Dialog- und Kompetenzzentrum Brücke der Kulturen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dilek Boyu
2. Kurzbeschreibung
DuK - Weltkulturhaus als ein Begegnungsort verschiedener Kulturen, Glaubensrichtungen und Ethnien zur Verbesserung der gegenseitigen Verständigung.
Projektbeschreibung
Es ist das primäre Ziel unseres herkunfts- und kulturübergreifenden Verbundes Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. mit seinen vielfältigen Mitglieds- und Kooperationspartner*innen, in Hildesheim gemeinsam ein „Dialog- und Kompetenzzentrum Brücke der Kulturen“ (Weltkulturhaus), für interkulturelle und generationsübergreifende Aktivitäten aufzubauen. Das Zentrum soll zum einen die Begegnung der Vielfalt der Kulturen insbesondere in der Nordstadt ermöglichen und zum anderen soziokulturelle und migrantische Vereine in ihrer ehrenamtlichen Migrations- und Kulturarbeit stärken und fördern. Mit dem Zentrum werden die ehrenamtlich Aktiven aus verschiedenen Kulturkreisen mit ihrer Arbeit sichtbarer in der Stadtgesellschaft und erhalten bedarfsgerechte, flexible Unterstützung im Bereich ihres selbstorganisierten Engagements. Gleichzeitig werden die vielfältigen Angebote im Zentrum ein wichtiges Zeichen der Teilhabe, des Teilseins und ein Forum für die Entwicklung vielfältiger Ausdrucksformen verschiedener und kollektiver Kulturerfahrungen und -geschichten, Interessen und Lebensweisen in der Nordstadt bieten.
Insbesondere durch den Dialog zwischen allen Kulturen, Generationen und Religionen in Hildesheim und insbesondere der Nordstadt (42% Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte) soll dieses Ziel verwirklicht werden. Im Mittelpunkt sollen dabei Angebote, Projekte und Maßnahmen stehen, die kultur- und generationenübergreifende Begegnungen zwischen Menschen ermöglichen und ein Interesse für ein Miteinander wecken:Entwicklung von bedarfsgerechten interkulturellen Workshops insbes. für Bewohner*innen der Nordstadt; eine internationale Bibliothek, wo Bücher aus aller Welt und insbesondere alte Klassiker in Form von Lesungen ein Interesse für verschiedene Kulturen schaffen soll; Durch bedarfsgerechte Informationsveranstaltungen und gemeinsame Entwicklung von Workshops (u.a. zu Prävention) zu verschiedenen Themen wie Religion, Kultur, Rassismus, Gesundheit sollen verschiedene Perspektiven eingenommen und eine interkulturelle Öffnung durch dialogorientierten Austausch ermöglicht werden; im geplanten offenen Kreativcafé können Bewohner*innen kreative Angebote wie z.B. Malen, Stricken, Kochen etc. wahrnehmen; Nachbarschaftsfeste z.B monatliches interkulturelles Frühstück, Flohmärkte etc.; Für Jugendliche in der Nordstadt soll Raum geschaffen werden um mit gleichgesinnten ihre eigene Identität leben und erleben zu können. Das DuK soll für eine offene Nachbarschaft sorgen
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Hildesheim gibt es eine große Anzahl soziokultureller und migrantischer Vereine, die mit ihrem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement seit Jahrzehnten einen unersetzbaren Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben vor Ort und insbesondere in der Nordstadt leisten. Allerdings ist die Vernetzung untereinander gering, so dass die Effizienz der soziokulturellen Arbeit darunter leidet. Die Mitgliedsvereine vermitteln als Brücke zwischen ihren eigenen Communities und der Gesamtgesellschaft und sind unverzichtbare Multiplikatoren. Zur Verbesserung und Professionalisierung ihrer kontinuierlichen und ehrenamtlichen Arbeit benötigen sie Räumlichkeiten zur Umsetzung ihrer vielfältigen Angebote. Eine gemeinsame Anlaufstelle, die gleichzeitig ein Ort der Solidarität, des Dialogs, der Förderung von Talenten, Kompetenzen und gegenseitigem Empowerment ist, gibt es in dieser Form in Hildesheim nicht. Die Nordstadt gehört zu den Stadtteilen mit großem Erneuerungsbedarf und zum Programmgebiet „Soziale Stadt“. Gleichzeitig leben die Menschen hier seit Jahrzehnten aktiv die Tradition der Selbst- und Nachbarschaftshilfe. Viele der Menschen, die sich bei unseren Mitgliedsvereinen und Kooperationspartner*innen engagieren, sind bereits seit Jahren in der Nordstadt aktiv. Sie kennen die Menschen vor Ort und ihre Bedürfnisse im Alltag, wie z.B. den weitverbreiteten Wunsch nach mehr gesellschaftlicher und kultureller Teilhabe. Dieses Potenzial gilt es zu bündeln und im Rahmen der Einrichtung eines Zentrums für die Entwicklung einer offenen gleichberechtigen Stadtgesellschaft insbesondere in der Nordstadt so zu nutzen, dass der fehlenden gleichberechtigten Teilhabe entgegengewirkt wird
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Der ca. 880 ha große statistische Bezirk Nord mit Steuerwald liegt am nördlichen Stadtrand der Stadt Hildesheim. Sie erstreckt sich im Norden bis zu den Gemeinden Harsum und Giesen, im Süden bildet im Wesentlichen die in Ost-WestRichtung verlaufende Bahntrasse die Grenze. Im östlichen Bereich schließt die Nordstadt an den Stadtteil Drispenstedt an. Hier wird sie vom Kennedydamm, der B6 und dem Hottelner Weg begrenzt. Der nördlich daran anschließende Flugplatz liegt ebenfalls in der Nordstadt. Im Westen wird der statistische Bezirk Nordstadt mit Steuerwald – angrenzend an den Stadtteil Himmelsthür – im Wesentlichen von der Innersten begrenzt.
Einwohnerzahl
11016
Quelle / Anmerkungen
Stand Ende 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Verbund hat durch seine vielfältige und langjährige Arbeit mit seinen Mitgliedsvereinen insbesondere das Vertrauen von Menschen mit Migrationsgeschichte in Hildesheim inne. In Abgrenzung bzw. als Ergänzung zum Förderprogramm "Soziale Stadt" ist an dieser Stelle zu betonen, dass durch diese Faktoren keine Hemmungen oder Barrieren seitens vieler Menschen mit Migrationsgeschichte bestehen sich aktiv an der Gestaltung des Dialog- und Kompetenzzentrums zu beteiligen, da die Grundlage der Arbeit der Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. schon seit der Gründung auf gleichberechtigter Teilhabe aller Kulturen und Menschen fußt. Das Dialog- und Kompetenzzentrum Brücke der Kulturen soll in der Nordstadt, welche zum Programmgebiet "Soziale Stadt" gehört, insbesondere die soziokulturelle Arbeit der Menschen, der Vereine und bereits bestehenden Institutionen ergänzen und unterstützen.
Neben dem schon seit langem gewachsenen Vertrauen zu vielen Menschen in der Nordstadt und ganz Hildesheims steht die Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. für gelebte Vielfalt. Dies schafft ein Netzwerk aus verschiedenen Kulturen, welches in Hildesheim einmalig ist. So hat der Verbund kontakt zu vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen und somit eine enorme Reichweite, welche insbesondere durch eine strukturelle Förderung eines Dialog- und Kompetenzzentrums weiter gestärkt und genutzt werden könnte und vielen Menschen die Chance geben würde, aktiv Teilhaben zu können und die Sichtbarkeit ihrer Kulturen und Gebräuche, aber auch Projekte zu fördern.
Neben den Faktoren, die der Verbund selbst mitbringt, ist auch der Standort des Dialog- und Kompetenzzentrums Brücke der Kulturen besonders hervorzuheben. Das Zentrum im Langen Garten 21, 31137 Hildesheim ist für Menschen aus verschiedenen Stadtteilen gut zu errreichen und kann somit als Brücke zwischen der Hildesheimer Nordstadt und anderen Stadtteilen (Oststadt, Drispenstedt, Stadtmitte) gesehen werden. Die Anbindung des Zentrums zur Oststadt ist unter anderem das Fahrenheitsgebiet in welchem verschiedene Kulturen leben und insbesondere Menschen, die sich als Sinti und Roma verstehen. Auch die Möglichkeit für Menschen die aus Drispenstedt, wo viele Menschen eine russische oder türkische Migrationsgeschichte haben, zum Zentrum kommen möchten ist gegeben.
Alles in allem kann man sagen, dass ein Ausnahmefall gegeben ist, da die Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. und ihre Mitglieder schon seit Jahren für die Schaffung eines solchen Zentrums kämpfen und die Menschen in Hildesheim und Umgebung einen großen Bedarf an Begegnungsorten sehen, an denen Menschen in all ihrer Diversität selbst aktiv werden können.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 21
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 22
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 22
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2013_stadtkarte_m15000_0.pdf
(665.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Vorhaben verfolgt einen partizipativen, aktivierenden und vernetzenden Ansatz, der auf der vorhanden Gemeinwesenarbeit aufbaut und die soziale Infrastruktur vor Ort weiter stärkt. Im Rahmen des Vorhabens DuK Brücke der Kulturen sollen unsere Mitglieds- und Kooperationspartner*innen mit den notwendigen räumlichen Ressourcen ausgestattet werden, um ihr selbstorganisiertes Engagement weiter zu professionalisieren und zielgruppenorientierte Angebote durchzuführen. Durch das Zentrum kann der Verbund als starker Kooperationspartner das bestehende Quartiersmanagement unterstützend ergänzen. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung der Inhalte des Zentrums zu beteiligen. Damit stärken wir die Akzeptanz und die eigene Identifikation mit dem Zentrum. Gleichzeitig fördert das DuK auf diese Weise und mit seinem kultur- und generationenübergreifenden Charakter den interkulturellen Dialog, das Miteinander im Stadtteil und darüber hinaus die gegenseitige Akzeptanz. Die Angebote des Zentrums verfolgen auf diese Weise auch einen präventiven Ansatz, um zukünftigen Konflikten vorzubeugen und neue gesellschaftliche Perspektiven aufzuzeigen. Begleitung bei Projekten von Bewohner/innen, Beratung, Beteiligungsprojekte, Bildungsangebote, Einfach da sein, Empowerment, Erzählcafés, Fachtag, Generationsübergreifender Ansatz, Gruppendiskussionen,Hilfe zur Selbsthilfe, Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste Weihnachts- und Flohmärkte, Kultur- und Kunstprojekte.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestehende Formen der Selbstorganisation gestärkt werden; neue Formen von Projekten gefördert, durchgeführt und entwickelt werden; gleichberechtigte Teilhabe und Mitgestaltung (Menschen mit Migrationsgeschichte/MO) stattfindet.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzung mit bestehenden Institutionen/Akteur*innen ausgebaut ist; die Kompetenzen, Talente und individuellen Ressourcen der Menschen vor Ort in die Entwicklung eingebracht werden und dadurch Teilhabe gesichert und diese als Bereicherung verstanden wird
Kriterium
Beschreibung
im Zentrum verschiedene Menschen und Gruppen gemeinsame Projekte auf den Weg bringen, sich gegenseitig mit Toleranz und Offenheit begegnen, sie sich herkunfts- und kulturübergreifend in die Gestaltung und Angebote des Zentrum einbringen können.
