CaféMobil im Sahlkamp
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manja Taylor
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wenn das Lastenfahrrad kommt – mit aufsuchender Arbeit Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte (SmitZu) erreichen und einbinden, ihre Teilhabe-Chancen erhöhen.
Projektbeschreibung
Probleme wie Armut, Krankheit, Isolation & Einsamkeit – all das und vieles mehr trifft Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte (SmitZu) wesentlich härter als ihre deutschen Altersgenoss*innen. Vom Zugang zu Unterstützungssystemen sind sie teils (ua wegen immer noch bestehender Sprachbarrieren) abgeschnitten. Sie finden seltener den Weg zur Beratung, verpassen so Unterstützung.
Das Projekt „CaféMobil im Sahlkamp“ stellt sich der Herausforderung, die dort lebenden SmitZu zu erreichen und ihre Bedarfe zu ermitteln. Nach dem Motto „Kommen Sie nicht zu uns – kommen wir zu Ihnen“ sucht das Senior*innen-Aktiv-Zentrum (SAZ) mit einem zum CaféMobil umgebauten Lastenfahrrad die Orte auf, an denen sie anzutreffen sind: Apotheken, Arztpraxen, ... Das Cafémobil als informeller Treffpunkt, wie ein Platz in südlichen Ländern, wo sich das ganze Leben abspielt.
Das ist der Anfang. Ziel ist, den SmitZu und ihren Familien Unterstützung im Alltagsleben zu bieten – von der Information über finanzielle Unterstützung über Hilfe bei Anträgen bis hin zu ganz praktischen Maßnahmen (Abhol-/Bringdienste, Sprachmittlung). Es gibt Alphabetisierungs- & Deutschkurse, Anleitung zur Handy- & PC-Nutzung. Schlussendlich sollen sie Hilfe zur Selbsthilfe erfahren, damit sie ihre kulturelle, soziale und politische Teilhabe erhöhen können.
Kulturübergreifend möchten Menschen gesund und glücklich alt werden. Dazu zählt neben der o.g. gesellschaftlichen Teilhabe Bewegung, Ernährung - allgemein Gesunderhaltung. Familien mit Migrationshintergrund pflegen ihre Angehörigen meist Zuhause. In Kooperation mit Trägern im Gesundheits- & Pflegebereich werden Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige entwickelt.
Ehrenamtliche Arbeit ist in Deutschland weit verbreitet, das Konzept jedoch Bewohner*innen aus anderen Kulturkreisen häufig unbekannt. Die bisher geleistete Beziehungsarbeit zu den Familien erleichtert es, Menschen mit Migrationshintergrund für das Ehrenamt zu gewinnen – ua für die Mitgestaltung von Gruppenangeboten. Diese werden in Kooperation mit dem Stadtteilbauernhof, Nachbarschaftsladen, NaDu-Kinderhaus (alle SPATS) und anderen im Quartier tätigen sozialen Institutionen durchgeführt.
Vorhandene Berührungsängste seitens deutscher Senior*innen werden durch vielfältige Begegnungen / interkulturellem Austausch abgebaut und stattdessen gegenseitig Verständnis und Wertschätzung erhöht. In der Hoffnung, dass sich das in einer guten Nachbarschaft und auch in Wahlergebnissen zeigt.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Sahlkamp leben sehr verdichtet überproportional viele Menschen mit Migrationshintergrund (60,1% vs. LHH 39,6%), in der Altersgruppe 60plus sind es knapp 40% (LHH Strukturdaten 2022). Die Bedarfe dieser Zielgruppe "Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte" (kurz SmitZu) sind den sozialen Akteur*innen größtenteils unbekannt. Landesweit wird nach Methoden gesucht, wie sie erreicht werden können.
Dabei haben SmitZu - häufig in der ersten Generation als Gastarbeiter*in geholt - einen wesentlichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands, sie sind tragende Säulen dieser Gesellschaft. Und dennoch nehmen sie unterrepräsentiert Beratung wahr (im SAZ/Sahlkamp ca. 25%) und kaum an Angeboten in der Senior*innen-Arbeit teil - dies aufgrund sprachlicher Hürden, aber auch wegen Mobilitäts- u.a. Gesundheitseinschränkungen. In einigen Kulturen sind Frauen immer noch sehr ans Haus gebunden. Auch werden SmitZu im Vergleich zu Deutschen überdurchschnittlich von Angehörigen Zuhause gepflegt, auch ohne Hilfe von Pflegediensten oder Zuschüssen. In Gruppen aktiver Senior*innen gibt es zudem leichte Berührungsängste, die auf Negativerfahrungen im Stadtteil beruhen. "Man" hat nichts gegen die Mitmenschen, aber zusammen möchte "man" dann doch nichts unternehmen. Ein Ergebnis: Die AfD hat bei der Landtagswahl 2022 im Sahlkamp 14,4 % der Stimmen erhalten (Wahlbericht LHH). Letztendlich wirken sich Armut oder auch Einsamkeit im Alter auf SmitZu noch stärker aus als auf ihre "bio-deutschen" Mitmenschen.
SmitZu haben einen erschwerten Zugang zum Wissen um Möglichkeiten und Rechte und so weniger Chancen zur Teilhabe. Für unsere Gesellschaft ist ihre Integration aber wesentlich und wichtig!
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
im Norden die A2, im Osten die Ada-Lessing-Straße, im Süden der Mittellandkanal, im Westen die Straße Holzwiesen bzw. der Feldweg westlich des Berliner Viertels; Fläche 314 ha
Einwohnerzahl
14246
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
ACHTUNG: Statistik weist nicht bis 14, sondern bis 18 Jahre aus.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Junge Menschen unter 25 Jahren; prozentualer Anteil an deren Altersgruppe
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
cafemobil_im_sahlkamp_projektgebiet.pdf
(98.89 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den bestehenden Strukturen der Gemeinwesenarbeit im Quartier ist das Senior*innen-Aktiv-Zentrum für die Bewohner*innen, die 60 Jahre und älter sind, zuständig. Diese stehen im Zentrum der Arbeit. Da im Quartier ein überdurchschnittlicher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund lebt, ist es dringend geboten, Maßnahmen zum Zusammenleben aller zu ergreifen, die Nachbarschaft zu fördern. Für die Gruppe der Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte (SmitZu) soll die kulturelle, soziale und politische Teilhabe gefördert werden, sie sollen in die Planung und Durchführung eingebunden werden, sodass sie ihre Selbstwirksamkeit stärken und ihre Lebensqualität erhöhen können.
Viele Institutionen stehen landesweit vor der Herausforderung, diese Zielgruppe in die Gemeinwesenarbeit einzubeziehen. SmitZu nehmen bisher kaum an Gruppenangeboten teil, sie werden aus sprachlichen, gesundheitlichen oder mobilitätseingeschränkten Gründen und teils auch weil Frauen aus einigen Kulturen sehr ans Haus gebunden sind, schwer bis gar nicht erreicht. Das Projekt stellt sich der Herausforderung, hier einen neuen Ansatz zu finden. Das CaféMobil, das zu einem Kaffee- und Treffpunkt umgebaute Lastenfahrrad, fährt zu den Menschen, bietet sich als ein "Marktplatz" für Begegnung an. Mit aufsuchender Arbeit sollen so SmitZu erreicht werden. Denn erst dann können überhaupt Ansätze von GWA verfolgt werden - um Menschen bspw einzubinden und ihre Teilhabe-Chancen erhöhen zu können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote sich nach den Bedarfen der Bewohner*innen richten.
Kriterium
Beschreibung
Die teilnehmenden Senior*innen mit Migrationshintergrund sich in die Planung und Durchführung der Aktivitäten ehrenamtlich einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Es ist gelungen, mit den oben erwähnten anderen Institutionen eng zusammenzuarbeiten und es sind weitere Kooperationspartner aus dem sozialen und privatwitschaftlichem Bereich hinzu gekommen.
Kriterium
Beschreibung
Ressentiments von Mitgliedern anderer Gruppen im SAZ abgebaut sind. Und eine sichtbare "Durchmischung" bei verschiedenen Projekten deutlich ist.
Beschreibung
Die Stärken und Ressourcen von Personen und Institutionen sind identifiziert, aktiviert und werden weiter entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Dieser Standard ist erreicht, wenn die im Vorrang stehende Zielgruppe (migrantische Senior*innen) aus unterschiedlichen Kulturkreisen eingebunden ist, ebenso wie sogenannte Bio-Deutsche, sowie Nachbar*innen anderer Altersgruppen.
