Gemeinsam aktiv - für mehr Teilhabe und Gesundheit im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Laura Kynast
| Funktion | Projektmitarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Jeder kann was! Was kannst Du? - Gemeinsam das Viertel gestalten.
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Gesundheit und die damit verbundene Chancengleichheit ALLER Menschen im Schleswiger Viertel. Gelingen soll dies durch die Erhöhung von Teilhabemöglichkeiten für den Einzelnen und vernetzten Betätigungsinseln im Quartier. Unser Fokus liegt auf den (unentdeckten) Stärken und Potentialen. Der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ist seit über 45 Jahren vor Ort engagiert. Wir sehen Gesundheit als Frage gesellschaftlicher Teilhabechancen und Gerechtigkeit (gesellschaftlicher Exklusions- bzw. Inklusionsprozesse). Ziel ist, ein Mehr an Gesundheit u.a. durch eine gestärkte Selbstwirksamkeit, aktiver Mitbestimmung, Übernahme von Verantwortung und Verbesserung der Wohnqualität. Isolation und Vereinsamung werden reduziert und somit Problemlagen sozialer und gesundheitlicher Art verringert.
Ein Handlungsbedarf in diesen Bereichen wurde durch eine in 2019 vom AWO Bezirksverband durchgeführten Quartiersanalyse aufgedeckt. Darauf aufbauend werden im 1. Jahr Bewohner*innen ermutigt, sich mitzuteilen. Themen werden herauskristallisiert, die sie zum Handeln bewegen. Tatsächlich „ins Tun kommen“ fällt am leichtesten mit Dingen, die man gut kann und gerne mag. Dort setzen wir an. Jede*r hat mindestens eine Begabung, sei es handwerklicher Art, eine Herzenssache oder ein bestimmtes Wissen. Wir unterstützen diese Begabungen in das Viertel einzubringen, indem Betätigungsinseln geschaffen, Handlungsbarrieren beseitigt und Gleichgesinnte zu Interessensgemeinschaften zusammengeführt werden. Dies stärkt die Selbstwirksamkeit. Im 2. Jahr liegt der Fokus auf dem Aufbau eines starken Netzwerks und der Integration von unterrepräsentierten Gruppen. Die im Kleinen entstandenen, ausgewählten Beteiligungsinseln werden von den Aktiven im Stadtteil fest installiert – draußen wie drinnen (z.B. Hochbeete, Sportgeräte, Literaturzirkel, Bewegungsangebote) und der Bewohnerschaft über Feste, Aktionswochen und Workshops näher gebracht. Die Nachbarschaft wird gestärkt und sozialer Isolation entgegengewirkt. Im 3. Jahr wird das Erreichte verstetigt und Verantwortung übertragen (Beirat, Patenschaften für Beteiligungsinseln). Beteiligungsinseln werden vernetzt, ein fester Nachbarschaftstreffpunkt installiert. Dieser Wachstumsprozess wird von Anfang an von den Aktiven begleitet und gestaltet. Dieser Prozess stellt ein Querschnittsthema des Projekts dar und ist somit auf die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschiedlichen Menschen im Quartier zugeschnitten.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Schleswiger Viertel leben ca. 7300 Menschen. 48% mit Zuwanderungsgeschichte (LHH: 39%). Der Anteil der von Kinder-, Familien- und Altersarmut Betroffenen liegt über dem der Stadt Hannover (LHH). Der Sozialreport LHH 2017 charakterisiert den Stadtteil Vahrenwald mit „Flukturierend, viele Singles u. Alleinerziehende, hoher Migrant*innenanteil, große Nationalitätenvielfalt“. Im Projektgebiet finden sich ein Wohnheim für Obdachlose, ein neues Wohnheim „Housing first“ und eine Einrichtung für Geflüchtete. In Quartiersgesprächen wurde Unsicherheit, Anonymität durch hohe Fluktuation der Nachbarschaft, Vandalismus und wenig Umweltbewusstsein beschrieben. Begegnungsorte mit Angeboten zur Teilhabe fehlen. Das Image des Quartiers ist das einer „grauen Maus“. Selbstvertrauen für aktive Teilhabe und Gestaltungsfähigkeit ist bei den Bewohner*innen des Viertels geringer ausgeprägt als in anderen Stadtteilen. Seit 2019 engagiert sich der AWO BV Hannover e.V. vor Ort in der QE. Im Rahmen der „Alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung“ (LHH) wurde ein Konzept für das Schleswiger Viertel formuliert. 