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Moin Nachbar*in! - Gemeinwesenarbeit in Norden

Ansprechpartner
Aike Hausberg
Funktion stellv. Fachdienstleiter
Norden kümmerts!
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Norder Altstadtsanierung ab 1968 wurden,um die Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg zu lindern, durch die "Neue Heimat", im zerstörten Stadtzentrum vermehrt Mehrfamilienhäuser gebaut. Um diese "Wohnblocks" herum entstanden bzw. wurden die für die ostfriesische Infrastruktur typischen Einfamilienhäuser wieder aufgebaut. Anfangs als inklusiver Wohnungsbau geplant,verkehrte sich dies mit der Insolvenz der "Neuen Heimat" und dem Verkauf der Mehrfamilienhäuser an profitorientierte Wohnungsbaugesellschaften ins Gegenteil. Wiederholter Wechsel der Besitzer ganzer Straßenzüge sowie der fehlende Wille zur Instandhaltung der Gebäude hat zu einem Verfall der Wohnviertel geführt. Menschen aus der Mittelschicht wanderten ab und suchten sich bedürfnisgerechteren Wohnraum, Besitzer von Eigenheimen begannen sich strikt von den Mehrfamilienhäusern und ihren BewohnerInnen abzugrenzen, um einen Werteverfall des Eigentums entgegenzuwirken. Die Mehrfamilienhäuser wurden so zu den Ankunftspunkten von Menschen, die als Geflüchtete nach Norden kamen und kommen sowie für Menschen, die von Transferleistungen leben, da dieser Wohnraum aufgrund seines Zustandes der noch einzige verfügbaren Wohnraum in Norden ist, der im Rahmen der Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Unterkunft liegen. Zusätzlich bietet das im Folgenden vorgestellte Quartier ein wenig attraktives Wohnumfeld - Begegnungsstätten oder Möglichkeiten, sich außerhalb der eigenen Wohnung zu treffen sind nicht vorhanden, Rasenflächen dürfen nicht zum Spielen genutzt werden. Durch die fortschreitende Verwahrlosung der Häuser ist bei den MieternInnen eine allgemeine Resignation eingetreten - und diese prägt z.B. durch vermehrte illegale Müllablagerung das Gesamtbild des Quartiers. Durch eine dauerhafte Installation von GWA eröffnet sich die Möglichkeit, versch. Methoden der Sozialen Arbeit zu nutzen wie z.B. aktivierende Befragungen, Beratungen, Gruppenangebote, Aktivierung von Netzwerkpartnern und den Aufbau von belastbaren und vertrauensvollen Beziehungen zu den BewohnernInnen, um einen ganzheitlichen Eindruck des Quartiers zu gewinnen. Durch den Wechsel der Blickrichtung-vom Individuum hin zum gesamten Quartier-eröffnen sich Möglichkeiten, ressourcenorientiert Lösungsstrategien mit den BewohnernInnen zu entwickeln und im Rahmen von Projekten umzusetzen. So kann für alle BewohnerInnen, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und soz. Status eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Der verfügbare Wohnraum in dem benannten Quartier bildet derzeit den noch einzig verfügbaren Wohnraum in Norden, der für Menschen, die von Transferleistungen leben, bewohnt oder bezogen werden kann. Dadurch ist eine extrem heterogene Bewohnerschaft entstanden, die in einer hohen Personenzahl auf flächenmäßig kleinen Raum lebt. Neben der ständigen Konfrontation mit dem langjährigen Sanierungsstau an den Gebäuden und der fehlenden sozialen Infrastruktur, haben die BewohnerInnen das Vertrauen in die Möglichkeit einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie das Interesse an ihrem Wohnumfeld und den anderen darin lebenden Menschen verloren. Sprachbarrieren, fehlenden Verständnis für den anderen und dessen Kultur, Arbeitslosigkeit, fehlende Freizeitmöglichkeiten und Treffpunkte (speziell für Kinder und Jugendliche) außerhalb der