Skip to main content

2. Aktivierung und Unterstützung von Selbstorganisation und Beteiligung, Förderung von Selbsthilfepotenzialen und Partizipation,

Leben im Meer - Inselgesellschaften in touristisch geprägten Lebensräumen (Dachprojekt)

Ansprechpartner
Heike Brunken-Winkler
Funktion Regionalmanagerin
Mikrokosmos Insel - Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen für kollektives Empowerment
Projektbeschreibung
Die Bewohner der ostfriesischen Inseln wohnen dort, wo viele Menschen gerne Urlaub machen. Davon leben sie, das ist die Haupteinnahmequelle der Insulaner, fast zu 100%. Der Tourismus wird aber auch immer mehr zur Belastung. Die work-life-balance gerät zunehmend ins Ungleichgewicht. Wohnungen werden nicht nur mehr sehr teuer, sie sind auch noch knapp. Alt werden auf den Inseln ist auch nicht mehr so selbstverständlich, wie noch vor 20 Jahren. Es gibt nicht genügend Pflege und ärztliche Versorgung. Geprägt ist das Leben auf den Inseln durch die Dorf-Stadt-Wechsel: Die „Einwohnerzahl“ der Inseln steigt in der Hauptsaison auf ein Vielfaches im Verhältnis zur „Grundbevölkerung“ an, die Infrastruktur der Kleinstädte wie Norderney und Borkum und der restlichen Inseldörfer muss diesen Anstürmen genauso gerecht werden, wie den Situationen im Winter, wenn wetterbedingt wieder Ruhe eingekehrt und die Bewohnerzahl wieder von "Stadt-" auf "Dorfniveau" geschrumpft ist. Das gleiche gilt für die Einrichtungen der Daseinsvorsorge und weiteren weichen Standortfaktoren, die maßgeblich das Inselleben prägen und gestalten. Das sind, hier in aller Kürze, insgesamt aber auch die Faktoren und Rahmenbedingungen, mit denen sich die Verwaltungen und Bürger jetzt stärker als bisher auseinandersetzen wollen und müssen, um für sich und für ihre Inseln eine Zukunft zu gestalten, die lebenswert und attraktiv genug bleibt, sowohl für die Inselbewohner, die Saisonkräfte und wie auch für ihre Gäste. Es geht um nichts weniger, als den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, den Erhalt und die Sicherung des Dorf-/Gemeinschaftslebens inklusive der identitätsstiftenden kulturellen Bindungen, der Sicherung der Ver- und Entsorgungsfunktionen, der Kranken- und pflegerischen Versorgung, des bezahlbaren Wohnens und der Sicherung der Wirtschaftskraft. Die Problemlagen sind dabei vielfältig, eine gemeinsame, strategisch orientierte und thematisch auf die Partner verteilte Prozess- und Beteiligungsstruktur evident. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine externe organisatorisch-fachliche Unterstützung des Prozesses die internen Prozesse zu unterstützen hat, das Netzwerk aufbaut und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf alle ostfr. Inseln erzeugt. Dieser Prozess, im Grunde ein gesellschaftlicher Transformationsprozess, mit der die Inseln resilienter werden, kann nicht mit lokalen Ressourcen allein gestaltet werden. Dieser Ansatz kann und sollte modellhaft für andere (insularen) "Mikrokosmen" sein.
Ausgangslage
Die Wirtschaft der Inseln basiert nahezu zu 100 % auf dem Tourismus (inkl. nachgelagerten Branchen). Dementsprechend geprägt ist das Leben auf den Inseln: Die „Einwohnerzahl“ der Inseln steigt saisonal auf ein Vielfaches im Verhältnis zur Grundbevölkerung im Winter an. Durch die Saisonkräfte steigt die EW um 3%; hinzukommen noch ca. 10,9 Mio. Übernachtungen und ca. 700.000 Tagesgäste (Zahlen für alle 7 Inseln). Dies heißt im Jahresrhythmus: In der Saison volle Auslastung bei den Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, bei touristischen Angeboten sowie bei den Fährbetrieben (100 %-Auslastung; Großstadtniveau); im Winter wird runtergefahren auf Dorfniveau. Nicht nur bei den beiden großen Inseln haben saisonverlängernde Maßnahmen bereits gewirkt, auch mit negativen Wirkungen auf die Work-Life-Balance, sowohl bei den Arbeitnehmern, wie bei den Arbeitgebern. Die Insulaner sind zunehmend überlastet. Dazu kommt die Wohnungsnot. Es hat eine "Syltifizierung" der niedersächsischen Inseln begonnen. Aufgrund der hohen Attraktivität der Destinationen werden Häuser an meist bietende Käufer vom Festland verkauft. Das führt zu Wohnraummangel für Insulaner und Fachkräfte, da bezahlbarer Wohnraum kaum vorhanden ist. Der "Ausverkauf" der Inseln führt auch dazu, dass die oftmals lange Zeit leerstehenden Häuser von Zweitwohnungsbesitzern der touristischen Vermietung entzogen wird. Für die Inselgemeinschaften aber noch entscheidender ist, dass das Inselleben darunter leidet. Zweitwohnungsb. nehmen im Regelfall nicht am Gemeindeleben teil, füllen kein Ehrenamt aus, bringen nicht ihre Expertise in die Dorf-/Quartiersgemeinschaften ein, wenn es darum geht, das Gemeindeleben zu stärken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ostfriesische Inseln
Beschreibung
Das Dachprojekt (dieser Antrag) zum Aufbau und zur interkommunalen Strukturierung einer gemeinsamen Gemeinwesenarbeit umfasst alle beteiligten ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer bzw. die drei an diesem Projekt teilnehmenden Inselkommunen Spiekeroog, Juist und Wangerooge. Die sieben Inseln liegen in vier verschiedenen Landkreisen: Borkum gehört zum Lkrs. Leer, die Inseln Juist, Norderney und Baltrum zum Lkrs. Aurich, Langeoog und Spiekeroog zum Lkrs. Wittmund und Wangerooge zum Lkrs. Friesland.
Einwohnerzahl
17775
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019 (Gebietsstand: 1.7.17)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand: 07/2017 Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle und alle mit ihren jeweiligen Stärken aktiviert werden. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse, die in den zwei Phasen der Zukunftsstadt erzielt worden sind. Die 9 Leitsätze zeichnen das Bild der beteiligten Insulaner, das für die Arbeit des Gemeinwesens Ausgangspunkt ist. Mehr Verantwortung, mehr regionale Identität, bessere work-life-balance, verbesserte Infrastruktur und Daseinsvorsorge, bezahlbarer Wohnraum, die Potentiale der Insulaner müssen (innovativer) entwickelt werden, der soziale Zusammenhalt muss wieder in den Fokus, Bildungs-/Weiterbildungsangebote sollen entwickelt, das Inselleben attraktiver. Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden. Ein interkommunales Netzwerk zwischen Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke, breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht, werden gesucht und gefunden, Problemlagen werden erkannt und vergegenwärtigt, so wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivierung der Bewohner hat mit den geplanten Methoden funktioniert. Gemeinsam haben sie Ziele für ihre eigene Inselzukunft festgelegt und organisieren sich, um die vielen kleinen und größeren Maßnahmen und Aktionen umzusetzen.
Beschreibung
Die eingangs durchgeführte Open Space-Veranstaltung, weitere öffentliche Informationsveranstaltungen, Workshops und Gespräche haben eine positive Akteursgemeinschaft hervorgerufen, die sich um die Belange der Inselgemeinschaft kümmert.
Beschreibung
In den letzten Dekaden, haben die Inselgemeinschaften aufgrund der zunehmenden Zahl an Gästen ein hohes Potential zur Bewältigung von Stresssituationen und zur Selbstorganisation entwickelt. Dieses Potential wird in Zukunft für eigene Projekte genutzt.
Beschreibung
Es gibt eine zunehmende Zahl von auswärtigen Mitarbeitern aus dem europäischen Ausland und darüber hinaus. Diese neuen "Mitbewohner" sind durch direkte Ansprache stärker in die Planung und Umsetzung der zukünftigen Projekte und Aktionen einbezogen.
Beschreibung
Die beteiligten Inseln haben sich jeweils mit ihren Schwerpunktthemen so vernetzt, dass über den kontinuierlichen Austausch der Projektergebnisse Jeder von Jedem gelernt hat und unterstützt wird. So werden alle Belange des Insellebens beachtet.
Beschreibung
Nicht allein das Netzwerk eines jeweiligen Insellabores konnte erfolgreich aufgebaut werden, auch die Insellabore untereinander sind miteinander vernetzt, sowohl über die Insellotsen, wie auch über fachlich orientierte Akteursgruppen.
Beschreibung
Die bereits bestehenden Vereinsstrukturen in jeder Destination, wie auch die inselübergreifenden Treffen der "Insulaner unner sück", die jährlich stattfinden, werden durch das GWA - Projekt unterstützt und gestärkt. Fördermittel werden entspr. akquiriert.
Beschreibung
Auf administrativer Ebene gibt es Ansätze, die Inseln bei der Bewältigung der Wohnungsnot zu unterstützen. Die Inselgemeinschaften selber haben über die vielen Gespräche und Informationsveranstaltungen Strategien für Hilfe-zur-Selbsthilfe entwickelt.
Beschreibung
Das Projekt "Leben im Meer" hat über ein ausgesprochen offensives networking auf und zwischen den Inseln gemeinwesenorientiertes interkommunales Handeln zwischen den Akteuren auf administrativer, politischer und gesellschaftlicher Ebene erreicht.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Matthias Piszczan, Dr. Tjark Goerges, Marcel Fangohr (Bürgermeister von Spiekeroog, Juist und Wangerooge)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Politische Vertreter von den drei Inselkommunen; Inselräte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselzeitungen, regionale Presseorgane
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
jeweilige Schlüsselakteure auf den Inseln und Netzwerker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inselbüros (siehe Anträge der Gemeinden Spiekeroog, Juist und Wangerooge)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
nach Bedarf: ggf. weitere bzw. übergeordnete Instanzen/Institutionen wie z. B. die Nationalparkverwaltung, Landkreise etc.
Typ
Stadtteil
Galerie
vision achter
w8 karte
karte mit orten
faehre nach norderney
dsc 0098
wattenmeerachter 120517 hei 067
Zustimmung Veröffentlichung
On

