Skip to main content

Herzenssprechstunde Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung

Verwendungsnachweis: GWA - im Herzen der Innenstadt von Cuxhaven

Ansprechpartner
Sven Wersien
Organisation Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk
Funktion 1.Vorsitzender
Wir erschaffen HEIMAT mit Herz: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Nicht reden...machen! So begann in 2014 unsere wachsende Möbelhilfe für Geflüchtete. Die Vereinsgründung erfolgte 2017 und die Zielgruppe wurde auf alle EinwohnerInnen (EW) erweitert. Mit der ersten Förderung konnten wir die niederschwellige Arbeit professionalisieren. Durch die Verknüpfung von Ehrenamt und Hauptamtlichen wurde zudem eine Basis für eine fundierte Gemeinwesenarbeit (GWA) im Innenstadtbereich gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstanden vertrauensvolle Beziehungen. Daraus ergaben sich neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen und Kenntnisse von weiteren Bedarfen und Nöten auch anderer EinwohnerInnen. Es wurden weiterführende Angebote etabliert oder zu anderen Beratungsstellen weiter vermittelt. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort, wohin die EinwohnerInnen dann auch kommen konnten. Aus der ursprünglichen Idee, mit mehreren Partnern ein neues Begegnungszentrum (BZ) in der Cuxhavener Innenstadt (Alt-Cuxhaven) zu gründen, traf unser Antrag im Rahmen der Modellförderung bei der Jury auf Zustimmung. Somit schufen wir eine konkrete Anlaufstelle (Komm-Struktur) im Innenstadtbereich durch die Eröffnung des BZ Tante Emma. Die drei Etagen KAUF-Raum, WERK-Raum und FREI-Raum erfüllen jeweils eigene Funktionen. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die lokale GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen. Die Einbindung eines wirtschaftlichen und professionell gemanagten KAUF-Raumes in das Konzept der GWA wird nach Ende der Lockdowns weiterhin Einnahmen erzielen und zunehmend die Abhängigkeit von Fördermitteln verringern. Im Innenstadtbereich erkennen wir nur wenige andere Stellen, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um der Not der EinwohnerInnen, wie unter Punkt Ausgangslage/Problem beschrieben, zu begegnen und zu unterstützen. Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchender Arbeit und daran anknüpfenden, niederschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken und sie befähigen, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten. Die Kombination aus dem Konzept des BZ Tante Emma (WERK-FREI-und KAUF-Raum) und der damit verknüpften GWA ist auch auf andere Standorte in Niedersachsen möglicherweise projizierbar. Dies möchten wir gerne weitergeben (s.Ziele).
Laufzeit
2021-08-03 00:00:00
Ausgangslage
Die Innenstadt ist davon geprägt, dass neben Geschäften sehr günstiger Wohnraum für ökono. Schwache sowie hochwertige Hauseinheiten für gutsituierte Neubürger vorhanden sind. Durch deren Zuzug ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt. Eine weitere Facette in dem Zusammenhang ist die private Verschuldung bei 11% der Erwachsenen im LK (Schuldneratlas 20) und einer wahrscheinl. höheren ind. Verschuldung in unserem Gebiet. Somit finden sich hier viele EW in einem anonymen Nebeneinander und heterog. Umfeld. Momentan erleben wir verstärkt, wie EW alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neu zugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht in ihrem Umfeld integriert. Ihnen fehlen grundlegende Fähigkeiten, pos. und stärkende Beziehungen aufzubauen und erlebte Missstände gemeinsam zu verändern. Das BZ Tante Emma ist als Anlaufstelle, neben der Geh-Struktur, für die lokale GWA konzipiert. Man kennt sich im Laden/BZ an der Ecke, begegnet einander ungezwungen und nebenbei wird gemeinsam das Zusammenleben gestaltet. Pos. Begegnungen in warmer Atmosphäre laden zum erneuten Besuch ein. Hier finden EW konkrete Hilfen, Beratung, Freizeitaktivitäten und fortführende Partizipationsmöglichkeiten gesteuert durch eine*n GWAler. Neben ausgebliebener Förderung verringerten sich unsere Einnahmen lockdownbedingt extrem, sonst waren sie sehr gut. Somit haben wir uns Ende 20 in einer fin. Notsituation befunden. MA wurden entlassen. Allerdings haben Stadt und LK das hohe Potential des BZ erkannt. Trotz angespannter Haushaltslage unterstützen sie uns, um bis Herbst 21 die Kosten zu decken. Danach ist eine Fortführung ohne Förderung nicht mehr möglich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Begegnungszentrum Tante Emma im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
14089
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen nur für die Gesamtstadt verfügbar. Daten über Zensusdatenbank, erhalten vom Landkreis Cuxhaven. Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen nur für die Gesamtstadt verfügbar. Daten über Zensusdatenbank, erhalten vom Landkreis Cuxhaven. Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Armutsberichterstattung Landkreis Cuxhaven Projektgebiet: Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem innerstädtischen Gebiet. So können sich Initiativen um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich).