Beschreibung
die Bewohner*innen und Teilnehmenden in die Gestaltungsprozesse eingebunden sind, ihre Meinungen als Expert*innen anerkannt werden und ihre regelmäßige und aktive Beteiligung als Maßstab für die Umsetzung des Vorhabens gilt
Kriterium
Beschreibung
die Vernetzung der im Zentrum beteiligten Akteure mit anderen zentralen Akteuren der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil und der Kommune aufgebaut und gestärkt wurde für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und um Synergieffekte sinnvoll zu nutzen.
Kriterium
Beschreibung
generations-, kultur- und glaubensübergreifende Basisarbeit zur Verbesserung der Völkerverständigung durch Abbau von Vorurteilen und das Aufeinanderzugehen sowie die Stärkung der Akzeptanz in der Stadtgesellschaft geleistet wurde.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
IberoLatinoCultural - spanisch und portugiesisch sprechende Völker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationales Kulturwerk zur Förderung einer demokratischen Entwicklung für Farssi sprechender Völker e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete "Betreuen und Wohnen"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte Treffer - Diakonie Himmelsthür
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PLATZprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ture Claußen
2. Kurzbeschreibung
Stadt selber machen
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt ist an der Fössestr. 103 in Hannover Linden heimisch. Auf einer ehemaligen Brachfläche aktivieren wir selbstverantwortlich ungenutzten urbanen Raum. Wir sehen unser Projekt als ein Experimentierfeld für zivilgesellschaftliches Engagement und Mitgestaltung im Stadtraum. Ein Ort an dem Begegnungen stattfinden. Ein Ort an dem gelernt und geschaffen wird. Ein Ort der Transformation: einen Freiraum im besten Sinn.
Das PLATZprojekt ist aus der Mentalität der 2er Skateparks entstanden. Dessen Initiatoren hatten mit einer Kombination aus kompromissloser Selbstermächtigung und gleichzeitiger Verantwortungsübernahme die 5000 m² Brachfläche subkulturell umgenutzt und dabei eine Leerstelle im urbanen Raum geschlossen. Der sich zugleich entwickelnde PLATZgarten machte den Bedarf für derartige Freiräume und Möglichkeitsräume sichtbar und weckte die Idee des PLATZprojektes.
Mit Hilfe der Förderung „Jugend.Stadt.Labor“ des BBSR konnte vor rund vier Jahren die grundlegende Infrastruktur für das PLATZprojekt geschaffen werden. So wurde in völliger Eigenregie Strom-, Wasser- und Internetversorgung hergestellt. Gegen eine geringe monatliche Gebühr können auf dem PLATZprojekt Container aufgestellt werden und bieten somit einen Aktionsraum für Tätigkeiten, welche im kommerziellen Rahmen keine Grundlage finden würden.
Schnell siedelte sich eine bunte Vielfalt an Projekten an: Eine Fahrradmanufaktur, eine Skateboardwerkstatt, Atelierräume, ein offener Veranstaltungsort, offene Werkstätten, Siebdruckwerkstatt, Coworkingbüro, ein Krökelverein usw., sodass mittlerweile 25 Projekte und Kollektive auf dem Gelände heimisch sind.
Unser Verein selbst hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von soziokulturellen Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Diese haben für die Menschen aus den Quartieren Möglichkeiten der Begegnung geboten: Konzerte, Tauschbörsen, Vortragsreihen, Theatervorführungen, Workshops aber auch Frühlings-, Sommerfest oder Flohmärkte. Wir organisieren die Infrastruktur, kümmern uns um die Neuankömmlinge und fördern die Synergieeffekte zwischen den einzelnen Projekten.
Das PLATZprojekt verfolgt drei wesentliche Ziele: gemeinschaftliche Bewirtschaftung und Nutzung einer Fläche, das freiwillige, am Gemeinwohl orientierte Engagement und die prinzipielle Offenheit und Zugänglichkeit des Ortes.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wachsende Verdichtung im Stadtraum und steigende Mieten lassen immer weniger Platz für die Menschen sich zu entfalten und über das Alltägliche hinaus zu engagieren. Besonders unser Quartier Linden ist von dieser Entwicklung betroffen. Ehemals noch ein Arbeiterviertel, unterliegt es zunehmend einer starken Gentrifizierung.
Wir sehen die zunehmende Passivität der Menschen, eine Haltung die aus der Rolle des Konsumenten erwächst. Genau an diesem Punkt möchten wir ansetzen. Wir wollen die Menschen aktivieren und dazu ermutigen Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Spezialisierung und Zentralisierung entfremden die Menschen von der Umgebung und den Dingen. Selber machen ist dazu der direkte Gegenimpuls und verändert die Wahrnehmung und Wertschätzung.
Das PLATZprojekt wurde bisher in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut und betrieben. Alle Fördergelder und Einnahmen sind in investive Mittel geflossen. So konnte das PLATZprojekt während des Förderzeitraumes schnell, flexibel und mit großer Energie wachsen. Jedoch führte es auch dazu, dass der Verein selbst nun stark überlastet ist. Die Organisation der Fläche stellt ähnliche Herausforderungen wie die einer kleinen Stadt.
Es besteht die Notwendigkeit bestimmte Aufgabenbereiche zu professionalisieren, damit wieder Energie für die eigentliche inhaltliche Arbeit frei wird und das PLATZprojekt seiner Idee gerecht werden kann. Auf Basis dieser neu gewonnen Stabilität wollen wir darüber hinaus wieder in unseren Kiez ausschwärmen, die Leute direkter und intensiver ansprechen, eine dynamische und integrative Institution unseres Stadtteils werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Linden/Limmer
Einwohnerzahl
45725
Quelle / Anmerkungen
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.png
(157.07 KB)
projektgebiet2.png
(128.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundsätzlich besteht unsere Hauptarbeit in der Organisation des PLATZprojektes, also der Plattform, auf der die Anwohner unseres Quartiers den Raum und die Infrastruktur erhalten, ihre Anliegen zu verwirklichen: Seien es Konzerte der eigenen Garagenband, politische Arbeitsgruppen, die eigene Selbstständigkeit oder ein Treffpunkt für das eigene Kollektiv. Um diese Plattform möglichst niederschwellig zu gestalten, bedarf Menschen, die sich Zeit nehmen können, die vor Ort sind und als Anlaufstelle fungieren können.
Besonders hervorzuheben ist dabei das Konzept des Mittwoch- und Sonntagscafés, welches ein sehr erfolgreiche Maßnahme war und ist, Interessierte aufzufangen und z.B. durch Hilfe an der Theke zu aktivieren. Genauso sind die gemeinschaftlichen Bauaktionen ein wichtige Methodik unseres Arbeitens. Sie sind sehr wirksam die Selbstermächtigung zu lehren und eine Verbindung zum Quartier herzustellen.
Außerdem gilt es die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten des PLATZprojektes effektiver nach außen zu tragen. Es muss eine Durchdringung des gesamten Kiezes erreicht werden. Dies geschieht auf der einen Seite durch Musikveranstaltungen und Feste, sowie Fortbildungsveranstaltungen und Vorträge, auf der anderen Seite aber auch durch direkte Interventionen in den Stadtraum, wie es z.B. mit PLATZprojekt on Tour geplant ist.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das PLATZprojekt wird das Abbild der Interessen und Fähigkeiten der Anwohner, ein Ort auf den die Menschen stolz sind, ein Ort der sich wandeln kann entlang des Zeitgeistes
Kriterium
Beschreibung
Gruppen sind sich ihrer Möglichkeiten vor Ort bewusst und nutzen diese eigenständig, ein reger Ort des Austausches und der Ideen, die konstruktiv aufeinander treffen
Kriterium
Beschreibung
Alle Bereiche und Randbereiche der gesellschaftlichen Tätigkeiten abbilden und zusätzlich Inkubator für Innovatives sein, Synergien zwischen den Projekten überdurchschnittlich nutzen, Akteure des Projektes schwärmen in den Stadtraum aus und initiieren
Beschreibung
Treffpunkt für die Initiativen und Kollektive des Quartiers, überregionaler und internationaler Austausch von Wissen und Erfahrungen, enge Zusammenarbeit mit Stadt und Verwaltung
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen nehmen den PLATZ als integralen Bestandteil ihres Quartiers wahr, ein Ort der die Stadt erst wirklich zur Heimat macht, ein Ort an dem man sich kennt und kennenlernt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
LAG Soziokultur Niedersachen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
Videos
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bau eines öffentlichen Skateparks als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jürgen Eilers
| Funktion | Fachdienstleiter Jugend |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neubau eines Skateparks
Projektbeschreibung
Bau eines öffentlichen Skateparks als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Papenburg ist eine selbständige Stadt im Norden des Landkreises Emsland mit derzeit ca. 38.000 Einwohnern.
Der Ausländeranteil beträgt aktuell ca. 18 %, was u.a. auch auf die Aufnahme von Flüchtlingen und den Zuzug von Werksvertragsarbeitern und ihren Familien aus osteuropäischen Ländern zurückzuführen ist.
Die Stadt Papenburg besteht aus insgesamt 7 Stadtteilen mit einer Gesamtfläche von 11.836 Hektar.
Derzeit leben in Papenburg ca. 5.500 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet.
Das Freizeitverhalten in Papenburg wird immer noch geprägt durch die Angebote der Sportvereine, die in allen Stadtteilen vorhanden sind. Fußball ist auch in Papenburg die populärste Sportart.
Weitere größere Freizeitmöglichkeiten außerhalb kommerzieller Strukturen gibt es kaum für Jugendliche, so dass sich ein Großteil der Aktivitäten Jugendlicher im informellen Rahmen abspielt.
