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Stadtteilkultur

Bunt zusammengesetzt

Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
Organisation Sprotte e. V.
Funktion Geschäftsführerin
Ein interkultureller und intergenerativer Treff-Garten mit Pavillon für die Lehmwandlung
Projektbeschreibung
Schaffung eines öffentlichen Platzes der Begegnung zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch Aufwertung einer vorhandenen Sitzgruppe an der Hauptstraße der Lehmwandlung als selbstgenutzter und angeleiteter Treffpunkt für Menschen aus dem Quartier. Als Gemeinschaftsprojekt soll die bisherige Fläche mit Sitzgruppe nach einer Planphase mit Ideen und unter Beteiligung der Bewohnenden ertüchtigt werden. Nach der gemeinsamen Umgestaltung als Phase des gemeinsamen Kennenlernens sollen dort neben den bisher überwiegend selbstorganisierten Treffen Angebote für Kinder- und Jugendliche, Erwachsene und Ältere aus allen Kulturen stattfinden, gemeinsame und spezifische Angebote, kreative und gärtnerische, aber auch gesundheitssportliche Treffen sollen Menschen erreichen, die bisher kaum oder schwer Zugang in das Begegnungszentrum finden und auch die große Sport-und Freizeitfläche im Gebiet nicht nutzen. Hauptamtliche Sozialarbeitende, Erziehende und Fachkräfte aus der Senioren-/Begleitungsarbeit werden "aufsuchend" vor Ort sein, anlassbezogen für Beratung zur Verfügung stehen, an den selbstorganisierten Treffen teilnehmen und diese auffordernd unterstützen, um die bereits gebildeten Nutzendengruppen aufzulockern, neue Nachbarschaftsgruppen zu ermöglichen, Konflikten abzubauen und Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier zu verbessern und durch die stärkere, organisierte Nutzung das Wohnumfeldes verbessern und kriminalpräventiv wirken. Mit diesem Projekt setzt der Sprotte-Verein eine Anregung aus der Bewohnerschaft, vor allem aus dem zahlreichen Geschosswohnungsbau um, die im Corona-Jahr die Bedeutung öffentlicher Aufenthaltsorte an der frischen Luft als neue Möglichkeit des Zusammentreffens für sich entdeckt haben und sich aus nachvollziehbaren Gründen z. B. eine Überdachung wünschen, um diesen Platz wetterunabhängig nutzen zu können. Der Verein wiederum möchte den Ort nutzen, um offensiv neue Kontakte mit und unter den Bewohnenden zu knüpfen und das Aktions-und Beratungsangebot niedrigschwellig auszubauen. Außerdem soll durch die Nutzung und Pflege der gemeinschaftlichen Fläche ein besseres Bewusstsein für Verantwortung im Wohnumfeld entstehen. In einer ersten Phase sollen über verschiedene Beteiligungsmethoden die Bewohnenden an der Planung beteiligt werden, danach der Umbau gemeinschaftlich stattfinden und die Fläche für alle gleichberechtigt nutzbar gemacht werden
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
In einem BiWAQ-Projekt wurden 2017 auf einer Grünfläche (85 m²) an der Hauptstraße des Quartiers eine offene Sitzecke mit Tisch und Bänken und zwei Gemeinschaftsbeete angelegt, die über die Jahre durch ehrenamtliche Pflege des Sprotte e.V. erhalten werden konnten und von unterschiedlichen Kultur- und Altersgruppen zu verschiedenen Zeiten genutzt wird. Im Corona-Jahr 2020 kam diesem Platz vor allem für die zahlreichen Bewohnenden des Quartiers aus den Wohnungen des Geschosswohnungsbaus als Corona-gerechter Aufenthaltsplatz eine besondere Bedeutung zu. Viele Wohnungen sind stark belegt, verfügen über kleine/ keine Balkone, im Wohnumfeld wurden Sitzmöbel entfernt, Spielplätze abgesperrt. Durch den Wegfall aller Aktivitäten mangelt es an gemeinsamen Tun. Aus der verstärkten Nutzung ergaben sich schnell Nutzungskonflikte, vor allem zwischen den verschiedenen Kulturgruppen, die sich durch Zuzug neuer Bewohnender ohne Kenntnis der Gepflogenheiten und Sitten verschlimmerten. Das Areal offen und kann nur bei trockenem Wetter genutzt werden. Seitens der Kommune soll dieses Areal geräumt werden, die Bewohnenden nutzen die Sitzgruppe intensiv und möchten das Areal aufwerten, mehr Sitzgelegenheiten schaffen, überdachen und neue Beete anlegen. Sprotte e.V. möchte gemeinsam mit der MSO "Menschen helfen Menschen e.V“ über einen gemeinsamen Planungsprozess mit den Bewohnenden die aktive Aufwertung, Gesprächsanlässe und gemeinsame Aktionen anbieten, notwendige Aktivierung und Eigeninitiative forcieren und die Situation in der Nachbarschaft und unter den Bewohnenden befrieden. Das Gebiet verfügt über eine 10.000 m² große Sport-und Freizeitfläche, ruhige Treffmöglichkeiten sind jedoch rar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Lehmwandlung
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt zentral im durch Geschosswohnungsbau geprägten südöstlichen Teil der Lehmwandlung. Die Lehmwandlung hat eine Gebietsfläche von 1,22 km², 4305 EW und eine Bevölkerungsdichte von 3528,68 EW/km² (Gesamtstadt 502)
Einwohnerzahl
4305
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt/ Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
GWA/QM-Ansatz
Sprotte e.V. arbeitet nach den 10 durch die LAG definierten Handlungsfeldern der Gemeinwesenarbeit und verfolgt mit dem Projekt die Handlungsfelder Wohnumfeld, Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen, der Stadtteilkultur und Imageverbesserung. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Grund der Konfliktlage im Wohnumfeld im Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen. Das Projekt soll einen neutralen Begegnungsraum schaffen und so zum besseren und eigenständigen Zusammenleben beitragen, der Zusammenhalt der Bewohnenden stärken und Offenheit für Akzeptanz und Anerkennung erhöhen. Wir sorgen mit Angeboten für Begegnung und Kommunikation, möchten Fähigkeiten des Konfliktmanagements vermitteln und verstärken und mit Spaß und Leidenschaft für gemeinsames Tun den nachbarschaftlichen Zusammenhalt beleben. Durch die neue, neutrale Fläche wollen wir den Zugang zu sozialer Infrastruktur im Gebiet erleichtern und Vertrauen in die bereits bestehenden Einrichtungen schaffen, niedrigschwellig Menschen "auf der Straße" ansprechen und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Bedarfe der Bewohnenden zur Nutzung öffentlicher Flächen analysieren und zu einem gemeinsamen Konzept entwickeln. Die Maßnahme trägt zur Wohnumfeldverbesserung bei und soll durch den gärntnerischen Anteil (Beete und Infotafeln) eine bereits vorhandene Fläche höher qualifizieren, gleichzeitig den Blick auf die Umwelt richten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die bestehenden Konflikte zu befrieden und durch neue, noch unbesetzte Plätze und Angebote, gemeinsame Aktionen und Aktivitäten das WIR-Gefühl zu stärken, neue Nachbarschaftsnetzwerke zu bilden und Diversität eine Bereicherung ist.
Beschreibung
es gelingt, den Platz gemeinsam so zu beleben und zu nutzen, dass es stadtseitig nicht als kritisch angesehen wird und der Wunsch der Bewohnenden nach Ausbau und Ertüchtigung respektiert wird und erfolgreich dem Abbau entgegensteht
Beschreibung
sich eine Gruppe gefestigt hat und durch Einzelpersonen ergänzt wird, die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Platz für alle offen und nutzbar bleib und ein friedliches Neben- oder Miteinander das Wohnumfeld bereichert.
Beschreibung
wenn durch den zusätzlichen Treffpunkt ein neuer "dritter Ort" im Gebiet entstanden ist, der für viele Aktivitäten genutzt werden kann.
Vorhandene Strukturen
Der Sprotte e.V. ist ein aus bürgerschaftlichem Engagement entstandener Verein, der seit 2006 ehrenamtlich im Feld der Gemeinwesenarbeit im ehemaligen Soziale Stadt-Gebiet Lehmwandlung aktiv ist. Seit 2010 führen wir im Auftrag der Stadt Nienburg die Gemeinwesenarbeit des Gebietes auch hauptamtlich aus, bieten Bildungs- und Beratungsangebote, sind Ansprechpartner*innen für die Anliegen und Ideen und Bedarfe aus der Gebietsbevölkerung. Gut eingeführte und stetig ausgebaute Strukturen, langjähriges Vertrauen aus erfolgreicher Unterstützung und Beratung verleihen der GWA, aber auch den anderen Aktivitäten des Vereins eine hohe Akzeptanz in der inhomogenen Bevölkerung. Als neutrale und gebietsparteiische Einrichtung stellen wir das Haus und alle seine Möglichkeiten und die hohen Qualifikationen und interkulturellen Fähigkeiten des Teams in unseren Netzwerken auch anderen Organisationen und Einrichtungen zur Verfügung, arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich in der Entwicklung und Fortentwicklung eines besseren und für alle gerechten Gebietsumfeldes und für mehr Teilhabe an Gesellschaft, Erwerbsarbeit und Bildung. Wir motivieren zu Selbstorganisation und ermutigen zu eigenständigem und am Ende auch selbstbestimmtem Leben, vor allem nach Lebenskrisen, Flucht oder familiären Schicksalsschlägen. Wir sind die Kümmerer vor Ort und begleiten Kinder inzwischen von der Krabbelgruppe bis zu Abitur und Studium. Wir machen Zusammenleben besser, Eltern stolz und geben Menschen Perspektive.