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Beschreibung
BewohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Ressourcen genutzt.
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtliche GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist der GWA´ler das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff, FREI-Raum sozial-digital, Wellcome etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat III Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven (Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbergsverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhof Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1. FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V, Rundherum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hanel Senioren Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
JOBCENTER Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im LoI des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Ein aufgebautes Quartiersmanagement im Stadtteil Alt-Cuxhaven könnte somit ein Anknüpfungspunkt für das geplante Vorhaben des Landkreises sein. Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
Galerie
190822 cn 013x
200310  cn te eroeffnungx
200611 cn artikel naehtreffx
200701 cn 008 x
200922 cn 009
flyer s.1
flyer s.2
flyer s.3
scene 03.2020 tanteemmax pages to jpg 0001
scene 03.2020 tanteemmax pages to jpg 0002
frei raum sozial digital objektansicht
im herzen von alt cuxhaven   tante emma
cn one4one aktion mensch
bz tante emma  mittendrin min
bz tante emma im quartier
csc gwa  im quartier
csc gwa
csc gwa im quartier 2
csc in tante emma zahlt sich aus
frei raum gut beraten
frei raum cuxhavenverliebt
frei raum impression
frei raum zusammensein
herzlich willkommen min
kauf raum nachhaltigkeit min
kauf raum vielfalt die 1
kauf raum vielfalt die 2
kauf raum vielfalt die 3. min
kauf raum zeit zum kloenen
tante emma  die echte
tante emma  herzlich willkommen min
tante emma neue chance min
werk raum impression 1 min
werk raum impression 2 min
werk raum organisiert
werk raum schoene aussicht min
werk raum zusammenhalt min
cn 21 05 11
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam - mein Stadtteil

Ansprechpartner
Johannes Meyer
Organisation Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover
Funktion Koordinator
Eine zu gründende Plattform ist der Motor um Akteure und Bürger zu vernetzen, zu informieren und anzuregen
Projektbeschreibung
"Ge`mein`sam - mein Stadtteil" soll Einzelpersonen, Verbände, Vereine und Initiativen zusammenbringen und nachbarschaftliche Informationen austauschen, Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren und zum Engagement für den Stadtteil aufrufen. Zu diesem Zweck wird eine 3-teilige Plattform geschaffen, die Informationen Digital, als Printausgabe und durch Plakataktionen verbreitet. Zum Füllen der Inhalte wird ein Verfahren initiiert, der Vereine, Verbände, Einzelpersonen zusammenführt und sie als gemeinschaftliche Herausgeber am Prozess beteiligt. Wir sammeln alles das, was für Bewohner des Stadtteils gut zu wissen ist - im Bereich Kultur, Soziales, Feste und Feiern und Sport. Durch dezentrale Öffentlichkeitsmedien werden die Inhalte zugänglich gemacht. Die gedruckte Ausgabe wird an markanten Orten im Stadtteil ausgelegt. Flyer werden in den Bürgerämtern ausgelegt und weisen auf das Angebot hin. Ergänzende Informationen in der Online-Präsenz werden durch die Nutzung von QR-Codes zugänglich - sie befinden sich an