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1. Aufbau bzw. Weiterentwicklung einer Anlaufstelle vor Ort mit „Kümmerer“-, Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen,

Gute Nachbarschaft St. Marienberg

Ansprechpartner
Ekke Peter Seifert
Funktion Prokurist
Gute Nachbarn - Gutes Leben!
Projektbeschreibung
In der Stadt Helmstedt haben die demographische Entwicklung und der Strukturwandel im Kohlerevier an der früheren innerdeutschen Grenze in den letzten Jahrzehnten deutliche Spuren hinterlassen. Sichtbar wird das etwa im nordwestlichen Stadtgebiet, das durch teilweise baufällige Wohnblöcke und Leerstand aber auch einer teils multi-ethnischen teils älteren Bewohnerschaft und vielen kinderreichen Familien geprägt ist. Mit dem Projekt will die Diakonie gemeinsam mit Akteuren und Bewohnerschaft Themen, Bedarfe und Ressourcen erörtern, die die Lebensqualität und Perspektiven der Menschen vor Ort nachhaltig verbessern sollen. Dabei sind ausdrücklich alle Einwohner:innen angesprochen. Über die Einrichtung eines neuen Ortes und Treffpunktes im Quartier wird ein Anlaufpunkt geschaffen, an dem sowohl niederschwelliger Unterstützungsbedarf ermöglicht als auch Raum für neue und auch selbstgestaltete Angebote und Formate gegeben wird. Rund um den Mittelpunkt des identifizierten Sozialraums, dem historischen Klostergelände St. Marienberg, soll eine Projektkoordination darauf hinwirken, gemeinsam mit Bewohnern und auch Akteuren Themen und Bedarfe zu ermitteln, die die Nachbarschaft im Quartier nachhaltig stärken und fördern. Das Leben im Quartier und die persönliche Entfaltung und Entwicklung der Bewohnerschaft und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe stehen dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Kita St. Marienberg und der Grundschule Friedrichstraße, mit denen die Diakonie schon lange sehr vertrauensvoll zusammenarbeitet, werden dabei z.B. konkret Eltern mit Unterstützungbedarfen im Alltag angesprochen und zur Mitwirkung aktiv eingeladen. Über die Kirchengemeinde und den im Quartier befindlichen Tagestreff sollen auch gezielt vereinsamte Senioren angesprochen und einbezogen werden. Über einen Ort im Quartier sollen aktiv niederschwellige Hilfsangebote nach Bedarf und Nachfrage installiert werden. Zahlreiche Kooperationspartner und Fachdienste haben hierzu ihre Unterstützung zugesagt. Über das Projekt sollen die Alltagskompetenzen der Bewohner nachhaltig gestärkt und gefördert, die nachbarschaftlichen Verbindungen verbessert und das Leben im Quartier nachhaltig, interkulturell und intergenerationell bereichert werden. Das Projekt wird über den Stadtteil hinaus in die ganze Stadt wirken und das Motto eindruckvoll sichtbar machen: Gute Nachbarn - Gutes Leben! https://www.stadt-helmstedt.de/de/wirtschaft-bauen/sanierungsgebiete/conringviertel.html
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Bürger:innen mit Migrationshintergrund aus. Ein Bericht der Stadt zum sog. "Conringviertel" weist einen Anstieg der ausländischen Bewohner des Quartiers von 13,08% im Jahr 2009 auf 28,26% im Jahr 2019 mit insgesamt 53 verschiedenen Nationen aus. Der Zuzug von Bürgern aus Europa hat sich mehr als vervierfacht. Es handelt sich dabei v. a. um Arbeitsmigranten aus osteuropäischen Ländern. Darüber hinaus leben viele alleinstehende und sozial benachteiligte Senior:innen sowie kinderreiche Familien im Quartier. Die Wohngebäude weisen vielfach sichtbaren Sanierungsbedarf auf. Es gibt teils einen hohen Leerstand. Im November 2020 hat die Straße Dammgarten überregional Bekanntheit erlangt, als zwei Wohnblocks komplett unter Corona-Quarantäne gestellt wurden. Das Ansehen des Quartiers hat dadurch weiter stark gelitten. Durch langjährige Beratungsarbeit der Diakonie für Menschen aus dem Quartier ist der Eindruck entstanden, dass die verschiedenen sozialen Gruppen im Quartier mehr neben- statt miteinander leben. Als weitere Auffälligkeiten sind zu nennen: - häufig prekäre Arbeitssituationen der Bewohner:innen - Schule: Sprachbarrieren bei Kindern, fehlende Unterstützung im Elternhaus - kinderreiche Familien: kaum Angebote zur Freizeitgestaltung, fehlende KiTa-Plätze - fehlender niederschwelliger Zugang zu Bildung - Unkenntnis bei alltäglichen Abläufen und Leistungsansprüchen (z. B. BuT) - bestehende Hilfsangebote auf spezielle Klientel ausgerichtet (z. B. Wohnen + Beraten/Meilenstein auf Obdachlose, GU des DRK auf Asylbewerber, MGH auf Frauengruppen) - weitere niederschwellige Angebote fehlen
Projektgebiet
Gebiet-Name
Helmstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt westlich des Stadtzentrums der Stadt Helmstedt, ist Teil der Kernstadt. Nördlich wird das Quartier durch die Vorsfelderstraße begrenzt, östlich von der Leuckartstraße. Im Süden begrenzt das Braunschweiger Tor das Quartier, im Westen der Bruchweg.
Einwohnerzahl
2700
Quelle / Anmerkungen
Die Zahl stammt aus dem Ergebnisbericht Vorbereitende Untersuchungen zur Stadtsanierung des Conringviertels der Stadt Helmstedt von 2020. Die dortigen Quartiersgrenzen sind jedoch kleiner als im von uns beschriebenen Quartier.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet überschneidet sich teilweise räumlich mit dem Sanierungsgebiet Conringviertel aus dem Programm "Sozialer Zusammenhalt". Dabei handelt es sich aber überwiegend um städtebauliche Maßnahmen. Maßnahmen im sozialen Bereich werden inhaltlich genau mit der Stadt Helmstedt abgestimmt und von unserem beantragten Projekt abgegrenzt.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Werte aus dem Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt zum Conringviertel, welches sich zum Teil mit dem Projektgebiet deckt. Aufgrund unserer Erfahrung mit der Bewohnerschaft des Projektquartiers ist uns bekannt, dass die Zahlen eher etwas höher anzusetzen sind, als nur im Conringviertel. Die Werte sind daher geschätz.
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt (siehe auch Merkmal 1) sind etwa 1/3 des Conringviertels arbeitslos, nicht oder gering beschäftigt. In der Gesamtstadt sind dies nur 25%.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen sind dem Ergebnisbericht der Stadt Helmstedt zum Conringviertel sowie dem Sozialbericht des Landkreises Helmstedt entnommen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Ziel des Projektes ist es, die Lebensqualität im Quartier nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Lebensbereiche wie z.B. Schule/Bildung oder Gesundheit, sondern um einen ganzheitlichen Blick auf die Bedarfe und Wünsche der Menschen vor Ort. Die wenigen bereits vorhandenen Strukturen werden genutzt, weitere notwendige Strukturen werden ggf. ergänzt - ein starkes sozial-integratives Netzwerk entsteht. Bedarfsgerechte Hilfsangebote werden installiert und um Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung bei der Angebotsgestaltung ergänzt. Dadurch werden sowohl die Selbsthilfepotenziale und Stärken einzelner Bewohner und deren Familien als auch das Miteinander der Bewohnerschaft gestärkt. Es wird eine Teilhabe aller am aktiven Leben im Quartier ermöglicht und eine Gute Nachbarschaft geschaffen. Die Bewohnerschaft wird aktiv in die Bedarfsermittlung für eine nachhaltig positive Entwicklung des Quartiers einbezogen und befragt. Abgeleitete Angebote und Formate werden mit Kooperationspartnern abgestimmt, zivilgesellschaftliche Akteure aktiv einbezogen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Hilfangebote, Veranstaltungen werden von der gesamten Bewohnerschaft angenommen
Beschreibung
Verschiedene Bewohnergruppen beteiligen sich gemeinsam an der Gestaltung des Quartiers
Beschreibung
Ganzheitliche Stärkung der Bewohnerschaft, z.B. Verbesserung der schulischen Situation der Kinder, Stabilisierung der Haushaltssituation der Familie u.a.
Beschreibung
Kooperationspartner arbeiten im Netzwerk gemeinsam an der Verbesserung der Lebensqualität im Quartier
Beschreibung
"Treffkultur" im Quartier ist installiert und wird angenommen. Synergien innerhalb der Bewohnerschaft entstehen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Friedrichstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Marienberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kreisverband Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten - Ambulante Hilfe Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten - Tagestreff Meilenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Helmstedt - MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KreisSportBund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kirchengemeinde Georg Calixt Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Giordano-Bruno Gesamtschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Tagestreff Meilenstein e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kloster und Paramentenwerkstatt St. Marienberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Helios St. Marienberg Krankenhaus Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt und der Ansatz sind neu in der Stadt Helmstedt und wird in der Form erstmalig durchgeführt. Stadt und Landkreis werden aktiv in die Projektgestaltung und -begleitung einbezogen. So wird eine Abgrenzung zu den städtischen avisierten Förderungen der Sanierungsgebiete sichergestellt. Der gewünschte Projektstandort liegt auf dem Gelände der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Auch hier werden Perspektiven zur nachhaltigen Gestaltung des Standortes aktiv und frühzeitig ausgelotet.
