Alt-Laatzen 2030+: Zusammen leben, lernen und gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilse Engelke
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
„Zukunft gestalten vor der Haustür – Miteinander aktiv, lebendig und digital“
Projektbeschreibung
Der Projektantrag Alt-Latzen 2030+“ ist als Folgeantrag zu „Alt-Laatzen verbindet sich“ von 2022-2025 zu verstehen. In der ersten Förderperiode wurde viel erreicht. Die Vernetzung der sozialen Akteur*innen verlief sehr erfolgreich. Verschiedene ehrenamtliche AGs wie z. B. Müllsammel-AG, AG Stadtgrün, Geschichtswerkstatt, Sprachcafé für Menschen mit Migrationshintergrund, Angebote für einsame Menschen, Pflanzaktionen, Mittagessen für die Nachbarschaft, Demokratie im Stadtteil etc. wurden gegründet und etablieren sich derzeit. Gelingen konnte dies nur, weil die halbe hauptamtliche Stelle für das Quartiersmanagement (QM) diese Vernetzung und Aktivierung von Menschen ausgezeichnet koordiniert und steuert. Die BI „Alt-Laatzen blüht auf“ wirkt hierbei engagiert mit. Dies zeigt sich auch daran, dass die Bewohnerschaft ihre Expertise mit in diesen Antrag einbringt. In Ausschusssitzungen zum QM war die Bewohnerschaft stark vertreten. Briefe zur Fortsetzung an die Politik/ Bürgermeister wurden von ihr verfasst. Die Förderung durch das Land lief 2025 aus. Kurzfristig finanziert die Stadt Laatzen (Haushaltssicherungskommune) die Maßnahme bis Ende 2026 weiter. Ohne weitere Förderung würde das Projekt ab 2027 nicht fortgesetzt werden können. Bislang ist es durch die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen nicht gelungen, eine Struktur aufzubauen, die eine Selbstorganisation des Projekts und eine (Mit-)Finanzierung durch Drittmittel ermöglicht. Der Verlauf der bisherigen Maßnahmen zeigt, dass drei Jahre nicht ausreichen, um eine Verstetigung der Aufgabe QM mit fester Etablierung im Ortsteil zu erreichen. Mit dem Aufbau eines Quartierfonds soll im Rahmen des Folgeantrags eine stärkere finanzielle Unabhängigkeit des QM hergestellt werden. Einige Kommunen in Deutschland arbeiten bereits erfolgreich damit. Die bisherige Arbeit hat gezeigt, dass neue Themenfelder wie z B. digitale Kompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe, generationenübergreifende Angebote, Integration durch Sprache, Nachhaltigkeit und Begegnungsräume für die Bewohnerschaft eine große Rolle spielen und daher gefördert werden müssen. In den kommenden drei Jahren soll ferner der Ausbau einer effizienten, fachübergreifenden Schnittstelle zwischen den kommunalen Strukturen, Politik und dem QM im Ortsteil weiterentwickelt und verstetigt werden. Trotz anfänglicher Vorbehalte wird seit zwei Jahren die Arbeit des QM in Alt-Laatzen parteiübergreifend anerkannt, gefördert und unterstützt.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Trennung des Quartiers entsteht städtebaulich durch die Hildesheimer Straße und eine mittig gelegene Straßenbahn, “man bleibt unter sich“ in den Miniquartieren. Wohngebiete mit hohem Anteil älterer Menschen stehen Bereichen mit jungen Familien sowie einer vielfältigen Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte gegenüber. Zwar wurden in der Förderperiode 2022 - 2025 erste Maßnahmen zur Verbindung durchgeführt, aber der Aufbau eines funktionierenden QM kostete viel Zeit. Dennoch wurden durch die Gemeinwesenarbeit Ansätze für Strukturen zur Beteiligung, Begegnung und Vernetzung geschaffen (Nachbarschaftspark als Begegnungsort, Nachbarschafts-Abendessen, Stadtteilflohmarkt, Runder Tisch der sozialen Akteure, Spielplatzgestaltung gemeinsam mit Anwohner*innen und Verwaltung). Gleichzeitig bestehen weiterhin soziale Isolation, eingeschränkte Teilhabechancen und ein hoher Unterstützungsbedarf im Stadtteil. Diesem konnte im ersten Förderzeitraum wegen Schaffung der QM-Struktur nicht ausreichend entgegengewirkt werden. Die bisherigen Angebote und Netzwerke sowie der Stadtteilladen als elementarer Anlaufpunkt für die Bewohnerschaft müssen dauerhaft abgesichert werden. Da die Stadt Laatzen wie viele andere Haushaltssicherungskommunen nur über begrenzte finanzielle Spielräume verfügt, würden mit dem Wegfall einer Finanzierung wichtige Ansätze sozialer Teilhabe und Stadtteilarbeit in Alt-Laatzen verloren gehen. Die Fortführung der Gemeinwesenarbeit in Alt-Laatzen hängt deshalb von einer befristeten finanziellen Unterstützung durch Fördermittel ab, um langfristig einen Quartiersfonds aufzubauen und die entstandenen Strukturen dauerhaft abzusichern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen, OT Alt-Laatzen
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Alt-Laatzen und ist räumlich im Wesentlichen durch die Hildesheimer Straße, angrenzende Bahntrassen sowie die Übergänge zu benachbarten Wohnquartieren abgegrenzt. Der Stadtteil ist durch eine heterogene Siedlungsstruktur mit älteren Wohngebieten, kleinteiligen Wohnlagen und gemischter Nutzung geprägt. Insbesondere in Teilbereichen östlich der Hildesheimer Straße sind Trading-Down-Tendenzen erkennbar, die sich u. a. in sozialen Herausforderungen, einer dynamischen Veränderung der Bewohnerstruktur sowie teilweise geringerer Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zeigen. Gleichzeitig verfügt Alt-Laatzen über vielfältige soziale, kulturelle und zivilgesellschaftliche Ressourcen sowie engagierte lokale Akteur*innen. Das Projekt setzt gezielt an diesen Potenzialen an und verfolgt das Ziel, durch sozialräumlich orientierte Gemeinwesenarbeit, Beteiligungsformate und Netzwerkstrukturen die nachhaltige Stabilisierung und positive Entwicklung des Quartiers zu unterstützen.
Einwohnerzahl
6207
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Entwicklung spiegelt sich besonders in den älteren Wohnquartieren Alt-Laatzens wider, in denen viele Menschen seit Jahrzehnten leben und zunehmend Unterstützungs-, Teilhabe- und Begegnungsangebote benötigen. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung auf rund 45,6 Jahre.
Für die Gemeinwesenarbeit ergeben sich daraus Herausforderungen wie zunehmende Vereinsamung, Bedarf an niedrigschwelligen Begegnungsorten sowie Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten für ältere Menschen. Das Projekt reagiert darauf mit generationenübergreifenden Formaten, digitalen Lernangeboten und nachbarschaftlichen Unterstützungsstrukturen. Wird auf der Ebene nicht von der Region erhoben.
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
45
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Alt-Laatzen zeigt sich eine besondere integrative Herausforderung durch den überdurchschnittlich hohen Anteil von Bewohnerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Während in der Gesamtkommune Laatzen rund 40 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, konzentrieren sich entsprechende Bedarfe in einzelnen Quartieren besonders stark. Alt-Laatzen ist durch eine hohe kulturelle Vielfalt geprägt, in der Menschen aus ca.100 Nationen zusammenleben. Diese Vielfalt stellt eine wichtige Ressource für das Quartier dar, bringt jedoch zugleich erhöhte Anforderungen an Integration, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe mit sich. Unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen, Bildungsbiografien und soziale Lebenslagen erschweren teilweise den Zugang zu Beteiligungs- und Vernetzungsstrukturen. Für die Gemeinwesenarbeit ergibt sich daraus die Aufgabe, gezielt niedrigschwellige Begegnungs- und Beteiligungsformate zu schaffen, interkulturellen Austausch zu fördern und Brücken zwischen Bewohnerinnen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte aufzubauen, um den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil nachhaltig zu stärken Quelle: Region Hannover, Stabsstelle Sozialplanung II.3, Sozialmonetoring, 31.12.2024
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Alt-Laatzen zeigen sich im Vergleich zur Gesamtkommune besondere soziale Herausforderungen, die sich auch in der erhöhten Inanspruchnahme von Transferleistungen widerspiegeln. Für die Stadt Laatzen insgesamt zeigt sich eine angespannte soziale Lage: Rund 25 % der Kinder unter 15 Jahren leben in Familien, die auf Transferleistungen angewiesen sind, und die Arbeitslosenquote liegt mit etwa 8,5 % über dem Durchschnitt der Region Hannover. Diese Entwicklungen wirken sich insbesondere in älteren Quartieren wie Alt-Laatzen aus, in denen sich soziale Belastungslagen konzentrieren. Für die Gemeinwesenarbeit ergibt sich daraus ein erhöhter Bedarf an niedrigschwelligen Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten, die soziale Teilhabe stärken und nachbarschaftliche Netzwerke im Quartier fördern.“
Quellen: Sozial- und Bevölkerungsdaten Stadt Laatzen / Region Hannover
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Alt-Laatzen 2030+“ orientiert sich konsequent am sozialräumlichen Ansatz der GWA. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Bewohner*innen Expert*innen ihres Lebensumfeldes sind und aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils beteiligt werden müssen. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen im Quartier sichtbar zu machen, Menschen zur Mitwirkung zu aktivieren und langfristig selbstorganisierte Nachbarschaftsstrukturen zu stärken.
Die Projektarbeit folgt zentralen Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit: Niedrigschwellige Zugänge, Beteiligung und Empowerment der Bewohner*innen, generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie eine konsequente Ressourcen- und Sozialraumorientierung. Durch aufsuchende Stadtteilarbeit, offene Begegnungsformate, Beteiligungswerkstätten und Nachbarschaftsprojekte werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht und miteinander in Austausch gebracht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstorganisation im Quartier. Bewohner*innen werden dabei unterstützt, eigene Ideen und Initiativen zu entwickeln und Verantwortung für gemeinschaftliche Aktivitäten zu übernehmen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Vernetzung zwischen lokalen Initiativen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und weiteren Akteur*innen im Sozialraum.
