives Signal zu setzen (auch gegenüber der Öffentlichkeit). Durch gemeinsames Tun und Begegnung zwischen verschiedenen Gruppen wird das Wir-Gefühl gestärkt und Vorurteile abgebaut. Ein Austausch zwischen Bewohnern und Politik wird gefördert, so dass Anwohner bei städtebaulichen Prozessen mitgenommen werden und ihre Bedarfe aufgenommen werden können. Wesentlicher Baustein ist der Aufbau eines Nachbarschaftscafés (im Kassebeerschen Haus/Breite Str. - 3. Projektjahr). Hier können sich Nachbarschaftsgruppen u. Vereine treffen sowie Kooperationspartner Angebote umsetzen, wodurch eine niedrigschwelliger Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten gefestigt wird. Projektstandort ist zunächst die Werk-statt-Schule (WsS) im Friedrich-Ebert-Wall. Im dritten Projektjahr ist ein Umzug in den neuen Standort der WsS (Breite Str. 37) mit Platz für das Nachbarschaftscafé geplant. Das Café soll auch nach Projektende fortbestehen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Northeim ist eine Mittelstadt in der strukturschwachen Region Südniedersachsen, die von den Merkmalen des demografischen Wandels geprägt ist. Die Innenstadt Northeims bietet architektonisch eine Vielzahl an denkmalgeschützten Gebäuden, jedoch wirken sich Sanierungsstau u. Leerstand auf die Lebensqualität aus. Das Quartier ist gekennzeichnet von Mangel an adäquatem Wohnraum, prekären Wohnverhältnissen sowie durch das Entstehen von Angsträumen. Die Innenstadt ist stärker als die Gesamtstadt vom Zuzug von Migrant*innen geprägt und weist einen steigenden Bezug von Transfer- und Sozialleistungen auf. Es bedarf positiver Impulse für dieses Quartier, um ein attraktives Lebensumfeld aufzubauen und die Bewohner in diesen Prozess zu integrieren. Die Stadt hat sich auf den Weg gemacht, die Innenstadt städtebaulich aufzuwerten. Hier soll ein Dialog zwischen Stadt und Anwohnern gefördert werden, um deren Bedarfe zu berücksichtigen. Für ein lebendiges Quartier ist die Stärkung des Wir-Gefühls besonders wichtig. Die Innenstadt ist nicht nur das Zentrum der Gesamtstadt sondern explizit auch ein Wohnquartier, in dem aktuell Zusammenhalt, Austausch und Begegnungen der Nachbarschaft Förderungsbedarf haben. Wir haben in der Innenstadt ein leerstehendes Haus gekauft, das wir zu unserem neuen Standort ausbauen (Bezug ab 2027, www.kassebeersches-haus.de), um so einen Beitrag zur Belebung des Leerstands zu leisten. Das zentrale Anliegen, den Leerstand wieder für die Menschen im Quartier zugänglich zu machen, die Räume selbst gestalten können, ist ein wichtiger Bestandteil unseres GWA-Ansatzes. Projektstandort im Quartier ist zunächst der Friedrich-Ebert-Wall und ab 2027 die Breite Str. 37.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Innenstadt
Beschreibung
Innestadt innerhalb des Walls, Außengrenzen bilden: Friedrich-Ebert-Wall, Gardekürrassierstraße etc., angrenzend liegt das Rhumeviertel
Einwohnerzahl
2900
Quelle / Anmerkungen
Meldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus 2022, Statistisch Berichte des Landes Niedersachsen - Demografiebericht Northeim
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, ähnlich zu Zahlen U18
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus 2022, Statistisch Berichte des Landes Niedersachsen - Demografiebericht Northeim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Regionbericht Northeim 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Northeim Integrationsbericht 2021
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_innenstadt.png
(328.19 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In Kooperation mit den betroffenen Personen im Quartier zielt unser Ansatz darauf ab, die Problemstellungen und Handlungsbedarfe auf individueller und struktureller Ebene im Quartier zu identifizieren und die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar zu machen. Faktoren, die das Quartier belasten, sollen durch mittel- und langfristige Maßnahmen reduziert werden. Ein zentrales Ziel ist die Aktivierung der Bewohnerschaft zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung, damit sie selbstbestimmt die Zukunft ihres Gemeinwesens gestalten können. Wir fördern die Handlungsfähigkeit der Bewohner*innen, indem wir sie in die Lage versetzen Bedarfe zu erkennen, zu formulieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Hierzu wird auch ein Netzwerk bestehend aus zivilgesellschaftlichen Akteuren wie Vereinen, Initiativen, Kirche, Bildungsträgern etc. aus dem Quartier aufgebaut, das gemeinsam daran arbeitet strukturelle Aspekte im Sozialraum zu verbessern. Dazu erfolgt eine enge Kooperation mit Politik /Verwaltung, um Problemlagen struktureller Art nachhaltig zu stabilisieren (siehe auch LoI des Bürgermeisters).
Dieser Ansatz soll wesentlich dazu beitragen die Lebensumstände im Quartier Innenstadt ganzheitlich zu verbessern (u.a. bezogen auf Wohnraum / Infrastruktur, Lebensqualität, Möglichkeiten zur Partizipation) und demokratische Prozesse zu beleben, Begeisterung dafür zu wecken und demokratische Verhältnisse langfristig zu sichern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner erlernen, wie sie Angebote selbst organisieren können (z.B. kleinere Nachbarschaftsfeste, Stammtisch o.ä.), jährlich wird überprüft ob und wie viele weitgehend selbstorganisierte Angebote umgesetzt wurden, anfangs engere Unterstützung
Kriterium
Beschreibung
Aufbei einer Arbeitsgruppe / Runder Tische Innenstadt mit relevanten Sozialpartnern als Sprachrohr und Arbeitsgremium für die Belange des Quartiers ist erfolgt, auch übergreifend mit Caritas für Innenstadt u. Rhumeviertel gemeinsam
Kriterium
Beschreibung
Bedarfsanalyse mit Bewohner*innen und Netzwerk, spiegeln der Bedarfe an Politik/Verwaltung und Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze zur Verbesserung der Infrastruktur, niedrigschwelliges Verschönern des Wohnumfelds
Kriterium
Beschreibung
Bedarfsanalyse liegt vor, Angebote für die Bewohner*innen orientieren sich an den tatsächlichen Bedarfen und werden von den Bewohner*innen angenommen (Überprüfung von Teilnehmerzahlen, Zufriedenheitsbefragung der Teilnehmenden))
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt hat sich als Anlaufstelle im Quartier etabliert und die Angebote zur Begegnung zwischen den verschiedenen Nachbarn werden angenommen; Teilnehmerzahlen u. Vielfalt der Teilnehmerschaft wird überprüft
Beschreibung
Das Projekt kooperiert mit der Stadt Northeim und begleitet den Prozess der Aufwertung der Innenstadt u.a. durch Städtebauförderung mit, indem die Bedarfe der Bewohner eingebracht werden und ein Dialog mit den Bewohnern gefördert wird
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Marketing, Tourismus der Stadt Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Northeim u.a. Dezernat Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Inklusion e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung, Integrationskurse der Werk-statt-Schule, der LEB (Ländl. Erwachsenenbildung) u. anderer Anbieter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Partnerschaft für Demokratie Stadt Northeim und Landkreis Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Rhumeviertel der Caritas
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Gespräche mit Stadt/Landkreis gemeinsam mit Treffp. Rhumeviertel zur langfristigen Implementierung von GWA /finanzielle Verankerung. Einwerben v. Fördermitteln, mit denen sich Grundstrukturen der GWA weiterführen lassen (z.B.Programm LEADER Harzweserland mit Ko-Finanzierung Stadt / Landkreis). Runder Tisch wird zu Projektende auf Netzwerkpartner zur Fortführung übertragen. Café im Kasseb. Haus bleibt u. kann durch Bewohner/Netzwerkpartner weiter für Angebote/Treffpunkt genutzt werden.
