1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jan-Cord Fuhrmann
| Organisation | Werk-statt-Schule e. V. |
|---|---|
| Funktion | Projektleitung |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam für die Südstadt - vielfältig miteinader leben und gestalten in Northeim!
Projektbeschreibung
Die Südstadt Northeims (ehemals Soziale Stadt) liegt am Stadtrand & besteht im Kern aus Wohnblocks und 3 Hochhäusern, begrenzt wird sie von großflächigen Schulgeländen und einem Gewerbegebiet. Das Projekt möchte Gemeinwesenarbeit im Viertel etablieren und eine Anlaufstelle aufbauen, die die Südstadtbewohner*innen dabei unterstützt, ihre Interessen zu vertreten und das eigene Wohnumfeld aktiv mitzugestalten. Das Asyl- und Migrationszentrum „Café Dialog“, Herzstück des Fachbereichs Migration des Trägervereins Werk-statt-Schule e.V., liegt am Rande des Projektgebiets. Hier war das Gemeinwesenprojekt von August2019-Dezember2020 angesiedelt. Durch die migrationsspezifischen Angebote am Standort Café Dialog gibt es einen sehr guten Zugang zu mehreren Generationen von neu zugewanderten Familien und langansässigen Migrant*innen sowie eine gute Vernetzung in Stadt und Landkreis Northeim. Das Anmieten einer Wohnung direkt im Viertel scheiterte an der mangelnden Kooperation der Wohnungsgesellschaft. Um die „Kümmerer“-; Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen noch besser wahrnehmen zu können und Bewohner*innen zu erreichen, die bisher nicht erreicht wurden, kann mit Unterstützung der Stadt Northeim in der kommenden Förderperiode ein Containerbüro direkt im Viertel aufgestellt werden. Die Räumlichkeiten des Café Dialogs stehen für Bewohnerinitiativen und Veranstaltungen zur Verfügung. Über niederschwellige Begegnungsangebote für die Bewohner*innen, wie etwa einem Mittagstisch, können sich die Bewohner*innen kennenlernen und austauschen – hier können gemeinsame Initiativen ihren Anfang nehmen. Die Bewohner*innen zu bestärken und zu ermutigen selbst tätig zu werden und mitzugestalten, steht im Vordergrund der Arbeit der Projektmitarbeiter*innen. Ein weiterer Schwerpunkt der kommenden Förderperiode soll darin bestehen, die Integration der Bewohner*innen in die Stadtgesellschaft zu verbessern. Zum einen indem Zugänge zu etablierten Angeboten erleichtert werden. Zum anderen indem die Bewohner*innen unterstützt werden ihre Interessen in Vereinen und städtischen Gremien einzubringen. Geplant sind regelmäßige Sprechstunden und Begleitungen des Bollerwagencafés durch verschiedene Netzwerkpartner (Beratungsstellen, Sportvereine, Bürgermeister, Migrationsrat, Jugendrat) sowie eine Kooperation mit der im Viertel ansässigen Feuerwehr und Etablierung von Angeboten für Kinder und Jugendliche durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit einer Stadtjugendpflegerin.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Viertel unterlag mehreren Veränderungen. Viele Wohnungen standen leer, es herrschte eine geisterhafte Stimmung. Die Renovierungsarbeiten der Hochhäuser schreiten voran, die Bewohnerzahlen steigen. In den kommenden Jahren wird sich auch die Nachbarschaft verändern, am Stadtrand entsteht ein neues Wohngebiet aus Mehr- und Einfamilienhäusern. Das Projektgebiet wird vorzugsweise von Migrant*innen und Familien, die von Transferleistungen leben, bewohnt. Zahlreiche Geflüchtete sind in den letzten Jahren zugezogen. Austausch-Studenten*innen pendeln nach Göttingen. Die Anonymität ist durch viele Ein- und Auszüge ein Problem, das Image des Quartiers ist schlecht., Familien, die in Northeim Fuß gefasst haben, ziehen in andere Viertel um. Mit dem neuen Baugebiet können sich aufgrund der unterschiedlichen Sozialstrukturen neue Spannungsfelder ergeben. Es gibt nur anonyme Grünflächen, keine Orte mit Treffpunktcharakter. Die Arbeiten an den Spielplätzen stagnieren, obwohl zahlreiche Kinder das Viertel bewohnen. Eine Erschwernis in der Nachbarschaft bilden sprachliche u. kulturelle Hürden. Trotz voranschreitenden Renovierungsarbeiten bestehen schlechte Wohnbedingungen, viele Bewohner*innen klagen über Schäden in den Wohnungen, es herrscht Unzufriedenheit mit der Wohnungsgesellschaft. Viele Bewohner*innen sehnen sich nach Begegnung. Zunehmend äußern sie Wünsche/Sorgen. Das Projektziel die Angebote in der Stadt zugänglicher zu machen, stößt auf großes Interesse bei Kooperationspartnern. Die Erreichbarkeit der Bewohner*innen ist eine Hürde, das GWA-Projekt nähme eine Mittlerfunktion wahr. Zugangswege zu Bewohner*innen sind durch vorheriges Projekt u. die Arbeit des Café Dialogs da.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Südstadt - Südlicher Wieter
Beschreibung
Die Projektgebiet wird im Westen von der Göttinger Straße (B3), im Norden von der Eichstätte und im Osten von der Hans-Holbein-Straße begrenzt. Die Abgrenzung nach Süden bilden auf der Westseite die Hauszufahrten der Albrecht-Dürer-Straße, auf der Ostseite die Straße Am Martinsgraben. Westlich und südlich des Untersuchungsgebietes befinden sich Gewerbe- und Industriegebiete. Den östlichen Abschluss bilden die ausgedehnten Schulgelände der BBS I, BBS II, Erich-Kästner-Schule, Astrid-Lindgren-Schule sowie deren Nebenanlagen. Einen direkten Zugang zu benachbarten Wohngebieten gibt es nicht, das Untersuchungsgebiet ist verkehrstechnisch gut erschlossen, liegt aber insgesamt betrachtet vom Rest der Kernstadt isoliert.
