Buntes Quartier Nordstadt für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Gebauer
| Funktion | Koordination Nachbarschaftszentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
gemeinsam - vielfältig - selbstverständlich - freiwillig
Projektbeschreibung
Die Lebenshilfe ist in der Braunschweiger Nordstadt mit einem vielfältigen Angebot vertreten. Es gibt an vier Standorten im Stadtteil Wohn- und Assistenzangebote für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung. Die Lebenshilfe ist außerdem Kooperationspartner in einem Bürgerzentrum und öffnet gerade einen parkähnlichen Garten einer Wohnstätte für die Bevölkerung als Stadtteilgarten („Ludwigsgarten"). Das Bürgerzentrum existiert seit 2009 als niedrigschwelliger Nachbarschaftstreff mit Kaffee-Ecke und wird von Ehrenamtlichen mit und ohne Beeinträchtigung bewirtschaftet. Es gibt ein inklusives Programm mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten, größtenteils auch auf ehrenamtlicher Basis. Kooperationspartner im Bürgerzentrum ist die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten. Mit dem Ludwigsgarten entsteht auf dem Gelände einer Wohnstätte aktuell eine grüne "Oase" mit ökologischem und kulturellen Potential. Neben einem Mehr an Wohnqualität für alle Nachbarn bei insgesamt wenig Grün im unmittelbaren Umfeld entsteht vor allem auch ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Es sind dementsprechend räumliche Ressourcen, fachliche Kompetenz und ehrenamtliches Potential vorhanden, die es nahelegen, gebündelt zu werden.
Bereits vorhandene Strukturen im Bürgerzentrum sollen ausgebaut, Strukturen im Stadtteilgarten aufgebaut werden. Beide Begegnungsorte können aus einer Hand in Person eines "Kümmerers" miteinander vernetzt und "bespielt" werden und eröffnen neue Möglichkeiten und Chancen für alle Nachbarn im Stadtteil.
Konkret soll das Projekt Nachbarn über gemeinsame Aktivitäten zusammen- und sich gegenseitig näherbringen – unabhängig von Alter, Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund. Über gemeinsame Interessen und entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt und die Wohn- und Lebensqualität erhöht. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadt ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunt gemischten Bewohnerschaft–alte Menschen, zunehmend Studenten, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Beeinträchtig. und mit Menschen in schwierigen sozial. Lagen, für die die Nordstadt dank zahlreicher Unterstützungsangebote zum Zuhause geworden ist.
Profession. Akteure sozialer Dienstleister, Vereine, Wohnungswirtschaft, etc. haben ein Interesse daran, die Nordstadt zu einem lebenswerten Stadtteil zu machen und zusammen zu arbeiten. Für richtige Netzwerkarbeit fehlt es aber noch an geeigneten Strukturen und Verantwortlichen. Ein direktes Budget für die Sozialraumarbeit existiert nicht, deshalb konnte bisher keine hauptamtl. Stelle im Bürgerzentrum realisiert werden. Das, was mit Ehrenamt erreicht werden kann, ist erreicht. Für die qualitative Weiterentwicklung der Arbeit bedarf es professionell. Begleitung. Die Lebenshilfe hat sich in der Vergangenheit bereits um Fördermittel für die Arbeit im Sozialraum bemüht. Durch eine von Aktion Mensch geförderte Stelle wurde z.B. Menschen mit Beeinträchtig. ermöglicht, ein Ehrenamt in ihrem Quartier auszuüben. Für den Ludwigsgarten konnten Mittel über Aktion Mensch akquiriert werden. Aktuell ist eine neue Projektstelle zum Thema Inklusive Nachbarschaft beantragt, die auch die Ressourcen vom Bürgerzentrum nutzt, aber nicht für dessen Organisation zuständig ist. Die hiermit beantragten Fördermittel könnten diese Lücke schließen, die Sozialraumarbeit qualitativ weiterentwickeln. Auch beim neu entstehenden Ludwigsgarten geht es darum, ihn als Ressource im entstehenden Netzwerk zu verankern, ihn für Umwelt-, Bildungs- und Kulturangebote verfügbar zu machen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Nordstadt
Beschreibung
Statistische Stadtbezirke 16 (Nordbahnhof) und 43 (Siegfriedviertel)
Einwohnerzahl
11905
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schlaglichter Soziale Stadt Braunschweig 2020
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Gesamtstadt: Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
buntes_quartier_nordstadt_fuer_alle_2.pdf
(108.36 KB)
buntes_quartier_nordstadt_fuer_alle_1.pdf
(174.82 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Erfahrung letzten Jahre hat gezeigt, dass mit ehrenamtlichem Engagement viel erreicht werden kann. Mit dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit wird das Ziel verfolgt bereits vorhandene Strukturen auszubauen und zu professionalisieren, Ressourcen zu bündeln und für das Projekt verfügbar zu machen. Mit der Schaffung der Stelle eines "Kümmerers" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt. Nachbarn sollen sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil identifizieren, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
nicht die Lebenshilfe alleine das Angebot in Garten und Bürgerzentrum vorgibt und steuert, sondern Bewohner das Angebot entsprechend ihrer Bedarfe und Wünsche mitgestalten und dementsprechend auch annehmen.
Kriterium
Beschreibung
nicht der persönliche soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sondern das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und vor allem ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt und durch einen profesionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn und Besuchern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FANPROJEKT Braunschweig (AWO)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SoLaWi Dahlum GbR (Bio-Landwirtschaftsbetrieb)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Forum Verein zur Förderung bürgernaher Stadtplanung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Protohaus Makerspace gGmbH (offene Hightec-Werkstatt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Lebenshilfe bedient mit ihren Aktivitäten im Stadtteil die Ziele städtischer Programme. Die Stadt ist über die Arbeit der Lebenshilfe in der Nordstadt informiert und unterstützt diese inhaltlich. Sie hat das Potential der sozialräumlichen Arbeit und die Notwendigkeit einer entsprechenden personellen Ausstattung erkannt und entwickelt zur Zeit Standards für Nachbarschaftszentren. Die Akteure sind im Gespräch, es ist aber noch nicht absehbar, wann dies umgesetzt wird.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jung dabei - ich gestalte mein Ehrenamt in meinem Dorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Junge Menschen in der Region Elm Asse des Landkreises Wolfenbüttel in Remlingen gestalten ihre Umgebung selbst und passen ihre neue Ehrenamtsstrukturen an ihren Lebensraum vor Ort an.
Projektbeschreibung
Die Freiwilligenagentur gehört zum LK Wolfenbüttel, ist in WF verortet und in der Region seit
23 Jahren tätig. Sie möchte in Remlingen erreichen, dass ein Jugendstützpunkt errichtet wird, die von Jugendlichen hybrid(Digital/Präsenz) betrieben wird. Sie bekommen die Möglichkeit, die Entstehung und Errichtung selbst zu organisieren, von der Planung bis zum Betrieb. Dieser Stützpunkt hat den Charakter einer selbstgeführten Jugendzentrale, die auch für Institutionen und Verbände als Treff oder als Informationsdrehscheibe genutzt werden soll und zentral und sichtbar im Kern der Ortschaft liegen. Junge Menschen vor Ort bringen sich für die ältere Generation ein, machen ihre Jugendkultur transparent, um ein generatives Gleichgewicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport herzustellen und initiieren demokratiefördernde Aktivitäten in hybrider Form. Sie dienen zur Neuentstehung und Erhaltung des Ehrenamtes vor Ort. Die jungen Menschen leisten einen Anteil zur Bereicherung des Gemeinwesens vor Ort, identifizieren sich mit ihrem Lebensraum und fördern Akzeptanz und gemeinschaftliches Handeln in den ländlichen Gemeinschaften. Sie entwickeln gemeinschaftliches Leben und demokratische Mitbestimmung. Da bisher im Ort viel traditionelles Ehrenamt stattfindet, in dem junge Menschen wenig Möglichkeiten zur Entfaltung vorfinden, haben sich Nischengesellschaften gebildet. A.) Junge Menschen, die sich an Strukturen orientieren, die der rechten Szene zuzuordnen sind. B.) Jugendliche mit Migrationshintergrund, (1982 - 1985 und 2015 - 2018). C.) Junge Menschen die sich weder der einen noch der anderen Gruppierung zuordnen möchten, vor Ort keine Möglichkeiten der Entfaltung vorfinden und daher in die nahegelegenen Städte Wolfenbüttel
und Braunschweig ausweichen um ihre Freizeit und ihr Ehrenamt auszuüben. Diese Entwicklung führt zu Frontenbildungen und Fluchtbewegungen junger Menschen aus ländlichen Gebieten vor allen deshalb, weil hier eine Rechte Szene auf Sekundärmigration stößt und diese Entwicklung dem Gemeinwesen vor Ort abträglich ist. In unserem Projekt werden junge Menschen empowert, damit diese wiederum das Gemeinwesen empowern. Das geschieht in dem zu entwickelnden Stützpunk. Wir möchten die Zielgruppen aufsuchen, Kontakt herstellen, Gruppen zusammenführen durch kleine Veranstaltungen, Ideen sammeln und die Jugendlichen empowern Ideen vor Ort umzusetzen. Sie sollen befähigt werden im Netzwerk vor Ort aktiv zu sein.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Remlingen - einer kleinen Ortschaft im ländlichen Raum, leben knapp 2400 Einwohner. Umfragen im Ort weisen uns darauf hin, dass unterschiedliche Voraussetzungen zur Entwicklung des Gemeinwesens vorliegen, die vorherrschende Träger und Vereinslandschaft tradiert ist und nicht mit den Ideen/ Lebenseinstellungen junger Menschen kompatibel ist, Jugendliche kaum Zugang zu diesen Strukturen finden und sich zurückziehen, sie sich außerhalb der Gemeinde orientieren und sich Zugänge suchen, die ihren Interessen entsprechen, kostengünstig sind und Mobilität/Fahrmöglichkeiten ermöglichen, die sonst sehr eingeschränkt vorhanden sind. Einhergehend mit finanziellen Engpässen in den Familien, ein hoher Anteil der jungen Menschen bezieht Transferleistungen, nutzten Jugendliche die Angebote, die reizvoll und kostenfrei sind. Da diese wenig Identifikation mit ihrer Gemeinde haben, verlassen sie ihre Umgebung und dadurch die
aktuellen ländlichen Strukturen. Die Verbands-, Vereinszugehörigkeit schwindet, der Zugriff
von demokratiefeindlichen Vereinigungen gelingt, die Zugehörigkeit junger Menschen in
diesen Verbindungen wächst. Gleichzeitig stagniert das Gemeinwesen, es kann sich nicht
entwickeln. Diese Problematik ist in Remlingen sichtbar. Hier entwickelt sich eine Nischengesellschaft, die parallel zu den vorhandenen Strukturen agiert, bedingt durch Corona verstetigen sich diese Tendenzen schnell und sind nicht mehr kontrollierbar. Die Nischen bestehen aus jungen Menschen, die ihre eigenen Interessen hybrid (Gestaltung von Freizeit) umsetzen. Zu ihnen zählen vermehrt demokratiefeindliche Gruppen, die auf
Sekundärmigration treffen. Das birgt Frust- und Gewaltpotentiale.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Elm-Asse / Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt zentral zwischen Wittmar und Semmenstedt . Es gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und grenzt sich zu allen umliegenden Ortschaften mit mehr als 3 Km ab. Remlingen hat keine geschäftliche Infrastruktur und ist durch den Asse-Schacht zusätzlich belastet. Durch die Asse-Problematik hat sich eine sehr kritische Bevölkerungsstruktur aufgebaut, die flankiert wird durch Gruppierungen mit rechtsradikaler Tendenz. Zusätzlich sind junge Flüchtlinge untergebracht worden.