Vorhandene Strukturen
Im Quartier gibt es das Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, den Verein SPATS e.V. mit den Einrichtungen NachbarschaftsDienstLaden (NaDiLa), dem NaDu-Kinderhaus, dem Stadtteilbauernhof und dem Seniore*innen-Aktiv-Zentrum (SAZ), Gärten des Vereins Internationale StadtteilGärten Hannover e.V. (ISG), das Sozialkaufhaus Stöber-Treff, das Seniorenbüro einer Ev.-luth. Kirchengemeinde sowie verschiedene Beratungsangebote. Zudem gibt es von der Landeshauptstadt Hannover ein städtisches Jugendzentrum und einen Stadtteiltreff sowie eine Außenstelle Senioren- und Pflegestützpunkt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Senioren der Landeshauptstadt Hannover, bes. Kommunaler Seniorenservice
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff; Senioren- und Pflegestützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, ASB, DRK, Die Johanniter, ijgd, Malteser Hilfsdienst, SoVD,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
andere Einrichtungen des SPATS e.V.: NaDiLa, Stadtteilbauernhof, NaDu-Kinderhaus; Internationale Stadtteilgärten e.V.,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen/Bremen, pflegende Angehörige - konkrete Kooperationspartner*innen stehen noch nicht fest
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. und katholische Kirchengemeinden, jüdische, muslimische, ezidische und buddhistische Gemeinden - konkrete Kooperationspartner*innen stehen noch nicht fest (außer der Ev.-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeit durch Präsenz auf Veranstaltungen / Märkten sowie durch Aushänge / Flyer, ggf. Presseinformationen an die hannoverschen Printmedien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide, bes. mit dem Bezirksbürgermeister Dr. Wjahat Waraich. Weitere konkrete Kooperationspartner*innen stehen noch nicht fest.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle, die motiviert und aktiviert werden können :-)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrierte Gesamtschule - IGS Vahrenheide/Sahlkamp (Schüler*innen der oberen Jahrgangsstufen als Sprachmittler*innen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die weitere Finanzierung dieses Projektes kann nur über Fördergelder sichergestellt werden. Für Anträge kommen infrage: das BMFSFJ, das BMG (Präventionsgesetz), die Landesvereinigung für Gesundheit (LVG), die Gesundheits- und Pflegekassen, das BAMF, die Bürgerstiftung Hannover, u.a. Wie sich die Förderlandschaft für 2027 darstellt, ist heute noch nicht abzusehen. Vielleicht passt das Projekt dann auch zB zur Sparkassenstiftung. Dies herauszufinden & anzugehen, ist Aufgabe im 3. Förderjahr.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
DIAKOVERE Vielfaltsbrücke
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Hildebrandt
| Funktion | Referentin für Drittmittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Quartiersmanagement, das Nachbarn schafft.
Projektbeschreibung
Das Quartiersmanagement der DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH organisiert seit 2019 im Neubauquartier Steinbruchsfeld ein inklusives Wohncafé und stieß damit den ersten Schritt zur Förderung von Inklusion im Quartier Steinbruchsfeld an. Das inklusive Wohncafé ist ein offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten, der allen Bewohner*innen des Quartiers offensteht. Das Ziel ist es, Strukturen zur Förderung von selbstorganisierten Aktivitäten im Wohncafé zu schaffen, um eine intensive Quartiersarbeit sicherzustellen und damit Brücken zwischen vielfältigen Personengruppen im Quartier zu schlagen.
Bis zum 28.02.2023 wird das Projekt noch von Aktion Mensch gefördert. Durch Corona und eine Weiterentwicklung des Quartiers (ein Flüchtlingsheim und eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus sind hinzugezogen) ist eine Fortsetzung des Quartiersmanagements enorm wichtig.
Hier Eindrücke vom Wohncafé: https://www.diakovere.de/menschen-mit-behinderung/zentrum-fuer-teilhabe-und-selbststimmung/quartiersmanagement/misburg/
Laufzeit
2023-03-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden.
Durch den vermehrten Zuzug von sozial benachteiligten Personengruppen besteht die Gefahr, dass die soziale Infrastruktur den wachsenden Anforderungen der sozial benachteiligten Personengruppen nicht mehr entspricht und weitere Unterstützungsangebote im Quartier notwendig werden, um Konflikte im Quartier zu vermeiden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Misburg-Nord
Beschreibung
Das Wohnquartier Steinbruchsfeld liegt im Stadtteil Misburg-Nord im Stadtbezirk Misburg-Anderten in der Landeshauptstadt Hannover. Der Stadtteil Misburg-Nord grenzt im Westen an die Stadtteile Groß-Buchholz und Heideviertel, im Norden an den Stadtteil Lahe, im Osten an die Stadtgrenze zu Lehrte-Ahlten und im Süden an den Stadtteil Misburg-Süd. Der Stadtteil Misburg-Nord hat eine Gesamtfläche von 1.388 ha (Stand 31.12.2020). Die flächenmäßig bedeutsamsten Nutzungen stellen Siedlungsflächen (30,6%), Verkehrsflächen (10,9%), Vegetationsflächen (55,1%) und Gewässerflächen (3,4%) dar (Stand 31.12.2020). Das Neubauquartier Steinbruchsfeld hat eine Gesamtfläche von 24ha. Herzstück des Quartiers ist der 3,8 ha große öffentliche Stadtteilpark Steinbruchsfeld. Der Stadtteilpark liegt im Nord-Westen des Quartiers und verbindet das Quartier mit den nördlich und westlich angrenzenden Quartieren.
Die Landeshauptstadt Hannover ist eine wachsende Stadt. Zwischen 2007 und 2017 hatte die Landeshauptstadt Hannover einen Zuwachs von 6,4% (32.710 Personen) (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Wie die Landeshauptstadt Hannover wächst auch der Stadtteil Misburg-Nord. Zwischen 2007 und 2017 hatte der Stadtteil Misburg-Nord einen Zuwachs von 4,2% (908 Personen) (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Heute hat der Stadtteil Misburg-Nord eine Fläche von 1388 ha und 23.327 Einwohner*innen (Stand: 31.12.2020). Die Bevölkerungsprognose prognostiziert, dass das Bevölkerungswachstum im Stadtteil Misburg-Nord weiter zunehmen wird.
Dazu beitragen wird u.a. das große Quartier Steinbruchsfeld, in dem seit den 1990er Jahren in zwei Bauabschnitten, Steinbruchsfeld-West und Steinbruchsfeld-Ost, Wohnraum in unterschiedlichen Bautypologien für Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen entsteht. Im Steinbruchsfeld-West sind allein bis 2019 850 neue Wohneinheiten entstanden (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Im Steinbruchsfeld-Ost sollen bis 2025 bis zu 400 weitere neue Wohneinheiten entstehen (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Ein Teil der Wohneinheiten wird als geförderter Wohnungsbau errichtet, um Menschen aller Einkommensgruppen bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.
In die neuen Wohneinheiten ziehen überwiegend junge Familien, obwohl der Stadtteil Misburg-Nord mit 44,76 Jahren (Stand 31.12.2020) das höchste Durchschnittsalter in der Landeshauptstadt Hannover hat. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 8,1% (Stand 31.12.2020) um 14,9% (Stand 31.12.2020). Damit ist bereits vor Fertigstellung des Steinbruchsfeld-Osts der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Misburg-Nord mit 17,0% (Stand: 31.12.2020) im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 15,5% (Stand: 31.12.2020) hoch.
Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_steinbruchsfels_misburg-nord.jpg
(343.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Projekt betreiben wir Quartiersmanagement nach dem Bielefelder Modell. (Siehe Beschreibung vorhandener GWA/QM)
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gruppen sich selbstständig organisieren können
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Jahr 2019 errichtete die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH (DAL) in einer Stadtvilla der hanova GBH im Quartier Steinbruchsfeld ein Servicehaus. Das Servicehaus ist ein inklusives Wohnraumkonzept mit vierzehn barrierefreien Mietwohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Der ambulante Pflege- und Assistenzdienst bietet dort Menschen mit Behinderungen mit dem Konzept Servicewohnen individuelle Pflege- und Assistenzdienstleistungen und Ambulant Betreutes Wohnen zur Unterstützung und Förderung eines selbstbestimmten Lebens in ihrer eigenen Wohnung an, um trotz Pflegebedürftigkeit in allen Lebensphasen einen Verbleib in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Seit 2019 betreibt die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH (DAL) im Erdgeschoss des Servicehauses das sozialraumorientierte und inklusive Wohncafé, das in Anlehnung an das sogenannte „Bielefelder Modell“ als offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten allen Bewohner*innen des Quartiers täglich offensteht.
Das Wohncafé wird im Zusammenspiel von ehrenamtlichen Nachbar*innen des Quartiers und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des Quartiersmanagements koordiniert. Im Mittelpunkt der alltäglichen Arbeit der ehrenamtlichen Nachbar*innen des Quartiers und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Quartiersmanagements steht die Förderung eines nachbarschaftlichen Miteinanders.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Miete des Wohncafés soll über die Weitervermietung an Vereine, Veranstaltungen, etc. erfolgen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen sollen durch ehrenamtliche Strukturen ersetzt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Suche der Stadt Bestes: GWA Büttnerstraße
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jennifer Nestvogel
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung einer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Das Projekt soll der Katalysator und das Bindemittel für den Aufbau eines Miteinanders der unterschiedlichen Gruppen in der Nachbarschaft der Büttnerstraße werden, um die Problemlagen der Lebenswelt selbstorganisiert anzugehen, das Wohnumfeld aktiv mitzugestalten und Räume anzueignen.
Der Stadtbezirk Vahrenwald-List ist mitunter der dichtbesiedelste Hannovers mit einem hohen Anteil an Migrations- und Zuwanderungshintergründen. Der kooperierende anerkannte Träger (https://sinti-verein.de) berät Ehrenamtliche in Hannover ausgehend vom Konzept ihres Familienbildungszentrums in Hamburg. Die schon angestoßenen Aktivitäten in Hannover wie der Kids-Club sind sehr nachgefragt. Hier soll das Projekt anknüpfen und alle Nachbarn auch aus Männer-Werkheim für Suchterkrankte, AWO Altersheim, Flüchtlingsheim und zwei Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, einbinden.