Zustimmung Veröffentlichung
On

NachBar

Ansprechpartner
Leonore Determann
Funktion Vorsitzende
NachBar
Projektbeschreibung
Das Quartier, Samtgemeinde Holtriem, besteht aus acht Mitgliedsgemeinden, denen ehrenamtliche Bürgermeister*innen vorstehen. Die Gemeinde Utarp errichtet ein Gemeindezentrum, das zum Ende des Jahres öffnen kann. Die Räumlichkeiten werden dem AWO Kreisverband mietfrei überlassen. Geplant ist in dem Gemeindezentrum eine zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle für Bürgeranliegen, die NachBar, zu errichten. Um vorab die Bedürfnisse, Interessen und Engagementbereitschaft der Bürger*innen zu ermitteln wurde eine Befragung durchgeführt. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass viele Einwohner*innen von Mobilitätsbeschränkungen betroffen sind, nach Möglichkeiten suchen mit anderen in Kontakt zu treten und nachbarschaftliche Hilfe wünschen. Senior*innen und Geflüchtete sind von gleichartigen Problemen betroffen. Auf dieser Grundlage werden im Rahmen des Projektes Maßnahmen entwickelt, um wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Bildungs-, Begegnungs- und Hilfsangebote zu errichten, um damit die soziale Teilhabe, Mobilität, Nachbarschaftshilfe und intergenerationellen und – kulturellen Kompetenzen zu fördern. Zu Projektbeginn geht es darum Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, damit es ermöglicht wird sich kennenzulernen, Gespräche zu führen und Gemeinsamkeiten zu entdecken, um im Anschluss daran das nachbarschaftliche Zusammenleben zu gestalten. Ein besonderer Focus wird auf die Gruppe der Senior*innen und Geflüchteten gerichtet, da sie mit besonderen Hürden der sozialen Teilhabe zu kämpfen haben. Vorhandene Angebote werden in das Projekt integriert bzw. angebunden oder wie die bestehende Anti-Rost-Initiative ausgeweitet, damit sie auch gemeindeübergreifend wirken können. Zentraler Netzwerkknoten wird im gesamten Projektverlauf das Gemeindezentrum in Holtriem sein. Von dort aus werden Treffpunkte/Angebote in den anderen 7 Mitgliedsgemeinden koordiniert. Dafür können noch nicht vollumfänglich genutzte, vorwiegend barrierefreie Räumlichkeiten, wie bspw. Vereinsheime in Anspruch genommen. Im weiteren Verlauf des Projektes werden Mobilitätsoptionen entwickelt, um die Möglichkeit für die Bewohner*innen zu eröffnen mehr an der Nahversorgung teilzunehmen und Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Bereits bestehende private Initiativen werden einbezogen und das eingeschlafene Mitfahrsystem „Fahr mit“ wiederbelebt. Um den Maßnahmenplan zielgerichtet gestalten zu können wurden Expertengespräche mit Vertretern der Samtgemeinde und potentiellen Kooperationspartner geführt
Laufzeit
2021-05-05 00:00:00
Ausgangslage
Der Landkreis Wittmund ist mit 57000 Einwohner*innen zweitkleinster in Niedersachsen. Damit geht eine vergleichsweise sehr geringe Bevölkerungsdichte (fünftkleinste in Niedersachsen) und besondere Strukturschwäche einher. Die Samtgemeinde Holtriem ist eine der vier Mitgliedsgemeinden des Landkreises. Behörden finden sich vorrangig in der Kreisstadt Wittmund (ca. 30 km entfernt). Diese zu erreichen stellt gerade für ältere Menschen aus der Samtgemeinde, die oft nicht mehr über stabile familiäre Bindung verfügen, und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen. Arztbesuche kommen einem Tagesausflug gleich und peripher wohnende Geflüchtete haben geringere Integrationschancen. Die Bewohner*innen des Quartiers haben nicht genügend Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Insbesondere in der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, wie stark die Menschen auf soziale Kontakte angewiesen sind. Allein durch die Alltagsbegleiter und Anti-Rost-Initiative ist dies nicht aufzufangen. Was teilweise von den Alltagsbegleitern vorgefunden wurde ist alarmierend und schockierend. Viele Ältere sitzen zu Hause, haben dringend notwendige Arzttermine aus Angst und in Ermangelung von Transportmöglichkeiten, nicht wahrgenommen. Kinder und Jugendlichen leiden psychisch unter Corona, vor allem Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwächeren Familien sind betroffen. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der sozialen Teilhabe.
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche und Interessen der in in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Die Bürger*innen werden angeregt ihr Umfeld/Zusammenleben in der Gemeinde aktiv zu gestalten, so dass sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zufriedener leben können. Durch Nachbarschaftsarbeit und die damit verbundene Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen wird mehr Teilhabe vor Ort möglich. Während des gesamten Projektzeitraums wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt und die Eigeninitiative/Selbsthilfe der Bürger*innen gefördert. Hierdurch identifizierte Potentiale und Schwächen sollen genutzt bzw. behoben werden. Die Bürger*innen werden befähigt Netzwerke zu knüpfen in denen sie kommunizieren und sich organisieren können.

InGe hilft!

Ansprechpartner
Nikolaus Lemberg
Funktion Geschäftsführer
Unterstützungsnetzwerk für internationale Familien, Geflüchtete und Hilfsbedürftige in der Samtgemeinde Salzhausen
Projektbeschreibung
Die Interessengemeinschaft e.V. (InGe) ist als Sozialunternehmen seit 35 Jahren in Salzhausen aktiv. Die Arbeit mit internationalen Familien und die Hilfen für Geflüchtete ist schrittweise über die letzten Jahren entstanden. Seit 2020 bieten wir mit der Nachbarschaftshilfe „Handschlag“ eine Corona-Einkaufshilfe für die ländlich strukturierte Samtgemeinde an. Ehrenamtliche Helfer*innen übernehmen Patenschaften für die 1-zu-1 Nachbarschaftshilfe. Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit wollen wir die entstandenen Projektteile zusammenführen und verstetigen. Schon heute unterstützen wir, wo erforderlich, mit allgemeiner Sozialberatung und ggf. auch Vermittlung zu anderen Hilfsangeboten. Diesen Ansatz gilt es, mit Hilfe von drei Teilstellen, zu professionalisieren und damit langfristig eine Ehrenamtsbörse zu initiieren. Bedarfe werden zeitnah erfasst, aufgenommen oder weitervermittelt. Hilfreich ist dafür sowohl das vereinseigene Angebot als auch das regionale Netzwerk. Zentral ist z.B. die Kooperation mit der ortsansässigen Tafel „InterZOB“, die coronabedingt ihre Türen nicht mehr für die hilfsbedürftigen Menschen öffnen konnte. Nun obliegt es uns und den Helfern des ehrenamtlichen Fahrdienstes die bedürftigen Haushalte zu beliefern. Neben vielen Familien, Paaren und Einzelpersonen verschiedensten Alters und kulturellem Hintergrund, gehören immer mehr BewohnerInnen aus dem betreuten Wohnen für Senioren dazu, sowie Bewohner*innen der drei Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen. Besonders bei den ausländischen Familien, innerhalb der Unterkünfte, aber auch im privathäuslichem Umfeld, tauchen immer wieder zusätzliche Bedarfe auf. Ziel ist es dort Entlastung zu schaffen, z.B. durch die Bereitstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten, Beratung bei der Kindererziehung und der Gelegenheit des Austauschs zur aktuellen Situation. Unser besonderer Fokus liegt in der Schnittstelle zwischen Schule und Elternhaus. Es gilt Schreiben der Schulen und Kitas adäquat zu übersetzen, Homeschooling zu unterstützen und auch individuelle Hilfen zu installieren. Während des Distanz-, Wechsel- und Home-Unterrichts war es oberstes Ziel, Kindern den so wichtigen Anschluss ans Bildungssystem zu erhalten oder überhaupt erst zu ermöglichen. Im Bereich Schule, Jugendhilfe und Bildungsarbeit mit geflüchteten Familien, können wir schnelle Hilfen installieren und greifen hier auf Erfahrungen von mittlerweile 12 Jahren zurück. Wichtig ist uns die Menschen im Gemeinwesen partizipativ zu beteiligen.
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Zuwanderung hat sich in den letzten Jahren im Landkreis Harburg sehr dynamisch entwickelt. Hierzu gehören Zuzüge aus dem europäischen Ausland, aber auch eine deutlich gestiegene Zahl von Zuwanderungen aus Kriegs- und Krisenländern. Bereits 2015 lebten Menschen aus 39 (!) Nationen in Salzhausen. Heute existieren 3 Flüchtlingsunterkünfte in der Samtgemeinde. Ein Umzug in privaten Wohnraum in Dörfer und Ortsteile der ländlichen Region stellt unsere "Quartiersarbeit" vor besondere Herausforderungen. An den Schulen zeigen sich uns seit Jahren die Grenzen, aber auch Möglichkeiten der Integration. Schule allein kann die komplexen Bedarfe von ausländischen Familien nicht kompensieren. Sprachliche Barrieren werden nur punktuell aufgegriffen, die Unterstützung für die Kinder ist abhängig vom Einsatz und dem Engagement der Schulen und der Fördermöglichkeiten durch die Landesschulbehörde. Auch die ältere Bevölkerung steht vermehrt im Fokus: im Landkreis Harburg lässt sich der demographische Wandel durch eine Verschiebung der Altersstruktur klar erkennen. Angehörige alter und hilfsbedürftiger Menschen wohnen vielfach nicht mehr in der Nähe, so dass die Versorgung Hilfsbedürftiger durch Institutionen oder ehrenamtlich Helfende übernommen werden muss. Insgesamt verfügen die Mitgliedsgemeinden teilweise über keine ausreichende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das Bemühen einzelner Personen und Gruppen ist schon seit langer Zeit hoch, nur fehlt es in einigen Bereichen an einer Vernetzung der Hilfsangebote, wodurch Ressourcen teilweise verschwendet werden. Cornabedingt ruhen Hilfen und Angebote oder sind stark eingeschränkt. Hier gilt es neue Wege zu finden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzhausen - Eyendorf - Garlstorf - Garstedt - Gödenstorf - Salzhausen - Toppenstedt - Vierhöfen + Ortsteile
Beschreibung
Unser Angbebot richtet sich grundsätzlich an alle Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Salzhausen, da unser bestehendes Netzwerk bereits alle Orte erreicht. Eine Abgrenzung des Fördergebietes besteht zum Landkreis Harburg insgesamt. Bezüglich der Unterstützung von geflüchteten und ausländischen Familien liegt der Fokus auf Salzhausen, Eyendorf und Gödenstorf plus der jeweiligen Ortsteile, da in diesem Bereich die drei Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen und der Großteil derer Privathaushalte liegen.