Gemeinwesenarbeit wird dabei als langfristiger Entwicklungsprozess verstanden, der soziale Teilhabe ermöglicht, demokratische Beteiligung stärkt und nachhaltige Strukturen im Quartier aufbaut.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Bewohner*innen ihre Fähigkeiten u. Ideen aktiv einbringen, lokale Initiativen entstehen u. Vereine, Einrichtungen sowie engagierte Bürger*innen gemeinsam Projekte im Stadtteil umsetzen. Vorhandene Ressourcen werden sichtbar
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und engagierte Bewohner*innen dauerhaft im Stadtteilnetzwerk zusammenarbeiten, neue Kooperationen entstehen und gemeinsame Projekte die Entwicklung des Quartiers sicht
Kriterium
Beschreibung
Das Wirkungsziel wird sichtbar, wenn Bewohner*innen eigene Initiativen u. Projektgruppen gründen, Nachbarschaftsprojekte selbst organisieren und Verantwortung im Quartier übernehmen. Ehrenamtliche und Quartierslotsinnen tragen Aktivitäten zunehmend eigens
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Orts-und Stadtrat; in Sitzungen und Ausschüssen soll regelmäßig über die Arbeit des QM berichtet werden. Die Politik wird zu allen Veranstaltungen im Stadtteil eingeladen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales; Team Grünflächen; Team Stadtplanung; Team Öffentlichkeitsarbeit werden zu regelmäßigen Treffen im Stadtteil eingeladen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Immanuel Kirche: das Cafe Exposè dient als niederschwelliger Begegnungsort im Quartier, Mittagessen, Nachmittags-Kaffee und der Dialog unterm Turm finden dort statt. Der Bedarf ist groß und das bestehende Format muss ausgebaut werden.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Das QM gestaltet den Rahmen für die Sozialen Akteure im Stadtteil; AWO stellt den Raum für akteursübergreifende Angebote;Christlicher Senioren Bund veranstaltet im Stadtteil Angebote; DRK führt 14tägig Veranstaltungen durch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der NABU, die AG Stadtgrün und die Bürgerinitiative führen gemeinsame, durch das QM koordinierte Aktionen im Quartier durch.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Angebote mit Schulen und Kindergärten ausbauen und um Pflanzaktionen,Beetpatenschaften erweitern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werden mit in die neue Angebotsvielfalt einbezogen; Ideen aus der Bewohnerschaft, auch zur Wohnumfeldverbesserung, werden umgesetzt.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Das Stadtteilnetzwerk, das aus Kirchengemeinde u. sozialen Akteuren besteht, arbeitet gemeinsam und erstellt durch Initiative des QM einen gemeinsamen Kalender.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Das Bündnis gegen Extremismus führt mit dem QM und BI regelmäßige monatliche "Demokratie im Stadtteil"-Veranstaltungen durch.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Durchführung von Müllsammelaktionen, aus denen sich eine Müllsammel-AG für den Stadtteilgebildet hat, die sich regelmäßig trifft und Müll sammelt.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt „Alt-Laatzen 2030+“ ist auf eine langfristige Verankerung der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil ausgerichtet. Während der Projektlaufzeit werden stabile Netzwerk- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut und ehrenamtliche Initiativen gestärkt. Perspektivisch soll die Quartiersarbeit stärker in kommunale Strukturen eingebunden werden. Ergänzend ist der Aufbau eines Quartiersfonds geplant, der lokale Projekte langfristig unterstützt und selbstorganisierte Nachbarschaftsaktivitäten ermöglicht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam statt einsam. Leben an der Wassermühle e.V.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wiebke Ridderskamp
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam statt einsam
Projektbeschreibung
Der Verein "Leben an der Wassermühle e.V" i.Gr. setzt sich zum Ziel, selbstbestimmtes Wohnen in Gemeinschaft zu fördern. Der Verein verfolgt sein Ziel insbesondere durch Gründung eines Wohnprojektes in Rotenburg. Durch gemeinsame Verantwortung für Wohn- und Lebensräume soll das Entstehen gemeinschaftlicher, generationsübergreifender, kreativer und multikultureller Lebensformen unterstützt werden.
Der Verein "Leben an der Wassermühle e.V" i.Gr. leistet einen Beitrag zur Förderung des sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Lebens. Der Verein unterstützt eine innovative Quartiersentwicklung in Rotenburg.
Laufzeit
2026-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesellschaftliche Tendenzen zeigen auch in einer Kreisstadt wie Rotenburg (Wümme) eine zunehmende Vereinsamung, soziale Spezifizierung von Wohnvierteln und geringer werdende altersübergreifende Kontaktmöglichkeiten.
Um dem entgegenzuwirken wurde Ende 2025 das Wohnprojekt "Leben an der Wassermühle" e.V. gegründet.
Die zwölf erwachsenen Mitglieder des Vereins "Leben an der Wassermühle" e.V., die sich regelmäßig um die Angelegenheiten des Wohnprojektes kümmern, engagieren sich alle ehrenamtlich. Die Altersspanne aller Mitglieder des geplanten Wohnprojektes reicht von einem Jahr bis 79 Jahre.
Wir kommen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, sind zum Teil Alleinerziehende, Eltern von behinderten Kindern, verwitwete Personen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Unser gemeinsames Ziel ist ein generationsübergreifendes Wohnprojekt in zentraler Lage in Rotenburg für Menschen zu gestalten, die miteinander eine besondere gemeinschaftliche Nachbarschaft unabhängig ihres sozialen Status, kulturellen Hintergrundes und Alters pflegen wollen und eine nachhaltige, ökolog. Gütergemeinschaft leben (Car sharing, gemeinsame Haushaltsgeräte).
Das geplante Wohnprojekt soll eine Ausstrahlungskraft für die Stadt Rotenburg entwickeln. Kulturelle, sportliche Projekte und Festivitäten sollen auch die Mitbürger Rotenburgs einladen und integrieren. Es ist vorgesehen, dass eine Teilhabe am Vereinsleben unabhängig des Wohnverhältnisses möglich ist. Besondere Gemeinschaftsflächen, wie Co Working places, Seminar- Beratungsräume, Gästewohnungen werden für Interessierte zur Verfügung gestellt. Damit werden Orte der Begnungen und des Dialoges im Zentrum Rotenburgs geschaffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Rotenburg (Wümme)
Beschreibung
Baugebiet zwischen Heimathaus und historischer Wassermühle. Siehe Internetseite: www.leben-an-der-wassermuehle.de
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
/
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Siehe Ausgangslage und Ziele.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Über Vereinsbeiträge und ehrenamtlich organisierte Aktionen sollen die Gemeinschaftsräume und Begegnungsorte des Wohnprojektes finanziert werden. Dabei setzt der Verein auf Nachhaltigkeit, Eigenleistung und Wiederverwendung von Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam aktiv in Friedeburg - Ideen leben, Zukunft gestalten.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabrina Feldmann
| Funktion | Sozialarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Potentiale nutzen, Menschen aktivieren, Gemeinschaft stärken.
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gemeinschaft im ländlichen Raum Friedeburg nachhaltig zu stärken. Fundament bildet ein bereits bestehendes, funktionierendes Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie ein hohes Potenzial, dieses Engagement weiterzuentwickeln und auszubauen. Gleichzeitig sollen gezielt auch Menschen erreicht werden, für die gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung bisher schwer zugänglich sind. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen und Engagementpotenziale frühzeitig zu nutzen und zu stärken, bevor sie verloren gehen.
Das Projekt setzt dabei drei zentrale Schwerpunkte:
1. Aktivierung der Bevölkerung:
Menschen werden gezielt angesprochen und aktiviert – insbesondere diejenigen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben oder sich nicht angesprochen fühlen. Vorhandene Potentiale werden gezielt aufgegriffen und genutzt, um Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden. Durch Begleitung, persönliche Ansprache, aufsuchende Arbeit und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten werden sie unterstützt, eigene Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich im Gemeinwesen zu organisieren.
2. Orte schaffen:
Der Jugend- und Sozialtreff wird zu einem offenen, einladenden Begegnungsort weiterentwickelt. Eine wertschätzende, niedrigschwellige Treffpunktkultur schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten und senkt Hemmschwellen für Beteiligung.
3. Strukturen etablieren:
Es werden verlässliche Engagement- und Beteiligungsstrukturen aufgebaut. Vereine, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger werden ortsübergreifend vernetzt, um vorhandene Ressourcen gemeinsam zu nutzen und Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig werden die vorhandenen Sozialarbeiterinnen durch gezielte Weiterbildung im Bereich Gemeinwesen qualifiziert, um nachhaltige Strukturen professionell zu begleiten.
Ziel ist es, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich in Gruppen organisieren und Engagement zunehmend selbst tragen. So entstehen tragfähige Gemeinschaftsstrukturen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum Friedeburg langfristig stärken und zu einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Friedeburg ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde mit mehreren kleinen Ortschaften und dörflichen Strukturen. Diese sind geprägt von gewachsenen Gemeinschaften, die jedoch für neue Impulse und Menschen teilweise schwer zugänglich sind. Gleichzeitig erschwert eine eher zurückhaltende, teilweise verschlossene Haltung, neue Menschen einzubinden und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.
Neben dem demografischen Wandel nehmen Einsamkeit und gesellschaftliche Spaltung zu. Begegnung und Austausch werden weniger, wodurch der gesellschaftliche Zusammenhalt geschwächt wird. Gerade im ländlichen Raum besteht die Herausforderung, Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig besteht ein bereits funktionierendes Netzwerk aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für eine offene und solidarische Gemeinschaft in Friedeburg einsetzen. Dieses Potenzial gilt es aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Es bedarf einer professionellen Begleitung, damit Engagement nicht vereinzelt bleibt oder verpufft.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, auch Menschen zu erreichen, die bisher keinen Zugang zu gemeinschaftlichen Strukturen haben. Es gilt, Wege zu finden, diese zu aktivieren und einzubeziehen.
Das Projekt setzt hier an, schafft Begegnung, stärkt Beteiligung und entwickelt gemeinsam mit den Engagierten tragfähige Strukturen für ein starkes Gemeinwesen – denn gemeinsam kann mehr erreicht werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Friedeburg- Gesamte Flächengemeinde mit den einzelnen Ortschaften
Beschreibung
Das Projekt umfasst die gesamte Flächengemeinde Friedeburg. Zentrale Anlaufstelle ist der Jugend- und Sozialtreff, von dem aus Angebote und Strukturen in alle Ortsteile wirken.
Einwohnerzahl
10559
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es Menschen aktiv dazu befähigt, ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Im Mittelpunkt steht die Aktivierung der Bevölkerung durch niedrigschwellige Zugänge, offene Begegnungsorte und Beteiligungsformate, die es ermöglichen, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Gemeinwesenarbeit orientiert sich dabei bewusst nicht an klassischen Zielgruppen, sondern an den Interessen und Werten der Menschen. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher sozialer Lebenslagen zusammenzubringen und insbesondere auch diejenigen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu gemeinschaftlichen Angeboten hatten.
Durch die Qualifizierung der Mitarbeitenden und den Aufbau verlässlicher Engagement- und Beteiligungsstrukturen werden Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Die Gemeindesozialarbeit übernimmt dabei eine aktivierende und begleitende Rolle.
So werden Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt. Menschen werden ermutigt, ihr Gemeinwesen aktiv mitzugestalten und gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen und Stärken im Gemeinwesen werden aktiv genutzt. Menschen bringen Fähigkeiten ein, vernetzen sich und setzen gemeinsam eigene Projekte um. Ressourcen werden sichtbar und gemeinschaftlich getragen.
Kriterium
Beschreibung
Projekte und Angbeote werden von verschiedenen Zielgruppen gemeinsam gestaltet und angenommen. Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Lebenslagen entstehen regelmäßig.
Beschreibung
Regelmäßige Treffen des Engegementnetzwerks, Institutionen planen Angebote zusammen, neue Projekte entstehen in der Zusammenarbeit mit Engagierten, Vereinen und Institutionen..
Kriterium
Beschreibung
Menschen werden aktiviert, eigene Ideen umzusetzen und verantwortung zu übernhemen. Besonders schwer erreichbare Menschen bringen sich ein und werden selbst tätig. Ziel ist Empowerment statt Angebotsnutzung.
Kriterium
Beschreibung
Menschen organisieren sich eigenständig. Es entstehen Strukturen, die Selbstorganisation ermöglichen und langfristig in der Gemeindesozialarbeit verankert sind.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt verfolgt einen gesamtkommunalen Ansatz, idem es alle Ortsteile und Akteure miteinander vernetzt und gemeinsame Strukturen für die gesamte Gemeinde schafft.
