Suche der Stadt Bestes: GWA Büttnerstraße
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jennifer Nestvogel
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung einer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Das Projekt soll der Katalysator und das Bindemittel für den Aufbau eines Miteinanders der unterschiedlichen Gruppen in der Nachbarschaft der Büttnerstraße werden, um die Problemlagen der Lebenswelt selbstorganisiert anzugehen, das Wohnumfeld aktiv mitzugestalten und Räume anzueignen.
Der Stadtbezirk Vahrenwald-List ist mitunter der dichtbesiedelste Hannovers mit einem hohen Anteil an Migrations- und Zuwanderungshintergründen. Der kooperierende anerkannte Träger (https://sinti-verein.de) berät Ehrenamtliche in Hannover ausgehend vom Konzept ihres Familienbildungszentrums in Hamburg. Die schon angestoßenen Aktivitäten in Hannover wie der Kids-Club sind sehr nachgefragt. Hier soll das Projekt anknüpfen und alle Nachbarn auch aus Männer-Werkheim für Suchterkrankte, AWO Altersheim, Flüchtlingsheim und zwei Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, einbinden.
Ein entstehender Begegnungsraum soll spürbaren Trends aus umliegenden Stadtteilen (soziale Brennpunkte im Sahlkamp und Vahrenheide sowie steigende Armut in Hainholz) entgegenwirken und eine für alle sichtbare Anlaufstelle werden, wo alle Menschen der Nachbarschaft die Möglichkeiten haben, gemeinsame Aktionen zu organisieren und unterstützt zu werden. Als idealer Ort können die Räume in dem Eckgebäude genutzt werden (siehe Foto), wo ehrenamtliche die offenen Angebote wie Kids-Club oder Seniorencafé stattfinden. Die Möglichkeit der Mehrfachnutzung, beziehungsweise Mitnutzung der Räme erlaubt 1. eine Bewerbung der Suche der Stadt Bestes GWA in Form eines sichtbaren Banners an der Außenwand, als auch 2. tägliche verlässliche Öffnungszeiten des GWA-Büros anzubieten und 3. hier erste Nachbarschaftstreffen und kleinere Aktionen durchzuführen. Besondes relevant wird der zugehörige Parkplatz sein, der viel freie Fläche bietet für Stadtteilfeste, Märkte und größere Zusammenkünfte.
Suche der Stadt Bestes GWA schafft Räume, von welchen aus gewünschte Vorträge, Aktionen und im weiteren Schritt auch regelmäßige Bewohnerrunden durchgeführt werden können zum Ziel, die benachbarten Menschen aus den umliegenden Straßen an einem Ort zusammenzubringen, wo Beziehungen wachsen, Vorteile abgebaut werden können: Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen konfliktfrei und offen mitgestalten. Von diesem Handlungsfeld aus könnte ein weiteres erschlossen werden: Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit oder Stadtteilkultur oder
Umwelt und Verkehr ganz im Sinne: Suchet der Stadt Bestes.
Laufzeit
2022-09-05 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Negative Schlagzeilen wie Totschlag, Raubüberfall, Brand im Flüchtlingsheim dominieren das Image der Büttnerstraße. Die Ecke Büttnerstraße/Vahrenwalderstraße ist auch durch das Männerwohnheim geprägt: Müll, kaputte Glasflaschen, Konsum auf dem Parkplatz und Einbrüche in Autos prägen die Nachbarschaft. Daneben gibt es viele verschiedene Nationalitäten und Kulturen, die dort aufeinander prallen. Überwiegend türkische und arabisch, aber auch osteuropäische und afrikanische Sprachen in der Nachbarschaft erschweren einen Austausch. Hinzu kommt, dass die Nachbarschaft durch einige Unternehmen und durch eine viel befahrene Kreuzung mit Straßenbahnen geprägt ist. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein Alterswohnheim und zwei Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Gesamtstädtisch gehört die Büttnerstraße noch zu Vahrenwald-List, dem dichtbesiedelsten Bezirk Hannovers, aber weißt aufgrund seiner Randlage ganz andere sozio-geographische Merkmale auf als um die Lister Meile. Neben diesem fehlenden interkulturellen Austausch, für den es bereits Vorhaben und Förderungen auch von Migrationsvereinen gibt, fehlt es an Berührungspunkten mit anderen Anwohnenden. Die Nachbarschaft rund um die Büttnerstraße in Richtung Hainholz und Brink-Hafen ist, obgleich sie nur wenige Hunderte Meter entfernt ist, leider abgehangen vom Freizeitheim-Vahrenwald, welches seit mehreren Jahren tolle Angebote für Teilhabe, Bildung und Integration als Stadtteilzentrum erbringt. Die Nachbarschaft im Projektgebiet befindet sich an der Stadtteilgrenze, ist unterversorgt und weist ganz andere Bausubstanzen: anstelle der typischen Altbauwohnungen mit Innehnöfe in der List, trostlose Wohnblöcke.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, weil es vor Ort präsent ist und ressortübergreifend Anreize schafft, zusammenzukommen. Es fokussiert den Empowerment Ansatz und beabsichtigt die Problagen der Lebenswelt zu verstehen, zu benennen. Das Projekt zielt daauf ab, dass die Nachbarschaft selbst aktiv wird und Wege und Methoden gemäß der Partizipation erlernt, selbst zu organisieren, wie die Probleme gelöst werden könnten. Im Projekt selbst wird ganz gezielt ganzheitlich und nicht zielgruppenspezifisch geworben. Der Fokus liegt also ganz klar auf Problemlösung, Lebensweltorientierung, und Bezuehungsarbeit im Aufbau eines Netzwerkes, welches ganz gezielt durch Kooperationen ergänzt werden soll.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Geplant ist, dass die Stadt Hannover dieses Projekt beziehungsweise die sich daraus ergebenden Themen und Formen der Nachbarschaft in eine gesamtstädtische Strategie integriert und auch mitfinanziert.
Gerade durch den Aufbau eines Netzwerkes sollen auch dort ansässige Unternehmen, Vereine und Einrichtungen zu Förderern werden und es sollen Public-Private-Partnerships entstehen, über die Teile des Projektes übernommen werden sollen.
11. Medien
Neue Nachbarschaft inklusiv(e)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Bastiansen
| Funktion | Bereichsleitung Soziale Teilhabe und Assistenz |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Nachbarschaft für Alle in Kronsrode
Projektbeschreibung
In Kronsrode als Neubaugebiet im Süden Hannovers ist die Nachbarschaft noch unbekannt. Die unterschiedliche Bauweise lässt aber jetzt schon auf vielfältige Wohnformen und unterschiedliche persönliche, soziale und finanzielle Ressourcen schließen.
Im Baufeld 1.1. befinden sich rund um den Hof barrierearme/-freie Wohnungen, von den 1/3 öffentlich gefördert sind. Neben den gemeinsamen Grünflächen wird es einen Gemeinschaftsraum geben, der den Nachbar*innen für Begegnung und Aktivitäten unentgeltlich zur Verfügung steht. In diesem Projekt wird es auch zwei WGs geben, in denen Menschen mit einer geistigen und / oder psychischen Beeinträchtigung mit unserer Assistenz selbstständig leben werden. Voraussichtliche Fertigstellung des Baufeldes ist für Anfang 2023 geplant.
Wir wollen möglicher Segregation - durch die soziale Gemengelage – präventiv entgegenwirken, indem wir von vornherein ein sozialraumorientiertes Angebot für ALLE Nachbarn gestalten und die aktive Teilnahme- und Teilhabemöglichkeiten entdecken und fördern. Weiterhin werden die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation einzelner Personen und / oder Gruppen gefördert. Ziele sind der Aufbau von individuellem und kollektivem Empowerment und Netzwerken vor Ort. Von besonderer Bedeutung wird insbesondere zu Beginn des Projektes sein, die Interessen und Bedarfe der Personen vor Ort zu analysieren und eine sozialraumorientierte Soziale Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dafür wird eine Ansprechperson sowohl für Akteur*innen/Anbietern von Dienstleistungen und Bewohner*innen gleichermaßen erforderlich.
Zur Erreichung dieser Ziele wird professionelle Anregung, Beratung, Koordination und Moderation notwendig sein, um den Prozess der Aktivierung der Menschen im Sozialraum zu fördern. Eine gut funktionierende Nachbarschaft lebt vom Dialog und entwickelt sich mit dem Wandel der Entwicklungen sowie den gesellschaftlichen Veränderungen. Was „gute" Nachbarschaft ist letztlich immer wieder neu auszuhandeln, unter Einbezug der Beteiligten, geht es doch um die Gestaltung der (zukünftigen) Lebensverhältnisse. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. In der (z.T.) hochmobilen und beschleunigten soziale Welt fühlen sich besonders die Menschen verunsichert, die diese Flexibilität nicht erbringen wollen oder können. Damit steigt einerseits die Bedeutung des Nahraums, aber auch die Notwendigkeit geschützter Räume bzw. Settings.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf einer Fläche von 53 ha entsteht im Südosten Hannovers ein neues Wohngebiet: Kronsrode.
Auf dem Baufeld 1.1 entstehen insgesamt 133 hanova-Mietwohnungen, wovon 32% (54) öffentlich gefördert sind. Das Angebot: 1,5 bis 7-Zimmer-Wohnungen auf einer Wohnfläche von 33 m² bis hin zu 199 m². Eine Besonderheit in diesem Baufeld: Hier bieten rund 40–60 Wohnungen eine Sonderwohnform mit dem Wohn- und Versorgungskonzept hanova WOHNEN PLUS. Weiterhin soll ein Wohncafé entstehen, welches von der hanva mietfrei zur Verfügung gestellt wird und im Rahmen des Projektes von den Hannoverschen Werkstätten genutzt wird.
