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Theaterpädagogik

Stärkung und Ausbau kultureller Teilhabe und Vielfalt im Stadtsüden von Oldenburg

Ansprechpartner
Katrin Wiese
Kultur von Allen für Alle im Stadtsüden
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts sollen als Weiterführung der bisherigen vielfältigen kulturellen Arbeit unterschiedlichster Beteiligter neben dem Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd organisatorische Strukturen vornehmlich in Form einer Projektleitung geschaffen werden. Dies geschieht, um die kulturelle Arbeit im Stadtsüden von Oldenburg dauerhaft zu etablieren und den Austausch aller Kulturschaffenden untereinander sowie zu den gemeinschaftlichen und öffentlichen Einrichtungen zu koordinieren. Auf diese Weise sollen kulturelle Formate im Stadtsüden und für den Stadtsüden verstetigt werden. Ziel ist daher eine Vernetzung, Profilierung, Aktivierung und Professionalisierung der Multiplikator*innen in Hinblick auf das Thema (Stadtteil-)Kulturarbeit. Diese bringt Partner aus unterschiedlichen Bereichen – z. B. Kultur, Soziales und Bildung – zusammen. Sie vernetzt vor Ort: stadtweit, deutschlandweit und international. So werden Dialoge gefördert, belastbare Partnerstrukturen etabliert und Kooperationen umgesetzt. Das kulturelle Schaffen und Leben im Stadtsüden wird gebündelt und für alle Bewohner niederschwellig und bezahlbar zugänglich gemacht. Dies soll sowohl in Form von regelmäßigen als auch einmaligen Formaten geschehen, wie beispielsweise Festivals, Workshops und Mitmachaktionen. Mithilfe künstlerischer Ausdrucksformen (Musik, Theater, Kino, Kunsthandwerk) sollen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft zur kulturellen Teilhabe und zu eigenem kreativen und künstlerischen Handeln aktiviert werden. Insbesondere der Stadtsüden steht vor sozialen und integrativen Herausforderungen und erscheint daher als besonders Unterstützungswürdig. Gerade das gemeinschaftliche, kulturelle Leben bietet Raum für Integration und Partizipation. So können neue Modelle partizipativer Stadtteilkultur erprobt und etabliert werden. Ausgehend von den Bedarfen vor Ort thematisiert, bespielt und inszeniert Stadtteilkultur das Quartier und schafft so Nachbarschaft. Die Stadtteilkultur weckt Interesse für die nähere Umgebung, bezieht die Bewohner*innen ein und macht den Stadtteil zum Objekt des eigenen Engagements und der eigenen Kreativität. Langfristig ist es angedacht, eine Plattform auszubauen, über die die kulturellen Stadteilaktivitäten gesammelt und gebündelt so zu veröffentlichen, dass die Informationen möglichst viele Bewohner*innen erreichen.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Stadtsüden Oldenburgs ist geprägt durch seine militärische Geschichte und eine relativ dichte Besiedlung. Dabei finden sich Siedlungen mit den typischen Siedlungshäusern mit ehemals großen Gärten und etliche Wohnblöcke. Aktuell findet eine starke Nachverdichtung des Quartiers statt, freie Flächen verschwinden immer mehr. Mit dem Schließen eines Großteils der Kasernen in den 90er Jahren verschwanden nicht nur etliche Arbeitsplätze, sondern auch diverse Gastronomiebetriebe, die typische Eckkneipe als Treffpunkt ist im Stadtsüden nahezu ausgestorben. Es gibt außerdem kein Kino mehr, ebenso wenig einen Ort an dem größeren Feiern oder Veranstaltungen wie Theateraufführungen oder Konzerte stattfinden können, diese Angebote gibt es deshalb nicht. Die Bürgervereine und Siedlergemeinschaften, die aus den 50er Jahren stammen haben kaum noch Mitglieder und beklagen einen eklatanten Nachwuchsmangel. Durch den starken Zuzug vieler Menschen mit den unterschiedlichsten Herkünften ist die Bevölkerung des Stadtsüdens buntgemischt mit den verschiedensten Interessen. Viele Gebäude im Quartier sind durch sozialen Wohnungsbau entstanden, deshalb wohnen hier viele Menschen die Sozialgeld, Hartz IV oder andere Unterstützungsleistungen bekommen, also arm sind. Traditionell waren und sind es vor allem die Wohnblöcke in denen sozial schwächere Familien wohnen. Kulturelle Angebote wie Theater, Konzerte, Lesungen, Museen und Vergleichbares gibt es hier nicht. Dies, sehr geringe finanzielle Mittel und eine diffuse Scheu vor dem Besuch des Staatstheaters oder ähnlicher kultureller Orte dieser Größenordnung führt dazu, dass die BewohnerInnen wenig an kultureller Teilhabe erleben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Stadtsüden
Beschreibung
Der Stadtsüden besteht im wesentlichen aus drei Stadtteilen, dies sind Kreyenbrück, Bümmerstede und Krusenbusch.ist von der Innenstadt und den dahinter liegenden Stadtgebieten durch den Verlauf der Hunte und des Osternburger Kanals abgegrenzt. In Richtung Osternburg markiert die Autobahn das ungefähre Ende des südlichen Teiles Oldenburgs.