Kriterium
Beschreibung
Der modernisierte Jugend- und Sozialtreff ist ein Ort der Begegnung und Beteiligung. Diese Infrastruktur stärkt Engagement, vernetzt Akteure und ist langfristig im gesamten Gemeinwesen nutzbar. ,
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita Glockenturm, Mediothek Friedeburg, Waldfreibad Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Horsten, TSV Marx, "Ich schenke Dir Zeit-Gruppe"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Friesland-Wittmund, Grundschule Horsten, SAAF
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Horsten, Kirchengemeinde Friedeburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte aus unterschieldichen Bereichen, die sich themenbezogen vernetzen für gemeinsame Projekte.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die im Projekt aufgebauten Strukturen werden langfristig in die Gemeindesozialarbeit Friedeburg integriert. Die Begleitung erfolgt dauerhaft durch vorhandenes Personal, während Engagement zunehmend von Bürgerinnen und Bürgern selbst getragen wird. Eine Sozialarbeiterin absolviert im Projektverlauf eine Weiterbildung im Bereich Gemeinwesenarbeit. Die dort erworbenen Kenntnisse u.a. zu aktivierenden Methoden werden gezielt in die Praxis übertragen und weitergegeben.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PLATZ nehmen und Mitgestalten: Partizipativer Ausbau der Gemeinwesenarbeit beim PLATZprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anna Knetsch
2. Kurzbeschreibung
Vom Projektraum zum Nachbarschaftsanker – Ein inklusives Wohnzimmer für das Quartier.
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt an der Fössestraße ist ein Reallabor für nutzerinnengestützte Stadtentwicklung und „Do-Ocracy“. Wir verstehen uns als offene Plattform, auf der Nachbarinnen und Initiativen ihre Ideen für den urbanen Raum eigenständig ausproberen können. Mit dem Vorhaben „PLATZ nehmen & Mitgestalten“ erweitern wir dieses Feld um Gemeinwesenarbeit (GWA), um den Ort als barrierefreien Nachbarschaftsanker zwischen Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zu verstetigen. Unser Ansatz basiert auf drei Handlungsfeldern:
1. Aufbau eines Quartiersankers: Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle auf dem Gelände. Wir beraten Aktive bei der Umsetzung ihrer Projekte, bündeln Ressourcen mit lokalen Akteuren und verzahnen unser Angebot eng mit der sozialen Infrastruktur des Stadtteils. Durch eigene Veranstaltungen, wie z.B. Workshops, Gesellschaftsabende, Lesungen, Feste oder Flohmärkte wollen wir unsere Räume öffnen und ermutigen selbst aktiv zu werden.
2. Aktivierung und Inklusion: Durch aufsuchende Formate und Kommunikation in einfacher Sprache bauen wir Schwellenängste ab. Wir motivieren Menschen, die bisher durch soziale oder bauliche Barrieren exkludiert waren, den öffentlichen Raum als ihren eigenen zu begreifen und aktiv mitzugestalten. Als Brückenbauerin übersetzen wir Bedarfe im Quartier in konkrete Teilhabeangebote und können diese zusammen mit den Engagierten direkt vor Ort umsetzen.
3. Partizipative Demokratiearbeit: Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Fach-Expertise schaffen wir Begegnungsräume für eine heterogene Nachbarschaft. Formate wie „Platz-Safaris“, Community Music oder Bau-Workshops befähigen insbesondere Senior:innen, Familien und Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte zur Selbstorganisation und stärken den sozialen Zusammenhalt auf Augenhöhe.
Das PLATZprojekt wird so zum integrativen „Dritten Ort“, der Vielfalt als Chance begreift und die solidarische Entwicklung des Stadtteils nachhaltig vorantreibt.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das PLATZprojekt liegt an einer kritischen Schnittstelle Hannoverscher Stadtteile, die laut Sozialmonitoring vor massiven Herausforderungen stehen. Wir agieren im Spannungsfeld zwischen dem hochverdichteten, gentrifizierungsgeprägten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. In beiden Räumen zeigt sich eine Unterversorgung an niedrigschwelligen, konsumfreien Begegnungsorten, die Integration und Teilhabe aktiv fördern.
Obwohl das Projekt als Reallabor überregional strahlt, besteht lokal eine Schwellenangst: Die hochgradig selbstorganisierte „Do-Ocracy“ wird von vulnerablen Gruppen – insbesondere Senior*innen, Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Fluchthistorie – oft als informelle Barriere wahrgenommen. Es fehlt die personelle Instanz, die diese Hürden abbaut und den Ort als inklusives „Wohnzimmer“ öffnet. Die Landeshauptstadt Hannover verfolgt das Ziel, die soziale Kohäsion durch integrierte Gemeinwesenarbeit (GWA) zu sichern, doch fehlen dem PLATZprojekt aktuell die Ressourcen, um als systematischer „Nachbarschaftsanker“ mit fester „Kümmerer-Funktion“ zu fungieren.
Unser Vorhaben adressiert dieses Defizit durch eine zweisäulige GWA-Strategie: Wir kombinieren strategische Koordination zur Vernetzung mit lokalen Akteuren (Kirchen, Vereine, Verbände) mit aktivierender Gemeinwesenarbeit direkt im Lebensumfeld der Bewohner*innen. Wir nutzen die experimentelle Stadtkultur als Türöffner, um Schwellenängste abzubauen, soziale Brennpunktbildung präventiv zu vermeiden und Teilhabe über Stadtbezirksgrenzen hinweg nachhaltig zu verankern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Limmer
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen.
1) Fokusraum Linden-Limmer (45.240 Einwohnende, Stand: 2025): Die Abgrenzung umfasst insbesondere den westlichen Teil von Linden-Nord und das angrenzende Limmer. Dieser Raum ist durch eine extrem dichte, gründerzeitliche Bebauung und einen massiven Mangel an öffentlichen, konsumfreien Freiräumen geprägt. Die hohe soziale Dynamik und fortschreitende Gentrifizierung führen zu einem verstärkten Bedarf an Maßnahmen zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts. Als traditionelles „Ankunftsquartier“ für verschiedene Zuwanderungsgenerationen ist hier der Auf- und Ausbau von Kooperationsstrukturen essenziell, um soziale Barrieren abzubauen und Integration aktiv zu gestalten. Das PLATZprojekt fungiert hier als Scharnier zwischen den Quartieren.
Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
45240
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
linden-limmer1.png
(1.09 MB)
linden-limmer2.png
(908.9 KB)
Gebiet-Name
Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst zwei zentrale Interventionsräume im Westen der Landeshauptstadt Hannover, die durch ihre spezifischen sozialräumlichen Dynamiken und die räumliche Nähe zum PLATZprojekt (Fössestraße 105) definiert sind. Das Projekt fungiert hierbei als strategisches Scharnier zwischen Gebieten mit unterschiedlichen sozialen und baulichen Voraussetzungen.
2) Fokusraum Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (34.302 Einwohnende, Stand: 2025): Dieser westlich an Linden-Limmer angrenzende Raum ist durch heterogene Siedlungsstrukturen und Großwohnsiedlungen geprägt. Hier zeigen sich Anzeichen einer Unterversorgung an sozialer Infrastruktur und Begegnungsorten. Besonders die Alterung der Bevölkerung im Rahmen des demografischen Wandels sowie ökonomische Benachteiligungen in bestimmten Quartiersabschnitten erfordern niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation.
Die Verbindung des Fokusraums 1 "Linden-Limmer" und des Fokusraums 2 "Ahlem-Badenstedt-Davenstedt" erfolgt über die Fössestraße als zentrale Achse. Das Projekt konzentriert sich räumlich auf die Schnittmengen dieser Stadtbezirke, um Bewohner*innen aus Gebieten mit unterschiedlichen sozialen Herausforderungen (von Gentrifizierung bis zu struktureller Benachteiligung) an einem gemeinsamen Ort der Partizipation zusammenzuführen.
Einwohnerzahl
34302
Quelle / Anmerkungen
Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte der Landeshauptstadt Hannover – Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025, Stand: 14.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ahlem-badenstedt-davenstedt1.png
(905.05 KB)
ahlem-badenstedt-davenstedt2.png
(589.1 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Förderung entwickeln wir das PLATZprojekt zu einem sozialen „Scharnier“ zwischen dem hochverdichteten Linden-Limmer und dem peripheren, strukturell benachteiligten Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Wir transformieren einen experimentellen Freiraum in eine feste soziale Infrastruktur. Unser Ansatz basiert auf zwei gleichwertigen GWA-Säulen: Die erste Säule ist die koordinierende GWA. Mit dem „Kiezzimmer“ schaffen wir eine Anlaufstelle mit fester „Kümmerer“-Funktion. Hier steuern wir die Netzwerkarbeit, knüpfen Verbindungen zu Kirchen, Vereinen sowie Wohlfahrtsverbänden und moderieren den Austausch zwischen den verschiedenen Milieus. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln und das PLATZprojekt strategisch als Akteur in beiden Stadtbezirken zu verankern. Die zweite Säule ist die aktivierende Gemeinwesenarbeit. Wir warten nicht auf Besucher, sondern gehen mit verschiedenen Formaten (partizipativ) aktiv in die Quartiere, um soziale Barrieren abzubauen. Wir nutzen das Gelände als methodisches Werkzeug, um besonders benachteiligte Gruppene zur Selbstorganisation und Mitgestaltung zu ermutigen. Ob Flohmärkte, Lesungen oder Werkstatt-Projekte: Wir begleiten Bewohnerinnen dabei, den Ort zu ihrem „Wohnzimmer“ zu machen und eigene Nachbarschaftsinitiativen zu starten. So verbessern wir nachhaltig das soziale Klima und die Integration über Stadtbezirksgrenzen hinweg. Das PLATZprojekt wird zu einem Ort der gelebten Demokratie, der zeigt, wie Teilhabe und gute Nachbarschaft funktionieren kann
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfolg messen wir an der Resonanz im „Kiezzimmer“ und unseren partizipativen Formaten (zB Workshops). Indikator ist die Beteiligung von Menschen aus prekären Lagen und benachteiligten Gruppen, deren Bedarfe direkt in die Angebotsplanung einfließen.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg zeigt sich, wenn Nachbarinnen eigene Ideen (zB Flohmärkte, Workshops) eigenständig auf dem Gelände umsetzen. Wir messen dies an der Anzahl der von Bewohnerinnen initiierten Mikro-Projekte und der Nutzung unserer Infrastruktur.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg messen wir am Aufbau stabiler Kooperationen (zB Verbände, Kirchen, Vereine). Beleg ist die Umsetzung gemeinsamer Projekte, die Ressourcen bündeln und die soziale Reichweite des Standorts nachhaltig im Quartier erhöhen.
Kriterium
Beschreibung
Erfolg ist die nachweisbare Durchmischung der Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Fokusräumen (Linden-Limmer & Ahlem-Davenstedt). Wir messen dies an der Durchführung von mind. 2 großen generationsübergreifenden Formaten pro Jahr.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sichern das Vorhaben durch drei Säulen: Strukturelle Integration: Das „Kiezzimmer“ wird als fester Knotenpunkt in die lokale GWA-Infrastruktur eingegliedert (Kooperation mit Stadtteilräten/Trägern). Finanzmix: Wir streben nach der Pilotphase eine Teilfinanzierung durch kommunale Mittel an, ergänzt durch Eigenmittel aus Platz-Einnahmen und Sponsoring. Capacity Building: Durch „Do-Ocracy“ befähigte Nachbar:innen führen Formate künftig ehrenamtlich in Selbstorganisation fort.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
StadtGemeinschaftsHaus Nord
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tom Becker
| Funktion | Direktor der Stadtbibliothek Hannover |
|---|
2. Kurzbeschreibung
StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek
Projektbeschreibung
Mit dem „StadtGemeinschaftsHaus Nord“ (SGH) entsteht zur Zeit im Stadtteil Nordstadt der Landeshauptstadt Hannover ein neuartiges Modellprojekt der sozialraumorientierten Gemeinwesenarbeit. Die Nordstadtbibliothek wird gemeinsam mit dem Fachbereich Senioren, der Arbeiterwohlfahrt Hannover e.V. (AWO) und zivilgesellschaftlichen Partner*innen zu einem offenen, kooperativen Ort weiterentwickelt, einem Ort für Begegnung, Bildung und Teilhabe. Das Konzept wurde im Verlauf eines einjährigen partizipativen Entwicklungsprozesses unter aktiver Mitwirkung der Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“ (BI) erarbeitet und ist von der Stadtbibliothek und vom Rat der Landeshauptstadt politisch gewollt.
