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Empowerment

Lebendiges Leineberg-Zentrum

Ansprechpartner
Hanna Köhn
Funktion Leitung Stadtteilbüro Leineberg
Wer, wenn nicht wir? Aktiv in unserem Quartier!
Projektbeschreibung
Im Göttinger Quartier „Leineberg“ (2.800 BewohnerInnen) eröffnete 2009 das Stadtteilbüro Leineberg. Seit 2013 wird das Stadtteilbüro getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg (ca. 80 Mitglieder). Derzeit arbeitet eine hauptamtliche Mitarbeiterin im Stadtteilbüro, die unterstützt wird von einer Minijobberin und vielen Ehrenamtlichen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Inszenierung von Kommunikationsanlässen, die Förderung von Nachbarschaftshilfe und die Vernetzung der Akteure im Quartier. Dabei haben wir uns aufgrund des hohen Altersdurchschnitts im Quartier besonders mit dem Thema Vermeidung von (Alters-)einsamkeit befasst. Das Stadtteilbüro wirkt zudem mit am stadtweiten Netzwerk der Quartierszentren. Die BewohnerInnen des Leinebergs beklagen einvernehmlich den Zustand der Ladenzeile im Quartier. Das Stadtteilbüro befindet sich gegenüber der Ladenzeile, unweit der Kirchengemeinde und der Hausarztpraxis. Dieses räumliche Zentrum soll aufgewertet und belebt werden. Dabei wird mit den anliegenden Geschäften und Institutionen zusammen gearbeitet und gemeinsam eine Verbesserung der Nahversorgung in den Blick genommen. Vor dem Stadtteilbüro stehen bereits ein öffentlicher Bücherschrank und eine Bank, die gut genutzt und von AnwohnerInnen gepflegt werden. Allerdings stoßen wir mit einer Weiterentwicklung dieses Ansatzes personell und finanziell an unsere Grenzen. Um das Thema Nahversorgung und Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum gezielt in den Blick zu nehmen, benötigen wir Arbeitsgruppen, die sich gezielt mit dem Thema befassen und eine Unterstützung der Gruppen bei der Umsetzung ihrer Ideen. Hierzu braucht es zusätzliche Zeit und Sachmittell. Daher möchten wir das Projekt nutzen, um die Selbstorganisation der AnwohnerInnen für die Nahversorgung zu aktivieren, und die Vernetzung im Quartier zu verbessern. Wir denken die Nahversorgung und die Begegnung im öffentlichen Raum zusammen. Damit lehnen wir uns an am Konzept der „Dorfbegegnungsläden“. Die Aktivitäten werden mit BewohnerInnen geplant und umgesetzt., die Selbstorganisation wird gestärkt. Die bereits bestehende Stadtteilrunde (Netzwerk der Akteure im Quartier) wird gestärkt und durch die Ladenbetreiber ergänzt. Die Aktivitäten werden in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts fließen in das Netzwerk der Nachbarschaftszentren ein und werden für andere Zentren und für die gesamtstädtische Strategie zur Arbeit der Nachbarschaftszentren nutzbar.
Laufzeit
2021-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Göttinger "Leineberg" liegt ca. 1,5 km südwestlich der Kernstadt und ist baulich klar vom Rest der Stadt getrennt. Hier leben derzeit 2.800 Menschen, überwiegend im Geschosswohnungsbau. Nachdem der Leineberg viele Jahre als "sozialer Brennpunkt" galt, hat sich das Image in den letzten Jahren gewandelt: Die Städtische Wohnungsbau GmbH als größter Vermieter im Quartier hat ihre Häuser und Wohnungen saniert, die stadtnahe und gleichzeitig ruhige Lage und die im Vergleich zu anderen Quartieren niedrigen Mieten machen die Wohnungen attraktiv und begehrt. Allerdings: Eine Studie zur Nahversorgung in Göttingen bescheinigt, was alle LeinebergerInnen schon lange wissen: Das Ladenzentrum ist nicht mehr zeitgemäß und die Nahversorgung ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Geschlossen haben in den letzten Jahren die Drogerie, die Apotheke und die Bankfiliale. Gleichzeitig ist der Altersdurchschnitt im Quartier hoch. Es leben also viele Menschen hier, die auf Einkaufsmöglichkeiten vor Ort angewiesen sind. Die kleine Ladenzeile und der davor liegende Grünstreifen haben momentan eine niedrige Aufenthaltsqualität. Das führt dazu, dass viele Menschen zum Einkaufen mit dem Bus oder dem Auto in die Stadt fahren. Dadurch fehlen Begegnungen im öffentlichen Raum und die Wirtschaft vor Ort wird weiter geschwächt. Gleichzeitig fehlt beim Einkauf in der Stadt der persönliche Charakter: Auf dem Leineberg kennen die LadenbetreiberInnen ihre Kundschaft, der Einkauf ist neben der schlichten Versorgung ein Kommunikationsanlass. Nicht zuletzt angesichtst zunehmender Alterseinsamkeit nehmen wir daher mit unserem Projekt die Nahvergung in Kombination mit Begegnung im Quartier in den Blick.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Leineberg
Beschreibung
Das Gebiet "Leineberg" umfasst nur wenige Straßen (s. Kartenausschnitt). Der Leineberg wird durch den Fluss "Leine" vom Rest der Stadt getrennt. Im Norden wird das Gebiet durch die Bahn und den Friedhofbegrenzt, im Süden liegen die psychiatrische Fachklinik und der offene Jugendvollzug. Durch seine räumlich klare Abgrenzung vom Rest der Stadt weist das Quartier eine starke Stadtteilidentität auf.
Einwohnerzahl
2768
Quelle / Anmerkungen
https://duva-stg-extern.kdgoe.de/Informationsportal/Dateien/PDat-Stb037-2019.pdf, Stand 2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich um eine Schätzung, die die Stadt Göttingen vorgenommen hat.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf dem Leineberg wird seit 2009 mit dem Stadtteilbüro und dem Nachbarschaftsverein Leineberg als Trägerverein der Ansatz der Gemeinwesenarbeit durchgeführt. Mit dem Projekt werden das Selbsthilfepotential und die Nachbarschaftshilfe im Quartier weiter gestärkt. Die Aktivierung der BewohnerInnen und die Stärkung der Netzwerke vor Ort sind die Grundlagen des Projekts. Dabei gehen wir ein Thema an, das von den BewohnerInnen in den letzten Jahren immer wieder angesprochen wurde. Die Arbeit am Thema "Aufwertung des Umfelds des Ladenzentrums und Verbesserung der Nahversorgung" ist der Aufhänger, unter dem die Netzwerke gestärkt werden. Die konkreten Maßnahmen werden mit LeinebergerInnen gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Ziel ist die Schaffung von Strukturen, die in Zukunft neue Themenbereiche im Quartier in den Blick nehmen. Dabei verstehen wir den Leineberg trotz seiner von der Stadt abgetrennten Lage als Teil der Gesamtstadt und möchten die Zusammenarbeit mit der Kommune und anderen Quartierszentren für unser Projekt nutzen. Die Ergebnisse fließen durch einen Austausch mit der Stadt Göttingen und im Netzwerk in die gesamtstädtische Strategie der Quartiersentwicklung ein. Zusätzlich wird neben der Sozialplanung Kontakt zur Stadtplanung aufgenommen. Besondere Nähe besteht zum benachbarten "Leineviertel", daher werden die Aktivitäten mit dem dortigen Quartiersmanagement gut abgestimmt, so werden Doppelstrukturen vermieden und Synergieeffekte genutzt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ausgangspunkt des Handelns sind die Bedürfnisse der BewohnerInnne, Aktivitäten werden nicht "für sie " sondern "mit ihnen" umgesetzt.ihnen
Beschreibung
BewohnerInnen übernehmen eigene Aufgabenbereiche und sind an den organisatorischen Aufgaben beteiligt.
Beschreibung
Es werden mehrere Alters- und Bevölkerungsgruppen mit dem Projekt erreicht (als Ehrenamtliche und als Teilnehmende).
Beschreibung
Das Projekt bearbeitet sowohl soziale Themen als auch die räumliche Gestaltung des Quartiers und die Stärkung der lokalen Ökonomie und Versorgung.
Beschreibung
Möglichst viele der relevanten Institionen und Firmen vor Ort sind am Projekt beteiligt und leisten einen Beitrag.
Beschreibung
Die neu geschaffenen Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum werden genutzt und nachbarschaftliche Unterstützung wird aktiviert. LeinebergerInnen erkennen, dass sie selbst ihr Wohnumfeld mitgestalten können.
Beschreibung
Die Nahversorgung auf dem Leineberg verbessert sich durch den Aufbau einer Einkaufshilfe und durch eine Ergänzung des Angebots (z. B. Markt)
Beschreibung
Das Projekt ist mit weiteren Quartierszentren in Göttingen vernetzt und arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen.
Vorhandene Strukturen
Das Stadtteilbüro Leineberg ist eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für die BewohnerInnen des Leinebergs. Es wird seit 2012 getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg und verfügt derzeit über eine hauptamtliche Leitung und eine Minijobberin, die für die Durchführung des 3mal wöchentlich stattfindenden Mittags- und Begegnungstischs zuständig ist. Der Altersdurchschnitt der BesucherInnen ist hoch. Arbeitsschwerpunkte sind: - Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, bei denen sich LeinebergerInnen kennenlernen und vernetzen - Förderung ehrenamtlichen Engagements: Unterstützung von LeinebergerInnen bei selbst organisierten Gruppen und Aktivitäten zur Verbesserung des Wohnumfelds, Vermittlung von Nachbarschaftshilfe - Vernetzung der vorhandenen Institutionen im Quartier - Einzelberatung und Lotsenfunktion - Prävention von (Alters-)Einsamkeit - Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds - Imageverbesserung des Quartiers
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Wohnungsbau GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volksheimstätte eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Thomaskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nahkauf Onal (örtlicher Lebensmittelladen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerinitiative "Leinebürger"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderhaus Leineberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Schulsozialarbeit (LiSA)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Quartiersbüro Leineviertel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn-und Wassersportverein Göttingen von 1861 e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonieverband Göttingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt auf den Aufbau selbsttragender Strukturen. Teilbereiche können nach der Schaffung der Strukturen ehrenamtlich fortgeführt werden. Zusätzlich wird im Projekt ein Netzwerk institutioneller Akteure aufgebaut, die einen individuellen Mehrwert aus dem Projekt ziehen und daher eine Motivation zur Fortführung entwickeln. Eine professionelle Rahmung und Bereitstellung von Ressourcen über den Förderzeitraum hinaus werden angestrebt, die Erarbeitung eines Konzepts ist Teil des Projekts.
Galerie
dji 0092 3 4 5 6 web
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vätertreff Ronnenberg

