Innovationsquartier - Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Ulrich
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale und städtebauliche Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wird ein ehemaliges „Anstaltsgelände" zu einem Innenstadtquartier für alle entwickelt. Dabei werden soziale und bauliche Aspekte integriert bearbeitet. Gemeinwesenarbeit und Stadtplanung im Rahmen des Projektes sind direkt in das Stadtentwicklungsverfahren eingebunden. Das ist ein enorm komplexes Vorhaben, aber es bietet die einzigartige Chance mitten in Rotenburg ein inklusives Wohn-, Arbeits- und Lebensquartier zu entwickeln.
Leitend ist der Anspruch, möglichst alle zukünftigen Nutzungen inklusiv zu gestalten. Handelte es sich bei dem Gelände ehemals um eine Sonderwelt ("Stadt in der Stadt"), so sollen auch keine neuen „Sonderwelten“ auf dem Gelände entstehen. Gleichzeitig müssen geschützte Räume für alle mitgedacht werden. Als Teil des Sanierungsgebietes „Lebendige Zentren“ (amtl. Zusage im November 2022) wird die bisherige Zusammenarbeit mit der Kommune nun durch einen gemeinsamen städtebaulichen Wettbewerb intensiviert. Aufbauend auf den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses (Leitbild-Entwicklung) wurde ein Entwurf durch die RW erarbeitet, an die Stadt übergeben und fortan in einem Lenkungskreis (RW, Stadtverwaltung, Sanierungsträger, Rahmenplaner) abgestimmt. Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs dienen zukünftig der Akquise von Investoren und Fördermitteln für kommende Bauvorhaben sowie Umnutzungen des historischen, stadtbildprägenden Baubestands.
Dank der Förderung der letzten 3 Jahre wurden u.a. Aktionen auf der Quartierswiese verwirklicht, durch die etliche Menschen das Gelände zum ersten Mal besucht haben & die weiterhin organisiert werden sollen. Sie fördern essenziell das soziale Miteinander und den inklusiven Charakter des Quartiers. Dank dieser Begegnungen werden gegenseitige Vorbehalte abgebaut und fruchtbare inklusive Erfahrungen gemacht. Als Ziel sollen Menschen zukünftig stärker motiviert werden, nicht nur punktuelle Veranstaltungen "zu konsumieren", sondern ihren Interessen nach selbst aktiv zu werden. Wetterunabhängig bietet sich dafür das mittlerweile erste leergezogene Haus an (Alte Kapelle). Insbesondere „leise Gruppen“ müssen motivierend unterstützt werden, ihre Bedürfnisse zu formulieren und als Voraussetzung einer gestalterischen Teilhabe aller Bewohner*innen umzusetzen. Dafür dienen bereits vorhandene Strukturen (Bewohnervertretung, Freizeitbereich der RW, Veranstaltungen & Aktionen), um gezielt ins Gespräch zu kommen und geeignete Methoden der Befragung zu nutzen.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch stark mit der ehemaligen „Anstalt“ verknüpft. Auch baulich stellt es einen abgetrennten Bereich dar. Die nachhaltige Transformation des 5,5 h großen Geländes – die soziale & städtebauliche Integration in das umgebende Stadtgebiet – ist komplex und bedarf intensiver Begleitung. Dank kooperativer Veranstaltungen haben in den letzten Jahren hunderte Rotenburger zum ersten Mal das Gelände besucht (Vortragsreihe mit div. Wohnprojekten & Quartiersentwicklungen, Beteiligungsprozess zur Leitbild-Entwicklung, Kreativwettbewerb mit Schüler*innen, sozio-/kult. Veranstaltungen). Für den Erfolg einer inklusiven Quartiersentwicklung müssen etablierte Angebote fortgeführt werden, denn nur dank inklusiver Begegnungen können gemeinsame Erfahrungen gemacht und Vorbehalte abgebaut werden. Mit internationalen FSJ-lern werden in Kürze die ersten Personen ohne Behinderung auf dem Gelände wohnen. Alle Menschen sollen motiviert werden, sich das Gebiet „anzueignen“, um nicht ausschließlich punktuelle Veranstaltungen zu „konsumieren“. Damit sie aktiv & gestalterisch am sozialen Miteinander teilhaben, ist eine unterstützende Ansprechperson für alle, ob mit oder ohne Behinderung und allen kulturellen Hintergründen, nötig.
Das Gelände und seine Anbindung an die Innenstadt kann nur in engster Abstimmung mit der Kommune entwickelt werden, wobei die Verwaltungsprozesse zäh sind. Wir benötigen dafür unterstützende, städtebauliche Expertise (PlanZwei). Der Anspruch, alle zukünftigen Nutzungen (Wohnen & Freizeit) inklusiv zu gestalten, um neue „Sonderwelten“ zu verhindern, bedarf sozialer Begleitung, Verhandlungen mit der Stadt, Kostenträgern uvm.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rotenburg (Wümme) Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Rotenburger Innenstadt. 23.940 Einwohner (Stand 19.02.2024) Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus & Alte Kapelle) und dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble im Süden als Einheit betrachtet. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung. Das Agaplesion-Krankenhaus sowie die Stadtkirche sind fußläufig jeweils 3 Gehminuten entfernt.
Einwohnerzahl
168
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld "Wohnen" der Rotenburger Werke (z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderung im Quartier)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote (Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis unter 25 Jährige, Arbeitsmarktreport Bundesagentur für Arbeit, Februar 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt Stadt Rotenburg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
20210317_bestand_rotenburg_ls.pdf
(1.35 MB)
row_iq_lageplan_55000.pdf
(56.21 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine lebendige Nachbarschaft kann nicht auf dem Papier entworfen werden. Soziale und bauliche Prozesse werden für das Innovationsquartier miteinander betrachtet. Das ist komplex, bietet aber auch die Chance, ein inklusives Quartiers in der Innenstadt zu entwickeln. Menschen mit ihren Interessen stehen dabei im Zentrum. Sie werden unterstützt, um sich mit diesen im Quartier zu verwirklichen. Mit niedrigschwelligen Aktionen werden Anlässe zur Begegnung geschaffen, um ins Gespräch zu kommen. Dabei wird zielgruppenübergreifend gehandelt. Eine besondere Aufgabe ergibt sich damit, "leise Gruppen" gleichermaßen dazu zu befähigen, ihre Bedürfnisse zu formulieren. Gerade Menschen mit Behinderung, die schon lange in Einrichtungen leben, sollen Selbstwirksamkeit erleben. Dafür werden vorhandene Ressourcen der RW genutzt, aber auch das stadtweite Netzwerk kooperativ mit eingebunden. Die ständige Aufgabe ist, die einstigen Grenzen von "hier & dort, drinnen & draußen", nicht nur baulich, sondern auch als "Mauer in den Köpfen" abzubauen. In Workshops wird weiterhin auch die zukünftige Beschaffenheit des Quartiers aus Sicht der Bürger*innen erarbeitet (z.B. mithilfe des 3D-Modells und Legosteinen, Schuhkartons mit denen Häuser entworfen werden usw.). Zum einen, damit die Visionen mit Unterstützung formuliert und fassbar gemacht werden und zum anderen, um diese im weitergehenden Prozess an verschiedene Adressaten präsentieren und stark gemacht werden zu können (RW, Stadtverwaltung, Politik).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 4 Gruppen/Akteure haben sich gefunden und werden darin unterstützt, sich mit ihren Interessen im Quartier einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Eine Anlaufstelle im Quartier ist für die Belange aller erreichbar. Angebote werden niedrigschwellig und offen gestaltet.
Beschreibung
Die bisherigen Kooperationen werden weitergeführt und neue sind hinzugekommen.
Kriterium
Beschreibung
Der Rahmenplan ist abgeschlossen. Eine Anbindung an die Innenstadt (Wegebeziehungen etc.) ist geplant.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier ist in der Stadt als Ort bekannt, der nicht nur Wohnraum bietet, sondern an dem Angebote stattfinden, die sich an die ganze Stadtgesellschaft richten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Torsten Oestmann, Bauamt (Leitung: Roman Lauchart), insbesondere Bereich für Stadtplanung und Grün (Leitung: Oliver Klein), Sanierungsträger der Kommune (BIG Städtebau GmbH, vertreten durch Brigitte Vorwerk)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionsvertreter*innen (seit 2022 findet ein gemeinsamer Arbeitskreis "Politik & Quartiersentwicklung statt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Kirchenkreis Rotenburg, Stadtkirchengemeinde Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Kunst und Kultur (initiiert durch die Kommune für alle Kulturschaffende der Stadt); Kulturinitiative Rotenburg, Uwe Goldschmidt; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald; Theater Metronom, Karin Schröder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Künste im Sozialen, Hans-Joachim Reich; Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Voßwinkel; Touristenführungen, Dorothee Klüver; diverse Künster*innen, z.B. Marie-Lena Rapprich, Thorsten Finner; QuintasticBrass, Marion Bode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsgymnasium Rotenburg, OStD Iris Rehder, IGS Rotenburg, Sabine Neugebauer, Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke, Ruth Scharringhausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IG-City Marketing Rotenburg, Cornelia Gewiehs; Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan; Stück vom Glück (Unverpackt Laden Rotenburg), Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WBG Rotenburg, Michael Otten; Sparkassen Immobilien GmbH, Stefan Ratajczak; Bauwesen der Rotenburger Wesen, Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner Funck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Presse Stadt Rotenburg, Ann-Christin-Beims; Touristen-Information, Benjamin Roolfs; Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger//Tom Gath; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohn:Sinn e.V., Lars Gerhardt, Tobias Polsfuß; Forum gemeinschaftliches Wohnen e.V., Andrea Beerli, Just-Jazz e.V. Rotenburg, Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Indirekt finanziert die Kommune vorerst bauliche Aspekte (z.B. künftige Wegebeziehungen zur Innenstadt) anteilig durch das Förderprogramm "Lebendige Zentren". Auch die Finanzierung des städtebaulichen Wettbewerbs durch diese Mittel steht im Raum. Geplant wird eine langfristig eingesetzte Gemeinwesenarbeit-Stelle z.B. mithilfe von Umlagen (zukünftige Mieteinnahmen, Veräußerungen), Anteile der Kommune und weiterer, geeigneter Fördermittel sowie die Einrichtung eines Stadtteilbüros.
11. Medien
Galerie
Videos
lichterklaenge_2021.jpg
(1.67 MB)
zeitplan_2024_-_2027.jpg
(92.29 KB)
Aufsteller
hochhaus.jpg
(1.17 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Quartier:PLUS
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Starmann
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Strategien für eine gemeinwesenorientierte Quartiersentwicklung am Schwarzen Berg
Projektbeschreibung
Gemeinsam für den Schwarzer Berg.
Die Idee zu "Quartier:PLUS" ist im Rahmen einer Masterarbeit im Bereich Architektur mit dem Schwerpunkt gemeinwohlorientierte Quartiersentwicklung an der TU Braunschweig entstanden. Die Grundidee des Projektes ist es, durch niedrigschwellige zielgruppenbezogene Maßnahmen und Angebote langfristig das Wohlbefinden der Bewohner*innen positiv zu beeinflussen und ihre Identifikation mit dem Stadtteil zu steigern. Das Quartier kämpft schon seit mehreren Jahren mit Problemen wie beispielsweise Leerständen im Bereich der Gewerbeimmobilien und einer fragwürdigen Vermietungspolitik der große Teile der Mietwohnungen im Quartier haltenden bundesweit operierenden Wohnungsgesellschaft. Diese Ausgangslage befördert bereits seit vielen Jahren die soziale Segregation im Quartier in einen "wohlhabenden" Teil des Quartiers mit Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen auf der einen Seite und einem durch einen hohen Anteil an Bewohner*innen in prekären Lebenslagen in großwohnsiedlungsähnlichen Wohnungsbeständen im anderen Teil des Quartiers.