Im künftigen StadtGemeinschaftsHaus Nord entsteht zusätzlich zu der Bibliothek ein Treffpunkt für Senior*innen, interkulturelle Gruppen, Familien und Nachbarschaft. Das Haus bietet die Möglichkeit, Synergien durch Kooperation zu schaffen und in einem offenen Konzept diverse Teilnahmemöglichkeiten für alle Menschen im Stadtteil anzubieten. So bildet sich ein generationsübergreifender Lern- und Begegnungsort, der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen zusammenbringt. Während das künftige Bibliotheksangebot einen Schwerpunkt auf den Kinder- und Familienbereich legt, möchte der Fachbereich Senioren ein niedrigschwelliges Angebot für Senior*innen anbieten, wie bspw. offene Sprechstunden für Digitales und so das Miteinander von Jung und Alt im Stadtteil fördern. Interkulturelle Angebote der AWO wie etwa muttersprachliche Gruppen und Erählcafés sollen den sozialen Zusammenhalt im Quartier fördern. Das StadtGemeinschaftsHaus besitzt dazu BibliothekPlus-Zeiten, in denen das Haus automatisiert zugänglich ist und von Partner*innenorganisationen und Ehrenamtlichen kuratiert wird.
In diesem neu entstandenen Haus wollen wir neue Wege der Projektentwicklung gehen und dezidiert auf den Stadtbezirk Nord als lebendigen, aber herausfordernden Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität eingehen. Das StadtGemeinschaftsHaus reagiert damit auf zentrale Probleme des Quartiers wie Armut, Migration, Einsamkeit und Bildungsbenachteiligung. Es soll ein Ort sozialer Integration entstehen, der niederschwellige Angebote für verschiedene (interkulturelle) Gruppen, generationsübergreifende Gesprächsrunden und partizipative Formate anbietet.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadtbibliothek ist seit Jahrzehnten zentraler Bildungs- und Begegnungsort im Stadtteil. Durch Sparvorgaben (HSK XI) stand sie jedoch zur Disposition. In einem einjährigen partizipativen Prozess, angestoßen durch die Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“, wurde gemeinsam mit AWO, Fachbereich Senioren und Stadtbibliothek ein zukunftsfähiges Alternativkonzept entwickelt: das StadtGemeinschaftsHaus Nord. Es entsteht ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept mit Vorbildcharakter, das Einsparung mit sozialem Mehrwehrt verbindet.
Die Nordstadt ist ein lebendiger, aber herausgeforderter Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität. Themen wie Altersarmut, Migration, Einsamkeit, Bildungsbenachteiligung und strukturelle Unterversorgung treffen hier auf ein starkes bürgerschaftliches Engagement. Genau hier setzt das Projekt an. Statt einer Schließung entsteht ein gemeinschaftlich getragener Ort, der nicht nur Bildung bietet, sondern auch Teilhabe und Begegnung ermöglicht. Durch Kooperation und Beteiligung wird ein Raum geschaffen, der auf die Bedarfe des Quartiers zugeschnitten ist: Generationenübergreifend, interkulturell, offen.
Die Umwandlung markiert einen Paradigmenwechsel: von der klassischen Bibliothek hin zu einem sozialraumorientierten Gemeinschaftshaus. Ende Mai beginnt die finale Umbauphase, nach der das Haus offiziell geöffnet und das Konzept umgesetzt werden kann.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist in seinem Kern ein Projekt des kooperativen Quartiersmanagements. Es bündelt Ressourcen aus Verwaltung, freien Trägern und Zivilgesellschaft, um einen integrativen Ort für das Quartier zu schaffen. Der sozialräumliche Fokus zeigt sich in der konsequenten Ausrichtung auf Bedarfe und Potenziale des Stadtteils, welche im engen Austausch mit Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort entwickelt werden. Im Mittelpunkt steht nicht die Dienstleistung einzelner Einrichtungen, sondern ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung für das Quartier, das aber noch entwickelt und ausgebaut werden muss. Durch abzustimmende Angebote, einer gemeinsamen Nutzung von Räumen (Räume mit festem Programm und Räumen, die sich inhaltlich-gestalterisch anpassen können und müssen) und partizipative Formate, die wir noch nicht beschreiben können, entsteht ein solidarischer Ort mit Modellcharakter. Das Projekt stärkt bestehende Netzwerke, baut neue Kooperationen auf und entwickelt verlässliche Strukturen der Zusammenarbeit – etwa über runde Tische, Beteiligungsformate und die kuratierte Gestaltung der nicht-personalbesetzten Öffnungszeiten. Eine fest installierte Hausleitung trägt die Verantwortung für die Koordination und Weiterentwicklung. Der Ansatz des Quartiersmanagements wird hier nicht additiv gedacht, sondern als verbindende Strategie: Das Haus wird Teil einer sozialräumlichen Infrastruktur, die Nachbarschaft stärkt, Engagement aktiviert und Teilhabe ermöglicht.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es wird ein Konzept zur Verstetigung durch Projektmittel (z. B. Quartiersfonds, Stiftungsgelder) entwickelt. Die strukturelle Anbindung an Stadtbibliothek, AWO und FB Senioren sichert organisatorische Nachhaltigkeit und langfristige Verankerung im Gemeinwesen.
VERNETZ.T - Helfen. Mitmachen. Gemeinsam in Twistringen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jörg Busse
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Slogan "VERNETZ.T", (T für Twistringen) Untertitel: Helfen. Mitmachen. Gemeinsam in Twistringen
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt auf den Aufbau einer lokalen Vernetzungs- und Engagementstruktur zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Teilhabe im Gemeinwesen. Insbesondere sollen Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen besser erreicht und in nachbarschaftliche Strukturen eingebunden werden. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, Begegnung zu ermöglichen und bestehende Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger nachhaltig miteinander zu vernetzen.
Kern des Projekts ist die Einrichtung einer niedrigschwelligen „Kümmerer“-Stelle als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle. Diese fungiert als Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Initiativen sowie bestehenden Unterstützungsstrukturen. Durch offene Sprechzeiten bietet sie einen einfachen Zugang für alle Interessierten. Die Stelle berät Menschen, die sich engagieren möchten, begleitet Engagementvorhaben und vermittelt zwischen Hilfesuchenden und Unterstützenden. Gleichzeitig werden bestehende Angebote und Akteurinnen und Akteure systematisch vernetzt sowie Bedarfe erfasst. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Engagement zu erleichtern, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen und nachbarschaftliche Strukturen nachhaltig zu stärken.
Ergänzend wird eine lokale Begegnungsstruktur aufgebaut. Durch regelmäßige niedrigschwellige Formate wie offene Begegnungscafés oder thematische Austauschrunden entstehen Räume für persönliche Begegnung und Austausch. Diese Angebote richten sich bewusst an unterschiedliche Zielgruppen, darunter Jung und Alt, Zugewanderte und Einheimische. Dadurch sollen gegenseitiges Verständnis, interkultureller Austausch sowie gesellschaftliche Teilhabe aktiv gefördert werden.
Zur Aktivierung und Sichtbarkeit des Projekts werden gemeinschaftsbildende Aktionen im Stadtgebiet initiiert. Dazu zählen beispielsweise Clean-Up-Aktionen, Begegnungsfeste sowie Mitmachprojekte. Diese Aktivitäten schaffen konkrete Beteiligungsmöglichkeiten, fördern Selbstwirksamkeit und stärken die Identifikation mit dem Wohnort sowie das generationen- und kulturübergreifende Miteinander. Durch die Kombination aus persönlicher Anlaufstelle, regelmäßigen Begegnungsformaten und gemeinschaftlichen Aktionen entsteht eine tragfähige und nachhaltige Infrastruktur für Engagement, Nachbarschaftshilfe und gesellschaftliche Teilhabe. Das Projekt trägt dazu bei, bestehende Strukturen zu vernetzen, neue Beteiligungsformate zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Twistringen im Landkreis Diepholz ist ein ländlich geprägter Standort mit zentraler Versorgungsfunktion für umliegende Ortschaften. Die Wege zu Beratungs- u. Unterstützungsangeboten sind für Bürgerinnen und Bürger mitunter weit. Eine zentrale Herausforderung stellt der Mangel an bezahlbarem Wohnraum dar, insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen sowie für Menschen mit Migrationsgeschichte. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit, die soziale Infrastruktur stärker mit der Wohnentwicklung zu verzahnen, um unterschiedlichen Bedarfen – etwa von älteren Menschen u. pflegenden Angehörigen – gerecht zu werden. Der demografische Wandel verstärkt diesen Anpassungsdruck zusätzlich. Die bauliche Situation ist teilweise durch eine verstreute Siedlungsstruktur geprägt. Dies begünstigt ein Nebeneinander statt eines aktiven Miteinanders. Menschen mit Migrationsgeschichte stehen teilweise vor Herausforderungen beim Aufbau von Kontakten und beim Zugang zu sozialen Netzwerken innerhalb der aufnehmenden Gesellschaft. Fehlende Anknüpfungspunkte, sprachliche Hürden u. begrenzte Begegnungsangebote erschweren die gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig besteht ein hohes Potenzial an bürgerschaftlichem Engagement. Viele Menschen sind bereit, sich einzubringen, jedoch fehlen häufig geeignete Strukturen, feste Ansprechpartner sowie transparente Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten. Akteure arbeiten teilweise nebeneinander, wodurch vorhandene Ressourcen ungenutzt bleiben. Die geplante Kümmerer-Stelle in Verbindung mit Begegnungsformaten schließt bestehende Lücken in der sozialen Infrastruktur, verbessert die Zugänglichkeit von Angeboten und aktiviert bürgerschaftliches Engagement.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Twistringen
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Stadtgebiet von Twistringen im Landkreis Diepholz einschließlich der umliegenden Ortsteile (8). Twistringen übernimmt als Grundzentrum eine zentrale Versorgungsfunktion für die Bevölkerung im Stadtgebiet sowie für angrenzende Ortschaften. Im Projektfokus stehen insbesondere die Wohngebiete im Kernort und den angrenzenden Ortsteilen, da hier der Bedarf an wohnortnahen Beratungs- und Begegnungsangeboten sowie an Vernetzungsstrukturen besonders deutlich wird. Die Abgrenzung orientiert sich somit an den gewachsenen Sozialräumen, den bestehenden Versorgungsstrukturen sowie den alltäglichen Lebensbezügen der Bevölkerung.
