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(Aktivierende) Befragung

Berliner Straße- ein Viertel wächst zusammen

Ansprechpartner
Katrin Moser
Funktion Kirchenkreissozialarbeit
Umbruch und Verstetigung durch aktive Quartiersbürger*innen
Projektbeschreibung
In der laufenden Arbeit fiel uns auf, dass viele Klient*innen - gerade auch Jugendliche- aus dem Viertel der Berliner Straße stammen. Der Stadtteil ist zum einen durch Anonymität gekennzeichnet und andererseits durch Konflikte der einzelnen Bewohner*innen untereinander sowie mit umliegenden Anwohner*innen. Um etwas in diesem Quartier zu verändern haben wir nach passenden Methoden der Sozialarbeit gesucht und sind auf das Programm der Landesarbeitsgemeinschaft gestoßen. Seit der Förderung 06/2019 sind wir im Stadtteil Syker-Neustadt aktiv. Viele Bürger*innen erzählten zu Beginn der Förderung immer noch von einem vor einiger Zeit geschlossenem Lebensmittelladen, der als vernetzende Institution diente und wo nötige Informationen über Ort und Leute ausgetauscht wurden. Weitere Maßnahmen wie Balkongespräche unterstützen diese Aussagen. Dies war für uns Anlass einen Stadtteiltreff in der örtlichen Grundschule für die Bürger*innen des Quartiers zu eröffnen. Dieser wurde von den Bürger*innen der Syker-Neustadt sehr gut angenommen und etablierte sich zunehmend. Wir möchten den Treffpunkt in der Grundschule ausweiten und die GS langfristig mit dem Treffpunkt und dem Quartier verweben. Schule im Quartier und mit dem Quartier, wodurch auch bildungsferne Eltern erreicht werden. Einerseits durch neue Freizeit- und Bildungsangebote in der Schule, andererseits durch äußere Erkundungen der Schule wie z.B Quartiersbegehungen mit den Grundschülern. Zunehmend rückt auch die Problematik der jugendlichen Straftäter aus dem Viertel, in das Visier der Quartiersarbeit. Polizeiliche Kriminalberichte und mediale Berichterstattung bestätigen den Anstieg, weswegen wir neben dem unterstützenden kommunalen Projekt "Beteiligung und gesellschaftliche Integration in Syke" (Beleuchtung der kommunalen Strukturen) ebenfalls an diesem Punkt mit unserer Arbeit praktisch ansetzen. Aktuell läuft noch eine aktivierende Jugendbefragung bis Oktober, welche an alle Jugendlichen des Quartiers zwischen 12 und 25 gerichtet ist. Mit dem Folgeantrag möchten wir delinquente und delinquentgefährdete Jugendliche durch aufsuchende Arbeit, Befragungen und daraus resultierenden Angeboten weiter erreichen, wodurch langfristig Jugenddelinquenz vermindert werden soll. Unterstützend dazu werden kommunale Strukturen und Netzwerke geschaffen die u.a an der Angebotsentwicklung und -umsetzung aktiv teilnehmen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Syke ist eine Kleinstadt südlich von Bremen. Die Stadt Syke und die umliegenden, dazugehörigen Ortsteile haben eine Einwohnerdichte von etwa 25.000 Einwohnern. Bezahlbarer Wohnraum ist in Syke rar. Nicht nur durch immer weniger bezahlbaren Wohnraum entstehen ganze Straßenzüge, in denen das Abbild von Arm und Reich deutlich zu erkennen ist. Wohnraum, der für Transferleistungen angemessen ist, befindet sich in Syke in der Berliner Straße. Über die Jahre haben sich hier viele Familien verschiedener Nationalitäten niedergelassen und blieben aufgrund mangelnder Angebote hier wohnen, andererseits gibt es viel Fluktuation. Die Unzufriedenheit der Bewohner*innen der Blöcke wird durch den ständigen Wechsel der Hausverwaltungen ihres Gebäudes geschürt. Auch der verwahrloste Anblick der Blöcke aufgrund fehlender Renovierungen fördert die Unzufriedenheit. Zwar gibt es auch einige Reihen- und Einfamilienhäuser um die Häuserblöcke herum, dennoch wird von Außenstehenden das Viertel über die Blöcke definiert und stigmatisiert. Allgemein herrscht Anonymität im Quartier, unter Nachbarn kennt man sich meist nicht. Zudem gibt es Konflikte der einzelnen Bewohner*innen sowie mit umliegenden Parteien. Menschen mit Migrationshintergrund bleiben unter sich. Ein „Wir-Gefühl“ sucht man im Quartier vergeblich. Problematisch ist das Bild der außenstehenden Öffentlichkeit. Das Gebiet Berliner-Straße wird überwiegend gemieden und es wird davor gewarnt. Das Negativimage wird durch mediale Berichtserstattungen wie Messerstechereien und polizeiliche Kriminalstatistiken zunehmend gefördert. Die ansteigende Kleinkriminalität wird von der Kleinstadt zwar stillschweigend geduldet und umgangen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtteil Syker-Neustadt
Beschreibung
Südlich der Grundschule am Lindhof, eine Karte vom Katasteramt ist beigefügt.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Berliner Straße - ein Viertel wächst zusammen" wird besonders durch aufsuchende Arbeit und aktivierende Befragungen der Jugendlichen geprägt. Das geäußerte Interesse der Jugendlichen wird angenommen und führt zur Umsetzung gewünschter Angebote wie z.B Boxen, Hiphop Workshop etc.. Wir möchten dadurch die Eigeninitiative der Jugendlichen durch Möglichkeiten der Beteiligung fördern. Auch liegt uns die Partizipation benachteiligter Familien/ Eltern durch niedrigschwellige Angebote der Quartiersschule wie z.B Elternschule im Quartier, Quartiersbegehungen etc. sehr am Herzen. Wir verfolgen damit das Ziel, Beteiligungsstrukturen zu stärken und bildungsferne Familien/ Eltern nachhaltig in das "Syker Leben" zu integrieren. Mit der kommunale Netzwerkarbeit, mit bestehenden und neuen Kooperationspartnern, verfolgen wir die Intention, dass der Blick auf Einzelfälle und Gruppierungen gezielt gerichtet wird und dadurch gemeinsam tragbare Strukturen und Angebote entwickelt werden. Insgesamt möchten wir die Selbstwirksamkeit in unserem Projektgebiet steigern. Ziel ist es, dass die Bewohner*innen lernen sich langfristig und nachhaltig selbst zu organisieren und einzubringen, wodurch sie merken, dass durch ihr eigenes Handeln etwas bewegt werden kann.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind kommunale, tragbare Strukturen entstanden. Es gibt einen Jugendbeirat und fachübergreifende Zusammenarbeit sowie Angebotsentwicklung für Jugendliche
Beschreibung
Selbstwirksamkeit der Bewohner*innen wird erkannt, Bürger*innen organisieren und verwalten sich und ihre Angelegenheiten langfristig und nachhaltig selbst
Beschreibung
Delinquenz vermindert sich langfristig, Kriminalstatistik kann dies belegen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Leitung Frau Wilhelm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiterin, Frau Hartmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand, Vorsitz Pastor Kopp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landtagsabgeordneter, Volker Meyer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendpfleger der Stadt Syke, Herr Catruat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiter, Herr Gerz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeisterin, Suse Laue
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Kinderarmut Syke, Herr Catruat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerktreffen Bildung und Teilhabe von Kindern und Eltern mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerktreffen der Schulsozialarbeiter*innen Syke
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es, eine dauerhafte Stelle für Gemeinwesenarbeit zu schaffen. Die Stadt ist offen und kooperativ gegenüber dem Projekt und sieht sich auch selbst in der Verantwortung unser Vorhaben weiterhin zu unterstützen. Eine geteilte Finanzierung durch die Diakonie und Stadt Syke steht ebenfalls im Raum, sollten die Steuereinnahmen der Kommune bzw. die wirtschaftliche Lage sich erheblich verschlechtern. Die Finanzierung im Anschluss wird in dem Fall durch kirchliche Fördemitel ggf. mögl.