11. Medien
Galerie
Videos
kunstaktion_nachbarschaft_kasseb._haus_1.jpg
(261.69 KB)
kunstaktion_nachbarschaft_kasseb._haus_2.jpg
(246.15 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam.Weststadt.Aktiv. GWA "Mehr als Raum" - ein Ort der Begegnung, wo Gemeinschaft wächst
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Herr Isa Sandiraz
| Organisation | Landkreis Göttingen |
|---|---|
| Funktion | Integrationsbeauftragter |
2. Kurzbeschreibung
"Mehr als Raum" - Begegnungsstrukturen finden vielseitig Raum
Projektbeschreibung
Das GWA-Projekt hat in der ersten Förderperiode (2023 – 2025) mit unterschiedlichen aktivierenden Maßnahmen Bewohnende (BW) des Quartiers (Q) erreicht. Das Q zeichnet sich durch eine sehr heterogene städtische Struktur (Einfamilienhäuser vs. Wohnblöcke) und eine höchst diverse Bewohnerstruktur (z.B. viele Ethnien, Alter etc.) aus. Die BW wurden in die Angebote des BZ des Inklusiven Campus (IC) eingebunden. Zum Teil konnten Veranstaltungen im Zusammenwirken mit dem IC ins Q geholt werden. Weiterhin konnte in der ersten Förderperiode eine zentrale und neutrale Wiese im Q identifiziert werden, die in den Fokus der umliegenden Adressaten/Akteure rückte. Die Stadt Dud. pachtete diese Fläche in diesem Zuge an. Zusätzlich wurden/werden andere Räume im Stadtgebiet für Begegnungen mitgedacht. Aus diesen Begegnungen ist eine Mobilisierung entstanden, die sich mit dem Lebensumfeld im Q beschäftigt und aktiv auf die Verbesserung hinarbeitet. Die Verbindung zum IC mit dem dort ansässigen Familienzentrum (FZ) und den weiteren Unterstützungsformen, wie z.B. der Frühförderung oder der Beratungsdienste, wird als ergänzende, wertvolle Hilfsstruktur betrachtet. Das bietet eine ganzheitliche, bedürfnisorientierte Vorgehensweise im Q. Zudem wurde ein Projektbeirat (PB) aus Vertreter*innen LK Gö., Stadt Dud., Caritas, BBS, Sportverein und Bewohner*innen gegründet, welcher z.B. diesen Folgeantrag mit erstellt und abgestimmt hat. Weiterhin ist es angedacht, dass der PB für die nächsten drei Jahre eine wesentliche Rolle im Projekt einnimmt. In einer weiteren Förderperiode sollen nun das Gemeinschaftsgefühl der im Q befindlichen unterschiedlichen Gruppen so gestärkt werden, dass die Menschen (BW und Kooperationspartner*innen) Verantwortung übernehmen sich gemeinsam zielgerichtet um ihr Q zu kümmern, sodass eine Imageverbesserung und Reduktion von Vorurteilen inner- und außerhalb des Q spürbar wird. Die Zielsetzung liegt dabei auf die im Q sehr zentral gelegene Wiese als Begegnungsort. Zudem ist die Etablierung und Verfestigung einer nachhaltigen Bündnisstruktur durch weitere Einbindung und Einbeziehung der Kooperationspartner*innen (Stadt Dud., BBS, Sportverein, DRK, FZ) geplant. Durch nachhaltiges Verfestigen der Begegnungsstrukturen, Erhöhung der Identifikation mit dem Q mit passgenauen Maßnahmen, die die Fähigkeiten, das Wissen und die Ressourcen der BV stärken und ermöglichen die Potenziale zu entfalten, wird eine sich selbst tragende Gemeinwesenarbeit etabliert.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Innerhalb des Quartiers sind Spannungen, Vorurteile und Stigmatisierungen zwischen den Bewohnenden zu verzeichnen. Diese konnten in der ersten Förderperiode sichtbar gemacht werden und wurden zum Teil schon angegangen.
Zudem gilt das Q auch in der Außenwahrnehmung zur Stadt als verrufen und wenig attraktiv. Durch die hohe Heterogenität der Bewohnerschaft sind intergenerationale und interkulturelle Begegnungen nur schwer möglich. Unterschiede beziehen sich vor allem auf Bildung, Sprachkompetenzen und Beteiligung am Arbeitsmarkt in Kombination mit einer generell hohen vorhandenen Arbeitslosigkeit und einer Migrationsproblematik. Gekennzeichnet ist das Quartier dadurch, dass soziale Gruppen nicht gleichmäßig verteilt sind. Auf der einen Seite sind wohlhabendere Straßen und auf der anderen Seite die Plattenbau-Siedlung, in welcher die Sozialhilfequote wesentlich höher ist. Die lokalen Wohnbedingungen sind durch eine schlechte Infrastruktur und schlechten Wohnbedingungen geprägt. In diesem von der gesamtstädtischen Entwicklung zunehmend abgekoppelten Armuts-Bereich häufen sich Risiken, welche die Lebenschancen der Bewohner erheblich belasten.
