Gute Nachbarschaft - Quartiere nachhaltig und lebendig entwickeln
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stefan Martens-Graschtat
| Funktion | Operative Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Engagement fördern und Netzwerke stärken - dauerhaft.
Projektbeschreibung
Gute Nachbarschaft ist das Fundament auf Dauer lebendiger Quartiere.
In einer Zeit, in der soziale Isolation und Anonymität zunehmen, ist es wichtiger denn je, aktive Nachbarschaften zu fördern. Dieses Konzept zielt darauf ab, die sozialen Strukturen in Quartieren von Beginn an, auch in der Aufbauphase neuer Quartiere (Beispiel H-Kronsrode) zu stärken und eine unterstützende Gemeinschaft zu schaffen. Durch gezielte Aktivitäten sollen sich die Bewohner wohlfühlen, aktiv teilnehmen und Verantwortung für ihre Nachbarschaft übernehmen. Ziel ist es, durch gezielte Maßnahmen die Nachbarschaftsstrukturen zu verbessern, heterogene Bedürfnisse der Anwohner zu ermitteln und bedarfsgerechte Angebote insb. auch in selbstorganisierten Strukturen zu schaffen. Dabei sollen sowohl bestehende Netzwerke gestärkt als auch neue Partnerschaften aufgebaut werden, um ein harmonisches Miteinander zu fördern. Langfristig soll eine lebendige und resiliente Nachbarschaft entstehen, die den sozialen Zusammenhalt stärkt und so die Lebensqualität der Bewohner erhöht.
Ein zentrales Ziel ist es, die Anwohner zu empowern, damit sie aktiv an der Gestaltung ihrer Nachbarschaft teilnehmen und Verantwortung übernehmen. Einzelne besonders engagierte Bewohner als Kümmerer sind als Multiplikatoren entscheidend für die aktive Gestaltung der Nachbarschaft. Diese Personen sollten langfristiger Kernbestandteil der Struktur sein, um Nähe, Kontinuität und Vertrautheit zu gewährleisten. Qualifikationsmassnahmen für diese Personen können ihnen helfen, ihre Rolle effektiv auszufüllen und sie in ihrer Funktion zu stärken. Kümmerer fungieren als Bindeglied zwischen allen Anwohnern und Netzwerkpartnern und tragen dazu bei, dass Anliegen und Ideen Gehör finden und so wirksam werden können.
Eine zentrale Koordinationsstelle hilft darüberhinaus, verschiedenen Netzwerke zu verbinden und Synergien zu schaffen. Diese Stelle soll als Schnittstelle fungieren, um Informationen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Die Integration in das DRK-Netzwerk sichert langfristige, nachhaltige Wirkung.
Der Schwerpunkt liegt also auf dem "Wie", nämlich der Implementierung nachhaltiger Strukturen und Prozesse, die die wirklich relevanten spezifischen Bedarfe vor Ort herausfiltern. Ziel ist ein Modellcharakter: Unabhängig von der vorliegenden Bewohner-/ Infrastruktur soll das Vorgehen auf andersartige Quartiere anwendbar sein, um dort mit ggfs. ganz anderen konkreten lokalen Angeboten ("Was") zu wirken.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Südosten Hannovers entsteht Niedersachsens größtes Neubaugebiet „Kronsrode“. Der entstehende Stadtteil soll der angespannten Situation aus akutem Wohnraummangel sowie stetig steigenden Bau- und Mietpreisen entgegenwirken und umfasst rund 4.000 Wohneinheiten auf 37 Baufeldern. Hier werden zukünftig bis zu 8.000 Bewohner*innen ein neues Zuhause finden: draußen in der Stadt. Dazu wird eine Infrastruktur mit Geschäften, sozialen Einrichtungen, Gastronomie, Grundschule und Kindertagesstätten aufgebaut.
Die Einkommensstruktur wird vollständig gemischt sein - hier ein Beispiel: Das zukünftige Wohnquartier Kronsrode Nord (insgesamt gibt es drei Abschnitte) wird rund 1.500 Haushalten ein barrierefreies und nachhaltiges Zuhause bieten. Die Haushalte unterteilen sich in ca. 1.400 Mietwohnungen, davon ca. 375 geförderte Wohnungen und rund 100 Townhouses. Der Anteil an Sozialwohnungen beträgt rund 25% und ist Haushalten mit geringem und mittlerem Einkommen vorbehalten.
Das Projekt "Gute Nachbarschaft" hat damit ein großes Quartier im Fokus, das sich in der Aufbau- und Entwicklungsphase befindet. Der Aufbau eines nachbarschaftlichen Miteinanders hat derzeit noch starken "Präventions"-Charakter, da das Wohngebiet noch in der Entstehung ist. Damit soll insbesondere einer zu erwartenden Anonymisierung und "Trabantisierung" entgegen gewirkt werden. Aufgrund der großen Heterogenität der Bewohner (Einkommen, soziodemografische Merkmale) ist es besonders wichtig, individuelle, sehr unterschiedliche Bedarfe in der Nachbarschaft konzeptionell berücksichtigen zu können (anders als beispielsweise in "Problembezirken" mit vermeintlich bekannten Konfliktfeldern/Angeboten zu deren Lösung).
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover - Kronsrode
Beschreibung
KRONSRODE (Neubaugebiet)
In Weiterentwicklung des zur Expo 2000 neu erschlossenen Stadtteils am Kronsberg entsteht im Südosten Hannovers das Quartier Kronsrode. Der fließende Übergang von der Stadt in die offene Landschaft bietet eine für die Landeshauptstadt besondere Wohnqualität. Das neue Wohngebiet grenzt dabei sowohl an das Messegelände Ost als auch an die bestehende Wohnquartiere am Kronsberg an.
Insgesamt wird in drei eigenständigen kleineren Quartieren eine Fläche von ca. 53 ha erschlossen – einschließlich eines verbindenden, großzügigen Stadtparks, einer Vielzahl von öffentlichen Plätzen, Infrastrukturen wie Grundschule, Kitas und weiteren sozialen Einrichtungen und einem kleinen Handelszentrum an der zentral gelegenen Stadtbahnhaltestelle zur EXPO Plaza. Bis Anfang der 2030er-Jahre entsteht in Kronsrode Wohnraum für bis zu 8.000 Menschen.
Das Quartier ist derzeit noch in der ersten Aufbauphase, der Bezug findet gerade statt. Dadurch sind die Möglichkeiten, ein wie von uns dargestellt von Beginn an auf die echten Bedarfe der Bewohner ausgerichtetes Konzept aufzubauen sowie die Möglichkeit, dies zunehmend dynamisch zu entwickeln, optimal.
Quelle: www.kronsrode.de
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
www.kronsrode.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.hannover-entdecken.de / www.hannover. de
Hierzu ist das Projektgebiet Kronsrode bereits aussagefähig, d.h. die 24% beziehen sich auf Kronsrode.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landeshauptstadt Hannover/Wahlen und Statistik (2023). Mangels Verfügbarkeit von Daten wird das Nachbargebiet Kronsberg als Referenz herangezogen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_kronsrode.pdf
(332.46 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Sinne von GWA definieren wir die Kernaufgaben der Koordinationsstelle wie folgt:
Aufbau und Stärkung der Vernetzung von Personen/Organisationen auf (individuelle/institutionelle Vernetzung) in unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen. Pflege der Netzwerke, Finden neuer Netzwerkpartner.
Begleitung und Koordinierung sowie "Ausbildung" des Kümmerer-Netzwerks, das aus der Bewohnerschaft selbst ent- und besteht. Stabilisiert das Netzwerk und schaft sinnvolle Symbiosen und Kooperationen.
Mobilisiert Akteure und hilft den Netzwerkpartnern, nachhaltige sachliche und personelle Strukturen aufzubauen.
Initiiert Dialog-/Austauschformate (Treffen, etc.). Die KoordinatorIn evaluiert Angebote und unterstützt bei notwendigen Anpassungen und geeigneten Massnahmen zur Kommunikation/Bekanntmachung.
"Marketing" und Mitgestaltung/Weiterentwicklung des Projekts.
Unterstützung und Hilfestellung bei Förderanträgen, Akquise von Fördermitteln mit dem Ziel, die nachhaltige Finanzierung der Stelle bedarfsgerecht längerfristig sicherzustellen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die "Kümmerer" legen Ziele für die Massnahmen fest ggfs. mit Projektplan, Meilensteine und Evaluation wird seitens KoordinatorIn/Kümmerer durchgeführt. (Smarte Ziele messen: Was soll das Angebot bewirken: Was wen bis wann erreichen?)
Kriterium
Beschreibung
Bewohner haben und nutzen Möglichkeit, ihre Bedarfe als Input zu geben bzw. auch ggfs. anderen dabei zu helfen, Ihre Bedarfe zu decken.
Kriterium
Beschreibung
Engmaschige Zusammenarbeit mit anderen Anbietern besteht, insb. z.B. mit Win e.V. . Die Zusammenarbeit ist geprägt von gemeinsamem Verständnis und Synergien ohne Konkurrenzemfpinden - gemeinsamer Nutzen für die Bewohner im Fokus.
Kriterium
Beschreibung
Räume des Austauschs und der Begegnung sind gestaltet, geschaffen und werden genutzt (digital wie physisch)
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte interessierte Bewohner für Kümmererrolle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisches Kirchenzentrum Kronberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich 50.5 Fachbereich Soziales, Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilsentwicklung (Themen Gemeinwesenarbeit, Quartiersmanagement, Fachberatung Nachbarschaftsarbeit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. / Praxisnetzwerk für soziale Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir legen großen Wert auf das nachhaltige Entwickeln und Wirken des Projektes. Das Netzwerk des DRK ist dabei von großem strategischen Nutzen und im Fokus. Konzeptionelle inhaltliche und finanzielle Gedanken und Ansätze dazu sind aus Platzgründen in beigefügter Anlage dargestellt (GN_DRK_Anlage_Nachhaltigkeit).
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Viertel Berliner Straße - Aus "Ankommen" wird "Bleiben", aus "Verinselung" wird "Gemeinschaft".
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Markus Meyer
2. Kurzbeschreibung
Menschen verschiedenster Ankommensgenerationen nehmen sich gegenseitig wahr, lernen sich kennen und werden zu (Mit-)Gestaltenden ihrer Nachbarschaft. Der "Verinselung" von Gruppen entgegenwirken.
Projektbeschreibung
Das Projekt wird ergänzend zu zwei Stadtteiltreffs herausfinden, welche Menschen mit welchen individuellen "Ankommens-"Geschichten die aktuelle Nachbarschaft bilden. Eine neue Gehstruktur ins Viertel erweitert die bisher nur mögliche Kommstruktur der Treffs. Der Blick wird nicht nur auf die Zuzüge der letzten Jahre gerichtet. Es werden gezielt Menschen angesprochen, die seit langer Zeit mit eigener Migrationsgeschichte hier leben. In den letzten Jahren gab es wesentliche Veränderungen im "Kern" des Gemeinwesens. Das Viertel ist noch vielfältiger und bunter geworden. Menschen kommen aus vielen Teilen der Welt, mit eigenen Kulturen, Traditionen und Lebensgeschichten. Was sind ihre Alltagsthemen? Was beschäftigt sie? Was macht ihnen Sorgen in diesem sich schnell verändernden Umfeld? Wie gelang bisher das Ankommen? Was bedeutet ihnen Nachbarschaft? Durch systematische Befragungen und aktivierende Methoden werden die Themen, Wünsche und Ziele der Bewohnenden erfasst und diese zur Selbsthilfe aktiviert. Dabei werden vorhandene Netzwerke genutzt und erweitert. Es werden Menschen gefunden und beteiligt, die Zugänge zu bisher verschlossenen Communities schaffen. Die "Verinselung" wird aufgebrochen, neue Verbindungen geschaffen, Brücken gebaut. Die durch den Wandel herausgeforderte Aufnahmegesellschaft wird gezielt angesprochen und einbezogen. Die Menschen nutzen und erschließen sich gemeinsam neue Räume. Erweiterte Teilhabe- und Teilgabemöglichkeiten entstehen und der bereits vorhandenen Vereinsamung wird entgegengewirkt. Begegnungsräume und Begegnungsanlässe werden systematisch mit den Bewohnenden initiiert und gefestigt. Der Zugang zur bestehenden sozialen Infrastruktur wird erleichtert, die Treffs als ganz eigene "Inseln" eingebunden. Menschen entdecken, dass sie ähnliche Themen und Fragestellungen im Alltag beschäftigen und sie diese gemeinsam bearbeiten und voneinander lernen können. Das "Ankommen" verbindet die Menschen über Generationen hinweg. Sie entwickeln Aktivitäten, um den "sozialen Kitt" und das Miteinander als Nachbarschaft zu stärken. Eigene Ressourcen werden entdeckt und für "Schwächere" im Viertel eingesetzt. Aus Rückzug wird wieder Öffnung/Interesse an den anderen. Die Menschen identifizieren sich wieder mit ihrem Viertel, mit ihrem "Kiez" und leben gerne hier. Sie betrachten die Vielfalt als Vorteil und Stärke des Quartiers, sehen ihre eigene Zukunft und neue Heimat hier - aus "Ankommen" wird "Bleiben" aus "Verinselung" wird "Gemeinschaft"!