Auf Basis dieser Ausgangslage entstand die Idee, das Quartier langfristiger zu entwickeln und im Zusammenschluss mit dem Bürgerverein Schwarzer Berg und Bürger*innen vor Ort ein Quartier:HAUS als zentrale Anlaufstelle für eine gemeinwohlorientierte Quartiersentwicklung, in der Bürger*innen mitbestimmen und mitgestalten können, entstehen zu lassen. Im Rahmen von niedrigschwelliger Quartiersarbeit sollen die Bürger*innen befähigt werden, Eigenengagement zu entwickeln und lernen, Verantwortung für ihre Umgebung zu übernehmen.
Gemeinsam mit den Bürger*innen sollen einfache und kreative Ideen entwickelt werden, um das Quartier lebendiger und attraktiver zu gestalten. Zentrale Ziele sind die Stärkung der Nachbarschaften, die Identifikation und Stärkung vorhandener Potenziale im Quartier. Durch partizipative Projekte sollen Bürger*innen lernen miteinander zu kommunizieren und zu interagieren um so eine Quartier: IDENTITÄT entstehen zu lassen.
Das aktuell vorhandene Team setzt sich aus unterschiedlichsten ehrenamtlichen Akteur*innen aus Braunschweig zusammen. Diese bauen Netzwerke auf, sammeln Spendengelder und planen erste Projekte im Quartier.
Alle Aktiven sind voller Energie und Tatendrang gemeinsam das Quartier Schwarzer Berg zu gestalten, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und viele nachhaltige, positive Projekte zu realisieren!
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Schwarze Berg im Norden Braunschweigs, ist ein durch unterschiedlichste Bautypologien geprägtes Quartier von Einfamilienhäusern mit Blick auf den See bis hin zu Wohnblocks an den Bahnschienen am Rand des Quartiers. Es herrscht aufgrund der starken situativen Trennung der Wohntypologien auch eine generelle soziale Trennung im Gebiet. Ein gemeinschaftlicher Sinn sich für das Quartier einzusetzen fehlt, was sich unter anderem an verwahrlosten Grünräumen, zu wenigen Angeboten für junge Erwachsene und einem generellen Müllproblem widerspiegelt. Die Einwohner bleiben eher unter sich in ihren sozialen Gruppen und ihre ganz individuellen Persönlichkeiten und Fähigkeiten bleiben für das Quartier ungenutzt. Geprägt von Vorurteilen ist es schwer den Dialog im Quartier zu fördern und unvoreingenommen Projekte zu entwickeln. Um all dem entgegenzuwirken, soll ein Quartier:HAUS im Einkaufszentrum die Menschen miteinander in Kontakt bringen und als Ort des Dialoges dienen. Ein weiterer Effekt des Quartier:HAUS soll die Belebung des Einkaufszentrums sein, das derzeit von mehreren Leerständen geprägt wird und in Zukunft mit weiteren Schließungen zu kämpfen haben wird. Das Einkaufszentrum ist derzeit in einem schlechten baulichen Zustand, was die Abwanderung von kleinen Unternehmen weiter beschleunigt. Auch Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sind in den letzten Jahren ausgezogen oder wurden aus Altersgründen geschlossen, aktuell die Arztpraxis. Die Nahversorgung ist daher nicht mehr vollumfänglich gewährleistet. Es gilt das Potenzial des zentral gelegenen Einkaufszentrums als Ort der Begegnung neu zu entdecken und durch kleinere, auch bauliche Eingriffe zu aktivieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Schwarzer Berg
Beschreibung
Der Schwarzer Berg wird im Norden von den Bahnschienen von der Hafenbahnstrecke und VW Financial Services, sowie einer Kleingartensiedlung, im Osten von der Gifhorner Straße/Hamburger Straße, im Süden vom Naherholungsgebiet Ölper See und im Westen von der Okeraue begrenzt. Der Schwarze Berg ist ein durch eine zentrale Ringstraße erschlossenes und dadurch in sich geschlossenes Quartier, das keine klassische Durchfahrt ermöglicht, sondern das gezielt angesteuert werden muss.
Einwohnerzahl
4666
Quelle / Anmerkungen
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/ez_statistische_bezirke.php
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_schwarzer_berg_2.jpg
(269.6 KB)
schwarzer-berg-karte_namenstrassen.jpg
(287.92 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt Quartier:PLUS sind Beteiligung, Aktvierung, Vernetzung und eine gelingende Kommunikation die zentralen Instrumente um die Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Nach einer intensiven Phase der Bedarfermittlung gemeinsam mit den Bewohner*innen des Quartiers sollen passgenaue neue Angebote für die Menschen im Quartier geschaffen werden. Zielsetzung ist die Unterstützung der Menschen, aber auch die Aktivierung und die Stärkung der Eigeninitiative. Bewohner*innen sollen motiviert werden Verantwortung für ihr Quartier zu übernehmen. Durch diverse Quartier:EVENTS und niederschwellige Angebote lernen Bürger*innen sich kennen, soziale Barrieren im Quartier werden dadurch schrittweise abgebaut. Der Dialog untereinander wird gefördert, vor allem Menschen mit Migrationshintergrund oder im Transferleistungsbezug sollen verstärkt in die Aktivitäten im Quartier integriert werden. Dadurch erleben diese eine neue Form von Akzeptanz und im Idealfall auch Selbstwirksamkeit so dass sich das Zusammenleben im Quartier auf Dauer positiv gestaltet. Mittels neuer Kommunikationsmedien sind die Bewohner*innen des Quartiers miteinander vernetzt und tauschen sich untereinander aus. Die Leerstände im Quartier gilt es gemeinsam mit Leben zu füllen und mit unterschiedlichen Akteuren neue Nutzungskonzepte zu entwickeln. Die Bewohner*innen profitieren von einem funktionierenden Nahversorgungssystem und einer substanziellen Verbesserung ihres Lebensumfeldes.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommunizieren und interagieren miteinander. Bewohner*innen werden aktiv und fangen an ein Selbstbewusstsein für ihr Umfeld und Mitmenschen zu entwickeln.
Beschreibung
Netzwerkpartner*innen kümmern sich um das Quartier und um das Wohlbefinden der Bürger*innen. Soziokuturelle Veranstalltungen werden von den Netzwerkpartner*innen gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen kennen sich am besten in ihrem Quartier aus und wissen was sie brauchen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Forum e.V., schrill e.V., Haus der Kulturen e.V., Kinder- und Jugendschachverein Rochade e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt (AWO), Aktivspielplatz Schwarzer Berg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte der Christuskirche, Grundschule Schwarzer Berg, Technische Universität Braunschweig, Institut für Geschichte und Theorien der Architektur und Stadt, Hochschule für bildende Künste Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung, Internetseite des Stadtteils, Social Media (Instagram)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Einzelhändler im Einkaufszentrum Schwarzer Berg, VW Financial Services
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt Braunschweig ist gerade dabei, ein Konzept für "Nachbarschaftszentren in Braunschweig" zu erstellen und dabei auch zu ermitteln, welche finanzielle Unterstützung aus dem Haushalt der Stadt Braunschweig notwendig ist, um Nachbarschaftszentren (wie z.B. das Quartier:Haus) in Braunschweig betreiben zu können. Insofern ist davon auszugehen, dass die langfristige Finanzierung des Quartier:Hauses über den Haushalt der Stadt Braunschweig sichergestellt werden kann.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_5140_aufsteller.jpg
(81.82 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: SQuaT - Solidarisches Quartier stärkt Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marco Frank
| Organisation | Refugium e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsleitung |
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Nachbarschaftszentrum
Projektbeschreibung
Wir schreiben des Jahr 1986. Aus einer Nachbarschaftsinitiative gründet sich der – noch heute unabhängige - Verein REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V. um Geflüchteten aus Sri Lanka die Integration in Braunschweig zu ermöglichen. Über die Jahre professionalisiert sich der Verein und bezieht 1999 sein Quartier in der Braunschweiger Innenstadt. Hier erfolgte Investitionen beschränkten sich auf Konsum und Tourismus, und nicht auf die dort lebenden Menschen. Der hohe Zuzug von Geflüchteten ab 2015 verändert erneut das Stadtbild und die Arbeit des Vereins. Es wird bunter, aber auch die sozialen Konflikte häufen sich. Die Beratung wird ausgebaut, um den Migrant:innen ein Ankommen zu ermöglichen. Doch mittlerweile wird klar, dass Einzelfallberatung allein nicht ausreicht. Integration und friedvolles Zusammenleben kann nur im Gemeinwesen erfolgen.
2020 – die Pandemie hinterlässt ihre Spuren. Sie bremst Integrationsprozesse und verstärkt Isolierung. Corona wirkt als Katalysator bei der Verschärfung der gesellschaftlichen Polarisierung, zudem verändert sich das Bild der Innenstadt (Ladenschließungen).
Unser Projekt SQuaT möchte dem etwas entgegensetzen, um zumindest im eigenen Quartier Solidarität und soziale Teilhabe zu ermöglichen und den Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, sowie gegen Rassismus und Ausgrenzung zu stärken. Drei Bausteine hat das Projekt:
1. Beratungs-Café: Wir bieten eine offene und niedrigschwellige Beratung für alle Bewohner:innen. Ziel ist die Entlastung der Betroffenen, um Kapazität und Lust für gemeinschaftliche Aktionen zu generieren.
2. Community-Lab: Ein Raum, der von Anwohner:innen gestaltet (z.B. Werkbank, Nähmaschinen,…) und mit eigenen Ideen besetzt (engl. „squat“) wird. Wir geben ihnen einen Ort, sich selbst zu organisieren, sich auszuprobieren, um eigene Angebote zu entwickeln. Unsere Aufgabe ist die Begleitung, Ermöglichung und kritische Reflexion, um Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen.
Für diese beiden Aspekte können wir bereits vorhandene Räumlichkeiten im Hinterhof des Refugiums nutzen.
3. Stadtteil-Projekte: Wir holen die Menschen da ab, wo sie wohnen. Nach gemeinschaftlicher Bedarfsanalyse (z.B. Zukunftswerkstatt) entwickeln wir Projekte im Stadtteil (z.B. Urban Gardening im Hinterhof, Fotoaktionen…), um das Quartier gemeinsam wohnlich zu gestalteten und auf Probleme gemeinschaftlich zu reagieren. Dadurch wird die Nachbarschaft gestärkt, Konflikte abgebaut und die Lebensqualität verbessert.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Kern der Braunschweiger Innenstadt ist von starken Kontrasten geprägt. Der Glanz der Schlossarkaden und Edelboutiquen bricht sich am vergrauten Matt einfacher Wohnblöcke. Die Strahlkraft der touristischen Attraktionen verblasst in vernachlässigten Hinterhöfen und in Nebenstraßen gedrängte Kleinstgewerbe. Die baulichen Gegensätze spiegeln sich im Sozialen wider. Bereits jetzt ist sichtbar, dass diese Gegensätze durch die Pandemie verstärkt werden.
