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Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen

Stärkung und Ausbau kultureller Teilhabe und Vielfalt im Stadtsüden von Oldenburg

Ansprechpartner
Katrin Wiese
Kultur von Allen für Alle im Stadtsüden
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts sollen als Weiterführung der bisherigen vielfältigen kulturellen Arbeit unterschiedlichster Beteiligter neben dem Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd organisatorische Strukturen vornehmlich in Form einer Projektleitung geschaffen werden. Dies geschieht, um die kulturelle Arbeit im Stadtsüden von Oldenburg dauerhaft zu etablieren und den Austausch aller Kulturschaffenden untereinander sowie zu den gemeinschaftlichen und öffentlichen Einrichtungen zu koordinieren. Auf diese Weise sollen kulturelle Formate im Stadtsüden und für den Stadtsüden verstetigt werden. Ziel ist daher eine Vernetzung, Profilierung, Aktivierung und Professionalisierung der Multiplikator*innen in Hinblick auf das Thema (Stadtteil-)Kulturarbeit. Diese bringt Partner aus unterschiedlichen Bereichen – z. B. Kultur, Soziales und Bildung – zusammen. Sie vernetzt vor Ort: stadtweit, deutschlandweit und international. So werden Dialoge gefördert, belastbare Partnerstrukturen etabliert und Kooperationen umgesetzt. Das kulturelle Schaffen und Leben im Stadtsüden wird gebündelt und für alle Bewohner niederschwellig und bezahlbar zugänglich gemacht. Dies soll sowohl in Form von regelmäßigen als auch einmaligen Formaten geschehen, wie beispielsweise Festivals, Workshops und Mitmachaktionen. Mithilfe künstlerischer Ausdrucksformen (Musik, Theater, Kino, Kunsthandwerk) sollen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft zur kulturellen Teilhabe und zu eigenem kreativen und künstlerischen Handeln aktiviert werden. Insbesondere der Stadtsüden steht vor sozialen und integrativen Herausforderungen und erscheint daher als besonders Unterstützungswürdig. Gerade das gemeinschaftliche, kulturelle Leben bietet Raum für Integration und Partizipation. So können neue Modelle partizipativer Stadtteilkultur erprobt und etabliert werden. Ausgehend von den Bedarfen vor Ort thematisiert, bespielt und inszeniert Stadtteilkultur das Quartier und schafft so Nachbarschaft. Die Stadtteilkultur weckt Interesse für die nähere Umgebung, bezieht die Bewohner*innen ein und macht den Stadtteil zum Objekt des eigenen Engagements und der eigenen Kreativität. Langfristig ist es angedacht, eine Plattform auszubauen, über die die kulturellen Stadteilaktivitäten gesammelt und gebündelt so zu veröffentlichen, dass die Informationen möglichst viele Bewohner*innen erreichen.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Stadtsüden Oldenburgs ist geprägt durch seine militärische Geschichte und eine relativ dichte Besiedlung. Dabei finden sich Siedlungen mit den typischen Siedlungshäusern mit ehemals großen Gärten und etliche Wohnblöcke. Aktuell findet eine starke Nachverdichtung des Quartiers statt, freie Flächen verschwinden immer mehr. Mit dem Schließen eines Großteils der Kasernen in den 90er Jahren verschwanden nicht nur etliche Arbeitsplätze, sondern auch diverse Gastronomiebetriebe, die typische Eckkneipe als Treffpunkt ist im Stadtsüden nahezu ausgestorben. Es gibt außerdem kein Kino mehr, ebenso wenig einen Ort an dem größeren Feiern oder Veranstaltungen wie Theateraufführungen oder Konzerte stattfinden können, diese Angebote gibt es deshalb nicht. Die Bürgervereine und Siedlergemeinschaften, die aus den 50er Jahren stammen haben kaum noch Mitglieder und beklagen einen eklatanten Nachwuchsmangel. Durch den starken Zuzug vieler Menschen mit den unterschiedlichsten Herkünften ist die Bevölkerung des Stadtsüdens buntgemischt mit den verschiedensten Interessen. Viele Gebäude im Quartier sind durch sozialen Wohnungsbau entstanden, deshalb wohnen hier viele Menschen die Sozialgeld, Hartz IV oder andere Unterstützungsleistungen bekommen, also arm sind. Traditionell waren und sind es vor allem die Wohnblöcke in denen sozial schwächere Familien wohnen. Kulturelle Angebote wie Theater, Konzerte, Lesungen, Museen und Vergleichbares gibt es hier nicht. Dies, sehr geringe finanzielle Mittel und eine diffuse Scheu vor dem Besuch des Staatstheaters oder ähnlicher kultureller Orte dieser Größenordnung führt dazu, dass die BewohnerInnen wenig an kultureller Teilhabe erleben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Stadtsüden
Beschreibung
Der Stadtsüden besteht im wesentlichen aus drei Stadtteilen, dies sind Kreyenbrück, Bümmerstede und Krusenbusch.ist von der Innenstadt und den dahinter liegenden Stadtgebieten durch den Verlauf der Hunte und des Osternburger Kanals abgegrenzt. In Richtung Osternburg markiert die Autobahn das ungefähre Ende des südlichen Teiles Oldenburgs.
Einwohnerzahl
32105
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2021 der Stadt Oldenburg (Zahlen von 2020). Drittstärkster Einwohnerbezirk Oldenburgs.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord (ein kleiner Teil des statistischen Bezirks 9a) ist seit 2009 „Soziale Stadt“- Gebiet bis voraussichtlich 2023. Während der Laufzeit gab es kein zusätzliches Förderbudget für soziale Maßnahmen. Das Fördergeld "Soziale Zusammenhalt" floss u.a. in Umbauvorhaben, Spielplatzumgestaltungen, Verkehrsverbesserungen. Mit dem Projektantrag "Gute Nachbarschaft" soll der gesamte Statistische Bezirk 9 (a,b,c,d, d.h. ca. 32029 EinwohnerInnen) berücksichtigt werden. Mit dem Antrag „Gute Nachbarschaft“ wollen wir Voraussetzungen schaffen, um die kulturelle Teilhabe und Vielfalt im Stadtsüden (Stadtteile Kreyenbrück Nord und Süd, Bümmerstede, Krusenbusch, Tweelbäke) von Oldenburg zu stärken und auszubauen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
teilweise Schätzung, angelehnt an die Statistik der Stadt Oldenburg,
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder bis 14 Jahre, berechnet nach der Statistik der Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Stadt Oldenburg, hier handelt es sich um Bewohner*innen mit ausländischem Pass.
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
berechnet nach der Statistik der Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch die Stärkung und den Ausbau kultureller Teilhabe und Vielfalt sollen die vorhandenen kreativen Potentiale der im Stadtsüden von Oldenburg lebenden Menschen aufgezeigt und gefördert und allen die Chance geboten werden, sich mit ihren Potentialen öffentlich zu präsentieren. Die Bewohner*innen stehen dabei im Zentrum, werden zielgruppen- und generationsübergreifend zur Beteiligung motiviert. Durch den Quartiersbezug und die Wohnortnähe können Nachbarschaften gefördert, das Zusammenleben und damit der soziale Frieden gestärkt werden. Die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe soll allen Bewohner*innen in ihrem Umfeld ermöglicht werden. Um die Potentiale der Bewohner*innen zu ermitteln, werden niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen geschaffen. Desweiteren sollen die durch den Arbeitskreis guten Vernetzungsstrukturen der Institutionen genutzt werden, um eine möglichst breite Bevölkerungsgruppe direkt ansprechen zu können. Kooperationen verschiedener Einrichtungen sollen ausgebaut werden mit dem Ziel, unterschiedlichste Menschen zusammen bringen. Die Stärkung der kulturellen Aktivitäten sollen das Ansehen des Quartiers verbessern und die Lebensqualität erhöhen. Kulturelle Veranstaltungen, die sonst eher in der Innenstadt geboten werden, sollen im Stadtsüden etabliert werden und damit zur Imageverbesserung beitragen. Wir möchten die Aktiven fördern und die weniger Aktiven zur Beteiligung motivieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen engagieren sich für ihren Stadtteil, ihr Haus, ihr Wohnumfeld, ihre Nachbarschaft. Ihre Interessen, Bedarfe und Wünsche werden gehört und bearbeitet. Sie sind die Experten für Stadtteilanliegen und werden als solche im Quartier anerkannt.
Beschreibung
es wird ressortübergreifend verbindlich und auf Augenhöhe für einen starken Stadtsüden zusammengearbeitet. Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund. Dem demographischen Wandel und der Inklusiven Stadtgesellschaft werden Rechnung getragen.
Beschreibung
es wird ressortübergreifend verbindlich und auf Augenhöhe für einen starken Stadtsüden zusammengearbeitet. Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund. Dem demographischen Wandel und der Inklusiven Stadtgesellschaft werden Rechnung getragen.
Beschreibung
Verschiedenste Einrichtungen, Initiativen, Menschen aus dem Stadtsüden tauschen sich aus, ergänzen und unterstützen sich mit ihren Erfahrungen. Alles geschieht zum Wohle der Menschen mit den Menschen und des Quartiers.
Beschreibung
Stärkung der Stadtteilkultur durch Vernetzung unterschiedlicher Akteure sorgt für Teilhabe, Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt. Niedrigschwellige, kostenlose/bezahlbare kulturelle Angebote ermöglichen Bgegnung und spiegeln die Vielfalt der Kulturen.
Vorhandene Strukturen
Die GWA Stadtteiltreff Kreyenbrück gibt es seit Juni 1991 und ist zur festen Anlaufstelle für Bürger*innen aus dem Stadtsüden von Oldenburg geworden. Es gibt viele Kooperationen und Vernetzungen innerhalb des Quartiers und über das Quartier hinaus. Die GWA Kreyenbrück ist Teil des Quartiersmanagment im Soziale Stadt Gebiet. Seit Jahren arbeitet der Stadtteiltreff eng mit dem antragstellenden "Förderverein für theater-und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg-Süd.e.V.". zusammen. Verschiedene Aktivitäten und Feste wurden bereits zusammen mit weiteren Einrichtungen im Stadtsüden von Oldenburg initiiert und durchgeführt. Bei allen Formaten wurden stets die Bewohner*innen im Vorfeld und im Anschluss befragt und beteiligt. So gab es immer eine enge Vernetzung der professionellen Strukturen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und den vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*inen und Schüler*innen und den im Quartier lebenden Menschen. Die Stärkung der Stadtteilkultur durch Vernetzung unterschiedlicher Akteure sorgt für Teilhabe, Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt. Eine Förderung kultureller Bildung auch in den Schulen und mit anderen Partnern verbessert Bildungschancen und wirkt identitätsstiftend. Im Stadtsüden gibt es 5 Grundschulen mit ca. 1060 Schüler*innen, eine IGS mit ca. 1100 Schüler*innen und eine Förderschule mit Schwerpunkt Emotionale/Soziale Entwicklung mit ca. 62 Schüler*innen. Die kulturelle Schulentwicklung soll unterstützt und begleitet werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
IGS Kreyenbrück, Grundschulen, Förderschulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Kreyenbrück/Bümmerstede, Siedlergemeinschaft, BewohnerInneninitiativen, Interessengemeinschaft, diverse BürgerInnen,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeiung, Sanierungszeitung, "Der Kreyenbrücker"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturausschuss, Vertreter von SPD und Grünen Gesamtstadt und Stadtsüden, Jugendhilfeausschuss,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienst Jugend-und Gemeinwesenarbeit, Musikschule Hoting, Kirchengemeinden, Arbeitskreis Kreyenbrück,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas, Schulen, Bibliothek, Seniorenheime, GWA, Freizeitstätte,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Sportvereine, Haus Welcome, Johanniter, Paritätischer, Diakonie, Verein für Kinder, Fluchtmuseum, Yezidisches Forum, MaroKher-Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V., Deutsch-Irakischer Freundeskreis, KUSAK- Kultursensible Altenhilfe,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendkulturarbeit e.V., Kulturbüro Stadt Oldenburg, Kulturausschuss Stadt Oldenburg, Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück, Jugendtheater Rollentausch, Kindertheater PAEPP
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GSG Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch Kulturmanagement im Stadtsüden soll die hiesige kulturelle Szene gefördert, gestärkt und ausgebaut und die Teilhabe und Mitgestaltung der gesamten Bevölkerung an kulturellen Angeboten ermöglicht werden. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die Aktivierung einer möglichst breiten Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich engagieren. Als weiterer Schritt soll eine gezielte fortgeführte Finanzierung kultureller Arbeit sichergestellt werden. Die neu geschaffenen Strukturen sollen Bestand haben.
Galerie
img 3746
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: nachbarschaftsfabrik neuland - vom soziokulturellen Zentrum zum nachbarschaftlichen Dialog in Winsen (Luhe)