Einwohnerzahl
2400
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia / Umfeld der Kolleg*innen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 15 Jahre bis 27 Jahre insgesamt 282 Bewohner*innen. davon sind 20 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in
jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben 81 Bewohner+innen mit Migrationshintergrund aller
Altersgruppen. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 7 Jahre bis 15 Jahre insgesamt 199 Bewohner*innen. davon sind 15 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
img_remlingen_1.jpg
(569.34 KB)
img_remlingen_2.jpg
(133.08 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Freiwilligenagentur steigert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen
die gesamte Lebensqualität vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, die Strukturen für sie
interessanter zu gestalten und sie zu motivieren sich selbst für ihre Bedürfnisse in der
Gemeinde einzusetzen. Dazu wird gemeinsam mit den Jugendlichen 1 Stützpunk in der
Ortschaft errichtet. Der Ansatz den wir verfolgen, ist eine Peer to Peer Methode. Im
Hinblick auf entstandene rechtslastige Tendenzen in den Gemeinden (sog. "Elm-Asse-Front")
werden hier Strukturen entwickelt, die durch die Mitgestaltung und die Übernahme von
Verantwortung das demokratische Denken erhöhen und verfestigen. Zusätzlich werden die
älteren Generationen in diese Prozesse der Verbesserung der Lebensqualität der beiden
Ortschaften aktiv eingebunden. Die Teilnehmer*innen an dem Jugendstützpunkt werden
dazu motiviert andere vorhandene Gruppen vor Ort (Ältere Menschen, Geflüchtete) in ihre
Aktivitäten mit einzubinden. Der Jugendstützpunkt soll Aktionen ins Leben rufen und
Alternativen bieten um der Rechten Szene etwas entgegenzusetzen, ihr den Boden zu entziehen. Damit wirken sie präventiv - sie stellen attraktive Angebote in hybrider Form zur Verfügung und verhindern den Zulauf zu Rechten Gruppen. Das Ansehen der Gemeinde steigt. Die Steigerungen werden auf die Bemühungen des "jungen Ehrenamtes und des Stützpunktes vor Ort zurückgeführt. Damit steigt das Gemeinwohl und die Anerkennung der Leistungen der Jugend.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jugendliche bauen Stützpunkte selbst auf und übernehmen Verantwortung, sie binden andere Gruppen der Gemeinde mit ein
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendlichen werden über ihre Interessen befragt und wir empowern ihre Ideen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität und Stärkung des Gemeinwesens umzusetzen
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendstützpunkte wollen weitere Gruppen erreichen und in die Arbeit einbeziehen (z.B. junge Menschen mit Gefährdungspotential, Geflüchtete, Ältere Menschen)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Eltern und Großeltern der Wohnbezirke in Remlingen sowie der Flüchtlingsunterbringungen in Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Menschen mit selbst gewählten Standorten in Remlingen mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Remlingen gehört zum LK Wolfenbüttel. Dieser wird von 2 Stiftungen flankiert. Die Kurt - Mast - Jägermeister Stiftung, die sich für Gemeinwohl und Jugend einsetzt sowie die Stiftung Zukunftsfond - Asse, die Langzeitförderungen von Jugendinitiativen übernimmt, so diese eigenständig aufgestellt und vor Ort aktiv sind. Die Jugendstützpunkte
bekommen die Möglichkeit eigenständig an diese Stiftungen heranzutreten und Anträge zu stellen. Die FWA wird diesen Prozess nachhaltig begleiten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Neuausrichtung der Quartiersarbeit
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Baumheier
| Funktion | Sachgebietsleiterin Campus, Jugend und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Bündelung der Kräfte nach Auslaufen der Soziale Stadt-Förderung
Projektbeschreibung
Das Osterholz-Scharmbecker Quartier Drosselstraße und Komponistenviertel ist seit 2002 durch das Programm Soziale Stadt gefördert worden. Ende 2021 läuft die Förderung aus. Die Stadt steht vor der Herausforderung, aus eigenen Mitteln die positiven Entwicklungen zu sichern. Dazu ist es notwendig, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln.
Der Übergang bietet auch die Chance zur Neuausrichtung der Quartiersarbeit. Seit der Flüchtlingswelle 2015 hat sich insbesondere das Haus der Kulturen stark auf die Unterstützung von Zugewanderten konzentriert. Andere Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern wurden dadurch verdrängt. Eine Untersuchung des forumZFD 2019/20 hat zudem ergeben, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund in Osterholz-Scharmbeck zu wenig einbezogen fühlen und dass die Arbeit der drei städtischen Einrichtungen im Quartier – des Hauses der Kulturen im Komponistenviertel, des Stadtteilbüros und des Jugendhauses im Teilquartier Drosselstraße – zu wenig aufeinander abgestimmt ist.
Diese Ergebnisse sind in die Erarbeitung eines Quartierskonzepts eingeflossen, das im Juni 2021 vom Rat verabschiedet werden soll. Hauptziel der Neuausrichtung ist es, breitere Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern zu erreichen. Um das zu erreichen, sollen zum einen die aufsuchende Arbeit ausgeweitet und Komm- und Gehstruktur besser verzahnt werden. Zum anderen sollen Beteiligung und Empowerment gestärkt werden. Damit dies gelingt, sind starke Netzwerke und die Einbindung neuer Kooperationspartner notwendig.
Zur Koordination der Umsetzung des Quartierskonzepts soll eine Projektstelle geschaffen werden, die zum Teil aus Fördermitteln, zum Teil aus städtischen Mitteln finanziert werden soll. Der/die Koordinator/in steuert die Weiterentwicklung von Kooperations- und Koordinationsstrukturen zwischen den drei Einrichtungen und damit die Verzahnung von Komm- und Gehstruktur. Zur Stärkung von Beteiligung und Empowerment baut er/sie zum einen ein Quartiersforum Komponistenviertel auf und entwickelt gemeinsam mit den Quartierseinrichtungen das bestehende Quartiersforum Drosselstraße weiter. Zum anderen werden selbstorganisierte Aktivitäten initiiert und unterstützt. Schließlich schafft der/die Koordinator/in Strukturen zur Abstimmung zwischen den an der Quartiersarbeit beteiligten Ämtern und mit den Kooperationspartnern, bindet neue Kooperationspartner ein und stößt Kooperationsvorhaben an, um z.B. gemeinsam mit Kitas und Schulen breitere Gruppen der Bevölkerung zu erreichen.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Drosselstraße und Komponistenviertel ist gekennzeichnet durch eine hohe kulturelle Vielfalt (Menschen aus 28 Nationen) sowie einem hohen Anteil junger Menschen und weist für die Stadt eher untypische Geschoßwohneinheiten auf. Zudem gilt es als „Ankommensquartier“ für zahlreiche Geflüchtete. Der Anteil von Menschen, die Sozialleistungen beziehen, liegt deutlich über dem städtischen Durchschnitt. Im Rahmen des Programms Soziale Stadt wurden ein Quartiersmanagement und zahlreiche Angebote im Quartier aufgebaut, insbesondere im Haus der Kulturen in der Mozartstraße und im Stadtteilbüro in der Drosselstraße. Daneben engagiert sich das städtische Jugendhaus im Quartier.
Das Auslaufen der Soziale Stadt-Förderung 2021 stellt Osterholz-Scharmbeck als Bedarfszuweisungskommune vor die Herausforderung, wie die erreichten positiven Veränderungen auch über das Ende des Förderzeitraums hinaus gesichert werden können. Gleichzeitig bildet diese Zäsur die Chance für eine Neuausrichtung.
Eine Studie des Forums Ziviler Friedensdienst hat 2020 Problemlagen aufgezeigt, die eine solche Neuausrichtung erforderlich machen:
• Die Zusammenarbeit der Institutionen der Quartiersarbeit wird nicht genügend koordiniert. Zum Teil überschneiden sich Zielsetzungen und Verantwortlichkeiten.
• In der Vergangenheit hat sich insbesondere das Haus der Kulturen stark auf die Zielgruppe der Geflüchteten konzentriert. Andere Gruppen wurden zu wenig erreicht.
• Viele Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich generell in der Stadt nicht genügend einbezogen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osterholz-Scharmbeck - Drosselstraße und Komponistenviertel
Beschreibung
Das Fördergebiet ist deckungsgleich mit dem Soziale Stadt-Sanierungsgebiet Mozart- und Drosselstraße, das in stadträumlich isolierter Lage östlich der B 74 liegt. Es umfasst die Teilquartiere "Komponistenviertel" (frühere Quartiersbezeichnung: Mozartstraße) mit den Straßen Beethovenstraße, Mozartstraße, Am Hohenberg, Händelstraße, Mendelsohnstraße und Franz Liszt-Straße sowie "Drosselstraße" mit den Straßen Amselstraße und Drosselstraße.
Einwohnerzahl
2063
Quelle / Anmerkungen
Stadt Osterholz-Scharmbeck, Stand: 1.1.2021
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Förderung durch Soziale Stadt läuft Ende 2021 aus. Das beantragte Projekt startet nach Auslaufen der Förderung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verstetigung und Neuausrichtung der Quartiersarbeit und trägt damit zur Umsetzung der langfristigen Stadtplanungstrategie für das Soziale Stadt-Quartier bei. Das Projekt hat Modellcharakter für andere Klein- und Mittelstädte, von denen viele mittelfristig ebenfalls vor der Herausforderung des Auslaufens der Soziale Stadt-Förderung stehen.