Das im Stadtkern ansässige städtische Jugendzentrum bietet Kindern und Jugendlichen mit einer Vielzahl von Angeboten im Nachmittags- und Abendbereich sowie in den Ferien eine attraktive Freizeitgestaltung. Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends unterhält die Stadt zudem eine Skateanlage in unmittelbarer Nähe des Jugendzentrums. Diese war bislang ein beliebter Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihren kulturellen Hintergründen. Der Skatesport und die damit einhergehenden Erscheinungen haben in Papenburg stets einen integrativen Charakter gehabt und bilden somit einen bedeutenden Sozialisationsfaktor in der Lebenswelt der Papenburger Jugendlichen. Die Anlage soll nun zeitgemäß erneuert werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Nutzung vorhandener Partizipationsstrukturen im Stadtgebiet für die Verbesserung von Freizeitangeboten für junge Bürger: der Jugendvorstand als institutionalisiertes Mitbestimmungsgremium aller Papenburger Kinder und Jugendlichen sowie der von jungen Menschen gegründete Skateverein "Four Wheels e.V." möchten gemeinsam ein Angebot schaffen, um sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle zum Ausüben eines zukunftsfähigen Sports (olympisch ab 2020) in der Stadt zu geben. Zurzeit ist diese Möglichkeit nicht gegeben, so dass die Zielgruppe momentan ihrer Leidenschaft auf dafür nicht vorgesehenen Plätzen oder auf Anlagen weit außerhalb der Stadt nachgehen muss. Der Schulterschluss von Jugendvorstand und Verein führt darüber hinaus zu weiteren gemeinsamen Aktionen, nachdem die Anlage fertig gestellt wurde. So ist bereits jetzt geplant, alle interessierten jungen Menschen zu Workshops, Wettbewerben und weiteren Events einzuladen. Darüber hinaus werden die Mitglieder des Vereins "Four Wheels" regelmäßig ehrenamtlich Übungsstunden für Einsteiger und sonstige Interessierte anbieten. Die dafür notwendige Ausrüstung wird auf Wunsch unentgeltlich von der Jugendpflege der Stadt zur Verfügung gestellt, um Hemmschwellen abzubauen und jedem Interessierten den Einstieg in den Sport zu ermöglichen.
Daneben wird erfahrungsgemäß eine zeitgemäße Skateanlage innerhalb kurzer Zeit ein sozialer Treffpunkt für junge Menschen, die nicht zwangsläufig nur das Ziel "Skaten" verfolgen.
Methoden
Das "Nette"-Quartier in Osnabrück – generationengerechter Stadtteil für Alle!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Akteure vernetzen – Generationen verbinden – Beteiligung stärken in Dodesheide-Haste-Sonnenhügel!
Projektbeschreibung
Der Fluss „Nette“ verbindet die Stadtteile Dodesheide, Haste und Sonnenhügel und symbolisiert die Projektidee der Vernetzung von Jung und Alt.
Bisher hat sich die kommunale Quartiersarbeit auf die Zielgruppen Kinder, Jugend und Familien sowie Menschen mit Migrationshintergrund und den Ansatz „Jugend stärken im Quartier“ fokussiert. Im Projektgebiet soll nun erstmalig modellhaft der integrative Ansatz „Quartier für Alle!“ umgesetzt werden. Die Fachbereiche „Kinder, Jugendliche und Familien“ und „Integration, Soziales und Bürgerengagement“ arbeiten dabei ressortübergreifend zusammen, um perspektivisch ein gesamtstädtisches Konzept der sozialraum- und beteiligungsorientierten, aktivierenden Quartiersentwicklung zu erarbeiten. Der integrative Quartiersansatz erweitert die Arbeit der Akteure um den Aspekt „Ältere im Quartier“. Nur durch die Implementierung dieses Ansatzes wird das Potential des Quartiers für die lokale Entwicklung erschlossen.
Für den Schritt vom Austausch zum koordinierten Handeln ist ein/e Projektkoordinator*in erforderlich, der die bestehenden Strukturen (Akteure, Stadtteilzeitung etc.) und Vernetzungen (Runde Tische) aufgreift und alle Zielgruppen generationen- und nationalitätenverbindend in den Blick nimmt. Dabei soll insbesondere das Engagementpotential im Projektgebiet für Partizipation, nachbarschaftliche Unterstützungsangebote (Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe, Leselernhilfen, Großelternpatenschaften, Taschengeldbörse, Besuchs- und Begleitdienste, Demenzbetreuung etc.), aber auch für Freizeit- und Stadtteilkulturangebote erschlossen werden.
Durch einen Prozess der Quartiersentwicklung soll der soziale Zusammenhalt aller Bewohnergruppen gefördert, die soziale Teilhabe aller ermöglicht und die soziale Infrastruktur insgesamt verbessert werden. Die Stadt übernimmt gemeinsam mit einem Quartiersbeirat die koordinierende Rolle.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bevölkerungsstruktur im Projektgebiet verändert sich:
• Der Anteil der Gruppen 60 und 80Plus steigt, in Haste leben insbesondere viele einkommensschwache ältere russischstämmige Aussiedler ohne familiäre Unterstützung. Es entstehen Herausforderungen der Versorgungssicherheit im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge. Diese Alterung der Bevölkerung macht eine altersgerechte Anpassung der Lebensbedingungen und Unterstützungsstrukturen erforderlich.
• Der Zuzug benachteiligter Bewohner sowie von Geflüchteten und Zuwanderern in ein angrenzendes Konversionsgebiet bewirkt im Projektgebiet einen hohen Integrationsbedarf in Schulen und Kitas. Der Zuzug von benachteiligten Menschen mit Migrationshintergrund führt zu Ängsten und verändert das Image des Projektgebietes.
• Der seit 20 Jahren bestehende Nachbarschaftshilfeverein (NHV) mit seinen Unterstützungsangeboten bricht durch Überalterung der Mitglieder weg.
• Engagement- und Selbstorganisationspotentiale bieten a) die aktive ältere Babyboomergeneration und b) die vorwiegend jungen Familien, die mit der Konversion der Britischen Streitkräfte am Sonnenhügel zugezogen sind. Darunter auch ein gemeinschaftliches Wohnprojekt mit 29 Wohneinheiten.
Die genannten Bewohnergruppen (Alteingesessene, Neubürger*innen und Migrantengruppen) leben relativ unverbunden in unterschiedlichen Subkulturen. Bisher arbeiten die Einzelakteure im Gebiet mit einzelnen Zielgruppen (meist Kinder, Jugendliche und Familien), sie tauschen sich aus, arbeiten aber nicht integrativ an den genannten Herausforderungen und Problemen zusammen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Dodesheide - Haste - Sonnenhügel
Beschreibung
Bei dem Projektgebiet handelt es sich um Teile der Osnabrücker Nordstadt, um das „Einzugsgebiet“ der Hauptakteure der sozialen Stadtteilarbeit, d.h. das Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, der Friedensgarten e. V., die Kulturinitiative Sommerbühne an der Lerchenstraße, das Mehrgenerationenhaus Haste, die Nachbarschaftshilfe „Dodesheide-Haste-Sonnenhügel“ und die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Die drei Stadtteile sind ebenfalls in einem Bürgerforum der Stadt gemeinsam organisiert. Das als Projektgebiet herausgehobene Teilgebiet beheimatet verschiedene, für die GWA relevante Zielgruppen, mit entsprechenden Herausforderungen und Potentialen. Im Teilgebiet Haste kann von einer Spaltung der gut situierten Eigenheimbewohnerschaft und der benachteiligten, teils russischstämmigen Bewohnerschaft der Hochhäuser gesprochen werden. Im Westen umgrenzt das Projektgebiet die Konversionsfläche Sonnenhügel mit zugezogenen Neubürgern. Östlich vom Haster Weg ist die relativ gut situierte, aber stark alternde Bevölkerung angesiedelt (Hof Hanesch und „Höfe“ zwischen Haster Weg, Eller Straße und In der Dodesheide).
Das Wohngebiet Dodesheide-Ost (östlich der Eller Straße) mit stark benachteiligter Bevölkerung wurde nicht dem Kern-Projektgebiet zugeordnet, da dort ein separates Unterstützungsprojekt „Jugend stärken im Quartier“ mit Anlaufstelle für die Quartiersbewohner*innen angesiedelt ist. Die Bewohner*innen berühren das Projekt jedoch als Nutzer*innen der Infrastruktur, Schulen, Kitas und der Migrations- und Flüchtlingsberatung (Kooperationsprojekt von Ev. Familien-Bildungsstätte und ev. Kirchengemeinde) des Projektgebietes. Sie werden außerdem durch die Freiwilligenprojekte des Projektgebietes (Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse, Lesepaten) erreicht. In der Mitte liegt das Naherholungsbebiet „Nettetal“ mit dem Fluss „Nette“, das von allen Quartiersbewohner*innen genutzt wird und dem Projekt seinen Namen gibt.
Einwohnerzahl
9918
Quelle / Anmerkungen
Melderegister der Stadt Osnabrück
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermelderegister
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit, (nur SGB II)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination verbindet Elemente des GWA mit QM.
Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure im Gebiet u. orientiert deren Zusammenarbeit auf den integrativen Ansatz „Quartier für Alle“. Strategien der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Fähigkeiten aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersgestaltung handlungsleitend sind. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen und gemeinsam mit den lokalen sozialen Akteuren Angebote zu entwickeln, die die Teilhabe aller im Quartier verbessern, nachbarschaftliche Netze u. soziale Aktivitäten stärken. Durch Befähigung zur Teilhabe und Schaffung von Begegnung zwischen den Submilieus wird soziale Segregation im Projektgebiet verhindert und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit verbessert. Wichtige Partner sind dabei das Gemeinschaftszentrum, das Mehrgenerationenhaus und der NHV, die bereits mit allen Zielgruppen arbeiten. Neue Initiativen (Friedensgarten, Kulturinitiative, Gem. Wohnprojekt) bilden das Entwicklungspotential des Quartiers. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, der Kommunikationsprozess der Akteure moderiert und ein Akteursdialog initiiert, der langfristig in ein gesamtstädtisches Rahmenkonzept „Quartiersentwicklung“ mündet. Es erfolgt also Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt und Verwaltung, die eine Organisationsstruktur hierfür aufgebaut
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Projektkoordination hat (auch vermittelt über lokale Einrichtungen und Organisationen) Kontakt zu den verschiedenen Zielgruppen/Initiativen im Quartier; deren Interessen, Bedarfe und Potentiale sind bekannt und dokumentiert.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnergruppen kennen/nutzen für sie wichtige Ansprechstellen/Angebote im Quartier. Bewohner organisieren (selbständig oder begleitet) Aktivitäten, bringen sich als Unterstützer/ Freiwillige ein, sind untereinander vernetzt, werden qualifiziert.
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen des Quartiers, der Bewohner und Bewohnergruppen sind bekannt und dokumentiert. Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität). Ressourcen werden genutzt u. im Stadtteilnetzwerk weiterentwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Soziale Akteure und Bewohnergruppen sind für das Leitbild „Quartier für Alle“ sensibilisiert. Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Akteure hat sich vom Austausch über das je einzelne Vorgehen zum abgestimmten Handeln im Hinblick auf einen „sozialen Stadtteil“ weiterentwickelt. Daraus entstehen zielgruppenübergreifende Projekte und Unterstützungsstrukturen.
