Gute Nachbarschaft Hahle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Lang
| Funktion | Sozialpädagoge |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft in Hahle
Projektbeschreibung
Im Stader Stadtteil Hahle zeigen soziale Indikatoren (Wahl-Statistiken, Arbeitslosenzahlen, Sekundärmigration usw.), dass der demographische Wandel die gewachsenen Strukturen deutlich verändern wird. Zu erwarten ist, dass die Identität des Stadtteils aufbricht und die Bevölkerungsschichten und –gruppierungen auseinander driften. Als präventive Maßnahme sollen partizipative Projekte die Bewohner dazu bringen, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren und dadurch eine gemeinschaftliche Stadtteil-Identität zu entwickeln.
Als zentrale Maßnahme wird eine Beteiligungsgesellschaft, im Sinne einer AG, durch den Quartiersmanager gegründet. Diese AG verkauft, gegen einen symbolischen Betrag, an jeden Erwachsenen Bewohner des Stadtteils eine "Aktie". Dadurch wird jeder Hahler vom passiven "Bewohner" zum potentiellen "Eigentümer" des Stadtteils und des Nachbarschaftsbüros. Grundsätzlich sind alle Hahler eingeladen sich an einem Forum zu beteiligen, in dem die Arbeit des Quartiersmanagers und seiner Aktivitäten bestimmt werden. Die Analogie zu einer Aktiengesellschaft, in der die Shareholder die Arbeit des "Vorstands" mitbestimmen ist hierbei durchaus gewollt. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Quartiersmanager des Hahler Nachbarschaftsbüros und Vertretern der im Stadtteil aktiven Vereine, der Kirchengemeinde, Schule und KiTas. Die AG führt Hauptversammlungen durch und veröffentlicht Quartalsberichte. Die Bedürfnisse der Hahler Bewohner, unabhängig von sozialem Status, Herkunft, Religion und Geschlecht bestimmen dabei maßgeblich die Ziele und Aktivitäten der Hahle AG. Damit niemand ausgeschlossen wird, haben auch Bewohner ohne Aktie Stimmrecht und Beteiligungsmöglichkeiten. Aber die Aktie ermöglicht zusätzliche Optionen. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wird beispielsweise direkt im Quartierszentrum ein "Wahrzeichen" errichtet werden. Die Namen der Besitzer der Hahler Aktien werden dort eingraviert und somit als "Gründer" des neuen Hahler Gemeinschaftsgefühls erhalten bleiben.
In Kürze beginnen in Hahle bauliche Sanierungsmaßnahmen, die für Lebendigkeit und Wohlfühlatmosphäre sorgen sollen. Die Aktiengesellschaft wird hierbei Einfluss auf die Umsetzung, die Priorität und die Art der baulichen Projekte nehmen sowie eigene Projekte initiieren. Hierzu entwickelt die AG einen Projektplan, ein zeitliches und sachliches Vorgehensmodell, stimmt diese mit den Shareholdern der AG ab und investiert dann in die entsprechenden Projekte.
Laufzeit
2021-02-05 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hansestadt Stade - Der Stadtteil Hahle
Hahle ist ein Stadtteil der Hansestadt Stade. Die Innenstadt liegt ca. 2,5 km entfernt. Der Stadtteil wurde in Siedlungsbauweise in den 1950/60er Jahren erbaut und wird von der Bundesstraße 73 und der Bahnlinie Stade-Cuxhaven begrenzt. Im Kerngebiet von Hahle wohnen ca. 3.300 Menschen.
Hahles Infrastruktur besteht aus Supermärkten, die vor allem am Stadtrand zur „grünen Wiese“ gehören, zu der aber auch eine Tankstelle, Fahrschule etc. gehören. Soziale Einrichtungen sind ebenfalls im Stadtteil beheimatet.
Das Sanierungsgebiet Hahle
Vor allem der Versorgungsbereich im Zentrum von Hahle, der ca. 15 Hektar umfasst, ist von Sanierungsarbeiten betroffen, die dazu führen sollen, dass Hahle wieder zu einem lebenswerteren Stadtteil wird. Im ISEK-Rahmen „Lebendiges Zentrum – Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sollen in Hahle insgesamt drei Millionen EURO investiert werden.
Status Quo und demographischer Wandel
Der Ruf Hahles ist durch sozialen Wohnungsbau mit entsprechender Bewohnerschaft sowie optisch durch die Blockbauweise gekennzeichnet. Der demographische Wandel zeigt eine älter werdende Bewohnerschaft und gleichzeitig ist der Stadtteil zunehmend von Sekundärmigration betroffen. Durch diesen Wandel wird verstärkt eine Veränderung der Stadtteilidentität begünstigt. Sozialindikatoren wie Wahlergebnisse, Wahlbeteiligung, Arbeitslosenzahlen deuten außerdem an, dass Hahle vor besonderen demografischen, sozialen und integrativen Herausforderungen steht.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hansestadt Stade Stadtteil Hahle
Beschreibung
Hahle wird im Norden von der Bahnlinie Hamburg-Cuxhaven eingegrenzt, im Süden von der Bundesstraße 73. Westlich liegt großräumiger Einzelhandel: Marktkauf/EDEKA, Lidl, Poco Möbel-Discounter etc. Im Osten begrenzt die stark befahrene Bremervörder Straße den Stadtteil.
Einwohnerzahl
3300
Quelle / Anmerkungen
Statistiken des Einwohnermeldeamtes Stade bezogen auf die Teilräume Hahle Ost und Hahle West unter Abzug der Bewohnerzahlen am "Schwarzen Berg"
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Agentur für Arbeit, März 2020
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Ausländerbehörde des Landkreises Stade zu Menschen die sich auf Basis der §§ 22 - 26 in Stade aufhalten. (Mai 2019)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen basieren auf Statistiken des Einwohnermeldeamts (2019). Da für den Stadtteil Hahle keine Werte vorliegen wurde auf Basis der Ortschaft Wiepenkathen (mit vergleichbarer Alterssturktur) der Wert auf Hahle adaptiert.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gute_nachbarschaft_hahle_01.png
(328.88 KB)
gute_nachbarschaft_hahle_02.png
(972.06 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Slogan des US-Präsidenten aus dem Wahlkampf 2016 "America first", ist die sinngemäße Transformation von Egoismus und Individualisimus, von Konkurrenzdenken und Ellenbogenmentalität. Die Folgen sind Spaltung von Gesellschaften, Rücksichts- und Verantwortungslosigkeit.
Das Projekt "Gute Nachbarschaft Hahle" und die Gründung der Hahle AG sind ein konsequenter Gegenentwurf zu "America first", der auf den Pfeilern von Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement beruht. In der AG bilden sich demokratische und gleichberechtigte Strukturen ab. Die Rolle des Quartiersmanagers und Kümmerers als Vorsitzender der AG ist zwar hierarchisch überlegen, aber gleichzeitig an die Bedürfnisse der Bewohner und des Stadtteils gebunden. Seine professionellen und sozialen Interventionen beruhen auf der Kernkompetenz eines sozialarbeitenden Quartiersmanagers, der in der Lage ist integrierend und ausgleichend zu agieren und dabei materielle, infrastrukturelle, informelle und soziale Verbesserungen zu ermöglichen.
Die Beteiligungsgesellschaft der Hahle AG erreicht eine substantielle Verbesserung der Lebensumstände in Hahle durch die Bildung einer geförderten und ermöglichten Gemeinschaft bei der die Bewohner im Zentrum stehen. Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation werden attraktive Methoden, die für jeden Einzelnen in Netzwerken und Kooperationsstrukturen gefördert werden. Diese lokalpolitische Bildungsarbeit zeigt dass "Wir in Hahle" dem "America first" überlegen ist.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Eine eingerichtete Sprechstunde des Quartiersmanagers wöchentlich von wenigstens 10 Personen in Anspruch genommen wird
Kriterium
Beschreibung
Wenigstens drei starke lokale Akteure wie Schule, KiTA, Kirchengemeinde als Partner des Quartiersmanagers im Sinne der Gemeinwesenarbeit agieren
Kriterium
Beschreibung
Zwei Lokale Projekte, wie Stadtteilfest o. ä. gemeinsam mit den Bewohnern oder von den Bewohnern umgesetzt werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Rotes Kreuz - Schwinge Werkstätten, Café "Haus der Vielfalt"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Langjährige stadtteilansässige kleinere Unternehmen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Hansestadt Stade wird aus dem Integrationsfonds gefördert. Das Bewusstsein in Verwaltung, Politik und bei Unternehmen ist geweckt, in Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit zu investieren. Die "Stader Erklärung" zeigt parteiübergreifend die Bereitschaft sich zu engagieren. In der Hansestade Stade iszt die eindeutige Absicht vorhanden, dauerhaft in die soziale Verstetigung von Sanierungsgebieten zu investieren. Für den Stadtteil Hahle ist damit die Stelle des "Kümmerers" sichergestellt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Demokratie gestalten im Sahlkamp
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manja Taylor
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ich im Sahlkamp - Wir auf der Welt. Ein stadtteilbezogenes Projekt für Persönlichkeitsentwicklung und eine nachhaltige Zukunft
Projektbeschreibung
Die Beteiligung der Sahlkampbürger*innen wird auf individueller Ebene trainiert und darauf aufbauend im Gruppenkontext und in Stadtteilgremien umgesetzt. Der Sahlkamp ist relevant für unsere Stadtgesellschaft und verschafft sich Gehör!