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Viertel Berliner Straße ist seit Jahrzehnten ein Ankommensquartier von Menschen aus vielen Teilen dieser Welt. Die Gründe für den Zuzug sind aktuell oft Kriege und globale Krisen, aber auch die Suche nach einem besseren Leben für sich und die eigene Familie. Da die Gründe für die Migration der Menschen eher fremdbestimmt waren, haben sie sich hier zunächst in ihren Communities zusammengefunden und zum Teil eigene Strukturen der Alltagsbewältigung aufgebaut. Das gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und "Heimat" in einem für sie meist sehr fremden Umfeld. Sie nutzen Beratung und Unterstützung in den vorhandenen Stadtteiltreffs, ziehen sich aber sonst sehr ins Private zurück. Es kommt zunehmend zur "Verinselung" von Gruppen in einem Nebeneinander der Nachbarschaften. Fremdheit und Distanz sind prägend. "Die" und "Wir" sind häufige Zuweisungen, Verständnis füreinander und der Blick auf das Verbindende schwindet. Langjährige Bewohnerschaft überfordert die rasante Veränderung des Viertels, sie fühlen sich oft nicht gesehen und abgehängt - fremd in ihrem eigentlich gewohnten Umfeld. Insgesamt entsteht vermehrt eine angespannte Stimmungslage und schwindende Kommunikation untereinander. Gut 70% der Bewohnerschaft hat eine Zuwanderungsgeschichte, ca. die Hälfte einen ausländischen Pass und fast jede/r Vierte eine eigene Fluchtgeschichte. Es ziehen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit zahlreiche Menschen aus Osteuropa, vor allem aus Bulgarien und Rumänien ins Viertel. Der Zugang zu diesen Gruppen scheint besonders schwierig. Die Treffs sind stark ausgelastet mit Beratung und Unterterstützung in einer "Kommstruktur". Eine "Gehstruktur" ins Viertel ist bisher kaum möglich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Lebenstedt - Viertel Berliner Straße
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die statistischen Bezirke 53 und 54 und deckt damit den Bereich um die gesamte Länge der Berliner Straße ab. Im Norden wird es abgegrenzt von der Ludwig-Erhard-Straße, im Osten von der Peiner Straße, im Süden von der Konrad-Adenauer-Straße und im Westen von der Albert-Schweitzer-Straße.
Einwohnerzahl
7050
Quelle / Anmerkungen
Daten Stadt Salzgitter / Einwohnerverfahren Meso, Kosis HHGen sowie eigene Statistiken und Advis
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
71
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir stellen die Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit ins Zentrum unseres Vorgehens. Ausgehend von den Interessen der Menschen (durch gründliche Analyse und Verstehen des Viertels und der hier lebenden Menschen mit ihren Ankommensgeschichten) werden passgenaue Aktivitäten entwickelt und neue Räume mit den Bewohnenden erschlossen (Beteiligungsformate einsetzen und Teilhabe sowie Teilgabe ermöglichen). Dabei werden die Beteiligten in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt und in Richtung Selbstorganisation und Empowerment begleitet. Sie erschließen sich, unterstützt aber eigenständig, neue "Räume"/Orte und entdecken ihre Gemeinsamkeiten in der Ankommensbiografie. Sie einbringen ihre Stärken und Ressourcen ein und lernen voneinander. Die Selbstwirksamkeit im Gestalten ihres Zusammenlebens, als über Generationen "Angekommene" in der Nachbarschaft und das Entstehen tragfähiger Netzwerke und neuer Verbindungen werden entwickelt und gestärkt. Verschiedenste Zielgruppen werden angesprochen und miteinander in Kontakt gebracht. Die bisher vorhandene "Kommstruktur" der Stadtteiltreffs wird gezielt erweitert durch eine "Geh-ins-Viertel-Struktur" z.B. mit einem umgebauten Lastenrad als "Treffpunkt-to-go" in den öffentlichen Raum. Bewohnende werden befähigt, selber GWA-Teile zu übernehmen und neue Angebote zu organisieren und zu verantworten. Sie werden zu "Ankommens"-Experten und geben ihr Wissen weiter, entwickeln passende Strukturen und Finanzierungsmodelle für ihre Ideen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kontakte zu verschiedensten Menschen mit Ankommensgeschichte aufgebaut wurden und sich diese mit ihren Themen einbringen. Die Menschen sich selbst für sie passende Räume erschlossen haben und diese in gemeinsamer Verantwortung nutzen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen sich (neu) eigenständig treffen, ihre Alltagsfragen besprechen und sich verabreden. Menschen qualifiziert sind, um selbständig (kleinere) Anträge zu stellen und für Gemeinsames einzusetzen. Ein Bürgerverein entsteht.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedlichste Menschen (Alter, Geschlecht, Herkunft, Wohnzeiten im Viertel, Einkommen, Familienstand) einbezogen sind. Menschen aus verschiedenen "Inseln" miteinander agieren und neue Verbindungen entstanden sind.
Beschreibung
Netzwerke eine erkennbare Struktur (Verteiler, Protokolle, Sitzungsrhythmus) haben und eine breite Beteiligung sichtbar ist. Unterschiedliche Beteiligte verlässlich Dinge miteinander gestalten und regelmäßig kommunizieren. Ein Stadtteilgremium existiert.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus dem Viertel eigene Ideen einbringen und zusammen mit anderen aus der Nachbarschaft umsetzen. Regelmäßig Feste und Feiern mit breiter Beteilgung stattfinden. Menschen sich im Alltag unterstützen und miteinander in Kontakt sind.
Beschreibung
Menschen eigene gelingende Ankommensgeschichten weitergeben, sich mit ihren Fähigkeiten verantwortlich einbringen und Nachbarschaft selbst gestalten. Neue Räume von Bewohnenden erschlossen wurden. Menschen sich in der Ortspolitik engagieren.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev-luth. Kirchengemeinde Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DITIB Salzgitter-Lebenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGMG Am Haudorn Salzgitter-Lebenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Start.Punkt.SZ Berliner Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Generationentreff Martin-Luther-Straße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita und Familienzentrum Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nähgruppen Start.Punkt.SZ und Familienzentrum Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Elternschaft Familienzentrum und Kita Martin-Luther
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bewohnende nutzen die erschlossenen Räume eigenständig weiter und verantworten Angebote. (Wohnungs-)Wirtschaft wird einbezogen für finanzielle und räumliche Unterstützung. Räume der Treffs und der Partner stehen mietfrei zur Verfügung. Die Kommune hat ein Interesse am Bürgerengagement/GWA und stellt Kontorskoordination zur Verfügung. Qualifizierung Engagierter für kleinere Projektanträge, Fundraising und Spendensammelaktionen. Gründung Bürgerverein/Gremium mit Stadtteilbudgeterarbeitung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam.Weststadt.Aktiv. GWA "Mehr als Raum" - ein Ort der Begegnung, wo Gemeinschaft wächst
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Herr Isa Sandiraz
| Organisation | Landkreis Göttingen |
|---|---|
| Funktion | Integrationsbeauftragter |
2. Kurzbeschreibung
"Mehr als Raum" - Begegnungsstrukturen finden vielseitig Raum
Projektbeschreibung
Das GWA-Projekt hat in der ersten Förderperiode (2023 – 2025) mit unterschiedlichen aktivierenden Maßnahmen Bewohnende (BW) des Quartiers (Q) erreicht. Das Q zeichnet sich durch eine sehr heterogene städtische Struktur (Einfamilienhäuser vs. Wohnblöcke) und eine höchst diverse Bewohnerstruktur (z.B. viele Ethnien, Alter etc.) aus. Die BW wurden in die Angebote des BZ des Inklusiven Campus (IC) eingebunden. Zum Teil konnten Veranstaltungen im Zusammenwirken mit dem IC ins Q geholt werden. Weiterhin konnte in der ersten Förderperiode eine zentrale und neutrale Wiese im Q identifiziert werden, die in den Fokus der umliegenden Adressaten/Akteure rückte. Die Stadt Dud. pachtete diese Fläche in diesem Zuge an. Zusätzlich wurden/werden andere Räume im Stadtgebiet für Begegnungen mitgedacht. Aus diesen Begegnungen ist eine Mobilisierung entstanden, die sich mit dem Lebensumfeld im Q beschäftigt und aktiv auf die Verbesserung hinarbeitet. Die Verbindung zum IC mit dem dort ansässigen Familienzentrum (FZ) und den weiteren Unterstützungsformen, wie z.B. der Frühförderung oder der Beratungsdienste, wird als ergänzende, wertvolle Hilfsstruktur betrachtet. Das bietet eine ganzheitliche, bedürfnisorientierte Vorgehensweise im Q. Zudem wurde ein Projektbeirat (PB) aus Vertreter*innen LK Gö., Stadt Dud., Caritas, BBS, Sportverein und Bewohner*innen gegründet, welcher z.B. diesen Folgeantrag mit erstellt und abgestimmt hat. Weiterhin ist es angedacht, dass der PB für die nächsten drei Jahre eine wesentliche Rolle im Projekt einnimmt. In einer weiteren Förderperiode sollen nun das Gemeinschaftsgefühl der im Q befindlichen unterschiedlichen Gruppen so gestärkt werden, dass die Menschen (BW und Kooperationspartner*innen) Verantwortung übernehmen sich gemeinsam zielgerichtet um ihr Q zu kümmern, sodass eine Imageverbesserung und Reduktion von Vorurteilen inner- und außerhalb des Q spürbar wird. Die Zielsetzung liegt dabei auf die im Q sehr zentral gelegene Wiese als Begegnungsort. Zudem ist die Etablierung und Verfestigung einer nachhaltigen Bündnisstruktur durch weitere Einbindung und Einbeziehung der Kooperationspartner*innen (Stadt Dud., BBS, Sportverein, DRK, FZ) geplant. Durch nachhaltiges Verfestigen der Begegnungsstrukturen, Erhöhung der Identifikation mit dem Q mit passgenauen Maßnahmen, die die Fähigkeiten, das Wissen und die Ressourcen der BV stärken und ermöglichen die Potenziale zu entfalten, wird eine sich selbst tragende Gemeinwesenarbeit etabliert.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Innerhalb des Quartiers sind Spannungen, Vorurteile und Stigmatisierungen zwischen den Bewohnenden zu verzeichnen. Diese konnten in der ersten Förderperiode sichtbar gemacht werden und wurden zum Teil schon angegangen.
Zudem gilt das Q auch in der Außenwahrnehmung zur Stadt als verrufen und wenig attraktiv. Durch die hohe Heterogenität der Bewohnerschaft sind intergenerationale und interkulturelle Begegnungen nur schwer möglich. Unterschiede beziehen sich vor allem auf Bildung, Sprachkompetenzen und Beteiligung am Arbeitsmarkt in Kombination mit einer generell hohen vorhandenen Arbeitslosigkeit und einer Migrationsproblematik. Gekennzeichnet ist das Quartier dadurch, dass soziale Gruppen nicht gleichmäßig verteilt sind. Auf der einen Seite sind wohlhabendere Straßen und auf der anderen Seite die Plattenbau-Siedlung, in welcher die Sozialhilfequote wesentlich höher ist. Die lokalen Wohnbedingungen sind durch eine schlechte Infrastruktur und schlechten Wohnbedingungen geprägt. In diesem von der gesamtstädtischen Entwicklung zunehmend abgekoppelten Armuts-Bereich häufen sich Risiken, welche die Lebenschancen der Bewohner erheblich belasten.
In der ersten Förderperiode konnten Probleme des Quartiers benannt und geclustert werden. Zudem konnten bereits Kooperationen mit wichtigen Akteuren im Quartier geschlossen werden. Dies gilt es nun sukzessive auszuweiten, Bewohner*innen nachhaltig zu befähigen und zu unterstützen, um Begegnungen und ein soziales Miteinander im Quartier zu stabilisieren und zu verfestigen. Insbesondere die vorhandenen Müllproblematik ist ein Faktor, welcher zur stigmatisierenden Wahrnehmung von innen und Außen beiträgt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Duderstadt Weststadt
Beschreibung
Das Projektgebiet schließt sich über folgende Straßen im westlichen Bereich von Duderstadt:
Kolpingstraße mit Plattenbau-Siedlung, Bodelschwingstraße, Auf dem Westerborn mit Einfamilienhäusern, Industriestraße mit Mehrfamilienhäusern sowie die Schöneberger-, Charlottenburger-, Berliner- und Potsdamerstraße
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kolping-quartier_duderstadt.png
(1.73 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bisweilen war das Projekt eher GWA orientiert und hatte Empowerment und Partizipation der Bewohnenden im Sinn mit dem Ziel, die Selbstorganisation und Selbsthilfe der Gemeinschaft zu stärken. Daraus ist im Verlauf des Projektes der Wunsch nach einem QM erwachsen, bzw. sollte beides in den nächsten drei Jahren parallel gedacht werden. Somit steht in den nächsten Jahr auch ein ein Fokus auf der Verbesserung der Infrastuktur, der Wohn- und Lebensqualität der Menschen vor Ort. Als Methoden wird weiterhin die Vernetzung von Akteuren und Steuerung von Projekten ( AG Spielplatz für ALLE) antizipiert. Ein Ziel ist es nach den drei Jahren die Gemeinwesenarbeit so fest etabliert zu haben, dass daraus eine nachhaltige QM erwachsen ist für die sich die im Quartier befindlichen Akteure (BBS, DRK, Sportverein) und die Kommune verantwortlich fühlen. Da die im Quartier befindliche Wiese neutral und mittig liegt, sollte weiterhin daran gearbeitet werden, aus dem Begegnungsort heraus strukturelle Veränderungen zu erwirken wie einen Bewegungspfad, Grünareale und Spielflächen für Kinder.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestehende Ressourcen (Menschen, Netzwerke, Institutionen) arbeiten im gemeinsamen Interesse aktiv miteinander
Kriterium
Beschreibung
Die Projektpartner und Kooperationspartner gemeinschaftlich an Lösungen arbeiten und bereits sind, auch jeder für sich in das Projekt zu investieren.
