Eingliederung einer Langzeitarbeitslosen in das Erwerbsleben.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joachim Taplan
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wiedereingliederung einer Langzeitarbeitslosen in das Berufsleben Unterstützung von Hilfeempfängern und ehrenamtlichen Helfern. Sozialer Bereich.
Projektbeschreibung
Unser Verein unterstützt Generationen übergreifend Hilfebedürftige im täglichen Leben. Die Unterstützung erfolgt durch ehrenamtliche Helfer. Durch die größe des Vereins und der zunehmenden Anzahl der Hilfebedürftigen ist geplant eine 30 Stunden Kraft einzustellen. Diese Kraft wäre Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen und die Hilfesuchenden. Bisher ist diese Unterstützung nur stundenweise möglich. Idee ist eine Langzeitarbeitslose dafür befristet einzustellen. Diese hat in den letzten Jahren regelmäßig berufliche Maßnahmen durch die Argentur für Arbeit durchgeführt. Eine Anstellung hat sich daraus aber nicht ergeben. Aus Sicht des Vereins wäre sie eine sehr gute Ansprechpartnerin für die Mitglieder da eine große Sozialkompetenz vorliegt. Da der Verein nicht die finanziellen Mittel hat für eine festangestellte Mitarbeiterin versuchen wir das über die Förderung zu erreichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Einwohnerzahl
13000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
gemeindeplan_lengede.pdf
(2.22 MB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Guter Nachbar, machbar: Ein Dorf, ein Haus, ein Miteinander
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eva-Maria Junker-Schlarmann
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Füreinander mitgestalten-miteinander neu entfalten
Projektbeschreibung
Unser Projekt "Guter Nachbar-machbar" möchte das gemeinschaftliche Leben in Holdorf akiv stärken und vor allem dauerhaft in das Dorleben implementieren. Im Zentrum steht seit Juni 2025 das Bürgerhaus, eine translozierte Hofstelle, die mit vereinter Kraft von Kommune, Holdorfer Vereinen und Ehrenamtlichen Stein für Stein abgetragen und dann in zentraler Lage von Holdorf wiedererrichtet wurde. Dieses Gebäude und der umliegende Bürgerpark mit seinem inklusiven Spielplatz, den schönen Wegen und zahlreichen Sitzmöglichkeiten, sind ein wichtiger Ort, an dem Nachbarschaft und Gemeinschaft gefördert werden soll. Im Rahmen der bisherigen Projektzeit konnten bereits wichtige Grundlagen für Begegnung und gemeinschaftliches Engagement geschaffen werden. Verschiedene Veranstaltungen und Formate haben neue Kontakte entstehen lassen und gezeigt, wie wertvoll niedrigschwellige Begegnungsangebote für den sozialen Zusammenhalt sind. Eine aktivierende Befragung, in verschiedenen Sprachen zeigte, dass genau dies auch dem Wunsch von vielen Menschen entspricht. Ein Ort für Begegnungen, die so im Alltag niemals Raum finden würden. Menschen sollen gesehen werden, als Experten ihres Umfeldes und sichtbar gemacht werden. Es gibt viele Fähigkeiten, Ideen und Engagement im Dorf!!! (Ressourcen nutzen) Besonders das ehrenamtliche Engagement muss gestärkt und untertützt werden. Aufsuchende Begegnungen in den Ortsteilen/Siedlungen der Gemeinde, um in Kontakt zu kommen (Spielplatztreff, Pop up Café). Gemeinsam gestalten, selber aktiv werden und sich so mit der Heimat verbinden. In dem Zusammenhang soll die Sichtbarkeit des Bürgerhauses und vor allem der Menschen erhöht werden, um es als Ort der Begegnung weiter zu etablieren. Durch niedrigschwellige Begegnungsangebote (Offenes Café, Handytreff, Vorträge Medienkompetenz, Ehrenamtsbörse) entstehen neue Kontakte zwischen BewohnerInnen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Lebenssituationen. Diese fördern gegenseitiges Verständnis, bauen Vorurteile ab und stärken das Gefühl der Zugehörigkeit bei uns in Holdorf. Ziel unseres Projekts ist deshalb auch, der weitere Aufbau und die Pflege eines strukturierten und koordinierten Netzwerks im Ort. Vorhandene Ressourcen sollen weiter gebündelt werden, Kooperationen gestärkt, um gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen. Wir wollen weiter unsere Stärken ausbauen, die wir als kleiner Ort mitbringen: Kurze Wege, persönliche Kontakte und enge Zusammenarbeit mit der Politik.