1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
| Organisation | Diakonisches Werk Hannover gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Stadtteildiakonie |
2. Kurzbeschreibung
Freizeit, Kultur, Soziales - Ein Angebot der kurzen Wege!
Projektbeschreibung
Der "Mobile Treff" ist ein Eventanhänger, der für persönliche Gespräche mit einem kleinen Besprechungszimmer und mit einem kleinen Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Durch seine Ausstattung kann er nahezu wetterunabhängig genutzt werden.
Mit Beginn des Jahres 2021 wird der Mobile Treff das alleinige Angebot des Diakonischen Werkes in der stadtteilorientierten Nachbarschaftsarbeit in Hannover Davenstedt sein. Ende 2019 wurde der Mobile Treff als ergänzendes Angebot zum Nachbarschaftstreff an der Kirche gestartet.
An 4 - 5 Standorten im Stadtteil werden Aktionen, Gespräche, Kreatives und kleine Veranstaltungen angeboten. Innerhalb der ersten Monate des Projektes hat sich gezeigt, dass die dezentralen Standorte zu „Kurzen Wegen“ führten und dadurch insbesondere für junge Familien und ältere Bewohner/innen eine gute Möglichkeit sind, unkompliziert im Mobilen Treff gesellig oder aktiv zu sein. Dazu ergeben sich an den unterschiedlichen Standorten Begegnungen zwischen Personen, die an anderer Stelle wahrscheinlich nicht aufeinandertreffen würden. So sind über einige Wochen Spielpartnerschaften zwischen Erwachsenen und Jugendlichen entstanden. Einige nutzen die Nähe des Mobilen Treffs um persönlich nach Hilfen und Beratung durch das DW und auch durch andere Anbieter zu fragen. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu entwickeln.
Es sollen Kurzzeitangebote „fast direkt vor der Haustür" (weiter-) entwickelt werden. Entstehende längerfristige (Interessen-) Gruppen werden in bestehende Einrichtungen im Stadtteil integriert. Dafür wird eine intensive Netzwerkarbeit betrieben. Es wird die Möglichkeit gegeben, dass sich andere Akteure mit ihrer Stadtteilarbeit im Mobilen Treff beteiligen oder sich präsentieren können. Größere Veranstaltungen werden in Kooperationen mit weiteren Akteuren in der Stadtteilarbeit Davenstedt vereinbart.
Im Mobilen Treff werden niedrigschwellige Angebote geschaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Er steht mit verlässlichen Öffnungszeiten an dezentralen, markanten Plätzen im Stadtteil, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen zu entwickeln. Mithilfe der Mitarbeitenden werden sie motiviert, selbst aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt- Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Davenstedt, ein eher unauffälliger Stadtteil hat mehrere Auffälligkeitsgebiete bei Betrachtung der Mikrobezirke; das Wohnviertel um den Marktplatz mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und sozialen Schwierigkeiten, ein Schlichtwohngebiet (Aktuell eine Bauruine) und Straßenzüge mit vielen Menschen im sehr hohen Alter und mit besonderen sozialen Problemlagen.
Traditionelles Vereinsleben gibt es nur noch im Sportverein, der Feuerwehr und der Kleingartenvereine.
Vorhandene Angebote der Stadtteilarbeit decken nicht den Bedarf der Freizeit und Kulturarbeit und die Nachfrage nach Kommunikation. Es sind jedoch ausreichende Räumlichkeiten mit freien Kapazitäten für Gruppen und mehr vorhanden.
Der Stadtteil ist weitläufig und durch Kleingartenanlagen und Sportplätze zweigeteilt. Das eigentliche Nahversorgungszentrum, der Davenstedter Marktplatz liegt am südlichen Stadtteilrand, ist unattraktiv und gilt als sozialer Brennpunkt, obwohl sich hier die Freizeit- und Kultureinrichtungen konzentrieren.
Große Wohngebiete sind von Ein- und Zweifamilienhäusern, sowie kleinen Mietbauten geprägt. In anderen Mietbezirken ist durch die Wohnbebauung eine (sehr) hohe Bevölkerungsdichte zu verzeichnen.
Die weiten Wege im Stadtteil sind für ältere Menschen, aber auch für viele junge Familien problematisch.
In der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" sind u. a. diese Probleme beschrieben. Dazu gibt es die vorbereitenden Untersuchungen für einen Antrag an das Programm "Sozialer Zusammenhalt" für den Bereich um den Davenstedter Marktplatz mit dem Schlichtwohngebiet am Geveker Kamp.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Der Stadtteil Davenstedt liegt am westlichen Stadtrand der Landeshauptstadt. Im Norden schließt sich Ahlem an und im Süden Badenstedt. Diese 3 Stadtteile bilden den Stadtbezirk 11. Im Westen von Davenstedt beginnt die Feldmark und im Osten (stadteinwärts) ist Davenstedt durch das Gewerbegebiet Lindener Hafen von Hannover abgeteilt.
Einwohnerzahl
10915
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH
Unter Sonstige ist ein Mikrobezirk benannt mit besonders hoher Altersdichte. Es gibt zwei weitere Mikrobezirke mit einem auffällig hohen Anteil der Bevölkerung über 60 Jahre.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
47
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH.
Anmerkung: Unter "Sonstige" ist der Mikrobezirk um den Davenstedter Marktplatz dargestellt. Im Norden des Stadtteils gibt es einen weiteren Mikrobezirk mit 44,5 % Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019).
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mobile Treff ist ein Angebot, dass sich an der konkreten Wohnsituation der Bewohner/innen vor Ort orientiert. Dabei gibt es einen Schwerpunkt auf lokale Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der funktionalen GWA. Es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen. In der Vorbereitung, um die Bedarfe zu ermitteln wird auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil entsprechende Angebote zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen die Angebote an. Dabei kommen entsprechend der Angebote alle Altersgruppen vor.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote sollen mit Ideen der Bewohner/innen ergänzt werden und die Bewohner/innen werden selbst aktiv, als Ehrenamtliche.
Kriterium
Beschreibung
Weitere Träger sozialer, ökologischer, freizeitpädagogischer oder kultureller Angebote nutzen den Mobilen Treff als Angebots-/Veranstaltungsort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. St. Johannes Kirchengemeinde, Kath. Kirchengemeinde St. Godehard mit St. Benno, Christkönig, Maria Trost
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - "Desperados" u. Kurt-Partsch-Haus, Cafe Kiezbook, VSE,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedrich-Ebert-Schule, Grundschule In der Steinbreite
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mit der Konzentration der Stadtteilarbeit auf die Einrichtung Mobiler Treff finanziert die Stadt Hannover mit einer Zuwendung eine knappe halbe Stelle. Eine erste Zuwendungserhöhung für 2021/22 ist beantragt. Über eine weitere Erhöhung der Zuwendung verhandelt werden.
Durch die Kooperation mit Fachberatungsstellen des Trägers sollen weitere Mittel für das Stadtteilangebot zur Verfügung stehen. Es gibt erste Überlegungen im Mobilen Treff weitere selbstfinanzierte Angebote zu verorten.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On