Quartiersarbeit aktiv unterwegs im WeltRaum Auf der Horst-Garbsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Leonie Meyer-Hartweg
| Funktion | Quartiersentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eine Basis im WeltRaum finden
Projektbeschreibung
Die Quartiersarbeit im Garbsener Stadtteil Auf der Horst wird im WeltRaum aktiv gestaltet. Der Fokus des Konzepts für die QA liegt auf den drei Säulen: Aktivierung & Teilhabe der Bewohner*innen, die Kooperation mit Einrichtungen & Initiativen sowie Möglichkeiten zur Beratung & Begegnung vor Ort. Im Projekt laufen bereits Angebote, wie ein offenes SprachCafé, eine Lesegruppe, eine offene Sprechstunde & Fahrradkurse, dazu liegt ein Fokus auf Netzwerkarbeit mit etablierten Akteuren im Stadtteil. Nach 2 Jahren QA hat sich der Blick auf die Bedarfe im Stadtteil & auf die zur Ausführung der Arbeit benötigten Ressourcen geschärft, sodass neue Ziele, andere Grundlagen & eine neue Projektausrichtung notwendig sind. Die Ansprache aller Bewohner*innengruppen war derzeit noch nicht erfolgreich. Es gibt viele unerreichte Personen, welche mit den bisherigen Angeboten & Maßnahmen noch nicht angesprochen worden sind. Die Bewohner*innenstruktur im Stadtteil ist sehr heterogen verteilt & es liegen unterschiedlichste Bedarfe & Problemlagen vor, wodurch eine gezielte Ansprache aller Gruppen erschwert wird. Der überwiegende Teil der Bewohner*innen haben einen Migrationshintergrund und Herausforderungen wie Sprach- und Integrationsbarrieren. Diese weiterhin bestehenden Hilfsbedarfe im Stadtteil, der hohe Anteil von Unerreichbaren & die derzeitigen Limitationen (mangelnde Gruppenräume, zu geringer Stellenanteil) des Projekts, führen zu einer Notwendigkeit des Ausbaus & der Weiterentwicklung des Projekts unter verschiedenen Gesichtspunkten. Durch das Angebot von Anknüpfungspunkten zwischen Projekt & Bewohner*innen, niedrigschwelligen Kontaktmöglichkeiten & der weiteren Bekanntmachung des Projekts im Quartier sollen bisher unerreichte Menschen aktiviert & eingebunden werden. Zudem sollen Ehrenamtliche & Bewohner*innen darin bestärkt & unterstützt werden, sich zielführend & nachhaltig im Quartier einzubringen. Durch selbstverwaltete Räumlichkeiten, Einbindung in die Entwicklung der GWA-Leitlinien & Fortbildungen soll eine Basis geschaffen werden, die Bürger*innen selbst zu ermächtigen. Um ein übergeordnetes Konstrukt zur langfristigen Unterstützung der GWA zu entwickeln, werden Netzwerke & Kommunale Strukturen aufgebaut & gestärkt, Kooperationen eingegangen & Prozesse evaluiert. Die aktive QA im WeltRaum soll eine langfristige & nachhaltige GWA in Auf der Horst implementieren & für ganz Garbsen stärken.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit April 2024 initiiert das Quartiersprojekt WeltRaum eine GWA-orientierte QA im Garbsener Stadtteil Auf der Horst. Dort leben ca. 7.500 Menschen mit einem hohen Anteil an Familien, mit Migrationsgeschichte & aus einkommensschwachen Haushalten. Die hohe Bevölkerungsdichte bedeutet für die Menschen im Quartier ein enges Zusammenleben mit verschiedensten kulturellen, ethnischen & religiösen Einstellungen. Bis Ende 2026 ist Auf der Horst noch Sanierungsgebiet von „Soziale Stadt“. Trotz des Programms bestehen weiterhin große Hilfsbedarfe im Quartier, unter anderem da die Anstöße des ehemaligen QM nach Corona nicht wieder aufgegriffen worden sind. Besonders die Heterogenität der Bewohner*innenstruktur führt zu Herausforderungen, da unterschiedlichste Bedürfnisse & Vorbedingungen vorliegen.76% der Bewohner*innen haben einen Migrationshintergrund, fast 39 % besitzen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Sprachbarrieren, mangelnde Integration im Wohnumfeld & geringe Teilhabemöglichkeiten am öffentlichen Leben sind