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Mit der Eröffnung des Bürgerhauses wurde 2025 ein Ort geschaffen, an dem sich Menschen begegnen und gemeinsam aktiv gestalten können. Eine ebenfalls zu diesem Zeitpunkt erfolgte aktivierende Befragung, an der 600 Einwohner teilnahmen, zeigte, dass sich knapp 50% der Befragten mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt wünschen, explizit genannt wurden generationsübergreifende Begegnungen im Ortskern. Hinzu kommt, dass ehrenamtliches Engagement zwar vorhanden ist, Koordination und gemeinsamen Strukturen aber noch weiter ausgebaut werden müssen. Konkret gibt es folgende Entwicklungsfelder: Teilhabe- und Unterstützungsbedarfe sowie Entwicklungspotenziale von Geflüchteten fördern; Isolation abbauen und durch niedrigschwellige, partizipative Angebote die aktive Einbindung von Menschen unterstützen, besonders bei jungen Menschen und SeniorInnen. Hier heißt es Zugang zu den Menschen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft finden, sie aufsuchen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Durch den Projektprozess wurden Vereine, Initiativen und engagierte BürgerInnen bereits besser vernetzt und der Austausch intensiviert. Das Format "Begegnungen am Frühstückstisch" trägt maßgeblich dazu bei, dass z.B. eine Krabbelgruppe und ein offener Gesprächstreff etabliert werden konnten. Mit unserem Projekt „Holdorf – ein Haus, ein Dorf, ein Miteinander“ wollen wir die Menschen in ihrem Umfeld aufsuchen, Vertrauen aufbauen und BewohnerInnen aktiveren sich zu beteiligen. Außerdem soll das Bürgerhaus als zentraler Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft weiterentwickelt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Holdorf
Beschreibung
Holdorf ist eine ländliche Einheitsgemeinde im südlichen Landkreis Vechta. Sie besteht aus 10 Ortsteilen, wobei Holdorf den Kernort bildet. Weitere "enger" besiedelte Ortsteile sind Langenberg und Fladderlohausen. Die Fläche beträgt 5486 Hektar. Wir befinden uns in der Region Oldenburger Münsterland. Die Kreisstadt Vechta liegt 25 Kilometer entfernt.
Einwohnerzahl
7643
Quelle / Anmerkungen
Standesamt Holdorf 12.03.2026
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet entspricht Gesamtstadt. Quelle ist das Einwohnermeldeamt. Es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet entspricht Gesamtstadt. Quelle ist das Einwohnermeldeamt. Es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet entspricht Gesamtstadt. Quelle ist das Einwohnermeldeamt. Es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_lk_vechta.jpg
(80.32 KB)
karte_holdorf.jpg
(86.41 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten allen in Holdorf lebenden Menschen die Möglichkeit geben, sich in die Entwicklung ihrer Nachbarschaft einzubringen und sichtbar zu werden. Unter Berücksichtigung der individuellen Ressourcen und Fähigkeiten eines Einzelnen, sollen die Bewohner ihre Umwelt aktiv mitgestalten. Jeder ist Experte in seinem Bereich! Hierbei ist auch an niedrigschwellige Möglichkeiten der Meinungsäußerung zu denken. Das langfristige Ziel ist dabei die eigenständige Gestaltung des Umfeldes, den Zusammenhalt zu stärken und langfristig tragfähige Strukturen für Engagement und Mitgestaltung im Gemeinwesen aufzubauen. Unerlässlich sind dabei auch Kooperationen zwischen Organisationen, Initiativen und BewohnerInnen. Sie führen dazu, dass die Gemeinschaft langfristig stabilisiert wird. Mit dem Aufbau lokaler Kooperationen und dauerhafter Beteiligungsformate werden außerdem Strukturen geschaffen, die über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben. Die Kommune als zentraler Akteur soll die entwickelten Strukturen dauerhaft unterstützen und perspektivisch auch zur finanziellen Absicherung übernehmen. Eine starke Gemeinde entsteht dort, wo Menschen gemeinsam!!! handeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Nutzen für die Beteiligten wird sichtbar und aktive Beteiligung, Zufriedenheit, Selbstwirksamkeit und nachhaltige Vernetzung der Menschen findet statt. Lebenssituation werden erkannt und sichtbar gemacht.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedürfnisse, Wünsche und Perspektiven der BewohnerInnen werden aktiv berücksichtigt und umgesetzt. Sie sind Experten in ihrem Umfeld. Drei Begegnungsformate sind dauerhaft etabliert. Die Menschen kommen generationsübergreifend zusammen.