So erhält ein überdurchschnittlicher Anteil der Menschen in der Innenstadt Transferleistungen. Die damit verbundenen eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten betreffen überdurchschnittlich Menschen mit Migrationshintergrund (35% im Stadtteil), von denen über die Hälfte keine dt. Staatsangehörigkeit besitzt. Zudem sind 2/3 der Haushalte in der Innenstadt Singlehaushalte.
Diese Situation verdichtet bestehende Problemlagen. Die Vereinsamung und schlechte Lebenssituation führt zu der Personalisierung von strukturellen Problemen (Vermüllung, Alkoholismus im öffentlichen Raum, Obdachlosigkeit), die sich in gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit äußert. Verstärkt wird dies durch das Fehlen von Räumen und Angeboten zur Gemeinschaftsbildung. Problematisch ist zudem, dass die Menschen, die in der Innenstadt wohnen, nur eingeschränkt an den dortigen Kulturangeboten partizipieren können, dafür aber durch die hier generierten Probleme (Müll, Lärm) besonders betroffen sind.
SQuaT setzt genau hier an. Die unmittelbare Lebenswelt aufgreifend, aktivieren wir die Menschen, sich ihre Nachbarschaft gemeinsam und solidarisch anzunehmen. Wir bündeln bestehende Ressourcen um Konflikte abzubauen und die Wohnqualität vor Ort zu verbessern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Innenstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Kern des Braunschweiger Bezirks Innenstadt. Ausgeklammert wurde insbesondere das Magni-Viertel (Fachwerkhausviertel), sowie die Wohnungen in gehobenen Preislagen rund um die Oker. Der Fokus liegt auf den sozial benachteiligten Wohnlagen.
Einwohnerzahl
6500
Quelle / Anmerkungen
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/BS_Statistik_Jahrbuch_2020_Endfassung_20201217.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Da das Projektgebiet nicht die komplette Innenstadt umfasst, sondern nur den Kern sind die Werte geschätzt.
Quelle 1:https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/jahrbuch/jahrbuch/02_51.pdf
Quelle 2: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2021-06_Staatsangehoerigkeiten_2020.pdf
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2021-07_MigraPro_2020.pdf (S.7)
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt auf Grundlage älterer Daten
Quelle: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0500/Sozialatlas_2016.pdf (S.16)
Zitat: "Die Anteile von Personen mit SGB II-Bezug und von registrierten Arbeitslosen liegen um ein Viertel über den stadtweiten Durchschnittswerten"
Es ist davon auszugehen (Schätzung), dass die insbesondere im letzten Jahr vermehr Menschen SGB II - Leistungen beantragen mussten
Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03101-Braunschweig-Stadt.html
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_projektgebiet_mit_refugium.png
(2.74 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bei unserem Projekt stehen die Bewohner:innen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Zentrum. Um mehr über ihre Wünsche und Bedarfe in Erfahrung zu bringen, ist eine vertrauensvolle Beziehung von entscheidender Bedeutung. Nur wenn diese entwickelt ist, öffnen sich Menschen, lassen sich auf neue Erfahrungen ein, sind bereit neue Dinge auszuprobieren und beteiligen sich an der gemeinschaftlichen Gestaltung. Darum bildet die Beziehungsarbeit die Basis des Projekts. Das bedeutet aber nicht, dass wir mit dem Projekt unbedacht alle Wünsche und Anliegen unterstützen und umsetzen. Stattdessen greifen wir auf die - aus der Migrationsberatung bewährte - Haltung der reflektierten Parteilichkeit und professionellen Nähe zurück, die an den Prinzipien der Sozialen Arbeit (soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, gemeinschaftliche Verantwortung und Anerkennung der Verschiedenheit) geeicht sind.
Wichtiger Ansatzpunkt dafür ist der Dialog auf Augenhöhe, der darauf ausgelegt ist, die Menschen nicht paternalistisch zu belehren. Stattedessen möchten wir durch die Herausarbeitung gemeinsamer Interessen darauf hinarbeiten, die Bewohner:innen zu ermächtigen, bestehende Dominanz- und Ausgrenzungsverhältnisse zu hinterfragen und gemeinsam zu transformieren. Diese Arbeit benötigt komplementär die Einbeziehung der politischen, strukturellen und institutionellen Situation im Stadtteil, um vorhandene Ressourcen zu nutzen und Veränderungpotentiale zu eruieren und zu verwirklichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen an dem Projekt und Aktionen teilhaben wollen und sich einbringen; eine vertrauensvolle Beziehung zum Projekt besteht, es zahlreiche Rückmeldungen zu Bedarfen, Ideen und Wünschen für den Stadtteil gibt
Kriterium
Beschreibung
das Community Lab durch Gemeinschaftsangebote der Bewohner:innen besetzt wird und diese längerfristig stattfinden; Eigeninitiativ Angebote entstehen ("ich hab da eine Idee, kann ich das bei euch machen")
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen, andere Institutionen, Vereine und Organisationen aus dem Stadtteil die Entwicklung des Projektes unter Einbringung eigener Ressourcen vorantreiben
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerkschaftshaus; Stadtbibliothek; VHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freifunk Braunschweig; Obdachlosen-Café; Schuldnerberatung; Verbraucherzentrale
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschüsse (Ausschuss für Intgration; Sozialausschuss)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DenkRaum (Kreativer Co-Working Space mit Platz für größere Angebote)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Innovationsgesellschaft Technische Universität Braunschweig mbH (iTUBS); Braunschweig Zukunft GmbH Wirtschaftsförderung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Neben dem Integrativen Stadtentwicklungskonzept (ISEK), gibt es in Braunschweig einen Ratsbeschluss (aus 2018) in dem der Ausbau der Nachbarschaftszentren beschlossen wurde. Dies wurde bisher kaum umgesetzt. Bei erfolgreichem Verlauf des Projektes werden wir die Stadt um eine Übernahme der Anschlussfinanzierung bitten. Bereits geführte Gespräche haben gezeigt, dass die Stadt das Angebot als sinnvoll erachtet und ihm positiv gegenüber steht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: KLEIne Stube - Stadtteilbegegnung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Totz
| Funktion | Leitung Familienzentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Alt trifft neu - Nachbarschaftliche Kommunikation für das Gelingen eines selbstorganisierten Zusammenlebens in Balance
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektes ist die Realisierung des friedlichen Zusammenlebens im Stadtteil „Auf dem Klei“ unter dem Integrationsaspekt. Durch Streetwork und dem aufgrund von Corona an 14 Standorten installierten Projekt „Offenes Fenster“ erfahren wir in vielen Gesprächen von Bewohnern, dass mit der Arbeit im Familienzentrum nicht alle Bedarfe bedient werden können. Deutlich wurde, dass auch die alten Menschen und die vor vielen Jahren Zugezogenen, Menschen unterschiedlicher Herkunft oder mit persönlichen Schicksalen einen leicht zugänglichen Anlaufpunkt im Stadtteil benötigen. Die Aufgabe besteht darin, alte Traditionen, Werte und Strukturen zu sichern und sie in das Leben neu zu integrieren. Die Balance zwischen „Altem“ und „Neuem“, die nicht mehr stimmt, ist neu zu gestalten. In Begleitung eines Kümmerers wird für die o.g. Vielfalt die KLEIne Stube geschaffen. Ein an das Familienzentrum angrenzender Raum steht zur Renovierung und Nutzung frei. Engagierte Bewohner haben ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert. In der ersten Projektphase werden Wege für die Erreichbarkeit, aktive Beteiligung und Mitsprache der Bewohner etabliert. Ein Kümmerer erreicht sie vor allem in Streetwork und kümmert sich um Organisation, Planung, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sowie Aktivierung der Selbstorganisation der Freiwilligen. Durch Gespräche, Arbeitseinsätze, offene Treffen, Zukunftswerkstatt und gemeinsame Feste wird der Umbau und die Inbetriebnahme der KLEInen Stube ermöglicht. In den Folgejahren werden stadteilspezifische Angebote generations- und kulturübergreifend in der KLEInen Stube (von bestehenden Gruppen und selbstorganisierte offene Angebote) installiert und ausgebaut. Durch Kooperation mit dem Familienzentrum (Aktionen und Austausch) und bestehenden Netzwerken können geeignete Unterstützungsangebote vermittelt werden. Es besteht die Chance, dem Stadtteil „Auf dem Klei“ gegenüber Vorurteile abzubauen. Die Bewohner, die Interesse bekunden, sich an der Gemeinwesenarbeit aktiv zu beteiligen, werden befähigt, als Multiplikatoren aufzutreten (durch Gespräche, Begleitung und Schulung). Das Projekt beginnt mit der Sicherstellung von Erreichbarkeit der Bewohner und Akquise für die KLEIne Stube. Anschließend werden Angebote installiert (z.B. Werken, Singen, Frühstücken, Klönen) sowie das Ehrenamt gefördert unter Nutzung vorhandener Potentiale. Daran schließt sich die Unterstützung zur Selbstorganisation durch ein kollegiales Setting an.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bewohnerstruktur im Stadtteil „Auf dem Klei“ hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Einst als gutbürgerliches modernes Wohnquartier gedacht, leben dort jetzt Menschen aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen. Im Stadtteil gab es ein kleines Zentrum, bestehend aus einem Supermarkt, Kiosk und Kneipe. Nach und nach kam der Leerstand. 1989 wurde der „Kindertreff auf dem Klei“ eingerichtet und 2014 in ein Familienzentrum umgewandelt. Durch viele generationsübergreifende Gespräche im Stadtteil (Streetwork, „Offenes Fenster“) wird deutlich, dass die Menschen einen Ort vermissen, an dem sie sich begegnen, klönen, aktiv sein können und gesehen werden. Wir besuchen Spielplätze, gesellen uns auf Sitzbänken, die im Stadtteil aufgestellt sind, dazu, sammeln für eine Ausstellung über den Klei Fotos und Geschichten, richten einen Tauschladen für Kinder ein. Bei diesen Aktionen erreichen wir die Bewohner. Es wird über Ausgrenzungen, Gruppenbildungen, Anfeindungen, Diskriminierungen und Rückzug aus dem öffentlichen Leben berichtet, die wahrnehmbare Phänomene zeigen wie z.B. hohe Konzentration und Akzeptanz eines HARTZ IV-Milieus, schwaches Bildungsniveau, Süchte (Alkohol, Rauchen, Pharmazeutika), Ängste (Schwellenängste, Depressionen, Zukunftssorgen), Vereinsamung (insbes. Senioren).
Es lässt sich ein Bedarf nach friedlichem Zusammenleben ableiten. Dafür fehlen niederschwellige offene Angebote vor Ort. In dem zur Verfügung stehenden Raum (ehem. Kiosk) sind Möbel aus dem Kindertreff eingelagert, die für die damaligen Besucher Wiedererkennungswert haben. Es besteht die Bereitschaft seitens der Bewohner, den Ausbau des Raumes aktiv zu unterstützen und mit Leben zu füllen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sarstedt "Auf dem Klei"
Beschreibung
Der Ende der 1960er erbaute Stadtteil "Auf dem Klei" ist die einzige Siedlung in Sarstedt, die kompakt mit hohen Häusern bebaut ist. Direkt an die Stadtmitte angrenzend, stellt sie doch aufgrund ihres Zuschnitts und der engen Bebauung einen Stadtteil für sich dar, der von den Bewohnern anderer Quartiere nicht besucht wird und deren Bewohner auch oftmals unter sich bleiben. Durch den Wandel der Bewohnerstruktur von "gut bürgerlich" zu einer Mischung von Bewohnern aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen sowie den Abzug der englischen Truppen, die dort einige Wohnblöcke bewohnt haben, hat dieser Stadtteil eine hohe Belastung in Krisenzeiten erlebt. Dies äußerte sich insbesondere durch eine hohe Kriminalitätsrate in den 80er Jahren, verbunden mit hohem Wohnungsleerstand und einem schlechten Ruf. Auch Arbeitslosigkeit ist ein Thema.