Ansprechpartner
Sven Dunker
Organisation Reso-Fabrik e.V.
Funktion Dipl. Soz.-arbeiter
Die Kraft der guten Nachbarschaft entsteht im Dialog!
Projektbeschreibung
Lebensfreude, gute Nachbarschaft und sozialer Frieden brauchen den Dialog – offene Räume, Begegnung und Vertrauen. In der nachbarschaftsfabrik erweitern wir den begonnenen Ausbau eines demokratischen, nachbarschaftlichen Zusammenhalts unter den Akteur*innen im Projektgebiet. Basis dieses Prozesses ist das Initiieren bedarfsorientierter Begegnungs- und Aktionsformate, die die unterschiedlichen Akteur*innen des Gemeinwesens – über das gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen – nachhaltig in den Dialog führen. In den nächsten drei Jahren entwickeln wir mit unserem Kooperationspartner, der Stadt Winsen (Luhe), die "Projekt-Palette" der nachbarschaftsfabrik strukturell soweit, dass daraus ein wirkungsvolles und nachhaltiges – sozialplanerische und städtebauliche Aspekte einschließendes – Konzept entsteht. Um es zielführend zu verwirklichen, bezieht unsere Gemeinwesenarbeit (GWA) alle Ebenen und Akteur*innen ein. Nicht nur die Bewohner*innen des Projektgebiets und der Umgebung stehen im Fokus, sondern auch das Netzwerk der Träger sozialer Hilfen und die kommunale Verwaltung und Politik. In der nachbarschaftsfabrik kommen bedarfsorientierte Methoden aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern (Gesundheit, Bildung, Kultur, etc.) zum produktiven Einsatz. Unsere GWA setzt weiterhin auf die bewährten Kernthemen • Entlastung durch Beratung und Vermittlung, • Lebensfreude und Aktivierung durch kulturelles Erleben, • Kooperation durch trägerübergreifende Projekte • Integration und Teilhabe durch Begegnung der Akteur*innen im Gemeinwesen. Leitlinie dieser professionellen Arbeit: Raus aus dem Büro und rein ins Quartier! Durch die vergangene Projektförderung wurde eine Vorarbeit geleistet, die sich – insbesondere während der COVID-19-Pandemie – als wertvolles Fundament für ein langfristiges, vertrauensvolles Miteinander erwiesen hat. Die im Rahmen der Pandemie erlassenen Hygienevorschriften haben Arbeitsmethoden in den Blick gerückt, die Ausblicke auf zukünftige Arbeitsformen erlauben. Ihre Möglichkeiten sollen auf unterschiedlichen Ebenen und in relevanten Handlungsfeldern ausgelotet und genutzt werden. Neben der Digitalisierung der Dialoge und der Online-Vermittlung von Kultur sind auch das direkte Nachbarschaftsgespräch an der Tür und der persönliche Vor-Ort-Kontakt stärker ins Zentrum der Methodenentwicklung geraten. Ihr Potenzial soll in der GWA – aber auch im Netzwerk der Träger sozialer Hilfen – fachlich weiterentwickelt werden.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Projektgebiet weist eine interkulturelle Bewohner*innenstruktur (64 verschiedene Nationalitäten) mit unterdurchschnittlichem Einkommen auf. Geflüchtete Familien und junge Familien mit Migrationshintergrund ziehen in die bereits belasteten Wohngegenden. Damit finden dort zwei gegenläufige Entwicklungen statt: Parallel zu dieser Verjüngung leben vermehrt ältere, alleinstehende Bewohner*innen ohne Migrationshintergrund in den kleinen Wohnungen und angrenzenden Einfamilienhäusern. Nach Aussage des LK Harburg werden hier relativ viele Hilfen nach § 27 ff SGB VIII verfügt: Familienhilfen bei jungen Familien mit Kleinkindern und Erziehungsbeistandschaften für Kinder und Jugendliche. Es besteht die Gefahr, dass sich innerhalb des Projektgebietes bestimmte Wohnbereiche abgrenzen und "ghettoisieren", Alte und Junge und Angehörige unterschiedlicher communities. Weitere Probleme sind: Nicht konforme Rechtsauffassungen, insbesondere bei den Migrant*innen, die bereits langjährig in Deutschland leben, erheblicher und wiederkehrender Beratungsbedarf im Bereich Mietrecht/Mietschulden und bzgl. der wirtschaftlichen Situation. In dem Gebiet bestehen einige, auf bestimmte Zielgruppen spezialisierte Einrichtungen sozialer Hilfen. Auch in der Reso-Fabrik e.V. gibt es bereits unterschiedliche Angebote. Eine Art Stadtteilkonferenz gibt es jedoch nicht. Mit dem nachhaltigen Ausbau der GWA der nachbarschaftsfabrik wird eine Struktur geschaffen, in der Gremien und Fachgespräche etabliert, bestehende Projekte und Hilfen aufeinander abgestimmt, unterschiedliche Akteure in dem Gebiet zusammengebracht und eine möglichst bedarfsgerechte und bewohnernahe Infrastruktur aufgebaut und gepflegt wird.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Winsen (Luhe), Einzugsgebiet der Grundschule "Alte Stadtschule"
Beschreibung
Der Einzugsbereich der Grundschule "Alte Stadtschule" ist ein heterogenes Projektgebiet in der eher ländlich geprägten Mittelstadt Winsen (Luhe). Einfamilienhausbebauung, Mehrfamilienhausriegel bis hin zu zwei Hochhausbereichen, von denen einer 2009 in das Programm "Die Soziale Stadt" aufgenommen wurde. Ebenso heterogen ist die Bewohnerschaft dieses Stadtgebiets: Bewohner aus 64 verschiedenen Nationen, ca. 50% haben einen Migrationshintergrund.
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
In dem Projektgebiet liegt eines der kleinsten Programmgebiete für soziale Stadtentwicklung in Niedersachsen. In dem Soziale-Stadt-Gebiet, dem Albert-Schweitzer-Viertel, leben ca. 500 der 4200 Bewohner des gesamten Projektgebiets. Durch die Arbeit des QM, die seit 2009 ebenso von der Reso-Fabrik e.V. durchgeführt wird, konnten kleinräumige Strukturen mit den entsprechenden Ansätzen aufgebaut werden. Insbesondere auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen erfolgte die Entscheidung, dass eine Übertragung der Erfahrungen und Methoden im Rahmen von GWA auf ein erweitertes Projektgebiet sinnvoll ist und damit Synergieeffekte für den Projektverlauf zu erwarten sind. Um diesen Transfer an Erfahrungen auf das Modellprojekt zu sichern, ist beabsichtigt, dass das Quartiersmanagment in die nachbarschaftsfabrik neuland überführt wird, um den Bewohner*innen des Wohngebiets nach Beendigung der Städtebauförderung einen Anschluss zu bieten. Z.Zt. wird das QM Soziale Stadt durch einen anderen Mitarbeiter weitergeführt.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen und Landesamt für Statistik Nds. 2020 Zu bemerken ist, dass in dem Projektgebiet Wohnblöcke stehen, in denen der Anteil der Kinder bis 14 Jahren bei 29 % liegt, so dass wir in der Annahme gestärkt werden, dass der demoraphische Wandel in anderen Teilen des Gebiets sehr stark durchschlägt
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe) und Landesamt für Statistik Nds. 2020
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe) In dem Projektgebiet leben Menschen aus 64 verschieden Herkunftsländern. Insbesondere gibt es eine Ballung von Bewohner*innen mit Migrationshintergrund in zwei größeren Wohngebieten.
Projektgebiet in Prozent
66
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter LK Harburg, LK Harburg, Abt. Besondere Leistungen und LK Harburg, Abt. Soziale Leistungen. Die 66% an transferleistungsbeziehenden Bewohner*innen bezieht sich auf ein Wohngebiet innerhalb des Projektgebiets. Weitere aktuelle Zahlen zur Einkommenssituation waren leider nicht möglich zu bekommen. Es wird jedoch auch daran deutlich, dass es in diesem Projektgebiet zumindest ein Armutsquartier gibt.
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit wird von uns als handlungsleitendes Arbeitsprinzip (Konzept) verstanden. GWA arbeitet Methoden integrierend und interdiziplinär entlang der Interessen der unterschiedlichen Akteur*innen des Gemeinwesens. Unser Grundverständnis dabei ist: Die Bewohner*innen sind die Expert*innen ihrer Lebenswelt. QM kann nur ein Teilaspekt von GWA sein. GWA sieht sich als intermediäre Instanz oder "Katalysator" für den Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteur*innen im Quartier (Verwaltung, Politik, Bewohner*innen, Polizei, Wirtschaft, Wohnungsbau, soziale und kulturelle Einrichtungen u.a.). GWA schafft Nachbarschaftsstrukturen und Beziehungen zu den Bewohner*innen eines Gemeinwesens und ermöglicht somit den wechselseitigen Zugang zu anderen Themenfeldern, wie Gesundheit, Hilfen zur Erziehung, Bildung etc.. Neben diesen inhaltlichen Bezügen orientiert sich GWA an dem Lebensraum der Bewohner*innen und kann somit auch im World-Wide-Web ein Handlungsfeld finden. Außerdem initiiert und begleitet GWA den Dialog zu den Themenfeldern städtebauliche und sozialplanerische Entwicklung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen sind die Expertert*innen ihrer Lebenswelt. Angebote müssen daher Zufriedenheit und weitere Aktivitäten schaffen. Diese ist in den Äußerungen der Bewohner*innen zu ermitteln.
Beschreibung
Die Räume und weitere Ressourcen der nachbarschaftsfabrik werden zunehmend nachgefragt und von Freizeit- und Interessengruppen genutzt.
Beschreibung
Wenn die Bewohner*innen kreative Ideen einbringen oder äußern und Verantwortung für ihre Angebote übernehmen.
Beschreibung
Der Name des Projekts ist den Bewohner*innen bekannt und wird positiv besetzt.
Beschreibung
Die Angebote des Projekts werden nachgefragt und es wird Einfluss auf deren Ausgestaltung genommen.
Beschreibung
Die Ziele werden von Bewohner*innen als wichtig bewertet.
Beschreibung
Bewohner*innen und Netzwerkpartner*innen haben das Projektgebiet im Blick und suchen Lösungen in den Rahmenbedingungen.
Beschreibung
Akteur*innen aller Ebenen beteiligen sich aktiv an der Entwicklung einer gesamtkommunalen Struktur
Beschreibung
Bewohner*innen bewerten ihre Lebenswelt positiv.
Beschreibung
Im Netzwerk werden gemeinsame Ziele formuliert und es besteht der Wunsch Veranstaltungen zu wiederholen.
Vorhandene Strukturen
Die GWA der nachbarschaftsfabrik: - 38 Std./ Woche GWA'ler - Nachbarschaftsbüro offener Zugang an fünf Tagen in der Woche. - 20 ehrenamtliche Bewohner*innen in unterschiedlichen Projekten - Kooperation mit der Tafel Harburg - Zusammenarbeit mit QM Soziale Stadt - Kooperation mit weiteren Arbeitsfeldern der Reso-Fabrik e.V. - Nutzung von Seminar- und Veranstaltungsräumen - Netzwerk- und Gremienarbeit in städtischen Arbeitskreisen - Kooperation mit Stiftungen und Kommunen im Landkreis - Projektorientierte Netzwerktreffen mit über 40 Trägern aus dem Stadtgebiet
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Winsen (Luhe), Stabsstelle Kultur etc.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kindergarten Eckermannstr.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kindergarten Rote Kreuz Str.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule "Alte Stadtschule"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt LK Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
versch. Ärzte aus dem Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Harburg e.V., Zweigstelle Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lions Club Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rotary Club Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Round Table Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vietnamesische Frauengruppe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Kalinka" deutsch-russische Frauengruppe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HKL Baumaschinenverleih
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schuldenhilfe sofort e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kindergarten Matthias Claudius Weg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
inab Jugend/Bildung und Beruf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Brahms Freundeskreis e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltung Vollbrecht
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltung WVB Centuria
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. luth. Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter*innen der politischen Parteien im Rat der Stadt Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hipsy e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frühe Hilfen LK Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
andere Arbeitsfelder der Reso-Fabrik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Musikschule Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
regionaler politischer Vertreter im Landtag Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
regionale politische Vertreter*innen im Kreistag LK Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum "Egon's"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Afrikanische Gemeinde e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbüro Stadt Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Saz-Unterricht Akgüc
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arabischunterricht Baydon
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Team der ehrenamtlichen Frauen des Reso-Cafés
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Harburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk der Ev.-luth. Kirchenkreise Hittfeld und Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kreisverband Harburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Die Abräumer" Bewohnerinitiative Albert-Schweitzer Str.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Corona-Care Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Kreisverband Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Harburg, Abtl. Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Harburg, Jugendamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Harburg, Abfallwirtschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Lebenshilfe Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SoVD KV Harburg-Land
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband LK Harburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltung Amblank
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
WVB Centuria
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HV Kühne
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HV Vollbrecht
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schroeder Immobilien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
diverse Kulturschaffende im LK Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturlandkreis Harburg - Kultur im Dialog
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Winsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bäckerei Soetebier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Papier Bausch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Berufsakademie Lüneburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LAG Praxisnetzwerk für soziale Stadtentwicklung Nds. e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wochenblatt Elbe/ Geest
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nachhaltiges Ziel ist es bis 2023 einen Entscheidungsbildungsprozess mit Ratsbeschluss abzuschliessen. Die Stadt investiert Gelder zum Ausbau der Reso-Fabrik. (s. Anlage) Am 01.09.2020 wird ein fraktionsübergreifender Antrag abgestimmt, so dass der Eigenanteil der Reso-Fabrik und der Stadt auf insg. 40.000,- €/Jahr aufgestockt wird. Evtl. beschließt eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses im Oktober über den Antrag. (s. A. Nachhaltigkeit) Es entsteht bereits ein dynamischer Prozess.
Galerie
img 0195
img 1118
img 1730
img 2917
img 2329
mobile bank
blaue sofa projekt
corona desinfektionsflaeschen basteln
verteilerkastenprojekt
Videos
Aufsteller
roll_up.jpg (845.58 KB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Modellprojekt JuLeiQua - Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen im Quartier