2020 wurden erste Maßnahmen umgesetzt mit Schwerpunkt auf die ältere Bewohnerschaft. 2020 erhielt die QE-Arbeit für „Kulturspritzen gegen Coronablues“ den Niedersächsischen Gesundheitspreis. Um der bedrückenden Situation durch den erneuten Corona-Lockdown im Frühjahr 2021 etwas Aufmunterndes entgegenzusetzen, organisierte die AWO in Kooperation mit Einrichtungen aus dem Viertel einen temporären Kunst- und Klangpfad zum Mitmachen. Die Resonanz war sehr positiv. Besonders Familien beteiligten sich daran. Auf diese Erfahrungen wird im beantragten Projekt aufgebaut.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald - Quartier: Schleswiger Viertel
Beschreibung
Das Quartier "Schleswiger Viertel" liegt inmitten des Stadtteils Vahrenwald. Mitten durch das Quartier führt eine der größten Verkehrsachsen der Stadt, die Vahrenwalder Straße. Sie verläuft als mehrspurige Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum nach Norden Richtung Langenhagen (Flughafen) zur Autobahn A 2. Die Vahrenwalder Straße ist vollständig verbaut und bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Entlang der Vahrenwalder Straße verläuft die Stadtbahn mit überirdischen Haltestellen.
Im Norden wird das Schleswiger Viertel durch ein großes Gewerbegebiet (u.a. Sitz von FairKauf) mit angrenzenden Kleingärten begrenzt. Die östlichen Grenzen markiert das Areal der Heilig-Geist-Kirche mit vielen Nachkriegsmehrfamilienhäusern ohne Fahrstuhl. Die südliche Grenze des Viertels verläuft entlang der Melanchthonstraße. Die Grenzbiegung in Richtung Westen verläuft entlang des Schulgeländes der IGS Büssingweg. Hier grenzen Straßen mit Einfamilienhäusern aus den 60iger Jahren an, bevor das Gelände in Kleingärten mündet. Die Quartierseingrenzung des Schleswiger Viertels wurde im Rahmen von durchgeführten Expertengesprächen sowie der Zukunftswerkstatt mit 61 Anwohner*innen des Viertels in 2019 erhoben.
In direkter Nachbarschaft befinden sich große soziale Einrichtungen: ein Wohnheim für über 200 obdachlose Männer, was derzeit um einen Neubau mit "Housing first"-Konzept erweitert wird; ein Wohnheim für über 100 Familien mit Fluchterfahrung; Tageseinrichtungen der LEBENSHILFE für mehrfach beeinträchtige Menschen, eine Einrichtung der Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit, eine Grundschule und mehrere KITAs und Krippen unterschiedlicher Träger.
Einwohnerzahl
7300
Quelle / Anmerkungen
LHH Statistikstelle / Einwohnerzahl bezogen auf das Quartier "Schleswiger Viertel
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: 31.12.2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: Dezember 2019
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: Dezember 2019
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: Dezember 2019
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Angelehnt an den Asset-based Community Development-Ansatz legen wir den Fokus auf die (unentdeckten) Stärken u. Potenziale des Viertels. Vorhandene Fähigkeiten, Erfahrungen u. Leidenschaften werden erfragt u. Themen herauskristallisiert, die die Menschen zum Handeln bewegen. Dieses individuell als sinnvoll erlebte Tätigwerden hat einen bedeutenden Einfluss auf Gesundheit u. Wohlbefinden im Zusammenhang mit Teilhabe: Die Chance auf sinnhaft empfundenes Tätig werden u. die Qualität der dabei entstehenden Begegnungen haben einen positiven Einfluss auf die Aufrechterhaltung von Gesundheit. Konkret wird u.a. die Selbstwirksamkeit des Einzelnen gestärkt. Die Selbstwirksamkeit ist das Zutrauen, dass das eigene aktive Handeln positive Veränderungen hervorrufen kann u. man sich als Gestalter*in wahrnimmt. Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas bewirken u. auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat eine hohe Selbstwirksamkeit(serwartung). Personen mit einem starken Glauben an die eigene Kompetenz zeigen größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben sowie eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen u. Depressionen.