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohnende und die umlegenden Akteure sich die Wiese als Begegnungsort teilen und dort ein Ort für ALLE entstanden ist
Vorhandene Strukturen
Bisweilen konnten ehrenamtlich Engagierte identizifziert werden, dies gilt es aber weiterhin auszubauen und zu festigen, sodass ein ehrenamtsnetzwerk entsteht. Die bisherige GWA-Stelle wurde zu jeweils 1/2 durch Sozialpädagogen und Sozialarbeiter besetzt. Da der Caritasverband Südniedersachsen auch die 2. Förderperiode übernehmen möchte, kann von dem Netzwerk der Caritas im GWA-Projekt unglaublich profitiert werden. Beratungsdienste können niedrigschwellig eingebunden werden, übergeordnete Projekte können stattfinden, Verweisberatung gelingt schnell und unkompliziert. Zudem ist die Caritas mit anderen Akteuren der Stadt gut vernetzt und kooperiert, sodass dies bedarfsgerecht mit in das GWA-Projekt eingebunden werden kann. Darüber hinaus sind bereits der Sportverein und die Berufsbildende Schule im Quartier als Kooperationspartner im Projekt eingebunden und daraus bilden sich bereits vorhandene ehrenamtliche Strukturen. In der nächsten Förderperiode soll das DRK, welches ebenso im Q ist, als Kooperationspartner gewonnen werden. Somit kann aus den unterschiedlichen bereits vorhandenen ehrenamtlichen Strukturen ein großes Netzwerk entstehen, wo gegenseitig voneinander profitiert werden kann
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Duderstadt, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Duderstadt, Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Duderstadt, Jufi - das Mehrgenerationshaus, Landkreis Göttingen (FB Soziales, FB Jugend, Jobcenter), Integrationsbüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schule Duderstadt, Astrid-Lindgren-Grundschule, Janusz-Korczak-Grundschule, Heinz-Sielmann-Realschule, Eichsfeld-Gymnasium, Familienbildungsstätte Duderstadt, VHS Duderstadt, Vinzenz-von-Paul-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein VFL Olympia, TV-Jahn-Duderstadt, Schützenverein Duderstadt, freiwillige Feuerwehr, Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsbaugesellschaft Eichsfeld und private Vermieter der Plattenbau-Gebäude
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
vorallem ältere Bewohner*innen, sozial-isolierte Bewohner*innen, Bewohner*innen in unterschiedlichen prekären Problemlagen, von Armut betroffene oder Armutsgefährdete Bewohner*innen, multiethische Bewohner*innen, Bewohner*innen des Quartiers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Familienzentrum, AWO Bürgertreff, Tafel Duderstadt, Lorenz-Werthmann-Haus, psychosoziale Beratungsstelle für Suchterkrankungen, Erziehungsberatungsstelle, Schuldnerberatung, Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt, Clany`s Eichsfeld-Blog, Webseite Caritas, Social Media Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedergelassene Ärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen, St. Martini-Krankenhaus Duderstadt,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
katholische und evangelische Kirche, Vertreter*innen aus anderen Relegionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Stärkere Einbindung der unterschiedlichen Akteure (Kommune, Sportverein, Schule) zur Schaffung einer nachhaltigen Struktur durch Maßnahmen, die eine sogenannte Win-Win-Situation erzeugen. Dies gelingt durch Etablierung und Aufrechterhaltung eines Ehrenamtsnetzwerk. Durch Einbindung und Verantwortungsübernahme für die Wiese der Kommune u Stakeholder entwickeln sich multimodale Finanzierungsmöglichkeiten. Dies kann durch Förderungen über den Sportverein sein (LSB), Förderungen Aktion Mensch usw.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
HOW TO: CARING COMMUNITY – Miteinander statt Nebeneinander!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Iyabo Kaczmarek
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander gestalten – gerecht, vernetzt, zukunftsfähig!
Projektbeschreibung
HOW TO: CARING COMMUNITY – Gemeinsam gestalten, gemeinsam wachsen!
Mit HT:CC werden Strukturen für ein solidarisches Quartier erweitert, um Selbstorganisation und Beteiligung zu stärken. Das Projekt geht direkt in den Stadtteil – an zentrale Orte, in temporäre Leerstände & dorthin, wo bereits Angebote bestehen. Hier begegnen wir den Menschen auf Augenhöhe, hören zu und sammeln Bedarfe und Wünsche.
Bedarfs- und Wunschermittlung: Methoden für eine partizipative Stadtteilentwicklung
Um herauszufinden, was die Menschen bewegt, setzen wir auf direkte Begegnung und kreative Methoden: Straßendialoge & Gespräche ermöglichen einen niedrigschwelligen Austausch.
Interviews & Umfragen ermitteln strukturierte Bedarfe aus verschiedenen Perspektiven.
Künstlerische Formate wie Mapping-Methoden & interaktive Installationen machen Stimmen sichtbar.
Von der Idee zur Umsetzung – gemeinsam, nachhaltig, wirksam!: Es bleibt nicht bei der Ideensammlung – gemeinsam mit den Bewohner entwickeln wir Vorschläge weiter. In regelmäßigen Mitmach-Treffen bei UNTER EINEM DACH gUG prüfen wir Machbarkeit, vernetzen Akteure und begleiten die Umsetzung. Die langjährige Erfahrung von UED sowie die Zusammenarbeit mit Verwaltung, Förderern und Stadtteilakteuren unterstützen diesen Prozess.
Junge Zielgruppen aktivieren – Teilhabe stärken: Ein besonderer Fokus liegt auf Jugendlichen (14–18 Jahre) & jungen Erwachsenen (19–23 Jahre), da für sie kaum Angebote existieren. Ihre Beteiligung schafft neue Perspektiven, stärkt Mitgestaltungskompetenzen & bietet Impulse für schulische, berufliche und persönliche Orientierung. Begegnung mit unterschiedlichsten Menschen fördert zudem den Austausch und das Verständnis füreinander.
Bottom-up statt Top-down – gelebte Demokratie im Stadtteil! Durch Präsenz an zentralen Orten und regelmäßige Mitmach-Treffen entstehen barrierefreie Räume für Austausch und Engagement. Bewohner:innen erleben direkte Mitgestaltung ihres Umfelds, bauen Vertrauen in kommunale Strukturen auf & stärken ihre Kompetenzen für Aushandlungsprozesse.
Langfristige Wirkung – Empowerment für nachhaltiges Engagement: Ziel ist es, Menschen so zu aktivieren und zu vernetzen, dass sie auch nach Projektende Initiativen anstoßen, Bedarfe sichtbar machen & sich aktiv für ihre Interessen einsetzen. Zudem werden Zugänge zu Fördergeber, Verwaltung, Politik und Organisationen geschaffen, um finanzielle Ressourcen zu aktivieren. So bleibt Engagement keine unbezahlte Zusatzaufgabe.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
UNTER EINEM DACH gUG verbindet soziale Arbeit, Bildung, Kultur und Engagement in einer interkulturellen, selbstorganisierten Community. Ziel ist eine solidarische Gesellschaft, in der Teilhabe und Chancengerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. Seit 2022 ist UED im Quartier aktiv, organisiert Feste, Bildungsangebote, Stadtteilküchen, Werkstätten und kulturelle Veranstaltungen. Trotz hoher Akzeptanz der Angebote zeigt sich, dass klassische Top-down-Ansätze nicht ausreichen. Bewohner nehmen Angebote an, wünschen sich jedoch stärkere eigene Gestaltungsmöglichkeiten.
Das Quartier ist von sozialen und strukturellen Herausforderungen geprägt. Es gibt eine hohe Bewohnerdichte, aber wenig frei zugängliche Orte für Begegnung und Beteiligung. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene (14–23 Jahre) finden kaum Räume zur Selbstorganisation. Viele bestehende Einrichtungen sind an Trägerstrukturen gebunden, wodurch Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Der öffentliche Raum bleibt oft der einzige Treffpunkt, birgt aber Hürden für nachhaltiges Engagement.
2024 wurde das Quartier aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ entlassen, wodurch die kommunalen Quartiersaktivitäten drastisch reduziert wurden. Das Quartiersbüro, das Anlaufstelle für Vernetzung und Unterstützung war, wird 2025 ganz geschlossen. Es fehlen nachhaltige Strukturen für Mitbestimmung, sodass viele Ideen der Bewohner ungenutzt bleiben.
Mit HOW TO: CARING COMMUNITY werden Räume für echte Partizipation geschaffen. Durch niedrigschwellige, partizipative Formate wird die Selbstermächtigung der Bewohner gefördert, sodass sie aktiv an der Quartiersentwicklung mitwirken und selbständig Projekte umsetzen können
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Hainholz (Stadtteil)
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Hannover-Hainholz, ein Viertel mit großer Vielfalt und viel Potenzial. Der Fokus liegt auf den Wohngebieten mit hoher Bevölkerungsdichte, in denen über 62 % der Bewohner:innen eine internationale Geschichte haben. Hainholz ist geprägt von Alleinerziehenden, Menschen, die allein leben, sowie jungen Familien. Das Projekt findet vorrangig im öffentlichen Raum, in Nachbarschaftstreffs und an zentralen Begegnungsorten statt, um eine breite Teilhabe zu ermöglichen.
Einwohnerzahl
7800
Quelle / Anmerkungen
STRUKTURDATEN der Stadtteile und Stadtbezirke 2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projekt ist besonders wichtig, da der Großteil des Sanierungsgebiets Hainholz 2024 aus der Sanierung entlassen wurde (Teilentlassung), die finale Entlassung ist in 2027. Schon jetzt sind wichtige Strukturen rückgebaut. Daher Fortentwicklung und Weiterentwicklung stabile Strukturen für Beteiligung und Selbstorganisation, um nachhaltige Quartiersentwicklung über die Sanierung hinaus zu sichern.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
62
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Landeshauptstadt Hannover 2023. www.sozialbericht-hannover.de
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
STRUKTURDATEN der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 der Landeshauptstadt Hannover
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023: Soziale Entwicklungen in der Einwanderungsstadt Hannover
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_des_gebiets.png
(600.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
HOW TO: CARING COMMUNITY verankert den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es Bewohner:innen nicht nur als Teilnehmende, sondern als aktive Gestalter:innen ihres Lebensumfelds stärkt. Durch die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von vier Projekten werden nachhaltige Strukturen der Selbstorganisation und Mitbestimmung aufgebaut.
Ein zentraler Aspekt ist die enge Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung, um die Anliegen der Bewohner:innen direkt in stadtteilpolitische Entscheidungsprozesse einzubringen. Dadurch wird eine Brücke zwischen zivilgesellschaftlichem Engagement und institutionellen Strukturen geschaffen, um eine nachhaltige Verankerung zu ermöglichen.
Zudem werden gezielt Förderstrukturen und bestehende Netzwerke erschlossen, um langfristige Ressourcen für selbstorganisierte Projekte zu sichern. Die öffentliche Präsentation der Projekte dient nicht nur als Abschluss, sondern als Impuls für zukünftige Beteiligungsprozesse.
Durch diesen Ansatz entsteht ein dauerhaft tragfähiges Modell für Beteiligung und Gemeinwesenarbeit, das über das Projekt hinauswirkt. Die Bewohner:innen werden befähigt, eigene Strukturen der Mitbestimmung aufzubauen, ihre Interessen nachhaltig zu vertreten und aktiv an der Quartiersentwicklung mitzuwirken. So wird eine langfristige, gemeinschaftlich getragene Veränderung im Stadtteil ermöglicht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bewohner:innen eigenständig Projekte initiieren, Entscheidungen treffen und dauerhaft Strukturen zur Mitgestaltung im Quartier etablieren. Dies geschieht durch kontinuierliche Unterstützung und Schulung im Projektverlauf.
Kriterium
Beschreibung
wenn durch aktive Beteiligung der Bewohner:innen ein solidarisches, respektvolles Miteinander entsteht. Der Austausch zwischen unterschiedlichen Gruppen wird gestärkt, und die Nachbarschaft lebt von gegenseitiger Unterstützung.
