1 Lebenswertes Borssum (Teilprojekt 2)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Egon Philipps
| Funktion | Fachdienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Borssum ist wegen der starken Zuwanderung und des hohen sozial-integrativen Entwicklungsbedarfes im Jahr 2016 mit dem Aufbau der Gemeinwesenarbeit begonnen worden. Mit dem Leuschnertreff und dem Schulhaus Borssum sind neue Anlaufstellen mit Treffpunktcharakter entstanden. An beiden Standorten wird in enger Zusammenarbeit mit der Flüchtlingssozialarbeit der Kontakt zu den verschiedenen Bewohnergruppen hergestellt und mit ihnen an der Gestaltung des Zusammenlebens gearbeitet. Nachdem für die neuen Fachkräfte vor Ort die Orientierungsphase mit dem Kontaktaufbau zu den örtlichen Institutionen abgeschlossen ist und verschiedenste neue Aktivitäten und Angebote initiiert sind, sollen mit dem Teilprojekt „Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft“ der Arbeitsansatz der GWA im Stadtteil fest verankert und der Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen gelingen. Dazu sind zwei Arbeitsschwerpunkte geplant:
1. Zusammenwirken am Standort des Schulhauses: Durch die Nutzung der Hausmeisterwohnung für die Stadtteilarbeit ist die Öffnung der Oberschule eingeleitet.Im Kontakt sind Ideen zur Belebung weiterer Begegnungsräume entstanden, die zusammen mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit unter Beteiligung der Schüler*innen, Familien, Bewohnern und Institutionen aus der Nachbarschaften umgesetzt werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umgestaltung und multifunktionale Nutzung der Pausenhalle. Dadurch bekommen Schule und Stadtteil einen Ort für das generationenübergreifende Lernen und die kulturelle Bildung. Die Aktivitäten greifen Anregungen aus der Schüler- und Nachbarschaft auf (singen, trommeln, malen, Theater spielen, plattdeutsch sprechen) und helfen, das Miteinander zu stärken.
2. Zusammenwirken an beliebten Treffpunkten/informellen Lernorten: Die Projektmitarbeiterinnen verstärken ihren Einsatz zur Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität von öffentlichen Treffpunkten. Ein zentrales Projekt in diesem Handlungsfeld ist die Beteiligung der Bürger an der Sanierung „ihres“ Freibades. Die GWA unterstützt die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) bei der Organisation des bürgerschaftlichen Engagements und nutzt die Aktivitäten, um auch zurückgezogene und noch wenig integrierte Bewohnergruppen in den Erhalt der wichtigsten Freizeitstätte des Stadtteils einzubinden. Beispielgebend hierfür ist unter anderem die Planung und Neugestaltung eines stark verwilderten Bolzplatzes mit Jugendlichen aus dem Wohnumfeld.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gründung und die Aktivitäten der Stadtteilinitiative Borssum sind Ausdruck der Sorge über den Wandel des Stadtteils zu einem Gebiet mit umfassendem städtebaulichen und sozialen-integrativen Handlungsbedarf. Das kommunale Klimaschutzkonzept (2010) und das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK 2013) stellen übereinstimmend Defizite im Gebäudebestand und den Wohnumfeldern fest und weisen mit Blick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung auf großen (energetischen) Sanierungsbedarf hin. Die Jugendhilfe sieht in diesem besonders kindereichen Gebiet einen Ausbau- und Sanierungsstau in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung und der Jugendarbeit. Die Sozialplanung stellt einen starken Anstieg des Transleistungsbezuges und einen besonders hohen Zuzug von Flüchtlingen sowie extreme Armutsquoten im sozialen Brennpunkt Wilhelm-Leuschner-Straße fest.
Der Gesamtsituation kann nur durch den Aufbau von Basisstrukturen zur Stärkung des Gemeinwesens, durch eine gesteuerte Projektentwicklung und einen gezielten Mitteleinsatz im Quartier begegnet werden. Neben der Teilnahme an den Modellvorhaben für die GWA/QM wurde ein integriertes energetisches Quartierskonzept für Borssum erarbeitet und beschlossen. Auf diesen Grundlagen wird zur Zeit ein umfassender Stadtteilerneuerungsprozess unter Einsatz von StädtBF-Mitteln vorbereitet. Die Sanierung des Freibades ist jüngst als Maßnahme in das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ aufgenommen werden.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden-Borssum
Beschreibung
Der Stadtbereich Borssum befindet sich im Südwesten des Emder Stadtgebietes außerhalb des Autobahnrings und wird im Westen vom Hafengebiet und im Süden von der Ems begrenzt. Die Umgebung ist landwirtschaftlich eprägt. Die verkehrliche Anbindung wird durch die Petkumer Straße (Landesstraße 2), die den Stadtteil durchläuft, gewährleistet. Das Stadtteil gliedert sich- ohne das Umlandgebiet - in die vier Sozialräume: Siedlung Wilhelm- Leuschner-Straße, Borssum-West, Borssum-Mitte und Borssum-Ost.
Einwohnerzahl
6056
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebiet_borssum.pdf
(926.31 KB)
strassenliste_borssum.pdf
(195.68 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Lebenswertes Borssum“ bewegt sich aktuell noch primär auf der operativen Ebene des Gemeinwesens. Die Mitarbeiter/innen der GWA wenden sich unmittelbar an die Bewohner und arbeiten mit ihnen auf Augenhöhe. Das Schulhaus dient als Anlaufstelle und Begegnungsstätte. Unterschiedliche Maßnahmen zur Aktivierung und Beteiligung der Bewohner*innen haben dort ihren Platz bzw. werden von dort aus initiiert.
Parallel wird zunehmend eine Aktivierungsstrategie über die örtlichen Einrichtungen und Organisationen sowie andere Multiplikatoren verfolgt. Gemeinsam setzen sie soziale Aktivitäten in Gang, die unmittelbar das Erleben von positiven Veränderungen bewirken.
Im Zusammenspiel mit dem Projekt Quartiersbrücken, das quasi als Überbau zu sehen ist, werden Grundlagen der Gemeinwesenarbeit etabliert, standardisiert und übertragbar gemacht. Der Arbeitsansatz der GWA wird, vor allem in Hinblick auf den gewünschten Beginn des Städtebauprogramms Soziale Stadt im Stadtteil fest verankert. Mit dem Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen ist der Grundstein für den Übergang in ein Quartiersmanagement gelegt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivitäten, die die Bewohner*innen initiiert und gestaltet haben treffen auf Resonanz im Stadtteil, die Menschen sind bei gemeinsamen Aktionen, z.B. Müllsammeln, motiviert und aktiv.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen organisieren sich entsprechend ihren Vorstellungen und Wünschen selbstständig. Die Bewohner*innen wissen um die Angebote im Stadtteil und nutzen sie entsprechend dem Bedarf.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen sich zu bestimmten Themen aus ihrer Lebenswelt treffen/organisieren und gemmeinsam aktiv werden z.B. gemeinsame Gestaltung eines öffentlichen Raums.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit ist nicht allein auf Austausch sondern auf gemeinsames Handeln gelegt. Aus unterschiedlichen Kooperationen netstehen neue Handlungsansätze
Kriterium
Beschreibung
Räume im Gebiet geöffnet, gestaltet und von unterschiedlichen Gruppen genutzt werden.
Kriterium
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
2 Moin, Moin Conrebbi (Teilprojekt 3)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Egon Philipps
| Funktion | Fachdienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Conrebbersweg im Beteiligungsprozess planen und bauen - Neue Wege in der Stadtteilplanung
Projektbeschreibung
Stadt Emden befasst sich im Rahmen der Stadtentwicklung seit einigen Jahren mit der Entwicklung des westlichen Teils des Stadtteils Conrebbersweg zwischen der Autobahn 31 und dem Larrelter Tief. Durch eine Siedlungserweiterung mit rund 700 Grundstücken auf 70 Hektar soll im Lauf der nächsten Jahrzehnte Schritt für Schritt der bestehende Stadtteil auf das Doppelte erweitert werden. Das eröffnet Chancen, aktuelle und zukünftige Wohnbedarfe aller Bevölkerungsgruppen zu erfüllen und zukunftsweisend Wohnformen und Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig sollen die Abwanderung ins Umland verhindert und Einpendler für die Stadt gewonnen werden. Mit einem Vorhaben dieser Größenordnung stellt sich die kleine kreisfreie Stadt Emden vielfältigen Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Dies gilt für die Gesamtplanung und die Abstimmung der einzelnen Fachplanungen, aber in besonderer Weise für die Aufgabe im Quartier. Das Projekt setzt an zwei Handlungssträngen an.
Zum einen wird der Prozess des Meinungsaustausches und der – findung zwischen den unterschiedlichen beteiligten Akteuren, Anwohner*innen, Gruppierungen, Organisationen aus Conrebbersweg, Bauinteressierten, sowie den Projektverantwortlichen und planenden Instanzen in der Verwaltung mit ausgewählten Methoden der GWA und des Quartiersmanagements begleitet und unterstützt. Hierbei gilt es, kleinere und größere Partizipationsformen zu entwickeln und anzubieten, von der klassischen Bürgerinformationsveranstaltung am Abend, über kleinere Gesprächsrunden bis zum Austausch im öffentlichen Raum und bei feierlichen Anlässen.
Zum zweiten ist beabsichtigt, vorausschauend , im Verlauf der zunehmenden Herausbildung eines neuen Quartiers, gemeinsam mit den Bewohner*innen Wohn- und Lebensverhältnisse zu gestalten und Rahmenbedingungen für ein gelingendes Miteinander zu entwickeln. Neben einer Ankunfts- und Beteiligungskultur für Bauinteressente werden die „Neuen“ und alt eingesessenen Bewohner*innen über konkrete Angebote im Quartier eingebunden und verbunden. Denkbar wäre z.B. ein Stadtteilfest auf der grünen Wiese oder ein Bauwagen, besetzt mit einem Mitarbeiter der GWA, als erste Anlaufstelle. Im Ergebnis wird mit dieser frühzeitigen Beteiligung der GWA neben städtebaulichen Aspekten die Grundlage für eine tragfähige soziale Alltagskultur im Quartier geschaffen. Bereits bevor Probleme entstehen/ deutlich werden, ist ein Quartiersmanagement aufgebaut.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Conrebbersweg ist ein innerhalb des Autobahnrings gelegener, noch zentrumsnaher Stadtteil mit 2100 Bewohner, der aus einer Arbeitersiedlung der frühen 1930er-Jahren entstand, besonders in den 1950ern ausgebaut und in den 1990ern durch eine Neubausiedlung erweitert wurde. Das Gebiet ist noch überwiegend familiär geprägt, sozial homogen und durch geringen Zuzug von außen gekennzeichnet. Das neu geplante Gebiet Conrebbersweg-West wird unmittelbar an die bestehenden Wohnbereiche anschließen. Die Bewohner*innen des „alten“ Conrebbersweg stehen der Entwicklung eher kritisch gegenüber. Problematisch ist, dass das Neubaugebiet durch seine Größe und Baustruktur quasi einen ganz neuen Stadtteil- vor der Tür des Alten - darstellt. Geplant ist ein sozial durchmischtes Gebiet, was sich von der bestehenden homogenen Gebietscharakteristik deutlich unterscheidet. Sie fürchten durch den Verlust von Freiflächen, Baulärm, höherem Verkehrsaufkommen und Zuzug von fremden Bewohnern um ihre idyllische Wohn-und Lebensqualität. Der Widerstand der Bewohner*innen kann dazu führen, dass die städtischen Vorhaben zur Integration und Teilhabe nicht oder nur erschwert umsetzbar sind. In einer ersten, hochemotional und unsachlich geführten Bürgerversammlung wurden die Verunsicherung, Sorgen und viele Ängste der Bewohner*innen deutlich. Um den zu erwartenden Spannungen und Differenzen zu begegnen und eine wertschätzende Ankunftskultur zu entwickeln, gilt es mit Unterstützung von GWA ein konstruktives Miteinander aufzubauen und präventiv Gemeinwesenarbeit – sozusagen als Ausgangslage für ein zukünftiges Quartiersmanagement- zu etablieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Conrebbersweg
Beschreibung
der Stadtteil Conrebbersweg erstreckt sich über eine Fläche von 55 Hektar im Nordwesten Emdens innerhalb des Autobahnringes. Der Stadtteil und grenzt im Norden an dessen Nachbargemeinde Hinte. Innerhalb der Stadt grenzt Conrebbersweg im Westen an Twixlum und im Südwesten an Larrelt. Diese Grenzen befinden sich jedoch mitten in der Feldmark der drei genannten Stadtteile. Südlich von Conrebbersweg liegt Constantia, getrennt durch das Larrelter Tief. Im Osten befindet sich Früchteburg, der einzige der vier Nachbarstadtteile, zu dem ein städtebaulicher Übergang besteht. Getrennt werden die beiden Stadtteile lediglich durch die hier einspurig verlaufende Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole nach Norden. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Conrebbersweg besitzt im Nordwesten eine Auffahrt auf die Bundesautobahn 31. Das geplante Baugebiet ist auf eine Fläche von ca. 70 Hektar, angrenzend an den nord-westlichen Teil der bestehenden Siedlung, ausgelegt.