Einwohnerzahl
1541
Quelle / Anmerkungen
Statistik Einwohnermeldeamt Stadt Sarstedt vom 27.04.2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung durch das Jobcenter Hildesheim sowie auf das Projektgebiet bezogene Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung aufgrund von Gesprächen im Stadtteil
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung durch das Jobcenter zzgl. Schätzung, da der LK Hildesheim die Transferleistungen nicht auswerten kann
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kleine_stube_-_stadtteilbegegnung_1.pdf
(2.13 MB)
kleine_stube_-_stadtteilbegegnung_2.pdf
(80.87 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist Gemeinwesenarbeit, da die Bewohner im Mittelpunkt stehen. Mit der Bereitstellung der KLEInen Stube, die auf Grundlage einer Bedarfsermittlung entsteht, erhalten die Bewohner eine lokale Anlaufstelle, die weder themenspezifisch noch auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet ist. Ziel ist es dabei, dass durch das Schaffen von verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangeboten die Qualität der Beziehungen unter den Alteingesessenen und den Neuzugezogenen, den Migranten und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen verbessert wird. Unter der Begleitung eines "Kümmerers" können wohnortnah soziale und individuelle Angelegenheiten zeitnah aufgenommen und durch Verbesserung der Handlungsfähigkeit des einzelnen bearbeitet werden. Mit der KLEInen Stube entstehen folglich neue Möglichkeiten zur besseren Kommunikation wie auch zur Mitgestaltung und Selbstorganisation des Zusammenlebens im Stadtteil. Da sich das Familienzentrum und die KLEIne Stube in einem Haus befinden, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und die Ausweitung von Kooperationen, wobei der Aspekt der Ressourcenorientiertheit starke Berücksichtigung findet. Schließlich eröffnen Begegnung und Kommunikation, Selbsthilfe und Vernetzung gute Perspektiven für die ortsnahe niederschwellige Bildungsarbeit und die Verbesserung der sozialen und individuellen Chancen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner fühlen sich angesprochen und beteiligen sich aktiv am Projekt.
Kriterium
Beschreibung
... und notwendig. Der Betrieb der KLEInen Stube ist langfristig durch Freiwillige und Ehrenamt gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Individuelle Stärken, Talente und Ressourcen werden erkannt, gefördert, gebündelt und in Angeboten bereitgestellt.
Kriterium
Beschreibung
Personen mit unterschiedlichen Lebensläufen aus dem Stadtteil besuchen die KLEIne Stube bzw. beteiligen sich aktiv.
Beschreibung
Treffen finden statt. Gemeinsame Vorhaben sind geplant. Unterstützung und Ergänzung ist über den Stadtteil hinaus vorhanden.
Kriterium
Beschreibung
Kommunikation findet statt. Akzeptanz, Wertschätzung, Solidarität, gegenseitige Hilfe und Unterstützung wird gelebt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt als Träger, hier insbesondere der Fachbereich Soziales, Integrationsbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtmanagerin, Bauamt und Bauhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SPONTAN Nachbarschaftshilfe & Freiwilligenagentur (Träger: Diakonisches Werk Hildesheim)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreiswohnbau Hildesheim GmbH als Vermieter im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
neue Kita in unmittelbarer Nachbarschaft in Trägerschaft der Stadt Sarstedt (Fertigstellung Anfang 2022)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Griffbereit" (zurzeit in Trägerschaft der Lebenshilfe Hildesheim e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Suchtberatung der Ökumenischen Suchthilfe Hildesheim/Sarstedt e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Asyl Sarstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ALLWO, VOW und Hausverwaltung Kiepke als Hausverwalter für einige der großen Wohnblöcke im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gremienarbeit im Ausschuss für Jugend und Soziales der Stadt Sarstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitarbeit im Präventionsrat der Stadt Sarstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch Ausbau des Ehrenamtes u. Qualifikation kann die KLEIne Stube nach u. nach in die Hände der Akteure übergeben u. die Position des Kümmerers reduziert erhalten werden (Finanzierung durch Stadt als Träger gesichert). Durch die Anbindung der KLEInen Stube an das Familienzentrum werden Ressourcen gebündelt. Die Nähe zu SPONTAN schafft weitere Möglichkeiten der Kooperation u. Ausweitung der Ehrenamtlichkeit auf andere Gebiete. Das Netzwerk wird auf neue Kita nebenan erweitert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: He Nördernee – gemeinsam für die Insel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Ulrichs
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Hallo Norderney - Nachbarschaft, Willkommenskultur und Miteinander - für mehr Lebensqualität
Projektbeschreibung
Im Jahr 2019 hat die ostfriesische Insel Norderney 222 Jahre Seebad gefeiert und es ist typisch für die Norderneyer, dass sie 222 Jahre und nicht etwa 225 Jahre gefeiert haben. Die Insel lebt zu fast 100 % vom Tourismus und war insbes. in den letzten zwei Jahrzehnten als Destination sehr erfolgreich. Das zeigen die 3,8 Mio. Übernachtungen, über 590 Tausend Gäste und das bei rund 6.500 Einwohnern. Das Marketing, das mit dem Slogan "Meine Insel" wirbt, ist so erfolgreich, dass es quasi keine Saison mehr gibt. In den Wintermonaten sind mit etwa einem Drittel der Sommerkapazitäten Gäste und Übernachtungen zu verzeichnen. Dieser Erfolg hat aber auch seine Schattenseiten. Das soziale Miteinander der Inselgemeinschaft hat durch die touristische Auslastung auch gelitten. So gibt es z. B. aufgrund der fast ganzjährigen Saison keine Winterruhe mehr, Freiräume für die Insulaner sind kaum noch vorhanden, Wohnraum zu teuer. Zunehmend wurden die kritischen Stimmen der Einwohner lauter, Politik und Verwaltung mussten etwas tun. 2019/2020 wurde ein Lebensraumkonzept gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet, das die derzeitige Lage und Probleme aufzeigt, aber auch das Potential, was die Inselgemeinschaft tun kann, um die Lebensqualität auf der Insel zu verbessern. Die Norderneyer haben 6 prioritäre Projekte entwickelt. Eines davon ist, dass die Umsetzung der Ziele nur mit den Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden kann und diese dabei unterstützt werden müssen. Deshalb soll eine Stelle eingerichtet werden, die sowohl Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Verwaltung sowie zur Politik bildet, um den Erfolg aller Maßnahmen, aber eben auch die Bürgerbeteiligung an sich auf der Insel zu verstetigen. Ein Austausch mit dem Projekt "Leben im Meer" der Inseln Juist, Spiekeroog und Wangerooge sowie dem Dachprojekt hat aufgezeigt, dass die Gemeinwesenarbeit die richtige Methode ist, um genau diese Ziele zu erreichen. Zukünftig soll eine Vernetzung zu diesem Projekt den eigenen Prozess unterstützen. Die Implementierung der Gemeinwesenarbeit über den Förderzeitraum hinaus wird angestrebt. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auf der Insel nahezu zum vollständigen Erliegen gebracht und natürlich auch Existenzängste erzeugt. Es ist aber auch deutlich geworden: Die Inselbevölkerung kann ihre Potentiale beleben. Man hilft sich wieder gegenseitig, wie früher, als man in Extremwetterlagen auf sich allein gestellt war. Das gibt positiven Schub und Kraft für die GWA auf der Insel.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Norderney verzeichnete 2019 rund 3,8 Mio. Übernachtungen und knapp 600.000 Gästeankünfte. Tourismus ist der Hauptwirtschaftsfaktor und damit Lebensgrundlage für die Inselbevölkerung (Beschäftigungsanteil im 3. Sektor: 90 %). Bisher ging es immer um mehr Gäste, mehr Angebote für Gäste, Auslastung auch außerhalb der Hauptsaison. Doch die Insel hat ihre Belastungsgrenze erreicht. Immer mehr Insulaner stellen sich die Frage, wie viel Tourismus die Inselgemeinschaft noch verträgt. Für die Insulaner gibt es kaum noch Orte und (Ruhe-)Zeiten, an denen sie unter sich sein können, sowie zu wenig Freizeit- und Kulturangebote für Kinder, Jugendliche und speziell erwachsene Insulaner. Alles ist auf den Gast ausgerichtet. Norderney ist mittlerweile so beliebt, aber auch so teuer wie Sylt. Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch. Die Immobilienpreise steigen immens, insgesamt ist zu wenig bezahlbarer Wohnraum vorhanden oder dieser entspricht nicht den Bedürfnissen z. B. von Familien und Senioren. Nachbarschaften fallen durch den Verkauf von Häusern an Zweitwohnungsbesitzer weg, das Vereinsleben bröckelt. Ehrenamtliches und privates Engagement nimmt ab. Ausländische Mitbürger und die zahlreichen Saisonarbeitskräfte nehmen nicht am Inselleben teil (gewollt oder ausgeschlossen?). Insgesamt herrscht eine Überlastung der Bevölkerung, eine unausgeglichene Work-Life-Balance, die durch den Fachkräftemangel noch verstärkt wird. 2020 zog die Verwaltung die Reißleine: gemeinsam mit der Bevölkerung wurde ein Lebensraumkonzept erarbeitet, dass die Insulaner und ihr Wohlergehen in den Fokus rückt. Ein elementares Ergebnis des Lebensraumkonzeptes ist: Wir brauchen jemanden, der sich um uns kümmert.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norderney
Beschreibung
Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln mit einer Fläche von rund 26 km² und eine Bevölkerungsdichte von 233,8 Personen pro km². Das Stadtgebiet befindet sich an der Westseite der Insel. Der gesamte östliche Teil gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Es gibt eine tideunabhängige Fährverbindung zum Festland mit mehreren Fahrten täglich. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km.