Einwohnerzahl
32105
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2021 der Stadt Oldenburg (Zahlen von 2020). Drittstärkster Einwohnerbezirk Oldenburgs.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord (ein kleiner Teil des statistischen Bezirks 9a) ist seit 2009 „Soziale Stadt“- Gebiet bis voraussichtlich 2023. Während der Laufzeit gab es kein zusätzliches Förderbudget für soziale Maßnahmen. Das Fördergeld "Soziale Zusammenhalt" floss u.a. in Umbauvorhaben, Spielplatzumgestaltungen, Verkehrsverbesserungen. Mit dem Projektantrag "Gute Nachbarschaft" soll der gesamte Statistische Bezirk 9 (a,b,c,d, d.h. ca. 32029 EinwohnerInnen) berücksichtigt werden. Mit dem Antrag „Gute Nachbarschaft“ wollen wir Voraussetzungen schaffen, um die kulturelle Teilhabe und Vielfalt im Stadtsüden (Stadtteile Kreyenbrück Nord und Süd, Bümmerstede, Krusenbusch, Tweelbäke) von Oldenburg zu stärken und auszubauen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
teilweise Schätzung, angelehnt an die Statistik der Stadt Oldenburg,
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder bis 14 Jahre, berechnet nach der Statistik der Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Stadt Oldenburg, hier handelt es sich um Bewohner*innen mit ausländischem Pass.
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
berechnet nach der Statistik der Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch die Stärkung und den Ausbau kultureller Teilhabe und Vielfalt sollen die vorhandenen kreativen Potentiale der im Stadtsüden von Oldenburg lebenden Menschen aufgezeigt und gefördert und allen die Chance geboten werden, sich mit ihren Potentialen öffentlich zu präsentieren. Die Bewohner*innen stehen dabei im Zentrum, werden zielgruppen- und generationsübergreifend zur Beteiligung motiviert. Durch den Quartiersbezug und die Wohnortnähe können Nachbarschaften gefördert, das Zusammenleben und damit der soziale Frieden gestärkt werden. Die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe soll allen Bewohner*innen in ihrem Umfeld ermöglicht werden. Um die Potentiale der Bewohner*innen zu ermitteln, werden niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen geschaffen. Desweiteren sollen die durch den Arbeitskreis guten Vernetzungsstrukturen der Institutionen genutzt werden, um eine möglichst breite Bevölkerungsgruppe direkt ansprechen zu können. Kooperationen verschiedener Einrichtungen sollen ausgebaut werden mit dem Ziel, unterschiedlichste Menschen zusammen bringen. Die Stärkung der kulturellen Aktivitäten sollen das Ansehen des Quartiers verbessern und die Lebensqualität erhöhen. Kulturelle Veranstaltungen, die sonst eher in der Innenstadt geboten werden, sollen im Stadtsüden etabliert werden und damit zur Imageverbesserung beitragen. Wir möchten die Aktiven fördern und die weniger Aktiven zur Beteiligung motivieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen engagieren sich für ihren Stadtteil, ihr Haus, ihr Wohnumfeld, ihre Nachbarschaft. Ihre Interessen, Bedarfe und Wünsche werden gehört und bearbeitet. Sie sind die Experten für Stadtteilanliegen und werden als solche im Quartier anerkannt.
Beschreibung
es wird ressortübergreifend verbindlich und auf Augenhöhe für einen starken Stadtsüden zusammengearbeitet. Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund. Dem demographischen Wandel und der Inklusiven Stadtgesellschaft werden Rechnung getragen.
