„Garten der Vielfalt“ - Miteinander-füreinander-engagiert im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Fabienne Stavropoulos
| Funktion | Referentin Fördermittelmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ort der Begegnung, Teilhabe und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ein „Garten der Vielfalt“ entsteht, der zum Mitgestalten einlädt und sich zu einem naturnahen Begegnungs- und Betätigungsort der Menschen im Quartier mit niederschwelligen Angeboten entwickelt. Der Garten dient auch als Ankerpunkt, aus dem Kampagnen und Aktionen in das Quartier wachsen. In einer Quartiersbefragung aus 2019 wurden u. a. folgende Bedarfe formuliert: Schaffung von Begegnungsorten, verbessertes nachbarschaftliches Miteinander, Abbau von Konflikten, stärkere Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, saubereres Wohnumfeld sowie Aufwertung des Quartiers. Einen offenen Ort der Begegnung gibt es im Viertel noch nicht. Im Zuge des Umbaus der AWO Senioreneinrichtung Vahrenwald zu einem quartiersoffenen Sozial –u. Pflegezentrum unterstützt der AWO Bezirksverband Hannover dieses Projekt und stellt mit einer Teilöffnung den neu gestalteten, 2800 m² großen Innenhofgarten der Einrichtung für neue Möglichkeiten der Begegnung für alle Quartiersbewohner*innen zur Verfügung. Der „Garten der Vielfalt“ wird über folgende Schritte realisiert: Im 1. Jahr werden die Quartiersbewohner*innen in den Aufbau der neuen sozialen und räumlichen Infrastruktur eingebunden. Die Angebote richten sich nach ihren aktuellen Bedarfen. Sie wirken tatkräftig an der Gestaltung des Gartens mit (z.B. Hochbeete bauen). Im 2. Jahr werden die Strukturen verstetigt. Der „Garten der Vielfalt“ ist als fester Treffpunkt u. Ort der generationsübergreifenden u. interkulturellen Teilhabe etabliert. Regelmäßige Angebote für Kommunikation, Konfliktmanagement, Präventionsarbeit u. Umweltbildung finden statt. Nachbarschaftliche u. soziale Netzwerke werden stabilisiert und ausgebaut. Im 3. Jahr werden aus dem Ankerpunkt Garten heraus Aktionen und Kampagnen zu den Themen Kunst, Kultur u. Umwelt ins Quartier wachsen. Durch das Mitgestalten und die Teilhabe an verschiedenen Quartiersaktionen wird eine neue Wahrnehmung auf das eigene Wohnviertel angeregt und neue Sichtweisen eröffnet.
Im Ergebnis des Projektes werden über ein gemeinschaftliches Tun Vorurteile abgebaut. Nachbarschaftliche Begegnungen werden alltäglich. Die Erfahrung von Anerkennung, etwas zu bewirken und eingebunden zu sein wirkt sich positiv auf die Selbstwirksamkeit sowie das Gemeinschaftsgefühl aus. Die Identifikation mit dem Viertel wird gestärkt. Die Tätigkeit im Naturraum Garten regt die Sinne an und fördert die Gesundheit. Die Nachhaltigkeit wird durch starke Kooperationen und Ehrenamtliches Engagement sichergestellt.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Schleswiger Viertel, inmitten des Stadtteils Vahrenwald, leben 7500 Menschen. Viele von ihnen sind von Armut betroffen (z.B. Altersarmut 13 %, Gesamtstadtwert 9,6%) und haben eine Zuwanderungsgeschichte. Im Sozialreport der Stadt Hannover 2017 wird Vahrenwald umrissen mit den Schlagworten „Fluktuierend, viele Singles u. Alleinerziehende, hoher Migrant*innenanteil u. große Nationalitätenvielfalt“.
Weiter sind im Projektgebiet ein Wohnheim für 200 Obdachlose und eine Einrichtung für Geflüchtete angesiedelt. In Quartiersgesprächen wurde die Anonymität durch die hohe Fluktuation und das Fehlen von Begegnungsorten drinnen u. im Außenraum (Park) mit Angeboten zur Teilhabe genannt. Das Image des Quartiers ist das einer „grauen Maus“, in dem gewohnt wird, „wenn man sich nichts anderes leisten kann“.
Der Neu- u. Umbau der AWO Senioreneinrichtung Vahrenwald wird 04/2021 abgeschlossen. Neben seniorengerechten Wohn-und Pflegemöglichkeiten wird es eine Therapie- u. Arztpraxis, ein Café, ein Veranstaltungsraum (Ausweichort für Angebote im Winter) sowie ein Quartiersbüro geben, dass als Basis für die 2019 installierte Quartiersentwicklung dient. In 2019 wurden bereits über 200 Menschen zu ihren Bedarfen befragt, Maßnahmen abgeleitet u. das Quartierskonzept „Wir im Schleswiger Viertel- vielfältig, tolerant und gemeinsam engagiert“ formuliert. 2020 wurde mit der Umsetzung erster Maßnahmen der Quartiersarbeit begonnen. Mit dem „Garten der Vielfalt“ soll die Gemeinwesenarbeit ausgebaut u. ein Raum für vielfältige Kooperationen geschaffen werden, um auf die Problemlagen des Quartiers noch besser zu reagieren. Für die Übernahme dieser Aufgaben soll eine Projektstelle geschaffen werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald - Quartier: Schleswiger Viertel
Beschreibung
Das Quartier "Schleswiger Viertel" liegt inmitten des Stadtteils Vahrenwald. Mitten durch das Quartier führt eine der größten Verkehrsachsen der Stadt, die Vahrenwalder Straße. Sie verläuft als mehrspurige Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum nach Norden Richtung Langenhagen (Flughafen) zur Autobahn A 2. Die Vahrenwalder Straße ist vollständig verbaut und bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Entlang der Vahrenwalder Straße verläuft die Stadtbahn mit überirdischen Haltestellen.
Im Norden wird das Schleswiger Viertel durch ein großes Gewerbegebiet mit angrenzenden Kleingärten begrenzt. Die östlichen Grenzen markiert das Areal der Heilig-Geist-Kirche mit vielen Nachkriegsmehrfamilienhäusern ohne Fahrstuhl. Die südliche Grenze des Viertels verläuft entlang der Melanchthonstraße. Die Grenzbiegung in Richtung Westen verläuft entlang des Schulgeländes der IGS Büssingweg. Hier grenzen Straßen mit Einfamilienhäusern aus den 60iger Jahren an, bevor das Gelände in Kleingärten mündet. Die Quartierseingrenzung des Schleswiger Viertels wurde im Rahmen von durchgeführten Expertengesprächen sowie der Zukunftswerkstatt mit 61 Anwohner*innen des Viertels erhoben.
In unmittelbarer Nachbarschaft des "Gartens der Vielfalt" befinden sich große soziale Einrichtungen: ein Wohnheim für über 200 obdachlose Männer, was derzeit um einen Neubau erweitert wird; ein Wohnheim für über 100 Familien mit Fluchterfahrung; Tageseinrichtungen der LEBENSHILFE für mehrfach beeinträchtige Menschen, eine Einrichtung der Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit, eine Grundschule und mehrere KITAs und Krippen unterschiedlicher Träger.
Einwohnerzahl
7500
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl bezogen auf das Quartier "Schleswiger Viertel"
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2016 zur Verfügung gestellt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unter Einbeziehung aller Bewohner*innen des Projektgebiets wird ein ganzheitliches Angebot für soziale Teilhabe entsprechend der besonderen Gegebenheiten u. Strukturen des Quartiers geschaffen. So bilden sich Schwerpunkte, die ihre Bedarfe widerspiegeln. Um die vielfältige Bewohnerschaft anzusprechen setzen wir u.a. auf generationsübergreifende Maßnahmen u. Angebote bei denen Faktoren wie Nationalität, Sprache, Schulabschluss oder Einkommen keine Rolle spielen. Die Begegnung auf Augenhöhe wird ermöglicht. Eine aktive Mitwirkung der Bewohner*innen bei der Entstehung u. Umsetzung von Angeboten ist selbstverständlich. Selbstinitiierte Gruppen u. nachbarschaftliches Miteinander werden nachdrücklich gefördert. Die Entstehung u. Gestaltung eines naturnahen Begegnungsortes, der allen Bewohner*innen des Quartiers offen steht, dient der Verbesserung der Infrastruktur. Durch die Partizipation der Bewohner*innen u. die Schaffung eines geschützten Raums soll die Selbstwirksamkeit gestärkt u. die Wahrnehmung der eigenen Gestaltungsspielräume und Ressourcen unterstützt werden. Ziel ist die Erhöhung des Wohlbefindens u. des ehrenamtliches Engagement. Die Identifikation mit dem Quartier steigt. Die Maßnahmen werden auf die speziellen Erfordernisse des Quartiers abgestimmt. Dies kann nur durch die Einbeziehung der bereits vorhandenen Kompetenzen, Erfahrungen u. Ressourcen des Viertels gelingen. Die Vernetzung u. Kooperationen mit weiteren Akteuren des Quartiers sind von zentraler Bedeutung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen im Stadtteil haben das Quartiersansehen positiv verändert und die Identifikation der Bewohner*innen nachweislich gestärkt.
Kriterium
Beschreibung
Es bestehen Kooperationsvereinbarungen und der Garten wird von Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier genutzt. Gemeinsame Aktionen sind daraus im Garten und Quartier entstanden.
Kriterium
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen unterschiedlichster kultureller/sozialer Herkunft begegnen sich auf Augenhöhe. Angebote und selbstinitiierte Gruppen für unterschiedliche Zielgruppen sind entstanden und werden durch Ehrenamtliche unterstützt und/oder getragen.
Beschreibung
Garten ist als Begegnungsraum+ Anlaufstelle für Bewohnerschaft etabliert u. genutzt. Bietet niederschwellige Kultur-, Bildungs- u. gesundheitsfördernde Angebote. Personen werden erreicht, die bisher wenig eingebunden u. kaum Anschluss im Quartier haben
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Umwelt und Stadtgrün; Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine des Quartiers "Krügers Ruh", Abendfrieden", "Feierabend"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GS Glücksburger Weg, IGS Büssingweg, KITAs im Quartier
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine Übertragung von Verantwortung an Ehrenamtliche und die aktive Mitgestaltung der direkt am Garten Wohnenden ist ein Ziel des Projektes. Die Nachhaltigkeit wird durch den Aufbau von ehrenamtlich geleiteten festen Arbeitsgruppen und starken Kooperationen mit Akteuren des Quartiers sichergestellt. Die Anbindung an bestehende Strukturen (Quartiersbüro) ermöglicht die Koordinierung und bietet eine feste Anlaufstelle. Die Gründung eines Vereins ist angedacht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Begegnungszentrum TANTE EMMA
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Mit Tante Emma kannst du rechnen: Nachhaltiges Sozialunternehmertum unterstützt lokale GWA
Projektbeschreibung
Der Anstoß für ALLE Aktivitäten war das 2014 in der lokalen Zeitung veröffentlichte Schicksal einer somalischen Familie, welches vier Einwohner aktivierte anzupacken. Aus diesem ersten Einsatz wurde eine wachsende Initiative für Flüchtlinge. Die Vereinsgründung erfolgte 2017 und die Zielgruppe wurde auf alle Hilfebedürftigen erweitert. Mit der ersten Förderung konnten wir die Arbeit professionalisieren und die Ansätze der GWA einführen. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort wohin die EinwohnerInnen dann auch kommen konnten.