Die Bauweisen und Eigentums- bzw. Mietverhältnisse unterscheiden sich in dem Neubaugebiet. Im Geschosswohnungsbau entstehen sogenannte Wohnhöfe, d. h. die Wohnungen sind auf einen gemeinsamen Innenhof ausgerichtet. So auch in unserem inklusiven Baufeld 1.1. Mit der Belegung durch das Amt für Wohnungswesen, den barrierefreien Wohnungen und unseren Wohngemeinschaften ziehen hier Mieter*innen ein, für die - zusätzlich zu dem Umstand, dass sie alle neu in einen neuen Stadtteil kommen - die nähere Umgebung sehr wichtig ist. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken bekanntermaßen den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. Zusätzlich befinden wir uns aktuell in Ausnahmesituationen (Pandemie; Geflüchtete, Kriege), deren Nachwirkungen sich auf die Zusammensetzung und/oder Kontaktbereitschaft auswirken werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bundesrepublik Deutschland, die Länder und Gemeinden sind verpflichtet eine selbstbestimmte Lebensführung aller Menschen in einem inklusiven Gemeinwesen zu garantieren.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden sich in den Jahren neue Akteure und Netzwerke ansiedeln, Beziehungen entwickeln und stabilisieren. Das Gemeinwesen wird aus der ersten Findungsphase herausgewachsen sein. Aktuell steht nicht fest, ob bzw. wie die LHH sich in Kronsrode engagieren wird bzw. diese Aufgabe Dritten überlässt. Durch die Kooperation mit hanova und Teilnahme an stadtbezirklichen sowie stadtweiten Netzwerken sind wir in die Strukturen eingebunden. Durch das ABW und den Kiosk werden die HW weiter vor Ort bleiben
11. Medien
Galerie
Dorfplatz Neuberlin
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hermann Josef Quaing
| Funktion | Geschäfstführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir gestalten das Zusammenleben in unserem Stadteil
Projektbeschreibung
Die Bewohner*innen des Quartiers Neuberlin vermissen die frühere Anlaufstelle. Wir wollen mit ihnen die Cafeteria im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses nutzen als zentrale Anlaufstelle, Kontaktmöglichkeit und Netzwerkstelle. Die Räumlichkeit bietet vielfältige Möglichkeiten zu gemeinschaftlichen Veranstaltungen, Beratung und Kommunikation.
Wir wollen der „Verödung“ des Quartiers durch Weggang des Anziehungspunktes Krankenhaus entgegenwirken.
Durch die Kooperation mit der Altenhilfeeinrichtung wird diese Bestandteil des Projektes.
Gleichzeitig können professionelle Formen der Beratung angeboten werden
Das Projekt will im Sinne eines „Dorfplatzes“ die Bürger*innen zusammenbringen, Impulse setzen, zur Eigeninitiative befähigen, soziale, kulturelle und Freizeit-Angebote in das Quartier holen, Kommunikation und Austausch fördern und soziale Netzwerke schaffen.
Vorhandene Angebote werden einbezogen und können nach Bedarf ergänzt werden. Das Angebot ist alters- milieu- und kulturübergreifend.
Die Anwohner werden im Sinne einer aktivierenden Sozialraumorientierung befähigt, die Stärken und Ressourcen im Quartier zu entdecken und besser nutzen.
In Kooperation mit professionellen Helfern können die Bürger in Eigeninitiative neue kulturelle Angebote für sich selbst entwickeln und vorhandenen kulturellen Potentiale nutzen
Es wird mit professioneller Unterstützung ein nachbarschaftliches Unterstützungsnetzwerk der Bürger*innen geschaffen an einem akzeptierten Ort und zuverlässiger Erreichbarkeit. „Wenn es etwas zu besprechen gibt, geht man dort hin“
Die vorhandene Cafeteria wird seitens der Pflegeeinrichtung saniert und wird anschließend seitens des Projektes genutzt.
Die Zielsetzung lässt sich in folgenden Schlagwörtern beschreiben:
Mitmachen: Wir geben Raum für Ideen und unterstützen, sie zu verwirklichen.
Begegnen: Wir schaffen einen Ort der Begegnung für alle Generationen und für verschiedenen Kulturen. Wir ein, Mitmenschen kennen zu lernen und ein positives und herzliches Miteinander zu erleben.
Engagieren: Wir schaffen eine zuverlässige Anlaufstelle für Engagement und entwickeln Möglichkeiten
Informieren: Bei persönlichen Herausforderungen, einschneidenden Lebensereignissen oder ganz allgemeinen Fragen fördern wir nachbarschaftliche Hilfe und professionelle Beratungsangebote.
Verbinden: Wir schaffen Vernetzung innerhalb des Quartiers, zwischen Jung und Alt, zwischen den Kulturen und zu weiteren Akteuren im Quartier
Laufzeit
2022-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Nordhorn ist eine Stadt an der holländischen Grenze mit 55000 Einwohner*innen. Hier leben 8084 Migranten (ca. 15 %) aus 110 Nationen. Viele Migranten sind nach Nordhorn gekommen im Zuge der Fachkräftegewinnung für die Textilundustrie.
Der Stadtteil Neuberlin hat 4487 Einwohner*innen. Er ist charakterisiert durch eine Bebauung mit Einfamilienhäusern und „Arbeiterhäusern“ der Textilarbeiter. Mit dem Niedergang der Textilindustrie in den 90er Jahren war insbesondere dieser Stadtteil von Arbeitslosigkeit betroffen. Heute finden sich hier viele alte Menschen mit geringen Renten.
„Herzstück“ des Stadtteils bildete ein großes Krankenhaus, welches 1927 entstand und im Jahr 2008 geschlossen wurde. Besonders mit der Cafeteria war ein wichtiger Lebens -und Treffmittelpunkt in Neuberlin verloren gegangen. Die Corona-Pandemie sorgt zusätzlich für fehlende Kommunikation. Kommunale Strukturen haben sich zurückgezogen. Nachbarschaft wird nicht gepflegt. Es herrscht Anonymität.
32 % der Bevölkerung sind über 60 Jahre alt, 47 %, also fast die Hälfte der Menschen sind über 50 Jahre alt. Noch viele Jahre wird der Anteil der Alten verhältnismäßig groß bleiben. Die Umnutzung des Krankenhausgebäudes als Altenpflegeheim und Seniorenwohnen verschärft die.
Bezahlbarer Wohnraum ist in Nordhorn und in dem Quartier Neuberlin nicht zu finden. Einfamilienhäuser von älteren Bürgern genutzt -oft mit fehlender Perspektive für zukünftige Nutzung-, stehen Mehrfamilienhäusern mit kleinen Wohnungen gegenüber, die in der Regel von geringverdienenden Menschen bewohnt werden.
In dem Stadtteil Neuberlin fehlt es an einer flächendeckenden Infrastruktur zur Grundversorgung und kulturellen Angeboten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nordhorn Neuberlin
Beschreibung
Das Fördergebiet grenzt nordöstlich an die Denekamper Straße, nordwestlich an die Friedrich-Ebert-Straße, südwestlich an den Nordhorn-Almelo-Kanal und südöstlich an den Südfriedhof
Einwohnerzahl
4487
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nordhorn
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadträtin für Bildung, Ordnung und Soziales
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadträtin für Bildung, Ordnung und Soziales
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neuberlin-auswertungsgebiet.pdf
(1.58 MB)
neuberlin_auswertungsbgebiet_luftbild.jpg
(426.21 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Vernetzung und Kooperation mit anderen ist eine Chance zur Förderung von nachhaltigen Prozessen, um die Lebensqualität im Sozialraum zu verbessern. Ausgehend von z.B. Foren für Akteure und Bürger*innen, Befragungen und Sozialraumerkundungen und - analysen können gemeinsam innovative Angebote und Arbeitsformen entwickelt werden, die auf die Bedarfe der Menschen zugeschnitten sind. Der Erfahrungsschatz der Menschen vor Ort und die professionelle Kompetenz der Verwaltung, der Wohlfahrtsverbände und anderer Dienste/Einrichtungen haben gut aufeinander abgestimmt, transparent und partizipativ eine optimale Hebelwirkung für Veränderungen. Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück war u.a. von 2014 bis 2017 in Ostfriesland und im Emsland beteiligt am bundesweiten Prozess 11Gemeinsam aktiv im Sozialraum", der begleitet wurde durch Prof. Dr. Stefan Bestmann, Berlin. In 2017 bis 2019 war der Caritasverband zudem Träger der durch die GWA geförderten Projekte Dissen aktiv. Erfahrungen und Erkenntnisse daraus werden in das Vorhaben eingebracht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
bedarfs-, ressourcengerechte Unterstützung entwickelt wird; Partizipation, Kommunikation transparent sind (Beteiligung Bewohner/innen, Erfassung/Einbezug regionaler Ressourcen, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Zirkel)
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen eigenständig handeln dürfen und ihre Ideen umsetzen können. (Rückmeldung und Beurteilung der Beteiligten einholen und systematisch auswerten. Zielplanung, arbeiten nach PDCA-Zirkel)
Kriterium
Beschreibung
die Vielfalt der Altersgruppen, Kulturen, Konfessionen positiv zum Tragen kommt (Reflexion mit Beteiligten: positive Entwicklungen und Umgang mit Hindernissen/Dokumentation, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen Zielgruppen nach Lösungen suche, Z.B. Nachbarn und Rollstuhlfahrer nebenan Mobilitätsprobleme angehen.(Dokumentation Zielgruppen/Aktivitäten, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Zirkel
Beschreibung
Gruppen übergreifend handeln um Bürger zu unterstützen, z.B. Schüler und Pflegedienst (Beteiligung Bewohner/innen, Zielvereinbarungen regionale Akteur, Gremienprotokolle, Projektmanagement, Arbeiten PDCA Kreis)
Kriterium
Beschreibung
Angebot und Nachfrage übereinstimmen, geäußerte Ziele in Bezug auf das gemeinsame Handeln umgesetzt werden können (Reflexion mit Beteiligten Bürger*innen, PDCA-Zyklus, Dokumentation und Beratung
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Ordnung und Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas St. Marien Pflege GmbH Nordhorn
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in stetiger Abstimmung mit der Stadt Nordhorn durchgeführt. Auch wenn die selbständige Führung des Dorfplatzes als Ziel benannt ist, wird es zusätzliche Ressourcen geben müssen.