Dazu soll eine Projektstelle eingerichtet werden, die zum Teil aus Fördermitteln und zum Teil von der Stadt finanziert wird.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Stadt Osterholz-Scharmbeck
Projektgebiet in Prozent
58
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Landkreis Osterholz
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Stadt Osterholz-Scharmbeck
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Stadt Osterholz-Scharmbeck. Die Zahl bezieht sich auf den Anteil der 15- bis 27jährigen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neuausrichtung_der_quartiersarbeit1.jpg
(1.39 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartiersarbeit in Osterholz-Scharmbeck orientiert sich am Sozialraumansatz. Der
Sozialraum ist das konkrete Wohnumfeld von Menschen mit ihrem gesamten präsenten
sozialen Netzwerk (Nachbarn, Freunde, Familie usw.) Sozialräumliche Arbeit meint
Veränderung und Gestaltung sozialer Räume, nicht die Veränderung von Menschen. Es gilt,
die Menschen zu stärken und Ressourcen zur gelingenden Lebensbewältigung zu fördern (mit
den Stärken der Menschen arbeiten). Bei dieser Arbeit werden die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in Projekte
einbezogen. Das schafft Nachhaltigkeit und längerfristige Erfolge.
Voraussetzung für eine erfolgreiche sozialräumliche Arbeit sind die Verzahnung von Komm- und Gehstruktur, Beteiligung und Empowerment und starke Netzwerke.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es gelingt, Bewohner/-innen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlichen Alters in die Neuausrichtung der Quartiersarbeit einzubeziehen. Die Aktivitäten orientieren sich an den Interessen der Bewohner/-innen und deren Bereitschaft zum Engagementm
Kriterium
Beschreibung
Im Quartier und in den Quartierseinrichtungen gibt es mehr selbstorganisierte Aktivitäten.
Kriterium
Beschreibung
Kompetenzen und Ressourcen der Quartierseinrichtungen und von Kooperationspartnern fließen in die Quartiersarbeit ein und werden gebündelt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Das bisherige Quartiersmanagement ist angesiedelt im Stadtteilhaus Haus der Kulturen und wird überwiegend aus Soziale Stadt-Mitteln finanziert. Zurzeit sind im Haus der Kulturen vier Teilzeitkräfte über die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben beschäftigt. Diese Stellen können ab Anfang 2022 nicht mehr weitergeführt werden. Geplant ist der Neuaufbau eines Teams aus der beschriebenen Projektstelle und vermutlich zwei weiteren städtischen Teilzeitstellen.
Die Projektstelle übernimmt koordinierende Funktionen zwischen dem Haus der Kulturen, dem Stadtteilbüro Drosselstraße und dem städtischen Jugendhaus und ermöglicht eine Ausweitung der aufsuchenden Arbeit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osterholz-Scharmbeck, Integrationsbeauftragte sowie Fachbereich Bildung und Erziehung, Soziales, Ordnungswesen, Stadtplanung und Bauen, Gebäudemanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungsvereinigung Arbeit und Leben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck/Hambergen/Schwanewede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Biologische Station Osterholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SOS Kinderdorf Worpswede (Erziehungs- und Gewaltschutzberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten Ritterhuder Straße, Berliner Straße, Komponistenviertel und Buschhausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen Beethovenschule, Buschhausen, Menckeschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Lernhaus im Campus, Integrierte Gesamtschule, Gymnasium, Berufsbildende Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausverwaltungsgesellschaften (z.B. Kaemena + Köpke, Haus und Grund)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt Osterholz-Scharmbeck will nach Ende der Soziale Stadt-Förderung nachhaltige Strukturen zur Verstetigung und Neuausrichtung der Quartiersarbeit unter Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner schaffen. Grundlage dafür ist das beigefügte Quartierskonzept, das im Juni 2021 vom Rat verabschiedet werden soll. Die im Rahmen des Projekts eingerichtete Koordinatorenstelle unterstützt die Umsetzung dieses Konzepts und wird nach Projektabschluss vollständig von der Stadt finanziert werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gute Nachbarschaft St. Marienberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ekke Peter Seifert
| Funktion | Prokurist |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarn - Gutes Leben!
Projektbeschreibung
In der Stadt Helmstedt haben die demographische Entwicklung und der Strukturwandel im Kohlerevier an der früheren innerdeutschen Grenze in den letzten Jahrzehnten deutliche Spuren hinterlassen. Sichtbar wird das etwa im nordwestlichen Stadtgebiet, das durch teilweise baufällige Wohnblöcke und Leerstand aber auch einer teils multi-ethnischen teils älteren Bewohnerschaft und vielen kinderreichen Familien geprägt ist. Mit dem Projekt will die Diakonie gemeinsam mit Akteuren und Bewohnerschaft Themen, Bedarfe und Ressourcen erörtern, die die Lebensqualität und Perspektiven der Menschen vor Ort nachhaltig verbessern sollen. Dabei sind ausdrücklich alle Einwohner:innen angesprochen. Über die Einrichtung eines neuen Ortes und Treffpunktes im Quartier wird ein Anlaufpunkt geschaffen, an dem sowohl niederschwelliger Unterstützungsbedarf ermöglicht als auch Raum für neue und auch selbstgestaltete Angebote und Formate gegeben wird. Rund um den Mittelpunkt des identifizierten Sozialraums, dem historischen Klostergelände St. Marienberg, soll eine Projektkoordination darauf hinwirken, gemeinsam mit Bewohnern und auch Akteuren Themen und Bedarfe zu ermitteln, die die Nachbarschaft im Quartier nachhaltig stärken und fördern. Das Leben im Quartier und die persönliche Entfaltung und Entwicklung der Bewohnerschaft und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe stehen dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Kita St. Marienberg und der Grundschule Friedrichstraße, mit denen die Diakonie schon lange sehr vertrauensvoll zusammenarbeitet, werden dabei z.B. konkret Eltern mit Unterstützungbedarfen im Alltag angesprochen und zur Mitwirkung aktiv eingeladen. Über die Kirchengemeinde und den im Quartier befindlichen Tagestreff sollen auch gezielt vereinsamte Senioren angesprochen und einbezogen werden. Über einen Ort im Quartier sollen aktiv niederschwellige Hilfsangebote nach Bedarf und Nachfrage installiert werden. Zahlreiche Kooperationspartner und Fachdienste haben hierzu ihre Unterstützung zugesagt. Über das Projekt sollen die Alltagskompetenzen der Bewohner nachhaltig gestärkt und gefördert, die nachbarschaftlichen Verbindungen verbessert und das Leben im Quartier nachhaltig, interkulturell und intergenerationell bereichert werden. Das Projekt wird über den Stadtteil hinaus in die ganze Stadt wirken und das Motto eindruckvoll sichtbar machen: Gute Nachbarn - Gutes Leben!
https://www.stadt-helmstedt.de/de/wirtschaft-bauen/sanierungsgebiete/conringviertel.html
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Bürger:innen mit Migrationshintergrund aus. Ein Bericht der Stadt zum sog. "Conringviertel" weist einen Anstieg der ausländischen Bewohner des Quartiers von 13,08% im Jahr 2009 auf 28,26% im Jahr 2019 mit insgesamt 53 verschiedenen Nationen aus. Der Zuzug von Bürgern aus Europa hat sich mehr als vervierfacht. Es handelt sich dabei v. a. um Arbeitsmigranten aus osteuropäischen Ländern. Darüber hinaus leben viele alleinstehende und sozial benachteiligte Senior:innen sowie kinderreiche Familien im Quartier. Die Wohngebäude weisen vielfach sichtbaren Sanierungsbedarf auf. Es gibt teils einen hohen Leerstand. Im November 2020 hat die Straße Dammgarten überregional Bekanntheit erlangt, als zwei Wohnblocks komplett unter Corona-Quarantäne gestellt wurden. Das Ansehen des Quartiers hat dadurch weiter stark gelitten.
Durch langjährige Beratungsarbeit der Diakonie für Menschen aus dem Quartier ist der Eindruck entstanden, dass die verschiedenen sozialen Gruppen im Quartier mehr neben- statt miteinander leben.
Als weitere Auffälligkeiten sind zu nennen:
- häufig prekäre Arbeitssituationen der Bewohner:innen
- Schule: Sprachbarrieren bei Kindern, fehlende Unterstützung im Elternhaus
- kinderreiche Familien: kaum Angebote zur Freizeitgestaltung, fehlende KiTa-Plätze
- fehlender niederschwelliger Zugang zu Bildung
- Unkenntnis bei alltäglichen Abläufen und Leistungsansprüchen (z. B. BuT)
- bestehende Hilfsangebote auf spezielle Klientel ausgerichtet (z. B. Wohnen + Beraten/Meilenstein auf Obdachlose, GU des DRK auf Asylbewerber, MGH auf Frauengruppen) - weitere niederschwellige Angebote fehlen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Helmstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt westlich des Stadtzentrums der Stadt Helmstedt, ist Teil der Kernstadt.
Nördlich wird das Quartier durch die Vorsfelderstraße begrenzt, östlich von der Leuckartstraße. Im Süden begrenzt das Braunschweiger Tor das Quartier, im Westen der Bruchweg.
Einwohnerzahl
2700
Quelle / Anmerkungen
Die Zahl stammt aus dem Ergebnisbericht Vorbereitende Untersuchungen zur Stadtsanierung des Conringviertels der Stadt Helmstedt von 2020. Die dortigen Quartiersgrenzen sind jedoch kleiner als im von uns beschriebenen Quartier.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet überschneidet sich teilweise räumlich mit dem Sanierungsgebiet Conringviertel aus dem Programm "Sozialer Zusammenhalt". Dabei handelt es sich aber überwiegend um städtebauliche Maßnahmen. Maßnahmen im sozialen Bereich werden inhaltlich genau mit der Stadt Helmstedt abgestimmt und von unserem beantragten Projekt abgegrenzt.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Werte aus dem Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt zum Conringviertel, welches sich zum Teil mit dem Projektgebiet deckt. Aufgrund unserer Erfahrung mit der Bewohnerschaft des Projektquartiers ist uns bekannt, dass die Zahlen eher etwas höher anzusetzen sind, als nur im Conringviertel. Die Werte sind daher geschätz.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt (siehe auch Merkmal 1) sind etwa 1/3 des Conringviertels arbeitslos, nicht oder gering beschäftigt. In der Gesamtstadt sind dies nur 25%.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen sind dem Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt zum Conringviertel sowie dem Sozialbericht des Landkreises Helmstedt entnommen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_st._marienberg.png
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel des Projektes ist es, die Lebensqualität im Quartier nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Lebensbereiche wie z.B. Schule/Bildung oder Gesundheit, sondern um einen ganzheitlichen Blick auf die Bedarfe und Wünsche der Menschen vor Ort. Die wenigen bereits vorhandenen Strukturen werden genutzt, weitere notwendige Strukturen werden ggf. ergänzt - ein starkes sozial-integratives Netzwerk entsteht. Bedarfsgerechte Hilfsangebote werden installiert und um Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung bei der Angebotsgestaltung ergänzt. Dadurch werden sowohl die Selbsthilfepotenziale und Stärken einzelner Bewohner und deren Familien als auch das Miteinander der Bewohnerschaft gestärkt. Es wird eine Teilhabe aller am aktiven Leben im Quartier ermöglicht und eine Gute Nachbarschaft geschaffen. Die Bewohnerschaft wird aktiv in die Bedarfsermittlung für eine nachhaltig positive Entwicklung des Quartiers einbezogen und befragt. Abgeleitete Angebote und Formate werden mit Kooperationspartnern abgestimmt, zivilgesellschaftliche Akteure aktiv einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Hilfangebote, Veranstaltungen werden von der gesamten Bewohnerschaft angenommen
Kriterium
Beschreibung
Verschiedene Bewohnergruppen beteiligen sich gemeinsam an der Gestaltung des Quartiers
Beschreibung
Ganzheitliche Stärkung der Bewohnerschaft, z.B. Verbesserung der schulischen Situation der Kinder, Stabilisierung der Haushaltssituation der Familie u.a.