Ein entstehender Begegnungsraum soll spürbaren Trends aus umliegenden Stadtteilen (soziale Brennpunkte im Sahlkamp und Vahrenheide sowie steigende Armut in Hainholz) entgegenwirken und eine für alle sichtbare Anlaufstelle werden, wo alle Menschen der Nachbarschaft die Möglichkeiten haben, gemeinsame Aktionen zu organisieren und unterstützt zu werden. Als idealer Ort können die Räume in dem Eckgebäude genutzt werden (siehe Foto), wo ehrenamtliche die offenen Angebote wie Kids-Club oder Seniorencafé stattfinden. Die Möglichkeit der Mehrfachnutzung, beziehungsweise Mitnutzung der Räme erlaubt 1. eine Bewerbung der Suche der Stadt Bestes GWA in Form eines sichtbaren Banners an der Außenwand, als auch 2. tägliche verlässliche Öffnungszeiten des GWA-Büros anzubieten und 3. hier erste Nachbarschaftstreffen und kleinere Aktionen durchzuführen. Besondes relevant wird der zugehörige Parkplatz sein, der viel freie Fläche bietet für Stadtteilfeste, Märkte und größere Zusammenkünfte.
Suche der Stadt Bestes GWA schafft Räume, von welchen aus gewünschte Vorträge, Aktionen und im weiteren Schritt auch regelmäßige Bewohnerrunden durchgeführt werden können zum Ziel, die benachbarten Menschen aus den umliegenden Straßen an einem Ort zusammenzubringen, wo Beziehungen wachsen, Vorteile abgebaut werden können: Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen konfliktfrei und offen mitgestalten. Von diesem Handlungsfeld aus könnte ein weiteres erschlossen werden: Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit oder Stadtteilkultur oder
Umwelt und Verkehr ganz im Sinne: Suchet der Stadt Bestes.
Laufzeit
2022-09-05 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Negative Schlagzeilen wie Totschlag, Raubüberfall, Brand im Flüchtlingsheim dominieren das Image der Büttnerstraße. Die Ecke Büttnerstraße/Vahrenwalderstraße ist auch durch das Männerwohnheim geprägt: Müll, kaputte Glasflaschen, Konsum auf dem Parkplatz und Einbrüche in Autos prägen die Nachbarschaft. Daneben gibt es viele verschiedene Nationalitäten und Kulturen, die dort aufeinander prallen. Überwiegend türkische und arabisch, aber auch osteuropäische und afrikanische Sprachen in der Nachbarschaft erschweren einen Austausch. Hinzu kommt, dass die Nachbarschaft durch einige Unternehmen und durch eine viel befahrene Kreuzung mit Straßenbahnen geprägt ist. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein Alterswohnheim und zwei Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Gesamtstädtisch gehört die Büttnerstraße noch zu Vahrenwald-List, dem dichtbesiedelsten Bezirk Hannovers, aber weißt aufgrund seiner Randlage ganz andere sozio-geographische Merkmale auf als um die Lister Meile. Neben diesem fehlenden interkulturellen Austausch, für den es bereits Vorhaben und Förderungen auch von Migrationsvereinen gibt, fehlt es an Berührungspunkten mit anderen Anwohnenden. Die Nachbarschaft rund um die Büttnerstraße in Richtung Hainholz und Brink-Hafen ist, obgleich sie nur wenige Hunderte Meter entfernt ist, leider abgehangen vom Freizeitheim-Vahrenwald, welches seit mehreren Jahren tolle Angebote für Teilhabe, Bildung und Integration als Stadtteilzentrum erbringt. Die Nachbarschaft im Projektgebiet befindet sich an der Stadtteilgrenze, ist unterversorgt und weist ganz andere Bausubstanzen: anstelle der typischen Altbauwohnungen mit Innehnöfe in der List, trostlose Wohnblöcke.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, weil es vor Ort präsent ist und ressortübergreifend Anreize schafft, zusammenzukommen. Es fokussiert den Empowerment Ansatz und beabsichtigt die Problagen der Lebenswelt zu verstehen, zu benennen. Das Projekt zielt daauf ab, dass die Nachbarschaft selbst aktiv wird und Wege und Methoden gemäß der Partizipation erlernt, selbst zu organisieren, wie die Probleme gelöst werden könnten. Im Projekt selbst wird ganz gezielt ganzheitlich und nicht zielgruppenspezifisch geworben. Der Fokus liegt also ganz klar auf Problemlösung, Lebensweltorientierung, und Bezuehungsarbeit im Aufbau eines Netzwerkes, welches ganz gezielt durch Kooperationen ergänzt werden soll.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Geplant ist, dass die Stadt Hannover dieses Projekt beziehungsweise die sich daraus ergebenden Themen und Formen der Nachbarschaft in eine gesamtstädtische Strategie integriert und auch mitfinanziert.
Gerade durch den Aufbau eines Netzwerkes sollen auch dort ansässige Unternehmen, Vereine und Einrichtungen zu Förderern werden und es sollen Public-Private-Partnerships entstehen, über die Teile des Projektes übernommen werden sollen.
11. Medien
Neue Nachbarschaft inklusiv(e)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Bastiansen
| Funktion | Bereichsleitung Soziale Teilhabe und Assistenz |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Nachbarschaft für Alle in Kronsrode
Projektbeschreibung
In Kronsrode als Neubaugebiet im Süden Hannovers ist die Nachbarschaft noch unbekannt. Die unterschiedliche Bauweise lässt aber jetzt schon auf vielfältige Wohnformen und unterschiedliche persönliche, soziale und finanzielle Ressourcen schließen.
Im Baufeld 1.1. befinden sich rund um den Hof barrierearme/-freie Wohnungen, von den 1/3 öffentlich gefördert sind. Neben den gemeinsamen Grünflächen wird es einen Gemeinschaftsraum geben, der den Nachbar*innen für Begegnung und Aktivitäten unentgeltlich zur Verfügung steht. In diesem Projekt wird es auch zwei WGs geben, in denen Menschen mit einer geistigen und / oder psychischen Beeinträchtigung mit unserer Assistenz selbstständig leben werden. Voraussichtliche Fertigstellung des Baufeldes ist für Anfang 2023 geplant.
Wir wollen möglicher Segregation - durch die soziale Gemengelage – präventiv entgegenwirken, indem wir von vornherein ein sozialraumorientiertes Angebot für ALLE Nachbarn gestalten und die aktive Teilnahme- und Teilhabemöglichkeiten entdecken und fördern. Weiterhin werden die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation einzelner Personen und / oder Gruppen gefördert. Ziele sind der Aufbau von individuellem und kollektivem Empowerment und Netzwerken vor Ort. Von besonderer Bedeutung wird insbesondere zu Beginn des Projektes sein, die Interessen und Bedarfe der Personen vor Ort zu analysieren und eine sozialraumorientierte Soziale Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dafür wird eine Ansprechperson sowohl für Akteur*innen/Anbietern von Dienstleistungen und Bewohner*innen gleichermaßen erforderlich.
Zur Erreichung dieser Ziele wird professionelle Anregung, Beratung, Koordination und Moderation notwendig sein, um den Prozess der Aktivierung der Menschen im Sozialraum zu fördern. Eine gut funktionierende Nachbarschaft lebt vom Dialog und entwickelt sich mit dem Wandel der Entwicklungen sowie den gesellschaftlichen Veränderungen. Was „gute" Nachbarschaft ist letztlich immer wieder neu auszuhandeln, unter Einbezug der Beteiligten, geht es doch um die Gestaltung der (zukünftigen) Lebensverhältnisse. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. In der (z.T.) hochmobilen und beschleunigten soziale Welt fühlen sich besonders die Menschen verunsichert, die diese Flexibilität nicht erbringen wollen oder können. Damit steigt einerseits die Bedeutung des Nahraums, aber auch die Notwendigkeit geschützter Räume bzw. Settings.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf einer Fläche von 53 ha entsteht im Südosten Hannovers ein neues Wohngebiet: Kronsrode.
Auf dem Baufeld 1.1 entstehen insgesamt 133 hanova-Mietwohnungen, wovon 32% (54) öffentlich gefördert sind. Das Angebot: 1,5 bis 7-Zimmer-Wohnungen auf einer Wohnfläche von 33 m² bis hin zu 199 m². Eine Besonderheit in diesem Baufeld: Hier bieten rund 40–60 Wohnungen eine Sonderwohnform mit dem Wohn- und Versorgungskonzept hanova WOHNEN PLUS. Weiterhin soll ein Wohncafé entstehen, welches von der hanva mietfrei zur Verfügung gestellt wird und im Rahmen des Projektes von den Hannoverschen Werkstätten genutzt wird.