Beschreibung
es wird ressortübergreifend verbindlich und auf Augenhöhe für einen starken Stadtsüden zusammengearbeitet. Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund. Dem demographischen Wandel und der Inklusiven Stadtgesellschaft werden Rechnung getragen.
Beschreibung
Verschiedenste Einrichtungen, Initiativen, Menschen aus dem Stadtsüden tauschen sich aus, ergänzen und unterstützen sich mit ihren Erfahrungen. Alles geschieht zum Wohle der Menschen mit den Menschen und des Quartiers.
Beschreibung
Stärkung der Stadtteilkultur durch Vernetzung unterschiedlicher Akteure sorgt für Teilhabe, Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt. Niedrigschwellige, kostenlose/bezahlbare kulturelle Angebote ermöglichen Bgegnung und spiegeln die Vielfalt der Kulturen.
Vorhandene Strukturen
Die GWA Stadtteiltreff Kreyenbrück gibt es seit Juni 1991 und ist zur festen Anlaufstelle für Bürger*innen aus dem Stadtsüden von Oldenburg geworden. Es gibt viele Kooperationen und Vernetzungen innerhalb des Quartiers und über das Quartier hinaus. Die GWA Kreyenbrück ist Teil des Quartiersmanagment im Soziale Stadt Gebiet. Seit Jahren arbeitet der Stadtteiltreff eng mit dem antragstellenden "Förderverein für theater-und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg-Süd.e.V.". zusammen. Verschiedene Aktivitäten und Feste wurden bereits zusammen mit weiteren Einrichtungen im Stadtsüden von Oldenburg initiiert und durchgeführt. Bei allen Formaten wurden stets die Bewohner*innen im Vorfeld und im Anschluss befragt und beteiligt. So gab es immer eine enge Vernetzung der professionellen Strukturen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und den vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*inen und Schüler*innen und den im Quartier lebenden Menschen. Die Stärkung der Stadtteilkultur durch Vernetzung unterschiedlicher Akteure sorgt für Teilhabe, Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt. Eine Förderung kultureller Bildung auch in den Schulen und mit anderen Partnern verbessert Bildungschancen und wirkt identitätsstiftend. Im Stadtsüden gibt es 5 Grundschulen mit ca. 1060 Schüler*innen, eine IGS mit ca. 1100 Schüler*innen und eine Förderschule mit Schwerpunkt Emotionale/Soziale Entwicklung mit ca. 62 Schüler*innen. Die kulturelle Schulentwicklung soll unterstützt und begleitet werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
IGS Kreyenbrück, Grundschulen, Förderschulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Kreyenbrück/Bümmerstede, Siedlergemeinschaft, BewohnerInneninitiativen, Interessengemeinschaft, diverse BürgerInnen,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeiung, Sanierungszeitung, "Der Kreyenbrücker"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturausschuss, Vertreter von SPD und Grünen Gesamtstadt und Stadtsüden, Jugendhilfeausschuss,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienst Jugend-und Gemeinwesenarbeit, Musikschule Hoting, Kirchengemeinden, Arbeitskreis Kreyenbrück,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas, Schulen, Bibliothek, Seniorenheime, GWA, Freizeitstätte,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Sportvereine, Haus Welcome, Johanniter, Paritätischer, Diakonie, Verein für Kinder, Fluchtmuseum, Yezidisches Forum, MaroKher-Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V., Deutsch-Irakischer Freundeskreis, KUSAK- Kultursensible Altenhilfe,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendkulturarbeit e.V., Kulturbüro Stadt Oldenburg, Kulturausschuss Stadt Oldenburg, Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück, Jugendtheater Rollentausch, Kindertheater PAEPP
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GSG Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch Kulturmanagement im Stadtsüden soll die hiesige kulturelle Szene gefördert, gestärkt und ausgebaut und die Teilhabe und Mitgestaltung der gesamten Bevölkerung an kulturellen Angeboten ermöglicht werden. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die Aktivierung einer möglichst breiten Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich engagieren. Als weiterer Schritt soll eine gezielte fortgeführte Finanzierung kultureller Arbeit sichergestellt werden. Die neu geschaffenen Strukturen sollen Bestand haben.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Bessere Schulintegration und Beratung junger Roma und Roma-Frauen

Ansprechpartner
Sandra Goerend
Förderung von Bildung junger Roma, Integration, Beratung von Roma-Frauen und -Jugendlichen
Projektbeschreibung