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende/neue (Unterstützungs-) Angebote wurden erschlossen (insbes. 60+ und Migranten). Qualifizierung „Freiwillige Nachbarschaftshilfe“ wurde durchgeführt. Zugewanderte/Ältere werden von Angeboten erreicht.
Beschreibung
Die Verwaltung hat begonnen eine Struktur zu schaffen, innerhalb derer sich die Ressorts „Kinder, Jugendliche und Familien“, "Städtebau" und „Integration, Soziales (Senioren) und Bürgerengagement“ austauschen und ihre (Stadtteil-) Arbeit abstimmen.
Beschreibung
Aus den Projekterfahrungen entwickelt die Verwaltung perspektivisch in Kooperation mit den Akteuren der GWA ein gesamtstädtisches Rahmenkonzept „Quartiersentwicklung“. Der Abstimmungsprozess über Leitbild, Prinzipien, Ziele und Standards wurde begonnen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Dodesheide-Haste-Sonnenhügel e. V. (Hausaufgaben-/Leselernhilfe, Großelternpatenschaften, Begleit-/Einkaufs-/Heimwerkerdienst, Betreuung Demenzkranker, Gruppen für Freizeit und Geselligkeit, Ausflugsfahrten, Kochgruppe-Männer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedensgarten Osnabrück e. V. (Bürgerprojekt zur gemeinsamen Bewirtschaftung einer Fläche im Stadtquartier, Zusamenführung von Generationen und Ethnien)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturinitiative Sommerbühne an der Lerchenstraße e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Nord-Ost der Stadt Osnabrück e. V. (Dodesheide, Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine TuS Haste / Osnabrück 01e. V. und SSC Dodesheide e. V., Behindertensportverein St. Elisabeth Pflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftliches Wohnprojekt Sonne I und II Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Residenz Ambiente Osnabrück Haste (Pflegeheim und Betreutes Wohnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
St. Franziskus - St. Elisabeth Pflege (Ambulanter Caritas Pflegedienst, Tagespflege St. Angela, stationäre Pflege, Seniorenwohnungen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Dodesheide / Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Thomasgemeinde (Dodesheide) mit Familientreff Thomas und Flüchtlingsprojekt in Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Gemeinde (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrei Christus König (Christus-König (Haste), Heilig Geist (Sonnenhügel), St. Franziskus (Dodesheide))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas in der Christus-König-Pfarrei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rum-orthodoxe Gemeinde, Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, FB Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück (Angebote auch für Erwachsene und Senior*innen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionaler Dienst Nord, städt. Jugendhilfe Stadt Osnabrück, Standort Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteitreff Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V., (Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lega S. Jugendhilfe gemeinnützige GmbH/ Nackte Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschland, Ortsverband Osnabrück-Haste-Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reparaturcafé Haste, Freiwilligenprojekt in der Nackten Mühle mit Unterstützung des NHV Dodesheide-Haste-Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klöncafé im Café Lohmann, Freiwilligenprojekt des Seniorenstützpunktes der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Haste, Trägervernetzung vorwiegend im Bereich Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sonnenhügel/ Dodesheide (Trägervernetzung vorwiegend aus dem Bereich Jugendhilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten der ev.-luth. Thomasgemeinde und Thomaskita am Limberg (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kath. Kindergarten St. Franziskus (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hermann-Nohl-Schule, Förderschule emotionale und soziale Entwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen des Landkreises Osnabrück in Haste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Osnabrück, Gartenbau / Landschaftspflege (nähe Projektgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtwerke Osnabrück AG - Nettebad (Sport, Wellness, Kurse)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Der rollende Fahrradtreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Johannes Meyer
| Organisation | Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover |
|---|---|
| Funktion | Koordinator |
2. Kurzbeschreibung
Fahrräder für Bedürftige - Zwei Arbeitsplätze für Geflüchtete - Treffpunkte im Quartier
Projektbeschreibung
Der bereits vorhandene Werkstattwagen der Mobilen Fahrradwerkstatt aus dem Projekt "Guter Rat und gutes Rad" soll in Zukunft weniger der Versorgung von Geflüchteten mit Fahrrädern dienen. Stattdessen soll die Werkstatt Geflüchteten Beschäftigung bieten und auf Transferleistungen angewiesenen Bürgerinnen und Bürger durch Abgabe von Fahrrädern und Reparatur derselben zur Mobilität verhelfen. Fernziel ist es, in den sieben mit hohem Anteil an TransferleistungsbezieherInnen bewohnten Stadtteilen Hannovers in öffentlichen und frequentierten Räumen (beispielsweise Marktplätzen) vertreten zu sein. "Der rollende Fahrradtreff" soll mit der Gemeinwesenarbeit des Quartiers vernetzt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Während der Zeit des Vorgängerprojektes konnte folgendes beobachtet werden:
A) - Die Erstversorgung von Geflüchteten mit Fahrrädern ist weitgehend abgeschlossen. Die "Mobile Fahrradwerkstatt" hat viele Fahrräder gesammelt, instandgesetzt und an Geflüchtete abgegeben.
- Der Zuzug von Geflüchteten hat nachgelassen und damit auch der Fahrradbedarf.
B) - Die Beteiligung von deutschstämmigen Ehrenamtlichen ist zurückgegangen.
Es gibt ein großes Reservoir von Geflüchteten, die sich engagieren wollen und z.T. technische Vorerfahrungen haben
C) - Zunehmend wurden wir von SeniorInnen, Alleinerziehenden und Alleinlebenden mit prekärem Hintergrund um Hilfen gebeten.
D) -In den vergangenen Monaten haben wir ca. 25 Flüchtlingsunterkünfte im gesamten Stadtgebiet aufgesucht. Dort sind vielfältige Kontakte zu Geflüchteten, Unterstützerkreisen, kommunalen Hilfsangeboten und aktive BürgerInnen in den Quartieren entstanden.
E) Wenn wir auf öffentlich frequentierten Plätzen präsent waren, hat sich unser Mobil als Treffpunkt herausgestellt. Viele Neugierige waren zu Gesprächen bereit. Besonders dort wurden wir von EmpfängerInnen von Transferleistungen nach gebrauchten Fahrrädern und Reparaturen angefragt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Ricklingen - Hannover Linden-Limmer - Hannover - Nord - Hannover Bothfeld-Varenheide - Hannover Herrenhausen-Stöcken - Hannover Ahlem Badenstedt Davenstedt - Hannover Buchholz-Kleefeld
Beschreibung
Die Abgrenzungen ergeben sich aus der Grafik der Strukturdaten.
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Sachgebiet Wahlen und Statistik Strukturdaten 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Strukturdaten zeigen, daß die Werte in den geplanten Einsatzorten um 4 % Punkte höher liegen als im Stadtdurchschnitte (16,1)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der rollende Fahrradtreff soll durch seine Präsenz im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit erzeugen. Neben den praktischen Hilfen im Fahrradbereich wird angestrebt die Gemeinwesenarbeit vor Ort einzubinden. Sie kann ihre Angebote präsentiert und Bedürfnisse und Wünsche der BürgerInnen aufnehmen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Auf lokale Fahrradinitiativen hingewiesen werden kann.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
KirchenkreissozialarbeiterInnen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Frauen(t)räume - Räume für Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Rietze
| Funktion | Bildungsmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Selbstverwaltetes, integrierendes Frauen-Begegnungszentrum - Brückenschlag zwischen Quartier und Stadtteil
Projektbeschreibung
Im Mai 2018 hat die Celler Zuwanderungsagentur in einem Quartier im Stadtteil Vorwerk – in dem viele Flüchtlingsfamilien Wohnung gefunden hatten – das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" eröffnet.
Mit einem Selbstverwaltungsteam (von den Frauen selbst „Parlament“ genannt) werden ein wöchentliches Programm und Einzelveranstaltungen angeboten. „Frauen(t)räume“ wird sehr gut angenommen und hat sich über die Grenzen Celles hinaus positioniert. Ein Besuch der Nds. Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe hat zur erhöhten Popularität beigetragen.
Sowohl die im Selbstverwaltungsteam ehrenamtlich tätigen Frauen (die 2018 in 8 Monaten mit 875 Stunden Haus & Garten räumlich gestalteten und inhaltlich füllten) als auch die Teilnehmerinnen sind dankbar und froh, dass sie dieses Zentrum zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung und zum Netzwerken nutzen können. Kooperationspartner würdigen das Zentrum als Bereicherung für die gesamte Stadt und sehen es als Ergänzung eigener Angebote.
Mit der dritten Förderperiode soll durch die Übernahme weiterer verantwortungsvoller Tätigkeiten, das Heranführen an zB PC-Nutzung, durch sportliche Aktivitäten/Ausweitung der Kooperation mit Kreissportbund und Sportverein sowie weiterer Schritte zur Integration in den Erwerbsarbeitsmarkt das Selbstwertgefühl der Frauen gestärkt werden. Theoretische und praktische Projekte zu gesundheitlichen Fragestellungen sollen die persönliche Entwicklung fördern und soziale Kontakte stiften. Insgesamt wird so die TEILHABE AM GESELLSCHAFTLICHEN LEBEN erhöht.
Damit einher geht die Erarbeitung weiterer Kompetenzen zur VERSTÄRKTEN SELBSTORGANISATION/ -VERWALTUNG des Zentrums. Mit mehr Frauen im Team wird eine Ausweitung der Öffnungszeiten angestrebt. Kooperation mit einem benachbarten Mädchenprojekt sowie Mitarbeit im Sportverein und Sozialraumgremium zielen auf Gründung eines Vereins als eigene Trägerkonstruktion für das Projekt.
Zur VERHINDERUNG DER BILDUNG EINES SOZIALEN BRENNPUNKTS soll die Wirksamkeit der Frauen in den Sozialraum erhöht werden. Unterstützt werden sollen sie durch Schulungen in Kommunikation und Konfliktmanagement. Auch dient die Kooperation mit dem örtlichen Sportverein (s.o.) als weiterer Brückenschlag vom Quartier in den Stadtteil, der durch eine unsichtbare Grenze vom Quartier getrennt ist. Offene Sprechstunden auch zur Konfliktbewältigung, Präsenz im Stadtteil und partielle Einbeziehung der Männer im Quartier/Stadtteil sollen die Prävention abrunden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier Himmelsberg-Talweg-Nordfeld leben nach wie vor eine Vielzahl von Frauen und Mädchen mit Fluchthintergrund. Die Stadtverwaltung Celle ist seit 2015 in der Betreuung von Geflüchteten gut aufgestellt. So haben vielfältige integrative Maßnahmen dafür gesorgt, dass es zu keinen großen Verwerfungen und Problemen im Zusammenleben von Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund kam. Dennoch erstarken immer wieder Ressentiments bei Teilen der Bevölkerung ohne und mit länger zurückliegendem Migrationshintergrund. Zudem birgt die Situation/Bevölkerungszusammensetzung im Quartier das Risiko einer Ghettoisierung.