Einwohnerzahl
13376
Quelle / Anmerkungen
Stadt Twistringen
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/twistringen%2C-stadt/20152879/4
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte/demografiebericht+twistringen
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/berichte/sozialbericht+twistringen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt konsequent den Gemeinwesenarbeits-Ansatz, indem Bürger:innen aktiv in die Gestaltung des Gemeinwesens einbezogen werden. Kern des Projekts ist die Einrichtung einer niedrigschwelligen „Kümmerer“-Stelle als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle. Diese fungiert als verbindendes Element zwischen Bürger:innen, Vereinen, Initiativen sowie bestehenden Unterstützungsstrukturen. Die Stelle berät Menschen, die sich engagieren möchten, begleitet Engagementvorhaben und vermittelt zwischen Hilfesuchenden und Unterstützenden. Gleichzeitig werden bestehende Angebote und Akteur:innen im Sozialraum miteinander vernetzt und vorhandene Bedarfe systematisch erfasst. Ziel ist es, Engagement zu erleichtern, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen, zu nutzen und zu stärken. Ergänzend wird eine lokale Begegnungsstruktur aufgebaut. Durch regelmäßige niedrigschwellige Formate wie offene Begegnungscafés oder thematische Austauschrunden entstehen Räume für persönliche Begegnung und Austausch. Diese Angebote richten sich bewusst an unterschiedliche Zielgruppen und sollen gegenseitiges Verständnis, informelle Vernetzung und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Zur Aktivierung und Sichtbarkeit des Projekts werden zudem gemeinschaftsbildende Aktionen im Stadtgebiet initiiert. Durch die Kombination aus persönlicher Anlaufstelle, regelmäßigen Begegnungsformaten und gemeinschaftlichen Aktionen entsteht eine nachhaltige Infrastruktur für Engagement und gesellschaftlicher Teilhabe.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn die Kümmerer-Stelle regelmäßig genutzt wird (Ø ≥15 Anfragen/Monat), Angebote niedrigschwellig zugänglich sind und mindestens 75 % der Befragten diese als hilfreich und teilhabefördernd bewerten.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Engagierte eigene Ideen einbringen, gemeinschaftliche Aktionen initiieren u. aktiv umsetzen. Die Umsetzung wird begleitet u. durch kontinuierlich steigende Eigeninitiative sowie ca. 350–400 Std. ehrenamtliche Beteiligung/Jahr sichtbar.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn bestehende Netzwerke, Kooperationen und lokale Ressourcen aktiv eingebunden und für Begegnungsformate, Vermittlungen und Projektaktivitäten genutzt werden (≥10 erfasste Angebote).
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Angebote inklusiv gestaltet sind und regelmäßig von unterschiedlichen Zielgruppen genutzt werden (ca. 15–20 Termine/Jahr, Ø ≥10 Teilnehmende), wodurch Austausch und gegenseitiges Verständnis gefördert werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn ein regelmäßiger Austausch zwischen Vereinen, Initiativen und weiteren Akteuren stattfindet (ca. 6–10 Treffen/Jahr), gemeinsame Aktivitäten umgesetzt werden und verlässliche Kooperationen entstehen (≥3 Partner).Wichtig bei Verstetigung.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebenslagen regelmäßig zusammenkommen, neue Kontakte entstehen und gemeinschaftliche Aktivitäten (≥2/Jahr mit ca. 30–50 Teilnehmenden) das gegenseitige Verständnis stärkt.
Beschreibung
Erreicht, wenn eine kontinuierlich genutzte Kümmerer-Stelle (≥5 Kontakte/Woche) sowie ein stabiler Begegnungsort mit regelmäßigen Formaten etabliert sind.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn das Projekt nachhaltig im Sozialraum verankert ist, Netzwerkstrukturen eigenständig weitergeführt werden und die Steuerung durch die Kümmerer-Stelle schrittweise reduziert wird.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen ; Haupt- und Realschule Twistringen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Anna Kirchengemeinde Twistringen, Herr Dechant Kieslich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereichsleitung Familie u. Soziales, Frau Raven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen e.V. (GUT), Herr Haskamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Malteser Hilfsdienst e.V., Stadtbeauftragte, Frau Habermann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diepholzer Kreisblatt, Lokalredaktion Twistringen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weserkurier, Lokalredaktion Twistringen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister der Stadt Twistringen, Herr Bley
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschuss für Senioren, Gleichstellung, Tourismus, Kultur und Schwimmpark
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschuss für Soziales, Schulen, Jugend, Integration und Sport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Gemeinde Twistringen, Herr Pfarrer Orths
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimat- und Bürgerverein Twistringen, 1. Vorsitzender Herr Meyer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Badiaa Moschee Twistringen, Leiter Herr Surchi
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit angelegt. Während der Laufzeit werden Ehrenamtliche gezielt qualifiziert u. schrittweise in die Planung und Umsetzung von Angeboten eingebunden. Parallel erfolgt die Integration in kommunale und zivilgesellschaftliche Strukturen. Der Aufbau stabiler Netzwerke bildet die Grundlage für eine langfristige Verankerung im Gemeinwesen. Anschlussfinanzierungen werden frühzeitig geprüft, einschließlich eines Folgeantrags. So können bewährte Strukturen verstetigt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
SUWI - Stadtteilladen im Suthwiesenviertel (Weiterentwicklung Gemeinwesenarbeit)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lennart Helm
| Funktion | Leiter Geschäftsstelle |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Suthwiesenviertel
Projektbeschreibung
Der Stadtteilladen SUWI im Suthwiesenviertel in Salzgitter-Lebenstedt hat sich seit Beginn der Förderung als zentraler Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers etabliert. Ziel des Projektes ist es, Begegnung zu ermöglichen, Beteiligung zu stärken und die Lebensqualität im Stadtteil gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu verbessern.
Das Quartier ist geprägt von einer hohen sozialen Belastung, einem überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie einem hohen Anteil von Familien, die Transferleistungen beziehen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Orte der Begegnung und Beteiligung. Der Stadtteilladen bietet daher einen offenen und barrierearmen Treffpunkt, in dem Beratung, Begegnung, Bildung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden.
In den vergangenen Jahren konnten stabile Netzwerke mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, sozialen Trägern und der kommunalen Verwaltung aufgebaut werden. Das Stadtteilzentrum bietet unter anderem offene Treffangebote, Beratungs- und Unterstützungsangebote, Bildungs- und Freizeitangebote sowie Beteiligungsformate für Bewohner:innen. Besonders wichtig ist dabei die Aktivierung der Menschen im Quartier, damit sie eigene Ideen entwickeln und Verantwortung für ihren Stadtteil übernehmen.
Im Folgeprojekt soll die Gemeinwesenarbeit im Quartier weiterentwickelt und verstetigt werden. Schwerpunkte sind die stärkere Beteiligung der Bewohner:innen an der Gestaltung des Stadtteils, der Ausbau von Kooperationen im Quartier sowie die Förderung von sozialen und interkulturellen Begegnungen. Perspektivisch sollen niedrigschwellige Angebote zur Unterstützung im Alltag von Familien, Frauen, älteren Menschen und Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte weiter ausgebaut werden. Dazu zählt auch die schrittweise Einbindung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AZUA), die alltagspraktische Hilfen, soziale Begleitung sowie niedrigschwellige Beratungs- und Entlastungsangebote umfassen und bedarfsgerecht im Quartier zugänglich gemacht werden.
Durch die kontinuierliche Netzwerkarbeit, die Aktivierung von Bewohner:innenengagement und die Entwicklung gemeinsamer Projekte trägt das Stadtteilladen langfristig zur sozialen Stabilisierung und positiven Entwicklung des Quartiers bei.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Suthwiesenviertel in Salzgitter-Lebenstedt ist weiterhin durch soziale und infrastrukturelle Herausforderungen geprägt. Im Quartier leben überdurchschnittlich viele Familien mit geringen Einkommen, ein hoher Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie viele Haushalte, die Transferleistungen beziehen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Begegnungsorte, an denen sich Bewohnerinnen und Bewohner austauschen, Unterstützung erhalten und sich aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfeldes einbringen können.
Viele Menschen im Quartier leben vergleichsweise isoliert voneinander. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, sprachliche Barrieren und fehlende Treffpunkte führen dazu, dass Kontakte zwischen Bewohnergruppen nur begrenzt entstehen. Besonders Familien, Frauen, ältere Menschen sowie neu zugewanderte Bewohner: innen haben einen erhöhten Bedarf an Beratung, Unterstützung und sozialer Vernetzung.
Auch im Wohnumfeld bestehen weiterhin Herausforderungen. Öffentliche Räume und Grünflächen werden teilweise wenig genutzt oder bieten nur begrenzte Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig fehlt es an Strukturen, die Bewohner: innen dabei unterstützen, sich aktiv an der Entwicklung ihres Quartiers zu beteiligen.
Der Stadtteilladen SUWI hat sich in den vergangenen Jahren als zentraler Ort für Begegnung, Beratung und Beteiligung etabliert. Die Nachfrage nach Angeboten und Unterstützung ist jedoch weiterhin hoch. Um die begonnenen Entwicklungsprozesse im Quartier nachhaltig fortzuführen und die soziale Stabilisierung zu stärken, ist eine Fortsetzung der Gemeinwesenarbeit notwendig.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Lebenstedt Suthwiesenviertel
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Bezirke 55 und 57 im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt (Suthwiesenviertel rund um Suthwiesenstraße / Reppnersche Straße). Die Abgrenzung orientiert sich an den statistischen Bezirksgrenzen und umfasst die angrenzenden Wohnquartiere mit hoher Bevölkerungsdichte und besonderem Integrationsbedarf.
Einwohnerzahl
6179
Quelle / Anmerkungen
Stadt Sazgitter, Einwohnerdaten Stand 31.12.2024
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadtteilladen SUWI im Suthwiesenviertel arbeitet nach dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern, die Teilhabe der Bewohnerinnen zu stärken und nachbarschaftliche Netzwerke aufzubauen. Der Stadtteilladen dient als niedrigschwellige Anlaufstelle für Bewohner: innen aller Altersgruppen und Herkunft.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Aktivierung und Beteiligung der Bewohner: innen. Menschen aus dem Quartier werden ermutigt, eigene Ideen, Projekte und Aktivitäten einzubringen und gemeinsam umzusetzen. Dadurch werden Selbstorganisation, Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme im Quartier gestärkt.
Darüber hinaus fungiert der Stadtteilladen als Ort der Begegnung, Beratung und Vermittlung. Bewohner: innen erhalten Unterstützung bei sozialen Fragestellungen und werden bei Bedarf an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote weitervermittelt. Gleichzeitig werden Kooperationen mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden und sozialen Trägern gepflegt und weiterentwickelt.
Durch Veranstaltungen, Gesprächsrunden, Informationsangebote und gemeinsame Aktionen werden Austausch und Begegnung gefördert. So trägt die Gemeinwesenarbeit dazu bei, soziale Isolation zu reduzieren, Integration zu stärken und das Zusammenleben im Quartier nachhaltig zu verbessern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner: innen bringen eigene Themen und Ideen ein, beteiligen sich an Aktivitäten im Stadtteilladen und nutzen die Angebote regelmäßig als Treffpunkt und Beteiligungsort im Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Regelmäßige Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen, Vereinen, Schulen und sozialen Trägern stattfindet und gemeinsame Aktivitäten oder Projekte im Quartier umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Mehr Begegnungen zwischen Bewohner: innen entstehen, neue Besuchergruppen den Stadtteilladen nutzen und gemeinsame Aktivitäten das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier stärken.
Vorhandene Strukturen
Im Suthwiesenviertel besteht bereits eine etablierte Struktur der Gemeinwesenarbeit. Der Stadtteilladen SUWI fungiert als zentraler Treffpunkt und Anlaufstelle für Bewohner: innen des Quartiers. Hier werden niedrigschwellige Beratungs-, Begegnungs- und Beteiligungsangebote bereitgestellt.
Die Gemeinwesenarbeit wird durch eine hauptamtliche Fachkraft koordiniert und durch ehrenamtliches Engagement aus dem Quartier unterstützt. Regelmäßige Angebote, offene Treffpunkte sowie thematische Veranstaltungen ermöglichen Austausch, Begegnung und Beteiligung der Bewohner: innen.