Die Bauweisen und Eigentums- bzw. Mietverhältnisse unterscheiden sich in dem Neubaugebiet. Im Geschosswohnungsbau entstehen sogenannte Wohnhöfe, d. h. die Wohnungen sind auf einen gemeinsamen Innenhof ausgerichtet. So auch in unserem inklusiven Baufeld 1.1. Mit der Belegung durch das Amt für Wohnungswesen, den barrierefreien Wohnungen und unseren Wohngemeinschaften ziehen hier Mieter*innen ein, für die - zusätzlich zu dem Umstand, dass sie alle neu in einen neuen Stadtteil kommen - die nähere Umgebung sehr wichtig ist. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken bekanntermaßen den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. Zusätzlich befinden wir uns aktuell in Ausnahmesituationen (Pandemie; Geflüchtete, Kriege), deren Nachwirkungen sich auf die Zusammensetzung und/oder Kontaktbereitschaft auswirken werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bundesrepublik Deutschland, die Länder und Gemeinden sind verpflichtet eine selbstbestimmte Lebensführung aller Menschen in einem inklusiven Gemeinwesen zu garantieren.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden sich in den Jahren neue Akteure und Netzwerke ansiedeln, Beziehungen entwickeln und stabilisieren. Das Gemeinwesen wird aus der ersten Findungsphase herausgewachsen sein. Aktuell steht nicht fest, ob bzw. wie die LHH sich in Kronsrode engagieren wird bzw. diese Aufgabe Dritten überlässt. Durch die Kooperation mit hanova und Teilnahme an stadtbezirklichen sowie stadtweiten Netzwerken sind wir in die Strukturen eingebunden. Durch das ABW und den Kiosk werden die HW weiter vor Ort bleiben
11. Medien
Galerie
Alles andere als kalter Kaffee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Freitag
| Funktion | Diakonin, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wertschätzende Begegnungen stärken die Gemeinschaft in Barsinghausen
Projektbeschreibung
Die evangelischen Kirchengemeinden in Barsinghausen wollen in der Innenstadt Räume eröffnen für Menschen, die sich sonst nicht im Alltag oder auch bei ihren Angeboten treffen. Kirche bewegt sich raus aus ihren Räumen und damit entstehen neue Orte der Begegnung. Gleichzeitig werden die Kommunikation und das Miteinander insgesamt gestärkt. Ein Ort der Begegnung soll das "Coffee-Bike" werden. Als aufsuchendes, niederschwelliges Angebot ist mit diesem Fahrrad mit Elektromotor ein:e Mitarbeiter:in (z.B. Sozialpädagog:in) regelmäßig zum Beispiel auf Spielplätzen, auf dem Mont-Saint-Aignan-Platz vor der Klosterkirche, auf dem Deisterplatz oder anderen zentralen Orten in Alt-Barsinghausen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das Coffee-Bike hat entsprechende Aufbauten, hat ein Dach als Regenschutz, verfügt über eine gute Siebträger-Kaffeemaschine, außerdem wird heißes Wasser für Tee angeboten und im Sommer kalte Getränke. Im Aufbau des Lastenfahrrades lassen sich Spiele, Bastelmaterial, aber auch Informationen (z.B. Flyer zu Beratungsangeboten) transportieren. Auf unkomplizierte Art und Weise kommen die Menschen direkt in ihrem Wohnumfeld miteinander ins Gespräch. Der/die Mitarbeiter:in begleitet diese Situationen wertschätzend und offen. Im persönlichen Gespräch werden Wünsche, Bedürfnisse, Interessen der Bewohner:innen in Bezug auf sich selbst und das Wohnumfeld erkannt und formuliert. Ein Kennenlernen zwischen den Bewohner:innen wird gefördert. Durch die aufsuchende Arbeit soll ein Übergang zu anderen kirchlichen und diakonischen Angeboten ermöglicht, begleitet und erleichtert werden. Das Coffee-Bike kann perspektivisch auch an anderen Orten Räume der Begegnung eröffnen (z.B. Gemeindefeste, Verkaufsoffene Sonntage....). Verschränkt werden soll das Coffee-Bike mit dem in Planung befindlichen Kirchenladen (Titel: „kirchen:fenster“), in dem auch ein regionales Büro der Kirchengemeinden angesiedelt ist. Im Kirchenladen haben Gruppen auch ein Dach über dem Kopf, die zum Beispiel bei den Fahrten des Coffee-Bikes Interesse an bestimmten Themen formulieren und sich zu weiteren Beratungen/Austausch im Laden treffen können.
Hinweis zum Träger: rechtlicher Träger ist der Kirchenkreis Ronnenberg, der im Einzugsbereich der Kommunen Barsinghausen, Gehrden, Wennigsen und Ronnenberg liegt. Das Projekt liegt in Barsinghausen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die evangelischen Gemeinden in Barsinghausen stehen vor großen Herausforderungen und werden ihre Arbeit und ihr Auftreten in der Stadt modernisieren. Sie möchten die Menschen in ihrem Alltag aufsuchen, ihnen offene Orte des Lebens und des Austauschs bieten. Die Vernetzung mit der Kommune und anderen Akteur:innen soll ausgebaut werden. Aktuell sind die Kirchengemeinden in Barsinghausen parochial strukturiert, d.h. in Kirchendistrikte aufgeteilt. Die Gemeindemitglieder haben "ihre" Kirche, "ihre:n" Pastor:in. Es geschieht wenig Austausch - weder unter den Gemeindemitgliedern noch mit denen, die zu keiner Kirchengemeinde gehören. In der Innenstadt – dem Projektort – fehlen Begegnungsorte für alle Generationen, wie zum Beispiel gemütliche Cafés, Spielplätze für Familien mit kleinen Kindern, Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Innenstadt lädt nicht zum Verweilen ein. Im Projektgebiet leben sehr viele ältere Menschen – häufig allein. Sie nutzen die Fußgängerzone zum Einkaufen oder auch für Arztbesuche. Mit dem "Coffee-Bike" der Kirchengemeinden werden diese Grenzen überwunden. Die Kirche möchte ihre "Bubble" verlassen und stärker auf die Menschen zugehen. Da sein, wo die Menschen sind: Zwischen Bäcker und Optiker und Bücherhaus. Die Kirchengemeinden in Barsinghausen begreifen es als Chance und Aufgabe daran mitzuwirken, die Barsinghäuser Innenstadt auf vielfältige Weise zu beleben und attraktiver zu gestalten. Das Coffee-Bike ist das mobile Element, das die Idee einer zeitgemäßen, aufsuchenden Gemeindearbeit weiterträgt. Damit wird dem kirchlichen Strukturwandel begegnet und der Auftrag gestärkt, im öffentlichen Raum seelsorgerlich, diakonisch und demokratisch zu handeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Barsinghausen
Beschreibung
Das Projektgebiet wird im Norden von der Bahnlinie begrenzt, im Westen von der Hinterkampstraße, im Süden vom der Straße Am Waldhof und im Osten von der Rehrbrinkstraße und Teilen der Bergstraße.
Einwohnerzahl
2830
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersverteilung der Stadt Barsinghausen; Quelle Stadt Barsinghausen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
geltungsbereich.jpg
(204.33 KB)
Gebiet-Name
gg
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist ein niedrigschwelliges Angebot der aufsuchenden Arbeit im Quartier. Der/die Mitarbeiterin ist mit einem Coffee-Bike unterwegs und begegnet den Bewohner*innen offen und wertschätzend. Er/sie fragt offen nach Bedarfen und Interessen und begleitet diese Fragestellungen/Defizite so, dass die Bewohner*innen ihre eigenen Interessen formulieren und befähigt werden, diese Interessen auch konstruktiv einzubringen in einen Blick auf die Gesellschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt wird mit eingebunden in die bestehenen Netzwerke, wie z.B. das Freiwilligenzentrum, die AWO-Frauenberatungsstelle oder die Beratungsstelle des DRK, außerdem Diakonie in Barsinghausen Es entsteht ein "Runder Tisch" der Beratungsangebote
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen entwickeln eigene Initiativen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, sie werden befragt, nach ihren Interessen und erhalten Informationen, wie sie diese Interessen umsetzen können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO - Frauenberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK - Migrationsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - Freiwilligenzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Coffee-Bike verschwindet nicht aus dem Stadtbild, sondern verbindet sich mit dem "kirchen:fenster" (Kirchenladen) als zentraler Ort von Kirche in der Innenstadt. Es bleibt weiterhin präsent bei Veranstaltungen und Aktionen und als Möglichkeit, aufsuchende Arbeit zu machen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Prävention im Dichterviertel - Poets that care
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
| Organisation | kvhs Ammerland gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Bildungskoordinator |
2. Kurzbeschreibung
Prävention im Dichterviertel - in Abstimmung mit dem Präventionskonzept der Gemeinde
Projektbeschreibung
Das Dichterviertel in Rastede ist das Ankunftsquartier für MigrantInnen in der Gemeinde Rastede. Die Gemeinde hat ca. 22.000 EinwohnerInnen. Von diesen wohnen ca. 370 Personen im Dichterviertel. Das Dichterviertel kennzeichnet sich sozial durch Transfergeldempfängerhaushalte, einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, Familien mit mehreren Kindern in oft zu kleinen Wohnungen (a), baulich durch Geschosswohnungsbau der 1960er Jahre in einer Randlage direkt an der Autobahn gelegen neben der Förderschule (b), funktional durch ein reines Wohngebiet (c) und symbolisch durch einen schlechten Ruf in der gesamten Gemeinde (d). Das Projekt setzt an Ergebnissen an, die im Rahmen einer Umfrage (Vollerhebung) unter Schülerinnen und Schülern im Kontext Communities that Care (CTC) und Prävention an den Schulen der Gemeinde durchgeführt worden ist. Das Projekt setzt dabei am entstandenen Präventionskonzept der Gemeinde an und will dies mit einem besonderen Quartiersschwerpunkt im am stärksten belasteten Quartier der Gemeinde vertieft umsetzen, um die Resilienz zu stärken, Erziehungskompetenzen weiterzuentwickeln und so präventiv zu wirken. Im Mittelpunkt im Quartier stehen dabei Frauen und Kinder - unter anderem neuzugewanderte aus afrikanischen Staaten. Nach den Umfrageergebnissen sind zentrale Handlungsansätze die Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen, die Förderung der Sozialkompetenzen und Lebenskompetenzen von Kindern. Die Gemeinde setzt hier mit ihren Maßnahmen insbesondere im Kontext Schule an. Das Projekt will dies in der Lebenswelt Quartier und hier mit einem Fokus auf den Müttern in der Wirkung verstärken. Dafür sollen Programme der Grünen Liste Prävention im Quartier umgesetzt werden. Darüber hinaus soll die eingesetzte, in der Quartiersarbeit erfahrene Sozialpädagogin vor Ort Gemeinwesenarbeit vorantreiben. Durch die Pandemie wurde das lokale Sozialkapital geschwächt. Zur Stärkung des lokalen Sozialkapitals soll auf vorherigen Projekten aufgebaut werden und das Dichterviertel soll ein Quartier der Gesundheit werden - mit einem Fokus auf Nutzgärten und Bewegung.