In der ersten Förderperiode konnten Probleme des Quartiers benannt und geclustert werden. Zudem konnten bereits Kooperationen mit wichtigen Akteuren im Quartier geschlossen werden. Dies gilt es nun sukzessive auszuweiten, Bewohner*innen nachhaltig zu befähigen und zu unterstützen, um Begegnungen und ein soziales Miteinander im Quartier zu stabilisieren und zu verfestigen. Insbesondere die vorhandenen Müllproblematik ist ein Faktor, welcher zur stigmatisierenden Wahrnehmung von innen und Außen beiträgt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Duderstadt Weststadt
Beschreibung
Das Projektgebiet schließt sich über folgende Straßen im westlichen Bereich von Duderstadt:
Kolpingstraße mit Plattenbau-Siedlung, Bodelschwingstraße, Auf dem Westerborn mit Einfamilienhäusern, Industriestraße mit Mehrfamilienhäusern sowie die Schöneberger-, Charlottenburger-, Berliner- und Potsdamerstraße
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kolping-quartier_duderstadt.png
(1.73 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bisweilen war das Projekt eher GWA orientiert und hatte Empowerment und Partizipation der Bewohnenden im Sinn mit dem Ziel, die Selbstorganisation und Selbsthilfe der Gemeinschaft zu stärken. Daraus ist im Verlauf des Projektes der Wunsch nach einem QM erwachsen, bzw. sollte beides in den nächsten drei Jahren parallel gedacht werden. Somit steht in den nächsten Jahr auch ein ein Fokus auf der Verbesserung der Infrastuktur, der Wohn- und Lebensqualität der Menschen vor Ort. Als Methoden wird weiterhin die Vernetzung von Akteuren und Steuerung von Projekten ( AG Spielplatz für ALLE) antizipiert. Ein Ziel ist es nach den drei Jahren die Gemeinwesenarbeit so fest etabliert zu haben, dass daraus eine nachhaltige QM erwachsen ist für die sich die im Quartier befindlichen Akteure (BBS, DRK, Sportverein) und die Kommune verantwortlich fühlen. Da die im Quartier befindliche Wiese neutral und mittig liegt, sollte weiterhin daran gearbeitet werden, aus dem Begegnungsort heraus strukturelle Veränderungen zu erwirken wie einen Bewegungspfad, Grünareale und Spielflächen für Kinder.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestehende Ressourcen (Menschen, Netzwerke, Institutionen) arbeiten im gemeinsamen Interesse aktiv miteinander
Kriterium
Beschreibung
Die Projektpartner und Kooperationspartner gemeinschaftlich an Lösungen arbeiten und bereits sind, auch jeder für sich in das Projekt zu investieren.
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohnende und die umlegenden Akteure sich die Wiese als Begegnungsort teilen und dort ein Ort für ALLE entstanden ist
Vorhandene Strukturen
Bisweilen konnten ehrenamtlich Engagierte identizifziert werden, dies gilt es aber weiterhin auszubauen und zu festigen, sodass ein ehrenamtsnetzwerk entsteht. Die bisherige GWA-Stelle wurde zu jeweils 1/2 durch Sozialpädagogen und Sozialarbeiter besetzt. Da der Caritasverband Südniedersachsen auch die 2. Förderperiode übernehmen möchte, kann von dem Netzwerk der Caritas im GWA-Projekt unglaublich profitiert werden. Beratungsdienste können niedrigschwellig eingebunden werden, übergeordnete Projekte können stattfinden, Verweisberatung gelingt schnell und unkompliziert. Zudem ist die Caritas mit anderen Akteuren der Stadt gut vernetzt und kooperiert, sodass dies bedarfsgerecht mit in das GWA-Projekt eingebunden werden kann. Darüber hinaus sind bereits der Sportverein und die Berufsbildende Schule im Quartier als Kooperationspartner im Projekt eingebunden und daraus bilden sich bereits vorhandene ehrenamtliche Strukturen. In der nächsten Förderperiode soll das DRK, welches ebenso im Q ist, als Kooperationspartner gewonnen werden. Somit kann aus den unterschiedlichen bereits vorhandenen ehrenamtlichen Strukturen ein großes Netzwerk entstehen, wo gegenseitig voneinander profitiert werden kann
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Duderstadt, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Duderstadt, Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Duderstadt, Jufi - das Mehrgenerationshaus, Landkreis Göttingen (FB Soziales, FB Jugend, Jobcenter), Integrationsbüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schule Duderstadt, Astrid-Lindgren-Grundschule, Janusz-Korczak-Grundschule, Heinz-Sielmann-Realschule, Eichsfeld-Gymnasium, Familienbildungsstätte Duderstadt, VHS Duderstadt, Vinzenz-von-Paul-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein VFL Olympia, TV-Jahn-Duderstadt, Schützenverein Duderstadt, freiwillige Feuerwehr, Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsbaugesellschaft Eichsfeld und private Vermieter der Plattenbau-Gebäude
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
vorallem ältere Bewohner*innen, sozial-isolierte Bewohner*innen, Bewohner*innen in unterschiedlichen prekären Problemlagen, von Armut betroffene oder Armutsgefährdete Bewohner*innen, multiethische Bewohner*innen, Bewohner*innen des Quartiers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Familienzentrum, AWO Bürgertreff, Tafel Duderstadt, Lorenz-Werthmann-Haus, psychosoziale Beratungsstelle für Suchterkrankungen, Erziehungsberatungsstelle, Schuldnerberatung, Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt, Clany`s Eichsfeld-Blog, Webseite Caritas, Social Media Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedergelassene Ärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen, St. Martini-Krankenhaus Duderstadt,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
katholische und evangelische Kirche, Vertreter*innen aus anderen Relegionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Stärkere Einbindung der unterschiedlichen Akteure (Kommune, Sportverein, Schule) zur Schaffung einer nachhaltigen Struktur durch Maßnahmen, die eine sogenannte Win-Win-Situation erzeugen. Dies gelingt durch Etablierung und Aufrechterhaltung eines Ehrenamtsnetzwerk. Durch Einbindung und Verantwortungsübernahme für die Wiese der Kommune u Stakeholder entwickeln sich multimodale Finanzierungsmöglichkeiten. Dies kann durch Förderungen über den Sportverein sein (LSB), Förderungen Aktion Mensch usw.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Adendorf: Ein Dorf für alle - Vielfalt leben
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Iris Wollschläger
2. Kurzbeschreibung
Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes AdenDorf
