Demokratie und Soziales in Vissel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Pascal Kaufmann
| Funktion | Inhaber Gesellschafter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesen Büro Visselhövede
Projektbeschreibung
Ziel ist es, Ressourcen im Sozialraum zu aktivieren, Selbsthilfepotenziale zu fördern und die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Der Sozialraum wird dabei als zentraler Ort des Handelns verstanden, in dem Teilhabe ermöglicht und soziale Integration gefördert wird.
Das Gemeinwesen-Büro fungiert als zentrale Anlaufstelle im Kernort und übernimmt eine verbindliche Brückenfunktion zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung es soll aber nicht die Quartiersarbeit oder die Präsenz in den Quartieren mindern . Es verbessert die Zugänglichkeit zu kommunalen Angeboten und stärkt die Kommunikation sowie das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Rathaus.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die niedrigschwellige, lebensweltorientierte Arbeitsweise. Beratung, Begleitung und Unterstützung erfolgen flexibel, bedarfsnah und sozialraumorientiert. Neben individueller Unterstützung stehen insbesondere gemeinschaftliche Lösungsansätze, die Förderung nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements im Mittelpunkt.
Durch die kontinuierliche Präsenz im Sozialraum werden Vertrauen aufgebaut und Zugänge geschaffen, die präventives Handeln ermöglichen. Das Gemeinwesen-Büro trägt dazu bei, bestehende Angebote zu vernetzen, Informationswege zu verbessern und die Teilhabechancen insbesondere in den Brennpunktquartieren zu erhöhen.
Ziel ist es, das Gemeinwesen-Büro dauerhaft als zentrales, niedrigschwelliges Bindeglied im Sozialraum zu etablieren, das Integration stärkt, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und die Verbindung zwischen Quartier und Stadt nachhaltig sichert.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Visselhövede steht vor erheblichen sozialen Herausforderungen. Der deutliche Zuzug von Familien mit Flucht- und Migrationsgeschichte, insbesondere seit 2015/16 sowie erneut seit 2022 – hat die soziale Struktur des Kernortes nachhaltig verändert.
Ein erheblicher Anteil junger Erwachsener sowie älterer Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum, insbesondere in den verschiedenen Brennpunktquartieren, verfügt über geringe oder fehlende Deutschkenntnisse und ist dadurch in seinen Bildungs-, Integrations- und Teilhabechancen eingeschränkt. Daraus ergibt sich ein erhöhter Handlungsdruck im Gemeinwesen.
Zudem bestehen strukturelle Problemlagen wie eine erhöhte Arbeitslosenquote, Schulabgänge ohne Abschluss sowie begrenzte Bildungs- und Freizeitangebote. Trotz gewachsener Nachbarschaften sind soziale Netzwerke nicht automatisch stabil. Segregationstendenzen einzelner Bevölkerungsgruppen, eingeschränkte Mobilität im ländlichen Raum sowie fehlende niedrigschwellige Begegnungs- und Unterstützungsangebote erschweren gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere für junge Menschen.
Es handelt sich um ein Projekt das zur Weiterentwicklung der seit zwei Jahren aufgebauten Gemeinwesenarbeit in Visselhövede anknüpft. Das Gemeinwesen-Büro soll künftig als zentrale Anlaufstelle im Kernort für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Herkunft, etabliert werden und eine verbindliche Brückenfunktion zur Stadtverwaltung sowie zum Rathaus übernehmen.
Vor diesem Hintergrund ist eine strategisch ausgerichtete Gemeinwesenarbeit erforderlich, die Integration stärkt, soziale Teilhabe fördert und vorhandene Ressourcen systematisch vernetzt, um sozialer Spaltung entgegenzuwirken.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Kernstadt Visselhövede mit besonderem Fokus auf sozial verdichtete Lagen wie Pappelstraße, Rohlmanshof sowie das Umfeld Jugendzentrum/Visselwiesen. Ergänzend werden angrenzende Quartiere einbezogen, sofern integrations- oder jugendbezogene Bedarfe bestehen.
Einwohnerzahl
10000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
pappestrasse_visselhoevede.jpg
(2.2 MB)
visselhoevede_kern.jpg
(2.64 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), indem es niedrigschwellige Zugänge schafft, Ressourcen im Quartier aktiviert und Bewohner/innen konsequent beteiligt. Es arbeitet sozialraumorientiert, vernetzt Verwaltung, Schulen, Vereine und Ehrenamt und stärkt Selbstwirksamkeit statt Defizitverwaltung. Als koordinierende Struktur übernimmt das Sozialbüro klassische Funktionen des Quartiersmanagements: Bedarfsanalyse, Aktivierung, Beteiligung, Schnittstellenmanagement und nachhaltige Stabilisierung sozialer Strukturen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Projekterfolg wird anhand quantitativer und qualitativer Indikatoren gemessen und an den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Dazu zählen Fallzahlen, erfolgreiche Antragsabschlüsse, reduzierte Abbrüche, Beteiligungsquoten usw.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Visselhövede bestehen bereits professionelle und ehrenamtliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Das Jugendzentrum im ‚Hallenbad‘ arbeitet als sozialräumlicher Treffpunkt mit offenen Angeboten, Beteiligungsformaten und aktiver Ehrenamtsbeteiligung. Zudem bestehen gewachsene Kooperationsnetzwerke mit Schulen, Kitas, Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, Vereinen, Kirchen und inklusiven Einrichtungen.
Das beantragte Projekt schafft keine Parallelstruktur, sondern professionalisiert, bündelt und systematisiert diese vorhandenen Ansätze im Sinne eines koordinierten Quartiersmanagements. Bestehende Ehrenamts- und Beratungsstrukturen werden verbindlich vernetzt, Schnittstellen strukturiert und sozialräumliche Beteiligungsprozesse strategisch weiterentwickelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projekts ist die nachhaltige Etablierung eines niedrigschwelligen Gemeinwesen-Büros als feste Beratungs- und Unterstützungsstruktur vor Ort. Während der Förderphase werden stabile Kooperationen mit Kommune, sozialen Trägern und zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgebaut. Die Ergebnisse werden in bestehende lokale Strukturen integriert. Perspektivisch ist eine Verstetigung über kommunale Beteiligung, ergänzende Förderprogramme sowie ehrenamtliche Netzwerkstrukturen vorgesehen.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20240531_171222.jpg
(2.55 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bad Laer bewegt sich: Begegnung und Gesundheit im Alltag
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nina Rohe
| Funktion | Fördermittelmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Wege der Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Das Modellprojekt „Bad Laer bewegt sich“ erprobt erstmals, wie Träger der Eingliederungshilfe im ländlichen Raum Gemeinwesenarbeit aufbauen und ihre Betriebsstätten für diesen innovativen Ansatz öffnen können. Ausgangspunkt ist der neue Standort der Osnabrücker Werkstätten im Gesundheitszentrum Bad Laer. Dort entstehen im August 2026 rund 80 Plätze beruflicher Teilhabe für Menschen mit psychischen Behinderungen. Durch die Architektur nach dem Konzept der Healing Architecture gibt es erstmalig in Niedersachsen einen Ort, der Gesundheit, Wohlbefinden und Begegnung fördert und damit über seine Funktion als Arbeitsort hinaus als soziale Anlaufstelle im Gemeinwesen genutzt werden soll. Das Projekt richtet sich an alle Anwohner*innen im Kurort Bad Laer, insbesondere an ältere Menschen sowie an Frauen und Männer, die durch bestehende Strukturen bislang nur eingeschränkt erreicht werden und deren Zugang zu sozialer Einbindung, Begegnung im Alltag sowie zu gemeinschaftlichen oder gesundheitsfördernden Angeboten begrenzt ist. Im Fokus stehen damit besonders Menschen, die von Vereinzelung bedroht, schwer erreichbar oder bislang nur wenig in soziale Zusammenhänge eingebunden sind. Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer Netzwerkstelle, die Anwohner*innen aktiv anspricht, gemeinsam mit ihnen und lokalen Akteur*innen Bedürfnisse und Wünsche erhebt, Themen und Ideen sichtbar macht und daraus niedrigschwellige Angebote der Begegnung, Beteiligung und Gesundheitsförderung ableitet. Diese können am Standort der Osnabrücker Werkstätten oder an anderen geeigneten Orten in Bad Laer stattfinden. Zugleich erproben die Osnabrücker Werkstätten mit dem Projekt eine neue Rolle als sozialräumlich geöffneter Akteur im Gemeinwesen, der berufliche Teilhabe mit Begegnung, Beteiligung und lokaler Vernetzung verbindet. Innovativ ist die bewusste Verbindung von Methoden der Gemeinwesenarbeit mit fachlichen Ansätzen der Eingliederungshilfe. Die Osnabrücker Werkstätten bringen ihre Erfahrungen in personenzentrierter Bedarfsermittlung, Empowerment, Teilhabeplanung und sozialer Unterstützung in den Sozialraum ein. Ziel ist es, Gesundheit zu fördern, neue soziale Beziehungen zu ermöglichen und vorhandene Ressourcen in Bad Laer besser miteinander zu verbinden. Am Ende sollen in Bad Laer niedrigschwellige Begegnung stattfinden, Menschen leichter miteinander in Kontakt kommen, neue bedürfnisorientierte (Gesundheits-)Angebote bestehen und tragfähige Netzwerke lokaler Akteur*innen entstehen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Laer ist eine ländlich geprägte Gemeinde mit einer für kleinere Kommunen typischen Größe und Sozialstruktur und damit ein geeigneter Ort, um modellhaft zu erproben, wie Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum aufgebaut und weiterentwickelt werden kann. Bad Laer ist bereits von einem gewissen Miteinander, einer aktiven Zivilgesellschaft und einer hohen Identifikation vieler Menschen mit ihrer Gemeinde geprägt. Gleichzeitig arbeiten Institutionen und Akteur*innen bislang vielfach nebeneinander statt systematisch miteinander, sodass Potenziale für Kooperation, gegenseitige Unterstützung und eine stärker vernetzte Entwicklung des Gemeinwesens noch nicht ausreichend genutzt werden. Zugleich gibt es in Bad Laer Menschen, für die soziale Einbindung, Begegnung im Alltag und der Zugang zu gemeinschaftlichen oder gesundheitsfördernden Angeboten nicht selbstverständlich sind, insbesondere ältere Menschen sowie Frauen und Männer u.a. mit Migrationserfahrung, die von Vereinzelung bedroht, schwer erreichbar oder bislang nur eingeschränkt in soziale Zusammenhänge eingebunden sind. Mit dem neuen Standort der Osnabrücker Werkstätten im zentral gelegenen Gesundheitszentrum tritt ein neuer sozialer Akteur in das Gemeinwesen ein. Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinden begrüßen das Vorhaben ausdrücklich und wollen sich in das Vorhaben einbringen. Damit bietet Bad Laer gute Voraussetzungen für ein Modellprojekt, das vorhandene Ressourcen aufgreift, Akteur*innen stärker miteinander vernetzt und Impulse für eine integrative Gemeinwesenarbeit und Gesundheitsförderung mit möglicher Übertragbarkeit auf andere Kommunen im ländlichen Raum setzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Laer
Beschreibung
Bad Laer ist eine ländlich geprägte Kurgemeinde im Landkreis Osnabrück mit 9.426 Einwohnerinnen. Das Projektgebiet umfasst das gesamte Gemeindegebiet und ist bewusst nicht auf einzelne Teilräume begrenzt. Ziel ist es, Begegnung, Beteiligung und Gesundheitsförderung für alle Bewohner*innen zu stärken und dabei insbesondere auch diejenigen in den Blick zu nehmen, die durch bestehende Strukturen nur schwer erreicht werden. Um diese Personen überhaupt ansprechen und ihre Bedarfe erfassen zu können, ist eine gemeindeweite Perspektive erforderlich: Nur wenn der Ort in seiner Gesamtheit betrachtet wird, lässt sich nachvollziehen, wo Menschen sich im Alltag bewegen, welche Zugänge bereits bestehen, wo Lücken im Erreichen bestimmter Gruppen liegen und an welchen Orten niedrigschwellige Kontaktaufnahme gelingen kann. Die Sozialstruktur verdeutlicht die Relevanz dieses Ansatzes: 21 % der Einwohnerinnen sind 60 Jahre und älter, 17 % sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre, 16 % haben eine andere Staatsangehörigkeit. Das Projektgebiet wird daher als zusammenhängender Sozialraum verstanden, in dem Bedarfe ortsweit erhoben und passende Angebote gemeinsam mit Bewohner*innen und lokalen Akteur*innen entwickelt werden.