Galerie
berliner strasse
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6
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Videos
Aufsteller
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Davenstedt ganz nah!

Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
Organisation Diakonisches Werk Hannover gGmbH
Funktion Stadtteildiakonie
Freizeit, Kultur, Soziales - Ein Angebot der kurzen Wege!
Projektbeschreibung
Der "Mobile Treff" ist ein Eventanhänger, der für persönliche Gespräche mit einem kleinen Besprechungszimmer und mit einem kleinen Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Durch seine Ausstattung kann er nahezu wetterunabhängig genutzt werden. Mit Beginn des Jahres 2021 wird der Mobile Treff das alleinige Angebot des Diakonischen Werkes in der stadtteilorientierten Nachbarschaftsarbeit in Hannover Davenstedt sein. Ende 2019 wurde der Mobile Treff als ergänzendes Angebot zum Nachbarschaftstreff an der Kirche gestartet. An 4 - 5 Standorten im Stadtteil werden Aktionen, Gespräche, Kreatives und kleine Veranstaltungen angeboten. Innerhalb der ersten Monate des Projektes hat sich gezeigt, dass die dezentralen Standorte zu „Kurzen Wegen“ führten und dadurch insbesondere für junge Familien und ältere Bewohner/innen eine gute Möglichkeit sind, unkompliziert im Mobilen Treff gesellig oder aktiv zu sein. Dazu ergeben sich an den unterschiedlichen Standorten Begegnungen zwischen Personen, die an anderer Stelle wahrscheinlich nicht aufeinandertreffen würden. So sind über einige Wochen Spielpartnerschaften zwischen Erwachsenen und Jugendlichen entstanden. Einige nutzen die Nähe des Mobilen Treffs um persönlich nach Hilfen und Beratung durch das DW und auch durch andere Anbieter zu fragen. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu entwickeln. Es sollen Kurzzeitangebote „fast direkt vor der Haustür" (weiter-) entwickelt werden. Entstehende längerfristige (Interessen-) Gruppen werden in bestehende Einrichtungen im Stadtteil integriert. Dafür wird eine intensive Netzwerkarbeit betrieben. Es wird die Möglichkeit gegeben, dass sich andere Akteure mit ihrer Stadtteilarbeit im Mobilen Treff beteiligen oder sich präsentieren können. Größere Veranstaltungen werden in Kooperationen mit weiteren Akteuren in der Stadtteilarbeit Davenstedt vereinbart. Im Mobilen Treff werden niedrigschwellige Angebote geschaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Er steht mit verlässlichen Öffnungszeiten an dezentralen, markanten Plätzen im Stadtteil, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen zu entwickeln. Mithilfe der Mitarbeitenden werden sie motiviert, selbst aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt- Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Davenstedt, ein eher unauffälliger Stadtteil hat mehrere Auffälligkeitsgebiete bei Betrachtung der Mikrobezirke; das Wohnviertel um den Marktplatz mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und sozialen Schwierigkeiten, ein Schlichtwohngebiet (Aktuell eine Bauruine) und Straßenzüge mit vielen Menschen im sehr hohen Alter und mit besonderen sozialen Problemlagen. Traditionelles Vereinsleben gibt es nur noch im Sportverein, der Feuerwehr und der Kleingartenvereine. Vorhandene Angebote der Stadtteilarbeit decken nicht den Bedarf der Freizeit und Kulturarbeit und die Nachfrage nach Kommunikation. Es sind jedoch ausreichende Räumlichkeiten mit freien Kapazitäten für Gruppen und mehr vorhanden. Der Stadtteil ist weitläufig und durch Kleingartenanlagen und Sportplätze zweigeteilt. Das eigentliche Nahversorgungszentrum, der Davenstedter Marktplatz liegt am südlichen Stadtteilrand, ist unattraktiv und gilt als sozialer Brennpunkt, obwohl sich hier die Freizeit- und Kultureinrichtungen konzentrieren. Große Wohngebiete sind von Ein- und Zweifamilienhäusern, sowie kleinen Mietbauten geprägt. In anderen Mietbezirken ist durch die Wohnbebauung eine (sehr) hohe Bevölkerungsdichte zu verzeichnen. Die weiten Wege im Stadtteil sind für ältere Menschen, aber auch für viele junge Familien problematisch. In der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" sind u. a. diese Probleme beschrieben. Dazu gibt es die vorbereitenden Untersuchungen für einen Antrag an das Programm "Sozialer Zusammenhalt" für den Bereich um den Davenstedter Marktplatz mit dem Schlichtwohngebiet am Geveker Kamp.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Der Stadtteil Davenstedt liegt am westlichen Stadtrand der Landeshauptstadt. Im Norden schließt sich Ahlem an und im Süden Badenstedt. Diese 3 Stadtteile bilden den Stadtbezirk 11. Im Westen von Davenstedt beginnt die Feldmark und im Osten (stadteinwärts) ist Davenstedt durch das Gewerbegebiet Lindener Hafen von Hannover abgeteilt.
Einwohnerzahl
10915
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH Unter Sonstige ist ein Mikrobezirk benannt mit besonders hoher Altersdichte. Es gibt zwei weitere Mikrobezirke mit einem auffällig hohen Anteil der Bevölkerung über 60 Jahre.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
47
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH. Anmerkung: Unter "Sonstige" ist der Mikrobezirk um den Davenstedter Marktplatz dargestellt. Im Norden des Stadtteils gibt es einen weiteren Mikrobezirk mit 44,5 % Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019).
GWA/QM-Ansatz
Der Mobile Treff ist ein Angebot, dass sich an der konkreten Wohnsituation der Bewohner/innen vor Ort orientiert. Dabei gibt es einen Schwerpunkt auf lokale Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der funktionalen GWA. Es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen. In der Vorbereitung, um die Bedarfe zu ermitteln wird auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil entsprechende Angebote zu entwickeln.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen die Angebote an. Dabei kommen entsprechend der Angebote alle Altersgruppen vor.
Beschreibung
Die Angebote sollen mit Ideen der Bewohner/innen ergänzt werden und die Bewohner/innen werden selbst aktiv, als Ehrenamtliche.
Beschreibung
Weitere Träger sozialer, ökologischer, freizeitpädagogischer oder kultureller Angebote nutzen den Mobilen Treff als Angebots-/Veranstaltungsort.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. St. Johannes Kirchengemeinde, Kath. Kirchengemeinde St. Godehard mit St. Benno, Christkönig, Maria Trost
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - "Desperados" u. Kurt-Partsch-Haus, Cafe Kiezbook, VSE,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksmanagerin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Friedrich-Ebert-Schule, Grundschule In der Steinbreite
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Plantage e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Meravis, Hanova, Gartenheim, ZVK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Westend Kurier
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Mit der Konzentration der Stadtteilarbeit auf die Einrichtung Mobiler Treff finanziert die Stadt Hannover mit einer Zuwendung eine knappe halbe Stelle. Eine erste Zuwendungserhöhung für 2021/22 ist beantragt. Über eine weitere Erhöhung der Zuwendung verhandelt werden. Durch die Kooperation mit Fachberatungsstellen des Trägers sollen weitere Mittel für das Stadtteilangebot zur Verfügung stehen. Es gibt erste Überlegungen im Mobilen Treff weitere selbstfinanzierte Angebote zu verorten.
