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PLATZ nehmen und Mitgestalten: Partizipativer Ausbau der Gemeinwesenarbeit beim PLATZprojekt

Ansprechpartner
Anna Knetsch
Vom Projektraum zum Nachbarschaftsanker – Ein inklusives Wohnzimmer für das Quartier.
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt an der Fössestraße ist ein Reallabor für nutzerinnengestützte Stadtentwicklung und „Do-Ocracy“. Wir verstehen uns als offene Plattform, auf der Nachbarinnen und Initiativen ihre Ideen für den urbanen Raum eigenständig ausproberen können. Mit dem Vorhaben „PLATZ nehmen & Mitgestalten“ erweitern wir dieses Feld um Gemeinwesenarbeit (GWA), um den Ort als barrierefreien Nachbarschaftsanker zwischen Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zu verstetigen. Unser Ansatz basiert auf drei Handlungsfeldern: 1. Aufbau eines Quartiersankers: Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle auf dem Gelände. Wir beraten Aktive bei der Umsetzung ihrer Projekte, bündeln Ressourcen mit lokalen Akteuren und verzahnen unser Angebot eng mit der sozialen Infrastruktur des Stadtteils. Durch eigene Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, Gesellschaftsabende, Lesungen, Feste oder Flohmärkte wollen wir unsere Räume öffnen und ermutigen selbst aktiv zu werden. 2. Aktivierung und Inklusion: Durch aufsuchende Formate und Kommunikation in einfacher Sprache bauen wir Schwellenängste ab. Wir motivieren Menschen, die bisher durch soziale oder bauliche Barrieren exkludiert waren, den öffentlichen Raum als ihren eigenen zu begreifen und aktiv mitzugestalten. Als Brückenbauerin übersetzen wir Bedarfe im Quartier in konkrete Teilhabeangebote und können diese zusammen mit den Engagierten direkt vor Ort umsetzen. 3. Partizipative Demokratiearbeit: Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Fach-Expertise schaffen wir Begegnungsräume für eine heterogene Nachbarschaft. Formate wie „Platz-Safaris“, Community Music oder Bau-Workshops befähigen insbesondere Senior:innen, Familien und Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte zur Selbstorganisation und stärken den sozialen Zusammenhalt auf Augenhöhe. Das PLATZprojekt wird so zum integrativen „Dritten Ort“, der Vielfalt als Chance begreift und die solidarische Entwicklung des Stadtteils nachhaltig vorantreibt.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Das PLATZprojekt liegt an einer kritischen Schnittstelle Hannoverscher Stadtteile, die laut Sozialmonitoring vor massiven Herausforderungen stehen. Wir agieren im Spannungsfeld zwischen dem hochverdichteten, gentrifizierungsgeprägten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. In beiden Räumen zeigt sich eine Unterversorgung an niedrigschwelligen, konsumfreien Begegnungsorten, die Integration und Teilhabe aktiv fördern. Obwohl das Projekt als Reallabor überregional strahlt, besteht lokal eine Schwellenangst: Die hochgradig selbstorganisierte „Do-Ocracy“ wird von vulnerablen Gruppen – insbesondere Senior*innen, Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Fluchthistorie – oft als informelle Barriere wahrgenommen. Es fehlt die personelle Instanz, die diese Hürden abbaut und den Ort als inklusives „Wohnzimmer“ öffnet. Die Landeshauptstadt Hannover verfolgt das Ziel, die soziale Kohäsion durch integrierte Gemeinwesenarbeit (GWA) zu sichern, doch fehlen dem PLATZprojekt aktuell die Ressourcen, um als systematischer „Nachbarschaftsanker“ mit fester „Kümmerer-Funktion“ zu fungieren. Unser Vorhaben adressiert dieses Defizit durch eine zweisäulige GWA-Strategie: Wir kombinieren strategische Koordination zur Vernetzung mit lokalen Akteuren (Kirchen, Vereine, Verbände) mit aktivierender Gemeinwesenarbeit direkt im Lebensumfeld der Bewohner*innen. Wir nutzen die experimentelle Stadtkultur als Türöffner, um Schwellenängste abzubauen, soziale Brennpunktbildung präventiv zu vermeiden und Teilhabe über Stadtbezirksgrenzen hinweg nachhaltig zu verankern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Limmer