Einwohnerzahl
2146
Quelle / Anmerkungen
Statistikstelle der Sadt Emden, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
d-63-a-luftbild-aus-gis.jpg
(159.55 KB)
rahmenplan_ausschnitt.docx
(221.53 KB)
luftaufnahme_gesamtflaeche.png
(1.31 MB)
strassenliste_conrebbersweg.pdf
(339.52 KB)
flaeche_conrebbersweg.pdf
(322.35 KB)
rahmenplan_klein.pdf
(1.12 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt greift Grundverständnisse und Kernelemente der GWA und des QM auf und verknüpft sie zu einem „neuen“ Handlungsverständnis. Ein wesentlicher Kern liegt in der Aktivierung, verstanden als ein Prozess, in dem Anliegen der Bewohner*innen aufgespürt, schon in der Planung ernst genommen, besprochen und für das Gelingen der Stadtteilentwicklung organisiert werden sollen. Das Konzept der GWA bietet in diesem Prozess durch die Verbindung verschiedener Ziele, Aufgabe und Methoden einen erprobten Ansatz, der Partizipation frühzeitig und umfassend möglich machen kann. Das Projekt bedient sich aber im Grundsatz der Logik eines Quartiersmanagements, dass es Planungen und Handlungen auf mehreren Ebenen verknüpft und im Interesse des Gemeinwesens vermittelnd agiert; und zwar bei den dort lebenden Bewohnern, bei den Zuzugswilligen, bei zivilgesellschaftlichen Organisationen, bei der Verwaltung und auch bei den Menschen und Gebieten, die mittelbar von der Entwicklung in Conrebbersweg betroffen sind.
Diese Anforderung, eine Stadtteilentwicklung im gesamtstädtischen Zusammenhang zu sehen und zu kommunizieren, erweitert das Verständnis von GWA/QM und soll bei allen Beteiligten neue Sichtweisen fördern. Ebenso herausfordernd ist das Rollenverständnis. Das Projekt soll sowohl bei Bewohnergruppen als auch bei den planenden Akteuren der Verwaltung wirken und aus wechselnden Perspektiven den Spagat zwischen parteilicher und vermittelnder Arbeit im Quartier üben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen sind formuliert, Ängste, Sorgen , Vorstellungen erfasst.Die BewohnerInnen engagieren sich für ihre Interessen (Bürgerinitiative, Demonstration, Teilnahme an Rats- und Ausschusssitzungen)
Kriterium
Beschreibung
Verschiedene Interessengruppen engagieren sich für duie Umsetzung eines gemeinsamen Ziels, unterschiedliche Positionen klar formuliert sind,.
Beschreibung
Der FD Gemeinwesen wirkt mit dem Fachdiensten Stadtplanung, Umwelt und Bau an der Steuerung und Umsetzung der Stadt(teil) Entwicklung Conrebbersweg. Weiteren werden Kooperationen werden zusätzlich enstehen. (Jugendhilfe, Gesundheit und Soziales)
Beschreibung
Anlaufstellen zur Begegnung und Information werden entstehen, Vorstellungen und Ideen zum zukünftigen Zusammenleben werden gemeinsam beschrieben und umgesetzt. Die Gespräche sind sachlich, der Umgangmiteinander respektvoll.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Emden FB Bau, FB Gesundheit und Soziales, FB Jugend, Schule, Sport, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Kirchengemeinde, regormierte Kirchengemeinde, Gemeinde am Steinweg, Netzwerk christlicher Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Intergrierter Sportverein ISV, Fußballclu Rot-Weiß Emden, Boßelverein,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Siedlungsgemeinschaft Conrebbersweg, Geschichtswerkstatt, Bürgerinitiative,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
wenige kleine Handwerksbetriebe (Fleischerei, Bäcker, Bestattung)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR sind Quartier – Strukturen für ein gelingendes Miteinander in Salzgitter (WIQu)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katharina Wunderling
| Funktion | Fachdienstleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR sind Quartier – Strukturen für ein gelingendes Miteinander in Salzgitter (WIQu)
Projektbeschreibung
Die Stadt Salzgitter ist vielfältig und bunt. Über 100.000 Menschen aus über 120 Nationen haben hier ein Zuhause gefunden. Zuzüge unterschiedlicher Art haben die Stadtgesellschaft seit Gründung geprägt.
Durch den Zuzug von Flüchtlingen ab 2015, sowie dem aktuell Zuzug von EU-Osteuropäern ist der Druck auf die bestehenden Strukturen und die Nachbarschaftsbeziehungen der Bewohner in Salzgitter massiv angestiegen.
Diese Vielfalt an Kulturen, Lebensstilen, Religionen und Sprachen bietet auf der einen Seite die Chance des gegenseitigen Profitierens und voneinander Lernens, auf der anderen Seite steigen die Herausforderungen im Miteinander der Menschen. Vergleichsweise preiswerter Wohnraum in einigen Quartieren begünstigt den Zuzug von Menschen mit Unterstützungsbedarf und oft multiplen Problemlagen.
Als Antwort auf die quartierbezogenen Herausforderungen ist vielfältige GWA oft durch freie Träger, Institutionen, Verbände und Vereine entstanden. Mit dem Projekt WIQu soll eine stadtweit vergleichbare, moderierte, quartiersbezogene Beteiligungs- und Kooperationsstruktur etabliert werden, die ausgehend von der Beteiligung der Bewohnerschaft auch die handelnden Akteure zusammenführen soll. Zukünftig soll WIQu auf weitere Quartiere übertragbar sein.
Salzgitter etabliert in problembelasteten Quartieren Kontorsarbeit, um mit den Bewohnenden und Akteuren und der Kommune zu arbeiten. Die Stadtteilkontore bilden eine Brücke zwischen den in der GWA bereits tätigen Personen und den neu zu etablierenden Strukturen in den jeweiligen Quartieren. Schulungen für alles Beteiligten erfolgen durch die Ostfalia Hochschule.
Die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse aller Bewohner in den Quartieren stehen hierbei im Vordergrund. Ziel ist die Gestaltung eines „inklusiven Stadtteils“ durch Informieren, Koordinieren, Vernetzen und Evaluieren. Das Konzept der GWA soll in die kommunalen Strukturen implementiert werden. Stadteinheitliche Strukturen schafft Transparenz und fördert Beteiligung der Menschen.
Die drei ausgewählten Quartiere zeigen neben benachteiligten Wohngebieten (Ankunftsorte für Flüchtlinge und EU-Bürger) und dem demografischen Wandel auch eine deutliche Gefährdung des Zusammenhaltes im Gemeinwesen bzw. der Teilhabe im Gemeinwesen auf. Die bestehende soziale Infrastruktur entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen, Nachbarschaften schauen zunehmend distanziert und ablehnend aufeinander. Die Wohnungswirtschaft wird in die Lösungsprozesse eingebunden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Salzgitter hat sich frühzeitig konzeptionell auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet. Insbesondere aufgrund des hohen Wohnungsleerstandes im Billigsegment und einer bereits bestehenden syrischen Community war jedoch ein rasanter Zuzug zu verzeichnen, dessen Quantität alle Strukturen und Einrichtungen extrem überfordert hat.
Besonders belastete Quartiere mit hohem Migrationsniveau und hohem Wohnungsleerstand im Billigsegment verzeichneten einen rasanten Zuzug, der die Quantität aller Strukturen und Einrichtung extrem überforderte.
Die von der Stadtverwaltung erstellte integrierte Sozialstrukturplanung ist in der Lage, sich anhand diverser Indikatoren ein differenziertes Bild über die Sozialstruktur und deren Veränderungen zu machen. Der Zuzug konzentriert sich u.a. auf den Norden von Salzgitter, der seit vielen Jahren als Brennpunkt eingestuft ist. Der Leerstand ist derzeit noch hoch und wird auf stadtweit ungefähr 3.000 Wohnungen geschätzt.
Die ausgewählten Quartiere sind für dieses Projekt bewusst fokussiert worden. In den drei Quartieren wurden bereits Umstrukturierungen durch die Bundesprojekte „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau West“ implementiert.
Diese Strukturierung ist in den letzten vier Jahren stark aufgebrochen und bedarf der Neuorientierung. Die Unterschiedlichkeit der Quartiere in den bisherigen Unterstützungssystemen entspricht bewusst dem modellhaften Ansatz des Förderprojekts.
Besonders auffällig und im Regelsystem kaum greifbar, sind die Zielgruppen Frauen und Jugendliche/junge Erwachsene. Mit diesem Projekt sollen sowohl individuelle, bedarfsgerechte Angebote vor Ort als auch stadtweit geltende Strukturmodelle entwickelt werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Nord mit den Quartieren Fredenberg, Seeviertel und Steterburg
Beschreibung
Das Projektgebiet besteht aus drei Quartieren (Seeviertel, Fredenberg und Steterburg), die im Norden bzw. Nordosten von Salzgitter liegen.
Das „Seeviertel“ besteht aus 4 statistischen Bezirken, die in Salzgitter-Lebenstedt am Salzgittersee bzw. in unmittelbarer Nähe liegen. Das Quartier dehnt sich bis zum zentral gelegenen Rathaus aus.
Der Fredenberg gehört auch zu Salzgitter-Lebenstedt und ist ein (großer und bevölkerungsstarker) statistischer Bezirk. Fredenberg grenzt südöstlich an den Salzgittersee.
Steterburg befindet sich im Nordosten der Stadt Salzgitter, im Stadtteil Salzgitter-Thiede und ist dort ein statistischer Bezirk im westlichen Teil.
Einwohnerzahl
24921
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Mit Abschluss des Projektes Soziale Stadt am Fredenberg konnte eine Stabilisierung der sozioökonomischen Struktur verzeichnet werden. Aufgebaute Netzwerke blieben erhalten.
Den Herausforderungen der Zuzüge von Flüchtlingen und EU-Osteuropäern waren den Strukturen nicht gewachsen. Zur Anpassung der Strukturen an die Interessen der Zugewanderten ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzeptes mit Akteuren, Bewohnenden und der Stadt Projektziel.
Aufgrund dieser Erfahrung ist für das soziale Stadtgebiet Steterburg die frühzeitige Aktivierung der Bewohnenden durch Gemeinwesenarbeit und der parallele Aufbau Quartiersmanagement zum baulichen Quartiersmanagement geplant.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 16,7 %
Gesamtstadt: 14,3 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(15 - einschl. 26 Jahre)
Projektgebiet: 14,2 %
Gesamtstadt: 13,8 %
(0 - einschl. 26 Jahre)
Projektgebiet: 30,9 %
Gesamtstadt: 28,1 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 27,2 %
Gesamtstadt: 28,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 8,9 %
Gesamtstadt: 7,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Arbeitslose bis 24 Jahre)
Projektgebiet: 5,0 %
Gesamtstadt: 4,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 23,2 %
Gesamtstadt: 23,0 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Kosis HHGen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 24,6 %
Gesamtstadt: 17,2 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
57
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 56,8 %
Gesamtstadt: 38,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 19,2 %
Gesamtstadt: 15,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Statistiken des Fachdienstes Soziales und Senioren
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Kinder unter 15 Jahren im SGB II-Bezug (Kinderarmut))
Projektgebiet: 36,1 %
Gesamtstadt: 27,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_des_projektgebietes.jpg
(287.1 KB)
darstellung_des_projektgebietes.pdf
(362.81 KB)
statistische_bezirke_groesse.pdf
(58.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadt Salzgitter liegt am Herzen, dass sich die Bewohner wohlfühlen und mit ihrem Wohnumfeld, dem Sozialraum, zufrieden sind. Wir legen großen Wert darauf, eine Kinder- und lernfreundliche Stadt zu sein – wobei sich lernfreundlich nicht allein auf die klassische Schulbildung bezieht. Wir als Kommune wollen zusammen den Sozialleistungsträgern und den Bewohner langfristig lernen, planen, entwickeln und handeln.