Beschreibung
wenn durch das Projekt stabile Partnerschaften mit lokalen Akteuren, Institutionen und Initiativen aufgebaut werden. Diese Zusammenarbeit stärkt die Quartiersentwicklung und ermöglicht nachhaltige Veränderungen im sozialen Gefüge.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein MSV e.V., IKJA e. V., Meine Bildung und Ich e.V., amfen e.V., Initiative Hüttenstraße e.V., Nds. Fülchtlingsrat e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturtreff Hainholz, Familienzentrum Voltmerstr.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGS Büssingweg, BNW, Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH, Standort Hainholz, SBH Nordost GmbH, Hannover Hainholz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerschaftliches Engagement, Koordinierungsstelle Beteiligung von Einwohner*innen, Soziales und Integration
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt sichert Nachhaltigkeit durch enge Kooperation mit Politik, Verwaltung und lokalen Netzwerken. Langfristige Finanzierung wird durch den Zugang zu Förderstrukturen, kommunalen Mitteln und Partnerschaften angestrebt. Die entwickelten Beteiligungsformate sollen in bestehende Quartiersstrukturen integriert und als feste Anlaufstellen für Selbstorganisation verankert werden. Ziel ist es, langfristige Ressourcen für aktive Mitgestaltung im Stadtteil zu sichern.
11. Medien
Galerie
Videos
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13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam in Grone
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lara Wunder
2. Kurzbeschreibung
Unser Grone - Gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Der Antrag wird als Unterprojekt des Vereins InGrone e.V. gestellt. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Strukturen zur Stärkung der Gemeinschaft und Selbstorganisation in Grone Süd. Ein gemeinschaftlich organisierter Stadtteiltreff soll als sozialer Knotenpunkt dienen.
Im ersten Jahr steht die Schaffung eines zentralen Treffpunkts im Fokus. Geplant ist die Anmietung oder Aufstellung eines Bürocontainers mit Teeküche, Toilette und Gemeinschaftsraum. Hier sollen Beratungen, Gruppen- und Nachbarschaftstreffen sowie Veranstaltungen stattfinden. Ein regelmäßiges Beratungsangebot für Frauen könnte Themen wie häusliche Gewalt, Eigenständigkeit und Trennungen adressieren. Interkulturelle Verständigung soll durch Feste, Filmabende und gemeinsame Kochveranstaltungen gefördert werden, um Vorurteile abzubauen und die Vernetzung im Stadtteil zu stärken.
Im zweiten Jahr liegt der Schwerpunkt auf Mitgestaltung und Selbstorganisation. Jugendliche werden durch kreative und niedrigschwellige Angebote wie Graffiti-Workshops, Kinoabende und politische Bildungsformate einbezogen. Ein Gartenkomitee könnte klimafreundliche Grünflächen gestalten. Beteiligungsformate wie eine „Küche für alle“ oder Aktiventreffen sollen die Motivation zur Mitgestaltung des Viertels fördern, die Lebensqualität verbessern und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Das dritte Jahr konzentriert sich auf die Vertiefung der Vernetzung und nachhaltige Strukturen. Eine nachbarschaftlich getragene Beratungsstruktur könnte langfristige Unterstützungsangebote schaffen. Parallel dazu wird eine Finanzierungsstrategie entwickelt, um den Stadtteiltreff dauerhaft abzusichern. Thematische Treffen mit Anwohner:innen und lokalen Akteur:innen sollen eine gemeinsame Vision für die Zukunft des Stadtteils erarbeiten.
Durch die schrittweise Umsetzung entsteht ein langfristig tragfähiger Stadtteiltreff, der Partizipation, interkulturellen Austausch und nachhaltige Entwicklung fördert. Eine Anlaufstelle mit Beratungs-, Vermittlungs- und Vernetzungsangeboten schafft ein aktives Gemeinwesen. Begegnungsräume erleichtern den Austausch und die Integration. Ziel ist ein dauerhaft tragfähiges Netzwerk aus Bewohner:innen, Vereinen und sozialen Trägern, das langfristig zu einer stabilen Nachbarschaft beiträgt.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Grone ist einer der ärmsten Stadtteile in Göttingen. Das Projektgebiet Grone Süd ist eine Wohnsiedlung von der 1100 Wohnungen der Immobilienfirma LEG gehören. Die hohe Bevölkerungsdichte von 60 EW/ha spiegelt enge Ansiedlung wieder.
Probleme:
1.Armut: 28% der Bewohnerinnen beziehen Sozialleistungen, was die Lebensqualität einschränkt.
2.Arbeitslosigkeit: Mit 11% liegt die Arbeitslosenquote über dem Durchschnitt und verstärkt die Perspektivlosigkeit.
3.Migration und Rassismus: 56% haben einen Migrationshintergrund. Rassismus erschwert die soziale Integration und verstärkt Spaltung.
4.Wohnsituation: existenzbedrohende Nebenkosten und Schäden durch schlechte Renovierungen. Die LEG bietet kaum Unterstützung.
5.Wohnumfeld: Das Umfeld ist unattraktiv, mit Blockbauten und vernachlässigten Spielplätzen. Der Bedarf an Gärten ist groß, doch viele Mieterinnen dürfen diese nicht nutzen.
6.Mangelnde Freizeitangebote: Es fehlen Treffpunkte und kulturelle Angebote. Öffentliche Orte zum Verweilen sind kaum vorhanden, hohe Anonymität.
7.Häusliche Gewalt: wiederholt Fälle von häuslicher Gewalt, darunter drei Morde an Frauen (2019, 2024), was die Problematik von männlicher Gewalt in Familien verdeutlicht.
8.Mangelnde Angebote: Das Mehrgenerationen Haus ist unser Startpunkt, Angebote sind überlastet und wenig interkulturell, keine langfristige Einbindung/Selbstorganisierung.
9.Perspektivlosigkeit: Besonders Jugendliche aus armen Familien haben geringe Zukunftsperspektiven, fördert Kriminalität. Treffpunkte insbesondere für Mädchen, fehlen.
10.Fehlende Mitbestimmung: Bewohner*innen können nicht aktiv an Gestaltung des Viertels teilnehmen, was Anonymität und Einsamkeit verstärkt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Grone-Süd
Beschreibung
Abgrenzung nach Norden: Kassler Landstraße
Abgrenzung nach Osten: Stadtfriedhof
Abgrenzung nach Süden: Bahngleise
Abgrenzung nach Westen: Siekweg
Einwohnerzahl
4326
Quelle / Anmerkungen
Stadt Göttingen : Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen :
Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen :
Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen :
Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Gemeinsam in Grone" will Quartiersmanagement mit Gemeinwesenarbeit verbinden: Unter Einbezug der Wünsche und Ressourcen der Bewohner:innen sollen Verbesserungen des Lebens- und Wohnraumes Grone erwirkt werden. Verstärkt setzt das Projekt auf die Gemeinwesenarbeit: Durch Etablierung einer Gemeinwesenstelle und eines Begegnungs- und Beratungsortes soll einerseits die infrastrukturelle Ausstattung Grones gefördert und andererseits die Bewohner:innen aktiviert und unterstützt werden.
Das Projekt "Gemeinsam in Grone" nimmt eine "aktivierende" Beratung sowie Begegnungen und kulturelle Aktivitäten zum Ausgangspunkt. Die Beratungen sollen zum einen die Situation der Bewohner:innen verbessern und somit die Möglichkeiten der Partizipation vergrößern. Zum anderen wirken die Beratungen insofern aktivierend, als dass die behandelten Themen an anderer Stelle wieder aufgegriffen und die Bewohner:innen darin zur Selbstorganisation ermutigt werden. Darüber hinaus findet die Gemeinwesenarbeit ihren Ausdruck in der Organisierung verschiedener Aktivitäten. Unter Berücksichtigung der diversen Kulturen und Sprachen, die in Grone aufeinander treffen, sind das Feste zu weltweiten Feiertagen und Anlässen wie Newroz und Eid al-Fitr oder auch niedrigschwellige, verbindende Aktivitäten wie offene Cafés, Gärtnern oder Ausflüge in die Umgebung. Diese Angebote haben zum Ziel, das Stadtteilleben zu beleben, den Zusammenhalt zu stärken und die Bewohner:innen zur Selbstorganisation anzuregen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner*innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreffen. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner*innen kontinuierlich einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation der Zielgruppen in Eigeninitiative in offenen Treffen möglich ist. Die Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden ermittelt.
Kriterium
Beschreibung
Es wird auf bestehende Kompetenzen des Gemeinwesens im Stadtteil zugegriffen und Synergieeffekte erzeugt. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner*innen ihre Erfahrungen einbringen können und verschiedene Initiativen zusammenkommen.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner*innen entwickeln in Formaten, die verschiedene Nutzer*innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Stadtteil Grone (z.B. Straßenfest, kulturelle Feste).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener Interessen der Bewohner*innen wie Soziales, Politik und Kultur. Die Anwohner*innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Es bildet sich ein Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Initiativen. Das Netzwerk nutzt das Stadtteiltreffen als Knotenpunkt und sorgt mit den eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Das Stadtteiltreffen nimmt als sozialer Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreffen einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in Göttingens tätig sind (z.B. Forum Waageplatzviertel, Netzwerk gegen Femizide, Internationale Gärten), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und stärken die gesamtkommunale Entwicklung.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Grone besteht ein "Mehrgenerationenhaus" (MGH), welches seit 2007 als Nachbarschaftszentrum dient. Das Haus sollte die soziale Infrastruktur verbessern und stellt einen Begegnunsort dar. Allerdings ist es in seinen Kapazitäten heute vollkommen ausgeschöpft. Nicht nur sind die Räume sind in der Woche (über-)belegt, auch erreicht das Zentrum kaum mehr Menschen über die hinaus, die es gerade nutzen. Es braucht vor allem weitere Beratungsangebote, da diese in dem Mehrgenerationenhaus nur in wenigen Stunden pro Woche und oft vormittags stattfinden. Der größte Unterschied lässt sich allerdings in der Aktivierung über die Angebote hinaus ausmachen: Mit dem Projekt "Gemeinsam in Grone" werden nicht nur Dienstleistungen für die Bewohner:innen erbracht, sondern vor allem Selbstorganisation gefördert. Dies soll gelingen, in dem die Themen aus Beratung und Begegnung immer mehr in ehrenamtlich geführten Komittees ihren Ausdruck in Festen und Aktionen finden. So soll sich die Gemeinwesenarbeit in dem Projekt langfristig selber überflüssig machen. Dem Mehrgenerationenhaus gelingt dies nicht und es gibt auch kaum Ressourcen, um diese Aktivierung auszubauen.
"Gemeinsam in Grone" ist daher eine Ergänzung und Fortführung der Arbeit, die in dem MGH begonnen wurde. Die Selbstorganisation in einem zusäzlichen Projekt anzusiedeln ist keine Abgrenzung, sondern soll die Selbstorganisation hervorheben. Gemessen an der Bewohner:innen-Struktur stärken zwei Projekte der Art das Viertel nachhaltig.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jonakirche - Jona-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauen Notruf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Austausch mit vorhandenen städtischen GWA Strukturen in Göttingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Für die Verankerung von “Gemeinsam in Grone” ist eine Anbindung an kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure durch projektbezogene Zusammenarbeit und Bündnisse vorgesehen. Weiter ist eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen angestrebt: Sachkosten sollen durch Spenden in den Förderverein, durch Vermietung der Räumlichkeiten sowie Vergabe von Eintritten u.ä. getragen werden. Das Projekt wird verstärkt auf Ehrenamt setzen und so Personalkosten nach dem Projektzeitraum reduzieren können.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Innovation und Inklusion - Lebensqualität für alle im Burgdorf Ovelgönne
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Morr
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Management und Weiterentwicklung eines inklusiven Sozialraums
Projektbeschreibung
Seit 35 Jahren wirkt die Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle für und mit den Menschen mit geistiger Behinderung im Burgdorf Ovelgönne und hat mit u.a. Burgdorfladen, Gastronomie und Hotel ein lebenswertes Umfeld geschaffen, von dem auch die örtliche Bevölkerung profitiert. Für die nahe Zukunft ist ein Inklusives Seniorenwohnprojekt mit Räumen für Begegnung im Zentrum der Gemeinde geplant, das den älter werdenden BürgerInnen mit und ohne Behinderungen ein weiterhin selbstbestimmtes Leben im bekannten Lebensumfeld ermöglicht und dem inklusiven Miteinander über alle Generationen hinweg einen Rahmen gibt. Die Weiterentwicklung des inklusiven Sozialraums sowie die Lebensqualität im gesamten Burgdorf ist jedoch eng verzahnt mit dem Erhalt der örtlichen Versorgungs- und Dienstleistungsstrukturen, die in ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit aktuell massiv gefährdet sind. Im Rahmen des Projektes „Innovation und Inklusion – Lebensqualität für alle im Burgdorf Ovelgönne“ soll daher ein „Sozialraummanagement“ etabliert werden, das zum einen das inklusive nachbarschaftliche Miteinander mit qualifizierten Angeboten, Kommunikation und Vernetzung unterstützt, zum anderen die aktuell gefährdete wirtschaftliche Tragfähigkeit der örtlichen Versorgungs- und Dienstleistungsstrukturen wiederherstellt, sichert und entwickelt. Ziel ist es, einen beispielhaften inklusiven Arbeits- und Lebensraum auf die zukünftigen demografischen Herausforderungen vorzubereiten, den älteren Menschen mit und ohne Behinderungen ein weiterhin qualitätsvolles Leben im bekannten Umfeld zu ermöglichen und den innovativen Ansatz von Inklusion, Teilhabe und örtlicher Daseinsvorsorge - auch als Modell für andere ländliche Kommunen – weiterzuentwickeln.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das 1231 Einwohner umfassende Burgdorf Ovelgönne ist Teil der ländlich geprägten Gemeinde Ovelgönne im Landkreis Wesermarsch im Norden des Landes Niedersachsen. Seit 35 Jahren wird hier ein ausgeprägtes inklusives und wertschätzendes nachbarschaftliches Miteinander beispielhaft gelebt. Der demografische Wandel und wirtschaftliche Herausforderungen erschweren jedoch die Versorgungslage. Vor Ort geschaffene und durch das Engagement der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle noch erhaltene bzw. wiederbelebte soziale Versorgungsstrukturen (u.a. Burgdorfladen, Hotel und Gastronomie u.v.a.) haben mit einem massiven Verlust wirtschaftlicher Tragfähigkeit umzugehen. Zudem werden die hier lebenden Menschen mit Behinderungen älter und es entsteht neuer Bedarf an dem Alter angepassten Wohn- und Lebensformen. Bisher einzigartig in seiner Ausrichtung ist daher das geplante Inklusive Seniorenwohnprojekt im Zentrum des Burgdorfes. Der darin geplante "Inklusive Begegnungsraum" bietet neue Möglichkeiten für Gemeinschaftsbildung und Dorfentwicklung.