frequentierten Stellen über den Stadtteil verteilt. Als Eye-Catcher dienen mobile Litfaßsäulen, die an verschiedenen, wechselnden Stellen plaziert werden. Die ursprüngliche Intention der Litfaßsäulen wird aufgenommen: BürgerInnen sind aufgerufen sie zu gestalten. Vereine,Verbände und Institutionen tragen Informationen dafür zusammen und vernetzen sich dadurch "Gemeinsam - mein Stadtteil" schafft ein Forum, wo Vernetzung von Vereinen, Initiativen, Institutionen und Einzelpersonen darüber stattfindet, dass die Themen und Inhalte der jeweils nächsten Ausgaben festgelegt werden müssen. Die Beteiligten sollen sich über eine rotierendes System als Mitherausgeber verantwortlich fühlen. Flankierend werden Aktionen in der Öffentlichkeit stattfinden: Eine "Zuhör-Box" fördert das Gespräch, Der Nikolausmarkt gemeinschaftsfördernde Aktion Fest der Nachbarn Aktivierung von Neubürgern durch Statteilrundgänge
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
1. Die nachbarschaftlichen Begegnungsmöglichkeiten im Stadtbereich sind zur Zeit eingeschränkt. Im Stadtviertel ist eine katholische Gemeinde geschlossen worden, eine evanglische verliert ihr Gebäude und muss neu bauen. Das ehemalige "Freizeitheim" , ein öffentlicher Treffpunkt, war die letzten drei Jahre geschlossen. 2. In der Coronazeit wurden gemeinschaftliche Aktivitäten inerhalb von Vereinen, Verbänden und auch lockeren Zusammenschlüssen heruntergefahren. 3. Gesellschaftliche Teilhabe und Mitentscheidungen drohen zu stagnieren. 4. In der derzeitigen coronabedingten Lage sehen sich auch Vereine, Verbände, Initiativen in einer isolierten Situation. Sie birgt die Gefahr, dass es nach Lockerung, bzw Abklingen der Pandemie vorrangig um das Erreichen des Status Quo vor Corona gehen wird. Dabei droht der Sinn für das Gemeinwesen aus dem Blick zu geraten. Oben genannte Faktoren haben den ohnehin vorhandenen geselllschaftlichen Trend zur Vereinzelung und Vereinsamung noch verstärkt.

Gemeinsam Demokratie gestalten im Sahlkamp

Ansprechpartner
Manja Taylor
Funktion Projektkoordinatorin
Ich im Sahlkamp - Wir auf der Welt. Ein stadtteilbezogenes Projekt für Persönlichkeitsentwicklung und eine nachhaltige Zukunft
Projektbeschreibung
Die Beteiligung der Sahlkampbürger*innen wird auf individueller Ebene trainiert und darauf aufbauend im Gruppenkontext und in Stadtteilgremien umgesetzt. Der Sahlkamp ist relevant für unsere Stadtgesellschaft und verschafft sich Gehör! Unser Projekt entfaltet sich über die 3 Jahre von einem individuellen zu einem kollektiven Fokus. Politikverdrossenheit und Desillusionierung begegnen wir im 1. Jahr zunächst mit Projekten für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, denn solange ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, ist mir der andere egal. Wir fördern also im 1. Jahr persönliche Ziele, Visionen und Handlungsfähigkeit der Anwohner*innen. Im 2. Jahr liegt unser Fokus auf Quartier, Stadtteil, Nachbarschaft, wird also nach ersten Erfolgserlebnissen der TN mit eigenen Ressourcen erweitert. Das 2. Jahr steht im Zeichen von Solidarität und Gemeinschaftsgefühl. Der und die Einzelne sollen erleben können, dass sie gemeinsam Ziele erreichen können und die Stärken des Stadtteils kennenlernen und nutzen. Hier stärken wir vor allem auch die Kooperation mit dem Bezirksrat, dessen Bewohnersprechstunde leider oft leer ist oder von einer kleinen homogenen Gruppe genutzt wird - das wollen wir ändern! Im 3. Jahr wird der Blick noch weiter - auf Stadt, Land, Welt: Wir wissen, dass unsere Anwohner auch von größeren gesellschaftlichen Fragen bewegt werden, sich von diesen jedoch oft überfordert fühlen oder sich von fake news vereinnahmen lassen. Wir setzen uns nun zur Aufgabe, diese Überforderung anzugehen und den Themen und Visionen der Menschen in unserem Stadtteil mehr Raum zu geben. Unser im Gesundheitsprojekt getesteter generationsübergreifender Ansatz erscheint uns hilfreich für diese komplexe Aufgabe: wir können so die eigenen Ressourcen im Sahlkamp weiter wecken und die verschiedenen Altersgruppen können sich gegenseitig befruchten. Gemeinsame Interessen auch gemeinsam zu vertreten und sich mit seinem Stadtteil zu identifizieren ist eine aus dem alten Projekt gewachsene Perspektive. Diese noch zaghafte Pflanze wird der SPATS e.V. in seinem Projekt „Ich im Sahlkamp-Wir auf der Welt“ pflegen. Wir haben in unsere Konzeption mit einbezogen, dass 2021 noch weiterhin von Abstandsregeln und Personenbeschränkungen in geschlossenen Räumen geprägt sein wird - unser Fokus auf Arbeit mit Kleingruppen, 2er-Gruppen und Einzelnen bezieht dies mit ein, so dass wir voraussichtlich die Maßnahmen überwiegend wie geplant durchführen können.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Stadtteil Sahlkamp liegt im Nordosten Hannovers, hier leben 14.433 Menschen. Die Anwohner*Innen des Stadtteils, insbesondere im Gebiet „Sahlkamp Mitte“ haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Wir haben im Projekt "Gemeinsam Gesund Leben", besonders seit der Coronazeit, intensiv mit Einzelnen und Kleingruppen gearbeitet, die hauptsächlich über ihre Perspektivlosigkeit gesprochen haben. Vielen fehlt es an Teilhabemöglichkeiten, sie fühlen sich von der Politik zu wenig beachtet. Verschwörungsideologien sind ein Thema, dem wir mit bloßem Fokus auf Gesundheitsfakten nicht bekommen. Mit dem demokratiefeindlichen Potential der derzeitigen bundesweiten Demos dürfen die Kommunen vor Ort nicht allein gelassen werden. Ressourcen von Land und Bund sind notwendig. Am Thema "Gesundheit" arbeiten wir anderswo mit gestärkten Netzwerken weiter. Zurückliegende Anstrengungen, um ein Stadtteilforum zu installieren sind leider gescheitert. Wir haben mithilfe der aktuellen Förderung ein generationsübergreifendes „SPATS-Parlament“ initiiert. Dementsprechend sind wir in Bezug auf eine gelingende Partizipation in den kommenden Jahren optimistisch und möchten mit unseren Bewohner*Innen eine Teilhabe an politischen Vorgängen im Sahlkamp realisieren. Die generationsübergreifende Arbeit aus dem aktuellen Projek spricht viele Bewohner*Innen an, unabhängig von ihren individuellen Hintergründen in Bezug auf Alter, Herkunft und Geschlecht, und dient so brückenbauenden Beziehungen. Häufig fehlen im Sahlkamp die Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Zielgruppen. Diesem Problem wollen wir entgegenwirken, Vorurteile abbauen und weitere Desilliusionierung stoppen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
Der Stadtteil Hannover-Sahlkamp liegt im Nordosten zwischen Autobahn (im Norden), Mittellandkanal (im Süden), General-Wever-Straße* (im Osten) und Holzwiesen (im Westen). Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet "Sahlkamp-Mitte", das im Zentrum des Stadtteils Sahlkamp mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen die Bauarbeiten zum Neubaugebiet "Gartenstadt" beginnen. Dort werden über 1.000 neue Bewohner*innen zuziehen. *es läuft ein Bürgerbeteiligungsprozess zur Umbenennung.