Die beinhaltet u.a. viel Dialogarbeit, unterschiedlichste Aktionsformen und Projekte, die besonders durch Empowerment und Ressourcennutzung der Menschen vor Ort den Sozialraum zum Leben erwecken. Zeitgleich erarbeiten Haupt- und Ehrenamtliche eine Kooperations- und Koordinationsstruktur, welche als Basis für die GWA in Salzgitter dienen soll und dennoch Individualität fördert. Dahinter steckt der Verbesserungswunsch für materielle, immaterielle und infrastrukturelle Bedingungen (Stövesand/Stoik 2013).
Wir sehen diesen Prozess als langfristiges Projekt.
Wir wollen Begegnungen auf interdisziplinärer Ebene ermöglichen.
Wir arbeiten transparent.
Wir verwerfen Altes der strukturieren es um.
Wir entwickeln Neues.
Wir lernen.
WIR sind Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnenden werden aktiv eingebunden und nehmen nicht nur an bestehenden Angeboten teil sondern gestalten neue passgenaue Aktivitäten mit. Sie werden fester und wesentlicher Teil der neuen Quartiersstruktur und bringen ihre Fähigkeiten direkt ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen sind im Gemeinwesen in der Lage, Beiträge bei Quartierstreffen und Veranstaltungen einzubringen. Sie können Angebote (auch begleitet) selbst schaffen und umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die Arbeit im Quartier wird von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen belebt und gestaltet. Gemeinsamkeiten werden entdeckt und Verbindungen zwischen den Menschen geschaffen. Es gibt zahlreiche Kontaktmöglichkeiten.
Beschreibung
Zum Aufbau einer funktionierenden Gemeinschaft werden die Ressourcen der Einzelnen und der Akteure genutzt und gefördert. Das aktive Bürgerengagement wird unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Durch die wissenschaftliche Begleitung und den Aufbau stadtweit einheitlicher Strukturen werden die bestehenden Netzwerke den aktuellen Herausforderungen angepasst und verlässlich implementiert. Die Zusammenarbeit aller findet „auf Augenhöhe“ statt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In den ausgewählten Quartieren sind bereits Stadtteiltreffpunkte als Kristallisationsorte für Bürgerbeteiligung, GWA und Bewohnerthemen eingerichtet. Wohlfahrtsverbände bzw. ein Bürgerverein (Steterburg) betreuen die Treffs. Wichtige Beziehungsarbeit mit der Bewohnerschaft und den Akteuren wurde bereits geleistet. Das Bürgerengagement hat hier teilweise einen festen Platz und benötigt weiterhin Unterstützung und Stärkung. Neben dem vorhandenen hauptamtlichen QM sind qualifizierte Unterstützungskräfte (Stadtteilmütter/-väter, Maßnahmeteilnehmer des Jobcenters, Ehrenamtliche) in den Treffpunkten eingesetzt. Bereits jetzt werden unterschiedliche Zielgruppen erreicht. Insbesondere die Stadtteilmütter/-väter gehen auf Gruppen gezielt zu, die bisher die Angebote nicht genutzten. Strukturen zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten und niedrigeschwelligen Bildungsangeboten für Bewohnende in Kooperation mit dem Jobcenter und Bildungsträgern sind vereinzelt aufgebaut. Eines der Projektziele ist die Implementierung der „guten Erfahrungen“ einzelner Treffs in den anderen Quartieren. Durch die geplanten neuen Strukturen können vorhandenen Quartierserfahrungen zielgerichtet transferiert werden. Die Bewohner stehen dabei mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Fokus und bilden die Basis des Strukturmodells. Gerade selbst organisierte Bürgerprojekte und Bewohnerstrukturen sollen eingebunden und die schon aufgebauten Netzwerke im Quartier können stärkend integriert werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Wohlfahrtsverbände im Stadtgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Van der Horst Wohnen GmbH, TAG Wohnen & Service GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herrn Özcan Irkan, Vertreter der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Salzgitter-Lebenstedt (DITIB)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam in der Südstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Yvonne Mascioni
| Funktion | Fachbereichsleiterin Migration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfältig miteinander leben und gestalten - Südstadt im Wandel
Projektbeschreibung
Die Northeimer Südstadt erhält eine Anlaufstelle und einen Treffpunkt für alle Bewohner*innen. Aktivitäten und Angebote, die die Bedarfe und Interessen der Anwohner*innen aufgreifen, führen zu einer Verbesserung der Lebensqualität im Wohnviertel.
Bei der Northeimer Südstadt (ehemals Soziale Stadt Gebiet) handelt es sich um ein am Rande der Stadt gelegenes Wohnviertel, das im Kern aus Wohnblocks und drei großen Hochhäusern besteht. In den letzten Jahren unterlag das Viertel mehreren "fremdbestimmten" Veränderungen im Bezug auf die Wohnstruktur. Nach einer sukzessiven "Entwohnung" zahlreicher Gebäude, wird seit einem halben Jahr die Renovierung und Wiedervermietung aktiv durch eine Wohnungsgesellschaft betrieben. Die Anwohner*innen konnten bei all diesen Entwicklungen nie entscheidend in die Veränderungen eingreifen. Das neue Gemeinwesenprojekt "Gemeinsam in der Südstadt - Vielfältig miteinander leben und gestalten - Südstadt im Wandel" soll eine verlässliche Struktur und Anlaufstelle aufbauen, die den Anliegen Gehör und Raum schenkt. Durch aktive Befragung und diverse Methoden der Gemeinwesenarbeit soll das Viertel wieder attraktiver werden und an der gemeinsamen Identität der Bewohner*innen angesetzt werden. Die Interessen und Ressourcen der Anwohner*innen sollen dabei sichtbar werden und u.a. zum aktiven und friedlichen Miteinander einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Anlaufstelle unterstützt die Bewohner*innen ihre Interessen zu artikulieren und Aktivitäten umzusetzen. Zunächst wird es darum gehen die Anlaufstelle aufzubauen, Vertrauen zu gewinnen, die Bewohner*innen untereinander bekannt zu machen und zu mobilisieren. Gemeinsam mit ihnen werden Aktivitäten umgesetzt und Veränderungen angestoßen. Denkbar sind etwa künstlerische Aktivtäten zur Verschönerung des Wohnumfeldes, das Anlegen eines Gemeinschaftsgartens, Nachbarschaftshilfe und Tauschbörsen, das Schaffen von Freizeitangeboten und selbstorganisierten Treffen uvm. Daneben wird durch die Anlaufstelle der Zugang zu Angeboten außerhalb des Viertels verbessert und durch Kooperationen mit anderen Trägern der Stadt Northeim das Angebot im Viertel bedarfsorientiert ausgebaut. So wird sich durch Kooperationen und durch aktive Anwohner*innen die Wohn- und Lebensqualität im Viertel verbessern und so eine Bereicherung für alle sein.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier wird seit mehr als 25 Jahren vorzugsweise von Migrant*innen und Familien, die von Transferleistungen leben, bewohnt. Es handelt sich um ein ehemaliges Soziale Stadt Gebiet. Die Werk-statt-Schule (WsS) ist seit ca.15 Jahren in dem Quartier präsent, u.a. von 2009-2012 in einem durch Bundesmittel geförderten Gemeinwesenprojekt (BIWAQ). Vor ca.10 Jahren fing die verantwortliche Immobilienfirma an, die Wohnsubstanz zu "entwohnen", es gab konkrete Pläne für den Rückbau der Hochhäuser, viele Wohnungen, Häuserblöcke und die drei großen Hochhäuser standen jahrelang leer, es herrschte eine "geisterhafte" Stimmung. Seit einem knappen Jahr werden die leerstehenden Wohnungen wieder bewohnt. Die Migrationsberatung berichtet, dass zahlreiche Geflüchtete in die Südstadt ziehen, nachdem sie zuvor über Zuweisung auf den Dörfern gelebt haben und nun in die Kreisstadt ziehen möchten. Außerdem ist zu beobachten, dass Student*innen aus dem ca. 30 km entfernten Göttingen in der Südstadt günstigen Wohnraum gefunden haben und sich hier ansiedeln. (Siehe Homepage der Wohnungsgesellschaft www.schoener-wohnen-northeim.de/Neues_Leben.php). Gleichzeitig haben einige (Groß-)Familien während der ganzen Zeit in der Südstadt gelebt und haben hier gefühltes "altes Hausrecht". Diese Nachbarschaft birgt Konfliktpotential aber auch Chancen. Noch gibt es nur anonyme Grünflächen und keinerlei Orte mit Treffpunktcharakter. Die neue Wohnungsgesellschaft ist aktiver als die vorherigen. Eine aktive Gestaltung des Wohnumfelds scheint derzeit möglich. Die neue Phase der Bewohnung soll nun durch die Betroffenen selbst besser begleitet und durch gemeinwesenorientierte Angebote aktiv gestaltet werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Südstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet unterteilt sich in drei Untergebiete. Die Randgebiete des Projektgebietes weisen teilweise eine andere Struktur auf (Schulen und Gewerbe) und heben sich klar vom Projektgebiet ab.
Auf der Karte befindet sich das Gebiet 1. Grades, der sogenannte Hotspot, der Wohnbereich, der den größten Veränderungen oblag und optisch als Einheit wahrgenommen wird. In diesem Wohngebiet befinen sich auch drei noch unbewohnte Hochhäuser, die aber wieder vermietet werden sollen. Die großflächigen Grünflächen zwischen den Häuserblocks sind unattraktiv und anonym gestaltet. Im Osten grenzen die Parkflächen und Gebäude der Berufsbildenden Schulen an. Im Westen grenzt ein Gewerbegebiet an. Im Gebiet 2. Grades befindet sich das Asyl- und Migrationszentrum des Trägers, die Wohnstruktur ist ähnlich wie die oben genannte, jedoch fand hier eine kontinuierliche Vermietung statt. Das Wohngebiet dritten Grades weist größtenteils eine andere Wohnstruktur auf, da es sich überwiegend um Ein- bis Zweifamilienhäuser mit Vorgärten handelt. In diesem Gebiet befindet sich eine Mehrzweckhalle, die im Rahmen des Soziale Stadt Projekts entstanden ist. Diese kann auch für die Gemeinwesenarbeit genutzt werden. Ebenso wird eine Kooperation mit der Erich-Kästner-Schule angestrebt. Die Anwohner*innen des Wohngebiets dritten Grades werden nur indirekt in Projekte eingebunden.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wohnbaugesellschaft plant die Einrichtung von Betreutem Wohnen für alte Menschen und Menschen mit Behinderung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
die Wohnbaugesellschaft plant mehr Wohnraum an Studierende zu vermieten
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_suedstadt.pdf
(2.31 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Quartier wird zentral und gut zugänglich eine Anlaufstelle eingerichtet. Diese bietet sowohl die Möglichkeit die Hauptamtlichen zu kontaktieren, als auch aufsuchende Arbeit zu leisten. Die verlässliche Anlaufstelle bietet Raum für Treffen und Austausch unter den Bewohner*innen. Die Bewohner*innen werden als Expert*innen des Quartiers wertgeschätzt. Ihre Interessen werden gehört und entsprechend Aktivitäten geplant. Die vor Ort vorhandenen Ressourcen werden genutzt und die Bewohner*innen in ihrer Selbstorganisation gefördert. Idealerweise werden ein Mann und eine Frau die GWA übernehmen. Es besteht Transparenz über Planungen und Vorgehen. Soziale Themen wie Bildung, Kultur, Freizeit, Stadtentwicklung werden aktiv bearbeitet, ergänzende Ressourcen und Programme werden, so möglich durch die Hauptamtlichen erschlossen. Neben der Unterstützung der Bewohner*innen beim Durchführen von Aktivitäten, werden durch Kooperationen Ressourcen der Innenstadt auch in der Südstadt zugänglich gemacht. Das Projekt bildet eine Brücke zu Angeboten anderer Stadtteile und Sozialräume. Übertragungsmöglichkeiten werden ausgelotet und gefördert. Hierzu sind Kooperationen geplant, insbesondere mit dem geplanten GWA-Projekt des Kinderschutzbundes, welcher Expertise hinsichtlich familienorientierter Angebote mitbringt und von unserer Expertise im Bereich Aktivierung und Befragung profitieren kann. Das Projekt ist in die kommunale Strategie eingebettet und wird von der Stadt Northeim unterstützt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn sich Planungen und Aktivitäten an von Anwohner*innen formulierten Bedarfen und Wünschenausrichten
Kriterium
Beschreibung
Angebote von Kooperationspartner*innen verstärkt von den Anwohner*innen genutzt werden, oder wenn Kooperationspartner*innen Angebote vor Ort durchführen.