Die Wohnstruktur des Projektgebiets weißt überwiegend Wohnblocks auf. Außerdem drei Hochhäuser, die noch leerstehen. Das Wohngebiet in der Spitzwegstraße ist ein für das Gesamtgebiet eher untypisches Quartier aus kleinen Reihenhausparzellen, das sich in seiner Bauweise deutlich von seiner durch mehrgeschossige Mietshäuser geprägten Umgebung abhebt. Das neue Baugebiet an der Straße Am Martinsgraben wird sich durch Einfamilienhäuser nochmals deutlich abheben. Die Fläche des Projektgebiets, auf der sich Wohnhäusern befinden, beträgt 200552m².
Einwohnerzahl
1965
Quelle / Anmerkungen
Meso/Stadt Northeim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projetgebiet: MESO / Stadt Northeim
Auffällig ist insbesondere der hohe
Anteil an Kleinkindern (0-5 Jahre) und
der hohe Anteil an Erwachsenen
(20-40 Jahre) --> viele junge Familien
Gesamtstadt: 5.3% bis 6 Jahre,
10,18% 6-18 Jahre (Landesamt für
Statistik Niedersachsen LSN)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: MESO / Stadt Northeim
Gesamtstadt: LSN
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: LSN
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_karte.pdf
(1.04 MB)
strassenliste.png
(20.71 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Anlaufstelle bietet die Möglichkeit, die Hauptamtlichen zu kontaktieren, als auch aufsuchende Arbeit zu leisten. Die verlässliche Anlaufstelle bietet Raum für Treffen und Austausch unter den Bewohner*innen. Die Bewohner*innen werden als Expert*innen des Quartiers wertgeschätzt. Ihre Interessen werden gehört und entsprechend Aktivitäten geplant. Die vor Ort vorhandenen Ressourcen werden genutzt und die Bewohner*innen in ihrer Selbstorganisation gefördert. Ergänzende Ressourcen und Programme werden durch starke Netzwerke der Hauptamtlichen erschlossen. Neben der Unterstützung der Bewohner*innen beim Durchführen von Aktivitäten, werden durch Kooperationen Ressourcen der Innenstadt auch in der Südstadt zugänglich gemacht. Das Projekt bildet eine Brücke zu Angeboten anderer Stadtteile und Sozialräume. Übertragungsmöglichkeiten werden ausgelotet und gefördert. Das Projekt ist in die kommunale Strategie eingebettet und wird von der Stadt Northeim unterstützt. Für die kommende Förderperiode soll die Kooperation mit der dem Kinder- und Jugendkulturzentrum der Stadt (Alte Brauerei) und der im Viertel ansässigen Ortsfeuerwehr, ausgebaut werden, geplant ist eine strategische Partnerschaft, die die Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche aus der Südstadt verbessert, durch Angebote der Alten Brauerei in der Südstadt und durch Öffnung der Angebote der Feuerwehr. Die Bewohner*innen werden unterstützt ihre Interessen gegenüber Stadt und Wohnungsgesellschaft eigenständig zu vertreten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen(-gruppen) gestalten Begegenungsangbebote, bringen ihre Interessen gegenüber Stadt und Wohnungsgesellschaft ein
Kriterium
Beschreibung
regelmäßige Begegnungsangebote von den Bewohner*innen mitgestaltet und gut angenommen werden, Bewohner*initiativen bestehen
Beschreibung
die Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege etabliert ist und die gemeinsamen Angebote von den Kindern der Südstadt angenommen werden. Die Veranstaltungen mit der Feuerwehr angenommen werden, Südstadtbewohner*innen aktive Mitglieder sind.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Q4 der Johanniter
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt beteiligt sich finanziell am Projekt, z.B. Finanzierung der Anlaufstelle mitten im Quartier. Gemeinsam werden Strukturen entwickelt, um die Belange der Südstadt besser u. langfristig bei kommunalen Entscheidungen zu berücksichtigen und zu verankern. Mit einer Stadtjugendpflegerin werden gezielt Angebote für Kinder/Jugendl. im Quartier entwickelt u. fest etabliert. Diese bleiben bestehen. Auch die Aktivierung von Bewohnern führt dazu, dass diese dauerhaft multiplikatorisch tätig sind.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On