Unser Projekt entfaltet sich über die 3 Jahre von einem individuellen zu einem kollektiven Fokus.
Politikverdrossenheit und Desillusionierung begegnen wir im 1. Jahr zunächst mit Projekten für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, denn solange ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, ist mir der andere egal.
Wir fördern also im 1. Jahr persönliche Ziele, Visionen und Handlungsfähigkeit der Anwohner*innen.
Im 2. Jahr liegt unser Fokus auf Quartier, Stadtteil, Nachbarschaft, wird also nach ersten Erfolgserlebnissen der TN mit eigenen Ressourcen erweitert. Das 2. Jahr steht im Zeichen von Solidarität und Gemeinschaftsgefühl. Der und die Einzelne sollen erleben können, dass sie gemeinsam Ziele erreichen können und die Stärken des Stadtteils kennenlernen und nutzen. Hier stärken wir vor allem auch die Kooperation mit dem Bezirksrat, dessen Bewohnersprechstunde leider oft leer ist oder von einer kleinen homogenen Gruppe genutzt wird - das wollen wir ändern!
Im 3. Jahr wird der Blick noch weiter - auf Stadt, Land, Welt: Wir wissen, dass unsere Anwohner auch von größeren gesellschaftlichen Fragen bewegt werden, sich von diesen jedoch oft überfordert fühlen oder sich von fake news vereinnahmen lassen.
Wir setzen uns nun zur Aufgabe, diese Überforderung anzugehen und den Themen und Visionen der Menschen in unserem Stadtteil mehr Raum zu geben.
Unser im Gesundheitsprojekt getesteter generationsübergreifender Ansatz erscheint uns hilfreich für diese komplexe Aufgabe: wir können so die eigenen Ressourcen im Sahlkamp weiter wecken und die verschiedenen Altersgruppen können sich gegenseitig befruchten.
Gemeinsame Interessen auch gemeinsam zu vertreten und sich mit seinem Stadtteil zu identifizieren ist eine aus dem alten Projekt gewachsene Perspektive.
Diese noch zaghafte Pflanze wird der SPATS e.V. in seinem Projekt „Ich im Sahlkamp-Wir auf der Welt“ pflegen.
Wir haben in unsere Konzeption mit einbezogen, dass 2021 noch weiterhin von Abstandsregeln und Personenbeschränkungen in geschlossenen Räumen geprägt sein wird - unser Fokus auf Arbeit mit Kleingruppen, 2er-Gruppen und Einzelnen bezieht dies mit ein, so dass wir voraussichtlich die Maßnahmen überwiegend wie geplant durchführen können.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Sahlkamp liegt im Nordosten Hannovers, hier leben 14.433 Menschen. Die Anwohner*Innen des Stadtteils, insbesondere im Gebiet „Sahlkamp Mitte“ haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Wir haben im Projekt "Gemeinsam Gesund Leben", besonders seit der Coronazeit, intensiv mit Einzelnen und Kleingruppen gearbeitet, die hauptsächlich über ihre Perspektivlosigkeit gesprochen haben. Vielen fehlt es an Teilhabemöglichkeiten, sie fühlen sich von der Politik zu wenig beachtet. Verschwörungsideologien sind ein Thema, dem wir mit bloßem Fokus auf Gesundheitsfakten nicht bekommen. Mit dem demokratiefeindlichen Potential der derzeitigen bundesweiten Demos dürfen die Kommunen vor Ort nicht allein gelassen werden. Ressourcen von Land und Bund sind notwendig.
Am Thema "Gesundheit" arbeiten wir anderswo mit gestärkten Netzwerken weiter.
Zurückliegende Anstrengungen, um ein Stadtteilforum zu installieren sind leider gescheitert. Wir haben mithilfe der aktuellen Förderung ein generationsübergreifendes „SPATS-Parlament“ initiiert. Dementsprechend sind wir in Bezug auf eine gelingende Partizipation in den kommenden Jahren optimistisch und möchten mit unseren Bewohner*Innen eine Teilhabe an politischen Vorgängen im Sahlkamp realisieren.
Die generationsübergreifende Arbeit aus dem aktuellen Projek spricht viele Bewohner*Innen an, unabhängig von ihren individuellen Hintergründen in Bezug auf Alter, Herkunft und Geschlecht, und dient so brückenbauenden Beziehungen. Häufig fehlen im Sahlkamp die Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Zielgruppen. Diesem Problem wollen wir entgegenwirken, Vorurteile abbauen und weitere Desilliusionierung stoppen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
Der Stadtteil Hannover-Sahlkamp liegt im Nordosten zwischen Autobahn (im Norden), Mittellandkanal (im Süden), General-Wever-Straße* (im Osten) und Holzwiesen (im Westen). Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet "Sahlkamp-Mitte", das im Zentrum des Stadtteils Sahlkamp mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt.
Innerhalb der Projektlaufzeit sollen die Bauarbeiten zum Neubaugebiet "Gartenstadt" beginnen. Dort werden über 1.000 neue Bewohner*innen zuziehen.
*es läuft ein Bürgerbeteiligungsprozess zur Umbenennung.
Einwohnerzahl
14334
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: 31.12.2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet Soziale Stadt (s. Quartiersplan) liegt innerhalb des Projektgebiets (s. Stadtteilplan).
Es gibt "unsichtbare" Grenzen zwischen Bewohner*innen des sogenannten Speckgürtels und des Soziale-Stadt-Quartiers, die wir mit unserem Projekt überbrücken wollen.
Landesfördermittel sind in den nächsten Jahren für unser Gebiet so wichtig aufgrund folgender Punkte:
1. 9 Einrichtungen im Fördergebiet "Soziale Stadt" Sahlkamp sind von städtischer Seite unterfinanziert, teilweise seit Jahrzehnten. Besonders für 2021/22 befürchten wir aufgrund der 2020 gesunkenen Steuereinnahmen in den Kommunen durch die Coronakrise, dass an unseren Kunden - den Menschen, die in der Gesellschaft ohnehin die geringste Lobby und leiseste Stimme haben - weiter gespart werden soll.
2. Die Haushaltsentscheidungen der Stadt Hannover verzögern sich aufgrund von Corona, möglicherweise erfahren wir erst im April 2021, wie hoch unsere Budgets sein werden / welche Anteile unserer Anträge finanziert werden.
3. Im nächsten Förderzeitraum bis 2023 werden die Planungen für ein Neubaugebiet im Sahlkamp realisiert und die Bewohnerinnen des "soziale Stadt" Quartiers befürchten in Zukunft eine Verschlechterung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur durch Abwanderung von Ärzten, Geschäften, durch Mehrbedarf an der schon gut ausgelasteten Grundschule etc.
4. Es fehlen Räume, die Gruppen von Anwohner*innen kostenfrei /-günstig in Selbstorganisation nutzen können.
4.b .. besonders solche Räume, die von allen Akteuersgruppen als "neutral" wahrgenommen werden.
Zusätzlich zu den o.g. statistischen Daten wohnen im Sahlkamp überdurchschnittlich viele Personen auf kleinem Raum (2,2 Personen pro Haushalt, ggü 1,8 Personen in der gesamten Stadt).
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich auf Kinder bis 15 Jahre. Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil Ausländer*innen im Sahlkamp ist seit 2014 um 1.212 Menschen gestiegen, das entspricht einem Zuwachs von 44,3%.