Das Projekt basiert auf zwei wesentlichen Elementen: • Förderung von Bildung und damit Integration von Roma-Jugendlichen • Beratung und Unterstützung von Roma-Frauen und -Jugendlichen Aufgrund der strukturellen Diskriminierung, massiver Chancenungleichheit aber auch Mobbing (unterschiedlicher Arten) entwickeln Roma-Kinder häufiger auffälliges Verhalten. Im Jugendalter äußert es sich oft in Schulverweigerung. Es Bedarf hier neuer Ansätze, die die Jugendlichen dabei unterstützen, wieder zur Schule zu gehen, um damit ihre Zukunftschancen und ihre Integration in die Gesellschaft zu verbessern. Lehrkräfte sind häufig überfordert, da sie nicht verstehen, warum sich die Jugendlichen in dieser Art verhalten und was sie dagegen tun können. Auch sie benötigen Unterstützung, wie wir oft erfahren. Um diesem Bedarf zu begegnen, möchten wir für die Göttinger Schulen, in denen viele Roma-Jugendlichen beschult werden, Workshops anbieten. Die Workshops richten sich dabei nicht nur an junge Menschen der Minderheit, sondern an alle Jugendlichen, um Kontakt und Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern und nicht vereinzelte Jugendliche als "Problemverursacher" zusätzlich zu stigmatisieren. Die Workshops basieren auf den gebündelten Kompetenzen der involvierten Teamer_innen. Wir arbeiten zum einen mit theaterpädagogischen Elementen, die sich mit Identität befassen, die Konzentration und die Aufmerksamkeit der jungen Menschen fördern sollen. Zum anderen benutzen wir Methoden aus der Antidiskriminierungsarbeit. Auch diese arbeiten mit Identität und befassen sich damit, wie Herkunft die Chancen im Leben strukturiert. Das zweite Element des Vorhabens ist der Ausbau unserer Antidiskriminierungsstelle. Wir werden häufig von Personen kontaktiert, die Beratung und Unterstützung benötigen, da sie im Umgang mit Behörden oder im Alltag Diskriminierung erfahren. Es gibt einen hohen Bedarf, jedoch wenige Anlaufstellen. Anknüpfend an die oben geschilderten Problemlagen junger Roma möchten wir die Beratungsstelle mit Fokus auf Frauen und Jugendliche erweitern. Roma trauen sich häufig nicht, zu etablierten Institutionen oder Beratungsstellen zu gehen, da sie häufig Ablehnung erleben. Wir sind lokal gut vernetzt und wissen, an wen wir Menschen ggf. weitervermitteln können, wenn es z.B. um die Unterstützung bei der Ausbildungssuche geht. Besonders Frauen sollen bei unserer Beratungsstelle einen geschützten und vertraulichen Raum finden, um ihre Probleme zu klären.
Ausgangslage
In Göttingen leben ca. 600 Roma. Viele von ihnen sind als Bürgerkriegsflüchtlinge aus den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens nach Deutschland gelangt. Anders als die deutschen Sinti und Roma, sind sie nicht als nationale Minderheit anerkannt. Viele von ihnen leben nach wie vor in aufenthaltsrechtlich prekärem Status. Die Biografien dieser Generation sind von Kriegs- und Traumatisierungserfahrungen in den Herkunftsländern geprägt, während ihre Kinder und Enkel zum großen Teil in Göttingen geboren und aufgewachsen sind. Es gab nie angemessene Bemühungen des Staates, Roma bei der gesellschaftlichen Integration zu unterstützen und damit eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Im Gegenteil: Diskriminierung prägt in vielen Bereichen den Lebens den Alltag dieser Menschen: Sei es im Bereich der Bildung und auf der Suche nach Wohnung oder Arbeit, durch Behörden oder in der Nachbarschaft. Aufgrund der weitreichenden Konsequenzen erachten wir die Benachteiligungen im Bildungssystem als besonders gravierend. Diese Form struktureller Diskriminierung äußert sich z.B. darin, dass Roma-Kinder überdurchschnittlich häufig auf Haupt- und Förderschulen geschickt werden. Ihre Zukunftschancen sind damit von vorneherein schlechter als die anderer Kinder. Dass viele von ihnen zu Schulverweigerern werden, ist die Konsequenz. Wir wurden daher von einer Göttinger Schule angefragt, sie bei der Integration dieser Jugendlicher zu unterstützen. Roma-Frauen sind zudem als Frauen noch von erheblich komplexeren Diskriminierungen betroffen und benötigen eine eine vertrauliche, qualifizierte und sensibilisierte Beratung für ihre Problemstellungen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen gesamt
Einwohnerzahl
134824
Quelle / Anmerkungen
in 2017 laut http://www.goesis.goettingen.de/pdf/Faltblatt.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Zielgruppen wohnen zwar weitgehend in Göttingen Grone und Göttingen Weststadt. Die Schulen befinden sich jedoch in anderen Stadtteilen. Die angegangenen Zielsetzungen des Projekts sind zudem sozialer Natur und für das gesamte Stadtgebiet relevant. Sie dienen dazu, die Zukunftsperspektiven und die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen zu verbessern. Wir würden die Fokussierung auf die o.g. Stadtteile zudem als weitere Stigmatisierung von Roma begreifen.
