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KinderJugendSenioren-Parlament

Gemeinsam Demokratie gestalten im Sahlkamp

Ansprechpartner
Manja Taylor
Funktion Projektkoordinatorin
Ich im Sahlkamp - Wir auf der Welt. Ein stadtteilbezogenes Projekt für Persönlichkeitsentwicklung und eine nachhaltige Zukunft
Projektbeschreibung
Die Beteiligung der Sahlkampbürger*innen wird auf individueller Ebene trainiert und darauf aufbauend im Gruppenkontext und in Stadtteilgremien umgesetzt. Der Sahlkamp ist relevant für unsere Stadtgesellschaft und verschafft sich Gehör! Unser Projekt entfaltet sich über die 3 Jahre von einem individuellen zu einem kollektiven Fokus. Politikverdrossenheit und Desillusionierung begegnen wir im 1. Jahr zunächst mit Projekten für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, denn solange ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, ist mir der andere egal. Wir fördern also im 1. Jahr persönliche Ziele, Visionen und Handlungsfähigkeit der Anwohner*innen. Im 2. Jahr liegt unser Fokus auf Quartier, Stadtteil, Nachbarschaft, wird also nach ersten Erfolgserlebnissen der TN mit eigenen Ressourcen erweitert. Das 2. Jahr steht im Zeichen von Solidarität und Gemeinschaftsgefühl. Der und die Einzelne sollen erleben können, dass sie gemeinsam Ziele erreichen können und die Stärken des Stadtteils kennenlernen und nutzen. Hier stärken wir vor allem auch die Kooperation mit dem Bezirksrat, dessen Bewohnersprechstunde leider oft leer ist oder von einer kleinen homogenen Gruppe genutzt wird - das wollen wir ändern! Im 3. Jahr wird der Blick noch weiter - auf Stadt, Land, Welt: Wir wissen, dass unsere Anwohner auch von größeren gesellschaftlichen Fragen bewegt werden, sich von diesen jedoch oft überfordert fühlen oder sich von fake news vereinnahmen lassen. Wir setzen uns nun zur Aufgabe, diese Überforderung anzugehen und den Themen und Visionen der Menschen in unserem Stadtteil mehr Raum zu geben. Unser im Gesundheitsprojekt getesteter generationsübergreifender Ansatz erscheint uns hilfreich für diese komplexe Aufgabe: wir können so die eigenen Ressourcen im Sahlkamp weiter wecken und die verschiedenen Altersgruppen können sich gegenseitig befruchten. Gemeinsame Interessen auch gemeinsam zu vertreten und sich mit seinem Stadtteil zu identifizieren ist eine aus dem alten Projekt gewachsene Perspektive. Diese noch zaghafte Pflanze wird der SPATS e.V. in seinem Projekt „Ich im Sahlkamp-Wir auf der Welt“ pflegen. Wir haben in unsere Konzeption mit einbezogen, dass 2021 noch weiterhin von Abstandsregeln und Personenbeschränkungen in geschlossenen Räumen geprägt sein wird - unser Fokus auf Arbeit mit Kleingruppen, 2er-Gruppen und Einzelnen bezieht dies mit ein, so dass wir voraussichtlich die Maßnahmen überwiegend wie geplant durchführen können.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Stadtteil Sahlkamp liegt im Nordosten Hannovers, hier leben 14.433 Menschen. Die Anwohner*Innen des Stadtteils, insbesondere im Gebiet „Sahlkamp Mitte“ haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Wir haben im Projekt "Gemeinsam Gesund Leben", besonders seit der Coronazeit, intensiv mit Einzelnen und Kleingruppen gearbeitet, die hauptsächlich über ihre Perspektivlosigkeit gesprochen haben. Vielen fehlt es an Teilhabemöglichkeiten, sie fühlen sich von der Politik zu wenig beachtet. Verschwörungsideologien sind ein Thema, dem wir mit bloßem Fokus auf Gesundheitsfakten nicht bekommen. Mit dem demokratiefeindlichen Potential der derzeitigen bundesweiten Demos dürfen die Kommunen vor Ort nicht allein gelassen werden. Ressourcen von Land und Bund sind notwendig. Am Thema "Gesundheit" arbeiten wir anderswo mit gestärkten Netzwerken weiter. Zurückliegende Anstrengungen, um ein Stadtteilforum zu installieren sind leider gescheitert. Wir haben mithilfe der aktuellen Förderung ein generationsübergreifendes „SPATS-Parlament“ initiiert. Dementsprechend sind wir in Bezug auf eine gelingende Partizipation in den kommenden Jahren optimistisch und möchten mit unseren Bewohner*Innen eine Teilhabe an politischen Vorgängen im Sahlkamp realisieren. Die generationsübergreifende Arbeit aus dem aktuellen Projek spricht viele Bewohner*Innen an, unabhängig von ihren individuellen Hintergründen in Bezug auf Alter, Herkunft und Geschlecht, und dient so brückenbauenden Beziehungen. Häufig fehlen im Sahlkamp die Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Zielgruppen. Diesem Problem wollen wir entgegenwirken, Vorurteile abbauen und weitere Desilliusionierung stoppen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
Der Stadtteil Hannover-Sahlkamp liegt im Nordosten zwischen Autobahn (im Norden), Mittellandkanal (im Süden), General-Wever-Straße* (im Osten) und Holzwiesen (im Westen). Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet "Sahlkamp-Mitte", das im Zentrum des Stadtteils Sahlkamp mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen die Bauarbeiten zum Neubaugebiet "Gartenstadt" beginnen. Dort werden über 1.000 neue Bewohner*innen zuziehen. *es läuft ein Bürgerbeteiligungsprozess zur Umbenennung.