Das Ziel ist eine Weiterführung professioneller Unterstützung in Kooperation zwischen Caritasverband, Stadt Nordhorn und Haus St. Marien, Altenpflegeinrichtung. Gedacht ist an eine Fortführung im Rahmen von mindestens 10 Stunden bis zu einer halben Stelle.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Redderquartier Harsefeld - Mehr als nur wohnen - Nachbarschaft und Nähe feiern!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Miriam Schäfer
| Funktion | Diakonin Am Redder |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehr als nur wohnen! Wir wollen Nachbarschaft aktiv gestalten, fördern, Zusammenhalt und Freundschaften leben
Projektbeschreibung
Im Oktober 2022 soll das Projekt: "Mehr als nur wohnen" starten. Seit 2016 sind wir im Wohnquartier Am Redder als Kirchengemeinde aktiv und wollen unsere Arbeit erweitern und ausbauen. Bereits vorhandene Strukturen werden gestärkt, neue geschaffen und Ehrenamtliche weiter gefördert. Wir haben bereits ein Netzwerk geschaffen, in dem Angebote für Krabbelgruppen, Familiengruppen, Ferienprogramm, Spieleabende, Müllsammelaktionen, Laternenlaufen, Familienschatzsuchen, Nachbarschaftswichteln, Hüpfburgevents, Ostereiersuche, Gesprächskreise, Seniorenspaziergänge, Fahrradtouren, Adventsfeiern im Carport und vieles andere möglich sind und gerne angenommen werden. Das begonnene Netzwerk trägt schon viele Früchte und so helfen z.B. vorhandene Kontakte dabei, Übersetzer und Helfer für ukrainische Geflüchtete zu aktivieren. Die Müllsammelaktion hat sich in diesem Jahr über aktive Ehrenamtliche auf den gesamten Ort Harsefeld ausgeweitet und somit verselbstständigt. Mehrere Vereine haben sich beteiligt. Diese persönlichen Kontakte sollen weiter gefördert werden. So sollen Alt- und Neubürger des Ortes weiter zusammenwachsen. Einsame Nachbarn sollen in Kontakt mit anderen Nachbarn gebracht werden! Familiengruppen sollen weiter ausgebaut werden. So, dass viele neuzugezogene Familien, sich direkt in eine Gruppe einbinden lassen und so verlässliche Kontakte, Nachbarschaft und Freundschaften entstehen. Gemeinsam mit dem Flecken Harsefeld als Kommune wollen wir die Belange des Quartiers vertreten, Fragen zur Infrastruktur des Quartiers kommunizieren und somit eine gesunde Entwicklung des Redderquartiers weiter voranbringen. Dabei ist die Anleitung Ehrenamtlicher, für eigene in den Ortsteil wirkende Angebote, entscheidend. So könnten in Zukunft ein Nähtreff, ein Buchclub, eine Gartengeräte-Tauschbörse, ein Babysitter-Service oder Kinderchorprojekt entstehen. Wichtig ist es uns dabei, genau auf die Bedürfnisse und Vorschläge der Nachbarschaft zu hören und diese umzusetzen. Verstärkt wollen wir die Vernetzung in den restlichen Ort Harsefeld in den Blick nehmen. Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Vereinen und Anbietern im Ort wollen wir ausbauen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir wollen als Kirchengemeinde dem Ortsteil Am Redder dienen und für die Menschen da sein. Das Vertrauen ist da, die Möglichkeiten auch und viele Umsetzungsideen erst recht! Wir wollen Am Redder nicht nur wohnen, sondern aktiv Nachbarschaft gestalten und leben.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit 2016 ist die Kirchengemeinde Harsefeld im Neubaugebiet Am Redder aktiv. Der durch Bahnschienen, Bach und Straße separierte Ortsteil soll bewusst mehr als ein Schlafquartier sein. Vereint mit dem Ort soll er trotzdem ein gesundes Eigenleben haben, das positiv nach außen wirkt. Auch wenn der Ortsteil etwas abseits liegt, keine eigenen Läden hat und der Kirchturm kaum noch zu sehen ist, sind die über 2500 Menschen hier Harsefelder, die sich gerne einbringen und aktiv ihren Ort gestalten wollen. Ein Großteil davon sind Familien. Zu Beginn erfragten wir Stärken und Schwächen des Gebietes und Anwohner erzählten ihre Zukunftswünsche. Für diese wollen wir uns engagieren. Wir wollen gemeinsam mit der Kommune langfristig Vernetzung ermöglichen. Ab Okt. 2022 beginnt für uns ein neuer Projektzeitraum, den wir aktiv und mit neuen Schwerpunkten gestalten wollen. Das über Jahre erworbene Vertrauen der Nachbarn möchten wir nicht enttäuschen und unser Projekt mit seinen Möglichkeiten weiter für sie zur Verfügung stellen. Vereinsamung (gerade nach und während Corona) wollen wir aktiv entgegenwirken. Gerade Senioren und Nachbarn mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen wollen wir an einen Tisch und somit raus aus der Isolation holen. Wir wollen nicht nur den Blick über den Gartenzaun ermöglichen, sondern die Einladung auf die Terrasse. Für die Menschen da zu sein bedeutet Infrastruktur zu fördern, z.B. sichere Schulwege, Verkehrsberuhigung oder das Mitdenken beim etablieren eines Bäckers. Es bedeutet wahrzunehmen, dass die alleinstehende Seniorin in der Nachbarschaft keine Einkaufsmöglichkeit hat und Hilfe braucht. Es bedeutet praktische Coronahilfen anzubieten und zu koordinieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Harsefeld Neubaugebeit Am Redder
Beschreibung
Das Wohngebiet Am Redder beginnt im Norden an der Bahnlinie Buxtehude-Bremerhaven. Östlich ist es eingefasst von der Kreisstraße 53 und der Griemshorster Straße. Dort gibt es einen Lärmschutzwall entlang der Straße. Im Süden und Westen begrenzt das Redder Wohngebiet der Rellerbach mit seinen Regenrückhaltebecken.
Einwohnerzahl
2500
Quelle / Anmerkungen
Da es sich um ein noch nicht abgeschlossenes Neubaugebiet handelt, ist ein weiter Anwohnerwachstum zu erwarten.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wohngebiet_am_redder_karte.jpg
(845.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen Nachbarn aktiv und systematisch vernetzen und Ihnen ein gesundes Lebensumfeld schaffen. Dazu gehört es Ansprechpartner zu sein, Anlaufstelle für Informationen und auch ganz praktisch Hilfe zu leisten. Wir wollen uns um Nachbarn kümmern und gemeinsam mit ihnen bedarfsgerechte Angebote schaffen. Beteiligung und Selbstorganisation für unseren Redder werden gefördert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendkonferenz Harsefeld und Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig möchten wir erreichen, dass sich Nachbarn auch finanziell für das Projekt einsetzten. Weitere Kooperationspartner sehen wir im kirchlichen und kommunalen Raum. Eine Finanzierung, die vor Ort geleistet wird, braucht erfahrungsgemäß mindestens 10 Jahre, um eigenständig und finanziell unabhängig arbeiten zu können. So lange werden wir an Mischfinanzierungen arbeiten.
11. Medien
Galerie
Videos
20181211_105637.jpg
(2.09 MB)
20191105_110509.jpg
(115.67 KB)
20190323_094715.jpg
(1.39 MB)
p1010909.jpg
(1.11 MB)
fruehstueckstreff_am_redder.jpg
(1.21 MB)
20190422_162323.jpg
(1.98 MB)
20190807_165105.jpg
(1.16 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hagen, gemeinsam nachhaltig lebenswert
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wolfgang Steen
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Freiwillige helfen nachhaltig, Lebensqualität und Vereinswesen in der Gemeinde weiterzuentwickeln
Projektbeschreibung
In Hagen im Bremischen entsteht in zentraler Lage ein lebendiger Bürgertreff, an dem sich generationen- und herkunftsübergreifend Freiwillige treffen. Die bestehenden Aktivitäten im sozialen und kulturellen und Bildungsbereich werden erweitert um die Projektgruppen „Daseinsvorsorge“, „Ökologie“ und „Mobilität“. Gemeinsam werden Projekte abgearbeitet mit spürbarer Steigerung der Lebensqualität in der Gemeinde. Durch die Breite der angebotenen Projektgruppen ist nahezu jedem Einwohner möglich sich da einzubringen, wo er/sie die eigenen Stärken sieht.
In einem Beratungsbüro finden regelmäßig Ehrenamtliche einen Ort, um niedrigschwellig Ratsuchenden zu helfen. Aber auch professionelle Berater wie z.B. Schuldner- und Suchtberatung nutzen dieses Angebot, um erreichbare und vernetzte Hilfe aus einer Hand an einem Ort im ländlichen Raum anbieten zu können.
Gerade die Neubürger mit Migrationshintergrund erleben wie sich bürgerschaftliches Engagement auf das eigene Wohlbefinden und Ansehen auswirken. Die Aktivitäten haben die Lebensumstände auch für sie deutlich verbessert.
Der professionelle Gemeinwesenmanager begleitet und vernetzt die Aktionen der Freiwilligen und ist Ansprechpartner vor Ort. Er organisiert die Öffentlichkeitsarbeit, die Fortbildungsmöglichkeiten und Projektwerkstätten und kümmert sich bei Bedarf um Finanzierungsmöglichkeiten von Einzelprojekten. Das Führen einer „Ehrenamtlichen-Kartei“ und die notwendige Verwaltungsarbeit werden vom ihm erledigt, er ist die Schnittstelle zu anderen Vereinen und kommunalen Institutionen.