Zustimmung Veröffentlichung
On

GWA Alt-Cuxhaven

Ansprechpartner
Sven Wersien
Organisation Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk
Funktion 1.Vorsitzender
Wir erschaffen HEIMAT: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Entstanden ist „Alles“ 2014 aus der Not heraus, dass sich viele Migranten allein gelassen und bei Umzügen, Renovierungen und Möbelbeschaffung überforderte fühlten. Einige Einwohner ließen sich von dieser Not bewegen und waren zur Stelle, um zu helfen. Dies sprach sich herum, so dass auch von Wohlfahrtsverbänden etc. Bedarfe an diese Engagierten weitergeleitet wurden. So wuchs die ehrenamtliche Initiative stetig weiter. Ende 2017 wurde ein Verein gegründet und mit der ersten Modellförderung wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: ab 2018 wurde durch die Verknüpfung von Ehrenamt mit einem Hauptamtlichen (TZ) eine neue Struktur geschaffen und damit die Basis für eine fundierte GWA im Quartier gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstand Nähe und somit die Grundlage für vertrauensvolle Beziehungen. Häufig wurden aus den Hilfeempfängern neue ehrenamtliche Mitarbeiter. Darüber erfuhren wir zunehmend von weiteren Bedarfen und „neuen“ Nöten auch anderer Bevölkerungsgruppen. So wurden passende, weiterführende Angebote etabliert und zu anderen Beratungsstellen vermittelt. Als Ergänzung zu der zuvor beschriebenen Geh-Struktur konnten wir im März 2020 das Begegnungszentrum Tante Emma eröffnen. Hier haben wir endlich die wichtige und ergänzende Anlaufstelle (Komm-Struktur) in einem ansprechenden Rahmen im Herzen von Alt-Cuxhaven schaffen können. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die örtliche GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen. Erschreckender Weise erleben wir immer öfter, wie EinwohnerInnen alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neuzugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht angekommen und noch immer alleine. Wir stellen fest, wie grundlegende Fähigkeiten fehlen, positive und stärkende Beziehungen aufzubauen und selbst Schritte zu gehen, um an erlebten Missständen Veränderung zu bewirken. Im Quartier erkennen wir keine andere Stelle, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um dieser Not der EinwohnerInnen zu begegnen und sie unterstützt und begleitet. Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchenden Angeboten und daran anknüpfenden, niedrigschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken. Sie werden zunehmend befähigt, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Unser Quartier ist davon geprägt, dass neben Geschäftslokalen viel preisgünstiger Wohnraum vorhanden ist, der oft von sozial benachteiligten Personen bewohnt wird. Zugleich sind einige Bereiche aber für Neubürger attraktiv: Menschen wählen Cuxhaven als Altersruhesitz und können in Alt-Cuxhaven zentral (Infrastruktur) und gleichzeitig nah am Wasser leben. Dies bewirkt eine stellenweise Sanierung von Wohnraum, welche die Verdrängung der ursprünglichen Bewohnerschaft bewirkt. Die verbesserte Gebäudesubstanz zieht häufig gutsituierte Bürger und Neubürger an. Hieraus ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt. Eine weitere Facette beleuchtet der Armutsbericht des Landkreises, welcher die Armutsbedrohung vor allem für Ältere, Alleinerziehende und Migranten benennt. In dem Zusammenhang sticht die private Verschuldung in unserem Quartier hervor: die Quote liegt hier bei 19% der Erwachsenen (Bundesdurchschnitt 10 %). Somit finden sich in unserem Quartier viele zu integrierende Neubürger und auch sozial abgehängte Bevölkerungsteile in einem anonymen Nebeneinander und heterogenen Umfeld. Vor Ort wird offensichtlich, wie eine Kluft nicht nur zwischen Arm und Reich sondern auch zwischen Kulturen und Generationen auftut.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt - siehe Bevölkerungspyramide (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide); Projektgebiet = Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03352-Cuxhaven.html?nn=25856&year_month=202007
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Cuxhaven - siehe Anlagen
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Gesamtstadt www.wegweiser-kommune.de - siehe Anlage Projektgebiet geschätzt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle www.weg-weiser-kommune.de (siehe Anlage) nur ab 65 Jahre; zzgl. ca. 7% der 60-64 Jährige (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: www.wegweiser-kommune.de für Gesamtstadt; Schätzung für Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem Gebiet. So können sich Initiativen sich um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich.).
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Beschreibung
BweohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Resspurcen genutzt.
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist er das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 (u.a. Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Shalomhaus, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbersverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhoff Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hanel Seniorenstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im Letter of Intent des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir vom Landkreis als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Somit könnte dies einen wesentlichen Teil zur zukünftigen Finanzierung beitragen. Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre

Ansprechpartner
Oliver Ding
Funktion Projektleiter
Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
Projektbeschreibung
Wir möchten in der Gemeinde Lehre an drei Standorten bis Ende 2020 sechs Wettbewerbe zur Lyrik durchführen. Teilnehmen können alle Bewohner*innen der Gemeinde: z.B. Senioren, Geflüchtete, Migranten, Jugendliche, Kinder, Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir möchten die Menschen zusammen bringen und vorhandene kulturelle Räume wie Gemeinderaum / Schule / Halle in Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen nutzen. Koordiniert wird das Projekt aus dem Büro in Groß Brunsrode. Alle Teilnehmer*innen sollen in den Wettbewerben darüber schreiben, was es ihnen bedeutet in der Gemeinde zu leben, was für sie diese Gemeinde ausmacht und was ihnen möglicherweise fehlt. Außerdem sollen sie beschreiben was ihnen persönlich wichtig ist. Damit erfassen wir was die Leute bewegt, bringen sie zusammen und entwickeln Verständnis füreinander. Wir stärken die Kommunikation und den Zusammenhalt - gleichzeitig finden wir Vorschläge für Verbesserungen / Ergänzungen. Die Wettbewerbe sollen vom Sommer 2019 bis Ende 2020 organisiert werden. Es handelt sich um vier Wettbewerbe. Die Teilnehmer/innen können jederzeit ein- und/oder aussteigen. Wir möchten die Menschen zusammenbringen und ihnen durch Workshops das Rüstzeug an die Hand geben ihre Texte zu entwickeln. Das heißt: Experten bringen den Interessierten bei, wie sie Texte entwickeln und präsentieren können. Die Möglichkeiten sind vielfältig und Inklusive. Auch Menschen, die auf eine leichte Sprache angewiesen sind (z.B. Geflüchtete, Menschen mit Beeinträchtigung) können mitmachen. Es wird neben dem Textlichen auch z.B. mit Kollagen, Icons und Bildsprache gearbeitet. Die Freiwilligenagentur verfügt über ein Netzwerk in der Region mit Dozenten, die die notwendigen Techniken niederschwellig vermitteln können. Die Dozenten werden ggf. aus den umliegenden Gemeinden (LK Helmstedt, Stadt Braunschweig und Stadt Wolfsburg sowie LK Gifhorn) gewonnen. Für die Umsetzung werden Kulturvereine aller Art sowie Einrichtungen (z.B. Wohlfahrtspflege, Lebenshilfe, Feuerwehr) und Sportvereine gebeten mitzumachen. Die Ergebnisse der Wettbewerbe werden sowohl in die Gemeinde gegeben als auch veröffentlicht. Dies soll in Form von Ausstellungen erfolgen. Im Idealfall werden hier auf künstlerische/spielerische Weise Vorschläge entwickelt, die sich zur Erweiterung der Gemeinwesenarbeit einsetzen lassen. Nach Abschluss des Projektes können die Ergebnisse weiterhin genutzt werden - das Konzept können weitere Gemeinden nutzen.