Daher ist es nach wie vor angezeigt, Menschen zusammenzubringen, ihnen die Möglichkeit des Kennenlernes und des Abbaus von Vorurteilen zu geben, damit aus Fremden Bekannte und im besten Fall Freund*innen werden.
Das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" eröffnet diese Möglichkeit speziell für Frauen. Die bisherige Zeit (in den Förderperioden) hat gezeigt, dass der Entschluss, sich ausschließlich an Frauen zu wenden, richtig ist. Die Frauen - gleich welchen Alters, welcher Herkunft oder Religion, ob aktiv im Selbstverwaltungsteam oder bei verschiedenen Anlässen ehrenamtlich tätig, oder ob "einfache" Teilnehmerinnen - sind erfolgreich in der gegenseitigen Stärkung und Ermutigung. Dieses betrifft sowohl das Feld privater Beziehungen als auch die Annäherung an das Feld der Erwerbsarbeit und die Positionierung im öffentlichen Raum.
Nach wie vor gibt es viele ungedeckter Bedarfe der Frauen und ihrer Kinder. Diese Bedarfe - zB dem Verlernen der Muttersprache bei arabischen Kindern vorzubeugen - gilt es weiterhin aufzuspüren und zu befriedigen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Einwohnerzahl
964
Quelle / Anmerkungen
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Daten der BA
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die BA übermittelt ab 2018 aus Datenschutzgründen keine Werte unter 10.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
3
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
EIgene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
52
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
nicht-deutsch und deutsch mit zweiter Staatsangehörigkeit
Eigene Erhebung - Statistik Stadt Celle
Sonstige = Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Daten der BA
Projektgebiet: Die BA liefert für diese Gliederungstiefe aus Datenschutzgründen keine Daten mehr.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der BA
Projektgebiet: Die BA liefert für diese Gliederungstiefe aus Datenschutzgründen keine Daten mehr.
Sonstige = Stadtteil Vorwerk.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stärken vor Ort nutzend soll die Selbstorganisation genutzt werden, um das Zusammenleben in der Nachbarschaft positiv zu gestalten. Hierbei stehen die Bewohnerinnen im Zentrum, sie knüpfen Netzwerke und gehen Kooperationen ein, um das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" mit Leben zu füllen.
Dadurch sollen die zuvor entwickelten Ziele - 1) Bewohnerinnen nehmen verstärkt/verbessert am gesellschaftlichen Leben teil; 2) Die Nutzerinnen von Frauen(t)räume steigern die Selbstorganisation/Verwaltung und 3) eine soziale Brennpunktbildung ist verhindert - erreicht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... auf die Bedarfe der Bewohnerinnen reagiert wird.
Kriterium
Beschreibung
... Bewohnerinnen im Selbstverwaltungsteam mitarbeiten und selbständig Angebote planen und durchführen.
Kriterium
Beschreibung
... Nutzerinnen in Angebote anderer Institutionen eingebunden sind und viceversa Kompetenzen von Frauen in anderen Institutionen in Frauen(t)räume einfließen.
Kriterium
Beschreibung
... durch die Nutzung der Stärken vor Ort Bindungen zu anderen Stakeholdern entstehen und mehrere Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Institutionen stattfinden.
Kriterium
Beschreibung
... Frauen gleich welchen Alters, sowie welcher Herkunft und Religion die Angebote wahrnehmen und in die ehrenamtliche Arbeit eingebunden sind und diese Frauen in den Stadtteil hineinwirken, ein konfliktfreies Miteinander wahrgenommen wird.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Fachdienst Sport und Jugend, Stadtteilmanagement NORD mit Sitz in Vorwerk; Celler Zuwanderungsagentur/Zentrale Anlaufstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE), Paritätischer Celle, Caritas, AWO, Familienbildungsstätte FABI, Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter im Landkreis Celle, Agentur für Arbeit Celle, Erziehungsberatungsstelle des Landkreis Celle, Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Celle, Grundschule Vorwerk, DAA (GärtnerInnenausbildung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäus-Kirchengemeinde mit Familienzentrum Vorwerk und Kath. Kirchengemeinde St. Johannes
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Edeka Wilhelms, Sozialkaufhaus Allerhand u.a. Einzelhandelsgeschäfte in Vorwerk; ggf. IHK und HWK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung und Celler Kurier als Printmedien, Celle Heute und Celler Presse als Digitale Medien, Facebook-Gruppen Vorwerker Chat und Stadtteilmanagement, Webseite der Celler Zuwanderungsagentur; Infokreis Frauen(t)räume
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Ortsbürgermeisterin Vorwerk, Ortsbürgermeisterin des benachbarten Stadtteils Hehlentor, Rat der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarinnen aus dem Quartier und Stadtteil, interessierte Frauen aus ganz Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wire-Gruppe des Selbstverwaltungsteams; WhatsApp-Gruppen der Nutzerinnen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
wasmitherz 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alina Zimmermann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kollektiv zur Verbesserung des Gemeinwesens, durch Beratung und Bereitstellung von Wissen und Räumen
Projektbeschreibung
wasmitherz e.V. ist Nachbarschaftszentrum, Creative Space und Inkubator für soziale und kulturelle Projekte in der Nordstadt von Hannover. Wir verstehen uns zunächst als Bereitsteller einer Infrastruktur und Plattform, auf der Individuen, Gruppen oder Organisationen selbstständig aktiv werden können. Dafür bieten wir verschiedene Räume zur stunden- oder tageweisen Nutzung an. Dabei fördern wir insbesondere nachhaltige und lokale Ideen, die den Stadtteil beleben und die Nachbarschaften vernetzen. Das da entstehende Angebot reicht von Selbsthilfegruppen über muslimische Gemeinschaftsabende bis hin zu Kinderyoga und Skillsharing-Workshops. Neben dem Bereitstellen von Räumen und der nötigen technischen Infrastruktur beraten wir die Gruppen und Aktiven in der Bewerbung und Durchführung ihrer Angebote.
In unseren Coworking-Räumen lernen, arbeiten und programmieren bis zu 15 Personen/Vereine selbstständig oder in sich spontan formierenden Projektteams. Die Personen für das Coworking wählen wir nach sozialen und Diversity-Kriterien aus. Schließlich bieten wir Werkstatt- und Laborräume mit Werkzeugen und Instrumenten, die von allen genutzt werden können.
Um die komplette Vielfalt der Nordstadt in der Nutzung unserer Räume und Angebote abzubilden und besonders benachteiligte Gruppen einzubeziehen, verfolgen wir verschiedene Muster der Aktivierung und Integration:
Zunächst ist wenigstens eine Person mit Kümmerposition über die gesamte Woche in unseren Räumen präsent. Durch eigene Veranstaltungen vom Verein, wie Gesellschaftsabende, Flohmärkte oder Straßenfeste erhöhen wir einerseits unsere Sichtbarkeit in der Stadt und sind andererseits Vorbilder und Anstifter*innen, indem wir Leute ermutigen, unsere Räume zu nutzen und sich selbst zu organisieren. Durch Satellitenprojekte wie im "Platz-Projekt" zur Belebung des öffentlichen Raums in Hannover Linden sind wir direkt vor Ort und mit dem Ohr direkt bei den Leuten. Unsere Räume können wir zur Verstetigung kreativer Interventionen anbieten. Wir pflegen eine Kultur der Offenheit und Ermöglichung und können so auf verschiedene Bedarfe und Anforderungen flexibel eingehen. Durch unsere Organisation als Verein können wir nicht zuletzt (benachteiligten) Gruppen die Trägerschaft zur Ausrichtung ihrer Angebote, die Beratung zu und den Anschluss an Förderinfrastrukturen anbieten.
Wir sind Plattform, Netzwerk, Anstifter und Träger für eine vielfältige, nachhaltige, solidarische und inklusive Nachbarschaft in der Nordstadt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadt von Hannover ist ein vielfältiges und buntes Quartier von Menschen mit Migrationshintergrund, Arbeiter*innen und Studierenden. Die Alltagswelten dieser diversen Gruppen sind aber weitgehend getrennt. Moscheen und anthroposophische Kindergärten liegen nebeneinander, kommen aber nicht in Austausch miteinander. Weiterhin gibt es neben dem insgesamt schon spannungsreichen Mietwohnungsmarkt ein immer größeren Mangel an kostengünstigen oder sogar kostenfreien Veranstaltungsräumen für soziale und kulturelle Gruppen und Initiativen. Aufgrund der starken Fluktuation der Studierenden und anderen Bewohner*innen des Stadtteils und einer Förderkultur, die vor allem punktuelle Veranstaltungen und Projekte fördert, als den Aufbau längerfristiger Strukturen, können verschiedene Formen sozialer Selbstorganisation und von Teilhabe sich nicht verstetigen.
wasmitherz e.V. bietet eine Plattform für eine Vielfalt von Angeboten, um die verschiedenen sozialen und kulturellen Gruppen zur Selbstorganisation zu ermächtigen. Seit unserer Gründung haben wir 400 Veranstaltungen im Zeitraum 2017-2019 begleitet bzw. durchgeführt. Der bisherige Arbeitsaufwand wurde komplett ehrenamtlich vom Kollektiv geleistet. Eine Person ist in Vollzeit vor Ort als Ansprechperson, für Beratung und Vernetzung. Wir wollen mit wasmitherz e.V. nachhaltige Strukturen aufbauen, die Vielfalt des Stadtteils anbieten und Projekte zur Inklusion und Aktivierung besonders marginalisierter Gruppen vorantreiben. Dafür müssen wir uns verstetigen und die eigene Arbeit professionalisieren können, um diesem Auftrag zu folgen.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nordstadt
Beschreibung
Die Nordstadt erstreckt sich auf einem rund 364 ha (Stand: 01.01.2017) großen Areal zwischen der Bahnstrecke Hannover–Minden im Norden und Osten, dem Berggarten, dem Großen Garten im Westen, der Leine, der Steintormasch im Süd-Westen und dem über Schloßwender und Arndtstraße führenden Cityring im Süd-Osten. An vorgenannter Zugverbindung liegt auch eine S-Bahnstation. Der Engelbosteler Damm trennt als Hauptgeschäftsstraße die Nordstadt in einen nach 1946 wiederaufgebauten Ostteil und einen nach 1985 sanierten Kernbereich. Daran schließt sich im Westen eine durch einen Gürtel aus Universitäts-, Friedhofs- und Krankenhausflächen abgetrennte ruhige Villengegend an. Im Südwesten bieten der Welfengarten und der Georgengarten sowie die daran anschließenden Kleingärten und Sportanlagen Flächen für Naherholung. Mit dem Klinikum Nordstadt befindet sich ein Krankenhaus des Klinikums Region Hannover im Stadtteil. An der Bahnlinie im Osten ist seit 2014 die neue Feuer- und Rettungswache 1 der Feuerwehr Hannover in Dienst.