In regelmäßigen Abständen werden Feste organisiert, um die gemeinsamen Erfolge zu feiern und den Zusammenhalt zu stärken. Die Aktivitäten fördern das Gefühl der Zugehörigkeit und spornen zum Mitmachen an. Die Gemeinde ist zu einem nachhaltig lebenswerteren Ort geworden, in dem Gemeinsamkeit in vielfältigen Projektgruppen gelebt wird.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die Schließung des Sozialamtes gibt es keine geregelten Verantwortlichkeiten der Kommunalverwaltung vor Ort. Die Angebote zuständiger Stellen sind nur unter schwierigen Bedingungen mit dem ÖPNV im Landkreis zu erreichen. Oft folgt auf eine Suchtberatung ein Termin beim Jobcenter und Schuldnerberatung, die untereinander nicht verbunden sind. Oft werden die Menschen dann an den Verein Nestwerk weitergeleitet. Einen bedeutenden Anteil am gesellschaftlichen Leben gestalten eine Vielzahl von Vereinen, die aber nicht unbedingt die Interessen vieler Neubürger*innen treffen Sie leiden in der überwiegenden Mehrheit unter Mitgliederschwund und damit einhergehender Überalterung. Deshalb finden Neubürger*innen auch mit Migrationshintergrund und Jugendliche nur selten den Weg in die Vereine. Das Nestwerk hat sich durch zentrale Lage und variabel nutzbare Räume, umfängliche Vernetzung und ein offenes Beratungs- und Begegnungsangebot in geschütztem Raum gut aufgestellt. Dabei hat sich die räumliche und inhaltliche Kooperation mit dem benachbarten Bürgermarkt (www.buergermarkt.com ) als sehr produktiv erwiesen. Der Verein verfügt über keine finanzielle Mittel für Festanstellungen. Das breite inhaltliche Angebot von Eltern-Kind-Gruppe bis Computerkurs für Senior*innen wird überwiegend mit freiwilligen Kräften durchgeführt. Die Angebote sollen erweitert und weitere Freiwillige einbezogen und qualifiziert werden. Z.B. - Leih-Oma - Lesepate*innen - Senior*innen-Begleitung - Patenschaften für Menschen mit Fluchtgeschichte - junge Umweltbotschafter*innen, Juleica. Für die Zukunftsfähigkeit der Vereinsarbeit ist es deshalb dringend notwendig, eine hauptamtliche Stelle einzurichten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Die Gemeinde Hagen im Bremischen umfasst 16 Dörfer, die einbezogen werden sollen, auch wenn der Schwerpunkt im Hauptort Hagen liegen wird.
Einwohnerzahl
11000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hagen_gemeinsam_nachhaltig_lebenswert.jpg
(109.45 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bezieht sich auf das ganze Gemeinwesen Hagen im Bremischen und ist nicht auf ein bestimmtes Quartier einzugrenzen. Es entwickelt die bisherige offene und niedrigschwellige Vereinsarbeit des Nestwerk e.V. weiter und stabilisiert die Freiwilligenarbeit. Der vorgesehene Projektleiter Andreas Klimek ist schon seit vielen Jahren freiwillig in verschiedenen Zusammenhängen engagiert und wird sich über die LAG-Fortbildung im GWA weiter qualifizieren.
Der Vereinsvorsitzende verfügt als Sozialarbeiter über frühere praktische Erfahrungen in der Stadtteilarbeit/sozialer Brennpunkt in Bremen.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
alle öffentlichen Schulen und Privates Gymnasium
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
UHiB - Unternehmer*innenverband Hagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NordseeZeitung und Heimatzeitung "Staleke"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sind beteiligt am kommunalen Prozess der Leitbild- sowie Konzeptentwicklung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Und an der Weiterentwicklung des kommunalen Integrationskonzepts sowie der Neuorganisation von Erwachsenenbildung im Südkreis. Wir erhalten Gemeinde- als auch LK-Mittel, die verstetigt werden und einen Teil fester Kosten abdecken. Über Projekte sowie Spenden generieren wir längerfristig Gelder. Die Hauptamtlichkeit wird unsere Akzeptanz in Politik und Öffentlichkeit stärken.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rebecca Blümchen
| Funktion | Fachbereichsleitung Flucht und Migration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln. Nachhaltige Nachbarschaft, nachhaltige Kommune.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement & Vernetzung verschiedener
Initiativen, um bewusst & nachhaltig mit dem demografischen Wandel & seinen Folgen
umzugehen. Ziel ist es, dass alle Bewohner:innen sich inkludiert fühlen & gleichberechtigt an
allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es die Anlaufstelle namens
"Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- & Bildungsangebote sowie Veranstaltungen
stattfinden. Die Projektmitarbeiter:innen führen diese zum Teil selbst durch & koordinieren,
begleiten & unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen
Netzwerkpartner:innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden
Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner:innen für
das Gemeinwesen genutzt & unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune für die
Gemeinde Lamspringe.
Durch Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück entsteht Raum für Austausch. Bedarfe & Ideen der
Bewohner:innen werden geäußert, gemeinsam konkretisiert & angegangen. Mittlerweile gibt
es daher bspw. auch eine Küche im Treffpunkt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig
gemeinsam gekocht & gebacken werden kann. Aufgrund des neuartigen Corona-Viruses
startet die vollumfängliche Nutzung erst in diesem Jahr.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestalten des Miteinanders in der Gemeinde findet
sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen, wie
bspw. Gemeinsam ESSEN, und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden.
Gemeinsam werden Bedarfe erhoben & bedarfsgerechte Angebote von Bewohner:innen (und)
für Bewohner:innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, was eine nachhaltige
Gemeinschaft beinhalten kann & welche Stärken sich daraus ergeben. Bei den Aktivitäten soll
als Klammer Nachhaltigkeit leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel
betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter & damit nachhaltig lebenswerter für alle
werden.
In Kooperation insbesondere mit der Gemeinde, dem Netzwerk Jugend, dem Netzwerk-
Senioren e.V. & der evangelischen Kirche arbeiten wir daran auch unter den
pandemiebedingten veränderten Rahmenbedingungen Begegnung & Kontakt zu
ermöglichen, Einsamkeit & Lücken in der Grundversorgung entgegen zu wirken & den
Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist nach wie vor der demografische Wandel. Laut
Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen.
"Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die
NBank weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner:innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger, sondern auch wesentlich älter im
Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte
und engagierte Einwohner:innenschaft. Weitere Querschnittthemen im Rahmen der
Globalisierung möchte die Gemeinde durch Teilnahme am Projekt "Global Nachhaltige
Kommune in Niedersachsen" in den Fokus nehmen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen.
Anhand der vielen Vereine & dem Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft
mitzubestimmen & zu gestalten da ist. Allerdings ist der Zusammenhalt im einzelnen noch
nicht in der ganzen Gemeinde, die erst seit 2016 eine Einheitsgemeinde ist & noch stark in
alten Strukturen denkt, zu spüren.
Teilhabe & Inklusion sind in der Theorie weiter als in der Praxis.
Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur
Begegnung & zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse & Einzelpersonen
geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete
Zusammenführen von Engagement & erhöht damit das Wirkungspotential.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken
Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls statt.
Darüber hinaus wird aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der
Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich
zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es wird bei Interesse niemand
ausgeschlossen. Somit ist auch die Einwohner:innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
5592
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsbestandes
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
https://www.komsis.de/de/standorte_
niedersachsen/?profile=SI-40663 In
Deutschland gut 23% über 60 Jahre,
knapp 18% über 65.
https://de.statista.com/statistik/daten
/studie/1365/umfrage/bevoelkerungdeutschlands-
nach-altersgruppen/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Lamspringe
5,7%:https://www.komsis.de/de/stan
dorte_niedersachsen/?profile=SI-406
63 In Niedersachsen 5,1%:
https://de.statista.com/statistik/daten
/studie/36651/umfrage/arbeitslosenq
uote-in-deutschland-nachbundeslaendern/
In Deutschland
5,2%:
https://de.statista.com/statistik/daten
/studie/1224/umfrage/arbeitslosenqu
ote-in-deutschland-seit-1995/
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen
insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohner:innen, um den
Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen zu fördern. Möglichkeit zur
Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und
Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein
nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die daraus folgende Akzeptanz hat
präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von
Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist.
Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer
Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen
können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen &
Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität und Nutzung vom öffentlichen Raum
kommt. Durch verstärkten Austausch & nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche
Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen
zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur
Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss,
da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen teilen in Rahmen von aktivierenden Veranstaltungen und Angeboten ihre Wünsche und Ideen mit. Sie werden als Ausgangslage für Entwicklungsprozesse und Entscheidungen genommen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen übernehmen nach und nach zuvor vorgegebene Strukturen (durch institutionenveranlasste Veranstaltungen) und passen sie für ggf. veränderte Bedarfe an. Sie erkennen Veränderung in Bedarfen.
Kriterium
Beschreibung
Interessen und Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen sowie der Bewohner:innen werden für vielfältige Aktivitäten genutzt, die die Vielfalt des Projektgebiets erlebbar machen und dadurch die Nachbarschaft stärken.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppenübergreifende Themen wie Mobilität, Konsum & Umwelt werden so gedacht & bearbeitet, dass nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner sondern auch individuelle Bedürfnisse von Teilzielgruppen berücksichtigt werden
Beschreibung
Das Projekt trägt dazu bei, dass Akteur:innen gemeinsam daran arbeiten den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken und Nachhaltigkeit zu fördern. Die Kooperationen sind wirkungsorientiert. Die Kommunikation ist regelmäßig und transparent.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden & ressourcenorientiert füreinander da. Neuzugewanderte fühlen sich willkommen.
Beschreibung
Die Kriterien auf dem Weg der global nachhaltigen Kommune werden auf gemeinschaftlicher/öffentlicher als auch auf individueller Ebene vermehrt berücksichtigt und bei der Angebotsorganisation mitgedacht
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
evang. und kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
RUBS (Rund um Bad Salzdetfurth), lokale Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal GmbH Gemeinnützige Lebenshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Steuerungsgruppe Fairtrade und Arbeitsgrupe Nachhaltige Kommune
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll maßgebend zum Ziel der nachhaltigen Kommune beitragen & Zusammenhalt
stärken. Die Gemeinde Lamspringe zahlt bereits als freiwillige Leistung eine halbe Stelle
Migrationsberatung, die ein wichtiger Baustein des Projekts ist. Es soll eine vielfältige
Nutzung des Treffpunkts verstärkt werden, um eine Mischfinanzierung der Miete zu
erreichen. Angestrebt ist eine Kombination aus Landkreismitteln, Teilangeboten, die über
SGB regelfinanziert sind, Förderungen & Spenden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WeRi AKTIV (Westliches Ringgebiet: Aktivitäten, Koordination, Toleranz, Initiierung, Vernetzung)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lale Vahabzada
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WeRi AKTIV - (Aktivitäten, Koordination, Toleranz, Initiierung, Vernetzung im Braunschweiger Stadtteil Westlicher Ring)
Projektbeschreibung
Im Quartier „Westliches Ringgebiet“ soll vernetzte Gemeinwesenarbeit mit Schwerpunkten auf Integration u. demographischen Wandel u. die Nutzung der sozialen Infrastruktur nach mehr als 2 Jahren Coronaopandemie gefördert werden. Ausgangspunkt ist der bestehende "Garten ohne Grenzen" als Treffpunkt der Generationen im Quartier. Die Herausforderungen des demographischen Wandels und Integration, seit Februar ´22 auch von ukrainischen Kriegsvertriebenen, berühren alle Bereiche des Gemeinwesens. Es sollen integrative Handlungsansätze entwickelt werden, die die Gemeinwesenarbeit mit der Quartiersentwicklung verknüpfen.