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten: prozentualer Anteil von Haushalten mit Kind(ern) an Bedarfsgemeinschaften, die Transferleistungen beziehen.
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
spats_stadtteilplan_sahlkamp.pdf
(382.3 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten die persönlichen Ressourcen der Anwohner*innen stärken, und bislang passive oder gar desillusionierte Menschen dadurch aktivieren, dass der Fokus im ersten Projektjahr auf individuellen Wünschen und Zielen liegt. Die Teilnehmer*innen (TN) sollen ihre Ressourcen positiv erfahren und einsetzen und so ermutigt werden, dies öfter zu tun - im 2.+3. Jahr auch in Zusammenarbeit mit Nachbar*innen und Anderen.
Die Netzwerke im Quartier und die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Bereits vorhandene Beteiligungsformate sollen nutzerfreundlicher werden und mehr genutzt und damit gestärkt werden. Hierzu wollen wir neue Akteur*innen einbeziehen. Aus bestehenden Netzwerken wurde der Bedarf nach mehr Verlinkung des Gebietes sozialer Stadt und des Rest-Stadtteils an uns herangetragen.
Beteiligungsformate und andere Angebote werden häufig von denselben, homogenen Gruppen genutzt, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über neue Kooperationen möglich ist, andere Anwohner*innen zu aktivieren und zu integrieren. Wir begrüßen weiterhin die Gemeinwesenorientiertheit dieser Landesministeriums-Ressource, da unsere positiven Erfahrungen generationsübergreifender Arbeit der letzten Förderperiode so in dieses Beteiligungsprojekt einfließen können. Außerdem sind bei der Aktivierung von Gruppen, die sonst für Beteiligungsformate unerreichbar sind, ein niedrigschwelliger Ansatz sowie eine gute Beziehungsbasis unumgänglich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Teilnehmer*innen des 2.- und 3. Projektjahres sich - über kulturelle, soziale oder Einkommensgrenzen hinweg - in Paten- oder Kleingruppenprojekten gemeinsame Erfolge erleben. Wenn Teilnehmer*innen erfahren, dass sie gemeinsam stärker sind.
Beschreibung
Wenn wir durch unsere Beziehungsarbeit in unseren sonstigen Einrichtungstätigkeiten neue Akteursgruppen aktivieren, die in bisherigen Beteiligungsgremien nicht vertreten sind, und wenn die Themenwahl aller Maßnahmen von den Teilnehmer*innen geleitet wird.
Kriterium
Beschreibung
wenn TN eigene Stärken und nachbarliche Vorbilder entdecken, wenn bestehende Beteiligungsformate gestärkt werden durch Anpassung auf neue TN, wenn positives aus dem Stadtteil berichtet wird, wenn TN kleine Erfolge auf eigene Ressourcen zurückführen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
Derzeit unterstützt das Gremium "Koordinationsrunde" 9 Einrichtungen, die unterfinanziert sind und für die kommenden Jahre um Erhöhung der kommunalen Mittel kämpfen. 4 der SPATS-Einrichtungen gehören dazu.
Aufgrund der durch die Coronakrise eingebrochenen Steuereinnahmen kann voraussichtlich 2021/2022 weniger finanziert werden, so dass Dienstleistungen für unsere Zielgruppen evtl. wegbrechen werden.
Sowohl der langjährige Quartiersmanager als auch der Gemeinwesenarbeiter gehen während der Projektlaufzeit in Rente, so dass dem Stadtteil Wissen und Erfahrung verloren gehen werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement, Gemeinwesenarbeit, Fachbereich Jugend und Familie, Fachbereich Soziales, Fachbereich Senioren, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte e.V., Epiphanias Sportgemeinschaft, Internationale Stadtteilgärten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V., Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat, Integrationsbeirat, Sanierungskommission, Bezirksbürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hannoversche Allgemeine, Neue Presse, Stadtteilanzeiger, Sanierungszeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche aus verschiedenen Beteiligungsformaten, Multiplikator*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Sahlkamp, Seniorenbeirat, AG Image, AG Beratung, AG Sicherheit, AG Flüchtlinge, AG Frauen, AG Kinder und Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koop-Lab "Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsbüro Petra Kühne, Rechtsanwältin Jaanika Welsch
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
1. 2,2 Std Projektkoordination für generationsübergreifende Arbeit sind beantragt (ob dies bewilligt wird, erfahren wir evtl. im April 2021)
2. Ab 2022 planen wir einen Antrag bei Demokratie leben!
3. Die beiden Kinder-/Jugendeinrichtungen planen eine Bewerbung für Beteiligungsprojekte beim Kultusministerium
4. Planung weiterer Fördermittel ab 2024 kann konkretisiert werden, wenn die Fördermittelgeber, die wir kontaktiert haben, Auskunft über zukünftige Ausschreibungen geben können.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Zusammen leben in Cloppenburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martina Fisser
| Funktion | Leitung DW Oldenburger Münsterland |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilhabe für zugewanderte Familien aus Osteuropa
Projektbeschreibung
Die vorhandenen Strukturen sollen genutzt werden, um die Integration von EU-Bürger*innen zu befördern. Viele Zugewanderte aus Osteuropa sind im Raum Cloppenburg in der Fleischindustrie und anderen prekären Arbeitsverhältnissen tätig. Bisher ist eine Integration mit Teilhabechancen nicht gelungen.
Mit dem beabsichtigten Verbot oder der Einschränkung von Werkvertragsarbeitsverhältnissen stehen zwar arbeitsrechtliche Verbesserungen für die Betroffenen an. Es müssen aber zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um auch eine gesellschaftliche Integration und echte Teilhabechancen vor allem für die zugezogenen EU-Bürger*innen zu ermöglichen. Dies soll gemeinsam mit bereits im Quartier ansässigen Familien geschehen. Die Kooperation der im Schwedenheim ansässigen Institutionen bieten hierfür ideale Voraussetzungen, denn das Schwedenheim ist soziales Zentrum und Familienzentrum in Cloppenburg.
Zunächst wird das Schwedenheim als Anlaufstelle für die EU-Bürger*innen etabliert. Auch schon jetzt haben viele Werkvertragsarbeiter*innen ihre Familien nachgeholt um mittelfristig eine Zukunft in Cloppenburg aufzubauen. Im Rahmen des Familienzentrums Schwedenheim werden Begegnungsmöglichkeiten für einheimische und zugewanderte Einwohner*innen Cloppenburgs geschaffen. Durch interkulturelle Angebote werden zudem das Verständnis füreinander und die Chancen der Vielfältigkeit gestärkt. Darüber hinaus werden sie durch Selbsthilfeunterstützende Angebote zur aktiven Teilhabe im gesellschaftlichen Kontext befähigt. Im weiteren Verlauf werden gemeinsam mit Ihnen und mit der aufnehmenden Bevölkerung Angebote zunächst im Schwedenheim und in der Folge auch im übrigen Stadtgebiet etabliert, die ein wechselseitiges Kennenlernen ermöglichen.
Durch die Beteiligungsformen im Schwedenheim als soziales Zentrum Cloppenburgs erfahren alle Einwohner*innen des Quartiers ihre Partizipationsmöglichkeiten und machen eigene Wirksamkeitserfahrungen. Sie erleben Diversität als Chance und Stärke.
Teilhabechancen werden verbessert und Vorbehalte und Ängste werden reduziert.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Cloppenburg liegt in Niedersachsen zw. Osnabrück und Oldenburg. Schlüsselbranchen sind die Ernährungswirtschaft, Elektrotechnik, Bauwirtschaft und die Produktion von Fahrrädern. Als erste Stadt in Niedersachsen wurde Cloppenburg als familiengerechte Kommune zertifiziert. Das Schwedenheim ist Familienzentrum verschiedener Kooperationspartner und bildet ein soziales Zentrum für die Stadt Cloppenburg.
Insbesondere in der Fleischindustrie und im Lager/Logistik-Bereich gibt es für Menschen ohne bzw. ohne anerkannte Ausbildungen Möglichkeiten auf eine Arbeitstätigkeit. Für viele EU-Bürger*innen erfolgt dies bisher zumeist im Rahmen von Werkvertragsverhältnissen. Hier sind zum Beginn des nächsten Jahres Verbesserung für die Betroffenen geplant.
Auch wenn bereits in der Vergangenheit eine große Zahl der EU-Bürger*innen ihre Familien nachgeholt haben, weil sie nicht getrennt von ihnen leben wollten, ist anzunehmen, dass sich dieser Trend in der Folge der oben genannten Veränderungen verstärkt.