Nachhaltigkeit
Das gelungene Projekt braucht im Anschluss an die Förderung etwa 5.000 € jährlich, um Sachkosten und Ehrenamtspauschalen zu decken und ist neben Spenden, die der Verein dafür aus einem festen Unterstützendem -Pool generiert über den Etat der Gemeinwesenarbeit des Sprotte e.V. dauerhaft abgesichert.
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FriedlandGarten - Ort der Begegnung

Ansprechpartner
Bettina Bruder
Funktion Verwaltungsfachkraft
Der solidarische Nachbarschaftsgarten für mehr Miteinander und Vielfalt in Friedland
Projektbeschreibung
Mit dem solidarischen Nachbarschaftsgarten für mehr Miteinander und Vielfalt in Friedland wird ein Ort der Begegnung und Verständigung von der Gemeinde Friedland geschaffen. Dabei baut das Projekt auf den Erfahrungen der LEB in den Jahren 2017-2020 auf. Die für die Gemeinde, ihre Bewohner und zeitweiligen Gäste im Grenzdurchgangslager Friedland wichtige Begegnungsstätte wird von einer Überbrückungsfinanzierung auf langfristige, stabile Füße gestellt. Wichtigste Aufgabe des Gartens ist es, Angebote für Einwohner der Gemeinde Friedland und Bewohner des Grenzdurchgangslagers zu schaffen, die einen Beitrag zu besserer Verständigung, einer Begegnung auf Augenhöhe, einem Kennenlernen der gegenseitigen Kulturen und einem gemeinsamen Erleben und Gestalten des Gartens leisten. Für die Bewohner des Grenzdurchgangslagers bedeutet der Garten eine Möglichkeit zu sinnstiftender Beschäftigung, eine Möglichkeit aktiv zu werden und einen Freiraum in der Zeit des Übergangs. Der Garten bietet die Möglichkeit anzukommen, sich willkommen zu fühlen und erste Schritte der Integration zu gehen. Dabei können ganz unabhängig von Sprache und Beschäftigungsverhältnissen die eigenen Kompetenzen aus dem Herkunftsland eingebracht werden. Der Garten setzt dabei auf Kooperation mit anderen Einrichtungen in der Gemeinde. Eine besondere Bedeutung haben dabei das Grenzdurchgangslager und die auf dem Gelände befindlichen Einrichtungen. Zudem steht der FriedlandGarten in engem Austausch mit weiteren sozialen Einrichtungen der Gemeinde Friedland, so z. B. dem Kinder- und Jugendbüro, dem Familienzentrum, der Gleichstellungsbeauftragten, den Kindergärten (in evangelischer und katholischer Trägerschaft), der Leinetal-Grundschule, der Carl-Friedrich Gauss-Gesamtschule in Groß Schneen, dem Museum Friedland, dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) in Reinhausen. Auf Landkreisebene wird mit der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe in Göttingen und der Familienbildungsstätte zusammengearbeitet. Bei den eingesetzten Methoden handelt es sich vornehmlich um niedrigschwellige Angebote, um konkretere Angebote für einzelne Zielgruppen, aber auch Angebote zur Stärkung der persönlichen Ebene. Hinzu kommen das Versenden eines regelmäßigen Newsletters und weitere Öffentlichkeitsarbeit. Für die Mitarbeitenden sind bedarfsorientierte Fortbildungen eingeplant.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Gemeinde Friedland ist eine Gemeinde im Landkreis Göttingen im südlichsten Zipfel Niedersachsens nahe dem Drei-Länder-Eck mit Hessen und Thüringen. Der Name wurde auf alle 14 umliegenden Dorfgemeinden übertragen, der Verwaltungssitz liegt in Groß Schneen. Friedland ist seit Jahrzehnten geprägt durch das Lager Friedland. Das Grenzdurchgangslager (GDL) verfügt heute über eine Aufnahmekapazität von 820 Plätzen. Es werden unterschiedliche Personengruppen am Standort untergebracht, die zwischen 1-2 Wochen und max. 3 Monate, bleiben, bevor die Weiterreise in andere Bundesländer oder in andere Kommunen Niedersachsens erfolgt. Diese lange Tradition der Aufnahme verschiedener Menschen mit Flüchtlings- oder Migrationshintergrund, oft nur für eine kurze Zeit, prägt die Ausgangslage in der Gemeinde Friedland. Bei 13.016 Einwohnern, machen die Bewohner des GDL bis zu sieben Prozent der Einwohner aus. Friedland ist für viele der GDL-Bewohner die erste Station in Deutschland, aber die wenigsten bleiben. Das bedeutet, dass der Aufenthalt in Friedland aus Bewohnerperspektive mit großen Unsicherheiten verbunden ist. Es gibt einzelne Angebote für die Bewohner, aber langfristige Perspektiven wie z. B. Arbeitsgelegenheiten u. ä. gibt es nicht. Für die Einwohner Friedlands gibt es wenig Gelegenheit, mit den GDL-Bewohnern in Kontakt zu kommen, häufig sind Begegnungen eher distanziert und skeptisch. Gleichzeitig ist eine breite Akzeptanz des GDL und seiner Bewohner enorm wichtig für die Gemeinde, um Konflikte zu vermeiden und die positiven Effekte des GDL zu erhalten, wie z. B. einen größeren Gemeindehaushalt und Landes- bzw. Bundesgelder sowie Arbeitsplätze in der Gemeinde.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Friedland / Ortsteil Friedland mit Grenzdurchgangslager
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Friedland mit den bis zu 820 Bewohnern des GDL, den 1318 Einwohnern des Ortsteil Friedland und den 13.016 Einwohnern der Gemeinde Friedland insgesamt. Wesentliche Bestandteile des Gebietes für das Projekt sind die sozialen Einrichtungen der Gemeinde. Das Gelände des FriedlandGarten umfasst 0,8 ha östlich der Leine. Der ehemalige Obstgarten eines Biolandbetriebs wurde zu einem Gemeinschaftsgarten umfunktioniert.
Einwohnerzahl
1318
Quelle / Anmerkungen
http://www.statistik.niedersachsen.de
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Gemeinde Friedland, und insbesondere der Ortsteil Friedland sind geprägt vom GDL und seinen Bewohnern. Zu den 1.318 Einwohnern des Ortsteils Friedland kommen bis zu 820 GDL-Bewohner, die meist nur zwischen 1-2 Wochen bis max. jedoch 3 Monate in Friedland bleiben. Diese machen einen Anteil von knapp 40% aller Bewohner aus, was die Gemeinde Friedland und den Ortsteil Friedland vor besondere Herausforderungen stellt. Die Gemeinde Friedland hat schon lange Erfahrungen mit einer großen Erstaufnahmeeinrichtung, sie gehört mit zur Identität der Gemeinde als „Tor zur Freiheit“. Da die Menschen aber nicht lange bleiben, gibt es wenig Gelegenheiten in Kontakt zu kommen. Das GDL zieht sich mitten durch das Dorf, ist aber nicht wirklich zugänglich für die Einwohner. Häufig sind die Begegnungen mit den GDL-Bewohnern eher distanziert und skeptisch. Dennoch bietet das GDL auch Chancen für die Gemeinde, weshalb sie auf eine gute Akzeptanz des GDL seitens der Bevölkerung angewiesen ist.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt geht es darum, den Menschen in Friedland Möglichkeiten zur Begegnung, zur Kontaktaufnahme und zum gegenseitigen Kennenlernen der Kulturen niht nur mit den GDL-Bewohnern, sondern auch mit anderen Einwohnern Friedlands anzubieten. Dabei stehen ein wertschätzender Umgang mit einander, die Anerkennung der Erfahrungen des Gegenübers und eine Begegnung auf Augenhöhe im Mittelpunkt. Durch die gemeinsame Gartenarbeit wird eine niedrigschwellige Möglichkeit geschaffen, sich zu begegnen und gemeinsam aktiv zu werden, auch über Sprachbarrieren und unterschiedliche Erfahrungshorizonte hinweg. Der Garten bietet dabei ein einladendes Ambiente, die Natur hat eine beruhigende und ausgleichende Kraft, die eine Begegnung und ein zur Ruhe kommen erleichtert. Dabei stehen die beiden Zielgruppen, die GDL-Bewohner und die Einwohner Friedlands, im Mittelpunkt der Aktivitäten. Um die GDL-Bewohner anzusprechen, wird eng mit der Leitung des GDL und den sozialen Einrichtungen auf dem Gelände zusammengearbeitet. Um die Einwohner Friedlands zu erreichen, wird eng mit den sozialen Einrichtungen der Gemeinde, aber auch des Landkreises und der Region Göttingen zusammengearbeitet. Von besonderer Bedeutung ist die Kooperation zwischen der Gemeinde und der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB). Die LEB ist Pächterin des FriedlandGartens und war bisher Projektträgerin zahlreicher Angebote vor Ort. .