Ziel ist somit die die Gemeinde umfassende Präventionsstrategie in der Lebenswelt "Dichterviertel" integriert umzusetzen und zu vertiefen. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei im Einklang mit CTC dem Begriff "community" zu - dem Sozialraum.
Inwieweit der Sozialraum Dichterviertel von den Folgen des Ukraine-Krieges betroffen sein wird ist dabei gegenwärtig noch nicht abzusehen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dichterviertel in seiner Struktur wurde bereits in der Kurzbeschreibung dargestellt. In Kurzform: Starke räumliche Konzentration benachteiligter Haushalte - in der Regel mit Migrations-/Fluchterfahrung in beengtem Wohnraum in reiner Wohnsiedlung in örtlicher Randlage mit stigmatisierendem, negativem Image. Die Situation vor Ort ist weiterhin gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Fluktuation ("Wer es geschafft hat zieht weg"), so dass eine Quartiersidentität nur schwach ausgeprägt ist. Aktuell ist vor allem ein Zuzug alleinerziehender Frauen aus afrikanischen Staaten zu beobachten - die 'Versorgung' mit Sprachkursen läuft dabei über die Integrationskurse der kvhs und ehrenamtliche Tätigkeiten im MitEinAnder. Die vorhandenen Grünflächen sind mit Ausnahme des, von der kvhs mit BewohnerInnen entwickelten, Dichtergartens weitgehend ungenutzt und ungepflegt. Aus Gesprächen mit Bewohnerinnen und Kontakten mit dem Jugendamt ist zudem bekannt, dass häusliche Konflikte häufig sind und viele Familien sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert fühlen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Handys (z. T. auch Pornographie) und der Konsum von Betäubungsmitteln durch die Kinder. Gerade die Frauen und Mädchen sind in ihren Aktivitäten auf die Lebenswelt Quartier beschränkt. Frauen verlassen das Quartier häufig nur zum Einkaufen und Mädchen nur für die Schule. Innerfamiliär ist eine 'klassische' Aufgabenverteilung, wonach die Frauen für die Erziehung der Kinder zuständig seien und die Männer für andere, nicht näher benannte Dinge, der Regelfall - sofern Männer überhaupt anwesend sind. Aktuell sind die Folgen des Ukraine-Krieges für das Viertel noch nicht absehbar.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rastede Dichterviertel
Beschreibung
Das Dichterviertel liegt am Rande des zentralen Ortes der Gemeinde Rastede - die Gemeinde hat 21.000 EinwohnerInnen und das Dichterviertel nach aktuellen Angaben der Gemeinde 356. Im Westen wird es durch die BAB A29 abgegrenzt. Im Süden befindet sich ein Landschaftsbaubetrieb, der das dortige Areal als Bauhof nutzt. Direkt daneben findet sich ein landwirschaftlicher Betrieb. Im Norden befindet sich eine von zwei Förderschulen im Landkreis Ammerland als Grenze. Zur Siedlung hin offen ist das Viertel mittlerweile in Richtung Osten. Hier wurden in den vergangenen Jahren einige Unterkünfte errichtet, die als Flüchtlingsunterkünfte dienen. Daher unterscheidet sich die Gebietskulisse auch vom letzten Förderantrag (Ausgewaschen), da wir diese neuen Gebäude und deren Bewohner mit in die Förderkulisse aufnehmen wollen. Nachdem direkt nach der Fertigstellung der neuen Gebäude zunächst Zäune zwischen diesen und dem Dichterviertel aufgestellt worden sind, wurden diese vor ca. 18 Monaten wieder abgebaut. Die weitere Bebauung östlich des Quartiers besteht im Wesentlichen aus Einfamilienhäusern. Der nächste Discounter befindet sich in ca. 1,6 km Entfernung. Die Größe des Gebietes umfasst nach Angaben der Gemeinde ca. 20.400 Quadratmeter
Einwohnerzahl
356
Quelle / Anmerkungen
Angaben der Gemeinde - somit nur offiziell gemeldete EinwohnerInnen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Auswertung aus dem Jobcenter - zu berücksichtigen ist, dass von den 21.000 Menschen in der Gemeinde lediglich 356 im Projektgebiet wohnen - also ca. 1,7 %.
Rastede Lessingstraße in %
Bedarfsgemeinschaften (Dez 21) 423 30 7,09%
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 598 70 11,71%
davon >=25 Jahre 488 46 9,43%
davon ausl. Staatsangehörigkeit) 220 53 24,09%
Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 246 35 14,23%
davon ausl. Staatsangehörigkeit 107 25 23,36%
Arbeitslose SGB II 206 18 8,74%
davon U25 20 14 70,00%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
miteinander_-_gute_nachbarschaft_-_karte.pdf
(128.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - individuell im Sozialraum. Sozialer Raum ist nicht nur geographisch, sondern auch soziologisch zu verstehen als eigene Lebenswelt (spatial turn). Die Bedeutung des sozialen Raumes in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung seit den 1920er Jahren (Chicago School, Robert Ezra Park).
Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff Quartierseffekte, ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz Moving to Opportunity, also der Umzug als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird, wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt bis zu aktuellen Förderkulissen- und Programmen. Im Dichterviertel soll ein Gemeinwesen unter verschärften Bedingungen geschaffen werden, die wenigen vorhandenen Reste stabilisiert werden, es soll im Quartier ein Diskurs über Erziehung und den Umgang in Gang gebracht werden, der zu einer veränderten gelebten Praxis vor Ort führt, so dass sich der Habitus des Ortes wandelt - von der Hinnahme zur Gestaltung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn die Angebote von den Menschen genutzt werden und diese bei der Ausgestaltung der Angebote aktiv mitwirken und diese mitdefinieren.
Kriterium
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn Angebote ohne weitere Unterstützung der erfahrenen Sozialpädagogin fortgeführt werden können was Selbstwirksamkeit der BewohnerInnen in den Angeboten voraussetzt.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn es gelingt die Erfahrungen des Projektes in den gemeindeweiten Präventionsprozess einzuspeisen und hier integriert an-, mit- und füreinander gelernt wird. Stärkung der Vernetzung zur Gemeindeverwaltung ist ebenfalls ein Ziel.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn die Stärkung der Quartiersidentität gelingt, in dem z. B. alle sich füreinander und den Zustand des öffentlichen Raumes verantwortlich fühlen (vg. Jane Jacobs Death and Life of American Cities).
Vorhandene Strukturen
Seit Mitte 2015 gibt es im Dichterviertel in einer 3-Zimmer-Wohnung den Quartierstreff MitEinAnder. Dieser hat in den vergangenen Jahren darüberhinaus aus einem ehemaligen Waschhaus einen Treffpunkt für Männer geschaffen der mittlerweile ehrenamtlich weitergeführt wird und vor ca. drei Jahren damit begonnen einen BewohnerInnengarten zu entwickeln. Das MitEinAnder wird durchgehend von der kvhs Ammerland gGmbH verantwortet und arbeitet seit Beginn mit einem quartiersbezogenen Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Durch Flucht und Vertreibung hat sich die Bewohnerschaft stets gewandelt. Aktuell ziehen vermehrt Menschen aus afrikanischen Staaten ins Dichterviertel und sind weitestgehend abgekoppelt von der bestehenden Bewohnerschaft. Da es sich bei den zuziehenden aus Afrika vorwiegend um alleinerziehende Mütter handelt, sollen diese mit der Arbeit des MitEinAnder stärker in das lokale Gemeinwesen integriert werden. Die vor Ort tätige Sozialpädagogin entwickelt am Bedarf orientiert kontinuierlich Freizeitangebote und arbeitet darüber hinaus aufsuchend und steht auch zu allgemeiner Beratung und Unterstützung zur Verfügung. War in den vergangenen Jahren der BewohnerInnengarten und damit verbunden das Thema Gesundheit ein großes Handlungsfeld soll nun die Gelegenheit genutzt werden, dass die Gemeinde sich dem Treff gegenüber sehr positiv äußert und im Rahmen des Präventionskonzeptes an den Themen Erziehungs- und Sozialkompetenz mit Methoden der Gemeinswesenarbeit gearbeitet werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung der Diakonie Ammerland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Gemeinde fördert die kvhs mit ca. 10.000,- € jährlich, so dass eine Personalgestellung für Projektleitung, etc. erst möglich wird. Ziel ist es diese Zusage im Rahmen der vereinbarten Evaluation in 2024/2025 zu verstetigen/zu entfristen, um somit einen Grundstock für weitere Förderungen zu schaffen. Das Präventionskonzept der Gemeinde ist unbefristet beschlossen worden und die enge Anbindung der Arbeit des MitEinAnder an dieses Konzept und CTC ist dabei ein weiterer Baustein.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stefanie Akwa
| Funktion | Fachbereichsleitung Soziale Arbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gesundheitsförderung und Digitalisierung in Oberricklingen Nord-Ost
Projektbeschreibung