Ansprechpartner
Ovidiu Ionut Ioan
Funktion Leitung
JuLeiQua - Miteinander Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Die GWA bei einigen Zielgruppen im Quartier wird einerseits durch die sprachliche Barriere und andererseits durch die Verschlossenheit einiger Communities (z.B. Rom*nja aus Kosovo, Bulgarien u. Rumänien) erschwert. Aktivierung- und Beteiligungsangebote an diese Gruppen waren bisher wenig erfolgreich. Kurzfristige Zugänge wurden immer wieder über die Jugend ermöglicht, die auch als Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungiert haben. Dieses Potenzial soll herausgearbeitet und in konkreten Bildung- und Mitmachstrukturen überführt werden. Als niedrigschwellige anerkannte Multiplikator*innenbildung für junge Menschen hat sich die JuLeiCa-Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen etabliert. Sie wird in der Regel von zertifizierten Trägern aus den Bereichen Sport, Kirche, Kultur usw. im Rahmen ihrer Einrichtungen und nach bewährten Standards durchgeführt. In der Göttinger Weststadt sind nur wenige der jungen Menschen in solchen Einrichtungen aktiv und somit von den Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen haben wiederum gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine JuLeiCa-Qualifizierung an. Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) zielt darauf Strukturen an die Zielgruppen anzupassen, die Träger*innen zu unterstützen, ihre Angebote zu adaptieren und für alle Interessierten im Quartier zu öffnen bzw. Akteur*innen aus dem Stadtteil bei der Entwicklung neuer Angebote in Kooperation mit bereits anerkannten Träger*innen (wie z.B. Stadtjugendring Göttingen e.V.) zu unterstützen, um neue Wirkungsfelder zu erschließen. Den damit einhergehenden Herausforderungen (die Koordination mehrerer Kooperationspartner*innen im Quartier, thematische Vielfalt der Akteure*innen und der Schwerpunkte, fehlende Vorkenntnissen, Erfahrungen bzw. klare Erwartungen bei den Jugendlichen, die Notwendigkeit einer sozialpädagogischen Betreuung für die Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen) wird in den drei Jahren durch konzeptionelle Formate begegnet und ein innovatives flexibles und umfassendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig in einem Stadtteil exemplarisch erprobt wird, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist. In der zweiten Phase soll das Konzept in den "Göttinger Quartiere" verstetigt werden, indem einige Stadtteilzentren regelmäßig das JuLeiQua-Konzept umsetzen. Am Ende des Projektes soll das Konzept für Stadtteilzentren aus ganz Niedersachsen zur Verfügung gestellt werden.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Brennpunkte (Rosenwinkel, Hagenweg 20) setzen sich aus großenteils geschlossenen Rom*nja Communities zusammen; hinzu kommen Menschen aus Afghanistan, Syrien u. Irak. Prägend für alle ist die kurzfristige Bleibeperspektive und die fehlende Qualifikation. Trotz 10jähriger aktiver Präsenz des Weststadtzentrums vor Ort und enger Zusammenarbeit im Netzwerk der Weststadtkonferenz konnte noch kein stabiler Zugang für sozialpädagogische Begleitung gewonnen werden. Spezifische Integrationsbedarfe wie Sprach- u. Bildungsförderung oder Qualifizierungsangebote für alle Altersgruppen erreichen nur sehr schwer die Zielgruppen. Im Jahr 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung durchgeführt, um die Partizipation aller Anwohner*innen bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten zu ermöglichen. Rückmeldungen aus den genannten Communities blieben erneut aus. Im Austausch der Weststadtkonferenz hat sich herausgestellt, dass die Altersgruppe, die interessiert ist, Zukunft mitzugestalten und sich aufgrund ihrer kulturellen und sprachlichen Kompetenzen beteiligen kann, die der jungen Menschen zwischen 16 u. 26 Jahre ist. Um sie als Multiplikator*innen zu gewinnen sind Projekte notwendig, die Ihnen durch kurzzeitige Qualifizierungen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnen, erste positive Schulung- und Arbeitserfahrungen ermöglichen, auf die Entwicklungen im Quartier hinweisen und nachbarschaftliches Engagement als eine Möglichkeit für Integration und Selbstverwirklichung entdecken. Derzeit fehlen Akteur*innen im Stadtteil entsprechende Rahmen und Kompetenzen um junge Menschen mit Mitmach- und Qualifizierungsangeboten anzusprechen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt. Im Jahr 2020 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.459 Menschen in 4.149 Haushalte, davon 3 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose. Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2020 mit 922 Kindern und 1119 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, darunter 729 Personen im Schulalter gestiegen.
Einwohnerzahl
7459
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt". Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2022 wird das Programm für die Weststadt beendet. Gerade weil "Soziale Stadt" dieses Jahr abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben. Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bearbeitet strukturelle Ursachen der sich bei Individuen, Gruppen und in Sozialräumen äußernden Problemlagen. Ziel des Projektes ist die Aktivierung von Einzelpersonen und Gruppen (Meinungsmacher*innen, Wortführer*innen, Ehrenamtlichen, Multiplikator*innen), ihre niedrigschwellige Qualifizierung, um die Partizipation der Anwohner*innen bei der Entwicklung von Angeboten im Quartier zu ermöglichen und somit bei der nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beizutragen Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten Akteur*innen innerhalb und außerhalb des Stadtteils. Das Projekt nimmt sich vor, ein neues Konzept für GWA mit Fokus auf die Kinder und Jugendarbeit unter Einbeziehung der städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten. Im Rahmen dessen werden sich Potenziale und Hindernisse der Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf die direkte und indirekte Förderung der lokalen Demokratie herauskristallisieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
inn75 % der jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren sind informiert & aktiv beteiligt, alle Bewohner*innen profitieren von Angeboten und fungieren als Multiplikator*en und bewerben die Angebote des Stadtteilzentrums.
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, können sie in ihrem Engagement einbeziehen und weiterentwickeln.
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität), Reflektion und Auswertung finden im Rahmen der Weststadtkonferenz statt.
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren ist niedrigschwellig qualifiziert und fungiert als Multiplikator*innen für Bewohner*innen aller Altersgruppen.
Beschreibung
Die JuLeiQua-Koordinierungsstelle ist eingerichtet und steuert die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bewohner*innen, Akteur*innen und städtischen Einrichtungen.
Beschreibung
Die Teilnehmer*innen der Weststadtkonferenz arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation zusammen. Die qualifizierten Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und treffen sich regelmäßig.
Beschreibung
Die Qualifizierung wird im Rahmen der „Göttinger Quartiere“ umgesetzt, eine Vielzahl an Stadtteilzentren veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept.
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil setzen sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinander und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Beschreibung
Stadtteilzentren veranstalten regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept. Daraus resultiert eine gesamtkommunale Strategie für Gemeinwesenarbeit durch Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Bewohner*innen für ehrenamtliches Engagement
Vorhandene Strukturen
Die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert. Die Leitung des Weststadtzentrums ist durch einen Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen gesichert. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sowohl die Betreuung der Angebote und Aktivitäten im Weststadtzentrum als auch die täglichen Arbeiten zum Erhalt der Infrastruktur werden von ehrenamtlich Tätigen Bewohner*innen (mit Aufwandsentschädigung über den Förderverein Weststadtzentrum e.V.), durch Honorardozenten, Tätige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE geleistet. Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert. Dabei arbeiten 20 Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen. Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auch Mitglied im Vernetzungsprojekt Göttinger Quartiere (Förderprogramm "Gute Nachbarschaft").
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hagenwegzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Boat People Projekt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Naturfreunde Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HW2 Kreativer Freiraum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Musa e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Peloton e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grün Weiß Hagenberg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparta e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Christuskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Friedenskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Godehardtkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Zentrum Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahre alt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
El-Medina Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Altersgruppen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll im Rahmen der Göttinger Quartiere erfolgen. Niedersächsische Stadtteilzentren können regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen. Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen. Absolvent*innen können sich selbständig für Stellen in Deutschland und in Ausland bewerben und selbständig arbeiten.
Galerie
img 0013
img 0017
img 0020
img 0027
bluemchencafe 2
flinke nadel 1
fahrradwerkstatt 3
img 0144
ausstellung frauenhaus
img 20190524 160053
Zustimmung Veröffentlichung
On

Weiterentwicklung Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. als eine Anlaufstelle vor Ort