Einwohnerzahl
9426
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Bad Laer, 2026
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Verbindung personenzentrierter Methoden der Eingliederungshilfe mit sozialräumlicher Gemeinwesenarbeit wird im Projekt erstmals modellhaft im ländlichen Raum erprobt. Ausgangspunkt sind Gespräche und Begegnungen im Alltag des Ortes. Durch aufsuchende Gespräche, Walk-and-Talk-Formate und persönliche Kontakte werden Bedürfnisse, Interessen und Ideen von Bewohner*innen sichtbar gemacht. Methoden der Eingliederungshilfe erweitern diesen Ansatz um personenzentrierte Verfahren der Bedarfsermittlung, Beteiligung und Ressourcenaktivierung. Elemente der Persönlichen Zukunftsplanung, etwa Netzwerkkarten, Unterstützer*innenkreise oder die Methode „Meine Orte“, helfen dabei, soziale Beziehungen, wichtige Treffpunkte und vorhandene Ressourcen im Sozialraum gemeinsam mit Bewohner*innen zu erkunden. Ergänzend wird mit Empowerment-Ansätzen gearbeitet, um Bewohner*innen zu ermutigen, eigene Ideen einzubringen und Aktivitäten im Quartier aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig richtet sich der Blick nicht nur auf individuelle Bedürfnisse, sondern auch auf Umweltbedingungen im Ort: mögliche Barrieren werden sichtbar gemacht und Zugänge zu gemeinschaftlichen Angeboten verbessert. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam mit Bewohner*innen und lokalen Akteur*innen bedarfsgeleitete Angebote der Begegnung, Teilhabe und Gesundheitsförderung entwickelt sowie Kooperationen und Netzwerke im Ort gestärkt. Der neue Werkstattstandort bietet hierfür einen ersten Ort der Begegnung und Austauschmöglichkeiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen sich im Alltag im Ort begegnen, gemeinsam Zeit verbringen und aus anfänglicher Teilnahme tragfähige Beziehungen entstehen, sichtbar daran, dass Treffen auch jenseits der Angebote verabredet und weitergeführt werden.
Beschreibung
Bedürfnisse aus Gesprächen und Begegnungen im Ort nachweislich Grundlage für Themen, Formate und Entscheidungen sind und Angebote partizipativ entwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Vorhandene Kompetenzen, Orte und Initiativen im Ort sichtbar gemacht, einbezogen und gezielt für neue Formate und Kooperationen genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Tragfähige Kooperationen bestehen, regelmäßige Austauschrunden stattfinden und gemeinsame Aktivitäten über Einzelformate hinaus entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Bestehende Orte sinnvoll genutzt, neue Treffpunkte erprobt und Zugänge zu Räumen und Angeboten für unterschiedliche Gruppen verbessert werden.
Kriterium
Beschreibung
Akteur*innen aus Gesundheit, Ehrenamt, Kirche, Kultur und Kommune gemeinsam planen, Informationen teilen und Angebote aufeinander abstimmen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Bad Laer (Bürgermeister*in / Verwaltungsspitze)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tourist-Information Bad Laer, Glandorfer Straße 5, 49196 Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ambulante Pflegedienste, Z. B. Caritas Pflegedienst Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Bad Laer; Café International - Interkulturelles Begegnungs- und Beratungsangebot im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirche in Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitszentrum Bad Laer, Kurmittelhaus Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde Bad Laer (Hilterstraße), Katholische Kirchengemeinde St. Marien Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Einzelhandel und Gastronomie im Ortskern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale und regionale Presse (NOZ); Gemeindliche Öffentlichkeitsarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen aller Altersgruppen, informelle Nachbarschaften, Ortsvorsteher*innen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
„Erfolgreiche Formate und Kooperationen werden im Ort verstetigt und in bestehende oder gemeinsam mit lokalen Partnern neu geschaffene Strukturen überführt. Zugleich erprobt das Projekt die neue Rolle der Osnabrücker Werkstätten als sozialräumlich geöffneter Akteur im Gemeinwesen. Erfahrungen werden ausgewertet, aufbereitet und für weitere Standorte, Träger des Sozialwesens und Kommunen im ländlichen Raum nutzbar gemacht.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ecki - Das MitmachQuartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philipp Peters
| Funktion | Stellv. Abteilungsleiter/Koordinator Ecki |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam aktiv
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt „Ecki – Das MitmachQuartier“ erweitert die Stadt Seelze die bestehende Begegnungs- und Integrationsstätte „Ecki“ um eine sozialräumliche Ausrichtung. Im Mittelpunkt steht das Quartier Beethovenstraße, in dem ein erhöhter Bedarf an Beratung, Beteiligung und nachbarschaftlicher Aktivierung besteht. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern, soziale Teilhabe zu stärken und Bewohner:innen aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfelds einzubeziehen.
Die Stadt Seelze verfolgt seit Jahren den Ansatz, Quartiere mit erhöhtem Unterstützungsbedarf durch gemeinschaftsstärkende Angebote zu fördern. Beispiele sind die Familienzentren in belasteten Stadtteilen sowie das GWA-Projekt in Letter, das nachhaltige Beteiligungsstrukturen aufbaut. Das neue Projekt knüpft daran an und ergänzt die kommunale Sozialraumorientierung um einen weiteren Baustein.
Das „Ecki“ ist seit April 2024 eine niedrigschwellige Anlaufstelle für alle Bürger:innen Seelzes. Es bietet Unterstützung beim Spracherwerb, bei der Arbeitsintegration, bei Alltagsproblemen sowie vielfältige Begegnungsangebote. Finanziert durch den niedersächsischen Integrationsfonds richtet es sich bislang an die gesamte Stadt. Die Erfahrungen zeigen jedoch einen hohen Bedarf an quartiersbezogenen Angeboten, die im bisherigen Rahmen und mit den bisherigen Ressourcen nicht abgedeckt werden können. Durch die vorhandene Infrastruktur (z.B. Netzwerke und Räumlichkeiten) kann das neue Gemeinwesen-Projekt ohne große Startinvestitionen starten.Die bestehenden Netzwerke (vor allem Beratungsstellen und Institutionen) ermöglichen bedarfsorientierte Verweisberatung der Zielgruppen und das frühzeitige Erkennen von neuen Herausforderungen im Quartier.
Wir möchten durch den GWA-Ansatz die Bedürfnisse der Nachbarschaft besser kennenlernen, um auf dieser Basis bedarfsorientierte Angebote gemeinsam mit der Nachbarschaft zu konzipieren und umzusetzen.
Projektbausteine:
- Nachbarschaftsrat: Beteiligungsgremium aus Anwohnenden zur Planung gemeinsamer Maßnahmen.
- Nachbarschaftsbudget: Demokratisch verwaltetes Budget für eigene Ideen der Bewohner:innen bzgl. der Aufwertung des Quartiers.
- Ehrenamtsbörse: Vermittlung nachbarschaftlicher Hilfe und Engagement.
- Ecki-Garten: Gemeinschaftlich nutzbarer Außenraum zur Förderung sozialer Kontakte.
- GWA-Mobil: Mobile Kontaktmöglichkeit für aufsuchende nachbarschaftliche Kommunikation auf Augenhöhe.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier Beethovenstraße leben überdurchschnittlich viele Menschen mit eingeschränkten Teilhabechancen in Bereichen wie Arbeitsmarkt, Bildung, Kultur und sozialer Integration. Verschuldung, geringe Deutschkenntnisse und fehlendes Wissen über Hilfesysteme erschweren den Zugang zu Unterstützung und wirken häufig über Generationen hinweg fort.
Die Wohnstruktur ist geprägt durch einen hohen Anteil an Sozialwohnungen in großen Mehrparteienhäusern. Der Wegfall zahlreicher Sozialwohnungen durch das Auslaufen von Belegrechten sorgt für Mietsteigerungen und erhöht dadurch den Druck auf die Nachbarschaft deutlich. Viele Haushalte sind stärker finanziell belastet und der Beratungsbedarf ist spürbar gestiegen.
Gleichzeitig fehlen im Quartier attraktive öffentliche Aufenthaltsflächen wie Parks, Spielplätze oder gastronomische Angebote, die das soziale Miteinander fördern könnten. Das Zusammenleben ist stark anonymisiert, nachbarschaftliche Netzwerke sind schwach ausgeprägt. Besonders Jugendliche weichen mangels geeigneter Treffpunkte auf informelle Orte aus, was zu Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum führt. Das Quartier ist in der Wahrnehmung vieler Einwohner:innen negativ besetzt, was die Identifikation mit dem Wohnumfeld zusätzlich schwächt.
Mit rund 9 Hektar Fläche und einer Bevölkerungsdichte von etwa 150 Personen pro Hektar zählt das Gebiet zu den dichter besiedelten Bereichen der Stadt. Die bundesweiten Einsparungen im Bereich des SGB II (1/2025) führten zu einer geringeren Unterstützung der Leistungsbezieher durch das Jobcenter und die verschärften Regelungen bzgl. Integrationskurse seit 02/2026 erschwerten die gesellsch. Teilhabe für viele Geflüchtete zusätzlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Seelze
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Beethovenstraße, Mozartstraße, Obentrautstraße und Gustav-Adolf-Straße. Die nördliche Grenze bildet die Hauptdurchgangsstraße Hannoversche Straße und die südliche Grenze ist die Kantstraße und die stark befahrene Bahntrasse. Im Westen begrenzt die Döteberger Straße das Quartier und im Osten die Goltermannstraße.