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt soll die schullische Situation verbessern, indem es die Jugendlichen bei der Integration unterstützt und damit die Lehrkräfte entlastet. Eine Verbesserung der Bildungssituation führt unserer Erfahrung nach am nachhaltigsten zu Integration und damit einer Verbesserung des sozialen Klimas.
Qualitätskriterien
Beschreibung
das schulische Zusammenleben besser funktioniert und sich die Fehltage/ -stunden der Jugendlichen reduziert haben.
Beschreibung
es weitere Zusammenarbeit zwischen uns und den Partnern geben wird und mehr Zufriedenheit bei den beteiligten besteht.
Vorhandene Strukturen
Das Roma Center hat eine etablierte Beratungsstelle, die regelmäßig von Roma als auch von Unterstützer_innen, Mitarbeiter_innen von Institutionen und anderen Organisationen frequentiert wird. Zudem sind wir gut vernetzt und können auf diese vorhandenen Strukturen aufbauen. Die Arbeit, die wir derzeit nebenbei machen müssen, wie etwa Jugendliche bei der Ausbildungssuche unterstützen, soll in unsere regelmäßige Arbeit aufgenommen werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Berufsbildene Schule III, weitere Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Boat People Projekt, Luise Rist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Träger der Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenberatungsstellen
Typ
Stadtteil
Galerie
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ws okt2017 thatslife
ws okt2017 gruppe kopie
dsc 0023 opia
Zustimmung Veröffentlichung
On

#sprachlernendesspiel 5.0

Ansprechpartner
Julian Mende
Theater - Sprache - Integration
Projektbeschreibung
#sprachlernendesspiel ist ein Projekt, das ein Schuljahr lang Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft mit theaterpädagogischen Mitteln die Deutsche Sprache vermittelt und dabei die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in ihrem Stadtteil ermöglicht. Der nächste Durchgang startet im August 2019 und endet im Juni 2020. In den wöchentlichen Theaterproben und einer größer angelegten Abschlusspräsentation am Ende des Schuljahres erleben sie Selbstwirksamkeit mit theaterpädagogischen Mitteln. Neun Schulen aus Hannover und der Region mit insgesamt 10 Sprachlernklassen sind Projektpartner. In den Theaterproben wird zu selbst gewählten Themen gearbeitet, die sich aus den Interessen der rund 160 Sprachlerner und deren Mitschülern ergeben. So kann natürlich das Thema Flucht im Fokus stehen, der Blick in die Zukunft geöffnet oder aber das eigene Verständnis von Demokratie und Teilhabe auf der Bühne verhandelt werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten pro Gruppe eine Szene, eine Collage oder ein Stück, das am Ende des Schuljahres als gemeinsame Präsentation in der großen Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule aufgeführt wird. Innerhalb einer Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leibniz Universität Hannover und der Leonore-Goldschmidt-Schule werden 20 angehende Lehrer für das Fach Darstellendes Spiel (Bachelor und Master-Absolventen des Studiengangs Darstellendes Spiel) in einer Lehrveranstaltung auf das Projekt vorbereitet. Die Studierenden werden befähigt, im Tandem Theaterworkshops mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Sprach- und Kulturräumen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren durchzuführen. Dieses Angebot geht über den regulären Unterricht hinaus; die Schule dient jedoch als ein wichtiger Bezugspunkt, um die neuen Sprachlerner zu erreichen. Die 20 Studierenden arbeiten als freie Mitarbeiter und werden in regelmäßigen Evaluations- und Netzwerktreffen von einem freien Mitarbeiter, supervisorisch begleitet und in der Organisation unterstützt.