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab,den Einstieg/Übergang in die Bildungssysteme für alle Beteiligten (insbes. Geflüchtete) zu verbessern,Zusammenhalt u. Vielfalt in Adendorf zu fördern (insbes. Ehrenamt) u. Netzwerkstrukturen (Nachhaltigkeit) zu stärken, um die Lebenswelten aller vor Ort zu verbessern.Das Projekt soll das Miteinander in der Gemeinde stärken und Menschen befähigen, sich durch die Nutzung der Sozialraumressourcen für eine starke Dorfgemeinschaft einzusetzen.Es soll ein nachhaltiges Bürger*innen-Netzwerk aufgebaut werden, in dem sich die Menschen gegenseitig unterstützen,gemeinsame Aktionen gestalten und durchführen (Orte:Dorfschule,Saal Flüchtlingsunterkunft). Gemäß dem Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf,um ein Kind großzuziehen" sollen Strukturen geschaffen werden,die Kinder und deren Familien vor Ort ein gutes Aufwachsen ermöglichen.Mithilfe von aktivierenden Befragungen (Professionalisierung der Mitarbeiter erfolgt) sollen Bedürfnisse ermittelt u. entspr. Angebote umgesetzt werden.Durch den engeren Kontakt zu den geflüchteten Menschen in den Gemeindeunterkünften vor Ort u. dem Austausch (z.B. Sozialkonferenz) mit anderen Akteuren (z.B. Kitas, Schulen, Gemeinde, Sportvereine, Kirchen, Feuerwehr, etc ), stellen wir fest, dass nicht alle Familien an Bildung u. der Gesellschaft teilhaben.Wir erfahren von verschiedenen Barrieren,die es erschweren sich in der Kommune zu integrieren u. die Kinder in ihren Entwicklungspotenzialen einschränken.Adendorfer berichten uns,dass sie ihre Mitbürger gerne kennenlernen/unterstützen würden, aber nicht wissen wie. Gleichzeitig erkennen wir Potentiale bei geflüchteten Menschen (berufliche Qualifikation im Herkunftsland, Wille für Engagement, etc.).Wir nehmen zunehmend Menschen wahr, die sehr zurückgezogen leben,Kinder erfahren dadurch Benachteiligung (fehlende Sprachkenntnisse, geringes Selbstwertgefühl, etc.),Kinder werden dadurch von Teilhabe ausgegrenzt.Die Grundschule schildert uns, dass immer mehr Kinder ohne/mit rudimentären Sprachkenntnissen eingeschult werden und dass dies zu massiven Problemen führt.Unterstützung der Kinder durch ihre Eltern scheitert häufig an deren mangelnden Kenntnissen über das Bildungssystems Kita/Schule.Der Bedarf an Kitaplätzen ist nicht vollständig gedeckt (Geflüchtete werden bei Vergabe benachteiligt).Auch das Gesundheitsamt verdeutlicht uns gegenüber diese Problematik.Wir befürchten eine weitere Zuspitzung der Situation,u.a. weil die Aufnahmequote noch lange nicht erfüllt ist.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Adendorf sehen wir bei geflüchteten und deut. Familien eine zunehmende Überforderung mit dem System "Kita & Schule". Gründe: u.a. Nichtverstehen des Bildungssytem, Informationsflut, unzureichende Übersetzung, keine soz. Kontakte, keine Unterstützung. Zusä. Probleme bereiten Bedingungen in den Flü.unterkünften. Privatsphäre fehlt, Menschen müssen sich Räume mit Personen untersch. Herkunft teilen. Mangel an Rückzugsmöglichkeiten& fehlende Lernatmosphäre verschärfen die Situation und erschweren den Integrationsprozess (16 Unterkünfte, dezentral, 210 Geflüchtete).
Nicht alle Kinder im Vorschulalter finden einen Kitaplatz, viele Kinder werden ohne ausreichende Deutschkenntnisse, ohne grundlegende soziale/emotionale Kompetenzen eingeschult. Schulen können Defizite nicht umfänglich auffangen, was Integration erschwert und zu weiteren sozialen Ungleichgewichten führt. Handlungsbedarf wurde in Sozialraumkonferenz festgestellt. Aktive Beteiligung von Bürgern und Geflüchteten befürwortet.
Uns als Sozialraumteam fehlen personelle, zeitliche und räumliche Kapazitäten, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, bestehende Ideen umzusetzen. Über die Sozialraumkonferenz sind bereits wichtige Probleme und Anliegen in die Politik der Gemeinde und des Landkreises Lüneburg getragen worden, notwendige Ressourcen, trotz Verständnis und Zustimmung, sind nicht in ausreichendem Maße vorhanden.
Insbesondere bedarf es einer besseren Koordination/Unterstützung, um die Integration aller Familien nachhaltig zu fördern (Ehrenamt, Nachbarschaft, etc.). Neben den Problemlagen gibt es in Adendorf eine wohlhabendere Bevölkerungsschicht, die ansprechbar für ehrenamtliches Engagement ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Adendorf und Erbstorf (Ortsteil der Gemeinde Adendorf)
Beschreibung
Die Gemeinde Adendorf hat eine Fläche von insgesamt 16,08 Quadratkilometern und liegt im Landkreis Lüneburg. Von Adendorf aus in das Stadtzentrum Lüneburgs mit dem Auto in 17 Minuten und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in 22 Minuten zu erreichen. Weiteres ist der angehängten Karte zu entnehmen.
Einwohnerzahl
11323
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl Quelle: Gemeinde Adendorf (Stand 31.03.2025)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landkreis Lüneburg (Jahr 2020-2023) für Adendorf
(Förderbedarfe an Grundschulen in Adendorf liegt bei 4%)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landkreis Lüneburg (Jahr 2020-2023) für Adendorf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine genauen Zahlen zu alleinerziehenden Erziehungsbrechtigten vor. Ein Anhaltswert könnte die Zahl der Unterhaltsvorschüssleistungen (6%) sein (Quelle: Landkreis Lüneburg, Jahre 2020-2023) , zudem gibt es den Anteil der Alleinerziehenden mit mehr oder weniger gesichertem Einkommen, geschätzt mindestens gleiche Anzahl wie bei Unterhaltsvorschüssleistungen, plus die Kinder aus den geflüchteten Familien, die meistens nur mit den Müttern in Adendorf angekommen sind.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit (März 2025).
Die Prozentzahl bezieht sich auf gesamt Lüneburg (auf dortige Einwohnerzahl), da allein für Adendorf keine Zahlen zu ermitteln siind.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausländische Bewohner*innen in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Bewohner*innen ab 60 Jahre in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Kinder bis 14 Jahre in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Jugendliche / junge Erwachsene in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Unterlagen zum Gebiet
adendorf_ein_dorf_fuer_alle_vielfalt_leben.png
(487.05 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Problemlagen sind im Sozialraum bekannt, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, um die Dorfgemeinschaft nachhaltig zu stärken ist gewollt (s. Sozialkonferenzprotokoll).