Ansprechpartner
Julia-Carmen Teupe
Funktion Koordinatorin
Vernetzung, Information und Beratung aktiver Väter mit dem Ziel einer Aktivierung von Eigenressourcen und einer Verbesserung des sozialen Miteinanders
Projektbeschreibung
Aufgrund der in vielerlei Hinsicht schwierigen Sozialstruktur des Stadtteils Empelde (hohe Arbeitslosigkeit, viel Transferleistungsbezug -überdurchschnittlich viele Kinder betroffen, hoher Flüchtlingsanteil, Auffälligkeiten bei den Schuleingangsuntersuchungen) und des Fehlens entsprechender Anlaufstellen für Männer im Stadtgebiet hält die Stadt Ronnenberg die Einrichtung eines Vätertreffs für dringend erforderlich. Dies ist zunächst kostengünstig im Quartierstreff des Kooperationspartners "Nachbarschaftsverein Win e.V." möglich, welcher bei potentiellen Teilnehmern immernoch weniger Angst vor Stigmatisierung auslöst als das seit 3 Jahren daneben betriebene Sozialberatungszentrum. Zudem bietet der Quartiestreff aufgrund seiner Größe und Gestaltung ein hohes Maß an Flexibilität. Die Anbindung an das Sozialberatungszentrum erfolgt nicht nur durch die räumliche Nähe im selben Gebäude, sondern auch durch die sozialarbeiterische Begleitung der Gruppe(n) durch einen über das Sozialberatungszentrum beschäftigten Sozialarbeiter. Durch die sozialarbeiterische Begleitung werden Anregungen, Informationen und Hilfestellungen rund um diverse soziale und gesellschaftliche Themen, Erziehung und die Vaterrolle vermittelt. Die Themen bestimmen die Teilnehmer überwiegend selbst. Bei Bedarf werden Fachreferenten eingeladen. Gemeinsam mit den Teilnehmern werden außerdem Veranstaltungen zur Quartierserkundung, Entlastung und Ressourcenstärkung mit und ohne Einbeziehung der Kinder geplant und durchgeführt. Darüber hinaus stellt der Treff eine Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Vätern und somit Familien aus unterschiedlichen sozioökonomischen Verhältnissen und von verschiedener ethnischer Herkunft dar, um Hemmschwellen abzubauen und räumliche Grenzen zwischen Vierteln mit unterschiedlicher Sozialstruktur aufzuweichen. Die enge Anbindung an das Sozialberatungszentrum ermöglicht außerdem eine inkludierte soziale Beratung und erleichterte Vermittlung der schwer zugänglichen Zielgruppe Väter" bzw. "Männer" in das vorhandene Hilfenetzwerk. Diese hat, wie die Bedarfsermittlung zum Ronnenberger Sozialberatungszentrum bestätigt hat, häufig Hemmungen, ihren Hilfebedarf außerhalb eines geschützten Rahmens einzugestehen, welcher hier entsteht. Gleichzeitig wird zur Stärkung einer aktiveren Vaterrolle beigetragen. Die Vereinbarkeit von Familienarbeit und Berufsarbeit fordert Väter ebenso heraus wie Mütter. Bisher gibt es jedoch kaum väterspezifische Angebote.
Laufzeit
2021-08-03 00:00:00
Ausgangslage
Der Sozialbericht des Region Hannover weist die Stadt Ronnenberg als urbanen Verflechtungsraum mit benachteiligter sozialer Lage aus. Die bestimmenden Merkmale sind hierbei der überdurchschnittlich Hohe Anteil an Personen und insbesondere Kindern in prekären finanziellen Situationen (im Mindestsicherungsleistungsbezug [13 %; 21 % der Kinder] oder mit einem Haushaltseinkommen unterhalb des Existenzminimums [12,4 %]), überdurchschnittlich viele bei Einschulungsuntersuchungen festgestellte Auffälligkeiten (13,4 %), eine hohe Bevölkerungsfluktuation (12,0 %), ein hoher Seniorenanteil (21 %) sowie eine deutliche Zunahme psychosozialen Beratungsbedarfs. Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung durch die Gesellschaft für Organisation und Entscheidung aus Bielefeld aus dem Jahr 2017 hat außerdem ergeben, dass Ronnenberg zwar ein über ein breites Unterstützungsangebot durch eine große Zahl an Akteuren verfügt, diese jedoch relativ unkoordiniert nebeneinander agieren. Deshalb wurde 2018 das städtische Sozialberatungszentrum geschaffen. Im Rahmen einer diesbezüglichen Bedarfsermittlung der Medical School Berlin, Prof. Dr. Nieberg stellte sich heraus, dass unter anderem die Bedarfsgruppen der Alleinerziehenden und der Männer einen erhöhten Unterstützungsbedarf aufweisen, wobei Männer diesen selten offen äußern. Ronnenberg verfügt über ein breit aufgestelltes Frauenzentrum mit Bildungsveranstaltungen, Gewaltschutzberatung und anderen Angeboten für Frauen, eine speziell auf die Bedarfe von Männern ausgelegte Anlaufstelle fehlt jedoch. Da Kinder in Ronnenberg laut Sozialbericht besonders von sozialer Benachteiligung betroffen sind, soll eine solche hier zunächst für Väter entstehen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ronnenberg (insbesondere Stadtteil Empelde)
Beschreibung
Ronnenberg verfügt über 7 Stadtteile: Empelde (12.200 Einwohner), Ronnenberg (7.200 Ew.), Weetzen (2.300 Ew.), Benthe (2.000 Ew.), Linderte (1.120 Ew.), Ihme-Roloven (1.000 Ew.) und Vörie (300 Ew.). Der größte Stadtteil Empelde liegt durch ländliche Flächen räumlich von den benachbarten Stadtteilen Ronnenberg und Benthe abgegrenzt im Norden der Stadt Ronnenberg und grenzt direkt an die Stadtteile Badenstedt, Mühlenberg und Wettbergen an. Dieser stellt aufgrund seiner ungünstigen Sozialstruktur das primäre Projektgebiet dar. Aufgrund der dünnen Angebotslage in den anderen Stadtteilen werden jedoch Teilnehmer aus ganz Ronnenberg zugelassen.
Einwohnerzahl
26000
Quelle / Anmerkungen
vgl. https://www.ronnenberg.de/portal/seiten/ueber-die-stadt-ronnenberg-914000451-21650.html?vs=1
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Daten liegen jeweils nur für das Gesamt-Projektgebiet also die Gesamtkommune vor. Diese stammen aus dem laufenden Sozial-Datenbestand des Bereichs Sozialplanung der Region Hannover. Die Daten für das Projektgebiet (OT Empelde) wurden auf Grundlage der Klientendaten des Sozialberatungszentrums und des Wissens der Erstellerin über die örtlichen Strukturen geschätzt. Die Begründung für die geschätzten Werte entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Merkmal. Hier: In diesem Stadtteil befindet sich mit dem Seegrasweg die größte Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Ronnenberg für Asylbewerber und Wohnungslose mit 128 Wohneinheiten für Familen und Wohngemeinschaften. Außerdem stehen hier zahlreiche Mehrfamilienhäuser der KSG Hannover, welche günstigen teilweise öffentlich geförderten Wohnraum mit guter Verkehrsanbindung nach Hannover bieten.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Empelde verfügt im innerstädtischen Vergleich sowohl über die meisten Betreuungseinrichtungen für Ältere als auch über den höchsten Bestand an Belegwohnraum sowie kleinem und günstigem Wohnraum (überwiegend im Eigentum der KSG Hannover). Viele gerade einkommensärme Ältere leben deshalb - zum Teil schon einen Großteil ihres Lebens im Stadtteil Empelde.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wie bereits zum Ausländer- und Älterenanteil ausgeführt, steht in Empelde der meiste günstige Wohnraum für häufig einkommensschwache Alleinerziehende zur Verfügung. Hinzu kommt ein breiteres Angebot an Kintertagesstätten und Krippen, welche die Betreuungssituation und somit die Arbeitsmarktchancen Alleinerziehender erhöhen, als in den anderen Stadtteilen.
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Vergleiche vorherige Ausführungen zur Wohnraumsituation in Empelde
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Da ausländische Familien oft kinderreicher als deutsche sind, liegt der erhöhte Anteil an Kindern im Transferleistungsbezug einerseits in den in Empelde untergebrachten Familien mit Fluchthintergrund und zumindest während des Asylverfahrens und in den ersten Folgejahren schlechteren Chancen auf Arbeitsmarktintegration begründet. Zum anderen spielt aber auch hier das Angebot von auch für größere Familien bezahlbarem Wohnraum eine Rolle.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auch wenn das Projekt vornehmlich auf die Gruppe der Väter zielt, sollen dadurch auch die Gesamt-Lebenssituation von Familien und das gesellschaftliche Miteinander, verbessert werden. Gleichzeitig sollen durch das Zusammenbringen von Vätern aus unterschiedlichsten sozioökonomischen Lebensverhältnissen sowie von unterschiedlichster ethnischer Herkunft nicht nur deren Teilhabechancen erhöht, sondern auch innergesellschaftliche Barrieren abgebaut werden. In Ronnenberg, insbesondere OT Empelde existieren Sozialräume mit unterschiedlichster Sozialstruktur, deren Bewohner Vorurteile gegeneinander und kaum Kontakt untereinander haben. Diese Barrieren sollen durch das Kennenlernen von örtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten über die Grenzen des eigenen Viertels hinaus im Rahmen von gemeinschaftlichen Quartierserkundungen sowie der Erfahrung von Gemeinsamkeiten (Vaterschaft) aufgeweicht und Kontakte zwischen den hier lebenden Familien geknüpft weden. So sollen sowohl Eigen- als auch Gemeinschaftsressourcen nutzbar gemacht werden. Durch Aufklärung über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Väterolle in der modernen Gesellschaft und Vermittlung der notwendigen Kenntnisse, um diese zu übernehmen, sollen zudem Mütter entlastet und die Lebenssituation von alleinerziehenden Vätern und deren Kindern verbessert werden. Die ressourcenstärkende Gruppenarbeit soll die Teilnehmer zudem dazu ermutigen, neben Aufgaben der Familienarbeit auch gemeinnützige Aufgaben zu übernehmen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Teilnehmer organisieren (mit Unterstützung) selbst Veranstaltungen und Ausflüge. Es entstehen belastbare Sozialkontakte und finden auch unbegleitete Treffen statt.
Beschreibung
Die Teilnehmer bestimmen die Themen und Inhalte selbst. Veranstaltungen und Ausflüge richten sich nach ihrem Bedarf.
Beschreibung
Väter aus verschiedenen sozioökonimischen Verhältnissen und von unterschiedlicher ethnischer Herkunft nehmen - soweit möglich auch mit ihren Kindern - an den Treffen, Veranstaltungen und Ausflügen Teil und vernetzen sich untereinander.
Beschreibung
Themen und Inhalte aus den Bereichen Finanzen, Arbeit, Gesundheit, Familie, Gleichstellung, Erziehung und Bildung finden in dem Format ihren Platz und werden vermittelt.
Beschreibung
Ronnenberg verfügt über eine hohe Anzahl sozial benachteiligter Familien, die ein großes Entwicklungs- und Vernetzungspotential mitbringen. Zugleich besteht ein breites Unterstützungsangebot durch zahlreiche Akteure, die die Teilnehmer kennenlernen werden
Beschreibung
Für das Projekt kooperiert das Sozialberatungszentrum mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Nachbarschaftsverein Win e.V. und weiteren Akteuren, um den Teilnehmern vielseitige Informationen und eine gute Anbindung an bestehende Hilfsangebote zu bieten.
Beschreibung
Die verbesserte Vernetzung fördert die soziale Teilhabe, Ausflüge und Veranstaltungen die kulturelle Teilhabe und die Stärkung von Eigenressourcen sowie die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen in der Gruppe die politische Partizipation.
Vorhandene Strukturen
Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung durch die Gesellschaft für Organisation und Entscheidung Bielefeld hat 2017 ergeben, dass Ronnenberg über ein breites Unterstützungsangebot durch eine große Zahl an Akteuren verfügt, diese jedoch relativ unkoordiniert nebeneinander agieren. Deshalb wurde 2018 im Stadtteil Empelde das städtische Sozialberatungszentrum geschaffen. Dieses stellt eine Erstanlaufstelle für soziale Fragen aller Art dar und setzt sich für eine verbesserte Koordination und Vernetzung der zahlreichen Hilfsangebote und Akteure sozialer Arbeit im Stadtgebiet ein. Darüber hinaus wirkt das Sozialberatungszentrum gemeinsam mit Bewohnern und Kooperationspartnern darauf hin, die Eigenressourcen und das Gemeinschaftsbewusstsein der Bewohner zu stärken. Im Hinblick auf die Angebotsentwicklung des Sozialberatungszentrums wird der Unterstützungsbedarf verschiedener Bedarfsgruppen regelmäßig evaluiert und mit den anderen Akteuren sozialer Arbeit in Ronnenberg abgestimmt. Eine besonders enge Kooperation wird dabei mit dem Quartiersmanagement des Nachbarschaftsvereins "Win e.V." der KSG Hannover praktiziert, welches sich im selben Haus befindet und in dessen Gruppenrum zunächst auch der Vätertreff stattfinden soll. Beteiligt am Projekt sind außerdem die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ronnenberg sowie das städtische Team Soziale Dienste Netzwerkpartner. Als weitere externe Kooperationspartner sind unter anderem der Diakonieverband und das Jobcenter vorgesehen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Win e.V. - Nachbarschaftsverein der KSG Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Team Soziale Dienste der Stadt Ronnenberg (mit 30 Jahren Erfahrung im Betrieb eines inzischen überkommunal tätigen Frauenzentrums)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf des Förderzeitraums von drei Jahren soll das Projekt bei Erfolg als Teil des Sozialberatungszentrums der Stadt Ronnenberg eigenfinanziert verstetigt werden. Ein Ausbau mit mehreren Gruppen in Abhängigkeit vom Alter der Kinder und - bei hinreichendem Bedarf - einer weiteren offenen Gruppe für Männer ohne und mit bereits erwachsenen Kindern ist beabsichtigt, um in Zukunft auch diesen einen eigenen Raum bieten zu können. Nachfrage nach einer solchen Gruppe besteht bereits.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Wir wohnen in Wildeshausen