Einwohnerzahl
14965
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Salzhausen; Stand 26.5.2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung; Grundlage Demographie-Gutachten Landkreis Harburg, CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH Hannover, Oktober 2019
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, CIMA 2019 (s.o.)
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Salzhausen; Stand 26.5.2021/ Landkreis Harburg (Abteilung Migration); Stand 31.12.2020
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Schon in der Gründungssatzung unseres Vereins wurden 1986 grundlegende Punkte der Gemeinwesenarbeit als Basis der bevorstehenden Arbeit benannt. Der generationsübergreifende Gedanke, aber auch die Belange von hilfebedürftigen und kranken Menschen, bilden bis heute das Fundament unseres Tuns. Der ehrenamtliche Vereinsvorstand sowie alle beteiligten MitarbeiterInnen und weiteren ehrenamtlichen HelferInnen, haben aufgrund der vielfältigen Arbeitfelder einen guten Überblick in die Bedürfnislagen der Menschen vor Ort. Diese schnell, flexibel und niedrigschwellig aufzugreifen gelingt uns seit Jahrzehnten in vielerlei Projekten und beruht vor allem auf einem großflächigen Netzwerk. Zu diesem gehören neben öffentlichen Einrichtungen vor allem auch Vereine, Helferkreise und private, einflussreiche Einzelpersonen. Da sich in unserem Verein jede Altersgruppe wieder findet und auch Themen wie Zuwanderung und demographischer Wandel immer mitgedacht wurden, sind unsere Angebote sozialräumlich und ressortübergreifend. InGe ist mittlerweile eine wichtige Anlaufstelle vor Ort geworden, rund um Pflege und Betreuung, aber auch bezüglich Angebote an Schulen, wie Schulkindbetreuung, Schulassistenz und Müttercafé international. Gleichzeitig vernetzen wir bestehende Strukturen und versuchen den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Samtgemeinde Salzhausen einen Roten Faden in der Vielfalt der Angebotsstruktur zu vermitteln.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen achten auf ihre Nachbarn und interessieren sich für deren Belange und Nöte. Es besteht eine Offenheit gegenüber verschiedenen Kulturen und Interessen.
Beschreibung
Vorhandene Helferkreise sind vielfach bereits vorhanden. Ressourcen werden verdoppelt, wenn unser Projekt es schafft die Angebotsstruktur aufzudecken und Unterstützung in der Organisation anzubieten.
Beschreibung
Unser Verein/ Netzwerk richtet den Blick immer wieder auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen und gleicht das vorhandene Angebot damit ab.
Beschreibung
Akteure vor Ort, auch ehrenamtliche Gruppen, sind gut vernetzt und haben eine Anlaufstelle, wo sich ihre Ressourcen bündeln und sinnvoll einsetzen lassen. Stichwort Ehrenamtsbörse.
Beschreibung
Helferkreise übernehmen eingenständig Patenschaften für Personen und/ oder Projekte.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Salzhausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Salzhausen/ Eyendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
OBS Salzhausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesamtkirchengemeinde Salzhausen - Raven (St. Johannis Kirche Salzhausen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Winsener Anzeiger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wochenblatt Salzhausen (Kreiszeitung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Homepage www.in-ge.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
https://www.salzhausen.de/portal/meldungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Living Quarters (Betreiber der Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MTV Eyendorf (Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reso-Fabrik e.V. - Jugendtreff Salzhausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Garstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft e.V. mit ihren vielfältigen Angeboten für alle Generationen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Handschlag-Projekt ist auf großes Wohlwollen beim SG-Bürgermeister gestoßen. Wir wollen weiter den guten Kontakt dorthin suchen/ halten, um über ggf. anschließende Finanzierungsmöglichkeiten im Gespräch zu bleiben. Mit den Schulen der SG stehen wir permanent im Austausch und arbeiten gemeinsam an Lösungen für die Kinder und Familien. Der Verein selber ist auch aus sich selbst heraus in der Lage weitere Fördermittel zu akquirieren und für genannte Ziele einzusetzen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ratsch.Bude

Ansprechpartner
Alexander Hoppe
Funktion Bürgermeister
Stadt von unten
Projektbeschreibung
“Ratsch.Bude” (Arbeitstitel) ist eine Idee von Bürger/innen. Sie formulierten im Februar 2021in einer Befragung den Wunsch, einen Ort zu haben, an dem sich alle Bürger/innen treffen und in einem neutralen Rahmen über die Stadt reden können. Der sichtbare Handlungsbedarf in der Innenstadt böte Anlässe für Begegnung und Austausch, wenn Bürger/innen eigene Ideen in ihr und für sie formulieren (“ratschen”), gemeinsam ausarbeiten und schließlich realisieren könnten. Ab dem Sommer 2021 soll in einer leerstehenden Gärtnerei eine Coronakonforme, temporäre Sommerunterkunft als eine niederschwellige “Ideenwerkstatt im Freien" eingerichtet werden, um den neuen Ansatz einer „Stadt von unten“ vor Ort sichtbar zu machen. Die Organisation, der Aufbau und der Betrieb eines von der Bürgerschaft für die Bürgerschaft konzipierten Begegnungsortes werden pilotiert und getestet und weitere Mitstreiter gefunden. Dieser Ansatz soll ab dem Herbst 2021 in einem Leerstand der Westernstrasse verstetigt und professionell begleitet werden. Beides ist Voraussetzung für eine organisatorische Festigung einer kontinuierlichen und lebhaften Beteiligungskultur in Königslutter, die für eine Stadt im Strukturwandel von höchster Bedeutung ist. “Selbst tätig werden” ist dabei das Motto, aus dem ein neuer Gemeinschaftssinn entsteht und auch eine Identifikation mit dem Ort. Begegnungsorte wie eine Fußgängerzone oder ein Bürgersteig oder der Marktplatz könnten in der "Stadt von unten" neu erfunden werden, auch Liegenschaften, die in Folge des Strukturwandels und der Corona-Pandemie leer stehen, sollten aufgeweckt und bespielt werden. Die Innenstadt bietet viele Möglichkeiten und Anlässe, um voneinander und miteinander zu lernen. In Austausch und Umsetzung entstehen, von der Bürgerschaft getragen, neue soziale, kulturelle oder auch wirtschaftliche Impulse. “Selbst tätig werden” wird eine Chance sein, “selbstständig” zu werden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Die „Ratsch.Bude“ als gemeinsamer Raum und selbst entwickelte Werkzeuge werden helfen, die Ansätze von unten gemeinsam mit der Stadt zu sozialen, ökonomisch und ökologisch tragfähigen Projekten weiterzudenken und in Partnerschaft mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft professionell umzusetzen. Wenn sich Bürger/innen mit dem „Lebensraum Kleinstadt“ als Gestalter/innen identifizieren und sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen einsetzen, wachsen sozialer Zusammenhalt und auch das Engagement für die Stadt.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Strukturwandel macht auch vor Königslutter nicht Halt: Die Innenstadt verliert für die Bewohnerschaft als Ort der Identifikation und Begegnung an Bedeutung, wenn Versorgungsfunktionen verschwinden. Wir sehen mittlerweile einen Leerstand von ca. 50%, Tendenz steigend nach der Pandemie. Die Obergeschosse sind ungenutzt. Gebäude werden baufällig und neue Impulse sind nicht in Sicht. Es verfestigt sich der Eindruck der Perspektivlosigkeit. Es besteht die konkrete Gefahr, dass die Stadt zu einer Schlafstadt wird für die angrenzenden Ballungsräume, wenn es nicht gelingt, Gründe für ein gesellschaftliches Engagement in und für Königslutter zu zeigen, Ansätze für Erfolge zu organisieren und einen strukturellen Rahmen für eine dauerhafte Beteiligung der Bürgerschaft an der Innenstadtentwicklung herzustellen. Der Stadt als gemeinsames Projekt und als gemeinsamer Lebensraum fehlen soziale, ökologische und ökonomische Zukunftsperspektiven, die mit der Bürgerschaft entwickelt werden. Projekte werden in Königslutter am Elm nämlich meist von Außen an die Stadt herangetragen (z.B. Entwicklung von neuen Wohngebieten am Stadtrand, Fachmarktzentrum an der Wolfsburger Straße, Jugendbauhütte, Wohnen an der Traube usw.). Ein Pendant auf Seiten der Bewohnenden fehlt. Lokale Bedürfnisse und Wünsche, die häufig gerade die Innenstadt betreffen, werden nicht artikuliert und haben damit auch keine Chance, sich zu verwirklichen. Die Enttäuschung über nicht realisierte oder auch gescheiterte Projekte der Stadtentwicklung führt so zu einer innerlichen Abwendung der Bewohnenden von ihrer Stadt. Wir sehen eine Politik- und Gestaltungsverdrossenheit, die positive Entwicklungen konterkarieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Königslutter am Elm (mit allen Ortschaften) Innenstadt
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+integration+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenanteil an den SvB (%); https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+soziale-lage+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB-II Quote, SGB-XII Quote: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+nachhaltigkeit-sdgs+2014-2016+tabelle; Innenstadtbereich als Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersquotient ab 65 Jahren: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+demographischer-wandel+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Königslutter am Elm, 19.5.2021
GWA/QM-Ansatz
Kleine Städte sollten für ihre Bewohnenden sowohl räumliche als auch soziale Identifikations- und Begegnungsräume vorhalten. GWA und Quartiersmanagement im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung in Königslutter am Elm setzt deswegen (a) dann an, wenn die Stadtgemeinschaft zusammenkommt und (b) dort, wo sie gemeinsam gestaltet. In der Innenstadt ist beides möglich. Die Anpassung an den Strukturwandel, die im Zuge einer Pandemie noch dringender geworden ist, bietet viele Anlässe und das Bedürfnis, aktiv zu werden, zu sprechen und sich auszutauschen wird durch das gemeinsame Interesse aller Bewohnenden an der eigenen "Innenstadt" gebündelt. Ziel ist es, Defizite am konkreten Ort und zu vielfältigen Themen in verschiedenen kleinen und großen Partizipationssettings und unter Einbeziehung der Kommune zu gemeinsam getragenen, übergreifenden Lösungsansätzen im kommunalen Kontext zu verdichten. Dieser Ansatz kann alle Bevölkerungsgruppen motivieren, alle Altersgruppen ansprechen aber auch die vielfältigen sozialen Umfelder berücksichtigen. Durch die professionelle externe Begleitung wird ein strukturiertes Vorgehen angestrebt, das gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt wird. Dabei will Ratsch.Bude insbesondere als Partner für Innovationsprojekte in der Innenstadt wahrgenommen zu werden, indem sie Wissen und Können vor Ort für Alle erschließt und zugänglich macht und die Innenstadt als Ort von Allen für Alle ausstattet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommen mit eigenen Ideen auf Ratsch.Bude zu. Die Bereitschaft sich aktiv in die Gestaltung der Ratsch.Bude oder von Projekten einzubringen wird durch wiederkehrende Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen sichtbar.