Beschreibung
Verschiedene Akteure arbeiten dauerhaft zusammen, stimmen sich regelmäßig ab und setzen gemeinsam konkrete Maßnahmen um. Es geht also nicht nur um einmalige Kontakte, sondern um nachhaltige, funktionierende Strukturen.
Kriterium
Beschreibung
Klar messbare Veränderungen im Miteinander und in der Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sind zu sehen und eine Nachhaltigkeit stellt sich ein. Beteiligung an Projekten konstant hoch. Zwei nachbarschaftliche Aktionen pro Jahr.
Beschreibung
Kommunalpolitische AkteurInnen sind in das Projekt eingebunden. Voneinander und miteinander profitieren bei der Umsetzung von Projekten. Bewohner werden als Experte wahrgenommen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Holdorf Familien- und Seniorenbüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein, Schützenvereine, Sportvereine, Verein Zukunft für Jugend, Musikvereine, Wirtschaftsförderverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Holdorf, Grundschule Langenberg, Oberschule Holdorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauengemeinschaft, katholische und evangelische Pfarrgemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Holdorfer Gemeinderat, Abgeordnete Frau Meyer und Herr Eilers (Landtag Hannover)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Om Medien Gruppe, Gemeinde Holdorf, Social Media
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Vechta, Hand und Herz - Freiwilligen Agentur Lohne
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Bürgerhaus wird bereits zu 100% von der Kommune getragen, ebenfalls werden unsere Stellen zu 25 Prozent durch die Gemeinde finanziert. Langfristig ist die Perspektive gegeben, dass die Kommune einen Großteil der Kosten in den Regelhaushalt übernimmt, da ein großer nachgewiesener Nutzen durch das Projket gegeben ist. Weiterhin ist die Bürgerstiftung Holdorf mit einzubeziehen, als regelmäßiger Förderer von Projekten sowie Spendenaktionen und Sponsoring durch Firmen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt verbindet – Inklusion und Teilhabe in Lüchow
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sebastian Leierseder
2. Kurzbeschreibung
Lüchow gehört allen – wir machen es möglich
Projektbeschreibung
Das Projekt „Vielfalt verbindet – Inklusion und Teilhabe in Lüchow" des EinsWeiter e.V. baut auf einer gewachsenen Gemeinwesenarbeit auf und entwickelt sie systematisch weiter. Über drei Jahre werden vorhandene Kräfte im Sozialraum miteinander verbunden, gemeinsam erprobt und schließlich in eigenverantwortliche Strukturen überführt.
Herzstück ist ein niedrigschwelliges Kümmerer-Büro – eine Anlaufstelle mitten im Ort, die Begegnung ermöglicht, Anliegen aufnimmt und Prozesse begleitet. Das senkt Zugangshürden besonders für Menschen mit Diskriminierungs- oder Ausgrenzungserfahrungen. Von hier aus werden Bewohner:innen aller sozialen Gruppen angesprochen, besonders jene, die durch klassische Beteiligungsformate nicht erreicht werden.
Ein zentrales Anliegen ist das Thema solidarisches Altern: Ältere Menschen – darunter viele mit Wurzeln in sozialen Bewegungen – und Jüngere werden in einen echten Austausch gebracht. Gegenseitige Unterstützung im Alltag wächst nicht aus Fürsorge von oben, sondern aus Begegnung auf Augenhöhe. Daraus entsteht schrittweise eine selbstorganisierte Nachbarschaftshilfe, die ohne projektliche Begleitung trägt.