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jeder GDL-Bewohner und Einwohner Friedlands hat die Gelegenheit, den FriedlandGarten zu besuchen. Sowohl GDL-Bewohner als auch die Einwohner Friedlands nutzen die Angebote. Der Garten ist aus dem sozialen Gefüge der Gemeinde nicht mehr wegzudenken.
Beschreibung
Es finden regelmäßig gemeinsame Angebote statt. Es findet eine gemeinsame Planung von Aktivitäten statt. Durch die gemeinsamen Angebote werden die Begegnungen intensiver und Miteinander wie Vielfalt erlebbarer.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
 Gemeinde Friedland mit Kinder- und Jugendbüro, Familienzentrum und der Gleichstellungsbeauftragten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 die Leitung des GDL (Herr Hörnschemeyer),
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 Sozialdienst der Landesaufnahmebehörde (LAB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas, Innere Mission und Frauenzentrum auf dem GDL-Gelände
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 die Kindergärten der Gemeinde Friedland (in evangelischer und katholischer Trägerschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 Leinetalgrundschule Friedland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 Carl-Friedrich-Gauss – Gesamtschule bzw. Oberschule in Groß Schneen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 RUZ – Regionales Umweltbildungszentrum in Reinhausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 Familienbildungsstätte in Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 Museum Friedland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
 Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe in Göttingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Gemeinde Friedland wird Trägerin des FriedlandGartens mit all seinen Angeboten für GDL-Bewohner und Einwohner der Gemeinde Friedland. Nachdem der sich FriedlandGarten etabliert und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen sozialen Einrichtungen aufgebaut wurde, werden sich die Kosten für den laufenden Betrieb verringern. Diese können als feste Haushaltsposition im kommunalen Haushalt einkalkuliert werden. Darüber hinaus können Projektanträge für zusätzliche Maßnahmen gestellt werden.
Galerie
friedlandgarten
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NachBar

Ansprechpartner
Leonore Determann
Funktion Vorsitzende
NachBar
Projektbeschreibung
Das Quartier, Samtgemeinde Holtriem, besteht aus acht Mitgliedsgemeinden, denen ehrenamtliche Bürgermeister*innen vorstehen. Die Gemeinde Utarp errichtet ein Gemeindezentrum, das zum Ende des Jahres öffnen kann. Die Räumlichkeiten werden dem AWO Kreisverband mietfrei überlassen. Geplant ist in dem Gemeindezentrum eine zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle für Bürgeranliegen, die NachBar, zu errichten. Um vorab die Bedürfnisse, Interessen und Engagementbereitschaft der Bürger*innen zu ermitteln wurde eine Befragung durchgeführt. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass viele Einwohner*innen von Mobilitätsbeschränkungen betroffen sind, nach Möglichkeiten suchen mit anderen in Kontakt zu treten und nachbarschaftliche Hilfe wünschen. Senior*innen und Geflüchtete sind von gleichartigen Problemen betroffen. Auf dieser Grundlage werden im Rahmen des Projektes Maßnahmen entwickelt, um wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Bildungs-, Begegnungs- und Hilfsangebote zu errichten, um damit die soziale Teilhabe, Mobilität, Nachbarschaftshilfe und intergenerationellen und – kulturellen Kompetenzen zu fördern. Zu Projektbeginn geht es darum Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, damit es ermöglicht wird sich kennenzulernen, Gespräche zu führen und Gemeinsamkeiten zu entdecken, um im Anschluss daran das nachbarschaftliche Zusammenleben zu gestalten. Ein besonderer Focus wird auf die Gruppe der Senior*innen und Geflüchteten gerichtet, da sie mit besonderen Hürden der sozialen Teilhabe zu kämpfen haben. Vorhandene Angebote werden in das Projekt integriert bzw. angebunden oder wie die bestehende Anti-Rost-Initiative ausgeweitet, damit sie auch gemeindeübergreifend wirken können. Zentraler Netzwerkknoten wird im gesamten Projektverlauf das Gemeindezentrum in Holtriem sein. Von dort aus werden Treffpunkte/Angebote in den anderen 7 Mitgliedsgemeinden koordiniert. Dafür können noch nicht vollumfänglich genutzte, vorwiegend barrierefreie Räumlichkeiten, wie bspw. Vereinsheime in Anspruch genommen. Im weiteren Verlauf des Projektes werden Mobilitätsoptionen entwickelt, um die Möglichkeit für die Bewohner*innen zu eröffnen mehr an der Nahversorgung teilzunehmen und Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Bereits bestehende private Initiativen werden einbezogen und das eingeschlafene Mitfahrsystem „Fahr mit“ wiederbelebt. Um den Maßnahmenplan zielgerichtet gestalten zu können wurden Expertengespräche mit Vertretern der Samtgemeinde und potentiellen Kooperationspartner geführt
Laufzeit
2021-05-05 00:00:00
Ausgangslage
Der Landkreis Wittmund ist mit 57000 Einwohner*innen zweitkleinster in Niedersachsen. Damit geht eine vergleichsweise sehr geringe Bevölkerungsdichte (fünftkleinste in Niedersachsen) und besondere Strukturschwäche einher. Die Samtgemeinde Holtriem ist eine der vier Mitgliedsgemeinden des Landkreises. Behörden finden sich vorrangig in der Kreisstadt Wittmund (ca. 30 km entfernt). Diese zu erreichen stellt gerade für ältere Menschen aus der Samtgemeinde, die oft nicht mehr über stabile familiäre Bindung verfügen, und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen. Arztbesuche kommen einem Tagesausflug gleich und peripher wohnende Geflüchtete haben geringere Integrationschancen. Die Bewohner*innen des Quartiers haben nicht genügend Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Insbesondere in der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, wie stark die Menschen auf soziale Kontakte angewiesen sind. Allein durch die Alltagsbegleiter und Anti-Rost-Initiative ist dies nicht aufzufangen. Was teilweise von den Alltagsbegleitern vorgefunden wurde ist alarmierend und schockierend. Viele Ältere sitzen zu Hause, haben dringend notwendige Arzttermine aus Angst und in Ermangelung von Transportmöglichkeiten, nicht wahrgenommen. Kinder und Jugendlichen leiden psychisch unter Corona, vor allem Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwächeren Familien sind betroffen. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der sozialen Teilhabe.
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche und Interessen der in in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Die Bürger*innen werden angeregt ihr Umfeld/Zusammenleben in der Gemeinde aktiv zu gestalten, so dass sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zufriedener leben können. Durch Nachbarschaftsarbeit und die damit verbundene Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen wird mehr Teilhabe vor Ort möglich. Während des gesamten Projektzeitraums wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt und die Eigeninitiative/Selbsthilfe der Bürger*innen gefördert. Hierdurch identifizierte Potentiale und Schwächen sollen genutzt bzw. behoben werden. Die Bürger*innen werden befähigt Netzwerke zu knüpfen in denen sie kommunizieren und sich organisieren können.

Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld

Ansprechpartner
Daniela Rück
Funktion Projektleiterin "Treffpunkt der Kulturen"
Informationen unkompliziert erhalten und Mittelfeld aktiv mitgestalten
Projektbeschreibung
Um eine lebenswerte Nachbarschaft in Mittelfeld zu fördern, sollen die Bewohner*innen durch den "Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld" besser informiert, vernetzt & für eigenes Engagement gestärkt werden. Dieser wird aus einem hierfür angeschafften Lastenfahrrad gebaut & dient als mobile Informations-, Anlauf- & Vernetzungsstelle, die an unterschiedlichen Orten im Stadtteil platziert werden soll, um Bewohner*innen bedarfsgerecht mit ihren Anliegen & Ideen weiterzuhelfen. Der Kiosk muss mobil einsetzbar sein, da Mittelfeld durch den Messeschnellweg in West & Ost geteilt ist & eine deutliche Trennung im Stadtteil vorliegt. Mit dem Kiosk sollen auch die in den nächsten Jahren hinzukommenden neuen Bewohner*innen der Neubaugebiete von Anfang an einbezogen werden. Um den Gut zu Wissen Kiosk bedarfsgerecht & mehrsprachig mit Informationsmaterialien auszustatten, wird zunächst durch verschiedene Beteiligungsformate bei den Bewohner*innen erfragt, welche Informationen für sie relevant sind und welche Angebote sie noch nicht kennen. Zudem soll herausgefunden werden, für welche Themen die Bereitschaft zum Eigenengagement im Stadtteil da ist. Beteiligungsformate sind zum einen "Bankgespräche" auf öffentlichen Bänken überall im Stadtteil & eigens dafür angeschafften mobilen Bänken. Zum anderen soll die "Speak Up Box" zweimal zum Einsatz kommen: Mittelfeld "West" am Lehrter Platz + Mittelfeld "Ost" Nähe Kita Quittengarten. Letzteres Format stellt einen besonderen Safe Space dar, da alle Menschen in ihrer Muttersprache & einer eigenen Kabine sprechen können. Es wird mit verschiedenen Multiplikator*innen wie z.B. den Stadtteilmüttern & Sozialberater*innen kooperiert, die ihre Gruppen & Kontaktpersonen zu den Beteiligungsformaten bringen. Abhängig von den Ergebnissen aus den Beteiligungsformaten wird der Kiosk ausgestattet & zunächst in der GWA platziert, um dann im weiteren Verlauf bei den Bankgesprächen den Menschen vorgeführt zu werden. Zunächst ist das Projektteam nach einem regelmäßigem Stand- & Zeitplan mit dem Kiosk im Stadtteil unterwegs, langfristig werden Ehrenamtliche für die Betreuung gewonnen & geschult. Im weiteren Schritt werden Infomaterialien digitalisiert & auf der Hannover Mittelfeld Website zur Verfügung gestellt. In der letzten Projektphase finden zusätzlich zum mobilen Kiosk Ausflüge & Veranstaltungen zu den Themen Arbeit, Wohnen & Bildung orientiert an den Interessen der Bewohner*innen statt. Der Gut zu Wissen Kiosk informiert & bringt Menschen zusammen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Vergleich zur LHH & zum angrenzenden Stadtteil Döhren sind überdurchschnittlich viele Menschen in Mittelfeld auf Unterstützung im Bereich Soziales angewiesen. Zum 31.12.2019 existierten im Stadtteil 30,8% Belegrechtswohnungen (LHH 6,1%, Döhren 2,2 %), es gibt eine hohe Arbeitslosenquote & viele Menschen beziehen Transferleistungen. Zudem leben viele Alleinerziehende in Mittelfeld. Mehr als die Hälfte der Bewohner*innen haben Migrations- &/oder Fluchterfahrung. Bei vielen Menschen existieren im Hinblick auf deutsche Sprache & gesellschaftliche Prozesse große Barrieren. Im Wülferoder Weg befindet sich eine Obdachunterkunft für ca.150 Menschen. Hinzu kommt, dass der Zuzug im Stadtteil enorm hoch ist & kontinuierlich neue Nachbarschaften entstehen. Der Bevölkerungszuwachs betrug in den Jahren 2015-2018 6,2% (3,2% LHH) & der Anteil an neuen Wohnungen 8,3% (2,6% LHH). In den nächsten Jahren werden zusätzlich ca. 1000 neue Bewohner*innen erwartet. Mittelfelder Einrichtungen berichten oft, dass bereits jetzt viele Bewohner*innen nicht zu vorhandenen Unterstützungssystemen im Stadtteil finden oder nicht wissen, welche Angebote bereits existieren. Viele wenden sich mit Problemen an persönliche Kontakte oder Multiplikator*innen, die den Unterstützungsbedarf jedoch nicht abdecken können. Dies führt dazu, dass sich mehrere geschlossene Systeme entwickeln. Zuzug, die diverse Bevölkerungsstruktur & innerhalb des Stadtteils schlecht angebundene Quartiere verstärken diese Herausforderungen zusätzlich. Abgesehen von Hilfsangeboten findet wenig kulturelles&wirtschaftliches Leben im Stadtteil statt. Es gibt Ladenleerstand & wenig Gastronomie oder Nutzung der öffentlichen Plätze.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mittelfeld
Beschreibung
Mittelfeld als Stadtteil mit besonderem Fokus auf die noch im Bau befindlichen Gebiete Lieselotte-Rogge-Str., Käte-Werner-Str., Washingtonweg, Spittastr., Vitalquartier Berufsbildungswerk Annastift (alle in Mittelfeld Ost) sowie Ahornstr. und weitere in Mittelfeld West befindliche Neubauten der letzten Jahre inklusive der zwei Geflüchtetenunterkünfte seit 2015.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
aus SoPla, Daten zur Bevölkerungsstruktur in der LHH für die Jahre 2015 – 2019, Bev.1 (Personen in Mittelfeld insgesamt: 8.984)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2020 S. 105 Stand Dezember 2019 Mittelfeld: 9,7 % Hannover: 6,3 % Döhren: 4,1 %
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
aus LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2020, S. 15 Stand: 31.12.2019 Mittelfeld: 26,3 % Hannover: 24,5 % Döhren: 28 %
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Datenblatt Privathaushalte 2019 Stand: 31.12.2019 Mittelfeld: 33,7 % Hannover: 24,7 % Döhren: 13,7 %
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
aus Statistische Berichte der LHH Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der LHH, Hintergrund und Neudefinition, 2019 Tabelle 7 Stand: 31.12.2019 Mittelfeld: 53,2 % Hannover: 38,1 % Döhren: 26,4 %
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
aus Info-DS Teil1: Kinderarmut in Zahlen – Update 2020, S. 17 Stand Dezember 2018 Mittelfeld: 27,4 % Hannover: 15,2 % Döhren: 9,3 %
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mehr als 100 Menschen haben an der Speak Up Box und den Bankgesprächen teilgenommen und mindestens 30 haben sich im Projektzeitraum in verschiedenster Form engagiert.
Vorhandene Strukturen
Ziel von Gemeinwesenarbeit ist es, die Lebensqualität der Menschen in den Stadtteilen zu verbessern, ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, die soziale Infrastruktur zu verbessern, Bewohner*innen zu aktivieren und zu beteiligen, Selbsthilfe zu fördern und den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. GWA schafft dafür Zugänge zu zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Dies erfolgt auf Basis von Qualitätsstandards (s. u.) durch die Entwicklung, Koordinierung und Unterstützung von Konzepten, Projekten und Veranstaltungen und wird im Zusammenwirken mit anderen Fachbereichen der LHH, freien Trägern und Einrichtungen in den Stadtteilen und anderen Stadtteilakteuren umgesetzt
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Migrations- und Sozialberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenladen WILLI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Johanniter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Beuthener Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KG Eugenesen Alaaf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anwalts- und Mediationskanzlei Torlage
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hanschmann GbR
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bäckerei Heiser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Friseure Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Café Korthaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AfW – Arbeitsgemeinschaften und sozialpädagogische Hilfen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hanova Mietertreff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Gnadenkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arztpraxen Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fahrschule Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Lebensmittelausgabe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita Quittengarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Familienzentrum für inklusive Begabungsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Glaserei Nolting GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kiosks Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegestation Dr. med. Krüger GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gegenbauer Gebäudeservices
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Living Quarter GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Viên Giác Pagode
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Apotheke Mittelfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Brillen-Schmidt Bettina Schrake
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfestützpunkt Stephansstift
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mira-Lobe-Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juwelier und Uhrmachermeister Alfred Stilter e. K.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
stein-zeit SCHWARZ - Steinmetze & Bildhauer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kindertagesstätte ST. Eugenius
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"HIPPY" Diakonisches Werk Hannover gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule Hannover - Fakultät III, Abteilung Design und Medien
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Projektleitung & Kaufmännische Leitung sind von Anfang an direkt bei SchMitt e.V. angebunden. Die Arbeitszeit als Eigenleistung des Vereins wird im Verlauf des Projektes sukzessive erhöht. Um das Engagement der Bewohner*innen dauerhaft lebendig zu halten, wird WILLI - Freiwilligenladen Mittelfeld von Anfang an als Koordinationsstelle eingebunden. Durch SchMitt e.V. & WILLI wird "Gut zu Wissen" als Marke im Stadtteil etabliert.
