Zukunftsraum Weser-Aue
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marthe Nietfeld
| Organisation | Samtgemeinde Weser-Aue |
|---|---|
| Funktion | Gemeinwesen- und Quartiersmanagement, Familienservicebüro |
2. Kurzbeschreibung
Unser Leitbild für unsere Samtgemeinde – nachhaltig, solidarisch, gemeinsam
Projektbeschreibung
Die etablierte Gemeinwesenarbeit (GWA) im Flecken Liebenau, deren Förderung am 14.03.2027 ausläuft, hat bereits wichtige Grundlagen für eine gemeinwohlorientierte Kommunalentwicklung in der SG Weser-Aue geschaffen. Neben der EhAP-Plus-Beratungsstelle ist mit dem Projekt „Migration und Teilhabe in ländlichen Räumen (MiRa)“ ein bedeutendes Vorhaben hinzugekommen, um GWA überörtlich zugänglich zu machen. Der Zukunftsraum Weser-Aue zielt darauf ab, GWA auf Ebene der SG zu bündeln und zu übertragen. Die in Liebenau aufgebauten Strukturen – v. a. in Beteiligung, Beratung u. nachbarschaftlicher Vernetzung – sollen gesichert, weiterentwickelt und auf die weiteren Mitgliedsgemeinden sowie die Verwaltung übertragen werden. Besonders hervorzuheben ist der dort initiierte Zukunftsprozess („Gartenzaungespräche – Unser Ort 2040“), der gemeinsam von Bewohnerschaft, Politik u. Verwaltung entwickelt wurde und neue Formen der Mitgestaltung u. politischen Teilhabe ermöglicht. Diese Erfahrungen sollen systematisch genutzt werden, um Zugänge zu Beteiligung, Unterstützung und gemeinschaftlicher Gestaltung des Lebens- u. Arbeitsumfeldes zu eröffnen, Synergien zu schaffen und eine integrierte, gemeinwohlorientierte Entwicklung zu fördern. Die SG steht als ländlich geprägter Sozialraum vor Herausforderungen wie eingeschränkter Mobilität, sozialer Isolation u. steigenden Integrationsanforderungen, die Teilhabe erschweren. Auch auf Verwaltungsebene bestehen besondere Herausforderungen: Die Samtgemeinde Weser-Aue ist eine erst jung fusionierte Kommune, und die räumliche Trennung auf zwei Rathausstandorte erschwert das Zusammenwachsen der Verwaltung sowie die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit. Das Projekt setzt hier an, indem es Beteiligung stärkt, Selbstorganisation fördert u. einen gemeinsamen Zukunfts- u. Leitbildprozess initiiert. Dieser bildet die zentrale Strategie zur Verstetigung der GWA: Er wird gemeinsam erarbeitet und dient als verbindliche Grundlage für Entscheidungen u. Maßnahmen in Politik u. Verwaltung. Die breite Beteiligung fördert Akzeptanz, stärkt die Identifikation mit der Kommune als Gemeinwesen aller Akteure u. Institutionen, unterstützt den Zusammenhalt u. steigert die Attraktivität als Lebens-, Arbeits- u. Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig entsteht ein übertragbares Modell im Sinne der Neuen Leipzig Charta, indem Bewohnerschaft, Politik u. Verwaltung in einem gemeinsamen Leitbildprozess zusammengeführt werden.