Unsere bestehende Flüchtlingsozialarbeit (aufsuchend, Zugang zu den Menschen, Regelungen des Alltags, Konflikte lösen/beruhigen, etc.) bietet nicht die Möglichkeit Bedürfnisse und Potentiale der Menschen zu erfassen und daraus gezielte Maßnahmen zu entwickeln um die Lebensqualität zu verbessern. Deshalb wollen wir die Bedürfnisse und Ressourcen der Menschen (Geflüchtete und Adendorfer) grundlegend ermitteln (Fortbildung aktivierende Befragung) und sie aktiv einbinden in den Aufbau von sozialen Netzwerken (Angebote für Begegnung, Teilhabe, Ehrenamt, Nacharschaft), Gruppenangebote (Lernorte) für Kinder um Chancengleichheit in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen (Spracherwerb, Sozialverhalten), Gruppenangebote (Elterncafe) für Eltern (Bildungssystem verstehen lernen um Kinder zu unterstützen, eigene Bildungsmöglichkeiten erkunden).
Wir kümmern uns um Ressourcen (mobilisieren von geflüchteten Menschen z.B. mit Qualifikationen im Bereich Bildung, Potentiale fördern, Bereitstellen von Räumen, Beratungsangebote, Materialien, etc.), fördern Selbstorganisation, den Aufbau von Ehrenamtsstrukturen.
Ziel ist die Lebensqualität/Chancengleichheit der Menschen im Ort langfristig zu verbessern, deshalb sollen vorhandene Strukturen gestärkt, neue aufgebaut, fortlaufende Finanzierung gesichert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen / Bedürfnisse der geflüchteten Familien und Bewohner sind bekannt, ihre Stärken und Fähigkeiten finden sich in Projekten wieder/ Kontakte untereinander und zu Adendorfern bestehten / Ehrenamtliche engagieren sich
Kriterium
Beschreibung
Bestehende Netzwerke und Kooperataionen sind weiter ausgebaut und langfristtg angelegt, neue sind hinzugekommen: Ehrenamtliche, Vereine, Unternehmen, etc. / neue Kommunikationsstrukturen, regelmäßige Treffen zusätzlich zur Sozialkonferenz
Kriterium
Beschreibung
Bürger, Institutionen, Organisationen und Verwaltung (Adendorf und Landkreis Lüneburg) nutzen Ressourcen effizient im Hinblick auf nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität für alle in Adendorf
Kriterium
Beschreibung
Soziale Beziehungen in der Nachbarschaft / im Dorf, Menschen unterstützen sich gegenseitig, respektvolles Miteinander, Vielfalt wird als Bereicherung wahrgenommen, gemeinsame Aktivitäten (z.B. Feste), sicheres Umfeld
Beschreibung
Netzwerken zwischen verschiedenen Akteuren mit gemeinsamen Verständnis und gemeinsamer Verantwortung schaffen umfassende und nachhaltige Lösungen / Projekte / Angebote
Beschreibung
Bedürfnisse und Interessen der geflüchteten Menschen werden von der "einheimischen" Bevölkerung wahrgenommen, respektiert und umgekehrt: Gemeinsame Veranstaltungen oder Projekte finden statt / sozialer Zusammenhalt ist gestärkt
Beschreibung
Bewohner sind vernetzt und unterstützen sich gegenseitig (Nachbarschaftshilfe, Nachhilfe, etc.) / Beratung, Schulungen, praktische Hilfe: Ehrenamtliche, Sozialraumbüro / Zugang für alle zu Ressourcen (Informationen, Räume, finanzielle Unterstützung, etc)
Kriterium
Beschreibung
Bewohner engagieren sich, guter Austausch aller Bewohner untereinander / gute Vernetzung sehr vieler Akteuer in Adendorf und dem Landkreis Lüneburg ermöglicht schnelle und unkomplizierte Kooperationen, Austausch miteinander / gemeinsame Ressourcennutzung
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Adventgemeinde Adendorf, ev. Kirchengemeinde, kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Adendorf, Die Unabhängigen, Die Grünen, CDU, SPD
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausarztpraxis Adendorf, Dr. Nettesheim, Dr. Chandra, Gynäkologische Praxis Adendorf, Zahnarztpraxis Dr. Geschwandtner, Dr. Pour, HNO Praxis Adendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderladen Adendorf
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Projektidee v. allen Akteuren der Sozialraumkonferenz und Verwaltungsausschuss Adendorf (Anlage 1+2) positiv unterstützt, Gemeinde ansprechbar für langfristige Finanzierung, Kontakt besteht zu neuen Förderern z.B. lokale Unternehmen (Werbegemeinschaft).Landkreis Lüneburg, Jugendamt, stellt ab `27 Projektmittel für Regionalisierung zur Verfügung, Nachbargemeinden mit ähnlichen Problemlagen, einzelne Projektinhalte übergergreifend finanzieren, evtl best practice Beispiel für andere 9 Sozialräume.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Dörverden miteinander füreinander
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rebecca Kleinheitz
2. Kurzbeschreibung
Nimm Dir MahlZeit mit deinen Nachbarn...
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt „Dörverden miteinander füreinander“ schafft der Verein Forum Zukunft e.V. Orte der Begegnung. Über alltagsnahe und -praktische Angebote wie gemeinsam kochen, essen, werken und reparieren, kommen verschiedene Menschen in Kontakt. Niedrigschwellig werden so Ideen für und in Dörverden/Stedorf und Westen/Hülsen gesammelt, konzipiert und umgesetzt. Dabei lernen die Menschen sich zu organisieren, sich für ihre Belange einzusetzen und tragen mit Selbstwirksamkeit einen wichtigen Teil zum Gemeinwesen bei.
An zwei Standorten werden Menschen eingeladen teilzuhaben: In Dörverden/Stedorf gibt es eine regelmäßige gemeinsame Mahlzeit (zu Beginn 14-tägig, mit dem Ziel wöchentlich). Ehrenamtliche kümmern sich um Lebensmittelspenden, bereiten ein Essen vor und laden dann zum gemeinsamen Speisen ein. In Westen gibt es eine offene Werkstatt, die bisher für reinen Reparaturservice genutzt wurde. Im Projekt werden in regelmäßigen Öffnungszeiten Menschen eingeladen und angeleitet zu werkeln und zu basteln. Dabei können sowohl eigene Projekte und Reparaturen durchgeführt werden, aber auch an Workshops teilgenommen werden.
Durch diese niedrigschwelligen Angebote werden aktive und motivierte Menschen genauso wie isolierte oder benachteiligte Personengruppen angesprochen und befähigt. Sie liefern den Begegnungsanlass und damit den Kristallisationspunkt für weitere Prozesse entlang der Bedarfe und Wünsche der Menschen vor Ort, wie z.B. offene Beratungsangebote, solidarische Kinderbetreuung, kommunikative Vernetzung (ggf. auch mit digitalen Tools) oder der Organisation von Nachbarschaftshilfe.