Aus einem Gespräch mit dem Amt für strategische Sozialplanung (Landkreis) Mitte 2018 ergab sich die Besichtigung eines Bürgermarktes mit weiteren sozialen Vereinen. Dies inspirierte zu Überlegungen für ein neues Begegnungszentrum. Weitere Treffen, eine größere Infoveranstaltung im Februar 2019 und die Gründung eines Arbeitskreises folgten. Mehrere Sitzungen wurden abgehalten. Um nicht in reinen Absichten und vagen Zielen zu verharren, traf die Idee der Antragsstellung im Rahmen der Modellförderung durch das Sozialwerk Cuxhaven e.V. im Arbeitskreis auf Zustimmung. Das Sozialwerk stellte den Antrag und wurde dann tatsächlich auch von der Jury ausgewählt. Nun konnte tatsächlich ein konkreter Ort als Anlaufstelle und Heimathafen in Alt-Cuxhaven geschaffen werden.
Schon im März 2020 konnten wir das Begegnungszentrum Tante Emma eröffnen. Die drei Etagen erfüllen jeweils eigene Funktionen:
1. Im KAUFRAUM können Privatpersonen und Kreative Regale mieten, um 2nd-Hand-Waren und Selbstgestaltetes anzubieten. Dabei werden Nachhaltigkeit und lokaler Handel gefördert.
2. Im FREIRAUM werden Büros und ein Versammlungsraum bereitgehalten. So bieten wir sozialen Akteuren an, bestehende Beratungsangebote an einem zusätzlichen Standort zu etablieren (niederschwellig im „Hinterzimmer“ eines Ladenlokals z.B. für Schuldnerberatung + Suchtberatung). Neuen Initiativen und Bewegungen bieten wir eine Heimat, an dem sie ihre Treffen abhalten und sich organisieren können.
3. Mit dem WERKRAUM halten wir ein Atelier und Kreativraum vor. Hier ermöglichen Ehrenamtliche und lokale Künstler Workshops und regelmässige Treffen.
Die Besonderheit dieses Begegnungszentrums ist die Einbindung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in das Konzept der GWA. Der professionell gemanagte Kaufraum wird Einnahmen erzielen und zunehmend die Abhängigkeit von Fördermitteln verringern.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eine lokale Anlaufstelle ist neben der Geh-Struktur (siehe anderer Antrag) für eine funktionierende GWA wichtig. Dafür ist das Begegnungszentrum Tante Emma konzipiert. Dabei ist der Name Programm: man kennt sich im Laden an der Ecke, begegnet einander ungezwungen und nebenbei wird gemeinsam das Zusammenleben gestaltet.
Prophylaktisch wirken wir verstärkt unter Älteren, Alleinerziehenden und Migranten die von Armut bedroht sind (siehe Armutsbericht LK Cux). Wir beugen zunehmender Anonymität und Spaltung der örtlichen Bevölkerung vor. Positive Begegnungen in angenehmer Atmosphäre laden zum erneuten Besuch ein. Hier finden EinwohnerInnen konkrete Hilfen, Beratung, Freizeitaktivitäten und weiterführende Partizipationsmöglichkeiten.
Nach nur sieben Öffnungstagen mussten wir wegen Corona das Begegnungszentrum wieder schließen. Viel Zeit um in Schockstarre zu verharren hatten wir nicht: der Ausfall der Cuxhavener Tafel und die davon betroffenen EinwohnerInnen bewegten uns sehr. So hat unser Verein maßgeblich das Netzwerk für die nachbarschaftliche Corona-Hilfe initiieren und die Räumlichkeiten von Tante Emma wurden temporär dafür als Büro genutzt. Nach acht Wochen konnten wir Tante Emma vorsichtig wieder öffnen, was allerdings nur zögerlich von den EinwohnerInnen angenommen wurde.
So müssen wir feststellen, dass die Covid 19-Pandemie uns stark zurückgeworfen hat: Engagierte Mitarbeiter haben in der Nothilfe (zu) viel Energie gelassen. Auch fehlen uns viele Wochen mit ursprünglich kalkulierten Einnahmen aus dem Kaufraum.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Das Begegnungszentrum Tante Emma befindet sich direkt im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter
eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden.
Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an
günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt - siehe Bevölkerungspyramide (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide);
Projektgebiet = Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicherGeltungsbereich/PolitischeGebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03352-Cuxhaven.html?nn=25856&year_month=202007
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Cuxhaven - siehe Anlage
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Gesamtstadt:
www.wegweiser-kommune.de - siehe Anlage
Projektgebiet geschätzt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.weg-weiser-kommune.de (siehe Anlage) nur ab 65 Jahre; zzgl. ca. 7% der 60-64 Jährige (Anlage: Artikel
CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.wegweiser-kommune.de für Gesamtstadt; Schätzung für Projektgebiet
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(99.22 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Gestalter im Optimierungsprozess ihrer Lebensumstände.
Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem Gebiet. So können sich Initiativen sich um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden.
In diesem Projekt steht ein Begegnungszentrum als Komm-Struktur im Zentrum. Dies ist die wichtige und logische Ergänzung zu der Geh-Struktur (siehe anderer Antrag). Tante Emma ist der konkrete Ort, an welchem interessierte EinwohnerInnen (z.B. nach der aktivierenden Befragung) sich treffen und vernetzen. Hier finden sie zum einen bestehende Beratungsangebote oder in offenen Sprechstunden weiterführende Hinweise für ihre individuellen Lebenssituationen. Zum anderen ist hier der Kristallisationspunkt, an welchem sich unterschiedlichste EinwohnerInnen zu ihren Themen treffen und aktiv werden.
So wird das Begegnungszentrum Tante Emma zunehmend zu dem Ort, wo die Expertise für den Stadtteil Alt-Cuxhaven vorhanden ist. Dies wird die Lobby der EinwohnerInnen in eigenen Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen stärken. Zugleich wird hier eine starke Vertretung wachsen, welche von Stadt und Kommune beachtet und aktiv miteinbezogen werden muss.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Räumlichkeiten für verschiedene Beratungs- und Freizeitangebote werden geschaffen und angekommen. Soziales Miteinander wird hier gepflegt und gestärkt.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen kommen erstmals miteinander in Kontakt. Sie finden Gemeinsamkeiten, entwickeln und realisieren Aktionen. Interessen der EinwohnerInnen werden aktiv verfolgen. Sie schaffen neue, kreative Begegnungsanlässe.
Beschreibung
Gemeinsames und koordiniertes Handeln zugunsten der Interessen der EinwohnerInnen. Gemeinwesenspezifische Planungen und Strategien werden erarbeiteiten. Effizientes und zielstrebiges Vorgehen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist er das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen.
Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen.
Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 (u.a. Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Shalomhaus, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbersverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhoff Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1. FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Einbindung in kommunale Strukturen ist bereits durch die laufende Arbeit gewachsen. So sind wir in die Vorbereitungen für die Stadtteilkonferenz eingebunden und werden als Partner für das kommunale Konzept für eine aufsuchende Arbeit gesehen.
Eine Unabhängigkeit von weiteren Fördermitteln kann unter den gegebenen Rahmenbedingungen nur wie im Antrag beschrieben funktionieren:
ein freundliche Übernahme von Marktanteilen durch die EinwohnerInnen selbst.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Yallah Yallah einfach*machen - Die Nordstadt auf dem Weg zu einem Quartier der (trans-)kulturellen Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Auracher
| Funktion | Stadtteilmanager/ Gemeinwesenarbeiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Innovative Kooperationen aus GWA und Kulturarbeit haben großes Potenzial für diverse Zielgruppen, nutzen Synergie, stimulieren Engagement und vereinfachen Zugänge. Wir wollen verzahnte Arbeit von Bildung, Kultur, Verwaltung, Soziales und Stadtplanung.
Projektbeschreibung
Diversität bildet vor Ort die Grundlage, das Zusammenleben ist aber alles andere als einfach! 99 Nationalitäten haben ein neues Zuhause gefunden. Wir möchten Kommunikation auf Augenhöhe und Momente der aktiven (Mit-)Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes schaffen. Begegnungen sind nicht nur aufgrund sprachlicher Unterschiede gehemmt, auch Berührungsängste und Vorurteile sowie fehlende barrierefreie Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten machen es schwer, Nachbar*innen kennen zu lernen. GWA und Soziokultur, u.a. Kufa und Faserwerk, das zentrale Kulturtechniken rund um Mode, Nachhaltigkeit und sozialräumliche Planung fokussiert, möchten eng zusammenarbeiten, nutzen Synergie und entwickeln ein völlig neues Potential in der Stadtteilentwicklung!
Weitere Akteur*innen widmen sich bereits der Förderung von Teilhabe und Diversität. Mit "Yallah Yallah einfach*machen" möchten wir diese Potenziale bündeln und erweitern.
Wir werden 1) innovative Ansätze der Beteiligung und Aktivierung der Bewohner*innen erproben, 2) die Bildung konkreter Kooperationen stärken und 3) eine transsektorale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche und Verwaltungsebenen auf Augenhöhe schaffen.
Im Projekt werden wir die Diversität feiern und Barrieren abbauen, damit aus Wohnraum Lebensraum und aus Fremden Nachbar*innen werden. Dazu wenden wir uns dem Konzept der Transkultur zu und konzentrieren uns auf Gemeinsamkeiten statt auf Unterschiede.
Neben der Transsektoralität stehen Aktivierung von Bewohner*innen, Netzwerkbildung, der Einsatz von Trainings für Multiplikator*innen, z.B. den Barriere-Scouts und den Stadtteileltern, Bildung neuer Kooperationen rund um Kulturtechniken, Sprache, Medien, Musik, Theater, Mode, Begrünung, Handwerk sowie die Nutzung von Social Media und neuen Kommunikationsformen in der Stadtgestaltung im Fokus.
Es sollen neue Maßnahmen, u.a. das Leitsystem und die Arbeit mit den Kulturtechniken und Transkulturalität mit bestehenden, aber weiter zu entwickelnden Projekten wie Nordstadt im Rampenlicht und Nordstadt-Wandgalerie verbunden werden.