Galerie
bankgespraeche beispielorte
gut zu wissen kiosk lehrter platz logo
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ratsch.Bude

Ansprechpartner
Alexander Hoppe
Funktion Bürgermeister
Stadt von unten
Projektbeschreibung
“Ratsch.Bude” (Arbeitstitel) ist eine Idee von Bürger/innen. Sie formulierten im Februar 2021in einer Befragung den Wunsch, einen Ort zu haben, an dem sich alle Bürger/innen treffen und in einem neutralen Rahmen über die Stadt reden können. Der sichtbare Handlungsbedarf in der Innenstadt böte Anlässe für Begegnung und Austausch, wenn Bürger/innen eigene Ideen in ihr und für sie formulieren (“ratschen”), gemeinsam ausarbeiten und schließlich realisieren könnten. Ab dem Sommer 2021 soll in einer leerstehenden Gärtnerei eine Coronakonforme, temporäre Sommerunterkunft als eine niederschwellige “Ideenwerkstatt im Freien" eingerichtet werden, um den neuen Ansatz einer „Stadt von unten“ vor Ort sichtbar zu machen. Die Organisation, der Aufbau und der Betrieb eines von der Bürgerschaft für die Bürgerschaft konzipierten Begegnungsortes werden pilotiert und getestet und weitere Mitstreiter gefunden. Dieser Ansatz soll ab dem Herbst 2021 in einem Leerstand der Westernstrasse verstetigt und professionell begleitet werden. Beides ist Voraussetzung für eine organisatorische Festigung einer kontinuierlichen und lebhaften Beteiligungskultur in Königslutter, die für eine Stadt im Strukturwandel von höchster Bedeutung ist. “Selbst tätig werden” ist dabei das Motto, aus dem ein neuer Gemeinschaftssinn entsteht und auch eine Identifikation mit dem Ort. Begegnungsorte wie eine Fußgängerzone oder ein Bürgersteig oder der Marktplatz könnten in der "Stadt von unten" neu erfunden werden, auch Liegenschaften, die in Folge des Strukturwandels und der Corona-Pandemie leer stehen, sollten aufgeweckt und bespielt werden. Die Innenstadt bietet viele Möglichkeiten und Anlässe, um voneinander und miteinander zu lernen. In Austausch und Umsetzung entstehen, von der Bürgerschaft getragen, neue soziale, kulturelle oder auch wirtschaftliche Impulse. “Selbst tätig werden” wird eine Chance sein, “selbstständig” zu werden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Die „Ratsch.Bude“ als gemeinsamer Raum und selbst entwickelte Werkzeuge werden helfen, die Ansätze von unten gemeinsam mit der Stadt zu sozialen, ökonomisch und ökologisch tragfähigen Projekten weiterzudenken und in Partnerschaft mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft professionell umzusetzen. Wenn sich Bürger/innen mit dem „Lebensraum Kleinstadt“ als Gestalter/innen identifizieren und sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen einsetzen, wachsen sozialer Zusammenhalt und auch das Engagement für die Stadt.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Strukturwandel macht auch vor Königslutter nicht Halt: Die Innenstadt verliert für die Bewohnerschaft als Ort der Identifikation und Begegnung an Bedeutung, wenn Versorgungsfunktionen verschwinden. Wir sehen mittlerweile einen Leerstand von ca. 50%, Tendenz steigend nach der Pandemie. Die Obergeschosse sind ungenutzt. Gebäude werden baufällig und neue Impulse sind nicht in Sicht. Es verfestigt sich der Eindruck der Perspektivlosigkeit. Es besteht die konkrete Gefahr, dass die Stadt zu einer Schlafstadt wird für die angrenzenden Ballungsräume, wenn es nicht gelingt, Gründe für ein gesellschaftliches Engagement in und für Königslutter zu zeigen, Ansätze für Erfolge zu organisieren und einen strukturellen Rahmen für eine dauerhafte Beteiligung der Bürgerschaft an der Innenstadtentwicklung herzustellen. Der Stadt als gemeinsames Projekt und als gemeinsamer Lebensraum fehlen soziale, ökologische und ökonomische Zukunftsperspektiven, die mit der Bürgerschaft entwickelt werden. Projekte werden in Königslutter am Elm nämlich meist von Außen an die Stadt herangetragen (z.B. Entwicklung von neuen Wohngebieten am Stadtrand, Fachmarktzentrum an der Wolfsburger Straße, Jugendbauhütte, Wohnen an der Traube usw.). Ein Pendant auf Seiten der Bewohnenden fehlt. Lokale Bedürfnisse und Wünsche, die häufig gerade die Innenstadt betreffen, werden nicht artikuliert und haben damit auch keine Chance, sich zu verwirklichen. Die Enttäuschung über nicht realisierte oder auch gescheiterte Projekte der Stadtentwicklung führt so zu einer innerlichen Abwendung der Bewohnenden von ihrer Stadt. Wir sehen eine Politik- und Gestaltungsverdrossenheit, die positive Entwicklungen konterkarieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Königslutter am Elm (mit allen Ortschaften) Innenstadt
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+integration+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenanteil an den SvB (%); https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+soziale-lage+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB-II Quote, SGB-XII Quote: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+nachhaltigkeit-sdgs+2014-2016+tabelle; Innenstadtbereich als Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersquotient ab 65 Jahren: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+demographischer-wandel+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Königslutter am Elm, 19.5.2021
GWA/QM-Ansatz
Kleine Städte sollten für ihre Bewohnenden sowohl räumliche als auch soziale Identifikations- und Begegnungsräume vorhalten. GWA und Quartiersmanagement im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung in Königslutter am Elm setzt deswegen (a) dann an, wenn die Stadtgemeinschaft zusammenkommt und (b) dort, wo sie gemeinsam gestaltet. In der Innenstadt ist beides möglich. Die Anpassung an den Strukturwandel, die im Zuge einer Pandemie noch dringender geworden ist, bietet viele Anlässe und das Bedürfnis, aktiv zu werden, zu sprechen und sich auszutauschen wird durch das gemeinsame Interesse aller Bewohnenden an der eigenen "Innenstadt" gebündelt. Ziel ist es, Defizite am konkreten Ort und zu vielfältigen Themen in verschiedenen kleinen und großen Partizipationssettings und unter Einbeziehung der Kommune zu gemeinsam getragenen, übergreifenden Lösungsansätzen im kommunalen Kontext zu verdichten. Dieser Ansatz kann alle Bevölkerungsgruppen motivieren, alle Altersgruppen ansprechen aber auch die vielfältigen sozialen Umfelder berücksichtigen. Durch die professionelle externe Begleitung wird ein strukturiertes Vorgehen angestrebt, das gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt wird. Dabei will Ratsch.Bude insbesondere als Partner für Innovationsprojekte in der Innenstadt wahrgenommen zu werden, indem sie Wissen und Können vor Ort für Alle erschließt und zugänglich macht und die Innenstadt als Ort von Allen für Alle ausstattet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommen mit eigenen Ideen auf Ratsch.Bude zu. Die Bereitschaft sich aktiv in die Gestaltung der Ratsch.Bude oder von Projekten einzubringen wird durch wiederkehrende Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen sichtbar.
Beschreibung
Die Interessen an einem gemeinsamen Erfolg werden in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess verfolgt. Die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden überwiegt die Partikularinteressen. Die Konzentration auf Schwerpunkte gelingt.
Beschreibung
Verwaltung, Politik, Bürger*innenschaft, Handel und Immobilieneigentümer*innen kooperieren. Verlässliche Teilnahme von Vertretern an der Arbeit der Ratsch.Bude führt zu schnellem Informationsfluss und erleichtert Abstimmung und Planung für Alle.
Beschreibung
Es gelingt weitere Altersgruppen in die Arbeit einzubinden und die Interessen von Unternehmen, Einzelhandel oder Immobilienbesitzer*innen durch Kooperationsverträge zu manifestieren.