Einwohnerzahl
1377
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedaten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen im Projektgebiet wurden auf Basis der Einwohnermeldedaten ermittelt. Die Zahlen der Gesamtstadt wurden auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Arbeitslosenanteil im Projektgebiet liegt geschätzt deutlich über dem Anteil der Gesamtstadt. Dieser basiert auf Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemäß Sozialmonitoring der Region Hannover beträgt der Anteil junger Arbeitslosen zwischen 15 und unter 25 Jahren 3,8 Prozent - die Jugendarbeitslosenquote 15 bis unter 25 Jahren der BA liegt bei 7,3 Prozent. Nach Erfahrungen im Quartier wird der Anteil dort geschätzt höher liegen als in der Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet geschätzt auf Basis von Stichprobenerhebungen. Zahlen der Gesamtstadt entnommen dem Sozialmonitoring der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gesamtstadt sind dem Sozialmonitoring der Region Hannover entnommen. Auf Basis von Stichprobenerhebungen wurden die Werte für das Projektgebiet geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten der Gesamtstadt stammen aus dem Sozialmonitoring der Region Hannover und die Werte für das Projektgebiet aus Stichprobenerhebungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lageplan2.jpg
(55.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten den Fokus auf die Gemeinwesenarbeit richten, weil wir davon überzeugt sind, dass die Bewohner:innen des Quartiers die Expert:innen ihrer Lebenswelt sind und am besten wissen, wo die Bedarfe vor Ort liegen. Wir möchten Projekte bedarfsgerecht und wirksam gestalten und vermeiden, an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nachbarschaft vorbeizuplanen. Deshalb setzen wir unmittelbar auf Beteiligung und schaffen mit dem Nachbarschaftsrat eine Plattform, und dem Ecki und dem Ecki-Garten Räume, in denen Ideen aus der Mitte der Menschen vor Ort entstehen, wachsen und gemeinsam weiterentwickelt werden können. Die Nachbarschaft soll ihre Selbstwirksamkeit erfahren und stärken, wodurch sich auch in anderen Lebensbereichen positive Effekte entwickeln können. Selbstwirksame Menschen gestalten ihr Leben aktiver und können so die eigene und familiäre Entwicklung positiv gestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn NachbarInnen ihre eigenen Interessen und Stärken in Form von Projekten für die Nachbarschaft anbieten.
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich heterogene Personengruppen (bzgl. Alter, Herkunft, soz. Status) zu gemeinsamen Projekten und Aktionen zusammenfinden und in den gegenseitigen Austausch gehen.
Beschreibung
Wenn sich Nachbar:innen in Eigenregie zu einer Gruppe zusammenschließen und auf einer demokratischen Basis ihren Alltag/Wohnumfeld gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich die vor Ort handelnden Akteur:innen gegenseitig kennen und regelmäßig zu den Themen des Quartiers austauschen
Kriterium
Beschreibung
Wenn in jeglichen Projektphasen der Hauptfokus stets auf die Nachbarschaft gelegt wird und die anderen Einflussfaktoren zu einem späteren Zeitpunkt miteinbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Personen aus der Nachbarschaft zu gemeinsamen Projekten/Angeboten zusammenkommen und sich daraus weiterführende Kontakte ergeben.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO Frauenberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS "Miteinander in Toleranz"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projekt "AZG-Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Start-Projekt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche Hl. Dreifaltigkeit Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperationen mit diversen lokalen Firmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seelzer Brotkorb
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt erweitert das Angebot des Ecki mit Fokus auf Nachbarschaft und hilft, es als Teil der sozialen Infrastruktur Seelzes fest innerhalb des Quartiers zu etablieren. Das Ecki lebt von Sichtbarkeit und unmittelbarem Nutzen für die Zielgruppen. Durch die GWA-Komponente werden einerseits nachhaltige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen und andererseits der kommunale Fokus auf präventive sozialräumliche Infrastruktur verfestigt, was langfristige, politisch getragene Projekte zur Folge hat.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
2 Lüneburg steht zusammen!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Szymanski
| Funktion | Quartiersmanagerin AWT |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarschaft - In Gemeinschaft mit der Vielfalt des Alter(n)s unsere Stadtteile entwickeln
Projektbeschreibung
In den Wohnvierteln sind Orte der Begegnung, sogenannte "Dritte Orte", rar. Aktivitäten wie der Einkauf im Supermarkt oder der Besuch bei Hausärzten:innen werden häufig zum Highlight der Woche. Die übrigen Zeiten verbringen Menschen in hohem Alter allein (einsam) in ihren Wohnungen. Es gibt weder öffentliche Plätze noch ein Stadtteilhaus, an denen man sich "anlasslos" – zufällig – ohne Konsumzwang treffen könnte. Funktionale Sitzgelegenheiten im wohnortnahen Außenbereich sind kaum vorhanden. Bushaltestellen oder der Friedhof werden in den Sommermonaten als Treffpunkt genutzt. Die Tendenz zur Vereinsamung oder Isolation betrifft nicht nur Menschen im höheren Alter, sondern auch Alleinstehende mit geringem Einkommen. Diese können die häufig kostenpflichtigen Angebote nur in begrenztem Umfang nutzen und somit nur in geringem Maße am kulturellen und sozialen Leben teilhaben. In unserer älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, dass das Leben nicht nur in den eigenen vier Wänden stattfindet. Bei der Entwicklung von Stadtteilstrukturen sollten daher auch gut erreichbare, barrierefreie öffentliche Räume bereitgestellt werden. Die Lebensqualität hängt maßgeblich davon ab, ob Wünsche und Bedürfnisse wohnortnah und im sicheren Umfeld befriedigt werden. Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen möchte selbst bestimmt altern und so lange wie möglich in ihrer vertrauten oder gewählten Umgebung leben. Das Wohnquartier spielt eine zentrale Rolle im Alter(n) und nimmt direkten Einfluss auf die Lebensqualität. Die Bewohnenden des Quartiers und der angrenzenden Stadtteile konnte einen Fragebogen ausfüllen, dabei haben sich einige Schwerpunktthemen herauskristallisiert. Die „Wünscheliste“ wird von fast allen mit dem Thema "Angebote" angeführt. Dazu gehören auch niederschwellige Anlässe, zu denen man sich „zufällig“ triff und eine Umgebung, in der sich Unterhaltungen zu interessante Themen abseits von Krankheit ergeben. Damit ältere Menschen im Leben eines Stadtteils eine Rolle spielen, müssen ihnen die Strategien und Möglichkeiten gegeben werden, aktiv an der generationsübergreifenden Stadtteilgestaltung mitzuwirken. Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich dann auch Gespräche rund um die eigenen Fähigkeiten, denen sich die Älteren oft gar nicht mehr bewusst sind. Die selbst definierten „Defizite“ treten in den Hintergrund, das Bewusstsein für die eigene Lebenserfahrung lässt Selbstvertrauen entstehen. Es braucht Mut sich im Alter zu engagieren, locken wir ihn raus!
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der demografische und soziale Wandel schreitet voran. In den letzten Jahren ist ein vermehrter Zuzug von Menschen über 55 Jahren in die Stadtteile Mittelfeld und Weststadt zu beobachten. Nach dem Wegzug vieler Bewohner in Eigenheime im Umland (70iger und 80iger Jahre) , insbesondere in den geburtenstarken Jahrgängen, ist eine verstärkte Rückzugsbewegung in die innerstädtischen Wohnquartiere zu beobachten (Statistik LÜWoBau bis zu 36 %). Unter den Betroffenen befinden sich häufig alleinstehende, verwitwete oder geschiedene Personen. Der Anteil an Frauen mit geringen Renten ist hoch. Im Quartier Am Weißen Turm („Förderung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“), das ca. 1.500 Einwohner zählt und zum Stadtteil Mittelfeld gehört, liegt der Anteil der Mehrheimatler:innen mit Zuwanderungsgeschichte bei ca. 52 %. Auch hier ist der Anteil der älteren Bewohner:innen (Anteil von 26 % > 65 Jahre) vergleichsweise hoch. Am Rande des Gebiets befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft für Zuflucht suchende Familien. Die Kinder und Jugendlichen der Familien sind gut in die Quartiersarbeit eingebunden, ältere, kranke Menschen sind hingegen kaum mit den Angeboten des Quartiermanagements zu erreichen. Bewohnende der umliegenden Stadtteile nutzen zunehmend die Angebote der Quartiersarbeit, da es in ihren Stadtteilen nur sehr wenig Angebote für Ältere gibt. Die hauptamtliche Arbeitszeit und die vorhandenen Räume, um neue Formate durchzuführen, können die steigende Nachfrage nicht decken. Je bekannter unsere Arbeit wird, desto mehr Menschen wollen mitwirken – planen, anbieten, teilnehmen. Diese Dynamik gilt es zu nutzen, um viele Menschen einzubinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Veränderung der Altersstruktur / vermehrter Zuzug von älteren Menschen (>60) in die zentrumsnahen Stadtteilen geht auch eine Veränderung der Bedürfnisse und Bedarfe an Orten für Gemeinschaft, senior:innengerechter Stadtplanung, Organisation von Wohnen und Freizeit und Mitsprache bei öffentlichen Belangen einher. Wiederkehrendes Selbstbewusstsein lässt Menschen mutiger und fantasievoller auf ihre (verschütteten) Ressourcen zugreifen und Wünsche aktiver äußern und im besten Fall gemeinsam daran arbeiten, sie auch umzusetzen. Damit ältere Menschen weiterhin mitten im Leben eines Stadtteils eine Rolle spielen können, muss die Gelegenheiten geschaffen werden, dass sie an der generationsübergreifenden Stadtteilgestaltung mitwirken. Regemäßig stattfindende Frühstücke eignen sich als „Türöffner“ , hier kann langsam Vertrauen zu den Initiatoren:innen und ehrenamtlichen Engagierten aufgebaut werden, niemand ist gezwungen sich zu unterhalten. Themen ergeben sich durch eingeladenen Gäste, die nicht nur zu Themen rund ums Altern informieren. Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich dann, ganz selbstverständlich, Gespräche rund um die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, denen sich die Älteren oftmals gar nicht mehr bewusst sind. Die selbst definierten „Defizite“ treten in den Hintergrund und das Bewusstsein für die eigene Lebenserfahrung, Kenntnisse und Fähigkeiten lässt Selbstvertrauen entstehen und regt dazu an sich in und für die Gemeinschaft zu engagieren.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In den Stadtteilen sind schon jetzt ehrenamtlich Tätige mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten / Fähigkeiten aktiv. Mit Hilfe des Quartiersmanagements haben sich regelmäßig stattfindende Treffen (Älter werden in LG, Trauergespräche, English for seniors, Astronomie, Slow Jogging, Trommeln, Fahrradwerkstatt, Tandemfahrradfriedhofsrunde, Grünkohlessen international, Internethilfe, kochen international wie bei Oma, Nistkastenbau, Schminken für Blinde und Sehbehinderte, Seniorenfrühstück mit Gästen aus der Stadtgesellschaft, kulturelles Frühstück mit Zufluchtsuchenden, Nähcafé) teilweise in Verbindung mit ansässigen Vereinen und Organisationen gebildet. Damit werden sehr unterschiedliche Bewohnenden erreicht und animiert sich auch einzubringen. Angebote entstehen "auf Zuruf", Wünsche werden geäußert und Rahmenbedingungen - Vernetzung, Räumlichkeiten, Finanzierung und Kontinuität - von professioneller Seite möglich gemacht. Die Außenwirkung ist sehr positiv und es spricht sich herum und regt andere dazu an, ihre Fähigkeiten einzubringen und "mutigere" Angebote zu planen und anzubieten. Durch die lockere Atmosphäre und interessanten Themen werden auch jüngere (<40) Menschen erreicht, die sich bislang eher weniger engagiert haben, da sie durch ihre Lebensumstände wenig Verbindlichkeit garantieren können.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In der Arbeit Am Weißen Turm - Teil des Mittelfelds - haben sich durch vielen Unterhaltungen und bei 1:1 Befragungen (selbst konzipierter Fragebogen) herausgestellt, dass immer mehr Menschen über 55 in die angrenzenden Stadtteile zurückziehen möchten, jetzt schon an den Angeboten teilnehmen oder sie selbst anbieten. Viele Menschen werden erreicht und dazu angeregt sich der eigenen Fähigkeiten bewusster zu werden u. das Altern nicht nur als Defizit zu sehen. In Punkto Finanzierung s. Dachantrag.