Einwohnerzahl
14334
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: 31.12.2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet Soziale Stadt (s. Quartiersplan) liegt innerhalb des Projektgebiets (s. Stadtteilplan). Es gibt "unsichtbare" Grenzen zwischen Bewohner*innen des sogenannten Speckgürtels und des Soziale-Stadt-Quartiers, die wir mit unserem Projekt überbrücken wollen. Landesfördermittel sind in den nächsten Jahren für unser Gebiet so wichtig aufgrund folgender Punkte: 1. 9 Einrichtungen im Fördergebiet "Soziale Stadt" Sahlkamp sind von städtischer Seite unterfinanziert, teilweise seit Jahrzehnten. Besonders für 2021/22 befürchten wir aufgrund der 2020 gesunkenen Steuereinnahmen in den Kommunen durch die Coronakrise, dass an unseren Kunden - den Menschen, die in der Gesellschaft ohnehin die geringste Lobby und leiseste Stimme haben - weiter gespart werden soll. 2. Die Haushaltsentscheidungen der Stadt Hannover verzögern sich aufgrund von Corona, möglicherweise erfahren wir erst im April 2021, wie hoch unsere Budgets sein werden / welche Anteile unserer Anträge finanziert werden. 3. Im nächsten Förderzeitraum bis 2023 werden die Planungen für ein Neubaugebiet im Sahlkamp realisiert und die Bewohnerinnen des "soziale Stadt" Quartiers befürchten in Zukunft eine Verschlechterung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur durch Abwanderung von Ärzten, Geschäften, durch Mehrbedarf an der schon gut ausgelasteten Grundschule etc. 4. Es fehlen Räume, die Gruppen von Anwohner*innen kostenfrei /-günstig in Selbstorganisation nutzen können. 4.b .. besonders solche Räume, die von allen Akteuersgruppen als "neutral" wahrgenommen werden. Zusätzlich zu den o.g. statistischen Daten wohnen im Sahlkamp überdurchschnittlich viele Personen auf kleinem Raum (2,2 Personen pro Haushalt, ggü 1,8 Personen in der gesamten Stadt).
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich auf Kinder bis 15 Jahre. Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil Ausländer*innen im Sahlkamp ist seit 2014 um 1.212 Menschen gestiegen, das entspricht einem Zuwachs von 44,3%. Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten: prozentualer Anteil von Haushalten mit Kind(ern) an Bedarfsgemeinschaften, die Transferleistungen beziehen. Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten die persönlichen Ressourcen der Anwohner*innen stärken, und bislang passive oder gar desillusionierte Menschen dadurch aktivieren, dass der Fokus im ersten Projektjahr auf individuellen Wünschen und Zielen liegt. Die Teilnehmer*innen (TN) sollen ihre Ressourcen positiv erfahren und einsetzen und so ermutigt werden, dies öfter zu tun - im 2.+3. Jahr auch in Zusammenarbeit mit Nachbar*innen und Anderen. Die Netzwerke im Quartier und die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Bereits vorhandene Beteiligungsformate sollen nutzerfreundlicher werden und mehr genutzt und damit gestärkt werden. Hierzu wollen wir neue Akteur*innen einbeziehen. Aus bestehenden Netzwerken wurde der Bedarf nach mehr Verlinkung des Gebietes sozialer Stadt und des Rest-Stadtteils an uns herangetragen. Beteiligungsformate und andere Angebote werden häufig von denselben, homogenen Gruppen genutzt, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über neue Kooperationen möglich ist, andere Anwohner*innen zu aktivieren und zu integrieren. Wir begrüßen weiterhin die Gemeinwesenorientiertheit dieser Landesministeriums-Ressource, da unsere positiven Erfahrungen generationsübergreifender Arbeit der letzten Förderperiode so in dieses Beteiligungsprojekt einfließen können. Außerdem sind bei der Aktivierung von Gruppen, die sonst für Beteiligungsformate unerreichbar sind, ein niedrigschwelliger Ansatz sowie eine gute Beziehungsbasis unumgänglich.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Teilnehmer*innen des 2.- und 3. Projektjahres sich - über kulturelle, soziale oder Einkommensgrenzen hinweg - in Paten- oder Kleingruppenprojekten gemeinsame Erfolge erleben. Wenn Teilnehmer*innen erfahren, dass sie gemeinsam stärker sind.