einige der vorherrschenden Schwierigkeiten. Hier setzte WeltRaum an, welches in den Räumlichkeiten der im Stadtteil etablierte Sozial- & Migrationsberatungsstelle sitzt. Zunächst konnten über das Klientel erste Bedarfe erfragt und Maßnahmen umgesetzt werden, nun hemmen die Räumlichkeiten die Weiterentwicklung, da Gruppenräume nicht verfügbar sind & die Privatsphäre einer Beratungssituation gewährleistet sein muss. Außerdem wird bisher vermehrt das Klientel der Beratungsstelle eingebunden, wodurch es eine große Gruppe bisher nicht angesprochener Personen gibt. Zur Ansprache der Unerreichbaren sind neue Räumlichkeiten & die Entwicklung neuer Methoden notwendig.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Garbsen - Auf der Horst
Beschreibung
Das Quartier ist auf die Stadtteilgrenzen Auf der Horst begrenzt, welcher 1,2 Quadratkilometer groß ist.
Nach oben hin ist der Stadtteil von der Autobahn A2 abgegrenzt, unten endet der Südöstliche Abschnitt am Mittellandkanal. Nach Osten hin, grenzt das Gebiet an den Plutohof und Falkenhorst. Im Nordwesten ist die Grenze die Straße Planetenring und im Westen reicht der Stadtteil bis hinter das Planetencenter und bis zur Berenbosteler Straße.
Einwohnerzahl
7482
Quelle / Anmerkungen
https://www.garbsen.de/portal/seiten/auf-der-horst-2087056270-21200.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Seit 2007 ist das Quartier Sanierungsgebiet im Städtebauprogramm „Soziale Stadt“, welches Ende 2026 beendet wird. Der dazugehörige Stadtteilbeirat wird aufgrund der Beendigung des Programms „Soziale Stadt“ in absehbarer Zukunft in dieser Form auslaufen und von „WeltRaum“ in ähnlicher Art weitergeführt. Um zusätzlich eine anschließende Quartiersarbeit zu gewährleisten, ist eine Ausweitung des Projekts notwendig.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Webseite: garbsenaufderhorst.de/portal/seiten/stadtteil-auf-der-horst-1004-35.html
Projektgebiet in Prozent
76
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Webseite: garbsenaufderhorst.de/portal/seiten/stadtteil-auf-der-horst-1004-35.html
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteilgrenze_auf_der_horst.png
(952.35 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im April 2024 startete das Quartiersprojekt „WeltRaum“, um eine gemeinwesensorientierte Nachbarschaftsarbeit im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ zu initiieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, durch Projekte und Maßnahmen im Quartier bedürfnisgerechte Infrastrukturen mit den Akteuren vor Ort gemeinsam zu entwickeln und in einem abgestimmten Vorgehen umzusetzen. Regelmäßige Austauschtreffen mit anderen Akteuren im Stadtteil, der Besuch von fremden Angeboten und die Teilnahme an Festen im Stadtteil sind für die Netzwerkarbeit unerlässlich. Ein wichtiger Aspekt für die Vernetzung ist der Stadtteilbeirat Auf der Horst, bei dessen inhaltliche Gestaltung „WeltRaum“ mitwirkt, welcher Ende 2026 aufgelöst wird. Für das Quartiersprojekt bedeutet dies, dass ein neues Beteiligungsformat geschaffen werden muss. Die Strukturen von GWA müssen sich dann auch in der kommunalen Gremienstruktur wiederfinden. In Zusammenarbeit mit der Kommune soll deshalb eine Strategie & ein gemeinsamer GWA Ansatz entwickelt werden. WeltRaum soll als Bindeglied zwischen Verwaltung und Anwohner*innen fungieren.Bedarfe & Bedürfnisse der Menschen im Quartier können so direkt geäußert & in bestehenden & zukünftigen Quartiersentwicklungs-Prozessen stärker berücksichtigt werden. Der