Kriterium
Beschreibung
In den zur Verfügung gestellten Räumen finden selbstorganisierte Treffen oder Aktivitäten statt
Kriterium
Beschreibung
Die Interessen der vielfältigen Anwohnerschaft berücksicht werden und sich in den Angeboten widerspiegeln.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Northeim ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert und unterstützt die Planung und Umsetzung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Café Dialog, Asyl-Migrationszentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familientreff Haerztor, Kinderschutzbund Northeim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo und HNA), StadtRadio Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Simon Hartmann, Fraktionen, Ausschüsse, Migrationsrat
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenarbeit in Visselhövede
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elke Motzkau
| Funktion | Leiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ziele festigen, Projekte voranbringen, Perspektiven schaffen
Projektbeschreibung
In Visselhövede leben ca. 10.000 Einwohner. Davon ca. 5200 i.d. Kernstadt. Hier ist die höchste Arbeitslosigkeit im LK Rotenburg u. ein hoher Anteil an Jugendlichen ohne Schul-/Berufsabschluss. Obwohl ländlich geprägt, leben mehrere größere Gruppen von Zuwanderern in eigenen Gebieten/Strukturen.
Die Koordinierungsarbeit wurde bis 2018 fast ausschließlich durch den ehrenamtlichen Präventionsrat geleistet, stieß aber zunehmend an die Grenze der Belastbarkeit. Durch die Förderung GWA/QM konnte eine Stelle zur professionellen Unterstützung/ Aufbau von GWA eingerichtet werden. Die Stelle ist eingebunden in den ehrenamtlichen Steuerungskreis in dem das Vorgehen abgesprochen und begleitet wird.
Durch die bisherige Arbeit wurden verschiedene Themen angesprochen. Alles Gruppen wünschen sich eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dieses konnte teilweise schon verwirklicht werden. Ein weiterer Ruf nach Treffpunkten für alle Altersgruppen war deutlich. Auch daran muss noch gearbeitet werden.
Mit der kontinuierlichen Befragung ist eine einmalige Basis geschaffen worden. Sie führte auf verschiedenen Ebenen und Gremien zu Diskussionen, Zuspruch aber auch Widerspruch. Damit ist bereits ein wichtiger Prozess in Gang gebracht worden. Es haben sich zu verschiedenen Themen Arbeitsgruppen gegründet, die sich aktiv in das politische Geschehen einbringen.
Drei weitere große Anliegen haben sich als Arbeitsauftrag für die Zukunft herauskristallisiert:
1. Die Anlaufstelle muss weiter etabliert werden
2. Die laufenden und kommenden Projekte sollen erfolgreich, zielorientiert begleitet werden
3. Zukunftsorientiert sollen Visselhöveder Jugendliche und örtliche Betriebe zusammengebracht werden
Mit diesen drei großen Aufgaben wollen wir unsere Arbeit 2020 erfolgreich weiterführen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Visselhövede haben die schon die benannten Problempunkte und –gruppen weiter bestand. Räumliche Punkte sind die Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt unüblichen Wohnblocks in Randlage. Aufgrund der niedrige Mieten treten hier sozial benachteiligte gehäuft auf. Dazu kommen noch die hier ansässigen Sinti. In den kleinen ehemaligen Behelfswohnungen/Häusern, die jetzt meist in deren Eigentum übergegangen sind. Ähnliches trifft auf die Wohnsituation der Sinti im Wehnser Weg zu. Ein weiteres Problemgebiet liegt links und rechts der Walsroder Straße. Auf der einen Seite haben wir ein in den 60ern und 70ern Jahren entstandenes Wohngebiet. Auf der anderen Seite ein neu entstandenes Eigenheimgebiet mit überwiegend kurdischer Bevölkerung, die starke Abkapselung erkennen lassen.
Sehr auffällig sind die 15-23 Jahre männlichen Jugendlichen, die in der Schule stören, keinen oder schlechten Schulabschluss haben, keinen Ausbildungsplatz finden, aber nicht weg wollen o. können. Weiter ist die rasant ansteigende Gruppe sehr junger und jüngere Mütter ohne schulische und berufliche Perspektive auffällig. Der extrem niedrige Mietzins trägt dazu bei, dass die Gruppen in V. verbleiben, aber hindert andere sich in diesen Gebieten anzusiedeln. D. niedrigen Mieten und große bezahlbare Wohnungen lassen Familiengruppen mit Flucht- oder Migration nach V. kommen und d. Problem d. Jugendlichen in Schule, Freizeit, Ausbildung u. Beschäftigung noch verschärfen.
Gleichzeitig leiden d. V. Betriebe unter e. enormen Fachkräftemangel.
Neben d. primären Aufgaben, die Wohngebiete attraktiver machen, Treffpunkte etablieren, Menschen zum Austausch zu bewegen, brauchen wir Ideen Beschäftigung zu sichern
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Visselhövede, Kernstadt
Beschreibung
Kernstadt V, insbesondere Pappelstraße, Bahnhof und Wehnser Weg, die Stadtgebiete links und rechts der Walsroder Straße.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt der Stadt V.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechter vom LK Rotenburg sind in V. 734 Person im SGBII-Leistungsbezug, davon 510 Leistungsberechtigte. Dazu kommen noch die SGBIII-Leistungsempfänger, die AsylbLG-Berechtigten. Die Prozentzahlen sind Schätzungen.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechter vom LK Rotenburg sind in V. 324 Jugendliche im SGBII-Leistungsbezug, davon 112 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Dazu kommen noch die SGBIII-Leistungsempfänger, AsylbGL - Berechtigten. Die Prozentzahlen sind Schätzungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel_karte.pdf
(169.77 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserer Arbeit möchten wir alle Bevölkerungsgruppen der Stadt zu einem verbesserten Gemeinwesen motivieren. Einerseits möchten wir die bestehenden Gruppen ansprechen sich zu öffnen und die Angebote zur Gemeinwesenarbeit anzunehmen. Andererseits werden die neuen Bevölkerungsgruppen angeregt sich zu präsentieren und sich in die bestehenden Gruppen einzubringen, beispielweise neue Gruppenzusammenhänge erarbeiten. Die bisher ehrenamtliche Arbeit soll aufgenommen, begleitet und optimiert werden. Es sollen tragfähige Netzwerke geschaffen werden um in V. ein Gemeinwesen zu schaffen, dass sich konfliktarm und konstruktiv entwickeln kann. Jetzige Problembereiche sollen mit den Anwohnern und der Verwaltung bearbeitet und positiv entwickelt werden. Probleme sollen benannt, bearbeitet und entschärft werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass Treffpunkte ausgewiesen werden müssen. Ein besonderes Augenmerk dabei sollte Kindern ab 10 J., Jugendlichen bis 25 J., Genderarbeit, Benachteiligten und der älteren Bevölkerung gelten. Generell sollte sich Wohnen und Arbeiten in V. durch eine strukturierte, durchdachte Gemeinwesenarbeit verbessern.
Methoden: Aktivierende Projekte in Zusammenarbeit mit BA, Begleitung bei Projekten von Bewohner/innen, Beratung, Beteiligungsprojekte, Bildungsangebote, Gebietsbegehungen/ -erkundungen, Gremienarbeit, Diskussionen, Herstellung von Mobilität, JC und Jugendamt einbinden, Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste, Vernetzung mit GWA in Nachbarkommunen
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnerinnen beteiligen sich zahlreich an den aktivierenden Befragungen. Die Ergebnisse werden publiziert und in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sprechstunden werden optimal genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die ehrenamtlichen Projektarbeiten werden vernetzt und arbeiten konstruktiv zusammen. Ehrenamtliche Arbeiten werden unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Die Entscheider, Politik, Ehrenamtliche und Bewohner respektieren sich und arbeiten konstruktiv zusammen. Durch diese Netzwerke wird die soziale Infrastruktur verbessert und Bedürfnisgerecht umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen werden geschaffen und von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
Beschreibung
Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen werden geschaffen und von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner übernehmen Verantwortung für ihren Wohnbereich und gestalten diesen attraktiv. In den Befragungen wird dieser als guter Ort benannt.
Beschreibung
Politik macht sich zur Aufgabe eine Beratungsinfrastruktur zu schaffen und dauerhaft zu etablieren.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Visselhövede, Herr Grünhagen, Bürgermeister Herr Goebel,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeamte der Polizeit Herr Teuber, Frau Stabbat-Flägel / Landkreis Frau Charbonnier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Daa Frau Motzkau/ SOFA eV Frau Schlösser/Seniorenbeirat Herr Sündermann/DRK Herr Langanke/ BNW Herr Eden/ Jugendmigrationsdiest Frau Wicke/ Flüchtlichtlingsberatung Frau Golegos/ Tafel Rotenburg eV Herr Seitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VFL Visselhövede Herr Golke/ MTV Jeddingen Herr Leefers/ SV Schwitschen Herr Rickers/ SV Wittorf Herr Jessen/ Lauftreff Visselhövede Frau Wachtmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozial-Stadtion Frau Rück/ Visselhöveder Pflegedienst Frau Rathmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulleiter Oberschule Herr Wieland/ der Grundschulen Frau Lattemann u. Frau Daboven/ Schulsozialarbeiter/ Berufseinstiegbegleiter Frau Bremenkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche St. Johannis Herr Pahlig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herr Timmann/ Hoyer Mineralöle Herr Hoyer/ JBS Herr Behrens, Frau Buse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Redaktion Rotenburger Kreiszeitung Herr Wieters/ Rotenburger Rundschau Frau Baucke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle im Rat vertretenen Gruppierungen/ Bundestagabgeordneten Herr Klingbeil und Herr Kindler/ Landtagsabgeordneten Herr Holsten und Frau Traumann-Liebe
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Frauen(t)räume - Räume für Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Rietze
| Funktion | Bildungsmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Selbstverwaltetes, integrierendes Frauen-Begegnungszentrum - Brückenschlag zwischen Quartier und Stadtteil
Projektbeschreibung
Im Mai 2018 hat die Celler Zuwanderungsagentur in einem Quartier im Stadtteil Vorwerk – in dem viele Flüchtlingsfamilien Wohnung gefunden hatten – das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" eröffnet.
Mit einem Selbstverwaltungsteam (von den Frauen selbst „Parlament“ genannt) werden ein wöchentliches Programm und Einzelveranstaltungen angeboten. „Frauen(t)räume“ wird sehr gut angenommen und hat sich über die Grenzen Celles hinaus positioniert. Ein Besuch der Nds. Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe hat zur erhöhten Popularität beigetragen.
Sowohl die im Selbstverwaltungsteam ehrenamtlich tätigen Frauen (die 2018 in 8 Monaten mit 875 Stunden Haus & Garten räumlich gestalteten und inhaltlich füllten) als auch die Teilnehmerinnen sind dankbar und froh, dass sie dieses Zentrum zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung und zum Netzwerken nutzen können. Kooperationspartner würdigen das Zentrum als Bereicherung für die gesamte Stadt und sehen es als Ergänzung eigener Angebote.