Zudem bestehen Kooperationen mit verschiedenen lokalen Akteuren, darunter Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen und Kitas, kirchliche Einrichtungen, Vereine sowie weitere soziale Träger. Durch regelmäßige Netzwerktreffen und gemeinsame Aktivitäten werden Ressourcen gebündelt und Angebote besser aufeinander abgestimmt.
Die vorhandenen Strukturen der Gemeinwesenarbeit bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Quartiers. Sie fördern die Beteiligung der Bewohner: innen, stärken nachbarschaftliche Beziehungen und tragen dazu bei, soziale Herausforderungen im Quartier gemeinsam zu bearbeiten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist durch den Stadtteilladen „Suwi“ nachhaltig im Quartier verankert und eng mit Schulen, Kitas und dem Jobcenter vernetzt. Die Stadt Salzgitter fördert bereits bestehende Angebote und sieht weiteren Bedarf. Kooperationen mit der TAG sichern die strukturelle Einbindung. Die langfristige Finanzierung soll zukünftig neben der kommunalen Unterstützung zusätzlich durch AZUA-Leistungen gewährleistet werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lilienthaler Park - Begegnung ermöglichen. Teilhabe stärken. Nachbarschaft leben.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Birgit Reichardt
| Funktion | Unternehmenskommunikation und Fundraising |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein attraktiver Campus für alle – Begegnung und Inklusion in der Region.
Projektbeschreibung
Die Lilienthaler Diakonie gGmbH entwickelt ihren Campus zu einem lebendigen, inklusiven Ort der Begegnung: dem „Lilienthaler Park“.
Wir erschließen das parkähnliche Gelände mit seinem großen Potenzial und entwickeln es nachhaltig zu einem sozialräumlich wirksamen Ort für die gesamte Gemeinde. Der „Lilienthaler Park“ wird ein offener Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung, für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist ein partizipativer Beteiligungsprozess. In Workshops entwickeln Vertreter*innen verschiedener Altersgruppen und Initiativen aus der Gemeinde auf Grundlage unterschiedlicher Bedarfe Ideen für eine ganzheitliche, gemeinwesenorientierte Nutzung der Flächen und Gebäude. Diese Zielbilder werden im weiteren Prozess gebündelt und in konkrete Umsetzungsschritte für den „Lilienthaler Park“ überführt. So entsteht eine passgenaue und gemeinsam getragene Entwicklung des Geländes. Die Vision umfasst einen inklusiven Spielplatz, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen für verschiedene Altersgruppen, etwa eine Finnenbahn. Mit dem inklusiven Spielplatz entsteht ein Angebot, das in der Region bislang nicht vorhanden ist und für Familien große Bedeutung hat. Unsere Kirche wird ein Kulturort, das ehemalige Hallenbad zu einem Begegnungsort mit Café-Angebot sowie Flächen für Veranstaltungen, Kurse und Aktivitäten mit Nachbar*innen und Kooperationspartnern weiterentwickelt.
Federführend gesteuert wird der Prozess durch einen neu einzustellenden Projektmitarbeiter*in mit dem Schwerpunkt Gemeinwesenarbeit. Zu den zentralen Aufgaben gehören der Aufbau und die Pflege eines tragfähigen Netzwerks mit Kooperationspartnern, die Entwicklung und Begleitung von Beteiligungsformaten, die Ableitung konkreter Umsetzungsschritte sowie die Initiierung inklusiver Angebote. Gemeinsam mit der Unternehmenskommunikation wird das Projekt frühzeitig und nachhaltig sichtbar gemacht. Bestehende Kooperationen und Kontakte mit Schulen, dem Reitverein, Kindergärten, Sportvereinen und der Kirchengemeinde werden gestärkt; Beziehungen zu Unternehmen und zur Gemeindepolitik ausgebaut.
Die Öffnung des Quartiers und seine Entwicklung zu einem inklusiven Gesamtkonzept schaffen für Lilienthal und die Region einen in dieser Form einmaligen Ort mit modellhaftem Charakter. So entsteht mit dem „Lilienthaler Park“ ein dauerhafter, inklusiver und identitätsstiftender Begegnungsort für Lilienthal und die Region.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf dem 22 Hektar großen Campus der Lilienthaler Diakonie (LDI) leben rund 270 Menschen mit geistiger Behinderung in Wohngemeinschaften und besuchen Tagesstätten. Darüber hinaus befinden sich auf dem Gelände ein Seniorenstift und verschiedene Fachschulen. Die LDI vermietet zudem Wohnungen an Menschen mit geringem Einkommen und Geflüchtete. Der Campus umfasst Wohngebäude, Werkstätten, Verwaltungsgebäude, einen Reiterhof, ein ehemaliges Schwimmbad und eine Kirche.
Trotz der zentralen Lage und der parkähnlichen Grünflächen wird das Gelände nur begrenzt als inklusiver Ort im Alltag der Gemeinde wahrgenommen und genutzt. Einzelveranstaltungen wie ein Open-Air-Konzert mit zuletzt 900 Gästen zeigen, dass der Campus bei konkreten, attraktiven Angeboten auf Interesse stößt. Dies überträgt sich bislang jedoch nicht in eine regelmäßige sozialräumliche Nutzung.
Ein wesentlicher Grund liegt in der baulichen und strukturellen Prägung des Geländes. Teile dessen stammen aus den 60er- und 70er-Jahren, sind sanierungsbedürftig und wirken funktional statt einladend. Gebäude und Wege vermitteln teils noch den Charakter eines abgeschlossenen Sonderbereichs, einer „Anstalt“. Diese überholte Identität erschwert die Wahrnehmung des Campus als selbstverständlichen Teil der Gemeinde und begrenzt seine Potenziale für Teilhabe und Gemeinwesenarbeit.
Gleichzeitig bietet das Gelände durch seine zentrale Lage, die Grünflächen und Gebäude mit Entwicklungspotenzial sehr gute Voraussetzungen für sozialräumliche Nutzung und Kooperationen mit lokalen Akteuren. Eine sichtbare Öffnung stärkt die Gemeinwesenarbeit, schafft Angebote für Bürger*innen und macht Inklusion im Alltag erfahrbar.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lilienthal Moorhausen
Beschreibung
Die Lilienthaler Diakonie (LDI) liegt in zentraler Lage zwischen Lilienthaler Allee und Wörpe, in unmittelbarer Nähe zur Haupteinkaufsstraße und zu angrenzenden Wohngebieten. Das rund 22 Hektar große Gelände ist parkähnlich angelegt; auf einer Seite schließen Weideflächen und ein Reiterhof an. Auf dem weitläufigen Areal zwischen Wohngebäuden, einem Seniorenstift und einer Kirche verlaufen Lauf- und Radwege, die von Passantinnen und Passanten als Wegeverbindung zwischen den angrenzenden Wohnquartieren, der Haupteinkaufsstraße und dem Umfeld der Einrichtung genutzt werden. Das Gelände der LDI ist zu allen Seiten offen und frei zugänglich.
Die LDI liegt im Hauptsiedlungsgebiet Lilienthals, im Umkreis von 1 Kilometer wohnen nach kleinräumiger Schätzung rund 4.000 Menschen.
Da für diesen exakten Radius keine separat veröffentlichte amtliche Einwohnerzahl vorliegt, ist dies als belastbare Näherungsgröße auf Basis der Zensus-Gitterdaten zu verstehen. Im Kerngebiet Lilienthal wohnen rund 13.000 Menschen.
Einwohnerzahl
20166
Quelle / Anmerkungen
Statistsche Ämter des Bundes und der Länder / https://www.statistikportal.de/de/gemeindeverzeichnis/03356005
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
flaeche-foerdermittelantrag-foto.jpg
(209.63 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Teilhabe und Inklusion sind kein einseitiges Angebot. Wenn sie gelebt und wirksam werden sollen, müssen Interessen, Bedürfnisse und Ressourcen vieler einbezogen und gemeinsam gestaltet werden. Als Einrichtung für Menschen mit geistiger und komplexer Behinderung verstehen wir darin unseren Auftrag.
Der „Lilienthaler Park“ wird nicht für die Nachbarschaft, sondern mit der Nachbarschaft und mit lokalen Akteuren entwickelt. Deshalb beziehen wir Ideen und Ressourcen aus der Gemeinde in die Entwicklung konkreter Angebote und Nutzungsmöglichkeiten ein. Ein erster diverser Workshop - dabei ein Mitglied der Seniorenvertretung und eine Schülerin, Menschen mit und ohne Behinderung, Assistenzkräfte und Geschäftsführung, um einige zu nennen - bildet eine erste Grundlage, weitere werden folgen. So entstehen passgenaue Strukturen, die von vielen getragen werden und nur dann im Alltag wirklich gelebt werden.
Gemeinwesenarbeit bedeutet für uns daher vor allem Beteiligung, Vernetzung und Kooperation - in unserer Rolle auch Empowerment von Menschen mit Behinderung. Denn wir wollen Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenbringen und den Campus als offenen Ort im Gemeinwesen verankern. Die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Volkshochschule, Freiwilligenagentur, Sportvereinen, Kirchengemeinden, Initiativen, Unternehmen und weiteren Partnern ist dafür zentral. Teilhabe heißt "alle sollen teilhaben können am Angebot". Das ist unser Ziel.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen mit Behinderung sind empowert, planen Veranstaltungen mit, nehmen teil. Menschen mit und ohne Behinderungen nutzen die gleichen Angebote und begegnen sich auf diese Weise alltäglich und selbstverständlich.
Kriterium
Beschreibung
Ein Ehrenamtspool mit Menschen aus der Nachbarschaft ist aufgebaut und wird gepflegt. Nachbarn unterstützen bei Veranstaltungen und Festen.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationspartner sind in planvollem Austausch. Sie machen eigene Angebote - und gemeinsame für Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Wünschen und Bedürfnissen.
Kriterium
Beschreibung
Angebote und Aktivitäten von Menschen unterschiedlichen Alters und Lebenssituationen werden messbar angenommen werden. Das wird evaluiert.
Beschreibung
Das ehemalige Schwimmbad im Lilienthaler Park und die Grünflächen zu einem attraktiven Aufenthaltsort umgebaut sind und Menschen aus der Gemeinde sich dort gerne und regelmäßig aufhalten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Reitverein Lilienthal, TV Lilienthal, Nabu: Zu diesen Vereinen bestehen erste Kontakt. Dazu sollten weitere wie Heimatverein und mehr eingebunden werden.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freilichtbühne Lilienthal, hier gibt es erste Kontakte zum Jugendtheater, es gibt eine Lilienthaler Kunststiftung, hier würden einen Kontakt herstellen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schroeterschule (Grundschule) mit bereits ersten Kontakten, VHS Lilienthal, Gymnasium Lilienthal
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Evangelische Dienste Lilienthal, Klinikum Lilienthal, Pflegedienst Lilienthal, EUTB
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Gemeinde Lilienthal
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wümme-Zeitung, NDR Studio Oldenburg, Radio Bremen, Social Media, Webseite
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lili live - Wirtschaftsverbund Lilienthal, Witthohn Design, Vintage Weinladen, Moorflowers, Nabertherm.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kim Fürwentsches (Bürgermeister Lilienthal), Landespolitiker für die Region (Erste Kontakte vorhanden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehr, VHS, Bibliothek Lilienthal
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Jugendarbeit, Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Kommune übernimmt als verbindliche Kooperationspartnerin Mitverantwortung für die nachhaltige Verankerung des Projekts. Sie wirkt in Steuerungs- und Begleitgremien mit, unterstützt die Vernetzung im Sozialraum und bindet das Vorhaben an kommunale Planungen an. Qualität und Verstetigung werden durch regelmäßige Abstimmung, gemeinsame Zielvereinbarungen und die Anbindung an kommunale Förderstrukturen gesichert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Moin Nachbar*in! - Gemeinwesenarbeit in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Aike Hausberg
| Funktion | stellv. Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Norden kümmerts!