Einwohnerzahl
14334
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: 31.12.2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet Soziale Stadt (s. Quartiersplan) liegt innerhalb des Projektgebiets (s. Stadtteilplan). Es gibt "unsichtbare" Grenzen zwischen Bewohner*innen des sogenannten Speckgürtels und des Soziale-Stadt-Quartiers, die wir mit unserem Projekt überbrücken wollen. Landesfördermittel sind in den nächsten Jahren für unser Gebiet so wichtig aufgrund folgender Punkte: 1. 9 Einrichtungen im Fördergebiet "Soziale Stadt" Sahlkamp sind von städtischer Seite unterfinanziert, teilweise seit Jahrzehnten. Besonders für 2021/22 befürchten wir aufgrund der 2020 gesunkenen Steuereinnahmen in den Kommunen durch die Coronakrise, dass an unseren Kunden - den Menschen, die in der Gesellschaft ohnehin die geringste Lobby und leiseste Stimme haben - weiter gespart werden soll. 2. Die Haushaltsentscheidungen der Stadt Hannover verzögern sich aufgrund von Corona, möglicherweise erfahren wir erst im April 2021, wie hoch unsere Budgets sein werden / welche Anteile unserer Anträge finanziert werden. 3. Im nächsten Förderzeitraum bis 2023 werden die Planungen für ein Neubaugebiet im Sahlkamp realisiert und die Bewohnerinnen des "soziale Stadt" Quartiers befürchten in Zukunft eine Verschlechterung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur durch Abwanderung von Ärzten, Geschäften, durch Mehrbedarf an der schon gut ausgelasteten Grundschule etc. 4. Es fehlen Räume, die Gruppen von Anwohner*innen kostenfrei /-günstig in Selbstorganisation nutzen können. 4.b .. besonders solche Räume, die von allen Akteuersgruppen als "neutral" wahrgenommen werden. Zusätzlich zu den o.g. statistischen Daten wohnen im Sahlkamp überdurchschnittlich viele Personen auf kleinem Raum (2,2 Personen pro Haushalt, ggü 1,8 Personen in der gesamten Stadt).
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich auf Kinder bis 15 Jahre. Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil Ausländer*innen im Sahlkamp ist seit 2014 um 1.212 Menschen gestiegen, das entspricht einem Zuwachs von 44,3%. Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten: prozentualer Anteil von Haushalten mit Kind(ern) an Bedarfsgemeinschaften, die Transferleistungen beziehen. Quelle: LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke, Stand Juni 2020.