Ausgangslage
Es bestehen Kulturräume, die genutzt werden sollen (z.B. Börneken-Halle in Lehre, Koordinationsbüro in Groß-Brunsrode). Vor Ort sind Geflüchtete, vor allem aus afrikanischen Ländern, die sich integrieren möchten und vom Verein "Willkommen in Lehre" unterstützt werden. Wir möchten in den Lyrik-Wettbewerben die verschiedenen Menschen in drei Standorten zusammen bringen, von ihnen wissen was sie bewegt, was ihnen wichtig ist, wie sie sich in der Gemeinde aufgehoben fühlen, was ihnen ggf. fehlt und was sie sich wünschen. Die Gemeinde Lehre ist als Teil des ehemaligen Reviers Helmstedt von den Auswirkungen des Strukturwandels betroffen und wird dafür zu wenig entschädigt. In "strukturschwachen" Gebieten sind insbesondere die Menschen vor Ort gefordert, sich freiwillig zu engagieren und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Zu diesen und ähnlichen Themen, die den Menschen auf der Seele liegen, soll der Lyrik-Wettbewerb herausfinden, was den Menschen wichtig ist und was es für Lösungen geben könnte. Darum bauen die Workshops auch thematisch aufeinander auf und die Netzwerke innerhalb und zwischen den Orten werden gestärkt. Die Inhalte der Texte bestimmen erst mal die Bürger und damit auch die Themen. Die Freiwilligenagentur hat Erfahrung allen Themen um das Ehrenamt sowie mit der Umsetzung von Projekten, die von Bürgern ausgehen. Sie bringt Menschen zusammen, die sonst im Alltag selten ins Gespräch kommen. Das Projekt hilft auch mögliche Vorbehalte abzubauen und Menschen miteinander in Kommunikation bringen. In dieser wird die Kreativität angeregt und den Menschen die Möglichkeit gegeben ihre Ergebnisse zu präsentieren (hier: Texte, Gedichte, Kollagen).
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lehre
Beschreibung
Das Dorf Lehre befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
4255
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lehre Bürgermeister Andreas Busch / Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zum 1. Februar 2018 lebten nach Zählung der Gemeinde 4.255 Einwohner im Ortsteil Lehre. Er liegt etwa auf halber Höhe zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Durch den Ort fließt von Ost nach West die Schunter. Im Osten des Ortes lag im Forst Kampstüh die Heeresmunitionsanstalt Lehre, heute teilweise ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Ort befinden sich die Oberschule Lehre und die Grundschule Lehre. Quelle: Wikipedia
Unterlagen zum Gebiet
lehre_maps.jpg (448.64 KB)
Gebiet-Name
Wendhausen
Beschreibung
Das Dorf Wendhausen befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Es liegt an der Autobahn A2 an der Abfahrt Essehof.
Einwohnerzahl
1605
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wendhausen liegt etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum Braunschweigs. Verkehrsmäßig ist er durch die L 295 an Braunschweig und Wolfsburg angebunden. Außerdem ist er an die A 2 durch die Autobahnausfahrt Braunschweig-Ost angeschlossen. Durch den Ort fließt die Schunter in zwei Armen, die in der Niederung einen etwa 400 m breiten und etwa 2 km langen Werder umfließen. Nach dem letzten Schuljahr 2013/2014 wurde die Grundschule geschlossen. Heute beherbergt das Gebäude die Kindertagesstätte "Mühlenknirpse". Die alte Kita an der Hauptstraße wurde zu einem Dorfmuseum umfunktioniert. Quelle: Wikipedia
Unterlagen zum Gebiet
wendhausen_maps.jpg (789.48 KB)
Gebiet-Name
Groß Brunsrode
Beschreibung
Das Dorf Groß Brunsrode befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Es liegt räumlich genau in der Mitte zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
769
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Groß Brunsrode ist durch Kreisstraßen mit den umliegenden Ortschaften verbunden. Von 1942 bis 1975 besaß das Dorf einen Bahnhof an der Schuntertalbahn Braunschweig–Fallersleben. In der Ortschaft gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, welches von der Gemeinde Lehre unterhalten wird. Im selben Gebäude befindet sich die Gaststätte "Zum Krug".
Unterlagen zum Gebiet
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Lyrik-Wettbewerbe werden angenommen und es kommen verschiedenen Menschen zusammen. Sie nehmen an Workshops teil, tauschen sich aus und lernen sich "lyrisch" auszudrücken. Gemeinsam stellen sie die Ergebnisse als Ausstellungen in der Gemeinde aus.
Beschreibung
Die Bewohner/innen verschiedenen Alters, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Beeinträchtigung kommen in diesem Projekt zusammen. Sie nehmen gemeinsam an Lyrik-Wettbewerben teil und stellen ihre persönliche Sicht zu ihrem Lebensumfeld vor.
Beschreibung
Die in den Wettbewerben von der Bewohner/innen verfassten Texte werden ausgestellt und ausgezeichnet. Diese Texte enthalten idealerweise Statements / Ideen / Vorschläge zur Verbesserung / Erweiterung der Infrastruktur.
Beschreibung
Die Netzwerke der drei Orte Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen werden gestärkt. Die Lyrik-Wettbewerbe beiden die Möglichkeit zum Austausch und sie bringen Vereinen und Initiativen, die als Netzwerkpartner eingebunden werden, (noch) enger zusammen.