Beschreibung
Die Innenstadt wird als Ort der gemeinsamen Gestaltung sichtbar und es gelingt, ihr durch die Einbindung aller Bewohnenden eine neue Bedeutung zu geben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Königslutter am Elm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bücherei Königslutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LaVie gGmbH, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat, Stadtrat, Vertreter der politischen Parteien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Driebe Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HRS Königslutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine, TSG Königslutter e.V
Typ
Stadtteil
Galerie
werkstadt 2
181114 koen a1 intensivierung bericht
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vesperkirchen in Hannover

Ansprechpartner
Heiko Deppe
Funktion Projektreferent
Gemeinsam zu Tisch - Nachbarschaft im Quartier stärken
Projektbeschreibung
Die Vesperkirche will Menschen zusammen und miteinander ins Gespräch bringen, bei einem Abendessen mit Impulsen, aktivierendem Begleitprogramm und anschließendem Kulturprogramm. Mitten im Stadtteil schafft die Vesperkirche offene Begegnungsräume für unterschiedliche soziale Milieus. Dazu werden für 15 Tage die Kirchentüren geöffnet. Menschen werden unabhängig von ihren Ressourcen eingeladen und gastlich bewirtet, soziale Teilhabe wird erfahrbar. Erwartet werden pro Vesperkirche 5.000 Besucher*innen, 3.000 ausgegebene Essen, mind. 100 Ehrenamtliche/Freiwillige, 20 soziale Akteure. Menschen im Stadtteil werden aktiviert, sich einzubringen und gestaltend tätig zu sein. Einrichtungen, Initiativen, Vereine und einzelne Akteure aus dem Sozialraum sowie Gruppen und Kreise aus dem Bezug von Kirche und Diakonie sind bei der Gestaltung des Programms beteiligt und prägen die Vesperkirche in besonderer Weise. Das Begleitprogramm auf dem Kirchplatz hat einen praktischen Nutzen für die Menschen des Stadtteils und inspiriert. Gleichzeitig ermöglicht es einen niedrigschwelligen Zugang zur Vesperkirche. Nach einer Pilotphase in 2019 soll nun das Modell in verschiedene Stadtteile übertragen werden. Jedes Jahr sollen bis zu drei Versperkirchen an unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden. Die Vesperkirchen werden zentral koordiniert und organisatorisch unterstützt.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Gesamtgesellschaftlich ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen sozialen Gruppen immer größer werden. Die sogenannte „Schere“ zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Dies bringt mit sich, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen innerhalb ihrer Stadtteile und Kommunen nicht mehr begegnen. Folglich kommt es dazu, dass bestimmte soziale und kulturelle Gruppen Angebote sozialer Akteure nicht nutzen oder erschwerte Zugangsbedingungen haben. Es bilden sich Nebengesellschaften. In der Stadt Hannover zeigt sich das unter anderem an der prekären Lage wohnungsloser Menschen. Schätzungsweise 4000 Wohnungslose gibt es stadtweit. Wohnungslosigkeit geht häufig mit dem Ausschluss aus sozialen Kontexten einher. Die Teilhabemöglichkeiten sind hier besonders eingeschränkt. Insgesamt fehlt es an Raum für Begegnungen und Verständnis, an Kenntnis über vorhandene Angebote und Anlaufstellen oder Ansprechpartner*innen, an Aktivierung und Zusammenhalt vor Ort im Sozialraum.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Garbsen-Seelze, jeweils einzelne Stadtteile
Beschreibung
jeweiliger Stadtteil/ Ortsteil von Hannover, Garbsen oder Seelze, der jeweiligen Vesperkirche
Einwohnerzahl
20000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Als Gäste stehen die Bewohner*innen bei der Vesperkirche im Zentrum. Dafür ist die Einbindung der Sozialen Akteure aus dem Stadtteil wichtig. Die beruflichen Mitarbeitenden haben aufgrund ihrer Fachlichkeit und ihrer Ressourcen eine besondere Bedeutung. Die Vernetzung und Zusammenarbeit dieser Mitarbeitenden wird gestärkt, ob aus dem Kontext von Schule, Familienzentrum, Kindergarten, Polizei oder KSD, etc. Das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt bietet Schnittflächen und schweißt zusammen. Nicht nur die vielen Ehrenamtlichen/Freiwilligen, sondern darüber hinaus die vielen Bewohner*innen als Gäste der Vesperkirche erhalten Kontakte zu den beruflichen Mitarbeitenden. Sie können als Ansprechpartner*innen wahrgenommen werden, und ihre Einrichtungen liegen quasi um die Ecke. Es ist wichtig, voneinander zu wissen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besucher*innen werden als Gäste wertschätzend behandelt, Wohnungslose wie Besserverdiener. Mind. 100 Bewohner*innen bringen sich ehrenamtlich/freiwillig gestaltend ein.
Beschreibung
Jung und Alt, Bewohner*innen verschiedener Kulturen, Arm und Reich, arbeiten bei der Vesperkirche zusammen.
Beschreibung
Das niedrigschwellige Begleitprogramm auf dem Platz beinhaltet aus der Nachbarschaft gestaltete Aktionen.
Nachhaltigkeit
Nach der dreijährigen Anlaufphase ist der Bedarf an personeller Unterstützung zur weiteren Planung und Durchführung von Vesperkirchen in Hannover-Garbsen-Seelze geringer. Einrichtungen der Diakonie oder Kirchengemeinden können in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren aus dem Stadtteil Vesperkirchen wiederholen und im Stadtteil als Begegnungsraum etablieren. Finanziell sind die Vesperkirchen auf Sponsoren und Spenden sowie Zuwendungen von Stiftungen etc. angewiesen.
Galerie
gemeinsam zu tisch klein
baumrondell gestalten klein
tauschbox klein
Zustimmung Veröffentlichung
On

1 Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!

Ansprechpartner
Tjorven Maack
Funktion Geschäftsführerin
Teilprojekt Immenrode
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" soll an zwei Standorten (Immenrode und Altstadt Goslar) und somit zwei Projekte beinhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass alle Menschen im Einzugsgebiet der Projektstandorte gleichermaßen angesprochen werden. Am jeweiligen Standort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden. Ziel der Begegnungsstätte ist es, dass ein Ort geschaffen wird, an dem jeder Mensch willkommen und geschätzt wird. Die Begegnungsstätten dienen als "Save Haven", also einem Ort, an dem es keine Diskriminierung, Ausgrenzung und/oder andere Diffamierungen gibt. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig der sozialen Herkunft, dem Geschlecht, der Religions- und Kulturzugehörigkeit. Stigmatisierungen sind bei uns nicht willkommen. Genau dies ist der Ansatz des Gesamtprojektes. Wir möchten Menschen zusammenführen und durch gemeinsame Projekte erwirken, dass eine Gemeinschaft entsteht, in der sich alle gleichermaßen respektieren, unterstützen und wertschätzen. Damit dies gelingt, bedarf es nicht nur einer festen Anlaufstelle, sondern ebenfalls regionenbezogene Unterstützungen. Diese Herausforderung wird durch die Aufteilung in zwei Projekte, mit jeweils eigenem Themenschwerpunkt - gemeistert. So soll sich das Teilprojekt (Immenrode) schwerpunktmäßig mit den Themen des demographischen Wandels und dem Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes innerhalb des Dorfes, aber auch der Implementierung eines festen Treffpunktes für Jung und Alt, so dass alle Generationen eine Anlaufstelle haben, fokussieren. Das zweite Teilprojekte (Altstadt Goslar) hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt im Themenfeld der Zusammenführung der Menschen mit & ohne Migrationshintergrund. Hintergrund hierbei ist, dass der LK Goslar im Rahmen der Zuwanderung ab 2015 viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat. Die Menschen sind mittlerweile formal in der neuen Heimat angekommen. Leider ist es bisher kaum gelungen, dass die verschiedenen Religionen und Kulturen zusammengeführt werden und sich als gemeinsame Gesellschaft verstehen und dies ausleben. Ziel es Projektes ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Diese Ziele sollen durch das Gesamtprojekt und den zwei Teilprojekten initiiert, gefördert und langfristig begleitet werden. Das Selbstverständnis des AWO-Kreisverbandes Region Harz e.V. ist, dass man nur gemeinsam stark ist. Dieses Motto spiegelt sich in unserem Gesamtprojekt wieder.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Ausgangslagen der zwei Standorte sind differenziert zu betrachten. Daher soll im folgenden einzeln die Ausgangslage dargestellt werden. Ausgangslage Immenrode: Immenrode befindet sich nicht nur im ländlichen Raum, sondern ist darüber hinaus nochmals von der sozialen Infrastruktur des LK Goslar relativ abgeschieden. Aufgrund der Tatsache, dass das Dorf kaum in die (soziale) Infrastruktur integriert ist, sind die Bewohner_innen - besonders ältere und/oder nicht mobile Menschen - auf Angebote und eine Infrastruktur vor Ort angewiesen. Zwar gibt es eine Grundschule, ein Mütterzentrum und verschiedene Vereine, jedoch gibt es, besonders für ältere Menschen, keine Räumlichkeit bzw. keinen Ort, an dem Menschen aller Generationen und (sozialen) Herkünfte zusammenkommen und sich austauschen und/oder unterstützen können. Dazu ist anzumerken, dass einzig die Schaffung eines solchen Raumes nicht genügen würde. Aufgabe des Projekts ist es, dass alle Gruppen zielgerichtet angesprochen, zusammengeführt und begleitet werden. Nur wenn man gemeinsam etwas etabliert, kann man langfristig als Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier reicht es nicht einzelne Angebote vorzuhalten, sondern muss den Prozess engmaschig begleiten und beraten/unterstützen/vermitteln.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Immenrode
Beschreibung
Immenrode gehört seit 2014 zur Stadt Goslar und umfasst etwa 11 Quadratkilometer. Das Dorf ist etwa 7 km (Luftlinie) nordöstlich von Goslar und 5,5 km (Luftlinie) westlich von Vienenburg) an einer Bundesstraße an den Ausläufern des Salzgitter-Höhenzuges im nördlichen Vorland. An den öffentlichen Nahverkehr ist Immenrode durch eine Busanbindung (Bus 822) angeschlossen. Mit diesem gelangt man etwa einmal stündlich nach Goslar und/oder nach Vienenburg.
Einwohnerzahl
1509
Quelle / Anmerkungen
https://www.goslar.de/wirtschaft/wirtschaftsstandort; https://immenro.de/lage
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Datensätze sind nicht vorhanden. Daher wurden die Werte mündlich mit dem Ortsvorsteher (Eckhard Wagner) eruiert und hochgerechnet.