Ansprechpartner
Michaela Kurwinkel
Organisation Stadt Wildeshausen Bürgerservice, Migration und Öffentliche Ordnung
Funktion Integrationsfachkraft
Ort für Begegnungen schaffen - Beteiligung fördern - Gemeinwesen stärken - Lebensqualität verbessern
Projektbeschreibung
Im Bereich der Stadt Wildeshausen, in dem ein sozialer Brennpunkt rund um einige Mehrfamilienhäuser in der Hermann-Ehlers-Straße und den umliegenden Straßen(zügen) zu finden ist, befinden sich sowohl weitere Mehrfamilienhäuser, Zweifamilien- und ansonsten Einfamilienhäusern, sowohl in Reihenbebauung als auch freistehend. Die Bevölkerung dieses Wohnquartiers erscheint heterogen. Durch Befragung der AnwohnerInnen des Viertels durch eine (sozial)pädagogische Kraft (GemeinwesenarbeiterIn) sollen gemeinsam die Wünsche, Ideen und Anregungen der hier lebenden Menschen erfragt und sichtbar gemacht werden. Zur Befragung fremdsprachiger AnwohnerInnen werden ggf. Ehrenamtliche zur Sprachmittlung hinzugezogen. Über die Befragung wird die Aktivierung der BewohnerInnen angestrebt. Der städtische Treffpunkt Mittendrin in der Hermann-Ehlers-Straße bietet Räume zur Begegnung und zum Austausch, in denen die Bewohner zusammen- und miteinander ins Gespräch kommen. Über die Ansprache der BewohnerInnen in der aufsuchenden Arbeit sollen die Menschen von den Angeboten des Treffpunkt Mittendrin erfahren. Über einen einmal wöchentlich stattfindenden offenen Begegnungstreff sollen sie die (räumlichen) Möglichkeiten, die ihnen hier geboten werden, entdecken. Begleitet wird dieser durch das Projektpersonal und die MitarbeiterInnen des Treffpunkt Mittendrin. Neben dem allgemeinen "miteinander-ins-Gespräch-kommen" (und dabei gemeinsame Einstellungen, Ansichen und Wünsche entdecken zu können), sollen moderierte Gespräche und ggf. Themenveranstalungen den Austausch fördern. So soll ein Prozess angstoßen werden, im Laufe dessen die hier lebenden Menschen eine Identität als Nachbarschaft entdecken und entwickeln, gemeinsam ihre Ziele erarbeiten und Änderungen in ihrem Lebensumfeld angehen können. So können die Bewohner miteinander Projektvorhaben für ihr Viertel entwickeln und ausarbeiten. Sie bekommen Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung (Konzepte und Finanzpläne erstellen, Finanzmittel akquirieren, Vernetzung und Kooperationen, Realisierung der geplanten Projekte, Öffentlichkeitsarbeit) von realistischen Projektvorhaben, die sich ganz konkret auf ihr Wohnumfeld, ihre Lebens- und Wohnqualität und letzendlich ihr Standing in der Gesellschaft auswirken (können).
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wildeshausen ist die Kreisstadt des Landkreises Oldenburg. Aktuell leben in Wildeshausen rund 21.800 Einwohner und Einwohnerinnen (lt. eig. Statistik; 3/2021). Davon haben 3.764 Personen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem (gegenüber dem deutschlandweiten und niedersächsischen Anteil überdurchschnittlich hohen) Ausländeranteil in der Gesamtbevölkerung von 17,26 %. Nicht berücksichtigt sind in dieser Zahl Menschen mit Migrationshintergrund mit deutscher Staatsbürgerschaft. Die mit Abstand größte Herkunftsgruppe der zugewanderten Menschen in Wildeshausen stellen bulgarische ZuwandererInnen dar, gefolgt von Menschen anderer EU-Länder und geflüchteten Menschen verschiedener Herkunftsländer. Die im Landkreis Oldenburg zu findende Konzentration von fleischverarbeitender Industrie und Landwirtschaft führt zu der festzustellenden großen Zuwanderung von im Niedriglohnsektor Beschäftigten. Die Brisanz des Existenzminimums, an dem sich viele der zugewanderten Familien und Personen befinden, erhöht sich durch den Mangel an (geeignetem) Wohnraum. Diesen finden viele der Zugewanderten im "sozialen Brennpunkt" im Bereich der Hermann-Ehlers-Straße. Hier stehen in wenig ansprechender Umgebung mehrgeschossige Wohnblockbauten mit erheblichem Sanierungsbedarf. Da die hier unterkommenden Menschen oftmals nur für kürzere Zeit in Deutschland bleiben, oder aber eine andere Wohnung finden, ist die Fluktuation der AnwohnerInnen hoch. Daher ist die Identifikation mit dem Wohnviertel teilw. sehr gering. Innerhalb dieser Nachbarschaft und zu anderen Menschen im Viertel besteht kaum oder kein Kontakt. Vandalismus und Vernachlässigungstendenzen sind deutlich sichtbar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wildeshausen Mitte-West
Beschreibung
Wildeshausen ist nicht in Stadtteile gegliedert. Beim Blick auf die Karte Wildeshausens lassen sich einige tortenstückförmige Bereiche um das Zentrum deutlich erkennen. Hier liegt das Projektgebiet zwischen der Ahlhorner Straße im Norden und der Visbeker Straße im Süden. Westlich grenzt der Westring das Gebiet ab; östlich bildet die Bahnlinie eine Grenze.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
eigene Meldedaten; keine exakte Erhebung, sondern Hochrechnung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung; Gesamtstadt: Daten Einwohnermeldeamt März 2021
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung, Gesamtstadt: Arbeitsmarktbericht April 2021
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung Gesamtstadt: als Grundlage dienen die Fallzahlen SGB II (leider keine Angaben zur Personenzahl je HH) und Wohngeld Projektgebiet: keine Auswertung möglich, subjektive Einschätzung der LeistungssachbearbeiterInnen
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Sichtung der Zahlen des Mikrozensus 2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt soll es um die Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Wohnviertel gehen und um die Veränderungen dieser nach ihren eigenen Vorstellungen. Die professionelle soziale Arbeit bezieht sich auf den "sozialen Raum". Das zur Seite stehende Fachpersonal sieht sich als "Unterstützer". Durch Aktivierung und Empowerment soll die Befähigung der AnwohnerInnen zur Veränderung ihrer Lebenswelt stattfinden. Hier liegt der Fokus auf den Bedürfnissen und Wünschen, sowie auf den Fähigkeiten und Ressourcen der AnwohnerInnen. Strukturelle Ursachen von Problemlagen sollen bearbeitbar gemacht werden. Konkrete Zwischenziele sind: - Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders und des Gemeinwohls - Schaffung einer gemeinsamen Identität als Nachbarschaft - Identifikation mit dem Wohnumfeld - Netzwerk für eine stabile Nachbarschaft und ihre Belange - Interessenvertretung/gesellschaftliche Teilhabe - Förderung des bürgerschaftlichen Engagements
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn die Stimmen der BewohnerInnen ohne Wertung gesammelt wurden
Beschreibung
wenn die Menschen beginnen, ihre Nachbarschaft aktiv umzugestalten. Dabei agieren sie gemeinsam und vertreten gemeinsame Interessen.
Beschreibung
wenn sowohl der Raum für Zusammenkünfte geschaffen wurde, als auch die Befähigung zur selbständigen Lebensraumgestaltung geschaffen wurde; Die Organisation und Gestaltung liegt in den Händen der Bewohner, das Fachpersonal begleitet
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
BewohnerInnen des Wohnviertels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zeitung und Internet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschüsse des Rates der Stadt Wildeshausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist so angelegt, dass es sich im Laufe der Förderdauer verselbständigen soll, d. h., die BewohnerInnen sollen ermächtigt und befähigt werden, ihre Interessen selber zu vertreten. Um einen Ort für den Austausch vorzuhalten, steht weiterhin der städt. Treffpunkt Mittendrin mit seinem päd. Personal zur Verfügung. Bei Notwendigkeit einer längeren Begleitung wird die Weiterfinanzierung aus Haushaltsmitteln angestrebt.
Zustimmung Veröffentlichung
On

JuLeiQua - Qualifizierung als Kinder- und Jugendleiter*innen in der Göttinger Weststadt

Ansprechpartner
Ovidiu Ionut Ioan
Funktion Leitung
Modelprojekt Qualifizierung als Kinder- und Jugendleiter*innen im Quartier
Projektbeschreibung
Kinder- und Jugendleiter*innen werden in der Regel von zertifizierten Trägern aus den Bereichen Sport, Kirche, Kultur usw. im Rahmen ihrer Einrichtungen und nach bewehrten Standards (JuleiCa) qualifiziert. Doch sind die meisten Jugendliche und jungen Menschen (bis 26) gar nicht Mitglieder in solchen Einrichtungen und damit von solchen Qualifizierungen quasi ausgeschlossen. Das Modelprojekt möchte die Träger unterstützen, ihre Angebote anzupassen und für alle Interessierten im Quartier zu öffnen. Den damit einhergehenden Herausforderungen wird es in den drei Jahren durch unterschiedliche Formate entgegengewirkt und ein neues geprüftes Konzept entwickelt.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Weststadt – ein Göttinger Quartier mit vielen Brennpunkten Der Stadtteil ist ein Mischgebiet, das sich aus verschiedenen Teilräumen mit unterschiedlichen sozialräumlichen Merkmalen zusammensetzt. Unterschiede bestehen insbesondere hinsichtlich der Bevölkerungszusammensetzung und -dichte, der Wohnbebauung und der Altersstruktur. Im Jahr 2018 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 5.319 Menschen in 3.126 Haushalte, davon 4 % Alleinerziehende. Die Anzahl der Einpersonenhaushalte ist seit 2017 auf 1890 gesunken und der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, gestiegen. Insgesamt lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 737 Kinder und Jugendliche, wovon ein Anteil von ca. 30 % im Grundschulalter ist. Die gesellschaftliche Vielfalt und der demografische Wandel stellen hier besondere Anforderungen an die soziale Infrastruktur. Zudem sind spezifische Integrationsbedarfe wie Sprach- u. Bildungsförderung oder Qualifizierungsangebote mit zu bedenken, die sich sowohl an Erwachsene als auch an Kindern und Jugendliche richten. Der hohe Anteil der Minderjährigen mit Migrationshintergrund erfordert besondere Angebote und Unterstützung vor allem im Bereich der (schulischen) Bildung, da diese Art von Hilfe oftmals nicht von den Familienmitgliedern gewährleistet werden kann. Komplementär sind Projekte notwendig geworden, die für junge Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnen und sie damit vertraut machen, auf die Entwicklungen in ihr Quartier hinweisen und nachbarschaftliches Engagement als eine Möglichkeit für Integration und Selbstverwirklichung entdecken.
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten Akteure innerhalb und außerhalb des Stadtteils. Das Projekt zielt auf die Qualifizierung und die Partizipation der Anwohner bei der Entwicklung von Angeboten für Kinder und Jugendliche im Quartier. Das Projekt nimmt sich vor, ein Konzept für Kinder und Jugendarbeit im Stadtteil selbst herauszuarbeiten, d.h. unter Einbeziehung der städtischen und privaten Initiativen, der Anwohner und des Fachpersonals.
Vorhandene Strukturen
Die Leitung des Weststadtzentrums ist durch einen Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen gesichert (30 Std./Woche). Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sowohl die Betreuung der Angebote und Aktivitäten im Weststadtzentrum als auch die täglichen Arbeiten zum Erhalt der Infrastruktur werden von ehrenamtlich Tätigen Bewohner*innen (mit Aufwandsentschädigung über den Förderverein Weststadtzentrum e.V.), durch Honorardozenten, Tätige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE und durch Mitarbeiter*innen des Projektes „Soziale Teilhabe“ §16i geleistet.
Nachhaltigkeit
Hier weiß ich nicht, was ich schreiben soll. Wahrscheinlich ist hier die Stelle, wo auf die bestehenden Projekte von Christina Bezug genommen wird.

Jugend Verändert - Jugend Gestaltet - Jugend Verbindet

Ansprechpartner
Astrid Hunke
Funktion Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement
Junge Menschen in Hornburg sowie in der Region Elm Asse des Landkreises Wolfenbüttel in Remlingen gestalten ihre Umgebung selbst und passen ihre neuen Strukturen an ihren Lebensraum vor Ort an.
Projektbeschreibung
Die Freiwilligenagentur gehört zum LK Wolfenbüttel, ist in WF verortet und in der Region seit 23 Jahren tätig. Sie möchte in Hornburg und Remlingen erreichen, dass Jugendstützpunkte errichtet werden, die von Jugendlichen betrieben werden. Die jungen Menschen bekommen die Möglichkeit, die Entstehung und Errichtung selbst zu organisieren, von der Planung bis zum Betrieb der Einrichtungen. Diese Stützpunkte haben den Charakter selbstgeführter Jugendcafés, die auch für Institutionen und Verbänden als Treff oder als Informationsdrehscheibe genutzt werden können. Sie sollen zentral und sichtbar im Kern der Ortschaften liegen. Junge Menschen vor Ort bringen sich für die ältere Generation ein, machen ihre Jugendkultur transparent, um ein generatives Gleichgewicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport herzustellen und initiieren demokratiefördernde Aktivitäten. Diese werden zur Neuentstehung und Erhaltung des Ehrenamtes vor Ort beitragen. Die jungen Menschen leisten einen Anteil zur Bereicherung des Gemeinwesens vor Ort und identifizieren sich mit ihrem Lebensraum und fördern Akzeptanz und gemeinschaftliches Handeln in den ländlichen Gemeinschaften. Sie entwickeln gemeinschaftliches Leben und demokratische Mitbestimmung. Da bisher in diesen beiden Orten viel traditionelles Ehrenamt stattfindet, in dem junge Menschen wenig Möglichkeiten zur Entfaltung vorfinden, haben sich Nischengesellschaften gebildet. A.) Junge Menschen, die sich an Strukturen orientieren, die der rechten Szene zuzuordnen sind. B.) Jugendliche mit Migrationshintergrund, (1982 - 1985 und 2015 - 2018). C.) Junge Menschen die sich weder der einen noch der anderen Gruppierung zuordnen möchte, vor Ort keine Möglichkeiten der Entfaltung vorfinden und daher in die nahegelegenen Städte Wolfenbüttel und Braunschweig ausweichen um ihre Freizeit und ihr Ehrenamt auszuüben. Diese Entwicklung führt zu Frontenbildungen und Fluchtbewegungen junger Menschen aus ländlichen Gebieten vor allen deshalb, weil hier eine Rechte Szene auf Sekundärmigration stößt und diese Entwicklung dem Gemeinwesen vor Ort abträglich ist. In unserem Projekt werden junge Menschen empowert, damit diese wiederum das Gemeinwesen empowern.Das geschieht in den zu entwickelnden Stützpunkten. Wir möchten die Zielgruppen aufsuchen, Kontakt herstellen, Gruppen zusammenführen durch kleine Veranstaltungen, Ideen sammeln und die Jugendlichen empowern Ideen vor Ort umzusetzen.Sie sollen befähigt werden im Netzwerk vor Ort aktiv zu sein.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage

In den Ortschaften Hornburg und Remlingen - kleine Ortschaften im ländlichen Raum leben <weniger als 2500 Einwohner. Sie weisen uns darauf hin dass in den Orten unterschiedliche Voraussetzungen zur Entwicklung des Gemeinwesens vorliegen, die vorherrschende Träger- und Vereinslandschaft tradiert ist und nicht mit den Ideen/ Lebenseinstellungen junger Menschen kompatibel ist, Jugendliche kaum Zugang zu diesen Strukturen finden und sich zurückziehen, sie sich außerhalb der Gemeinden  orientieren und sich Zugänge suchen, die ihren Interessen entsprechen, kostengünstig sind und Mobilität/Fahrmöglichkeiten ermöglichen, die sonst sehr eingeschränkt vorhanden sind. Einhergehend mit finanziellen Engpässen in den Familien, ein hoher Anteil der jungen Menschen bezieht Transferleistungen, nutzten Jugendliche die Angebote, die reizvoll und kostenfrei sind. Da diese wenig Identifikation mit ihren Gemeinden haben, verlassen sie ihre Umgebung und dadurch die aktuellen ländlichen Strukturen. Die Verbands-, Vereinszugehörigkeit schwindet, der Zugriff von demokratiefeindlichen Vereinigungen gelingt, die Zugehörigkeit junger Menschen in diesen Verbindungen wächst. Gleichzeitig stagniert das Gemeinwesen, es kann sich nicht entwickeln. Diese Problematik ist in Remlingen sowie in Hornburg sichtbar. Hier entwickelt sich jeweils eine Nischengesellschaft, die parallel zu den vorhandenen Strukturen agiert. Diese besteht aus jungen Menschen, die ihre eigenen Interessen (Gestaltung von Freizeit) umsetzen. Zu ihnen zählen vermehrt demokratiefeindliche Gruppen, die auf Sekundärmigration treffen. Das birgt Frust- und Gewaltpotentiale.

Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Elm-Asse / Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt zentral zwischen Wittmar und Semmenstedt . Es gehört zur Samtgemeinde Elm / Asse und grenzt sich zu allen umliegenden Ortschaften mit mehr als 3 Km ab. Remlingen hat keine geschäftliche Infrastruktur und ist durch den Asse-Schacht zusätzlich belastet. Durch die Asse-Problematik hat sich eine sehr kritische Bevölkerungsstruktur aufgebaut, die flankiert wird durch Gruppierungen mit rechtsradikaler Tendenz. Zusätzlich sind junge Flüchtlinge untergebracht worden.
Einwohnerzahl
1200
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia / Umfeld der Kolleg*innen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 15 Jahre bis 27 Jahre insgesamt 282 Bewohn er*innen. davon sind 20 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben 81 Bewohner+innen mit Migrationshintergrund aller Altersgruppen. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 7 Jahre bis 15 Jahre insgesamt 199 Bewohn er*innen. davon sind 15 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Unterlagen zum Gebiet
img_remlingen_1.jpg (569.39 KB)
Gebiet-Name
Hornburg
Beschreibung
Hornburg liegt zwischen Schladen und Börßum. Bis zum nächsten größeren Ort liegen 9 Km. Seit 2003 hat sich eine Jugendszene mit rechtsradikalem Hintergrund gebildet die bis heute in zweiter Generation bundesweit tätig ist. Es gibt geschäftliche Infrastruktur jedoch bleibt Hornburg isoliert. Geschäftliche Aktivitäten sind auch in der Rechten Szene vor Ort erkennbar. Diese ist in den Bereichen Textildruck und Medienarbeit bundesweit tätig und angefragt. Diese Szene vergrößert sich.
Einwohnerzahl
2450
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia / Umfeld der Kolleg*innen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Hornburg leben im Alter 7 Jahre bis 15 Jahre insgesamt 145 Bewohn er*innen. Davon sind 25 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Hornburg leben im Alter 15 Jahre bis 27 Jahre insgesamt 259 Bewohn er*innen. Davon sind 3 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Hornburg leben insgesamt 134 Bewohn er*innen mit Migrationshintergrund. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Unterlagen zum Gebiet
img_hornburg_1.jpg (628.97 KB)
img_hornburg_2.jpg (172.62 KB)
GWA/QM-Ansatz
Die Freiwilligenagentur steigert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen die gesamte Lebensqualität vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, die Strukturen für sie interessanter zu gestalten und sie zu motivieren sich selbst für ihre Bedürfnisse in der Gemeinde einzusetzen. Dazu werden gemeinsam mit den Jugendlichen Stützpunkte in den Ortschaften errichtet. Der Ansatz den wir verfolgen, ist eine Peer to Peer Methode. Im Hinblick auf entstandene rechtslastige Tendenzen in den Gemeinden (sog. "Elm-Asse-Front") werden hier Strukturen entwickelt, die durch die Mitgestaltung und die Übernahme von Verantwortung das demokratische Denken erhöhen und verfestigen. Zusätzlich werden die älteren Generationen in diese Prozesse der Verbesserung der Lebensqualität der beiden Ortschaften aktiv eingebunden. Die Teilnehmer*innen an den Jugendstützpunkten werden dazu motiviert andere vorhandene Gruppen vor Ort (Ältere Menschen, Geflüchtete) in ihre Aktivitäten mit einzubinden. Die Jugendstützpunkte sollen Aktionen ins Leben rufen und Alternativen bieten um der Rechten Szene etwas entgegenzusetzen und ihr den Boden zu entziehen. Damit wirken sie präventiv - sie stellen attraktive Angebote zur Verfügung und verhindern damit den Zulauf zu Rechten Gruppen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jugendliche bauen Stützpunkte selbst auf und übernehmen Verantwortung, sie binden andere Gruppen der Gemeinde mit ein.
Beschreibung
Die Jugendlichen werden über ihre Interessen befragt und wir empowern ihre Ideen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität und Stärkung des Gemeinwesens umzusetzen.
Beschreibung
Die Jugendstützpunkte wollen weitere Gruppen erreichen und in die Arbeit einbeziehen (z.B. junge Menschen mit Gefährdungspotential, Geflüchtete, Ältere Menschen)
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lokale Presse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rathaus Hornburg und Gemeindeverwaltung Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rotes Sofa Hornburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elm Asse Schule Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Menschen mit selbst gewählten Standorten in Remlingen und Hornburg mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Eltern und Großeltern der Wohnbezirke in Remlingen sowie der Flüchtlingsunterbringungen in Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bündnis gegen Rechts
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Präventionsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendsozialarbeiter der Stadt Hornburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendpflege der Stadt Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhilfeverein Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Remlingen und Hornburg gehören zum LK Wolfenbüttel. Dieser wird von 2 Stiftungen flankiert. Die Kurt - Mast - Jägermeister Stiftung, die sich für Gemeinwohl und Jugend einsetzt sowie die Stiftung Zukunftsfond - Asse, die Langzeitförderungen von Jugendinitiativen übernimmt, so diese eigenständig aufgestellt und vor Ort aktiv sind. Die Jugendstützpunkte bekommen die Möglichkeit eigenständig an diese Stiftungen heranzutreten und Anträge zu stellen. Die FWA wird diesen Prozess nachhaltig begleiten.
Galerie
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Aufsteller
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Bibu - Belm ist bunt

Ansprechpartner
Christoph Matschinsky
Funktion Teamleiter
Empowerment durch Stärkung von Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Das Projekt "Belm ist bunt - Bibu" fördert die Partizipation der Einwohner*innen im sozialen und politischen Bereich. Ziel ist es, im Projektgebiet und darüber hinaus zu einer Aktivierung der Menschen beizutragen und so deren Teilhabe in der Gemeinde zu fördern. "Bibu" knüpft dabei an bestehende Strukturen und Vorarbeiten, die u.a. im Rahmen der "Sozialen Stadt" sowie des Projektes "NaDi - Nachbarschaftsdialog" erfolgten, an. Hier wurden Strukturen, z.B. das Netzwerk Sozialer Akteure, und Zugänge, z.B. über Beratungsangebote und gemeinsame Freizeitaktivitäten, geschaffen. Nun soll auf dieser Basis die Partizipation der Anwohner*innen im Fokus stehen. In dem Projektgebiet finden regelmäßige Aktionen statt, bei denen Probleme und Wünsche der Anwohner*innen diskutiert werden können (z.B. ein Neujahrswunschbaum, gemeinsames Frühlingsfest). Dafür werden die Räumlichkeiten ansässiger Netzwerkpartner*innen ebenso genutzt wie der öffentliche Raum. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden können die Anwohner*innen dann überlegen, wie sie eine Verbesserung für ihr Viertel oder die gesamte Gemeinde erreichen können. Diese werden dann gemeinsam mit den Mitarbeitenden an das Netzwerk und vor allem an Politik und Verwaltung kommuniziert. Hier können z.B. die im letzten Jahr etablierten Bürgerforen eine Möglichkeit darstellen, zu denen die Anwohner*innen begleitet werden können, so dass auch sprachliche Unterstützung (das Team verfügt über englische, arabische und russische Sprachkenntnisse, Türkisch sowie Gebärdensprache können durch den Träger ebenfalls gestellt werden) möglich ist. Dabei nutzt das Projekt zudem die 2021 anstehenden Kommunal- und Bürgermeister*innenwahlen in Belm, um soziale Fragen mit politischer Partizipation zu verknüpfen. In Veranstaltungen werden die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Bedeutung von Kommunalpolitik verdeutlicht, gemeinsame Gespräche mit Politiker*innen dienen nicht nur dem Austausch, sondern auch dem Abbau von Berührungsängsten. Zudem können die Anwohner*innen hier direkt ihre Ideen an Verwaltung und Politik weitergeben um gemeinsam Strategien für einen lebenswerten Stadtteil zu entwickeln. Besonderer Fokus liegt hier auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. "Bibu" ist dabei in der Arbeit nicht nur Name, sondern auch Maskottchen des Projektes - ein klassischer "bunter Vogel", der die zahlreichen Facetten des Projektgebietes in sich vereint und von den Anwohner*innen je nach Bedarf gestaltet werden kann (siehe Punkt 11).
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße 2-10 und Heideweg 37-45. Damals wurden Quartiersmanagementstrukturen aufgebaut. Ziel war es, diese auch nach Beendigung des Projektes "Soziale Stadt" aufrecht zu erhalten. Ohne hauptamtliche Unterstützung war dies jedoch nur schwer möglich. Es gibt Angebote verschiedener Akteur*innen sowie ein Freiwilligenbüro, das versucht Ehrenamtliche anzubinden. Den Zugang zu Anwohner*innen zu finden gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Geprägt ist das Gebiet durch einen hohen Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen. Zudem ist der Anteil von Ausländer*innen in dem Gebiet deutlich höher als in der Gesamtgemeinde, gleiches gilt für Menschen mit Migrationshintergrund. Hier handelt es sich vor allem um Spätaussiedler*innen. Verschärft hat sich diese Entwicklung durch den hohen Zuzug von Geflüchteten ab 2015 und den seit 2017 zu beobachtenden Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Diese Gruppen leben nebeneinander her, was zu Vorurteilen und negativen Zuschreiben gegenüber „der Anderen“ führt. Über das Projekt „NaDi“ wird daran gearbeitet, hier ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, dies gestaltet sich durch die Corona-Einschränkungen als schwierig. Es ist aber deutliches Interesse an einem Engagement für Gebiet und Gemeinde erkennbar. Wichtig ist jedoch diesem noch diffusen Interesse Raum zu verleihen und den Menschen zu zeigen, wie sie sich Gehör verschaffen können und welche Möglichkeiten sich zur Gestaltung des Gebietes ergeben. Hier soll „Bibu“ ansetzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Belm- Powe
Beschreibung
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es hat eine Größe von 17 ha und umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße und Heideweg. Angrenzend an das Gebiet befinden sich zwei Kindergärten (Christkindergarten und St. Josef Kindergarten) sowie die beiden Grundschulen (Grundschule Powe und Grundschule Belm). An den Christuskindergarten angegliedert ist das Familienzentrum. Dies stellt den räumlichen Fixpunkt für den Großteil der Aktivitäten dar, da es als Raum für gemeinsame Angebote bereits bekannt ist und die entsprechenden Möglichkeiten vorhanden sind.
Einwohnerzahl
1504
Quelle / Anmerkungen
Strukturdatenfortschreibung 2018 Gemeinde Belm
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Unterlagen zum Gebiet
bibu1.jpg (252.17 KB)
bibu2.jpg (638.11 KB)
GWA/QM-Ansatz
GWA arbeitet anhand der Bedürfnisse und Interessen der Anwohner*innen und fördert die Partizipation im sozialen und politischen Bereich durch Vernetzung und Stärkung vorhandener Ressourcen. GWA versteht sich dabei als Unterstützung, nicht als Leitung. Mit Blick auf die soziale Teilhabe zielt das Projekt daher darauf ab, niedrigschwellige Diskussionsräume zu schaffen (z.B. durch Beratungs- und Freizeitangebote wie gemeinsame Feiern). Hier sollen die Anwohner*innen ihre Meinung zur Situation vor Ort kommunizieren und Bedarfe sowie Ideen zur Verbesserung formulieren. Darauf aufbauend werden dann gemeinsam Lösungsstrategien entwickelt. Dabei lebt das Projekt von der Rückkopplung mit und dem Engagement der Anwohner*innen, die Mitarbeitenden haben vor allem die Funktion den Austausch anzustoßen und daraus entstehende Ideen zu unterstützen bzw. andere Akteur*innen für die Unterstützung zu gewinnen. Verschränkt wird dieser Bereich mit politischer Partizipation. Da 2021 neben den niedersächsischen Kommunalwahlen auch Wahlen zum*zur Bürgermeister*in in Belm anstehen bietet sich dies an, um den Anwohner*innen die Bedeutung von Kommunalpolitik sowie ihre Einflussmöglichkeiten näher zu bringen und den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Anwohner*innen zu fördern. Hier können z.B. Workshops zur Entwicklung von Ideen für die Gemeinde oder Diskussionsrunden mit Politiker*innen stattfinden, bei denen die Anwohner*innen die zuvor entwickelten Ideen vorstellen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekt geht auf Interessen der Menschen ein, Inhalte der Bewohner*innen bestimmten Veranstaltungen
Beschreibung
Anwohner*innen werden zur eigenen Ideen ermutigt, Vorschläge und Ideen werden gemeinsam umgesetzt, Strukturen für mehr Partizipation werden augebaut
Beschreibung
bestehende Angebote werden vorgestellt und Zugänge geschaffen, Fähigkeiten der Anwohner*innen werden gefördert
Beschreibung
Aktivitäten werden für alle Anwohner*innen konzipiert, bei gemeinsamen Diskussionen werden alle Bedarfe in den Blick genommen
Beschreibung
Unterstützung und Einbeziehung Netzwerk sozialer Akteure, Aktionen werden immer im Verbund gestaltet
Beschreibung
Projektgebiet wird als Teil der Gesamtkommune verstanden, spezielle Bedürfnisse kommuniziert, gleichzeitig wird die ganze Gemeinde in den Blick genommen
Vorhandene Strukturen
In Belm gibt es das „Netzwerk Sozialer Akteure Belm“. Einen besonderen Fokus auf das Projektgebiet haben z.B. der offene Kinder- sowie Jugendtreff. Auch die katholische Kirche ist vor Ort engagiert. Im Rahmen der „Sozialen Stadt“ wurden diese Strukturen weiter ausgebaut und gestärkt. Nach Ende des Programmes konnte das Netzwerk ohne die Koordinierung durch das Quartiersmanagement, das 2014 auslief, weiterbestehen und ist bis heute eine gute Möglichkeit gemeinsame Ideen zu entwickeln und schnell alle wichtigen Akteur*innen zu erreichen. Regelmäßige Netzwerktreffen wurden früher durch das Quartiersmanagement organisiert, dies übernimmt jetzt die Gemeinde. Es ist also durchaus gelungen, Projektansätze in Regelstrukturen zu überführen. Bis Ende 2018 läuft zudem das Projekt „BIBA-Belmer Initiative für Bildung und Arbeit“. Das Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „BIWAQ“ gefördert. Hierüber kann z.B. das jährliche Begegnungsfest der Gemeinde fortgeführt werden. Zudem gibt es in der Gemeinde ein Freiwilligenbüro, dass Ehrenamtliche akquirieren und vermitteln will. Das Projekt „NaDi“ zielt darauf ab, Zugänge zu den mannigfaltigen Zielgruppen zu generieren und ein Bewusstsein für den sozialen Zusammenhalt zu schaffen, darauf aufbauend soll nun „Bibu“ die Partizipation der Menschen vor Ort stärken.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Belm (Bürgermeister, stellv. Bürgermeister, Gleichstellungsbeauftragte, Pressesprecher)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ökumenische Jugendhilfen (Projektträger)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleis 3 - Pro Belmer Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Josef Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Kindergarten Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertreff Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Powe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Belmer Schaufenster
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Belmer Integrationswerkstatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Soziale Akteure Belm
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Ökumenischen Jugendhilfen arbeiten seit ihrer Gründung sozialraumorientiert und versuchen im Rahmen verschiedener Projekte sowie in ihrer alltäglichen Arbeit das Thema Gemeinwesenarbeit mitzudenken. Erfahrungen aus dem geplanten Projekt werden dabei genutzt. Die Gemeinde plant langfristig eine Finanzierung im Bereich Quartiersmanagement zu ermöglichen, hier können die Ergebnisse aus dem Projekt genutzt werden. Träger und Gemeinde sind diesbezüglich in Absprache.
Galerie
maskottchen bibu
bibu herkunft
Zustimmung Veröffentlichung
On