Mit der dritten Förderperiode soll durch die Übernahme weiterer verantwortungsvoller Tätigkeiten, das Heranführen an zB PC-Nutzung, durch sportliche Aktivitäten/Ausweitung der Kooperation mit Kreissportbund und Sportverein sowie weiterer Schritte zur Integration in den Erwerbsarbeitsmarkt das Selbstwertgefühl der Frauen gestärkt werden. Theoretische und praktische Projekte zu gesundheitlichen Fragestellungen sollen die persönliche Entwicklung fördern und soziale Kontakte stiften. Insgesamt wird so die TEILHABE AM GESELLSCHAFTLICHEN LEBEN erhöht.
Damit einher geht die Erarbeitung weiterer Kompetenzen zur VERSTÄRKTEN SELBSTORGANISATION/ -VERWALTUNG des Zentrums. Mit mehr Frauen im Team wird eine Ausweitung der Öffnungszeiten angestrebt. Kooperation mit einem benachbarten Mädchenprojekt sowie Mitarbeit im Sportverein und Sozialraumgremium zielen auf Gründung eines Vereins als eigene Trägerkonstruktion für das Projekt.
Zur VERHINDERUNG DER BILDUNG EINES SOZIALEN BRENNPUNKTS soll die Wirksamkeit der Frauen in den Sozialraum erhöht werden. Unterstützt werden sollen sie durch Schulungen in Kommunikation und Konfliktmanagement. Auch dient die Kooperation mit dem örtlichen Sportverein (s.o.) als weiterer Brückenschlag vom Quartier in den Stadtteil, der durch eine unsichtbare Grenze vom Quartier getrennt ist. Offene Sprechstunden auch zur Konfliktbewältigung, Präsenz im Stadtteil und partielle Einbeziehung der Männer im Quartier/Stadtteil sollen die Prävention abrunden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier Himmelsberg-Talweg-Nordfeld leben nach wie vor eine Vielzahl von Frauen und Mädchen mit Fluchthintergrund. Die Stadtverwaltung Celle ist seit 2015 in der Betreuung von Geflüchteten gut aufgestellt. So haben vielfältige integrative Maßnahmen dafür gesorgt, dass es zu keinen großen Verwerfungen und Problemen im Zusammenleben von Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund kam. Dennoch erstarken immer wieder Ressentiments bei Teilen der Bevölkerung ohne und mit länger zurückliegendem Migrationshintergrund. Zudem birgt die Situation/Bevölkerungszusammensetzung im Quartier das Risiko einer Ghettoisierung.
Daher ist es nach wie vor angezeigt, Menschen zusammenzubringen, ihnen die Möglichkeit des Kennenlernes und des Abbaus von Vorurteilen zu geben, damit aus Fremden Bekannte und im besten Fall Freund*innen werden.
Das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" eröffnet diese Möglichkeit speziell für Frauen. Die bisherige Zeit (in den Förderperioden) hat gezeigt, dass der Entschluss, sich ausschließlich an Frauen zu wenden, richtig ist. Die Frauen - gleich welchen Alters, welcher Herkunft oder Religion, ob aktiv im Selbstverwaltungsteam oder bei verschiedenen Anlässen ehrenamtlich tätig, oder ob "einfache" Teilnehmerinnen - sind erfolgreich in der gegenseitigen Stärkung und Ermutigung. Dieses betrifft sowohl das Feld privater Beziehungen als auch die Annäherung an das Feld der Erwerbsarbeit und die Positionierung im öffentlichen Raum.
Nach wie vor gibt es viele ungedeckter Bedarfe der Frauen und ihrer Kinder. Diese Bedarfe - zB dem Verlernen der Muttersprache bei arabischen Kindern vorzubeugen - gilt es weiterhin aufzuspüren und zu befriedigen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Einwohnerzahl
964
Quelle / Anmerkungen
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Daten der BA
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die BA übermittelt ab 2018 aus Datenschutzgründen keine Werte unter 10.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
3
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
EIgene Erhebung Statistik Stadt Celle
Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
52
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
nicht-deutsch und deutsch mit zweiter Staatsangehörigkeit
Eigene Erhebung - Statistik Stadt Celle
Sonstige = Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Daten der BA
Projektgebiet: Die BA liefert für diese Gliederungstiefe aus Datenschutzgründen keine Daten mehr.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der BA
Projektgebiet: Die BA liefert für diese Gliederungstiefe aus Datenschutzgründen keine Daten mehr.
Sonstige = Stadtteil Vorwerk.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stärken vor Ort nutzend soll die Selbstorganisation genutzt werden, um das Zusammenleben in der Nachbarschaft positiv zu gestalten. Hierbei stehen die Bewohnerinnen im Zentrum, sie knüpfen Netzwerke und gehen Kooperationen ein, um das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" mit Leben zu füllen.
Dadurch sollen die zuvor entwickelten Ziele - 1) Bewohnerinnen nehmen verstärkt/verbessert am gesellschaftlichen Leben teil; 2) Die Nutzerinnen von Frauen(t)räume steigern die Selbstorganisation/Verwaltung und 3) eine soziale Brennpunktbildung ist verhindert - erreicht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... auf die Bedarfe der Bewohnerinnen reagiert wird.
Kriterium
Beschreibung
... Bewohnerinnen im Selbstverwaltungsteam mitarbeiten und selbständig Angebote planen und durchführen.
Kriterium
Beschreibung
... Nutzerinnen in Angebote anderer Institutionen eingebunden sind und viceversa Kompetenzen von Frauen in anderen Institutionen in Frauen(t)räume einfließen.
Kriterium
Beschreibung
... durch die Nutzung der Stärken vor Ort Bindungen zu anderen Stakeholdern entstehen und mehrere Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Institutionen stattfinden.
Kriterium
Beschreibung
... Frauen gleich welchen Alters, sowie welcher Herkunft und Religion die Angebote wahrnehmen und in die ehrenamtliche Arbeit eingebunden sind und diese Frauen in den Stadtteil hineinwirken, ein konfliktfreies Miteinander wahrgenommen wird.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Fachdienst Sport und Jugend, Stadtteilmanagement NORD mit Sitz in Vorwerk; Celler Zuwanderungsagentur/Zentrale Anlaufstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE), Paritätischer Celle, Caritas, AWO, Familienbildungsstätte FABI, Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter im Landkreis Celle, Agentur für Arbeit Celle, Erziehungsberatungsstelle des Landkreis Celle, Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Celle, Grundschule Vorwerk, DAA (GärtnerInnenausbildung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäus-Kirchengemeinde mit Familienzentrum Vorwerk und Kath. Kirchengemeinde St. Johannes
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Edeka Wilhelms, Sozialkaufhaus Allerhand u.a. Einzelhandelsgeschäfte in Vorwerk; ggf. IHK und HWK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung und Celler Kurier als Printmedien, Celle Heute und Celler Presse als Digitale Medien, Facebook-Gruppen Vorwerker Chat und Stadtteilmanagement, Webseite der Celler Zuwanderungsagentur; Infokreis Frauen(t)räume
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Ortsbürgermeisterin Vorwerk, Ortsbürgermeisterin des benachbarten Stadtteils Hehlentor, Rat der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarinnen aus dem Quartier und Stadtteil, interessierte Frauen aus ganz Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wire-Gruppe des Selbstverwaltungsteams; WhatsApp-Gruppen der Nutzerinnen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nur gemeinsam sind wir stark- Barnstorf macht mobil!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ann-Christin Leymann
2. Kurzbeschreibung
Modellprojekt zur Entwicklung einer mobilen Gemeinwesenstruktur in der Samtgemeinde Barnstorf.
Projektbeschreibung
Die Samtgemeinde Barnstorf ist im Südwesten des LK Diepholz gelegen und mit 206km² die flächenmäßig zweitgrößte Kommune. Sie setzt sich zusammen aus dem Flecken Barnstorf (6473 Einw.), Eydelstedt (1844 Einw.), Drebber (2996 Einw.) u. Drentwede (1016 Einw.) . Die höchste Siedlungsdichte verzeichnet der Fl. Barnstorf. Die anderen Gemeinden liegen mit ihrer Siedlungsdichte weit unterhalb des Durchschnitts in gesamt Nds. u. des LK Diepholz. Es ist wenig Infrastruktur vorhanden. Im Fl. Barnstorf ist die meiste Infrastruktur angesiedelt. Es gibt ein Mehrgenerationenhaus (MGH), mit einem breiten Angebot. Dessen Aktionsradius reicht aber aufgrund von Konzeptionalität und personeller Kapazität nicht über den Fl. Barnstorf hinaus. Um teilzuhaben müssen die Bewohner der kleineren Gemeinden zum MGH gelangen, was anlässlich des unzureichenden Nahverkehrs schwer bis unmöglich ist. Es ist zudem eine Hürde insbesondere für ältere Menschen sowie geflüchtete Personen (mit bisher wenig Teilhabechancen), ihren eigenen Aktionsradius zu verlassen, um eine Veranstaltung oder ein Angebot des MGH zu besuchen. Hier möchten wir anknüpfen. Wir wollen die Potenziale des MGH nutzen und in die kleinen Gemeinden, mittels einer mobilen GWA transferieren. Starten möchten wir damit modellhaft im Gebiet Fl. Barnstorf u. Eydelstedt. Das Angebot wird so ausgebaut, dass in Eydelstedt in regelmäßigen Abständen ein neutrales Treffen in unterschiedlichster Form, z.B. Frühstückstreff, Themen-Nachmittage,Grillfest als Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Vernetzung entsteht. Der Standort innerhalb von Eydelstedt wird dabei wechseln, geplant sind z.B. Vereinsräume. Wir werden Präsenz zeigen und dabei auch die so wichtigen Bedürfnisse u. Wünsche der Bewohner erheben, da es bisher kaum bis keine Daten in diese Richtung gibt. Zur Erhebung werden wir verschiedene Formen der Befragung nutzen, geplant ist u.a. ein mobiles Bollerwagen-Café in Kombination mit Elementen der aktivierenden Befragung, um die Menschen niederschwellig zu erreichen. Jedoch wird es nicht bei der reinen Bedarfsermittlung bleiben, sondern der Versuch gestartet, die Bürger für die Belange ihrer Gemeinde zu aktivieren, durch Formen des freiwilligen Engagements, auch auf kurzfristiger Basis z.B. Unterstützung des mobilen Bollerwagen-Cafès. Insbesondere möchten wir die Menschen im Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand erreichen, sowie geflüchtete Menschen für ein Ehrenamt begeistern und sie auf dem Weg dorthin begleiten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Den Fl. Barnstorf und Eydelstedt trennen 3-5 km Fahrtstrecke. Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend ausgebaut, Busse fahren überwiegend nur angepasst an die Nds. Schulzeiten. In der kleinen Gemeinde Eydelstedt ist wenig Infrastruktur vorhanden. Es gibt keine neutralen Treffpunkte mit der Möglichkeit der Begegnung u. des Austausches, abseits der „alteingesessenen“ Vereinsstrukturen. Die Altersstruktur zeigt eine deutliche Tendenz Richtung Hochaltrigkeit, schon jetzt sind im Fl. Barnstorf und Eydelstedt ca. 30% der Menschen im Alter 60+. Es wird in den nächsten Jahren viele Personen im Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand geben (Generation Babyboomer). Durch frühzeitige Intervention können Netzwerke mit Institutionen im Gebiet des Fleckens und eine starke Nachbarschaft gefördert werden, um eine Isolation des kleinen Gebiets zu verhindern und eine Kultur des Miteinanders aller Gebiete langfristig aufzubauen. In der SG Barnstorf sind über 10% der Bevölkerung ausländische Staatsbürger, was sich durch die Aufnahme von geflüchteten Menschen ab 2015 nochmals manifestiert hat. Eine besondere Situation findet sich hier in Eydelstedt, wo im Hülsmeyerpark, einem alten Kasernengelände, geflüchtete Menschen untergebracht sind. Das Gelände liegt dezentral und die Menschen haben wenig Kontakt zu Einheimischen. Die vorherrschenden ländlichen Strukturen machen es nicht einfach die Menschen inklusiv an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Durch mangelnde Begegnung und Unwissenheit voneinander kommt es zu Anzeichen von "Alltags"Rassismus. An dieser Stelle möchten wir mit der mobilen GWA ansetzen und Räume der Begegnung schaffen, für ein Miteinander und gegen Ausgrenzung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Barnstorf Flecken Barnstorf-Eydelstedt
Beschreibung
Der Flecken Barnstorf hat mit 6473 Einwohnern die höchste Einwohnerzahl und Siedlungsdichte. Die meiste Infrastruktur sowie unter anderem auch das Mehrgenerationenhaus und das Rathaus sind im Flecken Barnstorf verortet. Der Flecken ist somit der stärkste Partner in der Samtgemeinde, dessen Potenzial wir ausstrahlend langfristig mit in die kleinen Gemeinden Eydelstedt (1844 Einwohner) Drebber (2996 Einwohner), Drentwede (1016 Einwohner) nehmen möchten, um dort neutrale Orte der Begegnung und des Austausches aufzubauen sowie weiterführend an einer Gesamtvernetzung der einzelnen Gemeinden mit den Potenzialen des Fleckens zu arbeiten. Das für das Modellprojekt ausgewählte Gebiet Flecken Barnstorf-Eydelstedt ist das mit 12850ha flächenmäßig weitläufigste Gebiet, wobei alleinig auf Eydelstedt 7614 ha fallen. Über 25% der Bevölkerung in Eydelstedt ist über 60 Jahre alt. Eydelstedt ist stark ländlich geprägt und hat eine sehr schwache Infrastruktur (kein Nahversorgungsangebot, kulturelles Angebot, neutrale Treffpunkte etc.). In Eydelstedt besteht zudem die bereits erwähnte Situation der dezentralen Unterbringung von geflüchteten Menschen in einer ehemaligen Kaserne mit fehlender Anbindung an die Bevölkerung vor Ort. Exemplarisch ist deshalb der Beginn in diesem Quartier geplant, die Kommune hat hier die Möglichkeit Räumlichkeiten für das Projekt anzumieten. Mittelfristig sollen die hier erworbenen Kenntnisse teilweise auf die anderen Gebiete übertragen werden können, wobei zu beachten ist, dass jedes Gebiet für sich sehr heterogen ist, da unterschiedliche Dorfgemeinschaftsstrukturen vorherrschend sind. Für alle Gemeinden gilt jedoch, dass die Erhebung von Daten des Bedarfs der Bewohner im hohen Maße von Bedeutung ist, da die Gemeinden kommunalpolitisch zusammengehören und auch die unterstützenden Beiräte (Seniorenbeirat und Integrationsbeirat) für die gesamte Samtgemeinde zuständig sind. Für eine ländliche Kommune wie die Samtgemeinde Barnstorf ist der Prozess hin zur nachhaltigen Verstetigung von Gemeinwesenstrukturen ein bedeutungsvoller Weg, der kleinschrittig begonnen werden muss. Die GWA kann hier die kommunalen Akteure unterstützen und durch Aufklärungs -und Gremienarbeit die Wichtigkeit eines stabilen Gemeinwesens darstellen.