Beschreibung
Die Interessen an einem gemeinsamen Erfolg werden in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess verfolgt. Die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden überwiegt die Partikularinteressen. Die Konzentration auf Schwerpunkte gelingt.
Beschreibung
Verwaltung, Politik, Bürger*innenschaft, Handel und Immobilieneigentümer*innen kooperieren. Verlässliche Teilnahme von Vertretern an der Arbeit der Ratsch.Bude führt zu schnellem Informationsfluss und erleichtert Abstimmung und Planung für Alle.
Beschreibung
Es gelingt weitere Altersgruppen in die Arbeit einzubinden und die Interessen von Unternehmen, Einzelhandel oder Immobilienbesitzer*innen durch Kooperationsverträge zu manifestieren.
Beschreibung
Die Innenstadt wird als Ort der gemeinsamen Gestaltung sichtbar und es gelingt, ihr durch die Einbindung aller Bewohnenden eine neue Bedeutung zu geben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Königslutter am Elm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bücherei Königslutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LaVie gGmbH, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat, Stadtrat, Vertreter der politischen Parteien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Driebe Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HRS Königslutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine, TSG Königslutter e.V
Typ
Stadtteil
Galerie
werkstadt 2
181114 koen a1 intensivierung bericht
Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Blanke - Das Bewegungs- und Begegnungsquartier

Ansprechpartner
Anja Jankowksy
Funktion kfm. Angestellte
Die Blanke für Bürger der Blanke
Projektbeschreibung
Zu den vier Sportparkvereinen SV Eintracht Nordhorn, SV Alemania Blanke, FC Blanke sowie Nino-Sport, gehören 1000 Mitglieder aus verschiedensten Herkunftsländern mit unterschiedlichen kulturellen Gegebenheiten. Die gesellschaftliche Vielfalt in den Vereinen spiegelt sich zum Teil auch in den Sportangeboten für die Stadtteilbürger wider. Die im Kern von ehrenamtlich engagierten Übungsleitern geführten Angebote erstrecken sich von Fußball über American Football bis hin zum Karnevalstanz. Die Diversität in den Sprachen und (kulturellen) Wertvorstellungen sind dem Stadtteil Blanke nicht fremd. Daraus entstehen aber auch Konflikte, die von den Ehrenamtlichen „gehört“ und „angenommen“ werden müssen. Als zentrales Element für den Stadtteil Blanke dient das größte Stadion der Stadt Nordhorn der Sportpark Blanke. Auf dem Gelände befindet sich neben einer Vielzahl von Bewegungs- und Fußballplätzen ein Vereinsheim, welches seit dem Pandemieausbruch vorübergehend geschlossen ist. Eine umfangreiche Renovierung ist im Frühjahr 2020 vorgenommen worden und bietet heute ein angenehmes Ambiente für Jung und Alt, um das gesellige Zusammenleben zu fördern. Zudem bietet es ebenfalls einen Ort für Kommunikation der einzelnen zivilgesellschaftlichen Akteure und Bürger, um die Vereinsstrukturen und den gesamten Stadtteil weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt sollen die bisherigen Strukturen, vordergründig durch ein erhebliches Maß an ehrenamtlichem Engagement der Vereine (Stichwort - Muskelhypothek), etabliert und erweitert werden. Die hiesigen Menschen sollen Partizipation & Teilhabe erfahren indem sie ihre sportbezogenen Wünsche und Probleme u. a. über Umfragen äußern können. Zusammengefasst, der Sport soll als Mittler für eine stärkere ehrenamtliche Bereitschaft fungieren und die Angebotspalette erweitert werden. Beispielhaft können integrative Schwimmkurse, inklusive Turnangebote, Trendsportveranstaltungen für junge Menschen oder Seniorensport genannt werden. Zudem soll sich das Image des Ortsteils verbessern. Neben dem Mitgestalten ist eine langfristige Bindung neuer Engagierter wünschenswert, um die selbst erarbeiteten Themen aktiv umzusetzen. Des Weiteren verfolgt das Vorhaben einen präventiven Ansatz mit einem ganzheitlichen Blick auf alle hier lebenden Menschen. Durch die zukunftsweisende Arbeit sollen auch digitale Möglichkeiten (online Erhebung - App-Nutzung) insbesondere für junge Menschen, welche zum Verbleib in dem Stadtteil angeregt werden sollen, angestoßen werden.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Im größten Stadtteil der Stadt Nordhorn wohnen 9.772 Bürger. Viele von ihnen in Mehrfamilienhäusern mit kleinen Wohneinheiten. Der Stadtteil hat einen hohen Anteil an Menschen mit Fluchterfahrung & Migrationshintergrund und beherbergt 171 Nationalitäten. Die größte Altersgruppe stellen die 30 bis 54-jährigen mit 33,4 % dar. Der günstige Wohnraum wird teilweise nicht mehr heutigen Ansprüchen gerecht und führt daher zu einer hohen Fluktuation. Historisch betrachtet ist das Quartier ein klassisches Arbeiterviertel, welches in den 50er Jahren expandierte. Heute gibt es hier verschiedene Glaubensgemeinschaften, zwei Jugendtreffs, zwei Grundschulen, eine weiterführende Oberschule, drei Kitas sowie mehrere Wohneinheiten für Ältere. Die Tafel ist u.a. mit einer Essensausgabe und einem Sozialkaufhaus aktiv. Im Stadtteil befinden sich bis auf den Sportpark Blanke keine weiteren großen Sportanlagen, wird jedoch u. a. durch die Errichtung von bedarfsorientierten Spielplatzkonzepten ergänzt. Die Fokussierung auf den Sportpark und deren aktive Angebote auf der einen Seite und einen gewissen Mangel an Bewegungsmöglichkeiten- und räumen auf der anderen Seite, erfordert einen ergänzenden Ansatz in den aktuellen Gegebenheiten. Des Weiteren soll die Netzwerkarbeit der vor Ort Akteure, welche bspw. aus Jugendarbeit, Kirchen, Wohlfahrtseinrichtungen, Schulen bestehen, noch einmal im sportbezogenen Kontext unterstützt werden. Momentan herrschen auch Parallel- und Doppelstrukturen, welche abgebaut werden sollen. Eine Bündelung der Ressourcen, bezogen auf den Freizeitbereich, würde das Leben im Quartier noch einmal aufwerten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nordhorn Blanke
Beschreibung
Der Sportpark Blanke liegt im Norden des Stadtteils Blanke. Der im Süden der Stadt Nordhorn gelegene Stadtteil Blanke ist südlich und östlich durch eine Umgehungsstraße und westlich durch einen Kanal abgegrenzt. Nördlich gehen die bebauten Wohngebiete in andere Stadtteile über. Die Straßen Gildehauser Weg und Bentheimer Straße führen in die stadtnahen Stadtteile hinein.
