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Ecki - Das MitmachQuartier

Ansprechpartner
Philipp Peters
Funktion Stellv. Abteilungsleiter/Koordinator Ecki
Gemeinsam aktiv
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt „Ecki – Das MitmachQuartier“ erweitert die Stadt Seelze die bestehende Begegnungs- und Integrationsstätte „Ecki“ um eine sozialräumliche Ausrichtung. Im Mittelpunkt steht das Quartier Beethovenstraße, in dem ein erhöhter Bedarf an Beratung, Beteiligung und nachbarschaftlicher Aktivierung besteht. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern, soziale Teilhabe zu stärken und Bewohner:innen aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfelds einzubeziehen. Die Stadt Seelze verfolgt seit Jahren den Ansatz, Quartiere mit erhöhtem Unterstützungsbedarf durch gemeinschaftsstärkende Angebote zu fördern. Beispiele sind die Familienzentren in belasteten Stadtteilen sowie das GWA-Projekt in Letter, das nachhaltige Beteiligungsstrukturen aufbaut. Das neue Projekt knüpft daran an und ergänzt die kommunale Sozialraumorientierung um einen weiteren Baustein. Das „Ecki“ ist seit April 2024 eine niedrigschwellige Anlaufstelle für alle Bürger:innen Seelzes. Es bietet Unterstützung beim Spracherwerb, bei der Arbeitsintegration, bei Alltagsproblemen sowie vielfältige Begegnungsangebote. Finanziert durch den niedersächsischen Integrationsfonds richtet es sich bislang an die gesamte Stadt. Die Erfahrungen zeigen jedoch einen hohen Bedarf an quartiersbezogenen Angeboten, die im bisherigen Rahmen und mit den bisherigen Ressourcen nicht abgedeckt werden können. Durch die vorhandene Infrastruktur (z.B. Netzwerke und Räumlichkeiten) kann das neue Gemeinwesen-Projekt ohne große Startinvestitionen starten.Die bestehenden Netzwerke (vor allem Beratungsstellen und Institutionen) ermöglichen bedarfsorientierte Verweisberatung der Zielgruppen und das frühzeitige Erkennen von neuen Herausforderungen im Quartier. Wir möchten durch den GWA-Ansatz die Bedürfnisse der Nachbarschaft besser kennenlernen, um auf dieser Basis bedarfsorientierte Angebote gemeinsam mit der Nachbarschaft zu konzipieren und umzusetzen. Projektbausteine: - Nachbarschaftsrat: Beteiligungsgremium aus Anwohnenden zur Planung gemeinsamer Maßnahmen. - Nachbarschaftsbudget: Demokratisch verwaltetes Budget für eigene Ideen der Bewohner:innen bzgl. der Aufwertung des Quartiers. - Ehrenamtsbörse: Vermittlung nachbarschaftlicher Hilfe und Engagement. - Ecki-Garten: Gemeinschaftlich nutzbarer Außenraum zur Förderung sozialer Kontakte. - GWA-Mobil: Mobile Kontaktmöglichkeit für aufsuchende nachbarschaftliche Kommunikation auf Augenhöhe.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Quartier Beethovenstraße leben überdurchschnittlich viele Menschen mit eingeschränkten Teilhabechancen in Bereichen wie Arbeitsmarkt, Bildung, Kultur und sozialer Integration. Verschuldung, geringe Deutschkenntnisse und fehlendes Wissen über Hilfesysteme erschweren den Zugang zu Unterstützung und wirken häufig über Generationen hinweg fort. Die Wohnstruktur ist geprägt durch einen hohen Anteil an Sozialwohnungen in großen Mehrparteienhäusern. Der Wegfall zahlreicher Sozialwohnungen durch das Auslaufen von Belegrechten sorgt für Mietsteigerungen und erhöht dadurch den Druck auf die Nachbarschaft deutlich. Viele Haushalte sind stärker finanziell belastet und der Beratungsbedarf ist spürbar gestiegen. Gleichzeitig fehlen im Quartier attraktive öffentliche Aufenthaltsflächen wie Parks, Spielplätze oder gastronomische Angebote, die das soziale Miteinander fördern könnten. Das Zusammenleben ist stark anonymisiert, nachbarschaftliche Netzwerke sind schwach ausgeprägt. Besonders Jugendliche weichen mangels geeigneter Treffpunkte auf informelle Orte aus, was zu Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum führt. Das Quartier ist in der Wahrnehmung vieler Einwohner:innen negativ besetzt, was die Identifikation mit dem Wohnumfeld zusätzlich schwächt. Mit rund 9 Hektar Fläche und einer Bevölkerungsdichte von etwa 150 Personen pro Hektar zählt das Gebiet zu den dichter besiedelten Bereichen der Stadt. Die bundesweiten Einsparungen im Bereich des SGB II (1/2025) führten zu einer geringeren Unterstützung der Leistungsbezieher durch das Jobcenter und die verschärften Regelungen bzgl. Integrationskurse seit 02/2026 erschwerten die gesellsch. Teilhabe für viele Geflüchtete zusätzlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Seelze
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Beethovenstraße, Mozartstraße, Obentrautstraße und Gustav-Adolf-Straße. Die nördliche Grenze bildet die Hauptdurchgangsstraße Hannoversche Straße und die südliche Grenze ist die Kantstraße und die stark befahrene Bahntrasse. Im Westen begrenzt die Döteberger Straße das Quartier und im Osten die Goltermannstraße.