2 Leben im Meer - Lebendige Inselgemeinschaft Juist (Teilprojekt 2)

Ansprechpartner
Dr. Tjark Goerges
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Juist - Stärkung der Inselgemeinschaft durch Quartiersmanagement zur Sicherung der Daseinsvorsorge
Projektbeschreibung
Die Insel Juist wird auch "Töwerland", also Zauberland, genannt. Mit 1.593 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln. Die Juister Bevölkerung hat zunehmend mit der Belastung durch die steigende Anzahl der Gäste zu tun (in 2017 wurden knapp 1 Mio. Übernachtungen registriert), welche sich zwar positiv auf die wirtschaftlich Lage, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben bzw. die Inselgemeinschaft auswirkt. Der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern (hauptsächlich aus Polen) ist mit 430 Personen (28,3 %, Stand 2017) relativ hoch. Viele dieser Personen sind im Zuge der Saisonarbeit als Fachkräfte nach Juist gekommen und haben dann dauerhaft einen Job im Tourismus gefunden. Mit der Zeit hat sich so eine eigene Community etabliert. Allerdings sind die Überschneidungen und Berührungspunkte der beiden Gruppen auf Juist außerhalb des Arbeitslebens relativ gering und eine Zusammenführung wäre positiv. Der Insel fehlt zudem zunehmend der Nachwuchs, da die Jugend im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt und später aufgrund fehlender Perspektiven nur in wenigen Fällen zurückkehrt, u.a. aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum und der hohen Lebenshaltungkosten - Auch nach und von Juist erfolgt der Großteil der Personen- und Gütertransporte mit der tideabhängigen Fähre. Dies begründet, neben anderen Faktoren, den Fachkräftemangel. Die beschriebene Situation hat weitreichende Auswirkungen auf das Ehrenamt und das Vereinsleben und damit auch auf die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge. Das mit diesem Projekt aufzubauende Quartiersmanagement soll mit der Gemeinwesenarbeit die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und zu einem funktionierendes Dorfleben beitragen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Juist arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
"Was für die Einheimischen gut ist, ist auch für die Touristen gut." - Mit dieser Maxime wurde 2017 das Lebensraumkonzept "Lebendiges Juist" unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt, welches Handlungsansätze zur Erhöhung der Lebensqualität formuliert. Allerdings fehlt auf der Insel eine Ansprechperson, die sich um die Belange der Bürger kümmert und die gesamte Inselgemeinschaft im Blick hat, zu denen auch die Saisonkräfte und Personen mit Zweitwohnsitz auf Juist gehören. Im Zuge des einzurichtenden Quartiersmanagements mit starker Anbindung an die Inselgemeinschaft soll die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Lebensraumkonzept angeschoben werden, insb. aus dem Handlungsfeld "Inselgemeinschaft" bzw. damit verknüpfte Maßnahmen. Es sollen ehrenamtliche Initiativen und die zivilgesellschaften Selbstorganisation gestärkt werden, damit langfristig die Daseinsvorsorge aufrecht erhalten werden kann. Mit der Einrichtung des Quartiersmanagementes (Inselbüro) sollen alle Juister aktiviert werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst der Themen annehmen und ins Handeln kommen. Dabei soll das bisherige Engagement der Juisterinnen und Juister als Motor fungieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Juist
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel Juist (Hauptort, Loog, Ost- und Westende)
Einwohnerzahl
1593
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand 07/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Juister Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle Gruppen auf Juist in den Prozess involviert sind.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Juister Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendbildungsstätte Theodor-Wuppermann e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juist Stiftung - Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Juist e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinner un Lue e.V. - Gemeinnütziger Verein zum Schutz und Förderung unserer Kinder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn- und Sportverein Juist e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Segelklub e. V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Shanty-Chor
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