Beschreibung
Kooperationspartner arbeiten im Netzwerk gemeinsam an der Verbesserung der Lebensqualität im Quartier
Kriterium
Beschreibung
"Treffkultur" im Quartier ist installiert und wird angenommen. Synergien innerhalb der Bewohnerschaft entstehen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Kreisverband Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten - Ambulante Hilfe Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten - Tagestreff Meilenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Helmstedt - MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kirchengemeinde Georg Calixt Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Helios St. Marienberg Krankenhaus Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt und der Ansatz sind neu in der Stadt Helmstedt und wird in der Form erstmalig durchgeführt. Stadt und Landkreis werden aktiv in die Projektgestaltung und -begleitung einbezogen. So wird eine Abgrenzung zu den städtischen avisierten Förderungen der Sanierungsgebiete sichergestellt. Der gewünschte Projektstandort liegt auf dem Gelände der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Auch hier werden Perspektiven zur nachhaltigen Gestaltung des Standortes aktiv und frühzeitig ausgelotet.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniela Rück
| Funktion | Projektleiterin "Treffpunkt der Kulturen" |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Informationen unkompliziert erhalten und Mittelfeld aktiv mitgestalten
Projektbeschreibung
Um eine lebenswerte Nachbarschaft in Mittelfeld zu fördern, sollen die Bewohner*innen durch den "Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld" besser informiert, vernetzt & für eigenes Engagement gestärkt werden. Dieser wird aus einem hierfür angeschafften Lastenfahrrad gebaut & dient als mobile Informations-, Anlauf- & Vernetzungsstelle, die an unterschiedlichen Orten im Stadtteil platziert werden soll, um Bewohner*innen bedarfsgerecht mit ihren Anliegen & Ideen weiterzuhelfen. Der Kiosk muss mobil einsetzbar sein, da Mittelfeld durch den Messeschnellweg in West & Ost geteilt ist & eine deutliche Trennung im Stadtteil vorliegt. Mit dem Kiosk sollen auch die in den nächsten Jahren hinzukommenden neuen Bewohner*innen der Neubaugebiete von Anfang an einbezogen werden. Um den Gut zu Wissen Kiosk bedarfsgerecht & mehrsprachig mit Informationsmaterialien auszustatten, wird zunächst durch verschiedene Beteiligungsformate bei den Bewohner*innen erfragt, welche Informationen für sie relevant sind und welche Angebote sie noch nicht kennen. Zudem soll herausgefunden werden, für welche Themen die Bereitschaft zum Eigenengagement im Stadtteil da ist. Beteiligungsformate sind zum einen "Bankgespräche" auf öffentlichen Bänken überall im Stadtteil & eigens dafür angeschafften mobilen Bänken. Zum anderen soll die "Speak Up Box" zweimal zum Einsatz kommen: Mittelfeld "West" am Lehrter Platz + Mittelfeld "Ost" Nähe Kita Quittengarten. Letzteres Format stellt einen besonderen Safe Space dar, da alle Menschen in ihrer Muttersprache & einer eigenen Kabine sprechen können. Es wird mit verschiedenen Multiplikator*innen wie z.B. den Stadtteilmüttern & Sozialberater*innen kooperiert, die ihre Gruppen & Kontaktpersonen zu den Beteiligungsformaten bringen. Abhängig von den Ergebnissen aus den Beteiligungsformaten wird der Kiosk ausgestattet & zunächst in der GWA platziert, um dann im weiteren Verlauf bei den Bankgesprächen den Menschen vorgeführt zu werden. Zunächst ist das Projektteam nach einem regelmäßigem Stand- & Zeitplan mit dem Kiosk im Stadtteil unterwegs, langfristig werden Ehrenamtliche für die Betreuung gewonnen & geschult. Im weiteren Schritt werden Infomaterialien digitalisiert & auf der Hannover Mittelfeld Website zur Verfügung gestellt. In der letzten Projektphase finden zusätzlich zum mobilen Kiosk Ausflüge & Veranstaltungen zu den Themen Arbeit, Wohnen & Bildung orientiert an den Interessen der Bewohner*innen statt. Der Gut zu Wissen Kiosk informiert & bringt Menschen zusammen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Vergleich zur LHH & zum angrenzenden Stadtteil Döhren sind überdurchschnittlich viele Menschen in Mittelfeld auf Unterstützung im Bereich Soziales angewiesen. Zum 31.12.2019 existierten im Stadtteil 30,8% Belegrechtswohnungen (LHH 6,1%, Döhren 2,2 %), es gibt eine hohe Arbeitslosenquote & viele Menschen beziehen Transferleistungen. Zudem leben viele Alleinerziehende in Mittelfeld. Mehr als die Hälfte der Bewohner*innen haben Migrations- &/oder Fluchterfahrung. Bei vielen Menschen existieren im Hinblick auf deutsche Sprache & gesellschaftliche Prozesse große Barrieren. Im Wülferoder Weg befindet sich eine Obdachunterkunft für ca.150 Menschen.
Hinzu kommt, dass der Zuzug im Stadtteil enorm hoch ist & kontinuierlich neue Nachbarschaften entstehen. Der Bevölkerungszuwachs betrug in den Jahren 2015-2018 6,2% (3,2% LHH) & der Anteil an neuen Wohnungen 8,3% (2,6% LHH). In den nächsten Jahren werden zusätzlich ca. 1000 neue Bewohner*innen erwartet.
Mittelfelder Einrichtungen berichten oft, dass bereits jetzt viele Bewohner*innen nicht zu vorhandenen Unterstützungssystemen im Stadtteil finden oder nicht wissen, welche Angebote bereits existieren. Viele wenden sich mit Problemen an persönliche Kontakte oder Multiplikator*innen, die den Unterstützungsbedarf jedoch nicht abdecken können. Dies führt dazu, dass sich mehrere geschlossene Systeme entwickeln. Zuzug, die diverse Bevölkerungsstruktur & innerhalb des Stadtteils schlecht angebundene Quartiere verstärken diese Herausforderungen zusätzlich.
Abgesehen von Hilfsangeboten findet wenig kulturelles&wirtschaftliches Leben im Stadtteil statt. Es gibt Ladenleerstand & wenig Gastronomie oder Nutzung der öffentlichen Plätze.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mittelfeld
Beschreibung
Mittelfeld als Stadtteil mit besonderem Fokus auf die noch im Bau befindlichen Gebiete Lieselotte-Rogge-Str., Käte-Werner-Str., Washingtonweg, Spittastr., Vitalquartier Berufsbildungswerk Annastift (alle in Mittelfeld Ost) sowie Ahornstr. und weitere in Mittelfeld West befindliche Neubauten der letzten Jahre inklusive der zwei Geflüchtetenunterkünfte seit 2015.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
aus SoPla, Daten zur Bevölkerungsstruktur in der LHH für die Jahre 2015 – 2019, Bev.1 (Personen in Mittelfeld insgesamt: 8.984)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2020 S. 105
Stand Dezember 2019
Mittelfeld: 9,7 %
Hannover: 6,3 %
Döhren: 4,1 %
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
aus LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2020, S. 15
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 26,3 %
Hannover: 24,5 %
Döhren: 28 %
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Datenblatt Privathaushalte 2019
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 33,7 %
Hannover: 24,7 %
Döhren: 13,7 %
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
aus Statistische Berichte der LHH Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der LHH, Hintergrund und Neudefinition, 2019 Tabelle 7
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 53,2 %
Hannover: 38,1 %
Döhren: 26,4 %
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
aus Info-DS Teil1: Kinderarmut in Zahlen – Update 2020, S. 17
Stand Dezember 2018
Mittelfeld: 27,4 %
Hannover: 15,2 %
Döhren: 9,3 %
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
mittelfeld_speakupbox.jpg
(1.6 MB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mehr als 100 Menschen haben an der Speak Up Box und den Bankgesprächen teilgenommen und mindestens 30 haben sich im Projektzeitraum in verschiedenster Form engagiert.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Ziel von Gemeinwesenarbeit ist es, die Lebensqualität der Menschen in den Stadtteilen zu verbessern, ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, die soziale Infrastruktur zu verbessern, Bewohner*innen zu aktivieren und zu beteiligen, Selbsthilfe zu fördern und den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. GWA schafft dafür Zugänge zu zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Dies erfolgt auf Basis von Qualitätsstandards (s. u.) durch die Entwicklung, Koordinierung und Unterstützung von Konzepten, Projekten und Veranstaltungen und wird im Zusammenwirken mit anderen Fachbereichen der LHH, freien Trägern und Einrichtungen in den Stadtteilen und anderen Stadtteilakteuren umgesetzt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Migrations- und Sozialberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenladen WILLI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Johanniter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anwalts- und Mediationskanzlei Torlage
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AfW – Arbeitsgemeinschaften und sozialpädagogische Hilfen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Lebensmittelausgabe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CJD Familienzentrum für inklusive Begabungsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Living Quarter GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfestützpunkt Stephansstift
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juwelier und Uhrmachermeister Alfred Stilter e. K.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
stein-zeit SCHWARZ - Steinmetze & Bildhauer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Hannover - Fakultät III, Abteilung Design und Medien
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Projektleitung & Kaufmännische Leitung sind von Anfang an direkt bei SchMitt e.V. angebunden. Die Arbeitszeit als Eigenleistung des Vereins wird im Verlauf des Projektes sukzessive erhöht. Um das Engagement der Bewohner*innen dauerhaft lebendig zu halten, wird WILLI - Freiwilligenladen Mittelfeld von Anfang an als Koordinationsstelle eingebunden. Durch SchMitt e.V. & WILLI wird "Gut zu Wissen" als Marke im Stadtteil etabliert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tjorven Maack
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilprojekt Immenrode
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" soll an zwei Standorten (Immenrode und Altstadt Goslar) und somit zwei Projekte beinhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass alle Menschen im Einzugsgebiet der Projektstandorte gleichermaßen angesprochen werden.