Vorhandene Strukturen
Wir verfügen vor Ort über ein Projektbüro (mit festen Öffnungszeiten) von dem aus das Projekt koordiniert wird. Dieses Projektbüro wird von der Gemeinde Lehre zur Verfügung gestellt. Es befindet sich in Groß Brunsrode. Dabei arbeiten wir mit der Gemeinde (d.h. dem Rathaus und dem Bürgermeister) sowie den an den drei Standorten ansässigen Initiativen, Gruppen und Vereinen wie z.B. Feuerwehren, Chor und Musikgruppen, Kulturvereinen, Künstler*innen, Multiplikatoren, Initiativen und Gruppen eng zusammen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Rathaus Lehre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Börneken-Halle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine Wendhausen und Lehre
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Engagierte Bürger/innen der Kommunen Lehre / Wendhausen / Brunsrode
Typ
Stadtteil
Galerie
p1030028
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ecovillage-Hannover; ein selbstorganisiertes Modellstadtquartier mit kostengünstigen Wohnungen

Ansprechpartner
Hans Mönninghoff
Funktion Projektkoordinator
Gemeinsam planen - ökologisch und kostengünstig in einer Gemeinschaft wohnen
Projektbeschreibung
Geplant ist ein experimentelles Wohn- und Lebensquartier für bis zu ca. 1.000 Menschen in Genossenschaftsform. Umgesetzt werden soll die Vision eines nachhaltigen Quartiers in einer Großstadt mit einem hohen sozialen Standard. Dabei sollen die Reduktion des Ressourcenverbrauchs aufgrund einer selbstbegrenzten Lebensweise („Suffizienz“) und gemeinschaftliche Lebensformen im Mittelpunkt stehen. Neben den Wohnformen kommen bei dem Projekt auch anderen sozialen oder ökonomischen Aspekten eine hohe Bedeutung zu: Flächen für den Lebensmittelanbau, Inklusion, Kooperation, Generationensolidarität, ein Tausch- und Leihsystem für die Bewohner*innen, usw.. Beabsichtigt sind möglichst niedrige Baukosten bzw. Mieten, insbesondere für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen, aber auch Flächen für "suffiziente" Baugemeinschaften von besserverdienenden Älteren, die heute in großen Wohnungen leben und durch den Umzug in das neue Stadtquartier an anderer Stelle in der Stadt Wohnflächen frei machen. Die Landeshauptstadt Hannover hat der Initiative eine 50.000 m² große Baufläche mit einem bestehenden Bebauungsplan am Rande der Stadt in Aussicht gestellt (Nord-Kronsberg), wo bis zu 400 relativ kleine Wohneinheiten ("Tiny-Wohnungen") errichtet werden könnten. Ziel des Projektantrages und der Initiative Ecovillage-Hannover ist ein „bottom-up“- Organisationsprozess, in dem: - die Zielgruppe von Stadtbewohner*innen mit niedrigem Einkommen gezielt angesprochen und für das Projekt gewonnen werden sollen; - insbesondere diese Zielgruppe am Planungsprozess für das Projekt beteiligt werden soll, - genossenschaftliche Strukturen erarbeitet werden, die im besonderen Maße die Beteiligung der zukünftigen Bewohner*innen berücksichtigen (Ecovillage-Beirat, usw.). Weitere Infos unter www.ecovillage-hannover.de
Ausgangslage
In Hannover gibt es einen eklatanten Mangel an kostengünstigen Wohnungen. In den Neubaugebieten entstehen überwiegend hochpreisige Wohnungen, die von einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen nicht finanziert werden können. Auch die hohen ökologischen Standards der Neubauten tragen zur Kostensteigerung bei und es gilt Konzepte zu entwickeln, wie dieser hohe Standard beibehalten bleibt, die Baukosten und Mieten aber tragbar sind.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nord-Kronsberg
Beschreibung
Die Stadt Hannover ist im Grundsatz bereit, für das Projekt bis zu 50.000 m² Baufläche im nördlichen Bereich des Kronsberges zur Verfügung zu stellen.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
1000 Bewohner*innen ist die Zielzahl mehrerer Ecovillage-Bauabschnitte. Beim Startprojekt sind ca. 400 Wohneinheiten für ca. 600 Menschen möglich
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Ziel ist es, die zukünftigen Bewohner*innen des Modellquartiers zu motivieren, sich an der Quartiersentwicklung und darauf aufbauend dem konkreten Planungsprozess zu engagieren. Dies war bisher sehr erfolgreich: Bei der Eröffnungsveranstaltung waren ca. 300 Personen anwesend, mehr als 200 Personen in 12 Arbeitsgruppen arbeiten zur Zeit an den ersten Konzeptideen (siehe auch www.ecovillage-hannover.de) und am 01.06.2019 ist darauf aufbauend mit 400 Personen eine Visionskonferenz geplant. Die bisherige Arbeit wurde ausschließlich ehrenamtlich geleistet, was beim großen Interesse, das das Thema erreicht hat, nicht länger leistbar ist. Der Förderantrag bezieht sich auf die jetzt folgende einjährige Konkretisierungsphase mit a) Erreichung speziell der Zielgruppe einkommensschwacher Personen b) Genossenschaftsgründung und Beteiligung der zukünftigen Bewohner*innen am konkreten Planungsprozess
Qualitätskriterien
Beschreibung
a) Möglichst viele der zukünftigen Bewohner*innen sollen in der Planungsphase mitarbeiten; b) Alle zukünftigen Bewohner*innen sollen Genossenschaftsmitglied werden und damit Mitbestimmungsrechte über die konkrete Ausgestaltung des Projektes erhalten.
Beschreibung
Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung (Stadtplanung, Sozialdezernat, Seniorenarbeit, u.a.), mit Trägern u.a. im Migrations- und Obdachlosenbereich, mit der Bundesanstalt für Arbeit (Qualifizierungsprojekte beim Bau von Tiny-Häusern), usw.
Beschreibung
Schaffung einer modellhaften Genosenschaftssatzung mit umfangreichen Beteiligungsverfahren der Bewohner*innen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Bereich Wohnungsversorgung, Sozialdezernat mit verschiedenen Untergliederungen, Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
bestehenden Wohnungsgenossenschften und Wohnungsbauträgern soll die Möglichkeit geboten werden, sich mit Bausteinen an dem Projekt zu beteiligen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Sozialverbände,Gruppierungen im Migrations- und Obdachlosenbereich, um die Zielgruppe einkommensschwacher Haushalte gezielt zu erreichen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zielgruppe sind alle sich für das Thema Suffizienz ("Selbstgenügsamkeit") interessierende bzw. ansprechbare Bewohner*innen Hannovers
Typ
Stadtteil
Galerie
visualiserung
Zustimmung Veröffentlichung
On

1 Leben im Meer - Aktiv für die Insel Spiekeroog (Teilprojekt 1)

Ansprechpartner
Matthias Piszczan
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Spiekeroog - Aufbau eines nachhaltigen Gemeinwesens mit dem Themenschwerpunkt "zukunftsfähige Mobilität sowie insulare Ver- und Entsorgung"
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Mit seinen 844 Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln, in Bezug auf die Einwohnerzahl, wie auch in Bezug auf den Anteil an ausländischen Mitbürgern (rund 13% gegenüber Juist mit rund 28%). Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, der Gesamteindruck idyllisch. Dennoch hat auch Spiekeroog mit der Abwanderung der Jugend, der zunehmenden Belastung durch die steigende Zahl an Gästen und Übernachtungen zu kämpfen. Auf der tideabhängigen und flugplatzlosen Insel müssen alle Gäste und alle Insulanerer mit der Fähre zum Festland bzw. zur Insel und es müssen sämtliche Nahrungsmittel, Konsumgüter und der gesamte Abfall per Fähre transportiert werden. Stetig wächst die Insel in der Hauptsaison von Dorf- auf Stadtgröße (rund 96.000 Gäste in 2017), mit allen Konsequenzen bei der insularen Infrastruktur, sowohl was die weichen, wie auch die harten Faktoren angeht. Bei allen Anstrengungen, den Gästen den Urlaub auf der Insel so bequem wie möglich zu machen, schließlich ist der Tourismus der einzige Wirtschaftsfaktor, kommt mittlerweile die work-life-balance, wie auf allen anderen Inseln, zu kurz. Die mit dem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit hat in dieser Gemengelage viele und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Die ostfriesischen Inseln arbeiten zunehmend gemeinsam an ihrer Entwicklung; die Zusammenarbeit in der Leader-Region Wattenmeer-Achter ist ein deutliches Beispiel dafür. Deshal haben sich die beteiligten Inseln Schwerpunktthemen gesetzt, die exemplarisch für die jeweils anderen bearbeitet werden. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt deshalb die insel- und themenübergreifende Vernetzung der Inselpartner, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Spiekeroog hat dabei das Schwerpunktthema "zukunftsfähige Mobilität und insulare Ver- und Entsorgung" stellvertretend für die anderen ostfriesischen Inseln übernommen. Diese Schwerpunktsetzung für die grüne Insel Spiekeroog kommt nicht von ungefähr, setzt sich doch die Insel bereits seit längerem intensiv mit der nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der naturschutzfachlich hochwertigsten Flächen im Biosphärenreservat Nds. Wattenmeer auseinander (außeruniversitärer Forschungsstandort der Uni. Oldenburg). Die im Rahmen der des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insbesondere diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Auf Spiekeroog läuft seit 2007 ein Zukunftsprozess mit dem Ziel, Spiekeroog zu einer umweltgerechten Gemeinde zu entwickeln. Deutlich wird, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht, gleichzeitig aber auch grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft zunehmend in den Fokus geraten (u.a.: bezahlbarer Wohnraum fehlt, die Nahversorgung ist mangelhaft, Freizeitangebote für Jugendliche fehlen) . Das bisherige Engagement der Akteure auf Spiekeroog, sich für ihre Lebensumwelt einzusetzen, soll dabei als positiver Motor für die Gemeinwesenarbeit fungieren. Nach der Einrichtung des Inselbüros sollen die Spiekerooger zum Mitmachen angeregt werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst ihrer Themen annehmen, Arbeitsgruppen bilden, Schwerpunkte setzen, einen Aktionsplan aufstellen und ihre Ideen, Maßnahmen und Projekte priorisieren. Viele Ideen sind bereits in der Zukunftsstadt-Phase entstanden, sie können Ausgangspunkt sein für die weitere Arbeit. Die Akteure sollen stärker Einfluss auf die Politik und die übergeordneten Strukturen nehmen und Handlungsoptionen entwickeln, wie sich die Inseln stärker mit den Themen positionieren können. Ansätze für das Schwerpunktthema sind: der Einsatz bzw. die Nutzungsintensität von Ressourcen, die Ressourceneffizienz, der ökologische Fußabdruck, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, die Reduzierung des Wasserverbrauchs, die Abfallvermeidung und die Erhöhung der Recyclingquote sowie klimafreundliche Transportmittel (über Autofreiheit und E-Mobilität hinaus) und der Einsatz regenerativer Energien.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Spiekeroog
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Inselgemeinde Spiekeroog.
Einwohnerzahl
805
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Spiekeroog Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die GWA soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 50% der Bevölkerung beteiligt sich aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens.
Beschreibung
In der Transformationsphase hat sich eine feste Gruppe an Aktiven auf Spiekeroog gebildet, die den Transformationsprozess weiter vorantreibt, sich regelmäßig trifft und ein Bündnis zwischen Insel-Politik, -Verwaltung und -Bürgerschaft verstetigt.
Beschreibung
Die Akteure haben auf Spiekeroog ein Kataster mit Stärken und Unterstützerpotentialen aufgestellt, das für die Insulaner zur Verfügung steht und insbesondere in Stresssituationen puffernd wirken kann.
Beschreibung
Spiekeroog hat bereits früher einen durch die Inseljugend angestossenen Mediationsprozess durchlaufen, an dessen Ergebnissen angeknüpft wurde. Durch die intensive GWA wurden die Kontakte zwischen den unterschiedlichen Inselgruppen deutlich verbessert.
Beschreibung
Spiekeroog steht als außeruniversitärer Standort (Uni. Oldenburg) bereits im wissenschaftlichen Fokus und konnte sich mit seinem Schwerpunktthema Mobilität und Ver-/Entsorgung sowohl den anderen Inseln, als auch überregional als Wissensstandort empfehlen.
Beschreibung
Die Spiekerooger Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Spiekeroog
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordseebad Spiekeroog GmbH - Kurverwaltung & Schifffahrt-
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hermann Lietz Schule (Internatsgymnasium)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nationalparkhaus Wittbülten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Universität Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KV Spiekeroog, Reit- und Fahrverein Spiekeroog, Spiekerooger Segelclub, Spiekerooger Sportverein, Museumsverein Spiekeroog
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DEHOGA-Inselverband Spiekeroog
Typ
Stadtteil
Galerie
folie1
folie2
folie3
folie4
Zustimmung Veröffentlichung
On

3 Leben im Meer - Jugend mit Zukunft auf Wangerooge (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Marcel Fangohr
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Wangerooge - Qualifizierte Jugendarbeit und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln und mit 1.330 Einwohnern auch eine der kleineren. Wangerooge ist mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe der Insel vollständig ausgelastet und die Einwohnerzahl der Insel steigt auf Großstadtniveau an. Außerhalb der Saison zieht sich die Einwohnerzahl wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Der Insel fehlt außerdem zunehmend der Nachwuchs: Die Beschulung ist auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse möglich, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Die Jugend, die im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt, kehrt später in den wenigsten Fällen zurück, aufgrund fehlender Perspektiven wie z. B. dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den hohen Lebenshaltungskosten (Wangerooge ist nur per tideabhängiger Fähre oder Inselflieger erreichbar; damit werden auch alle Güter transportiert). Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen meist Ausbildungsmöglichkeiten abseits des Tourismus, sodass die Entscheidung, auf das Festland zu gehen, schnell getroffen ist, zumal Bedürfnisse der Jugendlichen, insb. in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge aufgrund der begrenzten Möglichkeiten oftmals zu kurz kommen. Die beschriebene Situation hat weitreichend Auswirkungen auf das Vereinsleben, die Inselgemeinschaft und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge, aber auch die Verfügbarkeit von Fachkräften. Die mit diesem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort, insb. auch für Jugendliche und junge Menschen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Wangerooge arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Warum bietet die Insel mir nicht das in meiner Freizeit, was ich mir wünsche? Wie komme ich aufs Festland, wenn die Fähren gerade mal wieder nicht fahren? Was mache ich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? - Dieses sind nur einige der Fragen, die sich Jugendliche auf Wangerooge, gleichermaßen wie auf den anderen Inseln, stellen und die im Rahmen des Projektes eine Rolle spielen werden. Seit einiger Zeit arbeiten zwei Jugendvertreter in den politischen Gremien mit. Darüber hinaus gibt es eine Jugendbeauftragte der Verwaltung, die als Kontaktperson für die Jugendlichen zur Verfügung steht. Auf diese ersten Ansätze soll aufgebaut werden. Durch die Gemeinwesenarbeit soll ein Prozess angeschoben werden, der die gesamte Inselbevölkerung einschließt und in Folge dessen die Herausforderungen, denen sich die Wangerooger Inselgemeinschaft stellt, angegangen werden; mit dem Ziel, dass die Insel langfristig auch wieder für junge Menschen attraktiv wird. In diesem Zuge müssen Bleibe- und Rückkehrperspektiven geschaffen werden, um Fachkräfteengpässe zu beheben und einen Umgang sowohl mit dem Fachkräftemangel wie auch mit dem demografischen Wandel zu entwickeln. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Verknüpfung der Sicherung und Entwicklung von Angeboten für Fachkräfte und Ausbildungsmöglichkeiten gerade für junge Menschen gelegt werden. Darüber hinaus sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner Wangerooges, darunter auch die Jugendlichen, für Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement sensibilisiert und motiviert werden. Die Art und Weise wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern selber vorgegeben, die einzustellende Person arbeitet als Motivator, Netzwerker und Facilitator.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1330
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 07/2017
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Wangerooger Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle (Alters-)Gruppen sind in den Prozess involviert und profitieren davon.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Wangerooger Bewohnerinnen und Bewohner haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf

Ansprechpartner
Margareta Seibert
Funktion Fachbereichsleiterin
HO - VereinT- Aufbau von Integrativer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau von Gemeinwesenarbeit mittels Einrichtung der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Aktivierende Bewohnerbefragung um die Bedarfe, Bedürfnisse und Problemlagen im Quartier kennenzulernen. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym und findet bei den Bewohnern zu Hause statt. Ergebnisse werden nach Abschluss öfffentlich präsentiert. 2. Beratung und Unterstützung der AnwohnerIn im Quartier 3. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt etc. Weiter zählen zu den Aufgaben des Kümmerers die Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses das im März 2020 in Betrieb gehen soll . Dort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden, die Hilfe zur Selbsthilfe zu aktivieren. Begründung: In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit, die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entstand ein Vakuum an Unterstützungskompetenz, das sich in vielfältiger Weise äußerte: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche Vorurteile abzumildern. Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen". Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