Ansprechpartner
Katarina Wetzel
Funktion Geschäftsführerin
Interkultureller Trefpunkt
Projektbeschreibung
Das MüKiZe besteht seit mehr als 30 Jahren als überwiegend ehrenamtlich organisierte Einrichtung für Familien in Bassum. Es ist bislang Anlaufstelle für junge Familien mit kleinen Kindern in Bassum, insbesondere auch für (Neu-)Zugezogene, die nicht auf vertraute Strukturen zurückgreifen können. In der 2015/2016 einsetzenden Flüchtlingswelle gab es verschiedene Angebote von Ehrenamtlichen,die die Räumlichkeiten des Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. nutzen. Eine intensive und zahlenmäßige Anbindung gelang seinerzeit aber nicht, dies war u.a. den Sprachbarrieren, den vielfältig zu lösenden Anfangsproblemen der geflüchteten Familien aber auch der traditionellen Rolle der Frauen geschuldet. Trotzdem gelang es, eine Gruppe von 30 der zugewanderten/geflüchteten Frauen bei den Frühstückstreffen anzusprechen. Diese haben ihren Wunsch geäußert, sich mehr im öffentlichen Leben in der Stadt zu beteiligen und auch neue Kontakte in die Aufnahme-Gesellschaft zu knüpfen. Im Rahmen einer im Hause gestarteten Umfrage konnten wir feststellen, dass Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Bassum sich einen Ort wünschen, an dem sie sich angstfrei begegnen und austauschen können. Bisher gibt es einen solchen Kontakt- und Treffpunkt für diese Frauen in Bassum nicht. Die Besucher*innen wünschen sich gemeinsam Freizeit zu verbringen, sich mit anderen Frauen auszutauschen. Sie wünschen sich aber auch die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einzubringen und sich über unterschiedliche Werte, Regeln und Normen auszutauschen. Das Projekt möchte Begegnungen von Frauen über soziokulturelle Grenzen hinweg einführen und darüber ein Kennenlernen und gegenseitiges Wertschätzen ihrer verschiedenen Lebenswege und -welten unterstützen. Darüber hinaus können sie sich mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbringen und so eine Vorbild- und auch Multiplikatorenrolle einnehmen.Die Stärkung und Selbstwirksamkeit der Frauen wird auch in ihre Familien hinein und auf die Kinder positiv einwirken. Die enge Kooperation mit Familienzentrum und Flüchtlingssozialarbeit sowie die gute Vernetzung zu den ortsansässigen Institutionen und Vereinen werden eine verbesserte Nutzung der zur Verfügung stehenden Potentiale ermöglichen und dauerhaft die Zugänge erleichtern. Durch Teilhabe an regionalen Festen und weiteren Aktionen können sich die Frauen aktiv an den Quartiersprozessen beteiligen und werden so immer mehr Teil des Gemeinwesens. Digitalen Kompetenzen könnten bei Coronaeinschränkungen genutzt werden.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Mit der Flüchtlingswelle 2015/2016 stand auch Bassum vor der Aufgabe, für eine große Anzahl von Geflüchteten Wohnraum zu schaffen. So wurde unter anderem ein Containeranlage genutzt und es entstand in einem großen Gebäudekomplex am Stadtrand zahlreiche kleine Appartments, welche nun Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen Platz bieten. Hier sind überwiegend Frauen mit Kindern untergebracht. Viele Familien konnten aber auch dezentral im Stadtgebiet oder den umliegenden Ortschaften untergebracht werden.Dadurch leben die Familien sehr isoliert, lernen sich untereinander nur bedingt kennen, es fehlt der "zentrale Ort" für Vernetzung und Begegnung.Die Familien erhalten in der Regel Transferleistungen, daher können sie sich kostenintensiven Angebote in der Regel nicht leisten. Geflüchtete Frauen sind bei der Integration und der Nutzung von Bildungsangeboten häufig durch die traditionelle Rollenverteilung bei der Familienarbeit und durch die Betreuung der sehr kleinen Kinder benachteiligt. Der Zugang zu den entsprechenden Institutionen stellt für sie oft eine Barriere dar. Sie erlernen die deutsche Sprache meist nicht durchgängig und vollumfänglich, was zusätzlich den Rückzug ins Private befördert. Diese Frauen möchten wir motivieren einen verlässlichenTreffpunkt in Mütter-Kinder-Zentrum zu finden.Das Mütter-Kinder-Zentrum bietet sich durch seinen niedrigschwelligen Zugang und die langjährige Tradition, für alle Familien gleichen welchen Hintergrund offen zu sein, besonders an. Durch die langjährige gelebte Kooperation mit den städtischen Institutionen, können nachhaltige und verlässliche Prozesse der Beteiligung, Stärkung und Entwicklung befördert werden
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassum- Innenstadt
Beschreibung
Das Mütter- Kinder-Zentrum liegt im Kerngebiet der Stadt Bassum. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Stadtverwaltung, Einkaufsmöglichkeiten, eine der 2 Grundschulen, eine Krippe und eine große städt. Kindertagesstätte. Die Grundschule und die Kindertagesstätte haben einen hohen Anteil an Familien mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund. Am Rande des Stadtgebietes hat die Stadt Bassum eine Immobilie angemietet, mit zahlreichen kleinen Wohneinheiten, die von der Stadt überwiegend zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt wird. Hier leben viele Frauen mit kleinen Kindern. Durch die Lage am Rande (Fußweg > 3km)ist der Weg und der Kontakt in die Angebote im Innenstadtbereich beschwerlich
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Google Maps
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen ( LNS) und Schätzung im Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Daten beruhen auf einer Schätzung, da uns die Kommune auf Anfrage keine detaillierten Angaben machen konnte. Damit wir diese Angaben in der Zukunft präzisieren können, wollen wir diese Aufteilung der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund feststellen.
Unterlagen zum Gebiet
stadtgebiet2021.jpg (151.29 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Mütter-Kinder-Zentrum versteht Gemeinwesenarbeit als ganzheitliche Verbesserung der Lebenswirklichkeit der Menschen. Mit einfachen bewährten und innovativen Methoden möchten wir die Bewohnerinnen erreichen, empowern und aktivieren. Das entspricht der Tradition der Arbeit in Mütterzentren. Im Mittelpunkt stehen für uns die Menschen, sie sind Expertinnen für ihre Bedürfnisse und Wünsche. Das Gefühl des Nicht-Gehört-werdens weicht der aktiven Teilhabe und Selbstorganisation und dem Selbstbewusstsein von Wirksamkeit von Kommunikation und Handlung. Durch Verbesserung der immateriellen, materiellen und infrastrukturellen Bedingungen in Zusammenarbeit mit unseren starken Netzwerkpartnern kann eine aktive Beteiligung an den Quartiersprozessen ermöglicht werden. Diese Stärkung der Kompetenzen der Bewohnerinnen soll nachhaltig wirken, sie selbst als Multiplikatorinnen der Ausgangspunkt eigener, weitreichender Entwicklungen werden. Mit professioneller Unterstützung auf Augenhöhe sind wir sicher, dieses Ziel zu erreichen. Die Projektleiterin zeichnet sich durch langjährige Tätigkeit und Erfahrung in allen Bereichen des Vereins aus. Seit 3 Jahren lenkt sie als Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des Vereins inhaltlich und ökonomisch. Zur fachlichen und methodischen Vertiefung wird sie gerne den Zertifikatskurs Gemeinwesenarbeit nutzen. Mit eigenem Migrationshintergrund kann sie aus der Selbsterfahrung schöpfen und ist gleichzeitig Vertrauensperson und Vorbild.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen fühlen sich ernst genommen und tragen ihre Bedarfe an uns heran, Projekte werden von ihnen selbst thematisiert und umgesetzt, das Gemeinwesen profitiert von ihren Ideen und Aktionen
Beschreibung
Bewohner*innen nutzen die Angebote und Strukturen im Quartier und organisieren selbständig/mit Unterstützung Aktivitäten, sie übernehmen Verantwortung und zeigen Engagement
Beschreibung
Netzwerkinstitutionen arbeiten nachhaltig mit dem aufgebauten digitalen und analogen Netzwerken der Bewohner*innen, viele Projekte mit kurz- und langfristige Kooperationen stärken das Quartier
Beschreibung
Die Verwaltung der Stadt Bassum schafft mit Hilfe von Netzwerkarbeit Strukturen, die zum Austausch der unterschiedlichen Gruppen führen wird, die Bewohner*innen beteiligen sich generations- und zielgruppenübergreifend an Entwicklungsprozessen der Gemeinde
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Frau Birgit Meyer-Borchers, TSV Bassum Horst Schlottmaann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Micha Bustian, Kreiszeitung Annika Seebacher, Weserreport Thorsten Runge, Veranstaltungskalender Stadt Bassum, Homepage und facebook Mütter-Kinder-Zentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LEB Barnstorf, Frau Benita Schütte, GS Sozialarbeit Frau Weihe, Frau Fricke, Grundbildungszentrum VHS Frau Blankenhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Christian Porsch, Familienzentrum Elsbeth Ruholl,, Flüchtlingssozialarbeiter Hyacinthe Mokom-Fomboh, Gleichstellungsbeauftragte Christine Gaumann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeistation Bassum Ingo Hüttemeier, Kindertagesstätte Kinderreich Anne Heinze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Schwangerenberatung Ortrud Kaluza
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiger Baustein im Stadtbild und kooperiert eng räumlich-inhaltlich mit dem kommunalen Familienzentrum. Die Mitarbeiterin war an der Planung dieses Projektes beteiligt und wird es fachlich begleiten und unterstützen. Wie vom Bürgermeister der Stadt Bassum dargelegt, ist das Projekt ein passgenauer Baustein sozialer Integration im mit Bürgerbeteiligung 2018 aktivierten und laufend fortentwickelten Stadtentwicklungsprozesses
Zustimmung Veröffentlichung
On