Ausgangslage
Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft haben wie alle in Deutschland lebenden Kinder das Recht, die Schule besuchen zu dürfen! Die Sprachbarriere als erste Hürde wird in Sprachlernklassen so gut wie möglich abgebaut. Das Lernen findet hier in der klassischen Klassenzimmer-Situation statt. Zwar sind die Klassen deutlich kleiner als Regelklassen, die Bedürfnisse dieser Schülerinnen und Schüler sind aber trotzdem sehr unterschiedlich. Manche besuchen zum ersten Mal im Leben die Schule, manche haben durch eine Fluchterfahrung Ängste, manche haben starke Konzentrationsschwierigkeiten, manche sind in ihrer Entwicklung viel weiter als andere, manche sitzen nun im Klassenraum mit anderen zusammen, die in ihrer Heimat als Feinde gelten. Man könnte hier den Facettenreichtum der Schülerinnen und Schüler noch weiter ausführen, es wird aber deutlich, dass die intensive aber klassische Beschulung nur einen Teil der Entwicklungspotentiale fördern kann. An dieser Stelle setzt #sprachlernendesspiel an. Um einen Eindruck der Arbeit zu erlangen, möchte ich auf den Aufführungstermin des diesjährigen Durchlaufs von #sprachlernendesspiel aufmerksam machen. 28.05.2019 - 11 Uhr in der Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule, Mühlenberger Markt 1, 30457 Hannover.
GWA/QM-Ansatz
#sprachlernendesspiel ist partizipativ, aktivierend und bestärkt Schülerinnen und Schüler zur Formulierung ihrer Themen und Interessen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dieser Standard ist beim erfolgreichen Start des Projekts bereits erreicht
Beschreibung
die Schülerinnen und Schüler bei der Abschlusspräsentation auf der Bühne stehen und sichtbar werden
Beschreibung
die Eltern im Publikum sehen, wie ihre Kinder es schaffen, friedlich mit Vielfalt umzugehen und diese auf der Bühne als etwas Postives formulieren.
Vorhandene Strukturen
Die bereits bestehende Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leonore-Goldschmidt-Schule sowie der Leibniz Universität Hannover ist für das Projekt essentiell. Die im Vorfeld angebotene Lehrveranstaltung für Studierende hat sich im letzten Durchgang zu einem Wochenendseminar gewandelt, bei welchem viel stärker die gewonnene Expertise der letztjährigen Durchläufe im Mittelpunkt gestanden hat. Festgehalten werden soll am System, dass ein Bachelor- und ein Master-Studierender gemeinsam im Tandem arbeiten. Dieses „doppelte Lernen“ (Schüler lernt von Student, Student von Student) hat sich als bewährte Methode etabliert. Die Leitung des Projekts ist ehrenamtlich und der Träger ist die Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V. Ebenso ist das Vorbereitungsseminar in der Uni nicht im klassischen Lehrdeputat eingerechnet und ist somit ebenfalls ehrenamtlich. Wir nutzen die Strukturen der Universität und der Schulen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leibniz Universität Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leonore-Goldschmidt-Schule Hannover Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Roderbruch Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Kronsberg Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ernst Reuter Schule KGS Pattensen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Marie Curie Schule KGS Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erich Kästner Gymnasium Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Georg Büchner Gymnasium Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Lehrte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Herschelschule Hannover
Typ
Stadtteil
Galerie
dsc 0283 min
dsc 0487 min
dsc 0022 min
dsc 0060 min
Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge

Ansprechpartner
Katharina Mohs
Neue Wege kultureller Integration und Begegnung
Projektbeschreibung