Beschreibung
Wenn wir durch unsere Beziehungsarbeit in unseren sonstigen Einrichtungstätigkeiten neue Akteursgruppen aktivieren, die in bisherigen Beteiligungsgremien nicht vertreten sind, und wenn die Themenwahl aller Maßnahmen von den Teilnehmer*innen geleitet wird.
Beschreibung
wenn TN eigene Stärken und nachbarliche Vorbilder entdecken, wenn bestehende Beteiligungsformate gestärkt werden durch Anpassung auf neue TN, wenn positives aus dem Stadtteil berichtet wird, wenn TN kleine Erfolge auf eigene Ressourcen zurückführen
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil. Derzeit unterstützt das Gremium "Koordinationsrunde" 9 Einrichtungen, die unterfinanziert sind und für die kommenden Jahre um Erhöhung der kommunalen Mittel kämpfen. 4 der SPATS-Einrichtungen gehören dazu. Aufgrund der durch die Coronakrise eingebrochenen Steuereinnahmen kann voraussichtlich 2021/2022 weniger finanziert werden, so dass Dienstleistungen für unsere Zielgruppen evtl. wegbrechen werden. Sowohl der langjährige Quartiersmanager als auch der Gemeinwesenarbeiter gehen während der Projektlaufzeit in Rente, so dass dem Stadtteil Wissen und Erfahrung verloren gehen werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement, Gemeinwesenarbeit, Fachbereich Jugend und Familie, Fachbereich Soziales, Fachbereich Senioren, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte e.V., Epiphanias Sportgemeinschaft, Internationale Stadtteilgärten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V., Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat, Integrationsbeirat, Sanierungskommission, Bezirksbürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hannoversche Allgemeine, Neue Presse, Stadtteilanzeiger, Sanierungszeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche aus verschiedenen Beteiligungsformaten, Multiplikator*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Sahlkamp, Seniorenbeirat, AG Image, AG Beratung, AG Sicherheit, AG Flüchtlinge, AG Frauen, AG Kinder und Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koop-Lab "Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beratungsbüro Petra Kühne, Rechtsanwältin Jaanika Welsch
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
1. 2,2 Std Projektkoordination für generationsübergreifende Arbeit sind beantragt (ob dies bewilligt wird, erfahren wir evtl. im April 2021) 2. Ab 2022 planen wir einen Antrag bei Demokratie leben! 3. Die beiden Kinder-/Jugendeinrichtungen planen eine Bewerbung für Beteiligungsprojekte beim Kultusministerium 4. Planung weiterer Fördermittel ab 2024 kann konkretisiert werden, wenn die Fördermittelgeber, die wir kontaktiert haben, Auskunft über zukünftige Ausschreibungen geben können.
