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Kreativwerkstätten WIR-Gemeinschaftsbildungs-Prozess interkulturelle Mediation

3 NaVaLi Oasen-Projekt, Teilprojekt 3 (List Nord/Ost)

Ansprechpartner
Andrea Steckert
Funktion Projektleiterin
Stärkung und frischer Wind für die GWA im Stadtbezirk Vahrenwald-List zur solidarischen Entwicklung dreier unterschiedlicher Nachbarschaften - zwei mit zum Teil stark erhöhten sozialen Bedarfen.
Projektbeschreibung
#Fortsetzung zu TP2# Das professionell angeleitete Spiel ermöglicht Sozialräumliches Arbeiten, Aktivierung und Netzwerkarbeit, Empowerment, partizipatorische Planung, Projektentwicklung, Learning by Doing, erlebnisorientierten Selbsterfahrung (z.B. durch die für den gemeinsamen Spielerfolg wichtige, zeitweise Übernahme bestimmter funktionaler Rollen durch die Spieler*innen) und nachhaltigen Entwicklung in Gemeinschaft ebenso. Es dient als Impulsgeber oder Katalysator für Selbstorganisationsprozesse der Nachbarschaften, Wertschöpfung aus Vielfalt und Differenz und hilft bei der Auflösung von Konfliktpotenzialen. Jeder der vier Spiel-Zyklen ist unterteilt in je sechs angeleitete Phasen (s. unter Ziele/ Maßnahmen), in denen gemeinsam „Oasen“ - vielfältige Aktionsräume der gemeinschaftlichen Entwicklung in der Nachbarschaft - geschaffen werden. Insgesamt sollen bis zu 1200 Menschen direkt beteiligt und bis zu 4500 indirekt erreicht werden. Übergreifende Veranstaltungen unterstützen das Kennenlernen der „fremden“ Nachbarschaftskulturen untereinander, gegenseitige Unterstützung der Nachbar*innen und Synergieeffekte zur ganzheitlichen Entwicklung. Die Kooperation mit Schulen, bietet Möglichkeiten, junge Menschen im Rahmen dieses Projektes an die aktive Verantwortungsübernahme für die Entwicklung ihres Stadtbezirks heran zu führen und diese zu ermöglichen. Hauptanliegen des Projektes ist es, in den fokussierten Sozialräumen (insbesondere in TP2, 3) Zugänge zu den Bewohner*innen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten zu öffnen, mit ihnen herauszufinden, was sie bewegt und sie mit darin zu unterstützen, eigene und gemeinschaftliche Veränderungsideen zu entwickeln, umzusetzen und ihre Potenziale in Verbindung mit anderen zu entfalten. Gefördert werden dabei sozialer Zusammenhalt, Entwicklung von Zukunfskompetenzen, Stärkung der Integration, Partizipation und gesellschaftlichen Teilhabe. Das NaVaLi Oasen-Projekt integriert sich vor Ort in den Alltag der Bewohner*innen und die vorhandenen, sozialen Infrastrukturen der drei Quartiere und des Stadtbezirks. Im besten Falle gelingt dem Bezirks-System durch das neue Zusammendenken der Möglichkeiten, Impulse und die katalysatorische Wirkung dieses Projektes gemeinsam eine ganzheitliche Verbesserung sozialer Verhältnisse im Bezirk. Die soziale Arbeit in Vahrenwald-List bekommt durch Integration dieses speziellen GWA-Ansatzes in jedem Fall frischen Wind, der ggf. auch über die Bezirksgrenzen hinaus wirken kann.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
In der Nachbarschaft List Nord/Ost (TP3) ist der soziale Entwicklungsbedarf dauerhaft kritisch hoch. Im Quartier sind zwei "Mikrogebiete mit besonderem sozialen Handlungsbedarf" ausgewiesen. Strukturell; bzgl. der schlechten Situation in den Wohnblöcken, des überdurchschnittlich hohen Anteils Kinder und Alleinerziehender entspricht das Quartier dem angrenzenden BZ Sahlkamp (Einstufung „Soziales Zusammenleben“). In diesem Zuzugsgebiet ist eine Verbesserung der Situation ist nicht absehbar. Ein Antrag des Bezirksrates zum Bau eines dringend benötigten Jugend-/Familienzentrums wurde nicht genehmigt. In diesem Quartier, ist die Herausforderung erfolgreicher Integration am höchsten. Bis zu 90 Sprachen werden hier gesprochen. Große soziale Herausforderungen durch das beengte Zusammenleben in der isolierten Hochausbebauung führt bei zunehmenden äußeren gesellschaftlichen und globalen Krisen zu psychischen Belastungen, zu Spaltungen in der Gesellschaft und zur Schwächung demokratischer Strukturen. Vorhandene Kompetenzen der Menschen bleiben unentdeckt, Ressourcen, die im Zusammenspiel individuelle und kollektive Entwicklung ermöglichen könnten, bleiben isoliert. Es fehlen Beteiligungssysteme, die den Bewohner*innen helfen, ihre Ideen zu entfalten, Kompetenzen einzubringen, ihre Quartiere positiv mit auszugestalten und Selbstwirksamkeit zu erfahren, wichtige neue Verbindungen zu knüpfen. Es braucht neue diversitäts-sensible, starke Impulse, im GWA-Rahmen für eine Öffnung des Quartiers zur nachhaltige Selbstorganisationsprozesse. Auf dieses Gebiet wird das NaVaLi, in enger Kooperation mit dem GWA-Mitarbeiter der LHH u.a etablierten Akteur*innen, die größte Energie legen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover List Nord/Ost
Beschreibung
Gorch-Fock-Straße, Hinrichsring, bis Hebbelstraße, Kanal ist nördlich die Grenze. Das Constantin-Viertel, wo geförderte Sozialwohnungen entstehen, soll ebenfalls noch mit in das Aktionsgebiet einbezogen einbezogen werden.