Einwohnerzahl
17829
Quelle / Anmerkungen
Zahlen: 31.12.2017, Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2017, Kinder unter 18 Jahre
Unterlagen zum Gebiet
karte_hannover_nordstadt.png
(386.5 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
wasmitherz e.V. bietet Menschen einen Ort, zusammenkommen zu können, um ihre Anliegen durchzusetzen, ihre Interessen zu artikulieren oder selbst in die Hand zu nehmen. Mit unserer Haltung als Ermöglicher*innen unterstützen wir Gruppen oder Einzelpersonen darin, ihre Ideen, Ansprüche und Bedürfnisse durchzusetzen und auch zu verstetigen. Wir bieten nicht nur Räume, sondern umfassende technische wie organisatorische Beratung.
Wir verstehen uns weiterhin als Netzwerker*innen, weil wir die Aktiven mit allen relevanten Institutionen im Stadtteil verbinden. Mit Multiplikator*innen in allen sozialen Gruppen sind wir fähig, die Bedarfe und Ansprüche zu erforschen.
Darüber hinaus sind wir auch proaktiv in der Aktivierung verschiedener sozialer Gruppen im Stadtteil. Durch die Präsenz vor Ort sind wir ansprechbar und Teil des Stadtbildes. Wir versuchen stets mit Interventionen wie Straßenfesten mit anderen sozialen und kulturellen Gruppen in Kontakt zu kommen und sie bei der Planung und Durchführung einzubeziehen.
Die Probleme, auf die wir reagieren, sind neben der prekären Mietwohnsituation und der Brüchigkeit des Zusammenhalts auch Themen wie Nachhaltigkeit, Grundeinkommen und lokale Ökonomie. Wenn sich die klassischen Formen der Erwerbsarbeit ändern, braucht es Orte, an denen neue Formate des Arbeitens und der Organisierung ausprobiert werden können.
Genau mit diesem Handeln fördern wir konstant stabiles, wandlungsfähiges und lebendiges soziales Zusammenleben im Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir aktivieren Einzelpersonen und Gruppen verstärkt, Themenabende, (Selbsthilfe-)Gruppengespräche oder Planungs- und Vernetzungstreffen auszurichten, die auf konkrete soziale oder politisch-gesellschaftliche Herausforderungen im Stadtteil eingehen.
Kriterium
Beschreibung
Wir stabilisieren und verstetigen die Angebote, die von sozialen Gruppen und Initiativen in unseren Räumen durchgeführt werden. 50% unserer Veranstaltungen sollen im engeren Sinne Gemeinwesen-orientiert sein
Kriterium
Beschreibung
Wir bauen die Raum- und Veranstaltungsangebote aus, die neue Formen der Erwerbsarbeit ausprobieren und kulturelle, soziale sowie ökonomische Belange zusammendenken.
Beschreibung
Wir verstetigen und vertiefen unsere Vernetzung mit anderen Angeboten im Stadtteil (Selbstschrauber-Werkstätten, soziale und religiöse Einrichtungen…), organisieren gemeinsame Aktionen und sind in der Lage, Synergien zu erzeugen und zu nutzen.
Kriterium
Beschreibung
Durch intervenierende und aktivierende Formate wie Gebraucht- und Handwerkermärkte sowie Straßen- und Hoffeste bieten wir Anknüpfung für die Nachbarschaft sich zu vernetzen. Wir stiften damit nachbarschaftliche Unterstützung und Bezugnahme an.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Muse - ein ganzer Stadtteil für die Kunst (jeweils Aktionswochen pro Jahr, 2018 - 07.-22.09.2018)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hafven - Coworkingspace in der Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lutherkirche - evangelische Jugendkirche Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lieb.es Restaurant, genossenschaftliche Brauerei - Nordstadt braut!, Sport Kaufmann, Onkel Olli´s Kiosk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen e.V.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nur gemeinsam sind wir stark- Barnstorf macht mobil!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ann-Christin Leymann
2. Kurzbeschreibung
Modellprojekt zur Entwicklung einer mobilen Gemeinwesenstruktur in der Samtgemeinde Barnstorf.
Projektbeschreibung
Die Samtgemeinde Barnstorf ist im Südwesten des LK Diepholz gelegen und mit 206km² die flächenmäßig zweitgrößte Kommune. Sie setzt sich zusammen aus dem Flecken Barnstorf (6473 Einw.), Eydelstedt (1844 Einw.), Drebber (2996 Einw.) u. Drentwede (1016 Einw.) . Die höchste Siedlungsdichte verzeichnet der Fl. Barnstorf. Die anderen Gemeinden liegen mit ihrer Siedlungsdichte weit unterhalb des Durchschnitts in gesamt Nds. u. des LK Diepholz. Es ist wenig Infrastruktur vorhanden. Im Fl. Barnstorf ist die meiste Infrastruktur angesiedelt. Es gibt ein Mehrgenerationenhaus (MGH), mit einem breiten Angebot. Dessen Aktionsradius reicht aber aufgrund von Konzeptionalität und personeller Kapazität nicht über den Fl. Barnstorf hinaus. Um teilzuhaben müssen die Bewohner der kleineren Gemeinden zum MGH gelangen, was anlässlich des unzureichenden Nahverkehrs schwer bis unmöglich ist. Es ist zudem eine Hürde insbesondere für ältere Menschen sowie geflüchtete Personen (mit bisher wenig Teilhabechancen), ihren eigenen Aktionsradius zu verlassen, um eine Veranstaltung oder ein Angebot des MGH zu besuchen. Hier möchten wir anknüpfen. Wir wollen die Potenziale des MGH nutzen und in die kleinen Gemeinden, mittels einer mobilen GWA transferieren. Starten möchten wir damit modellhaft im Gebiet Fl. Barnstorf u. Eydelstedt. Das Angebot wird so ausgebaut, dass in Eydelstedt in regelmäßigen Abständen ein neutrales Treffen in unterschiedlichster Form, z.B. Frühstückstreff, Themen-Nachmittage,Grillfest als Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Vernetzung entsteht. Der Standort innerhalb von Eydelstedt wird dabei wechseln, geplant sind z.B. Vereinsräume. Wir werden Präsenz zeigen und dabei auch die so wichtigen Bedürfnisse u. Wünsche der Bewohner erheben, da es bisher kaum bis keine Daten in diese Richtung gibt. Zur Erhebung werden wir verschiedene Formen der Befragung nutzen, geplant ist u.a. ein mobiles Bollerwagen-Café in Kombination mit Elementen der aktivierenden Befragung, um die Menschen niederschwellig zu erreichen. Jedoch wird es nicht bei der reinen Bedarfsermittlung bleiben, sondern der Versuch gestartet, die Bürger für die Belange ihrer Gemeinde zu aktivieren, durch Formen des freiwilligen Engagements, auch auf kurzfristiger Basis z.B. Unterstützung des mobilen Bollerwagen-Cafès. Insbesondere möchten wir die Menschen im Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand erreichen, sowie geflüchtete Menschen für ein Ehrenamt begeistern und sie auf dem Weg dorthin begleiten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Den Fl. Barnstorf und Eydelstedt trennen 3-5 km Fahrtstrecke. Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend ausgebaut, Busse fahren überwiegend nur angepasst an die Nds. Schulzeiten. In der kleinen Gemeinde Eydelstedt ist wenig Infrastruktur vorhanden. Es gibt keine neutralen Treffpunkte mit der Möglichkeit der Begegnung u. des Austausches, abseits der „alteingesessenen“ Vereinsstrukturen. Die Altersstruktur zeigt eine deutliche Tendenz Richtung Hochaltrigkeit, schon jetzt sind im Fl. Barnstorf und Eydelstedt ca. 30% der Menschen im Alter 60+. Es wird in den nächsten Jahren viele Personen im Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand geben (Generation Babyboomer). Durch frühzeitige Intervention können Netzwerke mit Institutionen im Gebiet des Fleckens und eine starke Nachbarschaft gefördert werden, um eine Isolation des kleinen Gebiets zu verhindern und eine Kultur des Miteinanders aller Gebiete langfristig aufzubauen. In der SG Barnstorf sind über 10% der Bevölkerung ausländische Staatsbürger, was sich durch die Aufnahme von geflüchteten Menschen ab 2015 nochmals manifestiert hat. Eine besondere Situation findet sich hier in Eydelstedt, wo im Hülsmeyerpark, einem alten Kasernengelände, geflüchtete Menschen untergebracht sind. Das Gelände liegt dezentral und die Menschen haben wenig Kontakt zu Einheimischen. Die vorherrschenden ländlichen Strukturen machen es nicht einfach die Menschen inklusiv an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Durch mangelnde Begegnung und Unwissenheit voneinander kommt es zu Anzeichen von "Alltags"Rassismus. An dieser Stelle möchten wir mit der mobilen GWA ansetzen und Räume der Begegnung schaffen, für ein Miteinander und gegen Ausgrenzung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Barnstorf Flecken Barnstorf-Eydelstedt
Beschreibung
Der Flecken Barnstorf hat mit 6473 Einwohnern die höchste Einwohnerzahl und Siedlungsdichte. Die meiste Infrastruktur sowie unter anderem auch das Mehrgenerationenhaus und das Rathaus sind im Flecken Barnstorf verortet. Der Flecken ist somit der stärkste Partner in der Samtgemeinde, dessen Potenzial wir ausstrahlend langfristig mit in die kleinen Gemeinden Eydelstedt (1844 Einwohner) Drebber (2996 Einwohner), Drentwede (1016 Einwohner) nehmen möchten, um dort neutrale Orte der Begegnung und des Austausches aufzubauen sowie weiterführend an einer Gesamtvernetzung der einzelnen Gemeinden mit den Potenzialen des Fleckens zu arbeiten. Das für das Modellprojekt ausgewählte Gebiet Flecken Barnstorf-Eydelstedt ist das mit 12850ha flächenmäßig weitläufigste Gebiet, wobei alleinig auf Eydelstedt 7614 ha fallen. Über 25% der Bevölkerung in Eydelstedt ist über 60 Jahre alt. Eydelstedt ist stark ländlich geprägt und hat eine sehr schwache Infrastruktur (kein Nahversorgungsangebot, kulturelles Angebot, neutrale Treffpunkte etc.). In Eydelstedt besteht zudem die bereits erwähnte Situation der dezentralen Unterbringung von geflüchteten Menschen in einer ehemaligen Kaserne mit fehlender Anbindung an die Bevölkerung vor Ort. Exemplarisch ist deshalb der Beginn in diesem Quartier geplant, die Kommune hat hier die Möglichkeit Räumlichkeiten für das Projekt anzumieten. Mittelfristig sollen die hier erworbenen Kenntnisse teilweise auf die anderen Gebiete übertragen werden können, wobei zu beachten ist, dass jedes Gebiet für sich sehr heterogen ist, da unterschiedliche Dorfgemeinschaftsstrukturen vorherrschend sind. Für alle Gemeinden gilt jedoch, dass die Erhebung von Daten des Bedarfs der Bewohner im hohen Maße von Bedeutung ist, da die Gemeinden kommunalpolitisch zusammengehören und auch die unterstützenden Beiräte (Seniorenbeirat und Integrationsbeirat) für die gesamte Samtgemeinde zuständig sind. Für eine ländliche Kommune wie die Samtgemeinde Barnstorf ist der Prozess hin zur nachhaltigen Verstetigung von Gemeinwesenstrukturen ein bedeutungsvoller Weg, der kleinschrittig begonnen werden muss. Die GWA kann hier die kommunalen Akteure unterstützen und durch Aufklärungs -und Gremienarbeit die Wichtigkeit eines stabilen Gemeinwesens darstellen.