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten die persönlichen Ressourcen der Anwohner*innen stärken, und bislang passive oder gar desillusionierte Menschen dadurch aktivieren, dass der Fokus im ersten Projektjahr auf individuellen Wünschen und Zielen liegt. Die Teilnehmer*innen (TN) sollen ihre Ressourcen positiv erfahren und einsetzen und so ermutigt werden, dies öfter zu tun - im 2.+3. Jahr auch in Zusammenarbeit mit Nachbar*innen und Anderen. Die Netzwerke im Quartier und die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Bereits vorhandene Beteiligungsformate sollen nutzerfreundlicher werden und mehr genutzt und damit gestärkt werden. Hierzu wollen wir neue Akteur*innen einbeziehen. Aus bestehenden Netzwerken wurde der Bedarf nach mehr Verlinkung des Gebietes sozialer Stadt und des Rest-Stadtteils an uns herangetragen. Beteiligungsformate und andere Angebote werden häufig von denselben, homogenen Gruppen genutzt, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über neue Kooperationen möglich ist, andere Anwohner*innen zu aktivieren und zu integrieren. Wir begrüßen weiterhin die Gemeinwesenorientiertheit dieser Landesministeriums-Ressource, da unsere positiven Erfahrungen generationsübergreifender Arbeit der letzten Förderperiode so in dieses Beteiligungsprojekt einfließen können. Außerdem sind bei der Aktivierung von Gruppen, die sonst für Beteiligungsformate unerreichbar sind, ein niedrigschwelliger Ansatz sowie eine gute Beziehungsbasis unumgänglich.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Teilnehmer*innen des 2.- und 3. Projektjahres sich - über kulturelle, soziale oder Einkommensgrenzen hinweg - in Paten- oder Kleingruppenprojekten gemeinsame Erfolge erleben. Wenn Teilnehmer*innen erfahren, dass sie gemeinsam stärker sind.
Beschreibung
Wenn wir durch unsere Beziehungsarbeit in unseren sonstigen Einrichtungstätigkeiten neue Akteursgruppen aktivieren, die in bisherigen Beteiligungsgremien nicht vertreten sind, und wenn die Themenwahl aller Maßnahmen von den Teilnehmer*innen geleitet wird.
Beschreibung
wenn TN eigene Stärken und nachbarliche Vorbilder entdecken, wenn bestehende Beteiligungsformate gestärkt werden durch Anpassung auf neue TN, wenn positives aus dem Stadtteil berichtet wird, wenn TN kleine Erfolge auf eigene Ressourcen zurückführen
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil. Derzeit unterstützt das Gremium "Koordinationsrunde" 9 Einrichtungen, die unterfinanziert sind und für die kommenden Jahre um Erhöhung der kommunalen Mittel kämpfen. 4 der SPATS-Einrichtungen gehören dazu. Aufgrund der durch die Coronakrise eingebrochenen Steuereinnahmen kann voraussichtlich 2021/2022 weniger finanziert werden, so dass Dienstleistungen für unsere Zielgruppen evtl. wegbrechen werden. Sowohl der langjährige Quartiersmanager als auch der Gemeinwesenarbeiter gehen während der Projektlaufzeit in Rente, so dass dem Stadtteil Wissen und Erfahrung verloren gehen werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement, Gemeinwesenarbeit, Fachbereich Jugend und Familie, Fachbereich Soziales, Fachbereich Senioren, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte e.V., Epiphanias Sportgemeinschaft, Internationale Stadtteilgärten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V., Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat, Integrationsbeirat, Sanierungskommission, Bezirksbürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hannoversche Allgemeine, Neue Presse, Stadtteilanzeiger, Sanierungszeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche aus verschiedenen Beteiligungsformaten, Multiplikator*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Sahlkamp, Seniorenbeirat, AG Image, AG Beratung, AG Sicherheit, AG Flüchtlinge, AG Frauen, AG Kinder und Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koop-Lab "Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beratungsbüro Petra Kühne, Rechtsanwältin Jaanika Welsch
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
1. 2,2 Std Projektkoordination für generationsübergreifende Arbeit sind beantragt (ob dies bewilligt wird, erfahren wir evtl. im April 2021) 2. Ab 2022 planen wir einen Antrag bei Demokratie leben! 3. Die beiden Kinder-/Jugendeinrichtungen planen eine Bewerbung für Beteiligungsprojekte beim Kultusministerium 4. Planung weiterer Fördermittel ab 2024 kann konkretisiert werden, wenn die Fördermittelgeber, die wir kontaktiert haben, Auskunft über zukünftige Ausschreibungen geben können.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam gesund leben im Sahlkamp

Ansprechpartner
Manja Taylor
Funktion Projektkoordinatorin