Einwohnerzahl
6148
Quelle / Anmerkungen
Stand: 30.09.2020 (Niedersächsisches Landesamt für Statistik)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 0 bis 15 Jahre
Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 16 bis 25 Jahre
Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 60 bis 85+ Jahre
Sonstige: Landkreis Aurich
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Sonstige: Landkreis Aurich
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: Wegweise Kommune
Sonstige: Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
norderney_uebersicht.jpg
(248.76 KB)
norderney-stadtgebiet.jpg
(272.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Besetzung einer "Kümmerer"-Stelle will die Verwaltung der Stadt Norderney professionelle GWA auf der Insel etablieren. Ziel ist, damit alle Inselbewohner in den Fokus kommunalen Handelns zu setzten, Teilhabe zu ermöglichen - bedarfsgerecht, sozialräumlich und ressortübergreifend. Der Fokus liegt auf der Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung durch ihre Beteiligung an der Gestaltung des Prozesses. Bewirkt werden soll dies durch die Aktivierung der Inselgemeinschaft, durch die Errichtung einer Beteiligungskultur. Augenmerk wird insb. auf die Stärkung des Ehrenamtes, auf die Willkommenskultur für Menschen mit Migrationshintergrund und auf Saisonarbeitskräfte und der intensiveren Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen/Wohlfahrtsorganisationen zu legen sein. Die Belange und Bedürfnisse der Inselbevölkerung bilden die Grundlage für die Aktivitäten. Der/die hauptamtliche Kümmerer ist Anlauf- und Vernetzungsstelle für alle Bewohner, soll sie ansprechen und aktivieren sowie den Rahmen für die Aktivitäten und Projekte bereit stellen, soll unterstützen und befähigen (Empowerment), soll Kooperationen suchen und initiieren sowie Plattformen zum Austausch und zur Vernetzung schaffen. Das Begegnungszentrum ist einer der zentralen physischen Räume, die sich die Inselbevölkerung aneignen und nach ihren Bedürfnissen ausgestalten, "befüllen" kann und soll. Bei den Aktivitäten sollen unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen angesprochen und zusammengebracht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Inselbevölkerung ist motiviert und engagiert, sich aktiv in die Verbesserung der eigenen Insel-Lebensqualität einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Alters- und Interessengruppen kommen bei den Angeboten (u. a. im Begegnungszentrum) zusammenkommen und beteiligen sich über die App an kommunalen Entscheidungsprozessen.
Beschreibung
Eine Willkommenskultur lässt Zugezogene und Saisonkräfte an der Inselgemeinschaft teilhaben. Lebendige Nachbarschaft wird durch Treffen in privaten Gruppen und Vereinen und wieder mehr gemeinsame Feste initiiert und gefördert.
Beschreibung
Es haben sich Gruppen gebildet, um die im Lebensraumkonzept eingebrachten Projektideen durch eigenes bürgerschaftliches Engagement voranzubringen und umzusetzten.
Kriterium
Beschreibung
Die im Lebensraumkonzept bereits erarbeiteten "Schlüsselprojekte" liegen weiterhin im Fokus der beteiligten Bürgerschaft, die sich deshalb auch im Rahmen der GWA an Arbeitsgruppen/an den Themen beteiligt. Alles zusammen ist Grundlage der Lebensqualität.
Beschreibung
Die Interessen der Inselgemeinschaft werden bei Entscheidungen des Rates und der Verwaltung einbezogen. Ein breites Bündnis aus Bewohnerschaft, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung wirkt gemeinsam zur Umsetzung des Lebensraumkonzeptes.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder aus Sozialausschuss; Bau- und Umweltausschuss; Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Verkehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Norderney
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DEHOGA, Einzelhandelsverband, Handwerkerschaft, Reederei Frisia
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es gibt einen Ratsbeschluss, dass das Lebensraumkonzept umgesetzt und ein "Kümmerer" eingesetzt werden soll, um die prioritären Projekte voranzubringen. Die Förderung dieses "Kümmerers" und v. a. die Einrichtung der GWA wird die Ratsmitglieder in ihrem Beschluss bestätigen und die Implementierung einer in die Verwaltung befördern. Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung auf der Insel zu verstetigen und das Ehrenamt zu stärken. Ab 2023 soll die Personalkapazität um 1/2 Stelle aufgestockt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: GWA - im Herzen der Innenstadt von Cuxhaven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Wir erschaffen HEIMAT mit Herz: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Nicht reden...machen! So begann in 2014 unsere wachsende Möbelhilfe für Geflüchtete. Die Vereinsgründung erfolgte 2017 und die Zielgruppe wurde auf alle EinwohnerInnen (EW) erweitert. Mit der ersten Förderung konnten wir die niederschwellige Arbeit professionalisieren. Durch die Verknüpfung von Ehrenamt und Hauptamtlichen wurde zudem eine Basis für eine fundierte Gemeinwesenarbeit (GWA) im Innenstadtbereich gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstanden vertrauensvolle Beziehungen. Daraus ergaben sich neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen und Kenntnisse von weiteren Bedarfen und Nöten auch anderer EinwohnerInnen. Es wurden weiterführende Angebote etabliert oder zu anderen Beratungsstellen weiter vermittelt. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort, wohin die EinwohnerInnen dann auch kommen konnten. Aus der ursprünglichen Idee, mit mehreren Partnern ein neues Begegnungszentrum (BZ) in der Cuxhavener Innenstadt (Alt-Cuxhaven) zu gründen, traf unser Antrag im Rahmen der Modellförderung bei der Jury auf Zustimmung. Somit schufen wir eine konkrete Anlaufstelle (Komm-Struktur) im Innenstadtbereich durch die Eröffnung des BZ Tante Emma. Die drei Etagen KAUF-Raum, WERK-Raum und FREI-Raum erfüllen jeweils eigene Funktionen. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die lokale GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen. Die Einbindung eines wirtschaftlichen und professionell gemanagten KAUF-Raumes in das Konzept der GWA wird nach Ende der Lockdowns weiterhin Einnahmen erzielen und zunehmend die Abhängigkeit von Fördermitteln verringern. Im Innenstadtbereich erkennen wir nur wenige andere Stellen, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um der Not der EinwohnerInnen, wie unter Punkt Ausgangslage/Problem beschrieben, zu begegnen und zu unterstützen. Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchender Arbeit und daran anknüpfenden, niederschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken und sie befähigen, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten. Die Kombination aus dem Konzept des BZ Tante Emma (WERK-FREI-und KAUF-Raum) und der damit verknüpften GWA ist auch auf andere Standorte in Niedersachsen möglicherweise projizierbar. Dies möchten wir gerne weitergeben (s.Ziele).
Laufzeit
2021-08-03 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Innenstadt ist davon geprägt, dass neben Geschäften sehr günstiger Wohnraum für ökono. Schwache sowie hochwertige Hauseinheiten für gutsituierte Neubürger vorhanden sind. Durch deren Zuzug ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt. Eine weitere Facette in dem Zusammenhang ist die private Verschuldung bei 11% der Erwachsenen im LK (Schuldneratlas 20) und einer wahrscheinl. höheren ind. Verschuldung in unserem Gebiet. Somit finden sich hier viele EW in einem anonymen Nebeneinander und heterog. Umfeld. Momentan erleben wir verstärkt, wie EW alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neu zugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht in ihrem Umfeld integriert. Ihnen fehlen grundlegende Fähigkeiten, pos. und stärkende Beziehungen aufzubauen und erlebte Missstände gemeinsam zu verändern. Das BZ Tante Emma ist als Anlaufstelle, neben der Geh-Struktur, für die lokale GWA konzipiert. Man kennt sich im Laden/BZ an der Ecke, begegnet einander ungezwungen und nebenbei wird gemeinsam das Zusammenleben gestaltet. Pos. Begegnungen in warmer Atmosphäre laden zum erneuten Besuch ein. Hier finden EW konkrete Hilfen, Beratung, Freizeitaktivitäten und fortführende Partizipationsmöglichkeiten gesteuert durch eine*n GWAler. Neben ausgebliebener Förderung verringerten sich unsere Einnahmen lockdownbedingt extrem, sonst waren sie sehr gut. Somit haben wir uns Ende 20 in einer fin. Notsituation befunden. MA wurden entlassen. Allerdings haben Stadt und LK das hohe Potential des BZ erkannt. Trotz angespannter Haushaltslage unterstützen sie uns, um bis Herbst 21 die Kosten zu decken. Danach ist eine Fortführung ohne Förderung nicht mehr möglich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Begegnungszentrum Tante Emma im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
14089
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen nur für die Gesamtstadt verfügbar. Daten über Zensusdatenbank, erhalten vom Landkreis Cuxhaven.
Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen nur für die Gesamtstadt verfügbar. Daten über Zensusdatenbank, erhalten vom Landkreis Cuxhaven.
Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Armutsberichterstattung Landkreis Cuxhaven
Projektgebiet: Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(99.48 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem innerstädtischen Gebiet. So können sich Initiativen um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Kriterium
Beschreibung
BewohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Ressourcen genutzt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtliche GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist der GWA´ler das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff, FREI-Raum sozial-digital, Wellcome etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat III Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven (Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbergsverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhof Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1. FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V, Rundherum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im LoI des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Ein aufgebautes Quartiersmanagement im Stadtteil Alt-Cuxhaven könnte somit ein Anknüpfungspunkt für das geplante Vorhaben des Landkreises sein. Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: GemeinwesenZentrum - Bürgerpartizipation als Element eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wilma Wermuth
| Funktion | Fachdienstleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
GemeinwesenZentrum
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes wird ein Gemeinwesenstandort zum interessengesteuerten Netzwerk - GemeinwesenZentrum - in der Stadtmitte ausgebaut werden. Ziel ist dabei, eine Bürgerpartizipation als Element eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes im Rahmen der Innenstadtentwicklung/-planung nachhaltig zu etablieren.
Wir werden in diesem Projekt auf zwei Ebenen tätig sein:
1. Es werden Basisstrukturen zur Stärkung des Gemeinwesens im Quartier weiterentwickelt und fortgeschrieben. Ziel ist, die Bewohner*innen im Stadtzentrum zu aktivieren, Vorstellungen zur Gestaltung ihres Lebensraums zu entwickeln und diese zu vertreten. Im Zentrum dabei stehen der Wille und die Betroffenheit der Menschen oder Gruppierungen. Wir nutzen den etablierten Standort, die VHS, an der bereits unterschiedliche Initiativen, Gruppierungen, Vereine und Programme angesiedelt sind: Mit den dort vorhandenen Strukturen können wir effektiv ansetzen und in einem kreativen, ergebnisoffenen Prozess darauf hinwirken, die Bewohner*innen für die Mitgestaltung ihres Lebensraumes zu gewinnen und zu aktivieren, zielgruppenübergreifende Projekte mitzugestalten.
2. Die Vorstellungen, Bedarfe und Wünsche unterschiedlicher Bewohner*innengruppen werden ermittelt und die heterogenen Interessen und Meinungen erfasst. Die Kommunikationsprozesse der zahlreichen unterschiedlichen Akteure werden differenziert gestaltet, und die abgestimmten Ergebnisse anschließend in die entsprechenden Gremien der Verwaltung getragen. Somit können von den Bürger*innen formulierte Belange gleichberechtigt neben die Interessen von Wirtschaft, Handel und Gewerbe in städtische Planungsprozesse einfließen. Der integrierte Ansatz der städtischen Planungen wird weiter ausgebaut und ein verbindlicher Verfahrensweg zur Bürgerpartizipation festgeschrieben. Es ist bei diesem Vorhaben von besonderer Bedeutung und Voraussetzung für das Gelingen, dass der strukturelle Aufbau der GWA in der Stadt Emden bereits weit fortgeschritten und verstetigt ist, sodass in den vergangenen Jahren vielfältige Erfahrungen gemacht sowie Netzwerke aufgebaut werden konnten, sodass die intermediäre Aufgabe von GWA als Bindeglied zwischen der Lebenswelt im Stadtteil, Verwaltung, Institutionen und Unternehmen erfolgreich ansetzen und wirken kann.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt ist im historischen Stadtkern Emdens angesiedelt, welches sich sozialräumlich durch hohen Leerstand, Gebäuden mit baulichen Mängeln sowie fehlende Nachbarschaftsnetzwerke und hohe soziale, demographische und migrationsbedingte Herausforderungen auszeichnet.