Einwohnerzahl
4000
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021), Einwohnerzahl Stadtbezirks 71 TSD Einwohner*innen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) Einordnung bis 18 J.; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) Einordnung bis 29 J.; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
46
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021); angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, 2022 (vom 31.12.2021) ; angelehnt an Bezirk Sahlkamp, da Mikrobezirk hiermit vergleichbar.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
## Fortsetzung vom TP2 ## Bei den Bewohner*innen vor Ort, in der Nachbarschaft setzt NaVaLi an. Hier gibt es Träume und Wünsche. Genau hier unterstützt NaVaLi die professionelle Gemeinwesenarbeit mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. NaVaLi zahlt in die GWA-Strategie der LHH ein indem es sich in Bereichen mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf einsetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohner*innen über ein geringes Einkommen verfügt und/oder Transferleistungen bezieht und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Ankommensorte von Flüchtlingen, so wie in TP3 (GoHin) und TP2 (Vahrenwald-Büssi). Dieser Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht NaVaLi eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen im jeweiligen Quartier. Der Zielgruppen übergreifende Ansatz wird genutzt, um Brücken zu bauen -auch zwischen den Nachbarschaften im Stadtbezirk Vahrenwald-List. *angewendete Methoden könnten z.B. sein: Dialogue, Open Space, World-Café, Übungen aus Theorie U, Prototyping aus DesignThinking, Service-Learning (OECD Lernkompass), Achtsamkeitspraxis (MBSR), traumainformierter transparente Kommunikation, Navigator Zukunftskompetenzen, GFK Gewaltfreie Kommunikation, Social Witnessing, diverse online-Tools, etc.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen haben ihre Wünsche und Idee auf dem Traumbaum geäußert und wollen 3-5 Projekte pro Oasen-Spiel umsetzen.
Beschreibung
Es ist sicher gestellt, dass die Teilnehmer*innen in ihren Selbstorganisation (Projektgruppen) regelmäßig begleitet werden und notwendige Unterstützung erhalten.
Beschreibung
In der Erkundung der NAchbarschaft werden gemeinsam Potenziale der Nachbarschaft erhoben und dokumentiert. Ein Unterstützernetzwerk wird aufgebaut.
Beschreibung
Es wird gemeinsam eine Übersicht der Bezugsgruppen/ Stakeholder des Nachbarschaftsprozesses erstellt und das NEtzwerk über drei Jahre auf- und ausgebaut.
Beschreibung
Es finden Projekte in drei Quartieren des Bezirks statt. Alle Ebenen werden einbezogen. Es finden enge Kooperationen mit den Akteur*innen sozialer Arbeit in den Gebieten. statt. Teilnahme der Projektleitung an den jeweiligen Stadtteilrunden.
Beschreibung
Alle Bewohner*innen sind eingeladen und können weitere PErsonen mitbringen.
Beschreibung
Bei den initiierten NaVaLi-Projekten der Bewohner*innen wird es sich grundsätzlich um Gemeinschaftsprojekte handeln.
Beschreibung
Das Projekt selber bildet in Zusammenarbeit Strukturen. Aus den Oasen-Spielen werden Oasen der Nachbarschaft entstehen. Die Strukturen der besthenden GWA werden in Spiel gebracht und ggf. ausgebaut.