Das Bestehen und die Weiterentwicklung des inklusiven Arbeits- und Lebensraums ist jedoch eng verzahnt mit den örtlichen Versorgungs- und Dienstleistungsstrukturen. Der Erhalt des Burgdorfladens, der Gastronomie und des Hotels mit ihren sozialen Funktionen als Nahversorger, Dienstleister, als Orte der Begegnung für die Bevölkerung und als Arbeitsort für die Menschen mit geistiger Behinderung, ist Voraussetzung für den Aufbau zukünftiger Strukturen und eine zukunftsgerichtete Dorfentwicklung insgesamt, die vielfältige Synergien und Antworten auf die demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen im ländlichen Raum bereithält.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Ovelgönne _ Burgdorf Ovelgönne
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung des Fördergebietes umfasst das Burgdorf Ovelgönne.
Einwohnerzahl
1231
Quelle / Anmerkungen
Auskunft Gemeinde Ovelgönne
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Regionalmonitoring Niedersachsen
Anteil der über 65jährigen
Der Anteil der über 65jährigen in der Gemeinde Ovelgönne (gesamt) liegt bei 22 % (Stand 2023). Die Statistik hat nur Aussagen über 65 jährige. Der Anteil der über 60 jährigen wird höchstwahrscheinlich wesentlich höher ausfallen, da in diese Kategorie die Babyboomer mit eingerechnet werden müssen.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Regionalmonitoring Niedersachsen
Anteil der unter 18 - Jährigen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
62
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Regionalmonitoring Niedersachsen;
Anteil der 18- bis unter 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Auskunft Gemeinde Ovelgönne, eigene Berechnungen
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Auskunft Gemeinde Ovelgönne, eigene Berechnungen
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es gibt große Bemühungen, die soziale Infrastruktur im Ortskern des Burgdorfes aufrechtzuerhalten und den beispielhaften inklusiven Sozialraum mit dem Inklusiven Seniorenwohnprojekt und Begegnungsort Ovelgönne gut in die Zukunft zu führen. Gelingt dies nicht, werden nicht nur die geplanten Projekte obsolet, sondern es brechen auch soziale Begegnungs- und Arbeitsstrukturen für die BewohnerInnen der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) weg, deren Wirken dort von großer Bedeutung und Wertschätzung ist.
Der Ansatz der GWA bzw.des Quartiersmanagement entspricht passgenau den aktuellen Bedarfen des Raums, die sozialen Infrastrukturen zu erhalten und zu entwickeln und gleichwohl das gute inklusive nachbarschaftliche Miteinander mit den nunmehr älter werdenden MitbürgerInnen fortzuführen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe zu sichern und zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit der Versorgungsstrukturen erreicht; gute Auslastung Inklusiver Begegnungsraum; Angeote werden beliebte und angenommene Treffpunkte für die älteren MitbürgerInnen und für die gesamte örtliche Bevölkerung
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamt aktiviert und gestärkt; Angebote, Prozesse, Strukturen und Zusammenarbeit etabliert
Kriterium
Beschreibung
Starke Netzwerke und Kooperationen mit örtlichen Vereinen, Initiativen aufgebaut und etabliert; Kulturelle Angebote in Zusammenarbeit mit KulturträgerInnen etabliert; Inklusiver Begegnungsraum wird lebendiger Treffpunkt für Jung und Alt
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktivitäten der Kita mit BewohnerInnen des inklusiven SeniorInnenwohnprojektes haben sich etabliert; die örtliche Bevölkerung hat den inklusiven Begegnungsraum angenommen und organisiert und gestaltet eigenständig inklusives Miteinander
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ovelgönne, Landkreis Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerkermuseum Ovelgönne, Musikschule Wesermarsch, Niederdeutsche Bühne
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Ovelgönne, Kreisvolkshochschule Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde (Die vier Kirchen Ovelgönne)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, Jade Bay
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mitglied im Paritätischen, Mitglied im Bundesverband Anthropoi und im Netzwerk Nord e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Rahmen des Projektes werden die sozialen Infrastrukturen gesichert und weiterentwickelt, von denen die gesamte Bevölkerung profitiert. Es entsteht ein inklusiver sozialer Interaktionsraum für Jung und Alt und für die älteren MitbürgerInnen ein dem Alter entsprechender Lebensraum im bekannten Umfeld. Die sozialen und kulturellen Angebote, Prozesse, Strukturen und Zusammenarbeit haben sich etabliert. Das Management wird mit neuen Schwerpunkten fortgeführt und mit Stiftungsmitteln finanziert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Vielfalt pflanzen!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philipp von Au
| Organisation | Diakonie Himmelsthür |
|---|---|
| Funktion | Projektleitung Projekt-und Organisationsentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Vielfalt pflanzen: biologisch und sozial! Inclusive Gardening für ALLE
Projektbeschreibung
Aus sozialpolitischer wie zivilgesellschaftlicher Sicht betrachtet beleben gemeinschaftlich genutzte Grünflächen u. Gärten in hohem Masse den öffentlichen Raum, schaffen Orte der Begegnung u. des Austauschs.
Nachbar:innen lernen sich beim gemeinsamen Buddeln und Werkeln kennen, Menschen verschiedener Generationen u. Kulturkreise tauschen gärtnerische Erfahrungen aus. Im besten Falle wachsen mit den Blumen u. Pflanzen die Gemeinschaften, neue Impulse für Kulturen der Teilhabe werden gegeben. Auch Stadtteile u. Nachbarschaften selbst gewinnen durch das zivilgesellschaftliche Engagement an Lebensqualität, indem die Bewohner:innen miteinander ihr Quartier aufwerten. Es entstehen ökologische u. nachhaltige Lernorte für Kinder/Jugendliche. Und nicht zuletzt z. T. immer noch marginalisierte Bevölkerungsschichten, wie z. B. Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erhalten nicht nur die die Chance der Teilhabe, sondern auch der Teilgabe, also der Möglichkeit, sich mit ihren Fähigkeiten im Gemeinwesen einzubringen u. als wertvoll u. nützlich zu erfahren. Seit Kurzem leben 31 Menschen mit Behinderung in der Nachbarschaft in Weyhe, weitere 10 Wohnungen werden gerade im Ortskern bezogen. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den neuen Wohnangeboten u. zum neuen Quartierszentrum 3Klang gibt es eine brachliegende Grünfläche, die zur Verfügung steht, um nach u. nach im Laufe der nächsten Monate verschönert zu werden u. vor allem gemeinschaftlich und inklusiv von von vielen verschiedenen Interessent:innen aus dem Wohnquartier als bunter, niedrigschwelliger Mitmach-Garten genutzt zu werden. Mit der Schaffung dieses inklusiven Gemeinschaftsgartens mit Pavillon, Klima-Lern-und Barfußpfad, Sitzgelegenheiten, einem barrierefreien Spielgerät u. rollstuhlunterfahrbaren Hochbetten sowie Kulturbetten und der sog. Umwelt.Werk.Stadt. Das Projekt soll einen Beitrag zu einem lebendigen sozialen Zusammenleben von Jung u. Alt, von Quartiersbewohner:innen aus unterschiedlichsten Kulturen u. mit den verschiedensten sozialen Hintergründen, von neu zugezogenen Nachbarn wie alteingesessenen Anwohnern, von Menschen mit u. ohne Behinderung geleistet werden.
Vor allem auch unseren Klientinnen kann so ein positives Ankommen im neuen Sozialraum ermöglicht werden. Begleitet würde das Projekt inhaltlich durch eine Gartentherapeutin aus der Nachbarschaft, es gibt etliche interessierte Mitbürger:innen/Akteure für den Aufbau der inklusiven Gartengruppe "DER GRÜNE DAUMEN".
Laufzeit
2025-10-15 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Rahmen der Dezentralisierung der Komplexeinrichtung u. der damit verbundenen Schaffung kleiner, ortsnaher Angebote entwickelt die DH seit 2020 in Weyhe für rund 40-50 Menschen mit Behinderung neue Wohn-u. Beschäftigungsformen. V. a. die Einbindung in den sozialräumlichen Kontext u. die Intensivierung der Kooperation mit Akteuren vor Ort wie Nachbarn, Kirchengemeinde, Vereinen, Initiativen stellen im Zuge einer attraktiven Gemeinwesenarbeit u. Quartiersentwicklung einen Schwerpunkt dieser Neuausrichtung dar. Weyhe- Leeste ist dafür ein interessanter Standort für die DH. Denn einerseits wurden zwar - wie oft im ländlichen Raum - innerhalb des Ortskerns bereits vor 15 Jahren große städtebauliche Missstände identifiziert wie hoher Leerstand, Vielzahl an Brachflächen, schwache grundzentrale Funktion der Nahversorgung, schlechte Aufenthaltsqualität Gestaltungsmängel im Ortskern, u. a. durch mangelnde Durchgrünung u. fehlende Freiflächen, etc. Doch andererseits gelingt es mit der Aufnahme ins Förderprogramm „Aktive Stadtteilzentren“ vor 9 Jahren mit Entwicklungsmaßnahmen den Ortskern sukzessive aufzuwerten u. der "Landflucht" Einhalt zu gebieten. In Leeste gibt es zudem einige soziale Initiativen und Träger (v. a. Seniorenarbeit, Kirche, Umwelt und Flüchtlingshilfe); eine Verzahnung/Vernetzung der einzelnen Angebote ist aber die Ausnahme. Auch ist in dieser ländlichen Region leider zu konstatieren, dass kaum oder nur sehr wenige inklusive Angebote bereitgestellt werden, an welchen Menschen mit Beeinträchtigung aufgrund der ihnen oft fehlenden finanziellen, sozialen u. mobilen Ressourcen nicht auf Barrieren stoßen, sondern niedrigschwellig u. selbstbestimmt teilhaben können.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Weyhe Ortskern Leeste
Beschreibung
Leeste ist ein Ortsteil der Gemeinde Weyhe im Landkreis Diepholz und liegt im mittleren und nordwestlichen Bereich der Gemeinde Weyhe. Große Teile der Fläche sind unbebaut und werden vor allem als Ackerland genutzt. Das Zentrum bildet der Henry-Wetjen-Platz, von welchem ausstrahlend sich der Ortskern um die Leester Straße und Hauptstr. ballt.
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
https://www.weyhe.de/portal/seiten/portraet-9000042-21850.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche via https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/zensus-weyhe-bevoelkerung-wohnungen-familie-heizung,zensus1796.html
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche z. B. https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/zensus-weyhe-bevoelkerung-wohnungen-familie-heizung,zensus1796.html
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche via https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/zensus-weyhe-bevoelkerung-wohnungen-familie-heizung,zensus1796.html
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche z. B. https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/zensus-weyhe-bevoelkerung-wohnungen-familie-heizung,zensus1796.html
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche z. B. https://stadtistik.de/stadt/weyhe-03251047/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche und Befragung ehrenamtliche Familenpaten /Geflüchtetenhelfer:innen
(z. B. https://www.weser-kurier.de/landkreis-diepholz/gemeinde-weyhe/anlaufstelle-wie-gefluechteten-im-cafe-3-klang-in-leeste-geholfen-wird-doc7zcisq8cogm1n3jjs3kt)
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Recherche https://www.weyhe.de/portal/seiten/gefluechtete-900000098-21850.html
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ortskern_leeste.png
(1.42 MB)
grafik_ortskern_leeste.png
(461.57 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Zum Start der Begegnungsstätte 3KLANG haben wir bottom-up erste grobe Bedarfe des Sozialraums erhoben, niedrigschwellige Gelegenheiten für Begegnung geschaffen: Insb. von älteren Menschen, von Menschen mit Beeinträchtigung, Menschen mit Fluchterfahrungen u. von Alleinerziehenden bekamen wir viel Resonanz, die Muster ähnelten sich dabei: Bes. für diese Zielgruppen fehlt ein sog. Dritter Raum, der noch niedrigschwelliger konkrete Teilhabe/Teilgabe im Gemeinwesen ermöglicht u. unaufwendig die Gelegenheit bietet, Anschluss zu finden, Vereinzelung/Alleinsein zu verhindern. Denn insb. in den letzten 5 Jahren hat sich die Bevölkerungszusammensetzung in Leeste durch eine Trendumkehr bei der Landflucht, durch Zuzug von einerseits jüngeren, z. T. wohlhabenderen Familien, aber auch vielen Geflüchteten, einer verstärkten Zunahme von alten Menschen u. dem Hinzukommen von ca. 40 Neubürger:innen mit Behinderung stark verändert. Auf diese Dynamik haben wir reagiert u. erste Kontaktanbahnungen geschaffen, nutzen das aufflammende ehrenamtliche Engagement u. die Ressourcen des Sozialraumes, um das Beziehungsgefüge zu stabilisieren, mit neuen Aktionsformen, Repaircafe/Tauschbörse/etc. die Selbstorganisation der verschiedenen Menschen an einem zentralen, gut erreichbaren Ort weiter zu aktivieren, so dass sie als Expert:innen ihr Quartier selbst weiterentwickeln. Wir wollen zudem die Ressourcen/Potentiale des Sozialraums aktivieren, die einzelnen Träger stärker vernetzen u. Synergien erzeugen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... wir es nach spätestens 3 Jahren Anschubfinanzierung geschafft haben, dass sich das Projekt verstetigt hat und wir uns als professionelle Begleitung überflüssig gemacht haben.