Fünf am Tag: 5 Einrichtungen fördern generationsübergreifend Gesundheit, Teilhabe und sozialen Zusammenhalt
Projektbeschreibung
Solidarisch, Präventiv, Attraktiv, Tatkräftig, Sozial - SPATS e.V. fördert Lebensqualität im Quartier. WARUM GEMEINSAM? Die 5 "SPATSen" Stadtteilbauernhof, NAchbarschaftsDIenstLAden, NaDu-Kinderhaus, Wohnzufriedenheit und Senior*innen-Aktiv-Zentrum verbünden sich: Gerade in Quartieren mit demographischer Struktur und Geschichte wie dem Sahlkamp ist Zusammenhalt und nachbarschaftliche Solidarität so wichtig. Die Menschen leben quartiersbezogen mit kleinem Mobilitätsradius. Ihre unmittelbaren Nachbarn sind oft die einzige Ressource – die möchten wir stärker aktivieren. Bereits in den 90ern plante der Stadtteilbauernhof das erste intergenerative Projekt, beteiligt waren damals Menschen von 14-82 Jahren. Darauffolgende Planungen scheiterten an den stark zielgruppenorientierten städtischen Verwaltungsstrukturen: Der Stadtteilbauernhof und das NaDu-Kinderhaus werden vom Dezernat IV / FB Jugend und Familie gefördert, der NaDiLa vom Dezernat III / FB Soziales, die Wohnzufriedenheit vom Dezernat VI / FB Planen+Stadtentwicklung. Die Praxis zeigt: Generationsübergreifende Arbeit ist schwer möglich, wenn sie nicht abrechenbar ist! Das Senior*innen-Aktiv-Zentrum durchbricht diese geteilten Förderstrukturen – dank der zielgruppenübergreifenden Landesförderung, die ganzheitlich alle Bewohner*innen des Quartiers einbezieht. Für 2020 hat das SAZ bisher Mittel vom FB Senioren zugesichert bekommen – mit Beschränkung auf eine Zielgruppe. Mithilfe der GWA+QM-Ausschreibung des Nds. Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Wohnen können wir endlich umsetzen, was der Stadtteilbauernhof schon vor langer Zeit erkannte: Gemeinsame Angebote für alle Zielgruppen* im Stadtteil. WARUM GESUND? Mit dem neuen Schwerpunktthema "Gesundheit im Sahlkamp" will der SPATS e.V. einrichtungsübergreifend das Wissen um Gesundheit verbessern. Gleichzeitig wollen wir Selbsthilfekräfte und Motivation der Bewohner im Stadtteil wecken, und so einen Beitrag zur Lösung der unter Armutsfolgen zu verbuchenden physischen und psychischen Gesundheitsprobleme leisten. Wir wollen die Arbeit an diesem Themengebiet entwickeln und verstetigen, was u.a. auch die personellen Ressourcen der Einrichtungen nachhaltig verstetigt. Kooperationen zwischen Trägern sozialer und sozialkultureller Angebote im Stadtteil sollen vertieft werden, neue Akteur*innen und Träger sollen zur Entwicklung des Gemeinwesens und des Schwerpunktthemas „Gesundheit“ gewonnen werden. *unter 3.) haben wir Fokusgruppen angekreuzt.
Ausgangslage
WARUM LEBEN IM SAHLKAMP? Hier kommen viele Risikofaktoren zusammen: Menschen aus rund 80 Nationen leben auf engstem Raum, davon sind überdurchschnittlich viele Menschen von Armut, beruflicher Perspektivlosigkeit und zunehmend damit zusammenhängenden Existenzängsten betroffen – auch psychische und physische Erkrankungen betreffend. Aufgrund von vermehrt festzustellenden Mieterhöhungen sind viele Menschen im Quartier im Förderzeitraum von Zwangsumzügen betroffen. Von den Menschen, die zum Projekt Wohnzufriedenheit in die Beratung kommen, möchte niemand das Quartier verlassen, trotz seines schlechten Außen-Images. Die Menschen fühlen sich hier verankert, schätzen die soziale Infrastruktur. ARMUT & GESUNDHEIT Bis Ende 2018 war der NaDiLa ein Teilprojekt im BIWAQ-III-Projekt der Landeshauptstadt Hannover. Eine der gewonnenen Erkenntnisse ist: Die meisten Langzeitarbeitslosen im Quartier können krankheitsbedingt höchstens 15 Stunden pro Woche arbeiten. Gesundheit ist aber viel mehr als arbeits- und leistungsfähig zu sein und nicht zum Arzt gehen zu müssen. Gesundheit ist Lebensqualität und Lebensfreude, bedeutet besonders bei zunehmendem Alter Selbständigkeit und Unabhängigkeit und ist die Grundlage – neben einer gesicherten Existenz – für Teilhabe! Unsere gemeinsame Vorbereitung der für Teilnehmer*innen aus ganz Niedersachsen geplanten Veranstaltung "Gesundheit im Quartier" mit der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen und der Landesvereinigung für Gesundheit am 18.06.19 im Stadtteiltreff Sahlkamp trägt dazu bei, unseren Blick auf alle Facetten der menschlichen und gesellschaftlichen Gesundheit zu schärfen und die Potentiale der Gemeinwesenarbeit zu erkennen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
Der Stadtteil Hannover-Sahlkamp liegt im Nordosten zwischen Autobahn (im Norden), Mittellandkanal (im Süden), General-Wever-Straße (im Osten) und Holzwiesen (im Westen). Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet „Sahlkamp-Mitte“, das im Zentrum des Stadtteil Sahlkamps mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt.