Laufzeit
2027-03-15 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Weser-Aue ist eine junge, aus einer Fusion hervorgegangene Kommune, deren Zusammenwachsen noch nicht abgeschlossen ist. Die räumliche Trennung auf zwei Rathausstandorte sowie die Verteilung der Fachbereiche stellen hier eine besondere Herausforderung dar (u.a. auch für die Zusammenarbeit und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze). Ein gemeinsames Verständnis für gemeinwohlorientiertes, ressortübergreifendes Handeln in Politik und Verwaltung ist bisher nur begrenzt ausgeprägt. Gemeinwesenarbeit (GWA) wird häufig noch projektbezogen gedacht und ist nicht ausreichend als übergreifendes Handlungsprinzip in kommunalen Strukturen verankert. Es fehlen verbindliche Leitlinien sowie ein gemeinsam getragenes Verständnis von Zielen, Werten und Prioritäten kommunalen Handelns. Eine identitätsstiftende Grundlage für das Zusammenwirken von Verwaltung, Politik und Bewohnerschaft besteht bislang nur in Ansätzen. Die Erfahrungen aus dem Flecken Liebenau zeigen jedoch, dass GWA wirksam zur Stärkung von Teilhabe, Vernetzung und sozialem Zusammenhalt beitragen kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass ihre nachhaltige Wirkung eine strukturelle Verankerung in politischen und administrativen Entscheidungsprozessen voraussetzt. Vor diesem Hintergrund besteht ein zentraler Handlungsbedarf, ein gemeinsames integriertes Leitbild zu entwickeln, das Orientierung bietet, ressortübergreifendes Arbeiten stärkt und die Grundlage für eine integrierte, gemeinwohlorientierte Entwicklung der gesamten Samtgemeinde schafft.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Weser-Aue
Beschreibung
Die Samtgemeinde Weser-Aue ist ein am 1. November 2021 gegründeter Verwaltungsverband aus den beiden Samtgemeinden Liebenau und Marklohe mit sechs Gemeinden im niedersächsischen Landkreis Nienburg/Weser.
Die Samtgemeinde ist in sechs Gemeinden gegliedert, Balge Ortsteile: Balge, Blenhorst, Bötenberg, Buchhorst, Holzbalge, Mehlbergen und Sebbenhausen, Binnen Ortsteile: Binnen, Bühren und Glissen, Flecken Liebenau, Marklohe Ortsteile: Marklohe, Lemke, Oyle und Wohlenhausen, Pennigsehl, Wietzen Ortsteile: Wietzen und Holte
Es gibt zwei Rathäuser. Eines in der Gemeinde Marklohe und eines in dem Flecken Liebenau, wovon erstgenannter der Hauptsitz ist.
Einwohnerzahl
14000
Quelle / Anmerkungen
Zensus 2022 - veröffentlich 2024
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Zukunftsraum Weser-Aue“ verfolgt einen systematischen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), indem zentrale Prinzipien wie Aktivierung, Partizipation, Netzwerkarbeit und Sozialraumorientierung strukturell in der kommunalen Entwicklung verankert werden. Im Mittelpunkt steht ein gemeinsam entwickelter Leitbildprozess, der als Ausdruck einer von Bewohnerschaft, Politik und Verwaltung getragenen Vision dient. Die Samtgemeinde wird dabei als Ort demokratischer Praxis verstanden, in dem Mitgestaltung, Selbstorganisation und politische Teilhabe aktiv gefördert werden. Durch aktivierende Beteiligungs- und Begegnungsformate sowie den gezielten Aufbau von Netzwerken wird die Selbstermächtigung der Bewohner:innen gestärkt. Die Sozialraumorientierung und Bedarfsanalyse bilden die Grundlage für passgenaue Maßnahmen. Ein zentraler Mehrwert liegt in der strukturellen Verankerung von GWA: Das Leitbild dient als Grundlage für Leitlinien und Handlungsorientierungen für Politik und Verwaltung und wird institutionell abgesichert. Damit wird GWA von einem projektbezogenen Ansatz zu einem integrierten Bestandteil kommunalen Handelns weiterentwickelt. GWA fungiert als verbindendes Instrument zur Förderung von Teilhabe, Integration und sozialem Zusammenhalt sowie zur Stärkung der Lebensqualität im Sozialraum und dessen Attraktivitätssteigerung insgesamt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn durch Partizipation Bedarfe und Lebensrealitäten in dem Leitbildild abgebildet und Projekte umgesetzt werden können.