Parallel soll in Kooperation mit Stadtplanung und Sozialdezernat/ Sozialplanung über andere Förderprogramme daran gearbeitet werden, dass sich die gesamte Struktur nachhaltig verbessert, langfristig sollen ein Kultur- und Bildungszentrum, die umgestaltete Neue Mitte Nordstadt, die Multifunktionshalle der Gesamtschule und die umzugestaltende Freifläche einer Kulturgemeinde (trans-)kulturelle Teilhabe zusätzlich fördern
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil herrscht nicht erst seit 2015, seither aber deutlich verstärkt, eine übermäßig schnelle Veränderung der Bewohner*innenstruktur, vermehrter Zuzug von Geflüchteten und eine Zunahme des Anteils von Transferleistungsempfänger*innen, bei gleichzeitig immer weiter sinkender Schulreife der Vorschulkinder, deren Eltern zu mehr als 85% Migrationserfahrung haben. Es fehlt weiterhin an niedrigschwelligen Gesprächsanlässen, einem lebendigen Miteinander und am gemeinsamen Tun auf Augenhöhe - Die kulturelle Diversität ist viel höher als überall sonst im Kreis. Dies an sich ist nicht das Problem, Kern sind mangelnde Teilhabe, Erreichbarkeit und der Zugang zu Bildung. Es besteht "Sprachlosigkeit" aufgrund unterschiedlicher Prägungen derer, die Prozesse der (kulturellen) Bildung bereits gestalten und umsetzen und den Menschen, die u.a. dadurch "Teil werden sollen". Dieser Umstand verstärkt sich durch eine Verwaltungsstruktur, die durch ausgeprägte Sektoralität gekennzeichnet ist. Das Programm "Sozialer Zusammenhalt" bringt dabei bereits Verbesserungen und Chancen. Das besondere Potential liegt im zielgerichteten, gemeinsamen Arbeiten von Stadtplanung, Gemeinwesenarbeit, Stadtteilverein mit den aktiven Bewohner*inneninitiativen und der Kulturarbeit bzw. Soziokultur im geplanten Projekt mit der Kulturfabrik, sowie der Kooperation mit dem tpz mit deren Förderung aus dem Programm UTOPOLIS.
Verbindend wirkt das Ziel der Förderung von Teilhabe und Diversität: Die Nordstadt ist typischer Ankunftsort und dient damit als Modellstandort zur Erprobung neuer Verwaltungsstrukturen - Quartier (trans-)kultureller Teilhabe als Blaupause für künftige Entwicklungsprozesse, auch anderswo!
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Das Quartier der (trans-)kulturellen Teilhabe begrenzt sich auf den Stadtteil Nordstadt. Sie liegt innenstadtnah und wird begrenzt durch die Bahn im Süden, den Fluss Innerste im Westen, die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum entlang der B6 im Osten. Es handelt sich um ein klar abgegrenztes Gebiet. Es ist geprägt durch hohe Einwohner*innendichte und erhöhte Emissionsbelastung. Es gibt insgesamt wenige und oft unattraktive Freiflächen.
Einwohnerzahl
11221
Quelle / Anmerkungen
Fachbereich Bürgerdienste - Stadtbüro Wahlen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet "Soziale Stadt nördliche Nordstadt" ist nur auf einen kleinen Bereich der Nordstadt begrenzt! Es sind neben der Förderung von kleineren Projekten im Sanierungsgebiet durch den Verfügungsfonds nur solche Maßnahmen förderfähig, die sich unmittelbar auf eine bauliche Sanierung bzw. investive Maßnahme beziehen. Aktivierung von Bewohner*innenengagement ist nur förderfähig, wenn es sich unmittelbar auf die Umsetzung der baulichen Maßnahme bezieht, z.B. auf die Planungsbeteiligung. Das sozialplanerische Quartiersmanagement ist entsprechend gering mit Personalstunden ausgestattet. Die für das vorliegende Projekt beschriebenen Aufgaben, sowie Koordination und Aktivierung sind daraus nicht zu leisten. Zugleich benötigt der gesamte Stadtteil als ausdrücklicher Ankunftsort, geprägt durch eine sehr hohe kulturelle Diversität, eine deutlich verstärkte Aufmerksamkeit und Aktivierungsleistung.
Die Bedarfe hinsichtlich Integration, Identifikation, Stärkung der Nachbarschaft und insbesondere der Förderung von Transkulturalität sind immens. Eine besondere Betonung muss dabei auf der Erreichbarkeit der Zielgruppe der Eltern mit ihren Kindern liegen, weil dort die Situation besonders besorgniserregend ist. So wurde über die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen im Jahr 2019 für die Nordstadt festgestellt, dass die Schulfähigkeit der Kinder im Vergleich zu anderen Stadtteilen deutlich geringer ausfällt: Nur jedes 8. Kind in der Nordstadt ist glatt einschulbar (12 Prozent). Im Jahr 2014 war die Zahl noch mehr als doppelt so hoch!
Eine enge Verzahnung soll im vorliegend beschriebenen Projekt nicht nur mit dem Programm "Sozialer Zusammenhalt" (früher Soziale Stadt), sondern auch mit der Präventionsstrategie CTC, der Arbeit des Stadtteilvereins, der Arbeit des Sozialdezernates, insbesondere der Bildungskoordination, dem Kulturbüro und der Sozialplanung stattfinden.
Im Zuge der AG Nordstadt wurde z.B. durch die Fachakteur*innen herausgearbeitet, dass es im Stadtteil an der Erreichbarkeit diverser kultureller Milieus und vieler Eltern mangelt, wenig Nachbarschaftshilfe stattfindet und ein geringer Zusammenhalt existiert.
Diese Ergebnisse unterstützen die unbedingte Notwendigkeit, zu aktivieren und die Teilhabe zu fördern und dabei vor allem die Partizipation der Bewohner*innen in den Vordergrund zu stellen. Teilhabe kann in der Nordstadt nur auf Basis des Konzeptes der Transkulturalität entwickelt werden, andere Teilhabekonzepte scheitern in dem durch hohe Diversität geprägten Viertel u.a. an der Zugänglichkeit oder aber der isolierten Ansprache einzelner kultureller Gruppen. Aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz, die in der AG Nordstadt sowie den themenbezogenen Unterarbeitsgruppen vertreten ist, können fachliche Impulse über das koordinierende Stadtteilbüro für das Projekt Yallah Yallah zur Arbeit am Quartier der (trans-)kulturellen Teilhabe unterstützend eingebracht werden. Dadurch findet eine ideale Kooperation statt, die Synergieeffekte nutzt und Doppelstrukturen vermeidet.
Die Zusammenarbeit der Fachakteur*innen vor Ort kann nur durch eine starke Gemeinwesenarbeit in unmittelbarer Kooperation mit Soziokultur und Kulturpädagogik gelingen - dies ist zugleich das besondere Potential in diesem besonderen Stadtteil.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
gerundet auf ganze Prozent, Stand 12 /2019
Quelle: Stand Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jugendliche 15 bis 24 Jahre.
gerundet auf ganze Prozent, Stand 12 /2019
Quelle: Stand Hildesheim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose Menschen (ALG II&III)
gerundet auf ganze Prozent, Stand 12 /2018
Quelle: Stand Hildesheim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der alleinerziehenden Haushalte von Haushalte Gesamt.
gerundet auf ganze Prozent, Stand 12 /2018.
Quelle: Stadt Hildesheim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
gerundet auf ganze Prozent. Stand 12 /2019
Quelle: Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gerundet auf ganze Prozent, Stand 12 /2019
Quelle: Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65(!) Jahre, Gerundet auf ganze Prozent, Stand 12/2019
Quelle: Stadt Hildesheim
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2019_07_nordstadt.jpg
(714.56 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt erfüllt alle Qualitätsstandards der GWA (s.u.). Der übergreifende, vernetzte Ansatz ist aus jahrelangen Erfahrungen der lokalen Akteur*innen im Stadtteil entwickelt worden. Neu ist das ganz besonders ausgeprägte Netzwerk von GWA und Soziokultur u.a. mit dem Faserwerk, das zentrale Kulturtechniken rund um Mode und Nachhaltigkeit thematisiert. Es birgt enormes Potenzial und erweist sich mit dem Einsatz öffentlichen, begleiteten Spiels, partizipativer Kunst, Musik, Theater, Kulturtechniken, Kommunikation, Sprachmittlung und handwerklicher Kompetenz bei Mitmach-Baustellen als besonders hilfreich. Dies ist nur möglich, wenn es Mitarbeitende mit Ressourcen gibt, damit die geringen vorhandenen Ressourcen der Kooperationspartner*innen (Kitas, Schulen, Kultur- und Bildungsprojekte) aufgefangen und GWA und Soziokultur die koordinierende, aktivierende Rolle im Netzwerk und in der Kooperation auf Augenhöhe mit den Verwaltungsbereichen spielen können. Der modulare Aufbau des Gesamtprojektes ermöglicht auch diesen Akteur*innen Zugänge, die nur punktuell und zeitlich begrenzt Beiträge leisten. Das Konzept zur Förderung der Teilhabe setzt einen starken Fokus auf Partizipation und Beteiligung, verbindliche Kooperationen mit bereits aktiven und neuen Partner*innen sowie (trans-)kulturelle Vermittlung von Kulturtechniken, setzt auf Selbstwirksamkeit der Nordstädter*innen, welche Aktionen mitgestalten und somit durch das eigene kooperative Tun Teilhabe im gesamten Quartier fördern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Gesamtnetzwerk bildet das Fundament, bezogen auf je ein Teilziel soll es tragfähige Netzwerke aus Haupt- und Ehrenamtlichen geben, Mindestens 10 neue Kooperationen sind entstanden und schriftlich vereinbart
Kriterium
Beschreibung
Durch Partizipation und Beteiligung der Bewohner*innen sowie die Ermutigung und Befähigung zu selbst organisierten, nachbarschaftlichen Aktionen wird die Selbstwirksamkeit gestärkt und eine lebendige Nachbarschaft erreicht.
Beschreibung
Teilhabe und Partizipation von Bewohner*innen sind handlungsleitend, ein Anteil von 5% der Erreichten arbeitet aktiv mit, Ideen und Anliegen finden Eingang in Prozesse des Städtebaus, Kultur- und Medienprojekte, Workshops und nachbarschaftliche Aktionen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt und ermutigt, eigene Projekte umzusetzen und sich so in ihrer Nachbarschaft und der kulturellen Bildung zu engagieren. Erkennbar wird dies, wenn Module in Eigen- bzw. Mitverantwortung durchgeführt werden
Kriterium
Beschreibung
Die Diversität im Stadtteil ist zentrale Herausforderung und Ressorce zugleich; Der Standard ist erreicht, wenn bei mindestens 20% aller Aktivitäten Stärken und Ressourcen aus der Nachbarschaft bzw. aus den neuen Kooperationen eingeflossen sind.
Kriterium
Beschreibung
Transkulturelle Konzeption und Perspektive erfordern die Einbeziehung und das gemeinsame Tun ganz verschiedener Menschen und deren Begegnung. Menschen mit Migrationsgeschichte, ältere Menschen sowie Eltern und Kinder sind hier besonders berücksichtigt.
Beschreibung
Soziokultur und Gemeinwesenarbeit werden in Synergie miteinander verbunden sein. Kooperationen mit Jugendarbeit, Schule, religiösen und kulturellen Vereinigungen, Sportvereinen und Fachverwaltungen werden im Projekt realisiert.
Beschreibung
Die Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Plätzen und Freiflächen ist nach dem Projekt deutlich verbessert. Leitfaden ist erarbeitet, um mobile Module auch für die Zukunft nutzbar zu machen. Fonds für kulturelle BIldung und Netzwerk auf Augenhöhe bestehen.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn eine gesamtkommunale, ressortübergreifende Gruppe nachhaltig tätig ist und Diversität von einem Problem zu einer Stärke umgedeutet worden ist - von starren Kulturunterschieden zur Transkultur - Einheit in Vielfalt!