Am jeweiligen Standort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden. Ziel der Begegnungsstätte ist es, dass ein Ort geschaffen wird, an dem jeder Mensch willkommen und geschätzt wird. Die Begegnungsstätten dienen als "Save Haven", also einem Ort, an dem es keine Diskriminierung, Ausgrenzung und/oder andere Diffamierungen gibt. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig der sozialen Herkunft, dem Geschlecht, der Religions- und Kulturzugehörigkeit. Stigmatisierungen sind bei uns nicht willkommen. Genau dies ist der Ansatz des Gesamtprojektes.
Wir möchten Menschen zusammenführen und durch gemeinsame Projekte erwirken, dass eine Gemeinschaft entsteht, in der sich alle gleichermaßen respektieren, unterstützen und wertschätzen. Damit dies gelingt, bedarf es nicht nur einer festen Anlaufstelle, sondern ebenfalls regionenbezogene Unterstützungen. Diese Herausforderung wird durch die Aufteilung in zwei Projekte, mit jeweils eigenem Themenschwerpunkt - gemeistert. So soll sich das Teilprojekt (Immenrode) schwerpunktmäßig mit den Themen des demographischen Wandels und dem Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes innerhalb des Dorfes, aber auch der Implementierung eines festen Treffpunktes für Jung und Alt, so dass alle Generationen eine Anlaufstelle haben, fokussieren.
Das zweite Teilprojekte (Altstadt Goslar) hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt im Themenfeld der Zusammenführung der Menschen mit & ohne Migrationshintergrund. Hintergrund hierbei ist, dass der LK Goslar im Rahmen der Zuwanderung ab 2015 viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat. Die Menschen sind mittlerweile formal in der neuen Heimat angekommen. Leider ist es bisher kaum gelungen, dass die verschiedenen Religionen und Kulturen zusammengeführt werden und sich als gemeinsame Gesellschaft verstehen und dies ausleben. Ziel es Projektes ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben.
Diese Ziele sollen durch das Gesamtprojekt und den zwei Teilprojekten initiiert, gefördert und langfristig begleitet werden. Das Selbstverständnis des AWO-Kreisverbandes Region Harz e.V. ist, dass man nur gemeinsam stark ist. Dieses Motto spiegelt sich in unserem Gesamtprojekt wieder.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslagen der zwei Standorte sind differenziert zu betrachten. Daher soll im folgenden einzeln die Ausgangslage dargestellt werden.
Ausgangslage Immenrode:
Immenrode befindet sich nicht nur im ländlichen Raum, sondern ist darüber hinaus nochmals von der sozialen Infrastruktur des LK Goslar relativ abgeschieden. Aufgrund der Tatsache, dass das Dorf kaum in die (soziale) Infrastruktur integriert ist, sind die Bewohner_innen - besonders ältere und/oder nicht mobile Menschen - auf Angebote und eine Infrastruktur vor Ort angewiesen. Zwar gibt es eine Grundschule, ein Mütterzentrum und verschiedene Vereine, jedoch gibt es, besonders für ältere Menschen, keine Räumlichkeit bzw. keinen Ort, an dem Menschen aller Generationen und (sozialen) Herkünfte zusammenkommen und sich austauschen und/oder unterstützen können.
Dazu ist anzumerken, dass einzig die Schaffung eines solchen Raumes nicht genügen würde. Aufgabe des Projekts ist es, dass alle Gruppen zielgerichtet angesprochen, zusammengeführt und begleitet werden. Nur wenn man gemeinsam etwas etabliert, kann man langfristig als Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier reicht es nicht einzelne Angebote vorzuhalten, sondern muss den Prozess engmaschig begleiten und beraten/unterstützen/vermitteln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Immenrode
Beschreibung
Immenrode gehört seit 2014 zur Stadt Goslar und umfasst etwa 11 Quadratkilometer. Das Dorf ist etwa 7 km (Luftlinie) nordöstlich von Goslar und 5,5 km (Luftlinie) westlich von Vienenburg) an einer Bundesstraße an den Ausläufern des Salzgitter-Höhenzuges im nördlichen Vorland. An den öffentlichen Nahverkehr ist Immenrode durch eine Busanbindung (Bus 822) angeschlossen. Mit diesem gelangt man etwa einmal stündlich nach Goslar und/oder nach Vienenburg.
Einwohnerzahl
1509
Quelle / Anmerkungen
https://www.goslar.de/wirtschaft/wirtschaftsstandort; https://immenro.de/lage
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Datensätze sind nicht vorhanden. Daher wurden die Werte mündlich mit dem Ortsvorsteher (Eckhard Wagner) eruiert und hochgerechnet.
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Datensätze sind nicht vorhanden. Daher wurden die Werte mündlich mit dem Ortsvorsteher (Eckhard Wagner) eruiert und hochgerechnet.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" - mit seinen zwei Teilprojekten in Immenrode und der Altstadt Goslar - verfolgt den Ansatz des Quartiersmanagements.
Ziel des Gesamtprojektes ist die soziale Stabilisierung der Projektgebiete. Durch unsere Unterstützung als Koordinator_innen sollen verschiedene Akteuer_innen zusammengeführt, aktiviert sowie bei der Planung und Realisierung begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus soll durch die Weitergabe der beantragten Mittel finanzielle Ressourcen zur Umsetzung weitergegeben werden.
Durch unsere Anregung zum Empowerment in beiden Teilprojekten soll von den Bürger_innen die Verantwortung für den eigenen Stadtteil bzw. das eigene Dorf übernommen werden, so dass eine langfristige, selbsttragende und ehrenamtliche Selbstorganisation geschaffen, aufgebaut und langfristig implementiert wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es den Koordinator_innen gelingt, dass die Bewohner_innen eigenständig ihre Bedarfe/Interesse selbstständig eruieren und Vorhaben planen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die Menschen freiwillig zusammenkommen, um sich im Sinne des Ansatzes des Empowerments organisieren und strukturieren.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die vorhandenen Ressourcen nicht nur bekannt, sondern auch aktiv genutzt werden, um das Ziel der Schaffung einer gemeinsamen Begegnungsstätte zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt generations-, geschlechts, kultur- und religionsübergreifend gedacht und agiert wird, um gemeinsame (gemeinwesenbezogene) Interessen zu erarbeiten und umzusetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn themenübergreifend alle für die Bürger_innen relevanten Aspekte im Projekt abgebildet bzw. integriert sind. Das bedeutet, dass es einer Vielzahl an Beteiligungs- und Angebotsmöglichkeiten bedarf, um alle Bedarfe abzudecken.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die von uns als Koordinator_innen initiierten Netzwerke und Kooperationen nicht nur gegründet, sondern kontinuierlich auf- und ausgebaut sowie weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das soziale Zusammenleben angestoßen, gefördert und in der Praxis umgesetzt wurde. Deutlich wird das Gelingen, wenn die Begegnungsstätte rege besucht und ehrenamtlich begleitet und geführt wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt dazu beiträgt, dass die Infrastruktur im Gebiet nicht nur aufgewertet, sondern nachweislich zum positiven, nämlich durch soziale Partizipation aller, geändert werden konnte.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das gesamtkommunale Denken und Handeln dazu geführt hat, dass die Menschen sich nicht nur im Gebiet des Projektes, sondern darüber hinaus in der gesamten sozialen Gesellschaft akzeptiert und willkommen fühlen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine des Dorfes (Freiwillige Feuerwehr, Mütterzentrum, Schützenverein ...)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle im Gesamtprojekt vorhandene Glaubenseinrichtungen (Kirchen, Synagogen und Moscheen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unsere sozialen Plattformen (Facebook, Instagram, Homepage) sowie die regionale Presse (Goslarsche Zeitung sowie die Wochenend- und regionalen Blätter)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Bürger_innen aus dem Einzugsgebiet Immenrode, aber auch innerhalb der beiden Teilprojekte soll sich untereinander vernetzt und austauscht werden.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der/Die Oberbürgermeister_in der Stadt Goslar (Wahl ist am 12.09.2021)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projektes ist, dass die Begegnungsstätte sich nach Ablauf der drei Jahre nicht nur selbst organisiert, sondern auch selbst tragen bzw. die anfälligen Kosten für Miete und kleinere Sachausgaben durch die Stadt bzw. die Politik beglichen wird. Hierfür soll erwirkt werden, dass das Projekt als "Leuchtturm" eingeführt und etabliert wird und den Entscheidungsträger_innen aufgezeigt wird, welch positives "outcome" ein solches Projekt haben kann und daher bezuschusst werden sollte.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander für Bredenbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das Miteinander in Bredenbeck soll sich für alle Bürger entwickeln, erweitern und erhalten.
Projektbeschreibung
Der 3200 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 8 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat.
Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander.
Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, in den letzten 3 Jahren ist unser Dorfgemeinschaftshaus entstanden. Über 9000 Std ehrenamtliche Arbeit!
Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 15 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten u. in einem Vereinsbeirat organisiert.
Jetzt wollen wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen und die Veröffentlichung in verschiedenen Medien (Zeitung, soz. Medien, Newsletter) Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren, um Wünsche u. Ressourcen zu sammeln. Durch Vorstellen in den VHS Kursen u. im VHS-Programmheft werden weitere Teilnehmer gewonnen.
Der demografische Wandel macht es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Die Einwohnerstruktur Bredenbecks lässt einen zweiten Schwerpunkt in den Single-Haushalten erkennen. Nach mehreren Umfragen haben wir aus diesen Gruppen Wünsche gesammelt, die wir in unseren Projektzielen umsetzen möchten. An erster Stelle stand der Wunsch nach Geselligkeit. Dann folgte der Wunsch für ein Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung.
Bei all diesen Projekten möchten wir in enger Kooperation mit der im DGH ansässigen VHS zusammenarbeiten. Ihre Erfahrungen im Bereich Bildung u. Qualifizierung kann sehr gut genutzt werden. Unsere Wünsche werden in den Kursen verwirklicht.
Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin, die ortsansässigern Vereine u. speziell die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen.
All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität aufbauen. Dafür brauchen wir die Unterstützung durch ein Quartiersmanagement.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten 8 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den restlichen drei verbleibenden Gaststätten auch das örtliche Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe und Ausstattung mehr vorhanden.
Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS waren nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen. Besonders ältere Mitbürger und Alleinlebende vereinsamten.
Im Alltag ist gut zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl aller im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden und die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten.
Problematisch in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner*innen sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt. Insgesamt leben 54% der Einwohner in Single-Haushalten. Hier drohen Anonymität und Vereinsamung.
Wir brauchen professionelle Strukturen, um speziell abgestimmte Angebote in Bredenbeck zu realisieren. Es müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden: Versorgung, generationsübergreifende Kommunikation, Hilfe bei Reparaturen oder Gartenarbeiten, Sport u. vor allem Geselligkeit und Kultur.