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Datensätze sind nicht vorhanden. Daher wurden die Werte mündlich mit dem Ortsvorsteher (Eckhard Wagner) eruiert und hochgerechnet.
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" - mit seinen zwei Teilprojekten in Immenrode und der Altstadt Goslar - verfolgt den Ansatz des Quartiersmanagements. Ziel des Gesamtprojektes ist die soziale Stabilisierung der Projektgebiete. Durch unsere Unterstützung als Koordinator_innen sollen verschiedene Akteuer_innen zusammengeführt, aktiviert sowie bei der Planung und Realisierung begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus soll durch die Weitergabe der beantragten Mittel finanzielle Ressourcen zur Umsetzung weitergegeben werden. Durch unsere Anregung zum Empowerment in beiden Teilprojekten soll von den Bürger_innen die Verantwortung für den eigenen Stadtteil bzw. das eigene Dorf übernommen werden, so dass eine langfristige, selbsttragende und ehrenamtliche Selbstorganisation geschaffen, aufgebaut und langfristig implementiert wird.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es den Koordinator_innen gelingt, dass die Bewohner_innen eigenständig ihre Bedarfe/Interesse selbstständig eruieren und Vorhaben planen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die Menschen freiwillig zusammenkommen, um sich im Sinne des Ansatzes des Empowerments organisieren und strukturieren.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die vorhandenen Ressourcen nicht nur bekannt, sondern auch aktiv genutzt werden, um das Ziel der Schaffung einer gemeinsamen Begegnungsstätte zu erreichen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt generations-, geschlechts, kultur- und religionsübergreifend gedacht und agiert wird, um gemeinsame (gemeinwesenbezogene) Interessen zu erarbeiten und umzusetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn themenübergreifend alle für die Bürger_innen relevanten Aspekte im Projekt abgebildet bzw. integriert sind. Das bedeutet, dass es einer Vielzahl an Beteiligungs- und Angebotsmöglichkeiten bedarf, um alle Bedarfe abzudecken.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die von uns als Koordinator_innen initiierten Netzwerke und Kooperationen nicht nur gegründet, sondern kontinuierlich auf- und ausgebaut sowie weiterentwickelt werden.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das soziale Zusammenleben angestoßen, gefördert und in der Praxis umgesetzt wurde. Deutlich wird das Gelingen, wenn die Begegnungsstätte rege besucht und ehrenamtlich begleitet und geführt wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt dazu beiträgt, dass die Infrastruktur im Gebiet nicht nur aufgewertet, sondern nachweislich zum positiven, nämlich durch soziale Partizipation aller, geändert werden konnte.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das gesamtkommunale Denken und Handeln dazu geführt hat, dass die Menschen sich nicht nur im Gebiet des Projektes, sondern darüber hinaus in der gesamten sozialen Gesellschaft akzeptiert und willkommen fühlen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine des Dorfes (Freiwillige Feuerwehr, Mütterzentrum, Schützenverein ...)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle im Gesamtprojekt vorhandene Glaubenseinrichtungen (Kirchen, Synagogen und Moscheen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unsere sozialen Plattformen (Facebook, Instagram, Homepage) sowie die regionale Presse (Goslarsche Zeitung sowie die Wochenend- und regionalen Blätter)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Den Ortsvorsteher (Eckhard Wagner)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Bürger_innen aus dem Einzugsgebiet Immenrode, aber auch innerhalb der beiden Teilprojekte soll sich untereinander vernetzt und austauscht werden.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der/Die Oberbürgermeister_in der Stadt Goslar (Wahl ist am 12.09.2021)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ziel des Projektes ist, dass die Begegnungsstätte sich nach Ablauf der drei Jahre nicht nur selbst organisiert, sondern auch selbst tragen bzw. die anfälligen Kosten für Miete und kleinere Sachausgaben durch die Stadt bzw. die Politik beglichen wird. Hierfür soll erwirkt werden, dass das Projekt als "Leuchtturm" eingeführt und etabliert wird und den Entscheidungsträger_innen aufgezeigt wird, welch positives "outcome" ein solches Projekt haben kann und daher bezuschusst werden sollte.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Engagement ermöglichen - Gemeinwesen stärken - Kreativ und Aktiv in Lehre

Ansprechpartner
Oliver Ding
Funktion Projektleiter
Ein Poetry-Slam "Lehrscher für Lehrscher": Engagement ermöglichen - kreativ das Gemeinwesen stärken
Projektbeschreibung
Das Gemeinwesen in Lehre, zwischen Braunschweig und Wolfsburg gelegen, wird durch das Engagement ihrer Mitglieder gestärkt. Zunächst wird ein Wettbewerb (Poetry-Slam) für Jung und Alt angeboten. Dabei werden Wünsche/ Vorschläge und Ideen gewonnen. Ziel ist, dass sich die Menschen in der Gemeinde mehr für- und miteinander engagieren. Sowohl Menschen der verschiedenen Ortschaften, als auch der (abseits gelegene, von Geflüchteten bewohnte) soziale Brennpunkt "Kampstüh“ wird eingebunden. Das wird im ersten Jahr mit Schreibwerkstätten und Poetry-Slams umgesetzt. Dieser wird als Wettbewerb mit dem Inhalt: „Lehrscher für Lehrscher: Wir engagieren uns in unserer Gemeinde“ angeboten. Der Vorschlag dazu kam von Schülern und Eltern der Oberschule, die gern Geschichten in Lehre zusammentragen möchten. Sie haben Poetry-Slams in Braunschweig gesehen und möchten auch welche in Lehre umsetzen. Die Gemeinde stellt z.B. eine transportable Bühne zur Verfügung, die in die Orte gebracht werden kann. Die Freiwilligenagentur hat Kontakte zu Dozenten, Literaten und weiteren Künstlern der Region, die sich daran beteiligen. Die Teilnehmer*innen lernen in Werkstätten Texte zu schreiben und zu präsentieren. Alle können mitmachen - generations- und kulturübergreifend! Die Werbung läuft via Internet, Presse, Flyer und Kulturveranstaltungen. Geflüchtete im Brennpunkt "Kampstüh" gewinnen wir über den Verein "Willkommen in Lehre". Die Ergebnisse der Inhalte (das heißt hierbei entstehende Ideen und Vorschläge der Teilnehmer*innen zur Verbesserung des Gemeinwesens) des/der Poetry-Slams werden gesammelt, sortiert und präsentiert. Im Nachgang werden moderierte Kreativ-Workshops unter der Anwendung entsprechender Techniken mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ausgearbeitet. Dabei werden die gewonnenen Ideen und Wünsche in Vorschläge zur Umsetzung im Gemeinwesen umgewandelt. Diese werden dann im zweiten Jahr der Politik nahegebracht und gemeinsam umgesetzt. Hiermit wird das Engagement in der Gemeinde gestärkt. Das Ergebnis: Die Menschen der Gemeinde werden motiviert sich für ihre Belange gemeinsam einzusetzen. Die im Poetry-Slam gewonnenen Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden gemeinsam umgesetzt. Das bedingt eine hohe (Gemeinde-)Identifikation und Motivation zum persönlichen Engagement. Es engagieren sich Menschen, die bisher eher nebeneinander leben, gemeinsam. Die Ortsteile (auch der "Kampstüh") werden belebt und das Engagement in der gesamten Gemeinde gestärkt.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Freiwilligenagentur ist in Lehre aktiv und setzt kulturelle Projekte um. Sie kooperiert mit der Gemeinde, Vereinen und engagierten Bürger*innen. Der Freiwilligenagentur liegt eine Anfrage nach Poetry-Slams aus der Oberschule vor - sie ist die Basis des Projektes. Weitere Umfragen in der Gemeinde (z.B. Ortsbürgermeister, Vereinsmitgliedern und Aktionsteilnehmer:innen) ergaben folgende Ausgangslage: A): Geringe Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für junge Menschen – vor allem zu kulturellen Themen. Resultat: Jugendliche und junge Familien unternehmen wenig in der Gemeinde, fahren nach Braunschweig oder Wolfsburg. Die jungen Menschen der verschiedenen Orte / Ortsteile unternehmen selten etwas zusammen. Das kann die Identifikation mit der Gemeinde vermindern. B): Die Gemeinde besteht aus acht verschiedenen kleinen Orten, die wenig miteinander vernetzt sind. Den Menschen fehlt etwas, was sie verbindet und zusammenbringt. C): Der soziale Brennpunkt in Lehre liegt am Ortsausgang am „Kampstüh“: In dem etwa 1 km östlich des Ortskerns (abseits) von Lehre gelegenen Anwesen, ist ein großer Teil der Geflüchteten der Gemeinde zu Hause. Am Ortsausgang wohnen dagegen u.a. Familien, die dem Thema „Einwanderung und Flüchtlinge“ skeptisch gegenüberstehen. Das birgt Konfliktpotential. D): Für eine Gemeinwesenarbeit wollen wir mehr Details über die Menschen in der Gemeinde erfahren und Wege finden, mehr Verständnis für einander zu entwickeln sowie das gemeinsame Engagement zu fördern. Wir suchen nach Angeboten, bei denen sich kreativ und niederschwellig mit den Wünschen und Sorgen der Bürger*innen vertraut gemacht wird und Lösungsvorschläge an die Politik der Gemeinde gerichtet werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lehre
Beschreibung
Die Gemeinde Lehre gehört seit der Gebietsreform 1972 Jahren mit seinen 8 Orten zum LK Helmstedt. Da sie aber räumlich weit weg von Helmstedt liegt (ca. 40 km), gab es immer wieder Streit um die Zugehörigkeit der Gemeinde. Einige wünschen eine Angliederung an Braunschweig, andere wollen von dem starken Wirtschaftsstandort Wolfsburg profitieren. Beide Städte liegen räumlich deutlich näher an Lehre als die Stadt Helmstedt - derzeit ruht dieser Streit.