Gleichzeitig rücken wir jene Perspektive in den Fokus, die Gesundheit auch als Frage gesellschaftl. Teilhabechancen (auch i.S. e. Bürgerbeteiligung) u. damit als Frage der Gerechtigkeit sieht. Mut zur Mitbestimmung u. der Glaube an Veränderung wachsen. Politische Partizipation wird belebt, das soziale u. kulturelle Leben wird gestaltet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn möglichst viele Dialog- bzw. Zielgruppen des Schleswiger Viertels erreicht und aktiviert wurden.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn möglichst viele Quartiersbewohner*innen eine persönliche Stärke bzw. Begabung benannt haben. Sie wissen, wie sie diese konkret ins Quartiersleben einbringen können und es tatsächlich (u.a. in Interessensgemeinschaften) tun.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn sich Interessensgemeinschaften untereinander und mit anderen Akteuren des Viertels vernetzt haben. Im Quartiersbild sieht man mehr Menschen, die stehen bleiben u. sich unterhalten oder miteinander etwas im Viertel gestalten.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn sich Aktive und Interessengruppen dauerhaft organisieren und netzwerken ohne Anstoß von außen. Die Betätigungsinseln und der Nachbarschaftstreffpunkt werden genutzt und erhalten. Der Beirat bringt sich ein.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteil-Kulturarbeit der LHH, Freizeitheim Vahrenwald, Puppentheater Theatrio, Operamobile e.V. u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Obdachlosenheime Werkheim und "Housing First", LEBENSHILFE e.V., Unterkunft für Geflüchtete, Fairkauf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine "Krügers Ruh", "Abendfrieden", "Feierabend"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Pflege- und Gesundheitszentrum Schleswiger Straße, Fitnessstudio
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GS Glücksburger Weg, IGS Büssingweg, KITAS im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heilig Geist Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rewe, Toom, Marktkauf, Jaques Weindepot
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kräuterkundlerin Anita Zechel, Upcyclingbörse, Ökostadt Hannover e.V., u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Betreutes Wohnen Apenrader Straße, Wohnungsbaugenossenschaft "Spar-und Bauverein"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist, dass die Interessensgruppen und der Beirat Verantwortung übernehmen und nach Außen ihre Bedarfe selber vertreten z.B. ggü. kommunalen Institutionen. Die Stadt Hannover fördert über Haushaltsmittel quartiersnahe Infrastrukturen und teilhabefördernde Nachbarschaftsstrukturen. Der AWO Bezirksverband Hannover wird von Projektbeginn an seine Erfahrungen und Netzwerke nutzen, um Betätigungsinseln und Nachbarschaftstreff in das städtische Programm und die dauerhafte Finanzierung aufzunehmen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Arrival City - Ein Ankunftsquartier in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joana Shino Maier
| Funktion | Bildungs- und Kulturmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ankunftsorte in der Innenstadt: Ausschlaggebender Faktor für die erfolgreiche Inklusion von Menschen internationaler Biographien in die Ankunftsgesellschaft
Projektbeschreibung
Der Quartiersbereich zwischen Steintor und Goetheplatz dient als Ankunftsquartier und Vernetzungsstelle für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, die als sogenannte Newcomer:innen nach Hannover kommen. Hier wird durch Netzwerke auf informeller Ebene ein Zugang zur Stadtgesellschaft geschaffen. Der Fokus für die besagte Personengruppe liegt auf: Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen. Doch ist die Stadt auf diese Bedürfnisse ausreichend vorbereitet? Scheitert ein solches Quartier an Informalität und fehlenden Strukturen, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zum Ort von Kriminalität, des Drogenmissbrauchs und des Konflikts. Blüht das Konzept auf, wird ein solches "Arrival Quartier" zur Geburtsstätte der neuen transkulturellen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens und Austauschs der diversen Bevölkerung einer Stadt. Um diesen positiven Aspekt voranzutreiben und die öffentliche Wahrnehmung des Quartiers und somit die Lebensbedingungen der Anwohner:innen zu verbessern, wird ein neues Quartierszentrum im Franz-Mock-Weg auf dem ehemaligen Gelände der Abfallwirtschaftsbetriebe gegründet. Das “StadtWerk” ist ein innovatives Pilotprojekt, in dem neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt werden.