Mein Siegfriedviertel

Ansprechpartner
Julia Gebauer
Funktion Koordination Nachbarschaftszentrum
Nachbarschaft gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit 2004 ist die Lebenshilfe im Siegfriedviertel mit einem vielfältigen Wohn- und Assistenzangebot vertreten. Wir erkennen zunehmend, dass auch wir ein Motor für die Gestaltung des Sozialraums für alle Bürger sein können. In der GWA liegt für uns die Chance, zielgruppenunspezifisch zusammen mit der Nachbarschaft ein lebenswertes Wohnumfeld für alle zu fördern und zu erhalten. Die langjährige enge Zusammenarbeit mit anderen interessierten Akteuren (Bürger, Institutionen, Vereine, Behörden, usw.) möchten wir zukunftsträchtig aufstellen. Räumliche Ressourcen, Fachkompetenz und ehrenamtliches Potential sind im Stadtteil zwar vielfältig vorhanden, das darin liegende Potential wird aufgrund einer bisher eher zielgruppenspezifischen Orientierung der Akteure aber bisher nicht genutzt. Zudem führt die zielgruppenbezogene Wahrnehmung von Angeboten durch die Nachbarschaft vielmehr noch zu einer Stigmatisierung bestimmter Gruppen. Ein Beispiel hierfür ist Siegfrieds Bürgerzentrum, das wir gemeinsam mit der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten und der Wohnungswirtschaft betreiben. 2009 als niedrigschwelliger, inklusiver Nachbarschaftstreff mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten initiiert und auf ehrenamtlicher Basis bewirtschaftet, bildet auch nach über 10 Jahren keinen repräsentativen Querschnitt der Nachbarschaft ab. Was mit ehrenamtlichen Strukturen erreicht werden kann, ist getan. Es fehlt an einem gemeinwesenorientierten „Kümmerer“, der unabhängig Ressourcen bündelt, Menschen aktiviert und vernetzt. Ansetzen wollen wir bei den multiplen Problemfeldern, die Nachbarn selbst im Viertel sehen und gemeinsam mit ihnen eine lebendige Nachbarschaft gestalten. Konkret heißt das, Nachbarn über gemeinsame Interessen/ Aktivitäten zusammenbringen-unabhängig von Alter, Beeinträchtigung, Migrationshintergrund und sozialem Kontext. Selbsthilfekräfte werden aktiviert und die Identifikation mit dem Viertel gefördert. Ziel ist, zu bewirken, dass die Stadt unsere Aktivitäten finanziell unterstützt, um professionelle Strukturen zu schaffen, in denen das Ehrenamt sein Potential voll entfalten kann. Dafür vernetzen wir uns mit anderen GWA-Projekten, um unsere Interessen auf politischer Ebene überzeugend zu vertreten.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Siegfriedviertel ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunten Bewohnerschaft: alte Menschen, die lange im Stadtteil wohnen, zunehmend Studenten und Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigung und in schwierigen sozialen Lagen, für die das Viertel dank Unterstützungsangeboten zum Zuhause geworden. Die Diversität bietet großes Potential für Reibungspunkte. Praktisch leben die Menschen eher neben- als miteinander. Das Potential div. Muttersprachen, Kulturen, Weltanschauungen und Lebensweisen, wird noch nicht erkannt/genutzt. Es gibt einen hohen Anteil an Sozialwohnraum, was Zielgruppen anzieht, die darauf angewiesen sind. Die Schere zwischen arm und reich wird größer und anhand der Bebauung/des Zustands von Wohnraum offensichtlicher. Eine vielfältige Infrastruktur ist vorhanden, wird aber ambivalent beurteilt. Viele Alteingesessene fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Nachbarschaft. Gründe dafür sind zunehmende Anonymität, hohe Fluktuation der Mieter, mangelnde Wertschätzung und Rücksicht im Miteinander/im Umgang mit Gemeinschaftsflächen, Sprachbarrieren. Eine Präsenz rechter, gewaltbereiter Gruppen nimmt zu, was als bedrohlich wahrgenommen wird. Enger Wohnraum bietet wenig privaten Rückzugsraum. Es gibt Bedarf, den Stadtteil als „Lebensraum“ mitzunutzen. Niedrigschwellige Angebote/Begegnungsmöglichkeiten, um Menschen zusammen zu bringen, fehlen. Die Pandemie hat die Situation verschärft, wirkt sich in Vereinsamung, Frust, Kriminalität aus. Viele Akteure zeigen Interesse, das Zusammenleben mitzugestalten. Bisher ist es aber nicht gelungen, die Nachbarschaft zu aktivieren. Es braucht ein Konzept und eine Anlauf– und Vernetzungsstelle.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Siegfriedviertel
Beschreibung
Statistischer Stadtbezirk 43
Einwohnerzahl
7270
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ansatz der GWA wird das Ziel verfolgt, die "Zielgruppen-Brille" abzulegen und alle Bewohner der Nachbarschaft und ihre Bedarfe und Bedürfnisse in den Blick zu nehmen. Bereits vorhandene Strukturen sollen ausgebaut und professsionalisiert werden, Ressourcen gebündelt und für die Nachbarschaft verfügbar gemacht werden. Mit der Schaffung einer "Kümmerer-Stelle" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht- interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt, Vorbehalte abgebaut. Nachbarn erleben sich als selbstwirksam und identfizieren sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht. Um voneinander zu lernen, uns auszutauschen, unsere Interessen im Sozialraum wirksam zu vertreten und eine effizientere Unterstützung auf politischer Ebene zu erreichen, schließen wir uns mit anderen GWA-Projekten zusammen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Nachbarschaft das Angebot im Stadtteil/ Bürgerzentrum entsprechend der Bedarfe und Wünsche mitgestaltet und dementsprechend annimmt/ nutzt.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt, durch einen professionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.d
Beschreibung
nicht der persönliche, soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beeinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sonder das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
es Formate gibt, die einen regelmäßigen Austausch/ voneinander lernen ermöglichen und politische Interessen gemeinsam vertreten werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat/ Bezirksbügermeisterin/ Koordinator für Nachbarschaftszentren der Stadt BS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartier:HAUS/ Bürgerverein Am Schwarzen Berge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SQUAT/ REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt befürwortet unsere aktuelle Sozialraumarbeit, erkennt den Bedarf an GWA und hat Standards für Nachbarschaftszentren entwickelt. Eine konkrete Perspektive für finanzielle Unterstützung fehlt bisher. Ziel ist, über eine Professionalisierung und Vernetzung der GWA-Projekte im Rahmen dieser Förderung eine kommunale Anschlussfinanzierung zu erreichen. Ein direkter Kontakt zum Koordinator für Nachbarschaftszentren im Rahmen der Organisation des Bürgerzentrums wird hierfür genutzt.
Galerie
buergerzentrum aussenansicht
buecherschrank
gruenflaeche isoldestr
gruenflaeche tannhaeuser str
walkuerenring
Zustimmung Veröffentlichung
On

Prävention im Dichterviertel - Poets that care

Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
Organisation kvhs Ammerland gGmbH
Funktion Bildungskoordinator
Prävention im Dichterviertel - in Abstimmung mit dem Präventionskonzept der Gemeinde
Projektbeschreibung
Das Dichterviertel in Rastede ist das Ankunftsquartier für MigrantInnen in der Gemeinde Rastede. Die Gemeinde hat ca. 22.000 EinwohnerInnen. Von diesen wohnen ca. 370 Personen im Dichterviertel. Das Dichterviertel kennzeichnet sich sozial durch Transfergeldempfängerhaushalte, einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, Familien mit mehreren Kindern in oft zu kleinen Wohnungen (a), baulich durch Geschosswohnungsbau der 1960er Jahre in einer Randlage direkt an der Autobahn gelegen neben der Förderschule (b), funktional durch ein reines Wohngebiet (c) und symbolisch durch einen schlechten Ruf in der gesamten Gemeinde (d). Das Projekt setzt an Ergebnissen an, die im Rahmen einer Umfrage (Vollerhebung) unter Schülerinnen und Schülern im Kontext Communities that Care (CTC) und Prävention an den Schulen der Gemeinde durchgeführt worden ist. Das Projekt setzt dabei am entstandenen Präventionskonzept der Gemeinde an und will dies mit einem besonderen Quartiersschwerpunkt im am stärksten belasteten Quartier der Gemeinde vertieft umsetzen, um die Resilienz zu stärken, Erziehungskompetenzen weiterzuentwickeln und so präventiv zu wirken. Im Mittelpunkt im Quartier stehen dabei Frauen und Kinder - unter anderem neuzugewanderte aus afrikanischen Staaten. Nach den Umfrageergebnissen sind zentrale Handlungsansätze die Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen, die Förderung der Sozialkompetenzen und Lebenskompetenzen von Kindern. Die Gemeinde setzt hier mit ihren Maßnahmen insbesondere im Kontext Schule an. Das Projekt will dies in der Lebenswelt Quartier und hier mit einem Fokus auf den Müttern in der Wirkung verstärken. Dafür sollen Programme der Grünen Liste Prävention im Quartier umgesetzt werden. Darüber hinaus soll die eingesetzte, in der Quartiersarbeit erfahrene Sozialpädagogin vor Ort Gemeinwesenarbeit vorantreiben. Durch die Pandemie wurde das lokale Sozialkapital geschwächt. Zur Stärkung des lokalen Sozialkapitals soll auf vorherigen Projekten aufgebaut werden und das Dichterviertel soll ein Quartier der Gesundheit werden - mit einem Fokus auf Nutzgärten und Bewegung. Ziel ist somit die die Gemeinde umfassende Präventionsstrategie in der Lebenswelt "Dichterviertel" integriert umzusetzen und zu vertiefen. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei im Einklang mit CTC dem Begriff "community" zu - dem Sozialraum. Inwieweit der Sozialraum Dichterviertel von den Folgen des Ukraine-Krieges betroffen sein wird ist dabei gegenwärtig noch nicht abzusehen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Dichterviertel in seiner Struktur wurde bereits in der Kurzbeschreibung dargestellt. In Kurzform: Starke räumliche Konzentration benachteiligter Haushalte - in der Regel mit Migrations-/Fluchterfahrung in beengtem Wohnraum in reiner Wohnsiedlung in örtlicher Randlage mit stigmatisierendem, negativem Image. Die Situation vor Ort ist weiterhin gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Fluktuation ("Wer es geschafft hat zieht weg"), so dass eine Quartiersidentität nur schwach ausgeprägt ist. Aktuell ist vor allem ein Zuzug alleinerziehender Frauen aus afrikanischen Staaten zu beobachten - die 'Versorgung' mit Sprachkursen läuft dabei über die Integrationskurse der kvhs und ehrenamtliche Tätigkeiten im MitEinAnder. Die vorhandenen Grünflächen sind mit Ausnahme des, von der kvhs mit BewohnerInnen entwickelten, Dichtergartens weitgehend ungenutzt und ungepflegt. Aus Gesprächen mit Bewohnerinnen und Kontakten mit dem Jugendamt ist zudem bekannt, dass häusliche Konflikte häufig sind und viele Familien sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert fühlen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Handys (z. T. auch Pornographie) und der Konsum von Betäubungsmitteln durch die Kinder. Gerade die Frauen und Mädchen sind in ihren Aktivitäten auf die Lebenswelt Quartier beschränkt. Frauen verlassen das Quartier häufig nur zum Einkaufen und Mädchen nur für die Schule. Innerfamiliär ist eine 'klassische' Aufgabenverteilung, wonach die Frauen für die Erziehung der Kinder zuständig seien und die Männer für andere, nicht näher benannte Dinge, der Regelfall - sofern Männer überhaupt anwesend sind. Aktuell sind die Folgen des Ukraine-Krieges für das Viertel noch nicht absehbar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rastede Dichterviertel
Beschreibung
Das Dichterviertel liegt am Rande des zentralen Ortes der Gemeinde Rastede - die Gemeinde hat 21.000 EinwohnerInnen und das Dichterviertel nach aktuellen Angaben der Gemeinde 356. Im Westen wird es durch die BAB A29 abgegrenzt. Im Süden befindet sich ein Landschaftsbaubetrieb, der das dortige Areal als Bauhof nutzt. Direkt daneben findet sich ein landwirschaftlicher Betrieb. Im Norden befindet sich eine von zwei Förderschulen im Landkreis Ammerland als Grenze. Zur Siedlung hin offen ist das Viertel mittlerweile in Richtung Osten. Hier wurden in den vergangenen Jahren einige Unterkünfte errichtet, die als Flüchtlingsunterkünfte dienen. Daher unterscheidet sich die Gebietskulisse auch vom letzten Förderantrag (Ausgewaschen), da wir diese neuen Gebäude und deren Bewohner mit in die Förderkulisse aufnehmen wollen. Nachdem direkt nach der Fertigstellung der neuen Gebäude zunächst Zäune zwischen diesen und dem Dichterviertel aufgestellt worden sind, wurden diese vor ca. 18 Monaten wieder abgebaut. Die weitere Bebauung östlich des Quartiers besteht im Wesentlichen aus Einfamilienhäusern. Der nächste Discounter befindet sich in ca. 1,6 km Entfernung. Die Größe des Gebietes umfasst nach Angaben der Gemeinde ca. 20.400 Quadratmeter
Einwohnerzahl
356
Quelle / Anmerkungen
Angaben der Gemeinde - somit nur offiziell gemeldete EinwohnerInnen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Auswertung aus dem Jobcenter - zu berücksichtigen ist, dass von den 21.000 Menschen in der Gemeinde lediglich 356 im Projektgebiet wohnen - also ca. 1,7 %. Rastede Lessingstraße in % Bedarfsgemeinschaften (Dez 21) 423 30 7,09% Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 598 70 11,71% davon >=25 Jahre 488 46 9,43% davon ausl. Staatsangehörigkeit) 220 53 24,09% Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 246 35 14,23% davon ausl. Staatsangehörigkeit 107 25 23,36% Arbeitslose SGB II 206 18 8,74% davon U25 20 14 70,00%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - individuell im Sozialraum. Sozialer Raum ist nicht nur geographisch, sondern auch soziologisch zu verstehen als eigene Lebenswelt (spatial turn). Die Bedeutung des sozialen Raumes in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung seit den 1920er Jahren (Chicago School, Robert Ezra Park). Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff Quartierseffekte, ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz Moving to Opportunity, also der Umzug als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird, wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt bis zu aktuellen Förderkulissen- und Programmen. Im Dichterviertel soll ein Gemeinwesen unter verschärften Bedingungen geschaffen werden, die wenigen vorhandenen Reste stabilisiert werden, es soll im Quartier ein Diskurs über Erziehung und den Umgang in Gang gebracht werden, der zu einer veränderten gelebten Praxis vor Ort führt, so dass sich der Habitus des Ortes wandelt - von der Hinnahme zur Gestaltung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn die Angebote von den Menschen genutzt werden und diese bei der Ausgestaltung der Angebote aktiv mitwirken und diese mitdefinieren.
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn Angebote ohne weitere Unterstützung der erfahrenen Sozialpädagogin fortgeführt werden können was Selbstwirksamkeit der BewohnerInnen in den Angeboten voraussetzt.
Beschreibung
Standard erreicht, wenn es gelingt die Erfahrungen des Projektes in den gemeindeweiten Präventionsprozess einzuspeisen und hier integriert an-, mit- und füreinander gelernt wird. Stärkung der Vernetzung zur Gemeindeverwaltung ist ebenfalls ein Ziel.
Beschreibung
Standard erreicht, wenn die Stärkung der Quartiersidentität gelingt, in dem z. B. alle sich füreinander und den Zustand des öffentlichen Raumes verantwortlich fühlen (vg. Jane Jacobs Death and Life of American Cities).
Vorhandene Strukturen
Seit Mitte 2015 gibt es im Dichterviertel in einer 3-Zimmer-Wohnung den Quartierstreff MitEinAnder. Dieser hat in den vergangenen Jahren darüberhinaus aus einem ehemaligen Waschhaus einen Treffpunkt für Männer geschaffen der mittlerweile ehrenamtlich weitergeführt wird und vor ca. drei Jahren damit begonnen einen BewohnerInnengarten zu entwickeln. Das MitEinAnder wird durchgehend von der kvhs Ammerland gGmbH verantwortet und arbeitet seit Beginn mit einem quartiersbezogenen Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Durch Flucht und Vertreibung hat sich die Bewohnerschaft stets gewandelt. Aktuell ziehen vermehrt Menschen aus afrikanischen Staaten ins Dichterviertel und sind weitestgehend abgekoppelt von der bestehenden Bewohnerschaft. Da es sich bei den zuziehenden aus Afrika vorwiegend um alleinerziehende Mütter handelt, sollen diese mit der Arbeit des MitEinAnder stärker in das lokale Gemeinwesen integriert werden. Die vor Ort tätige Sozialpädagogin entwickelt am Bedarf orientiert kontinuierlich Freizeitangebote und arbeitet darüber hinaus aufsuchend und steht auch zu allgemeiner Beratung und Unterstützung zur Verfügung. War in den vergangenen Jahren der BewohnerInnengarten und damit verbunden das Thema Gesundheit ein großes Handlungsfeld soll nun die Gelegenheit genutzt werden, dass die Gemeinde sich dem Treff gegenüber sehr positiv äußert und im Rahmen des Präventionskonzeptes an den Themen Erziehungs- und Sozialkompetenz mit Methoden der Gemeinswesenarbeit gearbeitet werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Förderschule am Voßbarg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Feldbreite
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KGS Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ammerländer Wohnungsbau GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein Kinderlachen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landkreis Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Altenheim Petershof Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung der Diakonie Ammerland
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Gemeinde fördert die kvhs mit ca. 10.000,- € jährlich, so dass eine Personalgestellung für Projektleitung, etc. erst möglich wird. Ziel ist es diese Zusage im Rahmen der vereinbarten Evaluation in 2024/2025 zu verstetigen/zu entfristen, um somit einen Grundstock für weitere Förderungen zu schaffen. Das Präventionskonzept der Gemeinde ist unbefristet beschlossen worden und die enge Anbindung der Arbeit des MitEinAnder an dieses Konzept und CTC ist dabei ein weiterer Baustein.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Vesperkirchen in Hannover