Villa Luise - Teilhabe zentral organisieren und dezentral wirken

Ansprechpartner
Dirk Pohl
Funktion VHS-Direktor
Villa Luise - Teilhabe zentral organisieren und dezentral wirken
Projektbeschreibung
Ein Teilhabezentrum für Buxtehude – mit Satelliten in der ganzen Stadt! Die Hansestadt Buxtehude gründet ein Teilhabezentrum mit den Fachgruppen Soziales, Wohnen und Senioren, der VHS, dem Jugendamt und fakultativ der Wirtschaftsförderung. Ebenso werden die AWO, Jobcenter und andere Träger eingeladen, sich einzubringen. Geplant wird ein zentraler Anlaufpunkt für alle Menschen mit verminderten Teilhabechancen, um mit Ihnen gemeinsam die vorhandenen Fördermöglichkeiten besser nutzen zu lernen. Neben der zentralen Anlaufstelle werden Stadtteilzentren (FABIZ, Stieglitzhaus, VHS) mit einbezogen, darüberhinaus werden Wohnorte der Menschen gezielt aufgesucht und Unterstützung auch vor Ort beratschlagt. Insofern führt die Villa Luise wichtige Bausteine der kommunalen Versorgung integriert zusammen und soll durch die Anbindung der Stadtteilhäuser ebenso zentral wie auch vor Ort bis hin zu den Wohnquartieren wirken. 2017 wurde Integration noch als spezieller Auftrag verstanden, der sich nun zu einem kommunalen Teilhabegedanken weiterentwickelt und in einem Teilhabekonzept umgesetzt wird. Ziele: - Teilhabe und Partizipation nachhaltig stärken - Förderung und Stärkung individueller Ressourcen und Kompetenzen - Stärkung des Gemeinwesens Buxtehude und in der direkten Nachbarschaft durch neue Räume der Begegnung, Beratung und Unterstützung - Beratungsangebote werden gebündelt - Für die Nachbarschaft entstehen Begegnungsformen, die zielgruppengerechte Kursangebote informeller und formeller Art ermöglichen, bis hin zu BAMF-Integrationskursen. Die Schaffung von informellen Lern- und Begegnungsräumen (Selbstlerncafé, Begegnungsküche) neben Orten des formalen Lernens (Kursräume) und der Beratung fördert die Zusammenarbeit der jeweiligen Partner und stärkt das Unterstützungssystem insgesamt. Durch den Prozess der Beratschlagung (Augenhöhe!) führt ein Teilhabe-Lotse, der dabei auch notwendige Informationen (natürlich datenschutzkonform) sichert. Zugleich können im Bedarfsfall alle prozessbezogenen Beteiligten zu gemeinsamen Beratschlagungen zusammengeholt werden. Die Villa Luise wird Synergieeffekte für benachteiligte Menschen in Buxtehude fördern. Die architektonische Ensemblegestaltung mit dem Stadthaus (zentraler Verwaltungssitz) kann die Sensibilisierung der Stadtgesellschaft, insbesondere auch der Nachbarschaft (Geschäftsmittel und angrenzende Wohnbebauung) fördern und damit zu einem besseren Zusammenwachsen beitragen.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
Ausgangslage
Im 2017 entwickelten Integrationskonzept wurde Handlungsleitlinien aufgestellt, die auf einen gelingenden Integrationsprozess abzielen. Dabei richteten sich diesean alle in Buxtehude lebenden Bürger/innen, die aus anderen Ländern zugewandert sind, wenn besondere Förderungen notwendig sind. Der Integrationsprozess wurde als reziproker Prozess der Eingliederung von Migranten/innen in die hiesige Stadtgesellschaft verstanden. Seit 2017 hat sich aber die Wahrnehmung und die Reflexion über die Zuwanderung und deren Bewältigung in Buxtehude verändert. Die Zugewanderten wurden zunehmend als Teil der Gesellschaft verstanden und sind in unterschiedlichen Quartieren der Stadt angekommen. Die vorhandenen Stadtteilhäuser und die VHS haben sich teilweise zu Quartiershäusern entwickelt, sind aber noch nicht als Teil einer integrierten kommunalen Versorgung gedacht worden. Seit 2017 wurde auch immer deutlicher, dass der Blick auf die Migranten zu eng war, da größere Bevölkerungsgruppe von Teilhabe tendenziell ausgeschlossen sind und man durch die zu enge Zielgruppendefinition den Problemlagen nicht gerecht wurde. Bezahlbarer Wohnraum, Obdachlosigkeit, mangelnde Bildungschancen, Vereinsamung im Alter usw.: das alles sind Phänomene, die gemeinsam, fach- und institutionsübergreifend betrachtet werden müssen. Mit der Villa Luise entwickelt sich ein Teilhabekonzept, dass zugleich zentral und durch systematischen Einbezug der Stadtteilhäuser auch dezentral wirken soll; aufsuchende Unterstützung auch vor Ort und der Einbezug der Nachbarschaften sind elementare Bestandteile des Konzepts.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Buxtehude
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich insbesondere auf die Sozialräume 1, 4 und 5. Diese Räume werden durch die Villa Luise miteinander verbunden (Sozialraum 1).
Einwohnerzahl
20000
Quelle / Anmerkungen
Sozialraumanalyse GEBIT 2015
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialraum 1 umfasst die Kernstadt mit Neubaubestand aus den 60er Jahren und mit Hochhausbebauung. Es finden sich aber auch bürgerliche Teile mit Einfamilienhäusern. Das Innenstadtgeschäftsviertel befindet sich hier. Zum Geschäftsviertel in unmittelbarer Nähe befindet sich das Stadthaus mit der Villa Luise. Sozialräume 4 und 5 sind von starker Wohnbebauung geprägt mit nur wenigen Geschäften des täglichen Bedarfs geprägt. Schulen, Kinderärztn, VHS, Klinikum und Heidebad haben Buxtehudeweit eine Bedeutung. Soziostrukturell handelt sich ebenfalls um eine sehr gemischte Wohnbebauung. Von der Odachlosenunterkunft über Sozialwohnungen hin zu Einfamilienhäusern eines gehobenen Anspruches ist alles dabei. Die VHS stellt dabei einen zentralen Anlaufpunkt der Migrationscommunity über Buxtehude hinaus dar. (Quellen: Sozialraumanalyse GEBIT 2015)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In den Sozialräumen ist der Ausländer siginifikant höher. Durch die VHS (5) und das Begegnungscafe und die Familienbildungsstätte (1) existieren bereits wichtige Anlaufstellen für Migranten. (Zahlen von 2015 leider veraltet)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der Kinder ohne deutschen Pass ist im Sozialraum 1 am höchsten, dann folgt der Sozialraum 5. Insbesondere in Sozialraum 5 fehlt es bisher an passenden Angeboten. (zahlen nur absolut vorhanden, Stand 2015)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Ansatz geht von einem gesamtkommunalen Denken und Handeln aus. In Buxtehude hat sich seit langem bewährt, die Zivilgesellschaft über den Präventionsrat an gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen und die kommunale Antwort darauf zu beteiligen. Dann wird die Politik einbezogen, so dass es häufig zu einem stadtgesellschaftlichen Konsens kommt, der nur beim Thema Integration immer wieder in Frage gestellt wird. Dieses Vorgehen hat sich bei der Entwicklung vom Integrationskonzept zu einem Teilhabekonzept sehr bewährt. Seit 2020 sind auch die Aufgaben des Klimaschutzes vom Präventionsrat zu seiner Sache gemacht worden (übrigens bei der Jurybegründung zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020 besonders hervorgehoben). Wir gehen von den Teilhabebedarfen der Bewohner dieser drei Projektgebiete aus, die ausdrücklich nicht beraten werden, sondern mit denen durch den Teilhabe-Lotsen und mithilfe der Netzwerkressourcen gemeinsam der Teilhabeprozess beratschlagt wird. Denn die Experten sind die Menschen selbst! Aus dem Prozeß selbst wird der fachübergreifende Charakter deutlich. Durch den aufsuchenden Einbezug der Statteilhäuser und der VHS wird gezielt die gesamte Wohnbevölkerung angesprochen, um alle Ressourcen nutzen zu können (z.B. Geschäftsviertel - Arbeitsmarkt oder Initiative Stadtteileltern im Sozialraum und im dortigen Stadtteilzentrum). Ein Ziel besteht in der koordinierten Vernetzung aller Stadtteilhäuser mit dem neuen zentralen Anlaufpunkt "Villa Luise"
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelingt, Netzwerkressourcen wie geplant in einen individuellem Beratschlagungsprozess einzubringen
Beschreibung
es gelingt, das Netzwerk der Stadtteilhäuser mit der Villa Luise zu einem intergrierten kommunalen Teilhabenetz zu entwickeln.
Beschreibung
es gelingt, örtliche an einem Stadtzentrum bereits existierende Initiativen einzubinden und zu nutzen (z.B. Stadteileltern im FABIZ Sozialraum 1)
Beschreibung
wenn die Menschen so gestärkt werden, dass sich (wieder) als "Steuermann" des eigenen Lebens verstehen. Jeder einzelne Fall einer individuellen erfolgreichen Entwicklung zählt!
Beschreibung
wenn die Menschen in den Stadtteileltern die angeboten Infrastruktur und das Netzwerk nutzen, um eigene Vorstellungen im Stadtteil umzusetzen. In der Vergangenheit: Selbstorganisierte Kochkurse für Frauen
Beschreibung
wir das Konzept wie geplant umsetzen, werden nicht mehr Zielgruppen im Vordergrund stehen, sondern individuelle Teilhabewege und funktionierende Nachbarschaften
Beschreibung
es gelingt neben den bereits geplanten Partnern, weitere Akteure zu entdecken, zu entwickeln und zu gewinnen, die sich mit einbringen.
Beschreibung
es gelingt, die Nachbarschaften unabhängig ihrer bisherigen Teilhabechancen einzubinden, z.B. wenn das klassische VHS-Klientel sich an Aktionen einbringt, die nicht nur ihre Bedürfnisse bedient; wenn an Stadtteilfesten alle Gruppen des Stadtteils mitmache
Beschreibung
die Villa Luise eröffnet wird
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachgruppen der Hansestadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteileltern und andere ehrenamtliche Akteure, AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Wirtschaftsförderung, Wirtschaftsverein, Altstadtverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS, Schulen, Kindergärten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat, Präventionsrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch nachbarschaftsbezogene Aktivitäten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pressestelle der Hansestadt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Villa Luise wird von der Hansestadt Buxtehude konzeptionell umgesetzt. Das Gebäude wird langfristig angemietet. Weitere Akteure werden zu einer Zusammenarbeit eingeladen, das Ziel eint die Akteure, die auch eine gemeinsame Kooperationsgeschichte haben. Die gute Arbeit wird auch das Image der Hansestadt und der beteiligten Institutionen fördern, so dass wir fest davon ausgehen, dass eine Verstetigung im Interesse aller Beteiligten sein wird.
Galerie
image
Zustimmung Veröffentlichung
On