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohner sich zu organisierten Gremien (z.B. Bürgerrat, Interessengemeinschaft, Verein) zusammenschließen oder ihre Interessen im Rahmen von pol. Gremiensitzungen (EW-Fragestunde) eigenständig nach Außen vertreten
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Erkenntnisse der bisherigen Projekte in das Leitbild einfließen und bereits für die Verstetigung und in anderen Gemeinden gemeinsam genutzt werden können.
Kriterium
Beschreibung
Wenn gemeinwohlorientierte Kommunalentwicklung auf Samtgemeindeebene möglich wird.
Beschreibung
Wenn das Leitbild in konkrete Handlungsrichtlinien übergeht und Wissensaustausch stattfindet.
Beschreibung
Kooperationen und Netzwerkstrukturen geschaffen sind und regelmäßiger Austausch stattfindet.
Kriterium
Beschreibung
Einwohnerinnen und Einwohner Verbesserung in verschiedenen Bereichen spüren und motiviert werden, anzupacken.
Beschreibung
Umsetzung von Infrastrukturprojekten nach Bedarfsermittlung.
Kriterium
Beschreibung
Das Leitbild beschlossen, veröffentlicht und strukturell verankert ist. Handlungsrichtlinien umgesetzt sind und danach gehandelt wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Aktuell arbeiten zwei Personen in der Stabsstelle Zentrale Steuerung an GWA/QM aufgrund der vorhandenen Förderung. Die Stabsstelle Zentrale Steuerung wurde im Jahr 2026 neu gegründet, weil der Leiter der Stabsstelle, der Allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, zu diesem Zeitpunkt seinen Dienst angetreten hat. GWA bezieht sich aktuell auf den Flecken Liebenau und soll mit dem Zukunftsraum Weser-Aue konsequent verstetigt werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Räte/Ausschüsse der Mitgliedsgemeinden + Samtgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tageszeitungen, soziale Medien, Homepage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
EW der Mitgliedsgemeinden - Befragungen + digitale Plattform
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA ist bis 2030 als dauerhaftes, samtgemeindeweites Instrument zu etablieren und zu leben. Dazu soll ein eigenes Leitbild für den Zukunftsraum Weser-Aue, das als strategischer Rahmen (Einarbeitung in Leitlinien d. Verwaltung) dient, entwickelt werden. Strukturell soll die Aufgabe in der Verwaltungsgliederung untergebracht werden. Wie genau wird noch geklärt. Diese Stelle koordiniert samtgemeindeweit GWA, etabliert Monitoring und gibt Berichte für langfristige Legitimation und Finanzierung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ein Dorf erfindet sich neu
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Morr
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Perspektiven und Chancen für einen inklusiven Lebensraum im demografischen Wandel
Projektbeschreibung
Das Projekt reagiert auf die besonderen demografischen und strukturellen Herausforderungen eines inklusiven Lebensraums in ländlich geprägtem Umfeld. Die Bevölkerung altert, junge Menschen wandern ab und auch ältere Menschen müssen ihr vertrautes Lebensumfeld verlassen, weil sie keinen adäquaten Wohnraum vorfinden. Gleichfalls sind versorgungsbezogene soziale Infrastrukturen zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Dabei besteht im traditionsreichen Burgdorf Ovelgönne im Zentrum der Wesermarsch eine besondere Konstellation: Die Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) trägt mit u.a. Burgdorfladen, Landhotel und Gastronomie wesentliche Teile der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur, die den Menschen mit Behinderungen Arbeit und Teilhabe und der dörflichen Gemeinschaft Versorgung und soziale Begegnungsorte geben. Inklusion und Innovation sind im Burgdorf eng miteinander verzahnt.
Doch diese über Jahrzehnte gewachsene Lebensgemeinschaft und damit auch die Zukunftsfähigkeit des Dorfes steht auf dem Spiel. Die Gemeinde, die SLOM als eine Einrichtung der Eingliederungshilfe, die Wohnungsbau Wesermarsch und BürgerInnen aus Ovelgönne haben die Herausforderungen deutlich erkannt und sehen gleichzeitig die Chance einer beispielhaften Entwicklungsmöglichkeit. Sie übernehmen gemeinsam Verantwortung: Über einen Zeitraum von drei Jahren soll ein Quartiersmanagement aufgebaut werden, das Dorfentwicklung und Inklusion systematisch zusammen denkt und dafür neue verbindliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit schafft und aktiv in das Dorfleben integriert.