Ansprechpartner
Heiko Deppe
Funktion Projektreferent
Gemeinsam zu Tisch - Nachbarschaft im Quartier stärken
Projektbeschreibung
Die Vesperkirche will Menschen zusammen und miteinander ins Gespräch bringen, bei einemAbendessen mit Impulsen, aktivierendem Begleitprogramm und anschließendemKulturprogramm. Mitten im Stadtteil schafft die Vesperkirche offene Begegnungsräume fürunterschiedliche soziale Milieus. Dazu werden für 15 Tage die Kirchentüren geöffnet.Menschen werden unabhängig von ihren Ressourcen eingeladen und gastlich bewirtet,soziale Teilhabe wird erfahrbar. Erwartet werden pro Vesperkirche 5.000 Besucher*innen,3.000 ausgegebene Essen, mind. 100 Ehrenamtliche/Freiwillige, 20 soziale Akteure.Menschen im Stadtteil werden aktiviert, sich einzubringen und gestaltend tätig zu sein.Einrichtungen, Initiativen, Vereine und einzelne Akteure aus dem Sozialraum sowie Gruppenund Kreise aus dem Bezug von Kirche und Diakonie sind bei der Gestaltung des Programms beteiligt und prägen die Vesperkirche in besonderer Weise.Das Begleitprogramm auf dem Kirchplatz hat einen praktischen Nutzen für die Menschen desStadtteils und inspiriert. Gleichzeitig ermöglicht es einen niedrigschwelligen Zugang zurVesperkirche.Nach einer Pilotphase in 2019 soll nun das Modell in verschiedene Stadtteile übertragenwerden. Jedes Jahr sollen bis zu drei Versperkirchen an unterschiedlichen Standortendurchgeführt werden. Die Vesperkirchen werden zentral koordiniert und organisatorischunterstützt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Gesamtgesellschaftlich ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen sozialen Gruppenimmer größer werden. Die sogenannte „Schere“ zwischen arm und reich klafft immer weiterauseinander. Dies bringt mit sich, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen innerhalbihrer Stadtteile und Kommunen nicht mehr begegnen. Folglich kommt es dazu, dassbestimmte soziale und kulturelle Gruppen Angebote sozialer Akteure nicht nutzen odererschwerte Zugangsbedingungen haben. Es bilden sich Nebengesellschaften.In der Stadt Hannover zeigt sich das unter anderem an der prekären Lage wohnungsloserMenschen. Schätzungsweise 4000 Wohnungslose gibt es stadtweit. Wohnungslosigkeit gehthäufig mit dem Ausschluss aus sozialen Kontexten einher. Die Teilhabemöglichkeiten sindhier besonders eingeschränkt.Insgesamt fehlt es an Raum für Begegnungen und Verständnis, an Kenntnis über vorhandeneAngebote und Anlaufstellen oder Ansprechpartner*innen, an Aktivierung und Zusammenhaltvor Ort im Sozialraum.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Garbsen-Seelze, jeweils einzelne Stadtteile
Beschreibung
jeweiliger Stadtteil/ Ortsteil von Hannover, Garbsen oder Seelze, der jeweiligen Vesperkirche
Einwohnerzahl
20000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Als Gäste stehen die Bewohner*innen bei der Vesperkirche im Zentrum. Dafür ist dieEinbindung der Sozialen Akteure aus dem Stadtteil wichtig. Die beruflichen Mitarbeitendenhaben aufgrund ihrer Fachlichkeit und ihrer Ressourcen eine besondere Bedeutung. DieVernetzung und Zusammenarbeit dieser Mitarbeitenden wird gestärkt, ob aus dem Kontextvon Schule, Familienzentrum, Kindergarten, Polizei oder KSD, etc. Das gemeinsame Arbeitenan einem Projekt bietet Schnittflächen und schweißt zusammen. Nicht nur die vielenEhrenamtlichen/Freiwilligen, sondern darüber hinaus die vielen Bewohner*innen als Gästeder Vesperkirche erhalten Kontakte zu den beruflichen Mitarbeitenden. Sie können alsAnsprechpartner*innen wahrgenommen werden, und ihre Einrichtungen liegen quasi um dieEcke. Es ist wichtig, voneinander zu wissen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besucher*innen werden als Gäste wertschätzendbehandelt, Wohnungslose wie Besserverdiener. Mind. 100Bewohner*innen bringen sich ehrenamtlich/freiwilliggestaltend ein.
Beschreibung
Das niedrigschwellige Begleitprogramm auf dem Platzbeinhaltet aus der Nachbarschaft gestaltete Aktionen.
Beschreibung
Jung und Alt, Bewohner*innen verschiedener Kulturen,Arm und Reich, arbeiten bei der Vesperkirche zusammen.
Nachhaltigkeit
Nach der dreijährigen Anlaufphase ist der Bedarf an personeller Unterstützung zur weiterenPlanung und Durchführung von Vesperkirchen in Hannover-Garbsen-Seelze geringer.Einrichtungen der Diakonie oder Kirchengemeinden können in Zusammenarbeit mit weiterenAkteuren aus dem Stadtteil Vesperkirchen wiederholen und im Stadtteil als Begegnungsraumetablieren. Finanziell sind die Vesperkirchen auf Sponsoren und Spenden sowieZuwendungen von Stiftungen etc. angewiesen.
Galerie
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On

Begegnungs-Treff für Bedürftige in Buchholz Zentrum

Ansprechpartner
Werner Huber
Funktion Vorsitzender
Gemeinsam gegen soziale Nöte der Stadt
Projektbeschreibung
Als Sozialwerk und Mitglied im Paritätischen Niedersachsen versuchen wir seit unserer Gründung, "Kümmerer" für die arme Bevölkerungsschicht unserer Stadt zu sein durch Projekte wie Kleidershop für Bedürftige und Essen für Bedürftige. In der Vergangenheit haben wir gesehen und auch die Information vom Sozialamt unserer Stadt erhalten, dass unser Standort zu weit abseits gelegen ist. Deshalb möchten wir eine Anlaufstelle "Help-Treff" mitten im Quartier (Buchholz i.d.N.), um unserer Zielgruppe nahe zu sein. Wir wollen dort Anlaufstelle für soziale Nöte sein, um Obdachlosigkeit und extremer Armut mit sozialer Isolierung vorzubeugen. Mit diesem Projekt wollen wir unsere Arbeit weiter professionalisieren und den Standards der GWA anpassen. U.a. wollen wir den Schritt von reiner ehrenamtlicher Tätigkeit zur Anstellung einer Fachkraft gehen. Wir wollen dort einen Sozialarbeiter beschäftigen, der den Nöten begegnen kann und Hilfe vermittelt wie z.B. mit Behördenanträgen und Schuldnerberatung. Öffnungszeiten sollen der Zielgruppe angepasst täglich sein, mglw. tägl. 15 - 18 Uhr, auch sonntags. Das enge Netzwerk unserer Mitglieder und unserer Gemeinde, zu der eine gute Kommunikation besteht, soll als Zubringer zu unseren Diensten dienen. Obdachlose und sehr Arme der Stadt werden durch dieses Netzwerk unserer Arbeit zugeführt. Unsere erste Zielgruppe sind Obdachlose oder Personen, denen Wohnungslosigkeit droht mit dem Ziel eines Quartiers ohne Obdachlose. Wir haben etwa 20 ehrenamtliche Kräfte, die im Projekt mitarbeiten möchten. Hauptinhalte des Projektes: Willkommen und Versorgung für Obdachlose (einschließlich Essen, WC-Nutzung etc). Wir versorgen diese erste Zielgruppe gerne, auch wenn es Arbeit macht (schmutziges WC etc), wir stehen zu Gesprächen für soziale Nöte bereit, helfen bei Anträgen, gehen mit zu Behörden, Kleidershop für Bedürftige für 1€, Musikschule für Bedürftige, b.Bed. Ambulanz für nicht Versicherte (z.B. Obdachlose), Integration von Flüchtlingen und Behinderten. Dazu mieten wir einen Laden mitten im Zentrum und stellen einen Sozialarbeiter ein. Der Laden ist mindestens mit 2 Personen besetzt. Wir arbeiten mit dem Sozialamt der Stadt zusammen und sorgen für entsprechende Werbung an den Brennpunkten, um die Arbeit in der Zielgruppe bekannt zu machen. Leider haben wir nicht genügend Eigenmittel, um das Projekt zu verwirklichen, aber wir würden einen Teil der Kosten mit Spenden abdecken können.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Jeder Obdachlose und jeder sehr Arme in der Stadt motivieren uns, zu helfen. In Buchholz gibt es nicht viele offen erkennbare Wohnungslose, der Stadt ist es bereits gelungen, offene Wohnungslosigkeit weitgehend unsichtbar zu machen. Viele von ihnen sind in einer Unterkunft, in der sie nur kurze Zeit verweilen dürfen. Für uns sind auch einzelne Wohnungslose zu viel. Wir wollen für diese ein Rückzugsort schaffen, an dem ihnen nachhaltig geholfen wird. Es gibt sicher nicht viele Hungernde, aber auch da sind einzelne schon zu viel. Aus meiner Erfahrung als Arzt weiß ich, dass es versteckt Hungernde gibt. Es gibt viele Leute, die in Armut leben, weil sie nicht wissen, wie ein Antrag an eine Behörde ausgestellt wird, bzw. trauen sich nicht zur Behörde zu gehen. Es gibt Flüchtlinge und auch Behinderte, denen soziale Kontakte fehlen. Kinder aus armen Familien können sich keine Musikschule leisten, wir wollen ihnen und Flüchtlingen und Behinderten Spiel an Instrumenten beibringen..
Projektgebiet
Gebiet-Name
Buchholz i.d.N. einschl. Umgebung
Beschreibung
Hilfe im Zentrum, aber auch in den Randgebieten fühlen wir uns zuständig, dorthin soll auch Vernetzung wirken.
Einwohnerzahl
40000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Nach Schätzung unserer Mitarbeiter
GWA/QM-Ansatz
Als Organisation empfinden wir den besonderen Auftrag, benachteiligten Menschen am Ort unserer Kirchengemeinde, also in unserem Quartier, zu helfen. Das empfinden auch unsere Mitglieder so und das motiviert uns alle, eine gute soziale Arbeit zu leisten. Wir sind seit über 10 Jahren Mitglied im Paritätischen Niedersachsen und bieten verschiedene Soziale Dienste an wie Selbsthilfegruppen, Essen für Bedürftige, Bewerbungshilfe u.a. .
Qualitätskriterien
Beschreibung
Benachteiligte haben sich besser in Gesellschaft integriert
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit ev. und Kath. Kirchen geplant in Bereichen wie Essen für Bedürftige
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Sozialamt der Stadt vorgesehen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder unseres Vereins und unserer Kirchengemeinde sollen an Hilfsangeboten beteiligt werden.und Notlagen nennen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach den drei Jahren des beantragten Projektes soll das Projekt ein etabliertes Angebot in der Stadt sein, das in einem Netzwerk mit der Kommune und mit sozialen Diensten der Kirchen zusammenarbeitet. Die Finanzierung wird durch Spenden und Einnahmen für Dienstleistungen wie Musikschule geben, die je nach Einkommen kostenfrei oder kostenpflichtig sein werden.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs

Ansprechpartner
Stefanie Akwa
Funktion Fachbereichsleitung Soziale Arbeit
Gesundheitsförderung und Digitalisierung in Oberricklingen Nord-Ost
Projektbeschreibung
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs ist ein Kooperationsprojekt der LHH und des DRK. Das Projekt ist angesiedelt in Oberricklingen Nord-Ost (ORINO), dass durch eine hohe Diversität der 3056 Einwohner*innen geprägt ist und als Gebiet mit erhöhtem sozialen Handlungsbedarf identifiziert wurde. Die bisherigen Aktivitäten im Quartier zeigen, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe Unterstützungsbedarf besteht. Es fehlt an Wissen über Angebote und Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Zugänge zu Angeboten werden zunehmend digitalisiert, was eine zusätzliche Hürde darstellt. Die Ermutigung zur Beteiligung von Menschen im Quartier braucht verstärkt personelle und zeitliche Ressourcen. Ziel des Projektes ist deshalb die Gesundheit und digitale Teilhabe durch erlebte Selbstwirksamkeit im Quartier zu verbessern. Dazu setzt eine Vollzeitstelle im Sinne der GWA verschiedene Maßnahmen um. 1. Erfasst sie Bedarfe und Ressourcen, erstellt einen Ressourcenatlas, bringt Akteure zusammen und nutzt vorhandene Strukturen für Synergien. Eine AG Gesundheit und Digitalisierung wird gegründet. Als gemeinsamer Auftakt finden die ersten Gesundheitstage in ORINO statt. Die Menschen werden in die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einbezogen. Durch aktivierende Befragungen, z.B. mit dem Kulturwagen MobiRick, werden Ideen und Bedarfe der im Quartier lebenden Menschen erfasst. 2. Diese münden in niedrigschwellige Angebote im Bereich Gesundheit (z.B. Sprechstunde, Bewegungsangebote) und Digitalisierung (z.B. Basiskurs) ein, die für die Menschen als nutzbringend empfunden werden und so als Türöffner fungieren. Darüber hinaus dienen sie auch als niedrigschwellige Begegnungsräume, die gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen ermöglichen. 3. Damit Selbstwirksamkeit wirklich erlebbar wird, reicht Empowerment nicht aus. Die Ressourcen der Menschen im Quartier sollen genutzt und sie schrittweise dazu angeleitet werden, selbst Angebote zu übernehmen. So findet ein Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden statt. Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich einzubringen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, diese in die Sanierungskommission einzubringen und aktiv das Quartier mitzugestalten. Die Besonderheit liegt darin, dass geplante Angebote direkt in den Räumlichkeiten verschiedener Träger angedockt werden, um diese möglichst nachhaltig im Quartier zu verankern. Das Projekt findet in der Lebenswelt des Quartiers statt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Quartier leben viele sozial benachteiligte Familien, die Langzeitarbeitslosigkeit ist hoch. Das erhöhte Armutsrisiko bedeutet Einschränkungen in Lebensbedingungen und Teilhabechancen. Dies zeigt sich u.a. im Gesundheitsverhalten, z.B. in mangelnder Bewegung, unausgewogener Ernährung oder in chronischen Erkrankungen. Infos über Gesundheitsvorsorge und Bewusstheit für Gesundheit fehlen, Angebote werden nicht genutzt. Ein Drittel der Handlungsbedarfe, die von im Familiencoaching des Jobcenters befindlichen Personen benannt wurden, beziehen sich auf gesundheitliche Probleme. Dies liegt auch an mangelnder digitaler Teilhabe. Online-Dienste bekommen mehr Bedeutung, z.B. bei Terminvereinbarungen oder Bewerbungen. Auch Dienste der Krankenkassen werden digitalisiert (z.B. ePA). Es fehlt an Know-how im Umgang mit Online-Formularen, Datenschutz, Vetragswesen und Gefahren im Internet. Darüber hinaus treffen verschiedene Zuwanderungsgenerationen und Multiproblemlagen aufeinander, Annahmen über „den Anderen“ fördern das „Unter-sich-bleiben“, Menschen im Quartier bringen sich kaum ein, Begegnungsmöglichkeiten gibt es wenige. Deshalb gibt es das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (seit 2017). Die Stadt Hannover hat zwei Mitarbeitende im Quartiersmanagement eingesetzt. Im Rahmen des Programms sind gute Maßnahmen entstanden, z.B. Runde Tische zur Vermeidung Jugendarbeitslosigkeit und Sicherheit im Quartier. Es gibt ebenfalls eine Sanierungskommission. Diese Strukturen können genutzt werden, um die Themen digitale Teilhabe und Gesundheit im Quartier voranzubringen, neue Akteure zu gewinnen, vorhandene Ressourcen zu bündeln und gleichzeitig die Menschen im Quartier stärker einzubinden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Oberricklingen Nord-Ost
Beschreibung
Das Projektgebiet ist das Gebiet Oberricklingen Nord-Ost. Die westliche Grenze bildet die Pyrmonter Straße, die östliche Grenze die Frankfurter Allee. Im Süden wird das Projektgebiet begrenzt durch die Wallensteinstraße, im Norden bildet die B65 eine natürliche Grenze.
Einwohnerzahl
3056
Quelle / Anmerkungen
Integriertes Entwicklungskonzept 2019 Oberricklingen Nord-Ost
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Oberricklingen Nord-Ost gehört durch seine Problemlagen zu den besonders benachteiligen Quartieren, weshalb das Gebiet durch das Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert wird. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Sanierung des Gebietes. Das Quartiersmanagement vor Ort hat das Ziel über die Maßnahmen der Verwaltung zu informieren und die Anliegen der Verwaltung weiter zu tragen. Im Rahmen der Aktivitäten des Programms und des Quartiersmanagements wurde deutlich, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe ein erhöhter Förderbedarf im Gebiet besteht. Die vorhandenen sozialen Einrichtungen sind jedoch bereits stark ausgelastet. Es ist keine Einrichtung in der Lage, sich den Themen Gesundheit und Digitalisierung in dem Maße zu widmen, in dem es notwendig wäre, um die Teilhabe der Menschen im Quartier zu sichern. Dies liegt insbesondere daran, dass der Zugang zu den Menschen, insbesondere bei sensiblen Themen wie Gesundheit, durch eine Vertrauensbasis aufgebaut werden muss. Dies benötigt Zeit und Ressourcen. In Abgrenzung zum Sozialen Zusammenhalt widmet sich das Projekt Wir in ORINO – gesund und digital unterwegs durch eine Maßnahmekombination den Themen Gesundheit und digitale Teilhabe, bringt diese koordiniert im Quartier vorwärts und nutzt und ergänzt dafür auch bereits entstandene Strukturen. Das Projekt dient also als sinnvolle Ergänzung zum Programm Sozialer Zusammenhalt. Es sind bereits gute Initiativen entstanden, darunter verschiedene Gremien, die sich mit verschiedenen Themenstellungen beschäftigen. Die Themen Gesundheit und digitale Teilhabe sind dabei bisher nicht berücksichtigt. Durch konkrete Angebote (z.B. Gesundheitsangebote) deckt es identifizierte Angebotslücken und stellt durch Empowerment-Angebote niedrigschwellig einen Zugang zu den Menschen im Quartier her. Dabei fokussiert es insbesondere die Zielgruppen, die bisher kaum oder keine Angebote wahrnehmen. Die Erfahrungen zeigen, dass dies zeitliche und personelle Ressourcen benötigt. Kontakte zu den Menschen und besonders Vertrauen müssen niedrigschwellig aufgebaut werden. Dies geht nur durch zusätzliche menpower. Ist niedrigschwellig Kontakt aufgebaut, kann schrittweise Selbstorganisation und Beteiligung gefördert werden. Diese soll dann sinnstiftend in die bestehende Sanierungskommission einfließen. Es besteht ein Bezug und eine Kooperation zum Quartiersmanagement, um eine nachhaltige Verankerung im Quartier zu gewährleisten, Synergien zu erzielen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf den Anteil an Kindern und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf Deutsche mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher. https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Landeshauptstadt-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche-der-LHH/Stadtentwicklung-und-Bauen/Fachbereich-Planen-und-Stadtentwicklung/Stadtentwicklung/Bev%C3%B6lkerungsentwicklung-und-demografischer-Wandel sowie https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Vergleich zu den Zahlen der Stadt Hannover, leben im Projektgebiet weniger Menschen über 60 Jahren. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer Bewohner*innen liegt ist im Projektgebiet um ein vielfaches höher als in der Stadt Hannover. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl der Alleinerziehenden liegt über dem hannoveraner Durchschnitt. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ist im Projektgebiet mehr als doppelt so hoch wie im gesamtstädtischen Bereich. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl bezieht sich auf Kinder bis einschließlich 17 Jahren. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Unterlagen zum Gebiet
quartier_orino.jpg (234.36 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Diese wird als Handlungsansatz verstanden, bei dem durch geeignete Methoden Bedarfe und Stärken im Quartier entdeckt, Ressourcen genutzt und aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist die Schließung der entdeckten Bedarfslücken. Wichtiges Instrument hierfür ist die Netzwerkarbeit und das erschließen von Synergien der im Quartier aktiven Akteur*innen. Dort, wo Partner*innen und Angebote fehlen, werden neue Angebote gemeinsam entwickelt. Die Interessen der Menschen im Quartier und die Hilfe zur Selbsthilfe stehen dabei im Fokus. Sie sollen dazu ermutigt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse einzubringen und ihre Lebensbedingungen so zu verbessern. Dazu verfolgt das Projekt zunächst den Ansatz, die persönlichen Kompetenzen der Menschen vor Ort im Bereich Digitalisierung und Gesundheit durch empowernde Angebote zu stärken, die als nutzbringend empfunden werden. Sie dienen als Türöffner. Sind niedrigschwellig Kontakte aufgebaut, werden die Menschen im Quartier dazu ermutigt, selbst Angebote zu planen und durchzuführen. Das Projekt wirkt dabei als Unterstützerin. Gleichzeitig wird nicht nur die Selbstermächtigung gefördert (Hilfesuchende werden zu Helfenden), sondern durch niedrigschwellige Angebote werden auch die Kontakte zu und zwischen den Menschen gestärkt. Gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten kann so wachsen, Isolation und Konflikte werden verringert, helfende Strukturen entstehen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure vor Ort haben sich zu einem Bündniss zusammen geschlossen und bringen konsequent die Themen Gesundheit/digitale Teilhabe im Quartier vorwärts. Eine AG hat sich gegründet, alle vorhandenen Gremien arbeiten aufeinander abgestimmt.
Beschreibung
Vorhandene und neue Angebote im Bereich/Gesundheit sind so strukturiert, dass sie alle mitdenken. Zugangsbarrieren sind abgebaut und auch Zielgruppen, die bisher Hemmungen/Probleme hatten, Angebote anzunehmen, nutzen die Angebote im Quartier.
Beschreibung
Geeignete Methoden zur Beteiligung sind entstanden. Bedarfe der Menschen im Quartier werden in den Quartiersgremien mitgedacht. Sie fließen in die Sanierungskommission ein, entsprechende Maßnahmen werden verabschiedet. Passende Angebote sind entwickelt.
Beschreibung
Kontakte zu den Menschen im Quartier sind aufgebaut, ihre Bedarfe erfasst. Für sie als nuztbringend empfundene Angebote sind etabliert. Diese haben sie selbst durch geeignete Beteiligungsformate mitentwickelt. Sie wurden nicht über sie hinweg entwickelt.
Beschreibung
Durch konkrete Angebote der Begegnung und des Empowerment begegnen sich Menschen im Quartier unterschiedlicher Lebensmillieus. Verständnis füreinander und gegenseitige Hilfe entsteht durch das gemeinsame Stärken von Kompetenzen (z.B. digitale Kompetenzen)
Beschreibung
Die vorhandenen Akteure kennen sich und arbeiten zusammen. Sie entwickeln gemeinsame Projekte, ausgerichtet an den Bedarfen der Menschen. Die AG Gesundheit und Digitalisierung besteht auch nach Projektende weiter.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Peter-Ustinov-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wilhelm-Busch-Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita St. Lucia der Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Krippe der beiden Trägervereine wirbelwind e.V.“ und Sausewind e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hort Munzeler Straße der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsunterkunft Munzeler Straße des DRK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Thomas Gemeinde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Gronostraße der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Auf dem Rohe der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsarbeit Welcome vom Verein „Miteinander für ein schöneres Viertel e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit ansässigen Ärzten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, z.B. TuS Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Jugendarbeitslosigkeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilzentrum Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sicherheit im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendnetz Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilrunde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch die Kooperation des DRK und der LHH ist das Projekt von Beginn an in die kommunalen Netzwerke und Strukturen eingebunden, Finanzierungsmöglichkeiten frühzeitig eruiert. Gesundheitsangebote finden z.T. direkt in den Räumlichkeiten der benannten Akteure statt, z.B. im Stadtteilzentrum und Nachbarschaftsarbeit. Dadurch werden die vorhandenen Akteure sinnvoll ergänzt, keine Doppelstrukturen geschaffen. Akteure sind informiert und befürworten das Projekt, bieten z.T. Räume und Unterstützung.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Arrival City - Ein Ankunftsquartier in Hannover