Zugleich muss festgestellt werden, dass Sich die Gruppe der EU-Bürger*innen zum großen Teil nicht in die Stadtgesellschaft integrieren konnte. Deshalb müssen diesbezügliche Anstrengungen verstärkt werden.
Auch hierfür bietet das Schwedenheim eine gute Ausgangsposition, da hier das Zusammenwirken, die Unterschiedlichkeit und das Erleben von Selbstwirksamkeit lange Tradition hat, an die aktiv angeknüpft werden kann. Die Arbeit des Familienzentrums schwedenheim wird damit in die gesamte Stadt Cloppenburg, das heißt sowohl zur einheimischen als auch zur zugewanderten Bevölkerung ausstrahlen.
Einer Segregation und Parallelgesellschaft soll entgegengewirkt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cloppenburg Stadt
Beschreibung
Projektgebiet ist das Stadtgebiet Cloppenburg.
Es wird im Norden durch die B72 und im Osten durch die B 72 und im weiteren Verlauf die Cappelner Straße und die Große Straße (L 842) begrenzt.
Der Südliche Abschluss erfolgt entlang der K 171 (Sevelter Str., Cappelner Str., Nüttelner Str., Stapelfelder Str., Holtestr.)
Im Westen bildet die B 68 und im weiteren Verlauf der Neuendamm die Grenze. Die Molberger Straße schließt dann wieder an die B 72 an.
Einwohnerzahl
35451
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia, Stand: 12/19
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Datenspiegel 2018, Herausgeber: Landkreis Cloppenburg, Stand: März 2018.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Schätzung. Im Landkreis Cloppenburg gibt es 5 große Schlachtbetriebe. Die Mitarbeiter/innen kommen stark aus dem EU-Ausland. Sprachkenntnisse sind gar nicht oder fast gar nicht vorhanden. Es gibt Einzelpersonen, Paare und Familien. Es gibt individuelle Probleme, aber auch Schwierigkeiten die für jede Gruppe zutrifft.
Unterlagen zum Gebiet
stadt_cloppenburg.jpg
(94.7 KB)
familienzentrum_schwedenheim.jpg
(1.88 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch Gemeinwesenarbeit sollen die zugewanderten EU-Bürger*innen Cloppenburg als IHRE Stadt erleben, in die sie sich aktiv einbringen dürfen und die sie mitgestalten können. Diese Partizipationsmöglichkeiten stehen der einheimischen Bevölkerung ebenso zur Verfügung.
Alle Angebote werden mit den Bewohner*innen gemeinsam entwickelt hierfür werden die Einwohner*innen angesprochen und es wird im Familienzentrum Schwedenheim ein Anlaufpunkt für alle geschaffen.
Auch wenn Cloppenburg insgesamt keine benachteiligtes Gebiet ist, gibt es in ihr mit den EU-Bürger*innen doch eine benachteiligte Gruppierung, die der niedrigschwellige Unterstützung und des kollektiv gestützten Empowerments bedarf.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projektentwicklung erfolgt auf der Grundlage von Befragung/Aktivierung von Bewohner*innen
Kriterium
Beschreibung
Die Kooperationspartner bringen ihre Ressourcen in das Projekt ein und übernehmen die beteiligungsstärkenden Arbeitsweisen
Kriterium
Beschreibung
Die Kooperation Familienzentrum Schwedenheim führt nach Beendigung der Projektlaufzeit die Zusammenarbeit und Integrationsarbeit fort.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote werden gemeinsam mit EU-Bürger*innen und Einheimischen entwickelt und gemeinsam genutzt. Zugehörige der jeweiligen Gruppierungen setzen sich aktiv für andere ein.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Schwedenheim ist bereits ein Familienzentrum mit breiter Kooperation. Die erprobten Beteiligungen sollen nach Auslaufen des Projektes als selbstverständliche Handlungsform von allen Kooperationspartnern fortgeführt werden.
So kann dauerhaft eine gemeinwesenorientierte und zukünftig neu zuwandernde Menschen integrierende und beteiligende Arbeitsweise etabliert werden. Die Grundförderung des Familienzentrums soll kommunal sicher gestellt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bunte Vielfalt im Zukunftszentrum - von Mensch zu Mensch
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Chanel Habermann
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilhabe für Alle
Projektbeschreibung
Das Zukunftszentrum ist für die Bewohner der drei Stadtteile eine feste Anlauf- und Begegnungsstätte geworden. Von hier aus werden die drei sozial benachteiligten Stadtteile betreut, unterstützt u. die verschiedenen Projekte geplant. Durch die Vielfalt der Angebote fühlt sich jede/r Bewohner/in angesprochen. Die vielen Hilfs- u. Begegnungsangebote nutzen ganz unterschiedliche Zielgruppen. Regelmäßige Befragungen der Bewohner/innen durch die Stadtteilmanagerinnen ergeben immer wieder neue Bedarfe. Diese Bedarfe werden von den Stadtteilmanagerinnen zusammen mit den Bewohner/innen geplant und umgesetzt. Gerade in unserem ländlichen Raum, der stark von der Demografie-Wandel geprägt ist, sind diese Angebote unverlässlich. Dies wurde auch immer wieder durch Vertreter aus der Politik bestätigt. In unserer täglichen Arbeit steht die Integration und Teilhabe, aber auch die ökonomischen, sprachlichen, kulturellen, gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen im Vordergrund. Dabei stellen wir fest, dass ohne professionelle Unterstützung die Bewohner/innen überfordert sind. Durch die Förderung haben wir die Möglichkeit, die Bewohner/innen aktiv zu unterstützen. Die Erfolge zeigen auch, dass unsere Angebote gerne angenommen und genutzt werden, um die Lebenssituationen in die Hand zu nehmen und zu verbessern. Aussagen der Bewohner/innen sind z. B. : „ Das Zukunftszentrum ist mein 2. Zuhause, hier fühle ich mich wohl, kann mich austauschen und bin unter Gleichgesinnten.“ Oder: „ Im Zukunftszentrum fühle ich mich wohl, weil ich hier so angenommen werde wie ich bin. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Unser Motto ist: Wir verstehen uns als Partner auf Augenhöhe und als Ort für Menschen, die in dieser Gesellschaft oft keinen Platz finden. Wir bringen Alle zusammen u. fördern Integration. Unsere Arbeit ist unsere Leidenschaft und ein positiver Antrieb für jeden neuen Tag. Das überträgt sich auch auf die Bewohner/innen. Mit der neuen Förderung soll in den nächsten drei Jahren zum einen die Arbeit weiter verstetigt werden, zum anderen sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Gemeinwesenarbeit auf die umliegenden Dörfer auszuweiten. Hierzu fahren wir z. B. in die Dörfer u. wollen mit einem Meghaphon die Bew. auffordern, sich mit uns auf dem Dorfplatz zu treffen, um dadurch in den Austausch u. die Bedarfsermittlung zu kommen. So können z. B. die Angebote des Senioren-Hilfsdienstes oder die Nachbarschaftshilfen etabliert oder ein Mobilitätsangebot geschaffen werden.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Nachdem wir in 2017 mit dem Projekt ZukunftsZentrum gestartet sind, konnten wir in den 3 Stadtteilen mit sozialem Brennpunkt erreichen, dass die unterschiedlichen Personengruppen sich durch die vielfältigen Angebote angesprochen fühlten. Durch die verschiedenen Projekte konnten viele Menschen aus der Abwärtsspirale geholt werden. Durch die Aktivierung der Bewohner durch die Stadtteilmanager haben sich schon einige Bewohner in verschiedenen Projekten engagiert und dadurch Anerkennung und Wertschätzung erfahren. Allerdings haben wir auch festgestellt, dass es einige Bedarfe auch über die Stadtteilgrenzen hinaus gibt. Dannenberg ist mit seinen 28 Ortsteilen und Dörfern stark vom demografischen Wandel geprägt.In der Stadt Dannenberg liegt der Bew. -Anteil der Senioren bei 30,8 % auf Samtgemeinde-Ebene sogar auf 34%. In den umliegenden Dörfern gibt es keinerlei Infrastruktur und keine Nahversorgung. Das bedeutet, auch außerhalb der Stadtteilgrenzen gibt es viele Menschen, die durch Isolation und Vereinsamung nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dies liegt zum einen an der mangelnden Mobilität, aber auch am mangelnden Einkommen. Die Menschen sitzen in den Ortsteilen/Dörfern fest, Busse fahren höchstens 3 x am Tag und der Fahrpreis ist relativ hoch. Hier ist die Abwärtsspirale vorprogrammiert und es gibt dringenden Handlungsbedarf.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue - Feldstraße. /Bellmannsfeld/Bahnhofstr.