Installation einer soziokulturellen Einrichtung in der Gnadenkirche

Ansprechpartner
Jörg Flehnert
Funktion Soziokultureller Träger & Demokratie Arbeit
Kreative Formen der Partizipation, Begegnung, Austausch und Teilhabe für die Bewohner*innen in Süderwisch
Projektbeschreibung
Das Projekt wird in enger Kooperation der HeimatKULTUR mit der ev.-luth. Kirchengemeinde Gnadenkirche umgesetzt. Diese Kirche ist multifunktional nutzbar (freibestuhlbar) und mit der Frage konfrontiert, welche Rolle Kirche zukünftig in einem vom Wandel geprägten Quartier wie Süderwisch einnehmen kann und möchte. Beide Partner*innen verbindet das Verständnis, dass gerade in einem Stadtteil wie Süderwisch, in dem viele unterschiedliche Nationalitäten und Kulturen zusammenleben und die Dinge, die trennen oft größer scheinen, als die die einen, lebensweltnahe Werkzeuge gefunden werden müssen, die ans Herz gehen, die manchmal auch ohne Sprache funktionieren und die das Potenzial haben, einander von der eigenen Geschichte und Herkunft zu erzählen, um Stück für Stück Barrieren und Ängste abzubauen und zu überwinden. Ein passendes Werkzeug hierfür ist die Kunst und Kultur. Mit ihrer Hilfe möchten die beiden Partner*innen den Bewohner*innen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch aber auch zur außerschulischen Bildung und zur Teilhabe an Kunst und Kultur bieten. Des Weiteren soll ihnen die Chance geboten werden, ihren Stadtteil aktiv, nachhaltig und in ihrem Sinne mitzugestalten. Zu diesem Zweck soll in der Gnadenkirche eine soziokulturelle Einrichtung installiert werden, die Raum für innovative, mutige und vor allem zur Zielgruppe passende Kunst- und Kulturangebote bietet. Es wird gezielt mit Künstler*innen zusammengearbeitet die die Diversität des Stadtteils widerspiegeln. Dies können bspw. die Künstler*innen des Husam Al-Ali Ensembles sein, denen es wunderbar gelingt, Menschen ein Verständnis für und detaillierten Einblick in die klassisch arabische Musik zu geben. Dies können aber auch Künstler*innen der vielfältigen urbanen Künste oder Referenten sein, die in ähnlicher Lebenssituation wie die lokale Bewohner*innenschaft groß geworden sind. Wir setzen hierbei auf eine passende Mischung aus frontalen Kunst- und Kulturangeboten (wie Konzerte oder Ausstellungen) und partizipativen Angeboten (wie z. B. Workshops, Kurse, Fortbildungen oder Kulturcafé). Gerade letztere Angebote sollen dazu dienen, den Bewohner*innen die Möglichkeit zu bieten, sich über ihren Stadtteil auszutauschen und an der Gestaltung dessen mitzuwirken. Alle im Rahmen des Projekts umgesetzten Angebote sollen von einer sozialpädagogischen Fachkraft begleitet werden, die die Bewohner*innen in Alltags- aber auch Krisenfragen berät sowie ggf. an andere Fachkräfte weiterleitet.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Dieses Projekt soll in Cuxhaven-Süderwisch umgesetzt werden. Der Stadtteil ist von einer Vielzahl sozialer und räumlicher Einschränkungen sowie Benachteiligungen geprägt. Viele der Bewohner*innen sind mehrfach benachteiligt (z.B. Armut, Sprachbarrieren, schwierige Familienverhältnisse, fehlende Tagesablaufstrukturen). Es besteht eine äußerst eingeschränkte Mobilität und es gibt aktuell keinen Nahversorger im Stadtteil. Des Weiteren gibt es vor Ort keine öffentlichen Treffpunkte. Hiervon sind im speziellen die Jugendlichen des Stadtteils betroffen, die außerhalb des Schulbetriebes keine speziell für sie ausgelegten Räume im öffentlichen Raum haben. Darüber hinaus gibt es keine Einrichtung vor Ort, die den Bewohner*innen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld Unterhaltung, Kulturveranstaltungen sowie die Möglichkeit zur Begegnung, zum Austausch und zur Teilhabe in ungezwungener Atmosphäre bietet. Im Stadtteil aktiv sind Partner*innen wie die ev.-luth. Gnadenkirche, die Stadt Cuxhaven (mobile Jugendarbeit), der Quartiersmanager, drei Kitas, eine Jugendhilfestation, ein Stadtteilverein, das Freiwilligenzentrum, die Engagierte Stadt, die Hanel Senioren Stiftung, der Paritätische (JMD und AFS), die Caritas sowie die Süderwischschule. Diese Partner*innen leisten hervorragende Arbeit für den Stadtteil, beklagen aber, dass es nachhaltig nicht gelingt, Grenzen und Vorbehalte zwischen den im Stadtteil beheimateten Nationalitäten zu überwinden sowie die Bewohner*innen für eine aktive und gleichberechtigte Teilhabe an den Prozessen im Stadtteil zu gewinnen. Dieser Projektantrag wird in enger Abstimmung mit der Stadt Cuxhaven gestellt, die diesen Antrag voll unterstützt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Süderwisch
Beschreibung
Die nördliche und westliche Grenze des Projektgebiet ist der Westerwischstrom. Die Südliche Grenze bildet der Drangstweg, die östliche Grenze die Straße Süderwisch.
Einwohnerzahl
2452
Quelle / Anmerkungen
Auskunft Stadt Cuxhaven Fachbereich 6.1 - Bauleitplanung und Stadtentwicklung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Wie in der Ausgangslage geschildert, sind viele der Stadtteil-Bewohner*innen von mehrfacher Benachteiligung betroffen. Zwei dieser Benachteiligungen sind der Mangel an ÖPNV-Anbindung sowie das Fehlen eines Treffpunktes bzw. einer Einrichtung, die Unterhaltung, Teilhabe, Begegnung und Austausch in ungezwungener Atmosphäre bietet. Mit diesem Konzept reagieren wir auf einen Bedarf vieler Bürger*innen, die aufgrund ihrer infrastrukturellen, familiären, aber auch finanziellen Benachteiligung nur schwer in der Lage sind, Kunst- und Kulturangebote oder auch Begegnungsangebote außerhalb ihres Stadtteils wahrzunehmen. Um diese Menschen zu erreichen, müssen wir uns auf den Weg zu ihnen machen. Wir müssen diese Angebote in ihrer unmittelbaren Umgebung installieren und sie direkt und persönlich über bestehende Netzwerke ansprechen. Viele Bewohner*innen des Stadtteils nehmen ihren Stadtteil als geschlossene Welt wahr, in dem sich ihr gesamtes Leben abspielt. Sie bewegen sich ausschließlich im Stadtteil, wenn sie nicht gezwungen sind, diesen zu verlassen. Insbesondere die Kinder- und Jugendlichen aus dem Süderwisch haben bspw. keinerlei Kenntnis über die restliche Stadt Cuxhaven. Sie wissen nicht was ein Deich ist oder wie es am Meer aussieht. Beides liegt keine 4 Km vom Stadtteil entfernt. Dies verdeutlicht, warum wir mit unseren Angeboten in diesen Stadtteil müssen. Unsere Erfahrung zeigt, dass es möglich ist, den Horizont der Zielgruppen zu erweitern und ihnen zu helfen, über die Grenzen des Stadtteils hinaus zu denken. Zu der Frage: Befindet sich das Projektgebiet im Sanierungsgebiet Soziale Stadt? Im Projektgebiet befindet sich das Sanierungsgebiet Süderwisch (Teil der Sozialen Stadt). Dieses Sanierungsgebiet macht jedoch nur einen Teil des Gesamtgebietes Süderwisch aus, an deren Bewohner*innen sich das Projekt richten soll. Da mit diesem Projekt somit die Grenzen des Sanierungsgebietes überschritten werden, ist ein Zugriff auf die im Sanierungsgebiet vorhandenen Projektgelder nicht oder nur sehr schwer möglich. Zu diesen Projektgeldern ist ergänzend zu erwähnen, dass die jährlich zur Verfügung stehenden 30.000 EUR für alle im Sanierungsgebiet aktiven Partner*innen zugänglich sind. Selbst wenn eine Finanzierung dieses Projektes über die Projektgelder des Sanierungsgebietes möglich wären, könnte somit nur ein Bruchteil der benötigten Summe hierdurch finanziert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass zum 01.10.2020 die wöchentliche Arbeitszeit des Quartiersmanagers auf 10 Stunden reduziert wird. Eine Umsetzung dieses vor Ort so benötigten Angebotes wäre also unter keinen Umständen im Rahmen der Arbeitszeit des Quartiersmanagers möglich. Ergänzend dazu liegt eine hohe Verschuldung der Stadt Cuxhaven vor, weshalb es nicht möglich ist, diese „freiwillige Zusatzleistung“ über kommunale Mittel zu finanzieren.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft Stadt Cuxhaven Fachbereich 6.1 - Bauleitplanung und Stadtentwicklung
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung anhand der vorliegenden Angaben der Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft Stadt Cuxhaven Fachbereich 6.1 - Bauleitplanung und Stadtentwicklung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft Stadt Cuxhaven Fachbereich 6.1 - Bauleitplanung und Stadtentwicklung
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben beziehen sich auf das Sanierungsgebiet Süderwisch (Teil des Projektgebiet). Quelle: Vorbereitende Untersuchung "Süderwisch" -Jahr 2015 - https://cuxhaven.de/pics/medien/1_1588929656/VU_Suederwisch.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben beziehen sich auf das Sanierungsgebiet Süderwisch (Teil des Projektgebiet). Quelle: Schätzung anhand der Vorbereitenden Untersuchung "Süderwisch" -Jahr 2015 sowie der aktuellen Entwicklung im Stadtgebiet
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gesamtstadt: https://www.cnv-medien.de/news/corona-krise-arbeitslosigkeit-im-kreis-cuxhaven-steigt-deutlich-an.html - Projektgebiet: Geschätzt
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Dieses Projekt kombiniert professionelles und zivilgesellschaftliches Engagement und verfolgt das Ziel, die Bewohner*innen des Stadtteils über die Bereitstellung der genannten Kunst-, Kultur- und Begegnungsmöglichkeiten zu aktivieren, sie dazu zu befähigen ihre Lebenssituation zu analysieren und Bedarfe zu artikulieren sowie im gemeinsamen Lernen, Arbeiten und Austausch Grenzen und Vorbehalte gegeneinander zu überwinden. Die Bewohner*innen sollen partizipativ an dem Projekt beteiligt werden und sie sollen Inhalte und Ausrichtung des Projektes mitbestimmen. Die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Lernen soll sie des Weiteren dazu befähigen auch die Bedarfe ihres Stadtteils zu erfassen und diese deutlich in die dafür vorgesehenen kommunalen Ausschüsse zu tragen und dort zu vertreten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn Bewohner*innen des Stadtteils zwei eigene Projekte und Veranstaltungen im ersten Projektjahr organisieren und umsetzen
Beschreibung
Wenn sich zwei weitere Netzwerkpartner*innen an diesem Projekt beteiligen, es unterstützen und / oder eigene Projekte / Veranstaltungen im Rahmen dieser Förderung umsetzen
Beschreibung
Bewohner*innen-Gruppen, die große Vorbehalte gegeneinander haben (bspw. Syrer*innen und Afghan*innen), anfangen, ihre Vorbehalte abzubauen und bereit sind, bspw. im Rahmen dieses Projektes, miteinander zu arbeiten
Vorhandene Strukturen
Das Sanierungsgebiet Süderwisch (im Projektgebiet) ist seit 2017 Teil des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt". Seit Herbst 2017 wurde der Quartiersmanager Süderwisch bestellt. Für seine Arbeit im Sanierungsgebiet verfügt er ab Okt. 2020 über 10 Std. / Woche (davor 15 Std.) und stellt die Schnittstelle zwischen der Kommune, den vor Ort aktiven Partner*innen und den Bewohner*innen dar. Im Rahmen seiner Arbeit ist es gelungen, die Netzwerkarbeit vor Ort auszubauen und zu verbessern sowie neue Partner*innen für eine aktive Teilhabe zu gewinnen. Weiterer wichtiger Partner in der GWA im Stadtteil Süderwisch ist der Stadtteilverein "Wir in Süderwisch e.V.". Dieser verfügt über 2 hauptamtliche Mitarbeiterinnen, die die Arbeit des Vereins koordinieren. Eine dieser Mitarbeiterinnen ist die sog. Brückenbauerin, die die Brücke zwischen den Syrer*innen und den anderen im Stadtteil vertretenen Nationalitäten bauen soll. Der Verein verfügt darüber hinaus über ein großes Netzwerk an Ehrenamtlichen, die die GWA unterstützen. Des Weiteren ist die Hanel Senioren Stiftung im Stadtteil beheimatet, die mithilfe von hauptamtlich Angestellten sowie Ehrenamtlichen von Altersarmut betroffene Senior*innen unterstützt. Als weitere wichtige Partner*innen in der GWA sind die Gnadenkirche und die Süderwischschule zu nennen, die sich gerne und engagiert an GWA Projekten und Veranstaltungen beteiligen. Weitere Partner*innen: Mobile Jugendarbeit der Stadt, Paritätischer, Caritas, AWO, 3 Kitas
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband (u.a. JMD und AFS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven / FB Kultur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven / FB Jugend und Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbibliothek Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Gnadenkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband (u.a. JMD und AFS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgervertreter*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Süderwischschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Museum: Windstärke 10
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadttheater Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilverein "Wir in Süderwisch e.V."
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hanel Senioren Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte Stadt Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vor Ort ansässige Kita der Gnadenkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vor Ort ansässige Kita der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vor Ort ansässige Kita des DRK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfestation Süder-/Westerwisch der AWO
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit geplant, um die Stadtgesellschaft regelmäßig über den Fortgang des Projektes zu informieren. Wir werden in Kontakt mit möglichen Spendern gehen, um sie für eine langfristige Unterstützung des Projekts zu gewinnen. Es werden weitere Förderprogramme bemüht sowie Eintrittseinnahmen kalkuliert, um die Finanzierung des Projektes nach Ablauf der Förderung zu unterstützen. Zudem wird insbesondere die Bevölkerung dazu animiert, sich langfristig zu engagieren.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Mitten drin und mit dabei – sei ein Teil des mosaique