Bereits seit Jahren wird zur Förderung der Innenstadtentwicklung ein breit angelegtes Bündnis mit zahlreichen Konzepten und Maßnahmen vorangetrieben. In den bisherigen an Städtebaugesichtspunkten orientierten Programmen war der Fokus im Wesentlichen auf Stakeholder aus Wirtschaft und Kultur gerichtet und von entsprechenden Handlungserfordernissen geprägt. Die Gruppe der Bewohner*innen fand bisher kaum Berücksichtigung. Ihre Belange sind bisher nicht ausreichend formuliert und werden daher in den Planungen zur Innenstadtentwicklung kaum berücksichtigt.
Mit Blick auf die Entwicklung eines lebendigen Stadtkerns besteht die Notwendigkeit, die Interessen der Zivilgesellschaft mit einzubeziehen und das nachbarschaftliche Zusammenleben im Quartier zu fördern, zu verbessern und weiterzuentwickeln.
In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie GWA in Sinne des Community Organizing einen wirkungsvollen Beitrag zur Innenstadtentwicklung und zum integrierten Stadtentwicklungskonzept leisten kann?
Stadtentwicklungsplanung ist oftmals nicht transparent gestaltet und setzt zu spät an. Grundlegende Entscheidungen sind dann bereits gefallen.
Zukünftig soll zum einen der Informationsfluss zwischen allen Akteuren der Stadtentwicklungsplanung über GWA frühzeitig und transparent gestaltet und interne und externe Abstimmungsprozesse begleitet und koordiniert werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Stadtzentrum - Gebiet innerhalb der historischen Wallanlagen
Beschreibung
Das Projektgebiet setzt sich aus fünf Bezirken - Altstadt, Verwaltungsviertel, Boltentor/Bentinkshof, Groß-Faldern sowie Klein-Faldern/Eisenbahndock - zusammen, die sich von der Struktur deutlich unterscheiden. Im Bereich der historischen Innenstadt, innerhalb des Wallgürtels, liegen die Bezirke Altstadt, Verwaltungsviertel, Boltentor/Bentinkshof. In diesem Bereich sind Handel, Wirtschaft und Verwaltung von Bedeutung für die sozialräumliche Struktur. In den vor allem nach dem zweiten Weltkrieg erbauten Häusern leben in den oberen Geschossen Menschen mit einem erhöhten sozial- integrativem Bedarf. Demgegenüber sind im Bereich Eisenbahndocks in den vergangenen Jahren hochwertige Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser entstanden, deren Bewohner*innen eine gehobene Bevölkerungsschicht abbilden. Hier liegt auch der Geschäftssitz einiger Reedereien. Quer durch das Gebiet zieht sich die alte Bundesstraße mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen und bildet so eine Nord-Süd Achse. Mitten im Gebiet liegen das historische Rathaus, das Landesmuseum und der Delft, Ausläufer des Hafen, der mit seinen anliegenden Schiffen eine große Touristenattraktion darstellt.
Einwohnerzahl
8850
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statiskstelle, 31.12.2020
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, 2020
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle 31.12.2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Bundesagentur für Arbeit 31.12.2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Emden Statistikstelle, 31.12.2019
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebiet_stadtzentrum.jpg
(131.64 KB)
2021_strassenverzeichnis_stadtzentrum.pdf
(322.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Dieser Projektansatz basiert auf unterschiedlichen Prinzipien der GWA: Zum einen ist beabsichtigt, einen Begegnungsort mit niedrigschwelligem Zugang als Kommunikationsort und Ort der Vermittlung verschiedener Lebenswelten zu nutzen, da zu sein und sich zu kümmern, Stimmen von Bewohner*innengruppen einzufangen und Engagement zu fördern; maßgeblich kann hier auch die Einbindung Ehrenamtlicher sein. Die Förderung eines gemeinsamen Miteinanders als zentrale Aufgabe der GWA steht im Mittelpunkt der Aktivitäten am Standort. Weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung und Umsetzung (projektbezogener) Kooperationen mit Blick auf die Gestaltung des Wohnumfeldes. Dabei richtet sich GWA ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen unter Einbeziehung der Betroffenen.
Des Weiteren wird die Idee verfolgt, in der Kommune unterschiedliche Handlungsebenen zu verknüpfen und zivilgesesellschaftliche Belange und Interessen in interne Gremien wie z.B. die integrierte Sozialplanung, die Stadtplanung, Steuergruppen sowie das Stadtmarketing zu befördern. Die GWA fungiert hier als Mittlerin zwischen Bewohner*innen, Politik und Verwaltung und hat einen festen Platz. Städtische organisierte Bürgerbeteiligung wird um Methoden der GWA erweitert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure des GemeinwesenZentrums haben unmittelbaren Zugang zu unterschiedlichen Bewohner*innengruppen und können die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen benennen.
Kriterium
Beschreibung
Es haben haben sich themen - und projektbezogenen Gruppen gebildet. Die Zusammenarbeit dient nicht nur dem gemeinsamen Austausch sondern führt zu konkreten Projekten. Gemeinsame Vorhaben sind umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen treffen sich, planen gemeinsam und setzen kleinere Projekte in ihrem Wohnumfeld um (Z.B. Aufstellen eines Maibaums)
Beschreibung
Die von Bewoh.-gruppen formulierten Bedarfe und Vorstellungen sind nachvollziehbar in die integrierte Stadtentwicklungsplanung eingeflossen. Ein verbindl. Austausch zwischen kommunaler Planung, Stadtentwicklung und Bewohner*innen besteht.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt barrierefreie Aktivitäten/Angebote, die von Bewohner*innen unabhängig ihres persönlichen Hintergrundes regelmäßig genutzt werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gremien und Fachdienste der Stadtverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter der Parteien des Rates, weitere Lokalpolitiker, Beiräte
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist in bestehende Organisation eingebunden, nutzt bestehende Netzwerk, Strukturen und arbeitet eng abgestimmt mit diesen. Es wird kein völlig neuer Standort aufgebaut, sondern ein bestehendes Angebot genutzt, erweitert und entsprechend den Standards von GWA gestaltet und fortgeschrieben. Die Verstetigung der vorherigen Projekte macht die Haltung der Stadt Emden zur Gemeinwesenarbeit deutlich und gibt Grund zu der Annahme, dass auch dieses Projekt langfristig Bestand haben wird.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Gemeinsam für die Südstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jan-Cord Fuhrmann
| Organisation | Werk-statt-Schule e. V. |
|---|---|
| Funktion | Projektleitung |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam für die Südstadt - vielfältig miteinader leben und gestalten in Northeim!
Projektbeschreibung
Die Südstadt Northeims (ehemals Soziale Stadt) liegt am Stadtrand & besteht im Kern aus Wohnblocks und 3 Hochhäusern, begrenzt wird sie von großflächigen Schulgeländen und einem Gewerbegebiet. Das Projekt möchte Gemeinwesenarbeit im Viertel etablieren und eine Anlaufstelle aufbauen, die die Südstadtbewohner*innen dabei unterstützt, ihre Interessen zu vertreten und das eigene Wohnumfeld aktiv mitzugestalten. Das Asyl- und Migrationszentrum „Café Dialog“, Herzstück des Fachbereichs Migration des Trägervereins Werk-statt-Schule e.V., liegt am Rande des Projektgebiets. Hier war das Gemeinwesenprojekt von August2019-Dezember2020 angesiedelt. Durch die migrationsspezifischen Angebote am Standort Café Dialog gibt es einen sehr guten Zugang zu mehreren Generationen von neu zugewanderten Familien und langansässigen Migrant*innen sowie eine gute Vernetzung in Stadt und Landkreis Northeim. Das Anmieten einer Wohnung direkt im Viertel scheiterte an der mangelnden Kooperation der Wohnungsgesellschaft. Um die „Kümmerer“-; Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen noch besser wahrnehmen zu können und Bewohner*innen zu erreichen, die bisher nicht erreicht wurden, kann mit Unterstützung der Stadt Northeim in der kommenden Förderperiode ein Containerbüro direkt im Viertel aufgestellt werden. Die Räumlichkeiten des Café Dialogs stehen für Bewohnerinitiativen und Veranstaltungen zur Verfügung. Über niederschwellige Begegnungsangebote für die Bewohner*innen, wie etwa einem Mittagstisch, können sich die Bewohner*innen kennenlernen und austauschen – hier können gemeinsame Initiativen ihren Anfang nehmen. Die Bewohner*innen zu bestärken und zu ermutigen selbst tätig zu werden und mitzugestalten, steht im Vordergrund der Arbeit der Projektmitarbeiter*innen. Ein weiterer Schwerpunkt der kommenden Förderperiode soll darin bestehen, die Integration der Bewohner*innen in die Stadtgesellschaft zu verbessern. Zum einen indem Zugänge zu etablierten Angeboten erleichtert werden. Zum anderen indem die Bewohner*innen unterstützt werden ihre Interessen in Vereinen und städtischen Gremien einzubringen. Geplant sind regelmäßige Sprechstunden und Begleitungen des Bollerwagencafés durch verschiedene Netzwerkpartner (Beratungsstellen, Sportvereine, Bürgermeister, Migrationsrat, Jugendrat) sowie eine Kooperation mit der im Viertel ansässigen Feuerwehr und Etablierung von Angeboten für Kinder und Jugendliche durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit einer Stadtjugendpflegerin.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Viertel unterlag mehreren Veränderungen. Viele Wohnungen standen leer, es herrschte eine geisterhafte Stimmung. Die Renovierungsarbeiten der Hochhäuser schreiten voran, die Bewohnerzahlen steigen. In den kommenden Jahren wird sich auch die Nachbarschaft verändern, am Stadtrand entsteht ein neues Wohngebiet aus Mehr- und Einfamilienhäusern. Das Projektgebiet wird vorzugsweise von Migrant*innen und Familien, die von Transferleistungen leben, bewohnt. Zahlreiche Geflüchtete sind in den letzten Jahren zugezogen. Austausch-Studenten*innen pendeln nach Göttingen. Die Anonymität ist durch viele Ein- und Auszüge ein Problem, das Image des Quartiers ist schlecht., Familien, die in Northeim Fuß gefasst haben, ziehen in andere Viertel um. Mit dem neuen Baugebiet können sich aufgrund der unterschiedlichen Sozialstrukturen neue Spannungsfelder ergeben. Es gibt nur anonyme Grünflächen, keine Orte mit Treffpunktcharakter. Die Arbeiten an den Spielplätzen stagnieren, obwohl zahlreiche Kinder das Viertel bewohnen. Eine Erschwernis in der Nachbarschaft bilden sprachliche u. kulturelle Hürden. Trotz voranschreitenden Renovierungsarbeiten bestehen schlechte Wohnbedingungen, viele Bewohner*innen klagen über Schäden in den Wohnungen, es herrscht Unzufriedenheit mit der Wohnungsgesellschaft. Viele Bewohner*innen sehnen sich nach Begegnung. Zunehmend äußern sie Wünsche/Sorgen. Das Projektziel die Angebote in der Stadt zugänglicher zu machen, stößt auf großes Interesse bei Kooperationspartnern. Die Erreichbarkeit der Bewohner*innen ist eine Hürde, das GWA-Projekt nähme eine Mittlerfunktion wahr. Zugangswege zu Bewohner*innen sind durch vorheriges Projekt u. die Arbeit des Café Dialogs da.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Südstadt - Südlicher Wieter
Beschreibung
Die Projektgebiet wird im Westen von der Göttinger Straße (B3), im Norden von der Eichstätte und im Osten von der Hans-Holbein-Straße begrenzt. Die Abgrenzung nach Süden bilden auf der Westseite die Hauszufahrten der Albrecht-Dürer-Straße, auf der Ostseite die Straße Am Martinsgraben. Westlich und südlich des Untersuchungsgebietes befinden sich Gewerbe- und Industriegebiete. Den östlichen Abschluss bilden die ausgedehnten Schulgelände der BBS I, BBS II, Erich-Kästner-Schule, Astrid-Lindgren-Schule sowie deren Nebenanlagen. Einen direkten Zugang zu benachbarten Wohngebieten gibt es nicht, das Untersuchungsgebiet ist verkehrstechnisch gut erschlossen, liegt aber insgesamt betrachtet vom Rest der Kernstadt isoliert.