Einwohnerzahl
9772
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nordhorn
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
75
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Stadtteil Blanke sollen die Bürger für die zukünftige Ausgestaltung mit partizipieren, in dem sie ihre unverzichtbare Meinung offen kundtun und somit ihre sportbezogenen Wünsche nachhaltig äußern. Sie werden dabei von Fachkräften unterstützt. Dabei soll auf eine gezielte Stärkung des Wohnraums durch entsprechende Begegnungs- und Bewegungsangebote geachtet werden. Die Gewinnung von Netzwerkpartnern und Bündelung von Stärken vor Ort, ist dabei elementar. Als ein Partner ist die Freiwilligen Agentur zu nennen, welche u. a. beim Aufbau weiterer Ehrenamtlicher hilft. Die integrative Arbeit wird gestärkt und Doppelstrukturen vermieden. Unabhängig ihrer Herkunft gibt das Quartier mit seinem sozialen Leben die Möglichkeit, durch den Sport Vorurteile abzubauen. Jeder kann individuell seine Sportart ausüben und darüber hinaus sein soziales Leben aktiv mit seinen Nachbarn teilen. Bisher bietet der Stadtteil kaum Möglichkeiten wo Alte und Junge über den Sport zusammen kommen. Durch den Sport und seinem festen Regelwerk können Konflikte leichter abgebaut werden, neue Kontakte geknüpft und dadurch einer Isolation entgegen gewirkt werden. Die Bürger sollen sich mit ihrem Stadtteil selbstbewusst identifizieren, anstatt wie bisher, sich durch deren schlechten Ruf benachteiligt fühlen. Die Fachkräfte unterstützen die Bürger indem sie Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, die zur Verbesserung des Lebensumfeldes beitragen können, z. B. durch den Beziehungsaufbau zur kommunalen Verwaltung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
neue gesellschaftliche Angebote, z.B. Skatrunden und die allgemeine Belebung des Sportparks entstanden sind
Beschreibung
neue gesellschaftliche oder sportliche Angebote auf Grund der Bedarfsanalyse entstanden sind
Beschreibung
ohne Einwirkung der Sportparkfunktionäre der Sportpark für gesellschaftliche Feste genutzt wird
Beschreibung
die Qualifizierung der Ehrenamtlichen zugenommen hat, durch Angebote des Kreissportbundes oder der Freiwilligenagentur
Beschreibung
wenn jegliche Vorurteile abgebaut sind
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordhorner Tafel, Schach-Klub Nordhorn-Blanke e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KreisSportBund Grafschaft Bentheim e. V., Der Paritätische Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Nordhorn, Polizeidirektion Nordhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Politiker
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grund- und weiterführende Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürger/innen des Stadtteils
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CVJM Nordhorn
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt Nordhorn verfolgt seit Jahren die Aufwertung des Stadtteils Blanke sowohl auf gesellschaftlicher Ebene wie auch in der Schaffung von mehr Spielräumen. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn die Stadt durch das Vorhaben zu einer Folgefinanzierung angeregt wird. Zudem soll für die Folgefinanzierung im Stellenprofil eine entsprechend zeitliche Ressource für das Fundraising berücksichtigt werden, um durch den Projektträger langfristig Fremdmittel zu generieren.
Galerie
luftaufnahmesportpark
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bürgerhaus im Mittelpunkt - gute Nachbarschaft

Ansprechpartner
Silke Gherbi-Opel
Funktion Leitung
Begegnungscafe
Projektbeschreibung
Mit dem Begegnungscafe möchte das Bürgerhaus Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen (Familien, Senioren, Alleinerziehende, Menschen mit Flucht- o. Migrationshintergrund, langzeitarbeitslose) zusammenbringen. Das Begegnungscafe möchte für eben diese Zielgruppe mit geringem Einkommen ein kostengünstiges, gesundes Mittagessen zur Verfügung stellen. Bestehende Strukturen, zu unterschiedlichen Vereinen, Gruppen, Schule, Flüchtlingshilfe sollen genutzt und ausgeweitet werden. Eine Zusammenarbeit mit der Speisekammer e.V. (ähnlich Tafel) wird angestrebt. Weiterhin will das Projekt die Vernetzungen der hiesigen Vereine u. Gruppen, wie die Fairtradegruppe anstreben, um auch den Aspekt des fairen Handels, Auswirkungen unseren Konsums auf das Klima zu berücksichtigen. Das Begegnungscafe soll mit ehrenamtlicher Unterstützung aufgebaut werden, Nutzer*innen haben langfristig die Perspektive in das Projekt eingebunden zu werden und es weiterzuentwickeln und mitzuarbeiten.
Laufzeit
2021-04-27 00:00:00
Ausgangslage
Das Bürgerhaus ist im Mai 2020 fertiggestellt worden und liegt im Kernort Wardenburg. Wardenburg ist eine ländlich geprägte Gemeinde mit vielen kleinen Dörfern und einer unmittelbaren Nähe zu Oldenburg. Das Bürgerhaus versteht sich als ein offenes, barrierefreies Haus für alle Menschen aus der Gemeinde Wardenburg. Es ist eine soziokulturelle Einrichtung, ein Treffpunkt für Freizeitgestaltung, Beratung, Betreuung u. Bildung aller Altersgruppen der Gemeinde. Unser Haus bietet Veranstaltungen u. Projekte für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen. Aufgrund der Corona Pandemie konnte das Haus nur phasenweise öffnen. In den Öffnungsphasen wurde es von verschiedenen Gruppen ( Cafe Kinderwagen, Seniorentreff, offene Kinder- und Jugendarbeit; Beratungen usw.) sehr gut besucht. Die Nutzer*innen sind Menschen, die bereits in Vereinen, Gruppen, Verbänden organisiert sind. Sie sind fähig sich für Ihre Belange einzusetzen und nehmen teil am gesellschaftlichen Leben. Wenig bis gar nicht sind Menschen aus vulnerablen Gruppen repräsentiert oder nutzen die Angebote des Bürgerhauses. Die Angebote des Bürgerhauses sollten sich dahin entwickeln genau diese Menschen zu erreichen, Angebote sollten von ihnen selbständig entwickelt und gestaltet werden.

Miteinander für Bredenbeck

Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
Funktion Geschäftsführer
Das Miteinander in Bredenbeck soll sich für alle Bürger entwickeln, erweitern und erhalten.
Projektbeschreibung
Der 3200 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 8 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander. Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, in den letzten 3 Jahren ist unser Dorfgemeinschaftshaus entstanden. Über 9000 Std ehrenamtliche Arbeit! Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 15 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten u. in einem Vereinsbeirat organisiert. Jetzt wollen wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen und die Veröffentlichung in verschiedenen Medien (Zeitung, soz. Medien, Newsletter) Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren, um Wünsche u. Ressourcen zu sammeln. Durch Vorstellen in den VHS Kursen u. im VHS-Programmheft werden weitere Teilnehmer gewonnen. Der demografische Wandel macht es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Die Einwohnerstruktur Bredenbecks lässt einen zweiten Schwerpunkt in den Single-Haushalten erkennen. Nach mehreren Umfragen haben wir aus diesen Gruppen Wünsche gesammelt, die wir in unseren Projektzielen umsetzen möchten. An erster Stelle stand der Wunsch nach Geselligkeit. Dann folgte der Wunsch für ein Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung. Bei all diesen Projekten möchten wir in enger Kooperation mit der im DGH ansässigen VHS zusammenarbeiten. Ihre Erfahrungen im Bereich Bildung u. Qualifizierung kann sehr gut genutzt werden. Unsere Wünsche werden in den Kursen verwirklicht. Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin, die ortsansässigern Vereine u. speziell die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen. All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität aufbauen. Dafür brauchen wir die Unterstützung durch ein Quartiersmanagement.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
In den letzten 8 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den restlichen drei verbleibenden Gaststätten auch das örtliche Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe und Ausstattung mehr vorhanden. Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS waren nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen. Besonders ältere Mitbürger und Alleinlebende vereinsamten. Im Alltag ist gut zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl aller im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden und die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten. Problematisch in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner*innen sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt. Insgesamt leben 54% der Einwohner in Single-Haushalten. Hier drohen Anonymität und Vereinsamung. Wir brauchen professionelle Strukturen, um speziell abgestimmte Angebote in Bredenbeck zu realisieren. Es müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden: Versorgung, generationsübergreifende Kommunikation, Hilfe bei Reparaturen oder Gartenarbeiten, Sport u. vor allem Geselligkeit und Kultur. Corona hat die Problemlage noch erheblich verschärft. Angebote des öffentlichen Lebens müssen wieder aufgebaut werden, um das Miteinander für Bredenbeck umzusetzen
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen Bredenbeck
Beschreibung
Eine sozio-demographische Analyse des Studenten Lukas Rethschulte von der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2014, stellte in Bredenbeck neben einer starken Überalterung auch eine sehr hohe Single-Haushaltsquote von 54% (davon 91% ohne Kinder) fest. Das Durchschnittsalter beträgt 47,5 Jahre und die größte Altersklasse ist die Gruppe der 50 bis 65-jährigen mit einem Anteil 23,2%. Von diesen Personen sind nur 41% berufstätig, was im Umkehrschluss ein erhebliches ehrenamtliches Potential birgt. Die Überalterung in der Ortschaft ist zukünftig weiter stark ansteigend. Ein weiteres Ergebnis ist, dass es für die Altersgruppen der Familien und Senioren sowie insbesondere die alleinstehenden Einwohner, keine sozialen Treffpunkte, außer dem Dorfgemeinschaftshaus, gibt. Dies könne zukünftig zu einer drastischen sozialen Ausgrenzung führen und das selbstbestimmte Leben auch im höheren Alter damit gefährden. Durch das hohe ehrenamtliche Potential kann mit Hilfe eines Quartiersmanagements dieser Begegnungsraum gefüllt werden, Vernetzungsstrukturen aufbaut und autarke Interessengruppen gebildet werden. Die Überalterung des Gebietes ist unübersehbar. Das letzte Neubaugebiet in Bredenbeck wurde 2012 fertig gestellt. Junge Familien sind in der Zwischenzeit kaum zugezogen. Diese genauen Zahlen können im Moment für 2021nicht erhoben werden. (Datenschutz)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wennigsen , Phillip Thiedau
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Die Daten des Projektgebietes stammen aus der Statistik der Gemeinde vom 29.01.2020, die Angaben der Gesamtstadt sind von Mai 2021 von der Gemeinde Wennigsen. Sonstige stellt der Anteil in der Bevölkerung im gesamten Bundesgebiet dar.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut, Arbeitskreise entstehen. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen. Das Wirgefühl wird durch geselliges Beisammensein im Klöncafé gestärkt. Jeder kann seine Ressourcen einbringen (Kuchen backen, Liederzettel, Handarbeitsideen). Soziale Bindungen werden aufgebaut. Durch Gespräche, Aushänge, digitale Medien und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner und Alleinlebende werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig ein Café, Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren. Ressourcen werden genutzt. Gruppenleitungen sind gefunden und miteinander vernetzt.