Beschreibung
Die NaVaLi-Projektleitung wird regelmäßig zum Austausch und zur Vorstellung der Projektentwicklungen an den Stadtteilrunden teilnehmen, zu denen die Mikrobezirke gehören.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Vahrenwald-List, Bezirksbürgermeister Thorsten Baumert und Bezirksratsmitglieder der Fraktionen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager Vahrenwald-List, Adem Öktem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH FB Senioren - offene Seniorenarbeit udn Beratung -
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilkulturzentrum Lister Turm, GF Birgid Ahrens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Vahrenwald, GF Jule Koch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Büssingweg, Vahrenwald, diverse Kontakte: Schulleitung, Didaktische Leiterin, Lehrer*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS List, Schulleiterin Petra Hoppe und diverse Lehrer*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Brüder Grimm, List Nord-Ost, Schulleiter und Leiter Ganztagsbertreuung der Diakonie Leif-Eric Otten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lister Kirchen, Vorstand und Pastorin*nnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch die Arbeit der letzten 5 Jahre im Stadtbezirk und persönliche Kontakte der Ehrenamtlichen haben wir sehr viele direkte und indirekte Kontakte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Agenda21- und Nachhaltigkeitsbüro, Leiterin Susanne Wildermann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH FB Soziales, Gemeinwesenarbeit aus dem Bereich Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lister Kaufleute e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hannoversche Neue Presse, Stadtteilredakteurin Petra Rückerl
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Wellenreiter, Jugendtreff Gorch-Fock-Str., List Nord/Ost
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Transition Town Hannover e.V., Ernährungsrat Hannover, u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ökostadt e.V., Projekt NaturKultur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
JuLiNa Kunst- und Kulturverein, Projekte "Garten-Kunst-Kultur im Wandel", "Urban-Land-Art Projekt", etc.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cem´s Cafébar DeHaen-Platz, Cem Selek
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff List Nord-Ost
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadtteilrunde List
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadtteilrunde Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Bürrgerschaftliches Engagement, Annette Reus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Runder Tisch GoHin, Mikrobezirk List Nord/Ost
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vahrenwalder Wirtschaftsforum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Café S, Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH FB Umwelt u. Stadtgrün, Bereich Baumpatenschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerbüro Stadtentwicklung der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Freiwilligenzentrum Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HAZ, Neue Presse und Stadtkind als Medienpartner
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ab 2027 möchte der Lister Nachbarschaft e.V. perspektivisch die Nachbarschafts-Gruppen sowie entstandene Projekte mit Partner*innen des neuen Bündnisnetzwerkes mindestens zwei Jahre weiterführen. Denkbar ist die Erweiterung des Vereins zu „Nachbarschaften Vahrenwald-List e.V.“. Der erprobte Ansatz NaVaLi Oasen-Projekt könnte für andere Stadtbezirke/ Gemeinden interessant sein und übertragen werden. (s.ergänzend Anlage in TP1: Oasenspiel-GWA-Nachhaltigkeitsaspekte.pdf)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Zentrum FrauenZeit FZF: Frauen in Kaltenmoor schaffen sich eigene Begegnungs-, Aktivitäts- und MItgestaltungsräume

Ansprechpartner
Christine Katz
Organisation diversu e.V.
Funktion Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V.
Frauen in Kaltenmoor schaffen und gestalten eigene Begegnungs-, Austausch, Entwicklungsräume; Kooperation der Akteure mit frauenspezifischem Angebot nimmt zu.
Projektbeschreibung