3 Leben im Meer - Jugend mit Zukunft auf Wangerooge (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Marcel Fangohr
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Wangerooge - Qualifizierte Jugendarbeit und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln und mit 1.330 Einwohnern auch eine der kleineren. Wangerooge ist mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe der Insel vollständig ausgelastet und die Einwohnerzahl der Insel steigt auf Großstadtniveau an. Außerhalb der Saison zieht sich die Einwohnerzahl wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Der Insel fehlt außerdem zunehmend der Nachwuchs: Die Beschulung ist auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse möglich, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Die Jugend, die im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt, kehrt später in den wenigsten Fällen zurück, aufgrund fehlender Perspektiven wie z. B. dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den hohen Lebenshaltungskosten (Wangerooge ist nur per tideabhängiger Fähre oder Inselflieger erreichbar; damit werden auch alle Güter transportiert). Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen meist Ausbildungsmöglichkeiten abseits des Tourismus, sodass die Entscheidung, auf das Festland zu gehen, schnell getroffen ist, zumal Bedürfnisse der Jugendlichen, insb. in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge aufgrund der begrenzten Möglichkeiten oftmals zu kurz kommen. Die beschriebene Situation hat weitreichend Auswirkungen auf das Vereinsleben, die Inselgemeinschaft und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge, aber auch die Verfügbarkeit von Fachkräften. Die mit diesem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort, insb. auch für Jugendliche und junge Menschen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Wangerooge arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Warum bietet die Insel mir nicht das in meiner Freizeit, was ich mir wünsche? Wie komme ich aufs Festland, wenn die Fähren gerade mal wieder nicht fahren? Was mache ich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? - Dieses sind nur einige der Fragen, die sich Jugendliche auf Wangerooge, gleichermaßen wie auf den anderen Inseln, stellen und die im Rahmen des Projektes eine Rolle spielen werden. Seit einiger Zeit arbeiten zwei Jugendvertreter in den politischen Gremien mit. Darüber hinaus gibt es eine Jugendbeauftragte der Verwaltung, die als Kontaktperson für die Jugendlichen zur Verfügung steht. Auf diese ersten Ansätze soll aufgebaut werden. Durch die Gemeinwesenarbeit soll ein Prozess angeschoben werden, der die gesamte Inselbevölkerung einschließt und in Folge dessen die Herausforderungen, denen sich die Wangerooger Inselgemeinschaft stellt, angegangen werden; mit dem Ziel, dass die Insel langfristig auch wieder für junge Menschen attraktiv wird. In diesem Zuge müssen Bleibe- und Rückkehrperspektiven geschaffen werden, um Fachkräfteengpässe zu beheben und einen Umgang sowohl mit dem Fachkräftemangel wie auch mit dem demografischen Wandel zu entwickeln. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Verknüpfung der Sicherung und Entwicklung von Angeboten für Fachkräfte und Ausbildungsmöglichkeiten gerade für junge Menschen gelegt werden. Darüber hinaus sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner Wangerooges, darunter auch die Jugendlichen, für Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement sensibilisiert und motiviert werden. Die Art und Weise wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern selber vorgegeben, die einzustellende Person arbeitet als Motivator, Netzwerker und Facilitator.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1330
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 07/2017
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Wangerooger Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle (Alters-)Gruppen sind in den Prozess involviert und profitieren davon.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Wangerooger Bewohnerinnen und Bewohner haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

#sprachlernendesspiel 5.0

Ansprechpartner
Julian Mende
Theater - Sprache - Integration
Projektbeschreibung
#sprachlernendesspiel ist ein Projekt, das ein Schuljahr lang Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft mit theaterpädagogischen Mitteln die Deutsche Sprache vermittelt und dabei die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in ihrem Stadtteil ermöglicht. Der nächste Durchgang startet im August 2019 und endet im Juni 2020. In den wöchentlichen Theaterproben und einer größer angelegten Abschlusspräsentation am Ende des Schuljahres erleben sie Selbstwirksamkeit mit theaterpädagogischen Mitteln. Neun Schulen aus Hannover und der Region mit insgesamt 10 Sprachlernklassen sind Projektpartner. In den Theaterproben wird zu selbst gewählten Themen gearbeitet, die sich aus den Interessen der rund 160 Sprachlerner und deren Mitschülern ergeben. So kann natürlich das Thema Flucht im Fokus stehen, der Blick in die Zukunft geöffnet oder aber das eigene Verständnis von Demokratie und Teilhabe auf der Bühne verhandelt werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten pro Gruppe eine Szene, eine Collage oder ein Stück, das am Ende des Schuljahres als gemeinsame Präsentation in der großen Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule aufgeführt wird. Innerhalb einer Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leibniz Universität Hannover und der Leonore-Goldschmidt-Schule werden 20 angehende Lehrer für das Fach Darstellendes Spiel (Bachelor und Master-Absolventen des Studiengangs Darstellendes Spiel) in einer Lehrveranstaltung auf das Projekt vorbereitet. Die Studierenden werden befähigt, im Tandem Theaterworkshops mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Sprach- und Kulturräumen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren durchzuführen. Dieses Angebot geht über den regulären Unterricht hinaus; die Schule dient jedoch als ein wichtiger Bezugspunkt, um die neuen Sprachlerner zu erreichen. Die 20 Studierenden arbeiten als freie Mitarbeiter und werden in regelmäßigen Evaluations- und Netzwerktreffen von einem freien Mitarbeiter, supervisorisch begleitet und in der Organisation unterstützt.
Ausgangslage
Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft haben wie alle in Deutschland lebenden Kinder das Recht, die Schule besuchen zu dürfen! Die Sprachbarriere als erste Hürde wird in Sprachlernklassen so gut wie möglich abgebaut. Das Lernen findet hier in der klassischen Klassenzimmer-Situation statt. Zwar sind die Klassen deutlich kleiner als Regelklassen, die Bedürfnisse dieser Schülerinnen und Schüler sind aber trotzdem sehr unterschiedlich. Manche besuchen zum ersten Mal im Leben die Schule, manche haben durch eine Fluchterfahrung Ängste, manche haben starke Konzentrationsschwierigkeiten, manche sind in ihrer Entwicklung viel weiter als andere, manche sitzen nun im Klassenraum mit anderen zusammen, die in ihrer Heimat als Feinde gelten. Man könnte hier den Facettenreichtum der Schülerinnen und Schüler noch weiter ausführen, es wird aber deutlich, dass die intensive aber klassische Beschulung nur einen Teil der Entwicklungspotentiale fördern kann. An dieser Stelle setzt #sprachlernendesspiel an. Um einen Eindruck der Arbeit zu erlangen, möchte ich auf den Aufführungstermin des diesjährigen Durchlaufs von #sprachlernendesspiel aufmerksam machen. 28.05.2019 - 11 Uhr in der Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule, Mühlenberger Markt 1, 30457 Hannover.
GWA/QM-Ansatz
#sprachlernendesspiel ist partizipativ, aktivierend und bestärkt Schülerinnen und Schüler zur Formulierung ihrer Themen und Interessen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dieser Standard ist beim erfolgreichen Start des Projekts bereits erreicht
Beschreibung
die Schülerinnen und Schüler bei der Abschlusspräsentation auf der Bühne stehen und sichtbar werden
Beschreibung
die Eltern im Publikum sehen, wie ihre Kinder es schaffen, friedlich mit Vielfalt umzugehen und diese auf der Bühne als etwas Postives formulieren.
Vorhandene Strukturen
Die bereits bestehende Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leonore-Goldschmidt-Schule sowie der Leibniz Universität Hannover ist für das Projekt essentiell. Die im Vorfeld angebotene Lehrveranstaltung für Studierende hat sich im letzten Durchgang zu einem Wochenendseminar gewandelt, bei welchem viel stärker die gewonnene Expertise der letztjährigen Durchläufe im Mittelpunkt gestanden hat. Festgehalten werden soll am System, dass ein Bachelor- und ein Master-Studierender gemeinsam im Tandem arbeiten. Dieses „doppelte Lernen“ (Schüler lernt von Student, Student von Student) hat sich als bewährte Methode etabliert. Die Leitung des Projekts ist ehrenamtlich und der Träger ist die Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V. Ebenso ist das Vorbereitungsseminar in der Uni nicht im klassischen Lehrdeputat eingerechnet und ist somit ebenfalls ehrenamtlich. Wir nutzen die Strukturen der Universität und der Schulen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leibniz Universität Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leonore-Goldschmidt-Schule Hannover Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Roderbruch Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Kronsberg Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ernst Reuter Schule KGS Pattensen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Marie Curie Schule KGS Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erich Kästner Gymnasium Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Georg Büchner Gymnasium Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Lehrte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Herschelschule Hannover
Typ
Stadtteil
Galerie
dsc 0283 min
dsc 0487 min
dsc 0022 min
dsc 0060 min
Zustimmung Veröffentlichung
On

Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf

Ansprechpartner
Margareta Seibert
Funktion Fachbereichsleiterin
HO - VereinT- Aufbau von Integrativer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau von Gemeinwesenarbeit mittels Einrichtung der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Aktivierende Bewohnerbefragung um die Bedarfe, Bedürfnisse und Problemlagen im Quartier kennenzulernen. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym und findet bei den Bewohnern zu Hause statt. Ergebnisse werden nach Abschluss öfffentlich präsentiert. 2. Beratung und Unterstützung der AnwohnerIn im Quartier 3. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt etc. Weiter zählen zu den Aufgaben des Kümmerers die Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses das im März 2020 in Betrieb gehen soll . Dort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden, die Hilfe zur Selbsthilfe zu aktivieren. Begründung: In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit, die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entstand ein Vakuum an Unterstützungskompetenz, das sich in vielfältiger Weise äußerte: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche Vorurteile abzumildern. Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen". Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
Ausgangslage
Hessisch Oldendorf ist eine Flächenkommune mit 24 Ortsteilen. Der größte Ortsteil, die Kernstadt, weist eine besondere Bevölkerungsstruktur auf. Hier leben 30 % der Menschen mit Migrationshintergrund, während in den den anderen OTs nur wenige leben. Der Anteil der Haushalte mit niedrigem Einkommen (51,1%) liegt über dem Landesdurchschnitt. 380 Geflüchteten und deren Integration in die Infrastruktur istdeshalb eine große Herausforderung. Die dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile scheiterte an fehlender Infrastruktur und führte zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt. Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wurde von den Geflüchteten als besseres Wohnumfeld angenommen. Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Neben den aus ca. 20 Nationen geflüchteten Menschen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung von EU- Ausländern, die sich wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Notunterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagierten mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur dringend erforderlich.
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungsein-richtungen (Kita und Schule) weisen hohe Migrantenanteile auf. Es fehlt an gegenseitigem Einblick in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau der GWA vor Ort soll Unterstützer und Unterstützungsbedürftigen Hilfe zur Sebstorganisation bieten um eine tragfähige Vernetzungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Stadthaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angeboten die Kommunikation zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen. Die GWA ist sozialräumlich ausgerichtet und stellt die BewohnerIn ins Zentrum. Sie versteht sich sowohl als Bildungsarbeit als auch als Motor zur Förderung der Selbstorganisation.
Galerie
haus
Aufsteller
img_3304.jpg (1.37 MB)

Gemeinschaftliches Wohnen plus für Bolzum

Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
Funktion Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit
Zukunftsperspektive füihrer vertrauten Umgebung bleiben können und Teilhabe gewährleistet ist
Projektbeschreibung
Die AWO Region Hannover e.V. hat in den letzten Jahren an verschiedenen Standorten positive Erfahrungen mit dem Aufbau und der Begleitung Gemeinschaftlicher Wohnprojekte und Quartiersentwicklung in der Region Hannover gemacht. Es zeigte sich, dass aus den gemeinschaftlichen Wohnprojekten Impulse in das weitere Wohnumfeld gesetzt wurden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Quartiers oder Nachbarschaft hatten. Vor diesem Erfahrungshintergrund wurde dieses Projekt konzipiert, das eine Weiterentwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens bedeutet und weitere Aspekte mit einschließt. Das Projektes soll im ländlichen Raum umgesetzt werden, da hier in den nächsten Jahren eine ausreichende Daseinsvorsorge und der demografische Wandel die Bewohnerinnen und Bewohner vor besondere Herausforderungen stellen werden. Folgende Projektziele werden dabei verfolgt: • Aufbau und Begleitung des Gemeinschaftlichen Wohnens • Vernetzung von bestehenden Angeboten • Ermöglichung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements • Ausbau der Teilhabe an der Daseinsvorsorge und niedrigschwellige Beratungsmöglichkeiten . Kooperation mit Pflegeeinrichtung • Entwicklung von aktiver und unterstützender Nachbarschaft • Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum In dem Servicehaus in Bolzum entstehen bis Ende des Jahres 2019 elf seniorengerechte Wohnungen (zwei Wohnungen mit B-Schein und zwei Wohnungen mit B-Schein +60%), eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Durch das Gemeinschaftliche Wohnprojekt erhalten ältere Menschen eine Perspektive für den Verbleib in der vertrauten Umgebung. Mit dem Projekt ist das Servicehaus ein Ausgangsort für Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement für das gesamte Dorf und die Einwohnerinnen und Einwohner.
Ausgangslage
Das Dorf Bolzum gehört zur Stadt Sehnde und liegt ca. 20 km von Hannover entfernt. Bolzum hat 1300 Einwohnerinnen und Einwohner. Um dem Strukturwandel durch den demographischen Wandel und die Abwanderung in die Stadt etwas entgegenzusetzen, hat eine engagierte Gruppe unter anderem einen Dorfladen aufgebaut. Die Versorgung mit seniorengerechten Wohnungen ist jedoch ein großes Problem, wodurch ältere Menschen schwer in der vertrauten Umgebung bleiben können. Vor diesem Hintergrund baut die AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH ein Servicehaus in zentraler Lage im Dorf. Das Servicehaus wird neben einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einer Tagespflege auch 11 seniorengerechte Wohnungen aufweisen. Die Wohnungen, die zum Teil geförderten Wohnraum bieten, bilden das das Gemeinschaftliche Wohnen. Das Projekt geht aber über das gemeinschaftliche Wohnprojekt, das den Mieterinnen und Mietern eine Perspektive für das eigenen Altwerden bieten, weit hinaus. So wird durch die sozialpädagogische Begleitung eine niedrigschwellige Beratung für ältere Menschen im Dorf angeboten, bürgerschaftliches Engagement ermöglicht und aktiviert und eine Vernetzung im Dorf hergestellt. Darüber hinaus bietet die frühe Anbindung an die Tagespflege und spätere "Pflege WG" die Gewissheit einer umfangreichen individuellen Unterstüzungs im Pflegefall. Damit stellt das Projekt eine Keimzelle im Dorf dar, durch die ein Verbleib im Dorf von älteren Menschen mit Hilfebedarf möglich wird und von der auch andere Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes profitieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sehnde - Dorf Bolzum
Beschreibung
Das Dorf Bolzum gehört zur Stadt Sehnde und liegt südöstlich von Hannover. Das Zentrum von Hannover ist ca. 20 km entfernt
Einwohnerzahl
1300
Quelle / Anmerkungen
Veröffentlichung der Stadt Sehnde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Menschen ab 60 Jahre für die Stadt Sehnde abgeleitet aus dem Demographiebericht. Zahl für Bolzum (Projektgebiet) geschätzt.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Schaffung eines konkreten Projekte, dass die älteren Bevölkerung und die Familien unterstützt. Das Projekt wirkt in das Quartier hinein. Vorhandene Strukturen werden miteinander vernetzt und neue Angebote aufgebaut. Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Wohnungen werden belegt und bieten eine nachhaltige Wohnmöglichkeit für ältere Menschen; die bei der Beteiligung geäußerten Themen werden aufgegriffen und bearbeitet
Beschreibung
zunehmende Selbststeuerung der Wohnprojektgruppe; Netzwerke arbeiten konstruktiv miteinander
Beschreibung
gute Vernetzung mit den bestehenden Angeboten im Dorf (Dorfladen, Vereine); es besteht ein breites Bündnis aus Aktueren im Dorf, die das Projekt mit tragen
Beschreibung
Veranstaltungen gut besucht werden; das Gemeinschaftliche Wohnprojekt wird als wichtiger Bestandteil des Dorflebens gesehen; bürgerschaftliches Engagement entwickelt sich aus dem Projekt heraus
Beschreibung
niedrigschwellige Beratungsangebote werden angenommen; Informationsveranstaltungen und Treffen werden genutzt;
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bewohnerinnen und Bewohner aus Bolzum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeisterin Dr. Silke Lesemann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dorfladen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein SV Bolzum und Turn- und Sportverein von 1908 Wehmingen, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ambulante Pflegedienste, u.a. Pflegeteam Sehnde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ProKlima
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesen "Goosmanns Tannen"