Parallel wird ein Netzwerk lokal Engagierter aufgebaut und gefestigt, das Inklusion als gemeinsame Haltung begreift und sich gegenseitig unterstützt und berät. Neue, informelle Formate ersetzen dabei etablierte Codes – „machen statt reden" ist das Prinzip. Das Netzwerk wird zunehmend eigenständig und bindet neue Bürger:innen aktiv ein.
Im Themenfeld Barrierefreiheit und Antidiskriminierung werden Barrieren zunächst gemeinsam mit Betroffenen sichtbar gemacht – im öffentlichen Raum ebenso wie in der Arbeitswelt. In einem zweiten Schritt wird der Dialog mit Kommune und Betrieben gesucht, um konkrete Veränderungen anzustoßen. Am Ende des Projektzeitraums vertreten Betroffene ihre Interessen selbst in lokalen Gremien.
Die drei Handlungsfelder – Care, Engagement und Barriereabbau – werden dabei nicht parallel nebeneinander bearbeitet, sondern als zusammenhängendes Ganzes begriffen und unterstützen sich zunehmend wechselseitig: Ein inklusiveres Lüchow entsteht, wenn Menschen füreinander eintreten, Strukturen sich öffnen und Teilhabe zur gelebten Selbstverständlichkeit wird.
Laufzeit
2027-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Lüchow ist eine Kleinstadt im Wendland und fungiert als Mittelzentrum im ländlichen Raum (Einkaufen, Schulen). Daher ist Lüchow stark verkehrsbelastet. Obwohl in der Samtgemeinde der Großteil der Menschen mit Migrationserfahrung, Menschen an der Armutsgrenze und Menschen in Altenwohneinrichtungen in Lüchow lebt, gibt es kaum dritte Orte und Begegnung.
Kulturelle und soziale Angebote entstanden historisch vor allem dezentral in den umliegenden Dörfern – getragen von einer Generation, die einst wegen des Widerstands gegen das Atomendlager ins Wendland zog. Für Menschen mit Behinderung, Neuzugewanderte und Menschen an der Armutsgrenze sind diese Angebote jedoch kaum erreichbar. Gleichzeitig sind viele der Menschen, die Jahrzehnte in sozialen Bewegungen aktiv waren, mittlerweile im Rentenalter und auf der Suche nach Möglichkeiten solidarischen Alterns.
Vor diesem Hintergrund wurden drei zentrale Herausforderungen für Lüchow identifiziert: Erstens eine ausgeprägte Überalterung, die zielgruppengerechte Care-Konzepte erfordert. Zweitens eine geringe bürgerschaftliche Beteiligung und nachbarschaftliche Vernetzung weniger privilegierter sozialer Gruppen. Drittens Barrieren für Menschen mit Behinderung oder Diskriminierungserfahrung (physisch z.B. Bücherei, strukturell z.B. Verwaltungssprache).
In der Quartiersarbeit ist EinsWeiter vor Ort konsequent partizipativ aktiv. Ein Büro ist als niedrigschwellige Anlaufstelle seit 2023 etabliert. EinsWeiter baut auf dieser lokalen Verankerung, breiter ehrenamtlicher Unterstützung und gewachsenem Netzwerkvertrauen auf – mit dem Ziel, gleichberechtigte Teilhabe und gelebte Inklusion für alle Bewohner:innen in Lüchow zu ermöglichen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtgebiet Kernstadt Lüchow
Beschreibung
Innerhalb der Samtgemeinde Lüchow wird die Stadt Lüchow aus der Kernstadt und mehreren Dörfern gebildet. Das Projektgebiet der Kernstadt erstreckt sich in einem Radius von ca 1km um das historische Stadtzentrum.
Das Projektgebiet schließt Wohngebiete, innerstädtisches Gewerbe und ein Industriegebiet sowie alle vier Altenheime in der SG, Verwaltungssitze und Schulen ein.