Einwohnerzahl
1377
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedaten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen im Projektgebiet wurden auf Basis der Einwohnermeldedaten ermittelt. Die Zahlen der Gesamtstadt wurden auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Arbeitslosenanteil im Projektgebiet liegt geschätzt deutlich über dem Anteil der Gesamtstadt. Dieser basiert auf Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemäß Sozialmonitoring der Region Hannover beträgt der Anteil junger Arbeitslosen zwischen 15 und unter 25 Jahren 3,8 Prozent - die Jugendarbeitslosenquote 15 bis unter 25 Jahren der BA liegt bei 7,3 Prozent. Nach Erfahrungen im Quartier wird der Anteil dort geschätzt höher liegen als in der Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet geschätzt auf Basis von Stichprobenerhebungen. Zahlen der Gesamtstadt entnommen dem Sozialmonitoring der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gesamtstadt sind dem Sozialmonitoring der Region Hannover entnommen. Auf Basis von Stichprobenerhebungen wurden die Werte für das Projektgebiet geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten der Gesamtstadt stammen aus dem Sozialmonitoring der Region Hannover und die Werte für das Projektgebiet aus Stichprobenerhebungen.
Unterlagen zum Gebiet
lageplan2.jpg (55.51 KB)
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten den Fokus auf die Gemeinwesenarbeit richten, weil wir davon überzeugt sind, dass die Bewohner:innen des Quartiers die Expert:innen ihrer Lebenswelt sind und am besten wissen, wo die Bedarfe vor Ort liegen. Wir möchten Projekte bedarfsgerecht und wirksam gestalten und vermeiden, an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nachbarschaft vorbeizuplanen. Deshalb setzen wir unmittelbar auf Beteiligung und schaffen mit dem Nachbarschaftsrat eine Plattform, und dem Ecki und dem Ecki-Garten Räume, in denen Ideen aus der Mitte der Menschen vor Ort entstehen, wachsen und gemeinsam weiterentwickelt werden können. Die Nachbarschaft soll ihre Selbstwirksamkeit erfahren und stärken, wodurch sich auch in anderen Lebensbereichen positive Effekte entwickeln können. Selbstwirksame Menschen gestalten ihr Leben aktiver und können so die eigene und familiäre Entwicklung positiv gestalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn NachbarInnen ihre eigenen Interessen und Stärken in Form von Projekten für die Nachbarschaft anbieten.
Beschreibung
Wenn sich heterogene Personengruppen (bzgl. Alter, Herkunft, soz. Status) zu gemeinsamen Projekten und Aktionen zusammenfinden und in den gegenseitigen Austausch gehen.
Beschreibung
Wenn sich Nachbar:innen in Eigenregie zu einer Gruppe zusammenschließen und auf einer demokratischen Basis ihren Alltag/Wohnumfeld gestalten.
Beschreibung
Wenn sich die vor Ort handelnden Akteur:innen gegenseitig kennen und regelmäßig zu den Themen des Quartiers austauschen
Beschreibung
Wenn in jeglichen Projektphasen der Hauptfokus stets auf die Nachbarschaft gelegt wird und die anderen Einflussfaktoren zu einem späteren Zeitpunkt miteinbezogen werden.
Beschreibung
Wenn Personen aus der Nachbarschaft zu gemeinsamen Projekten/Angeboten zusammenkommen und sich daraus weiterführende Kontakte ergeben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Sozialdienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Frauenberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnraumvermittlung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS "Miteinander in Toleranz"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projekt "AZG-Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizei Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat Stadt Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbesuchsdienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Start-Projekt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche Hl. Dreifaltigkeit Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kooperationen mit diversen lokalen Firmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seelzer Brotkorb
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seelzer Netzwerk für Familien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum/Jugendbildungshaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mobile Straßensozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsraum Letter (GWA Projekt)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt erweitert das Angebot des Ecki mit Fokus auf Nachbarschaft und hilft, es als Teil der sozialen Infrastruktur Seelzes fest innerhalb des Quartiers zu etablieren. Das Ecki lebt von Sichtbarkeit und unmittelbarem Nutzen für die Zielgruppen. Durch die GWA-Komponente werden einerseits nachhaltige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen und andererseits der kommunale Fokus auf präventive sozialräumliche Infrastruktur verfestigt, was langfristige, politisch getragene Projekte zur Folge hat.
Zustimmung Veröffentlichung
On