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf Straßenzüge Feldstraße. / Bellmannsfeld, Bahnhofstr.
Einwohnerzahl
800
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Integrationsbeauftragte des Landkreises und Samtgemeinde Elbtalaue
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitsmarktbericht des Jobcenters Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Studie Elise(Elbe-Informationssystem) des Fraunhofer Institutes
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
feldstr_bellmannsfeld_0.png
(73.78 KB)
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue- Develanging
Beschreibung
Der Develang mit seinen Nebenstraßen ist ein in sich geschlossenes Wohngebiet mit überwiegendem Anteil an Blockbauten. Hier wohnen überwiegend Spätaussiedler, Langzeitarbeitslose und Rentner.
Einwohnerzahl
1200
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitsmarktbericht Jobcenter Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Integrationsbeauftragte Landkreis Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Studie Elise ( Elbe- Informationssystem) des Fraunhofer Institutes
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
develangring_0.png
(61.68 KB)
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue-Kochstr./Franz-Lübeckstr.
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung bezieht sich auf die beiden Straßenzüge Kochstr. und Franz-Lübeck-Str.
Einwohnerzahl
500
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
67
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitsmarktbericht Jobcenter Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kochstr_franz_luebeck_0.png
(57.77 KB)
Gebiet-Name
Samtgemeinde Elbtalaue
Beschreibung
Das Projektgebiet begrenzt sich anhand der Samtgemeinde-Grenzen.
Einwohnerzahl
20759
Quelle / Anmerkungen
Zensus 1011
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
img_2040.jpg
(96.5 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In unseren Projekten verfolgen wir den ganzheitlichen Ansatz auf die Lebenszusammenhänge. Ziel ist es, die immateriellen und materiellen Bedingungen zusammen mit den Bewohnern zu verbessern. Mit den nächsten Schritten wollen wir die Arbeit noch professioneller gestalten. Denn bei den materiellen Bedingungen geht es darum, zum einen die Existenzsicherung, aber auch den Wohnraumbereich zu verbessern. Bei den immateriellen Bedingungen soll sich die Qualität der sozialen Beziehungen, die Partizipation und Kultur in den Stadtteilen weiter verbessern. Die Angebote der Hilfe zur Selbsthilfe steht gerade auch in den neuen Projekten sehr im Vordergrund. Somit können wir die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation des Einzelnen, aber auch der Gruppe weiter fördern. Im Vordergrund steht immer die Stärkung der Personen. Dabei sollen die eigenen Ressourcen entdeckt und entwickelt werden. Durch die neuen Projektziele können wir aber auch gerade die Bedingungen fördern, die es Menschen ermöglichen, selbst über das eigene Leben zu bestimmen und "Kontrolle über die Gestaltung der eigenen sozialen Lebenswelt" zu erlangen. Hierbei legen wir auf den Aufbau weiterer Netzwerke und Kooperationsstrukturen, Nachbarschaftshilfe, Senioren-Hilfsdienst, Aktivierung der Bew. auch außerhalb der Stadtteile einen Schwerpunkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen bringen sich aktiv en. Sie werden als "Experten" anerkannt und wertgeschätzt. Sie gehen respektvoll miteinander um. Bewohner kommen mit eigenen Projektideen, die gemeinsam umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Unser Leitgedanke "Hilfe zur Selbsthilfe" wird weiter professionalisiert. Ziel ist, dass die Nachbarschaftshilfen von den Bewohnern selbst organisiert werden.
Kriterium
Beschreibung
Das soziale und kulturelle Leben soll durch die Bewohner in den Stadtteilen weiter aktiviert und gestaltet werden. Dabei sollen Menschen mit unterschiedlichen Kulturen weiter zusammen gebracht werden, um Zusammenleben und Nachbarschaft zu fördern.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Lüchow-Dannenberg-Integrationsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter Lüchow-Dannenberg, Fallmanagerin Integration und Markt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Violetta e. V. Beratungsstelle für Mädchen und Frauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Caritas e.V. für den Landkreis Lüchow-Dannenberg, Koordinierungsstelle Integration und Migration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Perspektive gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Dannenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elternforum der ev. Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heilpädagogischer Kindergarten Leben Leben
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Weiterhin soll versucht werden, über die kommunalen Strukturen eine, evtl. auch anteilige Finanzierung möglich zu machen. Hier sind und bleiben wir nach wie vor in Gesprächen mit dem Bürgermeister und den politischen Gremien vor Ort. Hierzu soll eine Strategie für eine nachhaltige Finanzierungsgrundlage entwickelt werden, um andere Finanzierungsmöglichkeiten zu akquirieren. Ziel ist, durch unabhängige Finanzierungsmöglichkeiten die Zukunft des Zukunftszentrums zu sichern.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Anlaufstelle für nachhaltige Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner*innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt, der sich rauskristallisiert hat, ist ein Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekt mit Aktivitäten wie Insektenhotels bauen, Saatbomben herstellen und verteilen, gemeinsames Müll sammeln, Initiierung und Suche von Unterstützer*innen für die Zertifizierung von Bad Lauterberg als Fair Trade Stadt. Ein anderer Schwerpunkt soll aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen werden. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Kulturcafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie jährliche Veranstaltungen wie der „Tag der Vielfalt“ sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Durch die verstärkte Netzwerkarbeit und die Befragung der Einwohner*innen entstehen momentan viele Ideen und Angebote. Unteranderem ein Frühstück für Senior*innen, ein Senior*innentaxi für gemeinsames einkaufen oder Arztbesuche, gemeinsames Kochen, "Formularfuchs"-Unterstützung bei der Organisation der Unterlagen u.v.m.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren.
Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner*innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts.
Da das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, umfangreich saniert werden müsste, konnte das ursprüngliche Haus der Begegnung nicht in angedachter Form genutzt und ausgebaut werden. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume umgebaut. In einen Trakt ist Anfang 2019 nach mehrjähriger Verzögerung das Jobcenter eingezogen. Im selben Gebäude sind auch Räume für das Gemeinwesenprojekt reserviert, die jedoch noch nicht freigegeben wurden. Auch wenn diese Räumlichkeiten aufgrund Lage und Größe langfristig ideal wären, konnte bis auf weiteres ein ehemaliges Ladenlokal bezogen werden, dass sich als Basis für sozialraumorientierte Arbeit gut eignet.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor.
In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner*innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen.
Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter*innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt.
Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner*innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_3301.jpg
(1.21 MB)
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement und Vernetzung verschiedener Initiativen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Ziel ist es, dass alle Bewohner*innen sich inkludiert fühlen und gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiterinnen führen diese zum Teil selbst durch und koordinieren, begleiten und unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner*innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner*innen für das Gemeinwesen genutzt und unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Mittlerweile nehmen auch anfangs eher skeptische Bewohner*innen an Angeboten teilnehmen, führen sie sogar selbst durch oder bringen Ideen ein. Durch neue Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück sind Bedarfe und Ideen der Bewohner*innen geäußert wurden, an die angeknüpft werden soll. Momentan wird eine Toilette in die Räumlichkeiten gebaut und bei der Gelegenheit auch der Anschluss für eine Küchenzeile gelegt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig auch gemeinsam gekocht oder gebacken werden kann.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestaltens des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen wie bspw. Gemeinsam KUNST oder Gemeinsam ESSEN und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben und bedarfsgerechte Angebote von Bewohner*innen (und) für Bewohner*innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie vielfältig diese Gemeinschaft ist und welche Stärken sich daraus ergeben. Dazu sind noch in diesem Jahr Aktivitäten, u.a. zum Thema Heimat und sich heimisch fühlen gemeinsam mit dem Kreisheimatbund, dem Tourismusbüro sowie einer ortsansäßigen Künstlerin, geplant. Auch bei den Aktivitäten in 2020 sollen als Klammer die Begriffe Heimat, Nachbarschaft und Vielfalt leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter und damit lebenswerter für alle werden.