eigenen Wohnung und ein Anstieg von Einsamkeit und sozialer Isolation haben einen negativen Einfluss auf die eigene Lebensqualität. Vermehrte Kellerbrände durch Brandstiftung in den letzten fünf Jahren und wiederholt illegal abgelegter Sperr- und Hausmüll schränken das persönliche Sicherheitsgefühl weiter ein. Das Fehlen von Treffpunkten im Quartier hat im letzten Jahr zu weitreichenden Folgen geführt: BewohnerInnen treffen sich in Gruppen an öffentlichen Orten wie z.B. dem Norder Marktplatz, teilweise mit dem Konsum von legalen und illegalen Toxinen. Auffälliges Verhalten dieser kleineren Gruppen hat zu einer Stigmatisierung und teilweise offen formulierten Ablehnung aller BewohnerInnen aus dem Quartier geführt - und so zu einem (gefühlten) Ort der Unsicherheit für alle Bewohner der Stadt Norden mitten im Zentrum beigetragen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtmitte
Beschreibung
Das Quartier Stadtmitte begrenzt sich im Norden durch die Straßen Brummelkamp und Schulstraße, die Rosenthallohne, Kleine Hinterlohne und Doornkaatlohne im Osten, die Dammstraße im Süden und den Burggraben sowie die Norddeicherstraße im Westen.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Unterlagen zum Gebiet
plan53.jpg (4.59 MB)
GWA/QM-Ansatz
Der Mensch steht im Mittelpunkt der GWA. Angebunden an die Verwaltung der Stadt Norden mit ihrem umfangreichen Netzwerk an Kooperationspartnern, dem Jugendhaus, einem Streetworker sowie den kommunalen Kindergärten und Schulen bietet die Möglichkeit unkomplizierter Kontaktaufnahmen. Die Stadt Norden bietet über ihre Pressesprecherin die Möglichkeit, den aktuellen Stand der GWA, Aktionen und Veranstaltungen über eine Pressemitteilung an die örtlichen Zeitungen und auf den Kanälen der Stadt Norden in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Durch die Vorstellung der GWA im zuständigen Fachausschuss ist eine kontinuierliche Einbindung des Stadtrats und der Politik vorhanden. Projekte können unkompliziert vorgestellt und gefördert werden. Die Arbeit des GWA ist im ersten Schritt das Schaffen einer Vertrauens- und Arbeitsbeziehung zu den BewohnerInnen des Quartiers. Einladungen v. BewohnerInnen zu Informationsveranstaltungen und Befragungen sowie die zeitnahe Eröffnung des Quartiersbüros mit verlässlichen Sprechzeiten vor Ort garantieren Sicherheit sowie die Gewissheit, ernst genommen und gesehen zu werden. Über Angebote und Veranstaltungen wie Flohmärkte, Sommerfeste o. Angebote für Kinder und Jugendliche bemerken die BewohnerInnen, dass "etwas passiert" und sie daran partizipieren und profitieren. Das Einbinden aller Norder Bürger u. Gäste beeinflusst die Stimmung im und gegenüber dem Quartier positiv und reduziert Vorurteile und Stigmata.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Annahme der GWA durch den Besuch von 35-40 dokumentierten Kontakten im Quartiersbüro oder in den Wohnungen der BewohnerInnen des Quartiers.
Beschreibung
Mindestens vier Netzwerkpartner bieten wöchentlich verlässliche Sprechstunden und Workshops im Quartiersbüro an, die jeweils mindestens 15-20 BewohnerInnen ansprechen und regelmäßig von ihnen genutzt werden.
Beschreibung
Die Pinnwand oder die Chatgruppe werden im Rahmen der "Nachbarschaftshilfe" regelmäßig von mindestens 50 Personen genutzt. Teilnahme und aktive Mitgestaltung an Veranstaltungen und Festen durch mindestens 50 Personen.
Beschreibung
Wenn sich mindestens zwei Interessengruppen der BewohnerInnen regelmäßig in den Räumlichkeiten des Quartiersbüros treffen, um sich zu vernetzen, eigene Ideen zu entwickeln oder einem gemeinsamen Hobby nachgehen.
