1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexander Hoppe
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stadt ist wenn man mitmacht!
Projektbeschreibung
In den letzten 10 Monaten hat sich in der Innenstadt von Königslutter am Elm die „MachBar“ etabliert. In einem Leerstand ist ein offener Treffpunkt entstanden, aus dem heraus engagierte Bürger*innen eigene Ideen für die Innenstadt realisieren. Deren labiler Gesamtzustand bietet vielfältig Anlass für Begegnung und Austausch. „Stadt ist wenn man mitmacht“ wurde das Motto des gemeinsamen Engagements. Bürger*innen übernahmen Verantwortung und ein Netzwerk hat sich gebildet. Die anfängliche Skepsis der Bewohnerschaft gegen die Form des „einfach Machens“ wich mit der Zeit einem Wunsch des Mitmachens: Miteinander Sprechen ist Voraussetzung, um miteinander Dinge zu machen. Eine Gemeinwesenarbeit von unten hat sich aus der MachBar heraus etabliert, weil der Wunsch besteht etwas zu verändern an einer Situation, die viele stört. Es gibt keine Vorgaben, MachBar ist offen. Allerdings werden die Zusammenkünfte extern moderiert um Neutralität abzusichern. Der vielversprechende Ansatz soll fortgesetzt und dauerhaft etabliert werden.
Bislang organisiert sich das Engagement als eine Initiative. Gemeinsames Ziel von Politik und Verwaltung vor Ort sowie den in der „MachBar“ eingebundenen Bürger*innen in den kommenden Jahren ist es, weitere Mitstreiter*innen zu finden, den Ansatz zu qualifizieren, zu stabilisieren und die entstehenden Erfahrungen zu teilen. Neue, niedrigschwellige Projekte sollen mit anderen Akteuren entwickelt werden und die Zusammenarbeit soll die Basis für Gemeinwesenarbeit in Königslutter und seinen Ortschaften verbreitern und verstetigen und neue "Mitmachen" einbinden.
Die Idee einer gemeinsamen „Stadt von unten“ bezieht sich weiterhin auf den klar umrissenen Bereich der Innenstadt, denn hier existiert ein sozialer Raum, der im allgemeinen Bewusstsein verankert ist und der eine Identifikationsmöglichkeit für Alle bietet. Die Menschen wollen und können zusammenarbeiten, wenn es um diesen Teil der Stadt geht. Hier gibt es gemeinsame Erfahrungen aus gemeinsamen Erinnerungen, entstehen gemeinsam Ergebnisse und Erfolge, tauchen neue Gesichter auf: Projekte werden entwickelt, die Menschen bekommen Vertrauen zu ihrer Leistungsfähigkeit wenn sie umsetzen und sie können dann weitere Projekte angehen. Die Erfahrung wächst. Die neuen Fähigkeiten sollen auch andere Akteure in der Stadt nutzen können. Eine Bündelung der Kräfte soll dazu beitragen, die Gemeinwesenarbeit auf viele Schultern zu verteilen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Idee einer „Stadt von unten“, die von Bürger*innen für Bürger*innen gestaltet wird, entsteht langsam aber ist bis jetzt nicht voll ausformuliert. Ein gemeinsam durch Bürgerschaft im Leerstand der Fußgängerzone eingerichteter, niedrigschwelliger Treffpunkt für alle wurde realisiert und nennt sich „MachBar“. „Wir machen das, was wir machen müssen“ ist hier ein Motto, das weniger auf die dringende Notwendigkeit verweist, etwas für die Innenstadt zu unternehmen, als vielmehr auf eine möglichst pragmatische Form der Umsetzung von gemeinsamen Projekten mit- und füreinander vor dem Hintergrund der fehlenden Budgets. In diesem Prozess engagieren sich bereits bis zu 30 Bürgern intensiv. Sie lernten sich kennen, setzten um und sie gewannen Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Der Prozess wurde von einer externen Moderation begleitet. Deren Präsenz vor Ort ist allerdings zeitlich limitiert. „MachBar“ muss ab 2023 auf eigenen Füßen stehen. Wir erkennen, dass es an der Zeit ist, die Initiative zu stabilisieren, ihr einen organisatorischen Rahmen zu geben, um Gemeinwesenarbeit in Königslutter am Elm zu erhalten und auszubauen.