Kriterium
Beschreibung
...diverse Interessen-u Nutzer:innengruppen zusammen den Gemeinschaftsgarten gestalten, Menschen mit Behinderung gleichrangig als Ehrenamtliche/Expert:innen im Quartier z. B. als Umweltbildungsreferent:innen für Kinder sich einbringen u akzeptiert werden
Kriterium
Beschreibung
...die Identifikation mit dem Projekt erfolgt, etwa indem verschiedenste Nachbar:innen und Teilnehmende wie selbstverständlich von "unserem" Mitmachgarten oder "unserer "Umwelt-Werk.Stadt. sprechen.
Kriterium
Beschreibung
...Generations-/Milieuübergreifende Aktionen/Mittel als "normal" gelten u. deren Mehrwert erkannt wird: Z. B. barrierefreier Naturlernpfad in Leichter Sprache/mit UK-Symbolen ist auch für sog. nichtbeh. Kinder, Senior:innen, Nichtmuttersprachler hilfreich
Beschreibung
...nicht nur Privilegierte "Marginaliserte" im Leeste unterstützen, sondern auch umgekehrt: z. B. Aufbau von MOINSEN (mobile inklusive Seniorenhilfe): TN mit Behinderung o Fluchterfahrung holen mit dem Rikscha-E-bike immobile Senior:innen zur Gärtnern ab
Kriterium
Beschreibung
...über gem. Projekte, z. B. Kulturbeete, unterschiedl. kulturelle Hintergründe/verschiedene Lebenserfahrungen thematisiert werden können u. TN für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten sensibilisiert werden, genau wie für Gemeinsames/gleiche Interessen
Beschreibung
...durch den inklusiven, barrierefreien Gemeinschaftsgarten eine grüne Oase in Form einen lebenswerten, ökologischen Wohnumfeld, für Alle nutzbar wird; jede(r) sich ein Stück Garten als "Mitbesitzer(in)" leisten kann.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Seit Herbst 2024 gibt es neue Wohnangebote für Menschen mit Behinderung in Leeste. Im Zuge dessen wurde der DH vor Ort ein Ladenlokal angeboten, dass sukzessive nun zum Quartierszentrum auf-/ausgebaut wird. Zunächst als Begegnungsstätte von Menschen mit Behinderung genutzt, finden nach u. nach viele unterschiedliche Menschen aus Nachbarschaft den Weg in den offenen Treffpunkt. Durch eine Bedarfserhebung im Quartier entstanden die ersten Angebote (offene Handarbeitsgruppe, ehrenamtl. Nachbarschaftscafe nach Wertschätzprinzip, Nutzung der Räume durch div. Nutzer:innengruppen (Anlaufstelle Flüchtlingshilfe Weyhe, Hospitzverein, etc.) u. verschiedene Programmpunkte/ Veranstaltungen (Tag der Nachbarschaft, Halloweenparty, Xmas-Treff, inklusive Spielnachmittage etc.). Zwei hauptamtliche Quartiersmanager:innen je 20 h/Woche entwickeln in Kooperation mit lokalen Akteuren u. Nachbarn vor Ort einen inklusiven Veranstaltungskalender. Das 3KLANG bietet attraktive Möglichkeiten für kreative, gesellige oder gesundheitsfördernde Freizeit/Bildungsangebote. Zudem kann das 3Klang für interne wie externe Veranstaltungen genutzt werden. Hauptaufgabe der Quartiersmanager:innen ist es aktuell die verschiedenen Initiativen/Akteure im Quartier an einen Tisch zu bringen, da "jeder sein eigenes Süpplein kocht" u. so noch viele Potential/Synergien verpuffen, Vertrauen aufzubauen u. die einzelnen Parteien im Quartier die Wirksamkeit von Kooperation in der Praxis mittels gemeinsamer AK erleben zu lassen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Christian Silberhorn Leitung Siedlungsentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Leeste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sebastian Kelm Ehrenamtliches Engagement / Familienpatenschaften/Integrationsbeauftragter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachteam Inklusion/Integration der Gemeinde Weyhe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jürgen Kollien und Shkar Taher Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe Weyhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Victoria Hollwedel Anlaufstelle Integration/Inklusion Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KOMM Kirchengemeinde Leeste
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Förderung stellt eine Anschubfinanzierung dar, um das Projekt im Sozialraum nachhaltig auszubauen, in die bereits vorhandenen zu integrieren u. zu verstetigen. Es gibt seit Herbst 2024 ein Quartierszentrum u. a. von, für u. mit Menschen mit Behinderung vor Ort, das 3KLANG, das als inklusiver Arbeitsplatz in das Regelleistungssystem der Eingliederungshilfe wandert (Quali/Stelle als Assistenz der Quartiersmanagerin u.a.) Nach Auslaufen der Förderung kann das Projekt daran angedockt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Starkes Quartier Lehfeld - Gemeinsam für lebendige Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Svenja Plock
2. Kurzbeschreibung
Zusammen leben, zusammen wachsen - Integration und Teilhabe im Herzen des Lehfelds
Projektbeschreibung
Das Projekt "Starkes Quartier Lehfeld - Gemeinsam für lebendige Nachbarschaft" zielt darauf ab, den Stadtteil Lehfeld in Cuxhaven nachhaltig zu stärken und die Lebensqualität seiner Bewohner zu verbessern. Das Lehfeld, ein Wohnquartier mit über 1.000 Wohnungen im Osten des Stadtteils Ritzebüttel, hat in den letzten Jahren durch bauliche und soziale Aufwertungsmaßnahmen bereits einen positiven Wandel erlebt. Das Projekt baut auf diesen Fortschritten auf und setzt sich zum Ziel, die Gemeinschaft weiter zu fördern und das Quartier zukunftsfähig zu gestalten.
Das Projekt orientiert sich an den Zielen der Städtebauförderung und des Programms "Gute Nachbarschaft", die auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und die Verbesserung der Lebensbedingungen in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf ausgerichtet sind. Es baut auf den Erfahrungen erfolgreicher Stadtteilentwicklungsprojekte in Cuxhaven auf, wie sie beispielsweise am Tag der Städtebauförderung präsentiert wurden.
Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie dem Stadtteilverein Ritzebüttel aktiv e.V. und anderen Initiativen soll eine breite Beteiligung der Bewohner sichergestellt werden. Das Projekt versteht sich als langfristiger Prozess, der die Selbstverantwortung und das Engagement der Bewohner sowie lokaler Akteure stärken und das Lehfeld zu einem noch lebendigeren und attraktiveren Quartier entwickeln soll.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung einer Strategie zur gemeinsamen Gemeinwesenarbeit, die über die Grenzen des Stadtteils Lehfeld hinausgeht. Wir streben an, Brücken zu benachbarten Stadtteilen zu bauen und eine stadtteilübergreifende Zusammenarbeit zu etablieren. Durch den Austausch von Erfahrungen, Ressourcen und Ideen mit anderen Stadtteilen wollen wir voneinander lernen und gemeinsam innovative Lösungen für ähnliche Herausforderungen entwickeln. Dazu ist bereits ein Sozialfonds im Gespräch, der der GWA zu gute kommen soll.
Diese erweiterte Perspektive ermöglicht es uns, nicht nur lokale Verbesserungen zu erzielen, sondern auch einen Beitrag zur gesamtstädtischen Entwicklung zu leisten. Durch die Vernetzung und Kooperation über Stadtteilgrenzen hinweg streben wir an, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die langfristig zu einer verbesserten Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger beitragen.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Lehfeld steht vor einer Reihe von Herausforderungen, die eine gezielte Förderung der Nachbarschaft und des sozialen Zusammenhalts erforderlich machen:
Soziale und wirtschaftliche Herausforderungen
- Das Quartier ist geprägt von einer heterogenen Bevölkerungsstruktur
- Es besteht ein erhöhtes Risiko der sozialen Isolation, insbesondere für ältere Menschen und Migranten, die auch nach längerer Zeit noch nicht vollständig in ihr Umfeld integriert sind
Infrastrukturelle Defizite
- Die Nahversorgung im Quartier ist unzureichend.
- Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist mangelhaft, was die Mobilität der Bewohner einschränkt und ihre Teilhabe am städtischen Leben erschwert
Umwelt und Lebensqualität
- Müllentsorgung und Sauberkeit stellen ein Hauptproblem im Stadtteil dar. Es gibt leider immer wieder Berichte über wilde Müllablagerungen und unsachgemäße Entsorgung von Sperrmüll
Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation
- Es besteht ein Bedarf an mehr Möglichkeiten für die Bewohner, Verantwortung für ihren Stadtteil zu übernehmen und sich aktiv an dessen Gestaltung zu beteiligen
- Die Informationspolitik wird von den Bürgern als unzureichend empfunden, was zu einem Gefühl der Abkopplung von der sozialen Infrastruktur Cuxhavens führt
Die GWA in Cuxhaven soll stärker vernetzt werden, um Synergien zu schaffen und Ressourcen effizienter einzusetzen. Mithilfe der Förderung wird die Verwaltung dabei unterstützt, ein stadtweites Konzept zu entwickeln, das durch die soziale Komponente des QM ergänzt wird. Ziel ist es, eine nachhaltige GWA-Struktur in Cuxhaven aufzubauen und die Selbstorganisation der Akteure zu stärken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven - Lehfeld
Beschreibung
Im Lehfeld leben ca 3.500 Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, was zu einer heterogenen Bevölkerungsstruktur führt. Es gibt sowohl Familien mit Kindern als auch ältere Menschen und Alleinerziehende. Viele Bewohner sind von sozialen Benachteiligungen betroffen, was sich in einer höheren Arbeitslosigkeit und einem geringeren Bildungsniveau im Vergleich zu anderen Stadtteilen äußert. Diese sozialen Herausforderungen führen oft zu einem Mangel an sozialen Kontakten und einer geringen Integration in das Gemeinschaftsleben.
Einwohnerzahl
14237
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Stadtteil Lehfeld wies erhebliche soziale, funktionale und bauliche Probleme auf. Das Lehfeld wurde 2007 als Sanierungsgebiet in das Förderprogramm aufgenommen, um diese Herausforderungen anzugehen und die Lebensbedingungen im Stadtteil zu verbessern. Dieses Förderprogramm läuft zum 31.12.2025 Jahr aus.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Geschätzt; Gesamtstadt: statistik.arbeitsagentur.de_ Stand März 2025
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung; Gesamtstadt: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2024
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung; Gesamtstadt: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2024
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung; Gesamtstadt: statistik.arbeitsagentur.de_Stand März 2025
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_lehfeld.jpg
(235.76 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Dieser Ansatz zielt darauf ab, die bereits erreichten Verbesserungen im Lehfeld weiter zu festigen und auszubauen, um ein lebendiges, inklusives und nachhaltiges Quartier für alle Bewohner/innen zu schaffen.
Aktivierung und Partizipation
- Förderung von bewohnergetragenen Projekten durch einen Verfügungsfonds
- Ausbau des Nachbarschaftsgartens als gemeinschaftliches Projekt
- Unterstützung von Initiativen wie "Nachbarn kochen für Nachbarn" und "Nachbarn unterstützen Nachbarn"
Soziale Integration
- Weiterführung und Ausbau von Angeboten für verschiedene Altersgruppen, z.B. Seniorencafé und Kinderprogramme
- Förderung interkultureller Begegnungen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts
Vernetzung und Kooperation
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie dem Stadtteilverein Ritzebüttel aktiv e.V.