Ziel d. Projekts „Zentrum FrauenZeit (ZFZ)“ ist, Frauen im Stadtteil Kaltenmoor dabei zu unterstützen, eigene Räume zu schaffen, in denen sie sich auf Augenhöhe begegnen, gegenseitig fördern & in gemeinsamen Aktivitäten das Stadtteilleben mit gestalten. Zudem soll es zu einer besseren Kooperation zwischen den am ZFZ beteiligten Akteuren im Quartier beitragen & so vorhandene Potenziale effektiv nutzen. Im Stadtteil fehlen bisher solche Räume. Es leben dort etliche Alleinerziehende, viele Frauen mit Migrationshintergrund & wenig Geld. Vielen erscheinen ihre beruflichen Perspektiven gering. Begegnungen verbleiben meist im Familienkontext. Interkulturelle & klassenübergreifende Begegnungen finden vor allem in Helferkonstellationen statt. Die vorhandenen Angebote der Sozialverbände adressieren Frauen i.d.R. als Bedürftige & sind wenig bekannt. Selbstorganisierte Initiativen, die die ggs. Unterstützung stärken, gibt es kaum. Frauen des Internationalen Frauentreffs & im Vorfeld der Antragstellung interviewte Vertreter*innen von Akteuren der GWA & Sozialarbeit machten deutlich: Frauen wünschen sich mehr interkulturelle & klassenübergreifende Begegnungen. Sie möchten zu einer lebendigen Nachbarschaft beitragen, sich persönlich weiterentwickeln, sich als Frauen ggs. stärken, gemeinsam Aktivitäten durchführen. Das Projekt „Bewegte Leben“ hat gezeigt, wie durch interkulturelle Begegnung Frauen Selbstwirksamkeit erfahren & das Gemeinschaftsgefühl im Quartier gestärkt wird. Das neue Projekt knüpft daran an. Phase I Vorbereitung d. Aufbaus des ZFZ: Erhebung d. frauenspez. Angebotsstruktur in Kaltenmoor & der Bedarfe von Frauen dort & ihrer Vorstellungen bzgl. ZFZ; Aufbau eines Unterstützerkreises Phase II Planung & Einrichtung d. ZFZ: Konzeptentwicklung durch Planungsteam (diversu, Frauen aus dem Unterstützerkreis, interessierte Einzelfrauen), Realisierung der Orga-Struktur (Kernteam aus Sprecherinnen, Organisations-/ Verwaltungszuständigen, Mentorinnen für verschiedene Themen), Werbung für ZFZ (Auftaktveranstaltung, Politik-Talk, Sozialausschuss, Stadtteilfest, Website) Phase III Begleitung d. ZFZ und Weiterentwicklung (Prozessevaluation): beteiligungsorientierte Prozessgestaltung (Evaluation v. Orga-Treffen & Programmgestaltung, Einrichtung eines digital. Austauschforums, WS zu Prozess-/Konfliktmanagement), Verstärkung der Akteurskoop. (gemeins. Entwicklung v. Programmbausteinen), Weiterentwicklung d. ZFZ durch Frauen in Kaltenmoor (anreizorient. Ideenwettbewerb)
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Kaltenmoor ist ein soziokulturell vielfältiger Stadtteil Lüneburgs. Viele dort lebende Frauen haben einen Migrationshintergrund & beziehen Transfergeld, wenige sehen berufliche Perspektiven. Etliche sind alleinerziehend, kennen & erleben (Alltags-)Diskriminierung. Gemeinsame Aktivitäten verbleiben meist in d. Familie und d. eigenen soziokult. Gruppe. In Kaltenmoor fehlen interkulturelle, klassenübergreifende Orte für Frauen, wo sie sich auf Augenhöhe begegnen, entfalten & weiterbilden können, sich ggs. in Alltagsfragen beraten, in schwierigen Zeiten Zuflucht & Unterstützung finden, Gemeinschaft erfahren. Auch niederschwellige Möglichkeiten für Weiterqualifizierungen, die das Selbstbewusstsein der Frauen wie auch ihre beruflichen Chancen erhöhen könnten, sind nur in geringem Maße vorhanden. Dies alles erschwert ihre Integration in die Stadtteilgemeinschaft und die Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten & Prozessen im und für den Stadtteil. Die bestehenden frauenspez. Angebote von Sozialverbänden, Kirchen, VHS sind bislang wenig aufeinander bezogen, adressieren Frauen i.d.R. als Bedürftige, sind den Frauen oft nicht bekannt. Insgesamt gibt es kaum selbstorganisierte Initiativen, die die ggs. Unterstützung stärken. Frauen des Internat. Frauentreffs, interviewte Vertreterinnen v. Akteuren der Sozialarbeit u. eine Veranstaltung des BIB im Sommer 2019 (s. LOI) zeigten: Räume werden dringend gewünscht, wo Frauen gemeinsam aktiv werden, Selbstwirksamkeit, Empowerment & Teilhabe erfahren, sich Fähigkeiten aneignen können. Zudem wurde eine große Bereitschaft geäußert, sich für ein Frauenzentrum aktiv einzubringen. Das Projekt knüpft an diese Bedarfe & Bereitschaften an.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Kaltenmoor
Beschreibung
Kaltenmoor grenzt im Norden an den Stadtteil Hagen, im Süden an das sog. Schäferfeld. Im Osten wird es durch die Bundesstr. B4/ B209 begrenzt und zur Stadtmitte hin im Westen durch die Bahnlinie (Straße Blümchensaal).
Einwohnerzahl
10030
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerstatistik vom Bürgeramt Lüneburg, 9.12.2020
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Initiativen von und für Frauen, zur Förderung von interkulturellen und klassenübergreifenden Begegenungen und eigenen selbstorganisierten Räumen werden in diesem Gebiet nicht gefördert.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzwert Gesamtstadt und Landkreis; Nundesagentur für Arbeit 2018
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzwert für Gesamtstadt und Landkreis, Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zur Anzahl von Alleinerziehenden sind weder für die Hansestadt Lüneburg noch für die 17 Stadtteile Daten verfügbar.