Vom 15,7 zum Quartierszentrum im 15,7
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Björn/ Julia Bamberg/ Bötel
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Quartierszentrum 15,7- vom Gebäude zum Zentralen Begegnungsort im Stadtteil- für mehr Begegnung, Gemeinschaft und Unterstützung
Projektbeschreibung
Der Stadtteil Rote Schanze ist geprägt durch eine vielfältige und heterogene Bewohnerschaft. Besonders auffällig sind der hohe Anteil an Minderjährigen mit SGB-II-Bezug sowie eine große Zahl älterer Menschen über 60 Jahre. Der soziale Zusammenhalt ist gering ausgeprägt, Identifikation mit dem Stadtteil kaum vorhanden. Es fehlt an Begegnungsorten, die den Austausch zwischen den Generationen und Kulturen fördern.
Seit der Eröffnung der Kita im 15,7 im Jahr 2023 und des Sozialcafés „Brot+Leben“ im Oktober 2024 hat sich ein erster positiver Wandel abgezeichnet. Das Café wird inzwischen regelmäßig von über 50 Personen an den drei Öffnungstagen besucht – vor allem von Senior*innen, jungen Eltern und Kita-Familien. Es ist deutlich geworden: Der Bedarf an Orten der Begegnung und an einer besseren sozialen Infrastruktur ist groß. Das Café bietet nicht nur Raum für Gespräche, sondern wirkt als Katalysator für nachbarschaftliches Engagement und gemeinschaftsstiftende Initiativen.
Das Projekt „Quartierszentrum15,7“ verfolgt das Ziel, diesen Ort als zentrale Anlaufstelle im Stadtteil zu etablieren und ein QZ zu werden. Durch d. Ausweitung der Öffnungszeiten, gezielte niedrigschwellige Angebote und eine enge Kooperation mit Nachbar*innen und Institutionen soll der soz. Zusammenhalt gestärkt werden. Der partizipative Ansatz steht im Mittelpunkt: Die Ideen der Menschen aus dem Stadtteil werden aufgegriffen, eigene Angebote ermöglicht und begleitet – wie z. B. die selbstorganisierte Kanasterrunde.
Zukünftig sollen Nachbarschaftshilfeinitiativen, Patenprogramme zur Kinderbetreuung sowie eine digitale u. analoge Plattform zur Vernetzung der Anwohner*innen entstehen. Informationsabende, offene Beratungen und gezielte Unterstützungsangebote (z.B. bei Behördenangelegenheiten oder in Erziehungsfragen) sollen den Zugang zu bestehenden Hilfesystemen erleichtern.
Die Politik in Wolfenbüttel verfolgt das Ziel, mehrere Quartierszentren dauerhaft zu finanzieren, um so soziale Teilhabe und Nachbarschaft im gesamten Stadtgebiet zu stärken. Das Projekt "QZ im 15,7" ist eines der ersten Projekte, das diesen politischen Auftrag aufgreift. Der Aufbau erfolgt somit nicht nur aus eigenem Engagement heraus, sondern im klaren Bewusstsein eines gesamtstädtischen Auftrags, mit dem Ziel langfristiger Wirksamkeit und kommunaler Unterstützung.
Regelmäßige Bedarfsanalysen und Evaluationen gewährleisten dabei die stetige Weiterentwicklung und Verankerung des Quartierszentrums im Stadtteil.
Laufzeit
2025-08-11 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Rote Schanze in Wf steht vor bedeutenden sozialen Herausforderungen. Mit 5.216 Einwohnern weist er einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund (11,9 %) sowie einen hohen Anteil von Kindern unter 15 Jahren im SGB-II-Bezug (23,9 %) auf. 15,7 % der Bewohner beziehen Sozialleistungen nach SGB II, was zu den höchsten Quoten im Landkreis zählt. Die Kinder- und Jugendhilfe war im Jahr 2022 mit 141 Fällen stark gefordert. Zudem ist der Anteil an SeniorInnen hoch, was auf eine alternde Bevölkerung hinweist.
Es mangelt an sozialen Treffpunkten und Angeboten, die den Zusammenhalt fördern. Viele Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere in den Mehrfamilienhäusern, kennen sich kaum. Sprachbarrieren, Einsamkeit und familiäre Belastungen sind weit verbreitet. Das Thema Kriminalität beschäftigt die Menschen: Polizeieinsätze sind häufig, und öffentliche Grünflächen sowie Spielplätze wirken wenig einladend. Müll, Hundekot und andere Hinterlassenschaften schränken ihre Nutzung erheblich ein.
Ein Lichtblick ist das Sozialcafé „Brot+Leben“, das sich zu einem wichtigen Anlaufpunkt entwickelt hat. Einige besuchen das Café täglich, um Kontakte zu knüpfen, gemeinsam zu essen und der Isolation zu entkommen. Der Wunsch nach einem Ausbau des Angebots und erweiterten Öffnungszeiten ist deutlich spürbar.
Aktuell wird das Café von einer halben befristeten Sozialarbeiterstelle betreut. Für eine nachhaltige Weiterentwicklung sind zusätzliche personelle Ressourcen erforderlich. Die Kommunalpolitik erkennt den Handlungsbedarf an; eine finanzielle Förderung ist jedoch erst in den kommenden Haushaltsjahren möglich.
Durch den Austausch im Café werden neue Bedarfe sichtbar.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfenbüttel Rote Schanze
Beschreibung
Der Stadtteil Rote Schanze wird von der Stadt Wolfenbüttel als statistischer Bezirk geführt. In den Medien wird dieser noch einmal bildlich dargestellt. Der Stadtteil umfasst folgende Straßenzüge: Albert-Schweitzer-Allee
Altdorferstraße
Am Wall
Berliner Straße
Bodelschwinghstraße
Bunsenweg
Cranachstraße
Dürerstraße
Dietrich-Bonhoeffer-Straße
Drei-Linden-Weg
Elsässer Straße
Feuerbachstraße
Fröbelstraße
Friedenauer Weg
Gaußstraße
Grünewaldstraße
Grimmstraße
Halberstädter Straße
Harnackstraße
Hegelstraße
Heimstättenweg
Holbeinstraße
Humboldtweg
Im Kamp
Jochen-Klepper-Straße
Josef-Müller-Straße
Kantstraße
Käthe-Kollwitz-Platz
Keplerstraße
Kopernikusstraße
Leipziger Straße
Lindener Straße
Ludwig-Richter-Straße
Martin-Luther-Straße
Max-Planck-Straße
Melanchthonstraß
Nansenweg
Neuköllner Weg
Pestalozzistraße
Philosophenweg
Rembrandtstraße
Rubensstraße
Schöneberger Weg
Schlegelstraße
Schleiermacherstraße
Schopenhauerstraße
Tegeler Weg
Teichgarten
Tempelhofer Weg
Treptower Weg
Vor dem Gotteslager
Weberstraße
Wichernstraße
Zeughausstraße
Einwohnerzahl
5216
Quelle / Anmerkungen
Stadt Wolfenbüttel stand 31.12.2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil_rote_schanze_karte_1.png
(457.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartierszentrum 15,7 verfolgt einen partizipativen Ansatz, der die Menschen im Stadtteil Rote Schanze aktiv einbindet und zur Mitgestaltung ermutigt. Unter dem Motto „Miteinander und Füreinander“ entstehen Räume für Teilhabe und Empowerment. Formate wie ein Stadtteilrat oder themenbezogene Zukunftswerkstätten ermöglichen es den Bewohner:innen, ihre Ideen einzubringen und ihren Stadtteil aktiv mitzugestalten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung: Das Quartierszentrum dient als Plattform, die Institutionen, Initiativen und Nachbarschaft zusammenbringt. Projekte wie das Sozialcafé Brot+Leben oder gemeinsame Veranstaltungen fördern den sozialen Zusammenhalt und schaffen neue Formen der Begegnung.
Alle Angebote orientieren sich an den konkreten Bedarfen vor Ort. Bestehende Ressourcen und Potenziale im Stadtteil werden gezielt aktiviert. So wird z. B. das tägliche Mittagessen im Café als Begegnungsort genutzt, um soziale Kontakte zu fördern und generationenübergreifenden Austausch zu ermöglichen.
Langfristige Nachhaltigkeit wird durch den Aufbau tragfähiger Strukturen und die Suche nach stabilen Finanzierungswegen angestrebt. Die Unterstützung der Kommune und der politische Auftrag zur Entwicklung dauerhafter Quartierszentren stärken diese Perspektive.
Das Quartierszentrum 15,7 versteht sich damit als Motor für Teilhabe, Nachbarschaft und sozialen Wandel im Stadtteil.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Entsprechende Angebote für die Besucher:innen des Zentrums basierend auf vorheriger Bedarfsermittlung gestaltet worden. Deren Wirksamkeit wird über eine Reflexion der Besucherzahlen ermittelt.
Kriterium
Beschreibung
Verschiedene Akteuere für alle Bewohner:innen des Stadtteils erreichbar sind und die Zusammarbeit zur Lösung der Herausforderungen beiträgt
Kriterium
Beschreibung
Sich der Zusammenhalt und das subjektive Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil gestärkt hat- Befragungen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
MARTIN LUTHER KINDERTAGESSTÄTTE Ort. Ludwig-Richter-Str. 32
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA WARTBURG HORT Ort: Cranachstr. 3
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Martin-Luther (Träger)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenheim CASA REHA Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Str. 14
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenheim AWO Wohnen Ort: Ludwig-Richter-Str. 28
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Eltern, Kinder & Jugendliche
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mittel des eigenen Fördervereins, (jährlich 20.000 € generiert) hat seine langfristige Unterst. zugesichert. 20.000€ der LK Braunschweig wurden für die Ausstattung d. Sozialcafés u. d. Küche eingesetzt. Frau Bötels halbe Stelle ist bereits im Stellenplan bewilligt. Stadt und Landkr. Wolfenbüttel planen, im kommenden Haushalt Mittel zur Verfügung zu stellen. Die lokale Politik unterstützt d. Projekt ausdrücklich (siehe Antrag d. Politik); eine Förderung wurde im Sozialausschuss befürwortet!
11. Medien
Galerie
Videos
infovideo.mp4
(39.88 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsladen Engeo
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Volker Rosenfeld
| Organisation | LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. |
|---|---|
| Funktion | Pastor und Geschäftsführer Nachbarschaftsladen Engeo, Vakanzvertreter |
2. Kurzbeschreibung
Kinder und Familien stärken
Projektbeschreibung
Der Nachbarschaftsladen Engeo bietet seit Jan. 21 im Stadtteil Engeo von Bremervörde Hausaufgabenhilfe u pädagogische Angebote für Grundschulkinder sowie Einzelfallberatung. In den Schulferien haben wir Ferienprogramme. Trägerin ist die St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde. Wir wollen Kinder u Familien stärken, denen es an Energie u Möglichkeiten dafür fehlt. 15 Nationalitäten treffen bei uns zusammen, täglich ca. 25 Kinder. Wir praktizieren Integration, deutsch als Verkehrssprache wird eingefordert.