Corona hat die Problemlage noch erheblich verschärft. Angebote des öffentlichen Lebens müssen wieder aufgebaut werden, um das Miteinander für Bredenbeck umzusetzen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen Bredenbeck
Beschreibung
Eine sozio-demographische Analyse des Studenten Lukas Rethschulte von der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2014, stellte in Bredenbeck neben einer starken Überalterung auch eine sehr hohe Single-Haushaltsquote von 54% (davon 91% ohne Kinder) fest. Das Durchschnittsalter beträgt 47,5 Jahre und die größte Altersklasse ist die Gruppe der 50 bis 65-jährigen mit einem Anteil 23,2%. Von diesen Personen sind nur 41% berufstätig, was im Umkehrschluss ein erhebliches ehrenamtliches Potential birgt. Die Überalterung in der Ortschaft ist zukünftig weiter stark ansteigend. Ein weiteres Ergebnis ist, dass es für die Altersgruppen der Familien und Senioren sowie insbesondere die alleinstehenden Einwohner, keine sozialen Treffpunkte, außer dem Dorfgemeinschaftshaus, gibt. Dies könne zukünftig zu einer drastischen sozialen Ausgrenzung führen und das selbstbestimmte Leben auch im höheren Alter damit gefährden. Durch das hohe ehrenamtliche Potential kann mit Hilfe eines Quartiersmanagements dieser Begegnungsraum gefüllt werden, Vernetzungsstrukturen aufbaut und autarke Interessengruppen gebildet werden. Die Überalterung des Gebietes ist unübersehbar. Das letzte Neubaugebiet in Bredenbeck wurde 2012 fertig gestellt. Junge Familien sind in der Zwischenzeit kaum zugezogen. Diese genauen Zahlen können im Moment für 2021nicht erhoben werden. (Datenschutz)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wennigsen , Phillip Thiedau
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Die Daten des Projektgebietes stammen aus der Statistik der Gemeinde vom 29.01.2020, die Angaben der Gesamtstadt sind von Mai 2021 von der Gemeinde Wennigsen. Sonstige stellt der Anteil in der Bevölkerung im gesamten Bundesgebiet dar.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
map_openstreet_bredenbeck.jpg
(234.83 KB)
karte_verteilung-infrastrukt._bredenbeck.gif
(110.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut, Arbeitskreise entstehen. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen. Das Wirgefühl wird durch geselliges Beisammensein im Klöncafé gestärkt. Jeder kann seine Ressourcen einbringen (Kuchen backen, Liederzettel, Handarbeitsideen). Soziale Bindungen werden aufgebaut. Durch Gespräche, Aushänge, digitale Medien und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner und Alleinlebende werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig ein Café, Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren. Ressourcen werden genutzt. Gruppenleitungen sind gefunden und miteinander vernetzt.
Kriterium
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt, vom Kuchen backen zum Computerkurs. Die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt. Ehrenamtliche werden unterstützt, gefördert und wertgeschätzt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Verschiedene Treffen finden statt. Für die positive Außendarstellung hat sich ein Gremium gebildet.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Kooperationen zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik und der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Fr. Kügler, Frau Zunker Fachbereich Soziales.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten, Grundschule, Bücherei.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schneiderin, Weberin, Steinmetz, Tischler, Drechsler, Musiker, Computerfachmann, Landwirt, Förster, (Nähkurse, Spieleabende, Tanzcafé, Lieder- und Literaturabende, Waldspaziergänge, Umwelt und Naturschutz)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein) Physiotherapiepraxen, Pflegedienst, Einzelpersonen (Yoga, Walking, Seniorenturnen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert. VHS-Kurse werden ebenfalls durchgeführt. Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen und Methoden erlernt, Gremien gebildet, um Gruppen danach selbstständig weiterzuführen. Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge, projektbezogenen Förderungen und Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH und seiner Angebote.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
gemeinsamp1040559.jpg
(586.38 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sigrid Lemp
| Funktion | Fachbereichsleitung Arbeit, Familie und Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Jetzt WIR Zusammen - Qualität stärken im Quartier für Senioren, Geflüchtete, Zuwanderer und alle Familien
Projektbeschreibung
Für die Problem-Quartiere in der Gemeinde (Wiefelstede und Metjendorf) sollen im Projekt Konzepte entwickelt und realisiert werden, die folgende Problemsituationen systematisch angehen und in den Fokus von Politik und Gemeindeentwicklung rücken:
1. Demografische Herausforderungen und nicht ausreichende barrierefreie Wohnmöglichkeiten für Senioren mit/ohne Betreuung im Kernort Wiefelstede, Einsatz ambulanter Pflegedienste, zu wenig Nachbarschaftsdienste und Dienstleistungen für Senioren:
Hier soll in einem großen geplanten Baugebiet ein Wohnprojekt für/mit Senioren entwickelt und in der Umsetzung begleitet werden. Die Beteiligung einer Stiftung für Wohnen im Alter soll erfolgen. Gleichzeitig soll eine Kümmerer-Struktur aufgebaut werden.
2. Integration von Zugewanderten und Geflüchteten:
(Parallelgesellschaften, Effektivität aber Überforderung (ehrenamtlicher) Flüchtlingshelfer/-paten), Flucht in Drogenkonsum, wenig Integration in das Vereins- und Gemeinwesen, zu wenig Mietwohnraum.
Für das o.g. Baugebiet soll bezahlbarer Mietwohnungsbau initiiert werden, die ehrenamtlichen Paten sollen stärker in ihren Bemühungen unterstützt und begleitet werden.
3.soziale Integration von Menschen und Familien an der Armutsgrenze/mit Transferbezug:
Schaffung von Mietwohnraum, Integration ins dörfliche Vereinsleben, Stärkung der Beratungsstrukturen im Netzwerk hinsichtlich familienpolitischer Leistungen, Kinderbetreuung etc.
4.Stärkung des Gemeinwesens und Integration von Neubürgern in die Dorfgemeinschaft im Quartier Metjendorf: Initiierung von Nachbarschaften und Zugehörigkeitsgefühl zum Wohnquartier.
Aufbau mehr gesellschaftlicher Teilhabe/Nachbarschaft in einer aktiven GWA mit Beteiligungsstrukturen, die Problemlagen der Bewohner sollen aufgegriffen und bearbeitet werden. Ziel ist die Identitätsfindung im Quartier und die Integration der vielen Neubürger. Hierzu soll vor allem die Zusammenarbeit mit Vereinen, aber auch Grundschule und KiTas forciert werden. Das Mehrgenerationenhaus soll zur Kümmerer-Station der Bürger werden.
Um größere Effektivität der bisherigen Bemühungen in der GWA zu erlangen bzw. die Probleme greifbar zu lösen, soll eine bessere Koordinierung der vorhandenen Einrichtungen und Maßnahmen sozialer Arbeit in der Kommune und mit Netzwerkpartnern in den Fokus der kommunalen Bemühungen gesetzt werden.
Aktiv sollen durch Netzwerkarbeit einbezogen werden:
Familienservicebüro
Flüchtlingshelfer
Mehrgenerationenhaus in Metjendorf
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wiefelstede ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde (ca.106 qkm) mit zwei Kernortzentren, die 10 km voneinander entfernt sind. Diese Kernorte, Wiefelstede und Metjendorf (zusammen mit den direkt anlegenden Bauerschaften Heidkamp und Ofenerfeld) haben unterschiedliche Problemlagen.
Beide Kernort-Quartiere sind geprägt durch Einfamilienhäuser und Doppelhäuser im Eigentum der Bewohner und der demografische Wandel ist deutlich wahrzunehmen. Auf die steigende Alterung der Bevölkerung ist die soziale Gemeinschaft und die Infrastruktur vor allem im Kernort Wiefelstede nicht ausreichend vorbereitet. Seniorengerechte Wohnungen und bezahlbare (Miet)-Wohnungen sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden, Zudem ist die Integration von sozial schwächeren Familien durch die vorhandene Wohnraumstruktur schwierig, so auch besonders die Integration von Migranten- und Flüchtlingsfamilien, die seit 2015 vor allem im Kernort Wiefelstede aufgenommen wurden. Einzelne Vermieter nutzen die Situation, heruntergekommene Wohnungen überteuert zu vermieten. Die Bildung von Parallel-Gesellschaften ist zu befürchten, die "Ersatzwelt Drogen" wird vermehrt zum Problem.
Im südl. Gemeindequartier Metjendorf, das direkt an die Großstadtgrenze von Oldenburg grenzt, gibt es eine starke Durchmischung der bisherigen Bevölkerung durch Zuzug von Auswärtigen. Werden Häuser durch Sterbefälle der Bewohner frei, werden sie hochpreisig an Höchstbietende, die aus der Stadt Oldenburg kommen, verkauft oder vermietet. Die bisherige Kultur der ländlichen Dorfgemeinschaft und des solidarischen Miteinanders leidet und wird immer weniger lebendig gelebt, für viele ist der eigentliche Wohnort nur die Schlafstadt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Kernort
Beschreibung
Das Projektgebiet umfaßt über eine
Fläche von ca. 4,3 qkm die
Bauerschaften Wiefelstede 1,
Wiefelstede 2 und Wiefelstede 3.
Diese Bauerschaften im Zentrum der
ländlich geprägten Gemeinde waren
ursprünglich der Kern der Gemeinde
und hier ist auch jetzt noch das
Rathaus und die einzige Kirche der
Kommune. Das Quartier ist geprägt
von Einfamilienhäusern und
Doppelhäusern (letzteres in den
neueren Baugebieten), die von den
Eigentümern zumeist selbst genutzt
sind. Mietwohnungsbau ist nur in
sehr geringem Ausmaß zu finden.
Direkt an das Quartier grenzen in
allen Ortsrichtungen
landwirtschaftliche Flächen. Die
Versorgung mit Lebensmitteln aller
Art kann direkt im Quartier erfolgen,
Fachgeschäfte für andere Bedarfe
sind nur sehr begrenzt oder gar nicht
vorhanden. OPNV ist nur begrenzt
nutzbar. In diesem Quartier sind die
meisten Zuwanderer (fast 200
Personen) der Gemeinde
wohnhaft/untergebracht, die seit
dem Flüchtlingszustrom 2015/2016
zugewiesen wurden.
Einwohnerzahl
5352
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bauerschaften_wiefelstede1.jpg
(869.8 KB)
wiefelstede_google_maps.jpg
(162.24 KB)
Gebiet-Name
Wiefelstede Bauerschaften Metjendorf, Heidkamp, Ofenerfeld
Beschreibung
Dieses Quartier grenzt in einer
Fläche von ca. 3 qkm südlich und
östlich direkt an die Großstadt
Oldenburg, viele der Bewohner
arbeiten auch dort und sind sich
nicht bewusst, dass sie nicht in
Oldenburg, sondern in der dörflichen Gemeinde
Wiefelstede wohnen. Das Gebiet gilt
als Speckgürtel der Stadt Oldenburg.