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnerstatistik Lüneburg Dez. 2020
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
alte Daten vom Einwohnermeldeamt der Stadt Lüneburg; neuere liegen nicht vor;
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die SGB II-Quote für 2014 lag in Kaltenmoor bei 23.5 %; Die Arbeitslosenmeldungen betrugen im Stadtgebeit 5.8% in Kaltenmoor 46.5%. Allerdings sagt der Quartiersmanager, dass es zu Kaltenmoor keine vernünftigen Daten über die einzelnen Transferleistungen gibt.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt Zentrum FrauenZeit ZFZ zielt darauf ab, Frauen – insbesondere auch welche mit Migrationshintergrund und welche, die wenig finanzstark sind - zu ermutigen und dabei zu unterstützen, für ihre eigenen Interessen, Bedürfnisse und Anliegen einzutreten und so ihre Lebensqualität zu erhöhen. Es eröffnet Frauen über kulturelle und Klassengrenzen hinweg eine niederschwellige Möglichkeit, gemeinsam und selbstorganisiert, durch aktivierende, kreative Beteiligungsformate, unterstützend begleitet einen Begegnungs-, Austausch- und Weiterentwicklungsraum zu gestalten. Davon profitieren nicht nur die dabei aktiven Frauen, sondern auch alle anderen Frauen im Quartier. Das ZFZ ermöglicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und fördert Frauen als aktive Bürgerinnen. Das gemeinsame Gestalten, der selbst geschaffene, geteilte Begegnungsraum, die auf ggs. Unterstützung setzende Angebotsstruktur stärken das ggs. Verständnis, Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl – wichtige Faktoren für Integration, eine Verbesserung des sozialen Klimas im Quartier und die räumliche Identität. Darüber hinaus trägt das Projekt mit seiner Orientierung an der Zielgruppe Frauen und der Stärkung der Mitgestaltung (Selbstwirksamkeitserfahrungen) zur Demokratieentwicklung bei. Mit dem Aufbau eines Unterstützerkreises befördert es zudem die Vernetzung/ Kooperation zwischen verschiedenen Einrichtungen/ Akteuren im Quartier, was vorhandene Ressourcen/ Potenziale im Stadtteil effektiv verknüpft.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Vorstellungen, Bedarfe und Perspektiven der Frauen aus Kaltenmoor für das Zentrum FrauenZeit sind bekannt; möglichst viele Ideen sind von den Frauen eigenständig umgesetzt
Beschreibung
Frauen in Kaltenmoor bringen sich ein, entwickeln gemeinsame Ziele für ein gemeinsames Vorhaben; vereinbaren gemeinsame Planungsschritte, Prozessregeln und Aufgabenteilung; sorgen ggs für sich und für das Gelingen/ Konfliktbearbeitung des Vorhabens;
Beschreibung
ein Unterstützerkreis für das ZFZ aus Vertreter*innen derjenigen Akteure, die sich bereits um Frauenbelange kümmern bzw. frauenspezifische Angebote haben, ist aufgebaut; Frauen aus diesem Kreis sind im Planungsteam für das Zentrum FrauenZeit vertreten;
Beschreibung
Das ZFZ wird in Kooperation mit UNterstützerakteuren vor Ort aufgebaut und umgesetzt; mehrere Aktivitäten im ZfZ von und für Frauen sind in Kooperation mit anderen Akteuren aus Kaltenmoor oder Lüneburg entstanden;
Beschreibung
Von allen beteiligten Unterstützerakteuren wird sich stark für einen zentralen Ort für das ZFZ in Kaltenmoor eingesetzt;
Vorhandene Strukturen
In Kaltenmoor ist die professionelle Sozial- und Gemeinwesenarbeit geprägt von Aktivitäten der AWO (hat im Rahmen des BIWAQ-Förderprogrammes z.B. ein arabisches Buffet aufgebaut, in dem auch gastronomische Weiterqualifikationen laufen), der VHS Region Lüneburg (bietet über BIWAQ-Projekte Weiterqualifizierungskurse für Frauen an) und dem ökumenischen Gemeindezentrum St.Stephanus mit zahlreichen kirchlichen und überkonfessionellen Angeboten. Über die AWO werden auch zahlreiche Frauen (und Familien) adressierende Aktivitäten angeboten. Darüber hinaus gibt es einige selbstorganisierte Angebote z.B. für Senior*innen, Russlanddeutsche, Jugendliche, die evt auch was mit/ für Frauen anbieten, und es gibt den Internationalen Frauentreff - interkulturell selbsorganis. Ab Mitte 2021 wird auch die Stadt Lüneburg Beratung für Senior*innen und Wohnungslose Menschen anbieten. Zu den meisten dieser Akteure bestehen bereits Beziehungen. Sie haben ein großes Interesse an einer Kooperation für ein Begegnungs- und Kompetenzzentrum für Frauen geäußert. Mit dem Quartiersmanager besteht ebenfalls über verschiedene Aktivitäten ein etablierter Kontakt. Darüber hinaus gibt es Beziehungen zu weiteren Einrichtungen auf dem Lüneburger Stadtgebiet, die (u.a. auch) frauenspezifisch arbeiten (Antidiskriminierungsnetzwerk LG, Haus der Kulturen Mosaique, Feffa, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüneburg und des Landkreises, Büro für Bildung und Integration des Landkreis LG, Checkpoint Queer).