Beschreibung
fachdienstübergreifendes Entwickeln und Handeln in Kooperation mit weiteres lokalen Akteuren (Polizei, Wohnungswirtschaft, Ehrenamtliche etc.) eine erste sichtbare Veränderung wie z. b. das Schaffen von Ruheinseln oder nutzbaren Grünanlagenmöglich ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Aike Hausberg (Stadtverwaltung), Kristina-Marie Fuß (Stadtverwaltung), Michael Müller (Amt für Jugend und Soziales LK Aurich), Peter Weiß (Jugendberaufsagentur)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Andrea Schönfeld(Kreismusikschule), Margret Martens (Niederdeutsches Theater Norden), Linda Peters (Kunstschule Norden e.V.), Lennart Bohne (Gnadenkirche Tidofeld)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Friedhelm Endelmann (KVHS Norden), Tanja Svea Manninga (Jugendhaus Norden), Anke Czepul (Stadtbibliothek), Thomas Kettler (Feuerwehr Norden), Thomas Ripken (Polizei Norden), Uta Meints (SPDi),Tina Schipper (Jugendamt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christina Hoyer-Saad (Diakonie), Christina Störk (Sozialwerk Nazareth),Stefan Saathoff (Suria e.V.),Silvia de Vries (Azurit SBW),Elke Valentin-Startgardt & Stefanie Kunze (Ostrfr. Gesellschaft e.V.), Günther Gerdes (Behindertenhilfe Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juliane Marliani (Tomtes Hof e.V.), Janine Bohne (DOKA e.V.),Sonja Lindemann (Tierfreunde Norden e.V),Wolfgang Grätz (Präventionsverein Norden e.V.), Marc Friedrichs (Sprecher der Norder Sportvereine)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Barbara Weber-Zemke (Senioren- und Pflegestützpunkt), Tobias Sickermann; Dr. Falko Bode etc. (Hausärzte Norden), Heike Hardes (AWO Sozialstation Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ivonne Behnke (Grundschule Im Spiet),Maren Kendzia-Boss (Grundschule Lintel& Standort Wiesenweg),Julian Glusa (Grundschule Norddeich),Nico Rettcher (Oberschule Norden),Volker Cammans(Conerusschule),Sophie Drosten- Ruhbaum (Schule Am Moortief)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christiane Elster (Andreasgemeinde Norden),Adeljawad Mazin Al Jaafra (Muslimische Community Norden),Pastor Christoph Hentschel (St.Ludgerus), Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden, Pastor Martin Kaminski (Mennonitengemeinde)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Günther Schneider (Wirtschaftsforum Norden e.V.), Dr. Alexandra Thürkow (Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden GmbH), Ingrid Rump (Fachdienst 2.3 Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Carina Lotz &Imke Grotelüschen (LEG Nord), Lars Grewe (WEVATO Frankfurt), Wilfried Riese (EVIV), Hedda Freese (Wohnungsverwaltung Ulrike Kuhlmann)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ahlam Gandoura-Kourich (Pressesprecherin Stadt Norden), Aike Ruhr (NWZ),Rebecca Kresse (Ostfriesische Nachrichten),Christian Walther (Soltau Kurier Nord)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Markus Aukskel (1. Stadtrat), Wolfgang Hinrichs (Vorsitzender Fachausschuss Ordnung & Sicherheit)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rosi Knoke (Trägerin des Preises der Norder Bürgerstiftung als soziales Gewissen der Stadt Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Norder Elfen (Christiane Büchner), Initiative zur Verhinderung von Einsamkeit an Feiertagen, Mehrgenerationenhaus Norden (Irina Eifert als Standortleitung), Wiemersche Haus (Uta Meints, Begegnungsstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die zu erwartende Aufwertung des Quartiers durch die GWA sowie die Stimmung in diesem mitten im Stadtzentrum liegenden Quartiers hat einen unmittelbaren Einfluss auf den wichtigsten Einnahmezweig der Stadt Norden-dem Tourismus. Die jährl. stattfindende Vorstellung der GWA und ihrer Projekte im Fachausschuss für Feuerwehr,Ordnung und Sicherheit macht diese Fortschritte und die Vorteile für die BewohnerInnen, alle Bürger der Stadt Norden & für die Touristen sichtbar und damit weiterfinanzierbar.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
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