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt, das in Trägerschaft der Lebenshilfe und im Auftrag der Stadt Hildesheim arbeitet, ist mit einem Drittel einer Personalstelle eine anteilig durch die Stadt, die Wohnungswirtschaft und die Sparkasse finanzierte Fachkraft für Gemeinwesenarbeit tätig. Ein weiteres Drittel der Personalstelle fließt in die aktuell mit Landesmitteln geförderte Umsetzung der Langzeitpräventionsstrategie CTC. Mit einem dritten Drittel wird das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm Sozialer Zusammenhalt nördliche Nordstadt finanziert. Die Personalstelle umfasst 30 Wochenstunden und ist durch einen Hauptamtlichen besetzt. Die Arbeit umfasst die Zusammenarbeit mit der ehrenamtlichen Vorsitzenden des Stadtteilvereins, der in den vergangenen drei Jahren seit Gründung einige Aufgaben in der Vernetzung und Bewohner*innenaktivierung übernommen hat. Die Anforderungen an die Gemeinwesenarbeit sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, zugleich hat aber deren Anteil an der Personalstelle abgenommen.
Mit Blick auf die durch die Arbeit der AG Nordstadt (s. Begründungstext zum Programm "Sozialer Zusammenhalt") entwickelten Ansätze und die festgestellte notwendige Fokussierung auf Aktivierung und vor allem auf (trans-)kulturelle Teilhabe zur Erreichung der sehr diversen Zielgruppen hat einen erheblichen Mehrbedarf an GWA und Kulturarbeit sichtbar gemacht. Dieser soll durch das vorliegende Projekt in den kommenden drei Jahren gedeckt werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Lene Wagner, Kulturbüro; Teresa Daubenmerkl, Bildungskoordinatorin; Sonja Wuttke, Integrationsmanagement; Christian Jacobs, Sozialplanung; Ulf Möhle, FB Soziales; Malte Spitzer, Dezernent für Jugend, Soziales, Schule und Sport; Marco Köster, Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stefan Könneke, Kulturfabrik Löseke; Anika Kind, Theaterhaus; Siggi Stern, IQ; Ann-Katrin Büdenbender, TPZ; Birgit Krauss, Kultur inklusiv; Sabine Zimmermann, Netzwerk Kultur und Heimat; Kunstraum 53, Rasselmania
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert e.V. mit verschiedenen Projektgruppen, interessierte Einzelpersonen mit besonderen Ressourcen und/oder Kenntnissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Martin-Luther-Kirchengemeinde Nordstadt-Drispenstedt, türkisch-islamische Gemeinde und anteilig kleinere Glaubensgemeinschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
PONTO Elternzentrum mit Stadtteileltern (AWO Hildesheim + Asyl e.V.); Go20-Kita und Kinder- und Jugendarbeit, Cluster Sozialagentur, Begegnungszentrum Broadway-Caritas, Labora Jugendwerkstatt, DKSB, Tagesförderstätte Werkhalle Diakonie Himmelsthür
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alevitische Gemeinde, Türk Gücü e.V. (Sportverein), Flux - Flüchtlingshilfe, Grünhilde, Hazel S/W, Atelier Kathrin Sättele, Geflüchtetenunterkünfte Hildesheims, Lebenshilfe - Wohnen im Stadtteil, Caritas Wohnen, Treffer (Diakonie Himmeslthür)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ganztagsschule Nord, Johannesschule, Berufsbildende Schulen, Robert-Bosch-Gesamtschule, HS Geschwister-Scholl-Schule, Holzfachschule Gestaltung, HAWK, UNI Hildesheim,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert e.V. und Stadtblühen e.V. mit dem Gemeinschaftsgarten Nordstadt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Hildesheim bewirbt sich mit einer in Zusammenarbeit mit der Region entwickelten Strategie für den Titel der europ. Kulturhauptstadt im Jahr 2025. Das vorliegende Konzept st integraler Bestandteil dieser Bewerbung und soll mit dem beantragten Projekt beginnend und in 2024 ff fortgesetzt werden. Außerdem sollen die bestehende GWA, Sozialer Zusammenhalt, CTC und die Sozialplanung fortgeführt werden - Grundlage für die Beantragung zukünftiger Mittel. Die Stadt erhöht im Verlauf ihren Eigenanteil.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam stärker werden!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marion Werth
| Funktion | Quartiersentwicklerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam stärker werden
Projektbeschreibung
Das Gemeinde- und Begegnungszentrum „St. Nikolai“ liegt zentral im Stadtteil. Im Zusammenwirken mit der Stadt Verden haben wir uns 2015 auf den Weg ins Gemeinwesen gemacht.
Miteinander leben, sich gegenseitig unterstützen, vor die Tür gehen und Menschen treffen deren Namen man kennt, so könnte man die Vision beschreiben, welche wir mit unserer Arbeit in unserem Stadtteil realisieren möchten.
Bildung und kulturelle Teilhabe dürfen keine Frage des Geldes sein. Es braucht soziale Kontakte um Brücken zu bauen und es macht stark, wenn man befähigt wird Verantwortung zu übernehmen. Vielfältige Erfahrungen machen, Teilhabe und Chancen in einem demokratischen Umfeld ermöglichen – all das bedeutet „lernen“.
St. Nikolai versteht sich als ein Ort an dem, durch vielfältiges Angebot und Begegnungen, Persönlichkeitsentwicklung und Unterstützung von Menschen für Menschen stattfindet - durch alle Gesellschafts- und Altersschichten hindurch.
Im Laufe der ersten Förderperiode "Kulturelle Teilhabe für Alle" haben wir niedrigschwellige Angebote für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen installiert sowie ein Konzept für die Förderung ehrenamtlichen Engagements entwickelt. Die Vernetzung mit Bildungseinrichtungen und anderen Akteuren konnte ausgebaut werden.
Die derzeitige Pandemie hat uns in der Arbeit neue Wege abverlangt aber auch deutlich gezeigt, dass das Gemeinde- und Begegnungszentrum für die Menschen des Stadtteils als Treffpunkt an Bedeutung gewonnen hat.
Das für uns selbstverständliche Zusammenspiel von Kirche und konfessionsunabhängiger Gemeinwesenarbeit wird mittlerweile auch von anderen Kirchengemeinden wahrgenommen und angefragt. Von der Landeskirche wird es als Leuchtturmprojekt unterstützt.
Jetzt gilt es das bestehende Angebot weiterzuführen, zu evaluieren und auszubauen, die Menschen des Stadtteils aktiv einzubinden.
Wir möchten Wegbereiter, Bereitsteller von Infrastruktur und Ermutiger für Menschen sein, die sich im Stadtteil engagieren möchten - „Gemeinsam stärker werden“.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Angebote wie das Stadtteilfrühstück, Theatergruppen und Kunstkurse haben sich während der ersten Förderperiode weiterentwickelt und werden von immer mehr Bewohnern des Stadtteils frequentiert. Das Gemeinde- und Begegnungszentrum wird von den Menschen als Anlaufstelle für die persönlichen Belange angenommen. Die Räumlichkeiten des Zentrums werden zunehmend auch von Selbsthilfegruppen genutzt. Die gewünschten Veränderungen als Ergbnis der Stadtteilbegehung stehen noch aus und sollen weiter im Blick behalten werden um die Wohnqualität im Stadtteil langfristig zu verbessern.
Die vierteljährlich erscheinende Stadtteilzeitung wird als wichtiges Medium von allen Altersgruppen im Stadtteil wahrgenommen. Die inhaltliche Gestaltung wird inzwischen zu einem Großteil von ehrenamtlichen Kräften übernommen. Die Verbreitung erfolgt hier auf rein ehrenamtlicher Beteiligung. Ferner bietet die Stadtteilzeitung eine Möglichkeit für die Sichtbarkeit der Netzwerk- und Kooperationspartner, welche auch weiterhin fester Bestandteil bleiben sollen.
Aufgrund der Pandemie mussten Angebote z.T. pausieren oder neu strukturiert werden, z.B. Bastelangebote "to go". Die sozialen Medien gewannen an Bedeutung. Um einem Maskennotstand entgegen zu wirken, wurde im Rahmen der Nachbarschaftschallenge, mit der Aktion #maskenfürverden eine institutions- und stadtteilübergreifende Aktion erfolgreich initiiert und durchgeführt und damit Gemeinwesen gelebt. Auch auf kirchlicher Ebene rückt die Gemeinwesenarbeit mehr und mehr in den Fokus. St. Nikolai wird hier als ein Leuchtturmprojekt für gelebtes Gemeinwesen z.B in der Vikarsausbilung herangezogen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Verden/ Plattenberg / Jahnstraße
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und der links liegenden Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof;
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Verden/ Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
nein
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietseingrenzung_0.png
(578.32 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wie im Erstantrag beschrieben, sehen wir die Aufgaben im Bereich Ausbau bzw. Weiterentwicklung einer Anlaufstelle vor Ort. Wir fördern nachbarschaftliches Zusammenleben im Stadtteil, Abbau von Konflikten, die Stärkung, der Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier/Wohngebiet. In der Funktion der Quartiersentwicklung bewegen wir uns im Rahmen der städtischen und kirchlichen Gemeinwesenarbeit und treffen uns regelmäßig mit unseren Netzwerkpartnern.
Ziel unserer Arbeit ist die Aktivierung der Menschen im Sozialraum. Durch die Vernetzung und den Austausch mit Bewohner*innen, Verwaltungsbeamten*innen, kirchlichen Vertreter*innen, Kommunalpolitiker*innen, Vertreter*innen verschiedener Institutionen erreichen wir ein lebendiges, konstruktives Miteinander.
Durch den Austausch und das Formulieren gemeinsamer Ziele und der Entwicklung von Strategien zur materiellen, infrastrukturellen und immateriellen Verbesserung mit allen Interessengruppen wird eine Wohnumfeldverbesserung erreicht. Unser Gebäude bietet aufgrund seiner Barrierefreiheit und multifunktionalen Bauweise ideale Bedingungen als Ort der Begegnung zu fungieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
wir es schaffen die Bewohner*innen aktiv in unser Tun und Handeln einzubinden und ein „Wir-Gefühl“ entsteht.
Beschreibung
wir es schaffen zu den Bewohner*innen ein Nachbarschaftliches Vertrauensverhältnis Auf- und Auszubauen. Sie ermutigen Ihre Belang , Nöte und Ideen Einzubringen und gemeinsam auf Augenhöhe Lösungen und Projektideen zu entwickeln.
Kriterium
Beschreibung
wir es schaffen mit unser Arbeit Kooperation zu pflegen und neue zu gewinnen um gemeinsam Projekte zu entwickeln und durchzuführen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Verden Abteilung Gemeinwesenarbeit und Abteilung Integration, Inklusion und Prävention,LK Verden Lokale AG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
mehrgenerationenhaus Verden, Jugendzentrum Verden, Stadtbibilothek Verden, Ferienpogramm Verden, Kitas, Stadthalle Verden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogik, Musikschule Verden, Buchhandlung, Kreativ, freie Künstler
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Fokus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Campus Verden- Oberschule, Berufsbildende Schule Dauelsen, Kita, Förderschulen, Grundschule- Jahnschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus kirchlicher Dienste der EV. luth. Landeskirche Hannover, Diakonisches Werk, St. Johannis Gemeinde Verden, Bundesnetzwerk Diakonie Nds.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Baalkbachboard, F & R Druckerei, Rewe- Allermarkt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es die Gemeinwesenarbeit dauerhaft zu etablieren und den Begriff "Gemeinwesenarbeit" mit Leben und Inhalt zu füllen und so die Notwendigkeit sowie die Sinnhaftigkeit deutlich sichtbar zu machen. Um dies zu erreichen, werden wir weiterhin eng mit der Kommune, dem Land und der Kirche zusammen arbeiten um eine langfristige Finanzierung zu sichern. Zusätzlich soll weiterhin aktiv Fundraising betrieben werden um für das Fortbestehen neue Sponsoren zu gewinnen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NachBar
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Leonore Determann
| Funktion | Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft gestalten, Mobilität fördern
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes werden durch gezielte Maßnahmen, wie wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Begegnungs- und Hilfsangebote und der Errichtung einer zentralen Anlauf-/Koordinierungsstelle die soziale Teilhabe, Nachbarschaftshilfe, die intergenerationellen/interkulturellen Kompetenzen sowie die Mobilität gefördert, die in dieser Region ein besonderes Hindernis darstellt.