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Katrin Petersen, zuständig für Stadtteilentwicklung im Projekt Lüneburg Zukunftsstadt 2030
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstelungsbeauftragte, Maret Bening, des landkreis Lüneburg; Bildungs- und Integrationsbüro Lüneburg Karin Kuntze, Integrationsbeiratsmitglieder: Lucy Grimme, Nuria Miralles Andress
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO (Awocado, KaffeeHaus Kaltenmoor, ElternMigrantenNetzwerk, Netzwerk Kaltenmoor, Frauenrelevante Organisationen (z.B. Feffa, Madonna, pro familia, ADN-Antidiskriminierungsnetzwerk Lüneburg, Checkpoint Queer,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freischaffende Künstlerin, Ruth Weber, zur Begeltiung der Kreativwerkstätten , Mosaique - Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS-Region Lüneburg, Anne Frank Schule, IGS Kaltenmoor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ökumenische St. Stephanus Gemeinde, Kaltenmoor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lüneburger Landeszeitung, Prise, Lünepost, Radio ZuSa, Kontakt - Gemeinde- und Stadtteilmagazin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Andrea Schröder-Ehlers, SPD Landtagsabegordnete und Stadtratsmitglied (für Kaltenmoor), Julia Verlinden, Bündnis90/ Die Grünen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationaler Frauentreff, Frau Wölki
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager, Herr Nehring
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Bisherige Signale aus Gesprächen mit Politikerinnen der Stadt Lüneburg, Vertreterinnen aus Wohlfahrtsverbänden, Engagierten in zivilgesellschaftlichen Organisationen/ Vereinen verweisen deutlich auf ein großese Interesse an einem Zentrum für Frauen. Es gibt seitens der Politik eine hohe Bereitschaft, sich für eine kontinuierliche Grundförderung einzusetzen. Einwerbung zusätzlicher Mittel wird jedoch unabdingbar bleiben. Darauf werden die Frauen vorbereitet (Selbsthilfe Fördermittel).
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vom selbstorganisierten Treff zum Interkulturellen Begegnungs- und Kompetenzzentrum - Mitgestaltung durch Frauen!

Ansprechpartner
Christine Katz
Organisation diversu e.V.
Funktion Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V.
Umgestaltung des Internationalen Frauentreffs in Kaltenmoor hin zu einem Interk.Begegnungs- und Kompetenzzentrum für Frauen unter wirkungsmächtiger Beteiligung der Betroffenen
Projektbeschreibung
Das Projekt verfolgt folgende Ziele: Wirkmächtige Mitgestaltung der Umstrukturierung des Frauentreffs in Kaltenmoor unter Beteiligung der Frauen; Generierung von Kenntnissen über Gelingensfaktoren eines gemeinsamen Strukturaufbaus zwischen einer selbstorganisierten interkulturellen Fraueninitiative und kommunalen Verwaltungsakteuren; Mitgestaltung der Stadtteilarbeit des Projekts LG Zukunftsstadt 2030 durch Frauen aus Kaltenmoor; partizipationsorientierte Initiierung eines Interkult. Begegnungs- und Kompetenzzentrums für Frauen in Kaltenmoor. Ausgangslage: Die einzige selbstorganisierte Interkult. Begegnungsstätte für Frauen in Lüneburg (Internationaler Frauentreff in Kaltenmoor) ist mit drei gegenläufigen Entwicklungen konfrontiert: Zum einen erfuhr der Frauentreff mit der Verleihung des städtischen Integrationspreises eine Aufwertung und durch das GWA-Vorläufer-Projekt „Bewegte Leben“ einen Attraktivitätsschub. Zum anderen befürchten die Frauen, mit der geplanten Übernahme des Frauentreffs durch die Stadt Lüneburg, ihre selbstgestalteten Freiräume zu verlieren. Bisher gibt es kein Konzept/ keine Strategie, wie die Frauen entscheidungsmächtig eingebunden werden können, dieser Umbruch begleitet und in ein respektvolles Neben-/ Miteinander oder gar eine produktive Zusammenarbeit zwischen den städtischen Mitarbeiterinnen und den im Frauentreff engagierten Frauen überführt werden kann. Und schließlich bietet drittens das im Juli 2020 gestartete Projekt LG Zukunftsstadt 2030 Anknüpfungspunkte für eine Weiternutzung der Erfahrungen