Das „Westliche Ringgebiet“ zeichnet sich durch Nachbarschaften mit kultureller Vielfalt u. langjährigen Bemühungen um die Gestaltung der sozialen u. städtebaulichen Infrastruktur im Rahmen des Quartiersmanagements aus. Das Projektgebiet umfasst insbesondere den südlichen Teil des Westlichen Ringgebietes, der als statistischer Bezirk "Wilhelmitor Süd" abgegrenzt ist.
Mithilfe einer anfänglichen Explorationsphase soll in Einbeziehung des Quartiersmanagements evaluiert werden, inwiefern eine Unterversorgung der Gemeinwesenarbeit besteht. Inhaltliche Versorgungslücken sollen mit entsprechenden Mitteln u. Maßnahmen geschlossen werden. Durch Vernetzung sollen neue Handlungsmöglichkeiten erschlossen werden u. Maßnahmen im Quartier verankert werden.
Vor dem Hintergrund der Versuche von Rechtsextremen, den öffentlichen Raum im Quartier einzunehmen, sollen auch Möglichkeiten gefunden werden, um Toleranz u. ein friedliches Miteinander fortzusetzen.
Folgende Bausteine werden als Erhebungs- und Umsetzungsgrundlage zugrunde gelegt:
• Nachbarschaftsaktivitäten an öffentlichen Orten
- Garten ohne Grenzen, Frankfurter Platz, Jugendplatz Westbahnhof u.a.
• Beratung u. Aufklärung
- Arbeitsmarkt, Schule, Familie, Erziehung, Ernährung
• Bildung u. Freizeit
- Kunst, Kultur, Sport, Angebote f. Kinder
• Politische u. Allgemeine Bildung (Politik in Deutschland, EU, Kampf gegen Rechtsextremismus)
Das Projekt „WeRi AKTIV“ trägt zur Integration der Handlungsansätze bei und schafft bedarfsgerechte, generationsübergreifende Angebote für prioritäre Zielgruppen, um verschiedene Perspektiven in einen Austausch treten zu lassen. Das Projekt fördert gemeinsame Aktivitäten mit bestehenden Initiativen, um gemeinsam mit Migrantinnen der Nachbarschaft Ideen umzusetzen. Als Anlaufstelle für Verwaltungstätigkeiten u. Recherche dient ein Büro in der Innenstadt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die vielfältige soziale Infrastruktur des Westlichen Ringgebiets konnte während der Covid-19 Pandemie nur eingeschränkt genutzt werden. Die sozialen Kontakte in der Nachbarschaft wurden in allen Altersgruppen reduziert. In dieser Situation haben Rechtsextreme im Umfeld der Partei „Die Rechte“ versucht, durch Infostände, Demonstrationen, Einschüchterungen und auch die Ansiedlung im Stadtteil den öffentlichen Raum einzunehmen. Es kam zu regelmäßigen Polizeieinsätzen. Die Stadtteilkonferenz des Westlichen Ringgebietes reagierte mit der Initiative „Platz für Vielfalt“ am Frankfurter Platz. Ein weiteres Einsetzen für Toleranz und Vielfalt ist notwendig.
In dem Quartier bestehen weiterhin sozialräumliche Probleme, die sich durch Verdrängungseffekte für benachteiligte Anwohnergruppen verschärfen. Im Projektgebiet liegt der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund mit 34% höher als im Durchschnitt der Stadt Braunschweig (28,4%). Der Anteil an Personen in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II liegt mit 11,0% signifikant über dem Durchschnitt von Braunschweig (7,0%). Der Anteil ist an Arbeitslosen liegt bei 4.6 % (2,6% Braunschweig gesamt).
Wie kein anderer Stadtteil prägte die Industrie das "Westliche Ringgebiet". Infolge der Industrialisierung entstanden im Quartier ganze Wohnviertel für die Arbeiter. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kam für viele Fabriken das Ende: Konkurse, Werkschließungen und Massenentlassungen.
Durch den Abzug der Arbeiter wurden viele Wohnungen frei und in diese preiswerten Wohnungen zogen Gastarbeiter und Asylbewerber, es bildete sich ein multikulturelles Wohnviertel.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Wilhelmitor-Süd
Beschreibung
Das Projektgebiet Wilhelmitor-Süd ist der statistische Bezirk 11 der Stadt Braunschweig und umfasst den südlichen Teil des Stadtbezirks Westliches Ringgebietes. Das Gebiet wird im Nordwesten durch die Broitzemer Straße begrenzt. Im Norden grenzt es an den Madamenweg. Im Osten folgt die Grenze dem Verlauf des Flusses Oker bis zur Trasse der Eisenbahngleise zwischen Braunschweig Hbf-Vechelde im Süden. Im Westen wird das Gebiet durch die Autobahn A 391 begrenzt.
Einwohnerzahl
7975
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021 / Bundesagentur für Arbeit, Quartalsdaten Arbeitslose, SGB-II am 30.09.2021 Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Als nicht-investives Projekt trägt das Projekt zur Umsetzung des im Braunschweiger Zukunftsbild 2016 formulierten Handlungsauftrag „Kultur- und Bildungsangebote sowie generationsübergreifende Lern- und Freizeitangebote in den Quartieren für alle Bewohnerinnen und Bewohner schaffen“ bei. Als mögliche nächste Schritte wurden darin „Bestands- und Bedarfsanalyse von Angeboten durchführen; bestehende Orte und Angebote stärken und vernetzen; nach Bedarf neue Orte und Angebote definieren“ genannt.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021 / Bundesagentur für Arbeit, Quartalsdaten Arbeitslose, SGB-II am 30.09.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021 / Bundesagentur für Arbeit, Quartalsdaten Arbeitslose, SGB-II am 30.09.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz von Gemeinwesenarbeit entsprechend der Definition der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V., allerdings mit einer themen- und zielgruppenspezifischen Fokussierung. Die Durchführung des Projekts erfolgt in enger Abstimmung mit der Plankontor Quartiersmanagement GmbH, die von der Stadt Braunschweig mit dem Quartiersmanagement im Westlichen Ringgebiet beauftragt wurde.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
...es uns gelingt, in einen inhaltlichen Austausch mit anderen Braunschweiger Projekten der Gemeinwesenarbeit zu treten und gegenseitig von den Erfahrungen und Inhalten profitieren zu können
Kriterium
Beschreibung
...es uns gelingt, unser Vorhaben der Einbindung von Migrant*innen, Frauen und älteren Menschen im Quartier zu realisieren
Kriterium
Beschreibung
...es uns gelingt, im "Garten ohne Grenzen", der Keimzelle des Projekts, unter Beteiligung von Menschen unterschiedlicher Herkunft einen selbst verwalteten Beirat zu installieren
Kriterium
Beschreibung
...es uns gelingt, mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden Handlungskonzepte zur Förderung der beruflichen Integration von Menschen im Quartier auf den Weg zu bringen
Beschreibung
...es uns gelingt, gemeinsam Veranstaltungsformate mit den unterschiedlichen Bewohner*innengruppen zu entwickeln und diese gemeinsam durchzuführen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die südliche Hälfte des Braunschweiger Stadtbezirks 310 wurde 2001 als Sanierungsgebiet "Westliches Ringgebiet" förmlich festgelegt und in das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt“/ seit Anfang 2020 „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“) aufgenommen.
Die Stadt Braunschweig hat die plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH im September 2002 mit dem Quartiersmanagement beauftragt. 2002 wurde auch das Stadtteilbüro in der Hugo-Luther-Straße 60a eingerichtet, in dem plankontor integriert in das Quartierszentrum seither seinen Sitz hat.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mütterzentrum Braunschweig e.V. / MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche im westlichen Ringgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flickwerkstatt Werkstatt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielstube Hebbelstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum Schwedenheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement plankontor GmbH
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es wird angestrebt dass innerhalb des 3 Jahre das Angebot in der Bevölkerung verankert ist und weiterhin eine hohe Nachfrage für das Angebot besteht. Dies kann jedoch nur weiterhin mit zur Verfügung stehenden Personal weiter geführt werden. Aus diesem Grunde wird frühzeitig mit der Stadt Braunschweig so wie anderen Sponsoren darüber erhandelt werden die sich an der Finanzierung zur Verstetigung des Projektes beteiligen.
11. Medien
Galerie
Videos
2_078_24_film_garten-ohne-grenzen_klein.mp4
(131.93 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Soziales Zentrum Donner&Milch!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Bättig
2. Kurzbeschreibung
Rat und Tat, Treffen - Hören - Handeln
Projektbeschreibung
Die Nachbarschaft des seit 15 Jahren im Stadtteil angesiedelten ALSO-Zentrums rund um Milchstr. und Donnerschweer Str. hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Bewohnerschaft ist nicht nur gewachsen, sondern auch in ihrer sozialen Zusammensetzung heterogener geworden. Vor allem Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind neu hinzugezogen und der Anteil von Alleinerziehenden und älteren Menschen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Ein Wandel, der sich zwar in individuellen Begegnungen vor Ort zeigt, der aber im Quartier noch keinen gemeinsam geteilten, nicht-kommerziellen Raum der Begegnung und des Austausches findet.