Die Wohnstruktur des Projektgebiets weißt überwiegend Wohnblocks auf. Außerdem drei Hochhäuser, die noch leerstehen. Das Wohngebiet in der Spitzwegstraße ist ein für das Gesamtgebiet eher untypisches Quartier aus kleinen Reihenhausparzellen, das sich in seiner Bauweise deutlich von seiner durch mehrgeschossige Mietshäuser geprägten Umgebung abhebt. Das neue Baugebiet an der Straße Am Martinsgraben wird sich durch Einfamilienhäuser nochmals deutlich abheben. Die Fläche des Projektgebiets, auf der sich Wohnhäusern befinden, beträgt 200552m².
Einwohnerzahl
1965
Quelle / Anmerkungen
Meso/Stadt Northeim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projetgebiet: MESO / Stadt Northeim
Auffällig ist insbesondere der hohe
Anteil an Kleinkindern (0-5 Jahre) und
der hohe Anteil an Erwachsenen
(20-40 Jahre) --> viele junge Familien
Gesamtstadt: 5.3% bis 6 Jahre,
10,18% 6-18 Jahre (Landesamt für
Statistik Niedersachsen LSN)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: MESO / Stadt Northeim
Gesamtstadt: LSN
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: LSN
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_karte.pdf
(1.04 MB)
strassenliste.png
(20.71 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Anlaufstelle bietet die Möglichkeit, die Hauptamtlichen zu kontaktieren, als auch aufsuchende Arbeit zu leisten. Die verlässliche Anlaufstelle bietet Raum für Treffen und Austausch unter den Bewohner*innen. Die Bewohner*innen werden als Expert*innen des Quartiers wertgeschätzt. Ihre Interessen werden gehört und entsprechend Aktivitäten geplant. Die vor Ort vorhandenen Ressourcen werden genutzt und die Bewohner*innen in ihrer Selbstorganisation gefördert. Ergänzende Ressourcen und Programme werden durch starke Netzwerke der Hauptamtlichen erschlossen. Neben der Unterstützung der Bewohner*innen beim Durchführen von Aktivitäten, werden durch Kooperationen Ressourcen der Innenstadt auch in der Südstadt zugänglich gemacht. Das Projekt bildet eine Brücke zu Angeboten anderer Stadtteile und Sozialräume. Übertragungsmöglichkeiten werden ausgelotet und gefördert. Das Projekt ist in die kommunale Strategie eingebettet und wird von der Stadt Northeim unterstützt. Für die kommende Förderperiode soll die Kooperation mit der dem Kinder- und Jugendkulturzentrum der Stadt (Alte Brauerei) und der im Viertel ansässigen Ortsfeuerwehr, ausgebaut werden, geplant ist eine strategische Partnerschaft, die die Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche aus der Südstadt verbessert, durch Angebote der Alten Brauerei in der Südstadt und durch Öffnung der Angebote der Feuerwehr. Die Bewohner*innen werden unterstützt ihre Interessen gegenüber Stadt und Wohnungsgesellschaft eigenständig zu vertreten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen(-gruppen) gestalten Begegenungsangbebote, bringen ihre Interessen gegenüber Stadt und Wohnungsgesellschaft ein
Kriterium
Beschreibung
regelmäßige Begegnungsangebote von den Bewohner*innen mitgestaltet und gut angenommen werden, Bewohner*initiativen bestehen
Beschreibung
die Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege etabliert ist und die gemeinsamen Angebote von den Kindern der Südstadt angenommen werden. Die Veranstaltungen mit der Feuerwehr angenommen werden, Südstadtbewohner*innen aktive Mitglieder sind.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Q4 der Johanniter
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt beteiligt sich finanziell am Projekt, z.B. Finanzierung der Anlaufstelle mitten im Quartier. Gemeinsam werden Strukturen entwickelt, um die Belange der Südstadt besser u. langfristig bei kommunalen Entscheidungen zu berücksichtigen und zu verankern. Mit einer Stadtjugendpflegerin werden gezielt Angebote für Kinder/Jugendl. im Quartier entwickelt u. fest etabliert. Diese bleiben bestehen. Auch die Aktivierung von Bewohnern führt dazu, dass diese dauerhaft multiplikatorisch tätig sind.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis - Gemeinsam für die Quartiere - Langenhagen hebt ab! - Godshorn ist dabei
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Falk Wook
| Funktion | Pastor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der Weg ist das Ziel zu einem Mehrgenerationen-GWA-Zentrum
Projektbeschreibung
Seit Gründung des Pädagogischen Mittagstisches „Satt & Schlau“ 2010, trägt die Ev.-luth. Kirchengemeinde Godshorn das Gütesiegel „Diakonische Gemeinde“. Als 2015 geflüchtete Menschen in Deutschland ankamen, wurden in ihren Räumen Deutschkurse, Beratung und Hilfe angeboten. Ein Begegnungscafé & ein interkulturelles Nähcafé entstanden, ein Netzwerk für Geflüchtete wurde mit der Kommune und anderen Akteuren im Quartier mit Treffpunkt Kirchengemeinde gegründet. Das hat die Gemeinde in den letzten 10 Jahren stark verändert hin auf dem Weg zur GWA. Menschen, die eher fern standen, fanden einen Weg in die Räume der Gemeinde & wurden aktiviert. Die Kirchengemeinde verfügt über ein großes Gemeindehaus mit zwei großen Sälen, eine Jugendscheune, Kirche und Kapelle. Seit dieser Zeit, nutzt der Kulturring Godshorn die Kirche für Veranstaltungen, wenn das Dorfgemeinschaftshaus nicht zur Verfügung steht. Im Rahmen der Initiative Gemeinwesendiakonie entwickelte die Gemeinde 2016 gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister, den Akteuren AWO, DRK, Schule, KiTas Kirchengemeinde und interessierten Bürger*innen, ein diakonisches GWA-Leitbild & mittels einer SWOT-Analyse die Überlegung, für eine gemeinsame GWA-Strategie für das Quartier mit der Kommune. Mit einem MGWZ soll die zukünftige GWA in den Räumen des Gemeindehauses verortet werden, das jetzt schon vielfältigen Akteuren als Treffpunkt dient. Gemeinsam mit ihnen wollen wir im Quartier GWA umsetzen. Die Entwicklung dieser Zusammenarbeit hin zu einem Gesamtnetzwerk sehen wir als Chance, die Weiterentwicklung der GWA auf der Ebene vor Ort voranzutreiben (Synergien). In der Förderperiode gilt es diese Netzwerke zu stärken und zu erweitern. Die GWA im Quartier im zukünftigen MGWZ kann zum Seismographen für Veränderungen und Bedarfe werden, gedacht als Vision einer Groß-Familie soll erst ausgebaut, dann verstetigt werden & weitere Ansätze zur Förderung der Integration und sozialen Teilhabe der z. Teil heterogenen Bevölkerung im Quartier erprobt werden. Das "Erfahrungswissen" soll genutzt werden um verstärkt unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu erreichen und zu integrieren. Für die stärkere Entwicklung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit in der Quartiersentwicklung soll eine Kooperation mit der zukünftigen verwaltungsinternen Koordinierungsstelle GWA/Quartiersentwicklung aufgebaut werden, um die vielfältigen (Quartiers-) Entwicklungsprozesse in der Stadt Langenhagen zu begleiten und mit der gesamtstädtischen GWA zu vernetzen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Langenhagen-Godshorn ( 6.560 Einw.) grenzt direkt an Hannover. Es liegt wie eine Insel zwischen den Autobahnen und zwei Industriegebieten, wo mehr als 15.000 Menschen arbeiten, aber kaum Menschen wohnen. Das größte Problem im Quartier aber ist der demografische Wandel. Godshorn wird zu einem Schlafstadtteil. Ehemals engagierte, ältere Dorfbewohner*innen im Quartier, werden weniger. Die Mitgliederzahlender Akteure im Quartier, wie AWO, Schützenverein & Kulturring sinken. Neu Hinzugezogene sind kaum für ein Engagement zu gewinnen. Neubau-Gebiete mit zunehmend heterogener Bevölkerung sind entstanden. 2015 wurde das Hallen-Freibad ohne Nachnutzungskonzept geschlossen. Dies ist ein entscheidender Quartiersnachteil. Banken verlassen den Ort. Geflüchtete wurden einquartiert und leben abgeschottet. Andererseits wird vermehrt gebaut und die Einwohnerzahlen steigen stetig. Die Corona-Pandemie hat zu weiterer Segregation und Vereinzelung geführt. Aufgrund dieser neuer gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es Angebote, die die Menschen zusammenführen, Gemeinschaft und Solidarität erleben lassen, ihre Bedarfe aufnehmen und einer gemeinsamen Strategie & mit der Kommune vernetzter Methoden, um diesem Problem zu begegnen. Um lokal im Quartier mit GWA arbeiten zu können braucht es niedrigschwellige, einladende und barrierefreien Räume als Treff- und Ausgangspunkt. Im Kirchengemeindehaus existieren bereits Strukturen, auch Angebote für Geflüchtete und Begegnungsmöglichkeiten. Diese gilt es für alle Bürger*innen zu öffnen und als Nachbarschaftstreffpunkt ein MGWZ & aus den Strukturen trad. kirchl. Arbeit in fachlicher & interdisziplinärer Kooperation GWA zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen-Godshorn
Beschreibung
Das Quartier Godshorn hat eine Größe von 8,28 km², teils noch dörfliche Strukturen und ist seit 1974 Stadtteil Langenhagens (Region Hannover) südlich des Flughafens. Östlich liegt das Stadtzentrum von
Langenhagen, im Süden das Hannoversche Vinnhorst und
westlich die Stadtteile Schulenburg und Engelbostel. Wie eine Insel ist Godshorn durch die Verkehrsadern deutlich von allen andern Quartieren abgegrenzt. Beide großen Godshorner Gewerbegebiete sind geprägt durch Speditions- und Logistikdienstleister, so dass Langenhagen heute zu den gewerbesteuerstärksten Kommunen Niedersachsens zählt.