Die Wohnbebauung ist, neben historischen Fachwerkhäusern im Zentrum, durch Einfamilienhäusern aus den 1970er und 1980er Jahren und durch 3 geschossige Wohnblocks gekennzeichnet. Während in den umliegenden Dörfern große Einfamilienhäuser und denkmalgeschützte Höfe in Privatbestitz dominieren, findet sich in Lüchow fast der gesamte Bestand an vermieteten Kleinwohnungen in der Samtgemeinde. Aus diesem Grund wohnt der Großteil der Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen an der Armutsgrenze in der Kernstadt Lüchow.
Fast alle Straßen im historischen Stadtzentrum sind für Autos freigegeben und stark verkehrsbelastet. Auf beiden Seiten der Hauptstraße sind zudem Parkplätze, so dass autofreie Mobilität nicht barrierearm möglich ist. Es gibt keinen Bahnanschluss, der ÖPNV ist schwach und es gibt keine größeren umliegende Orte.
Die Fläche beträgt 9.354.677m².
Einwohnerzahl
6193
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Lüchow
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
* Projektgebiet: eigene Schätzung, keine Daten vorhanden
* Samtgemeinde Lüchow Merkmal: Landesamt für Statistik Niedersachsen Stand: 12/23
* Landkreis Lüchow-Dannenberg: Landesamt für Statistik Niedersachsen Stand: 12/23
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
* Projektgebiet: Einwohnermeldeamts Samtgemeinde Lüchow, Stand: 03/2026
* Samtgemeinde Lüchow: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 12/2023
* Landkreis Lüchow-Dannenberg: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 12/2023
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
* Projektgebiet: Eigene Schätzung, keine Daten vorhanden
* Samtgemeinde Lüchow Bezug: 10% Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen Stand: 12/2023
* Landkreis Lüchow-Dannenberg: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 12/2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ursprung der Arbeit von EinsWeiter liegt in einem Vorhaben, das sich nicht umsetzen ließ, aber gerade dadurch lehrreich ist: Der Bau eines sozial-ökologischen Zentrums ließ sich nicht realisieren. Verantwortlich dafür war neben den Baukosten das Ausbleiben einer kritischen Masse an verbindlich engagierten anderen Akteuren. Die Konsequenz war keine Niederlage, sondern eine programmatische Weichenstellung – weg vom festen Ort, hin zur Arbeit in den lebendigen Netzwerken des Quartiers selbst.
GWA wird hier bewusst von klassischer Sozialarbeit unterschieden: Nicht Problembearbeitung am Rand der Gesellschaft, sondern Verankerung von Teilhabe in ihrer Mitte. Das setzt voraus, dass Bedarfe nicht vorab definiert, sondern im Dialog mit den Menschen entwickelt werden – prozessoffen, widerspruchsfähig, anpassungsbereit. Partizipation ist dabei kein Instrument, sondern Grundbedingung.
Die drei Handlungsfelder – solidarisches Altern, Engagement-Aktivierung und Barriereabbau – sind praktisch verschränkt: Sie adressieren verschiedene Ebenen des Gemeinwesens (individuell, kollektiv, strukturell) und verstärken sich gegenseitig. Das Kümmerer-Büro wirkt als Ort der Verbindung, der Zugänge schafft, ohne zu vereinnahmen.
Der Anspruch: Strukturen, die über das Projekt hinaus tragen – weil sie nicht für, sondern mit den Menschen entstanden sind.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
offener Prozess wird durch Bedarfe und Interessen von Betroffenen maßgeblich gelenkt und gestaltet. Methode: Rückmeldungen zur Selbstwirksamkeit in moderierten Kleingruppen einholen.
Kriterium
Beschreibung
Engagierte organisieren sich im Netzwerk weitestgehend selbst und übernehmen dauerhafte Verantwortung. "Aktivierung zum Aktiv sein" ist auf Gruppen und Nachbarschaft übergegangen. Methode teilnehmende Beobachtung.