Die Projektstruktur unterstützt die Menschen darin miteinander in Austausch zu gehen, Bedarfe zu äußern, Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Dieser Prozess wird pro aktiv initiiert und moderiert. Dabei eignen sich die Beteiligten neben handwerklich-praktischen auch organisatorisch-soziale Kompetenzen an, wie sich in Gruppen zu einigen, Dissens auszuhalten, in die Aushandlung mit anderen Menschen zu gehen und sich für die eigenen Bedürfnisse einzusetzen. Weiterführend werden Menschen dazu befähigt auch außerhalb der Gruppe der Aktiven Netzwerke zu schließen, in kommunale Strukturen Vorschläge einzubringen, Forderungen zu stellen und Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Dadurch werden sie zu Multiplikator*innen und erweitern das Netzwerk.
Beide Orte werden dadurch mit Lebendigkeit gefüllt und sorgen für Strahlkraft in die Region.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage für unser Projekt ist geprägt von Herausforderungen, die einerseits sozial, aber auch infrastrukturell begründet sind. Der ländliche Raum, so auch Dörverden/Stedorf & Westen/Hülsen, ist zunehmend anonymisiert. Das soziale Leben ist geprägt von „Filterblasen“- sich selbst bestätigenden Resonanzkörpern. Begegnung und Austausch mit vielfältigen Menschen und Meinungen findet wenig statt. Neu ankommende Menschen, egal ob aus Deutschland oder dem Ausland, finden daher oft schwer Zugang zu bestehenden (Vereins-)Strukturen. Diese werden oftmals von "Alteingesessenen" gestaltet, die selber aus Kapazitäts- und Altersgründen immer weniger beitragen. Die Isolation verstärkt die politische Polarisierung, da vielen Berührungspunkte mit einer diversen Gesellschaft fehlen. Dies trägt zur Demokratieverdrossenheit bei und führt zu einer sinkenden zivilgesellschaftlichen Teilhabe. Die Wahlergebnisse und die politische Radikalisierung spiegeln diese Entwicklung wider. Darüber hinaus sind die infrastrukturellen Bedingungen in Dörverden herausfordernd: Als finanzschwache Gemeinde im strukturschwachen Raum mangelt es an Investitionspotential. Der schwache öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) erschwert die Mobilität. Daher sind viele darauf angewiesen, dass Aktivitäten und Angebote vor Ort stattfinden. Das jedoch wird erschwert, da die Dörfer in Teilen sogenannte „Schlafdörfer“ sind, in denen tagsüber viele Menschen beruflich abwesend sind. Es gibt im Vergleich zu wirtschaftlich und Infrastrukturell stärker entwickelten Regionen Niedersachsens wenige Treffpunkte und Strukturen, die kostenlos zugänglich sind, was die soziale Isolation vieler Menschen weiter verstärkt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dörverden Dörverden - Dörverden Stedorf - Dörverden Hülsen - Dörverden Westen
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst mehrere Ortschaften in der Gemeinde Dörverden: Dörverden, Stedorf, Westen und Hülsen.
Während die Projekte vor allem in Dörverde und Westen stattfinden werden, sind Stedorf und Hülsen aufgrund der räumlichen Nähe auch zum Projektgebiet zugehörig.
Einwohnerzahl
7000
Quelle / Anmerkungen
dorverden.de
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Daten.
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik des LK Verden
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik des LK Verden
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/karte-altersgruppen.html
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik des LK Verden
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/verden%252C-landkreis/3361/3
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose an den SvB (%)
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Daten auffindbar.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte
SGB II-Quote (%)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_des_projektgebiets.png
(1.34 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir setzen auf die Bildung von Netzwerken und Kooperationsstrukturen und arbeiten nah an den Menschen und orientiert an deren Interessen und Ressourcen. Wir übernehmen die Rolle Impulse zu geben, zu koordinieren und zu moderieren ohne dabei Verantwortung für die Lösung von Problemen übernehmen zu können. Wir bauen Verbindungen zwischen unterschiedlichen Akteur*innen auf unterschiedlichen Systemebenen auf (Gemeinderat, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft) um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Bezugs- und Ausgangspunkt für das Projekt ist das unmittelbare Wohn- und Lebensumfeld der Menschen. Wir richten unsere Angebote am Gemeinwohl aus, nicht an Wettbewerbszielen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Unser strategisches Ziel ist es zu einem positiven "Wir-Gefühl" für das Projektgebiet beizutragen, das alle Menschen alters- geschlechts- und herkunftsübergreifend einschließt und ermutigt miteinander Lösungen zu suchen. Dabei gehen wir von einem vielfältigen, heterogenen Gemeinwesen aus, in dem es wichtig und notwendig ist Prozesse zur Aushandlung von Interessen zu initiieren und fachlich zu begleiten, um die Erfahrung konstruktiven Gelingens für alle Beteiligten zu ermöglichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Unsere Angebote sind weder wettbewerbsorientiert noch ideologisch vom Team bestimmt, sondern fußen auf Bedarfswahrnehmungen unter emanzipatorischer Beteiligung der betroffenen Bevölkerung
Kriterium
Beschreibung
Wir beziehen viele, im Idealfall alle Bevölkerungsgruppen ein und entwickeln und nutzen gemeinsam partizipative Kommunikationsformen ( moderierte Bürger*innendialoge, Apps, Peer2Peer,...) zur Interessenartikulation und -aushandlung.
Beschreibung
Wir binden proaktiv Menschen bei den "Basis-Angeboten" (Essen,Handwerk) ein und machen so erlebbar, dass gemeinsam Ideen realisierbar sind. Dieses kollektive Empowerment lässt Selbstwirksamkeit erfahren und ermutigt zu eigenen Initiativen, die wir fördern
Kriterium
Beschreibung
Wir bieten für alle offene, zugängliche und verbindliche Anlaufstellen und Räume zur Begegnung. Wir geben Impulse für kommunikative Infrastruktur zwischen Bewohner*innen und zu kommunaler Verwaltung
Kriterium
Beschreibung
Bestehende Strukturen, Kompetenzen und Engagement verzahnen sich mit unseren Angeboten und ergänzen sich gegenseitig. Traditioneller dörflicher Zusammenhalt wird positiv neu erlebt, neu gedacht und erweitert
Kriterium
Beschreibung
Zwischen den zivilgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kommunalen Akteur*innen im Projektgebiet besteht Kenntnis voneinander und Vertrauen zueinander. Initiativen und Projekte werden gemeinsam geplant und durchgeführt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AllerArten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Verden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürger*innenenergiegenossenschaft realweg eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Amtshaus Westen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verein zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturgut Ehmken Hoff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielzentrum Drübberholz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sind von Beginn an im Austausch mit der Gemeinde & Gemeinderatsmitgliedern und zu lokal vorhandenen ehrenamtlichen & kommunalen Ressourcen. Dadurch, sowie durch die Akquise von weiteren Fördermitteln, streben wir nach Ende des Projektes eine Personalstelle für die Koordniation von Teilhabe, Diversitätsmanagement, Inklusion etc. an. Für die räumliche und kommunikative Infrastruktur versuchen wir Paten- oder Partnerschaften aufzubauen oder Förderungen zu akquirieren (z.B. für Dorf-Funk etc.).