Ansprechpartner
Daniel Sielaff
Funktion Einrichtungsleitung / Projektleitung
Aufbau eines Gemeinwesenzentrums unter Aktivierung der Bewohnerschaft zur Aufwertung der Lebensqualität (Bildung, Qualität der Umwelt, soziale Beziehungen, Beteiligung, Mobilität, Kultur und Freizeit) im Wohnquartier
Projektbeschreibung
Das Wohnquartier „Goosmanns Tannen" liegt am nördlichen Stadtrand der Mittelstadt Lingen (Ems), in welchem ca. 1500 Bewohner*innen leben. Trotz Stadtrandlage mit hohem Grünflächenanteil, ist die Qualität der Infrastruktur als mangelhaft zu bezeichnen, was dazu führt, dass die bereits begrenzte Teilhabe der Anwohner*innen aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Benachteiligung noch weiter eingeschränkt ist. In Goosmanns Tannen leben überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund, überdurchschnittlich viele Menschen beziehen Transferleistungen und befinden sich in problematischen Lebenssituationen. Das Projekt "Gemeinwesen Goosmanns Tannen" orientiert sich an diesen Bedingungen und strebt eine Selbstbestimmung der Bewohner*innen an. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der subjektiven Lebensqualität, das Erreichen von Autonomie und die Vertretung und Kommunikation von Interessen und Bedürfnissen in der Öffentlichkeit; zur Imageverbesserung und zur Überwindung von Strukturbenachteiligung. Dabei werden drei zentrale Schwerpunkte gesetzt: Beteiligung und Selbstbestimmung im Sinne politischer Autonomie; Begegnung und Zugang; Unterstützung und Begleitung. Beteiligung: Bürgerrat, Aktivierung Zentraler Inhalt des Projektes ist die Gestaltung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Interessenvertretung (Stadtteilgremium) zur Entwicklung, Formulierung und Kommunikation quartiersbezogener Ziele und Visionen. Kooperative Schulungsangebote vermitteln Kompetenzen, welche dazu befähigen, öffentlichkeitswirksam Interessen und Bedürfnisse sachgerecht zu kommunizieren und durchzusetzen. Begegnung: Cafè 107 Die mangelhafte Infrastruktur des Wohnquartiers wird durch ein Begegnungscafè erweitert. Hier können Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alter (Auswirkungen des demografischen Wandels) niedrigschwellig in Kontakt treten. internationale Speisen, zubereitet durch eine Projektgruppe, dienen neben bedarfsorientierten Angeboten als kommunikative Brücke sozialer und interkultureller Interaktion. So werden interkulturelle Kompetenzen gefördert und ein begleiteter Erfahrungsraum zur Kompensation von Problemlagen und Konflikten geschaffen. Unterstützung: systemische Sozialberatung Den Anwohnern*innen wird systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung angeboten. Dies bedeutet Nutzbarmachung/Generierung von Netzwerken und Anbindung anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung, Versorgung und Teilhabe.
Ausgangslage
Der Stadtteiltreff Abenteuerspielplatz ist eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Lingen und bildet die zentrale Anlaufstelle im Wohnquartier „Goosmanns Tannen". Ursprünglich als Ferienpassangebot geplant, hat sich die Einrichtung im Laufe der letzten Jahrzehnte mehr und mehr zu einer Einrichtung entwickelt, die neben Freizeitbetreuung besonders die Bedürfnisse und Interessen der ansässigen Bewohner*innen vertritt, welche bei der Gestaltung ihrer Umwelt und der Korrespondenz mit dieser eine Vielzahl an Problemen zu bewältigen haben. Durch einen steten Anstieg von Hilfeersuchen vielfältigster Art und "Schwere", erhält die Einrichtung immer deutlicher den Auftrag durch die Bewohnerschaft, das Angebot zu erweitern und mit gezielten Maßnahmen Benachteiligungen zu thematisieren und auf Problemlagen aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Benachteiligung zu reagieren. Auch geht es darum, Stereotype zu entkräften und das Negativ-image des Wohnquartiers aufzuwerten sowie sozialen und interkulturellen Konflikten, Gewaltbereitschaft und Rassismus entgegenzuwirken. So wird eine ganzheitlich und nachhaltige, selbstbestimmte und -initiierte positive Entwicklung des Lebensumfeldes und der empfundenen Lebensqualität ermöglicht. Diese Aktivierung ist durch das Projekt erreichbar, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln allerdings nicht umsetztbar. Goosmanns Tannen unterscheidet sich sozioökonomisch erheblich von restlichen Wohngebieten der Stadt. Es verfügt weder über Kindertagesstätten, noch über quartieransässige Vereine oder über Einkaufsmöglichkeiten. Aus einem benachteiligten Quartier ist längst ein benachteiligendes Quartier geworden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen (Ems) Goosmanns Tannen
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im nordöstlichen Randgebiet der Stadt Lingen und ist von einem angrenzenden Wohn-, bzw. Gewerbegebiet durch eine Bahntrasse im Westen, im südlichen und östlichen Bereich durch Straßen ohne angrenzende Wohngebiete und im nördlichen Teil durch ein Gewerbegebiet abgegrenzt.
Einwohnerzahl
1500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen Bzgl. Gesamtstadt liegen keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil.png (409.32 KB)
GWA/QM-Ansatz
Die GWA Goosmanns Tannen erkennt und erklärt die vorherrschenden sozialen Probleme und Phänomene im Rahmen ihrer historischen und gesellschaftlichen Entwicklung, integriert dazu Theorien unterschiedlicher Professionen und ist dazu in der Lage, Grundlagen aus empirischen und theoretisch fundierten Ansätze abzuleiten, um diese Erkenntnisse in praktische Strategien umzusetzten und zu erklären. Die GWA Goosmanns Tannen bezieht sich so mit ihrer Strategie auf die Lebenswelt der Menschen, auf ihre Bedürfnisse und ihre Problemlagen. Sie verfolgt somit einen ganzheitlichen Ansatz der Selbstbestimmung und bezieht die Arbeitsgrundlage auf die Lebensverhältnisse, -formen, -zusammenhänge und Ressourcen der Menschen in deren Sozialraum Goosmanns Tannen. Zentraler Aspekt der GWA Goosmanns Tannen ist die Aktivierung der Menschen. Durch Bildungs- und Beteiligungsangebote, Begegnung und Zugang, wird politisch aktives Handeln gefördert. Das erreicht individuelles und solidarisches Vertreten und Kommunizieren von Bedürfnisse und Interessen sowie demokratisches Aushandeln und Bewältigen sozialer und persönlicher Konflikte. Dabei sieht sich die GWA Goosmanns Tannen nicht als neutraler Betrachter, sondern als Vertreter einer Interessengruppe und übernimmt Parteilichkeit für die Menschen des Wohnquartiers, erfolgt so eine verantwortungsbewusste und selbstorganisierte Lebensweltgestaltung sowie die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aus dem Hausrat der Einrichtung hat sich durch unterschiedliche Bildungsangebote und Unterstützungsmaßnahmen eine Vertretung extrahiert, welche die Bedürfnisse und Interessen der Bewohner*innen selbstorganisiert formuliert und öffentlich kommuniziert.
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen nehmen gemeinschaftlich an Maßnahmen und Fortbildungen teil und formulieren im Rahmen demokratischer Prozesse solidarische Entwicklungsorientierung.
Beschreibung
Begegnungs- und Beratungsangebote (z.B. Cafe 107, Konfliktbegleitung etc.) sowie Veranstaltungen werden besucht und im Sinne der Interessen- und Bedarfsorientierung gestaltet.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk ist in den Bereichen Bildung, Teilhabe und Versorgung ergänzt und ermöglicht zunehmend nachaltige, ganzheitliche und eigenständige Arbeit.
Beschreibung
Zur Qualitätssicherung und Erhebung empirischer Daten führen die 10. Jahrg. der Gesamtschule Emsland (Politikunt.) eine qualitative und quantitative Längsschnittstudie durch, um empirische Daten für die Reproduktion in andere Wohngebiete zu erfassen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) - Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Lingen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Kreisjugendwerk Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Integrationsberatung Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Jugendmigrationsdienst Emsland
Typ
Stadtteil
Galerie
20180804 172435 min
Zustimmung Veröffentlichung
On

Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum (2019)

Ansprechpartner
Manfred Fraatz
Funktion Leiter Fachbereich Soziales
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden wird ein Prozess des friedl. Zusammenlebens unter multiethn. Anwohnern implementiert. Für diese Vielfalt wurde ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmerin errichtet. Der LK Göttingen als Eigentümer hat die Baumaßnahmen für die Räumlichkeiten im Haus der Nationen im Stadtteil Neumünden, in denen das BZ entsteht, bereits abgeschlossen. Im ersten Projektjahr wurden bereits in einem interaktiven Beteiligungsprozess Angebote für und mit Anwohnern etabliert. Nun werden mit Teilprojekten wie z.B. regelm. Kochabenden, gem. Feiern, Frauencafé, HA-Hilfe u. Familienseminaren das BZ sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro mit Leben gefüllt. Damit wird die Sozialstruktur im Stadtteil merklich verbessert u. Defizite im Gemeinwesen werden behoben. Eine Kümmerin beschäftigt sich mit Organisation, Planung, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie mit Unterstützung u. Aufbau v. selbstorganisierten Aktivitäten v. Anwohnern. Im Folgejahr werden im BZ für generations- u. kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen geeignete Hilfsformen u. Angebotsstrukturen ausgebaut u. optimiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden/defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es sollen religionsübergreifende u. interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur o. Kunstangebote entwickelt u. umgesetzt werden. 2. Das BZ soll als ein Ort f. selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet u. Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Der Treffpunkt-Ansatz wird durch örtliche Initiativen selbsttragend fortgeführt, z.B. multikulturelle Männerrunden, Seniorentreffs, Spieletreff, Selbsthilfegruppen, wie zivilgesellschaftliche Umweltinitiativen. 3. Die Zentrierung u. Vernetzung der Beratungs- u. Unterstützungsangebote f. versch. im Stadtteil lebende Zielgruppen wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten, z.B. die Sprechzeiten von Suchtberatungsstelle/ProFamilia als Erstkontakt, Weiterleitung dieser Bedarfe an Fachdienste, ständige Bedarfsermittlung durch Anwohnerbefragungen. Durch das Projekt sollen die Bürger weiterhin in Detailplanungen des Bistroangebots und der zukünftigen Nutzung Räume des BZ einbezogen werden. Ein partizip. Projektbeirat (multiethn.) begleitet die konzeptionelle u. operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit.
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte. Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit ca. 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit ca. 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen. Überproportional viele Bürger sind auf staatl. Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Daraus resultiert der Ruf als Konzentrationspunkt für die sozial benachteiligte Bevölkerung. Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird auf ca. 20% geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzungen des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll die „Kümmerin/Gastgeberin“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. der „Kümmerin“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfe Münden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Bürgerinitiative Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche, Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
Galerie
haus der nationen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Finde die Glaswände!“ – Gemeinsam Durchgänge zur guten Nachbarschaft schaffen