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs ist ein Kooperationsprojekt der LHH und des DRK. Das Projekt ist angesiedelt in Oberricklingen Nord-Ost (ORINO), dass durch eine hohe Diversität der 3056 Einwohner*innen geprägt ist und als Gebiet mit erhöhtem sozialen Handlungsbedarf identifiziert wurde. Die bisherigen Aktivitäten im Quartier zeigen, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe Unterstützungsbedarf besteht. Es fehlt an Wissen über Angebote und Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Zugänge zu Angeboten werden zunehmend digitalisiert, was eine zusätzliche Hürde darstellt. Die Ermutigung zur Beteiligung von Menschen im Quartier braucht verstärkt personelle und zeitliche Ressourcen. Ziel des Projektes ist deshalb die Gesundheit und digitale Teilhabe durch erlebte Selbstwirksamkeit im Quartier zu verbessern. Dazu setzt eine Vollzeitstelle im Sinne der GWA verschiedene Maßnahmen um. 1. Erfasst sie Bedarfe und Ressourcen, erstellt einen Ressourcenatlas, bringt Akteure zusammen und nutzt vorhandene Strukturen für Synergien. Eine AG Gesundheit und Digitalisierung wird gegründet. Als gemeinsamer Auftakt finden die ersten Gesundheitstage in ORINO statt. Die Menschen werden in die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einbezogen. Durch aktivierende Befragungen, z.B. mit dem Kulturwagen MobiRick, werden Ideen und Bedarfe der im Quartier lebenden Menschen erfasst. 2. Diese münden in niedrigschwellige Angebote im Bereich Gesundheit (z.B. Sprechstunde, Bewegungsangebote) und Digitalisierung (z.B. Basiskurs) ein, die für die Menschen als nutzbringend empfunden werden und so als Türöffner fungieren. Darüber hinaus dienen sie auch als niedrigschwellige Begegnungsräume, die gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen ermöglichen. 3. Damit Selbstwirksamkeit wirklich erlebbar wird, reicht Empowerment nicht aus. Die Ressourcen der Menschen im Quartier sollen genutzt und sie schrittweise dazu angeleitet werden, selbst Angebote zu übernehmen. So findet ein Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden statt. Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich einzubringen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, diese in die Sanierungskommission einzubringen und aktiv das Quartier mitzugestalten. Die Besonderheit liegt darin, dass geplante Angebote direkt in den Räumlichkeiten verschiedener Träger angedockt werden, um diese möglichst nachhaltig im Quartier zu verankern. Das Projekt findet in der Lebenswelt des Quartiers statt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier leben viele sozial benachteiligte Familien, die Langzeitarbeitslosigkeit ist hoch. Das erhöhte Armutsrisiko bedeutet Einschränkungen in Lebensbedingungen und Teilhabechancen. Dies zeigt sich u.a. im Gesundheitsverhalten, z.B. in mangelnder Bewegung, unausgewogener Ernährung oder in chronischen Erkrankungen. Infos über Gesundheitsvorsorge und Bewusstheit für Gesundheit fehlen, Angebote werden nicht genutzt. Ein Drittel der Handlungsbedarfe, die von im Familiencoaching des Jobcenters befindlichen Personen benannt wurden, beziehen sich auf gesundheitliche Probleme. Dies liegt auch an mangelnder digitaler Teilhabe. Online-Dienste bekommen mehr Bedeutung, z.B. bei Terminvereinbarungen oder Bewerbungen. Auch Dienste der Krankenkassen werden digitalisiert (z.B. ePA). Es fehlt an Know-how im Umgang mit Online-Formularen, Datenschutz, Vetragswesen und Gefahren im Internet. Darüber hinaus treffen verschiedene Zuwanderungsgenerationen und Multiproblemlagen aufeinander, Annahmen über „den Anderen“ fördern das „Unter-sich-bleiben“, Menschen im Quartier bringen sich kaum ein, Begegnungsmöglichkeiten gibt es wenige. Deshalb gibt es das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (seit 2017). Die Stadt Hannover hat zwei Mitarbeitende im Quartiersmanagement eingesetzt. Im Rahmen des Programms sind gute Maßnahmen entstanden, z.B. Runde Tische zur Vermeidung Jugendarbeitslosigkeit und Sicherheit im Quartier. Es gibt ebenfalls eine Sanierungskommission. Diese Strukturen können genutzt werden, um die Themen digitale Teilhabe und Gesundheit im Quartier voranzubringen, neue Akteure zu gewinnen, vorhandene Ressourcen zu bündeln und gleichzeitig die Menschen im Quartier stärker einzubinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Oberricklingen Nord-Ost
Beschreibung
Das Projektgebiet ist das Gebiet Oberricklingen Nord-Ost. Die westliche Grenze bildet die Pyrmonter Straße, die östliche Grenze die Frankfurter Allee. Im Süden wird das Projektgebiet begrenzt durch die Wallensteinstraße, im Norden bildet die B65 eine natürliche Grenze.
Einwohnerzahl
3056
Quelle / Anmerkungen
Integriertes Entwicklungskonzept 2019 Oberricklingen Nord-Ost
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Oberricklingen Nord-Ost gehört durch seine Problemlagen zu den besonders benachteiligen Quartieren, weshalb das Gebiet durch das Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert wird. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Sanierung des Gebietes. Das Quartiersmanagement vor Ort hat das Ziel über die Maßnahmen der Verwaltung zu informieren und die Anliegen der Verwaltung weiter zu tragen. Im Rahmen der Aktivitäten des Programms und des Quartiersmanagements wurde deutlich, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe ein erhöhter Förderbedarf im Gebiet besteht. Die vorhandenen sozialen Einrichtungen sind jedoch bereits stark ausgelastet. Es ist keine Einrichtung in der Lage, sich den Themen Gesundheit und Digitalisierung in dem Maße zu widmen, in dem es notwendig wäre, um die Teilhabe der Menschen im Quartier zu sichern. Dies liegt insbesondere daran, dass der Zugang zu den Menschen, insbesondere bei sensiblen Themen wie Gesundheit, durch eine Vertrauensbasis aufgebaut werden muss. Dies benötigt Zeit und Ressourcen. In Abgrenzung zum Sozialen Zusammenhalt widmet sich das Projekt Wir in ORINO – gesund und digital unterwegs durch eine Maßnahmekombination den Themen Gesundheit und digitale Teilhabe, bringt diese koordiniert im Quartier vorwärts und nutzt und ergänzt dafür auch bereits entstandene Strukturen. Das Projekt dient also als sinnvolle Ergänzung zum Programm Sozialer Zusammenhalt. Es sind bereits gute Initiativen entstanden, darunter verschiedene Gremien, die sich mit verschiedenen Themenstellungen beschäftigen. Die Themen Gesundheit und digitale Teilhabe sind dabei bisher nicht berücksichtigt. Durch konkrete Angebote (z.B. Gesundheitsangebote) deckt es identifizierte Angebotslücken und stellt durch Empowerment-Angebote niedrigschwellig einen Zugang zu den Menschen im Quartier her. Dabei fokussiert es insbesondere die Zielgruppen, die bisher kaum oder keine Angebote wahrnehmen. Die Erfahrungen zeigen, dass dies zeitliche und personelle Ressourcen benötigt. Kontakte zu den Menschen und besonders Vertrauen müssen niedrigschwellig aufgebaut werden. Dies geht nur durch zusätzliche menpower. Ist niedrigschwellig Kontakt aufgebaut, kann schrittweise Selbstorganisation und Beteiligung gefördert werden. Diese soll dann sinnstiftend in die bestehende Sanierungskommission einfließen. Es besteht ein Bezug und eine Kooperation zum Quartiersmanagement, um eine nachhaltige Verankerung im Quartier zu gewährleisten, Synergien zu erzielen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf den Anteil an Kindern und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf Deutsche mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher.
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Landeshauptstadt-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche-der-LHH/Stadtentwicklung-und-Bauen/Fachbereich-Planen-und-Stadtentwicklung/Stadtentwicklung/Bev%C3%B6lkerungsentwicklung-und-demografischer-Wandel
sowie
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Vergleich zu den Zahlen der Stadt Hannover, leben im Projektgebiet weniger Menschen über 60 Jahren.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer Bewohner*innen liegt ist im Projektgebiet um ein vielfaches höher als in der Stadt Hannover.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl der Alleinerziehenden liegt über dem hannoveraner Durchschnitt.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ist im Projektgebiet mehr als doppelt so hoch wie im gesamtstädtischen Bereich.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl bezieht sich auf Kinder bis einschließlich 17 Jahren.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_orino.jpg
(234.36 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Diese wird als Handlungsansatz verstanden, bei dem durch geeignete Methoden Bedarfe und Stärken im Quartier entdeckt, Ressourcen genutzt und aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist die Schließung der entdeckten Bedarfslücken. Wichtiges Instrument hierfür ist die Netzwerkarbeit und das erschließen von Synergien der im Quartier aktiven Akteur*innen. Dort, wo Partner*innen und Angebote fehlen, werden neue Angebote gemeinsam entwickelt. Die Interessen der Menschen im Quartier und die Hilfe zur Selbsthilfe stehen dabei im Fokus. Sie sollen dazu ermutigt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse einzubringen und ihre Lebensbedingungen so zu verbessern. Dazu verfolgt das Projekt zunächst den Ansatz, die persönlichen Kompetenzen der Menschen vor Ort im Bereich Digitalisierung und Gesundheit durch empowernde Angebote zu stärken, die als nutzbringend empfunden werden. Sie dienen als Türöffner. Sind niedrigschwellig Kontakte aufgebaut, werden die Menschen im Quartier dazu ermutigt, selbst Angebote zu planen und durchzuführen. Das Projekt wirkt dabei als Unterstützerin. Gleichzeitig wird nicht nur die Selbstermächtigung gefördert (Hilfesuchende werden zu Helfenden), sondern durch niedrigschwellige Angebote werden auch die Kontakte zu und zwischen den Menschen gestärkt. Gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten kann so wachsen, Isolation und Konflikte werden verringert, helfende Strukturen entstehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure vor Ort haben sich zu einem Bündniss zusammen geschlossen und bringen konsequent die Themen Gesundheit/digitale Teilhabe im Quartier vorwärts. Eine AG hat sich gegründet, alle vorhandenen Gremien arbeiten aufeinander abgestimmt.