Die Sozialarbeiterin leitet das tägliche Geschäft u die 15 Ehrenamtlichen an, die bei den Hausaufgaben helfen, ein Pastor ist Geschäftsführer. Dazu gehören weitere Initiativen, um Eltern der Kinder u Erwachsenen des Stadtteils niedrigschwellig Teilhabe zu bieten (Internationale Kochstudio, Kreativcafé, Gesundheitsprävention). Wir haben eine Webseite, für jeden sichtbares Logo u aktive Öffentlichkeitsarbeit bei Stadtfesten. Wir sind gut vernetzt mit der Kinder/Jugendhilfe, Fachberatungsstellen, Politik in Stadt/Landkreis u ermöglichen schnelle, flexible, eigenverantwortliche ehrenamtliche Initiative im definierten Rahmen ("high accountability, low control"), haben präzise Augen auf Kindeswohl-Standards & hohes commitment: Wir haben ein Haus, gekauft, kernsaniert u instand gesetzt, weitere Ehrenamtliche spielen eine zentrale Rolle: Bauteam, Steuerungsgruppe, in Summe ca. 30.
Durch Corona waren Kontakte beschränkt u wir durch 2 temporäre Unterkünfte u Suche, Kauf u Fertigstellung d Hauses auf uns konzentriert. Für die nächsten drei Jahre (24-26) öffnet sich d Blick ins Viertel hinein: Gemeinwesenarbeit (GWA) wird auf allen Ebenen eingeübt, verstanden u gelebt. Geh-Struktur wird eingeübt, Komm-Struktur erhalten: GWA mit Beteiligungsmöglichkeiten wird im Quartier mehrsprachig beworben (Flyer), mit gesellschaftspolitischen Akteuren verbindlich bedacht, Angebots- u Beteiligungsmöglichkeiten gelebt: Bewohner des Quartiers kommen vor Ort ins Gespräch miteinander (Kaffee u Bollerwagen), Migranten werden ermutigt u ertüchtigt, Wünsche/Missstände zu benennen (Runder Tisch). GWA wird transparenter u auf finanzielle Nachhaltigkeit geprüft: Wissenslücken sind geschlossen, Stadtteil wird für interessierte Öffentlichkeit transparent(er) (Führung), jeder Bewohner hat in seiner Straße Ansprechpartner für Engeo (Paten).
Kommstruktur hat weiterhin niedrigschwellig Beratung u Bildung (Hausaufgabenhilfe), etabliert weitere Bildungsmöglichkeiten für Kinder (Erlebnispädagogik)
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Herz schlägt für Engeo. Unsere Augen sehen konkrete Herausforderungen, unsere Ohren hören echte Nöte, unsere Hände sind schon tätig. Der Verstand sagt: Es muss weitergehen. Das Portmonee ist aber zu klein.
Wir sehen gemischte Bebauung u Bevölkerung ohne viel Kontakt zueinander: Größere Wohnblocks, mit mehrheitlichen Bewohnern in prekärer Lage, oft mit Migrationshintergrund u kleine u größere Einfamilienhäuser mit einfachem bis gehobenem Bürgertum. Alltagsorganisation und kulturelle Prägung sind höchst divergent und führen zu Konflikten.
Wir hören aus Gesprächen mit Gebietsexperten von sozialen Gemengelagen: clanmäßig organisierte Abzocke / Trickbetrüger und Polizeieinsätze (Polizei), Überforderung der sprachlichen & sozialen Integration von Kindern in Klassenverbände aus Asylbewerberfamilien (Grundschulen), Streitigkeiten durch juristisch unterschiedliche Behandlung von Ukraine-Flüchtlingen u weiteren Asylbewerbern (Diakonisches Werk), Personalnot im Jugendamt (Auskünfte schwer!), zunehmender Vereinsamung älterer Menschen (Pastor aus vielen Hausbesuchen).
Unsere Hände haben seit zwei Jahren mit angepackt. Wir haben eine erfolgreiche Arbeit aufgebaut mit hoher Eigeninitiative (Hauskauf & Renovierung), rund 30 Ehrenamtlichen u nachweislich besseren Schulleistungen bei Kindern in Engeo.
Der Verstand sagt: Das Vertrauen von Kindern & Familien in Engeo, Politik, Stadtgesellschaft u Fachnetzwerken ist da. Das Angebot soll zur richtigen Gemeinwesenarbeit ausgebaut werden (Geh-Struktur). Das hochqualifizierte u eingearbeitete Personal will verlängern. OHNE DAS GELD DER LAG MACHT DER LADEN DICHT UND DAS PERSONAL IST WEG. Kommune u Landkreis haben dafür nicht die Mittel.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde Stadtteil Engeo
Beschreibung
Das Stadtteilgebiet lässt sich sehr einfach umreißen. Es ist auf den beigefügten Karten sehr gut zu sehen. Richtung Westen und Süden ist die Umgehungsstraße K102 als Abgrenzung, Richtung Süden der Kreisel von K102 und Gnarrenburger Straße, Richtung Westen durch die Oste. Richtung Norden gibt es zwei Perspektiven:
Die erste sieht die Bahnschienen als räumliche Abgrenzung und fokussiert dabei das Lebensfeld. Denn die Straßen Am Kanal, Am Fischerklink, Friedrich-Dedecke-Straße, Isenseestraße, Am bhf S, Findorffstraße, Brunsburg, Kleine Brunsburg liegen hinter den Bahnschienen aus der Innenstadt gesehen. Die Schienen ermöglichen es NICHT, mal eben den Stadtteil zu wechseln. Der Aldi Discounter liegt direkt Am Kanal und ist von hoher Relevanz für die Nahversorgung.
Die zweite Perspektive ist die rein formale Grenze. Dann ist der Oereler-Kanal die Grenze, der rund 500 Meter südlich von den Schienen liegt. Das Einzugsgebiet ist die erste Perspektive. Die hier genannten Zahlen aus dem Melderegister sind die aus der zweiten Perspektive. Wir gehen im Antrag aber vom Lebensfeld aus, wodurch statistisch gesehen noch einmal 512 Menschen dazukommen (Quelle: Einwohnermeldeamt).
Einwohnerzahl
2216
Quelle / Anmerkungen
Melderegister über die Stadt Bremervörde
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bereits im Jahr 2017 hat die Stadt Bremervörde vorbereitende Untersuchungen (VU) zur
Vorbereitung der förmlichen Festlegung eines städtebaulichen Sanierungsgebietes
durchgeführt. Die förmliche Festlegung durch Ratsbeschluss und Veröffentlichung der
Sanierungssatzung erfolgte im März 2017. Der angestoßene Prozess wird stetig weitergeführt
und durch unterstützende Maßnahmen auf sozialer Ebene flankiert.
Nachfolgender Auszug dieser VU erläutert die wesentlichen Missstände:
2.1 Städtebauliche Missstände/Problemlage
Nach § 136 Abs. 2 BauGB liegen städtebauliche Missstände vor, wenn innerhalb des Gebietes die
vorhandene Bebauung oder sonstige Beschaffenheit den allgemeinen Anforderungen an gesunde
Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder an die Sicherheit der in ihm wohnenden oder arbeitenden
Menschen auch unter Berücksichtigung der Belange des Klimaschutzes und der Klimaanpassung nicht
entspricht.
Städtebauliche Missstände können sowohl durch Substanzschwächen als auch durch
Funktionsschwächen hervorgerufen werden.
Das integrierte energetische Quartierskonzept hat klare städtebauliche Missstände im Quartier Engeo
identifiziert und aufgezeigt.
Eine signifikante Substanzschwäche liegt in der energetischen Beschaffenheit, die derzeit großes
Potenzial in der Verbesserung der Energieeffizienz aufweist. Funktionsschwächen sind vor allem in der
Nachverdichtung sowie der Barrierefreiheit analysiert worden.
Außerdem wurde mit dem Quartierskonzept ein großer Sanierungsstau in der privaten Modernisierung
und Instandhaltung ermittelt. Detaillierte Aussagen zu Sanierungsstand und Sanierungsbedarf sind im
Quartierskonzept auf den Seiten 16 ff dargestellt. Quelle: Stadt BRV.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
315 (263 Deutsche, 49 Ausländer)
Am Kanal: 35 Personen, davon sind 22 Deutsche und 13 Ausländer.
Quelle: Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
279 Personen (240 Deutsche, 39 Ausländer)
Am Kanal: 39 Personen (27 Deutsche / 12 Ausländer)
Quelle: Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
618 Personen (597 Deutsche, 2 Ausländer)
Am Kanal: 44 Personen (44 Deutsche / 2 Ausländer) Quelle: Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
100
Anmerkung
Landkreis Rotenburg Wümme, Stand März 2023: 4,2%. Quelle: Bundesagentur für Arbeit.
Weitere Informationen für unseren Landkreis, wenn auch nicht für die Stadt: https://www.lk-row.de/portal/pressemitteilungen/ein-jahr-mit-grossen-herausforderungen-900004564-23700.html
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
eine angestellte Fachkraft, die ihre GWA-Kenntnisse im Zertifikatskurs vertiefen möchte u sich regelmäßig mit einer erfahrenen GWA-Kollegin austauscht.
Die Arbeit leistet für das Quartier einen wesentlichen Beitrag für die bedarfsgerechte Umsetzung sozial- u kommunalpolitischer Aufgaben (vgl. Ziele 1,1/ 2,1) u zur Sicherung demokratischer Verhältnisse (vgl. Ziele 2,2/2,3/3,1/3,3) nach dem Subsidiaritätsprinzip (vgl. Ziel 1,3), praktiziert soziale Intervention (vgl. Ziele 1,2/3,2) u fördert das Ehrenamt, steht als kirchliche Trägerin offen gegenüber allen Menschen, zu denen Kontakt entsteht.
Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Bewohner Engeos, ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen. Das vornehmliche Ziel ist die Verbesserung der immateriellen Bedingungen (Qualität sozialer Beziehungen, Partizipation, Bildung, Integration) im Quartier, aber auch Hilfe u Weitervermittlung bei materiellen Schwierigkeiten (z.B. Existenzsicherung). Die infrastrukturellen Bedingungen sind im Blick (Antrag auf Fußgängerüberweg),
die Betroffenen werden grundsätzlich maßgeblich einbezogen (systemischer Ansatz: Experten des eigenen Lebens). Die Arbeit fördert immer die Handlungsfähigkeit & Selbstorganisation im Sinne von individuellem und kollektivem Empowerment. Netzwerk- u Kooperationsstrukturen starten: Der TSV Bremervörde stellt uns für 5h/Woche kostenlos eine FSJlerin, ein Netzwerk mit Tandem e.V., dem Kinderschutzbund, dem Stadtteilladen u uns ist am Horizont.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen von sich aus o durch unsere Impulse ihre Wünsche zum Ausdruck bringen und diesen so gut es geht, gefolgt werden kann, folglich die GWA-Arbeit in Kommunikation transparent und niedrigschwellig ist.
Kriterium
Beschreibung
sich einzelne Gruppen(angebote) bilden, die d GWA unterstützen oder Ehrenamtliche an diesem oder jenem Punkt die Initiative ergreifen und die GWA u das Quartier somit voranbringen.