Einwohnerzahl
8317
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Barnstorf Stand: 04.04.2019
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
27
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019 (Gesamtzahl), Aufteilung Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
foerdergebiet2019.pdf
(1.8 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz, das Gebiet der SG Barnstorf sozialräumlich zu betrachten und Potenziale eines starken Gebiets in ein schwaches Gebiet mitzubringen. Es geht darum Bedarfe und Interessen der Bewohner zu erheben und anhand dieser Daten eine langfristige GWA-Struktur zu installieren. Das freiwillige Engagement soll bedarfsentsprechend weiterentwickelt und Nachbarschaftshilfen gefördert werden. Immer unter Einbezug der gebietsbezogenen Strukturen und daraus resultierenden Möglichkeiten zur Entwicklung. Bewohner sollen aktiv befähigt und motiviert werden sich für die Belange ihres Gebiets einzusetzen. Es geht um den Aufbau eines Miteinanderes für die Gemeinde, die Motivation etwas bewegen zu wollen, wird begleitet und ein gemeinschaftliches agieren steht im Vordergrund. Mit dem Projekt wird eine Verbesserung der immateriellen Bedingungen, insbesondere der sozialen Teilhabe angestrebt, indem infrastrukturelle Schwierigkeiten gesehen und durch die Struktur des Projekts zunächst überwunden werden. Für das Projektgebiet Fl. Barnstorf-Eydelstedt bedeutet dies, dass zunächst das Kennenlernen der Menschen im Quartier im Vordergrund steht, die Menschen werden eingeladen an Veranstaltungen z.B. Auftakt-Frühstück oder Grillfest zu Beginn des Projekts teilzunehmen, wobei die persönliche Ansprache (Einladung) ein wichtiger Faktor ist. Zudem werden punktuell an unterschiedlichen Orten im Gebiet z.B. vorm Kindergarten aktivierende Befragungen mit dem mobilen Café durchgeführt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen zu Veranstaltungen kommen und Wünsche/Ideen mit einbringen , Möglichst viele Bewohner*innen durch die aktivierende Befragung erreicht werden, Bewohner*innen Interesse zeigen sich für ihr Gemeinwesen zu engagieren
Kriterium
Beschreibung
Die bereits vorhandenen Ressourcen des Mehrgenerationenhauses im Flecken nach Eydelstedt transferiert und der Flecken als starker Partner noch weiter gestärkt werden konnte.
Kriterium
Beschreibung
Ein beständiger Austausch über die Entwicklung des Projekts mit der Kommune besteht, die Gremienarbeit des Senioren-und Integrationsbeirats unterstützt u. gestärkt wurde, die Kommune sich einsetzt politisch an der Weiterentwicklung der GWA zuarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationspartner für das Projekt gefunden und überzeugt werden konnten gebietsübergreifend mitzuarbeiten, Institutionen Bereitschaft zeigen Geflüchtete in ein Ehrenamt aufzunehmen, Kooperationspartner Veranstaltungen mitgestalten.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Bewohner*innen kommen zu Veranstaltungen und lernen sich kennen (Alter, Religion, Geschlecht). Neubürger und Einheimische teilnehmen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Barnstorf;Samtgemeinde Bürgermeister, Bürgermeister Eydelstedt, Bürgermeisterin Flecken Barnstorf; Fachbereich Soziales u. Ordnung; Jugendpflege und Streetwork; Flüchtlingskoordinatorin; politische Ausschüsse.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGEL e.V. Mehrgenerationenhaus Barnstorf; Schützenverein Barnstorf; Schützenverein Eydelstedt; FF Barnstorf-Kinder u. Jugendfeuerwehr; FF Eydelstedt Kinder u. Jugenfeuerwehr; LEB Barnstorf; VNB Barnstorf; LandFrauen Barnstorf; Welthaus Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diepholzer Kreiszeitung; Barnstorfer Wochenblatt; Sonntags-Tipp; Gemeindebrief der St. Veit Kirchengemeinde; Gemeindebrief der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara; Webseite Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya; Webseite Samtgemeinde Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. St. Veit Kirchengemeinde Barnstorf; Katholische Kirchengemeinde St. Barbara Barnstorf; Mevlana-Moschee Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DRK Seniorenheim Friedrich-Plate-Haus Barnstorf ; Seniorenresidenz "Huntetal" Barnstorf ; Seniorenwohnanlage "Haus Donsdorf" Eydelstedt; Sozialstation Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Barnstorf; Grundschule Eydelstedt; Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf; DRK-Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" u. "Holzwurm" Barnstorf; Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" Barnstorf; Ev-luth. integrative Kindertagesstätte Eydelstedt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Asyl Barnstorf.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Göttinger Quartiere - Gemeinsam geht mehr
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam geht es weiter
Projektbeschreibung
Die Stadt Göttingen hat mit Hilfe der Förderung aus dem Programm Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement einen Quartiersentwicklungsprozess zur Aufwertung von 2 Wohnquartieren initiiert, indem in beiden Quartieren vorhandene Einrichtungen der Jugendarbeit für den Sozialraum geöffnet und konzeptionell der Arbeitsschwerpunkt GWA integriert wurde. Vor dem Hintergrund aktivierender und partizipativer Beteiligungsformate, erhobener Bedarfsanalysen, erfolgreich durchgeführter Maßnahmeplanungen und Umsetzung entwickelten beide Einrichtungen ein Konzept zur Umsetzung, Ausbau und Verstetigung der GWA in einzurichtenden Quartierszentren. Die konzeptionelle Neuausrichtung wurde im Sozial- und Jugendhilfeausschuss vorgestellt und verabschiedet. Dabei soll das AWO Kinder- und Jugendhaus längerfristig zu einem Nachbarschaftszentrum überführt werden (bis Ende 2019) und ein neu einzurichtendes Quartierszentrum Gartetal (bis Ende 2019) in enger Kooperation mit dem Jugendhaus Gartetalbahnhof, das in seiner päd. Ausrichtung bestehen bleibt, integrative und intergenerative Angebote und Begegnung zwischen allen Bewohnern im Quartier ermöglichen. In der kommenden Förderrunde gilt es diese Konzepte umzusetzen. Der angestoßene Pilot-Prozess zur Entwicklung einer gesamtstädtischen Strategie zur GWA soll fortgeführt werden. Ein Arbeitskreis zur Vernetzung aller bereits bestehenden Nachbarschafts- und Stadtteilzentren konnte unter Koordination der Stadt (Sozialplanung) eingerichtet werden und für die Entwicklung eines gemeinsamen Leitbildes (unter Berücksichtigung der Prinzipien der GWA) sowie der Erarbeitung eines Methodenkoffers genutzt werden; über ein gezieltes Qualifizierungsangebot und Supervision konnten die hauptamtlichen Fachkräfte in ihrem beruflichen Handeln gestärkt werden. In der kommenden Förderperiode gilt es diese stadtweite Vernetzung stärker zu professionalisieren, zu verstetigen und über die Rückkoppelung der Ergebnisse von Beteiligungsformaten, Bedarfs- und Bestandsanalysen durch die Sozialplanung als Steuerungs-, Planungs- und Unterstützungsinstrument für die gesamtkommunale Entwicklung der Gemeinwesenarbeit zu etablieren.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier A "Ebertal" entwickelte sich aus einer Barackensiedl., die in den 60ern in rd. 450 neu gebaute Sozialwhg. der Städtischen Wohnungsbau gezogen sind. Der Prozess der Sanierung des Wohnbestandes & Neustrukturierung des Quartiers, verdichtet um rd. 150 Wohnungen im hochpreisigen Segment inkl. familienfreundl., barrierefreien Wohnen mit Dienstleistungen vor Ort hat begonnen. Die bisherigen Mieter bewohnen in großen Teilen Wohnungen der unteren Einkommensgrenze (5,60€/qm) & sollen im Gebiet wohnen bleiben. Es bestehen Sorgen der Verdrängung & dass der nachbarschaftl. Zusammenhalt dem neuen Zuwachs nicht standhalten kann. Der Planungsprozess ist auf 10 Jahre avisiert. Das im Quartier B bestehende Jugendhaus Gartetalbahnhof befindet sich in einem Quartier, das von sozial. Problemen, Anonymität & Fluktuation gekennzeichnet ist, u.a. durch einen Hochhauskomplex mit 432 App. (750 Personen). Eine randständige Bevölkerung (u.a. Südosteuropa), stellt Bewohner & Akteure vor besondere Herausforderungen. Der öffentl. Raum hat Defizite, die verkehrliche Lage (inkl. Lärm) am Bahnhof ist unattraktiv. Die Quartiersarbeiterinnen konnten bereits jetzt über die Einrichtung von Quartierstreffen, dem Aufbau eines Ehrenamtlichen-Pools, gemeinwesenorien. Angebote umsetzen & den interkulturellen/intergenerativen Austausch fördern sowie eine Plattform für nachbarschaftl. Begegnung & Transparenz zu Planungen der Neustrukturierung herstellen. Stadtweit stehen alle Quartierszentren vor neuen Herausforderungen in der GWA, durch die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung & aus Südosteuropa sowie die Erschaffung, Modernisierung & Sanierung von Wohnraum.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
(A) Göttingen Ebertal
Beschreibung
Das durch 3-5 geschossige Zeilenbebauung gekennzeichnete Wohnquartier Ebertal befindet sich in der südlichen Oststadt von Göttingen und umfasst eine Fläche von rd. 10 ha. Das Gebiet wird im Westen begrenzt durch die Wörthstr., im Norden durch die Straße Am Steinsgraben, im Osten durch einen Teilabschnitt der Merkelstr. und der Görlitzer Str., im Süden durch eine Fußgängerverbindung nördlich des Einfamilienhausgebietes Liegnitzer Weg.