Ausgangslage
Hessisch Oldendorf ist eine Flächenkommune mit 24 Ortsteilen. Der größte Ortsteil, die Kernstadt, weist eine besondere Bevölkerungsstruktur auf. Hier leben 30 % der Menschen mit Migrationshintergrund, während in den den anderen OTs nur wenige leben. Der Anteil der Haushalte mit niedrigem Einkommen (51,1%) liegt über dem Landesdurchschnitt. 380 Geflüchteten und deren Integration in die Infrastruktur istdeshalb eine große Herausforderung. Die dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile scheiterte an fehlender Infrastruktur und führte zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt. Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wurde von den Geflüchteten als besseres Wohnumfeld angenommen. Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Neben den aus ca. 20 Nationen geflüchteten Menschen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung von EU- Ausländern, die sich wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Notunterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagierten mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur dringend erforderlich.
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungsein-richtungen (Kita und Schule) weisen hohe Migrantenanteile auf. Es fehlt an gegenseitigem Einblick in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau der GWA vor Ort soll Unterstützer und Unterstützungsbedürftigen Hilfe zur Sebstorganisation bieten um eine tragfähige Vernetzungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Stadthaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angeboten die Kommunikation zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen. Die GWA ist sozialräumlich ausgerichtet und stellt die BewohnerIn ins Zentrum. Sie versteht sich sowohl als Bildungsarbeit als auch als Motor zur Förderung der Selbstorganisation.
Galerie
haus
Aufsteller
img_3304.jpg (1.37 MB)

Gemeinsam in Norden

Ansprechpartner
Frank Martens
Funktion Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur mit vielen neuzugewanderten Personen sowie Personen, die von Transferleistungen abhängig sind. Ein Gemeinschaftsgefühl konnte bisher in den Gebieten nicht entstehen. Daher wird durch das Projekt eine Anlaufstelle geschaffen. Dort ist Begegnung möglich und es können von Bewohner/innen gewünschte Beratungs- oder andere Angebote stattfinden. Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter/innen eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Tidofeld. Es ist geplant, dass die Gemeinwesenarbeiter/innen sich mit den Strukturen vor Ort auskennen und durch ihre Anbindung an den Landkreis mit Ämtern und anderen Akteuren gut vernetzt sind. Die Gemeinwesenarbeiter/innen gestalten ihre Arbeit offen für die Bedürfnisse der Bewohner/innen und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an. Gemeinsam wird ein Weg erarbeitet, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Die Bewohner/innen werden ermutigt sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen. Neben der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und der Ansprache der einzelnen Bewohner/innen bezüglich ihrer Verbesserungsvorschläge, ist das Netzwerk mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Die Gemeinwesenarbeiter/innen eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Menschen in den beiden Gebieten. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten sowie non-formalen Bildungsangeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennenzulernen. Durch die gemeinsame Teilnahme wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Bereits heute arbeitet die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung in verschiedenen Projekten mit der Hochschule Emden zusammen. Für das vorliegende Projekt ist eine wissenschaftliche Begleitung durch die HS Emden geplant.
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Es wird immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Es konnten innerhalb des Landkreises verschiedene Gebiete identifiziert werden, die stark von Flüchtlingszuzug betroffen sind. Zu diesen Gebieten gehören zwei Quartiere in der Stadt Norden. In diesen Bereichen lebt gleichzeitig ein hoher Anteil von Leistungsempfänger/innen. Beide Quartiere sind einerseits geprägt durch Straßen mit Wohnblocks, in denen sich ausländische und sozial benachteiligte Menschen ansiedeln. Wegen günstiger Mieten und der zentralen Lage in der Mittelstadt Norden ziehen weiterhin neuzugewanderte Menschen in die Wohnblocks der Quartiere. Die ausländischen Bewohner/innen sind teilweise bereits gut miteinander vernetzt, nehmen aber keinen Kontakt zu Einheimischen auf. Die Wohnblocks grenzen andererseits an Straßen mit Einfamilienhäusern, die größtenteils von Alteingesessenen bewohnt werden. Das Nebeneinander ohne Miteinander birgt großes Konfliktpotential. Bisherige Angebote und Initiativen wenden sich an spezielle Gruppen und lassen keine Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen entstehen. Außerdem sind Angebote oft nicht ausreichend bekannt. Es fehlt eine Stelle, die die Angebote besser miteinander vernetzt. Außerdem gibt es keinen Treffpunkt innerhalb des Quartiers, der die Anonymität der Stadt aufhebt und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander näherbringt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwest
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohner/innen besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4993
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Straßen mit einem Ausländer/innenanteil von über 50% (Warfenweg 51,5%), Sonstige: Prozentanteil im gesamten Landkreis Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger/innen, ALG I - Empfänger/innen wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II - Empfänger/innen im Landkreis Aurich gesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen (Bremer Str. 73,7%, Gerhart-Hauptmann-Str. 74,6%, Funkweg 34,1%, Hamburger Str. 59,8%, Mühlenlohne 34,8%, Warfenweg 60,8%). Sonstige: Empfänger von Transferleistungen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Stadtteil Tidofeld
Beschreibung
Das Gebiet umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
608
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Gebiet liegt die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 18,2%, Sonstige: Ausländer/innen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger, ALG I - Empfänger wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II-Empfänger im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen von 45%. Sonstige: Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen im Landkreis Aurich insgesamt Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
tidofeld.png (492.65 KB)
GWA/QM-Ansatz
Bisher gibt es keinen ganzheitlichen Ansatz in der Stadt Norden. Die Ämter und Institutionen arbeiten ressort- bzw. rechtskreis- und nicht gemeinwesenorientiert. Die Gemeinwesenarbeiter/innen werden die verschiedenen Bereiche zusammenbringen. Gleichzeitig sollen die verschiedenen Angebote auch allen Bewohner/innen der Quartiere offenstehen, sodass sie die Angebote bei Bedarf in Anspruch nehmen können. Dafür wird ein Begegnungszentrum geschaffen. Es werden noch passende Räumlichkeiten gesucht. Nicht nur Ämter können in diesen Räumen Angebote machen. Auch Vereine und Initiativen können die Räume nutzen und ihre Angebote den Menschen vor Ort leichter näherbringen. Das Begegnungszentrum steht allen Menschen offen, sodass durch gemeinsame Veranstaltungen dort Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und Geschlechts zusammenkommen. Dadurch entsteht ein Miteinander, welches mittelfristig sozialen Konflikten vorbeugen kann und damit auch eine präventive Funktion hat. Um Interessen zu erkennen und das Begegnungszentrum bekannt zu machen, ist die Aktivierung und persönliche Ansprache der Quartiersbewohner/innen eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinwesenarbeiter/innen. Unabhängig von spezifischen Fragestellungen werden Themen, Interessen und Neigungen ermittelt, die das Zusammenleben verbessern und die Gemeinschaft stärken können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohner/innen erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Beschreibung
Einrichtungen wie Vereine und Bildungsträger in der Stadt Norden werden gezielt angesprochen. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über die Angebote gegeben und neue Angebote geschaffen werden. Die Menschen werden an die Angebote herangeführt.