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Norder Altstadtsanierung ab 1968 wurden,um die Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg zu lindern, durch die "Neue Heimat", im zerstörten Stadtzentrum vermehrt Mehrfamilienhäuser gebaut. Um diese "Wohnblocks" herum entstanden bzw. wurden die für die ostfriesische Infrastruktur typischen Einfamilienhäuser wieder aufgebaut. Anfangs als inklusiver Wohnungsbau geplant,verkehrte sich dies mit der Insolvenz der "Neuen Heimat" und dem Verkauf der Mehrfamilienhäuser an profitorientierte Wohnungsbaugesellschaften ins Gegenteil.
Wiederholter Wechsel der Besitzer ganzer Straßenzüge sowie der fehlende Wille zur Instandhaltung der Gebäude hat zu einem Verfall der Wohnviertel geführt. Menschen aus der Mittelschicht wanderten ab und suchten sich bedürfnisgerechteren Wohnraum, Besitzer von Eigenheimen begannen sich strikt von den Mehrfamilienhäusern und ihren BewohnerInnen abzugrenzen, um einen Werteverfall des Eigentums entgegenzuwirken.
Die Mehrfamilienhäuser wurden so zu den Ankunftspunkten von Menschen, die als Geflüchtete nach Norden kamen und kommen sowie für Menschen, die von Transferleistungen leben, da dieser Wohnraum aufgrund seines Zustandes der noch einzige verfügbaren Wohnraum in Norden ist, der im Rahmen der Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Unterkunft liegen.
Zusätzlich bietet das im Folgenden vorgestellte Quartier ein wenig attraktives Wohnumfeld - Begegnungsstätten oder Möglichkeiten, sich außerhalb der eigenen Wohnung zu treffen sind nicht vorhanden, Rasenflächen dürfen nicht zum Spielen genutzt werden. Durch die fortschreitende Verwahrlosung der Häuser ist bei den MieternInnen eine allgemeine Resignation eingetreten - und diese prägt z.B. durch vermehrte illegale Müllablagerung das Gesamtbild des Quartiers.
Durch eine dauerhafte Installation von GWA eröffnet sich die Möglichkeit, versch. Methoden der Sozialen Arbeit zu nutzen wie z.B. aktivierende Befragungen, Beratungen, Gruppenangebote, Aktivierung von Netzwerkpartnern und den Aufbau von belastbaren und vertrauensvollen Beziehungen zu den BewohnernInnen, um einen ganzheitlichen Eindruck des Quartiers zu gewinnen. Durch den Wechsel der Blickrichtung-vom Individuum hin zum gesamten Quartier-eröffnen sich Möglichkeiten, ressourcenorientiert Lösungsstrategien mit den BewohnernInnen zu entwickeln und im Rahmen von Projekten umzusetzen.
So kann für alle BewohnerInnen, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und soz. Status eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der verfügbare Wohnraum in dem benannten Quartier bildet derzeit den noch einzig verfügbaren Wohnraum in Norden, der für Menschen, die von Transferleistungen leben, bewohnt oder bezogen werden kann. Dadurch ist eine extrem heterogene Bewohnerschaft entstanden, die in einer hohen Personenzahl auf flächenmäßig kleinen Raum lebt. Neben der ständigen Konfrontation mit dem langjährigen Sanierungsstau an den Gebäuden und der fehlenden sozialen Infrastruktur, haben die BewohnerInnen das Vertrauen in die Möglichkeit einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie das Interesse an ihrem Wohnumfeld und den anderen darin lebenden Menschen verloren. Sprachbarrieren, fehlenden Verständnis für den anderen und dessen Kultur, Arbeitslosigkeit, fehlende Freizeitmöglichkeiten und Treffpunkte (speziell für Kinder und Jugendliche) außerhalb der eigenen Wohnung und ein Anstieg von Einsamkeit und sozialer Isolation haben einen negativen Einfluss auf die eigene Lebensqualität. Vermehrte Kellerbrände durch Brandstiftung in den letzten fünf Jahren und wiederholt illegal abgelegter Sperr- und Hausmüll schränken das persönliche Sicherheitsgefühl weiter ein. Das Fehlen von Treffpunkten im Quartier hat im letzten Jahr zu weitreichenden Folgen geführt: BewohnerInnen treffen sich in Gruppen an öffentlichen Orten wie z.B. dem Norder Marktplatz, teilweise mit dem Konsum von legalen und illegalen Toxinen. Auffälliges Verhalten dieser kleineren Gruppen hat zu einer Stigmatisierung und teilweise offen formulierten Ablehnung aller BewohnerInnen aus dem Quartier geführt - und so zu einem (gefühlten) Ort der Unsicherheit für alle Bewohner der Stadt Norden mitten im Zentrum beigetragen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtmitte
Beschreibung
Das Quartier Stadtmitte begrenzt sich im Norden durch die Straßen Brummelkamp und Schulstraße, die Rosenthallohne, Kleine Hinterlohne und Doornkaatlohne im Osten, die Dammstraße im Süden und den Burggraben sowie die Norddeicherstraße im Westen.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
plan53.jpg
(4.59 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mensch steht im Mittelpunkt der GWA. Angebunden an die Verwaltung der Stadt Norden mit ihrem umfangreichen Netzwerk an Kooperationspartnern, dem Jugendhaus, einem Streetworker sowie den kommunalen Kindergärten und Schulen bietet die Möglichkeit unkomplizierter Kontaktaufnahmen. Die Stadt Norden bietet über ihre Pressesprecherin die Möglichkeit, den aktuellen Stand der GWA, Aktionen und Veranstaltungen über eine Pressemitteilung an die örtlichen Zeitungen und auf den Kanälen der Stadt Norden in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Durch die Vorstellung der GWA im zuständigen Fachausschuss ist eine kontinuierliche Einbindung des Stadtrats und der Politik vorhanden. Projekte können unkompliziert vorgestellt und gefördert werden. Die Arbeit des GWA ist im ersten Schritt das Schaffen einer Vertrauens- und Arbeitsbeziehung zu den BewohnerInnen des Quartiers. Einladungen v. BewohnerInnen zu Informationsveranstaltungen und Befragungen sowie die zeitnahe Eröffnung des Quartiersbüros mit verlässlichen Sprechzeiten vor Ort garantieren Sicherheit sowie die Gewissheit, ernst genommen und gesehen zu werden. Über Angebote und Veranstaltungen wie Flohmärkte, Sommerfeste o. Angebote für Kinder und Jugendliche bemerken die BewohnerInnen, dass "etwas passiert" und sie daran partizipieren und profitieren. Das Einbinden aller Norder Bürger u. Gäste beeinflusst die Stimmung im und gegenüber dem Quartier positiv und reduziert Vorurteile und Stigmata.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Annahme der GWA durch den Besuch von 35-40 dokumentierten Kontakten im Quartiersbüro oder in den Wohnungen der BewohnerInnen des Quartiers.
Kriterium
Beschreibung
Mindestens vier Netzwerkpartner bieten wöchentlich verlässliche Sprechstunden und Workshops im Quartiersbüro an, die jeweils mindestens 15-20 BewohnerInnen ansprechen und regelmäßig von ihnen genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Pinnwand oder die Chatgruppe werden im Rahmen der "Nachbarschaftshilfe" regelmäßig von mindestens 50 Personen genutzt. Teilnahme und aktive Mitgestaltung an Veranstaltungen und Festen durch mindestens 50 Personen.
Beschreibung
Wenn sich mindestens zwei Interessengruppen der BewohnerInnen regelmäßig in den Räumlichkeiten des Quartiersbüros treffen, um sich zu vernetzen, eigene Ideen zu entwickeln oder einem gemeinsamen Hobby nachgehen.
Kriterium
Beschreibung
fachdienstübergreifendes Entwickeln und Handeln in Kooperation mit weiteres lokalen Akteuren (Polizei, Wohnungswirtschaft, Ehrenamtliche etc.) eine erste sichtbare Veränderung wie z. b. das Schaffen von Ruheinseln oder nutzbaren Grünanlagenmöglich ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Aike Hausberg (Stadtverwaltung), Kristina-Marie Fuß (Stadtverwaltung), Michael Müller (Amt für Jugend und Soziales LK Aurich), Peter Weiß (Jugendberaufsagentur)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Andrea Schönfeld(Kreismusikschule), Margret Martens (Niederdeutsches Theater Norden), Linda Peters (Kunstschule Norden e.V.), Lennart Bohne (Gnadenkirche Tidofeld)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedhelm Endelmann (KVHS Norden), Tanja Svea Manninga (Jugendhaus Norden), Anke Czepul (Stadtbibliothek), Thomas Kettler (Feuerwehr Norden), Thomas Ripken (Polizei Norden), Uta Meints (SPDi),Tina Schipper (Jugendamt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christina Hoyer-Saad (Diakonie), Christina Störk (Sozialwerk Nazareth),Stefan Saathoff (Suria e.V.),Silvia de Vries (Azurit SBW),Elke Valentin-Startgardt & Stefanie Kunze (Ostrfr. Gesellschaft e.V.), Günther Gerdes (Behindertenhilfe Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juliane Marliani (Tomtes Hof e.V.), Janine Bohne (DOKA e.V.),Sonja Lindemann (Tierfreunde Norden e.V),Wolfgang Grätz (Präventionsverein Norden e.V.), Marc Friedrichs (Sprecher der Norder Sportvereine)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Barbara Weber-Zemke (Senioren- und Pflegestützpunkt), Tobias Sickermann; Dr. Falko Bode etc. (Hausärzte Norden), Heike Hardes (AWO Sozialstation Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ivonne Behnke (Grundschule Im Spiet),Maren Kendzia-Boss (Grundschule Lintel& Standort Wiesenweg),Julian Glusa (Grundschule Norddeich),Nico Rettcher (Oberschule Norden),Volker Cammans(Conerusschule),Sophie Drosten- Ruhbaum (Schule Am Moortief)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christiane Elster (Andreasgemeinde Norden),Adeljawad Mazin Al Jaafra (Muslimische Community Norden),Pastor Christoph Hentschel (St.Ludgerus), Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden, Pastor Martin Kaminski (Mennonitengemeinde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Günther Schneider (Wirtschaftsforum Norden e.V.), Dr. Alexandra Thürkow (Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden GmbH), Ingrid Rump (Fachdienst 2.3 Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carina Lotz &Imke Grotelüschen (LEG Nord), Lars Grewe (WEVATO Frankfurt), Wilfried Riese (EVIV), Hedda Freese (Wohnungsverwaltung Ulrike Kuhlmann)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlam Gandoura-Kourich (Pressesprecherin Stadt Norden), Aike Ruhr (NWZ),Rebecca Kresse (Ostfriesische Nachrichten),Christian Walther (Soltau Kurier Nord)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Markus Aukskel (1. Stadtrat), Wolfgang Hinrichs (Vorsitzender Fachausschuss Ordnung & Sicherheit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rosi Knoke (Trägerin des Preises der Norder Bürgerstiftung als soziales Gewissen der Stadt Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Norder Elfen (Christiane Büchner), Initiative zur Verhinderung von Einsamkeit an Feiertagen, Mehrgenerationenhaus Norden (Irina Eifert als Standortleitung), Wiemersche Haus (Uta Meints, Begegnungsstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die zu erwartende Aufwertung des Quartiers durch die GWA sowie die Stimmung in diesem mitten im Stadtzentrum liegenden Quartiers hat einen unmittelbaren Einfluss auf den wichtigsten Einnahmezweig der Stadt Norden-dem Tourismus. Die jährl. stattfindende Vorstellung der GWA und ihrer Projekte im Fachausschuss für Feuerwehr,Ordnung und Sicherheit macht diese Fortschritte und die Vorteile für die BewohnerInnen, alle Bürger der Stadt Norden & für die Touristen sichtbar und damit weiterfinanzierbar.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt wächst: Mehr Begegnung - Mehr Gemeinsam!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Helmer
| Funktion | Bildungsreferentin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Garten für Begegnung, Vielfalt und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Zentrale Herausforderungen im Stadtteil Obenende sind fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte, begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten. Vereine, Einrichtungen, Initiativen arbeiten parallel statt gemeinsam, sowie erschwerte soziale Teilhabe. Das Projekt „Vielfalt wächst: Mehr Begegnung – Mehr Gemeinsam!“ reagiert auf diese Herausforderungen, indem es durch Gemeinwesenarbeit neue Zugänge zu Begegnung, Beteiligung & gemeinschaftlichem Engagement schafft, zugleich bestehende Lücken in den Angeboten des Mehrgenerationenhauses schließt. Ziel ist der Aufbau & die nachhaltige Verankerung eines offenen, niedrigschwelligen Begegnungsortes, der von Bewohnenden & lokalen Akteuren gemeinsam genutzt &
gestaltet wird. Zur Kommune werden von Beginn an verbindliche Schnittstellen aufgebaut.