Aufgrund der Geschäftsaufgabe eines Bistros, das direkt an die Räumlichkeiten der ALSO angrenzt, ergibt sich nun die große Chance, dass die ALSO für die Nachbarschaft zu einem Sozialen Zentrum heranwächst. Vom bisherigen Betreiber können wir Küche und Bistroräume übernehmen, die direkt an die Räume des im Haus angesiedelten Arbeitslosenzentrums angrenzen und die sich räumlich miteinander verbinden lassen.
Zwei bereits ehrenamtlich bei uns aktive Sozialarbeits- bzw. Migrationsberatungskräfte mit einschlägiger Erfahrung in der aktivierenden Quartiersarbeit sowie zwei ebenso ehrenamtlich bei uns aktive Frauen für den Küchen- und Cafébetrieb stehen bereit, um das Projekt „Soziales Zentrum“ zu einer lebendigen Begegnungsstätte für die Bewohnerschaft zu entwickeln: mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum für Ratsuchende und Beratende der Sozialberatung der ALSO, als Mittagsküche und Café, als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für Nachbar:innen, Migrant:innen, Bewohner:innen und Menschen aus dem Stadtteil. Darüber hinaus wollen wir Räume und offene Türen für Begegnung und Austausch und vor allem für Eigeninitiative der Besucher:innen schaffen, für kulturelle Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit lokal vernetzten Initiativen. Offene und niedrigschwellige Beratungsangebote (u. a. zu Gesundheit) könnten dazukommen, ohne die thematische Offenheit des Zentrums zu verlieren.
Die Lage des ALSO-Zentrums in einer verkehrsberuhigten Straße, die zugleich als eine Hauptverbindung zur Innenstadt fungiert, ist für unser Vorhaben sehr günstig, da sie sowohl zum Verweilen einlädt als auch eine hohe Sichtbarkeit in der Nachbarschaft ermöglicht. Ein neuer Ort für die Bewohnerschaft wird entstehen, um sichtbar füreinander zu werden, in Kontakt miteinander zu treten und gemeinsame Interessen und Themen zu finden und selbstbestimmt zu bearbeiten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In unseren täglichen Beratungen und Begegnungen vor Ort erleben wir zwar, welche Themen die Menschen bewegen, müssen zugleich aber auch das Fehlen von nicht-kommerziellen Begegnungsräumen feststellen.
Neben sprachlichen wie rechtlichen Herausforderungen gibt es einen über die Beratung hinausgehenden Bedarf nach ungezwungenen Aufenthaltsmöglichkeiten, nach Begegnung, Gespräch und Vernetzung sowie nach nicht-kommerziellen Angeboten (u.a. Mittagessen und Café).
Für die Bewohner:innen des Stadteils, insbesondere für Menschen aus den unterschiedlichen Lebenswelten – zugewandert, alleinerziehend, alleinstehend, älter oder erwerbsgemindert – fehlen Raum und Platz für Kontakte, Gespräche, gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative. Insbesondere für Alleinerziehende möchten wir ein kooperativ gestaltetes Angebot schaffen, um Sorgearbeit mit sozialem Austausch zu verbinden (z.B. in einem Eltern-Kind-Café). Und auch für ältere Alleinstehende wird ein niedrigschwelliger, barrierefreier Ort für gesellschaftliche Teilhabe entstehen, um der Gefahr der drohenden Vereinsamung zu begegnen.
Die bisher vorhandenen räumlichen Kapazitäten der ALSO in Verbindung mit der Schwerpunktsetzung auf Sozialberatung ließen eine solche sozialräumliche Öffnung bisher nicht zu. Durch die Übernahme der Bistro-Räumlichkeiten ist es nun möglich, neue Räume der Partizipation, Teilhabe und Selbstorganisation für und durch die Nachbarschaft aufzubauen und themenoffen wie niedrigschwellig zu gestalten. In der ALSO gibt es bereits ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige, die über sozialarbeiterische und pädagogische Qualifikationen und Vorerfahrungen verfügen und sich im neuen Sozialen Zentrum einbringen wollen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bahnhofsviertel - Bürgeresch - Donnerschwee
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Siedlungsbereiche 1e, 3a und 3b mit den Unterbezirken Bahnhofsviertel, Bürgeresch, Bürgerstraße, Wasserturm, Wehdestraße, Weser-Ems-Halle. Das Haus liegt allerdings sehr zentrumsnah, und die ALSO wird von Ratsuchenden aus dem gesamten Stadtgebiet aufgesucht, so dass wir mit Zulauf auch über die räumliche Abgrenzung hinaus rechnen.
Einwohnerzahl
16536
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(65 Jahre und älter)
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote Jahresdurchschnitt 2020
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote 15 - 25 Jahre, Jahresdurchschnitt 2020
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Eröffnung unseres Sozialen Zentrums "Donner&Milch" wollen wir einen neuen niedrigschwelligen und partizipativen Raum der Begegnung für die Nachbarschaft ermöglichen. Dieser erweitert das von der ALSO seit mehr als 15 Jahren verfolgte Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe nun stärker sozialräumlich, themenoffen und noch zielgruppenübergreifender. Das Fehlen eines solchen Begegnungsraums vor Ort erschwert bisher die Sichtbarkeit des sozialen Gefüges des Stadtteils und dessen Wandel in den vergangenen Jahren. Doch ohne Sichtbarkeit und offene Begegnung können weder vorhandene Ressourcen genutzt noch neue Kooperationsstrukturen in der Nachbarschaft entstehen. In der ALSO stehen mehrere Personen für die unterschiedlichen Bereiche dieser Arbeit professionell, aber auch ehrenamtlich bereit. Sie bringen einschlägige Berufs- bzw. praktische Erfahrungen u. a. auch aus ihrer Arbeit in der ALSO mit.
Das lokale Engagement und die Offenheit für die Herausforderungen und Chancen einer sich wandelnden Nachbarschaft verfolgen dabei das Ziel, die materiellen (Wohnraum etc.) wie auch immateriellen Bedingungen (u. a. Ermöglichung sozialer Beziehungen) vor Ort zu verbessern. Unser GWA-Ansatz fördert auf diesem Wege die Handlungsfähigkeit der Bewohnerschaft vor Ort zu einer eigenständigen und verantwortlichen Lebensgestaltung sowie zur gleichberechtigten Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen äußern im Sozialen Zentrum eigene Interessen und Themen, die sie im oder mit Hilfe der Strukturen des Sozialen Zentrums verfolgen möchten. Angebote des Sozialen Zentrums werden nachgefragt und von den Bewohner/innen aufgegriffen.
Kriterium
Beschreibung
Infrastruktur und Ressourcen des Sozialen Zentrums werden genutzt, um eigeninitiativ neue Begegnungsräume der Bewohner/innen zu selbstbestimmten Themen zu eröffnen und gemeinsame Handlungsfähigkeit wie Selbstwirksamkeit zu erleben.
Kriterium
Beschreibung
Wenn von der Bewohnerschaft durch das Soziale Zentrum gemeinsame Interessen bei selbstbestimmten Themen entdeckt werden und ihre bereits vorhandenen Ressourcen in Verbindung mit denen des Zentrums sichtbar, aktiviert und kooperativ genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Ratsuchende, Zugewanderte, Alleinerziehende, Ältere und Nachbar/innen sich im Zentrum begegnen, in Kontakt miteinander treten und gemeinsame Themen identifizieren und kooperative Bearbeitungswege diskutieren.
Beschreibung
Wenn aus dem Haus heraus Kooperationen zwischen Initiativen z. B. zur Sozialen Frage, dem Klimaschutz oder der Care-Ökonomie gibt, wobei sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Herkünften und Fähigkeiten in themengeleiteten Unternehmungen zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn das Soziale Zentrum ein zentraler Knotenpunkt sich entwickelnder neuer kooperativer Netzwerke in der Nachbarschaft geworden ist und sich in vorhandene Netzwerke in der Stadt, aber auch überregional (z. B. AK-gegen-Armut, Klima), einbinden kann.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Angebote im Haus wahrgenommen und von Nachbar/innen und Bewohner/innen aktiv mitgestaltet und neue Angebote initiiert werden, und das Zentrum als Ausgangspunkt auch von zentrumsunabhängigen gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen geworden ist.
Beschreibung
Wenn Angebote und Eigeninitiativen wie Beratung, Treffen, kulturelle Veranstaltungen, Mittagessen, Cafetrieb usw. stadtbekannt werden und die vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten des Zentrums regelmäßig angefragt, genutzt und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn es eine stadtweite Kooperation und Koordination von Stadtteilangeboten und Aktivitäten gibt, die soziale, kulturelle, städtebauliche, klimatische und Sorge-Aspekte miteinander verbindet und die Menschen nachbarschaftsübergreifend verbindet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Amt für Teilhabe und Soziales - Strategische Sozialplanung - Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbar/innen und Bewohner/innen aus dem Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Faire Mobilität - Arbeit & Leben Niedersachsen - Gewerkschaften - Schuldnerberatung des Paritätischen - Fachstellen zu physischer und psychischer Gewalt - Einrichtungen zur Schwangerenberatung - Frauenhäusern - Diakonisches Werk - Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es sollen während der Projektförderung in Abstimmung mit den zuständigen städtischen Behörden und den politischen Fraktionen im Stadtrat, aber auch über mögliche Förderungen des Landes Niedersachsen, durch Stiftungen und private Sponsoren nachhaltige Finanzierungmöglichkeiten über den Förderzeitraum hinaus entwickelt werden. Langjährige Erfahrungen mit fundraising und Spendenacquise sind in der ALSO vorhanden. Ein Ausbau und eine Verstetigung der ehrenamtlichen Arbeit im Haus wird angestrebt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Fitness im Viertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Florian Wiechmann
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Arbeite an dir und deinem Quartier!
Projektbeschreibung
Das Projekt „Fitness im Viertel – Arbeite an Dir und deinem Quartier“ bietet ein attraktives, niederschwelliges Sport- und Freizeitangebot, um schwererreichbare Jugendliche zu erreichen. Darauf aufbauend, sollen weitere Angebote mit den Jugendlichen und deren Familien erarbeitet und umgesetzt werden. Der Sport dient hier als Instrument, um einen Zugriff auf die Jugendlichen und Familien im Quartier zu erhalten.
