1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Leonore Determann
| Funktion | Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft gestalten, Mobilität fördern
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes werden durch gezielte Maßnahmen, wie wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Begegnungs- und Hilfsangebote und der Errichtung einer zentralen Anlauf-/Koordinierungsstelle die soziale Teilhabe, Nachbarschaftshilfe, die intergenerationellen/interkulturellen Kompetenzen sowie die Mobilität gefördert, die in dieser Region ein besonderes Hindernis darstellt.
Die Bedürfnisse der Bürger*innen wurden vorab durch Fragebögen ermittelt, als Ergebnis lässt sich festhalten, dass Senior*innen und Flüchtlinge von gleichartigen Problemen betroffen sind und es sich daher anbietet gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln.
Zu Projektbeginn geht es daher darum Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, damit es überhaupt ermöglicht wird sich kennenzulernen, Gespräche zu führen und Gemeinsamkeiten zu entdecken um, später das nachbarschaftliche Zusammenleben generationen- und kulturübergreifend zu gestalten.
Eine zentrale Anlaufstelle, die NachBar unterstützt und koordiniert verschiedene Angebote. Sie dient weiterhin als Nachbarschafstreff, damit die Wünsche, Ideen, Vorstellung und Fähigkeiten der Bürger*innen bei Runden Tischen/Freizeitangeboten/etc. kommuniziert, aufgegriffen und einbezogen werden.
Ziel ist es im Projektverlauf die Bürger*innen zu befähigen gemeinsam aktiv ihre -auch gemeindeübergreifend- Nachbarschaft zu gestalten. Die zentrale Anlaufstelle wird im KBV-Heim in der Gemeinde Utarp angesiedelt, welches im nächsten Jahr zum Nachbarschaftszentrum ausgebaut wird. Anlaufstellen in den einzelnen Mitgliedsgemeinden ermöglichen wohnortnahe Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen, bspw. durch rotierende Sprechstunden für verschiedene Bereiche der Sozialberatung.
Dafür werden vorhandene noch nicht vollumfänglich genutzte vorwiegend barrierefreie Räumlichkeiten in Anspruch genommen, wie bspw. Vereinsheime, etc. Im weiteren Verlauf des Projektes ist es Ziel, neue Mobilitätsoptionen zu entwickeln, um den Bürger*innen mehr Möglichkeiten zu bieten an der Nahversorgung teilzunehmen (Bürgerbus/Rufbus/etc.) Dazu sollen gemeinsam Ansätze gefunden werden den Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Ziel ist es vorhandene private Initiativen und das Mitfahrsystem „Fahr mit“ in das Projekt zu integrieren, bzw. "wiederzubeleben". Zum übergeordneten Ziel während des gesamten Projektzeitraums gehört es, bestehende Initiativen in den Gemeinden nutzbarer zu machen (Fahr mit), bzw. auszuweiten (Anti-Rostinitiative) und gemeindeübergreifend anzubieten.