Einwohnerzahl
14368
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: 31.12.2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das beantragte Projekt umfasst im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte 3 Einrichtungen des Trägers SPATS e.V. (NaDu-Kinderhaus, Stadtteilbauernhof, NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa) sowie 2 Projekte des SPATS e.V. (Senior*innen-Aktiv-Zentrum; Projekt Wohnzufriedenheit). Darüber hinaus umfasst das Projekt eine Einrichtung eines Projekt-Kooperationspartners (ASB Tagespflege), die ebenfalls im Soziale-Stadt-Gebiet liegt, sowie die Einrichtung eines zweiten Kooperationspartners (Katharina-von-Bora Haus) im Stadtteil Sahlkamp. Das Quartiersmanagement Soziale-Stadt Sahlkamp-Mitte ist Kooperationspartner. Eine Doppelförderung durch Landesmittel ist ausgeschlossen, da das Projekt nicht über Mittel aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werden kann.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich Kinder bis 15 Jahre; Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Netzwerke im Quartier und die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Es gilt, die bereits vorhandenen Netzwerke zu stärken und neue Akteur*innen einzubeziehen. Es gilt zudem, die persönlichen Ressourcen der Bewohner*innen zu stärken, sie zu aktivieren und sie zu befähigen, ihre Lebensumstände mit Unterstützung von außen zu gestalten. Der Nahraum gewinnt dabei eine große Bedeutung, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Ältere. Insbesondere spielt der Nahraum unter dem Aspekt der Schaffung generationsübergreifender Angebote eine besondere Rolle. Dafür braucht es starke Netzwerke und Kooperationen im Quartier. Die Einrichtungen, Projekte und Initiativen im Quartier sind gut vernetzt, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über neue Kooperationen möglich ist, die soziale Infrastruktur im Hinblick auf das Thema Gesundheit weiter auszubauen. Dass diese Landes-Ressourcen gemeinwesenorientiert ausgerichtet sind, kommt diesem Kooperationsprojekt sehr zugute, da die bisherigen Einzelförderungen der einzelnen Einrichtungen fast alle nach Zielgruppen getrennt vergeben werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
1. Wir identifizieren und adaptieren bestehende Angebote, die sich für generationsübergreifenden Ansatz eignen, diese werden bis Ende 2020 von mehreren Altersgruppen gemeinsam genutzt
Beschreibung
1. Stärken der SPATS-Einzeleinrichtungen werden im Intergenerationsansatz genutzt, 2. neue Netzwerkpartner aus dem Stadtteil wurden für Gesundheitskooperationen gewonnen, 3. Bewohnerressourcen fließen direkt in Maßnahmen ein.
Beschreibung
Erreicht, wenn es in der Projektlaufzeit gelingt, 150 Menschen für generationsübergreifende Angebote zu begeistern.
Beschreibung
Erreicht, wenn es innerhalb der Projektlaufzeit gelingt, 5 neue Netzwerkpartner*innen in das bestehende Netzwerk im Quartier zu integrieren.
Beschreibung
Erreicht, wenn es gelingt, innerhalb der Projektlaufzeit 5 neue Gruppierungen intergenerativer Art im Quartier zu initiieren.
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptsstadt Hannover Fachbereich Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderladen Eselfreunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Epiphanias Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Hägewiesen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Niedersächsische Kinderturnstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
3 Familienzentren: Awo Elmstraße, Paritätischer Hägewiesen, Unterm Kirchturm Hägewiesen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Epiphanias Sportgemeinschaft (ESG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
INSEA - evidenzbasiertes Stanford Selbstmanagement Programm für chronisch Erkrankte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedersächsischer Turnerbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koop-Lab "Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren"
Typ
Stadtteil
Galerie
nadu kinderhaus bisherigeskonzeptzielgruppe
stadtteilbauernhof bisherigeskonzeptzielgruppe
nadila  bisherigeskonzeptzielgruppe
wohnzufriedenheit spats bisherigeskonzeptzielgruppe
saz bisheriges konzeptzielgruppe
fuenf sind truempf
Zustimmung Veröffentlichung
On