Kriterium
Beschreibung
Vorhandene und neue Angebote im Bereich/Gesundheit sind so strukturiert, dass sie alle mitdenken. Zugangsbarrieren sind abgebaut und auch Zielgruppen, die bisher Hemmungen/Probleme hatten, Angebote anzunehmen, nutzen die Angebote im Quartier.
Beschreibung
Geeignete Methoden zur Beteiligung sind entstanden. Bedarfe der Menschen im Quartier werden in den Quartiersgremien mitgedacht. Sie fließen in die Sanierungskommission ein, entsprechende Maßnahmen werden verabschiedet. Passende Angebote sind entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu den Menschen im Quartier sind aufgebaut, ihre Bedarfe erfasst. Für sie als nuztbringend empfundene Angebote sind etabliert. Diese haben sie selbst durch geeignete Beteiligungsformate mitentwickelt. Sie wurden nicht über sie hinweg entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Durch konkrete Angebote der Begegnung und des Empowerment begegnen sich Menschen im Quartier unterschiedlicher Lebensmillieus. Verständnis füreinander und gegenseitige Hilfe entsteht durch das gemeinsame Stärken von Kompetenzen (z.B. digitale Kompetenzen)
Beschreibung
Die vorhandenen Akteure kennen sich und arbeiten zusammen. Sie entwickeln gemeinsame Projekte, ausgerichtet an den Bedarfen der Menschen. Die AG Gesundheit und Digitalisierung besteht auch nach Projektende weiter.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kita St. Lucia der Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Krippe der beiden Trägervereine wirbelwind e.V.“ und Sausewind e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hort Munzeler Straße der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsunterkunft Munzeler Straße des DRK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Thomas Gemeinde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsarbeit Welcome vom Verein „Miteinander für ein schöneres Viertel e.V
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Kooperation des DRK und der LHH ist das Projekt von Beginn an in die kommunalen Netzwerke und Strukturen eingebunden, Finanzierungsmöglichkeiten frühzeitig eruiert. Gesundheitsangebote finden z.T. direkt in den Räumlichkeiten der benannten Akteure statt, z.B. im Stadtteilzentrum und Nachbarschaftsarbeit. Dadurch werden die vorhandenen Akteure sinnvoll ergänzt, keine Doppelstrukturen geschaffen. Akteure sind informiert und befürworten das Projekt, bieten z.T. Räume und Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Arrival City - Ein Ankunftsquartier in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joana Shino Maier
| Funktion | Bildungs- und Kulturmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ankunftsorte in der Innenstadt: Ausschlaggebender Faktor für die erfolgreiche Inklusion von Menschen internationaler Biographien in die Ankunftsgesellschaft
Projektbeschreibung
Der Quartiersbereich zwischen Steintor und Goetheplatz dient als Ankunftsquartier und Vernetzungsstelle für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, die als sogenannte Newcomer:innen nach Hannover kommen. Hier wird durch Netzwerke auf informeller Ebene ein Zugang zur Stadtgesellschaft geschaffen. Der Fokus für die besagte Personengruppe liegt auf: Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen. Doch ist die Stadt auf diese Bedürfnisse ausreichend vorbereitet? Scheitert ein solches Quartier an Informalität und fehlenden Strukturen, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zum Ort von Kriminalität, des Drogenmissbrauchs und des Konflikts. Blüht das Konzept auf, wird ein solches "Arrival Quartier" zur Geburtsstätte der neuen transkulturellen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens und Austauschs der diversen Bevölkerung einer Stadt. Um diesen positiven Aspekt voranzutreiben und die öffentliche Wahrnehmung des Quartiers und somit die Lebensbedingungen der Anwohner:innen zu verbessern, wird ein neues Quartierszentrum im Franz-Mock-Weg auf dem ehemaligen Gelände der Abfallwirtschaftsbetriebe gegründet. Das “StadtWerk” ist ein innovatives Pilotprojekt, in dem neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt werden.
Im Rahmen einer Zwischenraumnutzung ziehen 7 Akteur:innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Holz- und Textilhandwerk sowie soziale Arbeit für 1,5 Jahre in den Franz-Mock-Weg. Mitten in Hannover entsteht damit eine Werkstatt für Stadtkultur.
Im Stadtwerk kommen urbane Gestaltung, nachhaltige Produktion, inklusive Bürger* innen-Beteiligung, Kunst und Kultur zusammen und machen den Bereich zum neuen Inklusions-Quartier. Es öffnet im Sommer 2021 für die Öffentlichkeit mit dem Potential die durch den Stadtrat beschlossene Innenstadtentwicklung Hannovers maßgeblich mitzugestalten.
Der Fokus liegt explizit auf einer durchgängigen Beteiligung der Anwohner:innen und lokaler Akteur:innen (lokale Gastronomie, Einzelhandel, Vereine...).
Den Bedürfnissen des Stadtteils entsprechend wird hier ein Ort der Ankunft und der Unterstützung vor Allem für Menschen mit Flucht- und/oder Migrationsgeschichte geschaffen. Zudem gilt es schrittweise einen Neustart von Wirtschaft und Kultur im von der Pandemie besonders betroffenen Innenstadtbereich voranzutreiben.
Beteiligte Initiativen:
https://unter-einem-dach.org/pages/home
https://snntg.de
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtbezirk Mitte mit ihrer Funktion als Einkaufsziel, Kultur und Vergnügungsort ist bereits heute ein lebendiger Wohn- und Lebensort für mehr als 36.000 Einwohner:innen, den es deutlich zu stärken gilt.
Vor allem der Bereich zwischen dem Steintor und Goetheplatz zieht hierbei unterschiedliche Menschen an – solche, die hier in ihrer Freizeit „etwas erleben wollen“, Menschen ohne Obdach, Sexarbeiter:innen und weitere Gruppen. Der urbane Raum ist von einer extrem hohen Fluktuation geprägt, wobei nur wenige der Passant:innen auch Anwohner:innen sind. Es fehlt an Aufenthalts-Orten, die sich speziell an den Bedürfnissen der Besucher:innen und Bewohner:innen unterschiedlicher Herkunft orientieren. Die zentrale Lage und Zugänglichkeit der Freiflächen und Abgeschiedenheit der Seitenstraßen bietet sich an als optimaler Ort für Veranstaltungen, für den Einzelhandel, aber auch für unerwünschte Nutzungen wie z. B. Drogenhandel und -missbrauch. Diese sehr unterschiedlichen Nutzungen und Funktionen führen zum Teil zu Konflikten zwischen den verschiedenen Gruppen und ihren Ansprüchen und Bedürfnissen. Die soziale Funktion des Quartiers insbesondere für Menschen diverser Herkünfte bedarf einer intensiven Betrachtung und kluger Lösungsansätze um Konflikte und eine Abwärtsspirale zu vermeiden. Bisherige Ansätze haben sich insbesondere auf die Umgestaltung öffentlicher Plätze bezogen (siehe Wettbewerb Steintorplatz). Wir sehen jedoch einen akuten Bedarf an Beratungs-, Kultur und Bildungsangeboten sowie gemeinsamer Workshops zur Stärkung einer gemeinsamen Quartiers-Identität.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Calenberger Neustadt
Beschreibung
Quartiersfläche: ca. 17 ha
Straßenliste:
Franz-Mock-Weg
Goethestraße
Brühlstraße
Andretsche Wiese
Goetheplatz
Braunstraße
Clemensstraße
Feuerwehrstraße
Am Kanonenwall
Leibnizufer
Am hohen Ufer
Am Marstall
Reuterstraße
Scholvinstraße
Reitwallstraße
Am Steintor
Lützowstraße
Einwohnerzahl
700
Quelle / Anmerkungen
Offizielles Stadtportal der Landeshauptstadt Hannover (ausgehend von der Bevölkerungsdichte der Calenberger Neustadt)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
91
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
arrival-city_.png
(409.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als ein emanzipatorisches und gesellschaftskritisches Projekt zeigen wir die diversen und oftmals marginalisierten Perspektiven eines Arrival-Quartiers auf. Wir fördern die Selbstwirksamkeit, Kooperation und Eigeninitiative von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Problemlagen im Kontext eines gemeinsamen Sozialraums.
Unser Ausgangspunkt ist die Unzufriedenheit mit herkömmlichen Methoden der Sozialarbeit, die sich auf die Herstellung und Erhaltung der Arbeitskraft, sowie die Erhaltung einer minimalen Lebensfähigkeit von Arbeitsunfähigen bezieht. Wir zeigen die Vereinbarkeit von Lohnarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und zivilem Engagement auf.
Darüber hinaus streben wir eine unabhängige Ermächtigung der Klient:innen an. Hierfür nutzen wir gezielt Methoden außerhalb der klassischen Sozialarbeit bsp. "Urban Gardening".
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nach dem letzten Jahresziel haben wir bis zu 10 Mulitplikator:innen ausgebildet, die das Quartier nachhaltig gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Durch Beratungsangebote werden berufliche, sprachliche und administrative Perspektiven aufgezeigt.
Kriterium
Beschreibung
Neue Kooperationen vernetzen Anwohner:innen und Quartiers-Nutzer:innen systematisch miteinander
Beschreibung
Öffentliche Stigmatisierung in Medien und Politik wird reflektiert
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Katholische Erwachsenenbildung Hannover https://www.keb-net.de/hannover/Aktuelles/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aurelis Real Estate https://www.aurelis-real-estate.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsgarten Baulücke https://www.tthannover.de/projekte/bauluecke/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtkind Hannover http://www.stadtkind-hannover.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Ausgründung der inklusiven, sozialen und nachhaltigen Taschenmarke maesh, sollen langfristig Arbeitsplätze vor allem für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte geschaffen werden. Eine aktuelle Ausgründung durch den dritten Platz einer Crowdfunding-Kampagne ermöglicht uns die Professionalisierung und eine Ausweitung unseres Angebots. https://maeshbag.company.site/. Zudem gibt es bereits Verhandlungen mit der Immobilien-Besitzerin Aurelis für weitere Quartiersprojekte.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
bildschirmfoto_2021-05-26_um_19.56.17.png
(153.2 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Peyman Javaher Haghighi
2. Kurzbeschreibung
Laufzeit
2021-05-14 00:00:00
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Gute Nachbarschaft St. Marienberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ekke Peter Seifert
| Funktion | Prokurist |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarn - Gutes Leben!
