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Wir wohnen in Wildeshausen

Ansprechpartner
Michaela Kurwinkel
Organisation Stadt Wildeshausen Bürgerservice, Migration und Öffentliche Ordnung
Funktion Integrationsfachkraft
Ort für Begegnungen schaffen - Beteiligung fördern - Gemeinwesen stärken - Lebensqualität verbessern
Projektbeschreibung
Im Bereich der Stadt Wildeshausen, in dem ein sozialer Brennpunkt rund um einige Mehrfamilienhäuser in der Hermann-Ehlers-Straße und den umliegenden Straßen(zügen) zu finden ist, befinden sich sowohl weitere Mehrfamilienhäuser, Zweifamilien- und ansonsten Einfamilienhäusern, sowohl in Reihenbebauung als auch freistehend. Die Bevölkerung dieses Wohnquartiers erscheint heterogen. Durch Befragung der AnwohnerInnen des Viertels durch eine (sozial)pädagogische Kraft (GemeinwesenarbeiterIn) sollen gemeinsam die Wünsche, Ideen und Anregungen der hier lebenden Menschen erfragt und sichtbar gemacht werden. Zur Befragung fremdsprachiger AnwohnerInnen werden ggf. Ehrenamtliche zur Sprachmittlung hinzugezogen. Über die Befragung wird die Aktivierung der BewohnerInnen angestrebt. Der städtische Treffpunkt Mittendrin in der Hermann-Ehlers-Straße bietet Räume zur Begegnung und zum Austausch, in denen die Bewohner zusammen- und miteinander ins Gespräch kommen. Über die Ansprache der BewohnerInnen in der aufsuchenden Arbeit sollen die Menschen von den Angeboten des Treffpunkt Mittendrin erfahren. Über einen einmal wöchentlich stattfindenden offenen Begegnungstreff sollen sie die (räumlichen) Möglichkeiten, die ihnen hier geboten werden, entdecken. Begleitet wird dieser durch das Projektpersonal und die MitarbeiterInnen des Treffpunkt Mittendrin. Neben dem allgemeinen "miteinander-ins-Gespräch-kommen" (und dabei gemeinsame Einstellungen, Ansichen und Wünsche entdecken zu können), sollen moderierte Gespräche und ggf. Themenveranstalungen den Austausch fördern. So soll ein Prozess angstoßen werden, im Laufe dessen die hier lebenden Menschen eine Identität als Nachbarschaft entdecken und entwickeln, gemeinsam ihre Ziele erarbeiten und Änderungen in ihrem Lebensumfeld angehen können. So können die Bewohner miteinander Projektvorhaben für ihr Viertel entwickeln und ausarbeiten. Sie bekommen Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung (Konzepte und Finanzpläne erstellen, Finanzmittel akquirieren, Vernetzung und Kooperationen, Realisierung der geplanten Projekte, Öffentlichkeitsarbeit) von realistischen Projektvorhaben, die sich ganz konkret auf ihr Wohnumfeld, ihre Lebens- und Wohnqualität und letzendlich ihr Standing in der Gesellschaft auswirken (können).