In nördlicher und westlicher Richtung
grenzen an das Projektgebiet
ausgedehnt landwirtschaftliche
Flächen. Das Projektgebiet ist
geprägt von Einfamilien- oder
Doppelhäusern, die im Eigentum der
Bewohner stehen. In einigen
Straßenzügen im Quartier überwiegt
die ältere Bevölkerung ab 75 Jahren,
dort sind die Einfamilienhäuser alle
vor ca. 50 Jahren erbaut worden.
Aufgrund der Überalterung kommt es
hier vermehrt zu Verkäufen des
Wohnraums. Insofern gibt es eine
starke Durchmischung der ehemals
eher dörflichen Bewohnerstruktur. In
den letzten Jahren sind zudem neue
Baugebiete erschlossen worden, die
inzwischen fast fertiggestellt sind
und in denen es auch etliche Zuzüge
aus der benachbarten Großstadt
gibt. Die Infrastruktur, KiTas und
Schule sind entsprechend angepasst
worden. Der ÖPNV ist der Stadt
Oldenburg angepasst und
ausreichend. Mietwohnungen sind
nur sehr begrenzt vorhanden und
decken den Bedarf nicht, da auch
hier die Bürger aus Oldenburg
zugreifen.
Einwohnerzahl
6492
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
metjendorf_google_maps.jpg
(277.53 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Alle Probleme und Besonderheiten, die die soziale Lebensqualität der Bewohner im Quartier mindern, sollen ganzheitlich in ihrer Ursache gesehen und angegangen werden. Für dieses Ziel sollen vorhandene kommunale professionelle Ressourcen wie Familienservicebüro (besetzt mit 20 WoSt.), Flüchtlingshelfer (39 WoSt.) u. Mehrgenerationenhaus (hauptamtlich 49,5 WoSt.) effektiver genutzt und als "Kümmererstationen" eingesetzt werden. Gleichzeitig soll die Werbung für das Ehrenamt im sozialen Bereich forciert werden. Daneben wurden in der Politik weitere wesentliche Akzente gesetzt. Es gibt ein Seniorenpolitisches Konzept sowie ein Bekenntnis zum Mehrgenerationenhaus und dessen Arbeit. Alle genannten Voraussetzungen sollen für GWA effektiver genutzt werden. In einem Projektteam von 3 in der Kommune erfahrenen Mitarbeitern, welche mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aktionsbereichen agieren können, sollen ergebnisorientiert die Problemlagen analysiert, dargestellt und partizipativ mit Akteuren, Bewohnern und kommunalen Gremien angegangen werden. MA 1/Projektleitung - Fachbereichsleitung Arbeit, Familie u. Soziales: Struktur und Koordination der GWA mit den vorhandenen kommunalen Ressourcen, Arbeit in politischen Gremien, Wohnraumentwicklung in den Quartieren. MA 2/Päd. Leitung: Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus, Vernetzung mit Vereinen u. Akteuren, Integration, Veranstaltungen MA 3/Projektmitarbeiter: Seniorenwohnprojekte, Freiwilligendienste, Nachbarschaftshilfe,
Methoden:
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Kooperationen und Netzwerkarbeit alle Personen in den Quartieren erreichen, die Zuständigkeiten und die Kooperationsmodalitäten abgeklärt und ein Mehrwert wie z.B. Erhöhung der Angebotsvielfalt etc. vorhanden ist.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn unterschiedliche Menschen (evtl. mit verschiedenen Herkunftsgeschichten) in den Quartieren zueinander finden, sich austauschen und eigeninitiativ oder mit ehren- oder hauptamtlicher Hilfe Aktivitäten entwickeln.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Wohn- , Hilfs-, und Beratungsbedarfe der Menschen im Quartier (möglichst mit Partizipation der Bewohner) verbessert werden und die Veränderungen das soziale Miteinander verbessern.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn es gelingt, dass verschiedene Akteure im Quartier offen ihre Angebote für verschiedene Zielgruppen wie Einheimische, Zugewanderte, Migranten und Senioren planen , möglichst unter Einbeziehung von Multiplikatoren dieser Gruppen.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn aus Anfragen und Anregungen von Menschen in Sprechstunden und Kümmererstationen in den Kontakten und in der Kommunikation eine Ermutigung und Stärkung erreicht wird, selber für Verbesserungen im Quartier aktiv zu werden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachausschuss für Generationen und Soziales der Gemeinde Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Wiefelstede / Metjendorf (Ambulante Pflege)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro, Flüchtlingshilfe, Seniorenberatung, Mehrgenerationenhaus , kommunale Arbeitskreise und Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kvhs Ammerland g GmbH (Maßnahmen KOLA, KOLA+ und weitere)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Kinder, Jugendliche und Familien in Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Ammerland. e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch das Projekt "Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!" wird in zwei großen
Quartieren in der Gemeinde konsequent der Focus auf den Aufbau einer vernetzten
problemlösenden GWA gelegt. Ein beständiger Meilenstein ist das Wohnprojekt. Als Grundlage sind bereits kommunal finanzierte Einrichtungen der Sozialen Arbeit vorhanden.
Durch starke Vernetzung und die Entwicklung neuer Strukturen und Maßnahmen im Team
wird eine effektive GWA geschaffen, die nach Projektende kommunal Fakt bleibt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lebendige Dorftreffpunkte in der Samtgemeinde Neuenkirchen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ruth Klaus-Karwisch
| Funktion | Fachbereichsleitung Familien, Bildung und Ehrenamt |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Die SG Neuenkirchen muss sich den demographischen Veränderungen und damit auch den gesellschaftlichen u. urbanen Veränderungsprozessen stellen. Zum Erhalt und zur Verbesser-ung der Lebensqualität vor Ort sind bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen unverzichtbar. Durch lebendige Treff-punkte in allen Gemeinden soll eine nachhaltige Verbesserung Infrastruktur vor Ort und wichtige Kristal-lisationspunkte des gesellschaftlichen Lebens entstehen. In Merzen ein Jugend- u. Dorftreffpunkt an der Schule, in Neuenkirchen soll 2021/22 der Dorftreff Beim Alten Haarmeyer und in Voltlage entsteht zurzeit der erste Dorftreffpunkt die Dorfküche. Die Projekte in Neuenkirchen und Voltlage werden im Rahmen der ZILE Förderung- soziale Dorfentwicklung bezuschusst. Die Treffpunkte sollen zukünftige folgende Funktonen für die Dorfgemeinschaft einnehmen: Treffpunkt für Alle Bürger/innen, Organisation und Durchführung von Kultur-, Informations- und Begegnungsangebote, Jugend- und Seniorenarbeit, Raum für Vereinsarbeit und Treffpunkt der Ehrenamtlichen vor Ort, Integrations- und Migrationsarbeit vor Ort, Begegnungs- und Austauschmöglich-keiten für Ehrenamtliche und Angebote der Freiwilligen Agentur der Samtgemeinde Neuenkirchen. Durch die Treffpunkte werden offene Begegnungsstätte geschaffen, die zum Dialog einladen und zur Stärkung der Dorfgemeinschaft führen. Diese Treffpunkte unterstützt dadurch nicht nur die Ziele der Sozialen Dorfent-wicklung, sondern auch die im Audit familiengerechte Kommune. In den Bürgerbeteiligungsformaten wurde deutlich, dass:
- ein starker Bedarf an Beratungs- u.Unterstützungsangebot in unterschiedlichen Lebenslagen u. Altersgruppen fehlt
-Struktur der Dorfgemeinschaften hat sich verändert ( Überalterung, fehlende Integration von „Neubürger*innen und Vereinsamung
- Die Kompetenzen zur Erkennung von Problemlagen/Bedarfen und Hilfe zur Selbsthilfe fehlen.
Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit, soll eine hauptamtliche Person, zur Koordination und Belebung der „lebendige Treffpunkte“ einsetzen werden. Aufgabe ist der Aufbau der Treffpunkte, die Bündelung /Vernetzung bereits vorhandenen Strukturen und Angebote, Lotsenaufgabe, Bedarfsermittlung sowie Stärkung der ausgebildeten Dorfmoderatoren. Durch den Prozess der Gemeinwesenarbeit soll der soziale Zusammenhalt aller Bewohner-gruppen gefördert, die soziale Teilhabe aller ermöglicht, die soziale Infrastruktur insgesamt verbessert werden und Selbsthilfepotenziale gefördert werden
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
IIn der SG Neuenkirchen haben sich keine Dorfgemeinschaften gebildet. Die Altein-gesessenen, die Aussiedler und Menschen mit Fluchterfahrung bleiben unter sich. Eine wirkliche Integration ist bisher nicht gelungen. Zusätzlich steht die SG Neuenkirchen steht vor der Herausforderung einer überalternden Bevölkerung. Mehr-generationenfamilienstrukturen, gibt es aufgrund des Fortzuges von jüngeren Menschen, selten. Alte, allein-stehende Menschen leben isoliert. Die Einsamkeit und der Hilfebedarf der Bürger/innen (soziale Kontakte, Mangelernährung, Sicherung d. Versorgung und Unterstützungsangebote) steigt stetig. Vor Ort werde deshalb Angebote benötigt die das soziale Miteinander stärken. Bisher hat die SG Neuenkirchen lediglich langfristige, ortsnahe Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Es wurden ehrenamtliche Helfer- und Unterstützerstrukturen für alle Bürger*innen die Kleinen Hilfen“ gegründet. Zur Unterstützung des Ehrenamtes gibt eine Freiwilligen-agentur und über die soziale Dorfentwicklung wurden Dorfmoderatoren ausgebildet. Es gibt zahlreiche Beratungs- u. Dienstleistungsangebote in der“ Drehscheibe“. Diese Infrastruktur unterstützt Bürger, stärkt aber nicht die Dorfgemeinschaft in sich. Zukünftiges Ziel ist es, langfristig die Dorfgemeinschaften zu stärken. Sie soll befähigt werden Probleme vor Ort zu erkennen und Selbstheilungspotenziale gezielt einzusetzen. Bürger sollen Verantwortung für sich und für andere übernehmen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Koordinierung u. Vernetzung der vorhandenen Ressourcen, Etablierung von Beteiligungsmöglichkeiten, Aktivierung der Selbstorganisationspotentiale sowie Selbsthilfepotenziale in den Mitgliedsgemeinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens.
In Samtgemeindeverwaltung soll eine hauptamtliche Stelle zur Entwicklung des Gemeinwesens entstehen. In jeder Mitgliedsgemeinde sollen lebendige Dorftreffpunkt für die Dorfgemeinschaften entstehen. Jede einzelne Dorfgemeinschaft soll gestärkt werden. Es soll ein „Kirchtumdenken“ gefördert werden. Aber wo Synergien zwischen den Gemeinden hilfreich sind, soll die Gemeinschaft der Samtgemeinde Neuenkirchen auch funktionieren.