Laufzeit
2020-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Holtriem gehört zum Landkreis Wittmund und besteht aus 8 Mitgliedsgemeinden, denen ehrenamtliche Bürgermeister*innen vorstehen. Zwei Gemeinden verfügen über einen Jugendtreff. Der Landkreis Wittmund ist mit ca. 57000 Einwohnern zweitkleinster in Niedersachsen. Damit geht eine vergleichsweise sehr geringe Bevölkerungsdichte (fünftkleinste in Niedersachsen) und besondere Strukturschwäche einher. Die demografische Entwicklung weist einen besonderen Handlungsbedarf auf. Jugendliche wandern oftmals nach der Ausbildung oder dem Abitur ab und kommen selten in die Heimat zurück. Die ältere Generation ist häufig betroffen von Armut und Vereinsamung. Zentrale Behörden (Jobcenter, Ausländerbehörde, etc.) sind vorrangig in der Stadt Wittmund zu finden. Im gesamten Landkreis ist kein nennenswerter ÖPNV vorhanden. Beratungsstellen, Freizeitangebote, öffentl. Einrichtungen in der Kreisstadt, Fachärzte, etc. sind ohne eigenes Fahrzeug kaum erreichbar. Dies stellt gerade für ältere Menschen, die oftmals nicht über eine stabile familiäre Bindung verfügen und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen, so kommen Arztbesuche häufig einem Tagesausflug gleich, und viele peripher untergebrachte Flüchtlingsfamilien haben nur geringe Integrationschancen. Der AWO Kreisverband ist auf vielen Gebieten im Bereich der sozialen Arbeit landkreisweit tätig, unsere Angebote werden gut angenommen, wir sind im täglichen Gespräch mit den Bürger*innen und wissen um ihre Wünsche/Probleme und Bedürfnisse. Um einen detaillierteren Überblick zu erhalten haben wir eine Bürgerbefragung durchgeführt, auf deren Ergebnis die Projektidee entstanden ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Holtriem mit den Mitgliedsgemeinden Ochtersum, Utarp, Blomberg, Neuschoo, Westerholt und Eversmeer
Beschreibung
Die Samtgemeinde Holtriem gehört zum Landkreis Wittmund in Niedersachsen. Zur Samtgemeinde gehören die Mitgliedsgemeinden Ochtersum, Eversmeer, Westerholt, Nenndorf, Utarp, Ochtersum und Blomberg. Die Samtgemeinde grenzt im Nordwesten, Westen und Süden an den Landkreis Aurich. Östlich schließt sich die Samtgemeinde Esens (ebenfalls Landkreis Wittmund) an.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
Auskunft Samtgemeinde Holtriem
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle T0901035 und T0901050, hierbei handelt es sich ausschließlich um Flüchtlingsfamilien, Personen mit Migrationshintergrund sind hier nicht erfasst.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle T0901035 und T0901050
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
samtgemeinde_holtriem.pdf
(196.37 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche/Interessen der in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Während des gesamten Projektzeitraum wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt. Dadurch identifizierte Potentiale und Lücken sollen anschließend genutzt bzw. geschlossen werden. Die Bürger*innen sollen ermutigt werden das Zusammenleben in der Gemeinde zu gestalten und Nachbarschaft zu fördern, hierzu bedarf es ebenso kommunikations- und mobilitätsfördernder wie generationen- und kulturübergreifender Angebote die sich an den Bedarfen, insbesondere derer, die von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen sind, orientieren. Um dies zu erreichen
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Diakonie/DRK/Paritätischer Wohlfahrtsverband/Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Holtriem mit 8 Mitgliedsgemeinden, Landkreis Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KBV Freesenholt Utarp, AWO Ortsverein Holtriem, TUS Holtriem, SV Blomberg, Landfauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenservicebüro (Landkreis Wittmund), AOK Wittmund, Pflegedienste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anzeiger Harlingerland (Wittmund), Ostfriesenzeitung (Leer), AWO Report (Bezirksverband Weser Ems), Radio Ostfriesland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
David-Fabricius-Ganztagsschule in Westerholt, Grundschule Utarp , VHS Friesland-Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter/Sozialamt/Jugendamt/Behindertenbeirat, Präventionsrat, Polizei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ochtersum und Wittmund, Kirchenkreis Harlingerland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vollumfänglich kann das Projekt nicht weitergeführt werden. Dennoch ist beabsichtigt möglichst viel hieraus zu erhalten. So kann die Anlaufstelle NachBar, in dem 2021 fertiggestellten Gemeindezentrum auch nach Projektende für Treffen, Angebote und ähnliches unentgeltlich weitergenutzt werden. Im letzten Jahr des Projektes sollen die aufgebauten Beteiligungsstrukturen so gefestigt sein, dass es auch nach Projektende möglich sein wird (mit einem Koordinator der Gemeinde) sie fortzuführen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On