Kriterium
Beschreibung
Inklusion und Teilhabe wird als Querschnittsthema von allen Beteiligten mitgedacht. Gruppen im Projekt sind vielfältig zusammengesetzt (generationenübergreifend, Privilegierte und von Diskriminierung betroffenene, (soziale) Herkunft)
Beschreibung
Kommunale Akteure kennen eigene Stärken und Schwächen und binden aktiv andere Akteure ein, um sich zu ergänzen. Ungewöhnliche Allianzen entstehen rund um konkrete gemeinsame Ziele.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In den vergangenen Jahren wurden mit Förderung von Stiftungen (2x 50% Stelle für QE) tragfähige Strukturen, Erfahrungswissen und lokale Netzwerke aufgebaut. Der ursprünglich angestrebte Bau eines sozial-ökologischen Zentrums wurde angesichts der herausfordernden Umsetzung bewusst zugunsten einer Quartiers- und Gemeinwesenarbeit in bestehenden Netzwerken und Räumen zurückgestellt.
Mit dem Büro besteht eine offene Anlaufstelle mit einem wachsenden Angebot: Spieletreffs mit Frauen und Kindern aus der Geflüchtetenunterkunft, ein Lernraum für Deutsche Gebärdensprache, inklusive BNE-Veranstaltungen, inklusive Disko sowie ein Projekt zur gemeinschaftsbasierten Stromversorgung. Ergänzt wird dies durch eine gemeinsam genutzte Infrastruktur (Eventbus, E-Riksha). EinsWeiter ist darüber hinaus in kommunalen Gremien verankert, etwa in der Steuerungsgruppe „Resiliente Innenstadt" zum Lüchower Verkehrskonzept.
Als Knotenpunkt vernetzt das Projekt lokale Beratungsstellen (u. a. migra, Frauenberatung), Institutionen (Gleichstellungsbeauftragte, Runder Tisch inklusive Arbeitsplätze), engagierte Bürger*innen sowie öffentliche Räume wie den QBus und das MGH Allerlüd. Als anerkannte Anlaufstelle für Menschen mit Be_hinderung und/oder Pflegebedarf trägt EinsWeiter – unter anderem über das Netzwerk „Perspektive" – Betroffenenbelange in politische Gremien. Bildungsarbeit und kreative Auseinandersetzung zu Themen wie Teilhabe, Diskriminierung und Altern im ländlichen Raum runden die Arbeit ab.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Behindertenbeirat, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inklusionsnetzwerk, Lüneburg – Neue Wege ins Berufsleben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migra Beratungsstelle, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte, Samtgemeinde Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anti-Diskriminierungsnetzwerk Wendland, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elternforum (Mobile Familienbildung Lüchow-Dannenberg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wendland im Wandel, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der Paritätische Selbsthilfekontaktstelle, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FASD-Beratung/Netzwerk, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EUTB-Teilhabeberatung, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Agentur Wendland leben, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kurve e.V., Wustrow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stabsstelle Regionalentwicklung Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wendlandschule (Förderschule Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung), Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendring, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Terra est vita (Ambulanter Dienst), Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugend-Zirkus Pepinillo, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenberatungsstelle, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpfleger, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialberatung für Hörgeschädigte, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisvolkshochschule Uelzen/ Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Behindertenbeauftragte, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grips Reha + Arbeit, Lüchow
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Perspektive, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kollektive Care Netzwerk, Landkreis Lüchow-Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zukunft X, Lüchow