Ansprechpartner
Katharina Seedorf
Funktion Projektleitung
Mittendrin und mit dabei - Sei ein Teil des mosaique
Projektbeschreibung
In dem Kooperationsprojekt zwischen dem Quartier Am Weißen Turm, dem mosaique – Haus der Kulturen e.V. und der Neuen Arbeit Lüneburg gGmbH geht es vor allem darum, die soziale und gesellschaftliche Teilhabe der in dem Quartier lebenden Menschen zu steigern und dadurch ihre Selbstwirksamkeit zu fördern. Einerseits sollen sie aus ihrem Wohnviertel herauskommen "mitten in die Stadt" und das soziale sowie kulturelle Leben Lüneburgs spüren – gleichzeitig sollen sie "in die Mitte ihres Lebens" gebracht werden und erkennen, dass Ihnen die Welt offen steht und Ihnen etwas „zu bieten“ hat – sozial sowie kulturell. Zentrale Bausteine des Kooperationsprojektes sind einerseits die niederschwellige Beratung als Methode und Mittel zur Kontaktaufnahme und andererseits die Partizipation und Mitgestaltung an den Freizeitangeboten des mosaique. Dadurch sollen sie in ihren Fähigkeiten der Selbsthilfe und Selbstwirksamkeit gefördert werden. Die Neue Arbeit Lüneburg wird ein innovatives freies Beratungsangebot schaffen, das Menschen in allen Lebenslagen begleitet. Viele, gerade junge Menschen (auch mit Migrationshintergrund) ohne ausreichende Unterstützung von Seiten des Elternhauses, sind mit der Organisation eines selbstständigen Lebens überfordert. Sie benötigen unkomplizierte, verlässliche und kompetente Unterstützung, entweder bei punktuellen Schwierigkeiten wie dem Abschluss eines Vertrages, oder längerfristig als „Lebensbegleitung“. Der Fokus liegt hierbei auf Menschen, die an der Schwelle zwischen Schule und Ausbildung stehen. Das Projekt "Mittendrin und mit dabei" wird ein Angebot schaffen, das eine Begleitung auf dem “ganzen Weg“ anbietet – von Alltagsproblemen über Wohnungssuche bis hin zu Ausbildungs- oder Stellensuche, um Menschen auf dem Weg zur Selbstbestimmtheit zu unterstützen und die oft bestehende „Lücke“ zwischen einer Betreuung durch das Jugendamt und realer Verselbstständigung zu schließen. Die offene Beratung soll an zwei Vormittagen in der Woche im Saal des mosaique stattfinden – im Übergang zum Nachmittag stehen die Türen des mosaique den Teilnehmenden jedoch weiterhin offen. Die Beratenden ermutigen zum Besuch der offenen Begegnungsstätte und zur Teilnahme an den kulturellen Angeboten des mosaique, an den monatlichen Aktiven-Treffen sowie Arbeitsgruppen. Das Zusammenspiel von Beratung, sozialer Gemeinschaft und Kultur ist zentrales Element des Projektes. Die Menschen sollen ein Teil des mosaique-Teams werden – ein Stein im Mosaik.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Quartier „Am Weißen Turm“ leben auf ca. 8,6 ha etwa 1300 Menschen. Es handelt sich um eine städtebaulich in sich geschlossene Wohnanlage, welche in den 70er und 80 er Jahren entstanden und durch eine verdichtete Bauweise gekennzeichnet ist. Das Gebiet ist durch bauliche und soziale Defizite geprägt. Im Gebiet leben überdurchschnittlich viele Menschen, die Transferleistungen beziehen, ein hoher Anteil von Menschen mit einem Migrationshintergrund, sowie viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Im Projektgebiet gibt es bisher keine Angebote für junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren. Allgemeine Angebote wie Spielplätze oder Aktionen des Quartiersladens werden von ihnen nicht genutzt. Die Zielgruppe zeichnet sich aus durch Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Vereinzelung, soziale, oft psychische Probleme und damit eine hohe Hemmschwelle, sich ins „Draußen“ zu begeben und Kontakte zu knüpfen. Es braucht ein spezifisches Ansprechen durch passgenaue Angebote, die sie aus ihrem engeren sozialen und Wohnumfeld heraus- und hinein ins Leben führen. In kürzeren Projekten mit Kooperationspartnern ist dies kurzfristig und z.T. erreicht worden, war aber nie nachhaltig, da Angebote nur einen "Eventcharakter" hatten und nicht fortgeführt werden konnten. Das mosaique liegt nur ca. 10 Gehminuten vom Quartier entfernt. Es wird auch als das größte Wohnzimmer Lüneburgs bezeichnet – Menschen finden hier Anschluss. Sie nehmen nicht nur an den Angeboten teil, sondern werden Teil des großen ehrenamtlichen Teams unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft. Mit dem mosaique als zentralem Projektort kann eine langfristigere und vor allem nachhaltigere Anbindung geschaffen werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Quartier am weißen Turm
Beschreibung
Das Gebiet liegt quasi in einer Insellage durch den Stadtring an zwei Seiten (Am Weißen Turm im Westen u. Bögelstraße bzw. Soltauer Straße im Süden). Es schließen sich im Osten die Straße Hinter der Saline und im Norden "Am Bargenturm" an. Durch den Stadtring an zwei Seiten und weitere Straßen, befindet sich das Quartier isoliert vom restlichen Stadtgebiet quasi in einer Insellage. Das mosaique befindet sich in der Lüneburger Altstadt (Katzenstraße), im Zentrum Lüneburgs. Es ist nur ca. 10 Gehminuten vom Quartier entfernt.
Einwohnerzahl
1300
Quelle / Anmerkungen
https://www.hansestadtlueneburg.de/PortalData/43/Resources/dokumente/bauen,_umwelt,_energie/sanierungsgebiete/Vorbereitende_Untersuchung_Am_Weissen_Turm_Sept._2014.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Gebiet "Am Weißen Turm" wird von einer Quartiersmanagerin mit einer halben Stelle betreut. Dies ist nicht ausreichend, um die allgemeinen Aufgaben als Quartiersmanagerin und zusätzlich die hier genannte Zielgruppe ausreichend und vor allem langfristig anzusprechen. Mit den allgemeinen Angeboten für das gesamte Quartier wird die Zielgruppe bisher nicht erreicht. Auch mit dem mosaique gab es bereits Kooperationsveranstaltungen, die gut angenommen wurden, bei denen aber keine langfristigen Kontakte hergestellt werden konnten. Von daher wäre es sinnvoll, mit dem hier beantragten Projekt eine langfristigere und vor allem nachhaltigere Angebotsstruktur für die Zielgruppe zu schaffen und damit die Arbeit des Quartiersmanagements zu ergänzen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe hier: Anteil Kinder 0-17 Jahre
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe hier: 18 - 24 Jahre
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe hier: 65 +
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hansestadtlueneburg.de/PortalData/43/Resources/dokumente/bauen,_umwelt,_energie/sanierungsgebiete/Vorbereitende_Untersuchung_Am_Weissen_Turm_Sept._2014.pdf
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die GWA hat die Beteiligung und Aktivierung sozial benachteiligter schon von Beginn an erfolgreich zum Kern ihrer Arbeit gemacht. Auch wir glauben, dass die Einbindung in und Beteiligung am mosaique – einem hauptsächlich ehrenamtlich geführten Haus mit ca. 130 Aktiven – den Menschen neue Perspektiven eröffnen kann. Im mosaique erhalten sie die Möglichkeit zum Austausch, zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe, Mitsprache und Mitgestaltung. Das Zusammentreffen von engagierten Menschen verschiedenster sozialer sowie kultureller Hintergründe birgt das Potential, dass sich die Menschen gegenseitig unterstützen und vorantreiben. Die Teilnahme und vor allem die Mitgestaltung des kulturellen Programms kann die Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit fördern und das Gefühl vermitteln – "ich kann aus eigener Kraft etwas gestalten und bin Gestalter meines Lebens". Niedrigschwellige Beratung, Kultur- und Bildungsarbeit sind Handlungsansätze und Methoden der GWA und zentrale Bausteine des geplante Projektes.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen durch das Angebot erreicht werden und beginnen, sich selbt im Quartier und im mosaique mit Ihren Themen und Interessen einzubringen.
Beschreibung
Wenn Zielgruppe eigene Projektideen mit Hilfe und Unterstützung des Quartiersmanagements und mosaique´s umsetzt
Beschreibung
Weitere Instituionen aus dem Netzwerk und dem Stadtteil durch das Projekt angesprochen werden und eigene Angebote machen.
Beschreibung
s. Punkt 3 - Stärken vor Ort nutzen
Beschreibung
Wenn die Zielgruppe beginnt, etwas von dem an das Quartier zurück zu geben, was sie im Projekt bekommen hat: Unterstützung, Austausch, Kulturelle Angebote, etc.
Vorhandene Strukturen
Das Quartier Am Weißen Turm verfügt bereits über ein Quartiersmanagement. Es ist angegliedert an das Baudezernat der Stadt Lüneburg und wird von einer Sozialpädagogin mit einer halben Stelle besetzt. Als Büro und Raum für das Quartiersmanagement gibt es den Quartiersladen mit einer Raumgröße von ca. 40 m². Er hat eher Büro - als Treff- Charakter. Das Quartiersmanagement ist für den Kontakt zwischen Stadt und Bewohner/innen zuständig, informiert über Baumaßnahmen, organisiert Beteiligungs- und Informationsformate und kümmert sich um Nachbarschaftskontakte. Regelmäßige Angebote (vor Corona) waren das jährliche Stadtteilfest, Nachbarschaftscafés, Seniorenfrühstück, Mehrgenerationenabendessen, Picknick & Konzerte, Veranstaltungen mit Kooperationspartner/innen und weitere kleinere Projekte, die über einen Verfügungsfonds finanziert werden. Auch die Vernetzung mit anderen Institutionen und Akteuren im Stadtgebiet nimmt einen Großteil der Aufgaben ein, da im Quartier direkt nur zwei soziale Institutionen agieren (Hort einer Grundschule, Offener Treff für Grundschulkinder einer Freikirche). Im Quartiersladen und im Außengelände werden regelmäßige Sprechzeiten angeboten, um Wünsche, Ideen und Anliegen der Anwohner/innen zum Wohngebiet anzunehmen und zu bearbeiten (Themenbeispiele: Müll und Sperrmüll, Probleme m. Nachbarn, Probleme m. Hausverwaltungen, Abrechnungen, etc.). Um langfristige u. tiefergehende Angebote für nur eine Bewohner/innengruppe anzubieten, fehlen die Kapazitäten.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
mosaique – Haus der Kulturen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Arbeit Lüneburg gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Am Weißen Turm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heiligengeistschule Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Region Lüneburg (TAF: Teilhabe am Arbeitsmarkt für Geflüchtete, Biwaq: Bildung. Qualifizierung. Arbeit. FÜR FRAUEN)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Plus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willkommensinitiative
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS I und II
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir sind bereits jetzt in engem Austausch mit dem Stadt- und Landkreis Lüneburg. Wir planen langfristig eine nachhaltige Finanzierung teils durch kommunale Mittel, teils durch Mittel des Landkreises und durch eine Erhöhung der Eigenmittel
Galerie
mosaique weisser turm und neue arbeit
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vom selbstorganisierten Treff zum Interkulturellen Begegnungs- und Kompetenzzentrum - Mitgestaltung durch Frauen!