Einwohnerzahl
1015
Quelle / Anmerkungen
Referat 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Bemerkung: Ein Antrag für das Förderprogramm Soziale Stadt für das Gebiet wurde im Mai 2018 gestellt. Bisher ist der Antrag nicht abschließend bearbeitet, es liegt keine Förderzusage vor.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden erfolgt als Schätzwert und wird abgeleitet aus den Haushaltszahlen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ab 31.12.2018 werden Daten zu Personen mit Migrationshintergrund nach der Definition des erweiterten Migrationshintergrund erhoben. Definition Migrationshintergrund: Wenn eine Person selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatangehörigkeit geboren wurde.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten zur Arbeitslosigkeit beruhen aus Schätzungen, da die Einzugsbereiche der Datenquellen nicht deckungsgleich sind. Die Bevölkerungsdaten können demgegenüber baublockweise ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
siehe Anmerkungen zu arbeitslosen Menschen (gesamt). Die Definition von Arbeitslosigkeit erfolgt nach den Rechtsgrundlagen des SGB II und SGB III.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitt_ebertal_0.docx
(456.3 KB)
Gebiet-Name
(B) Göttingen Gartetal
Beschreibung
Das rd. 25 ha umfassende Gebiet Gartetalbahnhof bildet einen größeren Einzugsbereich des gleichlautenden Quartiers/Jugendzentrums. Das Gebiet grenzt westlich an die Bahnlinie mit der viel befahrenen Groner Landtsr., eröffnet nordöstlich mit der Groner-Tor-Str. den Zugang zur Innenstadt, grenzt östlich an die Bürgerstr.(Ringstraße um die Innenstadt) und durchquert südlich mit der Wiesenstr. ein Wohngebiet, was in jüngster Zeit um attraktive Stadthäuser mit Eigentumswohnungen sowie Reihenhäuser baulich erweitert wurde.
Einwohnerzahl
3069
Quelle / Anmerkungen
Referat 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden erfolgt als Schätzwert und wird abgeleitet aus den Haushaltszahlen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ab 31.12.2018 werden Daten zu Personen mit Migrationshintergrund nach der Definition des erweiterten Migrationshintergrund erhoben. Definition Migrationshintergrund: Wenn eine Person selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatangehörigkeit geboren wurde.
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten zur Arbeitslosigkeit beruhen aus Schätzungen, da die Einzugsbereiche der Datenquellen nicht deckungsgleich sind. Die Bevölkerungsdaten können demgegenüber baublockweise ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
siehe Anmerkungen zu arbeitslosen Menschen (gesamt). Die Definition von Arbeitslosigkeit erfolgt nach den Rechtsgrundlagen des SGB II und SGB III.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitt_gartetalbahnhof_1.docx
(629.46 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die in den beiden bestehenden Jugendhäusern erprobten Methoden und Handlungsansätze der Gemeinwesenarbeit zur sozialräumlichen Öffnung der Häuser für alle Bevölkerungsgruppen sollen auch für die Weiterentwicklung der Häuser in Nachbarschafts- und Quartierszentren angewandt und weiterentwickelt werden. Kennzeichnend bleibt dabei sowohl eine Bottom up-Strategie als auch eine aktivierende und lebensweltorientierte Arbeit mit den Bewohnern. Empowerment und Selbstorganisation soll weiter gestärkt werden und der Aufbau selbsttragender Strukturen in den Quartieren über die Mitarbeit an Netzwerken verfestigt werden. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Kombination der Methoden zur Aktivierung und Beteiligung gerichtet werden, damit die Bewohner zunehmend zu Akteuren der Quartiersentwicklung werden und der nachbarschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird. Die stadtweite Vernetzung aller Nachbarschafts-, Stadtteil,- und Quartierszentren soll für die Auswahl und den zielgerichteten Einsatz der Methoden genutzt, neue Methoden entwickelt, ausprobiert und bewertet werden. Der Ansatz der Gemeinwesenarbeit fokussiert hierbei zunächst strukturell auf die Gewährleistung der guten Erreichbarkeit, ausreichend Zeit für den Aufbau tragfähiger Netzwerke und die Möglichkeit aller Beteiligten an gemeinwesenrelevanten Entscheidungen (Plattform für Bürgerbeteiligung) teilzuhaben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner identifizieren sich mit den Nachbarschafts-/Quartierszentrum, 80% sind informiert & aktiv beteiligt, Kommunikationsräume sind eingerichtet, Öffnungs- und Betriebszeiten ausgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner organisieren Angebote selbstständig, bringen sich als Experten ein, Pool an Ehrenamtlichen ist erhöht, diese sind untereinander vernetzt werden begleitet und qualifiziert.
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen sind zunehmend bekannt, werden einbezogen, Bewohner reden positiv über das Gemeinwesen und die Stärken in diesem.
Kriterium
Beschreibung
Die neu zu schaffenden Angebote sprechen unterschiedliche Zielgruppen an, werden von diesen mitgestaltet und gemeinsam umgesetzt (generations-, milieu- und nationalitätsübergreifend).
Beschreibung
Stadtteil- und Quartierstreffen bieten Plattform für Austausch/Kommunikation und Kooperationen im Sozialraum, Ehrenamtliche sind vernetzt.
Kriterium
Beschreibung
Angebote/Veranstaltungen erreichen unterschiedliche Zielgruppen, Angebotspalette wurde entsprechend der Nachfrage (Bürgerbegehren) erweitert.
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren wird über die Stadt koordiniert, gesamtkommunale Strategie für GWA ist entwickelt. Bedarfe sind mit Fachplanungen /Dezernentenkonferenz abgestimmt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Für Ebertal wurde in Folge des Stadtteil-Workshops das Format des Quartierstreffens erprobt an dem nicht nur Vertreter von Einrichtungen (Wohnungswirtschaft, Kitas, Grundschule & Seniorenzentrum) sondern auch Ehrenamtliche teilnahmen. Das Konzept zur Weiterentwicklung für das künftige Nachbarschaftszentrum wurde vorgestellt. Auch im Gartetal konnten weitere Austauschtreffen der "AkteurInnen im Leineviertel/Gartetalbahnhof" durchgeführt werden und die konzeptionelle Weiterentwicklung vorgestellt werden. Eine Namensgebung "Leineviertelkonferenz" und die Gestaltung eines Logos wurde angestoßen. Die Angebotsstruktur wurde erweitert (Quartiersspaziergänge, Erzählcafé, Internationales Kochen, Film- und Theaterprojekte, Afrikanisches Trommeln) und inbs. im Gartetal Begegnung und Austausch zw. den Bewohnern des Neubaugebietes, Anwohnern aus dem Hochhauskomplex und der Wiesenstraße ermöglicht und Segregation entgegengewirkt werden. Eine AG zur stadtweiten Vernetzung aller Stadtteil-, Nachbarschafts- und Quartierszentren ist eingerichtet und durch die städtische Sozialplanung koordiniert und begleitet. Der konzeptionellen Erweiterung wurde nach Vorstellung in den Ausschüssen begrüßend zugestimmt, in Form von Statusberichten werden diese fortlaufend über den Entwicklungsstand informiert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
FB Jugend (Fachdienstleitung Jugendarbeit) (A/B), FB Planung, Bauordnung, Vermessung, Fachdienst Stadt und Verkehrsplanung (A/B), FB Stadt und Umwelt (B), FB Ordnung (B),Gesundheitsamt für Stadt/Landkreis Göttingen (A/B), Flüchtlingssozialarbeit (A/B)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Leineberg (B), Grundschule Lohberg (A), Senioren- und Pflegezentrum Phönix (A), Carpe Diem Stiftung Seniorenresidenz (B), Kita Lönsweg (A), Kita Kreuz&Quer (A), Kreismusikschule (A)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mieterbüro SWB (A), Städtische Wohnungsbau GmbH (A/B), Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen (B), Volksheimstätte (A), Hausverwaltung Groner Landstr. (B)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ifas Wohnen und Struktur (B), Förderverein e.V. (B), Jugendhilfe Obernjesa e.V. (B), "Grüne Haus Annercke" e.V. (B), Betreuen und Wohnen e.V. (B)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SC Hainberg (A), Freie Altenarbeit Göttingen (B), Kinderhaus (A/B), Göttinger Verein für Jugendfragen(A), Nachbarschaftsverein Holtenser Berg(A/B), Nachbarschaftsverein Leineberg(A/B), Förderverein BONVENO(A) , Göttinger Tafel(A/B), Weststadtzentrum (A/B)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baptistenkirche (B), Ev. Kreuzkirche (A)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe und Sozialausschuss Stadt Göttingen (A/B), Integrationsrat Göttingen (A/B)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt (A/B), Hannoversche Allgemeine (A/B), Stadt Radio Göttingen (A/B), Blick, Extra TiP (A/B)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wiesenstraße Initiative (B), Elterngruppe ADHS (A), Elternvertretung Lohbergschule (A)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
REWE (A), Bäckerei Thiele (A/B), Bäckerei Ruch (A), Gutes von Gestern zum halben Preis (B), Aldi (B), Nahkauf (B)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Startschuss! Aufbau eines Quartiersmanagements in Empelde
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Koch
| Funktion | Stabstelle Quartiersentwicklung und Sozialmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eröffnung des Quartierstreffs in Empelde, erste Schritte im Aufbau eines Quartiersmanagements im Stadtteil
Projektbeschreibung
Der Verein win e.V. wird in Empelde einen Quartierstreff eröffnen, der Dreh- und Angelpunkt für die Aktivitäten des Vereines vor Ort werden wird. Von dort aus wird das QM für den Stadtteil gestartet und den Menschen die Möglichkeit gegeben, sich aktiv einzubringen und ihren Wohnort und das nachbarschaftliche Miteinander mit zu gestalten. Die Quartiersmanagerin steuert die Aktivitäten vor Ort und begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner dabei, unterstützt und fördert ihre Potenziale und erhebt Bedarfe. Die hauptamtliche Fachkraft ist angestellt bei der KSG Hannover GmbH, wird aber vor Ort das Gesicht des Vereins win e.V. sein, der Träger des Quartierstreffs sein wird. Der Treff wird ein Ort für alle Menschen im Quartier, nicht nur für die Mieterinnen und Mieter der KSG Hannover. Und von den Menschen vor Ort wird alles ausgehen: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers werden "ihr Empelde" bereichern! Mit Aktionen und Veranstaltungen, Projekten und Visionen für eine lebendige Nachbarschaft! Der Quartierstreff wird ein Ort der aktiven Teilhabe werden, in dem Ideen gesponnen und umgesetzt werden, die von der Nachbarschaft selbst entwickelt werden. Der Verein win e.V. beantragt die Förderung für die ersten Monate, in denen Kontakte und Netzwerke aufgebaut, erste Veranstaltungen geplant und Bedarfe und Bedürfnisse erhoben werden. Von Anfang an werden die Menschen dazu eingeladen, "ihren" Quartierstreff mit zu gestalten und das Angebot zu erarbeiten.