ressortübergreifende Aufbau einer Koordinierung GWA/QM wird in Zukunft den Ansatz des sozialraumorientierten Quartiersmanagement stärker in den Fokus rücken um eine integrierte Quartiersbezogene Bearbeitung zu begleiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikations- und Begegnungsräume sind verortet & eingerichtet. Die Bewohner*innen nutzen die Anlaufstellen der GWA, 50 % sind informiert & aktiv beteiligt. Die Bewohner*innen benennen und gestalten Themen und Ziele der GWA und Quartiersentwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier sind sowohl im GWZ als auch bei den einzelnen Akteuren identifiziert und stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die Bewohner*innen nutzen Verfügungsfonds für eigeninitiierte Projekte & Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen sehen die grundsätzlichen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier. Schwachstellen werden offensichtlich und Lösungsansätze entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vielzahl an Kommunikationsanlässen und -räumen unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen durch Stadtteilkonferenzen, Feste u.a.
Beschreibung
Eine Koordinierungsstelle GWA/Quartiersentwicklung wird in der Kommune eingerichtet & steuert mit den Koordinator*innen vor Ort QE-Vorschläge von Bewohner*innen der einzelnen Quartiersprojekte in die einzelnen Fachbereiche und andersherum.
Beschreibung
Bürgerforen & Statteilbeirat finden regelmäßig statt, in denen gemeinsame Ziele und Ideen für das eigene Quartier entwickelt werden. Neue Projekte/Veranstaltungen gehen daraus hervor.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund) werden ehrenamtlich organisiert und umgesetzt.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse wurde durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert, evaluiert und kommuniziert. Die Ergebnisse wurden Politik und Verwaltung vorgestellt für die Erarbeitung von Lösungsansätzen.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren finden koordiniert über die städtische GWA und Sozialplanung statt. Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen fließen in Quartiersentwicklungsprozesse ein.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im April 2024 startete das Quartiersprojekt „WeltRaum“, um eine gemeinwesensorientierte Nachbarschaftsarbeit im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ zu initiieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, durch Projekte und Maßnahmen im Quartier bedürfnisgerechte Infrastrukturen mit den Akteuren vor Ort gemeinsam zu entwickeln und in einem abgestimmten Vorgehen umzusetzen. Gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Selbsthilfe werden gefördert und gestärkt, Teilhabe ermöglicht. Dies alles gelingt durch Einbindung der Bevölkerung, die Gewinnung und Aktivierung von Ehrenamtlichen, sowie Kooperation und Vernetzung. Die Zielgruppe des Projekts sind alle Bewohner*innen des Quartiers Auf der Horst, d.h. Menschen verschiedenen Alters und Geschlechts mit und ohne Migrationshintergrund. Der Fokus des Konzepts für die Quartiersentwicklung lag dabei auf den drei Säulen: Aktivierung und Teilhabe der Menschen im Stadtteil, die Kooperation mit Einrichtungen und Initiativen sowie Möglichkeiten zur Beratung und Begegnung vor Ort.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialdezernat Stadt Garbsen, Fachbereich 5 - Soziales, Abteilung 32.2 - Soziale Angelegenheiten, Beratung und Senioren, Abteilung 61 - Stadtentwicklung und Stadtplanung, Ortsrat Auf der Horst, Netzwerk Willkommen, Abteilung 51 - Jugend und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat, Integrationsbeirat, Stadtteilbeirat Auf der Horst, FreiwilligenAgentur Stadt Garbsen, Freizeitheim Garbsen Jugendzentrum, Begegnungsstätte am Herouville St-Clair Platz, Präventionsteam - Polizeiinspektion Garbsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband Hannover e. V., Projekt X - Die Gruppe Jugendhilfe gGmbH, Ökumenisches Sozialprojekt NEULAND, Die Leine Lotsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mädchen- und Frauenzentrum Garbsen e. V., Schützenverein von 1900 Berenbostel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BNW - Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, vhs Hannover Land, Familienzentrum Murmelstein, Katholisches Familienzentrum St. Raphael, Grundschule Saturnring, IGS Garbsen, Johannes-Keppler Gymnasium, Schulsozialarbeiter*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Hannover gGmbH - Kirchenkreissozialarbeit, Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze, Kath. Kirchengemeinde St. Raphael - Marspoint, Ev.-luth. Willehadi-Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kiosk Marshof 13, Lions Club Garbsen, Bürgerstiftung Garbsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Semmelhaack Wohnungsvermietung, Baum Unternehmensgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit Stadt Garbsen, Pressearbeit Kirchenkreis Hannover & Diakonisches Werk., Lokalpresse (HAZ Leinezeitung, Umschau, Garbsen City News, Gemeindebriefe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien im Ortsrat, Parteien des Stadtrates Garbsen, Bürgermeister*in, Sozialdezerenentin, Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bündnis für Vielfalt und Toleranz Garbsen, Integrationslots*innen, alle interessierten Bürger*innen, Kirchengemeindemitglieder, Ehrenamtliche Leitungen Sozialer Angebote (bspw. Repair Café), Nachbar*innen, Ehrenamtliche von WeltRaum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialarbeiter*innen der Stadt Garbsen, Jugendmigrationsdienst (jmd), Omas gegen Rechts, Runder Tisch für Ehrenamtliches Engagement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ADFC Garbsen, GymFit Garbsen, Gesundheitsangebot in der Clownswohnung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA behält das Quartier hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung im Blick, vor allem die
ressortübergreifende und fachliche Koordination mit der GWA der Kommune. Ein Treffpunkt als Ort
der GWA bedarf der Nachhaltigkeit. Finanzen: eine langfristige finanzielle Verstetigung der
GWA durch die Kommune in Aussicht gestellt, Aufbau eines Fundraising-Netzes (Region, Kommune, Sponsoren)
11. Medien
Galerie
Videos
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13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ALLEstadt statt Altstadt - Quartiersentwicklung mit allen und für ALLE in Helmstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Krasnodembski
| Funktion | Gemeinwesenarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Fortschritt wird nur wahrnehmbar wenn wir ihn gestalten!
Projektbeschreibung
Helmstedt - ehemalige Universitätsstadt, ehemaliges Braunkohlerevier, ehemaliges Zonenrandgebiet, ehemalige Stadt der Einheit... Eine Stadt auf der Suche nach einer neuen Perspektive. Was lange Zeit selbstverständlich war, eine gute Finanzlage, ein hoher Grad an Engagement und eine relative homogene Bevölkerung hat sich in den letzten 30 Jahren in das Gegenteil verkehrt. Was bleibt sind die Fundamente auf denen die Stadtgesellschaft stand und viele neue Impulse durch Hinzugezogene. Zudem bemüht sich die Stadt seit einigen Jahren um den Erhalt und die Aufwertung der Bausubstanz und des öffentlichen Raumes. In der Altstadt kommen diese Entwicklungen konflikthaft zusammen. Bauliche Perspektiven kollidieren mit dem allgegenwertigen Denkmalschutz. Alteingesessene stören sich an der Neudeutung des öffentlichen Raumes durch Hinzugezogene. Diejenigen die langfristig Träger einer neuen Stadtidentität sein könnten (Jugendliche und junge Menschen) wandern ab. Wo Hilfestrukturen und Städtebau überfordert sind, soll Gemeinwesenarbeit die Perspektiven zusammenbringen und Stadtgesellschaft neu entstehen lassen.