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unsere GWA baut auf gewachsener QE auf und verfolgt eine Verstetigung über die Projektlaufzeit hinaus. Daher wird im Rahmen des Projekts ausgelotet, welche Finanzierungen, z.B. Städtebauförderung, über Pflegekassen, Eingliederungshilfe der Kommune (SGB IX) nutzbar sind. Die schrittweise Übergabe an ehrenamtliche Strukturen reduziert die Personalkosten. Bereits jetzt wird Eins Weiter durch die Kommune unterstützt (Überlassung Baugrundstück). Ziel ist Ausbau. Austausch mit bestpractice Beispielen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lüneburg steht zusammen!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Yildiz Deniz
| Funktion | Koordinierungstselle Teilhabe, Antidiskriminierung und Extremismusprävention |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander macht den Unterschied
Projektbeschreibung
Eine an Diversität, Demokratiebildung, Teilhabe und Antidiskriminierungsarbeit ausgerichtete Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit in unmittelbarerer Nähe zu de vielfältigen Lebensrealitäten der Bürger:innen soll gestärkt und miteinander verknüpft werden. Innovativ ist hierbei die interdisziplinäre Verbindung und Zusammenarbeit der Arbeitsfelder "Sadtteilmanagement- und Gemeinwesenarbeit" mit der "Koordinierungsstelle Teilhabe, Antidis-
kriminierung und Extremismusprävention" aus dem Gleichstellungsbüro, die Demokratieförderung und Stärkung von Vielfalt mit einer Querschnittsperspektive einbringt. An bestehende Fachkonzepte wie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK (2025), den Aktionsplan "Teilhabe und Antidiskriminierung" (2023), das
Fachkonzept "Ankommen und Teilhaben" (2020) soll dabei angeknüpft und diese gemeinsam weiterentwickelt werden. Grundlage für zukünftiges Handeln wird eine Sozialraumanalyse sein als empirisch gestütztes Instrumentarium der Sozialplanung. Die daraus abgeleiteten Handlungsbedarfe sollen im Rahmen von "Lüneburg" steht zusammen!" gezielt aufgegriffen und umgesetzt werden. Mithilfe des Förderprogramms "Gute Nachbarschaft" kann damit eine fortschrittliche Gemeinwesenarbeit in der Hansestadt Lüneburg aktiv vorangetrieben werden, die dazu beiträgt, Lebensfreude zu wecken und ein diskriminierungsfreies, demokratisches und solidarisches Miteinander zu fördern. Ebenso soll ein übergreifendes Praxisnetzwerk aufgebaut werden; dieses soll genutzt werden übergeordneter und interdisziplinäre Vernetzungs- und Kommunikationsstrukturen zwischen den Stadtteilen zu etablieren, um die Menschen vor Ort zu aktivieren, fördern und zu gegenseitiger Verantwortungsübernahme motivieren. Eine begleitende enge Kooperation zwischen verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltungen (u.a. Sozial-, Jugendhilfe und Altenhilfeplanung) werden eingebunden. Das Dezernat V Bildung, Jugend und Soziales, insbesondere der Fachbereich Soziales und Integration wird gemeinsam in enger Abstimmung mit dem Gleichstellungsbüro das Projekt durchführen. Somit kann ein zielgenaues, direktes, niedrigschwelliges und flexibles Reagieren auf die Bedarfe der Bürger:innen in Abstimmung mit den Fachexpert:innen erfolgen. Die erfolgreiche Zielgruppenansprache bezieht sich dabei auf die aktive Einbindung von Menschen mit sozialen Herausforderungen, Migrationsbiographien, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters und Lebensentwürfen oder auch demokratieskeptischen Einstellungen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Lüneburg gilt mit ca. 80.000 Einwohner:innen als Mittelstadt und liegt im Nordosten von Niedersachsen. Der Abbau von Salz hat bereits im Mittelalter zu Wohlstand und einem aufstrebenden Bürgertum geführt. Mit ihrer über eintausend jährigen Geschichte weist sie einen besonderen Charakter auf, der sich auch im mittelalterlichen Stadtbild mit Denkmälern, repräsentativen Bauten, Marktplatz und engen Gassen widerspiegelt. Gleichzeitig ist Lüneburg mit der Leuphana-Universität auch ein Ort von Studierenden und damit besonders lebendig. Dieses Zusammentreffen von historischer Architektur, Geschichtsbewusstsein und Moderne machen unter anderem die Attraktivität der Hansestadt aus. Gleichwohl bestehen signifikante Herausforderungen durch politische, ökonomische und soziale Problemlagen. Das Projekt soll insbesondere