Kriterium
Beschreibung
bekannter vor Ort durch Banner (Lage), Gehbehinderte gehen u kommen (Barrierefrei), Team wächst, Spontanbegegnungen Beratungstermine ergeben (Niedrigschwelligkeit), pol. Unterstützung in Geld umwandeln, Arbeitsweise anpassen (interkult. Sensibilität)
Kriterium
Beschreibung
die gesamte Bandbreite an Bewohnern u Bürgern, vor allem von Engeo, aber auch aus ganz Bremervörde die GWA hier kennen, nutzen o praktisch/finanziell unterstützen: Migranten, Kinder und Eltern, Senioren, Erwerbstätige/lose, Zugezogene u alt Eingessene.
Beschreibung
jeder relevante Player bekannt ist u konstruktiv, konkret und vertrauensvoll zusammengearbeitet wird für das Quartier und die GWA, sowie die strategische oder punktuelle Zusammenarbeit ausgebaut u gefestigt wird.
Kriterium
Beschreibung
sich wahrnehmbar mehr Menschen in Engeo untereinander durch die GWA kennenlernen (vgl. Ziele). Wenn Paten-Projekt funktioniert u Zulauf findet u Migranten den Mut haben, Missstände zu äußern u Ansprechpersonen kennen und den Kontakt nutzen.
Beschreibung
wir einen Fußgängerüberweg in Nähe des Nachbarschaftsladens haben. Bisher geht es politisch noch nicht erfolgreich voran, obwohl die Gnarrenburger Straße nachweislich zu wenig kinderfreundliche u sichere Straßenüberquerungen hat u wir Fürsprecher haben.
Kriterium
Beschreibung
Landkreis/Stadt/Politik mit uns am Tisch sitzen u überlegen, wie wir das Projekt erhalten u voranbringen können durch Unterstützung in den Finanzen; ein Austausch an Expertise u wahrnehmbar offene u vertrauensvolle Begegnungen stattfinden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Karsten Thomsen, Vorsitzender Kirchenvorstand St. Liborius Kirchengemeinde Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Claus Dieter Döscher, Homepageverantwortlicher nachbarschaftsladen-engeo.de
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zwei Grundschulen, vornehmlich Grundschule Engeo (Schulleiterin Frau Wladarsch), aber auch Schulleiter Herr Pochciol (Grundschule Stadtmitte, aber Standort in Engeo))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Frau Petra Fischer, inhaltlicher Austausch und Spender, Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderärztin Dr. Petra Janssen, Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Bremervörde, Geschäftsführer Norbert Wolf; Frau Schneider ist hier quartalsweise in der Dienstrunde dabei um die Vernetzung zu praktizieren.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Jugendamt - Frau Ulrike Helle (Leitung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Uns haben eine Handvoll Mitarbeiter/innen Informationen geliefert für diesen Antrag. Sie stehen stellvertretend für die Unterstützung, die wir bisher in der gesamten Verwaltung der Stadt Bremervörde erlebt haben.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilladen (Pendant zum Nachbarschaftsladen im anderen Stadtteil) - Diakonin Almut Schmidt und Pastor Volker Rosenfeld; Fachaustausch; Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Bremervörde - Eine dortige FSJlerin wird uns für einige Stunden kostenlos zugeteilt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU - Für das Sommerferienprogramm holen wir Forscherucksäcke oder gehen in die Umweltpyramide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dieter Wellbrock - Kontaktbeamter Polizei Bremervörde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frau Bayer (Sozialarbeiterin) / Frau Böning (Beratungslehrerin) an der Grundschule Engeo, mit denen Frau Schneider im regelmäßigen Austausch steht.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tandem e.V. - soziale Teilhabe gestalten, Andreas von Glahn, Vorsitzender; Projekt "Starke Kids geben Gas".
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenkreis Bremervörde Zeven, Manfred Thoden, stv. Superintendent (Stelle zur Zeit vakant)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Airbus Operations Stade - hat uns 2021 10.000 gespendet über die Aktion "Glückspfennig".
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marianne & Wilfried Thomas-Stiftung GmbH, Bremervörde, Marianne und Wilfried Thomas, Vorsitzende, 1500 Euro Spende.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Souad Al Hassan, Reinigungskraft und Ehrenamtliche im Internationalen Kochstudio
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Evangelischer Kirchenfunk Niedersachsen, Birke Schoepplenberg, ffn-Radio-Beitrag über unser Sommerferienprogramm,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. Stehnke, Osterholz-Scharmbeck, Gestellung von Arbeitsgeräten für Außenanlagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. D. Schröder KG, Bremervörde; Gestellung von Arbeitsgeräten für Außenanlagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Fernsehlotterie, Stiftung Deutsches Hilfswerk, Förderer für die ersten drei Jahre.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ikea Stiftung - Förderer für die ersten drei Jahre.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk in Niedersachsen, Birgit Wellhausen, Fachberatung von Anfang an.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Bremervörde, gelegentliche Lebensmittelspenden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
zwei Bewohner aus Selsingen; Spende von Quilt zur Verlosung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quilt-Gruppe "Stückwerk", Quilterstellung um diesen zu verlosen zugunsten des Nachbarschaftsladens Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dutzende Spender, darunter auch Firmen, die nicht namentlich genannt werden wollen, aber mit Beträgen bis zu 2000 Euro gerade in der Anfangszeit uns helfen und geholfen haben. Davon mindestens die Hälfte aus dem Stadtteil Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mindestens ein Drittel der Ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind aus dem Stadtteil Engeo.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die anderen zwei Drittel aus dem Restgebiet der Stadt sind unersetzliche Akteure und hochengagierte Multiplikatoren unserer Arbeit. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle namentlich nennen können.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Susanne Weihs, Bestatterin und Nachbarin, Helferin mit Rat und Tat.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeskirchenamt Hannover, Abteilung Bildung und Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die vielen Kinder, die zu uns kommen, sind Multiplikatoren und Ideengeber für die tägliche Arbeit.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bremervörder Sport Club - Ferienprogramm mitgestaltet.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
21-23 unabhängige Finanzierung von Stadt, Kommune u Landkreis: Deutsche Fernsehlotterie, ikea-Stiftung, Eigenmittel. 24-26 haben wir die Zusage der Stadt Bremervörde für jährlich bis zu 44.000 Euro. In 2023 werden wir beim Landkreis 3.500 p.a. beantragen. Vorab wurde Offenheit signalisiert, Endergebnis bleibt abzuwarten. Lücke erhoffen wir von diesem Fördertopf.
24-26 versuchen wir Wohnungswirtschaft u Gewerbe zu integrieren, sowie die Zuschüsse von Stadt u Landkreis mindestens zu stabilisieren
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Forum 451
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julius Matuschik
| Funktion | Co-Geschäftsleitung & Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Begegnungs- und Erfahrungsraum des Cameo Kollektivs in Linden-Nord
Mitten im vielfältigen und herausfordernden Quartier Linden-Nord plant das Cameo Kollektiv einen innovativen Begegnungs- und Erfahrungsraum. Ziel ist es, einen offenen Ort für Austausch, politische und kulturelle Bildung, Teilhabe und soziale Innovation zu schaffen – mitten in einem Stadtteil, der von sozialen Spannungen, wachsender Ungleichheit und zunehmender Vereinzelung geprägt ist.
Linden-Nord steht beispielhaft für die Herausforderungen vieler urbaner Quartiere: hohe Mieten, sozialräumliche Entmischung, Konflikte rund um öffentliche Räume, Politikverdrossenheit und ein Gefühl gesellschaftlicher Ohnmacht. Gerade an Orten wie diesen braucht es Räume, die Menschen zusammenbringen, Empowerment fördern und gesellschaftliche Mitgestaltung ermöglichen.
Unser Konzept reagiert gezielt auf diese Spannungen: Der Raum wird konsumfrei, niedrigschwellig und einladend gestaltet. Neben einem offenen Treffpunkt mit Café und Kulturkiosk entsteht ein vielseitiges Bildungs- und Kulturangebot – von Workshops zu Demokratie und Nachhaltigkeit bis hin zu Lesungen, Konzerten und Repair-Cafés. Ein dauerhaft eingerichteter Help-Desk dient als Anlaufstelle für Fragen des Alltags, bietet Orientierung und sammelt Impulse aus der Nachbarschaft, die in regelmäßige Beteiligungsformate zurückfließen.
Der Betrieb des Raumes basiert auf einem Zusammenspiel aus professioneller und ehrenamtlicher Struktur: Zwei feste Stellen übernehmen die Koordination des Programms sowie den Help-Desk, der Cafébetrieb wird von angestellten Kräften getragen. Ergänzt wird das Team durch ein wachsendes Netzwerk ehrenamtlich Engagierter, das aktiv aufgebaut und begleitet wird.
Das Projekt baut auf langjährigen Erfahrungen des Cameo Kollektivs in den Bereichen Soziokultur, Bildung und Social Design auf – darunter das „Temporäre Büro für wertschätzende Kritik“ und „Luft nach oben“. Beide Projekte haben gezeigt, wie durch Beteiligung und kreative Ansätze gesellschaftlicher Wandel vor Ort möglich wird.
Der geplante Raum versteht sich als Modell für ein neues Miteinander – lokal verwurzelt, offen für alle, mit Perspektive auf die gesamte Stadt.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Linden-Nord, insbesondere das Viertel rund um die Limmerstraße, ist ein lebendiger und beliebter Stadtteil. Der Mietspiegel ist in den letzten Jahren stark gestiegen – unter anderem durch den Zuzug von Studierenden, jungen Familien sowie einer wachsenden Kunst- und Kreativszene. Gleichzeitig leben hier viele Menschen in Single-Haushalten, mit Migrationsgeschichte, in Arbeitslosigkeit oder mit Anspruch auf soziale Leistungen.
Hinzu kommt ein überdurchschnittlich hohes Maß an Kriminalität – im Jahr 2020 wurden hier 1.433 Straftaten registriert. Diese vielfältige Zusammensetzung birgt soziale Spannungen. In Gesprächen mit Bewohner*innen wird häufig ein Nebeneinander verschiedener sozialer Milieus beschrieben – etwa zwischen gut situierten Zugezogenen und Menschen in prekären Lebenslagen. Ein besonderer Brennpunkt dabei: die Limmerstraße – das „Wohnzimmer“ des Stadtteils. Hier treffen alle gesellschaftlichen Gruppen aufeinander, wodurch es besonders in den warmen Monaten zu Konflikten kommt.
Die Limmerstraße zieht Menschen aus ganz Hannover und der Region an. In den Abendstunden kommen viele, um sich an Kiosken mit Getränken zu versorgen und vor Ort zu verweilen. Die Folge: übermäßiger Alkoholkonsum, Ruhestörungen, körperliche Auseinandersetzungen, sexualisierte Gewalt und Raubüberfälle. Der entstandene „Feiertourismus“ belastet alte wie neue Bewohner*innen, obwohl das Zusammenkommen im Freien grundsätzlich als positiv empfunden wird. Darüber hinaus prägen gesellschaftlicher Frust, Politikverdrossenheit, ein Gefühl der Ohnmacht gegenüber globalen Krisen, wachsende soziale Ungleichheit und zunehmende Einsamkeit das Lebensgefühl im Quartier.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden Nord
Beschreibung
Strassen links und rechts von der Limmerstrasse
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten Landeshauptstadt Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten Landeshauptstadt Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten Landeshauptstadt Hannover
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten Landeshauptstadt Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
hannover.de
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das geplante Projekt versteht sich als zeitgemäße Form von Gemeinwesenarbeit, weil es gezielt auf die Bedürfnisse, Potenziale und Herausforderungen eines konkreten Stadtteils reagiert – und dabei auf Teilhabe, Selbstorganisation und soziale Gerechtigkeit setzt. Im Zentrum steht der Aufbau eines offenen, konsumfreien Raumes, der allen Menschen im Quartier unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Status offensteht. Hier wird ein Ort geschaffen, an dem reale Begegnung, Austausch und solidarisches Miteinander möglich werden.
