1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katarina Wetzel
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Generationen verbinden – Zukunft gestalten im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum initiiert in Kooperation mit einer Seniorentagespflegeeinrichtung ein innovatives Projekt im Bereich der Gemeinwesenarbeit, das gezielt auf die Förderung des generationenübergreifenden Miteinanders im Quartier ausgerichtet ist. Im ländlich geprägten Raum, in dem es an vergleichbaren Begegnungsorten mangelt, soll das Zentrum als zentrale Anlaufstelle ausgebaut werden, um Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis zwischen den Generationen zu ermöglichen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Missverständnisse und sozialer Distanz zwischen Jung und Alt in der Region, strebt das Projekt an, durch niederschwellige, altersübergreifende Angebote neue Brücken zu bauen. Dabei stehen Bildung, Beschäftigungsförderung und soziale Teilhabe für alle Generationen im Fokus – sowohl durch ehrenamtliches Engagement als auch durch professionell begleitete Strukturen, die bereits teilweise bestehen und weiter ausgebaut werden sollen.
Besonderes Potenzial liegt in der engen Vernetzung des Mütter-Kinder-Zentrums mit der Seniorentagespflege, wodurch innovative, passgenaue Lösungen für soziale, demografische und infrastrukturelle Herausforderungen im Quartier entwickelt werden können. Ziel ist es, Unterversorgung im Bereich der sozialen Infrastruktur entgegenzuwirken und einen Beitrag zu einer starken, inklusiven und generationenverbindenden Nachbarschaft zu leisten.
Laufzeit
2025-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum liegt in einer ländlich geprägten Region mit begrenzter sozialer Infrastruktur. Besonders fehlen niedrigschwellige Begegnungsräume, die den generationenübergreifenden Austausch ermöglichen. Viele Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen erleben soziale Isolation oder eingeschränkte Teilhabe – bedingt durch Mobilitätseinschränkungen, sprachliche Barrieren oder finanzielle Belastungen. Gleichzeitig steigt im Quartier der Bedarf an wohnortnaher Unterstützung, Bildung und Beschäftigungsförderung für alle Altersgruppen. Die Bevölkerung altert, während jüngere Generationen mit anderen Alltagsrealitäten und Bedürfnissen leben. Es mangelt an Räumen, die Verständnis und gemeinsames Lernen fördern. Bestehende Einrichtungen sind baulich oft voneinander getrennt, verbindende Angebote und abgestimmte Kooperationsstrukturen fehlen. Dennoch bestehen Potenziale: Die etablierten Kontakte zwischen dem Mütter-Kinder-Zentrum und einer Seniorentagespflege zeigen, dass durch gezielte Vernetzung innovative Ansätze entstehen können. Zudem wurden im Rahmen unserer offenen Cafétreffs, die regelmäßig allen Quartiersbewohnerinnen offenstehen, nichtwissenschaftliche Befragungen durchgeführt. Viele Besucherinnen äußerten dabei den Wunsch nach mehr generationenübergreifenden Begegnungen und Angeboten. Diese Ausgangslage bietet die Chance, einen gemeinsamen sozialen Raum zu schaffen, in dem Austausch, gegenseitige Unterstützung und Engagement aller Generationen gestärkt werden – um Isolation zu begegnen, Integration zu fördern und eine lebendige Nachbarschaft zu gestalten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Bassum-Innenstadt
Beschreibung
Das Gebiet des Rathauses hat sich als Stadtmittelpunkt gebildet. Darüber hinaus haben sich viele Wohnstraßen gebildet, die zwischen den verschiedenen Einkaufsgebieten liegen. Der Bereich des Fördergebietes umfasst den roten Bereich. Die Begrenzung liegt an den ehemaligen Hauptverkehrsadern Bremer Straße und Syker Straße. Nach Süden begrenzt die Kirchstraße und die Bahnhofstraße das Gebiet. Innerhalb des Gebietes liegen fast alle Kindergärten des Stadtgebietes, das Rathaus, Familienzentrum, Seniorenbüro, sowie die momentan unbelebte Haupteinkaufstraße Sulinger Straße. Das Mütter-Kinder-Zentrum liegt im Mittelpunkt dieser Abgrenzung an der Ecke Alte Poststraße/Mittelstraße und ist gut erreichbar.