Im Rahmen einer Zwischenraumnutzung ziehen 7 Akteur:innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Holz- und Textilhandwerk sowie soziale Arbeit für 1,5 Jahre in den Franz-Mock-Weg. Mitten in Hannover entsteht damit eine Werkstatt für Stadtkultur.
Im Stadtwerk kommen urbane Gestaltung, nachhaltige Produktion, inklusive Bürger* innen-Beteiligung, Kunst und Kultur zusammen und machen den Bereich zum neuen Inklusions-Quartier. Es öffnet im Sommer 2021 für die Öffentlichkeit mit dem Potential die durch den Stadtrat beschlossene Innenstadtentwicklung Hannovers maßgeblich mitzugestalten.
Der Fokus liegt explizit auf einer durchgängigen Beteiligung der Anwohner:innen und lokaler Akteur:innen (lokale Gastronomie, Einzelhandel, Vereine...).
Den Bedürfnissen des Stadtteils entsprechend wird hier ein Ort der Ankunft und der Unterstützung vor Allem für Menschen mit Flucht- und/oder Migrationsgeschichte geschaffen. Zudem gilt es schrittweise einen Neustart von Wirtschaft und Kultur im von der Pandemie besonders betroffenen Innenstadtbereich voranzutreiben.
Beteiligte Initiativen:
https://unter-einem-dach.org/pages/home
https://snntg.de
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtbezirk Mitte mit ihrer Funktion als Einkaufsziel, Kultur und Vergnügungsort ist bereits heute ein lebendiger Wohn- und Lebensort für mehr als 36.000 Einwohner:innen, den es deutlich zu stärken gilt.
Vor allem der Bereich zwischen dem Steintor und Goetheplatz zieht hierbei unterschiedliche Menschen an – solche, die hier in ihrer Freizeit „etwas erleben wollen“, Menschen ohne Obdach, Sexarbeiter:innen und weitere Gruppen. Der urbane Raum ist von einer extrem hohen Fluktuation geprägt, wobei nur wenige der Passant:innen auch Anwohner:innen sind. Es fehlt an Aufenthalts-Orten, die sich speziell an den Bedürfnissen der Besucher:innen und Bewohner:innen unterschiedlicher Herkunft orientieren. Die zentrale Lage und Zugänglichkeit der Freiflächen und Abgeschiedenheit der Seitenstraßen bietet sich an als optimaler Ort für Veranstaltungen, für den Einzelhandel, aber auch für unerwünschte Nutzungen wie z. B. Drogenhandel und -missbrauch. Diese sehr unterschiedlichen Nutzungen und Funktionen führen zum Teil zu Konflikten zwischen den verschiedenen Gruppen und ihren Ansprüchen und Bedürfnissen. Die soziale Funktion des Quartiers insbesondere für Menschen diverser Herkünfte bedarf einer intensiven Betrachtung und kluger Lösungsansätze um Konflikte und eine Abwärtsspirale zu vermeiden. Bisherige Ansätze haben sich insbesondere auf die Umgestaltung öffentlicher Plätze bezogen (siehe Wettbewerb Steintorplatz). Wir sehen jedoch einen akuten Bedarf an Beratungs-, Kultur und Bildungsangeboten sowie gemeinsamer Workshops zur Stärkung einer gemeinsamen Quartiers-Identität.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Calenberger Neustadt
Beschreibung
Quartiersfläche: ca. 17 ha
Straßenliste:
Franz-Mock-Weg
Goethestraße
Brühlstraße
Andretsche Wiese
Goetheplatz
Braunstraße
Clemensstraße
Feuerwehrstraße
Am Kanonenwall
Leibnizufer
Am hohen Ufer
Am Marstall
Reuterstraße
Scholvinstraße
Reitwallstraße
Am Steintor
Lützowstraße
Einwohnerzahl
700
Quelle / Anmerkungen
Offizielles Stadtportal der Landeshauptstadt Hannover (ausgehend von der Bevölkerungsdichte der Calenberger Neustadt)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
91
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
arrival-city_.png
(409.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als ein emanzipatorisches und gesellschaftskritisches Projekt zeigen wir die diversen und oftmals marginalisierten Perspektiven eines Arrival-Quartiers auf. Wir fördern die Selbstwirksamkeit, Kooperation und Eigeninitiative von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Problemlagen im Kontext eines gemeinsamen Sozialraums.