Methodisch setzt das Projekt auf Beteiligung, Aktivierung von Ehrenamt und Selbstorganisation. Informelle Nachbarschaftsstrukturen werden gestärkt, Teilhabe von älteren Menschen mit und ohne Behinderung konsequent gefördert und für Daseinsvorsorge, Wohnumfeld und Wohnen gemeinsame Lösungen vor Ort entwickelt.
Ziel ist es, den älteren MitbürgerInnen mit und ohne Behinderungen ein qualitätsvolles Leben in vertrauter Nachbarschaft zu sichern, Zuzug zu ermöglichen und die inklusive Dorfgemeinschaft langfristig zu stabilisieren. Das Burgdorf soll als lebenswerter Ort für alle Generationen erhalten und der innovative Ansatz von Inklusion, Teilhabe und dörflicher Daseinsvorsorge, auch als Modell für andere ländliche Kommunen, mit dauerhaften Strukturen und einem lebendigen Netzwerk aus Nachbarschaft, Ehrenamt, Kommune und Stiftung zukunftsfähig weiterentwickelt werden.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im 1.241 EinwohnerInnen umfassenden Burgdorf Ovelgönne im Zentrum der Wesermarsch leben Menschen mit Behinderungen der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) in selbstverständlicher Nachbarschaft mit der Bevölkerung vor Ort. Die inklusive Gemeinschaft hat sich über Jahrzehnte beispielhaft organisiert und getragen, doch angesichts starker demografischer und struktureller Veränderungen steht die Überlebensfähigkeit des Dorfes und eine gewachsene inklusive Gemeinschaft auf dem Spiel:
(1) Die Bevölkerung altert, junge und auch ältere Menschen wandern ab, weil sie keinen adäquaten bezahlbaren oder altersgerechten Wohnraum vorfinden. Somit bleibt auch Zuzug aus, der für eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur und die Zukunftsfähigkeit des Dorfes dringend benötigt wird.
(2) Soziale versorgungsbezogene Infrastrukturen sind in ihrer Existenz bedroht. Burgdorfladen und ein traditionsreiches Landhotel mit Gastronomie und Festsaal sichern vielen Menschen Arbeit und Teilhabe, Versorgung und soziale Begegnungsorte. Mit ihrem Wegfall bricht auch das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
(3) Der Unterstützungsbedarf wächst. Für die älter werdenden Menschen mit und ohne Behinderungen fehlen geeignete Wohn-, Begegnungs- und Unterstützungsstrukturen. Vielen droht, dass sie ihr vertrautes Lebensumfeld verlassen müssen. Eine über Jahrzehnte gewachsene inklusive Nachbarschaft kann nicht fortgeführt werden.
Mit einem inklusiven Seniorenwohnprojekt und öffentlichem Begegnungsraum entstehen erste wichtige Impulse. Es fehlen Gemeinde und SLOM jedoch die Ressourcen, die neuen Strukturen aktiv ins Dorfleben zu integrieren und das Dorf insgesamt zukunftsfähig aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ovelgönne - Burgdorf Ovelgönne
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst das Burgdorf Ovelgönne in der Gemeinde Ovelgönne.
Einwohnerzahl
1081
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Ovelgönne
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist als Quartiersmanagement mit gemeinwesenorientiertem Ansatz konzipiert.
Das Quartiersmanagement hat die koordinierte Entwicklung des gesamten inklusiven Sozialraums zum Ziel. Es vernetzt soziale, wirtschaftliche und versorgungsbezogene Strukturen, integriert das inklusive Seniorenwohnen in das Dorfleben und schafft verbindliche Kooperationsformen zwischen Kommune, Stiftung und BürgerInnen.