Einwohnerzahl
4500
Quelle / Anmerkungen
google.de, eigene Schätzung, informelle Feedback Gespräche
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Bassum zeigen sich besondere soziale und integrative Herausforderungen u. a. an der geringen Dichte an niedrigschwelligen Begegnungsorten sowie einer unzureichenden sozialraumorientierten Infrastruktur. Nach unseren Erfahrungen aus der Arbeit im Mütter-Kinder-Zentrum ist etwa jede dritte Familie (ca. 30 %) im Quartier von eingeschränkter sozialer Teilhabe betroffen – sei es durch Mobilitätsprobleme, sprachliche Barrieren oder fehlende Netzwerke. Besonders Alleinerziehende und ältere Menschen berichten über Isolation und mangelnden Zugang zu unterstützenden Angeboten.
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Demografisch ist ein überdurchschnittlicher Anteil älterer Menschen feststellbar – in einigen Ortsteilen sind mehr als 40 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Gleichzeitig steigt der Anteil jüngerer Familien mit vielfältigen Lebensrealitäten, was zu erhöhtem Bedarf an integrativen und generationenverbindenden Angeboten führt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Erfahrungen aus offenen Angeboten (z. B. Cafétreffs mit 20–40 Teilnehmenden) zeigen, dass ein großes Bedürfnis nach Begegnung, Vernetzung und Unterstützung besteht, bislang jedoch kaum strukturell aufgefangen wird.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.pdf
(604.49 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt orientiert sich am handlungsleitenden Prinzip der Gemeinwesenarbeit, indem es Menschen vor Ort aktiv einbezieht, ihre Ressourcen stärkt und soziale Teilhabe fördert. Im Sinne des GWA-Ansatzes setzen wir auf einen partizipativen und dialogischen Prozess, bei dem Bewohnerinnen, lokale Einrichtungen und Akteurinnen gemeinsam Bedarfe erkennen, Ziele formulieren und Maßnahmen entwickeln. Das Projekt versteht sich als Impulsgeber für nachhaltige Veränderung im Quartier und zielt auf die Aktivierung, Vernetzung und Stärkung der lokalen Gemeinschaft. Durch die Förderung von Selbstorganisation und Empowerment trägt es zur Verbesserung der Lebensqualität im Sozialraum bei. Darüber hinaus werden bestehende Strukturen genutzt und mit neuen Angeboten ergänzt, um eine tragfähige und sozial gerechte Entwicklung des Quartiers zu unterstützen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt richtet sich konsequent an den Bedürfnissen und Lebenslagen der Bewohner*innen aus. Der Erfolg zeigt sich daran, dass sie sich ernst genommen fühlen, sich beteiligen und die Angebote nutzen.
Kriterium
Beschreibung
Ein zentrales Ziel ist der Aufbau stabiler und tragfähiger Netzwerke. Der Erfolg wird sichtbar durch neue Kooperationen mit sozialen Einrichtungen, Vereinen, Bildungsinstitutionen und Verwaltung.
Kriterium
Beschreibung
Es werden Angebote geschaffen, die verschiedene Generationen, Kulturen und Lebenslagen miteinander verbinden. Erfolg zeigt sich in einer vielfältigen Teilnehmendenschaft und neuen Begegnungen.
Beschreibung
Das Projekt trägt zur Entwicklung dauerhafter Strukturen bei – etwa durch die Etablierung neuer Treffpunkte oder Formate. Nachhaltige Nutzung und Verstetigung zeigen den Erfolg.
Kriterium
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit wird mit kommunalen Akteur*innen abgestimmt und in die Stadtentwicklungsprozesse eingebunden. Der Erfolg zeigt sich in der Anerkennung und Beteiligung auf kommunaler Ebene.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt, selbst aktiv zu werden. Der Erfolg ist daran messbar, dass eigene Ideen eingebracht und kleine Projekte eigenständig initiiert oder weitergeführt werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhau Fönix, Leitung Marcus Libbertz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Mittelstraße, Schulsozialarbeiterin Cora Weyhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Vorstandvorsitzende Birgit Meyer-Borchers
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Bassum, Leitung Nina-Ehlers-Röpe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bassum Christine Gaumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderbetreuung Stadt Bassum Matthias Mondorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderbetreuung Stadt Bassum, Britt Merdon
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Tobias Denne
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll nachhaltig in die kommunalen Strukturen der Stadt Bassum eingebunden werden – durch Kooperationen mit dem Mütter-Kinder-Zentrum, dem Familienzentrum, Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern und Vereinen. Eine langfristige Finanzierung über kommunale Mittel, Förderprogramme, Stiftungen und lokale Partner wird angestrebt. Das Zentrum bringt sich aktiv in Stadtentwicklungsprozesse ein und arbeitet mit mehreren Sozialpädagoginnen zusammen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On