Ansprechpartner
Christine Katz
Organisation diversu e.V.
Funktion Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V.
Umgestaltung des Internationalen Frauentreffs in Kaltenmoor hin zu einem Interk.Begegnungs- und Kompetenzzentrum für Frauen unter wirkungsmächtiger Beteiligung der Betroffenen
Projektbeschreibung
Das Projekt verfolgt folgende Ziele: Wirkmächtige Mitgestaltung der Umstrukturierung des Frauentreffs in Kaltenmoor unter Beteiligung der Frauen; Generierung von Kenntnissen über Gelingensfaktoren eines gemeinsamen Strukturaufbaus zwischen einer selbstorganisierten interkulturellen Fraueninitiative und kommunalen Verwaltungsakteuren; Mitgestaltung der Stadtteilarbeit des Projekts LG Zukunftsstadt 2030 durch Frauen aus Kaltenmoor; partizipationsorientierte Initiierung eines Interkult. Begegnungs- und Kompetenzzentrums für Frauen in Kaltenmoor. Ausgangslage: Die einzige selbstorganisierte Interkult. Begegnungsstätte für Frauen in Lüneburg (Internationaler Frauentreff in Kaltenmoor) ist mit drei gegenläufigen Entwicklungen konfrontiert: Zum einen erfuhr der Frauentreff mit der Verleihung des städtischen Integrationspreises eine Aufwertung und durch das GWA-Vorläufer-Projekt „Bewegte Leben“ einen Attraktivitätsschub. Zum anderen befürchten die Frauen, mit der geplanten Übernahme des Frauentreffs durch die Stadt Lüneburg, ihre selbstgestalteten Freiräume zu verlieren. Bisher gibt es kein Konzept/ keine Strategie, wie die Frauen entscheidungsmächtig eingebunden werden können, dieser Umbruch begleitet und in ein respektvolles Neben-/ Miteinander oder gar eine produktive Zusammenarbeit zwischen den städtischen Mitarbeiterinnen und den im Frauentreff engagierten Frauen überführt werden kann. Und schließlich bietet drittens das im Juli 2020 gestartete Projekt LG Zukunftsstadt 2030 Anknüpfungspunkte für eine Weiternutzung der Erfahrungen der Frauen des Frauentreffs für die gemeinwesenorientierte Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit. Arbeitsschritte: I Initiierung, Moderation, Begleitung des Umgestaltungsprozesse (12 M): Vorbereitungsgespräche; moderierte Dialogrunden, Kreativwerkstätten, „Nebenbei“-Debattenräume; Planungszellen mit getrennten und gemeinsamen Gruppen, Informationsworkshops; Interkulturelle Mediation; Verbindliche Vereinbarungen zur Arbeits- und Managementstruktur; partizipative Prozessregeln; Zukunftswerkstatt; II Aufbau und Konkretisierung der Einbindung von Frauen aus dem Frauentreff in das Projekt LG Zukunftsstadt 2030 (12 M): Reflexion des Umgestaltungsprozess´des Frauentreffs mit Akteuren im Quartier und des Projekts Zukunftsstadt; Konkretisierung der weiteren Zusammenarbeit; bedarfsorientierte Fortbildungen für die Frauen; III Partizipative Planung eines Interkult. Begegnungs-/ Kompetenzzentrums für Frauen in Kaltenmoor (12 M)
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Internat. Frauentreff in Kaltenmoor treffen sich Frauen aus etwa 10 Ländern zu vielfältigen Aktivitäten. Im Stadtteil, der interkulturell und von einer verstärkten Separierung verschiedener soziokultureller Gruppen geprägt ist, sind solche Räume rar. Zugleich ist der Bedarf groß. V.a. für Frauen mit Migrationsgeschichte spielt sich das Leben in der Familie ab, verbleiben Begegnungen und Tätigkeiten im Privaten. Ein Großteil hat keine Erwerbsarbeit und geringe berufliche Perspektiven. Der Frauentreff stellt für die Frauen einen wichtigen geschützten Sozialraum dar, in dem sie sich frei bewegen, entfalten und weiterbilden können, sich ggs. in Alltagsfragen beraten, in schwierigen Zeiten Zuflucht und Unterstützung finden, Selbstgestaltung/ -organisation und Gemeinschaft erfahren. Das Vorläufer Projekt „Bewegte Leben“ eröffnete neue Räume für Gemeinschaftsbildung und Empowerment. Die Frauen zeigen ein erhöhtes Interesse an persönlicher Weiterentwicklung sowie an Aktivitäten zur Verbesserung des Stadtteillebens. Ziel ist, den Frauentreff zu einem interkulturellen Begegnungs- und Kompetenzzentrum für Frauen auszubauen. Nun wird die Stadt ab September 2020 die Räume des Frauentreffs übernehmen. Bisher gibt es kein Konzept/ keine Strategie, wie dies begleitet und konstruktiv in ein respektvolles Neben-/ Miteinander oder eine Form der Zusammenarbeit zwischen den städtischen Mitarbeiterinnen und den Frauen des Frauentreffs überführt werden kann. Eine moderierte Begleitung ist bislang nicht vorgesehen. Die Frauen befürchten, ihre selbstgestalteten Freiräume zu verlieren, fühlen sich nicht eingebunden. Die Stadt hofft, dass alles genauso weiter laufen wird, wie bisher.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Kaltenmoor
Beschreibung
Kaltenmoor grenzt im Norden an den Stadtteil Hagen, im Süden an das sog. Schäferfeld. Im Osten wird es durch die Bundesstraße B4/ B209 begrenzt und zur Stadtmitte hin im Westen durch die Bahnlinie (Straße Blümchensaal).
Einwohnerzahl
9600
Quelle / Anmerkungen
Aussage des Quartiersmanager
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Initiativen von und für Frauen, zur Förderung von interkulturellen Begegnungen und eigenen selbstbestimmten Räumen werden in diesem Gebiet nicht gefördert. So erhält bspw. weder das seit 2007 aktive Netzwerk Kaltenmoor e.V. noch das Projekt Internationaler Frauentreff darüber eine Förderung.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Quartiermanagers Herr Nehring
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Herr Nehrin, Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Herr Nehring, Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl für Projektgebiet: Schätzwert; Gesamtstadt und Landkreis: Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl für Projektgebiet: Schätzwert; Gesamtstadt und Landkreis: Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
plus 13% mit Doppelstaatsbürgerschaft
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
herausgegeben vom Einwohnermeldeamt der Hansestadt Lüneburg, Stand 2014.
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die SGB II-Quote (November 2014) in Kaltenmoor bei 23,5 %. Die Arbeitslos-Meldungen betrugen im gesamten Stadt-gebiet 5,8%, im Programmgebiet Kaltenmoors 46,5%. Einwohnermeldeamt Lüneburg 2014
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Mitgestaltung durch Frauen! Vom selbstorganisierten Treff zum Begegnungs- und Kompetenzzentrum“ ermöglicht Frauen eine konstruktive Mitgestaltung der Umorganisation des Frauentreffs in Kaltenmoor durch aktivierende und kreative Beteiligungsformate und generiert Erkenntnisse zur Entwicklung einer gemeinsamen Struktur kooperativer Zusammenarbeit zwischen selbstorganisierten Initiativen und kommunalen Verwaltungsakteuren, von der beide „Seiten“ profitieren; es ermöglicht Selbstorganisation und Empowerment insofern es die Frauen u.a. durch unterstützende Angebote aber auch durch moderierende Begleitung befähigt, sich wirkungsmächtig in Veränderungsprozesse und die Stadtteilentwicklung einzumischen und ihre Interessen gegenüber Zuständigen und Entscheider*innen aus dem politischen und Verwaltungsbereich zu vertreten. Mit der partizipationsorientierten Initiierung des Aufbaus eines Interkulturellen Begegnungs- und Kompetenzzentrums für Frauen in Kaltenmoor werden die Frauen zu Mitgestalterinnen persönlicher und stadtteilbezogener Weiterentwicklungsmöglichkeiten mit einer Breitenwirkung ins Quartier. Durch die aktive Einbindung ins Projekt LG Zukkunftsstadt 2030 erleben die Frauen Selbstwirksamkeit und der Frauentreff in Kaltenmoor wird in der Stadt Lüneburg sichtbarer.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Frauen in Kaltenmoor setzen sich für ihre Interessen in der Umgestaltung des Frauentreff ein, bringen eigene Ideen ein, entwickeln eigene Vorstellungen der Zusammenarbeit und des Prozessmanagements, kontrollien Planungsschritte, bilden sich weiter
Beschreibung
Zuständigkeiten, Kooperationsformen und Prozessregeln bei der koop. Nutzung des Internationalen Frauentreffs sind verabredet, ein inhaltliches u. Umsetzungskonzept sowie Arbeitsschritte für ein interk. Begegnungs-/Kompetenzzentrum für Frauen liegen vor
Beschreibung
die Frauen des Frauentreffs und die kommunalen Verwaltungsmitarbeiterinnen haben gemeinsam eine Struktur/ ein Miteinander für die Gemeinwesenarbeit entwickelt, von der/ dem beide Seiten profitieren;
Beschreibung
die Interessen der Frauen des Frauentreffs werden sichtbar und fließen in die Weiterentwicklung der Struktur ein, werden im Umbildungsprozess berücksichtigt;
Vorhandene Strukturen
In Kaltenmoor ist die professionelle Gemeinwesenarbeit geprägt von Aktivitäten der AWO (hat im Rahmen des BIWAQ-Förderprogrammes z.B. ein arabisches Buffet aufgebaut, in dem auch gastronomische Weiterqualifikationen laufen ), der VHS Region Lüneburg (bietet über BIWAQ-Projekte Weiterqualifizierungskurse für Frauen an) und dem ökumenischen Gemeindezentrum St.Stephanus mit zahlreichen kirchlichen und überkonfessionellen Angeboten. Mit dem Quartiersmanager arbeitet der Frauentreff intensiv zusammen. Es finden Nähcafes und Deutschkurse statt, es gibt Angebote zur Beratung bei Behördengängen, in allen sozialen Fragen und Familienkonflikten, aber es finden auch Veranstaltungen zu einerbreiten Themenpalette wie bspw. zu Klimaschutz, Yoga, Schwimmen und Tanz, Fortbildung für Eltern, Biografiearbeit und Kreativworkshops statt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
drei Mitarbeiterinnen der Stadt (plus Leiterin), die den Frauentreff übernehmen; mit Sebastian Heilmann, der das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030 koordiniert;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freischaffende Künstlerin zur Begleitung von Kreativwerkstätten; Haus der Kulturen - Mosaique
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mit der Landtagsabgeordneten und Stadtratsmitgliedern (Frau Schröder-Ehlers)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
mit den Frauen des INternationalken Frauentreffs und Frau Wölki der langjährigen Leiterin des Frauentreffs
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager in Kaltenmoor, Herr Nehring
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS-Region Lüneburg
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Frauentreff wird von der Stadt geschätzt – siehe die Verleihung des Integrationspreises 2018 und die Unterstützung des GWA-Vorläufer-Projekts. Bisher gibt es keine gesicherte Finanzierung dieser ehrenamtlichen Struktur, der mit der städtischen Übernahme das Aus droht. Das neue Vorhaben möchte die Umstrukturierung so mitgestalten, dass der Frauentreff erhalten bleibt und in das Projekt Zukunftsstadt eingebunden wird. Erste Gespräche über eine städtische Mitfinanzierung sind angelaufen.
Zustimmung Veröffentlichung
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