Gleichzeitig folgt das Vorhaben in seiner Methodik einem gemeinwesenorientierten Ansatz. Beteiligung, Aktivierung von Ehrenamt und Selbstorganisation der BewohnerInnen stehen im Mittelpunkt. Lösungen werden gemeinsam entwickelt, informelle Nachbarschaftsstrukturen gestärkt und die Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung konsequent berücksichtigt.
Das Quartiersmanagement verbindet somit Strukturentwicklung und Empowerment: Es steuert Entwicklungsprozesse auf Dorfebene und arbeitet zugleich partizipativ, ressourcenorientiert und inklusiv. Auf diese Weise entstehen tragfähige, von der Gemeinschaft mitgetragene Lösungen, die langfristig im Sozialraum verankert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Begegnungsorte werden aktiv und vielfältig genutzt und insbesondere die älteren Menschen mit und ohne Behinderung erleben Teilhabe und Geborgenheit
Kriterium
Beschreibung
Angebote, Prozesse, Strukturen und Zusammenarbeit sind etabliert. Das Ehrenamt organisiert sich selbstständig.
Kriterium
Beschreibung
Menschen mit und ohne Behinderungen leben in selbstverständlicher Nachbarschaft zusammen. Die kompakte Zentrumsstruktur im geschicktsträchtigen Burgdorf erlaubt es, Versorgungsstrukturen und Begegnungsorte fußläufig zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Es konnten zielgruppenübergreifende Lösungen entwickelt, diese im Ortsbild sichtbar und insgesamt die Projektziele erreicht werden.
Beschreibung
Starke Netzwerke und Kooperationen mit örtlichen Vereinen, Initiativen, KulturträgerInnen auch über die Region hinaus sind aufgebaut und etabliert. Daran kann angeknüpft werden.
Kriterium
Beschreibung
Der inklusive Begegnungsraum wird lebendiger Treffpunkt und Ort der Interaktion von Jung und Alt. Die örtliche Bevölkerung bringt sich in vielfältiger Weise und mit eigenen Ideen für das inklusive Miteinander und Teilhabe ein.
Beschreibung
Die Versorgungs- und sozialen Infrastrukturen werden gut angenommen; ihre Tragfähigkeit ist gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Stiftung Lebensräume und Bürgerschaft hat sich etabliert und wird fortgeführt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ovelgönne, Landkreis Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerkermuseum Ovelgönne, Niederdeutsche Bühne, weitere Kulturakteure Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der Paritätische (Mitgliedschaft), Bundesverband Anhroppoi und Netzwerk Nord e.V. (Mitgliedschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Ovelgönne, Kreisvolkshochschule Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kichengemeinde ("Die vier Kirchen Ovelgönne")
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionale Handwerksbetriebe, Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, JadeBay GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsbau Wesermarsch GmbH (Kooperationspartner für das Inklusive Seniorenwohnprojekt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BürgerInnen, die in direkter Nachbarschaft leben; Ehrenamt Vereine, Kirche
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit des Projekts ist von Beginn an integraler Bestandteil der Konzeption. Das Quartiersmanagement ist struktureller Baustein einer langfristigen inklusiven Dorfentwicklung. Es entstehen neben tragfähiger sozialer und Versorgungsinfrastruktur Nachbarschaftsnetzwerke und informelle Unterstützerstrukturen, die auch ohne vollständige Projektförderung weiterwirken. Ziel ist, das gemeinsame Engagement von Kommune, Stiftung und Bürgerschaft dauerhaft zu verankern.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir für die Göttinger Quartiere