Die Bedürfnisse der Bürger*innen wurden vorab durch Fragebögen ermittelt, als Ergebnis lässt sich festhalten, dass Senior*innen und Flüchtlinge von gleichartigen Problemen betroffen sind und es sich daher anbietet gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln.
Zu Projektbeginn geht es daher darum Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, damit es überhaupt ermöglicht wird sich kennenzulernen, Gespräche zu führen und Gemeinsamkeiten zu entdecken um, später das nachbarschaftliche Zusammenleben generationen- und kulturübergreifend zu gestalten.
Eine zentrale Anlaufstelle, die NachBar unterstützt und koordiniert verschiedene Angebote. Sie dient weiterhin als Nachbarschafstreff, damit die Wünsche, Ideen, Vorstellung und Fähigkeiten der Bürger*innen bei Runden Tischen/Freizeitangeboten/etc. kommuniziert, aufgegriffen und einbezogen werden.
Ziel ist es im Projektverlauf die Bürger*innen zu befähigen gemeinsam aktiv ihre -auch gemeindeübergreifend- Nachbarschaft zu gestalten. Die zentrale Anlaufstelle wird im KBV-Heim in der Gemeinde Utarp angesiedelt, welches im nächsten Jahr zum Nachbarschaftszentrum ausgebaut wird. Anlaufstellen in den einzelnen Mitgliedsgemeinden ermöglichen wohnortnahe Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen, bspw. durch rotierende Sprechstunden für verschiedene Bereiche der Sozialberatung.
Dafür werden vorhandene noch nicht vollumfänglich genutzte vorwiegend barrierefreie Räumlichkeiten in Anspruch genommen, wie bspw. Vereinsheime, etc. Im weiteren Verlauf des Projektes ist es Ziel, neue Mobilitätsoptionen zu entwickeln, um den Bürger*innen mehr Möglichkeiten zu bieten an der Nahversorgung teilzunehmen (Bürgerbus/Rufbus/etc.) Dazu sollen gemeinsam Ansätze gefunden werden den Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Ziel ist es vorhandene private Initiativen und das Mitfahrsystem „Fahr mit“ in das Projekt zu integrieren, bzw. "wiederzubeleben". Zum übergeordneten Ziel während des gesamten Projektzeitraums gehört es, bestehende Initiativen in den Gemeinden nutzbarer zu machen (Fahr mit), bzw. auszuweiten (Anti-Rostinitiative) und gemeindeübergreifend anzubieten.
Laufzeit
2020-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Holtriem gehört zum Landkreis Wittmund und besteht aus 8 Mitgliedsgemeinden, denen ehrenamtliche Bürgermeister*innen vorstehen. Zwei Gemeinden verfügen über einen Jugendtreff. Der Landkreis Wittmund ist mit ca. 57000 Einwohnern zweitkleinster in Niedersachsen. Damit geht eine vergleichsweise sehr geringe Bevölkerungsdichte (fünftkleinste in Niedersachsen) und besondere Strukturschwäche einher. Die demografische Entwicklung weist einen besonderen Handlungsbedarf auf. Jugendliche wandern oftmals nach der Ausbildung oder dem Abitur ab und kommen selten in die Heimat zurück. Die ältere Generation ist häufig betroffen von Armut und Vereinsamung. Zentrale Behörden (Jobcenter, Ausländerbehörde, etc.) sind vorrangig in der Stadt Wittmund zu finden. Im gesamten Landkreis ist kein nennenswerter ÖPNV vorhanden. Beratungsstellen, Freizeitangebote, öffentl. Einrichtungen in der Kreisstadt, Fachärzte, etc. sind ohne eigenes Fahrzeug kaum erreichbar. Dies stellt gerade für ältere Menschen, die oftmals nicht über eine stabile familiäre Bindung verfügen und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen, so kommen Arztbesuche häufig einem Tagesausflug gleich, und viele peripher untergebrachte Flüchtlingsfamilien haben nur geringe Integrationschancen. Der AWO Kreisverband ist auf vielen Gebieten im Bereich der sozialen Arbeit landkreisweit tätig, unsere Angebote werden gut angenommen, wir sind im täglichen Gespräch mit den Bürger*innen und wissen um ihre Wünsche/Probleme und Bedürfnisse. Um einen detaillierteren Überblick zu erhalten haben wir eine Bürgerbefragung durchgeführt, auf deren Ergebnis die Projektidee entstanden ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Holtriem mit den Mitgliedsgemeinden Ochtersum, Utarp, Blomberg, Neuschoo, Westerholt und Eversmeer
Beschreibung
Die Samtgemeinde Holtriem gehört zum Landkreis Wittmund in Niedersachsen. Zur Samtgemeinde gehören die Mitgliedsgemeinden Ochtersum, Eversmeer, Westerholt, Nenndorf, Utarp, Ochtersum und Blomberg. Die Samtgemeinde grenzt im Nordwesten, Westen und Süden an den Landkreis Aurich. Östlich schließt sich die Samtgemeinde Esens (ebenfalls Landkreis Wittmund) an.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
Auskunft Samtgemeinde Holtriem
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle T0901035 und T0901050, hierbei handelt es sich ausschließlich um Flüchtlingsfamilien, Personen mit Migrationshintergrund sind hier nicht erfasst.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle T0901035 und T0901050
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
samtgemeinde_holtriem.pdf
(196.37 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche/Interessen der in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Während des gesamten Projektzeitraum wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt. Dadurch identifizierte Potentiale und Lücken sollen anschließend genutzt bzw. geschlossen werden. Die Bürger*innen sollen ermutigt werden das Zusammenleben in der Gemeinde zu gestalten und Nachbarschaft zu fördern, hierzu bedarf es ebenso kommunikations- und mobilitätsfördernder wie generationen- und kulturübergreifender Angebote die sich an den Bedarfen, insbesondere derer, die von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen sind, orientieren. Um dies zu erreichen
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Diakonie/DRK/Paritätischer Wohlfahrtsverband/Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Holtriem mit 8 Mitgliedsgemeinden, Landkreis Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KBV Freesenholt Utarp, AWO Ortsverein Holtriem, TUS Holtriem, SV Blomberg, Landfauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenservicebüro (Landkreis Wittmund), AOK Wittmund, Pflegedienste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anzeiger Harlingerland (Wittmund), Ostfriesenzeitung (Leer), AWO Report (Bezirksverband Weser Ems), Radio Ostfriesland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
David-Fabricius-Ganztagsschule in Westerholt, Grundschule Utarp , VHS Friesland-Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter/Sozialamt/Jugendamt/Behindertenbeirat, Präventionsrat, Polizei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ochtersum und Wittmund, Kirchenkreis Harlingerland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vollumfänglich kann das Projekt nicht weitergeführt werden. Dennoch ist beabsichtigt möglichst viel hieraus zu erhalten. So kann die Anlaufstelle NachBar, in dem 2021 fertiggestellten Gemeindezentrum auch nach Projektende für Treffen, Angebote und ähnliches unentgeltlich weitergenutzt werden. Im letzten Jahr des Projektes sollen die aufgebauten Beteiligungsstrukturen so gefestigt sein, dass es auch nach Projektende möglich sein wird (mit einem Koordinator der Gemeinde) sie fortzuführen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam für die Südstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Yvonne Mascioni
| Funktion | Fachbereichsleiterin Migration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfältig miteinander leben und gestalten - Südstadt im Wandel
Projektbeschreibung
Die Südstadt Northeims (ehemals Soziale Stadt) liegt am Stadtrand & besteht im Kern aus Wohnblocks und 3 Hochhäusern, begrenzt wird sie von großflächigen Schulgeländen und dem Gewerbegebiet. Das Asyl- und Migrationszentrum Café Dialog, Herzstück des Fachbereichs Migration des Trägervereins Werk-statt-Schule e.V., liegt am Rande des Projektgebiets 1 (siehe Karte). Hier ist das Gemeinwesenprojekt seit August 2019 angesiedelt. Das Projekt baut eine verlässliche Struktur und Anlaufstelle auf, die den Anliegen der Südstadtbewohner*innen(SB*) der Northeimer Südstadt Gehör schenkt und sie dabei unterstützt, ihre Interessen zu vertreten und Aktivitäten selbstorganisiert umzusetzen. Die Mitarbeiterinnen des GWA-Projekts stellten im ersten Jahr durch verschiedene Aktivitäten den Kontakt zu den SB* her. Etwa durch diverse Postwurfsendungen, die Etablierung des Südstadt-Treffs (offene Begegnungsangebote, Workshops) und den Aufbau einer Infotafel im Viertel. Mit einem mobilen Infostand nahmen sie Kontakt zu den SB* in ihrem direkten Wohnumfeld auf. Ergänzend wurde das Projekt in den Kursen des Café Dialogs, der Migrationsberatung und bei Netzwerktreffen vorgestellt. Die Teilnehmer*innen der Kurse wurden mit unterschiedlichen Methoden wie Wunschbox, Fragebögen, persönliches Gespräch, Diskussionsrunden zu ihren Bedarfen im Stadtteil befragt. Begleitet wurden die Aktivitäten durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In der kommenden Förderperiode bilden neben dem Ausbau der Anlaufstelle und ihrer Angebote, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Viertel, die Aktivierung der SB* sowie die Netzwerkarbeit Schwerpunkte. Die Aktivitäten sollen die SB* zum Selbermachen anregen. Z.B. ermutigen wir sie bereits jetzt bei Veranstaltungen selbst als Anleiter*in aktiv zu sein. Auch sollen die Räumlichkeiten des Café Dialog verstärkt für Angebote von SB* für SB* geöffnet werden. Auf den bisher anonymen Grünflächen werden gemeinsam mit den SB* Orte geschaffen, die das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern (Sitzgruppen oder Naschgarten, je nach Interesse der aktiven SB*). Die Integration der Südstadtbewohner*innen in die Stadtgesellschaft soll gefördert werden, indem 1.) Träger und Vereine unterstützt werden, ihre Angebote im Viertel vorzustellen u. durchzuführen und 2.) die SB* unterstützt werden, ihre Interessen in die Stadtgesellschaft (Vereinswesen, städtische Gremien) einzubringen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten Jahren unterlag das Viertel mehreren fremdbestimmten Veränderungen. Viele Wohnungen standen jahrelang leer, es herrschte eine geisterhafte Stimmung. Die Renovierungsarbeiten schreiten mittlerweile voran und die Bewohnerzahlen steigen. Das Quartier wird vorzugsweise von Migrant*innen und Familien, die von Transferleistungen leben, bewohnt. Zahlreiche Geflüchtete sind in den letzten Jahren zugezogen. Außerdem pendeln Austausch-Studenten*innen nach Göttingen. Gleichzeitig haben einige (Groß-)Familien während der ganzen Zeit in der Südstadt gelebt und gefühltes "altes Hausrecht". Es gibt nur anonyme Grünflächen und keine Orte mit Treffpunktcharakter. Die bereits vor zwei Jahren begonnenen Arbeiten an den Spielplätzen stagnieren, obwohl zahlreiche Kinder inzwischen das Viertel bewohnen und sich keine Spielmöglichkeiten in direkter Nähe befinden. Die Projektmitarbeiterinnen stellen fest, dass sich viele SB* nach Begegnungen und Austausch sehnen. Oftmals sind Migrant*innen sozial und familiär entwurzelt. Gleichzeitig haben viele Familien in ihrem Alltag große Hürden zu meistern (Arbeitslosigkeit, Sprachschwierigkeiten, Sorge um Familienangehörige etc.) und wenig Energie, selbstständig soziale Netzwerke aufzubauen. Eine Erschwernis bilden sprachliche und kulturelle Hürden, der Stellenwert von Nachbarschaft und außerfamiliärer Gemeinschaft ist herkunfts- und milieubedingtbedingt unterschiedlich ausgeprägt. Einen weiteren erschwerenden Faktor bildet die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Wohnungsgesellschaft. Dadurch ist die Arbeit des Projekts im Viertel erschwert und arbeitsintensiver. Auch unter den SB* herrscht Unzufriedenheit mit den Mietbedingungen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Südstadt
Beschreibung
Das Gebiet 1. Grades mit Wohnblocks und drei Hochhäusern wird optisch als Einheit wahrgenommen. Im Osten grenzen Parkflächen und ausgedehnte Schulgelände an. Im Westen grenzt ein Gewerbegebiet an. Die Randgebiete heben sich klar vom Projektgebiet (1-3) ab. Das Gebiet 3.Grades hat mit Mehrfamilienhäusern und Vorgärten eine andere Wohnstruktur. Einen direkten Zugang zu benachbarten Wohngebieten gibt es nicht, es ist verkehrstechnisch gut erschlossen, liegt aber vom Rest der Kernstadt isoliert.