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt, vom Kuchen backen zum Computerkurs. Die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt. Ehrenamtliche werden unterstützt, gefördert und wertgeschätzt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Verschiedene Treffen finden statt. Für die positive Außendarstellung hat sich ein Gremium gebildet.
Beschreibung
Vielfältige Kooperationen zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik und der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Fr. Kügler, Frau Zunker Fachbereich Soziales.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten, Grundschule, Bücherei.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schneiderin, Weberin, Steinmetz, Tischler, Drechsler, Musiker, Computerfachmann, Landwirt, Förster, (Nähkurse, Spieleabende, Tanzcafé, Lieder- und Literaturabende, Waldspaziergänge, Umwelt und Naturschutz)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein) Physiotherapiepraxen, Pflegedienst, Einzelpersonen (Yoga, Walking, Seniorenturnen)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert. VHS-Kurse werden ebenfalls durchgeführt. Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen und Methoden erlernt, Gremien gebildet, um Gruppen danach selbstständig weiterzuführen. Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge, projektbezogenen Förderungen und Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH und seiner Angebote.
Galerie
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Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!

Ansprechpartner
Sigrid Lemp
Funktion Fachbereichsleitung Arbeit, Familie und Soziales
Jetzt WIR Zusammen - Qualität stärken im Quartier für Senioren, Geflüchtete, Zuwanderer und alle Familien
Projektbeschreibung
Für die Problem-Quartiere in der Gemeinde (Wiefelstede und Metjendorf) sollen im Projekt Konzepte entwickelt und realisiert werden, die folgende Problemsituationen systematisch angehen und in den Fokus von Politik und Gemeindeentwicklung rücken: 1. Demografische Herausforderungen und nicht ausreichende barrierefreie Wohnmöglichkeiten für Senioren mit/ohne Betreuung im Kernort Wiefelstede, Einsatz ambulanter Pflegedienste, zu wenig Nachbarschaftsdienste und Dienstleistungen für Senioren: Hier soll in einem großen geplanten Baugebiet ein Wohnprojekt für/mit Senioren entwickelt und in der Umsetzung begleitet werden. Die Beteiligung einer Stiftung für Wohnen im Alter soll erfolgen. Gleichzeitig soll eine Kümmerer-Struktur aufgebaut werden. 2. Integration von Zugewanderten und Geflüchteten: (Parallelgesellschaften, Effektivität aber Überforderung (ehrenamtlicher) Flüchtlingshelfer/-paten), Flucht in Drogenkonsum, wenig Integration in das Vereins- und Gemeinwesen, zu wenig Mietwohnraum. Für das o.g. Baugebiet soll bezahlbarer Mietwohnungsbau initiiert werden, die ehrenamtlichen Paten sollen stärker in ihren Bemühungen unterstützt und begleitet werden. 3.soziale Integration von Menschen und Familien an der Armutsgrenze/mit Transferbezug: Schaffung von Mietwohnraum, Integration ins dörfliche Vereinsleben, Stärkung der Beratungsstrukturen im Netzwerk hinsichtlich familienpolitischer Leistungen, Kinderbetreuung etc. 4.Stärkung des Gemeinwesens und Integration von Neubürgern in die Dorfgemeinschaft im Quartier Metjendorf: Initiierung von Nachbarschaften und Zugehörigkeitsgefühl zum Wohnquartier. Aufbau mehr gesellschaftlicher Teilhabe/Nachbarschaft in einer aktiven GWA mit Beteiligungsstrukturen, die Problemlagen der Bewohner sollen aufgegriffen und bearbeitet werden. Ziel ist die Identitätsfindung im Quartier und die Integration der vielen Neubürger. Hierzu soll vor allem die Zusammenarbeit mit Vereinen, aber auch Grundschule und KiTas forciert werden. Das Mehrgenerationenhaus soll zur Kümmerer-Station der Bürger werden. Um größere Effektivität der bisherigen Bemühungen in der GWA zu erlangen bzw. die Probleme greifbar zu lösen, soll eine bessere Koordinierung der vorhandenen Einrichtungen und Maßnahmen sozialer Arbeit in der Kommune und mit Netzwerkpartnern in den Fokus der kommunalen Bemühungen gesetzt werden. Aktiv sollen durch Netzwerkarbeit einbezogen werden: Familienservicebüro Flüchtlingshelfer Mehrgenerationenhaus in Metjendorf
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wiefelstede ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde (ca.106 qkm) mit zwei Kernortzentren, die 10 km voneinander entfernt sind. Diese Kernorte, Wiefelstede und Metjendorf (zusammen mit den direkt anlegenden Bauerschaften Heidkamp und Ofenerfeld) haben unterschiedliche Problemlagen. Beide Kernort-Quartiere sind geprägt durch Einfamilienhäuser und Doppelhäuser im Eigentum der Bewohner und der demografische Wandel ist deutlich wahrzunehmen. Auf die steigende Alterung der Bevölkerung ist die soziale Gemeinschaft und die Infrastruktur vor allem im Kernort Wiefelstede nicht ausreichend vorbereitet. Seniorengerechte Wohnungen und bezahlbare (Miet)-Wohnungen sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden, Zudem ist die Integration von sozial schwächeren Familien durch die vorhandene Wohnraumstruktur schwierig, so auch besonders die Integration von Migranten- und Flüchtlingsfamilien, die seit 2015 vor allem im Kernort Wiefelstede aufgenommen wurden. Einzelne Vermieter nutzen die Situation, heruntergekommene Wohnungen überteuert zu vermieten. Die Bildung von Parallel-Gesellschaften ist zu befürchten, die "Ersatzwelt Drogen" wird vermehrt zum Problem. Im südl. Gemeindequartier Metjendorf, das direkt an die Großstadtgrenze von Oldenburg grenzt, gibt es eine starke Durchmischung der bisherigen Bevölkerung durch Zuzug von Auswärtigen. Werden Häuser durch Sterbefälle der Bewohner frei, werden sie hochpreisig an Höchstbietende, die aus der Stadt Oldenburg kommen, verkauft oder vermietet. Die bisherige Kultur der ländlichen Dorfgemeinschaft und des solidarischen Miteinanders leidet und wird immer weniger lebendig gelebt, für viele ist der eigentliche Wohnort nur die Schlafstadt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Kernort
Beschreibung
Das Projektgebiet umfaßt über eine Fläche von ca. 4,3 qkm die Bauerschaften Wiefelstede 1, Wiefelstede 2 und Wiefelstede 3. Diese Bauerschaften im Zentrum der ländlich geprägten Gemeinde waren ursprünglich der Kern der Gemeinde und hier ist auch jetzt noch das Rathaus und die einzige Kirche der Kommune. Das Quartier ist geprägt von Einfamilienhäusern und Doppelhäusern (letzteres in den neueren Baugebieten), die von den Eigentümern zumeist selbst genutzt sind. Mietwohnungsbau ist nur in sehr geringem Ausmaß zu finden. Direkt an das Quartier grenzen in allen Ortsrichtungen landwirtschaftliche Flächen. Die Versorgung mit Lebensmitteln aller Art kann direkt im Quartier erfolgen, Fachgeschäfte für andere Bedarfe sind nur sehr begrenzt oder gar nicht vorhanden. OPNV ist nur begrenzt nutzbar. In diesem Quartier sind die meisten Zuwanderer (fast 200 Personen) der Gemeinde wohnhaft/untergebracht, die seit dem Flüchtlingszustrom 2015/2016 zugewiesen wurden.
Einwohnerzahl
5352
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Bauerschaften Metjendorf, Heidkamp, Ofenerfeld
Beschreibung
Dieses Quartier grenzt in einer Fläche von ca. 3 qkm südlich und östlich direkt an die Großstadt Oldenburg, viele der Bewohner arbeiten auch dort und sind sich nicht bewusst, dass sie nicht in Oldenburg, sondern in der dörflichen Gemeinde Wiefelstede wohnen. Das Gebiet gilt als Speckgürtel der Stadt Oldenburg. In nördlicher und westlicher Richtung grenzen an das Projektgebiet ausgedehnt landwirtschaftliche Flächen. Das Projektgebiet ist geprägt von Einfamilien- oder Doppelhäusern, die im Eigentum der Bewohner stehen. In einigen Straßenzügen im Quartier überwiegt die ältere Bevölkerung ab 75 Jahren, dort sind die Einfamilienhäuser alle vor ca. 50 Jahren erbaut worden. Aufgrund der Überalterung kommt es hier vermehrt zu Verkäufen des Wohnraums. Insofern gibt es eine starke Durchmischung der ehemals eher dörflichen Bewohnerstruktur. In den letzten Jahren sind zudem neue Baugebiete erschlossen worden, die inzwischen fast fertiggestellt sind und in denen es auch etliche Zuzüge aus der benachbarten Großstadt gibt. Die Infrastruktur, KiTas und Schule sind entsprechend angepasst worden. Der ÖPNV ist der Stadt Oldenburg angepasst und ausreichend. Mietwohnungen sind nur sehr begrenzt vorhanden und decken den Bedarf nicht, da auch hier die Bürger aus Oldenburg zugreifen.