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Förderfonds für die lokale Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Wir stärken unsere Quartiere und die Gemeinwesenarbeit mit der Einrichtung eines neuen Förderfonds und sichern die Finanzierung unserer Nachbarschaftszentren dauerhaft und nachhaltig. Die erfolgreiche Implementierung des Fonds basiert auf zwei Säulen:einer strategischen Fundraising-Konzeption und der präzisen Klärung der rechtlichen und formalen Voraussetzungen und Förderkriterien. Wichtige Fragestellungen sind dabei: Wo bzw. durch wen wird dieser Fonds verwaltet (Trägerschaft), nach welchen Kriterien wird ein- und ausgezahlt (Förderkriterien) und welche vertraglichen Grundlagen (Rechtsrahmen) sind erforderlich? Diese werden mit Hilfe des Projektes beantwortet. Auch bedarf es der gemeinsamen Entwicklung einer guten Fundraising-Strategie, um möglichst eine breite Bevölkerung, regionale Betriebe und Unternehmen zu erreichen, für die Idee zu gewinnen und dauerhafte lokale Geberpartnerschaften abzuschließen. Zusätzlich entwickeln wir mit den zivilgesellschaftlichen Trägern der NBZ ein nachhaltigeres Finanzmodell zur Sicherung der Göttinger NBZ. Zentraler Baustein A ist der neue Förderfonds, der über einen AK-Förderfonds bearbeitet und ins Leben gerufen wird. Über die Einrichtung einer AG-Finanzen NBZ mit den beiden Teilprojekten (Leineberg und Holtenser Berg) wird die betriebswirtschaftliche Lage der NBZ bearbeitet und ein vergleichbares Non-Profit-Controlling für ehrenamtlich geführte NBZ erstellt (Baustein B). Die NBZ werden bereits über eine kommunale Sockelfinanzierung gefördert (freie Förderung), die gedeckelt ist und nicht weiter erhöht werden kann. In einer verwaltungsinternen AG-Finanzierung NBZ (Baustein C) erstellen wir ein fachamtsübergreifendes (Leistungs-)Portfolio zur Hebung zusätzlicher Finanzierungsquellen für die Sockelfinanzierung.
Die Stadt Göttingen als Projektträgerin koordiniert und steuert das Projekt über die Einrichtung und Organisation verbindlicher Arbeitsgruppen und führt die Ergebnisse zusammen, unterstützt die zu entwickelnde Fundraising Strategie über die Bewerbung und Darstellung des Mehrwertes von GWA in einer breiten Öffentlichkeit und gewinnt in Zusammenarbeit mit dem AK-Förderfonds Multiplikator*innen für den Fonds sowie Kooperations- und Geberpartnerschaften. Mittels einer repräsentativen Galaveranstaltung werden strategische Partnerschaften initiiert, der Bekanntheitsgrad der GWA gesteigert und deren gesamtgesellschaftlicher Mehrwert kommuniziert.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Göttingen ist trotz einer starken universitären Basis und hoher Lebensqualität im historischen Stadtkern mit den typischen Problemen einer segregierten Stadtstruktur (Arbeitslosigkeit, demografische Herausforderrungen wie die Versorgung älterer Menschen, hoher Ausländeranteil, Armutsgefährdung und Wohnraummangel) behaftet. Als zentrale Bausteine einer inklusiven und stabilen Stadtentwicklung fördert die Stadt den Betrieb von NBZ und die GWA in einzelnen Stadtteilen. Dieser Ansatz zeigt Erfolg. Die mittlerweile fest verankerten und als Anlaufstelle im Quartier geschätzten sieben NBZ erreichen die Menschen vor Ort und ermöglichen durch ihre Angebote soziale Teilhabe und Begegnung. Die Finanzierung und Sicherung dieser Angebote fußt auf einem kooperativen Finanzmodell von Stadt und zivilgesellschaftlichen Trägern. Die Kommune sichert eine anteilige Finanzierung i. H. von 50.000 € zu, weitere Finanzmittel müssen die Träger eigenständig einwerben. Dieses Finanzmodell wackelt und stellt die NBZ immer wieder vor finanzielle Herausforderungen; besonders ehrenamtlich getragenen NBZ (Holtenser Berg, Leineberg) droht das aus. Die Einwerbung von Projektmitteln bindet personelle