Zustimmung Veröffentlichung
On

GWA Alt-Cuxhaven

Ansprechpartner
Sven Wersien
Organisation Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk
Funktion 1.Vorsitzender
Wir erschaffen HEIMAT: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Entstanden ist „Alles“ 2014 aus der Not heraus, dass sich viele Migranten allein gelassen und bei Umzügen, Renovierungen und Möbelbeschaffung überforderte fühlten. Einige Einwohner ließen sich von dieser Not bewegen und waren zur Stelle, um zu helfen. Dies sprach sich herum, so dass auch von Wohlfahrtsverbänden etc. Bedarfe an diese Engagierten weitergeleitet wurden. So wuchs die ehrenamtliche Initiative stetig weiter. Ende 2017 wurde ein Verein gegründet und mit der ersten Modellförderung wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: ab 2018 wurde durch die Verknüpfung von Ehrenamt mit einem Hauptamtlichen (TZ) eine neue Struktur geschaffen und damit die Basis für eine fundierte GWA im Quartier gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstand Nähe und somit die Grundlage für vertrauensvolle Beziehungen. Häufig wurden aus den Hilfeempfängern neue ehrenamtliche Mitarbeiter. Darüber erfuhren wir zunehmend von weiteren Bedarfen und „neuen“ Nöten auch anderer Bevölkerungsgruppen. So wurden passende, weiterführende Angebote etabliert und zu anderen Beratungsstellen vermittelt. Als Ergänzung zu der zuvor beschriebenen Geh-Struktur konnten wir im März 2020 das Begegnungszentrum Tante Emma eröffnen. Hier haben wir endlich die wichtige und ergänzende Anlaufstelle (Komm-Struktur) in einem ansprechenden Rahmen im Herzen von Alt-Cuxhaven schaffen können. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die örtliche GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen. Erschreckender Weise erleben wir immer öfter, wie EinwohnerInnen alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neuzugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht angekommen und noch immer alleine. Wir stellen fest, wie grundlegende Fähigkeiten fehlen, positive und stärkende Beziehungen aufzubauen und selbst Schritte zu gehen, um an erlebten Missständen Veränderung zu bewirken. Im Quartier erkennen wir keine andere Stelle, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um dieser Not der EinwohnerInnen zu begegnen und sie unterstützt und begleitet. Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchenden Angeboten und daran anknüpfenden, niedrigschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken. Sie werden zunehmend befähigt, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Unser Quartier ist davon geprägt, dass neben Geschäftslokalen viel preisgünstiger Wohnraum vorhanden ist, der oft von sozial benachteiligten Personen bewohnt wird. Zugleich sind einige Bereiche aber für Neubürger attraktiv: Menschen wählen Cuxhaven als Altersruhesitz und können in Alt-Cuxhaven zentral (Infrastruktur) und gleichzeitig nah am Wasser leben. Dies bewirkt eine stellenweise Sanierung von Wohnraum, welche die Verdrängung der ursprünglichen Bewohnerschaft bewirkt. Die verbesserte Gebäudesubstanz zieht häufig gutsituierte Bürger und Neubürger an. Hieraus ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt. Eine weitere Facette beleuchtet der Armutsbericht des Landkreises, welcher die Armutsbedrohung vor allem für Ältere, Alleinerziehende und Migranten benennt. In dem Zusammenhang sticht die private Verschuldung in unserem Quartier hervor: die Quote liegt hier bei 19% der Erwachsenen (Bundesdurchschnitt 10 %). Somit finden sich in unserem Quartier viele zu integrierende Neubürger und auch sozial abgehängte Bevölkerungsteile in einem anonymen Nebeneinander und heterogenen Umfeld. Vor Ort wird offensichtlich, wie eine Kluft nicht nur zwischen Arm und Reich sondern auch zwischen Kulturen und Generationen auftut.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt - siehe Bevölkerungspyramide (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide); Projektgebiet = Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03352-Cuxhaven.html?nn=25856&year_month=202007
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Cuxhaven - siehe Anlagen
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Gesamtstadt www.wegweiser-kommune.de - siehe Anlage Projektgebiet geschätzt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle www.weg-weiser-kommune.de (siehe Anlage) nur ab 65 Jahre; zzgl. ca. 7% der 60-64 Jährige (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: www.wegweiser-kommune.de für Gesamtstadt; Schätzung für Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem Gebiet. So können sich Initiativen sich um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich.).
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Beschreibung
BweohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Resspurcen genutzt.
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist er das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 (u.a. Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Shalomhaus, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbersverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhoff Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hanel Seniorenstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im Letter of Intent des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir vom Landkreis als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Somit könnte dies einen wesentlichen Teil zur zukünftigen Finanzierung beitragen. Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
Galerie
99 sozialwerk karte
neubau neben sanierungsfall ecke hincksplatz annenstrasse
93 img 6028
98 ct6
naehen2 2
97 sdsdfsdfsf
96einsatz von www
im herzen von alt cuxhaven   tante emma
Videos
Zustimmung Veröffentlichung
On