Unser Ausgangspunkt ist die Unzufriedenheit mit herkömmlichen Methoden der Sozialarbeit, die sich auf die Herstellung und Erhaltung der Arbeitskraft, sowie die Erhaltung einer minimalen Lebensfähigkeit von Arbeitsunfähigen bezieht. Wir zeigen die Vereinbarkeit von Lohnarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und zivilem Engagement auf.
Darüber hinaus streben wir eine unabhängige Ermächtigung der Klient:innen an. Hierfür nutzen wir gezielt Methoden außerhalb der klassischen Sozialarbeit bsp. "Urban Gardening".
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nach dem letzten Jahresziel haben wir bis zu 10 Mulitplikator:innen ausgebildet, die das Quartier nachhaltig gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Durch Beratungsangebote werden berufliche, sprachliche und administrative Perspektiven aufgezeigt.
Kriterium
Beschreibung
Neue Kooperationen vernetzen Anwohner:innen und Quartiers-Nutzer:innen systematisch miteinander
Beschreibung
Öffentliche Stigmatisierung in Medien und Politik wird reflektiert
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Katholische Erwachsenenbildung Hannover https://www.keb-net.de/hannover/Aktuelles/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aurelis Real Estate https://www.aurelis-real-estate.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsgarten Baulücke https://www.tthannover.de/projekte/bauluecke/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtkind Hannover http://www.stadtkind-hannover.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Ausgründung der inklusiven, sozialen und nachhaltigen Taschenmarke maesh, sollen langfristig Arbeitsplätze vor allem für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte geschaffen werden. Eine aktuelle Ausgründung durch den dritten Platz einer Crowdfunding-Kampagne ermöglicht uns die Professionalisierung und eine Ausweitung unseres Angebots. https://maeshbag.company.site/. Zudem gibt es bereits Verhandlungen mit der Immobilien-Besitzerin Aurelis für weitere Quartiersprojekte.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
bildschirmfoto_2021-05-26_um_19.56.17.png
(153.2 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
perfect osternburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marcel Pouplier
| Funktion | Projektentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Mit dem Impuls:“ Was ist Dein `perfect osternburg ?` entwickeln junge Bewohner*innnen des
Stadtteils zusammen mit Akteuren aus Stadtteilinitiativen und einem Bürgerverein ihre Ansichten, Prototypen und Modelle einer lebenswerten und nachhaltigen
Stadtteilgestalt. Unterstützt von Medienfachleuten, Künstler*innen nutzen sie digitale Medien
und Produktionsmittel, um diese Vorstellungen greifbar und umsetzbar zu machen. Mit Hilfe
des „Stadtteilutopisten“ präsentieren sie ihre Visionen in der Öffentlichkeit des Stadtteils und
der gesamten Stadt. Dabei werden die künstlerischen Impulse der jährlich wechselnden
Stadtutopisten mit den konkreten Gestaltungsideen der jungen Menschen und Stadtteilakteure verbunden, in dem z.B. ein bebilderter Stadtteilführer einer Künstlerin die Visionen und Prototypen aus den
Werkstätten als real erwanderbare Stadtteilumgebung präsentiert.Ein Netzwerk von Schulen
und Sozialeinrichtungen, der „Rote Faden“, sowie die Kooperation mit Zusammenschlüssen
und Fachverbänden aus dem Naturschutz und der Medientechnik unterstützt die jungen
Menschen und die Akteure aus den Stadtteilinitiativen und dem Bürgerverein bei der Antragstellung und Realisierung der entwickelten Projekte und schafft eine organisatorische Basis durch eine temporäre/kontinuierliche Stadtteilwerkstatt. Mit dieser Projektstruktur entfalten die jungen und älteren Stadtteilbewohner eine große Gestaltungsmacht und Selbstwirksamkeit.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
# Osternburg ist ein Stadtteil der niedersächsischen Großstadt Oldenburg und hat etwa
12.000 Einwohner. Der Stadtteil zeigt ein Spannungsfeld zwischen einsetzender
Gentrifizierung, Menschen in unterschiedlichen sozialen Notlagen, Geflüchteten und weist
einen hohen Migrationsanteil auf. Bildungsmüdigkeit, Perspektivlosigkeit, Erfahrungen
des Scheiterns und der sozialen Ohnmacht, Respektlosigkeit zwischen den Geschlechtern und
im Verhalten in Sozial- und Bildungseinrichtungen prägen das soziale Klima.