Ressourcen, erfordert (Förder-)Fachwissen und oft eine anteilige Kofinanzierung und wird von den Zentren mit wechselndem Erfolg gemeistert. Personelle Ressourcen, die für die Entwicklung der GWA gedacht sind, sind mit der Einwerbung von Drittmitteln gebunden, Angebotsreduzierung und eingeschränkte Öffnungszeiten sind die Folge. Hier besteht Handlungsbedarf, ein nachhaltigeres, projektunabhängiges Finanzmodell in Kooperation mit den Trägern zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Göttingen verfolgt mit der Förderung der Göttinger Nachbarschaftszentren den Ansatz der GWA. Das Förderprogramm Gute Nachbarschaft bildet seit 2017 eine wichtiges Förderprogramm für die Weiterentwicklung und Verstetigung der GWA in der Stadt Göttingen. Mit Hilfe der Landesförderung konnte die Einrichtung weiterer Zentren umgesetzt, eine gesamtstädtische Strategie und ein Leitbild GWA verabschiedet werden. Seit 2019 besteht ein Netzwerk GWA, das NBZ Holtenser Berg und das Stadtteilbüro Leineberg sind Teil dieses Netzwerkes, verpflichten sich dem Leitbild und setzten den Ansatz der GWA über die Säulen: a) Koordination GWA, b) Förderung von Kooperation und Vernetzung, c) Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, d) Bindeglied zur Stadtverwaltung um. Auf operativer Teilprojektebene beinhaltet die GWA vielfältige Aktivierungsmethoden und einen hohen Grad an Beteiligung. Die Bevölkerung in den Quartieren wird aktiv in die Planung, Entscheidung und Umsetzung von Projekten einbezogen, ihre Teilhabe am sozialen, kulturellen und politischen Leben darüber gestärkt. Strukturell untertstützt das zu entwickelnde Finanzmodell die Unabhängigkeit und Selbstorganisation der Nachbarschaftszentren und der handelnden Akteure der GWA.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In beiden Gebieten bestehen bereits Stadtteileinrichtungen, die in der Trägerschaft der für diesen Zweck eigens gegründeten Nachbarschaftsvereine liegen. Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg - Hagenberg e.V. getragen. Es gibt eine in TZ beschäftigte hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und Koordination eigener Veranstaltungen und Beratungen sowie regelmäßig angebotene Netzwerktreffen und Stadtteilrunden verantwortet. Ihr obliegt auch die Beratung und Begleitung der ehrenamtlich vor Ort Tätigen.
Das Stadtteilbüro Leineberg wird vom Nachbarschaftsverein Leineberg e.V. betrieben. Die Mitgliedschaft besteht überwiegend aus auf dem Leineberg lebenden Privatpersonen und einigen wenigen Institutionen, wie u. a. der Städtischen Wohnungsbau GmbH als größte Vermieterin in dem Quartier. Als Anlauf- und Begegnungsort stehen die Angebote der Stadtteileinrichtungen allen Bewohner*innen der Quartiere zur Verfügung. Die ebenfalls in TZ beschäftigte hauptamliche Leitungskraft ist mit der Verwaltung und Koordination der GWA und der Koordination ehrenamtlich durchgeführter Angebote sowie der Umsetzung eigener Angebote vor Ort betraut. Diese umfassen: ehrenamtliche Beratungsangebote, informelle Nachbarschaftshilfe und Beratung, Begegnungsfeste, Vernetzung mit Beratungsstellen und anderen Institutionen im Quartier sowie stadtweit über regelmäßig angebotene Netzwerktreffen und Stadtteilrunden.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Beide NBZ sind bereits Bestandteile des Netzwerks Göttinger Quartiere und werden anteilig von der Stadt Göttingen gefördert. Mittels des zu entwickelnden Finanzierungsmodells und des eingerichteten Förderfonds wird die Sockelfinanzierung untermauert. Die ehrenamtlich geführten NBZ arbeiten betriebswirtschaftlich. Das entwickelte Finanzierungsmodell kann von allen bestehenden Nachbarschaftszentren genutzt und stetig weiterentwickelt werden.