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: nein
Einwohnerzahl
10687
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeabteilung SG Neuenkirchen Stand 04/2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
samtgemeinde_neuenkirchen_2020-08-03.pdf
(175.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Neuenkirchen wird in ihren Mitgliedsgemeinden lebendige Dorftreffpunkt in den jeweiligen Gemeindezentren baulich errichten. Es bestehen bereits vielfältige u.a. Beratungs- und Dienstleistungsangebote, ein Fahrdienst für Bürger*innen und eine FreiwilligenAgenturen. Die Politik und Verwaltung hat Beteiliungsformate wie das Audit familiengerechte Kommune und die sozialen Dorfentwicklung durchgeführt. Es wurden Dorfmoderatoren ausgebildet, die soziale Kleinstprojekte betreuen und als Ansprechpartner vor Ort für die zur Verfügung stehen. Bisher wurden alle Maßnahmen von der Politik und Verwaltung angeregt und gesteuert. Langfristig sollen Bedingungen geschaffen werden, die dazu führen, dass sich Bürger*innen für Ihre Belangen vor Ort einsetzen und das vorhandene Know-How z.B. der Ehrenamtlichen Helferkreise und der Dorfmoderatoren nutzen bzw. auf/ausbauen.
Im Gesamtprozess braucht es eine hauptamtliche Koordination zur Planung, Steuerung und Unterstützung für eine etablierte Praxis von Gemeinwesenarbeit. Durch eine professionelle Gemeinwesenarbeit soll die vorhandenen Strukturen/ Angebote (s.o) bekannter und ein lebendiges Zusammenleben vor Ort in den Mitgliedsgemeinden angeregt, die Anliegen von Bürger*innen noch stärker aufgegriffen und ihr Engagement und die gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Mitgliedsgemeinden in den Dorftreffpunkten gefördert werden. Hilfe zur Selbsthilfe steht im Fokus, kollektives Empowerment soll erreicht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bürger*innen die lebendigen Treffpunkte nutzen und mit Leben füllen. Eigene Aktionen, Veranstaltungen,gemeinsame Aktivitäten die der Gemeinschaft dienen. Die Gemeinschaft erkennt die Belange des Ortes und versucht gemeinsam Lösungen/Ideen umzusetzen.
Beschreibung
Potenziale der Vereine, Verbände und Ehrenamtlichen sind bekannt und werden für die Gemeinschaft vor Ort gewinnbringend eingesetzt und ggfs. ausgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen nutzen die Treffpunkte als Anlaufstelle. Aktivitäten vor Ort werden selbst organisiert und umgesetzt. Es haben sich verlässliche Strukturen für Aktive Bürger*innen zur Organisation vor Ort gebildet. für
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sport-, Heimatverein, Landfrauen und - jugend, Triebwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osanbrück -Senioren und Pflegeberatung, FreiwilligenAgentur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen vor Ort und die Oberschule der Samtgemeinde, VHS, Musikschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bestehende Ehrenamtskreis aus sozialer Dorfentwicklung, Seniorenarbeit, Jugendteam, Dorfmoderatoren, Mitglieder der GgmbH "Beim alten Haarmeyer"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vor Ort werden derzeit baulich die Treffpunkt errichtet. Mit Hilfe der Koordinierungsstelle soll nachhaltige Beteiligungsformate und Ehrenamtsstrukturen vor Ort aufgebaut werden. Die laufenden Kosten für die Treffpunkte werden langfristig von der SG Neuenkirchen getragen. Die Arbeit der FreiwilligenAgentur ist bereits langfristig im Stellenplan der SG Neuenkirchen etabliert. Die Politik muss im Laufe des Projektes entscheiden, ob Sie für die GWA Arbeit eine Planstelle schaffen wird.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenarbeit für Einbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andreas Dorfschmidt
2. Kurzbeschreibung
Einbeck: pura vida (das reine Leben) – aber nur gemeinsam
Projektbeschreibung
In der Kernstadt von Einbeck wird ein Prozess etabliert, der in Form eines Perpetuum Mobiles zu immer größerer Lebensqualität für die Bewohnenden führt. Wir initiieren diesen Prozess, begleiten/moderieren ihn und übergeben ihn letztendlich in die völlige Selbstorganisation der Bewohnenden, u.a. gestützt durch zuvor qualifizierte Ehrenamtliche.
Hierbei begleiten uns engagierte Akteur*innen der Stadt: Wir vernetzen alle relevanten Einrichtungen Ressortübergreifend und beziehen auch diejenigen mit ein, die bisher nur Konsument*innen oder "Zuschauer*innen" waren.
Die Akteur*innen verbinden humanistische Werte, soziales und kulturelles Engagement sowie Identifikation mit einer bemerkenswerten Stadt, die Tradition und Aufbruch vereint. Auf dieser Grundlage setzen u.a. gegensätzliche Interessen und Betrachtungsweisen Energie frei und werden Motor eines dialektischen Prozesses, der zu immer mehr Lebensqualität führt – wir freuen uns darauf.
Die Akteur*innen bilden den Beirat für die GWA, der die Querschnittsthemen der GWA-Arbeit setzt:
- Zusammenleben: Welchen Beitrag kann jede*r einzelne zu einem solidarischen, toleranten und lebenswerten GW leisten?
- Wie können wir allen, insbesondere den Älteren und Migrant*innen, die Beteiligung am GW ermöglichen und ihre soziale Situation verbessern?
- Selbstbestimmung der jungen Menschen: „Es ist unsere Zukunft“ – alle Initiativen sind danach zu bewerten. Andererseits werden sie gefordert, sich im Besonderen für die Benachteiligten einzusetzen.
- Was können wir in unserer GWA und jede*r einzelne für den Klimaschutz tun?
Es werden konkrete Projekte entstehen, die dem GW eine Identität, eine Stimme und Strahlkraft in die gesamte Stadt verleihen (z.B. eine würdige Lebensqualität der Älteren).
Für diese Entwicklung, für Begegnung, Austausch und niedrigschwellige Hilfsangebote braucht es realen Raum: Ein Nachbarschaftszentrum – mitten in der Stadt, die Tür immer offen und die Sonne immer scheinend – für Einzelne, verbundene und lose Gruppen.
Bei spezifischem Beratungsbedarf vermitteln wir weiter – als Nebeneffekt werden so sogar zusätzliche soziale Dienstleistungsangebote entstehen.
Unser*e GW-Arbeiter*in verfügt über die Sozialkompetenzen und einen Instrumentenkoffer, um ein Nachbarschaftszentrum dauerhaft pulsierend zu halten, in dem jede*r sein/ihr Beteiligungsformat findet.
„Und Bekämpfung des (Rechts-)Extremismus?“ Das GW erreicht ein Level an Lebensqualität, auf dem es keine Opfer für „Menschenfänger“ gibt.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Strukturanalysen stellen für Einbeck eine überdurchschnittliche Betroffenheit vom demographischen Wandel fest (mit starker Zunahme der Älteren und starkem Rückgang der Jüngeren) und fordern für die Kernstadt u. a. einen Ausbau der sozialen u. kulturellen Infrastruktur – wir „malen“ ein psychosozial geprägtes Bild:
Einbeck...
- ein „Weltunternehmen“ – aber auch einen harten Kern an Langzeitarbeitslosen, nicht integrierten Migrant*innen und Älteren, die ohne ausreichende Versorgung vereinsamen
- eine einmalige historische Altstadt – mit vernachlässigten Wohnungen, in denen sich Benachteiligte fokussieren
- überregionale Aufmerksamkeit durch ein Oldtimermuseum – aber auch durch Rechtsextreme mit einer gespaltenen Gegenbewegung
- Einrichtungen, die hochwertige (Sozial-)Arbeit leisten – aber verzweifeln, weil sie Familien z.T. schon in 3. Generation mit derselben Problematik begleiten
- viele Angebote für spezielle Zielgruppen, die auf professioneller Ebene vernetzt sind – sich aber teilweise als Konkurrenz empfinden u. um ihre Existenz bangen
- ein entstehendes Jugendparlament – aber viele Jugendliche, die sich hierbei nicht mitgenommen fühlen
- wachsende Handelsketten – aber sterbende Läden
- tolle städtische und andere Initiativen (Fachwerk5eck, Smart-City etc.), gut funktionierende Netzwerke – aber nicht diese eine Strategie, die alle Facetten von „lebenswert“ einbezieht und dem GW eine Identität und Stimme verleiht
Die gesamte o. a. Widersprüchlichkeit fokussiert sich in unserem Quartier. Sie enthält eine große Energie, die – ergänzt durch das Engagement der zahlreichen soziokulturellen Selbsthilfeinitiativen – dem Motor des GW einen enormen Schub verleiht.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohnenden des GW entwickeln sich von Konsumenten (z.B. sozialer Dienstleistungen) zu Produzenten ihres Lebens; von passiven Einwohnenden zu Produzenten ihres Lebensumfeldes (des GW). Über das Tun, ihre Beiträge zum GW, bauen sie ihr Selbst aus.
Das wachsende Selbstbewusstsein benötigt keine Diskriminierungen. Es öffnet sich für andere Menschen, ein Miteinander, umso mehr, als ein gemeinsames Ziel verfolgt wird, das GW nach den eigenen Vorstellungen immer lebenswerter zu gestalten.
Der Mangel an Diskriminierungen schafft Platz - gesellschaftliche Themen fließen förmlich in den Freiraum, und damit in die sich ständig gegenseitig befruchtenden Angebote bzw. das Quartier, hinein.
In Einbeck gibt es eine Basis, um hieraus Handlungsansätze zu entwickeln: Das Jugendparlament, die No-Future-Bewegung, diverse soziale und kulturell engagierte Selbsthilfegruppen, Migrant*innenunterstützende Hilfen, auch etablierte Träger und UnterstützerInnen u. v. m.
Der/die GW-Mitarbeiterin baut hierauf auf: Er aktiviert, fördert die Beteiligung und das Miteinander, ausgestattet mit entsprechenden Sozialkompetenzen und einem „Instrumentenkoffer“. Er/sie „spinnt“ Netzwerke, knüpft Kooperationen, organisiert die Steuerung hin zur Selbstorganisation.
So werden Barrieren für Behinderte beseitigt, Migrant*innen bereichern das GW. Die „Alten“ beteiligen sich, die Jungen erweisen sich als solidarisch, in dem sie diese bei der Mobilität und der Anwendung der sozialen Medien (zwecks Vernetzung unte
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Inhaltlich stellen die individuellen und kollektiven Erfolge, die Selbstorganisation, eine Zukunftswerkstatt und der eher steigende Bedarf nach „Bearbeitung“ der gesellschaftlichen Themen die Fortführung des Auftrages auch nach Ablauf von 3 Jahren sicher.
Über die durch Umsiedlung unserer in der Stadt verteilten Standorte zum Nachbarschaftszentrum - ggf. zusammen mit anderen Trägern - generieren wir Synergieeffekte, um die Gemeinkosten und die sachliche Infrastruktur zu finanzieren.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
adobestock_98826047.jpeg
(1.9 MB)