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
Projektgebiet 1-3 , Quelle MESO/Stadt Northeim, Stand 18.09.2019
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: MESO / Stadt Northeim
Gesamtstadt: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projetgebiet:
MESO / Stadt Northeim
Auffällig ist insbesondere der hohe Anteil an Kleinkindern (0-5 Jahre) und der hohe Anteil an Erwachsenen (20-40 Jahre) --> viele junge Familien
Gesamtstadt: 5.3% bis 6 Jahre, 10,18% 6-18 Jahre (Landesamt für Statistik Niedersachsen LSN)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: MESO / Stadt Northeim
Gesamtstadt: LSN
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: LSN
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_strassen.jpg
(59.1 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Anlaufstelle bietet sowohl die Möglichkeit, die Hauptamtlichen zu kontaktieren, als auch aufsuchende Arbeit zu leisten. Die verlässliche Anlaufstelle bietet Raum für Treffen und Austausch unter den Bewohner*innen. Die Bewohner*innen werden als Expert*innen des Quartiers wertgeschätzt. Ihre Interessen werden gehört und entsprechend Aktivitäten geplant. Die vor Ort vorhandenen Ressourcen werden genutzt und die Bewohner*innen in ihrer Selbstorganisation gefördert. Ergänzende Ressourcen und Programme werden, so möglich durch die Hauptamtlichen erschlossen. Neben der Unterstützung der Bewohner*innen beim Durchführen von Aktivitäten, werden durch Kooperationen Ressourcen der Innenstadt auch in der Südstadt zugänglich gemacht. Das Projekt bildet eine Brücke zu Angeboten anderer Stadtteile und Sozialräume. Übertragungsmöglichkeiten werden ausgelotet und gefördert. Es laufen Kooperationen, insbesondere mit dem GWA-Projekt Harztor des Kinderschutzbundes, welcher Expertise hinsichtlich familienorientierter Angebote mitbringt. Das Projekt ist in die kommunale Strategie eingebettet und wird von der Stadt Northeim unterstützt. Für die kommende Förderperiode soll die Kooperation mit der dem Kinder- und Jugendkulturzentrum der Stadt (Alte Brauerei) ausgebaut werden, geplant ist eine strategische Partnerschaft, die die Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche aus der Südstadt verbessert, durch Angebote der Alten Brauerei in der Südstadt und durch Öffnung der Angebote für die Zielgruppe
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn sich Planungen und Aktivitäten an von Anwohner*innen formulierten Bedarfen und Wünschenausrichten
Kriterium
Beschreibung
In den zur Verfügung gestellten Räumen finden selbstorganisierte Treffen oder Aktivitäten statt
Kriterium
Beschreibung
Begegnungsangebote durchgeführt und wahrgenommen werden
Beschreibung
Die Interessen der vielfältigen Anwohnerschaft berücksicht werden und sich in den Angeboten widerspiegeln. Die Angebote von der vielfältigen Bewohnerschaft wahrgenommen werden.
Beschreibung
Angebote von Kooperationspartner*innen verstärkt von den Anwohner*innen genutzt werden, oder wenn Kooperationspartner*innen Angebote vor Ort durchführen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugend- und Kulturzentrum Alte Brauerei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund - GWA Projekt Harztor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Q4 der Johanniter
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ein Ziel des Projektes beschäftigt sich mit der Aktivierung und Qualifizierung von Bewohner*innen, diese werden auch nach Projektablauf multiplikatorisch tätig sein (personenbezogene Nachhaltigkeit) . Ebenso ist ein Teilziel die strukturelle und nachhaltige Einbindung von (kommunalen) Angeboten für Bewohner*innen der Südstadt und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, beide Ziele wirken langfristig in Form von veränderter Angebotslandschaft und in sächlicher Ausstattung bzw. Installationen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nordertor ist Ehrensache
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
| Funktion | Geschäftsführung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
JuNG - Jugend und Nachbarschaft Gemeinsam
Projektbeschreibung
Im Rahmen von Nordertor ist Ehrensache konnten wir in der Vergangenheit bereits einen Bewohnertreff eröffnen und Bewohner*innen zu einem Engagement für ihren Stadtteil aktivieren. So ist z.B. eine Müllsammelgruppe, mit durchschnittlich 10 Beteiligten, entstanden, die einmal im Monat Spielplätze und Gebüsche von Unrat befreit. Handwerker*innen haben im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Unterstützungen bei Fahrrad- und Möbelreparaturen, Gartenarbeiten und Einkaufshilfe gegeben. Viele der ehrenamtlichen Helfer*innen und der Teilnehmer*innen unserer Angebote wie der Sitzgymnastik sind aber schon älter. Im neuen Projetzeitraum wollen wir nicht nur das ehrenamtliche Engagement vertiefen, sondern verstärkt auf die Jugendlichen im Stadtteil blicken. Durch spezielle Angebote nur für Jugendliche, wie z.B. ein Graffiti-Projekt und Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche werden Jugendliche direkt angesprochen. Als vorläufiger Treffpunkt und um den Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen, wird ein Basketballfeld in der Nähe des Bewohnertreffs (BT) eingerichtet. Zusätzlich bekommen sie einen Raum als vorläufigen Treffpunkt. Da der Bewohnertreff in einer nur ca. 60m² Wohnung eingerichtet ist, rechnen wir mittelfristig aber auch mit Nutzungskonflikten mit anderen Gruppen im Bewohnertreff. Darum suchen wir im nächsten Schritt gemeinsam mit den Jugendlichen im Stadtteil nach einem Ort, wo sich junge Menschen treffen können und den sie sich selber gestalten können. Regelmäßige Treffen zw. Jugendlichen, Anwohner*innen, Projektmitarbeiter*innen finden statt, um das Projekt weiter zu planen und umzusetzen. Während der Beteiligungstreffen werden Ideen, Fragen und Probleme zu einem Jugendtreffpunkt erarbeitet. Wenn ein Grundstück gefunden ist und feststeht, ob nun Bauwagen, Holzhütte oder Container soll im 3. Schritt die Umsetzung erfolgen und ein neuer Jugendtreffpunkt im Nordertor entstehen. Dieser wird durch Mitglieder des Vereins und in Kooperationen mit dem Jugendhaus Nienburg, dem Stadteilhaus Nordertor und der Schulsozialarbeit betreut und für Jugendprojekte genutzt. Langfristig soll im Nordertor ein neues Stadtteilhaus entstehen, bei dessen Planung Jugendliche beteiligt werden, um ihre Bedarfe einzubringen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der 2018 gegründete Verein Unser Nordertor ist ein Stadtteilverein und mit zwei Standorten im Nordertor vertreten - der Geschäftsstelle UNo und dem Bewohnertreff in der Ernsting-Siedlung. Dieser wurde im Januar 2020 eröffnet und musste wg. Corona von März bis Ende Mai geschlossen werden.
Die Ernsting Siedlung wurde 1959 errichtet und besteht aus 33 Mehrfamilien- und 22 Reihenhäusern mit insg. 144 Wohnungen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Siedlung in eine Sozialsiedlung verwandelt. Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalität prägten diese. Nach einem Eigentümerwechsel werden nun alle Wohnungen nach und nach saniert. Nicht alle der „alten“ Mieter bekommen eine neue Wohnung in der Siedlung. Neue Mieter kommen aus der Mittelschicht der Gesellschaft. Dadurch entsteht nicht nur eine neue Nachbarschaft, sondern auch Anonymität in der Siedlung.
Die Jugendlichen aus prekären Verhältnissen treffen sich meist am Bahnhof, auf Spielplätzen oder an Straßenkreuzungen. Andere wiederum sehnen sich nach Wärme, Hilfe und suchen Ansprechpartner oder einfach einen Ort um sich mit Freunden zu treffen. Jugendliche treffen sich um zu reden, Musik zu hören und sich die Zeit zu vertreiben. Diese und weitere jugendtypische Aktivitäten im öffentlichen Raum stoßen bei Erwachsenen häufig auf Ablehnung, führen zu Konflikten und Beschwerden. Bew. stören sich an Lärm, Müll und Vandalismus oder sie fühlen sich verunsichert, wenn sie jugendlichen Gruppen auf der Straße begegnen. Auch der Konsum von Alkohol und Drogen sowie verschiedene Formen von Gewalt unter Jugendlichen sind Ausdruck von Konflikten im öffentlichen Raum. Ein Grund dafür sind fehlende gezielte Angebote für Jugendliche.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Franck-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstr., B6/2124 und Celler Str. bis zur Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4776
Quelle / Anmerkungen
Keck-Atlas Nienburg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet der Sozialen Stadt ist nur ein Teilgebiet des Nordertors (siehe Karte 1). Ein Möglicher Standort für einen Jugendtreff könnte im Sanierungsgebiet liegen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt nicht bei der baulichen Herstellung eines Jugendtreffs sondern bei der Aktivierung für gem. Projekte und Schaffung von nachhaltigen Beteiligungsstrukturen.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg
(1.1 MB)
karte_2.jpg
(1.06 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gleichzeitig mit der Sanierung der Ernsting-Siedlung und der damit entstehenden neuen Hausgemeinschaften soll sich der Bewohnertreff als Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit etablieren. Durch die GWA werden bestehende und neu entstehende Bedarfe abgedeckt. Im Zentrum stehen die Bewohner*innen. „Was habt ihr für Interessen?“ „Was wünscht ihr euch für „eure“ Siedlung?“. Mit Unterstützung der GWAler*innen sollen Angebote mit allen Altersgruppen entstehen, die zur Verbesserung der eigenen Situation führen. Ein gemeinsam organisiertes Siedlungsfest oder ein Flohmarkt sollen die Nachbarschaft stärken und den Kontakt zw. Jung und Alt fördern. Gegenseitige Unterstützung bei der Kindebetreuung oder der Hilfe für Ältere soll entstehen. „Local Leader“ mobilisieren die Bewohner*innen zu gemeinsamen Aktivitäten und Projekten und motivieren sie, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen und neue Wege zu erproben. Es soll erreicht werden, gegenseitiges Verständnis und Solidarität unter allen Bewohner*innen, generationen-, milieu- und nationalitätsübergreifend zu entwickeln. Um nachhaltige Verbesserungen für die Menschen in der Siedlung aber auch im Stadtteil zu erreichen, werden weitere Akteure der GWA mit einbezogen. Es werden vorhandene Ressourcen und Potentiale im Stadtteil aktiviert, verknüpft und soziale Netzwerke geschaffen bzw. gestärkt. Erreichen wollen wir das durch aufsuchende persönliche Gespräche und durch stark beteiligungsorientierte Angebote.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote werden von den Bewohner*innen selbst angeregt und umgesetzt
Kriterium
Beschreibung
Angebote werden generations- milieu- und nationalitätsübergreifend angenommen.