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen. 1) Fokusraum Linden-Limmer (45.240 Einwohnende, Stand: 2025): Die Abgrenzung umfasst insbesondere den westlichen Teil von Linden-Nord und das angrenzende Limmer. Dieser Raum ist durch eine extrem dichte, gründerzeitliche Bebauung und einen massiven Mangel an öffentlichen, konsumfreien Freiräumen geprägt. Die hohe soziale Dynamik und fortschreitende Gentrifizierung führen zu einem verstärkten Bedarf an Maßnahmen zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts. Als traditionelles „Ankunftsquartier“ für verschiedene Zuwanderungsgenerationen ist hier der Auf- und Ausbau von Kooperationsstrukturen essenziell, um soziale Barrieren abzubauen und Integration aktiv zu gestalten. Das PLATZprojekt fungiert hier als Scharnier zwischen den Quartieren. Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
45240
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Unterlagen zum Gebiet
linden-limmer2.png (908.9 KB)
Gebiet-Name
Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen. 2) Fokusraum Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (34.302 Einwohnende, Stand: 2025): Dieser westlich an Linden-Limmer angrenzende Raum ist durch heterogene Siedlungsstrukturen und Großwohnsiedlungen geprägt. Hier zeigen sich Anzeichen einer Unterversorgung an sozialer Infrastruktur und Begegnungsorten. Besonders die Alterung der Bevölkerung im Rahmen des demografischen Wandels sowie ökonomische Benachteiligungen in bestimmten Quartiersabschnitten erfordern niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation. Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
34302
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit der Förderung entwickeln wir das PLATZprojekt zu einem sozialen „Scharnier“ zwischen dem hochverdichteten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Wir transformieren einen experimentellen Freiraum in eine feste soziale Infrastruktur. Unser Ansatz basiert auf zwei gleichwertigen GWA-Säulen: Die erste Säule ist die koordinierende GWA. Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine Anlaufstelle mit fester „Kümmerer“-Funktion. Hier steuern wir die Netzwerkarbeit, knüpfen Verbindungen zu Kirchen, Vereinen sowie Wohlfahrtsverbänden und moderieren den Austausch zwischen den verschiedenen Milieus. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln und das PLATZprojekt strategisch als Akteur in beiden Stadtbezirken zu verankern. Die zweite Säule ist die aktivierende Gemeinwesenarbeit. Wir warten nicht auf Besucher, sondern gehen mit verschiedenen Formaten (partizipativ) aktiv in die Quartiere, um soziale Barrieren abzubauen. Wir nutzen das Gelände als methodisches Werkzeug, um besonders benachteiligte Gruppene zur Selbstorganisation und Mitgestaltung zu ermutigen. Ob Flohmärkte, Lesungen oder Werkstatt-Projekte: Wir begleiten Bewohnerinnen dabei, den Ort zu ihrem „Wohnzimmer“ zu machen und eigene Nachbarschaftsinitiativen zu starten. So verbessern wir nachhaltig das soziale Klima und die Integration über Stadtbezirksgrenzen hinweg. Das PLATZprojekt wird zu einem Ort der gelebten Demokratie, der zeigt, wie Teilhabe und gute Nachbarschaft funktionieren kann
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfolg messen wir an der Resonanz im „Kiezzimmer“ und unseren partizipativen Formaten (zB Workshops). Indikator ist die Beteiligung von Menschen aus prekären Lagen und benachteiligten Gruppen, deren Bedarfe direkt in die Angebotsplanung einfließen.
Beschreibung
Erfolg zeigt sich, wenn Nachbarinnen eigene Ideen (zB Flohmärkte, Workshops) eigenständig auf dem Gelände umsetzen. Wir messen dies an der Anzahl der von Bewohnerinnen initiierten Mikro-Projekte und der Nutzung unserer Infrastruktur.
Beschreibung
Erfolg messen wir am Aufbau stabiler Kooperationen (zB Verbände, Kirchen, Vereine). Beleg ist die Umsetzung gemeinsamer Projekte, die Ressourcen bündeln und die soziale Reichweite des Standorts nachhaltig im Quartier erhöhen.
Beschreibung
Erfolg ist die nachweisbare Durchmischung der Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Fokusräumen (Linden-Limmer & Ahlem-Davenstedt). Wir messen dies an der Durchführung von mind. 2 großen generationsübergreifenden Formaten pro Jahr.
Nachhaltigkeit
Wir sichern das Vorhaben durch drei Säulen: Strukturelle Integration: Das „Kiezzimmer“ wird als fester Knotenpunkt in die lokale GWA-Infrastruktur eingegliedert (Kooperation mit Stadtteilräten/Trägern). Finanzmix: Wir streben nach der Pilotphase eine Teilfinanzierung durch kommunale Mittel an, ergänzt durch Eigenmittel aus Platz-Einnahmen und Sponsoring. Capacity Building: Durch „Do-Ocracy“ befähigte Nachbar:innen führen Formate künftig ehrenamtlich in Selbstorganisation fort.
Galerie
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