Ausgangspunkt ist eine aktivierende Sozialraumanalyse, in der Bedarfe, Ressourcen & Interessen der Bewohnenden sichtbar gemacht werden. Eine im Stadtteil bekannte Kümmererin ist kontinuierlich präsent, arbeitet eng mit der Kommune zusammen & spricht Menschen gezielt an. Niedrigschwellige Formate wie Gespräche in Treffpunkten, aktivierende Befragungen und ein mobiles Pop-up-Café schaffen erste Gelegenheiten für Austausch und Beteiligung. Vertrauen wird aufgebaut, Kontakte entstehen und Schlüsselpersonen werden einbezogen. In offenen Dialogformaten, wie dem „Nachbarschafts-Café: Mein Obenende“, werden Perspektiven gebündelt und Ideen für die Stadtteilentwicklung erarbeitet. Eine partizipative Stadtteilkarte macht Ressourcen, Orte & Bedarfe sichtbar. Zentral ist die gemeinsame Entwicklung eines Begegnungsortes in Form eines Gartens. In partizipativen Prozessen wird dieser gemeinsam aufgebaut & als sozialräumliche Infrastruktur gestaltet, die vielfältige Nutzungen ermöglicht & als offener Treffpunkt dient. Im weiteren Verlauf wird der Begegnungsort durch regelmäßige Angebote & gemeinschaftliche Aktivitäten belebt. Bewohnende, Vereine & Einrichtungen bringen eigene Ideen ein und nutzen den Ort zunehmend eigenständig. Es entstehen neue Kontakte, Kooperationen & gegenseitige Unterstützung. Parallel werden verlässliche Nutzungs- & Organisationsstrukturen aufgebaut. Nutzergruppen übernehmen schrittweise Verantwortung; der Begegnungsort wird in bestehende Netzwerke, das MGH & kommunale Strukturen eingebunden. Langfristig entsteht ein lebendiger, gemeinschaftlich getragener Ort, der über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat & Teilhabe, Zusammenhalt und Selbstorganisation im Stadtteil stärkt.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt wird im Stadtteil Obenende in Papenburg umgesetzt, einem dörflich geprägten Stadtteil. Die durch Kanäle geprägte Struktur erschwert alltägliche, zufällige Begegnungen. Die Einwohnerzahl ist deutlich gestiegen (ca. 8.200 Jahr 2010 auf 13.249 Jahr 2024), gleichzeitig verändert sich die Bevölkerungsstruktur. Der Anteil älterer Menschen liegt bei rund 27 %, zugleich wächst der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle Hintergründe treffen zunehmend aufeinander. Mit dem Mehrgenerationenhaus besteht eine wichtige, jedoch nicht ausreichend niedrigschwellige Struktur für Begegnung und Beteiligung im Stadtteil. Vor diesem Hintergrund zeigen sich drei zentrale Herausforderungen:
1. Fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte: Im Stadtteil fehlen frei zugängliche Orte für spontane, generationenübergreifende Begegnung. Bestehende Angebote sind häufig institutionell gebunden, erreichen nicht alle Zielgruppen. Folge: Begegnung und Austausch entstehen nur eingeschränkt und werden durch fehlende offene Treffpunkte zusätzlich erschwert.
2. Begrenzte Beteiligung und Vernetzung: Viele Bewohnende erleben geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten. Lokale Akteure arbeiten überwiegend nebeneinander, vorhandene Ressourcen werden nicht ausreichend genutzt und miteinander verbunden. Folge: Beteiligungspotenziale bleiben ungenutzt und gemeinschaftliche Entwicklungen werden erschwert.
3. Erschwerte soziale Teilhabe in einem vielfältigen Stadtteil: Neue und gewachsene Nachbarschaften bestehen häufig nebeneinander, Zugezogene finden schwer Zugang zu bestehenden Strukturen. Folge: Zusammenhalt und Zugehörigkeit entwickeln sich nur begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Obenende in Papenburg, nördlich des Hauptkanals. Obenende erstreckt sich über eine Fläche von 39,55 km² und hat 13.249 Einwohner/-innen. Papenburg insgesamt umfasst sieben Stadtteile mit 39.453 Einwohner/-innen und einer Gesamtfläche von rund 118 km². Historisch war Obenende das Arbeiter- und Handwerkerviertel, während Untenende als kaufmännisches Zentrum fungierte. Das Fördergebiet ist geprägt durch eine Mischstruktur aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbebetrieben und sozialen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Begegnungsorte,
Es grenzt nördlich an den Ortsteil Völlenerkönigsfehn der Gemeinde Westoverledingen, westlich an die Stadtteile Untenende, Bokel, Aschendorf und Herbrum und östlich an die Gemeinde Surwold.
Diese besonderen Bauwerke lassen sich eindeutig dem Obenende zuordnen: Der alte Turm, St. Michaelskirche, St. Marienkirche, Van Velen Anlage(Museumsanlage mit historischen Bauten und Gebäuden)
Der Großteil der Obenender wohnte ursprünglich an den Kanälen, die das Obenende durchziehen: Mittelkanal, Splitting, Erste Wiek, Umländerwiek, Lüchtenburg, Bethlehem . Am Obenende gibt es drei Grundschulen: Michaelschule, Waldschule und Splittingschule. Die Oberschule Michaelschule ist die größte Schule der Stadt. Am Obenende gibt es drei Sportplätze
Einwohnerzahl
13249
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025) keine Unterscheidung im Stadtgebiet
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Bundeslaender/Niedersachsen.html?nn=25856&year_month=202202
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/index.html
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_obenende_mit_groesse.pdf
(1.5 MB)
standort_garten_mit_groesse.jpg
(120.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt Gemeinwesenarbeit um, indem es sich ganzheitlich auf die Interessen der Menschen vor Ort bezieht. Es stärkt die Selbstorganisation und fördert die Handlungsfähigkeit der Bewohnenden als Nachbarschaft. Dabei werden sowohl individuelle als auch strukturelle Aspekte im Sozialraum berücksichtigt. Durch niedrigschwellige Beteiligungsformate werden die Menschen aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen. Das Projekt schafft eine Anlauf- und Vernetzungsstelle, die als zentrale Ansprechperson für lokale Akteurinnen dient. Dabei werden unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammengebracht, um gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln. Die sozialräumliche Orientierung zeigt sich in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Kommune, Vereinen, Sozialraumprävention und Schulsozialarbeiterinnen. So entsteht ein Netzwerk aus Bewohnenden, Akteuren und Kommune, das Kooperationen im Stadtteil stärkt. Die Verbesserung infrastruktureller Bedingungen wie Zugänge zu Bildungs- und Freizeitangeboten fördert soziale Teilhabe. Das Projekt geht aktiv in den Sozialraum: Die HÖB und das MGH öffnen sich bewusst nach außen, sodass Angebote ergänzen und bestehende Strukturen stärken. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die demokratische Mitbestimmung, indem es Bewohnende ermutigt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen aktiv an Planung, Nutzung und Weiterentwicklung des Begegnungsortes beteiligt sind, eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und auch bisher wenig erreichte Zielgruppen einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen eigenständig Angebote initiieren und durchführen, Aufgaben in Organisation und Pflege übernehmen und verlässliche Nutzer- und Verantwortungsstrukturen bestehen, die auch ohne kontinuierliche Projektbegleitung funktionieren.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Ressourcen im Stadtteil (z. B. Fähigkeiten von Bewohner*innen, Vereine, Netzwerke) systematisch eingebunden, sichtbar gemacht und für die Gestaltung und Nutzung des Begegnungsortes aktiv genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebenslagen und Herkunft im Begegnungsort regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam Aktivitäten gestalten und neue Verbindungen zwischen bislang getrennten Gruppen im Stadtteil entstehen.“
Beschreibung
Kommune, soziale Einrichtungen, Bildungsträger und Vereine im Stadtteil verbindlich zusammenarbeiten, Ressourcen bündeln und gemeinsam Angebote und Strukturen für den Begegnungsort entwickeln und weitertragen.
Beschreibung
ein stabiles Netzwerk aus Bewohner*innen, Vereinen, Einrichtungen und Kommune besteht, das regelmäßig zusammenarbeitet, Verantwortung für den Begegnungsort übernimmt und gemeinsame Aktivitäten und Angebote dauerhaft trägt.
Kriterium
Beschreibung
im Begegnungsort regelmäßige Begegnungen stattfinden, neue Kontakte entstehen und Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen ihr Zusammenleben aktiv gestalten, sich gegenseitig unterstützen und Zugehörigkeit im Stadtteil wächst.
Beschreibung
ein offener, niedrigschwelliger Begegnungsort geschaffen ist, der von unterschiedlichen Gruppen regelmäßig genutzt wird, dauerhaft zugänglich bleibt und als soziale Infrastruktur Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Stadtteil ermöglicht.
Kriterium
Beschreibung
das Projekt in kommunale Strukturen eingebunden ist, die Kommune aktiv mitwirkt und Ergebnisse in bestehende Planungen und Netzwerke integriert werden, sodass der Begegnungsort langfristig im Stadtteil verankert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderkreis Papenburg Obenende e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschland in St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SKFM Papenburg e.V. (Tafel, soziales Kaufhaus, Wohnungslosenhilfe, rechtliche Betreuung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rheuma LIGA Niedersachsen e.V. AG Papenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionales Umweltbildungszentrum Emsland in Papenburg e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FRIDA (freiwillige Initiative für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird von Beginn an mit Kommune, MGH, Vereinen & Einrichtungen geplant, umgesetzt & in kommunale Strukturen eingebunden. Über 36 Monate werden tragfähige Netzwerke, klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten & verbindliche Regeln erarbeitet. Der Begegnungsort wird ans MGH angebunden, das langfristig Koordination & Begleitung übernimmt. Ergänzende Fördermittel werden gezielt eingeworben. Durch Integration in bestehende Strukturen wird eine dauerhafte Nutzung & Verstetigung gesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
dscf1749.jpg_2.jpg
(1.28 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On