drei Stadtgebiete fördern, die von diesen Schwierigkeiten in besonderem Maße betroffen sind. Die Projektgebiete weisen heterogene Strukturen auf und wurden vor diesem Hintergrund bewusst ausgewählt. Es handelt sich um die Stadtteile Goseburg/Zeltberg, Weststadt/Mittelfeld und Häcklingen/Rettmer. Die Projektgebiete sind gekennzeichnet durch das Auseinanderdriften verschiedener sozialer Gruppierungen, den demografischen Wandel, Einsamkeit und schwierige Integrationsverhältnisse von Menschen mit Fluch- und Migrationsgeschichte. Mit den beantragten Fördermitteln soll der soziale Zusammenhalt in den beschriebenen Stadtgebieten gestärkt sowie die interdisziplinären Kooperationsstrukturen zwischen den Arbeitsfeldern "Stadtteilmanagement und Gemeinwesenarbeit" und "Demokratiebildung, Teilhabe und Antidiskriminierung" etabliert werden.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die geplanten Vorhaben basieren auf dem Fachkonzept „Stadtteil- und Quartiersmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“, das in Kooperation mit freien und konfessionellen Trägern entwickelt wurde und sich an den Handlungsfeldern der LAG Niedersachsen orientiert. Ziel ist es, die Lebensbedingungen im Quartier zu verbessern und das soziale Miteinander zu fördern. Grundlage sind vielfältige Ansätze der aktivierenden Gemeinwesenarbeit, die sich aus abgestimmten Einzelmaßnahmen ableiten. Im Rahmen von „Lüneburg steht Zusammen! “ wird die Gemeinwesenarbeit gezielt weiterentwickelt und die Ansprechbarkeit der Verwaltung im Quartier optimiert. Die Referentin für Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt koordiniert das Projekt mit den Stadtteilmanager:innen in den drei Projektgebieten und etabliert mit diesen räumlich übergeordnete Strukturen. Vor Ort werden Beteiligungsprozesse initiiert, begleitet und unterstützt, sodass Bewohner:innen ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können. Auf Basis lokaler Potenziale entstehen niedrigschwellige, bedarfsgerechte Formate, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und Zugangsbarrieren abbauen. Stigmatisierende Muster werden aufgegriffen und durch passgenaue Angebote, etwa digitale Unterstützung für ältere Menschen, gezielt überwunden. Mentale und physische Trennungslinien werden adressiert, Rückzugstendenzen verringert und Begegnungen ermöglicht. So werden Vorbehalte abgebaut und der soziale Zusammenhalt gestärkt.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Lüneburg verfolgt mit dem Konzept der Stadtteilhäuser im gesamten Stadtgebiet eine dezentrale Struktur, um mit ihren Angeboten alle Zielgruppen vom Kleinkind bis zu Senior:innen zu erreichen. Aktuell gibt es acht solcher Anlaufstellen. In jenen Stadtteilen, wo kein Stadtteilhaus existiert, gibt es Büros bzw. Quartiersläden. Als Begegnungsorte im Quartier bilden sie ein bedeutendes soziales Netzwerk innerhalb der Stadt. Die Lebenswelten unterschiedlicher Gruppen werden bedarfsorientiert in den Blick genommen und mit den Stadtteilhäusern als solche ist eine Sichtbarkeit und eine Ansprechbarkeit der Verwaltung gewährleistet. Es gibt regelmäßige Sprechstunden, die häufig von der Bewohnerschaft in Anspruch genommen werden. Diese Stadtteilhäuser werden von vielen Institutionen genutzt. Dazu gehören beispielsweise freie Träger, Kirchengemeinden oder aber auch Vereine und Verbände. Das Sozialdezernat hat mit dem "Fachkonzept Stadtteil- und Quartiersmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft" eine fundierte Analyse vorgelegt, die eine detaillierte Übersicht zu den Bedarfen der Bewohnenden, Versorgungslücken, Ressourcen im im Stadtteil und Umsetzungsmaßnahmen liefert.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt Lüneburg hat die strategische Bedeutung von Stadtteilarbeit erkannt, um quartiersbezogen auf soziale Bedarfe zu reagieren. Das Fachkonzept „Stadtteil- und Quartiersmanagement / Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ wird seit 2022 auf Grundlage eines Ratsbeschlusses von 2021 umgesetzt. Eine Sozialraumanalyse wird vorbereitet und ein Strategiepapier liegt vor; ein weiterer Ratsbeschluss zur Verstetigung, strukturellen Verankerung und langfristigen Finanzierung ist vorgesehen.