Ansprechpartner
Joana Shino Maier
Funktion Bildungs- und Kulturmanagement
Ankunftsorte in der Innenstadt: Ausschlaggebender Faktor für die erfolgreiche Inklusion von Menschen internationaler Biographien in die Ankunftsgesellschaft
Projektbeschreibung
Der Quartiersbereich zwischen Steintor und Goetheplatz dient als Ankunftsquartier und Vernetzungsstelle für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, die als sogenannte Newcomer:innen nach Hannover kommen. Hier wird durch Netzwerke auf informeller Ebene ein Zugang zur Stadtgesellschaft geschaffen. Der Fokus für die besagte Personengruppe liegt auf: Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen. Doch ist die Stadt auf diese Bedürfnisse ausreichend vorbereitet? Scheitert ein solches Quartier an Informalität und fehlenden Strukturen, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zum Ort von Kriminalität, des Drogenmissbrauchs und des Konflikts. Blüht das Konzept auf, wird ein solches "Arrival Quartier" zur Geburtsstätte der neuen transkulturellen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens und Austauschs der diversen Bevölkerung einer Stadt. Um diesen positiven Aspekt voranzutreiben und die öffentliche Wahrnehmung des Quartiers und somit die Lebensbedingungen der Anwohner:innen zu verbessern, wird ein neues Quartierszentrum im Franz-Mock-Weg auf dem ehemaligen Gelände der Abfallwirtschaftsbetriebe gegründet. Das “StadtWerk” ist ein innovatives Pilotprojekt, in dem neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt werden. Im Rahmen einer Zwischenraumnutzung ziehen 7 Akteur:innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Holz- und Textilhandwerk sowie soziale Arbeit für 1,5 Jahre in den Franz-Mock-Weg. Mitten in Hannover entsteht damit eine Werkstatt für Stadtkultur. Im Stadtwerk kommen urbane Gestaltung, nachhaltige Produktion, inklusive Bürger* innen-Beteiligung, Kunst und Kultur zusammen und machen den Bereich zum neuen Inklusions-Quartier. Es öffnet im Sommer 2021 für die Öffentlichkeit mit dem Potential die durch den Stadtrat beschlossene Innenstadtentwicklung Hannovers maßgeblich mitzugestalten. Der Fokus liegt explizit auf einer durchgängigen Beteiligung der Anwohner:innen und lokaler Akteur:innen (lokale Gastronomie, Einzelhandel, Vereine...). Den Bedürfnissen des Stadtteils entsprechend wird hier ein Ort der Ankunft und der Unterstützung vor Allem für Menschen mit Flucht- und/oder Migrationsgeschichte geschaffen. Zudem gilt es schrittweise einen Neustart von Wirtschaft und Kultur im von der Pandemie besonders betroffenen Innenstadtbereich voranzutreiben. Beteiligte Initiativen: https://unter-einem-dach.org/pages/home https://snntg.de
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Stadtbezirk Mitte mit ihrer Funktion als Einkaufsziel, Kultur und Vergnügungsort ist bereits heute ein lebendiger Wohn- und Lebensort für mehr als 36.000 Einwohner:innen, den es deutlich zu stärken gilt. Vor allem der Bereich zwischen dem Steintor und Goetheplatz zieht hierbei unterschiedliche Menschen an – solche, die hier in ihrer Freizeit „etwas erleben wollen“, Menschen ohne Obdach, Sexarbeiter:innen und weitere Gruppen. Der urbane Raum ist von einer extrem hohen Fluktuation geprägt, wobei nur wenige der Passant:innen auch Anwohner:innen sind. Es fehlt an Aufenthalts-Orten, die sich speziell an den Bedürfnissen der Besucher:innen und Bewohner:innen unterschiedlicher Herkunft orientieren. Die zentrale Lage und Zugänglichkeit der Freiflächen und Abgeschiedenheit der Seitenstraßen bietet sich an als optimaler Ort für Veranstaltungen, für den Einzelhandel, aber auch für unerwünschte Nutzungen wie z. B. Drogenhandel und -missbrauch. Diese sehr unterschiedlichen Nutzungen und Funktionen führen zum Teil zu Konflikten zwischen den verschiedenen Gruppen und ihren Ansprüchen und Bedürfnissen. Die soziale Funktion des Quartiers insbesondere für Menschen diverser Herkünfte bedarf einer intensiven Betrachtung und kluger Lösungsansätze um Konflikte und eine Abwärtsspirale zu vermeiden. Bisherige Ansätze haben sich insbesondere auf die Umgestaltung öffentlicher Plätze bezogen (siehe Wettbewerb Steintorplatz). Wir sehen jedoch einen akuten Bedarf an Beratungs-, Kultur und Bildungsangeboten sowie gemeinsamer Workshops zur Stärkung einer gemeinsamen Quartiers-Identität.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Calenberger Neustadt
Beschreibung
Quartiersfläche: ca. 17 ha Straßenliste: Franz-Mock-Weg Goethestraße Brühlstraße Andretsche Wiese Goetheplatz Braunstraße Clemensstraße Feuerwehrstraße Am Kanonenwall Leibnizufer Am hohen Ufer Am Marstall Reuterstraße Scholvinstraße Reitwallstraße Am Steintor Lützowstraße
Einwohnerzahl
700
Quelle / Anmerkungen
Offizielles Stadtportal der Landeshauptstadt Hannover (ausgehend von der Bevölkerungsdichte der Calenberger Neustadt)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
91
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Unterlagen zum Gebiet
arrival-city_.png (409.97 KB)
GWA/QM-Ansatz
Als ein emanzipatorisches und gesellschaftskritisches Projekt zeigen wir die diversen und oftmals marginalisierten Perspektiven eines Arrival-Quartiers auf. Wir fördern die Selbstwirksamkeit, Kooperation und Eigeninitiative von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Problemlagen im Kontext eines gemeinsamen Sozialraums. Unser Ausgangspunkt ist die Unzufriedenheit mit herkömmlichen Methoden der Sozialarbeit, die sich auf die Herstellung und Erhaltung der Arbeitskraft, sowie die Erhaltung einer minimalen Lebensfähigkeit von Arbeitsunfähigen bezieht. Wir zeigen die Vereinbarkeit von Lohnarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und zivilem Engagement auf. Darüber hinaus streben wir eine unabhängige Ermächtigung der Klient:innen an. Hierfür nutzen wir gezielt Methoden außerhalb der klassischen Sozialarbeit bsp. "Urban Gardening".
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nach dem letzten Jahresziel haben wir bis zu 10 Mulitplikator:innen ausgebildet, die das Quartier nachhaltig gestalten.
Beschreibung
Durch Beratungsangebote werden berufliche, sprachliche und administrative Perspektiven aufgezeigt.
Beschreibung
Neue Kooperationen vernetzen Anwohner:innen und Quartiers-Nutzer:innen systematisch miteinander
Beschreibung
Öffentliche Stigmatisierung in Medien und Politik wird reflektiert
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Katholische Erwachsenenbildung Hannover https://www.keb-net.de/hannover/Aktuelles/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Goethe-Exil Hannover http://goethe-exil.de/
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Aurelis Real Estate https://www.aurelis-real-estate.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsgarten Baulücke https://www.tthannover.de/projekte/bauluecke/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
La Strada Hannover https://la-strada-hannover.de/
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtkind Hannover http://www.stadtkind-hannover.de/
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Chaaban Halal Essen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schule Handel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FUN-KEY Tanz Atelier
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch die Ausgründung der inklusiven, sozialen und nachhaltigen Taschenmarke maesh, sollen langfristig Arbeitsplätze vor allem für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte geschaffen werden. Eine aktuelle Ausgründung durch den dritten Platz einer Crowdfunding-Kampagne ermöglicht uns die Professionalisierung und eine Ausweitung unseres Angebots. https://maeshbag.company.site/. Zudem gibt es bereits Verhandlungen mit der Immobilien-Besitzerin Aurelis für weitere Quartiersprojekte.
Galerie
stadtwerk konzept
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square tei 7423
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square unter einem dach nahwerkstatt nancy heusel
square frauenpowerday 01
dsc09190
square ued sprachkurs start 14
Zustimmung Veröffentlichung
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