der Frauen des Frauentreffs für die gemeinwesenorientierte Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit. Arbeitsschritte: I Initiierung, Moderation, Begleitung des Umgestaltungsprozesse (12 M): Vorbereitungsgespräche; moderierte Dialogrunden, Kreativwerkstätten, „Nebenbei“-Debattenräume; Planungszellen mit getrennten und gemeinsamen Gruppen, Informationsworkshops; Interkulturelle Mediation; Verbindliche Vereinbarungen zur Arbeits- und Managementstruktur; partizipative Prozessregeln; Zukunftswerkstatt; II Aufbau und Konkretisierung der Einbindung von Frauen aus dem Frauentreff in das Projekt LG Zukunftsstadt 2030 (12 M): Reflexion des Umgestaltungsprozess´des Frauentreffs mit Akteuren im Quartier und des Projekts Zukunftsstadt; Konkretisierung der weiteren Zusammenarbeit; bedarfsorientierte Fortbildungen für die Frauen; III Partizipative Planung eines Interkult. Begegnungs-/ Kompetenzzentrums für Frauen in Kaltenmoor (12 M)
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Internat. Frauentreff in Kaltenmoor treffen sich Frauen aus etwa 10 Ländern zu vielfältigen Aktivitäten. Im Stadtteil, der interkulturell und von einer verstärkten Separierung verschiedener soziokultureller Gruppen geprägt ist, sind solche Räume rar. Zugleich ist der Bedarf groß. V.a. für Frauen mit Migrationsgeschichte spielt sich das Leben in der Familie ab, verbleiben Begegnungen und Tätigkeiten im Privaten. Ein Großteil hat keine Erwerbsarbeit und geringe berufliche Perspektiven. Der Frauentreff stellt für die Frauen einen wichtigen geschützten Sozialraum dar, in dem sie sich frei bewegen, entfalten und weiterbilden können, sich ggs. in Alltagsfragen beraten, in schwierigen Zeiten Zuflucht und Unterstützung finden, Selbstgestaltung/ -organisation und Gemeinschaft erfahren. Das Vorläufer Projekt „Bewegte Leben“ eröffnete neue Räume für Gemeinschaftsbildung und Empowerment. Die Frauen zeigen ein erhöhtes Interesse an persönlicher Weiterentwicklung sowie an Aktivitäten zur Verbesserung des Stadtteillebens. Ziel ist, den Frauentreff zu einem interkulturellen Begegnungs- und Kompetenzzentrum für Frauen auszubauen. Nun wird die Stadt ab September 2020 die Räume des Frauentreffs übernehmen. Bisher gibt es kein Konzept/ keine Strategie, wie dies begleitet und konstruktiv in ein respektvolles Neben-/ Miteinander oder eine Form der Zusammenarbeit zwischen den städtischen Mitarbeiterinnen und den Frauen des Frauentreffs überführt werden kann. Eine moderierte Begleitung ist bislang nicht vorgesehen. Die Frauen befürchten, ihre selbstgestalteten Freiräume zu verlieren, fühlen sich nicht eingebunden. Die Stadt hofft, dass alles genauso weiter laufen wird, wie bisher.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Kaltenmoor
Beschreibung
Kaltenmoor grenzt im Norden an den Stadtteil Hagen, im Süden an das sog. Schäferfeld. Im Osten wird es durch die Bundesstraße B4/ B209 begrenzt und zur Stadtmitte hin im Westen durch die Bahnlinie (Straße Blümchensaal).
Einwohnerzahl
9600
Quelle / Anmerkungen
Aussage des Quartiersmanager
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Initiativen von und für Frauen, zur Förderung von interkulturellen Begegnungen und eigenen selbstbestimmten Räumen werden in diesem Gebiet nicht gefördert. So erhält bspw. weder das seit 2007 aktive Netzwerk Kaltenmoor e.V. noch das Projekt Internationaler Frauentreff darüber eine Förderung.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Quartiermanagers Herr Nehring
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Herr Nehrin, Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Herr Nehring, Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl für Projektgebiet: Schätzwert; Gesamtstadt und Landkreis: Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl für Projektgebiet: Schätzwert; Gesamtstadt und Landkreis: Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
plus 13% mit Doppelstaatsbürgerschaft
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
herausgegeben vom Einwohnermeldeamt der Hansestadt Lüneburg, Stand 2014.