Fitness im Viertel füllt in der Nordstadt diesbezüglich eine Lücke, die das Quartiersmanagement der Nordstadt gerne schließen möchte. Die Jugendlichen werden durch professionelles und geschultes Personal betreut und haben dadurch die Möglichkeit das FiV partizipativ mitzugestalten. Die Einbindung der Bewohner:innen des Quartiers ist hierbei elementar. Die räumliche und inhaltliche Gestaltung des Sozialraums und die Erarbeitung bedarfsgerechter Angebote kann nur mit der Zielgruppe erfolgreich sein.
Ziel soll es sein, über den Sport hinaus die Bewohner:innen des Stadtteils miteinander in Kontakt zu bringen. Es soll gemeinsam an den Problemen im Stadtteil gearbeitet werden, um Lösungen zu finden und die Lebenssituation zu verbessern.
Ein weiterer Effekt des Projektes ist das Entgegenwirken des Mangels an öffentlichen und kostenlosen Sportangeboten in der Nordstadt. Mitgliedsbeiträge für kommerzielle Sportangebote sind für die monetär schwachen Familien kaum aufzubringen. Fitness im Viertel wird kostenlos zugänglich sein. Der Sozialbericht der Stadt Hildesheim hat aufgezeigt, dass viele Menschen in der Nordstadt übergewichtig sind und Jugendliche motorische Einschränkungen durch Bewegungsmangel vorweisen. Viele Menschen kommen aus solch einer Situation ohne Unterstützung nicht heraus, hier möchte Fitness im Viertel eine helfende Hand sein und allen Bewohner:innen Möglichkeiten bieten etwas für sich und ihr Quartier zu tun.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Die Hildesheimer Nordstadt ist ein Problembezirk“, so lautet das ungeschönte Ergebnis des aktuellen Sozialberichts der Stadt Hildesheim. Dieser zeigt auf, dass in der Nordstadt viele Familien in prekären Wohnverhältnissen leben, die Kinderarmut und der Arbeitslosenanteil die höchsten Werte der Stadt erreichen. Insgesamt sind mehr als die Hälfte der Bewohner:innen dieses Quartiers von Armut betroffen.
Diese monetär schwachen Familien zu erreichen und mit ihnen gemeinsam eine Handlungsfähigkeit aus sich selbst heraus zu erarbeiten, ist das Ziel dieses Projektes im Quartier Nordstadt Hildesheim.
Das Pilotprojekt Fitness im Viertel hat bewiesen, einen Zugang zu schwer erreichbaren Jugendlichen zu ermöglichen und darüber hinaus in die Familien einzuwirken. Die Methode ist ein kostenloses und attraktives Sport- und Freizeitangebot. Aus diesem niederschwelligen Basis-Angebot sollen weitere bedarfsgerechte Angebote mit den Bewohner:innen des Quartiers erarbeitet und geschaffen werden.
Der Cluster e.V. betreibt derzeit das Pilotprojekt in der Oststadt Hildesheims, das im Sommer 2022 endet. Jedoch besteht vielfach der Wunsch dieses Leuchtturmprojekt weiterzuführen. Sowohl die Stadt Hildesheim als auch das Quartiersmanagement der Nordstadt begrüßen den Umzug des Projekts in die Nordstadt. „Es füllt ein Vakuum im Portfolio des Angebots im Quartier“, so der Quartiersmanager Frank Auracher.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Südliche Grenze: Die Bahnlinien
Östliche Grenze: Der Kennedydamm
Nördliche Grenze: Lerchenkamp/Mastbergstraße
Westliche Grenze: Münchewiese/Römerring
Einwohnerzahl
11053
Quelle / Anmerkungen
Status-Quo-Prognose StadtRegion
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hildesheim 2019
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hildesheim 2019
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartiersgrenzen_grafik.pdf
(1.61 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die partizipative Gestaltung des Projekts, entsteht eine enge Vernetzung innerhalb sowie zwischen der Zielgruppe und den Projektbeteiligten. Dadurch wird eine Verbesserung der sozialen Beziehungen angestrebt. Die Besucher:innen haben die Möglichkeit das FiV als sicheren Sozialraum zu nutzen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und zu entfalten.
Die Sportangebote dienen nicht nur der Vernetzung und Steigerung der Aktivität, besonders können hier den Jugendlichen und ihren Familien bereits vorhandene (Hilfe)Strukturen näher gebracht werden die bisher aus kulturellen oder sozialen Ängsten nicht genutzt wurden. Über die Sportangebote mit den Jugendlichen werden niedrigschwellige Kontakte zu den Familien geknüpft. Dies bietet die Möglichkeit sich über Ziele, Ausbildungswünsche, Problemlagen der Familien etc. zu unterhalten. So werden durch beständig anwesende Kontaktpersonen in den Angeboten, verlässliche Vertrauenspersonen für die Jugendlichen. Verfolgt wird ein niedrigschwelliger GWA Case Management Ansatz in dem die Kontaktpersonen Kinder und Jugendliche auch in ersten Wegen zur Schule, Informellen Treffpunkten im Stadtteil etc. begleiten. Über den intensiven Kontakt zu den Jugendlichen ergeben sich immer mehr Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme in die Familien und die Vermittlung von Beratungs-, Hilfs- und Kulturangeboten aus dem Stadtteil. Gleichzeitig können sich diese Angebote in den Räumen des Fitness im Viertel vorstellen und so den Jugendlichen bekannt machen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch die partizipative Gestaltung haben die Bewohner:innen die Möglichkeit das FiV zu ihrem sicheren Sozialraum zu machen. Mindestens 150 Bewohner:innen des Quartiers nehmen regelmäßig Angebote wahr.
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendlichen mehr auf ihre eigene Handlungsfähigkeit zurückgreifen und eigene Problme und Lösungen miteinbringen.
Kriterium
Beschreibung
Die Stärken vor Ort werden genutzt, wenn die Individualität der einzelnen Bewohner:innen gesehen wird und durch Teilhabe am Projek gelingt.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard wird erreicht, wenn über die Zielgruppe hinaus Interesse, Partizipation und Teilhabe am Projekt zu erkennen ist.
Beschreibung
Durch die Kooperationen mit anderen Jugendeinrichtungen und Vereinen gelingt ein übergreifener Austausch der für die Entwicklung des Projekts wichtig ist.
Beschreibung
Es werden mindestens 5 neue Kooperationen geschlossen. Schulen bieten Nachmittagsangebote im FiV an. mindestens 5 Einrichtungen der lokalen Jugend(sozial-)arbeit nutzen vor Ort die Aushang- und Werbemöglichkeiten.
Kriterium
Beschreibung
Durch Partizipation und Teilhabe haben die Bewohner:innen die Möglichkeit die Nachbarschaft besser kennenzulernen und ein Zusammenleben lebendiger zu gestalten.
Beschreibung
Erreicht wird der Standard, wenn ein Großteil der Zielgruppe nachhaltig über Hilfestruktren informiert wird und das FiV zu einer Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.
Kriterium
Beschreibung
Das FiV wirkt selbst als soziale Infrastruktur und ergänzt das vorhande QM im Bereich Jugendarbeit durch öffentliche und kostenlose Sport- und Beratungsagebote.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 10 Wochenstunden, anteilig durch die Stadt, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Vereins, der einige Aufgaben in der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernommen hat. Mit weiteren 4 Wochenstunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Wochenstunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Im Bereich Stadtkultur der Kulturfabrik ist eine bis Ende 2021 befristete Stelle mit 25 Wochenstunden geschaffen. Die Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung.
Insbesondere der Aufbau von langfristigen Kooperationen und direktes Kommunizieren mit
Anwohner*innen ist so kaum möglich und aktuell lediglich durch Ehrenamt zu leisten. Daher ist das Projekt Fitness im Viertel als ergänzender Baustein zu den vorhandenen Aktivitäten zu betrachten. Durch die Fokussierung auf eine bestimmte, bisher wenig zugängliche Zielgruppe – Jugendliche – und durch die besondere Art der Ansprache – Sport – schließt das FiV eine Lücke.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
NORDSTADT.MEHR.WERT. - Stadtteilbüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim Stadtplanung und Stadtsanierung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltige Verankerung in den kommunalen Strukturen in drei Säulen:
1. Bildung des "Hilfenetzwerk Nord" Trägertreffen - hier werden die Hilfe- und Beratungsstrukturen in einem monatlichen Netzwerktreffen zusammen geführt um die Arbeit besser aufeinander abzustimmen und zu sichern.
2. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro Nordstadt.Mehr.Wert
3. Die Nutzung und Finanzierung des Fitnessstudios für Träger der Erziehung und das Jugendamt durch Soziale Gruppenarbeit(§29 SGBVIII)
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ein Ort mit zwei Lebenswelten: Steyerberg und der Lebensgarten treten in Verbindung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Lamers
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zwei Lebenswelten treten in Verbindung
Projektbeschreibung
Zur Umsetzung unserer Vision in Steyerberg bilden wir in einem Auftakttreffen die "Vertrauens- und Aktivierungsgruppe" (VAG). Wir kommen aus der AG Nachhaltigkeit, Heimatverein, Stadtpolitik und -gemeinde, dem Lebensgarten e.V. sowie Achtsamkeit & Verständigung e.V.. Als strategische Akteure des Ortskerns und Lebensgartens bilden wir die Kerngruppe, die weitere Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen aktiviert, um sie als VAG-Akteure in die Nachbarschaftsinitiative zu integrieren. Da beide Quartiere über starke Vereinsstrukturen verfügen, nutzen wir diese als Ressource. Auf diese Weise vergrößert sich das Engagement konzentrisch und bringt zugleich Verein wie Nachbar beider Quartiere zusammen. Hierin liegt unsere zentrale Strategie des Vernetzens, Aktivierens und schließlich des Versöhnens.
Hauptverantwortliche für die Planung und operative Umsetzung der Maßnahmen sind die Projektleitung und -koordination, die von den VAG-Akteuren unterstützt werden. Sie sind zentrale Ansprechpartner für die Menschen beider Quartiere und der VAGs, die bei PR, Organisation sowie Vertrauen und Aktivierung unterstützen.