“Stadt ist wenn man mitmacht!” Das ist mehr als ein Slogan. Der Ansatz hilft in Zeiten, in denen Gemeinschaft zählt. Die Menschen kümmern sich um einen gemeinsamen Ort und setzen sich gemeinsam für einen Ort ein und die Gemeinschaft, die hier zusammenlebt. Diese Initiative riskiert verloren zu gehen, wenn die externe Moderation Anfang 2023 nicht mehr zur Verfügung steht und die aufgebauten Strukturen können kollabieren. Es gilt neue Gruppen einzubinden und eine Zusammenarbeit mit ihnen zu testen, um Gemeinwesenarbeit langfristig zu etablieren.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Königslutter am Elm (mit allen Ortschaften) Innenstadt
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Königslutter am Elm, 19.5.2021
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+demographischer-wandel+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+nachhaltigkeit-sdgs+2014-2016+tabelle; Innenstadtbereich als Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/daten/integration+koenigslutter-am-elm+2012-2019+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Königslutter am Elm hält für die Bewohnenden mit der MachBar einen moderierten, räumlichen und sozialen Identifikations- und Begegnungsraum vor. GWA und Quartiersmanagement im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung setzt dabei an (a) wenn die Stadtgemeinschaft zusammenkommt und (b) wenn sie gemeinsam gestaltet: Stadt ist wenn man mitmacht! Die Anpassung an den Strukturwandel, die Pandemie oder aktuelle Fluchtbewegungen aus der Ukraine sind drängende Anlässe, die Beteiligung anstoßen. Das Bedürfnis, aktiv zu werden, zu sprechen und sich auszutauschen wird durch das gemeinsame Interesse aller Bewohnenden gebündelt und in der Innenstadt sichtbar. Der Erfolg, den dieser Ansatz im vergangenen Jahr hatte, ist nachweisbar. Defizite wurden am konkreten Ort und zu vielfältigen Themen in verschiedenen kleinen und großen Partizipationssettings und unter Einbeziehung der Kommune zu gemeinsam getragenen, übergreifenden Lösungsansätzen im kommunalen Kontext verdichten. Gemeinsame Ansätze haben alle Bevölkerungsgruppen motiviert, alle Altersgruppen angesprochen aber auch die vielfältigen sozialen Umfelder berücksichtigt. Durch eine externe Begleitung soll das existierende Können zu einem strukturierten Vorgehen verstetigt werden, das gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt wird. MachBar will in Zukunft als von der Gemeinschaft getragener Partner und Unterstützer für gemeinsame Projekte wahrgenommen zu werde. Sie erschließt Wissen und Können vor Ort für Alle und bindet neue Gruppen ein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommen mit eigenen Ideen auf MachBar zu. Die Bereitschaft sich aktiv in die Gestaltung von Projekten einzubringen wird durch wiederkehrende Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen sichtbar. Neue Kontakte zwischen Teilnehmenden entstehen
Kriterium
Beschreibung
Die Interessen an einem gemeinsamen Erfolg werden in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess verfolgt. Die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden überwiegt die Partikularinteressen. Die Konzentration auf Schwerpunkte gelingt.
Beschreibung
Verwaltung, Politik, Bürger*innenschaft, Handel und Immobilieneigentümer*innen kooperieren. Verlässliche Teilnahme von Vertretern an der Arbeit der Ratsch.Bude führt zu schnellem Informationsfluss und erleichtert Abstimmung und Planung für Alle.
Beschreibung
Es gelingt andere, bereits organisierte Gruppen (Vereine etc.) in die Arbeit einzubinden und die Interessen von Unternehmen, Einzelhandel oder Immobilienbesitzer*innen durch Kooperationsverträge zu manifestieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Innenstadt wird als Ort der gemeinsamen Gestaltung sichtbar und es gelingt, ihr durch die Einbindung aller Bewohnenden eine neue Bedeutung zu geben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
ev. Kirche, kath.Kirche, Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haupt- und Realschule, Grundschule, Kindergärten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Königslutter Aktiv (Werbekreis), Gewerbetreibende
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oker11 - Stadtbüttel, Braunschweiger Zeitung, Helmstedter Bote
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweigische Kulturstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Gemeinwesenarbeit vor Ort soll in den kommenden 3 Jahren eine strukturelle und organisatorische Verstetigung erfahren. Denkbar sind sowohl die Gründung eines Verein bzw. die Kooperation mit einem bereits existierenden Vereinen, um langfristig unabhängig operieren zu können. Die Arbeit außerhalb der kommunalen Verwaltungen und außerhalb der Politik sehen wir dabei als Voraussetzung für erfolgreich Gemeinwesenarbeit, da so die Unabhängigkeit gewährleistet wird und Vertrauen entsteht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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