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wildeshausen ist die Kreisstadt des Landkreises Oldenburg. Aktuell leben in Wildeshausen rund 21.800 Einwohner und Einwohnerinnen (lt. eig. Statistik; 3/2021). Davon haben 3.764 Personen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem (gegenüber dem deutschlandweiten und niedersächsischen Anteil überdurchschnittlich hohen) Ausländeranteil in der Gesamtbevölkerung von 17,26 %. Nicht berücksichtigt sind in dieser Zahl Menschen mit Migrationshintergrund mit deutscher Staatsbürgerschaft. Die mit Abstand größte Herkunftsgruppe der zugewanderten Menschen in Wildeshausen stellen bulgarische ZuwandererInnen dar, gefolgt von Menschen anderer EU-Länder und geflüchteten Menschen verschiedener Herkunftsländer. Die im Landkreis Oldenburg zu findende Konzentration von fleischverarbeitender Industrie und Landwirtschaft führt zu der festzustellenden großen Zuwanderung von im Niedriglohnsektor Beschäftigten. Die Brisanz des Existenzminimums, an dem sich viele der zugewanderten Familien und Personen befinden, erhöht sich durch den Mangel an (geeignetem) Wohnraum. Diesen finden viele der Zugewanderten im "sozialen Brennpunkt" im Bereich der Hermann-Ehlers-Straße. Hier stehen in wenig ansprechender Umgebung mehrgeschossige Wohnblockbauten mit erheblichem Sanierungsbedarf. Da die hier unterkommenden Menschen oftmals nur für kürzere Zeit in Deutschland bleiben, oder aber eine andere Wohnung finden, ist die Fluktuation der AnwohnerInnen hoch. Daher ist die Identifikation mit dem Wohnviertel teilw. sehr gering. Innerhalb dieser Nachbarschaft und zu anderen Menschen im Viertel besteht kaum oder kein Kontakt. Vandalismus und Vernachlässigungstendenzen sind deutlich sichtbar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wildeshausen Mitte-West
Beschreibung
Wildeshausen ist nicht in Stadtteile gegliedert. Beim Blick auf die Karte Wildeshausens lassen sich einige tortenstückförmige Bereiche um das Zentrum deutlich erkennen. Hier liegt das Projektgebiet zwischen der Ahlhorner Straße im Norden und der Visbeker Straße im Süden. Westlich grenzt der Westring das Gebiet ab; östlich bildet die Bahnlinie eine Grenze.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
eigene Meldedaten; keine exakte Erhebung, sondern Hochrechnung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung; Gesamtstadt: Daten Einwohnermeldeamt März 2021
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung, Gesamtstadt: Arbeitsmarktbericht April 2021
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung Gesamtstadt: als Grundlage dienen die Fallzahlen SGB II (leider keine Angaben zur Personenzahl je HH) und Wohngeld Projektgebiet: keine Auswertung möglich, subjektive Einschätzung der LeistungssachbearbeiterInnen
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Sichtung der Zahlen des Mikrozensus 2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt soll es um die Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Wohnviertel gehen und um die Veränderungen dieser nach ihren eigenen Vorstellungen. Die professionelle soziale Arbeit bezieht sich auf den "sozialen Raum". Das zur Seite stehende Fachpersonal sieht sich als "Unterstützer". Durch Aktivierung und Empowerment soll die Befähigung der AnwohnerInnen zur Veränderung ihrer Lebenswelt stattfinden. Hier liegt der Fokus auf den Bedürfnissen und Wünschen, sowie auf den Fähigkeiten und Ressourcen der AnwohnerInnen. Strukturelle Ursachen von Problemlagen sollen bearbeitbar gemacht werden. Konkrete Zwischenziele sind: - Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders und des Gemeinwohls - Schaffung einer gemeinsamen Identität als Nachbarschaft - Identifikation mit dem Wohnumfeld - Netzwerk für eine stabile Nachbarschaft und ihre Belange - Interessenvertretung/gesellschaftliche Teilhabe - Förderung des bürgerschaftlichen Engagements
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn die Stimmen der BewohnerInnen ohne Wertung gesammelt wurden
Beschreibung
wenn die Menschen beginnen, ihre Nachbarschaft aktiv umzugestalten. Dabei agieren sie gemeinsam und vertreten gemeinsame Interessen.
Beschreibung
wenn sowohl der Raum für Zusammenkünfte geschaffen wurde, als auch die Befähigung zur selbständigen Lebensraumgestaltung geschaffen wurde; Die Organisation und Gestaltung liegt in den Händen der Bewohner, das Fachpersonal begleitet
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
BewohnerInnen des Wohnviertels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zeitung und Internet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschüsse des Rates der Stadt Wildeshausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist so angelegt, dass es sich im Laufe der Förderdauer verselbständigen soll, d. h., die BewohnerInnen sollen ermächtigt und befähigt werden, ihre Interessen selber zu vertreten. Um einen Ort für den Austausch vorzuhalten, steht weiterhin der städt. Treffpunkt Mittendrin mit seinem päd. Personal zur Verfügung. Bei Notwendigkeit einer längeren Begleitung wird die Weiterfinanzierung aus Haushaltsmitteln angestrebt.
Zustimmung Veröffentlichung
On