Ziel unserer Initiative ist es, die Menschen beider Quartiere zu einem eigenen GWA-Nachbarschaftsprojekt zu gewinnen. Dazu schaffen wir im 1. Jahr eine Sensibilisierung für beide Lebenswelten. Ein Osterfest mit Tauschbörsen zu Saatgut sowie eine aktivierende Befragung schaffen Kommunikation und Beteiligung, während die Umfrageergebnisse das weitere Vorgehen bestimmen. Diese werden auf einem sommerfestlichen Erlebnisspaziergang durch beide Quartiere im Kontext der Wirklichkeit erlebbar. Ein Planwagen ermöglicht zudem Teilhabe für Ältere.
Maßnahme im 2. Jahr ist die Errichtung eines "Erzählcafés" im Ortskern. Neben dem bereits Bestehenden im Lebensgarten dienen sie als Quartiersforum und Sozialraum zur Etablierung einer gemeinsamen kommunikativen Alltagspraxis: Stereotype über den 'Anderen' der jeweiligen Lebenswelt wahrnehmen, abbauen und gemeinsame Normen und Werte aufdecken. Zusammen mit internationalen Freiwilligen führen wir ein Anti-Bias-Training mithilfe eines methodischen Erzählcafés durch. Hinzu kommen Kinoabende, Kunst- und Fotoausstellung, welche die Festlichkeiten reflektieren.
Im 3. Jahr arbeiten wir mit einem GWA-Beteiligungsprojekt der Nachbarn auf Basis der Umfrage auf eine Verstetigung des Projektes hin. Alle GWA-Ergebnisse werden auf einem abschließenden Erntedankfest präsentiert. Ein Abschlusstreffen der VAG-Akteure evaluiert das Projekt.
Laufzeit
2022-10-04 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Zwei Kilometer nördlich des Ortskerns von Steyerberg liegt am Ortsrand die Gemeinschaftssiedlung „Lebensgarten“. Im ehemals größten Zwangsarbeiterlager der 1938 gegründeten Rüstungsfabrik EIBIA siedelten sich in den 1980ern Intellektuelle, wie das Professorenehepaar Kennedy, KünstlerInnen und Visionäre des sozio-ökologischen Wandels an. Sie haben den Permakulturpark (spätere PaLS gGmbH) als Forschungs- und Demonstrationsprojekt für nachhaltige Landwirtschaft oder die erste norddeutsche Stromladestelle für E-Autos realisiert. Dieses Lebensgemeinschaftsprojekt hat heute noch eine Leuchtturmwirkung. Die Warteliste für den Zuzug junger, (inter-)nationaler Familien ist lang. Um die hohe Nachfrage an Wohnraum zu decken, ist ein erweiterbares Smallhouse-Projekt nach traditionell japanischer Modulbauweise geplant. Doch im nahegelegenen Ortskern herrscht dagegen Wohnleerstand. Abwanderung junger Menschen, Mangel an attraktiver Bildung und hochqualifizierter Kräfte stellen den demografischen Wandel vor Herausforderungen. Diese Trennung der zwei Lebensräume ist historisch gewachsen, denn die neuen Siedler kamen, um eine konventionelle Gesellschaft zu verlassen. Ein Klima von Misstrauen, Abgrenzung und Polarisierung beider Quartiere entstand. Jedoch haben wir die Vision von einem Ort, in dem Jung wie Alt beisammenleben, in dem jedermanns Idee gehört und genutzt wird. Für diese Verflechtung haben wir zentrale Partner aus Kommune und Zivilgesellschaft beider Quartiere für eine GWA-Nachbarschaftsinitiative gewonnen. Wir Akteure aus Verein, Lebensgarten und Stadt bilden eine Kerngruppe, die nachbarschaftliches Vertrauen schaffen und zu Partizipation aktivieren will.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Nachbarn und Akteure aus Vereinen, Politik und Stadtgemeinde verfolgen wir einen holistischen, integrativen Ansatz: ressortübergreifend bilden wir eine Initiative aus den Ressourcen der BürgerInnen heraus, um ein verbessertes Zusammenleben nach dem Bedarf des Gemeinwesens zu erreichen. Damit erwächst unser Anliegen einer verbesserten Nachbarschaft aus der gesellschaftlichen Basis heraus und schließt zugleich Vertreter aus Stadtverwaltung und -politik ein. Folglich ergibt sich eine spiral-vertikale Denk- und Wirkrichtung, die eine nachhaltige GWA-Struktur gewährleistet. Dies wird zudem durch die Vertretung beider Quartiere im VAG-Kernteam sichergestellt (spiral-horizontale Denk- und Wirkrichtung). Ergebnis ist eine multidirektionale Vernetzung zw. Institutionen sowie BürgerInnen beider Quartiere, die durch die gemeinsame Reflexion stereotypisierter Lebenswelten entstanden sein wird. Damit diese Reflexion zw. den unterschiedlichen Sozialräumen gelingen kann, bieten wir Beteiligungsmöglichkeiten in vielfältigen Maßnahmen von Anbeginn des Projektes an, als auch nach dem Bedarf des Gemeinwesens in Form eines eigenen GWA-Nachbarschaftsprojektes. Da internationale Vielfalt nach unserem Verständnis eine kulturelle Ressource ist, aktivieren wir diesen Aspekt durch die Einbindung von ESC-Freiwilligen, die nicht nur eine starke Wirkung in der Überwindung eines direkten Austauschs ausüben können, sondern auch auf die Integration der (in Steyerberg wenigen) migrantischen BürgerInnen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen auf das Projekt aufmerksam geworden sind, sich im Austauschforum beteiligen, sukzessiv zur Projektbeteiligung gewonnen & ihre Ideen in der VAG eingebracht haben & als GWA-Nachbarschaftsprojekt umgesetzt worden sind.
Kriterium
Beschreibung
eine breite generationsübergreifende Umfragebeteiligung, sich ein internationaler (ESC-Freiwillige aktiviert auch MigrantInnen) & generationsübergreifneder & interdisziplinärer Beteiligungsanteil in den beschreibenen Maßnahmen gezeigt hat.
Beschreibung
die Nachbarn beider Quartiere mit Unterstützung des VAG-Kernteams eigene Projektidee(n) entwickeln, planen & umsetzen; bestenfalls sogar ein Engagement über den Projektzeitraum hinaus entwickeln.
Kriterium
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die VAG vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume abzubauen & Nachbarn einzubeziehen; Vernetzung auf Homepage von Lebensgarten, Stadt & Vereinen sichtbar gemacht ist; Quartiersforum genutzt wird.
Kriterium
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die Maßnahmen der VAG miteinander vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume durch Beteiligung abzubauen; Vereine ein Selbstverständnis als Begegnungsraum beider Quartiere entwickelt haben.
Kriterium
Beschreibung
das Quartiersforum von Nachbarn beider Quartiere für Engagements angenommen worden ist; das GWA-Beteiligungsprojekt durch Nachbarn & Vereine beider Quartiere auf Basis der Umfrage umgeszt werden konnte; entstandene Ideen zur Projektvestetigung führen.
Beschreibung
Die sich stetig erweiterende VAG bildet sich aus Nachbarn & Vertretern unterschiedlicher Vereine sowie Vertretern der Stadt. Die Einbeziehung von ESC-Freiwilligen bildet an dieser Stelle auch einen interkulturellen Aspekt ab.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Steyerberg e.V. (starker Projektpartner zur Bildung identitätsstiftender Aktivitäten mit dem Ort: generationsübergreifende Aktivitäten, räumliche Ressourcen etc.; Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen))
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AG Nachhaltigkeit (Bürgerinitiative Steyerbergs mit den Themenschwerpunkten "Demografie, Teilhabe, Gender" u.a.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klimabüro der Gemeinde Steyerberg (bei Bedarf Flächenbereitstellung für einen Teilhabe-Garten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung von MigrantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familien- und Seniorenbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung marginalisierter Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evang. Pfarrgemeinde St. Katharinen Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KonfirmandInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebensgarten Steyerberg e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Achtsamkeit und Verständigung (AVev) e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen; Unterstützung bei der Friedens- und Konfliktarbeit; Moderation der Maßnahmen in Jahr 2)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg (PaLS) gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KulturImpuls Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Steyerberg e.V. (Unterstützung bei Osterfest (Feuer) u. Erlebnisspaziergang (ggf. Sicherung der Straße für Planwagen) (Jahr 1))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KommunikantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauenchor Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Steyerberg (Aktivierung für Maßnahmen u. pädagogische Unterstützung in Jahr 2; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fanfarenzug Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehrkapelle Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; kulturelle Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Choka Sangha e.V. - Zen & Permakultur (Unterstützung bei Friedens- und Konfliktarbeit; Vernetzung mit Kirchengemeinde über Themen der Kontemplation/Meditation)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Harke (Regionalzeitung zur Veröffentlichung des Projektes und seiner Aktivitäten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freie Schule Mittelweser ((kultur-)pädagogische Unterstützung in Jahr 1 u. 2; Aktivierung von Jugendlichen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herr Hans-Jürgen Weber (ehem. Bürgermeister der Gemeinde Steyerberg (CDU) und Vorsitzender der AG Nachhaltigkeit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reit- und Fahrverein Steyerberg e.V. (stellt seinen Planwagen zur Verfügung, um ältere Menschen beim Erlebnisspaziergang (Jahr 1, Ziel 3) zw. den Quartieren zu befördern)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aktueller Stand: Kooperationszusicherung strategischer ProjektpartnerInnen: AG Nachhaltigkeit mit Themenschwerpunkt "Demographie & Teilhabe", Vorsitzende sind eh. Bürgermeister & Stabstellenleiterin Klima; Stadt Steyerberg; Lebensgarten e.V.; Heimatverein Steyerberg e.V.; Achtsamkeit & Verständigung e.V.
Pläne: Verstetigung aus Nachbarschaftsinitiative selbst heraus & Ausweitung auf Gemeinde; langfristige Kooperation im Laufe der Projektarbeit mit bestehenden & weiteren strategischen Partnern
11. Medien
Galerie
Videos
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13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On