Im August wird der Quartierstreff fertig gestellt. Dann startet das Quartiersmanagement vor Ort, baut erste Kontakte auf und erhebt Bedarfe, um Maßnahmen zu entwickeln. Die Angaben im Antrag klingen möglichweise noch sehr abstrakt. Derzeit sind wir vor Ort noch nicht aktiv, wissen wenig über die Menschen vor Ort und steigen konkret inhaltlich ein, wenn wir mit den Menschen direkt im persönlichen Austausch und im Gespräch sind. Beteiligung von Anfang an! Im Quartierstreff Wiesenau, dem anderen Standort für Quartiersarbeit von win e.V., haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, ganz gezielt mit den Menschen zu palen, was stattfinden wird. Daraus entwickeln sich immer neue Ideen und Projekte.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Laut Sozialbericht der Region Hannover 2015 sind soziale Lagen in der Region Hannover sehr unterschiedlich zu beschreiben. In der Stadt Ronnenberg, zu der Empelde als Stadtteil gehört, wird eine überdurchschnittlich häufig benachteiligte soziale Lage der Menschen festgestellt. Die Stadt Ronnenberg, unmittelbar verflochten mit der Landeshauptstadt Hannover durch urbane Verdichtung, ist gekennzeichnet von einer unterdurchschnittlichen Wohnfläche pro Kopf und unterdurchschnittlichen Einkünften pro Steuerpflichtigem bei gleichzeitig hohen Anteilen von Arbeitslosen, Ausländern und Deutschen mit 2. Staatsbürgerschaft sowie Empfängern von Mindestsicherungsleistungen. Immerhin die Hälfte der Beschäftigten hat einen Arbeitsplatz am Wohnort, der allerdings häufig im Bereich der prekären Beschäftigungsverhältnisse angesiedelt ist. Die Haushalts- und Bevölkerungsstrukturen tragen erkennbar urbane Züge mit eher hohen Anteilen von Alleinerziehenden- und Singlehaushalten. Der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner, die von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind, ist überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden in der Region Hannover. In der Stadt Ronnenberg leben ca. 24.000 Personen, 18,7 % haben einen Migrationshintergrund. 21% der Bevölkerung ist 65 Jahre und älter. Die Prognose zur Be-völkerungsentwicklung ist relativ konstant mit einem leichten Zuzug von 0,9 % bis zum Jahr 2020. Diese Zahl ist möglicherweise aufgrund des Zuzuges von Flüchtlingen in 2015 und 2016 anders einzuordnen.
Im August wird der Quartierstreff fertig gestellt. Dann startet das Quartiersmanagement vor Ort, baut erste Kontakte auf und erhebt Bedarfe, um Maßnahmen zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ronnenberg Empelde
Beschreibung
Empelde ist der nördliche und größte Stadtteil von Ronnenberg und grenzt an den Südwesten von Hannover. Das Fördergebiet ist durch den Verlauf der S- Bahnstrecke abgegrenzt von der Stadt Ronnenberg und erstreckt sich im Norden bis zur Nenndorfer Str. sowie im Süden bis zum Sport- und Freizeitzentrum.
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Ronnenberg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg,
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronneberg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Stadt Ronnenberg, Angaben zu Empelde nicht bekannt, nur Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rückmeldung des Bürgerbüros steht noch aus.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Quartierstreff bietet eine Plattform für Aktivitäten der Bewohner. Im Fokus stehen ihre Interessen und Belange. win e.V. arbeitet beteiligend, vernetzt Menschen und Institutionen und nutzt Potenziale und Stärken, die vor Ort zu finden sind. Alle Menschen werden eingebunden, unabhängig beispielsweise ihres Alters oder ihrer Herkunft. Zudem werden Problemlagen erhoben und benannt, um Lösungswege zu erarbeiten. Auch hier werden die Menschen einbezogen und als Experten für ihr Quartier wahrgenommen. Das QM bietet dafür Beratung, Steuerung sowie Projektmanagement an, fördert die Partizipation der Bewohnerinnen und das Bürgerschaftliche Engagement. Es werden niedrigschwellige Feste, Aktionen, Treffpunkte und Projekte geplant.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Standards sind erreicht, wenn BewohnerInnen an den Beteiligungsmethoden teilgenommen haben und daraus erste Maßnahmen entwickelt werden konnten (zum Beispiel Gründung von Arbeitsgruppen).
Kriterium
Beschreibung
win e.V. an bestehenden Netzwerken teilnehmen kann und zu eigenen Planungsrunden einlädt. Zudem werden erste gemeinsame Aktivitäten geplant und durchgeführt, zum Beispiel eine Zukunftswerkstatt.
Kriterium
Beschreibung
Kinder, ihre Eltern und andere Erwachsene sowie ältere Menschen den Quartierstreff kennenlernen und besuchen und an den ersten Aktionen teilnehmen und/oder mitarbeiten.
Beschreibung
Nachbarn und Akteure treffen sich im Quartierstreff, erste Gruppen sowie offene Treffpunkte sind entstanden, in denen sich die Menschen kennenlernen und vernetzen können. Zudem wurde ein Eröffnungfest gefeiert.
Vorhandene Strukturen
Eine hauptamtliche Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin leitet den Quartierstreff und baut ein Team von Ehrenamtlichen auf.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Johanneskirchengemeinde Empelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialpsychiatrische Beratungsstelle Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Behinderte und Senioren/ Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Region Hannover, Fachbereich Jugend, ADS
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Empelde/ Stadt Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Freie Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lüder für Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Prof. Stefan Müller-Teusler
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kommunale Intelligenz praktisch erprobt
Projektbeschreibung
Kommunale Intelligenz (Hüther 2013) ist ein Aufruf, aber auch ein Ansatz zur Potentialentfaltung in den Kommunen. Dieser Ansatz soll in dem Dorf Lüder herausgearbeitet und in ersten konkreten Maßnahmen modellhaft umgesetzt werden. Im Sinne des Ansatzes soll das mit den Einwohnern, der Gemeinde, den Vereinen und Verbänden und den Unternehmen vor Ort gemeinsam geschehen, um Lösungen für die Zukunft als Wohnort mit adäquater Versorgungsstruktur zu finden. Dabei spielen die Bereiche Daseinsvorsorge, Digitalisierung und Versorgungsstrukturen eine besondere Rolle. Im Kontext Daseinsvorsorge soll mit der Samtgemeinde und Gemeinde und Bürger_innen erarbeitet werden, was Daseinsvorsorge bedeutet und wie sie heute und für die nähere Zukunft realisiert werden kann. Im Bereich Digitalisierung soll die App "Digitale Dörfer 2.0" des Franhofer-Instituts für das Dorf Lüder entwickelt und modellhaft erprobt werden (Versorgung, Termine und Angebote sowie Informationen). Die Versorgungsstrukturen spielen für die Zukunft des ländlichen Bereiches eine große Rolle, weil die Erreichbarkeit von Lebensmitteln eine Grundvoraussetzung für den Verbleib im dörflichen Kontext ist. Hier soll geprüft werden, ob mittels einer Depotlösung eine Versorgung mit regionalen Angeboten (Bauern, lokale Märkte) gewährleistet werden kann, die wiederum mittels App gesteuert werden könnte. In dem Projekt geht es insgesamt um einen Zukunftsentwurf angesichts der bekannten, sich auch immer mehr abzeichnenden Strukturen (Überalterung, mangelhafter ÖPNV, zunehmende Immobilität der Büger_innen, fehlende Fachkräfte etc.). Exemplarisch und modellhaft soll in Lüder erprobt werden, was bereits heute realisierbar ist im Hinblick auf die nähere Zukunft (20-30 Jahre) und wie die Ansätze der Potentialentfaltung als Gemeinwesenressource zum Erhalt und Gestaltung des Lebensraumes genutzt werden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dorf Lüder (mit ca. 1000 Bewohnern) im Süden des Landkreises Uelzen ist typisch für den ländlichen Raum in Niedersachsen: Es ist geprägt von einer überalternden Bevölkerung, die lokale Grundschule ist geschlossenen worden und die meisten Arbeitsplätze sind meistens mit längeren Fahrzeiten verbunden (Richtung Uelzen, Gifhorn, Wolfsburg und andernorts). Die regionale Versorgung ist unzureichend, weil eine schlechte regionale Infrastruktur besteht (Einkauf, ÖPNV etc.) und für alle Personengruppen längere Wege notwendig sind, um Versorgungseinheiten zu erreichen (wie z.B. medizinische Versorgung). Im Kontext des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich Lüder bereits auf den Weg gemacht und als Dorfgemeinschaft gefunden, um als Lebensort in die Zukunft zu gehen. So gibt es ein Unternehmernetzwerk, die Vereine und Verbände koordinieren sich, es ist (in privater Trägerschaft) eine Grundschule entstanden und direkt nebenan hat dort eine Tagespflege für Senioren eröffnet, wo intergenerativ lebenslanges Lernen praktiziert werden soll. An diesen Prozess soll mit diesem Projekt angeknüpft und im Hinblick auf die Zukunft konstruktiv weitergeführt werden. Mittels des Ansatzes der Kommunalen Intelligenz (Hüther 2013) soll ein neue Ansatz von Gemeinwesenarbeit zugrunde gelegt werden, wonach Potenzialentfaltung ein Schlüsselwort der Zukunftsgestaltung ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Aue Lüder
Beschreibung
Lüder liegt im Süden des Landkreises Uelzen, begrenzt durch den Elbe-Seitenkanal. Um Lüder herum sind viele landwirtschaftlichen Flächen. Lüder grenzt an den Landkreis Gifhorn sowie an die Stadt Bad Bodenteich.
Einwohnerzahl
1290
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCder_(L%C3%BCneburger_Heide)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Noch deutlich stärker ist der Bevölkerungsrückgang in den einzelnen Einheits- und Samtgemeinden bei den Einwohnern unter 25 Jahren. Im Kreisdurchschnitt beträgt der Rückgang dieser Altersgruppe -35%, wobei die Einheits- und Samtgemeinden Einzelwerte zwischen -30% (Uelzen) und -48% (Samtgemeinde Aue) aufweisen. Quelle: Siedlungsentwicklung und Demografie im Landkreis Uelzen; Gutachten im Auftrag des Landkreises Uelzen von 2012 sowie Demografiegutachen Bertelsmann-Stiftung.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
53
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hinzu kommt eine überalternde Bevölkerung, die in vergleichsweise großen Immobilien alleine bleibt und diese nicht mehr erhalten bzw. bewirtschaften kann. Außerdem fehlt die Nähe zu Versorgungsstrukturen. Quelle: Siedlungsentwicklung und Demografie im Landkreis Uelzen; Gutachten im Auftrag des Landkreises Uelzen von 2012 sowie Demografiegutachen Bertelsmann-Stiftung.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lueder.pdf
(71.86 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Kommunalen Intelligenz geht es um die Entwicklung von (Selbsthilfe-) Potentialen, die bei den Bürger_innen vorhanden sind, aber bisher noch nicht umfassend genutzt werden. Damit bekommt Gemeinwesenarbeit noch einmal eine akzentuierte Bedeutung, indem Kommunale Intelligenz als Raster eingesetzt wird. Zum Aufbau von Versorgungsstrukturen verschiedenster Art für die Zukunft benötigt es (Vorlauf-und Entwicklungs-) Zeit, was angesichts des jetzt einsetzenden, sich noch verschärfenden demographischen Wandels ein guter Zeitpunkt ist. Das ist noch einmal besonders bestätigt durch die jüngste Studie des Berlin-Instituts zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland, wonach Uelzen auch in Niedersachsen zu den peripheren Regionen gehören wird. Außerdem soll an die konstruktiven Erkenntnisse aus dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" angeknüpft werden, die jetzt noch lebendig sind. Damit leistet Gemeinwesenarbeit in dieser Form einen Ansatz für die Zukunft einer Region und zwar so, dass zwar Impulse gegeben werden, aber die Ausgestaltung mit und durch die Bürger_innen erfolgt. Damit ist ein nachhaltiger, zukunftsweisender Weg für eine Kommune und deren Bewohner_innen unter Einbezug der Lokalpolitik ersichtlich und dann modellhaft erprobt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
An dem Grad der Beteilung wird die Partizipation gemessen.
Kriterium
Beschreibung
Kiterien Kommunaler Intelligenz entwickelt und mit konkreten Inhalten versehen sind.
Kriterium
Beschreibung
Anknüpfung an die Strukturen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft".
Kriterium
Beschreibung
Gemeinwesen wird belebt und ein gemeinsames Bild von Zukunft entworfen.
Beschreibung
App "Digitale Dörfer 2.0" ist modellhaft für Lüder entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Einbettung in den Kontext der Samtgemeinde (Daseinsvorsorge) sowie Netzwerkbildung. Berücksichtigung aller Altersgruppen und -bedarfe.
Kriterium
Beschreibung
Verabredungen der Bewohner_innen zu neuen Versorgungsstrukturen getroffen wurden bzw. Netzwerke dazu entstanden sind.
Beschreibung
Die Unternehmen vor Ort geprüft haben, ob sie neben ihren gewerblichen Tätigkeiten auch Dienste für das Gemeinwesen übernehmen können.
Beschreibung
Die verschiedenen Akteure (Unternehmen, lokale Politik und Verwaltung, Bürger_innen, Verbände und Vereine) sich zu einem Miteinander für ein starkes Lüder für Lüder verpflichten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Tagespflege LebensBild
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Bodenteich
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On