Beschreibung
Bewohner*innen unterstützen sich gegenseit z.B. bei der Kinderbetreuung oder bei haushaltsnahen Hilfen.
Beschreibung
Selbstorganisierte Angebote werden von Bewohner*innen in Eigenregie durchgeführt
Kriterium
Beschreibung
Regelmäßiger Austausch der Akteure über bedarfsgerechte Angebote. Kooperation und Zusammenarbeit bei der Durchführung von Projekten. Gemeinsame Evaluation
Kriterium
Beschreibung
Leitbild der Stadt Nienburg ist Grundlage der Vereinsarbeit. Insbesondere Maßnahmen zum Empowerment der Bewohner*innen zur Förderung der Identifikation mit dem Stadtteil.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Seit 09/2015 sind eine Sozialarbeiterin der Stadt Nienburg und, seit 03/2017, zusätzlich ein Quartiersmanager für den Aufbau der GWA im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt -Nordertor" tätig. Unser Stadtteilverein Unser Nordertor e.V. kam 09/2018 hinzu. Es bestehen stabile Kooperationen zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und zu Netzwerken der Integration, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es bestehen ehrenamtliche Strukturen im Sanierungsgebiet wie den Stadtteilbeirat und Arbeitsgruppen die sich den Themen Wohnumfeld, Verkehr, Stadtteilzeitung, Stadtteilfond und Soziales widmen. Im Stadtteilverein, der über das Sanierungsgebiet hinaus agiert, engagieren sich Mitglieder wie auch Nichtmitglieder beispielsweise in einer Müllsammelgruppe oder im Bereich der Nachbarschaftshilfe und beim Bewohnercafé.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
CJD - Christliches Jugenddorf, Jugendmigrationsdienst, Vater/Mutter - Kind Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus Nordertor mit GWA und QM
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulen Rahn gemeinnützige Schulgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Nienburg / Weser
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Groß- (Industrie-) Unternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Klein- und Einzelhandelsunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokale Medien: Die Harke, Blickpunkt, Radio Mittelweser, TV2020
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgruppen: Verkehr, Wohnumfeld, Soziales, Stadtteilfond, Jugend und Stadtteilzeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein den Bewohnertreff und den Jugendtreff weiter betreiben. Die Zusage zur finanziellen Unterstützung der Vereinarbeit durch die Stadt Nienburg liegt bereits vor. Jugendliche werden z.B. in Form einer Arbeitsgruppe in die weitere Gebietsentwicklung einbezogen. In der Partizipation sieht die kommunale Verwaltung auch eine Komplettierung der GWA im Nordertor.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
bt_kopf.jpg
(192.76 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander für Bredenbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nach dem erfolgreichen Aufbau des DGH soll das Miteinander in Bredenbeck und die Dorfgemeinschaft wieder gestärkt und erweitert werden.
Projektbeschreibung
Der 3053 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 7 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat.
Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander.
Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, doch das Team aus Ehrenamtlichen hat es geschafft. In den letzten 2 Jahren ist etwas sehr Besonderes entstanden. Ein Dorfgemeinschaftshaus wurde gebaut! In jeder freien Minute wurde eingerissen, gemauert, gesägt und gestrichen. 9500 Std ehrenamtliche Arbeit!
Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 12 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten und in einem Vereinsbeirat organisiert.
Nun stehen wir vor der Aufgabe, weiteren Bevölkerungsgruppen aus Bredenbeck die Möglichkeiten unseres Hauses aufzuzeigen und sie ihre eigenen Wünsche und Interessen umsetzen zu lassen. Wie schaffen wir es, dass das ganze Haus nicht als leere Hülle steht, sondern sich mit verschiedensten Initiativen füllt? Wir haben die Vision, dass wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen viele Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren können, durch Spaziergänge im Ort, Aushänge und Flyer viele Bredenbecker neugierig machen. Durch persönliches Vorstellen in den VHS Kursen werden diese Teilnehmer gewonnen. Der demografische Wandel u. die Coronamaßnahmen machen es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Diese Gruppe möchten wir durch aufsuchende Arbeit persönlich ansprechen.
Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin und natürlich die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen.
All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität im Ort aufbauen. An diesem Ziel arbeiten wir seit nun 7 Jahren. Das soll nicht umsonst gewesen sein, dafür brauchen wir die Unterstützung durch Quartiersmanagement.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten 7 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den 3 Gaststätten auch das Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe u. Ausstattung mehr vorhanden.
Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS sind nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen.
Auch für alle Menschen, die neu nach Bredenbeck kommen, gibt es somit kaum Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Besonders den Menschen mit Migrationshintergrund (153 in Bredenbeck) kann keine Willkommenskultur entgegengebracht werden.
Im Alltag ist zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden u. die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten.
Das zweite große Problem in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt.
Hier müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden, um die Versorgung der älteren Einwohner zu sichern. Alle sollen solange wie möglich Zuhause leben. Es fehlt: Einkaufsservice, Hilfe bei Formularen u. Reparaturen, Sport, Geselligkeit.
Ein weiteres Problem, das durch Corona entstanden ist, ist die Finanzierung des DGH.
Für diese Probleme brauchen wir professionelle Hilfe, um das "Miteinander für Bredenbeck" umzusetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen, Bredenbeck
Beschreibung
Das Dorf Bredenbeck
Einwohnerzahl
3053
Quelle / Anmerkungen
Statistik der Gemeinde Wennigsen, 29.01.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gemeinde Wennigsen (29.01.20)
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wennigsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_brdb.1_300dpi.jpg
(418.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen.
Durch die persönliche Ansprache bei Gartenspaziergängen im Ort wird eine neue Gruppe von Menschen gewonnen. In Kooperation mit Fachleuten kann diese Gruppe ein Gemeinschaftsprojekt, den Dorfgemeinschaftsgarten, entwickeln.
Durch Gespräche, Newsletter, Aushänge und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner, in Bredenbeck 32,6 %, werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Die Gartengestaltung wird selbstorganisiert geplant und durchgeführt. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren.
Kriterium
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt. Vom Kuchen backen zum Computerkurs, die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Der Garten wird gestaltet, ein Reparaturcafé und Musiktreffen finden statt.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Kooperation zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik u. der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Frau Kügler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Landfrauen, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten und Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nähkurse, Spieleabende, Yogakurse, Tanzcafé, Seniorentreffen, Lieder- und Literaturabende, Helferstammtisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert.
VHS-Kurse werden darüber ebenfalls durchgeführt.
Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen u. Methoden erlernt, um Gruppen und Angebote danach selbständig weiterzuführen.
Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge u. Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH.
Projektbezogene Förderungen, z.B. zur Inklusion
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Anlaufstelle für nachhaltige Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner*innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt, der sich rauskristallisiert hat, ist ein Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekt mit Aktivitäten wie Insektenhotels bauen, Saatbomben herstellen und verteilen, gemeinsames Müll sammeln, Initiierung und Suche von Unterstützer*innen für die Zertifizierung von Bad Lauterberg als Fair Trade Stadt. Ein anderer Schwerpunkt soll aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen werden. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Kulturcafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie jährliche Veranstaltungen wie der „Tag der Vielfalt“ sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Durch die verstärkte Netzwerkarbeit und die Befragung der Einwohner*innen entstehen momentan viele Ideen und Angebote. Unteranderem ein Frühstück für Senior*innen, ein Senior*innentaxi für gemeinsames einkaufen oder Arztbesuche, gemeinsames Kochen, "Formularfuchs"-Unterstützung bei der Organisation der Unterlagen u.v.m.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren.
Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner*innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts.
Da das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, umfangreich saniert werden müsste, konnte das ursprüngliche Haus der Begegnung nicht in angedachter Form genutzt und ausgebaut werden. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume umgebaut. In einen Trakt ist Anfang 2019 nach mehrjähriger Verzögerung das Jobcenter eingezogen. Im selben Gebäude sind auch Räume für das Gemeinwesenprojekt reserviert, die jedoch noch nicht freigegeben wurden. Auch wenn diese Räumlichkeiten aufgrund Lage und Größe langfristig ideal wären, konnte bis auf weiteres ein ehemaliges Ladenlokal bezogen werden, dass sich als Basis für sozialraumorientierte Arbeit gut eignet.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor.
In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner*innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen.
Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter*innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt.
Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner*innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_3301.jpg
(1.21 MB)
Selbstorganisierter Nachbarschaftsgarten zur Förderung von Integration, Toleranz und Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Katz
| Organisation | diversu e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V. |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsame Gartengestaltung schafft interkulturelle und -generationsübergreifende Begegnungsräume, die die soziale Integration, Teilhabe und Wohnortqualität verbessert und zum Empowerment und zur Demokratieentwicklung beiträgt.