Ansprechpartner
Nikola Stasko
Funktion Projektleitung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont will mit dem zu fördernden Projekt „Finde die Glaswände!“ in seinen acht Kommunen ehrenamtliche Potentiale wecken, Trennungen identifizieren und durch gute Ideen ganz neue Durchgänge schaffen.
Projektbeschreibung
Unter dem Motto: „Finde die Glaswände!“ sollen die Teilnehmer (aus kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen) aktiviert werden zu erforschen, welche unsichtbaren Wände eine gute Nachbarschaft verhindern, was uns trennt und Beziehungen hemmt. Im zweiten Schritt sollen neue Ideen entwickelt werden, um die „Glaswände zu durchbrechen“. Ziel der zukünftigen GWA soll die Zusammenführung sozialer, demografischer u. ethnischer Potenziale sein. Es entsteht ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, der sich in der Steigerung der Lebensqualität und damit der Attraktivität des Standorts widerspiegelt, besonders wichtig ist dies im ländlichen Raum. Deshalb kommt es darauf an, Akteure des sozialen Lebens zu vernetzen, damit so Menschen zueinander finden. Die menschlichen Bedürfnisse nach Teilhabe und Teilgabe sind hier grundlegend. So werden eine gegenseitige Unterstützung und ein Austausch unter Nachbarn möglich. Hierzu benötigt man Projekte auf freiwilliger Basis, die Begegnungen unterschiedlichster Menschen fördern. (z.B. Stadtteilfeste, Kinder-Eltern-Sponsoring-Lauf, Aufbau einer Fahrrad-Werkstatt) Um dies umsetzen zu können, soll eine zunächst für anderthalb Jahre befristete ¾-Stelle geschaffen werden. Diese zentrale Koordinierungsstelle mit Fokus auf GWA, besetzt durch eine universitär ausgebildete Fachkraft, soll in den ersten 6 Monaten mit einem Steuerungskreis in Rückkoppelung mit der Hausleitung diesen Auftakt für freiwillig teilnehmende Bürgermeister, ggf. Bürgervertretungen vorbereiten und koordinieren. Anschließend wird die Umsetzung der dort gesammelten Ideen in Projektgruppen für 1 Jahr von der Fachkraft begleitet. Für die Start- u. Abschlussveranstaltungen u. Begleitung der Projektgruppen werden zusätzlich Moderatoren o. Referenten auf Honorarbasis eingesetzt. Ziel ist es, mit den einzelnen Städten u. Gemeinden konkrete Ansätze zur Überwindung der Glaswände zu erheben u. dass diese Ideen unter Mitwirkung der Städte u. Gemeinden in Gemeinwesenarbeit vor Ort durchgeführt werden. In einer Abschlusskonferenz werden alle Projekte vorgestellt, die besten 2-3 bekommen ein Preisgeld als Anschubfinanzierung oder andere aktivierende „Preise". Zudem werden diese Best-Practise-Beispiele in einer übergreifenden Öffentlichkeitsarbeit sowie in einer Broschüre hervorgehoben. Durch entstandene Netzwerke u. weitere Konzeptplanung im LK soll für Nachhaltigkeit gesorgt werden.
Ausgangslage
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm u. einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Nds. 8 Städte und Gemeinden bilden den Landkreis Hameln-Pyrmont: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern. Dem demografischen Wandel begegnen wir durch Zuzug, Attraktivierung , Förderung von Dorfläden, Glasfaserausbau und einem wegweisenden Nahverkehrskonzept. Bereits vor Jahren hat sich die Region auf den Weg der Vernetzung und Weiterentwicklung gemacht: vorbildliche Flüchtlingssozialarbeit, Lokale Allianzen, eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Pflegekonferenz, Sozialraum AGs, Freiwilligenagenturen sowie die Bildungs- und die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont prägen eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen. Als grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erkennen wir: a) Rückzug und Definition über Milieus und zunehmend weniger gemeinsame Räume für die Alltagsbegegnung. b) Einen sich ändernden Altersaufbau und die fortschreitende Singularisierung, die neue Bedarfe bei den Alteingesessenen vor Ort verursachen. c) Flüchtlinge, die nun „dezentral“ in Wohngebieten wohnen, benötigen neben ihren besonderen Bedarfen einer Anbindung in ein Quartier, Viertel oder Dorf, um dauerhaft teilhaben zu können und Perspektiven für ein Leben im Gemeinwesen entwickeln zu können. d) Ehrenamtliche Potentiale, die in einem neuen selbstbestimmten Rahmen geweckt werden können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Hameln-Pyrmont
Beschreibung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm und einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Niedersachsen. Der Weserraum mit der Kreisstadt Hameln als Zentrum ist eine alte Kulturlandschaft. Acht Städte und Gemeinden bilden seit der Verwaltungs- und Gebietsreform der 70er Jahre den Landkreis: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern.
Einwohnerzahl
150000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln-pyrmont.de/Landkreis/Der-Landkreis/Zahlen-Daten-Fakten
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Durch die aktivierenden, partizipativen, vernetzenden und empirischen Methoden befähigt das Projekt „Finde die Glaswände“ die Bürger dazu, Trennungen als Problemlagen zu erkennen und diese durch innovative Ideen zu durchbrechen. Genau dies ist der Kern der GWA. Mit dieser Art der Analyse am Anfang des Projektes praktizieren wir bereits GWA. Der LK orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Interessen der vor Ort lebenden Menschen und fördert ihre Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Wir unterstützen die Menschen dabei, ihre Bedürfnisse zu erkennen, selbst aktiv zu werden und sich für ihre Anliegen einzusetzen. Hier sollte sowohl zielgruppen- als auch ressortübergreifend gearbeitet werden. Der LK versteht sich als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Kommunen und bietet durch das Projekt eine Plattform für Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und Bürgern andererseits. Vernetzung und Kooperation spielen hier eine fundamentale Rolle. Vorhandene Ressourcen und Potenziale werden vor Ort gestärkt, aktiviert und miteinander verknüpft. Der LK Hameln-Pyrmont sieht dieses Projekt daher als einen Teil seiner sozial- und kommunalpolitischen Aufgabe. Der LK will zur Ausgestaltung vor Ort „bottom-up“ anregen und motivieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Open-Space-Auftakt u. Abschlussveranstaltung finden statt mit kommunaler Verwaltung, Fachkräften vor Ort, ehrenamtlich Tätigen und Bewohnern. Zudem sind entstandene Projektgruppen begleitet.
Beschreibung
Open-Space-Auftakt bringt mehrere interdisziplinär u. mit Bürgern/ Ehrenamtlichen besetzte AGs hervor. In diesen erarbeiten die Bewohner ihre Bedürfnisse methodisch analytisch und bennenen ihren Willen.
Beschreibung
Bewohner entwickeln und organisieren in den entstandenen AGs entsprechend ihren Fähigkeiten Strukturen befarfsentsprechend. Soziale, demografische und ethnische Potenziale sind vor Ort genutzt.
Beschreibung
Die Qualität der Umsetzung des Programms zeigt sich auch, wenn kommunale Verwaltung, Fachkräfte vor Ort, ehrenamtlich Tätige und BewohnerInnen kooperieren, um divers und ressortübergreifend auf die Bedürfnissen zu reagieren.
Beschreibung
Des Weiteren ist Qualität abzulesen, wenn sich die Infrastruktur dahingehend entwickelt hat, dass benennbare Aktivitäten an diversen Stellen nachbarschaftliches Zusammenleben positiv unterstützen können.
Beschreibung
Glaswände sind zwischen unterschiedlichsten Gruppen in Projekten durchbrochen: arm/reich; gebildet/ungebildet; nach Herkunft; digital native/digital immigrants (Verängstigung); zugezogen/Ursprungsbevölkerung
Beschreibung
Der Mehrwert ist von den teilnehmenden Kommunen erkannt und feste Ansprechpartner vor Ort stehen für eine Kooperation zur Verfügung.
Beschreibung
Bewohner/ Ehrenamtliche entwickeln ihren Bedarfen entsprechende Projekte, die Brücken bauen trotz demografischer, sozialer und ethnischer Unterschiede.
Beschreibung
Übergreifende Öffentlichkeitsarbeit in Social Media, Zeitung und Lokalradio sowie die Entwicklung einer Broschüre mit allen Projekten erreichen die Gesamtbevölkerung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
BürgermeisterInnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jacqueline Günther (Gesundheitsregion)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter der Seniorenräte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagenturen
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