Einwohnerzahl
8317
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Barnstorf Stand: 04.04.2019
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
27
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019 (Gesamtzahl), Aufteilung Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
foerdergebiet2019.pdf
(1.8 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz, das Gebiet der SG Barnstorf sozialräumlich zu betrachten und Potenziale eines starken Gebiets in ein schwaches Gebiet mitzubringen. Es geht darum Bedarfe und Interessen der Bewohner zu erheben und anhand dieser Daten eine langfristige GWA-Struktur zu installieren. Das freiwillige Engagement soll bedarfsentsprechend weiterentwickelt und Nachbarschaftshilfen gefördert werden. Immer unter Einbezug der gebietsbezogenen Strukturen und daraus resultierenden Möglichkeiten zur Entwicklung. Bewohner sollen aktiv befähigt und motiviert werden sich für die Belange ihres Gebiets einzusetzen. Es geht um den Aufbau eines Miteinanderes für die Gemeinde, die Motivation etwas bewegen zu wollen, wird begleitet und ein gemeinschaftliches agieren steht im Vordergrund. Mit dem Projekt wird eine Verbesserung der immateriellen Bedingungen, insbesondere der sozialen Teilhabe angestrebt, indem infrastrukturelle Schwierigkeiten gesehen und durch die Struktur des Projekts zunächst überwunden werden. Für das Projektgebiet Fl. Barnstorf-Eydelstedt bedeutet dies, dass zunächst das Kennenlernen der Menschen im Quartier im Vordergrund steht, die Menschen werden eingeladen an Veranstaltungen z.B. Auftakt-Frühstück oder Grillfest zu Beginn des Projekts teilzunehmen, wobei die persönliche Ansprache (Einladung) ein wichtiger Faktor ist. Zudem werden punktuell an unterschiedlichen Orten im Gebiet z.B. vorm Kindergarten aktivierende Befragungen mit dem mobilen Café durchgeführt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen zu Veranstaltungen kommen und Wünsche/Ideen mit einbringen , Möglichst viele Bewohner*innen durch die aktivierende Befragung erreicht werden, Bewohner*innen Interesse zeigen sich für ihr Gemeinwesen zu engagieren
Kriterium
Beschreibung
Die bereits vorhandenen Ressourcen des Mehrgenerationenhauses im Flecken nach Eydelstedt transferiert und der Flecken als starker Partner noch weiter gestärkt werden konnte.
Kriterium
Beschreibung
Ein beständiger Austausch über die Entwicklung des Projekts mit der Kommune besteht, die Gremienarbeit des Senioren-und Integrationsbeirats unterstützt u. gestärkt wurde, die Kommune sich einsetzt politisch an der Weiterentwicklung der GWA zuarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationspartner für das Projekt gefunden und überzeugt werden konnten gebietsübergreifend mitzuarbeiten, Institutionen Bereitschaft zeigen Geflüchtete in ein Ehrenamt aufzunehmen, Kooperationspartner Veranstaltungen mitgestalten.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Bewohner*innen kommen zu Veranstaltungen und lernen sich kennen (Alter, Religion, Geschlecht). Neubürger und Einheimische teilnehmen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Barnstorf;Samtgemeinde Bürgermeister, Bürgermeister Eydelstedt, Bürgermeisterin Flecken Barnstorf; Fachbereich Soziales u. Ordnung; Jugendpflege und Streetwork; Flüchtlingskoordinatorin; politische Ausschüsse.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGEL e.V. Mehrgenerationenhaus Barnstorf; Schützenverein Barnstorf; Schützenverein Eydelstedt; FF Barnstorf-Kinder u. Jugendfeuerwehr; FF Eydelstedt Kinder u. Jugenfeuerwehr; LEB Barnstorf; VNB Barnstorf; LandFrauen Barnstorf; Welthaus Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diepholzer Kreiszeitung; Barnstorfer Wochenblatt; Sonntags-Tipp; Gemeindebrief der St. Veit Kirchengemeinde; Gemeindebrief der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara; Webseite Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya; Webseite Samtgemeinde Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. St. Veit Kirchengemeinde Barnstorf; Katholische Kirchengemeinde St. Barbara Barnstorf; Mevlana-Moschee Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DRK Seniorenheim Friedrich-Plate-Haus Barnstorf ; Seniorenresidenz "Huntetal" Barnstorf ; Seniorenwohnanlage "Haus Donsdorf" Eydelstedt; Sozialstation Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Barnstorf; Grundschule Eydelstedt; Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf; DRK-Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" u. "Holzwurm" Barnstorf; Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" Barnstorf; Ev-luth. integrative Kindertagesstätte Eydelstedt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Asyl Barnstorf.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Startschuss! Aufbau eines Quartiersmanagements in Empelde
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Koch
| Funktion | Stabstelle Quartiersentwicklung und Sozialmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eröffnung des Quartierstreffs in Empelde, erste Schritte im Aufbau eines Quartiersmanagements im Stadtteil
Projektbeschreibung
Der Verein win e.V. wird in Empelde einen Quartierstreff eröffnen, der Dreh- und Angelpunkt für die Aktivitäten des Vereines vor Ort werden wird. Von dort aus wird das QM für den Stadtteil gestartet und den Menschen die Möglichkeit gegeben, sich aktiv einzubringen und ihren Wohnort und das nachbarschaftliche Miteinander mit zu gestalten. Die Quartiersmanagerin steuert die Aktivitäten vor Ort und begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner dabei, unterstützt und fördert ihre Potenziale und erhebt Bedarfe. Die hauptamtliche Fachkraft ist angestellt bei der KSG Hannover GmbH, wird aber vor Ort das Gesicht des Vereins win e.V. sein, der Träger des Quartierstreffs sein wird. Der Treff wird ein Ort für alle Menschen im Quartier, nicht nur für die Mieterinnen und Mieter der KSG Hannover. Und von den Menschen vor Ort wird alles ausgehen: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers werden "ihr Empelde" bereichern! Mit Aktionen und Veranstaltungen, Projekten und Visionen für eine lebendige Nachbarschaft! Der Quartierstreff wird ein Ort der aktiven Teilhabe werden, in dem Ideen gesponnen und umgesetzt werden, die von der Nachbarschaft selbst entwickelt werden. Der Verein win e.V. beantragt die Förderung für die ersten Monate, in denen Kontakte und Netzwerke aufgebaut, erste Veranstaltungen geplant und Bedarfe und Bedürfnisse erhoben werden. Von Anfang an werden die Menschen dazu eingeladen, "ihren" Quartierstreff mit zu gestalten und das Angebot zu erarbeiten.
Im August wird der Quartierstreff fertig gestellt. Dann startet das Quartiersmanagement vor Ort, baut erste Kontakte auf und erhebt Bedarfe, um Maßnahmen zu entwickeln. Die Angaben im Antrag klingen möglichweise noch sehr abstrakt. Derzeit sind wir vor Ort noch nicht aktiv, wissen wenig über die Menschen vor Ort und steigen konkret inhaltlich ein, wenn wir mit den Menschen direkt im persönlichen Austausch und im Gespräch sind. Beteiligung von Anfang an! Im Quartierstreff Wiesenau, dem anderen Standort für Quartiersarbeit von win e.V., haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, ganz gezielt mit den Menschen zu palen, was stattfinden wird. Daraus entwickeln sich immer neue Ideen und Projekte.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Laut Sozialbericht der Region Hannover 2015 sind soziale Lagen in der Region Hannover sehr unterschiedlich zu beschreiben. In der Stadt Ronnenberg, zu der Empelde als Stadtteil gehört, wird eine überdurchschnittlich häufig benachteiligte soziale Lage der Menschen festgestellt. Die Stadt Ronnenberg, unmittelbar verflochten mit der Landeshauptstadt Hannover durch urbane Verdichtung, ist gekennzeichnet von einer unterdurchschnittlichen Wohnfläche pro Kopf und unterdurchschnittlichen Einkünften pro Steuerpflichtigem bei gleichzeitig hohen Anteilen von Arbeitslosen, Ausländern und Deutschen mit 2. Staatsbürgerschaft sowie Empfängern von Mindestsicherungsleistungen. Immerhin die Hälfte der Beschäftigten hat einen Arbeitsplatz am Wohnort, der allerdings häufig im Bereich der prekären Beschäftigungsverhältnisse angesiedelt ist. Die Haushalts- und Bevölkerungsstrukturen tragen erkennbar urbane Züge mit eher hohen Anteilen von Alleinerziehenden- und Singlehaushalten. Der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner, die von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind, ist überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden in der Region Hannover. In der Stadt Ronnenberg leben ca. 24.000 Personen, 18,7 % haben einen Migrationshintergrund. 21% der Bevölkerung ist 65 Jahre und älter. Die Prognose zur Be-völkerungsentwicklung ist relativ konstant mit einem leichten Zuzug von 0,9 % bis zum Jahr 2020. Diese Zahl ist möglicherweise aufgrund des Zuzuges von Flüchtlingen in 2015 und 2016 anders einzuordnen.