Durch niedrigschwellige Formate – vom Cafébetrieb über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu politischer und alltagspraktischer Beratung – stärkt das Projekt den sozialen Zusammenhalt im Quartier. Der Help-Desk dient als zentrale Anlaufstelle für Information, Vermittlung und Beteiligung, während die kontinuierliche Einbindung von Anwohner*innen in Programmgestaltung und Entscheidungsprozesse Selbstwirksamkeit fördert.
Das Projekt aktiviert lokale Ressourcen, vernetzt unterschiedliche Akteur*innen und unterstützt Menschen dabei, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten. Es reagiert auf soziale Spannungen nicht mit Kontrolle oder Rückzug, sondern mit Beziehung, Beteiligung und Empowerment. Damit trägt es dazu bei, demokratische Kultur im Alltag zu verankern – und wird so zum Modell zeitgemäßer, lebensnaher Gemeinwesenarbeit.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Raum ist offen für alle und richtet sich nach den Bedürfnissen der Nachbarschaft. Begegnung, Teilhabe und konkrete Unterstützung stehen im Mittelpunkt – unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner*innen können eigene Formate einbringen, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Der Raum bietet Struktur, Ressourcen und Unterstützung zur Umsetzung selbstorganisierter Ideen.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt aktiviert vorhandene Potenziale im Quartier: lokale Initiativen, Talente und bestehendes Engagement werden eingebunden, gestärkt und sichtbar gemacht.
Kriterium
Beschreibung
Der Raum spricht Menschen verschiedener Generationen, Milieus und Hintergründe an. Formate fördern Austausch über soziale, kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg.
Beschreibung
Soziale Arbeit, Bildung, Kultur und Stadtentwicklung werden gemeinsam gedacht. Der Help-Desk vernetzt mit Verwaltung, Initiativen und Beratungsstellen.
Beschreibung
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen, kommunalen und kulturellen Partnern entwickelt und umgesetzt – lokal und stadtweit.
Kriterium
Beschreibung
Durch offene Treffpunkte, gemeinsame Aktivitäten und Beteiligungsformate wird Nachbarschaft erlebbar, gestärkt und solidarisch gestaltet.
Beschreibung
Es entsteht ein barrierearmer, konsumfreier Raum mit Café, Help-Desk und Veranstaltungsfläche – als dauerhafte soziale Infrastruktur im Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt wirkt über das Quartier hinaus: als Modell für gelingende Teilhabe, Demokratie und sozialräumliches Arbeiten im urbanen Kontext.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Akteure aus Politik, Kultur, Sozialwirtschaft, Initiativen, Vereine, die es zu identifizieren gilt
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander in der Elbmarsch: Gemeinsam Zukunft gestalten - für Integration, Teilhabe und Miteinander in der Elbmarsch
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kathrin Bockey
| Funktion | Samtgemeindebürgermeisterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Brücken bauen in der Elbmarsch – Gemeinsam Zukunft gestalten für Integration und Miteinander!
Projektbeschreibung
Das Projekt Miteinander in der Elbmarsch: Integration und Teilhabe gestalten setzt sich für die soziale Integration von Geflüchteten ein und unterstützt kleine lokale Betriebe bei der Einbindung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Durch ein gezieltes Quartiersmanagement werden soziale Netzwerke aufgebaut und bestehende Strukturen gestärkt, um Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern. Eine zentrale Koordinierungsstelle begleitet sowohl Geflüchtete als auch Unternehmen durch administrative Prozesse, erleichtert die Job- und Wohnungssuche und sorgt für eine individuelle Begleitung. Langfristig trägt das Projekt zur sozialen Stabilität, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und zur Aufwertung des Wohnquartiers bei.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Samtgemeinde Elbmarsch sind die drei Gemeinschaftsunterkünfte in Marschacht, Bütlingen und Drennhausen für Geflüchtete von Herausforderungen bei der Integration betroffen. Das ländliche Umfeld schränkt die Freizeitmöglichkeiten ein, während sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede die Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt erschweren. Gleichzeitig stehen regionale Betriebe vor der Herausforderung, den administrativen Aufwand und bürokratische Hürden zu meistern, wenn sie Flüchtlinge beschäftigen möchten. Es besteht ein erheblicher Bedarf an Unterstützung, um diese Hürden zu überwinden und Flüchtlinge erfolgreich zu integrieren. Durch gezielte Maßnahmen wird nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe gefördert, sondern auch der soziale Zusammenhalt innerhalb der Quartiere gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen, den Bürgern, Arbeitgebern und den Flüchtlingen gefördert. Das Projekt setzt an diesen Herausforderungen an, indem es Geflüchtete mit sozialen Netzwerken, Wohnraum und Arbeitsplätzen verbindet, ehrenamtliches Engagement fördert und langfristige Strukturen für Teilhabe schafft.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projekt fokussiert sich auf die Orte Marschacht, Bütlingen und Drennhausen, die in Relation zur Bevölkerungsanzahl in der Samtgemeinde Elbmarsch sowohl eine hohe Zahl an Geflüchteten als auch eine demografisch herausfordernde Struktur mit vielen älteren Menschen aufweisen. Letztere bergen viel Potenzial, um als Paten und Patinnen für die Geflüchteten aktiv zu werden. Allerdings benötigen sie eine strukturierte Unterstützung sowie einen Ansprechpartner bzw. eine Vermittlungsstelle. In diesen Gebieten sollen die Projekte zur Förderung der Integration und zur Unterstützung kleinerer Betriebe in den Fokus gerückt werden. Die gezielten Maßnahmen tragen zur Aufwertung und Verbesserung der Wohnquartiere bei und stärken deren soziale Struktur.
Einwohnerzahl
13534
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_zukunftsquartier_elbmarsch.pdf
(376.32 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Elbmarsch verfolgt einen integrativen und vernetzenden Ansatz, der Elemente der Gemeinwesenarbeit (GWA) und des Quartiersmanagements miteinander kombiniert. Ziel ist es, sowohl gezielt auf lokale Bedürfnisse einzugehen als auch eine übergreifende, koordinierte Struktur für Integration und soziale Teilhabe zu schaffen.
Das Projekt orientiert sich an den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit, die auf Partizipation, Nachhaltigkeit und Vernetzung basieren. Es erfüllt folgende zentrale Kriterien:
• Partizipation: Aktive Einbindung der Bewohner*innen, Geflüchteten und lokalen Akteure in alle Projektphasen, um gemeinschaftliche Lösungen zu entwickeln.
• Nachhaltigkeit: Aufbau langfristiger, selbsttragender Strukturen und Netzwerke, die auch nach dem Projektende bestehen und weitergeführt werden können.
• Koordination und Vernetzung: Effektive Zusammenarbeit und Bündelung von Ressourcen, um Synergien zwischen Verwaltung, Vereinen, Unternehmen und Ehrenamtlichen zu schaffen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
2 interkulturelle Veranstaltungen p.a, 4 Nachbarschaftstreffen p.a, Tag des Ehrenamts p.a.
Beschreibung
5 erfolgreiche Arbeitsvermittlungen
Kriterium
Beschreibung
Konfliktabnahme
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt „Miteinander in der Elbmarsch“ wird in bestehende kommunale Strukturen integriert, indem wir langfristige Partnerschaften mit den Verwaltungen, sozialen Einrichtungen und Unternehmen aufbauen. Für die nachhaltige Finanzierung planen wir eine Kombination aus Fördermitteln und kommunalen Mitteln. Dies gewährleistet die Fortführung des Projekts und die langfristige Förderung der sozialen Integration und Teilhabe in der Region.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Sound_Hub
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Busmann
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Sound_Hub als Raum für Begegnung, Professionalisierung und gemeinsames Lernen.
Projektbeschreibung
Die MusikZentrum Hannover gGmbH bedient sich der Musik als Vehikel, um soziale und gesellschaftliche Themen nah an der Lebensrealität von Menschen zu platzieren. Mit der Bereitstellung integraler musikalischer Infrastruktur positioniert sich das MusikZentrum für aktiven Zugang und Teilhabe an Musik und Kultur, unabhängig der Herkunft, Sprache oder sozialer Schicht. Aufgrund veränderter Eigentumsverhältnisse auf dem beheimateten Gelände des MusikZentrums und als zukünftiger Erbpachtnehmer besteht die Möglichkeit direkten Einfluss auf die Ausgestaltung des Geländes zu nehmen und dieses zu einem sozialen Ort der Gemeinschaft zu formen. Dazu gehören Community basierte Angebote für das Quartier an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Musik und Kultur. Mit dem Sound_Hub schafft das MusikZentrum ein niedrigschwelliges Angebot für Interessierte, für gemeinschaftliches lernen, sich, Vernetzung und professionalisierung. Mixing und Mastering sind zwei Stufen des kreativen musikalischen Prozesses, welche unabdingbar vor einer physischen oder digitalen Veröffentlichung erledigt werden müssen. Als Dienstleistung bieten diesen Prozess wenige Menschen an und ist mit hohen Kosten verbunden. Der Zugang zu einer professionellen Infrastruktur für Mixing- und Mastering ist wenigen Menschen vorbehalten, da es hierfür nicht nur sehr teures Equipment, sondern auch einen akustisch aufwendig aufbereiteten Raum benötigt. Hierfür haben die wenigsten den Platz und das Geld, somit wird der Zugang automatisch zu einer sozialen Frage. Der Sound Hub soll ein akustisch perfekt aufbereiteter Raum sein, welcher mit einer professionellen Abhöre und Digital Analog Wandlern ausgestattet ist. Dieser Raum soll Musiker*innen, Musik- und Soundinteressierten aus der Nachbarschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, um die räumliche Voraussetzung für den Mixing und Mastering Prozess zu demokratisieren und niedrigschwellig zu gestalten. Der Buchungsprozess wird digital, mithilfe von coapp.io, abgebildet, welches Planungssicherheit und einen verlässlichen Zugriff auf die Infrastruktur gewährt. Darüber hinaus können im Sound_Hub Workshops und Listening-Sessions stattfinden, um Fachwissen kostenfrei an Interessierte weiterzugeben und einen Raum für Begegnungen im musikalischen Kontext zu schaffen. Mit dem Sound_Hub schafft es es das MusikZentrum einen Kreislauf zu vervollständigen, mit welchem alle Bedarfe, von Hobby als auch Profimusiker*innen, abgedeckt werden.