- Aufbau von Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen und lokalen Unternehmen
- Kooperationen und Vernetzungen über die Quartiersgrenzen hinaus
- Gesamtstädtische Strukturen der GWA aufbauen
- Synergien der einzelnen GWAs nutzen und bündeln
- Nachhaltige Struktur aufbauen; Selbstorganisation fördern
Imageaufwertung
- Fortführung der positiven Entwicklung vom ehemaligen "Ostblock" zum attraktiven Wohnquartier
- Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung der Quartiersfortschritte und -angebote
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen der Bewohner werden aufgegriffen und leiten die GWA Ausrichtung. Angebote werden auf der Interessenlage der Bewohner umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner werden in die Lage versetzt, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse eigenständig zu vertreten und zu organisieren. Menschen werden nicht nur passiv unterstützt, sondern können aktiv eigene Lösungen entwickeln und umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die GWA agiert nicht nur lokal, sondern berücksichtigt auch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und trägt aktiv zur integrierten Weiterentwicklung der gesamtstädtischen GWA Struktur in der Kommune bei.
Kriterium
Beschreibung
Die Nachbarschaft ist durch Maßnahmen der GWA gestärkt. Es ist ein inklusives Miteinander entstanden, die Lebensqualität im Quartier ist nachhaltig verbessert und eine Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil ist entstanden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Martinsgemeinde Cuxhaven Ritzebüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Cuxhaven (Kita + Hort)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Cuxhaven - Migrationsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hanel Senioren Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist die nachhaltige Einbindung des Projekts in kommunale Strukturen und die Sicherstellung einer langfristigen Finanzierung. Wir planen eine enge Zusammenarbeit mit der Kommune, sozialen Einrichtungen und lokalen Netzwerken, um das Projekt strategisch in Entwicklungspläne zu verankern. Fördermittel aus kommunalen Haushalten sowie Drittmittel von Stiftungen und EU-Programmen werden angestrebt. Aktuell laufen Gespräche mit Akteuren und erste Kooperationen wurden aufgebaut.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alt-Laatzen verbindet sich 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Beel
| Organisation | Stadt Laatzen |
|---|---|
| Funktion | Stadtplanerin |
2. Kurzbeschreibung
Zukunftssicherung der GWA in Alt-Laatzen
Projektbeschreibung
In den vergangenen 3 Jahren hat die Gemeinwesenarbeit (GWA) in Alt Laatzen bedeutende Erfolge erzielt. Soziale Akteure haben sich vernetzt, ein gemeinsamer Veranstaltungskalender etabliert, Wohnumfeldverbesserungen realisiert, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, sozialen Akteuren, Politik, Bewohner*innen gestärkt. Dieses Fundament gilt es zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein zentrales Ziel ist die Verstetigung und Unabhängigkeit der GWA. Dazu werden Aufgaben- und Organisationsstrukturen innerhalb der Verwaltung neu sortiert und eine fachübergreifende Arbeitsgruppe GWA eingerichtet. Die Projektleitung wechselt vom Team Stadtplanung zum Team Gesellschaftliche Teilhabe und Integration. Es wird damit im Fachbereich Soziales verankert. Dies stärkt die strukturelle Anbindung an spezifische Ausschüsse und sichert die langfristige Integration in Verwaltungsprozesse. Eine feste Ansprechperson gewährleistet Kontinuität. Bestehende Netzwerke werden ausgebaut und erweitert (Netzwerk für Flüchtlinge). Austauschformate wie thematische Ortsspaziergänge, der offene Kaffeeklatsch im Sozialkaufhaus und aktivierende Befragungen werden weitergeführt. Neue kommen hinzu. Ein entscheidender Schritt zur finanziellen Absicherung ist die Gründung des Fördervereins. Dieser und die verbesserte Integration in die Stadtverwaltung gewährleistet finanzielle und inhaltl. Konstanz. Ein Finanzierungsplan wird entwickelt, Fördermöglichkeiten wie Fundraising, Sponsoring und Spenden erschlossen. Er dient als Grundlage für Haushaltsberatungen und ein Förderverein zum gezielten Einwerben von Mitteln (Spendenportal). Die Sichtbarkeit der GWA wird gestärkt: Erfolgreiche Beteiligungsformate werden an weiteren Standorten im Stadtteil umgesetzt, u.a. entlang der Hildesheimer Straße eine städtebauliche und sozialräumliche Barriere. Ortsspaziergänge, Nachbarschaftsveranstaltungen, Informationstafeln und QR-Codes erleichtern den Zugang zu Angeboten, fördern die Teilhabe. Durch gemeinsame Veranstaltungen mit dem Netzwerk für Flüchtlinge, dem Projekt Familie im Quartier und dem Sozialkaufhaus werden gezielt unterrepräsentierte Gruppen einbezogen. Qualifizierungs- und Beteiligungsworkshops auch zu gesellschaftl. Themen stärken die Teilhabe und das Engagement im Stadtteil. Die Verantwortung für die GWA wird gemeinschaftlich getragen. Erfolgreiche Methoden zur Aktivierung und Teilhabe werden modellhaft für weitere Stadtteile in Laatzen nutzbar gemacht und über einen Leitfaden abrufbar.
Laufzeit
2025-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit der Einrichtung des Quartiersmanagements in Alt-Laatzen hat sich ein wachsendes Bewusstsein für Wohnumfeldverbesserung, soziales Miteinander und Stadtteilkultur entwickelt. Die Identifikation mit dem Stadtteil nimmt zu. Erste Erfolge sind sichtbar: Nachbarschaftsbeziehungen stärken sich, durch Beteiligungsformate wie Dot-Umfragen wurden öffentliche Räume gemeinsam zu Begegnungsorten gestaltet. Auch die sozialen Akteure haben sich seit 2023 besser vernetzt und arbeiten in einem regelmäßigen Austausch. Dennoch bestehen Herausforderungen: Die Vielfalt der rund 5900 Bewohner*innen mit 1/3 Migrationsgeschichte spiegelt sich in den Beteiligungsstrukturen nicht ausreichend wider. Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte sind in den bestehenden Arbeitsgruppen und Treffen unterrepräsentiert. Gleichzeitig sind die geschaffenen Begegnungsorte ein erster Schritt – weitere Räume für gemeinschaftliche soziale Aktivitäten beiderseits der Hildesheimer Straße müssen entstehen mit dem Ziel Trennwirkung im Stadtteil aufzubrechen. Der Austausch zwischen Bewohner*innen, Verwaltung und Politik benötigt eine nachhaltige, vertrauensvolle Struktur um langfristig wirksam zu bleiben. Das Quartiersmanagement spielt dabei eine zentrale Rolle in der Moderation und Koordination. Um eine erfolgreiche Integration aller Bevölkerungsgruppen sicherzustellen insbesondere auch vor dem Hintergrund zunehmender rechter Tendenzen gilt es nun das soziale Miteinander dauerhaft zu stabilisieren. Bisherige Fortschritte müssen verstetigt und weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, einen inklusiven Beteiligungsprozess zu etablieren, der alle Menschen im Stadtteil erreicht und das Zusammenleben nachhaltig stärkt.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen Alt-Laatzen
Beschreibung
Das Fördergebiet liegt im Norden des Stadtgebietes von Laatzen im Stadtteil Alt Laatzen, an der Grenze zur Landeshauptstadt Hannover. Es umfasst rund 100 Hektar. Die Abgrenzung ist aus dem beigefügten Lageplan erkennbar.
Als Kartengrundlage wurde ein Luftbild gewählt. Damit lassen sich auch städtebauliche Besonderheiten des Quartiers widerspiegeln. Besonders markant ist die Hauptverkehrsstraße, die Hildesheimer Straße, die das Quartier durchgängig in einen Ostbereich und einen Westbereich teilt. Sie hat trennende Wirkung sowohl städtebaulich erkennbar als auch sozialräumlich wahrnehmbar. Hinzu kommt, dass im östlichen Teil Bahntrasse und Gewerbeflächen anschließen. Wo hingegen Im westlichen Teil großräumige Naturräume zu finden sind. Dies hat entscheidende Auswirkungen auf den Beliebtheitsgrad, das Image der jeweiligen Stadtteile was sich wiederum in Wohnungsbautypen, Zugänglichkeit von öffentlichen Freiräumen, der wohnungsnahen Außenraumgestaltung sowie der Pflege der Immobilien und Freiräumen widerspiegelt.
Einwohnerzahl
5904
Quelle / Anmerkungen
Zensus 2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
Zensus 2022
- unter Sonstige ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt - Sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Zensus 2022
- aufgrund der Zensusdaten zur Bevölkerung ist hier der Anteil der Personen bis einschließlich 15tes Lebensjahr abgebildet
- unter Sonstige ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt – Sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Zensus 2022
- aufgrund der Zensusdaten zur Bevölkerung ist hier der Anteil der Personen bis einschließlich 24tes Lebensjahr abgebildet
- unter "Sonstige" ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt - sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Zensus 2022
- unter Sonstige ist der Vergleich zum Gesamtstadtgebiet ohne den Stadtteil "Laatzen Mitte" abgebildet. Der wurde heraus genommen um einen Vergleich mit typischen Strukturen in Gesamt-Laatzen abbilden zu können. Der Großteil des Stadtteils Laatzen-Mitte liegt in einem Sanierungsgebiet und wird gefördert über das Programm "Stadtteile mit Entwicklungsbedarf - Die soziale Stadt – Sozialer Zusammenhalt" es werden städtebauliche und soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt stärkt die Selbstorganisation, Partizipation und Vernetzung der Bewohner*innen von Alt-Laatzen. Ziel ist es, gemeinwohlorientiertes Handeln nachhaltig in Stadtverwaltung, Politik, soziale Akteure und lokale Wirtschaft zu integrieren.
1. Teilhabe & soziales Miteinander
Ortsspaziergänge, Nachbarschaftsveranstaltungen und Dot-Umfragen fördern Mitgestaltung und stärken die Identifikation mit dem Stadtteil.
2. Interkulturelle & inklusive Beteiligung
Das Projekt setzt auf einen offenen Beteiligungsprozess für alle, insbesondere für Menschen mit Migrationsgeschichte, die bisher wenig vertreten sind.
3. Nachhaltige Strukturen & Selbstorganisation
Ein Förderverein und eine feste Ansprechperson in der Stadtverwaltung sollen die Gemeinwesenarbeit langfristig sichern. Ein Finanzierungsplan unterstützt die nachhaltige Förderung.
4. Zusammenarbeit & Sichtbarkeit
Die Vernetzung zwischen sozialen Akteuren, Verwaltung und Politik wird ausgebaut. Erfolgreiche Formate werden als „Wissensbank“ für andere Stadtteile nutzbar gemacht.
5. Empowerment & Qualifizierung
Workshops und Schulungen befähigen Bewohner*innen, sich aktiv einzubringen. Dies gilt auch für die weiteren Akteure, deren gemeinwohlorientierte Arbeit durch Themenabende/ Workshops weiter qualifiziert wird.
Durch Partizipation und nachhaltige Strukturen wird das Zusammenleben in Alt-Laatzen langfristig gestärkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen nehmen aktiv an Angeboten teil, gestalten Prozesse mit und fühlen sich repräsentiert. Ihre Bedarfe spiegeln sich in Maßnahmen wider, und sie erleben Wertschätzung sowie echte Mitbestimmung.
Kriterium
Beschreibung
Es entstehen selbstverwaltete Gruppen, Vereine und Initiativen. Sie organisieren Veranstaltungen eigenständig, nutzen bereitgestellte Räume und Ressourcen und übernehmen Verantwortung für Projekte.
Kriterium
Beschreibung
Lokale Akteure, lokale Ökonomie und Bewohner**innen bringen sich aktiv ein. Vorhandene Räume, Wissen und Netzwerke werden genutzt. Ehrenamtliche engagieren sich. Projekte basieren auf vorhandene Potenziale statt auf externen Lösungen.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Kulturen und sozialer Hintergründe arbeiten gemeinsam an Projekten. Veranstaltungen und Angebote sind inklusiv. Der Austausch zwischen den Gruppen findet sichtbar statt.
Beschreibung
Verwaltungsbereiche, Soziale Arbeit und Stadtentwicklungsplanung arbeiten zusammen. Es gibt gemeinsame Sitzungen, abgestimmte Maßnahmen und vernetzte Projekte, die über einzelne Zuständigkeitsbereiche hinausgehen.
Beschreibung
Regelmäßige Austausch- und Kooperationstreffen finden statt, Akteure unterstützen sich gegenseitig, gemeinsame Projekte entstehen. Wissen und Ressourcen werden geteilt, Partnerschaften langfristig gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftliche Initiativen entstehen, Menschen helfen sich gegenseitig, es werden gemeinsam Lösungen erarbeitet. Begegnungsorte sind belebt, Veranstaltungen werden wahrgenommen, Austausch und das Gemeinschaftsgefühl werden gefördert.