Im August wird der Quartierstreff fertig gestellt. Dann startet das Quartiersmanagement vor Ort, baut erste Kontakte auf und erhebt Bedarfe, um Maßnahmen zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ronnenberg Empelde
Beschreibung
Empelde ist der nördliche und größte Stadtteil von Ronnenberg und grenzt an den Südwesten von Hannover. Das Fördergebiet ist durch den Verlauf der S- Bahnstrecke abgegrenzt von der Stadt Ronnenberg und erstreckt sich im Norden bis zur Nenndorfer Str. sowie im Süden bis zum Sport- und Freizeitzentrum.
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Ronnenberg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg,
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronnenberg, Angaben zu Empelde nicht bekannt, nur Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rückmeldung des Bürgerbüros steht noch aus.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Quartierstreff bietet eine Plattform für Aktivitäten der Bewohner. Im Fokus stehen ihre Interessen und Belange. win e.V. arbeitet beteiligend, vernetzt Menschen und Institutionen und nutzt Potenziale und Stärken, die vor Ort zu finden sind. Alle Menschen werden eingebunden, unabhängig beispielsweise ihres Alters oder ihrer Herkunft. Zudem werden Problemlagen erhoben und benannt, um Lösungswege zu erarbeiten. Auch hier werden die Menschen einbezogen und als Experten für ihr Quartier wahrgenommen. Das QM bietet dafür Beratung, Steuerung sowie Projektmanagement an, fördert die Partizipation der Bewohnerinnen und das Bürgerschaftliche Engagement. Es werden niedrigschwellige Feste, Aktionen, Treffpunkte und Projekte geplant.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Standards sind erreicht, wenn BewohnerInnen an den Beteiligungsmethoden teilgenommen haben und daraus erste Maßnahmen entwickelt werden konnten (zum Beispiel Gründung von Arbeitsgruppen).
Kriterium
Beschreibung
win e.V. an bestehenden Netzwerken teilnehmen kann und zu eigenen Planungsrunden einlädt. Zudem werden erste gemeinsame Aktivitäten geplant und durchgeführt, zum Beispiel eine Zukunftswerkstatt.
Kriterium
Beschreibung
Kinder, ihre Eltern und andere Erwachsene sowie ältere Menschen den Quartierstreff kennenlernen und besuchen und an den ersten Aktionen teilnehmen und/oder mitarbeiten.
Beschreibung
Nachbarn und Akteure treffen sich im Quartierstreff, erste Gruppen sowie offene Treffpunkte sind entstanden, in denen sich die Menschen kennenlernen und vernetzen können. Zudem wurde ein Eröffnungfest gefeiert.
Vorhandene Strukturen
Eine hauptamtliche Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin leitet den Quartierstreff und baut ein Team von Ehrenamtlichen auf.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Johanneskirchengemeinde Empelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialpsychiatrische Beratungsstelle Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Behinderte und Senioren/ Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Region Hannover, Fachbereich Jugend, ADS
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Empelde/ Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Freie Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lüder für Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Prof. Stefan Müller-Teusler
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kommunale Intelligenz praktisch erprobt
Projektbeschreibung
Kommunale Intelligenz (Hüther 2013) ist ein Aufruf, aber auch ein Ansatz zur Potentialentfaltung in den Kommunen. Dieser Ansatz soll in dem Dorf Lüder herausgearbeitet und in ersten konkreten Maßnahmen modellhaft umgesetzt werden. Im Sinne des Ansatzes soll das mit den Einwohnern, der Gemeinde, den Vereinen und Verbänden und den Unternehmen vor Ort gemeinsam geschehen, um Lösungen für die Zukunft als Wohnort mit adäquater Versorgungsstruktur zu finden. Dabei spielen die Bereiche Daseinsvorsorge, Digitalisierung und Versorgungsstrukturen eine besondere Rolle. Im Kontext Daseinsvorsorge soll mit der Samtgemeinde und Gemeinde und Bürger_innen erarbeitet werden, was Daseinsvorsorge bedeutet und wie sie heute und für die nähere Zukunft realisiert werden kann. Im Bereich Digitalisierung soll die App "Digitale Dörfer 2.0" des Franhofer-Instituts für das Dorf Lüder entwickelt und modellhaft erprobt werden (Versorgung, Termine und Angebote sowie Informationen). Die Versorgungsstrukturen spielen für die Zukunft des ländlichen Bereiches eine große Rolle, weil die Erreichbarkeit von Lebensmitteln eine Grundvoraussetzung für den Verbleib im dörflichen Kontext ist. Hier soll geprüft werden, ob mittels einer Depotlösung eine Versorgung mit regionalen Angeboten (Bauern, lokale Märkte) gewährleistet werden kann, die wiederum mittels App gesteuert werden könnte. In dem Projekt geht es insgesamt um einen Zukunftsentwurf angesichts der bekannten, sich auch immer mehr abzeichnenden Strukturen (Überalterung, mangelhafter ÖPNV, zunehmende Immobilität der Büger_innen, fehlende Fachkräfte etc.). Exemplarisch und modellhaft soll in Lüder erprobt werden, was bereits heute realisierbar ist im Hinblick auf die nähere Zukunft (20-30 Jahre) und wie die Ansätze der Potentialentfaltung als Gemeinwesenressource zum Erhalt und Gestaltung des Lebensraumes genutzt werden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dorf Lüder (mit ca. 1000 Bewohnern) im Süden des Landkreises Uelzen ist typisch für den ländlichen Raum in Niedersachsen: Es ist geprägt von einer überalternden Bevölkerung, die lokale Grundschule ist geschlossenen worden und die meisten Arbeitsplätze sind meistens mit längeren Fahrzeiten verbunden (Richtung Uelzen, Gifhorn, Wolfsburg und andernorts). Die regionale Versorgung ist unzureichend, weil eine schlechte regionale Infrastruktur besteht (Einkauf, ÖPNV etc.) und für alle Personengruppen längere Wege notwendig sind, um Versorgungseinheiten zu erreichen (wie z.B. medizinische Versorgung). Im Kontext des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich Lüder bereits auf den Weg gemacht und als Dorfgemeinschaft gefunden, um als Lebensort in die Zukunft zu gehen. So gibt es ein Unternehmernetzwerk, die Vereine und Verbände koordinieren sich, es ist (in privater Trägerschaft) eine Grundschule entstanden und direkt nebenan hat dort eine Tagespflege für Senioren eröffnet, wo intergenerativ lebenslanges Lernen praktiziert werden soll. An diesen Prozess soll mit diesem Projekt angeknüpft und im Hinblick auf die Zukunft konstruktiv weitergeführt werden. Mittels des Ansatzes der Kommunalen Intelligenz (Hüther 2013) soll ein neue Ansatz von Gemeinwesenarbeit zugrunde gelegt werden, wonach Potenzialentfaltung ein Schlüsselwort der Zukunftsgestaltung ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Aue Lüder
Beschreibung
Lüder liegt im Süden des Landkreises Uelzen, begrenzt durch den Elbe-Seitenkanal. Um Lüder herum sind viele landwirtschaftlichen Flächen. Lüder grenzt an den Landkreis Gifhorn sowie an die Stadt Bad Bodenteich.
Einwohnerzahl
1290
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCder_(L%C3%BCneburger_Heide)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Noch deutlich stärker ist der Bevölkerungsrückgang in den einzelnen Einheits- und Samtgemeinden bei den Einwohnern unter 25 Jahren. Im Kreisdurchschnitt beträgt der Rückgang dieser Altersgruppe -35%, wobei die Einheits- und Samtgemeinden Einzelwerte zwischen -30% (Uelzen) und -48% (Samtgemeinde Aue) aufweisen. Quelle: Siedlungsentwicklung und Demografie im Landkreis Uelzen; Gutachten im Auftrag des Landkreises Uelzen von 2012 sowie Demografiegutachen Bertelsmann-Stiftung.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
53
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hinzu kommt eine überalternde Bevölkerung, die in vergleichsweise großen Immobilien alleine bleibt und diese nicht mehr erhalten bzw. bewirtschaften kann. Außerdem fehlt die Nähe zu Versorgungsstrukturen. Quelle: Siedlungsentwicklung und Demografie im Landkreis Uelzen; Gutachten im Auftrag des Landkreises Uelzen von 2012 sowie Demografiegutachen Bertelsmann-Stiftung.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lueder.pdf
(71.86 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Kommunalen Intelligenz geht es um die Entwicklung von (Selbsthilfe-) Potentialen, die bei den Bürger_innen vorhanden sind, aber bisher noch nicht umfassend genutzt werden. Damit bekommt Gemeinwesenarbeit noch einmal eine akzentuierte Bedeutung, indem Kommunale Intelligenz als Raster eingesetzt wird. Zum Aufbau von Versorgungsstrukturen verschiedenster Art für die Zukunft benötigt es (Vorlauf-und Entwicklungs-) Zeit, was angesichts des jetzt einsetzenden, sich noch verschärfenden demographischen Wandels ein guter Zeitpunkt ist. Das ist noch einmal besonders bestätigt durch die jüngste Studie des Berlin-Instituts zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland, wonach Uelzen auch in Niedersachsen zu den peripheren Regionen gehören wird. Außerdem soll an die konstruktiven Erkenntnisse aus dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" angeknüpft werden, die jetzt noch lebendig sind. Damit leistet Gemeinwesenarbeit in dieser Form einen Ansatz für die Zukunft einer Region und zwar so, dass zwar Impulse gegeben werden, aber die Ausgestaltung mit und durch die Bürger_innen erfolgt. Damit ist ein nachhaltiger, zukunftsweisender Weg für eine Kommune und deren Bewohner_innen unter Einbezug der Lokalpolitik ersichtlich und dann modellhaft erprobt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
An dem Grad der Beteilung wird die Partizipation gemessen.
Kriterium
Beschreibung
Kiterien Kommunaler Intelligenz entwickelt und mit konkreten Inhalten versehen sind.
Kriterium
Beschreibung
Anknüpfung an die Strukturen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft".
Kriterium
Beschreibung
Gemeinwesen wird belebt und ein gemeinsames Bild von Zukunft entworfen.
Beschreibung
App "Digitale Dörfer 2.0" ist modellhaft für Lüder entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Einbettung in den Kontext der Samtgemeinde (Daseinsvorsorge) sowie Netzwerkbildung. Berücksichtigung aller Altersgruppen und -bedarfe.
Kriterium
Beschreibung
Verabredungen der Bewohner_innen zu neuen Versorgungsstrukturen getroffen wurden bzw. Netzwerke dazu entstanden sind.
Beschreibung
Die Unternehmen vor Ort geprüft haben, ob sie neben ihren gewerblichen Tätigkeiten auch Dienste für das Gemeinwesen übernehmen können.
Beschreibung
Die verschiedenen Akteure (Unternehmen, lokale Politik und Verwaltung, Bürger_innen, Verbände und Vereine) sich zu einem Miteinander für ein starkes Lüder für Lüder verpflichten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Tagespflege LebensBild
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Bodenteich
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On