Unser Verein trägt im Quartier Roderbruch/ sozialer Brennpunkt ein Kulturzentrum (seit 1984) und im Hochhaus Osterfelddamm eine Clownswohnung (seit 2006). Die Clownswohnung ist Anlaufpunkt für die Familien im Hochhaus (600 Wohneinheiten) und für die Kinder aus dem Stadtteil. Dort findet 1 - 2 x wöchentlich ein offenes Spielangebot (Bühne, Schwarzlichttheater, Manege, kreative Angebote) mit Clown Fidolo und seinen Helfern statt. Seit der Flüchtlingskrise wurde die Clownswohnung regelmäßig von Flüchtlingskindern aus den umliegenden Flüchtlingsunterkünften besucht. Die Wohnung wurde uns gekündigt und wir müssen das Projekt beenden (Ende Mai 2017). Nun werden im Roderbruch Wohnhäuser für Flüchtlinge gebaut und wir haben uns darum bemüht, in einem der Häuser eine Wohnung zu bekommen. Wir wollen dort eine Clownswohnung als Raum der Begegnung und der kulturellen Integration eröffnen. Damit wollen wir "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", d.h. wir wollen den Stadtteilkindern das seit Jahren bewährte Spielangebot erhalten und zusätzlich einen Raum haben, in dem wir Geflüchtete und Beheimatete zusammenbringen können. Der gemeinnützige Bauträger und das Wohnungsamt der Stadt Hannover haben uns jetzt eine 3-Zimmer-Wohnung zugesagt, die wir ab September 2017 mieten könnten. In dem Wohnprojekt/ Neubau werden Geflohene leben, die keine homogene Gruppe bilden. Wir wissen nicht, wer in die Wohnungen einziehen wird (Familien? Alleinstehende junge Männer?). Ziel ist, Aktivitäten und Projekte zu entwickeln, die den Flüchtlingen bei der Integration helfen und für die beheimateten Stadtteilbewohner interessant sind. Da diese Aktivitäten unter Einbeziehung der Zielgruppen entstehen sollen, können wir jetzt nur Bespiele zur Veranschaulichung nennen: Feste (internat. Nachbarschaftstag, Norus, Bayram), Kurse: kochen, Chor, Trommeln. Projekte: Tänze um die Welt, Kunstprojekt und Ausstellung, Filmprojekt, Maskenprojekt, Stadt(teil)erkundungen. So unterschiedlich die ethnischen, religiösen, kulturellen und sozialen Hintergründe auch sind, kulturelle Integration bietet die Chance, gemeinsam in künstlerische Prozesse einzutauchen, in denen jeder seinen Platz findet. Die Räume der Clownswohnung bieten sich als Raum der Begegnung an, z.B. für Kurse, die für die Bewohner und den Rest des Stadtteils offen sind (z.B. Chor, Trommeln, Kunstprojekt, Handy-Computerkurs). Außerdem könnten von hier aus Ausflüge starten, die für Flüchtlinge und andere Stadtteilbewohner/-innen offen sind.
Ausgangslage
Nachdem der Eigentümer im Zuge von Sanierungsvorhaben 2016 eine Kündigung der Clownswohnung ausgesprochen hat, sind wir auf der Suche nach einer neuen Wohnung für Clown Fidolo. Da wir gern „zu den Menschen gehen“ und vor Ort Angebote entwickeln, kam die Idee auf, mit Clown Fidolo in die Flüchtlingsunterkunft zu ziehen. Hier könnten wir an unsere guten Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit anknüpfen. Anders als bisher muss eine Clownswohnung in der Flüchtlingsunterkunft zusätzliche Ziele bzw. Zielgruppen haben. Sie muss dem besonderen Ort gerecht werden und Aktivitäten entwickeln, die der kulturellen Integration der Bewohner/-innen der Unterkunft dienen und Begegnung mit den beheimateten Stadtteilbewohnern ermöglichen. Bei der Integration kann kulturelle Bildung eine zentrale Schlüsselfunktion einnehmen die zur Teilhabe, zur Mitbestimmung und Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes einlädt: In einer noch fremden Umgebung, in der sprachliche Verständigung noch schwer fällt, bieten künstlerische Ausdrucksformen neue Wege der Kommunikation und Auseinandersetzung mit dem Unbekannten, Erlebten und Gefühlten. Auf künstlerischem Wege können Menschen zum Ausdruck bringen, wofür ihnen noch Worte fehlen. So werden sie als Individuen sichtbar und hörbar mit einer Geschichte, einer Gegenwart und einer Zukunft. Kulturelle Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Bereicherungsprozess für alle Beteiligten. Sie schafft Begegnung und Beziehung und macht neugierig auf das, was jede(r) mitbringt. Sie gibt Mut und Motivation das gewohnte Terrain zu verlassen und Verhaltenssicherheit für unvertraute Situationen zu gewinnen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Groß-Buchholz Quartier Roderbruch
Beschreibung
Roderbruch ist ein Stadtviertel im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz. Es wird begrenzt durch die Eilenriede im Westen, den Messeschnellweg im Norden, den Osterfelddamm im Osten und die Baumschulenallee im Süden. Die Karl-Wiechert-Allee durchzieht das Viertel in Nord-Süd-Richtung.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagement
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover Stand 31.12.2011
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013, Stadt Hannover, FB Personal und Organisation, Sachgebiet Wahlen und Statistik, Roderbruch, Stand Dez. 2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Kulturtreff Roderbruch arbeitet eng mit der hanova, Tochtergesellschaft der Stadt Hannover für Immobilien, zusammen. Wir haben bereits ein gut funktionierendes Quartiersmanagement, deren Quartiersmanager Jörg Kofink gab uns den Tipp zu dieser Förderung und unterstützt uns in unserem Vorhaben, das Projekt Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge zu realisieren. Unsere Stadtteilkultureinrichtung ist Anlaufpunkt für die im Quartier lebenden Menschen. Hier setzen wir kulturelle Teilhabe um und bieten ein niederschwelliges Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Clownswohnung ist Anlaufpunkt für viele Kinder und Kindergruppen aus Kitas und Schulen. Dieses Angebot wollen wir gerne im Wohnprojekt für Flüchtlinge fortsetzen und um die Angebote für Geflüchtete erweitern. Die Clownswohnung innerhalb des Wohnprojektes schafft Vertrauen bei den Bewohnern des Stadtteils, aber auch bei den Geflüchteten selbst. In Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft hanova haben wir diesen Ort gewählt, um interkulturelle Begegnungen im Zentrum von Flüchtlingswohnungen zu ermöglichen. Somit wird ein zentraler Anlaufpunkt für alle Bewohner im Stadtteil geschaffen, von dem aus Netzwerkarbeit, Workshops und weitere Aktionen für die Begegnung von Menschen verschiedener Herkünfte möglich werden. Damit fördern wir das nachbarschaftliche Zusammenleben, den Abbau von Konflikten und stärken die Integration der Geflüchteten in das Gemeindeleben des Stadtteils.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Bewohner der Unterkunft und die Menschen aus dem Stadtteil gemeinsame Projekte umsetzen, die Ergebnisse gemeinsam präsentieren, Kontakte außerhalb der Aktivitäten der Clownswohnung bestehen, Kinder das Wohnprojekt als Teil ihres Stadtteils sehen
Beschreibung
Angebote für Geflüchtete wahrgenommen werden und Begegnungen mit Bewohner des Stadtteils möglich werden, Angebote entstehen im Prozess des Kennenlernens der Bewohner des Wohnprojekts, sie die Aktionen aktiv mitgestalten
Beschreibung
Durch Kooperationen mit Stadtteilgespräch Roderbruch e.V. werden Feste im Stadtteil mit anderen Partnern durchgeführt, gemeinsame Aktionen geplant und Bekanntmachungen können über dieses Netzwerk in den ganzen Stadtteil gestreut werden
Vorhandene Strukturen
Die Bürgergemeinschaft Roderbruch e.V. wurde 1982 im Hochhausviertel Hannover-Roderbruch gegründet. Ziel des Vereins war und ist, im neu entstandenen Quartier die Interessen der Bewohner/-innen zu vertreten sowie Kommunikation und Lebensqualität im Stadtteil zu fördern. Seit 1984 trägt der Verein ein Stadtteilkulturzentrum, den Kulturtreff Roderbruch. Im Laufe der Jahre wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement eine lebendige Stadtteilkulturarbeit aufgebaut. Ein besonderes Anliegen der Bürgergemeinschaft ist es, die sozial benachteiligten Menschen im Stadtteil zu fördern. 52 % der Kinder im Quartier sind arm, 2/3 haben einen Migrationshintergrund. Der Verein beschäftigt 4 Hauptamtliche und über 40 Honorarkräfte. Der Verein hat 110 Mitglieder, 35 Ehrenamtliche sind engagiert. Die Stadt Hannover fördert den Verein mit einer jährlichen Beihilfe für zwei Hauptamtliche. Zum Angebot gehören Musikunterricht, Kurse, Chöre, Theatergruppe, Ausstellungen, Sprachcafe für Deutschlernende, Projekte, 6 Jugendbands, offene Kunstwerkstatt, Lesungen, Konzerte, Vorträge, Flohmärkte, Ferienangebote, Angebote im Ganztag von Schulen, Sprachförderangebote für Kitakinder und seit 2005 die Clownswohnung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
hanova
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilgespräch Roderbruch e.V.: Zusammenschluss von im Quartier Roderbruch vorhandenen Parteien, Institutionen (Sozialamt, FB Soziales, FB Jugend und Familie, FB Senioren), Kirche, Polizei, Schulen, Vereine, Initiativen, dem Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Galerie
p1020017 2
p1020011
Zustimmung Veröffentlichung
On