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Heimathafen Herzberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nalini Hönow
2. Kurzbeschreibung
Der Kulturanker Harz setzt die Segel für eine lebendige Gemeinschaft – mit einem generationenübergreifenden Projekt, das Menschen verbindet, Nachbarschaft fördert und überregionale Wellen schlägt.
Projektbeschreibung
Wo zuvor graue Betonecken das Bild prägten, bepflanzen Jung und Alt gemeinsam Hochbeete. Die 80-jährige Nachbarin erhält Unterstützung beim Bestellen ihres Gartens – und bedankt sich mit einem selbstgebackenen Apfelkuchen. Eine ukrainische Familie erkundet bei einem Spaziergang mit Einheimischen die geheimnisvolle Einhornhöhle. Und auf den Flüssen Sieber und Lonau jagen bunt bemalte Papierboote dem großen Preis der diesjährigen Dorfolympiade entgegen.
Solche Begegnungen möchte der Kulturanker Harz ermöglichen – mit kreativen, generationenübergreifenden und niedrigschwelligen Angeboten, die Herzberg und seine Ortsteile enger zusammenbringen. Wo es bislang an Strukturen und Impulsen fehlte, entsteht in den kommenden drei Jahren eine zentrale Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit.
Hinter dem Kulturanker Harz stehen drei engagierte Initiativen: Der Kunstleben e.V. in Scharzfeld, der ehrenhafte Verein e.V. bei Sieber und das ehemalige Gasthaus Deutscher Kaiser in Herzberg, das derzeit als neue Gaststätte mit Veranstaltungssaal etabliert wird. Vertreten von Jennifer Ponath, Nalini Hönow und Kimberley Schröder setzen die Initiativen auf Kooperation statt Konkurrenz.
Obwohl die vier Ortsteile Herzbergs bereits 1972 eingemeindet wurden, fehlten bisher verbindende Elemente: Es gibt kaum ortsübergreifende Aktivitäten, die zu einem starken Wir-Gefühl beitragen. Der Kulturanker Harz möchte deshalb lokale Traditionen mit modernen Impulsen verbinden, gegenseitige Unterstützung der Bewohner*innen fördern und kulturelle Erlebnisse für alle Generationen schaffen.
Geplant sind unter anderem gemeinschaftliche Gartenprojekte zur Stärkung nachbarschaftlicher Beziehungen, Willkommensangebote für Neubürger*innen und Geflüchtete zur Erleichterung von Integration sowie regelmäßige und kostenlose Kreativangebote wie Nähwerkstätten oder Repair-Cafés, die das Kennenlernen der Bevölkerung ermöglichen. Den großen Abschluss bildet eine Dorfolympiade, die als wiederkehrendes Highlight die Ortsteile zusammenführt.
Der Kulturanker Harz setzt bei der Umsetzung auf die Zusammenarbeit mit regionalen Vereinen, Initiativen und Unternehmen, um vorhandene Ressourcen zu nutzen und Synergien zu schaffen. Als Vernetzer und Impulsgeber aktiviert er die Bevölkerung, stärkt Eigeninitiative und schafft langfristige Strukturen für ein lebendiges und zukunftsfähiges Herzberg.
Zur Realisierung des Projekts werden zwei Teilzeitstellen eingerichtet, ergänzt durch Ehrenamt und Honorarkräfte.
Laufzeit
2025-03-10 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Herzberg am Harz im Landkreis Göttingen ist eine historisch gewachsene Stadt, deren Ortsteile Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber im Jahr 1972 eingemeindet wurden. Zuvor hatten die Dörfer nur wenige Berührungspunkte, und bis heute fehlen regelmäßige Anlässe, die einen ortsübergreifenden Austausch fördern. Gleichzeitig steht Herzberg vor einer Vielzahl an Herausforderungen: Besonders in den Ortsteilen mangelt es an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie an grundlegender Nahversorgung. Auch die Innenstadt ist zunehmend von Leerstand geprägt, wodurch das Wohnumfeld an Attraktivität verliert. Hinzu kommt ein Defizit an sozialer, kultureller und sportlicher Infrastruktur. Diese Faktoren erschweren die Entwicklung einer lebendigen Stadtgemeinschaft.
Besonders betroffen sind junge und ältere Menschen: Junge Erwachsene sehen in der Region kaum Perspektiven und verlassen sie frühzeitig. Ältere Menschen, Neuzugezogene und Geflüchtete hingegen bleiben oft isoliert, da es an Begegnungsmöglichkeiten fehlt. Der demografische Wandel und die strukturelle Schwäche der Region führen dazu, dass immer weniger Menschen aktiv das Gemeinwesen gestalten. Viele frühere Traditionen oder gemeinschaftliche Veranstaltungen wurden aufgegeben, weil es keine Initiativen mehr gibt, die sie fortführen.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der gesellschaftlichen Stimmung: Bei der letzten Bundestagswahl wurde die AfD mit 21 % der Stimmen nach CDU und SPD zur drittstärksten Kraft.
Hier setzt der Kulturanker Harz an: Als zentrale Koordinierungsstelle möchte er Brücken zwischen den Ortsteilen bauen, das gemeinschaftliche Leben neu beleben und langfristige Strukturen für ein aktives Miteinander schaffen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt einen klaren Ansatz der Gemeinwesensarbeit, da unser Fokus auf der aktiven Einbeziehung der Bewohner*innen und der Förderung von Partizipation liegt. Wir arbeiten ressourcenorientiert und nehmen die konkreten Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung als Grundlage für unsere Angebote.
Wie in der GWA üblich, geht es uns darum, nicht nur kurzfristige Lösungen zu schaffen, sondern nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Ein zentrales Element unseres Projekts ist daher die Förderung von nachbarschaftlicher Vernetzung und die langfristige Stärkung eines Gemeinschaftsgefühls über die einzelnen Ortsteile hinaus. Dies schaffen wir durch den Aufbau einer gemeinsamen Onlineplattform sowie durch niedrigschwellige und kostenfreie Formate wie die Dorfolympiade, Sprachcafés und Nähwerkstätten. Sie fördern den Austausch verschiedener Generationen, bieten Möglichkeiten zur Mitgestaltung und verbessern die Lebensbedingungen benachteiligter Gruppen (wie z.B. Geflüchtete). Zudem arbeiten wir eng mit sozialen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen vor Ort zusammen, um bestehende Ressourcen und Netzwerke zu nutzen und zu erweitern.