In Kooperation mit dem Netzwerk-Senioren e.V., die einen Bürger*innenbus realisiert haben, wird zu Veranstaltungen auch ein Fahrdienst angeboten. Ein Schritt zu mehr Mobilität im ländlichen Raum, der soziale Teilhabe ermöglicht.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner*innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner*innenschaft. Anhand der vielen Vereine und dem neu gegründeten Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen und zu gestalten da ist. Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung und zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse und Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement und erhöht damit das Wirkungspotential.
Dadurch wird eine gesunde Nachbarschaft bis ins hohe Alter gefördert. Gesund im Sinne von einem gesunden Miteinander und dadurch auch gesunden bzw. gesünderen Individuen. Langfristig hat diese Nachbarschaft auch eine präventive Funktion. Sowohl indirekt als auch durch konkrete Präventionsmaßnahmen gemäß § 20 SGB V. Damit sollen Regelfinanzierungen für einzelne Angebote erschlossen werden, um das Projekt nachhaltig zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt. Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs und ein Bastelnachmittag im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
11. Medien
Galerie
Gemeinwesenarbeit im Uelzener Stadteil "Am Königsberg"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christiane Meyer-Fleischmann
2. Kurzbeschreibung
Wir vom Königsberg
Projektbeschreibung
Viele Menschen im Uelzener Stadtteil „Am Königsberg“ leben praktisch anonym neben einander. Sie kennen sich kaum oder gar nicht, obwohl sie z.T. eine lange Zeit räumlich zusammenwohnen. Eine zunehmende „Vereinzelung“ ist bei etlichen Bewohnern des Quartiers erkennbar.
In Form der Gemeinwesenarbeit (GWA) wollen wir die Bewohner des Stadtteiles aktivieren, befähigen und begleiten, ein „Wir-Gefühl“ untereinander und nach außen zu entwickeln. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die dann gemeinsam ihr Zusammenleben gestalten. Dabei geht es darum, die Menschen im Stadtteil zu befähigen und zu begleiten ein aktives soziales Zusammenleben im Stadtteil zu initiieren. Dabei ist es uns wichtig, dass die Menschen im Stadtteil sich mit ihren Fähigkeiten in die Gemeinschaft des Stadtteils einbringen.
Durch eine breite Mischung von Angeboten im dortigen Nachbarschaftstreff, durch aufsuchende Angebote, durch verschiedene Aktionen im Stadtteil sollen die Bewohner zusammengeführt werden. Der seit 2012 bestehende Nachbarschaftstreff „TREFF Am KÖ“, Emsberg 2 in Uelzen bietet mit seiner Ausstattung gute Möglichkeiten zum Treffen von Gruppen und ein Büro für die Beschäftigten. Der Standort des TREFFs befindet sich an einer zentralen Stelle im Stadtteil.
Die Arbeit im Stadtteil soll von einem Sozialpädagogen (50%-Stelle) und einer pädagogisch erfahrenen Fachkraft (70%-Stelle), die aufgrund langjähriger Erfahrungen umfänglich mit anderen sozialen Einrichtungen in der Stadt vernetzt ist, gestaltet werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In dem Uelzener Stadtteil wohnen recht unterschiedliche Bewohnergruppen. Seit Oktober 2012 wird hier ein Nachbarschaftstreff (TREFF AM KÖ) von der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (gwk) betrieben. Konzipiert war die Arbeit im Rahmen des Quartiersmanagements. Primär aufgrund fehlender Qualifikation und aufgrund einer überdurchschnittlichen Personalfluktuation wurden die Aufgaben einer Quartiermanagerin fast nie durchgeführt. Kennzeichen der Arbeit waren eine klare „Kommstruktur“ und sogenannte geschlossene Gruppen. Das anfängliche Interesse der Bewohner ist mit den Jahren deutlich rückläufig. Kinder- und Jugendarbeit gibt es seit ca. 2 Jahren nicht mehr. Vormals war der Treff ein Ort, an dem Anliegen von Bewohnern eingebracht werden konnten. In einigen Straßen des Stadtteils gibt es z.B. Parkplatzprobleme. Diese kann man gemeinsam angehen und lösen. Da die gwk als „Erfahrungsträger“ weiter mit uns als neuem Anbieter zusammenarbeiten möchte, können Erfahrungen genutzt werden. Durch die geplante GWA sollen Bewohner motiviert und befähigt werden Gemeinsamkeiten zu entwickeln. Es wird nicht von außen verändert, sondern die Menschen ändern und entwickeln selber: (z.B. derzeit fehlender Parkraum) Stichwort: Kollektive Selbsthilfe. Damit die GWA keinen „Strohfeuereffekt“ entwickelt, halten wir die Vernetzung mit Kooperationspartner (Stadt Uelzen, Diakonie Uelzen, Paritäten Uelzen, Uelzer Tafel u.ä.) für fundamental wichtig. Uns geht es um eine möglichst dauerhafte und nachhaltige Ausrichtung der Arbeit. Im Uelzener Stadtteil „Stern“ wird in Kürze ein Stadtteilzentrum entstehen. Erfahrungen können in die neue Arbeit einfließen.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Uelzen Am Königsberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil handelt es sich aufgrund seiner geografischen Lage um ein in sich quasi „geschlossenes“ Wohngebiet. Der Stadtteil hat eine Zufahrt. Wer in das Stadtgebiet per Pkw, ÖPNV oder ähnliches möchte, muss diese Straße nutzen. Der Stadtbezirk wird im Westen durch die Ilmenau, im Süden durch ein Waldgebiet, im Osten durch eine große Sportanlage und im Nord durch eine Bundesstraße abgegrenzt. Der Stadtteil ist ein reines Wohngebiet.
Einwohnerzahl
1378
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Etwa 1/3 der Bewohner leben in sogenannten Großwohnanlagen, in den höchsten Wohngebäuden der Stadt.
Der Stadtteil hat den höchsten Anteil von Bewohnern mit internationaler Herkunft. Diese Menschen stammen aus mehr als 30 verschiedenen Nationalitäten.
Der Anteil von älteren Bewohnern (70 plus) ist in dem Stadtteil signifikant. Das liegt auch daran, dass es etliche größere Wohnanlagen speziell für Senioren gibt (sozialer Wohnungsbau, deren Belegungsbindung).
Wenn vom Stadtteil Am Königsberg in Uelzen gesprochen wird, denken viele meist nur an die Großwohnanlagen, die es an anderen Stellen in Stadt und Landkreis Uelzen nicht gibt. Die Großwohnanlagen sind in der Stadt Uelzen stigmatisiert, Menschen die dort noch nie gewesen sind, meinen, dass in den Wohnungen nur Menschen mit internationaler Herkunft und Kriminelle wohnen, was real nicht zutrifft.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.jpg
(105.57 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ein Ansatz der GWA ist das Stichwort: "Befähigung statt Betreuung". In diesem Projekt sollen insbesondere ehrenamtliche Mitarbeiter befähigt werden, mit Gruppen und ggf. Einzelpersonen im Stadtteil selbständig zu arbeiten. Da der Rahmen der Arbeit in diesem Projekt „abgesteckt“ ist, erscheint das Erreichen der Zielsetzung in dem gesetzten Rahmen gut möglich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Arbeit die Bedürfnisse und interessen der Bewohner trifft
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir die Fähigkeiten der Bewohner nutzen
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir die Stärken einzelner für viele Nutzen
Kriterium
Beschreibung
Wenn möglichst viele partizipieren können
Beschreibung
Sind Voraussetzung für eine gute GWA im Stadtteil
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen mbH (gwk), Veerßer Straße 66 29525 Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Hansestadt Uelzen, Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Marien zu Uelzen und Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
#sprachlernendesspiel 5.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julian Mende
2. Kurzbeschreibung
Theater - Sprache - Integration
Projektbeschreibung
#sprachlernendesspiel ist ein Projekt, das ein Schuljahr lang Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft mit theaterpädagogischen Mitteln die Deutsche Sprache vermittelt und dabei die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in ihrem Stadtteil ermöglicht. Der nächste Durchgang startet im August 2019 und endet im Juni 2020.
In den wöchentlichen Theaterproben und einer größer angelegten Abschlusspräsentation am Ende des Schuljahres erleben sie Selbstwirksamkeit mit theaterpädagogischen Mitteln. Neun Schulen aus Hannover und der Region mit insgesamt 10 Sprachlernklassen sind Projektpartner.