Beschreibung
Das Ziel ist es nicht wie bisher bezogen auf einen bestimmten Rechtskreis oder eine bestimmte Zielgruppe zu arbeiten, sondern ein übergreifendes Netzwerk für die Quartiere zu schaffen.
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind. Es entstehen Brücken zwischen den verschiedenen Gruppen und zu den Institutionen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden, (Migrations-) Beratungsstellen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Oberschule Norden, Grundschule im Spiet Norden, KVHS Norden, weitere Bildungsträger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PSV Norden e.V., Norder Turnverein von 1861
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinschaftliches Wohnen plus für Bolzum

Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
Funktion Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit
Zukunftsperspektive füihrer vertrauten Umgebung bleiben können und Teilhabe gewährleistet ist
Projektbeschreibung
Die AWO Region Hannover e.V. hat in den letzten Jahren an verschiedenen Standorten positive Erfahrungen mit dem Aufbau und der Begleitung Gemeinschaftlicher Wohnprojekte und Quartiersentwicklung in der Region Hannover gemacht. Es zeigte sich, dass aus den gemeinschaftlichen Wohnprojekten Impulse in das weitere Wohnumfeld gesetzt wurden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Quartiers oder Nachbarschaft hatten. Vor diesem Erfahrungshintergrund wurde dieses Projekt konzipiert, das eine Weiterentwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens bedeutet und weitere Aspekte mit einschließt. Das Projektes soll im ländlichen Raum umgesetzt werden, da hier in den nächsten Jahren eine ausreichende Daseinsvorsorge und der demografische Wandel die Bewohnerinnen und Bewohner vor besondere Herausforderungen stellen werden. Folgende Projektziele werden dabei verfolgt: • Aufbau und Begleitung des Gemeinschaftlichen Wohnens • Vernetzung von bestehenden Angeboten • Ermöglichung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements • Ausbau der Teilhabe an der Daseinsvorsorge und niedrigschwellige Beratungsmöglichkeiten . Kooperation mit Pflegeeinrichtung • Entwicklung von aktiver und unterstützender Nachbarschaft • Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum In dem Servicehaus in Bolzum entstehen bis Ende des Jahres 2019 elf seniorengerechte Wohnungen (zwei Wohnungen mit B-Schein und zwei Wohnungen mit B-Schein +60%), eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Durch das Gemeinschaftliche Wohnprojekt erhalten ältere Menschen eine Perspektive für den Verbleib in der vertrauten Umgebung. Mit dem Projekt ist das Servicehaus ein Ausgangsort für Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement für das gesamte Dorf und die Einwohnerinnen und Einwohner.
Ausgangslage
Das Dorf Bolzum gehört zur Stadt Sehnde und liegt ca. 20 km von Hannover entfernt. Bolzum hat 1300 Einwohnerinnen und Einwohner. Um dem Strukturwandel durch den demographischen Wandel und die Abwanderung in die Stadt etwas entgegenzusetzen, hat eine engagierte Gruppe unter anderem einen Dorfladen aufgebaut. Die Versorgung mit seniorengerechten Wohnungen ist jedoch ein großes Problem, wodurch ältere Menschen schwer in der vertrauten Umgebung bleiben können. Vor diesem Hintergrund baut die AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH ein Servicehaus in zentraler Lage im Dorf. Das Servicehaus wird neben einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einer Tagespflege auch 11 seniorengerechte Wohnungen aufweisen. Die Wohnungen, die zum Teil geförderten Wohnraum bieten, bilden das das Gemeinschaftliche Wohnen. Das Projekt geht aber über das gemeinschaftliche Wohnprojekt, das den Mieterinnen und Mietern eine Perspektive für das eigenen Altwerden bieten, weit hinaus. So wird durch die sozialpädagogische Begleitung eine niedrigschwellige Beratung für ältere Menschen im Dorf angeboten, bürgerschaftliches Engagement ermöglicht und aktiviert und eine Vernetzung im Dorf hergestellt. Darüber hinaus bietet die frühe Anbindung an die Tagespflege und spätere "Pflege WG" die Gewissheit einer umfangreichen individuellen Unterstüzungs im Pflegefall. Damit stellt das Projekt eine Keimzelle im Dorf dar, durch die ein Verbleib im Dorf von älteren Menschen mit Hilfebedarf möglich wird und von der auch andere Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes profitieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sehnde - Dorf Bolzum
Beschreibung
Das Dorf Bolzum gehört zur Stadt Sehnde und liegt südöstlich von Hannover. Das Zentrum von Hannover ist ca. 20 km entfernt
Einwohnerzahl
1300
Quelle / Anmerkungen
Veröffentlichung der Stadt Sehnde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Menschen ab 60 Jahre für die Stadt Sehnde abgeleitet aus dem Demographiebericht. Zahl für Bolzum (Projektgebiet) geschätzt.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Schaffung eines konkreten Projekte, dass die älteren Bevölkerung und die Familien unterstützt. Das Projekt wirkt in das Quartier hinein. Vorhandene Strukturen werden miteinander vernetzt und neue Angebote aufgebaut. Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Wohnungen werden belegt und bieten eine nachhaltige Wohnmöglichkeit für ältere Menschen; die bei der Beteiligung geäußerten Themen werden aufgegriffen und bearbeitet
Beschreibung
zunehmende Selbststeuerung der Wohnprojektgruppe; Netzwerke arbeiten konstruktiv miteinander
Beschreibung
gute Vernetzung mit den bestehenden Angeboten im Dorf (Dorfladen, Vereine); es besteht ein breites Bündnis aus Aktueren im Dorf, die das Projekt mit tragen
Beschreibung
Veranstaltungen gut besucht werden; das Gemeinschaftliche Wohnprojekt wird als wichtiger Bestandteil des Dorflebens gesehen; bürgerschaftliches Engagement entwickelt sich aus dem Projekt heraus
Beschreibung
niedrigschwellige Beratungsangebote werden angenommen; Informationsveranstaltungen und Treffen werden genutzt;
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bewohnerinnen und Bewohner aus Bolzum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeisterin Dr. Silke Lesemann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dorfladen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein SV Bolzum und Turn- und Sportverein von 1908 Wehmingen, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ambulante Pflegedienste, u.a. Pflegeteam Sehnde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ProKlima
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On