In der GWA wird besonders Wert auf den Aufbau von Selbsthilfe und Eigeninitiative gelegt – auch wir streben in unserem Projekt an, dass die Bewohner*innen nach Projektabschluss weiterhin eigenständig aktiv bleiben und das gemeinschaftliche Leben fortführen. Dafür bieten wir ihnen Unterstützung und Beratung.
Methoden
Blindtext!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Aike Hausberg
| Funktion | stellv. Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Packen wir es an!
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Norder Altstadtsanierung ab 1968 wurden, um die Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg zu lindern, durch die „Neue Heimat“ im Stadtzentrum, im Stadtteil Tidofeld und im Stadtteil Westlintel mehrere Mehrfamilienhäuser – umgangssprachlich „Wohnblocks“ errichtet. Um diese Wohnblocks herum entstanden die für Ostfriesland typischen Einfamilienhäuser. Als inklusiver Wohnungsbau gedacht, verkehrte sich dieser Plan mit der Insolvenz der „Neuen Heimat“ und dem Verkauf der Mehrparteienhäuser an Wohnbaugesellschaften mit vorrangiger Profitorientierung ins Gegenteil.
Wiederholter Wechsel der Besitzer ganzer Straßenzüge sowie der fehlende Wille zur Instandhaltung der Gebäude hat zu einem Verfall der Wohnviertel geführt. Menschen aus der Mittelschicht wanderten ab und suchten sich bedürfnisgerechten Wohnraum, Besitzer von Eigenheimen begannen, sich strikt abzugrenzen, um einem Verfall des Wertes des eigenen Besitzes entgegen zu wirken.
Die Quartiere wurden zu Ankunftspunkten von Menschen, die als Geflüchtete nach Norden kamen sowie Menschen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, da dieser Wohnraum aufgrund seines Zustandes der einzig verfügbare Wohnraum im Rahmen der Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Unterkunft liegen.
Zusätzlich bieten die in den folgenden vorgestellten Quartieren ein wenig attraktives Wohnumfeld, Möglichkeiten zu gemeinsamen Treffen oder Unternehmungen sind kaum bis nicht vorhanden, Begegnungsstätten fehlen ebenfalls. Durch die allgemeine Verwahrlosung der Häuser ist in den letzten Jahren eine allgemeine Resignation bei den Bewohnern der Quartiere entstanden – und auch diese prägt z.B. durch vermehrt illegale Müllablagerung das Gesamtbild der Quartiere.
Durch eine dauerhafte Installation von Gemeinwesenarbeit eröffnet sich die Möglichkeit, verschiedene Methoden der sozialen Arbeit zu nutzen wie z.B. aktivierende Befragungen, Beratungen, Gruppenangebote, Aktivierung von Netzwerkpartnern sowie den Aufbau von belastbaren und vertrauensvollen Beziehungen zu den Bewohnern, um einen ganzheitlichen Eindruck des Quartiers zu gewinnen. Durch diesen Wechsel der Blickrichtung – weg vom Individuum hin zum gesamten Quartier - eröffnen sich Möglichkeiten, ressourcenorientiert Lösungsstrategien mit allen Bewohnern zu entwickeln und im Rahmen von Projekten umzusetzen.
Auf diese Art kann für alle Bewohner der Quartiere, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht und sozialem Status eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die verfügbaren Wohnungen in den Quartieren bilden den einzigen noch verfügbaren Wohnraum, wenn Menschen auf das Erhalten von Transferleistungen angewiesen sind. Dadurch ist eine extrem heterogene Bewohnerschaft entstanden, die in einer hohen Personenanzahl auf wenig Raum lebt. In allen benannten Quartieren sind die dort lebenden BewohnerInnen mit einem langjährigen Sanierungsstau an den Wohngebäuden und der Infrastruktur konfrontiert. Durch die Vernachlässigung der Wohnqualität, haben die BewohnerInnen das Vertrauen in die Möglichkeit einer Verbesserung ihrer Lebensumstände und das Interesse für ihre Wohngegend sowie ihre MitbewohnerInnen verloren.
Sprachbarrieren, fehlendes Verständnis für den Anderen oder dessen Kultur, Arbeitslosigkeit, Suchterkrankungen mit einhergehender Beschaffungskriminalität, fehlende Freizeitmöglichkeiten speziell für Kinder und Jugendliche, Einsamkeit sowie wiederholt illegal abgelegter Müll und Sperrmüll lassen das persönliche Sicherheitsgefühl und die eigene Zufriedenheit sich in negative verkehren.
Zusätzlich hat es in den letzten vier Jahren in den Quartieren 10 Kellerbrände gegeben, dabei haben mehr als 120 Menschen dauerhaft ihren Wohnraum verloren. In über 50% der Brände handelte es sich um Brandstiftung.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mensch steht im Mittelpunkt der Arbeit des/r GemeinwesenarbeitersIn. Angebunden an die Verwaltung der Stadt Norden mit ihrem umfangreichen Netzwerk an Kooperationspartnern, dem Jugendhaus sowie Schulen und Kindergärten bietet die Möglichkeit einer unkomplizierten Kontaktaufnahme. Die Stadt Norden bietet über ihre Pressesprecherin die Möglichkeit, Aktionen, Veranstaltungen & Berichtenswertes über eine Pressemitteilung oder sozialen Netzwerke Aufmerksamkeit und Unterstützung in der Gesamtbevölkerung zu wecken. Durch die Vorstellung der Arbeit der/des GemeinwesenarbeitersIn in den zuständigen Fachausschüssen ist eine kontinuierliche Einbindung des Stadtrats und der Politik vorhanden. Projekte können in diesem Rahmen unkompliziert vorgestellt und gefördert werden.
Die Arbeit des/der GemeinwesenarbeitersIn ist im ersten Schritt die Schaffung einer Vertrauens- und Arbeitsbeziehung zu den Bewohnern in den Quartieren. Die Bewohner werden zu ersten Informationsveranstaltungen eingeladen und Befragungen werden durchgeführt.
Eine zeitnahe Eröffnung eines Quartiersbüros & feste Ansprechzeiten vor Ort garantieren den Bewohnern Sicherheit und vermitteln ein Gefühl, ernst genommen und gesehen zu werden.
Über Veranstaltungen wie Flohmärkte, Sommerfeste o. Angebote für Kinder (Jugendhaus) bemerken die Bewohner der Quartiere, dass „etwas passiert“ und sie daran partizipieren und profitieren. Einladungen an alle Norder und Gäste beeinflussen die Stimmung gegenüber den Quartieren positiv.
Methoden