2 Moin, Moin Conrebbi (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Egon Philipps
Funktion Fachdienstleitung
Conrebbersweg im Beteiligungsprozess planen und bauen - Neue Wege in der Stadtteilplanung
Projektbeschreibung
Stadt Emden befasst sich im Rahmen der Stadtentwicklung seit einigen Jahren mit der Entwicklung des westlichen Teils des Stadtteils Conrebbersweg zwischen der Autobahn 31 und dem Larrelter Tief. Durch eine Siedlungserweiterung mit rund 700 Grundstücken auf 70 Hektar soll im Lauf der nächsten Jahrzehnte Schritt für Schritt der bestehende Stadtteil auf das Doppelte erweitert werden. Das eröffnet Chancen, aktuelle und zukünftige Wohnbedarfe aller Bevölkerungsgruppen zu erfüllen und zukunftsweisend Wohnformen und Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig sollen die Abwanderung ins Umland verhindert und Einpendler für die Stadt gewonnen werden. Mit einem Vorhaben dieser Größenordnung stellt sich die kleine kreisfreie Stadt Emden vielfältigen Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Dies gilt für die Gesamtplanung und die Abstimmung der einzelnen Fachplanungen, aber in besonderer Weise für die Aufgabe im Quartier. Das Projekt setzt an zwei Handlungssträngen an. Zum einen wird der Prozess des Meinungsaustausches und der – findung zwischen den unterschiedlichen beteiligten Akteuren, Anwohner*innen, Gruppierungen, Organisationen aus Conrebbersweg, Bauinteressierten, sowie den Projektverantwortlichen und planenden Instanzen in der Verwaltung mit ausgewählten Methoden der GWA und des Quartiersmanagements begleitet und unterstützt. Hierbei gilt es, kleinere und größere Partizipationsformen zu entwickeln und anzubieten, von der klassischen Bürgerinformationsveranstaltung am Abend, über kleinere Gesprächsrunden bis zum Austausch im öffentlichen Raum und bei feierlichen Anlässen. Zum zweiten ist beabsichtigt, vorausschauend , im Verlauf der zunehmenden Herausbildung eines neuen Quartiers, gemeinsam mit den Bewohner*innen Wohn- und Lebensverhältnisse zu gestalten und Rahmenbedingungen für ein gelingendes Miteinander zu entwickeln. Neben einer Ankunfts- und Beteiligungskultur für Bauinteressente werden die „Neuen“ und alt eingesessenen Bewohner*innen über konkrete Angebote im Quartier eingebunden und verbunden. Denkbar wäre z.B. ein Stadtteilfest auf der grünen Wiese oder ein Bauwagen, besetzt mit einem Mitarbeiter der GWA, als erste Anlaufstelle. Im Ergebnis wird mit dieser frühzeitigen Beteiligung der GWA neben städtebaulichen Aspekten die Grundlage für eine tragfähige soziale Alltagskultur im Quartier geschaffen. Bereits bevor Probleme entstehen/ deutlich werden, ist ein Quartiersmanagement aufgebaut.
Ausgangslage
Conrebbersweg ist ein innerhalb des Autobahnrings gelegener, noch zentrumsnaher Stadtteil mit 2100 Bewohner, der aus einer Arbeitersiedlung der frühen 1930er-Jahren entstand, besonders in den 1950ern ausgebaut und in den 1990ern durch eine Neubausiedlung erweitert wurde. Das Gebiet ist noch überwiegend familiär geprägt, sozial homogen und durch geringen Zuzug von außen gekennzeichnet. Das neu geplante Gebiet Conrebbersweg-West wird unmittelbar an die bestehenden Wohnbereiche anschließen. Die Bewohner*innen des „alten“ Conrebbersweg stehen der Entwicklung eher kritisch gegenüber. Problematisch ist, dass das Neubaugebiet durch seine Größe und Baustruktur quasi einen ganz neuen Stadtteil- vor der Tür des Alten - darstellt. Geplant ist ein sozial durchmischtes Gebiet, was sich von der bestehenden homogenen Gebietscharakteristik deutlich unterscheidet. Sie fürchten durch den Verlust von Freiflächen, Baulärm, höherem Verkehrsaufkommen und Zuzug von fremden Bewohnern um ihre idyllische Wohn-und Lebensqualität. Der Widerstand der Bewohner*innen kann dazu führen, dass die städtischen Vorhaben zur Integration und Teilhabe nicht oder nur erschwert umsetzbar sind. In einer ersten, hochemotional und unsachlich geführten Bürgerversammlung wurden die Verunsicherung, Sorgen und viele Ängste der Bewohner*innen deutlich. Um den zu erwartenden Spannungen und Differenzen zu begegnen und eine wertschätzende Ankunftskultur zu entwickeln, gilt es mit Unterstützung von GWA ein konstruktives Miteinander aufzubauen und präventiv Gemeinwesenarbeit – sozusagen als Ausgangslage für ein zukünftiges Quartiersmanagement- zu etablieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Conrebbersweg
Beschreibung
der Stadtteil Conrebbersweg erstreckt sich über eine Fläche von 55 Hektar im Nordwesten Emdens innerhalb des Autobahnringes. Der Stadtteil und grenzt im Norden an dessen Nachbargemeinde Hinte. Innerhalb der Stadt grenzt Conrebbersweg im Westen an Twixlum und im Südwesten an Larrelt. Diese Grenzen befinden sich jedoch mitten in der Feldmark der drei genannten Stadtteile. Südlich von Conrebbersweg liegt Constantia, getrennt durch das Larrelter Tief. Im Osten befindet sich Früchteburg, der einzige der vier Nachbarstadtteile, zu dem ein städtebaulicher Übergang besteht. Getrennt werden die beiden Stadtteile lediglich durch die hier einspurig verlaufende Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole nach Norden. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Conrebbersweg besitzt im Nordwesten eine Auffahrt auf die Bundesautobahn 31. Das geplante Baugebiet ist auf eine Fläche von ca. 70 Hektar, angrenzend an den nord-westlichen Teil der bestehenden Siedlung, ausgelegt.
Einwohnerzahl
2146
Quelle / Anmerkungen
Statistikstelle der Sadt Emden, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018 Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt greift Grundverständnisse und Kernelemente der GWA und des QM auf und verknüpft sie zu einem „neuen“ Handlungsverständnis. Ein wesentlicher Kern liegt in der Aktivierung, verstanden als ein Prozess, in dem Anliegen der Bewohner*innen aufgespürt, schon in der Planung ernst genommen, besprochen und für das Gelingen der Stadtteilentwicklung organisiert werden sollen. Das Konzept der GWA bietet in diesem Prozess durch die Verbindung verschiedener Ziele, Aufgabe und Methoden einen erprobten Ansatz, der Partizipation frühzeitig und umfassend möglich machen kann. Das Projekt bedient sich aber im Grundsatz der Logik eines Quartiersmanagements, dass es Planungen und Handlungen auf mehreren Ebenen verknüpft und im Interesse des Gemeinwesens vermittelnd agiert; und zwar bei den dort lebenden Bewohnern, bei den Zuzugswilligen, bei zivilgesellschaftlichen Organisationen, bei der Verwaltung und auch bei den Menschen und Gebieten, die mittelbar von der Entwicklung in Conrebbersweg betroffen sind. Diese Anforderung, eine Stadtteilentwicklung im gesamtstädtischen Zusammenhang zu sehen und zu kommunizieren, erweitert das Verständnis von GWA/QM und soll bei allen Beteiligten neue Sichtweisen fördern. Ebenso herausfordernd ist das Rollenverständnis. Das Projekt soll sowohl bei Bewohnergruppen als auch bei den planenden Akteuren der Verwaltung wirken und aus wechselnden Perspektiven den Spagat zwischen parteilicher und vermittelnder Arbeit im Quartier üben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen sind formuliert, Ängste, Sorgen , Vorstellungen erfasst.Die BewohnerInnen engagieren sich für ihre Interessen (Bürgerinitiative, Demonstration, Teilnahme an Rats- und Ausschusssitzungen)
Beschreibung
Verschiedene Interessengruppen engagieren sich für duie Umsetzung eines gemeinsamen Ziels, unterschiedliche Positionen klar formuliert sind,.
Beschreibung
Der FD Gemeinwesen wirkt mit dem Fachdiensten Stadtplanung, Umwelt und Bau an der Steuerung und Umsetzung der Stadt(teil) Entwicklung Conrebbersweg. Weiteren werden Kooperationen werden zusätzlich enstehen. (Jugendhilfe, Gesundheit und Soziales)
Beschreibung
Anlaufstellen zur Begegnung und Information werden entstehen, Vorstellungen und Ideen zum zukünftigen Zusammenleben werden gemeinsam beschrieben und umgesetzt. Die Gespräche sind sachlich, der Umgangmiteinander respektvoll.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Emden FB Bau, FB Gesundheit und Soziales, FB Jugend, Schule, Sport, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Kirchengemeinde, regormierte Kirchengemeinde, Gemeinde am Steinweg, Netzwerk christlicher Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Intergrierter Sportverein ISV, Fußballclu Rot-Weiß Emden, Boßelverein,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Siedlungsgemeinschaft Conrebbersweg, Geschichtswerkstatt, Bürgerinitiative,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
wenige kleine Handwerksbetriebe (Fleischerei, Bäcker, Bestattung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Stadt Emden, verschiedene Ausschüsse
Typ
Stadtteil
Galerie
5
6
bilder conrebbi
Zustimmung Veröffentlichung
On