# Die Werkstätten schaffen Impuls und Raum für die aktive Gestaltung des unmittelbaren
Lebensumfeldes. Die Erfahrung mit solchen Projekten zeigen, dass eigenes aktives
Einmischen in die ästhetische und soziale Gestaltung des eigenen Lebensraums
(Klassenraum, Schule, Quartier) nicht im Erfahrungs- und Verhaltensschatz verankert ist.
Gleichwohl wird die Chance, wenn sie sich real bietet, sofort ergriffen.
# Trotz alltäglicher Beschäftigung mit digital gestützter Kommunikation und extensiver
Nutzung von externen Speicherplattformen ist eine Sicherheit im Umgang mit digitalen
Medien und komplexer Software in der Regel nicht vorhanden. Mehr als 80% der
Schüler*innen der Oberschule Osternburg waren nicht in der Lage sich per digitalem
Fragebogen an der Berufsschule anzumelden. Ähnliche Erfahrungen haben die Akteure des Bürgervereins mit digital gestützter Kommunikation in den Lockdown-Zeiten gemacht. Unsere Pilotprojekte zusammen mit Medienkünstler*innen und FabLabs konnten diese Barrieren durch gezielten und angepassten Einsatz von Soft- und Hardware überwinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Osternburg
Beschreibung
Osternburg wird begrenzt durch die Hunte nach Westen und Norden, die Bahnlinie Oldenburg-Bremen, den
Herrenweg und den Heyengraben nach Osten und die Autobahn Oldenburg-Bremen nach Süden.
Einwohnerzahl
12000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
perfect_osternburg1.jpg
(172.59 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt schafft für junge und engagierte ältere Osternburger eine neue Sichtweise auf den eigenen Stadtteil
und auch auf die eigenen Kompetenzen zur Änderung der Stadtteilgestalt nach den eigenen
Bedürfnissen und Perspektiven. Damit entsteht idealerweise eine Identifikation mit dem
Stadtteil und der unmittelbaren Lebensumwelt sowie eine Erfahrung von Selbstwirksamkeit. In der Projektumsetzung ergänzen sich die Möglichkeiten der jungen Akteure über die Infrastruktur der Bildungseinrichtungen mit den Zugängen der Aktiven aus dem Bürgerverein zu Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gestaltungsvorschläge aus den Werkstätten können realisiert werden.
Kriterium
Beschreibung
Stadtteilakteure/-Einrichtungen und stadtzentrale Initiativen setzen zusammen die Visionen der jungen und älteren Bewohner in reale Stadtteilgestalt um.
Kriterium
Beschreibung
Die Kompetenzen von Schulen und Stadtteilinitiativen unterstützen sich gegenseitig bei der Visionierung und Realisierung von Gestaltungsvorschlägen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Osternburg - Verein der Stadtteilaktiven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Mainframe"- FabLab Oldenburg - Zusamenschluss der Medienspezialisten und Infrastruktur Medientechnik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Roter Faden" - Zusammenschluss der Schulen in Osternburg zur Verbesserung des Bildungsklimas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
dimeb- Institut für den Einsatz digitaler Medien in der Bildung der Universität Bremen (Studiengang Informatik)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raiffeisenbank Oldenburg - Unterstützung von Schülergenossenschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Team Wendehafen und Universität Oldenburg zur Vermeidung von Schulverweigerung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projekt "abgedreht" - umweltbewusstes und Ressourcen schonendes Verhalten anregen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU Oldenburg - Naturschutzbund für nachhaltiges Leben und Wirtschaften
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Osternburg und dem Zusammenschluss der Schulen im Stadtteil "Roter Faden" planen wir die Einrichtung einer permanenten Stadtteilwerkstatt zur Entwicklung und Realisierung von Veränderungen der baulichen Gestalt und des sozialen und kulturellen Klimas im Stadtteil.
Eine Ausweitung der Finanzierung hängt von umsetzbaren Entwicklungsvorhaben und
Formaten ab.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On