Projektbeschreibung
In der Stadt Helmstedt haben die demographische Entwicklung und der Strukturwandel im Kohlerevier an der früheren innerdeutschen Grenze in den letzten Jahrzehnten deutliche Spuren hinterlassen. Sichtbar wird das etwa im nordwestlichen Stadtgebiet, das durch teilweise baufällige Wohnblöcke und Leerstand aber auch einer teils multi-ethnischen teils älteren Bewohnerschaft und vielen kinderreichen Familien geprägt ist. Mit dem Projekt will die Diakonie gemeinsam mit Akteuren und Bewohnerschaft Themen, Bedarfe und Ressourcen erörtern, die die Lebensqualität und Perspektiven der Menschen vor Ort nachhaltig verbessern sollen. Dabei sind ausdrücklich alle Einwohner:innen angesprochen. Über die Einrichtung eines neuen Ortes und Treffpunktes im Quartier wird ein Anlaufpunkt geschaffen, an dem sowohl niederschwelliger Unterstützungsbedarf ermöglicht als auch Raum für neue und auch selbstgestaltete Angebote und Formate gegeben wird. Rund um den Mittelpunkt des identifizierten Sozialraums, dem historischen Klostergelände St. Marienberg, soll eine Projektkoordination darauf hinwirken, gemeinsam mit Bewohnern und auch Akteuren Themen und Bedarfe zu ermitteln, die die Nachbarschaft im Quartier nachhaltig stärken und fördern. Das Leben im Quartier und die persönliche Entfaltung und Entwicklung der Bewohnerschaft und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe stehen dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Kita St. Marienberg und der Grundschule Friedrichstraße, mit denen die Diakonie schon lange sehr vertrauensvoll zusammenarbeitet, werden dabei z.B. konkret Eltern mit Unterstützungbedarfen im Alltag angesprochen und zur Mitwirkung aktiv eingeladen. Über die Kirchengemeinde und den im Quartier befindlichen Tagestreff sollen auch gezielt vereinsamte Senioren angesprochen und einbezogen werden. Über einen Ort im Quartier sollen aktiv niederschwellige Hilfsangebote nach Bedarf und Nachfrage installiert werden. Zahlreiche Kooperationspartner und Fachdienste haben hierzu ihre Unterstützung zugesagt. Über das Projekt sollen die Alltagskompetenzen der Bewohner nachhaltig gestärkt und gefördert, die nachbarschaftlichen Verbindungen verbessert und das Leben im Quartier nachhaltig, interkulturell und intergenerationell bereichert werden. Das Projekt wird über den Stadtteil hinaus in die ganze Stadt wirken und das Motto eindruckvoll sichtbar machen: Gute Nachbarn - Gutes Leben!
https://www.stadt-helmstedt.de/de/wirtschaft-bauen/sanierungsgebiete/conringviertel.html
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Bürger:innen mit Migrationshintergrund aus. Ein Bericht der Stadt zum sog. "Conringviertel" weist einen Anstieg der ausländischen Bewohner des Quartiers von 13,08% im Jahr 2009 auf 28,26% im Jahr 2019 mit insgesamt 53 verschiedenen Nationen aus. Der Zuzug von Bürgern aus Europa hat sich mehr als vervierfacht. Es handelt sich dabei v. a. um Arbeitsmigranten aus osteuropäischen Ländern. Darüber hinaus leben viele alleinstehende und sozial benachteiligte Senior:innen sowie kinderreiche Familien im Quartier. Die Wohngebäude weisen vielfach sichtbaren Sanierungsbedarf auf. Es gibt teils einen hohen Leerstand. Im November 2020 hat die Straße Dammgarten überregional Bekanntheit erlangt, als zwei Wohnblocks komplett unter Corona-Quarantäne gestellt wurden. Das Ansehen des Quartiers hat dadurch weiter stark gelitten.
Durch langjährige Beratungsarbeit der Diakonie für Menschen aus dem Quartier ist der Eindruck entstanden, dass die verschiedenen sozialen Gruppen im Quartier mehr neben- statt miteinander leben.
Als weitere Auffälligkeiten sind zu nennen:
- häufig prekäre Arbeitssituationen der Bewohner:innen
- Schule: Sprachbarrieren bei Kindern, fehlende Unterstützung im Elternhaus
- kinderreiche Familien: kaum Angebote zur Freizeitgestaltung, fehlende KiTa-Plätze
- fehlender niederschwelliger Zugang zu Bildung
- Unkenntnis bei alltäglichen Abläufen und Leistungsansprüchen (z. B. BuT)
- bestehende Hilfsangebote auf spezielle Klientel ausgerichtet (z. B. Wohnen + Beraten/Meilenstein auf Obdachlose, GU des DRK auf Asylbewerber, MGH auf Frauengruppen) - weitere niederschwellige Angebote fehlen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Helmstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt westlich des Stadtzentrums der Stadt Helmstedt, ist Teil der Kernstadt.
Nördlich wird das Quartier durch die Vorsfelderstraße begrenzt, östlich von der Leuckartstraße. Im Süden begrenzt das Braunschweiger Tor das Quartier, im Westen der Bruchweg.
Einwohnerzahl
2700
Quelle / Anmerkungen
Die Zahl stammt aus dem Ergebnisbericht Vorbereitende Untersuchungen zur Stadtsanierung des Conringviertels der Stadt Helmstedt von 2020. Die dortigen Quartiersgrenzen sind jedoch kleiner als im von uns beschriebenen Quartier.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet überschneidet sich teilweise räumlich mit dem Sanierungsgebiet Conringviertel aus dem Programm "Sozialer Zusammenhalt". Dabei handelt es sich aber überwiegend um städtebauliche Maßnahmen. Maßnahmen im sozialen Bereich werden inhaltlich genau mit der Stadt Helmstedt abgestimmt und von unserem beantragten Projekt abgegrenzt.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Werte aus dem Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt zum Conringviertel, welches sich zum Teil mit dem Projektgebiet deckt. Aufgrund unserer Erfahrung mit der Bewohnerschaft des Projektquartiers ist uns bekannt, dass die Zahlen eher etwas höher anzusetzen sind, als nur im Conringviertel. Die Werte sind daher geschätz.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt (siehe auch Merkmal 1) sind etwa 1/3 des Conringviertels arbeitslos, nicht oder gering beschäftigt. In der Gesamtstadt sind dies nur 25%.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen sind dem Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt zum Conringviertel sowie dem Sozialbericht des Landkreises Helmstedt entnommen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_st._marienberg.png
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel des Projektes ist es, die Lebensqualität im Quartier nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Lebensbereiche wie z.B. Schule/Bildung oder Gesundheit, sondern um einen ganzheitlichen Blick auf die Bedarfe und Wünsche der Menschen vor Ort. Die wenigen bereits vorhandenen Strukturen werden genutzt, weitere notwendige Strukturen werden ggf. ergänzt - ein starkes sozial-integratives Netzwerk entsteht. Bedarfsgerechte Hilfsangebote werden installiert und um Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung bei der Angebotsgestaltung ergänzt. Dadurch werden sowohl die Selbsthilfepotenziale und Stärken einzelner Bewohner und deren Familien als auch das Miteinander der Bewohnerschaft gestärkt. Es wird eine Teilhabe aller am aktiven Leben im Quartier ermöglicht und eine Gute Nachbarschaft geschaffen. Die Bewohnerschaft wird aktiv in die Bedarfsermittlung für eine nachhaltig positive Entwicklung des Quartiers einbezogen und befragt. Abgeleitete Angebote und Formate werden mit Kooperationspartnern abgestimmt, zivilgesellschaftliche Akteure aktiv einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Hilfangebote, Veranstaltungen werden von der gesamten Bewohnerschaft angenommen
Kriterium
Beschreibung
Verschiedene Bewohnergruppen beteiligen sich gemeinsam an der Gestaltung des Quartiers
Beschreibung
Ganzheitliche Stärkung der Bewohnerschaft, z.B. Verbesserung der schulischen Situation der Kinder, Stabilisierung der Haushaltssituation der Familie u.a.
Beschreibung
Kooperationspartner arbeiten im Netzwerk gemeinsam an der Verbesserung der Lebensqualität im Quartier
Kriterium
Beschreibung
"Treffkultur" im Quartier ist installiert und wird angenommen. Synergien innerhalb der Bewohnerschaft entstehen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Kreisverband Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten - Ambulante Hilfe Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten - Tagestreff Meilenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Helmstedt - MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kirchengemeinde Georg Calixt Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Helios St. Marienberg Krankenhaus Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt und der Ansatz sind neu in der Stadt Helmstedt und wird in der Form erstmalig durchgeführt. Stadt und Landkreis werden aktiv in die Projektgestaltung und -begleitung einbezogen. So wird eine Abgrenzung zu den städtischen avisierten Förderungen der Sanierungsgebiete sichergestellt. Der gewünschte Projektstandort liegt auf dem Gelände der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Auch hier werden Perspektiven zur nachhaltigen Gestaltung des Standortes aktiv und frühzeitig ausgelotet.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On