Projektbeschreibung
Das Projekt möchte einen gemeinschaftlich von Anwohner*innen organisierten und bewirtschafteten Nachbarschaftsgarten im Stadtgebiet „Weißer Turm“ (ATU) der Hansestadt Lüneburg als Möglichkeit und Ort der interkulturellen und generationsübergreifenden gesellschaftlichen Mitgestaltung und Begegnung aufbauen. Es ergänzt im Rahmen des Programms der sozialen Stadt begonnene bauliche Sanierungs- und Quartiersentwicklungsaktivitäten um interaktive Sozialangebote, um zur Bewältigung von Anonymität, Konflikten zwischen Gruppen mit unterschiedlicher Migrationserfahrung, fehlender Aufenthaltsqualitäten im Außenbereich(insbesondere für Jugendliche und Kinder) – den zentralen Herausforderungen des Quartiers -, beizutragen. Gartenplanung, -verwirklichung und –verwaltung bietet vielfältige Möglichkeiten für gemeinschaftsorientiertes Handeln, bei dem tolerantes Miteinander sowie eine demokratische Mitgestaltungskultur niederschwellig praktiziert und die Folgen eigenen Engagements unmittelbar erlebt werden können. Durch die extern moderierten und mit gezielten Fortbildungsworkshops zu Themen wie Projektmanagement, Event-Konzeption, interkulturelle Kooperation, Öffentlichkeitsarbeit, Produkteherstellung und –vertrieb unterstützten selbstorganisierten Phasen der Planung, des Aufbaus und der Konkretisierung des Gartens können darüber hinaus individuelle Kompetenzen erworben und Selbstwirksamkeit im interkulturellen und generationsübergreifenden Miteinander erfahren werden (Empowerment). Dies fördert nicht nur die Lust auf Mitmachen, Integration, Teilhabe und ggs. Toleranz, sondern kann auch anderweitig (z.B. beruflich) dienlich sein. Zielgruppe sind in erster Linie die Bewohner*innen des Stadtgebiets ATU sowohl in der Rolle als für den Aufbau zu Aktiviernde als auch als potentiell den Garten Nutzende. Der Garten und die dort stattfindenden Aktionen richten sich jedoch an alle Stadtteilbewohner*innen und interessierte Bürger*innen Lüneburgs. Das Projekt bietet ein großes Potenzial an Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Akteuren mit GWA Bezug im Quartier. Dies wird von Beginn an genutzt. Das Arbeiten an dem beteiligungs-, gestaltungs- und gemeinwohlorientierten Gartenprojekt verändert sowohl das soziale Miteinander als auch die Wohnortqualität. Es hilft bei der Identifikation mit dem Quartier, das eine spürbare Aufwertung erfährt und fördert die demokratische Auseinandersetzungskultur jenseits rein sprachlichen Austauschs.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Am Weißen Turm“ ist ein zentral gelegenes Lüneburger Wohnquartier des Stadtteils Mittelfeld. Die Wohngebäude aus den 1970er Jahren sind in einem schlechten Zustand, ebenso wie das Außengelände - sicherlich ein Grund für die starke Wohnfluktuation. Seit 2015 ist es als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Seit Ende 2016 gibt es eine Quartiersmanagerin (50%), die zwischen Bewohner*innen und Verwaltung bzgl. der Sanierungsmaßnahmen vermittelt und Vernetzungen anstößt. Unter den rund 1.100 Menschen gibt es vergleichsweise viele Leistungsempfänger*innen nach dem SGB II (22,06 %) und auffallend viele Kinder und Jugendliche (23%). Knapp 40% der Bewohner*innen haben Migrationserfahrung. Der Bedarf an Nachmittags- und Ferienbetreuung ist hoch und kann mit den vorhandenen Institutionen nicht abgedeckt werden. Zudem fehlen altersgemäßen Betätigungs- und Begegnungsräume. Im Quartier herrscht eine große Anonymität und Abschottungstendenz, die viel Konfliktpotenzial in sich trägt: Deutsche grenzen sich gegen Geflüchtete ab, frühere Migrant*innen-Generationen gegenüber den Neuzugezogenen aus Syrien, Senior*innen kommen nicht mit Kindern in Kontakt etc. Ein Gartenprojekt könnte ein guter Mittler sein, nicht zuletzt weil das Gärtnern niederschwellige und grenzüberschreitend Interaktionen eröffnet und einen qualitativen Mehrwert im Quartier schafft. Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, wird ein "Urban Gardening" Bereich vorgeschlagen, den auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen. Durch die prozessbegleitenden Fortbildungsangebote werden individuell Kompetenzen erworben, die u.a. auch Demokratieentwicklung befördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Mittelfeld "Am Weißen Turm"
Beschreibung
Das Stadtgebiet"Am Weißen Turm" ATU liegt zentrumsnah in der nordöstlichen Ausbuchtung des Stadtteils Mittelfeld zwischen den Stadtteilen Weststadt, Altstadt und Rotes Feld. Das Stadtzentrum ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Es ist insgresamt 8,6 ha groß und gliedert sich in zwei strukturell unterschiedliche Teile, wobei den Kern eine Wohnanlage (ca. 7 ha) aus den 1970 er 1980er Jahren mit ca. 600 Wohnungen ausmacht. Um dieses Kerngebiet geht es im vorliegenden Antrag. Die Abgrenzung verläuft entlang der Straßen Hinter der Saline im Osten, Soltauer Straße und Bögelstraße im Süden, am Weißen Turm im Westen und am Bargenturm im Norden. Der nordöstliche Teil ist im Norden durch die Grundstücksgrenze der anliegenden Parkplätze und im Osten und Süden durch die in das Gebiet eingeschlossene Sülfmeisterstraße abgegrent. Die unmittelbare Umgebung ist geprägt durch eine Seniorenwohnanlage, Parkplätze und Sportplätze im Norden, das Familienzentrum , einen Versicherungsgebäudekomplex sowie weitere Gewerbeflächen im Westen, das Klinikum, ein Wohngebiet und eine Hotelanlage im Süden, vier Zeilen mit Studentenwohnungen, das Postgelände und Parkplätze im Osten. Der angrenzende Lambertiplatz im Nordosten bildet den Übergang zur Altstadt.
Einwohnerzahl
1100
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagerin
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, gibt es den Vorschlag für einen "Urban Gardening" Bereich, den sowohl Stadtrat als auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen.
Das Gebiet ist seit 2015 Sanierungsgebiet, hat inzwischen eine Quartiersmanagerin (50%), die jedoch v.a. für die Vermittlung der baulichen Sanierungsmaßnahmenan die Bewohner*innen und daran anknüpfende soziale Interkationen zuständig ist, und als Ansprechpartnerin für die gesamten dort angestoßenen Veränderungen fungiert. Die Stadt hat für das Sanierungsgebiet ein Freiraumplanungskonzept in Auftrag gegeben und bereits positiv verabschiedet. Dort ist ein Bereich für Gartenentwicklung vorgesehen, was sowohl vonm Stadtrat als auch den Besitzer*innen des Grundstücks begrüßt und unterstützt wird. Die Stadt kann die im Rahmen eines Gartenaufbaus erforderlichen und anfallenden baulichen Kosten übernehmen und über die Quartiersmanagerin langfristige Unterstützung einbringen als (Ansprechpartnerin, Werbung, Vernetzung, Initiierung von Aktivitäten über den Verfügungsfonds). Aufgrund der geringen Budgetierung der Stelle besteht jedoch seitens der Stadt keinerlei Möglichkeit, Kapazitäten für die Initiierung und Begleitung des sozialen Prozesses eines Nachbarschaftsgarten aufzubringen. Einesolche Prozessbegleitiung ist jedoch erforderlich für das Gelingen - insbesondere in der Aufbau- und Umsetzungsphase. Die im Projekt angelegten Fortbildungsangebote im und mit dem Prozess der Gartenentstehung sind ein innovativer Ansatz zur Verstetigung und selbständigen Weiterführung des Nachbarschaftsgartens, die ohne gezielte Förderung nicht durchgeführt werden können.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Lüneburg, Bericht zur Sozialen Stadt;
Die Zahlen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche; Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren liegen bei auffallend hohen 12%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Aussage der Quartiersmanagerin gibt es eine stattliche Anzahl an schon lange hier lebenden älteren Bewohner*innen ohne Zahlenangaben.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Quelle: Dokument der Stadt Lüneburg zur Sozialen Stadt;
die Zahlen beziehen sich auf Leistungsempf#änger*innen nach SGB II
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle, wie oben;
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zielt auf das Gestaltungspotenzial von Gemeinschaftsaktivitäten, auf die Wirksamkeit von kooperativem Handeln und selbstorganisiertem Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel. Es geht stark darum, diese Selbstorganisation und -bestimmung bewohner*innen-zentriert zu stärken bzw. an die vorhandenen Ressourcen anzuknüpfen, d.h. existierende Kooperationsstrukturen und Akteure, die sich bereits engagieren, nutzen bzw. von hnen profitieren und sie weeter auszubauen.
Der Aufbau eines Nachbarschaftsgartens ermöglicht viele der Qualitäten von GWA durch den Prozess an sich, der allerdings eine moderierende und strukturierende, z.T. auch intervenierende Begleitung braucht. Durch das aktive Miteinander auf ein konkretes Ziel hin, die Teilhabe von auch rhetorisch oder allgemein sprachlich vergleichsweise schlecht ausgestatteten Mitürger*innen, durch die Sichtbarkeit des eigenen Engagements bietet ein Gartenprojekt eine Vielfalt an Lernfeldern und Auseinandersetzungsräumen, die wichtig sind für die gemeinwohlorientierte Entwicklung von Quartieren. Insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die in dem Gebiet ATU hier bzgl. der Attraktivität von Außenflächen weitgehend benachteiligt sind, können darüber gut erreicht und für Aktionen motiviert werden. Die begleitenden Fortbildungsangebote ergänzen darüber hinaus das praktische Einüben von Toleranz, und fördern generations- und kulturübergreifendes Handeln und Denken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Zielgruppen (Frauen, Menschen mit Migrationserfahrung, Jugendliche, Kinder, Senior*innen) aktiv das Projekt vorantreiben, sichtbar im Team dabei sind.
Kriterium
Beschreibung
aus den Ideenwerkstätten konkrete Arbeitsschritte und Aufgabenverteilungen werden, die selbständig abgearbeitet und deren Einhaltung von den Bewohner*innen kontrolliert und eingefordert wird.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu existierenden Netzwerkpartner*innen bestehen und einzelne Kooperationsprojekte angestoßen sind
Kriterium
Beschreibung
die Planungsphase abgeschlossen, mit der Umsetzung in Gruppen begonnen wurde und der Garten wachst und gedeiht, und sich Bewohner*innen (15 plus) dort aktiv engagieren, zusammen Aktionen initiieren und gemeinschaftlich arbeiten
Beschreibung
der Nachbarhscaft als intergultureller und generationsübergreifender Begegnungsraum steht, genutzt und bewirtschaftet wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtgebiet ATU gibt es eine Grundschule (Heiligengeistschule), die auch ein Ferienprogramm anbietet. Die ÜMI Am Weißen Turm betreut Kinder der Heiligengeistschule, von denen viele hier im Quartier leben.
Die ÜMI war bereits aktiv in die Antragstellung für Hochbeete involviert. Diese sollen als Treffpunkt und Begegnungsmöglichkeit für die Bewohner*innen dienen.
Die Gemeinwesenarbeit wird im Quartier außerdem geleistet vom Eins A Treff, einer Einrichtung der Matthäus Gemeinde. Sie bieten Nachmittags Programm für Kinder und Jugendliche, aber auch ein monatliches Frauenfrühstück, am Wochenende Familiengottesdienste. Seit Neuestem findet hier auch ein Seniorennachmittag statt. Auch das SalinO Stadtteilhaus macht Angebote für die Menschen im Quartier und ist als Anlaufstelle für die Bewohner*innen ein fester Bestandteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Heiligengeistschule, VHS Region Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gartenbaubetriebe: Wrede, Hagebaumarkt, WIR Garten, Interkultureller Garten Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeszeitung Lüneburg, Lünepost, Radio ZuSa,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus SalinO, Eins A Treff (Einrichtung der Matthäus Gemeinde)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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