In den Theaterproben wird zu selbst gewählten Themen gearbeitet, die sich aus den Interessen der rund 160 Sprachlerner und deren Mitschülern ergeben. So kann natürlich das Thema Flucht im Fokus stehen, der Blick in die Zukunft geöffnet oder aber das eigene Verständnis von Demokratie und Teilhabe auf der Bühne verhandelt werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten pro Gruppe eine Szene, eine Collage oder ein Stück, das am Ende des Schuljahres als gemeinsame Präsentation in der großen Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule aufgeführt wird.
Innerhalb einer Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leibniz Universität Hannover und der Leonore-Goldschmidt-Schule werden 20 angehende Lehrer für das Fach Darstellendes Spiel (Bachelor und Master-Absolventen des Studiengangs Darstellendes Spiel) in einer Lehrveranstaltung auf das Projekt vorbereitet. Die Studierenden werden befähigt, im Tandem Theaterworkshops mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Sprach- und Kulturräumen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren durchzuführen. Dieses Angebot geht über den regulären Unterricht hinaus; die Schule dient jedoch als ein wichtiger Bezugspunkt, um die neuen Sprachlerner zu erreichen.
Die 20 Studierenden arbeiten als freie Mitarbeiter und werden in regelmäßigen Evaluations- und Netzwerktreffen von einem freien Mitarbeiter, supervisorisch begleitet und in der Organisation unterstützt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft haben wie alle in Deutschland lebenden Kinder das Recht, die Schule besuchen zu dürfen! Die Sprachbarriere als erste Hürde wird in Sprachlernklassen so gut wie möglich abgebaut. Das Lernen findet hier in der klassischen Klassenzimmer-Situation statt. Zwar sind die Klassen deutlich kleiner als Regelklassen, die Bedürfnisse dieser Schülerinnen und Schüler sind aber trotzdem sehr unterschiedlich. Manche besuchen zum ersten Mal im Leben die Schule, manche haben durch eine Fluchterfahrung Ängste, manche haben starke Konzentrationsschwierigkeiten, manche sind in ihrer Entwicklung viel weiter als andere, manche sitzen nun im Klassenraum mit anderen zusammen, die in ihrer Heimat als Feinde gelten.
Man könnte hier den Facettenreichtum der Schülerinnen und Schüler noch weiter ausführen, es wird aber deutlich, dass die intensive aber klassische Beschulung nur einen Teil der Entwicklungspotentiale fördern kann. An dieser Stelle setzt #sprachlernendesspiel an.
Um einen Eindruck der Arbeit zu erlangen, möchte ich auf den Aufführungstermin des diesjährigen Durchlaufs von #sprachlernendesspiel aufmerksam machen.
28.05.2019 - 11 Uhr in der Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule, Mühlenberger Markt 1, 30457 Hannover.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Stadt und Hannover Region
Beschreibung
9 weiterführende Schulen in Hannover und der Region, teilweise im Gebiet der "sozialen Stadt", teilweise nicht.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
#sprachlernendesspiel ist partizipativ, aktivierend und bestärkt Schülerinnen und Schüler zur Formulierung ihrer Themen und Interessen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dieser Standard ist beim erfolgreichen Start des Projekts bereits erreicht
Kriterium
Beschreibung
die Schülerinnen und Schüler bei der Abschlusspräsentation auf der Bühne stehen und sichtbar werden
Kriterium
Beschreibung
die Eltern im Publikum sehen, wie ihre Kinder es schaffen, friedlich mit Vielfalt umzugehen und diese auf der Bühne als etwas Postives formulieren.
Vorhandene Strukturen
Die bereits bestehende Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leonore-Goldschmidt-Schule sowie der Leibniz Universität Hannover ist für das Projekt essentiell. Die im Vorfeld angebotene Lehrveranstaltung für Studierende hat sich im letzten Durchgang zu einem Wochenendseminar gewandelt, bei welchem viel stärker die gewonnene Expertise der letztjährigen Durchläufe im Mittelpunkt gestanden hat. Festgehalten werden soll am System, dass ein Bachelor- und ein Master-Studierender gemeinsam im Tandem arbeiten. Dieses „doppelte Lernen“ (Schüler lernt von Student, Student von Student) hat sich als bewährte Methode etabliert.
Die Leitung des Projekts ist ehrenamtlich und der Träger ist die Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V. Ebenso ist das Vorbereitungsseminar in der Uni nicht im klassischen Lehrdeputat eingerechnet und ist somit ebenfalls ehrenamtlich. Wir nutzen die Strukturen der Universität und der Schulen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Leonore-Goldschmidt-Schule Hannover Mühlenberg
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum (2019)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden wird ein Prozess des friedl. Zusammenlebens unter multiethn. Anwohnern implementiert. Für diese Vielfalt wurde ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmerin errichtet. Der LK Göttingen als Eigentümer hat die Baumaßnahmen für die Räumlichkeiten im Haus der Nationen im Stadtteil Neumünden, in denen das BZ entsteht, bereits abgeschlossen. Im ersten Projektjahr wurden bereits in einem interaktiven Beteiligungsprozess Angebote für und mit Anwohnern etabliert. Nun werden mit Teilprojekten wie z.B. regelm. Kochabenden, gem. Feiern, Frauencafé, HA-Hilfe u. Familienseminaren das BZ sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro mit Leben gefüllt. Damit wird die Sozialstruktur im Stadtteil merklich verbessert u. Defizite im Gemeinwesen werden behoben. Eine Kümmerin beschäftigt sich mit Organisation, Planung, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie mit Unterstützung u. Aufbau v. selbstorganisierten Aktivitäten v. Anwohnern. Im Folgejahr werden im BZ für generations- u. kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen geeignete Hilfsformen u. Angebotsstrukturen ausgebaut u. optimiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden/defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es sollen religionsübergreifende u. interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur o. Kunstangebote entwickelt u. umgesetzt werden. 2. Das BZ soll als ein Ort f. selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet u. Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Der Treffpunkt-Ansatz wird durch örtliche Initiativen selbsttragend fortgeführt, z.B. multikulturelle Männerrunden, Seniorentreffs, Spieletreff, Selbsthilfegruppen, wie zivilgesellschaftliche Umweltinitiativen. 3. Die Zentrierung u. Vernetzung der Beratungs- u. Unterstützungsangebote f. versch. im Stadtteil lebende Zielgruppen wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten, z.B. die Sprechzeiten von Suchtberatungsstelle/ProFamilia als Erstkontakt, Weiterleitung dieser Bedarfe an Fachdienste, ständige Bedarfsermittlung durch Anwohnerbefragungen. Durch das Projekt sollen die Bürger weiterhin in Detailplanungen des Bistroangebots und der zukünftigen Nutzung Räume des BZ einbezogen werden. Ein partizip. Projektbeirat (multiethn.) begleitet die konzeptionelle u. operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte. Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit ca. 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit ca. 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt.
Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen. Überproportional viele Bürger sind auf staatl. Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Daraus resultiert der Ruf als Konzentrationspunkt für die sozial benachteiligte Bevölkerung. Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher
verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf
einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des
Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige
Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung
findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt -
Bei Menschen mit einem ausländischen Pass Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird auf ca. 20% geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzungen des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und
Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll die „Kümmerin/Gastgeberin“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. der „Kümmerin“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Kriterium
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfe Münden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Bürgerinitiative Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche, Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NaDi - NachbarschaftsDialog
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christoph Matschinsky
| Funktion | Teamleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stärkung des sozialen Zusammenhaltes durch Begegnung und Partizipation
Projektbeschreibung
Das Projekt "NaDi – NachbarschaftsDialog“ zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt im
Projektgebiet zu stärken und Möglichkeiten für das Zusammenwachsen als soziale
Gemeinschaft zu bieten. NaDi ist dabei nicht nur Akronym, sondern auch das arabische Wort
für "Club". Es wird im Alltag als Begriff für Orte der Begegnung verwendet. Auf diesen Orten
liegt der Fokus des Projektes. Das Projektgebiet umfasst das ehemalige Sanierungsgebiet "Soziale Stadt", die damals geschaffenen Strukturen sollen wieder durch Hauptamtliche reaktiviert werden. Es ist von einer wirtschaftlich schwachen und
aus verschiedenen Gruppen (v.a. Russlanddeutsche, Geflüchtete, Ausländer aus Osteuropa) bestehenden Bevölkerung geprägt, die sich nicht als soziale Gemeinschaft verstehen. Die vor Ort bereits vorhandenen Räume werden im Rahmen des Projektes für schwer zu erreichende Zielgruppen geöffnet. Hier finden gruppenübergreifende Angebote statt, die Kontakt ermöglichen. Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei auf dem Familienzentrum sowie auf den im Projektgebiet liegenden bzw. an das Projektgebiet angrenzenden KiTas und Schulen. Dies hat zwei Gründe. Zum einen bildet sich in den oben genannten Räumen die gesamte Vielfalt der Bewohner*innen des Projektgebietes ab. KiTas und Grundschulen sind Orte, die von allen genutzt werden und so ideale Voraussetzungen dafür bieten, Menschen zu erreichen, die sich sonst eher in ihre eigenen sozialen Gruppen zurückziehen. Zum anderen gibt es bei den Themen Bildung und Erziehung großen Nachholbedarf – dies beginnt bei Rechten von Kindern und endet bei den diversen Möglichkeiten institutioneller Bildung und Freizeitförderung. Hier anzusetzen heißt auch, Teilhabechancen zu erhöhen und positive Zukunftspersperspektiven zu entwicklen. Die Bedarfe sind hier für alle Gruppen gleich – eine möglichst gute Unterstützung und damit gute Chancen für die eigenen Kinder. Sie schaffen damit ein verbindendes Element. Weitere relevante Themen und damit Zugänge sollen im Laufe des Projektes gefunden werden. Die Bewohner sollen sich aktiv in das Gemeinwesen und die Entwicklung des Projektgebietes einbringen. Daher werden monatlich Initiativen und Angebote der Gemeinde vorgestellt, um so das Engagement zu fördern. Auch für eigene Ideen und Wünsche können die Projektmitarbeiterinnen Unterstützung bieten. Die Anwohner werden so in kleinen Schritten dazu gebracht, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und ein positives Miteinander zu fördern.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen
Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner
Straße, Frankfurter Straße 2-10 und Heideweg 37-45. Damals wurden Quartiersmanagementstrukturen aufgebaut. Ziel war es, diese auch nach Beendigung des Projektes "Soziale Stadt" aufrecht zu erhalten. Ohne hauptamtliche Unterstützung war dies jedoch nur schwer möglich. Es gibt Angebote verschiedener Akteur*innen sowie ein Freiwilligenbüro, das versucht Ehrenamtliche anzubinden, den Zugang zu Anwohner*innen zu finden gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Geprägt ist das Gebiet durch einen hohen Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen. Zudem ist der Anteil von Ausländer*innen in dem Gebiet deutlich höher als in der Gesamtgemeinde, gleiches gilt für Menschen mit Migrationshintergrund. Hier handelt es sich vor allem um Spätaussiedler*innen. Verschärft hat sich diese Entwicklung durch den hohen Zuzug von Geflüchteten ab 2015 und den seit 2017 zu beobachtenden Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Diese Gruppen leben nebeneinander her, was zu Vorurteilen und negativen Zuschreiben gegenüber „der Anderen“ führt. Es gibt kein Gemeinschaftsgefühl oder Engagement für das Gemeinwesen. Daher ist es zwingend notwendig, hier durch Information und Begegnung neue Impulse zu setzen und die Menschen einzubinden, Strukturen wiederzubeleben und neue Angebote zu schaffen sowie den Weg in bestehende Angebote zu öffnen. Dafür braucht es hauptamtliches Engagement in Form von Personen, die einen vertrauensbasierten Zugang zu den Gruppen aufbauen können. Ansatzpunkt für diesen Zugang ist der Bereich Bildung.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Belm - Powe zentral
Beschreibung
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es hat eine Größe von 17 ha und umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße und Heideweg. Angrenzend an das Gebiet befinden sich zwei Kindergärten (Christkindergarten und St. Josef Kindergarten) sowie die beiden Grundschulen (Grundschule Powe und Grundschule Belm). An den Christuskindergarten angegliedert ist das Familienzentrum. Dies stellt den räumlichen Fixpunkt für den Großteil der Aktivitäten dar, da es als Raum für gemeinsame Angebote bereits bekannt ist und die entsprechenden Möglichkeiten vorhanden sind.
Einwohnerzahl
1504
Quelle / Anmerkungen
Strukturdatenfortschreibung 2018 der Gemeinde Belm (Fred Anders)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg
(451.95 KB)
luftbild_projektgebiet.jpg
(1.37 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität in Gebieten unter Mitarbeit der dortigen Anwohner*innen ab. Die erste Herausforderung ist hier, den Zugang zu den Gruppen zu bekommen und genug Vertrauen zu generieren. Die Mitarbeiterinnen des Projektes werden im Familienzentrum sowie den KiTa und Grundschulen regelmäßige Sprechstunden anbieten, um bei Problemen im Bereich Erziehung und Bildung zu helfen, sie sind dabei auch Ansprechpartnerinnen für die Mitarbeiter*innen und können Anwohner*innen bei Terminen sowie zu Veranstaltungen begleiten. Damit wird die Basis für die weitere Arbeit des Projektes gelegt. Jeden Monat wird im Familienzentrum ein gemeinsamer Nachmittag gestaltet, der neben Freizeitaktivitäten (z.B. gemeinsames Kochen, Kreativangebote) auch die Vorstellung einer bereits existierenden Initative beinhaltet. So soll den Anwohner*innen gezeigt werden, welche Möglichkeiten sie haben sich einzubringen und der direkte Kontakt geschaffen werden. Die Angebote sind dabei explizit an alle Anwohner*innen gerichtet, die Atmosphäre soll dazu ermutigen eigene Wünsche und Ideen einzubringen. Neben diesen informellen Angeboten wird es zudem alle 3 Monate einen Workshop zu den Themen Erziehung und Bildung und Angebote der Multifamilientherapie geben. Bei diesem Ansatz bearbeiten 4-8 Familien gemeinsam themenspezifische und erkennen dadurch 1. dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind und 2. wie sie sich selbst als Ressourcen nutzen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
im Projekt wird auf die Interessen der Menschen eingegangen (z.B. Nachmittagsangebote nach Bedarf, nicht nach Vorgabe)
Kriterium
Beschreibung
Anwohner*innen werden zur eigenen Ideen ermutigt, Vorschläge und Ideen werden gemeinsam umgesetzt
Kriterium
Beschreibung
bestehende Angebote werden vorgestellt und Zugänge geschaffen, Anwohner*innen engagieren sich bei bestehenden Initiativen
Kriterium
Beschreibung
Netzwerk Soziale Akteur*innen wird einbezogen und re-aktiviert
Kriterium
Beschreibung
gemeinsame Aktivitäten, die alle vorhandenen Gruppen umfassen
Vorhandene Strukturen
In Belm gibt es das „Netzwerk Sozialer Akteure Belm“. Dazu gehören z.B. verschiedene
Kindergärten und Schulen, die Kirchengemeinden und freie Träger der Sozialarbeit. Einen
besonderen Fokus auf das Projektgebiet haben z.B. der offene Kindertreff und die Diakonie
Anlaufstelle „miteinander“. Zur Diakonie Anlaufstelle gehören die allgemeine Sozialberatung,
Suchtberatung und Suchtprävention sowie die Schuldnerberatung. Auch die evangelische
Nachbarschaftshilfe „Tatkraft“ engagiert sich im Projektgebiet. Im Rahmen der „Sozialen
Stadt“ wurden diese Strukturen weiter ausgebaut und gestärkt. Nach Ende des Programmes
konnte das Netzwerk ohne die Koordinierung durch das Quartiersmanagement, das 2014
auslief, weiterbestehen und ist bis heute eine gute Möglichkeit gemeinsame Ideen zu
entwickeln und schnell alle wichtigen Akteur*innen zu erreichen. Regelmäßige Netzwerktreffen wurden früher durch das Quartiersmanagement organisiert, dies übernimmt
jetzt die Gemeinde. Es ist also durchaus gelungen, Projektansätze in Regelstrukturen zu
überführen. Bis Ende 2018 läuft zudem das Projekt „BIBA-Belmer Initiative für Bildung und
Arbeit“. Das Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „BIWAQ“ gefördert. Hierüber kann z.B. das jährliche Begegnungsfest der Gemeinde fortgeführt werden. Zudem gibt es in der Gemeinde ein Freiwilligenbüro, dass Ehrenamtliche akquirieren und vermitteln will.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ökumenische Jugendhilfen Belm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Modellprojekt HAFEZ (Projekt für Demokratiestärkung und Radikalisierungsprävention)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On