Beschreibung
Neue oder verbesserte Treffpunkte und Begegnungsstätten entstehen. Die Angebote sind niederschwellig, werden genutzt und decken den ermittelten Bedarf. Digitale Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten sind vorhanden
Kriterium
Beschreibung
GWA wird in kommunale Planungen integriert. Entscheidungen berücksichtigen soziale Aspekte, GWA ist in Entwicklungsprozesse eingebunden. Stadt- und Sozialplanung arbeiten abgestimmt, langfristige Strategien sind erkennbar. Ein Leitfaden dient als Modell.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Team Gesellschaftliche Teilhabe und Integration; Projekt Familien im Quartier; Team Grünflächen, Team Stadtplanung, Team Wirtschaftsförderung, Team Öffentlichkeitsarbeit, Team Tiefbau, Betriebshof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Immanuelkirche, Diakonie, St Oliver Gemeinde, Kindertagesstätte St. Mathilde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Alt-Laatzen, Bürgerinitiative "Alt-Laatzen blüht auf", Christlicher Seniorenbund, DRK Alt-Laatzen, LeineVHS, Sozialkaufhaus LeineLaden, Netzwerk für Flüchtlinge, Donna Clara
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokale Ökonomie z.B. EDEKA, Sozialkaufhaus Leine Laden,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Örtliche Presse und lokale Online Nachrichtenportale, Homepage der Stadt Laatzen, Homepage Bürgerinitiative,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen werden bei Aktivitäten, bei Veranstaltungen mit in die Planung und Durchführung einbezogen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Alte Rathausstraße, Kindertagesstätte Alte Rathausstraße, Kindertagesstätte An der Masch
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA in Alt-Laatzen wird nachhaltig in kommunale Strukturen integriert: eine fachübergreifende Arbeitsgruppe und die neue Verortung im Team Gesellschaftliche Teilhabe und Integration mit fester Stelle sichern die strukturelle Einbindung. Ein Förderverein und ein Finanzierungsplan mit Fundraising, Sponsoring und Spenden gewährleisten langfristige finanzielle Stabilität. Erfolgreiche Beteiligungsformate werden verstetigt und modellhaft für weitere Stadtteile in Laatzen nutzbar gemacht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Adendorf: Ein Dorf für alle - Vielfalt leben
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Iris Wollschläger
2. Kurzbeschreibung
Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes AdenDorf
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab,den Einstieg/Übergang in die Bildungssysteme für alle Beteiligten (insbes. Geflüchtete) zu verbessern,Zusammenhalt u. Vielfalt in Adendorf zu fördern (insbes. Ehrenamt) u. Netzwerkstrukturen (Nachhaltigkeit) zu stärken, um die Lebenswelten aller vor Ort zu verbessern.Das Projekt soll das Miteinander in der Gemeinde stärken und Menschen befähigen, sich durch die Nutzung der Sozialraumressourcen für eine starke Dorfgemeinschaft einzusetzen.Es soll ein nachhaltiges Bürger*innen-Netzwerk aufgebaut werden, in dem sich die Menschen gegenseitig unterstützen,gemeinsame Aktionen gestalten und durchführen (Orte:Dorfschule,Saal Flüchtlingsunterkunft). Gemäß dem Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf,um ein Kind großzuziehen" sollen Strukturen geschaffen werden,die Kinder und deren Familien vor Ort ein gutes Aufwachsen ermöglichen.Mithilfe von aktivierenden Befragungen (Professionalisierung der Mitarbeiter erfolgt) sollen Bedürfnisse ermittelt u. entspr. Angebote umgesetzt werden.Durch den engeren Kontakt zu den geflüchteten Menschen in den Gemeindeunterkünften vor Ort u. dem Austausch (z.B. Sozialkonferenz) mit anderen Akteuren (z.B. Kitas, Schulen, Gemeinde, Sportvereine, Kirchen, Feuerwehr, etc ), stellen wir fest, dass nicht alle Familien an Bildung u. der Gesellschaft teilhaben.Wir erfahren von verschiedenen Barrieren,die es erschweren sich in der Kommune zu integrieren u. die Kinder in ihren Entwicklungspotenzialen einschränken.Adendorfer berichten uns,dass sie ihre Mitbürger gerne kennenlernen/unterstützen würden, aber nicht wissen wie. Gleichzeitig erkennen wir Potentiale bei geflüchteten Menschen (berufliche Qualifikation im Herkunftsland, Wille für Engagement, etc.).Wir nehmen zunehmend Menschen wahr, die sehr zurückgezogen leben,Kinder erfahren dadurch Benachteiligung (fehlende Sprachkenntnisse, geringes Selbstwertgefühl, etc.),Kinder werden dadurch von Teilhabe ausgegrenzt.Die Grundschule schildert uns, dass immer mehr Kinder ohne/mit rudimentären Sprachkenntnissen eingeschult werden und dass dies zu massiven Problemen führt.Unterstützung der Kinder durch ihre Eltern scheitert häufig an deren mangelnden Kenntnissen über das Bildungssystems Kita/Schule.Der Bedarf an Kitaplätzen ist nicht vollständig gedeckt (Geflüchtete werden bei Vergabe benachteiligt).Auch das Gesundheitsamt verdeutlicht uns gegenüber diese Problematik.Wir befürchten eine weitere Zuspitzung der Situation,u.a. weil die Aufnahmequote noch lange nicht erfüllt ist.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Adendorf sehen wir bei geflüchteten und deut. Familien eine zunehmende Überforderung mit dem System "Kita & Schule". Gründe: u.a. Nichtverstehen des Bildungssytem, Informationsflut, unzureichende Übersetzung, keine soz. Kontakte, keine Unterstützung. Zusä. Probleme bereiten Bedingungen in den Flü.unterkünften. Privatsphäre fehlt, Menschen müssen sich Räume mit Personen untersch. Herkunft teilen. Mangel an Rückzugsmöglichkeiten& fehlende Lernatmosphäre verschärfen die Situation und erschweren den Integrationsprozess (16 Unterkünfte, dezentral, 210 Geflüchtete).
Nicht alle Kinder im Vorschulalter finden einen Kitaplatz, viele Kinder werden ohne ausreichende Deutschkenntnisse, ohne grundlegende soziale/emotionale Kompetenzen eingeschult. Schulen können Defizite nicht umfänglich auffangen, was Integration erschwert und zu weiteren sozialen Ungleichgewichten führt. Handlungsbedarf wurde in Sozialraumkonferenz festgestellt. Aktive Beteiligung von Bürgern und Geflüchteten befürwortet.
Uns als Sozialraumteam fehlen personelle, zeitliche und räumliche Kapazitäten, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, bestehende Ideen umzusetzen. Über die Sozialraumkonferenz sind bereits wichtige Probleme und Anliegen in die Politik der Gemeinde und des Landkreises Lüneburg getragen worden, notwendige Ressourcen, trotz Verständnis und Zustimmung, sind nicht in ausreichendem Maße vorhanden.
Insbesondere bedarf es einer besseren Koordination/Unterstützung, um die Integration aller Familien nachhaltig zu fördern (Ehrenamt, Nachbarschaft, etc.). Neben den Problemlagen gibt es in Adendorf eine wohlhabendere Bevölkerungsschicht, die ansprechbar für ehrenamtliches Engagement ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Adendorf und Erbstorf (Ortsteil der Gemeinde Adendorf)
Beschreibung
Die Gemeinde Adendorf hat eine Fläche von insgesamt 16,08 Quadratkilometern und liegt im Landkreis Lüneburg. Von Adendorf aus in das Stadtzentrum Lüneburgs mit dem Auto in 17 Minuten und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in 22 Minuten zu erreichen. Weiteres ist der angehängten Karte zu entnehmen.
Einwohnerzahl
11323
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl Quelle: Gemeinde Adendorf (Stand 31.03.2025)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landkreis Lüneburg (Jahr 2020-2023) für Adendorf
(Förderbedarfe an Grundschulen in Adendorf liegt bei 4%)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landkreis Lüneburg (Jahr 2020-2023) für Adendorf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine genauen Zahlen zu alleinerziehenden Erziehungsbrechtigten vor. Ein Anhaltswert könnte die Zahl der Unterhaltsvorschüssleistungen (6%) sein (Quelle: Landkreis Lüneburg, Jahre 2020-2023) , zudem gibt es den Anteil der Alleinerziehenden mit mehr oder weniger gesichertem Einkommen, geschätzt mindestens gleiche Anzahl wie bei Unterhaltsvorschüssleistungen, plus die Kinder aus den geflüchteten Familien, die meistens nur mit den Müttern in Adendorf angekommen sind.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit (März 2025).
Die Prozentzahl bezieht sich auf gesamt Lüneburg (auf dortige Einwohnerzahl), da allein für Adendorf keine Zahlen zu ermitteln siind.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausländische Bewohner*innen in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Bewohner*innen ab 60 Jahre in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Kinder bis 14 Jahre in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Jugendliche / junge Erwachsene in der Gemeinde Adendorf.
Quelle: Bestandsstatistik der Gemeinde Adendorf, Stand: 02.04.2025
Unterlagen zum Gebiet
adendorf_ein_dorf_fuer_alle_vielfalt_leben.png
(487.05 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Problemlagen sind im Sozialraum bekannt, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, um die Dorfgemeinschaft nachhaltig zu stärken ist gewollt (s. Sozialkonferenzprotokoll).
Unsere bestehende Flüchtlingsozialarbeit (aufsuchend, Zugang zu den Menschen, Regelungen des Alltags, Konflikte lösen/beruhigen, etc.) bietet nicht die Möglichkeit Bedürfnisse und Potentiale der Menschen zu erfassen und daraus gezielte Maßnahmen zu entwickeln um die Lebensqualität zu verbessern. Deshalb wollen wir die Bedürfnisse und Ressourcen der Menschen (Geflüchtete und Adendorfer) grundlegend ermitteln (Fortbildung aktivierende Befragung) und sie aktiv einbinden in den Aufbau von sozialen Netzwerken (Angebote für Begegnung, Teilhabe, Ehrenamt, Nacharschaft), Gruppenangebote (Lernorte) für Kinder um Chancengleichheit in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen (Spracherwerb, Sozialverhalten), Gruppenangebote (Elterncafe) für Eltern (Bildungssystem verstehen lernen um Kinder zu unterstützen, eigene Bildungsmöglichkeiten erkunden).
Wir kümmern uns um Ressourcen (mobilisieren von geflüchteten Menschen z.B. mit Qualifikationen im Bereich Bildung, Potentiale fördern, Bereitstellen von Räumen, Beratungsangebote, Materialien, etc.), fördern Selbstorganisation, den Aufbau von Ehrenamtsstrukturen.
Ziel ist die Lebensqualität/Chancengleichheit der Menschen im Ort langfristig zu verbessern, deshalb sollen vorhandene Strukturen gestärkt, neue aufgebaut, fortlaufende Finanzierung gesichert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen / Bedürfnisse der geflüchteten Familien und Bewohner sind bekannt, ihre Stärken und Fähigkeiten finden sich in Projekten wieder/ Kontakte untereinander und zu Adendorfern bestehten / Ehrenamtliche engagieren sich
Kriterium
Beschreibung
Bestehende Netzwerke und Kooperataionen sind weiter ausgebaut und langfristtg angelegt, neue sind hinzugekommen: Ehrenamtliche, Vereine, Unternehmen, etc. / neue Kommunikationsstrukturen, regelmäßige Treffen zusätzlich zur Sozialkonferenz
Kriterium
Beschreibung
Bürger, Institutionen, Organisationen und Verwaltung (Adendorf und Landkreis Lüneburg) nutzen Ressourcen effizient im Hinblick auf nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität für alle in Adendorf
Kriterium
Beschreibung
Soziale Beziehungen in der Nachbarschaft / im Dorf, Menschen unterstützen sich gegenseitig, respektvolles Miteinander, Vielfalt wird als Bereicherung wahrgenommen, gemeinsame Aktivitäten (z.B. Feste), sicheres Umfeld
Beschreibung
Netzwerken zwischen verschiedenen Akteuren mit gemeinsamen Verständnis und gemeinsamer Verantwortung schaffen umfassende und nachhaltige Lösungen / Projekte / Angebote
Beschreibung
Bedürfnisse und Interessen der geflüchteten Menschen werden von der "einheimischen" Bevölkerung wahrgenommen, respektiert und umgekehrt: Gemeinsame Veranstaltungen oder Projekte finden statt / sozialer Zusammenhalt ist gestärkt
Beschreibung
Bewohner sind vernetzt und unterstützen sich gegenseitig (Nachbarschaftshilfe, Nachhilfe, etc.) / Beratung, Schulungen, praktische Hilfe: Ehrenamtliche, Sozialraumbüro / Zugang für alle zu Ressourcen (Informationen, Räume, finanzielle Unterstützung, etc)
Kriterium
Beschreibung
Bewohner engagieren sich, guter Austausch aller Bewohner untereinander / gute Vernetzung sehr vieler Akteuer in Adendorf und dem Landkreis Lüneburg ermöglicht schnelle und unkomplizierte Kooperationen, Austausch miteinander / gemeinsame Ressourcennutzung
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Adventgemeinde Adendorf, ev. Kirchengemeinde, kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Adendorf, Die Unabhängigen, Die Grünen, CDU, SPD
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausarztpraxis Adendorf, Dr. Nettesheim, Dr. Chandra, Gynäkologische Praxis Adendorf, Zahnarztpraxis Dr. Geschwandtner, Dr. Pour, HNO Praxis Adendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderladen Adendorf
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Projektidee v. allen Akteuren der Sozialraumkonferenz und Verwaltungsausschuss Adendorf (Anlage 1+2) positiv unterstützt, Gemeinde ansprechbar für langfristige Finanzierung, Kontakt besteht zu neuen Förderern z.B. lokale Unternehmen (Werbegemeinschaft).Landkreis Lüneburg, Jugendamt, stellt ab `27 Projektmittel für Regionalisierung zur Verfügung, Nachbargemeinden mit ähnlichen Problemlagen, einzelne Projektinhalte übergergreifend finanzieren, evtl best practice Beispiel für andere 9 Sozialräume.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On