Einwohnerzahl
12135
Quelle / Anmerkungen
Quellen: Wikipedia / Rathaus Lehre
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt immer mal Konflikte mit den Bewohnern des Kampstüh (Flüchtlinge), da es in der ländlichen Region einige Mitbürger:innen mit rechten Tendenzen gibt. Zur Gewalt hat es bislang zum Glück noch nicht geführt. Die meisten Geflüchteten der Gemeinde wohnen im Kampstüh (in Randlage - was auf einige ausgrenzend wirkt!). Quellen: Persönliche Befragung von Mitbürger:innen bei Veranstaltungen der Freiwilligenagentur und Mitarbeiter:innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt nur zwei Grundschulen und eine Oberschule. Andere weiterführende Schulen, wie z.B. ein Gymnasium und Ausbildungsmöglichkeiten fehlen in der ganzen Gemeinde. Die jungen Leute erfahren schon früh den Zwang zum Pendeln. Folge: Viele Jugendliche und junge Familien orientieren sich nach Braunschweig oder Wolfsburg - unternehmen dadurch wenig für und in der Gemeinde. Dabei könnte es auch zu einer "Überalterung" der Bevölkerung in der Gemeinde kommen. Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürger:innen bei Veranstaltungen der Freiwilligenagentur und Mitarbeiter:innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt werden die Kommunikation, Selbstorganisation und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in der Gemeinde gestärkt. Damit dient es dem Empowerment der Menschen in der Gemeinde. Die Workshops (be)stärken die teilnehmenden Menschen darin, ihre Interessen zu formulieren. Die Poetry Slams als öffentliche Veranstaltung sowie die Sammlung und Aufbereitung der Ergebnisse helfen dabei, diese Interessen an verantwortliche Stellen (Politik und Verwaltung) zu transportieren. Die Freiwilligenagentur wird ihre Stärken vor Ort nutzen: Im bestehenden Kulturprojekt mit der Gemeinde verfügt sie über Zugänge zu Multiplikatoren. Sie nutzt Ausstellungen (z.B. zum Thema "Demokratie"), die von einem Projekt aus Braunschweig begleitet werden, um auf den Poetry-Slam aufmerksam zu machen. Sie gewinnt Ehrenamtliche aus verschiedenen Themenfeldern (Kultur, Bildung, Sport, Feuerwehr) und nutzt bestehende Kooperationen zu Vereinen und Initiativen. Die Bewohner:innen werden durch diese Netzwerke und Aktionen aktiviert und motiviert am Poetry-Slam teilzunehmen. Vorhandene Strukturen z. B. zu Theatergruppen werden genutzt. Die aus den Aktionen gewonnen Erkenntnisse werden für die Arbeit im Gemeinwesen genutzt. Im Vordergrund steht, die Menschen in verschiedenen Gemeindeorten und im sozialen Brennpunkt Kampstüh zusammen zu bringen. Sie alle nehmen an den Gemeindeprozessen rund um das Thema "Engagement" teil. Sie haben eine hohe Identifikation durch ihre Eigenbeteiligung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Erfolgsrezept: Die Menschen nehmen an den Workshops und dem Poetry Slam teil. Hierbei können sie niederschwellig und mit Spaß ihre Wünsche an die Gemeinde vermitteln. Die Identifikation ist hoch, denn sie sind aktiv an den Prozessen beteiligt.
Beschreibung
Ein Erfolg ist, wenn die Nachbarschaften (Orte) mehr zusammenrücken und gemeinsam etwas veranstalten (hier: den Poetry Slam als Wettbewerb in den Orten) und wenn Bewohner des "Kampstüh" eingebunden werden (z.B. Geflüchtete)
Beschreibung
Von einem Erfolg sprechen wir, wenn Teilnehmer*innen und Teilnehmer aus den verschiedenen Orten und vor allem dem "Kampstüh" mitmachen und lernen, sich (künstlerisch / niederigschwellig) zu Wort melden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftshäuser, Mühlen-Museum und Börneken-Halle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rathaus Lehre und Bürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ober-Schule (einzige weiterführende Schule) in der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokale / Regionale Presse (z.B. Helmstedter Nachrichten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre (Verein, der sich für die Geflüchteten einsetzt und über einen Laden an der Hauptstraße verfügt)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Zur Sicherung und Fortsetzung des Projektes ist es notwendig, dass eine hauptamtliche Ansprechperson (mit mind. einer Halbtagsstelle) vor Ort bleibt. Die Freiwilligenagentur wird, mit Hilfe der Kommune und / oder mit Multiplikatoren des Projektes, die Mittel dafür auftreiben. Diese können über lokale Ressourcen (z.B. Firmen oder Sponsoren im Projektgebiet, z.B. VW oder Zulieferer) bzw. über regionale Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) eingeworben werden.
Galerie
luftbild lehre und kampstueh
luftaufnahme lehre picture
poetry slam buchladen 2
schreibwerkstatt002 2
kampstueh
gemeinde lehre
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bürgerhaus im Mittelpunkt - gute Nachbarschaft

Ansprechpartner
Silke Gherbi-Opel
Funktion Leitung
Begegnungscafe
Projektbeschreibung
Mit dem Begegnungscafe möchte das Bürgerhaus Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen (Familien, Senioren, Alleinerziehende, Menschen mit Flucht- o. Migrationshintergrund, langzeitarbeitslose) zusammenbringen. Das Begegnungscafe möchte für eben diese Zielgruppe mit geringem Einkommen ein kostengünstiges, gesundes Mittagessen zur Verfügung stellen. Bestehende Strukturen, zu unterschiedlichen Vereinen, Gruppen, Schule, Flüchtlingshilfe sollen genutzt und ausgeweitet werden. Eine Zusammenarbeit mit der Speisekammer e.V. (ähnlich Tafel) wird angestrebt. Weiterhin will das Projekt die Vernetzungen der hiesigen Vereine u. Gruppen, wie die Fairtradegruppe anstreben, um auch den Aspekt des fairen Handels, Auswirkungen unseren Konsums auf das Klima zu berücksichtigen. Das Begegnungscafe soll mit ehrenamtlicher Unterstützung aufgebaut werden, Nutzer*innen haben langfristig die Perspektive in das Projekt eingebunden zu werden und es weiterzuentwickeln und mitzuarbeiten.
Laufzeit
2021-04-27 00:00:00
Ausgangslage
Das Bürgerhaus ist im Mai 2020 fertiggestellt worden und liegt im Kernort Wardenburg. Wardenburg ist eine ländlich geprägte Gemeinde mit vielen kleinen Dörfern und einer unmittelbaren Nähe zu Oldenburg. Das Bürgerhaus versteht sich als ein offenes, barrierefreies Haus für alle Menschen aus der Gemeinde Wardenburg. Es ist eine soziokulturelle Einrichtung, ein Treffpunkt für Freizeitgestaltung, Beratung, Betreuung u. Bildung aller Altersgruppen der Gemeinde. Unser Haus bietet Veranstaltungen u. Projekte für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen. Aufgrund der Corona Pandemie konnte das Haus nur phasenweise öffnen. In den Öffnungsphasen wurde es von verschiedenen Gruppen ( Cafe Kinderwagen, Seniorentreff, offene Kinder- und Jugendarbeit; Beratungen usw.) sehr gut besucht. Die Nutzer*innen sind Menschen, die bereits in Vereinen, Gruppen, Verbänden organisiert sind. Sie sind fähig sich für Ihre Belange einzusetzen und nehmen teil am gesellschaftlichen Leben. Wenig bis gar nicht sind Menschen aus vulnerablen Gruppen repräsentiert oder nutzen die Angebote des Bürgerhauses. Die Angebote des Bürgerhauses sollten sich dahin entwickeln genau diese Menschen zu erreichen, Angebote sollten von ihnen selbständig entwickelt und gestaltet werden.