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die SGB II-Quote (November 2014) in Kaltenmoor bei 23,5 %. Die Arbeitslos-Meldungen betrugen im gesamten Stadt-gebiet 5,8%, im Programmgebiet Kaltenmoors 46,5%. Einwohnermeldeamt Lüneburg 2014
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Mitgestaltung durch Frauen! Vom selbstorganisierten Treff zum Begegnungs- und Kompetenzzentrum“ ermöglicht Frauen eine konstruktive Mitgestaltung der Umorganisation des Frauentreffs in Kaltenmoor durch aktivierende und kreative Beteiligungsformate und generiert Erkenntnisse zur Entwicklung einer gemeinsamen Struktur kooperativer Zusammenarbeit zwischen selbstorganisierten Initiativen und kommunalen Verwaltungsakteuren, von der beide „Seiten“ profitieren; es ermöglicht Selbstorganisation und Empowerment insofern es die Frauen u.a. durch unterstützende Angebote aber auch durch moderierende Begleitung befähigt, sich wirkungsmächtig in Veränderungsprozesse und die Stadtteilentwicklung einzumischen und ihre Interessen gegenüber Zuständigen und Entscheider*innen aus dem politischen und Verwaltungsbereich zu vertreten. Mit der partizipationsorientierten Initiierung des Aufbaus eines Interkulturellen Begegnungs- und Kompetenzzentrums für Frauen in Kaltenmoor werden die Frauen zu Mitgestalterinnen persönlicher und stadtteilbezogener Weiterentwicklungsmöglichkeiten mit einer Breitenwirkung ins Quartier. Durch die aktive Einbindung ins Projekt LG Zukkunftsstadt 2030 erleben die Frauen Selbstwirksamkeit und der Frauentreff in Kaltenmoor wird in der Stadt Lüneburg sichtbarer.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Frauen in Kaltenmoor setzen sich für ihre Interessen in der Umgestaltung des Frauentreff ein, bringen eigene Ideen ein, entwickeln eigene Vorstellungen der Zusammenarbeit und des Prozessmanagements, kontrollien Planungsschritte, bilden sich weiter
Beschreibung
Zuständigkeiten, Kooperationsformen und Prozessregeln bei der koop. Nutzung des Internationalen Frauentreffs sind verabredet, ein inhaltliches u. Umsetzungskonzept sowie Arbeitsschritte für ein interk. Begegnungs-/Kompetenzzentrum für Frauen liegen vor
Beschreibung
die Frauen des Frauentreffs und die kommunalen Verwaltungsmitarbeiterinnen haben gemeinsam eine Struktur/ ein Miteinander für die Gemeinwesenarbeit entwickelt, von der/ dem beide Seiten profitieren;
Beschreibung
die Interessen der Frauen des Frauentreffs werden sichtbar und fließen in die Weiterentwicklung der Struktur ein, werden im Umbildungsprozess berücksichtigt;
Vorhandene Strukturen
In Kaltenmoor ist die professionelle Gemeinwesenarbeit geprägt von Aktivitäten der AWO (hat im Rahmen des BIWAQ-Förderprogrammes z.B. ein arabisches Buffet aufgebaut, in dem auch gastronomische Weiterqualifikationen laufen ), der VHS Region Lüneburg (bietet über BIWAQ-Projekte Weiterqualifizierungskurse für Frauen an) und dem ökumenischen Gemeindezentrum St.Stephanus mit zahlreichen kirchlichen und überkonfessionellen Angeboten. Mit dem Quartiersmanager arbeitet der Frauentreff intensiv zusammen. Es finden Nähcafes und Deutschkurse statt, es gibt Angebote zur Beratung bei Behördengängen, in allen sozialen Fragen und Familienkonflikten, aber es finden auch Veranstaltungen zu einerbreiten Themenpalette wie bspw. zu Klimaschutz, Yoga, Schwimmen und Tanz, Fortbildung für Eltern, Biografiearbeit und Kreativworkshops statt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
drei Mitarbeiterinnen der Stadt (plus Leiterin), die den Frauentreff übernehmen; mit Sebastian Heilmann, der das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030 koordiniert;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freischaffende Künstlerin zur Begleitung von Kreativwerkstätten; Haus der Kulturen - Mosaique
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mit der Landtagsabgeordneten und Stadtratsmitgliedern (Frau Schröder-Ehlers)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
mit den Frauen des INternationalken Frauentreffs und Frau Wölki der langjährigen Leiterin des Frauentreffs
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager in Kaltenmoor, Herr Nehring
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS-Region Lüneburg
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Frauentreff wird von der Stadt geschätzt – siehe die Verleihung des Integrationspreises 2018 und die Unterstützung des GWA-Vorläufer-Projekts. Bisher gibt es keine gesicherte Finanzierung dieser ehrenamtlichen Struktur, der mit der städtischen Übernahme das Aus droht. Das neue Vorhaben möchte die Umstrukturierung so mitgestalten, dass der Frauentreff erhalten bleibt und in das Projekt Zukunftsstadt eingebunden wird. Erste Gespräche über eine städtische Mitfinanzierung sind angelaufen.
Zustimmung Veröffentlichung
On