Einwohnerzahl
6560
Quelle / Anmerkungen
Stadt Langenhagen
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier sind diejenigen jungen Menschen erfasst, im Alter von 15-26
Jahre, die auch Transferleistungen erhalten
Online Statistik der Region
Hannover
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_godshorn_strassenverzeichnis-_2021.jpg
(382.27 KB)
lag-gebiete_godshorn_a3_quer.pdf
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Seit 2010 hat sich die Kirchengem. Godshorn mit Einrichtung des Päd. Mittagstisches „Satt & Schlau“ zur „Diakonischen Gemeinde“ entwickelt. 2015 gab es eine NUK für Geflüchtete im Nahbereich. Gemeindeaktive initiierten Deutschkurse, Erst-,Nothilfen & Beratungsangebote. 2016 entstand daraus das Netzwerk für Geflüchtete Langenhagens in Godshorn (Sozialarb. der Kommune & des diak. Migrationsdientes beteiligt). Mit diesen Erfahrungen nahmen Kirchengem., AWO, DRK, Schule, KiTas & interessierte Bürger*innen an der Initiative Gemeinwesendiakonie teil. Mit Sozialraum- & SWOT-Analyse wurde als Ziel fixiert, GWA zu entwickeln & über ein MGWZ lokal zu verankern. Räume der Kirchengem. werden seit Jahren durch Akteure im Quartier genutzt & bieten sich für ein MGWZ an. Angebote der Kirchengem. sind diakonisch-gemeinwesen (D-GWA) orientiert. Aufgabe künftiger GWA: Diese Strukturen, auf GWA hin umbauen, vor allem die Gremienstruktur. In Zusammenarbeit mit der Kommune soll eine Strategie & gemeinsamer GWA Ansatz entwickelt werden. Das MGWZ soll zukünftigin der GWA als Bindeglied zwischen Verwaltung und Anwohner*innen fungieren. Bedarfe & Bedürfnisse der Menschen im Quartier können so direkt geäußert & in bestehenden & zukünftigen Quartiersentw.-Prozessen stärker berücksichtigt werden. Der ressortübergreifende Aufbau einer Koordinierung GWA/QM wird in Zukunft den Ansatz des sozialraumorientierten Quartiersmanagement stärker in den Fokus rücken & eine integr. quartiersbezog. Bearb. zu begleiten
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikations- und Begegnungsräume sind in einem MGWZ sind eingerichtet, Die Bewohner*innen nutzen die Anlaufstellen GWA, 50 % sind informiert & aktiv beteiligt, Die Bewohner*innen benennen und gestalten Themen und Ziele der GWA und Quartiersentwicklung
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier sind sowohl im MGWZ als auch bei den einzelnen Akteuren identifiziert und stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die Bewohner*innen nutzen einen Verfügungsfonds für eigeninitiierte Projekte und Veranstal
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen sehen die grundsätzlichen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier. Schwachstellen werden offensichtlich und Lösungsansätze entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vielzahl an Kommunikationsanlässen und -räumen unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, Stadtteilkonferenzen, Feste u.a.
Beschreibung
Eine Koordinierungstelle GWA/Quartiersentwicklung ist in der Kommune eingerichtet und steuert mit der Koordinatorin vor Ort Quartiersentwicklungsvorschläge von Bewohner*innen der einzelnen Quartiersprojekte in die einzelnen Fachbereiche. und andersherum.
Beschreibung
Bürgerforen finden regelmäßig statt in denen gemeinsame Ziele und Ideen für das eigene Quartier entwickelt wurden. Neue Projekte/Veranstaltungen gehen daraus hervor.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund) werden ehrenamtlich organisiert und umgesetzt.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse wurde durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und kommuniziert. Die Ergebnisse wurden Politik und Verwaltung vorgestellt für die Erarbeitung von Lösungsansätzen.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren finden koordiniert über die städtische GWA und Sozialplanung statt. Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen fließen in Quartiersentwicklungsprozesse ein.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialdezernat Stadt Langenhagen, Stadtplanung, GWA Entwicklung, Ortsrat Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturnetz Langenhagen, Kulturring Godshorn, MIMUSE Langenhagen, Klangbüchse Langenhagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat, Integrationsbeirat, Bürgerstiftung , Offene Gesellschaft Langenhagen (Kooperationsvereinbarung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Feuerwehr, Landfrauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein, Sportverein TSV Godshorn, Tennisclub Godshorn, Förderverein Kirchengem.Zum Guten Hirten, Langenhagener Tafel, Mehrgenerationenhaus Lgh.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Artztpraxen, AWO Tagespflege, Hebammennetzwerk (Kooperationsvertrag), Pflegedienste, Seniorenheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Godshorn & KiTas (Kooperationsverträge), Krippen, VHS, EEB
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie (DVH-L)(Kooperationsvertrag) Kirchenkreissozialarbeit, Caritas, Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, Familienzentrum Emma und Paul, kath. Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Händler des Mittelstandes Godshorn, Unternerhmen des Business-Airport Parks Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit Stadt Langenhagen, Pressearbeit Kirchenkreis Burgw.-Langenh., Lokalpresse (Nordhannoversche, Echo)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien im Ortsrat Godshorn, Parteien des Stadtrates Langenhagen, Bürgermeister*in, Sozialdezerenentin, Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Netzwerkes für Geflüchtete, Mitarbeitende vom Päd. Mittagstisch Satt& Schlau, alle interessierten Bürger*innen, Kirchengemeindemitglieder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialarbeiter*nnen der Stadt Langenhagen, Stadtteilväter-Stadtteilmütter, Migrationsdienst im KK Burgwesel-Langenhagen, Helfende Hände
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA: behält das Quartier hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung im Blick, vor allem die ressortübergreifende und fachliche Koordination mit der GWA der Kommune. Ein MGWZ als Ort der GWA bedarf der Nachhaltigkeit.
Finanzen: eine langfristige finanzielle Verstetigung der GWA durch Fundraising-Netz (Region, Kommune, Sponsoren) Durch langjährige Spendenakquise für den Päd. Mittagstisch Satt & Schlau (Sponsoren und Spenden) gibt es erfolgr. Fundraising, das sich auf zukünft. GWA übertragen lässt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Schnelle Einsatzgruppe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Niklas Engelke
2. Kurzbeschreibung
Mobile Einsatzkraft ("Kümmerer")
Projektbeschreibung
Die Samtgemeinde Geestequelle ist ein ländlich gelegener Gemeindeverbund mit 5 Mitgliedsgemeinden.
Jede Mitgliedsgemeinde hat einen ehrenamtlichen Bürgermeister. Das Rathaus und die Verwaltungsmitarbeiter befinden sich in Oerel.
Die Samtgemeinde ist eine sehr ländlich geprägte Gegend. Einkaufs- und sonstige Versorgungsmöglichkeiten befinden sich kaum innerhalb unseres Einzugsgebietes. Einwohner müssen also in die umliegenden Städte und Gemeinden fahren. Alle Einwohner sind zwangsläufig auf ein eigenes Auto angewiesen. Der ÖPNV steht nur eingeschränkt über ein paar wenige Busverbindungen zur Verfügung.
Zudem haben es vorallem Flüchtlinge und Aussiedler schwer, sich in das Gemeinleben in den Ortschaften einzufügen. Es gibt zudem große Probleme mit der Mobilität. Häufig werden Fahrräder gespendet. Diese müssen widerrum häufig repariert werden. Die Integration läuft eher schleppend.
Von den circa. 6300 Einwohnern gehört außerdem ein Großteil zur älteren Bevölkerungsschicht. In manchen Nachbarschaften gibt es ausschließlich "alte" Nachbarn und keine Unterstützungsangebote.
Um Abhilfe zu schaffen, möchten wir gerne eine mobile Einsatzskraft installieren. Die Einsatzkraft soll hier z.B. bei der Reparatur von Fahrrädern oder Möbeln unterstützen. Probleme aller Bevölkerungsgruppen sollen angehört werden, Lösungen dafür entwickelt werden. Die mobile Einsatzkraft soll letztendlich ein "Kümmerer" für alle werden.
Durch das Projekt soll eine Verbesserung der Kommunikation und Lebensumstände der Einwohner/Bürger und der Flüchtlinge entstehen.
Gemeinsame Lösungen und gegenseitige Unterstützung im täglichen Zusammenarbeiten sollen zusammen entwickelt und gefördert werden.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Samtgemeinde besteht aus 5 Mitgliedsgemeinden, welche sich widderum aus insgesamt 11 Ortschaften zusammensetzen.
In den kleinen Dörfern ist die Versorgungsstruktur insgesamt schlecht aufgestellt. Supermärkte, Fachärzte, Apotheken und co. befinden sich hauptsächlich in der nahegelegenen Stadt Bremervörde oder in anderen umliegenden Gemeinden.
Mobilität ist hier ein großes Stichwort.
In der SG Geestequelle leben zunehmend viele Geflüchtete Menschen. Vor allem dieser Bevölkerungsteil hat es in den kleinen Dörfern schwer von A nach B zu kommen.
Wir rechnen außerdem mit zunehmend mehr Einwanderern und Flüchtlingen. Wohnraum wird knapp.
Möbel werden kaum gespendet. Kaputtes lieber weggeschmissen statt repariert. Die Hilfsbereitschaft der Bürger, den Asylsuchenden zu helfen sinkt. Ein großes Problem liegt somit auch in der Integration der Flüchtlinge. Am aktiven Dorfleben nehmen Geflüchtete kaum teil.
Auch der Hilfebedarf bei älteren Menschen steigt stetig. Vor allem allein stehende Menschen haben es schwer, wenn ihnen niemand innerhalb der Nachbarschaft hilft. Die Einsamkeit nimmt zu und die Lebensfreude sinkt, wenn keine Angebote geschaffen werden.
Generell ist seit der Corona-Pandemie zu beobachten, dass viele Menschen sich zurückziehen und unter sich bleiben.
Das Angebot durch die mobile Einsatzkraft, soll den Menschen wieder das Gefühl geben, dass sich jemand für Ihre Probleme interessiert und ihnen dabei hilft sie zu lösen.
Zudem soll Sie die Kollegen in der Verwaltung entlasten. Wir sind nur eine kleine Samtgemeinde und haben zu wenig (Personal-)Ressourcen, um den Problemen entgegenzuwirken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Geestequelle - Gesamtes Gebiet
Beschreibung
Samtgemeinde Geestequelle mit einer Größe von 140,44 km² ist eine kleine Samtgemeinde im Land Niedersachsen und liegt im Herzen des Elbe- Weser-Dreiecks. Sie ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 1. März 1974 aus drei Samtgemeinden mit den heutigen Gemeinden Alfstedt, Basdahl, Ebersdorf, Hipstedt und Oerel hervorgegangen.
Einwohnerzahl
6300
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt SG Geestequelle
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
schnelle_einsatzkraefte_1.jpg
(141.82 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Ziel unseres Projektes ist die Vernetzung zwischen den Bevölkerungsgruppen und die Problemlösung vorort gewährleisten. Die Lebensqualität soll grundlegend verbessert werden und die Bedarfe der Bevölkerung angehört werden.
Durch die Vernetzung zwischen Verwaltung und Einwohnern kann der "Kümmerer" Hilfe in allen Bereichen bieten. Wir sind der Meinung, dass wir durch den geschickten Einsatz einer mobilen Einsatzkraft, die Menschen vor Ort zufriedener stellen können. Die Bevölkerungsgruppen soll das Gefühl bekommen, dass jemand für ihre Probleme da ist und sie unterstützt und Lösungen anbietet.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Unsere Mitgliedsgemeinden: Alfstedt, Basdahl, Ebersdorf, Hipstedt und Oerel
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stelle wird im Stellenplan der Samtgemeinde Geestequelle integriert. Personalkosten im Haushalt der Samtgemeinde langfristig eingeplant. Fördermöglichkeiten zur weiteren Finanzierung der Stelle ausgeschöpft.
Ein politischer Beschluss über eine unbefristete Stelle kann zukünftig gefasst werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On