Laufzeit
2025-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das MusikZentrum Hannover sieht sich mit einer veränderten Eigentumssituation seines Geländes konfrontiert, die neue Chancen für eine gemeinwohlorientier Musik ist ein wichtiges kulturelles Ausdrucksmittel und ein zentraler Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe. Doch der Zugang zu professioneller Musikproduktion ist ungleich verteilt. Besonders die finalen Schritte im kreativen Prozess – Mixing und Mastering – erfordern teures Equipment, spezialisierte Software und akustisch optimierte Räume, die für viele Künstlerinnen unerschwinglich oder schlicht nicht zugänglich sind. Dies betrifft insbesondere Musikerinnen aus sozial schwächeren Verhältnissen, für die die hohen Kosten und fehlenden räumlichen Ressourcen eine erhebliche Hürde darstellen. Gleichzeitig fehlt es im Quartier an offenen und inklusiven Orten für musikalische Begegnung, Austausch und Professionalisierung. Bestehende Musikstudios sind meist kommerziell ausgerichtet und schwer zugänglich, während kostengünstige oder kostenfreie Alternativen mit professioneller Ausstattung kaum existieren. Dadurch bleibt kreatives Potenzial oft ungenutzt, und viele Musiker*innen sind gezwungen, auf minderwertige Produktionsbedingungen auszuweichen oder ihre Projekte nicht vollenden zu können. Zudem fehlt es an strukturierten Angeboten zur Weiterbildung im Bereich Musikproduktion, insbesondere im technischen Bereich. Gerade Mixing und Mastering sind essenzielle, aber oft wenig zugängliche Disziplinen, da entsprechende Fachkenntnisse selten kostenfrei vermittelt werden. Diese strukturellen Barrieren verstärken soziale Ungleichheiten und erschweren es vielen, sich musikalisch weiterzuentwickeln oder professionell Fuß zu fassen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald/List und Nordstadt und Hainholz
Beschreibung
Das Gelände des MusikZentrum liegt auf der Grenze zu allen drei Stadtteilen und sieht diese als ihr Quartier. Der Sound_Hub wird direkt auf dem 3822 qm grossen Gelände der MusikZentrum gGmbh ansässig sein. Das MusikZentrum ist Teil eines 17.000 qm umfassenden Mischgebiets, auf dem Kultur und Gewerbe angesiedelt ist. Die Wohnquartiere befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft, weitere kulturelle Einrichtungen ebenfalls.
Einwohnerzahl
112000
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auf alle drei Stadtgebiete lassen sich eine Vielzahl der von ihnen vorgestellten Merkmale zuordnen. Das prozentual zu benennen schaffen wir nicht mehr in dieser Zeit zu recherchieren. Mit allen drei Stadtteilen haben wir im Laufe der zurück liegenden 30 Jahre als soziokulturelles Zentrum und Musikförderer gearbeitet und verschiedene Wandel in der Demographie und Zusammensetzung der Einwohnenden beobachten können.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
anlage_3_teilungsvorschlag.pdf
(625.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt Sound_Hub verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA) und des Quartiersmanagements, indem es soziale, kulturelle und strukturelle Aspekte des Stadtteils verbindet:
- Soziale Teilhabe & Chancengleichheit: Durch den kostenfreien Zugang zu professioneller Musikproduktion wird eine Ressource demokratisiert, die sonst nur wenigen vorbehalten ist. Dies stärkt insbesondere sozial benachteiligte Gruppen in Vahrenwald/List, Nordstadt und Hainholz.
- Stärkung der Nachbarschaft & Vernetzung: Der Sound_Hub dient als Begegnungsort, an dem sich Musikerinnen, Kreative und Anwohnerinnen austauschen und gemeinsame Projekte realisieren können. Dies fördert den Zusammenhalt im Quartier.
- Kulturelle Belebung & Empowerment: Durch Workshops, Listening-Sessions und gemeinsames Lernen wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die kulturelle Identität des Stadtteils gestärkt.
- Nachhaltige Quartiersentwicklung: Die aktive Gestaltung des Geländes durch das MusikZentrum schafft eine langfristige, gemeinwohlorientierte Infrastruktur, die über das Projekt hinaus positiven Einfluss auf die kulturelle und soziale Entwicklung der Stadtteile hat.
Der Sound_Hub trägt damit zur sozialen, kulturellen und strukturellen Stärkung des Quartiers bei und folgt den Leitlinien der Gemeinwesenarbeit und des Quartiersmanagements.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Wir arbeiten zusammen mit dem Quartiersmanagement Hainholz Sachggbiet Stadterneuerung
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine langfristige Finanzierung ist aus eigenen Mitteln gewährleistet, da es sich bei der Förderung in erster Linie um die Finanzierung des Aufbau und die Errichtung des Sound_Hub handelt. Das Gelände rund um das Musikzentrum befindet sich in städtebaulicher Quartiersentwicklung. Unter anderem kooperieren wir mit der Initiative Hüttenstraße und entwickeln in Kooperation Projektideen zur nachhaltigen Nutzung für das Gemeinwohl um uns enger zu vernetzen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Gruzinski
| Funktion | Geschäftsführung Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers.
Projektbeschreibung
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohnhäusern bis zu ehemaligen Gewerbehallen. Es finden diverse informelle Nutzungen der wenigen Freiflächen statt, oft durch marginalisierte Gruppen.
Durch die Ansiedlung des Kulturzentrums Initiative Hüttenstraße, Gleis D, und den Erwerb des MUZE-Geländes durch die Stadt Hannover entsteht eine neue Dynamik. Diese Akteure formen einen gemeinnützigen Verbund, der partizipative Stadtentwicklung vorantreibt. Die Initiative Hüttenstraße übernimmt eine Schlüsselrolle und entwickelt mit einem interdisziplinären Team ein kooperatives Quartier.
Das Projekt gliedert sich in drei zentrale Bereiche:
A) Bürgerforum Hüttenstraße
Ein Forum wird aufgebaut, das über herkömmliche Stadtteilgrenzen hinausgeht und eine direkte Beteiligung der Anwohnenden ermöglicht. Es begleitet die Entwicklung der Freiflächen (ca. 5.000 m²) und berät die Verwaltung sowie Stadtplanungsprozesse. Die Initiative Hüttenstraße initiiert, moderiert und koordiniert dieses Forum.
B) Kooperative Raumentwicklung
Das Gelände von Gleis D und der Initiative Hüttenstraße wird als Modellprojekt für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung genutzt. Anwohner:innen können eigene Räume gestalten und nutzen. Vorbilder sind u. a. das Institut for X (Aarhus) und die NDSM-Werft (Amsterdam), die vormals ungenutzte Flächen durch kreative, selbstverwaltete und kooperative Strukturen in lebendige, offene Quartiere mit kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzungen verwandelt haben. Nach diesem Prinzip entscheiden auch hier die Beteiligten über die gemeinsam entwickelten öffentlichen Flächen mit. Dabei entsteht ein neuer Typus von öffentlichem Raum, teils städtischer Stadtpark, teils zivilgesellschaftlich verwaltete Fläche. Die Prinzipien von Selbstermächtigung und Selbswirksamkeit treten dabei stark hervor, Menschen werden zu Teilhabenden, entwickeln eigene Projekte, vernetzen sich.
C) Nachbarschaftsangebote
Es entsteht ein dezentrales Netzwerk für nachbarschaftliche Projekte. Neben günstigen Raumnutzungen, Netzwerkarbeit und Beratung wird in den eigenen Räumen ein betreutes Nachbarschaftscafé als Treffpunkt eingerichtet.
Menschen, Initiativen, Vereine und auch soziale Unternehmen mit niederschwelligen Angeboten für das Quartier können in den bestehenden Gebäuden sowie in eigens konzipierten kleinen Neubauten eigene Angebote schaffen und erhalten dafür Raumförderung und Unterstützung bei der Umsetzung.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohn- und Gewerbebauten bis hin zu ungenutzten Freiflächen. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte (Vahrenwald: 87 P/ha; LHH: 27,2 P/ha) gibt es wenige öffentliche Räume, wodurch sich soziale Fragmentierungen verstärken. Besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen, die informelle Flächen nutzen, da sie sonst kaum Orte für Begegnung haben. Zudem zeigen soziale Daten, dass Arbeitslosigkeit (8,7 % in Vahrenwald, 11,8 % in Hainholz), hoher Migrationsanteil (Hainholz: 65 %) und überdurchschnittliche Transferleistungsquote (Hainholz: 27,6 %) Herausforderungen für das Quartier darstellen.
Die Initiative Hüttenstraße e.V. setzt hier an: Mit 150 Mitgliedern und 16 kooperierenden Vereinen entsteht ein großes soziokulturelles Zentrum, das Räume für kulturelle Teilhabe, Stadtentwicklung, Nachbarschaftshilfe und kreative Nutzung bietet. Als Testlauf wird aktuell ein 800 m² großer kooperativer Stadtplatz gemeinsam mit der Nachbarschaft entwickelt – ein erster Schritt hin zu einem nachhaltigen, kooperativen und gemeinschaftlichen Quartier.
Das Projekt versteht sich als Modell für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Organisiert durch eine holokratische Struktur mit einem Kernteam von 30 Engagierten und 80 Unterstützenden, kombiniert es selbstorganisierte Prozesse mit gezielter Kooperation mit der Verwaltung.
Durch die Anmietung einer weiteren Halle durch unsere Initiative und die Zusammenarbeit mit Gleis D und dem MUZE-Gelände entsteht eine neue quartiersübergreifende Mitte, die soziale und räumliche Barrieren aufbricht und den Grundstein für eine kooperative Quartiersentwicklung legt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf einen prozesshaften und kooperativen Ansatz, um neue Formen partizipativer Stadtentwicklung zu erproben, bei dem die Anwohnenden das Herz des Projektes sind. Dabei werden strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen, die nicht nur unmittelbare Beteiligung ermöglichen, sondern langfristige Mitgestaltungsperspektiven für die Nachbarschaft eröffnen.
Durch dialogorientierte Formate wird ein Aushandlungsraum etabliert, in dem unterschiedliche Akteur:innen Verantwortung für die Gestaltung ihres Quartiers übernehmen können. Hierbei wird besonderer Wert auf den Abbau bürokratischer Hürden sowie die Schaffung rechtssicherer, niedrigschwelliger Zugänge zu öffentlichen und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen gelegt.
Die räumliche Entwicklung des Quartiers folgt dabei einem experimentellen, adaptiven Prinzip, bei dem die Bewohner:innen des Quartiers im Zentrum stehen: Durch die Verbindung aus informellen Nutzungen und planungsrechtlicher Absicherung entsteht ein dynamisches Modell für gemeinwohlorientierte Stadtgestaltung. Flankierend wird eine nachhaltige Kommunikations- und Vernetzungsstruktur aufgebaut, die das Quartier als sozialen und kulturellen Möglichkeitsraum stärkt.
Auf diese Weise wird nicht nur eine integrative Quartiersentwicklung angestoßen, sondern ein übertragbares Modell für kooperative Stadtgestaltung erprobt, das sich in bestehende Verwaltungs- und Planungsstrukturen einfügt, ohne die lokale Eigeninitiative zu beschränken.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Projekt wird durch Kooperationen mit der Stadt Hannover und lokalen Akteur:innen langfristig in kommunale Strukturen eingebunden. Dazu gehören formalisierte Vereinbarungen zur Mitgestaltung öffentlicher Flächen und die Verankerung des Bürgerforums als beratendes Gremium. Die Finanzierung basiert auf einem Mix aus selbsttragenden Nutzungsmodellen, öffentlichen Fördermitteln, und kommunaler Unterstützung, um eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Nutzung zu sichern.