Langfristige Engagementstrukturen für Jugendliche aufbauen:
Die Bedarfslage ist seit der Jugendbefragung 2023 klar. Es braucht einen Ort, eine Anerkennungskultur und einen Anreiz, damit Jugendliche sich für die Stadt und die Peergroup engagieren. Gemeinsam mit dem Jugenddekanat und vier weiterführenden Schulen werden ein "Sei-Dabei-Pass" und ein "Engagement-Zertifikat" entwickelt. Wenig genutzte Ressourcen (Gewölbekeller St. Ludgerie, Innenstadtleerstände) werden zu temporären Jugendorten für deren Aktionen (Sportturniere, Rollenspiel, Disco, Ausstellungen etc.).
Begegnung dort, wo alle sind:
Ein Begegnungspavillon kommt an verschiedenen Orten in der Altstadt unter Mitwirkung des Kompass (zivilgesellschaftliches Netzwerk für Menschen im Alter) zum Einsatz. Bedarfe der Anwohnenden werden ermittelt und gleichzeitig zum Mitmachen eingeladen. Ein Bürgerforum und daraus resultierende Verhandlungsergebnisse werden in Aktionen umgesetzt.
Städtebau trifft Stadtgesellschaft:
Kramers Gut wird zum zukünftigen Nukleus für die Stadtgesellschaft. Hier sollen die verschiedenen Anliegen und Zielgruppen der Altstadt zusammen geführt werden. Während der Städtebau die planerischen und baulichen Aspekte angeht kommt der Gemeinwesenarbeit die Aufgabe zu das Mikroquartier zu beleben, Zivilgesellschaft vor Ort zu organisieren und Aneignungsprozesse zu ermöglichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Helmstedter Altstadt befindet sich im Wandel. Baulich prägen zwar noch immer die einstigen Professorenhäuser und Funktionsgebäude der 1810 geschlossenen Universität Academia Julia das Stadtbild, die Innenstadt wirkt jedoch häufig wie ausgestorben. Leerstände, mangelndes Sicherheitsgefühl, Sanierungsrückstand, schlechtes Gebietsimage - viele benachteiligende Faktoren häufen sich und begünstigen eine hohe Wohnfluktuation und vermehrtem Zuzug prekärer Lebenslagen. Unter diesen Bedingungen ist 2022 die im Seniorenstützpunkt verortete Nachbarschaftsarbeit gestartet. Die Idee damals war den Kontakt zur Bevölkerung herzustellen, einen Anlaufpunkt zu installieren, eine Sozialraumanalyse durchzuführen und Angebote zu schaffen. Das Ergebnis der Analyse: wenig Kooperation im Stadtteil, schlechtes Gebietsimage, Rückwärtsgewandtheit, fehlende Aufenthaltsqualität; größter Bedarf „soziales Miteinander/Zusammenleben“. In der Folge wurden verschiedene Netzwerke (z. B. Kompass, migrantische Frauengruppe) und Angebote (z. B. Sprachcafé, Ausstellungen) geschaffen. Trotz einiger Erfolge blieb eine Trendwende aus. Ursache dafür sind die fehlende Verknüpfung mit kommunalem Handeln und die grundlegend veränderte städtebauliche Situation ab 2025. Neben der Sanierung von Wohnhäusern, Gemeindestraßen und Plätzen stehen mehrere bekannte und ehemals beliebte Orte im Fokus. Einer davon ist Kramers Gut, ein innerstädtischer Landwirtschaftsbetrieb mit 8.000 m², in dem ein Mikroquartier entstehen und das soziale- und Bildungsinfrastruktur mit Stadtgesellschaft und Denkmalschutz kombinieren soll. Dabei sollen insbesondere die Belange junger Menschen und von Menschen im Alter berücksichtigt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Helmstedt Altstadt
Beschreibung
Das Gebiet wird vollständig vom Innenstadt-Ring eingeschlossen (Goethestraße, Am Ludgerihof, Poststraße, Wilhelmstraße, Leuckartstraße), der (mit Ausnahme Richtung Westen) entlang der historischen Wallanlage verläuft. Das
Quartier ist in sich geschlossen und weist nur in westlicher Richtung einen "weichen" stadtgeographischen Übergang in das Conringviertel auf. Innerhalb des Gebietes liegt eine aktive Programmkulisse (Sanierungsgebiet "Nordwestliche Altstadt") sowie zwei ausgelaufene Programmgebiete.