Einwohnerzahl
6492
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
GWA/QM-Ansatz
Alle Probleme und Besonderheiten, die die soziale Lebensqualität der Bewohner im Quartier mindern, sollen ganzheitlich in ihrer Ursache gesehen und angegangen werden. Für dieses Ziel sollen vorhandene kommunale professionelle Ressourcen wie Familienservicebüro (besetzt mit 20 WoSt.), Flüchtlingshelfer (39 WoSt.) u. Mehrgenerationenhaus (hauptamtlich 49,5 WoSt.) effektiver genutzt und als "Kümmererstationen" eingesetzt werden. Gleichzeitig soll die Werbung für das Ehrenamt im sozialen Bereich forciert werden. Daneben wurden in der Politik weitere wesentliche Akzente gesetzt. Es gibt ein Seniorenpolitisches Konzept sowie ein Bekenntnis zum Mehrgenerationenhaus und dessen Arbeit. Alle genannten Voraussetzungen sollen für GWA effektiver genutzt werden. In einem Projektteam von 3 in der Kommune erfahrenen Mitarbeitern, welche mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aktionsbereichen agieren können, sollen ergebnisorientiert die Problemlagen analysiert, dargestellt und partizipativ mit Akteuren, Bewohnern und kommunalen Gremien angegangen werden. MA 1/Projektleitung - Fachbereichsleitung Arbeit, Familie u. Soziales: Struktur und Koordination der GWA mit den vorhandenen kommunalen Ressourcen, Arbeit in politischen Gremien, Wohnraumentwicklung in den Quartieren. MA 2/Päd. Leitung: Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus, Vernetzung mit Vereinen u. Akteuren, Integration, Veranstaltungen MA 3/Projektmitarbeiter: Seniorenwohnprojekte, Freiwilligendienste, Nachbarschaftshilfe, Methoden:
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Kooperationen und Netzwerkarbeit alle Personen in den Quartieren erreichen, die Zuständigkeiten und die Kooperationsmodalitäten abgeklärt und ein Mehrwert wie z.B. Erhöhung der Angebotsvielfalt etc. vorhanden ist.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn unterschiedliche Menschen (evtl. mit verschiedenen Herkunftsgeschichten) in den Quartieren zueinander finden, sich austauschen und eigeninitiativ oder mit ehren- oder hauptamtlicher Hilfe Aktivitäten entwickeln.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Wohn- , Hilfs-, und Beratungsbedarfe der Menschen im Quartier (möglichst mit Partizipation der Bewohner) verbessert werden und die Veränderungen das soziale Miteinander verbessern.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn es gelingt, dass verschiedene Akteure im Quartier offen ihre Angebote für verschiedene Zielgruppen wie Einheimische, Zugewanderte, Migranten und Senioren planen , möglichst unter Einbeziehung von Multiplikatoren dieser Gruppen.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn aus Anfragen und Anregungen von Menschen in Sprechstunden und Kümmererstationen in den Kontakten und in der Kommunikation eine Ermutigung und Stärkung erreicht wird, selber für Verbesserungen im Quartier aktiv zu werden
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
SVE Wiefelstede und TV Metjendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachausschuss für Generationen und Soziales der Gemeinde Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Wiefelstede / Metjendorf (Ambulante Pflege)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro, Flüchtlingshilfe, Seniorenberatung, Mehrgenerationenhaus , kommunale Arbeitskreise und Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kvhs Ammerland g GmbH (Maßnahmen KOLA, KOLA+ und weitere)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Präventionsprojekte Wiefelstede e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Kinder, Jugendliche und Familien in Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Ammerland. e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch das Projekt "Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!" wird in zwei großen Quartieren in der Gemeinde konsequent der Focus auf den Aufbau einer vernetzten problemlösenden GWA gelegt. Ein beständiger Meilenstein ist das Wohnprojekt. Als Grundlage sind bereits kommunal finanzierte Einrichtungen der Sozialen Arbeit vorhanden. Durch starke Vernetzung und die Entwicklung neuer Strukturen und Maßnahmen im Team wird eine effektive GWA geschaffen, die nach Projektende kommunal Fakt bleibt.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Lebendige Dorftreffpunkte in der Samtgemeinde Neuenkirchen

Ansprechpartner
Ruth Klaus-Karwisch
Funktion Fachbereichsleitung Familien, Bildung und Ehrenamt
Projektbeschreibung
Die SG Neuenkirchen muss sich den demographischen Veränderungen und damit auch den gesellschaftlichen u. urbanen Veränderungsprozessen stellen. Zum Erhalt und zur Verbesser-ung der Lebensqualität vor Ort sind bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen unverzichtbar. Durch lebendige Treff-punkte in allen Gemeinden soll eine nachhaltige Verbesserung Infrastruktur vor Ort und wichtige Kristal-lisationspunkte des gesellschaftlichen Lebens entstehen. In Merzen ein Jugend- u. Dorftreffpunkt an der Schule, in Neuenkirchen soll 2021/22 der Dorftreff Beim Alten Haarmeyer und in Voltlage entsteht zurzeit der erste Dorftreffpunkt die Dorfküche. Die Projekte in Neuenkirchen und Voltlage werden im Rahmen der ZILE Förderung- soziale Dorfentwicklung bezuschusst. Die Treffpunkte sollen zukünftige folgende Funktonen für die Dorfgemeinschaft einnehmen: Treffpunkt für Alle Bürger/innen, Organisation und Durchführung von Kultur-, Informations- und Begegnungsangebote, Jugend- und Seniorenarbeit, Raum für Vereinsarbeit und Treffpunkt der Ehrenamtlichen vor Ort, Integrations- und Migrationsarbeit vor Ort, Begegnungs- und Austauschmöglich-keiten für Ehrenamtliche und Angebote der Freiwilligen Agentur der Samtgemeinde Neuenkirchen. Durch die Treffpunkte werden offene Begegnungsstätte geschaffen, die zum Dialog einladen und zur Stärkung der Dorfgemeinschaft führen. Diese Treffpunkte unterstützt dadurch nicht nur die Ziele der Sozialen Dorfent-wicklung, sondern auch die im Audit familiengerechte Kommune. In den Bürgerbeteiligungsformaten wurde deutlich, dass: - ein starker Bedarf an Beratungs- u.Unterstützungsangebot in unterschiedlichen Lebenslagen u. Altersgruppen fehlt -Struktur der Dorfgemeinschaften hat sich verändert ( Überalterung, fehlende Integration von „Neubürger*innen und Vereinsamung - Die Kompetenzen zur Erkennung von Problemlagen/Bedarfen und Hilfe zur Selbsthilfe fehlen. Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit, soll eine hauptamtliche Person, zur Koordination und Belebung der „lebendige Treffpunkte“ einsetzen werden. Aufgabe ist der Aufbau der Treffpunkte, die Bündelung /Vernetzung bereits vorhandenen Strukturen und Angebote, Lotsenaufgabe, Bedarfsermittlung sowie Stärkung der ausgebildeten Dorfmoderatoren. Durch den Prozess der Gemeinwesenarbeit soll der soziale Zusammenhalt aller Bewohner-gruppen gefördert, die soziale Teilhabe aller ermöglicht, die soziale Infrastruktur insgesamt verbessert werden und Selbsthilfepotenziale gefördert werden
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
IIn der SG Neuenkirchen haben sich keine Dorfgemeinschaften gebildet. Die Altein-gesessenen, die Aussiedler und Menschen mit Fluchterfahrung bleiben unter sich. Eine wirkliche Integration ist bisher nicht gelungen. Zusätzlich steht die SG Neuenkirchen steht vor der Herausforderung einer überalternden Bevölkerung. Mehr-generationenfamilienstrukturen, gibt es aufgrund des Fortzuges von jüngeren Menschen, selten. Alte, allein-stehende Menschen leben isoliert. Die Einsamkeit und der Hilfebedarf der Bürger/innen (soziale Kontakte, Mangelernährung, Sicherung d. Versorgung und Unterstützungsangebote) steigt stetig. Vor Ort werde deshalb Angebote benötigt die das soziale Miteinander stärken. Bisher hat die SG Neuenkirchen lediglich langfristige, ortsnahe Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Es wurden ehrenamtliche Helfer- und Unterstützerstrukturen für alle Bürger*innen die Kleinen Hilfen“ gegründet. Zur Unterstützung des Ehrenamtes gibt eine Freiwilligen-agentur und über die soziale Dorfentwicklung wurden Dorfmoderatoren ausgebildet. Es gibt zahlreiche Beratungs- u. Dienstleistungsangebote in der“ Drehscheibe“. Diese Infrastruktur unterstützt Bürger, stärkt aber nicht die Dorfgemeinschaft in sich. Zukünftiges Ziel ist es, langfristig die Dorfgemeinschaften zu stärken. Sie soll befähigt werden Probleme vor Ort zu erkennen und Selbstheilungspotenziale gezielt einzusetzen. Bürger sollen Verantwortung für sich und für andere übernehmen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Koordinierung u. Vernetzung der vorhandenen Ressourcen, Etablierung von Beteiligungsmöglichkeiten, Aktivierung der Selbstorganisationspotentiale sowie Selbsthilfepotenziale in den Mitgliedsgemeinden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens. In Samtgemeindeverwaltung soll eine hauptamtliche Stelle zur Entwicklung des Gemeinwesens entstehen. In jeder Mitgliedsgemeinde sollen lebendige Dorftreffpunkt für die Dorfgemeinschaften entstehen. Jede einzelne Dorfgemeinschaft soll gestärkt werden. Es soll ein „Kirchtumdenken“ gefördert werden. Aber wo Synergien zwischen den Gemeinden hilfreich sind, soll die Gemeinschaft der Samtgemeinde Neuenkirchen auch funktionieren. Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: nein
Einwohnerzahl
10687
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeabteilung SG Neuenkirchen Stand 04/2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Neuenkirchen wird in ihren Mitgliedsgemeinden lebendige Dorftreffpunkt in den jeweiligen Gemeindezentren baulich errichten. Es bestehen bereits vielfältige u.a. Beratungs- und Dienstleistungsangebote, ein Fahrdienst für Bürger*innen und eine FreiwilligenAgenturen. Die Politik und Verwaltung hat Beteiliungsformate wie das Audit familiengerechte Kommune und die sozialen Dorfentwicklung durchgeführt. Es wurden Dorfmoderatoren ausgebildet, die soziale Kleinstprojekte betreuen und als Ansprechpartner vor Ort für die zur Verfügung stehen. Bisher wurden alle Maßnahmen von der Politik und Verwaltung angeregt und gesteuert. Langfristig sollen Bedingungen geschaffen werden, die dazu führen, dass sich Bürger*innen für Ihre Belangen vor Ort einsetzen und das vorhandene Know-How z.B. der Ehrenamtlichen Helferkreise und der Dorfmoderatoren nutzen bzw. auf/ausbauen. Im Gesamtprozess braucht es eine hauptamtliche Koordination zur Planung, Steuerung und Unterstützung für eine etablierte Praxis von Gemeinwesenarbeit. Durch eine professionelle Gemeinwesenarbeit soll die vorhandenen Strukturen/ Angebote (s.o) bekannter und ein lebendiges Zusammenleben vor Ort in den Mitgliedsgemeinden angeregt, die Anliegen von Bürger*innen noch stärker aufgegriffen und ihr Engagement und die gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Mitgliedsgemeinden in den Dorftreffpunkten gefördert werden. Hilfe zur Selbsthilfe steht im Fokus, kollektives Empowerment soll erreicht werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bürger*innen die lebendigen Treffpunkte nutzen und mit Leben füllen. Eigene Aktionen, Veranstaltungen,gemeinsame Aktivitäten die der Gemeinschaft dienen. Die Gemeinschaft erkennt die Belange des Ortes und versucht gemeinsam Lösungen/Ideen umzusetzen.
Beschreibung
Potenziale der Vereine, Verbände und Ehrenamtlichen sind bekannt und werden für die Gemeinschaft vor Ort gewinnbringend eingesetzt und ggfs. ausgebaut.
Beschreibung
Bürger*innen nutzen die Treffpunkte als Anlaufstelle. Aktivitäten vor Ort werden selbst organisiert und umgesetzt. Es haben sich verlässliche Strukturen für Aktive Bürger*innen zur Organisation vor Ort gebildet. für
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sport-, Heimatverein, Landfrauen und - jugend, Triebwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Osanbrück -Senioren und Pflegeberatung, FreiwilligenAgentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten vor Ort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen vor Ort und die Oberschule der Samtgemeinde, VHS, Musikschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bestehende Ehrenamtskreis aus sozialer Dorfentwicklung, Seniorenarbeit, Jugendteam, Dorfmoderatoren, Mitglieder der GgmbH "Beim alten Haarmeyer"
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Vor Ort werden derzeit baulich die Treffpunkt errichtet. Mit Hilfe der Koordinierungsstelle soll nachhaltige Beteiligungsformate und Ehrenamtsstrukturen vor Ort aufgebaut werden. Die laufenden Kosten für die Treffpunkte werden langfristig von der SG Neuenkirchen getragen. Die Arbeit der FreiwilligenAgentur ist bereits langfristig im Stellenplan der SG Neuenkirchen etabliert. Die Politik muss im Laufe des Projektes entscheiden, ob Sie für die GWA Arbeit eine Planstelle schaffen wird.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Hagen inclusiv - Nestwerk e.V. zukunftsfähig machen

Ansprechpartner
Wolfgang Steen
Funktion 1. Vorsitzender
Nestwerk zukunftsfähig machen - Gemeinwesenzentrum professionalisieren
Projektbeschreibung
Der Verein NESTWERK in Hagen im Bremischen wurde 2008 gegründet, um als gemeinnütziger Träger soziale, kulturelle und ökologische Projekte und Bildungsangebote zu entwickeln sowie Fördergelder und Spenden einzuwerben. Der Verein hat aktuell 30 Mitglieder und ca. 40 freiwillige Mitarbeiter*innen. Im Verlauf der vergangenen 13 Jahre hat der Verein ein umfangreiches Bildungs- und Projektangebot umgesetzt, das generationsübergreifend genutzt wurde. Wir verfügen im Ortskern über zentrale angemietete Räumlichkeiten eines ehemaligen Kaufhauses mit 3 großen Arbeitsräumen sowie einem Büro mit Gruppenraum. Das Büro wurde von Herbst 2014 bis 31.07.2020 von der Gemeinde für die Arbeit ihrer Integrationsbeauftragten genutzt. Alle Räume werden flexibel genutzt. Zu einem zentralen Bestandteil der Vereinsarbeit hat sich die Flüchtlingsinitiative im Nestwerk entwickelt. Diese Initiative wurde schon Mitte der 90-iger Jahre gegründet und umfasst aktuell ca 20 Personen, die mit zum Teil erheblichem persönlichen Einsatz eine praktische Willkommenskultur und Alltagsbegleitung für Asylbewerber*innen umsetzen. Aus der Arbeit einer Notaufnahmeeinrichtung 2015/16 hat sich in unserem Gebäudekomplex eine Kleiderkammer entwickelt. Diese hat, solange die Notaufnahme belegt war, für deren Bewohner Kleidung ausgegeben. Inzwischen ist die Einrichtung offen für alle Menschen und wird von ca 20 Frauen ehrenamtlich fachlich betreut. Die Umsätze ermöglichen einen kleinen Gewinn, der für die Vereinsarbeit eingesetzt wird. Ein Schwerpunkt waren Deutschkurse für Menschen mit Fluchtgeschichte, die möglichst fortlaufend und den jeweiligen Lernmöglichkeiten angepasst in unterschiedlichen Formaten durchgeführt wurden. Das weitere Angebot war generationsübergreifend und umfasste neben der Eltern-Kind-Gruppe, Gedächtnistraining für ältere Menschen, Kurse der KreativWerkstatt auch Literaturangebote, Computerkurs, Fotoclub und Spielekreis für ältere Menschen, Schularbeitenhilfe für Grundschüler, interkulturelle Teestube als offenen Begegnungsort sowie kulturelle und gesundheitliche Kooperationsprojekte. Für die Zukunft gilt es nun, den Schwerpunkt der Arbeit zur Integration /Inklusion weiter zu fassen. Stand bisher die Arbeit mit Geflüchteten und Einzelmaßnahmen im Mittelpunkt ist die gesamte Gemeinde in den Blick zu nehmen. Stichworte: Post Corona –Initiativen, gegen Vereinsamung nicht nur Älterer, „Neubürger integrieren“, „Wir alle sind Hagen" Der Verein beschäftigt keine hauptamtlichen MAB.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Hagen im Bremischen umfasst 16 Dörfern mit insgesamt gut 11.000 EW. Der Hauptort Hagen hat davon ca. 4.000 EW. Die Gemeinde liegt im Süden des LK Cuxhaven. Im Hauptort Hagen ist die lebensnotwendige Infrastruktur angesiedelt, auf den Dörfern gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten mehr, keine Ärzte, aber vereinzelt Handwerk und Kleinbetriebe neben der Landwirtschaft. Hagen kann als Stadtrandgemeinde bezeichnet werden und verfügt über größere Neubaugebiete, aber wenig Mietwohnbau. Der Hauptort wächst, die Dörfer stagnieren. Bis zum 31.12.2013 war Hagen als Samtgemeinde von sechs Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte mit Sitz in Hagen organisiert. Die Eigenständigkeit als Gemeinde zugunsten einer größeren Einheit aufzugeben war für einzelne Gemeinden ein langwieriger und schmerzhafter Prozess. Nicht alle fühlen sich im neuen „Haus“ gut aufgehoben. Bisherige Selbstverständlichkeiten der gegenseitigen Sorge für Dorf und Menschen weichen einer Haltung: „Sollen die in Hagen sich doch drum kümmern!“ Für viele Neubürger*innen ist der Hauptort attraktiv, familienfreundlich von der Krippe bis zum Gymnasium, bietet noch relativ günstigen Baugrund und liegt verkehrsgünstig. In dem Maße, wie soziale Bezüge schwinde und Vereinzelung zunimmt sowie Gemeinsinn und gemeinschaftliche Verantwortung erodieren gilt es, integrierende Angebote und aufwertende Entwicklung vorhandener Strukturen zu ermöglichen. Das Nestwerk wird durch umfängliche Vernetzung in verschiedene gesellschaftliche Bereiche und als wichtiger niedrigschwelliger Kristallisationsort für Koordination und Unterstützungsleistungen im zivilgesellschaftlichen Raum gut angenommen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hagen im Bremischen
Beschreibung
Gemeinde Hagen im Bremischen, südlichste Gemeinde im LK Cuxhaven, zwischen Bremen und Bremerhaven, Nachbarkreis OHZ, Nachbargemeinden Loxstedt und Beverstedt Einwohner 31.12.2020: 11.058 EW in 16 Ortschaften Fläche : 197,33 km2 55 EW pro km2
Einwohnerzahl
11000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Arbeit geht über den Hauptort Hagen hinaus und bezieht die umliegenden Dörfer ein. Damit ist kein begrenztes Quartier im engeren Sinne möglich. Für die Projektleitung wird eine hauptamtliche Person eingestellt, die schon im Projektzusammenhang eingebunden ist und Erfahrungen aus einem eigenen Projekt der sozialen Innovation sammeln konnte. Der Kollege hatte sich, leider verspätert, auch für die GWA-Fortbildung angemeldet und ist interessiert an einer Weiterqualifizierung in dem Arbeitsfeld.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn nicht mehr von "Wir im Dorf" und "Die in Hagen" gesprochen wird. Wenn sich gegenseitige Unterstützung deutlicher zeigt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindeverwaltung Hagen im Bremischen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO-Jugendhilfestation
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NordseeZeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
alle Schulen in Uthlede, Bramstedt und Hagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
UHIB Unternehmer*innengemeinschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle Ratsfraktionen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Im Rahmen der Förderung von Erwachsenenbildung im LK Cuxhaven erwarten wir eine institutionelle Förderung im interkommunalen Raum, von der Gemeinde Hagen haben wir bislang eine jährliche Projektförderung erhalten. Eine stabile langfristige finanzielle kann aktuell nicht abgegeben werden.
Zustimmung Veröffentlichung
On