Einwohnerzahl
3945
Quelle / Anmerkungen
Sozialbericht
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Jobcenter LK Helmstedt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Jobcenter LK Helmstedt
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Erfasst ist hier der Anteil der Menschen ab 65 Jahren. Insofern muss die Anzahl deutlich erhöht werden. Geschätzt entfallen auf diese Gruppe etwa 25 % der Bevölkerung. Zudem liegen drei große Wohn- und Pflegestationen für Menschen im Alter im Gebiet. Sozialbericht LK Helmstedt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Enorme Abwanderungsquote junger Menschen. Nur ein Viertel der Befragten sieht die berufliche/akademische Zukunft in/bei Helmstedt. Die Zukunftschancen insgesamt werden negativ gewertet. (Befragung Abschlussjahrgänge Fröhlich/Grosskopf LK Helmstedt)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_altstadt_markiert_0.pdf
(4.24 MB)
karte_alle_sanierungsgebiete.pdf
(1.86 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Seit Februar 2025 gibt es im Nachbarquartier (Conringviertel) ein Quartiersmanagement im Rahmen der Programmkulisse „Sozialer Zusammenhalt“. Die Schwerpunkte der Arbeit (Begleitung städtebaulicher Verfahren, Koordinierung/Vernetzung von Akteur*innen und Konfliktmanagement) ergänzen mit denen in der Altstadt (Bedarfsermittlung, Belebung, Aktivierung und Empowerment von Ehrenamt und das Zusammenleben und -wirken unterschiedlicher sozialer Gruppen). Beide Gebiete könnten daher von dem jeweils anderen profitieren, sofern ein Transfer möglich wird. Die verschiedenen Ansätze sollen miteinander verknüpft werden:
Ressourcenorientierung, Synergien erkennen und nutzbar machen nicht doppelt koordinieren, voneinander Wissen, gemeinsam Anstrengungen unternehmen, sich in Arbeitszeit- Kraft- Kreativität zu beleihen, aktivierte Strukturen für mehr als ein Quartier nutzen. Zudem verfügt das Quartiersmanagement qua Auftrag über Zugänge in alle Fachbereiche der Verwaltung und kann diese auch für die Altstadt nutzbar machen.
Möglich wird dieser Ansatz, da der Caritasverband für den Landkreis Helmstedt e. V. von der Stadt Helmstedt mit der Umsetzung des Quartiersmanagement im Conringviertel beauftragt wurde. Um diesen Ansatz abzubilden, soll es eine entsprechende Teamstruktur sowie gemeinsame Jour Fixes mit der Stadt geben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnergruppen und Initiativen unabhängig von Impulsen der Gemeinwesenarbeit tätig werden.
Kriterium
Beschreibung
Die insbesonderen Orte (Kramers Gut etc.) werden von der Bevölkerung gedeutet und "bespielt".
Kriterium
Beschreibung
Traditionen sind entstanden, die positiv im Gespräch bleiben und sich selbst erhalten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jugendbauhütte Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
pro-tectum ggmbh
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde St. Stephanie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirchengemeinde St. Ludgeri
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugend Dekanat Wolfsburg-Helmstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Je nach Voranschreiten der Entwicklung des Mikroquartiers "Kramers Gut" als Quartierszentrum in der Helmstedter Altstadt besteht eine Perspektive für die Gemeinwesenarbeit. Die Stadt Helmstedt plant - frühestens ab Sommer 2029 - eine Stelle für die Organisation des Zusammenlebens, Zusammenschaffens auf dem Gut sowie die Vernetzung der dort angesiedelten Einrichtungen, Betriebe, Vereine - wie Jugendbauhütte, Politische Bildungsstätte - mit dem gesamtstädtischen Raum zu schaffen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On